Philippe Gaspard Leitersperger, ammestre, et (1693) Marguerite Reisseissen


L’avocat Philippe Gaspard Leitersperger, fils d’un préposé de l’accise, épouse en 1693 Marguerite Reisseissen, fille d’ammestre. Il est lui-même ammestre en 1735 et en 1731. Il meurt en 1735 en délaissant cinq enfants.
Sa veuve hérite de la maison au Couperet (zum Haumesser) de leur fille Marie Salomé Leitersperger, veuve de Jean Philippe Leitersperger.
(Notice à compléter)


L’avocat Philippe Gaspard Leitersperger, fils d’un préposé de l’accise, épouse en 1693 Marguerite Reisseissen, fille d’ammestre : contrat de mariagen célébration

Copia der Eheberedung – zwischen dem Edeln: Vest und hochachtbahren Herrn Philipp Caspar Leiterspergern Herrn Johann Georg Leitersperges geweßenen Wohlverdienten dreÿers deß allhiesigen umbgelds und vornehme burgers Zu Straßburg nunmehr seeligen, mit auch weÿland der Edlen Viel Ehren: und Tugendreichen Frauen Ursula Leiterspergerin gebohrner Ansorgin auch seeligen ehelich erzeugtem und nachgelaßenem Sohn als dem Herrn brätigamb ane Einem, So dann der Wohl Edlen Hoch Ehren und Tugendreichen Jungfrauen Margarethæ deß Hoch Edlen Gestrengen Fürsichtig hochweiß und hochgelehrten Herrn Francisci Reißeißens beÿ hiesiger Löblicher Statt Straßburg hochmeritirten Alten ammeisters und deß geheimen regiments der Herren dreÿ Zehen hochansehnlichen beÿsitzers auch beÿ löbl. Straßburgischen universitæt Scholarchæ und der auch hoch Edlen hoch Ehren und tugendbegabten Frauen Salome Reißeißin gebohrner Wenckerin ehelich erzeugter Jungfrau tochter alß hochzeiterin – beschehen Montags den andern Monaths tag Novembris in dem Jahr des Herren als man Zahlte 1693. Stephan Cornelius Saltzmann Notarius publicus et academicus

Mariage, Saint-Thomas (luth. f° 39, n° 203)

Heut den 25. Novembris 1693 ist nach ordentlicher p.clamation, (…) Eingesegnet word. H Philipp Caspar Leitersperger weÿl. H Joh: Geörg Leiterspergers gewesenen vornehm. burgers undt Assessorem der Müntz nachgelaßener ehelich. Sohn, mit Jfr. Margaretha, deß Hochedel Vest fürsichtig hochweiß. und hochgelehrten H Francisci Reisseissens der Statt Straßb. ältisten ammeisters Dreÿ Zeheners, der universität Scholarcha und dieser gemeindt S. Thomæ Oberkirch. pflegers allerseits höchstmeritirt. Eheliche Tochter [unterzeichnet] Philipp Caspar Leitersperger alß Hochzeiter, Margaretha Reißeißin Alß hochzeiterin (i 41)

Philippe Gaspard Leitersperger, ancien ammestre, meurt en 1735 en délaissant cinq enfants. L’inventaire est dressé dans sa maison Grand rue. La masse propre à la veuve est de 9 012 livres, celle des héritiers de14 740 livres. L’actif de la communauté est de 3 989 livres, le passif de 14 459 livres.

1735 (24.8.), Me Koch (Matthias, 6 E 41, 466) n° 54
Inventarium über Weÿl. deß Hoch Edelgebohrnen, Gestreng, Fromm, Fürsichtig, Hoch Weiß und hochgelehrten herrn Philipp Caspar Leiterspergers, geweßenen höchstverdienten Alten Ammeisters dreÿzehners, beÿ Löblicher Universitæt Scholarchæ und Ober Kirchischen Pflegers der Evangelischen Gemeinde zu St Thomä & allhier zu Straßburg nunmehr hochseeligen Verlassenschafft – nach seinem Dienstags den 12.ten Aprilis dieses lauffenden 1735.sten Jahrs beschehenen tödlichen ableiben hie Zeitlichen verlaßen. Welche Verlassenschafft auf freundliches Ansuchen Erfordern und Begehren der am hernach folgendem fol° in specie benahmßter Erben, inventirt und ersucht, theils durch die hoch Edle, hoch Edle und tugendgezierte Frau Margaretham gebohrne Reißeißin die hoch betrübte Frau Wittibn beÿständlich des hoch edel Vest hochgelehrt und hochachtbahren herrn Francisci Ösingers J.U. Lti beÿ löblicher statt bestmeritirten Contractuum Actuarii und vornehmen burgers allhier (geeigt und gezeigt) – So beschehen in der Königlichen Statt Straßburg auff Mittwoch den 24.ten Augusti Anno 1735.
Der Verstorbene Herr ammeister seel: hat ab intestato Zu Erben Verlaßen als folgt. 1. S.T. Herrn Johann Leitersperger, J.U. Ltum und E: E: Großen Raths wohlmeritirten beÿsitzer, 2. S.T. Frau Margaretham Flachin gebohrne Leiterspergerin, Weÿl. S.T. Herrn Andreä Flachen geweßenen hocherfahrenen Med: Doctoris und berühmten practici auch vornehmen burgers allhier seel. nachgelaßene Frau Wittib, 3. S.T. Frau Mariam Salome Leiterspergerin, gebohrne Leiterspergerin, Weÿl. S.T. Herrn Johann Philipp Leiterspergers, gewesenen J.U. Lti. und deß beständigen Regiments der Herren Fünffzehen hochansehnlichen beÿsitzers allhier seel. hinterlaßene Frau Wittib, 4. S.T. Jungfer Catharinam Elisabetham Leiterspergerin, Welcher dreÿ Letztern, Weilen sie ohnbevögtiget und majorennes, beliebt und erbettener beÿstand ist ob Ehrengedachter Herr Rathherr Johannes Leitersperger dero herrn bruder, 5. S.T. Herrn Johann Friderich Leitersperger, J.U. Candidatum, so beÿ nahe majorennis deßwegen ohnbevögtigt. Alle Fünff deß Verstorbenen Herrn ammeisters seel: mit eingangs gedachter seiner nunmehro hinterlaßenen Frau Wittib ehelich erzeugte Kinder v. Erben, welche auch alle Zugegen waren zu gleichen portionen und antheilen.

In einer allhier zu Straßburg ane der Langen Straas gelegenen, hiehero gehörigen behaußung befunden worden als folgt
Eigenthum ane gärten (W.) (…)
Eigenthum ane Häußern. (W.) Eine behaußung bestehend in Vorder: v. hinterhauß v. höffen, bronnen Stallung v. hoffstätten, mit allen übrigen dero Gebäuden v. Gerechtigkeiten allhier ane der Langen Straas 1.s. neben weÿl. H Joh: Kornmann, gewes. Banq. v. E : E : Kleinen Raths beÿsitzers Erben Zubehörden, tiels neben der Adel. Hüffel. modo Wetzelischen behaußung (…)
(T.) It: Eine behaußung, höfflein, v. Hoffstatt mit allen deren Gebäuen, begriffen, Weithen rechten zugehörden v. gerechtigkeiten allhier im finckweÿler hinter der Mucken, 1.s. neben weÿl. H. Mathias Häuß, gewes. Diac. beÿ der Pred. Kirch allhier seel. Kindern 2.s. neben hernach beschriebener auch hieher gehöriger behaußung, vornen v. hinten auff d. Allmend stosend gelegen, so freÿ, leedig v. eigen, und durch obgedachte Hh. Werckmeister Crafft allegirter Abschatzung hiehero angeschlagen für 800. R. oder 400.
It: Eine behaußung höfflein v. hoffstatt sambt übriger Zugehörd allhier im Finckweÿler hinter dem Würthshauß Zur Mucken 1.s. neben nächst hie Vorbeschriebener behaußung, 2.s. gegen des Stiffts Carthaus allhier Speicher, dar zwischen ein Allmend Gaß, vornen v. hinten auff d. Allmend stoßend gelegen, so über 7 ß 6 d boden zinß so man dem Pfth. allhier Jährl. Zu bezahlen schuldig freÿ, leedig v. eigen, und über solche beschwerde durch mehrgedachte Hh. Werckmeister hiehero angeschlagen pro 550. R. oder 275. Über nächst Vorstehende beede häußer meldet i. perg. am 16. febr. 1718. auffgerichteter besiegelter Ganth Kaufbr.
(T.) It: die helffte vor ohnvertheilt v. v. ane der Gast behaußung Zum Ehrenfelß, nebens hauß, hoff, Garten, Gartenhäußl. v. hoffstatt samt übrigen derselben Zugehörden v. Gerechtigkeiten allhier in der Vorstatt Crautenau, gegen den Capucinern ohnfern der Esplanade 1.s. neben dem Cap. Closter, 2.s neben Joh: Daniel Ehrenmann dem geschw. Courtier, hinten auff H. Joh: Quirin Berga, den Maurer stoßend gelegen, so freÿ leedig v. eigen v. durch vorgedachte Hh. Werckmeister angeschlagen pro 1600. R. oder 800. lb, th. hiehero zur helffte 400.. Die übrige helffte ist S.T. Herrn Joh: Friderich Ösinger, der statt straßb. höchstmeritirtem Alten ammeisters Eigenthümlich gehörig. Hierüber besagt ein in allhiesiger Ganth am – gefertigter perg. Kbr. so in hoch Edelgedachten Herrn Ammeister Ösingers händen befindlich seÿn solle.
– Abschatzung de: 19. Augst. 1735. Auff begehren Euer Gnaden Herrn Pflip Casper Leitersperger deß geweßenen Herrn XIII:ëner und alten Amiester seel. hinderlaßener Fraw wittib und Erben ist eine behausung allhier in der statt Straßburg in der Langen Straßen (…)
Der 2.t: begrieff ist auch alhier in der Statt Straßburg beÿ dem Capuciener gelegen daß wierthauß Zum Ehren fëltz genant, ein seits an die herren Capuciener anderseits Neben H Johannes Ehremann dem Mackler hinden auff Meister Johann Quirinus Bergau dem Maurer Stoßend, welche behausung, stuben Cammer hauß Ehren warinnen der herdt und waßerstein nebens Cammer und alter gang, unden auff dem botten die Gast stuben, Kuchen Cammer und hauß Ehren, halb gewölbter und getrëmbter Keller, ein alt garten haüsell, so geringß herumb mit diellen Zu geschlagen, Nebenß hauslein worinnen ein stuben und grëmben Lettell ober dar über ein Cammer sambt aller gerechtig Keidt wie solches turch der Statt Straßburg geschwornen wërckleuthe sich in der besichtigung befundten und Jetzigen Preÿß nach angeschlagen wierdt Vor und Umb Ein dausent und Sechs hundert Gulten
Der 3.t begrieff ist auch alhier in der Statt Straßburg, hinder der Mucken gelegen einseits Neben der H. Pfarrer heißen Kindter anderseits Neben die Erben selbsten hinden und Vornen auff H: allmendt Stoßend welche behausung Stuben Cammern Kuchen Hauß Ehren, oben auff der bienen 3: Cammeren eine dar von die soltaten Cammer unden auff dem botten ein stuben Cammer Kuchen hauß Ehren und höfflein getrembter Keller sambt aller gerechtig Keidt wie solches turch der Statt Straßburg geschwornen werckleuthe sich in der besichtigung befundten und Jetzigen Preÿß nach angeschlagen wierdt Vor und Umb Acht hundert Gulten.
Der 4.te begrieff ist auch alhier in der Statt Straßburg gelegen ein Seits an die Erben selbsten, ander seits gegen dem spiger so Zur Cartauß gehorich hinden und Vornen auf H Allment stoßendt welche behaußung Zweÿ stubell Zweÿ haus Ehren mit herdt und waßerstein, unden auff dem botten, daß hauß Ehren getrëmbt Kellerlein und höffell sambt aller gerechttig Kedt wie solches turch der Statt Straßburg geschwornen werckleut sich in der besichtigung befundten und Jetzigen Preÿß nach angeschlagen wierdt Vor und Umb Fünff hundert und Vünffzig Gulten. Bezeignuß der Statt Straßburg geschwornenn werckleuthe [unterzeichnet] Michael Ehrlacher Werck Meister deß Meinsters, Johann Jacob Biermeÿer Werck Meister deß Zimmerhoffs, Johann Peter Pflug Werck Meister deß Mauerhoffs

(f° 31) Ergäntzung der Frau Wittib wehrender Ehe abgangenden unveränderten Guths. Vermög Inventarii über beeder nunmehrp durch den Zeitlichen Tod getrennter Eheleuth einander in den Ehestand Zugebrachtes Vermögen besagend, durch Weÿl. Hn Stephan Cornelium Saltzmann geweßenen Notm. publ. et pract: seel. A° 1694. gefertiget hat nun der hinterbliebenen Frau Wittib als manglend zu verguthen als folgt
(f° 44-v) Series rubricarum hujus Inventarÿ, Copia Heÿraths Verschreibung, Extractus Testamenti Clausi so der Herr Ammeister seel. den 11.ten Maji a° 1696 auffgerichtet, Copia Codicilli in Anno 1696 auffgerichtet
Bericht über gegenwärtige Verlassenschafft (…)
(f° 45) der Fr. Wittib unverändertes Guthn Sa. lähren Faß 44, Sa. Silber geschirr und Geschmeids 208, Sa. Goldener Ring 155, Sa. Pfenningzinß hauptgüter 559, Sa. Eigenthums ane einer behaußung 2250, Sa. Eigenthums ane einem garten 540, Sa. gülthen von liegende güthern 157, Sa. der Schuld 150,, Sa. Ergäntzung (9057, abzuziehen 4111, Compensando) 4945, Summa summarum 9012 lb
Der Erben Nahrung, Sa. Silber geschirr und Geschmeids 196, Sa. Goldener Ring 105, Sa. Pfenningzinß hauptgüter 4543, Sa. Gülthen von liegenden güthern 530, Sa. Ergäntzung (9521, abzuziehen 7, Compensando) 6514, Summa summarum 14 890 – Sa. Schulden 150, Compensando verbleibt 14 740 lb
Das Theilbahre Guth, Sa. theilbarer Frucht 511, Sa. Wein und läher Faß 454, Sa. Silber geschirr und Geschmeids 528, Sa. goldener ring und geschmeid 198, Sa. baarschafft 1109, Sa. Pfenningzinß hauptgüter 3514, Sa. Eigenthum ane Häußern 1075, Sa. Eigenthums ane einem Garten 175, Sa. Gülthen von liegenden güthern 2, Sa. Schulden 200, Summa summarum 7770 lb – Sa. Schulden 14 459 lb, compensando übertreffen die theilbare passiva die theilbare Activ Nahrung dem Stall tax nach um 6689 lb
Beschluß und Verstallungs summa 17 062 lb
(f° 49) Copia der Eheberedung (…) Montags den andern Monaths tag Novembris in dem Jahr des Herren als man Zahlte 1693. Stephan Cornelius Saltzmann Notarius publicus et academicus
Copia Testamenti solemne – Copia Codicilli



26, rue des Chandelles


Rue des Chandelles n° 26 – IV 398 (Blondel), N 920 puis section 60 parcelle 30 (cadastre)

Démolie par la Ville (service d’assainissement), 1907, terrain réuni à la voie publique


Façade rue des Chandelles (AMS, 1 Fi 20, 22)
Angle, rue de la Demi-Lune à gauche

Inscrite dans le Livre des communaux de 1597 au nom du tailleur Mathias Schmeyer, la maison a un encorbellement de part et d’autre de l’angle. Thomas Schmeyer et son voisin tonnelier Simon Ringer (n° 22) réparent en 1602 leurs latrines communes dont la vidange a lieu par la maison de Simon Ringer. Le tailleur Jacques Schneider qui vient d’acheter la maison remplace en 1614 deux poutres de l’encorbellement par des neuves. Le marchand de futaine Jérôme Waltz en fait une maison de rapport. Le ferblantier Marc Schætzel puis son gendre perruquier Jean Jacques Wittmar en sont propriétaires pendant presque cinquante ans (1690-1737). La maison est estimée tout au long du siècle entre 300 et 450 livres. Le courtier Jean Daniel Ehrmann en fait à nouveau une maison de rapport avant de la vendre (1761) au perruquier Jacques Henri Ehrmann qui fait faillite. Le cordonnier Barthelémy Hansmann qui vient de s’en rendre propriétaire n’est pas autorisé en 1768 à peindre sa maison à encorbellement. Il modifie en 1781 sa porte de cave.


Elévations préparatoires au plan-relief de 1830, îlot 188 (Musée des Plans-relief) 1
Elévations des n° 26, 24 et 22, rue des Chandelles, les deux façades du n° 26 se trouvent au milieu de l’image (vers 1906, © DRAC Grand-Est, cote ICO-482-B-036 014)

L’Atlas des alignements (années 1820) signale une maison à rez-de-chaussée en bois et deux étages en bois en encorbellement sur les deux rues. Sur les élévations préparatoires au plan-relief de 1830, la façade sur rue se trouve de part et d’autre du repère (d) : sur la droite, la façade rue des chandelles a une porte et une fenêtre au rez-de-chaussée, deux fenêtres inégalement réparties à chacun des deux étages. La façade sur la gauche dans la rue de la Demi-Lune a un demi-toit.
La maison porte d’abord le n° 1 (1784-1857) puis le n° 26.


Relevé des Monuments historiques (vers 1906, © DRAC Grand-Est, cote DAR 482 B 036-008)

Le tonnelier et brasseur Jean Louis Specht est propriétaire de la maison (1813-1856) et des voisines (numéros 16 à 26, sauf 22). A sa mort, le menuisier Joseph Sutter l’achète. Ses héritiers la vendent au début du siècle suivant à la Ville de Strasbourg (service d’assainissement) qui la fait démolir en 1907 et en réunit le sol à la voie publique. Le conservateur des monuments historiques note en 1906 dans son rapport que la maison d’angle numéro 26 est « particulièrement remarquable et pittoresque avec ses coloris harmonieux et l’encorbellement du premier étage qui repose sur des consoles ».

août 2021

Sommaire
CadastreRelevé d’actes

Récapitulatif des propriétaires

La liste ci-dessous donne tous les propriétaires de 1601 à 1952. La propriété change par vente (v), par héritage ou cession de parts (h) ou encore par adjudication (adj). L’étoile (*) signale une date approximative de mutation.

Thomas Schmeyer, tailleur, et (1684) Ursule Seitterlin puis (1611) Anne Hammann – luthériens
1613* v Jacques Dalheimer, tailleur, et Madeleine Helckann – luthériens
1614 v Jean Schneider, tailleur, et (1608) Ursule Spillenmacher puis (1622) Rosine Kessmacher, d’abord (1620) femme du pelletier Jean Thiébaut Koch – luthériens
1675* adj Jérôme Waltz, marchand de futaine, et (1660) Elisabeth Sommerecker – luthériens
1685 v Adam Mey, marchand épicier, et (1641) Marie Gerlach puis (1654) Salomé Reinthaler – luthériens
1690 v Marc Schætzel, ferblantier, et (1689) Marthe Meyer puis (1702) Catherine Fischer – luthériens
1729 h Jean Jacques Wittmar, perruquier, et (1728) Marie Elisabeth Schætzel – luthériens
1737 v Jean Daniel Ehrmann, perruquier puis courtier de change, et (1716) Marie Madeleine Fritschmann – luthériens
1761 v Jacques Henri Ehrmann, perruquier, et (1756) Catherine Elisabeth von Gottesheim puis (1766) Marguerite Salomé Erhard, remariée (1774) avec le perruquier Jean Jacques Henri Winckelmann – luthériens
1768 adj Barthelémy Hansmann, cordonnier, et (1752) Dorothée Vogel – luthériens
1810 v Thérèse Bollen, blanchisseuse à Hermolsheim
1813 v Xavier Zimmermann, tailleur puis marchand de fruits, et (1804) Marie Catherine Schock
1813 v Jean Louis Specht, aubergiste, et (1810) Marie Hélène Gerlach
1856 v Jules Joseph Sutter, menuisier, et (1845) Marie Louise Hahn
1884* h (indivision) Adolphe Sutter, agent d’assurances, et (1873) Emilie Rhein
Louise Jeanne Sutter
1896* Joseph Beguin, libraire, et (1886) Caroline Emilie Rhein veuve d’Adolphe Sutter
1899* Louise Jeanne Sutter
1903* v Ville de Strasbourg

Valeur de la maison selon les billets d’estimation : 300 livres en 1729, 400 livres en 1753, 450 livres en 1764, 300 livres en 1785

(1765, Liste Blondel) IV 398, Henry Eremann
(Etat du développement des façades des maisons, AMS cote V 61) Haußmann, 5 toises, 5 pieds et 2 pouces
(1843, Tableau indicatif du cadastre) N 920, Specht, Louis – maison, sol – 0,37

Locations

1765, Jean Baptiste Michel, manant

Livres des communaux

1587, Livre des communaux (VII 1450) f° 151
La maison est inscrite dans le Livre des communaux de 1597 au nom du tailleur Thomas Schmeyger (Thomas Schmeyer). Dans la rue des Chandelles la maison a un encorbellement jusqu’à l’angle de la ruelle vers Sainte-Barbe (22 pieds de long, 2 pieds 3 pouces de saillie) dont la corniche a 22 pieds de long et 1 pied de saillie. Il en doit 2 sols 8 deniers. Du côté de la ruelle, la maison a un encorbellement (21 pieds ½ de long, 4 pieds 2 pouces de saillie) et un chenal en bois. Il en doit 4 sols 7 deniers

Die Gaß nach der Beckenknecht Stuben zum Heiligen Liecht genandt
Thoman Schmeÿger der Schneider hatt vor seinem Hauß oben ein Vsstoß unz ane das Eckh ane die Zwerchgaß gegen Sanct Barbaren, xxij schu lang, vnd ij schuh iij Zoll herauß, daruor ein Staucher xxij schuh lang vnd j schuh herauß, Soll Allmendt sein vndt bleiben, Bessert für das Nüessen, ij ß viiij d

1587, Livre des communaux (VII 1450) f° 156-v
Anderseits der Zwerchgaß Wider Sanct Barbaren gaß zu
Thoman Schmeÿer der Schneider hatt vor dem Eckh Inn die Zwerchgaß gegen Sanct Barbaren Oben einen Vsstoß xxi+ schuh lang, vnd iiij schuh ij Zoll herauß, aampt einem hülzenen Naach, Bessert für das Nüessen, iiij ß viij d

Préposés au bâtiment (Bauherren)

1614, Préposés au bâtiment (VII 1329)
Le tailleur Jacques Schneider qui habite la maison d’angle face à la Monnaie remplace l’ancien évier à l’étage par un nouveau et remarque que la poutre sur lequel il reposait est pourrie. Il est autorisé à remplacer deux poutres par des neuves.

(f° 121-v) Montag 8.t. Augusti – Hans Schneid. d. schneid. Im Eckhauß geg. Müntzhoff sagt hab ein wasserstein oben In seinem hauß abgebrochen wöllen Newmachen, vnd fund. das die palcken daruff er gestand. so ein vberstoß Ist, gar faul, bitt Ihm Zu gönnen andere 2 balcken In Zu Ziehen, Erk Ist Ihme sein begeren willfahrt, solls machen wie vorhin geweß.

1768, Préposés au bâtiment (VII 1413)
Le cordonnier Barthelémy Hansmann demande l’autorisation de peindre sa maison qui a un encorbellement mais pas d’auvent. Les préposés refusent.

(f° 28-v) Dienstags den 28. Junÿ 1768 – Bartholome Hannßmann
Bartholome Hannßmann der schuhmacher bittet umb erlaubnus sein hauß in der hellenlichter gaß so einen überhang hat aber kein wetterdach gehabt anzustreichen. Erkannt, Abgeschagen.

1781, Préposés au bâtiment (VII 1419)
Jean Régnard Pfauth, contremaître chez la veuve Freisinger, est autorisé au nom du cordonnier Barthelémy Hansmann à modifier la porte de sa cave.

(f° 270-v) Dienstags den 14. Augusti 1781 – Bartholome Hannßmann
Idem [Johann Reinhard Pfauth der balier beÿ Fr. Freißingerin] nôe. Bartholome Hannßmann des Burgers und schuhmachers bittet um erlaubnus an deßen in der Barbaræ gaß gelegenen behausung die Kellerthür veränderen zu dörffen. Erkannt, Willfahrt.

1783, Préposés au bâtiment (VII 1420)
Le maître maçon Pfauth est autorisé au nom du cordonnier Barthelémy Hansmann à réparer et blanchir le crépi sous l’encorbellement à condition de ne pas toucher à l’encorbellement

(f° 334-v) Dienstags den 19. Augusti 1783 – Bartholomäus Hannsmann, Schumacher
Idem [Mr Pfauth der Maurer] nôe. Bartholomäus Hannsmann,, des Schumachers bittet zu erlauben an deßen Behausung an der Heiligen Lichter Gaß gelegen, unter dem Überhang den Bestich aus zu beßern und Zu weisen.
Erkannt Willfahrt, doch den Überhang nicht Zu berühren.

1815 (283 MW 357)
Le maire refuse à Louis Specht l’autorisation de ravaler sa maison

n° 361, Louis Specht (…) de faire crépir le rez de chaussée de sa maison sise rue des Chandelles N° 1 sans cependant toucher ni à la porte ni aux croisées, ses moyens après deux blocus de suite ne lui permettant de faire à sa maison d’autres réparations que de faire couvrir de mortier les endroits les plus endommagés, le 11. 8.bre 1815
Villot le 13. 8.bre, Considérant la maison dont il s’agit est a une avance aux deux étages et qu’elle n’est point alignée, suis d’avis que toutes réparations lui soient interdites, le 12. 8.br – maire 13. oct. – prefet 17. oct.

Description de la maison

  • 1729 (billet d’estimation traduit) La maison comprend plusieurs poêles, chambres, cuisines, vestibule où se trouvent le fourneau et l’évier, une petite cave solivée, estimée avec ses appartenances et dépendances à la somme de 600 florins.
  • 1785 (billet d’estimation traduit) La maison comprend deux poêles, deux cuisines et plusieurs chambres, le comble est couvert de tuiles plates, la cave est solivée, le tout estimé avec appartenances et dépendances à la somme de 600 florins.

Atlas des alignements (cote 1197 W 37)

2° arrondissement ou Canton nord – Rue de la Chandelle

nouveau N° / ancien N° : 1 / 1
Specht
Rez de chaussée en maçonnerie et 2 étages mauvais en bois et avance sur 2 faces
(Légende)

Cadastre

Cadastre napoléonien, registre 21 f° 262 case 1

Specht Louis, à Strasbourg
Sutter Joseph, Md. de charbon à Strasbourg (subs° p. 1857)

N 920, maison, sol, R. des Chandelles 1
Contenance : 0,37
Revenu total : 54,19 (54 et 0,19)
Ouvertures, portes cochères, charretières :
portes et fenêtres ordinaires : 14
fenêtres du 3° et au-dessus : 1

Cadastre napoléonien, registre 23 f° 1011 case 2

Sutter Joseph, Marchand de charbons
1860 Sutter Joseph, Jules, la Veuve et Les enfants
1884 Sutter Emil Adolf und Luise Johanna
96/97 Beguin Josef die Frau geb. Rhein
1899/1900 Sutter Luise Johanna
1903 Straßburg die Gemeinde
(ancien f° 759)

N 920, maison, sol, Rue des Chandelles 26
Contenance : 0,37
Revenu total : 54,19 (54 et 0,19)
Folio de provenance : (262)
Folio de destination : Gb
Année d’entrée :
Année de sortie :
Ouvertures, portes cochères, charretières :
portes et fenêtres ordinaires : 14 / 11
fenêtres du 3° et au-dessus : 1 / 1

Cadastre allemand, registre 32 p. 389 case 2 (biffé)

Parcelle, section 60, n° 30 – autrefois P 920
Canton : Heiligenlichtergasse Hs Nr 26
Désignation : Hf, Whs
Contenance : 0,46
Revenu : 500
Remarques :

1789, Etat des habitants (cote 5 R 26)

Canton IV, Rue 110 Rue de la Chandelle p. 186

1
Pr. Hansmann, Ve de cordonnier – Cordonniers
loc. Albrecht J. Georges, Cordonnier – Cordonniers
loc. Meyer, Jacques, imprimeur

Annuaire de 1905

Verzeichnis sämtlicher Häuser von Strassburg und ihrer Bewohner, in alphabetischer Reihenfolge der Strassennamen (Répertoire de toutes les maisons de Strasbourg et de leurs habitants, par ordre alphabétique des rues)
Abréviations : 0, 1,2, etc. : rez de chaussée, 1, 2° étage – E, Eigentümer (propriétaire) – H. Hinterhaus (bâtiment arrière)

Heiligenlichtergasse (Seite 68)

(Haus Nr.) 26
Albert, Kohlenhändler. 01
Christoph, Maler. 2
Tietze, Schreiner. 2
Wacker, Tagner, 2

Annuaire 1907, p. 78 (i 327)

n° 12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, Stadt Strassburg E, unbewohnt
Annuaire 1908, p. 75 (i 330)
non mentionnées


Relevé d’actes

D’après les tenants et aboutissants de la maison voisine (ensuite n° 24), la maison appartient au tailleur Thomas Schmeyer en 1612, au tailleur Jacques Dalheim en 1613 et 1614, au tailleur Jacques Schneider en 1616 puis au tailleur Jean Schneider en 1623 puis à ses héritiers en 1641. Le propriétaire est toujours Jean Schneider en 1646 et 1677.
Originaire d’Ellweiler (en Palatinat), Thomas Schmeyer épouse en 1684 Ursule, fille du tailleur Marc Seitterlin.

Mariage, Saint-Thomas (luth. f° 3-v, n° 67)
1584. Eodem die [Dom. 13. Trinit.] Thomas Schmeÿer von Ellwÿler, der Schneid. vnd Ursula, Marx Eÿtterlin des Schneids. nachgelaßene tochter, eingesegnet 6. Octob. (i 5)

Il devient bourgeois par sa femme trois semaines plus tard en s’inscrivant à la tribu des tailleurs.
1584, 2° Livre de bourgeoisie (4 R 104) p. 538
Thomas Schmoÿerr der Schneider Vonn Elweillerr Hatt das burgerrecht empfangen Von Ursulla Marx seitterlinsn deß schneiderß selligen dochter, Seiner haußfrauenb Vnnd will Zuo den schneidern diennen Acttum denn 31. 8.bris 1584

Le tailleur Thomas Schmeyer qui n’a pas eu beaucoup de travail pendant la guerre demande l’autorisation de débiter du vin dans sa maison face à la Monnaie où le grand-père de sa femme a débité le vin vingt ans auparavant. Les Quinze l’éconduisent, de même que lors d’une nouvelle requête un mois plus tard.
(f° 39) Sambstag den X Martÿ – Thomas Schmeÿer. Wein Zepffen
1593, Protocole des Quinze (2 R 22)
Thomas Schmeÿer. d. schneider p. Lt. Hüenerer, Er hab dißen Krieg wenig arbeit gehabt vnd sich schwerlich außpring. können, bitt Ime Zugestatten, Im Eckhauß beÿm Müntzhoff, da seiner Frawen großvatter vor Zwantzig Jaren wein geschenckt auch wein Zum Zepffen Zuschencken. Erkandt Ime sein begeren abgeschlagen. B. Mr.

(f° 56) Sambstag den VII Aprilis – Thomas Schmeÿer. Wein Zepffen
Thomas Schmeÿer. d. schneider p. Lt. Hüenerer übergibt ein S.pôn so verleßen, Inn deren er nochmalen bittet Ime auß fürgesprachten Ursachen, das wein Zepffen vff der gaß beÿ dem Müntzhoff Zugestatten & Erkandt, Ime sein begeren abschlag. vnd beÿ vorig. bescheidt pleiben lassen. B. Mr.

Thomas Schmeyer paie avec un retard de huit ans ses contributions de la Taille. Il rechigne à régler l’amende que la Taille lui a infligée en arguant que sa femme est malade depuis longtemps. Les Quinze confirment l’amende.
1598, Protocole des Quinze (2 R 27)
Thoman Schmeÿer Ca. Stall. 175.
(f° 175) Mittwoch den VI. Decembris – Thoman Schmeÿer schneider brigt für, er seÿ acht Jahr vff den Staii schuldig, Järlich 12 ß, Wollt Jetzo 4 lib. geben haben, vnd nach dem Schwörtag den Rest sambt dem Vncosten den sÿ Ime fordern, Wiewol ers vermeint nicht schuldig seÿn, So wöllens die dreÿ nicht von Ime annehmen, sonder haben Ihne für meiner Hn gewißen. Also begert er Ziel vnd ein Zedel vff den Stall, seÿ Ime nicht möglich Jetzo mehr Zugeben. Er hab ein lange Zeitt ein krancke frauw gehabt. Erkandt die dreÿ vff dem Stall beÿ Ihrer ordnung pleiben laßen vmb bößen eingang willen. Zeigen Ime an B. q. Mr

Le conseil des Drapiers inflige une amende à Thomas Schmeyer qui teint sans en avoir le droit. Le maître de la tribu donne lecture d’un état transmis par la chambre du Prévôt. Le juriste Bittlinger objecte que l’affaire n’est pas du ressort du Prévôt et que le maître de tribu a engagé des frais inutiles. Il demande à être exempté des frais de la procédure inutile ainsi que de l’amende elle-même.
1601, Protocole des Quinze (2 R 30)
Tucher Zunfft Ca. Thoman Schmeÿer. 68.
(f° 68) Sambstag den IIII Aprilis – Von weg. d. tucher Zunfft erscheint Peter Hönauwer Zunfftmeistern gepieten laß. Thoman Schmeÿern dem schneider, übergibt p. Lt. hünerer ein ohngehorsamenn Zedel, Vmb deßwillen das er weg. des ferbens, so nicht seines handwercks, gestrafft, verweigere sich die straff Zuerlegen, Bitt Ihne darzu anzuhaltten, mitt beköhrung Costens, Ist der ohngehorsam Zedel vom Schultheißen Gericht verlesen. Thoman Schmeÿer p. Lt. Bittlinger, die sach gehöre nicht dahere, es seÿ doch dem Zunfftmeister vndersagt, er werdt Zu ohnnöttigem Costen gebracht, Bitt aber Zeitt acht tag, So wöll er sein verantworttung alßo fürpring. das er nicht allein des Uncostens am Schultheißen Gericht, sonder auch der straff soll ledig Erkandt werden. Tucher Zunfftmeistern der gegentheil hab vff Crautt vnd loth getrauwen, Schmeÿer er hab mitt dem Büttel geschertzt, das wöllen sÿ Jetzo vff die Zunfft Ziehen. Zunfftmeister laßt sonst die begerte Zeitt Zu Ist ohnvmbgefragt Zugelaßen.

Thomas Schmeyer et son voisin tonnelier Simon Ringer (ensuite n° 22) s’accordent au sujet de leurs latrines communes. Elles seront remises en état à frais communs partagés par moitié. La vidange aura lieu par la maison de Simon Ringer comme par le passé quand elle appartenait à Jean Frœreisen (Gfrœrissen), Thomas Schmeyer devra supporter les deux tiers des frais.

1602 (xvj Xbris), Chancellerie, vol. 343 (Registranda Kügler) f° 488
(Inchoat. fo: 489.) Erschienen Meÿster Thoman Schmeÿer Schnÿd. ane Eim,
So dann Simon Ringer der Khüffer am and. theÿl
haben gegen einand. bekandt vnd offentlich verÿehen, das Sie sich eines Heimlichen gemachs halben welches mit beden Partheÿen Inn Iren Zween Heüßern Inn heÿligen lichter gassen & gelegen gemein Ist, Als Jetzmals eingefallen vnd bauwens von nöten Künffttigen streÿt Zu fürkommen nachburlich vnd freindtlich mit einander vereinbart vnd verglichen, das Nemblich beÿde Partheÿen daßelbig Inn gemeinen costen, Jedem Zum halbentheÿl widerumb erbauwen, vnd Im bauw erhalten werden soll, Wann aber solches auß fhürens von nöten soll es durch sein Simon Ringers behaußung außgefürt werden, Vnd ane dem uncosten solchen vßfhürens den Zweÿten Pfenning Er Thoman Schmeÿer, vnd den dritten pfenning Simon Ringer, wie es Zuvor auch mit Ime Thoman Schmeÿer vnd Hanns Gfrörÿßen sein Simon Ringers vorfahren gehalten word. Zuerlegen Vnnd aber noch ferners gedachten Simon Ringen so offt es gar außgefürt würdt, Ime Thoman Schmeÿern od. seine nachkommende, Jederzeit Zu seinem dritten Pfenning 5 schilling wid. zu steur vnd nachzugeben schuldig sein sollen
Hiebeÿ gewesen Bastian Steber Kürßner und Philipps Keller Schindelspalter als nachburen hierzu erbetten

Le tailleur Thomas Schmeyer et sa femme Ursule hypothèquent la maison au profit du marchand Christophe Merckelbach

1604 (19 Junÿ), Chancellerie, vol. 350 (Registranda Kügler) f° 181-v
(Inchoat. fo: 190.) Erschienen Thoman Schmeÿer Schneider burger alhie Vnnd Ursula sein eheliche haußfrauw insonderheit aber derselben mit beÿstand Vnnd bewilligung Veÿt Werners Vnnd Hanns Häckels Irer Verwandten
In gegensein herrn Christoph Merckelbachs gewerbßmans – schuldig sein 60 guldin zu 15 batzen
dafür Vnderpfand sein soll Hauß vnd hoffestatt mit Iren gebeüwen gelegen In d. St. St. Inn der Heylgen Liechtsgaß einseit Ein Eck ane S Barbeln gaß, and.seit Simon Ring Khueffer stosst hind. vff Veltin freÿen Erben, Dauon gond 5 gld. St. .Ablösig Mit j C gld. bemelter Werung H D. Johann Harttman, Item 5 fl. St. W Ablosig mit j C gl St W Hanns Wolfarth Pergamentern, Item ij lb x ß ablosig mit 50 lb d Steffan Scheren wurth Zum Thiergarten, Item 15 schilling pfenning ablosig mit 15 pfund pfenning Paulo Mocken sunst ledig eig.

Le bailli de Gräfenstein demande l’intercession du Magistrat pour que Thomas Schmeyer délivre la part de succession échue de la femme Jean Walter, habitant de Clausen (en Palatinat)
1604, Conseillers et XXI (1 R 83)
Hans Walters haußfrau von Clausen contra Thoman Schmeÿern. 112.
(f° 112) Montag den VIII Maÿ – Heinrich Bilhartt Amptman Zu Grauenstein fürschreibt seinen angehörigen Hans Walters von Clausen haußfrau deren ein Erbfall Zu und anerstorben vnd von Thomen Schmeÿern soll geluffert werden, welcher sie aber bißher von Ime nit haben mög, Bitt Bitt Ime die handt wid. Ine Schmeÿern Zubiett. Erk. Man soll nach Thomen Schmeÿern schicken fürhalten vnd sein bericht begeren. H. Hugwart, H Schaw.

Le tailleur et fripier Thomas Schmeyer devra cotiser à la Mauresse (pour le droit de fripier). Il doit cependant un arriéré d’amende à la trubu des Tailleurs. L’affaire de l’amende de cinq livres a été portée en 1599 devant la Chambre municipale puis le Grand Sénat. Il est renvoyé devant les Quinze pour la même affaire alors que d’autres vendent aussi du cuir. Il demande à être relaxé ou à ce qu’on prouve qu’il a enfreint le règlement. Le maître de la tribu estime que l’affaire a été jugée et qu’il faut astreindre le contrevenant à payer sous peine d’emprisonnement. Bittlinger répond au nom de Thomas Schmeyer qu’il était absent quand la sentence de la Chambre municipale lui est parvenue, qu’il n’a pas enfreint le règlement et que l’affaire est du ressort du Sénat et non de la Chambre. Les Quinze renvoient à la décision du Sénat.
1604, Protocole des Quinze (2 R 32)
Thoman Schmeÿer ca. Schneider Zunfft. 202.
(f° 202-v) Sambstag den 22. Xbr. – Thoman Schmeÿer schneider vnd altgewender gepieten laßen Geörg Höfflin der Schneider Zunfftmeistern p. Lt Bittlinger sagt er erhalt der Schneider vnd Mörin Zunfftrecht vnd mitt dem leib der Schneider Zunfft, Soll dernweg. auch beÿder Zünfft gerechtigkeit vnd wie* sovihl die nicht wider einander genießen, Er hab Ime aber d. Schneider Zunfft Inn A° 99 ein vermeinte straff 5 lb abgefordert, Ihme darüber vor dem Stattgericht, wie auch vff ein vngehorsamen Zedel vor dem Großen Rhat fürgenohmen, da die sach für meine herrn gewießen vermög Extracts, Er Inn mittels Im wenigsten beclagt noch fürgestellt worden, er auch nicht ursach gehabt zu clagen weÿl die Schneider hetten Cläger seÿn sollen, Jetzo werd er widerumb wie vor fünff jahren gleicher vrsach willen fürgefordert, da er sich vff meine H XV referiret, Sÿ seind aber vff die vngehorsame vor einem Ersamen Rhat wider Ihne verfahren, Nuhn hab er mehr nicht gethan weder auch Urban Krat vnd andere, leder kauff vnd der Kunden verarbeittet. Bitt derwegen dem Zunfftmr. vffzulegen, Ihne ohnmolestirt Zulassen, oder da er vermeint das er wider art. gehandlet, solches vor mein herren für Zubringen, vnd bescheidts Zuerwartten.
Zunfftmr. p. Lt. Hüenerer, Es wüssen meine herren, wann Zünfftige gestrafft vnd sÿ vermeinen beschwert Zu seÿn, das sÿ pflegen sich Zubeclagen, vnd nicht die Zunfft oder gericht, so die straff vffgelegt. Weÿl er nuhr vmb 5 lb gestrafft vnd solches beÿ mein herren nicht angebracht, So seÿ vff des Zunfftmeisters endtlich anhaltten von einem Ersamen Rhat erkandt, das er Inn 8 tag. die straff erlegen, oder Inn gefangknuß eingezogen werden solle, darumb er nicht weitters Zuhören, sonder Zu weißen eines Ersamen Rhats erkandtnuß statt zuthun. Bittlinger, es seÿ Schmeÿer nicht hie gewesen, da der Zedel beÿm Statgericht außgebracht, hab auch nicht wider die artl. gehandlet, gehöre die cognitio vor meine herren vnd nicht für das Stattgericht. Hüenerer, diße exceptio seÿ auch vor Rhat fürgeredet, aber nichts verfangen, bittet es nochmalen beÿ eines Rhats erkandtnuß verpleiben Zulaßen. Erkandt vnd laßt mans beÿ eines Ersamen Rhats erkandtnuß verpleiben. H. Str. Wormßer vnd H Kolöffer B. q. Mr.

Thomas Schmeyer se remarie en 1611 avec Anne, fille du charpentier Jean Hammann d’Obernai.
Mariage, Saint-Thomas (luth. f° 315-v, n° 961)
1611. Sonntag den j. Decembris. Thoman Schmeÿger d. Schneider, vndt Anna, hanß Haman deß Schreiners Zu Ober Ehenheim Nachgelaß. t. Eingesegnet Montag den 9. Decembris (i 325)

Susanne Schmeyer, fille de Thomas, s’est fiancée à Haguenau où une femme prétend qu’elle a eu un enfant illégitime et qu’elle a été condamnée pour deux ans. La Chancellerie atteste qu’une telle affaire n’a pas eu lieu
1613 (4. Nou.), Chancellerie, vol. 403 (Gemein Contract Buch)
(f° 63) Urkundt Susannä Schmeÿerin Thoman Schmeÿer des Schneiders dochter
(…) daß heüt dato Alls Wir Offener Rhattweÿß beÿ einand. versamblet waren, Unser gewesener burg. Thoman Schweÿer d. Schneid. unß fürbringen lassen, Wie das seine dochter Susanna Schmeÿerin, so sich Zu Hagenaw verlobt, von einer Weibspersohn beschuldigt werde, Als ob sie ein Unehelich. Kind gehabt hette deßweg. alhie Zu Straßburg ahne dem halßeisen gestanden und darzu ahne Vnser Stattwerck 2 Jahr lang gangen Were. Welches doch nicht seÿ, Mitt bitt deßelben In Unserer Cantzleÿ nachsuchen Zu laßen Und Werd sich v.hoffentlich nichts berfind. werd. seiner dochter dessen ein Urkundt mitzutheilen.
Wann Wir nun Ihme Inn seinem begehren willfahrt, inn Unsere Cantzleÿ nachsuchen laßen, sich ane dergleich. dessen sie deßwegen beschuldit word. gantz nichts Wed. eines noch des and. befunden, Als haben Wir Ihme dise Urkundt vff sein bit under Unserer Statt Secret Insigel mitgetheilt und Geben Donnerstags den 4. Nouembris Anno 1613.

Thomas Schmeyer qui a été déchu de son droit de bourgeoisie fait transmettre par sa femme une requête dans laquelle il demande à revenir en ville pour se faire soigner. Les Conseillers et les Vingt-et-Un rejettent la demande en estimant qu’il est déjà heureux qu’on ait pu se débarrasser de lui.
1613, Conseillers et XXI (1 R 93-94)
Thoman Schmeÿer auß der Statt pleiben. 355.
(f° 355-v) Mittwoch den XIV Nouembr. – Thoman Schmeyer laßt durch sein fraw ein schreiben von Distorpio geschrb. übergeben, so abgelesen, dorin er sein arbeit seelig keit des schenckels Zuerkennen gibt, und d. er einen hab der Inne hie heilen wolt wan er sich langer dorff aufhalten. Dan Ime d. burg. recht vonn Rhatt an halß gehenckt worden, Bitt der wegen so lang Ime alhie Zusein Zuerlauben. würdt angezeugt wie er ein boser betrogener Man gewesen d. man fro sein solt d. man seiner ledig were. Erk. Ist Ime sein begeren abgeschlagen und soll Ime bey d. thurnstraff auß d. Statt gebott. werden.

La maison appartient en 1613 et en 1614 à Jacques Dalheimer d’après les tenants et aboutissants. Son fils Jean Christophe naît en 1611. Sa femme défunte Madeleine est appelée Madeleine Helckann (nom raturé).

Baptême, cathédrale (luth. f° 222)
1611. eodem die [Montag den 24 Februarÿ] P Jacob dalheimer der schneider. M. Magdalena. I. Hans Christoph. Compatres Christoph merckelbach der handelsmann,Peter Sporer der papieer, K Anna Philips Riegels stifftochter (i 237)

La maison est vendue le 14 juin 1614 d’après les actes ultérieurs.
Elle appartient au tailleur Jean Schneider. Originaire de Hechingen en Wurtemberg, il épouse en 1608 Ursule, fille d’Erard Spillenmacher

Mariage, Saint-Thomas (luth. f° 264, n° 710)
1608. Sonntag den 10. Aprilis. Hans Schneider von Hechingen In Würtenberg. Landt d. schneÿd. vndt Ursula, Erhartt Spillen Machers des schreiners Nachgelaßenee tochter, Eingesegnet 19. Aprilis (i 270)

Originaire de « Göchingen » en Würtemberg, Jean Schneider devient bourgeois par sa femme neuf jours après son mariage
1608, 2° Livre de bourgeoisie (4 R 104) p.
Hanß Schneider, der schneid. von Göching. In dem Hertzogthum württenberg gelleg. Empfahet daß Burgrecht Von Ursula weÿlandt Ehrhardt Spüllenmachers deß Schreiners seellig. dochter wüll Zu den Schneidern dienen Actum den 28. Aprilis Aô 1608.

Employé à la halle, Georges Claus qui est tuteur d’Elisabeth, Jean Jacques, Anne Marie, André et Ursule, enfants du tailleur Jean Schneider et de sa femme défunte Ursule Spillenmacher, dépose à la Tour aux deniers un capital appartenant à ses pupilles
1623, Préposés au bâtiment (VII 1338)
Vogteÿ geldt angelegt, Hans Schneider des Schneiders
(f° 19-v) Mittwoch den 22. Janu. 1623. – Georg Clauß, Kauffhauß Knecht, als Vogt Elisabeth, Hannß Jacobs, Annæ Mariæ, Andreßen vndt Ursulæ, Hanß Schneider des Schneiders mit Ursula Spillenmacherin seiner ehern haußfr. ietzo seelig. ehelich erzeügter Kinder, hatt angelegt 250. h/
Haben thun darumb Zu kauffen geben 12 h 10 ß. Vff Pauli Bekehrung fallendt.Ing. fol. 47.

Jean Schneider se remarie en 1622 avec Rosine, veuve du pelletier Jean Thiébaut Koch.
Mariage, cathédrale (luth. p. 136)
1622. Dominica 21. Trinit: 10. 9.bris. Hans Schneider der schneider, und Rosina Hans Thibold Koch des Kürsners n. witwe, eingesegnet montag den 18. 9.bris) (i 73)
Proclamation, Saint-Pierre-le-Jeune (luth. p. 357) 1622. Hans Schneider der Schneider, Rosina, Hans Dieboldt Kochs des Kürßners hinderlaßene Witwe, Eingesegnet Montag 18. 9.br Im Münster (i 183)

Fille de Frédéric Kessmacher bourgeois à Wittersdorf (à identifier avec le village du Sundgau), Rosine épouse en 1620 Jean Thiébaut Koch, fils du pelletier Barthelémy Koch
Mariage, Saint-Pierre-le-Vieux (luth. f° 312-v)
1620. Hans Dieboldt Koch d. Kürßner Barthel Koch des Kürßners hind.laßener Sohn, Vndt J: Rosina, Friderich Keßmachers Burgers Zu Widerßdorff Eheliche dochter (i 161)

La maison revient sans doute par adjudication judiciaire au marchand de futaine Jérôme Waltz et à sa femme Elisabeth (Sommerecker) qui l’hypothèquent en 1676 au profit de Jean Frédéric Theurer, receveur à la fabrique de la Cathédrale

1676 (27. Junÿ), Chambre des Contrats, vol. 545 f° 647-v
Hieronimus Waltz der barchetkrämer undt Elisabetha beÿdte Eheleuth und Zwar Sie Elisabetha insonderheit mit beÿstandt H Daniel Sommereckhers Silberarbeÿters undt hannß Martin Treutel des Trähers Ihres resp: eheleiblichen bruders und Vettern
in gegensein J Johann Friderich Teürers Schaffners der Fabric deß Münsters – schuldig seÿen 700. fl. à 15. batzen
unterpfand, Eine Vordere undt hindere behausung sampt hoffstatt, höfflin mit allen deren gebäwen undt Zugehördten alhier Vff dem Alten Weinmarckh beÿ der Kleinen Metzig, einseit neben H. Johann Friderich Medler Notario, anderseit neben hannß Christoph Dürrbach den huetmacher, hinden uff eine behaußung der Ellenden herberg Zuständig,
Item hauß, und hoffstatt mit allen deren gebäwen undt Zugehördten, alhier in der H. Liechtengaß, einseit neben H Johann Wolffgang Pfeÿlen anderseit neben hannß Siebenhans Erben, hinden auch die debitoris stoßend gelegen

Jérôme Waltz vend la maison à Salomé, veuve du marchand épicier Adam Mey, moyennant 400 florins

1685 (13.6.), Chambre des Contrats, vol. 555 f° 333-v
(prot: fol: 27) Erschienen Hieronimus Woltz der barchet Krämer
hat in gegensein fr. Salome weÿl. Adam Meÿen deß Specerierers nachgelaßener Wittib mit beÿstand Lorentz Rheinthalers deß Kamm machers Ihres Vogts und Frantz Von Hipßheim hutmachers Ihrer Kinder Vogts
eine behaußung allhier in der Heÿligen Liechtergaß einseit ist ein Eckh anderseit neben Elia Drenner dem Schuhmacher hinden uff Tobias Burckhard den Kieffer stoßend gelegen – umb 400 fl.

L’acquéreuse hypothèque la maison le même jour au profit des enfants mineurs du marchand de bois Jean Jacques Kamm

1685 (13.6.), Chambre des Contrats, vol. 555 f° 335
fr. Salome weÿl. Adam Meÿen deß Specerierers nachgelaßene Wittib mit beÿstand Lorentz Rheinthalers deß Kamm machers Ihres Vogts
in gegensein Frantz Von Hipßen deß hutmachers alß Vogts hannß Jacob Kammen geweßenen Holtzhändlers nachgelaßener Kinder – schuldig seÿe 100 fl.
unterpfand, eine behaußung mit allen deren Zugehördten allhier in der Heÿligen Liechtergaß einseit ein Eckh anderseit neben Elia Drenner dem Schuhmacher hinden uff Tobia Burckhard den Kieffer stoßend gelegen

Fils du tisserand Matthias Mey à Offenbourg, le marchand épicier Adam Mey épouse en 1641 Marie Gerlach, fille du cordonnier Pierre Gerlach : contrat de mariage à la Chambre des Contrats,, célébration
1641 (22. febr:), Chambre des Contrats, vol. 486 f° 155
(Eheberedung) Erschienen Adam Meÿ der Würtz Krämer der hochzeiter mit beÿstand H Joh: Jacob Walters Schul Meÿsters Zu St: Aurelien alhie eins
und Jungfr. Maria Gerlachin die hochzeiterin mit beÿstand Mathiß Streichers deß Schuhmachers ihres noch ohnentledigten Vogts und Abraham Gerlachß ingleichem Schuhmachers ihres Vettern andern theilß

Mariage, Saint-Thomas (luth. f° 262-v)
1641. Domin: XL. 14. Martÿ, Adam Meÿ der wurtzkrämer Matths Meÿen wullenwebers v. burg. Zu Offenburg Sohn, Jungfr. Maria Peter Gerlach Schuhmachers undt burgers alhie nachgelaßene Tochter. Eingesegnet Montag d. 22. Martÿ St. Thoman.

Adam Mey devient bourgeois quinze jours après son mariage en s’inscrivant à la tribu du Miroir
1641, 4° Livre de bourgeoisie p. 199
Adam Meÿ Von Offenburg der wurtzkrämer Empfangt d. burgerrecht von Seiner Haußfrawen Maria weÿl. Peter Gerlachs deß Schuhmachers seel: nachgelaßener dochter vmb 8 gold. R. ist ledigen Standts geweßen vnd würd zu den Spieglern dienen. Jur. den 30 Martÿ 1641.

Marie Gerlach meurt en 1654 en délaissant pour héritier testamentaire son mari. L’inventaire est dressé dans une maison qui appartient à l’ancien consul Tobie Stædel au Fossé des Tailleurs. La masse active s’élève à 586 livres
1654 (4. 7.bris), Not. Ursinus (Jérémie, 60 Not 22) n° 22
Inventarium vndt Beschreibung aller aller Haab vndt Nahrung, so weÿland die Ehren: vndt vieltugendtsame Fraw Maria Gerlachin, deß Ehrengeachten Herrn Adam Meÿen, Specereÿhändlers vndt Burgers alhie, haußfraw nunmehr seel. welche am j. Julÿ Jüngsthin Göttlichem willen nach Zeittl. todts verblichen, nach Ihrem aus dießer welt tödlichen Hinscheÿden Hinder Ihre V.laßen, welche vff freundliches ansuchen erfordern vndt begehren, erst ernandts Ihren hinderlaßenen wittwers, als Crafft auffgerichteten Testamenti Nuncupativi der Fr. seel. Instituirten eintzigen Erben, durch Ihne den H. wittwer selbsten vff Vorher beschehener gebührende errinnerung, auch würcklich erstattete handtrew geäugt und gezeigt (…) So beschehen auff Montag den 4.ten 7.bris A° 1654.

Eheberedungs Copeÿ (…) Beschehen den 22. Februarÿ nach Christi Vnsers lieben herrn geburth 1641, C. Contract stub
Copia Indulti Testandi (…)
Testamentum nuncupativum. 1650 (…) vff Donnerstag den 19. tag des Monats Decembris alten Calenders Zwischen ein Vnd Zweÿen Uhren nachmittag in deß Heÿligen Reichß freÿer Statt Straßburg vnd deroselb Cancelleÿ Contractstuben vor mir Gottfried Stößern als hierzu in specie requirirten Keÿßerlichem Notario publico, wie auch herrn Johann Baptista Börffenicht dem handelsmann vnd burgern Zu Straßburg, Christoff Meÿers der breührten Contractstuben geschwornem substituto,gewesen Jacoben Von Awenheim dem büttel vf der Zunfftstub Zum Spiegel (…) persönlich erschienen Herr Adam Meÿ der Würtzkrämer vnd burger Zu Straßburg vnd Frau Maria Gerlachin, beede Eheleuth Jedes durch Gottes milter ihr Güte noch vffgerichteten stehenden vnd gehenden leibs auch Völligen Verstandts richtiger Sinn vnd Vernünfftiger rede (…) Gotfrid Stösser,Sacræ Cesareæ Majestatis Authoritate publicus Reipublicæ Argentinensis Patriæ Cancellariæ Contractuum Notarius
Inn einer in der Statt Straßburg auff dem Schneid. graben gelegener behaußung, so weÿl. H Tobiæ Städels altten Ammeisters alhie seel. hind.laßener fr. wittwen gehörig, d. wittwer aber lehnungs weiß bewohnt Ist befund. worden, wie volgt
Auff der Obern Bühnen, Auff dem And.n boden, In der Cammer A, In der Cammer B, In der Cammer C, Inn dem obern Stüblein, Inn der Wohnstuben, Im Obern Haußöhren, Im Keller, Im Gaden vnder dem Newebaw, Im Conthor
Sa. Haußraths 83, Sa. Weins vndt Vaß 2, Sa. Silbers vndt Geschmeids 9, Sa. Guldenen Ring 10, Sa. d. baarschafft 25, Sa. deß Zum handel gehörig. Schiff und geschirrs 22, Sa. der Wahren 402, Sa. der Schulden 29, Summa summarum 586 lb – Schulden (-), Conclusio finalis Inventarÿ 392 lb

Adam Mey se remarie en 1654 avec Salomé Reinthaler, fille du peignier Frédéric Reinthaler
Mariage, Temple-Neuf (luth. f° 566, LV.)

1654. Eodem [Sonnt. 26. Trin : 19. 9.br] H Adam Meÿ den Handelsmann Vnndt burger alhie Vnndt J. Salome weilandt H. Friderich Reinthalers des burgers vnndt streelmachers auch E. Ers. Großen Raths alten Beÿsitzers hinterlassene Eheliche dochter. Dienst. 28. 9.br. Münster, Spiegell. H.stub (i 315)

Salomé Reinthaler vend la maison au ferblantier Marc Schætzel et à sa femme Marthe Meyer moyennant 300 livres

1690 (18. 9.br), Chambre des Contrats, vol. 562 f° 619
Salome, gebohrne Reinthalerin, Weÿl. H. Adam Meÿen gewesenen Specieriers nachgelaßene wittib, mit beÿstand Lorentz Reinthalers, deß Strehlmachers Ihres Vogts und H. Frantz Reinthalers E.E. Großen Raths beÿsitzers ihres leiblich. bruders
in gegensein Marx Schätzels, deß Spenglers und Marthä Meÿerin, mit beÿstand Marx Schätzels deß Pastetenbecks deß Kaüfflers leiblich. Vatters und hans Martin Eberlins, deß hohltrehers
eine behaußung allher in der Heÿlig. Liechtergaß, ist einseit ein Eck, anderseit neben Elias drenner, dem Schuhmacher hind. auff Tobian Burckard den Kieffer stoßend gelegen – geschehen umb 300 pfund

Fils du fabricant de pâtés Marc Schætzel, le ferblantier Marc Schætzel épouse en 1689 Marthe Meyer, fille du farinier Jean Jacques Meyer
1689 (30.5.), Not. Gross (Benoît, 14 not 1)
Eheberedung – zwischen dem Ehrsamen und bescheidenen Mr Marx Schätzeln, ledigem Spenglern und burgern alhier als dem Hochzeiter an einem,
So dann der Tugendsamen Jungfrawen Martha, weÿland deß Ehrengeachten Hn Hannß Jacob Meÿers gewesenen Meelmanns und burgers alhier in Straßb. mit Frn Anna Catharina gebohrner Gerlachin ehelich erzeugter dochter, als der Jungfr: Hochzeitherin andern theils
Actum Straßb. den 30. Maÿ als auf den H. Pfingstmontag Anno Christi 1669. [unterzeichnet] Marx Schätzel als hochzeither bekenne wie obstehet

Mariage, Saint-Guillaume (luth. f° 17, n° 25)
1689. Auff vorbemeltem Tag [Mittwoch d. 18. Julÿ] seind nach 2. maliger proclamation copulirt word. Marx Schätzel d. ledige Spengler, Marx Schätzels des Pasteten: Becken vnd B. alhier v. Fr. Susannæ geb. Duttlerin ehelicher Sohn Vndt J. Martha Wld. Hn Jacob Meÿers deß Meelmanns Vnd B. allhier Und Fr. Catharinæ geb. Gerlachin eheliche Tochter [unterzeichnet] Marx Schätzel, + der Hochzeiterin handzeichen (i 17)

Marthe Meyer fait dresser l’inventaire de ses apports qui s’élèvent à 295 livres

1690 (25.6.), Not. Kitsch (Jean, 1 AH 6318) n° 265
Inventarium undt beschreibung aller d. Jenig. Haab undt Nahrung, so der Ehrsame Marx Schätzel, Spengler undt die tugendsahme Martha Meÿerin, beeder Eheleuth, burgere alhier Zu Straßburg einand. als ein ohnveränd.t Guth inn d. Ehestand Zugebracht, welches umb d. ursach. weilen in d. Zwisch. Ihnen bee. gedacht. Eheleuth. auffgerichtet. Eheberedung außtrucklich. versehen deß eines Jed. inn die Ehe begrache Zumahlen auch wehren. Ee ererbendte Nahrung jedem theil undt seinen Erb. ohn v.&a&dt seÿn (…) Mittwochs den 25. Januarÿ a° 1690.
Summa summarum d. frawen gantz Ingebracht Nahrung 295 lb, Zweiffelhaffte Schulden 11 – Haussteuren 12 lb

Marc Schætzel hypothèque la maison au profit de la confrérie des barbiers. Sa femme Marthe Meyer se porte garante.

1690 (12. Xbr), Chambre des Contrats, vol. 562 f° 695-v
Marx Schätzel, der Spengler
in gegensein Hn Johann Friderich Mägerle, deß Barbierers und wundartzts, alß Altmeisters, und Hn Johann Henrich Mosis, deß ledig. Barbieres alß altgesellen, angezeigt und bekandt, daß Er Schätzel E. Löbl. Gesellschafft der ledigen Barbierer auffrichtig und redlich schuldig seÿe 150 Pfund
unterpfand, Eine behaußung allhier in der Heilig. lichtengaß, ist einseit ein Eck, and. seit neben Elias drenner, dem Schuhmacher, hinden auff Tobiam burckard den Kieffer stoßend gelegen
Zu deßen mehrer Versicherung ist hiebeÿ persönlich erschienen Martha, gebohrne Meÿerin, deß debitoris eheliche haußfrau, und zwar dieselbe mit beÿstand Samuel Braun deß haußfeurers und Johann Haubenstrickers deß Weißbecken, Ihres respect. Schwagers und Vettern, die hat sich für solche Schuld verbürgt

L’inventaire dressé après la mort de Marthe Meyer n’est pas conservé. Les préposés de la Taille font figurer la succession dans leur registre parce que les impôts acquittés étaient calculés d’après une fortune sous-évaluée de 200 florins (100 livres) sur un total de 700 florins
1701, Livres de la Taille (VII 1173) f° 126-v
(Schmid, F. N° 438) Weÿl: Fr: Marthæ Schätzelin, Marx Schätzels deß Spenglers geweßener Haußfrauen Verlaßenschafft, Inventirt Herr Nots: Johann Heinrich Lang.
Concl: fin: Inv: ist fol: 57.b 349. lb, 15. ß 8 d. die machen 700. fl. verstallte 500. fl. und also 200 fl. Zu wenig.
Extat Stall gelt 1701. 2 lb 2 ß
Nachtrag von nicht verstallten 200 fl. vor vier jahr in duplo macht à 12 ß, 2 lb 8 ß
So dann Vor Zweÿ jahr in simplo macht a 6 ß, 12 ß
Item so sind gebott, 1 ß
So dann thut die Abhandlung, 15 ß, Sa. 5 lb 18 ß 6 s
Bitt umb einige Nachlaß, welche willfahrt und nachgelaßen worden, 1 lb 8 ß. 8. ß, Rest noch 4. lb. 10. ß 6 d
dt. den 18. Jan: 1702.

Marc Schætzel se remarie en 1702 avec Catherine Fischer, fille du boutonnier Daniel Fischer : contrat de mariage tel qu’il est copié à l’inventaire, célébration
Copia der Eheberedung – Zwischen dem Ehr: und vorgeachten Herrn Marco Schätzel, Spenglern, und burgern Au Straßburg, als bräutigamb, ahne einem, so dann der Ehren und tugendbegabten Jungfrauen Catharinä gebohrner Fischerin Weÿland deß Wohl Ehrengeacht: und wohlachtbar Herrn Daniel Fischers gewesenen Knöpffmachers und burgers allhier Tochter, am andern thei – Solches alles geschehen und Zugangen in der Königlichen Statt Straßburg den 28. Januarÿ 1702

Mariage, Saint-Thomas (luth. f° 86, n° 470)
Eodem [den 15. Februarÿ 1702] ist nach ordentlicher proclamation eingesegnet word. Marcus Schätzel der burger undt spenglern mit Jfr. Catharina weÿl. H Daniel Fischers gewesenen seÿdenhändlers und Knöpffmachers allhier nachgelaßener ehelichen tochter [unterzeichnet] marx schäxtzel, Catharina fischerin alß hochzeiterin (i 88)

Les Conseillers et les Vingt-et-Un autorisent Marc Schætzel à se remarier alors que son deuil n’est pas terminé.
1702 Conseillers et XXI (1 R 185)
Marx Schätzel pt° dispensationis Temporis luctus. 63.
(p. 63) Sambstags den 4. Februarÿ 1702. – Niess Ersch. Marx Schätzel der burger und Spengler allhier prod. seiner Frawen Documentum mortis vom 29. Octobris vorigen jahrs, vnd weilen Er den gantzen tag vor herrn Rhatherren Schweitzer hauß ahne dem stand ist, vnd seine haußhaltung dem gesind allein überlaßen muß, alß hat Er sich mit Jungfrau Anna Catharina Fischerin ehelich versprochen,bitt dispensando biß morgen sich Zum ersten mahl proclamiren Zuaßen gn. Zuerlauben. Erk. würdt Imploranten gegen erlag 1. ln ins allmosen dispensando in seinen begehren willfahrt. H. XV Leitersperger und H. Schmuck

Marc Schætzel vend à Anne Catherine Meyer les droits l’usufruit qui lui sont échus de sa première femme

1704 (5.5.), Chambre des Contrats, vol. 577 f° 224-v
Marx Schätzel Spengler
in gegensein Annæ Catharinæ Meÿerin mit beÿstand H. Joh: Heinrich Grünschmids schuem: Dero vogts u. Bernhard Wassermanns Tabackbereithers
Demnach Margaretha geb. Meÿerin sen Schätzels erste Haußfr: nunmehr seel. ihm Kraft Codicills den lebtägigen genueß aller ihrer Verlaßenschafft verschaffet ihro Annæ Cath: aber alß Erbin pro dimidia parte, sein Schätzels, tod zu erwarthen unthunlich, alß habe Er sich mit ihro u. berührten ihrem sponso auch Vogten eines freundlichen auß Kaufs dergestalt wissentlich verglichen, daß Er, Schätzel, ihro Annæ Cath: für alle Dero dißorths gehabte u. habende erbsforderung baar abgetretten solle 75 pfund wormit Sie von aller solcher Verlaßenschafft gäntzlichen außgewießen, u. der usufructus insoweith Cum proprietate Consolidiret seÿn solle

Les nouveaux mariés font dresser l’inventaire de leurs apports dans la maison qui appartient au mari. Ceux du mari s’élèvent à 1 000 livres, ceux de la femme à 401 livres. L’inventaire cite trois titres à l’appui de la propriété de la maison, datés de 1569, 1614 et 1685.

1705 (11.6.), Not. Rohr (Daniel, 46 Not 13) n° 522
Inventarium und Beschreibung aller der Jenigen Haab und Nahrung, so der Ehrengeachte vndt bescheidene Meister Marx Schätzel Spengler und die Ehren und tugendsahme fraw Catharina gebohrne Fischerin beede Eheleuthe vnd burgere allhier Zu Straßburg einander in dero Ehestand Zugebracht (…) Actum in der Königlichen freÿen Statt Straßburg in fernerem gegensein des Ehrenvest vnd wohlvorgeachten herrn Johann Adam Müller Sen. vornehmen handelßmann vnd burgers allhier der Ehefrauen geweßenen Herrn Curatoris und dißorths Ihres erbettenen beÿtands, Donnerstags den 11. Junÿ Anno 1705.

In einer allhier Zu Straßburg theils ane der Heÿligen Liechter theils ane St. Barbara gaß gelegener behaußung volgender maßen befunden worden
Ane Höltzen und Schreinwerck. Auff der obern Bühn, In der Soldaten Cammern In der Cammer A, In der Cammer B, In der Wohn Stub, In der Stub Cammer, In der Kuchen, In der undern Stuben, Im Keller
Eÿgenthumb ane einer Behaußung (M.) Item Hauß vnd Hoffstatt sampt dero gebäuwen, weithen, rechten, Zugehörden und gerechtigkeiten gelegen allhier Zu Straßburg, ane der heÿligen Liechtengaß, ist ein Eck einseits ane St. Barbara Gaß, anderseit neben einer behaußung dem Stifft St Marx gehörig, hinden auff herrn Andream Greümen den Jüngen Apothecker stoßend, so freÿ leedig und Eigen, æstimirt hiehero ohnvergreifflich pro 215 lb Darüber meldet ein perg. Kauffverschreibung mit der St. Str. anh. C. C. Insigel Verwahrt, deren datum den 18.ten Novembris Anno 1690. Darbeÿ ferner 3 underschiedene ältere perg. Kauffbr. dero der eine de A° 1569, der andere 1614 und der dritte 1685 datirt alles mit N° 1 notirt
Series rubricarum hujus Inventarÿ, deß Manns Nahrung betr., Sa. haußraths 213, Sa. Wahren und Werckzeugs 238, Sa. Frucht und meel 28, Sa. Weins und Leerer vaß 157, Sa. Silbergeschirrs 31, Sa. baarschafft 134, Sa. Pfenningzinß hauptgüter 46, Sa. Eigenthums ane einer behaußung 215, Summa summarum 1064 lb – Hierzu nun ferner zusetzen die dem Mann ane denen Haussteuren gebührende Zwo tertzen so thun 11 lb, des Manns gäntzlich in dieße Ehe eigenthümlich gebrachtes Vermögen 1075 lb – Schulden 75 lb, Nach deren Abzug verbleibt 1000 lb
Der Frauen Nahrung belangend, Sa. Kleÿdung und weißgezeugs 91, Sa. Silbers 8, Sa. Guldener Ring 13, Sa. baarschafft 277, Summa summarum 390 lb, Hierzu kombt ferner die angebühr hernach beschriebener Haussteuren 11 lb, Sofort erträgt der Frauen völlig vor unverändert in dieße Ehe gebrachte Nahrung benantlichen 401 lb

Litige entre Marc Schætzel qui emploie un fabricant de fioles et le corps des ferblantiers en 1708.
Litige soulevé en 1727 par Marc Schætzel qui ne peut plus marcher ni travailler concernant les remboursements des repas offerts aux compagnons lors de leur arrivée à Strasbourg.

Marc Schætzel meurt en 1729 en délaissant une fille issue de sa veuve. Les experts estiment la maison à 300 livres. La masse propre à la veuve est de 328 livres. L’actif des héritiers et de la communauté s’élève à 487 livres, le passif à 360 livres.

1729 (4. 8.br), Not. Lobstein (Jean, 31 Not 25) n° 582
Inventarium und Beschreibung aller derjenigen Haab, Nahrung und Güethere, Liegender und Vahrender, Verändert: und ohnveränderter überall nichts davon ausgenommen, so Weÿland der Ehren und Wohlvorgeachte Meister Marx Schätzel, der gewesene Spengler und burger allhier zu Straßburg, nunmehr seel. als derselbe Montags den 29.ten Augusti dießes lauffenden 1729.sten Jahrs dießes Zeitliche in das Ewige verwechßelt, genommenen tödlichen hientritt, Zeitlichen verlaßen, welche verlaßenschafft auf freundliches ansuchen erfordern und begehren der Ehren: und tugendsahmen frauen Mariæ Elisabethæ Wittmarin gebohrner Schätzelin, mit beÿstand des Ehren: und wohlvorgeachtn Herrn Johann Jacob Wittmars, des Perruckenmachers und burgers allhier Zu Straßburg, Ihres Mariti, als des verstorbenenn seel. mit hernach gemelter seiner hinterbliebenen Wittib, ehelich erzeugter tochter, und ab intestato verlaßener universal Erbin inventirt und ersucht, durch die Ehren und tugendsahme Frau Catharinam Schätzelin gebohrne Fischerin die hinterbliebene Wittib, mit assistentz des Ehren und Wohlvorgeachten H Johann Reinhard Kuglers, des Gastgebers Zum Einhorn und burgers allhier Zu Straßburg Ihres geschwornen Curatoris (…) So beschehen in Straßburg auf Dienstag den 4.ten Octobris Anno 1729.
Copia der Heuraths Verschreibung – Copia Codicilli reciproci

In Einer allhier Zu Straßburg ane der Heÿligenliechtergaß gelegenen, in dieße Verlaßenschafft gehörigen behaußung befunden worden wie folgt
Ane Höltzen und Schreinwerck. Auf der Bühn, In der Cammer B, In der Cammer C, In der Wohn Stub Cammer, In der Wohn Stub, In der Kuchen, In untern Haußöhren
Eigenthumb ane einer Behaußung (E. et T.) Eine Behaußung und Hoffstatt sambt dero gebäuen, weithen, Rechten, Zugehörden und gerechtigkeiten, gelegen allhier Zu Straßburg ane der heÿligen Liechtengaß einseit ist ein Eck anderseit neben Meister Johann Christoph Lichtenberger dem Goldschlager hinden auf herrn Andream Greumen den Apothecker, und E: E: Großen Raths jetzigen beÿsitzern stoßend, so freÿ Ledig eigen, und durch (die Werckmeistere) lauth Abschatzungs Zeduls vom 27. 7.bris Anno 1729. angeschlagen pro 300 lb. Darüber meldet ein teutsche pergamente Kauffverschreibung mit der Statt Straßburg anhangendem Cancelleÿ Contract Insigel Verwahret, deren datum den 18.ten 9.bris A° 1690. Darbeÿ ferner ein alter pergamentener Kauffbrieff mit der Statt Straßburg Kleinern Secret Insiegel Verwahret datirt den 14.ten Junÿ Anno 1614, beede mit altem N° 1 notirt und nach beschehener besichtigung wider dabeÿ gelaßen
Ergäntzung der Wittib abgegangen ohnveränderten guths. Nach besag Inventarÿ über beeden gewesener Eheleuthe einander für ohnverändert in den Ehestand Zugebrachte Nahrungen in Anno 1705. durch Hn Notarium Daniel Rohr nun seel. auffgerichtet
Abzug in gegenwärtig Inventarium gehörig. Der Wittib ohnverändert Vermögen, Sa. haußraths 12 ß, Sa. Silbers 1, Sa. goldenen Rings 1, Sa. Schulden 25, Erg. (300, abgang 1, Remanet) 299, Summa summarum 328 lb
Der Erbin ohnverändert und Theilbare Nahrung, Sa. haußraths 63, Sa. Werckzeugs und gemachter Wahr Zum Spengler handwerck gehörig 81, Sa. Wein und Lährer Vaß 22, Sa. Silbers 14, Sa. goldener Ring 6, Sa. Eigenthumb ane einer Behaußung 300, Summa summarum 487 lb – Schulden 360 lb, Nach solchem abgang 127 lb
Conclusio finalis Inventarÿ 455 lb
Abschatzung d. 27. 7.bris aô 1729. Auff begehren Weÿland des Ehren Vesten und Vorachtbahren Meister Martz Schettling gewesenen Spänglers seel. hinterlaßene frau Wittib und Erben ist eine behausung allhier in der Statt Straßburg in der hellen liechter gaßen gelegen, ein Eckhauß am höllen gäßlein, anderseits Neben Johann Christoph Leuchenberger Goldschlager, Anderseits Neben herrn Rathh. Keÿmen welche behausung, Stuben, Cammern, Küchel, hauß Ehren Mit herd und Waßerstein und gebälcktes Kellerlein, sambt aller gerechtigkeit wie solches durch der Statt Straßburg geschworne Werckleuthe sich in der besichtigung befunden und Jetzigem preiß Nach angeschlagen wird Vor und Umb Sechß Hundert Gulden. Bezeichnuß durch der Statt Straßburg Geschworene Werckleuthe [unterzeichnet] Michael Ehrlacher Werck Meister deß Meinsters, Johann Jacob Biermeÿer Werck Meister deß Zimmerhoffs, Johann Peter Pflug Werckmeister deß Mauer hofs
Copia der Eheberedung (…) Straßburg den 28. Januarÿ 1702

La maison revient à sa fille Marie Elisabeth qui épouse en 1728 le perruquier Jean Jacques Wittmar, fils de chirurgien : contrat de mariage, célébration

1728 (15. Maÿ), Not. Lobstein (Jean, 31 Not 21) n° 492 et (31 Not 77) n° 183
Eheberedung – zwischen dem Ehren und Wohl vorgeachten Herrn Johann Jacob Wittmar, dem Ledigen Perucquenmacher, Weÿland des Ehrenvest, Wohlvorgeacht vnd Kunsterfahrenen Herrn Johann Philipp Wittmars, des geweßenen Chirurgi und Wundartzten, auch burgers allhier Zu Straßburg nunmehr seeligen nachgelaßenem Sohn, als dem Herrn Bräutigamb ane einem,
So dann der Ehren und tugendsahmen Jungfrauen Maria Elisabetha Schätzelin, des Ehren: Vnd Wohlvorgeachten Herrn Marx Schätzels des Spenglers Vnd burgers allhier Zu Straßburg, ehelich erziehlter tochter, als der Jungfrauen Hochzeiterin ane dem andern Theil
(in gegenwarth Herrn Johann Philipp Wittmars Perucquenmachers deßen eheleiblichen bruders, auf sein des bräutigambs (…) auf Sambstag den 15. Maÿ Im Jahr des herrn als man Zahlte 1728, Johannes Lobstein, Notarius juratus

Mariage, Saint-Thomas (luth. f° 206-v, n° 1175)
Anno 1728 den 9. Junÿ sind nach geschehener ordentlicher außruffung in der Kirch Zu St Thomas ehelich eingesegnet worden Johann Jacob Wittmar der ledige Peruquenmacher alhie weil. H. Johann Philipp Widmar des burgers und Chirurgi alhier hinderlaßener ehelicher Sohn und Jungfr. Maria Elisabeth Marx Schätzel des burgers und Spenglers alhie ehel. tochter [unterzeichnet] Johan Jacob Wittmar als hoch Zeiter, Maria Elisabetha Schätzlerin Als hoch zeitrin (i 211)

Jean Jacques Wittmar et Marie Elisabeth Schætzel hypothèquent la maison au profit de Marguerite Salomé Tromer veuve du pasteur Jean Melchior Erhard.

1732 (2.5.), Chambre des Contrats, vol. 606 n° 205
Johann Jacob Wittmar Peruquenmacher und Maria Elisabetha geb. Schätzelin mit beÿstand ihrer mutter schwagers Bernhard Notter Buchbincers und ihres Vettern Johann Philipp Geÿler Cantzleÿ Buchbinders
in gegensein H. Notario Johann Paul Tromer der schaffneÿ verwalthers allhießigen Blatterhaußes als vogts seiner tochter Fr. Margarethæ Salome weÿl. H. Johann Melchior Erhard Pfarrers zu Bischheim am Saum hinterlaßener wittib – schuldig seÿen 100 pfund
unterpfand, zwo tertzen Einer Behausung und hoffstatt mit allen derselben gebäuden, begriffen, weithen, zugehörden, rechten und gerechtigkeiten ahne der heÿlgen Liechtergaß einseit ein eck ahne St Barbara gaß, anderseit neben einem Stiffts hauß dem Allmoßen zu St Marx gehörig hinten auff H. Rathh. Andreas Greuhm Apothecker und auff die Schaffneÿ des Stiffts Carthauß – ihro der correa zu gedachten zweÿ dritten theil, ihrer mutter Fr. Catharina geb. Fischerin weÿl. Marx Schätzel Spenglers wittib zur übrigen tertz eigenthümlich zuständig

Jean Jacques Wittmar et Marie Elisabeth Schætzel hypothèquent la maison au profit de Marie Salomé Jund veuve du marchand Valentin Grauel et du pasteur Jean Schmidt

1732 (9.6.), Chambre des Contrats, vol. 606 f° 273-v
Johann Jacob Wttmar Peruquenmacher und Maria Elisabetha geb. Schätzelin mit beÿstand ihrer Mutter bruders Johann Ulrich Müller handelsbedienten und ihres Mutter schwagers Bernhard Notter Buchbinders wie auch dießes letstern tochtermanns Johannes Güntzer auch Buchbinders
in gegensein Fr. Mariæ Salome geb. Jundtin weÿl. H. Valentin Grauel gewesenen handelsmanns hinterlaßener wittib beÿständlich ihres Curatoris H. Johann Jacob Spielmann Apotheckers und E. E. kleinen Raths alten beÿsitzers und in fernerer gegenwart H. M. Johannes Schmidt Evangelisch Pfarrers zu Mundolßheim und Mittelhausbergen – schuldig seÿen 1000 pfund zwar Frau Grauelin 200 pfund und H. Pfarrer Schmidt 800 pfund
unterpfand, Eine Behausung und hoffstatt mit allen derselben gebäuden, begriffen, zugehörden und rechten am Fischmarckt einseit ist ein eck ahne der Kuttelgaß anderseit neben Andreas Schneller dem Chirurgi hinten auff eben denselben – davor soll man dem Stifft Carthauß 1 lb ahne ewigen ehrschätzigen und fürbietigen zinß, Ferner der hohen Schuel ahne ewigen zinß 7 ß 6 d, Item dem mehrern Hospital in der der Elender herrberg 7 ß 6 weither dem sSifft Nicolai in Undis 1 lb 10 ß ahne dergleichen zinß und endlich hiesiger Stadt Pfenning Thurn 2 lb ane allmend zinß
Ferner eine Behausung und hoffstatt cum appertinentis ahne der heÿlgen Liechtergaß einseit ist ein Eck ahne St Barbara gaß, anderseit neben einem dem Allmoßen zu St Marx gehörigen hauß hinten auff H. Rathh. and Greuhm apothecker und auff die Schaffneÿ des Stiffts Carhauß – als ein währender Ehe erkaufft die letstere aber Wittmarische Ehefrau allein als ein von ihrem vatter seel. ererbtes guth

Les héritiers sont exempts d’inventaire quand la veuve de Marc Schætzel meurt en 1736.
1736 (26.5.), Livres de la Taille (VII 1178) f° 134
fr. Maria Elisabetha gebohrne Schätzelin mit beÿstand H. Johann Jacob Wittmar des Peruckenmachers ihres Ehemanns producirt Vätterl. Inventarium de anno 1729. durch H. Not. Lobstein gefertiget, mit bitt weilen das Vermögen mehr ab alß zugenommen, bittet umb befreÿung fernerer Inventur. Erkannt willfahrt.

Etat des biens qui ont appartenu à Catherine Fischer, parmi lesquels la maison (dont elle avait l’usufruit)

1736 (24. 7.bris), Not. Lobstein (Jean, 31 Not 45) n° 1037
Designatio, Alles deßen so Frau Maria Elisabetha Wittmarin, gebohrne Schätzelin, herrn Johann Jacob Wittmars, des Peruquenmachers vnd Burgers haußfrau auf absterben frauen Catharinæ Schätzelin gebohrner Fischerin, auch weÿl. Mr Marx Schätzels, des geweßenen Spenglers und burgers allhier Zu Straßburg nunmehr seeligen nachgelaßener Wittib nun auch seel. Ihrer lieben mutter, welche den 23. maÿ Anno 1736 dießes zeitliche geseegnet, geerbet (…) So beschehen zu Straßburg auff Montag den 24.ten 7.bris Anno 1736. In Einer allhier Zu Straßburg ane der Heÿligenliechtergaß gelegenen, in dieße Verlaßenschafft gehörigen behaußung befunden worden wie folgt
Ane haußrath (…)
Eigenthumb ane einer Behaußung. Eine Behaußung und hoffstatt, sambt d° gebäuen, weithen, Rechten, Zugehörden vnd gerechtigkeiten, geleg. allh. Zu Straßb. ane der heÿligen Liechtengaß, einseit ist ein Eck, anderseit neben Mr Johann Christoph Lichtenberg. dem Goldschlag. hinden auff herrn Johann Daniel Branden, E: E : großen Raths alten beÿsitzers Ehefrau stoßend, so freÿ, ledig, eig. und in weÿl. Mr Marx Schätzels des geweßenen Spenglers v. burg ; allh. Zu Straßb. der fr. ehel. Vatters seel. Verlaßenschafft Invent° de A° 1729. d. mich unterschriebenen Not° auffgerichtet fol. 94. fac 2.da d. der Statt Straßb. geschworne Hn Werckmeistere angeschlag. dabeÿ mann es auch jedoch Keinem theil Zum præjuditz gelaßen pro 300 lb. Darüber sagt ein teutsche perg. Kauffverschreibung, mit der Statt Straßb. anh. Cancelleÿ Contract Ins. verwahret, d.en datum den 18.ten 9.bris Anno 1690. Darbeÿ ferner ein alter perg. Kffbrieff mit der Statt Straßb. Kleinern Secret Ins. Verwahret, datirt d. 14.ten Junÿ A° 1614, beede mit altem N° 1 notirt

Le perruquier Jean Jacques Wittmar meurt en 1783 en délaissant deux filles célibataires et un fils. L’actif de la succession s’élève à 30 livres, le passif à 37 livres
1783 (30.5.), Not. Greis (Jean Frédéric 6 E 41, 882) n° 184
Inventarium über Weiland Herrn Johann Jacob Wittmars geweßenen Perruquenlachers und burgers allier Zu Straßburg Verlaßenschafft, errichtet Anno 1780 – nach seinem den 2.ten Aprilis diesen laufenden 1783.ten Jahrs erfolgten Absterben hinterlassen hat, Welche Verlaßenschafft auf Ansuchen des Defuncti drei Majorener Kinder (…) Geschehen allhier Zu Straßburg in einer an der Mittlern Langstraas gelegenen hiehero nicht gehörigen behaußung, Freÿtags den 30. Maÿ Anno 1783.
Des Verstorbenen seelig ab intestato verlassene Erben sind 1° Jungfer Maria Salome Wittmarin, in dem ersten dritten Stammtheil, 2. Jungfer Maria Dorothea Wittmarin, den den Zweiten dritten Stammtheil, diese beede Töchter sind majorennes und haben unter Verbeÿstandung herrn Georg Michael Krauß des buchbinders und burgers alhier dieser Inventation beigewohnt und ihren Nutzen beobachtet,
Und dann 3. Herr Ludwig Wittmar, Perrquenmacher und burger allhier, welcher diesem Verlaßenschaft geschäft persönlich abwartete und sein interesse besorgte, in den letzten dritten Stammtheil, Alle drei sind des Defuncti mit auch weiland Frau Maria Elisabetha gebohrner Schätzelin seiner geweßenen Ehegattin ehelich erzeugte Kinder und ab intestato zu gleichlingen Portionen verlaßene Erben.
Schulden au dieser Verlaßenschafft zu bezahlend, Erstlich weiland herrn Antoine Voinson des frantzösischen Becken Wittib solle man an Hauszinns von ein Viertel Jahr bis nächstkünfftig Joh. Bapt: gerechnet à 26 ß 10 ß des Jahrs
Series rubricarum hujus Inventarÿ, Sa. hausraths 21 lb, Sa. Schulden 9 lb, summa summarum 30 lb – Schulden 37 lb, Compensando, Passiv onus loco Stall summa 6 lb

Marie Elisabeth Schætzel femme de Jean Jacques Wittmar vend la maison au courtier Jean Daniel Ehrmann

1737 (2.4.), Chambre des Contrats, vol. 611 f° 236-v
Fr. Maria Elisabetha geb. Schätzelin Johann Jacob Wittmar des Perruquenmachers ehefrau beÿständlich ihres Ehevogts
in gegensein Johann Daniel Ehremann des geschwornen Courtier
Eine Behausung und hoffstatt mit allen derselben gebäuden, begriffen, weithen, zugehörden und gerechtigkeiten ahne der heilgen Liechtergaß einseit ist ein Eck ahne St Barbara gaß gegen der königlichen Müntz über, anderseit neben einem dem Stifft zu St Marx gehörigen, von Johann Christoph Liechtenberger dem goldschlager bewohntem hauß, hinten auff H. Rathh. Johann Daniel Brand uxorio nomine – ihr als universal erbin ihrer Elten weÿl. Marx Schätzel des Spenglers und deßen wittib weÿl. Catharina geb. Fischerin eigenthümlich zuständig – um 750 pfund

Marie Madeleine Fritschmann veuve de Jean Daniel Ehrmann vend la maison au perruquier Jacques Henri Ehrmann et à sa femme Catherine Elisabeth von Gottesheim moyennant 600 livres

1761 (31.8.), Chambre des Contrats, vol. 635 f° 256
H. Johann Michael Emmerich der courtier als mandatarius Fr. Mariæ Magdalenæ geb. Fritschmännin weÿl. H. Johann Daniel Ehrmann des Courtier wittib
in gegensein H. Jacob Heinrich Ehrmann des perruckenmachers und Catharinæ Elisabethæ geb. von Gottesheim beÿständlich H. Johannes Meÿer des säckers und H. Not. Johann Daniel Langheinrich
eine behausung und hoffstatt mit allen gebäuden, begriffen, zugehörden, rechten und gerechtigkeiten ane der heÿligen lichtengaß, einseit ist ein Eck ane der Barbara gaß, anderseit neben einer dem Stifft St Marx gehörigen behausung, hinten auff N. Schmidt den kübler – um 600 pfund

La venderesse donne pouvoir à son gendre Jean Michel Emmerich de vendre la maison
(94 Z 79) persönlich erschienen frau Maria Magdalena gebohrene Fritschmännin, weÿl. Herrn Johann Daniel Ehrmanns geweßenen geschworne Wechßel Courtier und burgers allhier Zu Straßburg nunmehr seeligen nachgelaßene Frau Wittib beÿständlich Herrn Johann Ludwig Imlin junioris Silber Arbeiters und Burgers allhier Ihres geliebten Hn Tochtermanns
anzeigend wie daß Sie die Von Ihrem Ehemann seelig den 2.ten Aprilis 1737. erkauffte Behausung und Hoffstatt mit allen übrigen deren Rechten und Gerechtig Keiten gelegen allhier Zu Straßburg ane der heÿligen Lichtengaß, einseith ein Eck ane der gegen St. Barbarä Gaß, Ziehenden Zwerchgaß, anderseith neben einem dem Stifft St. Marx Zuständigen hauß hinten auff N. Schmid den Kübler stoßend, si gegen männiglichen freÿ, leedig, eigen
an Herrn Jacob Heinrich Ehrmann des Perruquier und Burgern allhier Ver Kaufft Alldieweilen Ihme aber solche dermahlen in allhießiger Cancelleÿ Contract Zugeschrieben Werden solle, Ihro aber gegenwärtige Zeit nicht erlauben Will sich in eigener Persohn dahin Zu Verfügenn und solches Verschreibung beÿ zu wohnen, so Will Sie hiermit und in Crafft dießen Ihrem ältern Herrn tochtermann Herrn Joh: Michael Emmerich dem geschwornen Wechßel Courtier und Burgern allhier Vollkomen Macht und Gewalt ertheilt haben sich in Ihrem Nahmen in allhießige Contract stub Zu Verfügen (…)
So beschehen in Straßburg auff Sonntag den 27. Augusti A° 1761. Johann Daniel Langheinrich Notarius juratus

Jacques Henri Ehrmann termine son apprentissage chez son père Jean Philippe Ehrmann en juin 1750. Il devient maître en janvier 1756.
1750, Protocole du corps des perruquiers (XI 175)
(f° 244) 1750. Mittwochs den 17. Junÿ – Herr Johann Philipp Ehrmann der Perr. und Burger alhier, bittet seinen Sohn Jacob Heinrich, in die Lehr zuschreiben und auszuthun. Erk. seÿe hiemit Zu verzeichnen.

1756, Protocole du corps des Perruquiers (IX 176)
(f° 53-v) 1756. Montags den 19. Januarÿ – Eodem, Hr. Jacob Heinrich Ehrmann der Peruckenm. Herrn Phil. Ehrman, des Perr. u. b. alh. ehel. sohn, prod. Stall und Zftschein von dem heutig. dato, bittet ihne als einen Mr. Sohn, in die maitrise aufzunehmen. Erkandt, seÿe aufzunehmen, worauf ihme die art. vorgel. word. welche er auch zu halten verspr.

Jacques Henri Ehrmann épouse en 1756 Catherine Elisabeth von Gottesheim, fille du pasteur Jean von Gottesheim : contrat de mariage, célébration
1756 (25.10.), Not. Langheinrich (J. Daniel, 6 E 41, 739) n° 113
Eheberedung – entzwischen dem Ehren und wohlvorgeachten herrn Jacob Heinrich Ehrmann dem Leedigen Perruquenmacher Hn Joh: Philipp Ehrmanns ebenmäßigen Perruquenmachers und burgers allhier und fraun Maria Dorothea gebohrener Schatzin ehelich erziehlten Hn Sohn als dem H brautigam ane einem
sodann der Viel Ehren und tugendgezierten Jgfr Catharinæ Elisabethä Gottesheimin weÿl. S. T. H. Johann von Gottesheim geweßenen treu Eÿfferigen Diaconi beÿ der Evangelischen Gemeinde Zu St Nicolai und burgers allhier seel. mit frauen Susanna Maria gebohrner Moscheroschin ehelich erziehlten Jgfr. tochter als der Jgfr. hochzeiterin ane dem andern theil
auff Montag den 25.ten Octobris A° 1756. [unterzeichnet] Jacob Heinrich Ehrmann al s hochzeiter, Catharina Elisabetha Von Gottesheim als Hochzeiterin

Mariage, Saint-Nicolas (luth. f° 140 n° 36)
1756. Mittwoch d. 17. Nov. Seind auff Zweÿmahlige Außruffung in der Evangelischen Pfarr Kirche Zu S. Nicolai in den Ehelichen Stand eingesegnet worden. H. Jacob Heinrich Ehrmann, Peruquenmacher und burger allhier, H. Johann Philipp Ehrmanns, Peruquenmachers Haarshändlers und burgers allhier Ehelicher Sohn, und Jfr. Catharina Elisabetha Gottesheimin, Herren Johannes von Gottesheim geweßten Diaconi Senioris beÿ dieser Evangelischen Gemeinde Zu S. Nicolai nachgelaßene Eheliche Tochter [unterzeichnet] Jacob Heinrich Ehrmann ams hochzeider, Catharina Elisabetha Von Gottesheim als Hochzeiterin (i 142)

Catherine Elisabeth von Gottesheim meurt en 1764 en délaissant deux filles. Les experts estiment la maison 450 livres. La masse propre aux héritiers s’élève à 655 livres. L’actif de la communauté et du veuf s’élève à 493 livres, le passif à 1 083 livres.

1764 (6.7.), Not. Langheinrich (J. Daniel, 6 E 41, 722) n° 510
Inventarium über Weÿland der Ehren und tugendsahmen frauen Catharinæ Elisabethæ Ehrmännin geb. von Gottesheim des Ehren und Vorgeachten herrn Jacob Heinrich Ehrmanns Perruquier und Burgers allhier Zu Straßburg geweßener Ehefrauen nunmehr seel. Verlaßenschafft auffgerichtet Anno 1764 – als dieselbe Freÿtags den 15.ten Junÿ dießes lauffenden 1764. Jahrs dießes Zeitliche mit dem Ewigen Verwechselt auch solch Ihrem aus dießer welt genommenen tödlichen hintritt hie Zeitlichen verlaßen, welche Verlaßenschafft auf freundliches ansuchen erfordern und begehren des Ehren und Wohlvorgeachten Hn Johannes Meÿers Säcklers und burgers allhier als geordnet und geschworenen Vogts Mariæ Elisabetha und Mariä Magdalenæ derer Ehrmännin beeder der Verstorbenen seel. mit obgedachtem ihrem hinterbliebenen Wittiber ehelich erzeugt und nach todt Verlaßener Kinder alß deroselben ab intestato Verlaßener Erben ersucht und inventirt (…) So beschehen in Straßburg auf Freÿtag den 6.ten Junÿ Anno 1764.

In einer allhier Zu Straßburg ane der Hellenliechtergaß gelegenen in dießer Verlaßenschafft gehörig. behaußung befunden worden wie folgt
Eigenthumb ane einer Behaußung. Eine behaußung und hoffstatt mit allen deren Gebäuen begriffen Zugehörden, Rechten und Gerechtig Keiten gelegen allhier Zu Straßburg ane der hellen liechtengaß einseit neben einem Löbl. Stifft St. Marx gehörigen Von H. Georg Jacob Lichtenberger dem Goldschlager bewohnenden behaußung 2.seith ein Eck ane der Allmendgaß gegen denen Kleinen Capucinern hinden auf Johann Schmid den Kübler stoßend, so außer hernach eingetragenen darauf hafftenden passiv Capital freÿ leedig eigen, und durch (die Werckmeistere) laut Abschatzungs Zeduls Vom 21. Julÿ 1764. angeschlagen pro 450 lb. Dießes hauß hat der Wittiber wehrender Ehe von Frauen Maria Magdalena Ehrmännin geb. Fritschmännin weÿl. Hn Joh: Daniel Ehrmanns geweßenen Wachßel Courtier und Burgers allhier seel. nachgel. Fr. Wittib an sich erkaufft, es ist auch solches in allh. C. C. Stub ordentlich verschrieben aber biß dato Kein Kauffbrieff davon außgefertiget worden. Es sagt aber hierüber 1. teutsch. pergam. Kauffbrief in allh. C. C Stub auffgerichtet und mit dero anhangendem Insiegel Verwahret d. d. 2. Aprilis A° 1737.
Ergäntzung der Erben wehrender Ehe abgegangenen unveränderten Guths. Zufolg Inventarÿ über beeder geweßener Eheleuthe einander für ohnverändert in der Ehestand Zugebrachte Nahrung Anno 1757. durch mich unterschriebenen Notarium auffgerichtet
Series rubricarum hujus Inventarÿ. Der Erben unverändert Vermögens, Sa. hausraths 53, Sa. Silbers 8, Sa. Guldener Ring und dergleichen Geschmeids 15, Sa. Schuld 50, Erg. Rest 527, Summa summarum 655 lb
Dießemnach wird nun auch des Wittibers unverändert und theilbar Vermögen unter einem Titul beschrieben massen der Kind. und Erben Vogt auf die theilbahre Nahrung renunciren und solche dem Wittiber tam active quam passive allein eigenthümlich überlaßen wird, Sa. haußraths 43, Sa. Eigenthums ane einer behaußung 450, Summa summarum 493 lb – Schulden 1083 lb, In Vergleichung 590. lb – Stall summ 64 lb

Jacques Henri Ehrmann loue une partie de la maison au manant Jean Baptiste Michel

1765 (27.2.), Not. Lobstein (6 E 41, 840) n° 5 (III : Lehnungen)
zwischen H Jacob Heinrich Ehrmann dem Peruquenmacher ane einem
und Jean Baptiste Michel dem Schirmern dahier ane dem andern theil, nachfolgende 3 jährige Lehnung
in seiner ane der hellen Lichtergaß gelegenen behaußung den völligen ersten Stock das ist alles das jenige so eine Steege hoch, mehr im zweÿten Stock eine stub in die helleliechter gaß außsehend, ferner auf den dritten stock eine bühn und Cammer für die Magd zu legen und platz zum holtz wie auch im Keller platz für 20 Ohmen wein zu legen und auf nachst kommenden Annunciationis Mariæ dießes 1765 Jahr ihren Anfang nimbt (um einen jährlichen Zinß= 60 gulden
deponirt den 27. Februarÿ 1765

Jacques Henri Ehrmann se remarie en 1766 avec Marguerite Salomé Erhard, fille de coutelier
Mariage, Robertsau (luth. n° 489)
Montag den 16. November 1766 nach vorhergangener zweÿmaliger ausrufung in der Kirche Zu St. Nicolai in Straßburg, allhier auf Erlaubniß Ihro Gnaden des Regierenden Herrn Ammeisters Ehelich copulirt und eingesegnet worden, Herr Jacob Heinrich Ehrmann der Peruckenmacher, burger in Straßburg und Wittwer, und Margaretha Salome, Johann Georg Erhard des burgers und Meßerschmidts in Straßburg Eheliche tochter [unterzeichnet] Jacob Heinrich Ehrmann, als hochzeiter, Margareda salome Erhardin als hochzeiterin (i 255)

Marguerite Salomé Erhard fait dresser l’inventaire de ses apports qui s’élèvent à 74 livres
1766 (28.11.), Not. Elles (6 E 41, 1333) n° 345
Inventarium über Fraun Margarethä Salome geb. Erhardtin, Jacob Heinrich Ehrmann des Peruquenmachers v. b. dahier Ehefraun, Zu erstged. ihrem Ehemann in den Ehestand zugebrachte Nahrung, auffgerichtet Anno 1766. – in beÿseÿn ged. ihres Mariti, inventirt v. ersucht, auch durch sie selbsten unter verbeÿstandung Joh: Georg Erhard des Meßerschmidtts v. bs. dahier, ihres Vatters – So beschehen in der Königl. Statt Straßburg den 28. Novembris 1766.
In einer behaußung allhier Zu Straßburg ane en sogenanndten däumel Gäßel beÿ Finckweiler gemegen, befunden worden wie folgt
Sa. haußraths 60 lb, Sa. Silbers 14, Summa summarum 74 lb

Jacques Henri Ehrmann meurt en 1773 en délaissant deux filles de son premier mariage. L’inventaire est dressé dans la maison du cordonnier Michel Vollherbst au Fossé des Treize. La masse propre à la veuve est de 10 livres. L’actif des héritiers et de la communauté s’élève à 12 livres, le passif à 202 livres.
1773 (19.6.), Not. Lauth (6 E 41, 646) n° 4
Inventarium über Weÿland Mr Jacob Heinrich Ehrmann, des gewesenen Peruquier und burgers allhier Zu Straßburg nunmehr seel. Verlaßenschaft, auffgerichtet in Anno 1773 – , nach seinem den 29.ten Martii laufenden 1773. Jahrs aus dieser Welt genommenen tödlichen Hintritt Zeitlichen verlaßen, Welche Nahrungs: Verlaßenschaft auf Ansuchen, Erfordern und Begehren sowohl Fr. Margarethæ Salome Ehrmännin gebohrner Erhardin der hinterbliebenen Wittib beÿständlich H. Johannes Hertenstein des Weisgerbers und Br. hieselbsten fleißig inventirt vnd ersucht, als auch H. Johann Christoph Geÿler, Phil: Magistri und Burgers dahier als geordnet und geschworen Vogts Mariæ Elisabethæ und Mariæ Magdalenæ beeder Ehrmännin, des Verstorbenen seel. mit weil. Fr. Maria Elisabetha gebohrner von Gottesheim in erster Ehe erzeugter und ab intestato Hinterlaßener Erben (…) So geschehen Straßburg auff Sonntag den 19.ten Junii 1773.
Bericht wegen gegenwärtiger Verlaßenschaft. Dieweilen nach dem durch die hinterbliebene Wittib anbeÿ ertheilten Bericht, Zwischen Ihro und ihrem Verstorbenen Ehemann Keine Eheberedung errichtet, annoch aber ihr der Wittib in nun zertrennte Ehe gebrachtes Guth nach Außweißung producirten durch Vormahligen herrn Not. Joh: Georg Elles den 28.ten Nov. 1766 errichteten Inventarÿ ordnungs-mäßig Verzeichnet und æstimirt worden ist (…)

In einer zu Straßburg ane dem dreÿzehen Graben gelegenen, Mr Michael Vollherbst dem Schuhmacher v. b. allhier zuständigen Behausung befunden worden wir folgt
Passiva (…) It. Fr. Mariæ Salome Erhardin geb. Ittin der Wb. leibl. Mutter für avancirte Kranckheits: und Leich-Unkosten
Series rubricarum hujus Inventarÿ, Der Wittib in die Ehe gebrachte und dermahlen annoch in natura Vorhandene Posten, Sa. hausraths 8 lb, Sa. Silbers 1 lb, Summa summarum 10 lb
Solchemnach wird auch die übrige Verlaßenschafft, als derer Beneficial Erben unverändert und theilbahr beschrieben, Sa. hausrath 13 lb – Schulden 202 lb, Compensando, passiv onus 188 lb – Passiv onus loco Stall summ 178 lb

Marguerite Salomé Erhard se remarie en 1774 avec le perruquier Jean Jacques Henri Winckelmann
1774 (27.1.), Not. Anrich (6 E 41, 1516) n° 109
Eheberedung – persönlich kommen und erschienen Herr Johann Jacob Heinrich Winckelmann der leedige Peruckenmacher, Hrn Johann Heinrich Winckelmanns des schirmers und tabackbereiters allhier mit fraun Maria Elisabetha gebohrner Ehretsmännin ehelich erzeugter mehrjähriger Sohn als Hochzeiter ane einem, So dann
Frau Margaretha Salome geborne Ehrhardin weiland Hrn Jacob Heinrich Ehrmanns geweßenen burgers und Perruckenmachers hieselbsten Zurückgelaßene Wittib beÿständlich Hrn Philipp Immhoffs des hiesigen burgers und Schuemachers als Hochzeiterin am adenrn theil
(…) zu Straßburg dden 27. Januarÿ anno 1774 [unterzeichnet] Johann Jacob Heinrigh winckelmann, margreda salome geborne Erhardin

Marguerite Salomé Erhard meurt en 1781 en délaissant des héritiers collatéraux. L’inventaire est dressé dans la maison du tanneur Jacques Ott rue du Coin-brûlé. La masse propre aux héritiers est de 6 livres. L’actif du veuf s’élève à 72 livres, le passif à 118 livres.
1781 (26. 8.br.), Not. Lauth (6 E 41, 648) n° 103
Inventarium über Weiland Fraun Margar. Salome Winckelmännin, gebohrner Ehrhardin Herrn Jakob Heinrich Winckelmann, des Peruquenmachers und burgers allhier Zu Straßburg gewesener Ehefraun, nunmehr seeligen Verlaßenschafft aufgerichtet Anno 1781. (…) nach ihrem den 12.ten 8.bris laufenden 1781.gen Jahrs aus dieser Welt genommenen tödlichen Hintritt hier Zeitlichen verlaßen, Welche Verlaßenschaft auf freundliches Ansuchen, Erfordern und Begehren sowohl Vorgedachten H, Winckelmanns des hinterbliebenen Wittibers als auch Hn Joh. Mich: Salzmann des Schuemacher meisters Es. En. grosen Raths alten und E. E. Kleinen Raths dermahlig wolverdienten beisitzers (…) vor die beide abwesende und auf nachstehendem blatt benambste Erben insonderheit ernanten Hn Deputati (…)& So geschehen Straßburg auf Freÿtag den 26. Octobris Anno 81.
Die verstorbene hat in Ermanglung ehelich erzeugter Kinder ab intestato zu Erben verlaßen wie folgt 1° Johann Georg Ehrhard des bedienten bei einem officier von dem Regiment Dauphin Cavallerie in diensten, mit demselben en semestre sich befindet, mithin dermalen abwesend und dann 2° Jungfer Cathar. Lucretiam Ehrhardin, welche sich in Augsburg bei ihren verwanthen aufhaltet, derowegen hier nicht gegenwärtig. Diese beide Abwesende und der Verstorbenen seel. Leibl. Geschwisterde und wegen nicht vorhandene ehelich erzeugten Kindern ab intestato nachgelaßenee Erben

Bericht in gegenwärtiges Verlaßenschaft Inventarium gehörig. Nachdeme ich der Inventir: Not° Vorher copialiter eingetragene Eheberedung dem Wittiber sowol als auch vor ged. H. Rathh. J: Mich: Saltzmann Verlesen hatte und dem Innhalt deren 2. Punctens gemäs gemelten Wr. um die Documenten Zu der jetzigen Ersuchung der Natural Posten, wie auch Ergäntzungen dienlich, befragte, so hat mit derselbe Zur antwort ertheilt, daß nicht wäre in die Ehe inventirt word. (…)
In einer allhier Zu Straßburg ane den Brand ein End gelegen hn Jb: Ott dem Rothgerber eigenthüml. Zuständigen und diesorts lehnungsweise bewohnenden behausung befunden worden, wie folgt
Ergäntzung der Verstorbenen seeligen anjetzo derer B: E: angegangen unveränderten Guths, (…) über weil. Mr Jb. Heinrich Ehrmann des gewesenen Perruquier und burgers allhie der verstorbenen seel. geweßten erstern Ehemanns auch seel. Von mir dem disortigen Inventir: Notario in Anno 1775. d. 19. Junii aufgerichtet und expedirten Verlaßenschaft: Inventarii denenselben als manglend Zu ersetzen wie folgt
Series rubricarum hujus Inventarii. Der verstorbenen seeligen modo dero B: E: unveränderten Guths, Sa. hausrath 63 lb, Sa. Silber geschirr und Geschmeids 8 ß, Sa. Golden Geschmeids 2 lb, Ergäntzung &, Summa summarum 65 lb – Schulden 59 lb, Detrahendo 6 lb
Solchemnach wird auch des Wittibers unverändert und T. Vermögen beschrieben, Sa. hausraths 11 lb, Sa. Silbers 1 lb, Sa. Schulden 59 lb, Summa summarum 72 lb – Schulden 118 lb, In compensatione 46 lb – Passiv Onus loco Stall summæ 40 lb
Copia der Eheberedung (…) Straßburg den 27. Januarÿ 1774, Johannes Anrich Notarius

La maison provenant de la fallite de Henri Ehrmann est vendue par enchère judiciaire au cordonnier Barthelémy Hansmann moyennant 800 livres

1768, s.d. [19/22.9.], Chambre des Contrats, vol. 642 f° 516
Ganthkauf vom 17 Septembris 1767, in sachen Heinrich Ehremann des perruckenmachers alhier creditmaß
ist die ane der heiligen Lichtengaß gelegenen behausung
an Bartholome Hanßmann dem schumacher um 1600 gulden adjudicirt worden

Fils du boulanger Barthelémy Hansmann à « Deningen » en Wurtemberg, Barthelémy Hansmann épouse en 1752 Dorothée Vogel, fille du cordonnier Jean Vogel : contrat de mariage tel qu’il est copié à l’inventaire, célébration.
1752, Not. Hess (J. Jacques, répert. 6 E 41, 1267-2) n° 192
Eheberedung – Bartholme Hannßmanns, Schuhmachers, u. Jgf. Dorothe Vogelin
Copia der Eheberedung – zwischen dem Ehrengeachten Bartholome Hannßmann, leedigem Schuhmacher von Deningen Hochfürstlich Würtenbergischer Jurisdiction gebürtig als bräutigam ane einem, So dann der Ehr: und tugendsamen Jungfrau Dorothea weil. Johannes Vogel, gewesenen Schuemachers und Burgers allhier ehelich erzeugtt und hinterlaßener tochtern als Hochzeiterin andern theils (…) So beschehen Straßburg 28.t Augusti Anno 1752. T. Johann Jacob Heß mit handzug Notarius juratus

Mariage, Temple-Neuf (luth. f° 310, n° 1139)
1752. Mittwoch d. 15. Nov. seind nach ordentlicher proclamation ehelich copulirt undt eingesegnet bartholomæus Hansman der ledige schumacher weÿl. bartholomæi Hansman des becken iin donatingen* in wirtenbergischen ehl. sohn undt Jfr. Maria Dorothea weÿl. Joh: Vogels Schumachers u. b. all. ehl. tochter [unterzeichnet] bartholomö hanßmann als hochzeiter, Maria dorodea Voglerin als hochzeiterin

Barthelémy Hansmann devient bourgeois par sa femme quinze jours après son mariage en s’inscrivant à la tribu des Cordonniers
1752, Livre de bourgeoisie 1740-1754 (VII 284) p. 511
Bartholme Hannßmann Von Döhningen auß dem würtembergischen der schuhmacher, erhalt das burgerrecht von seiner [Ehefrau] Maria Dorothea weÿ. Johannes Vogel des burgers und schuhmachers Ehel. tochter um den alten burgerschilling, und dient beÿ EE Zunfft der schuhmacher, jur. eodem [2 X.bris 1752]

Barthelémy Hansmann meurt en décembre 1784 en délaissant deux filles. Les experts estiment la maison 300 livres. L’actif de la succession s’élève à 1 387 livres, le passif à 749 livres.

1785 (14.4.), Not. Heus (Phil. Fréd. 6 E 41, 1486) n° 105
Inventarium über Weiland Meister Bartholome Hanßmann des gewesten Schuhmachers und burgers allhier Zu Straßburg, nunmehr seel. Verlaßenschafft aufgerichtet in Anno 1785. – nach seinem Dienstags den 22. Decembris des Verwichenen 1784.ten Jahrs aus dießer welt genommenen tödlichen Hientritt, hie Zeitlichen verlaßen, Welche Verlaßenschafft auf geziemendes ansuchen Frauen Mariæ Dorotheæ gebohrner Vogelin, der dißorts hinterbliebenen Wittib unter assistentz Meister Caspar Schnell, des Schuemachers und burgers allhier, wie auch derer gleich nach dem Eingang dieses Inventarii in specie benembste Kinder und Erben ersucht und inventirt (…) So beschehen in der Königlichen Stadt Straßburg auf Donnerstag den 14.ten Aprilis Anno 1785.
Der Verstorbene sel. hat mit Eingangs gemelter seiner hinterlaßenen Wittib nachbenandte Kinder Ehelich erzeugt und ab intestato Zu Erben Verlaßen wir folgt als. 1. Frau Dorotheam Salome Burgerin gebohrne Haanßmännin H Johannes Burgers des Schuhmacher Meisters und Burgers alhier Ehefrau, welche unter autorisation und Verbeÿstandung erstgedacht ihres Ehemanns dieser inventur persönlich beÿgewohnt, und 2. Jungfrau Mariam Magdalenam Haanßmännin, so großjährig, welche unter verbeÿstandung erstgedachten Hn Johannes Burgers ihres Schwagers, diesem Geschäfft persönlich abgewartet, beede Zu gleichen portionen und antheilern verlaßene Kinder und Erben

Bericht und respective Declaration über gegenwärtig Verlaßenschafft. Nach deme man Zur Inventur gegenwärtiger Verlaßenschafft schreiten wolte, Declarirte Eingangs gemelte hinterbliebene Wittib daß Sie Zwar mit ihrem Verstorbenen Ehemann seel. Zur Zeit ihrer Verheürathung Vorherio Copialiter inserirte Eheberedung errichtet, dero Illata aber nicht inventiren laßen auch von beederseits eingebrachtem Vermögen nicht das mindeste mehr naturaliter vorhanden seÿe (…)
In einer allhier Zu Straßburg ane der heiligen Liechter Gaß gelegenen in diese Verlaßenschafft gehörigen und hernach beschriebenen behausung befunden worden, wie folgt
Eigenthum ane einer Metzigbanck (…)
Eigenthum ane einer Behaußung. Nemlichen eine Behausung und Hoffstatt sambt allen übrigen deren begriffen, Rechten und gerechtigkeiten, allhier Zu Straßburg ane der Heiligen Liechter Gaß gelegen einseit ist ein Eck ane der Zwerchgaß, anderseit neben Meister Kraußert dem Schneider und Hinten auf meister Pastorius den Kübler stoßend, so außer dem darauf hafftenden und hernach eingetragenen passiv Capital, freÿ leedig und eigen, und durch (die Werckmeistere) zufolg deren Zu mein Notarii concept übergebener Abschatzung Zeduls Vom 20. Aprilis jüngst æstimirt pro 300. lb. Hierüber ist Vorhanden ein teutscher pergamentener Von H Actuario Beguin gefertigte und mit E. E. Kleinen Raths anhangendem Insigel verwahrter ganth Kauffbrief sub dato 17. Septembris 1767. Sothane behaußung hat der dißorts verstorbene aus weiland Johann Jacob Ehrmans geweßten Perruckenmachers und burgers allhier Credit Mass ane sich ersteigert.
Series rubricarum hujus Inventarÿ. Hierauf folgt nun die Beschreibung Eingangs gedachter Verlaßenschafft und Zwar Zufolg Vorstehenden bericht und respectivé Declaration unter einer Massa Vor und ane sich selbsten. Sa. haußraths 54, Sa. Werckzeugs Zur Schuhmacher Profession gehörig 3 ß, Sa. Silbers 16 ß, Sa. Pfenningzinß hauptgüter 875, Sa. Eigenthums ane einer Metzigbanck 57, Sa. Eigenthums ane einer behaußung 300, Sa. Schulden 100, Summa summarum 1387 lb – Schulden 749, Deducendo Verbleibt 638 lb – Stall Summa 463 lb
Copia der Eheberedung (…) So beschehen Straßburg 28.t Augusti Anno 1752. T. Johann Jacob Heß mit handzug Notarius juratus
– Abschatzung Vom 20.t apprill 1785. Auf begeren Weÿland Herr Bartholome Hantzmann, dem geweßenen schumacher Meister ist Eine behausung alhie in der statt strasburg in der Heillige lichter gaß gelegen Ein seÿts Ein Eck auf das allmend anderer seÿts neben Herr Krauß dem schneider, und Hinten auf Meister pastorius dem Kübler stoßend gelegen solche behausung bestehet in Zweÿ stuben Zweÿ Kuchen und Etlichen Kammeren darüber ist der dachstuhl mit breidziegel belegt hat auch Ein getremter Keller Vor und um Sechs Hundert gulden
Der Zweÿte begriff ist auch alhir in der statt strasburg in der glein Metzig gelegen (…)
Von uns unterschriebenen der statt strasburg geschwornen Bau Inscpector und Werckmeister und Vorhero geschehene besichtigung mit aller jhrer gerechtigkeit dem jetzigen wahren werth nach Estimirt und angeschlagen Vor und um Vier Hundert gulden [unterzeichnet] Boudhor architecte, Kaltner Mstr. Götz Wmstr.

Marie Dorothée Vogler veuve de Barthelémy Hansman hypothèque la maison au profit de Jean Daniel Busch, chef du bureau des travaux publics

1790 (26.8.), Chambre des Contrats, vol. 664 f° 180
Fr. Maria Dorothea Hansmännin geb. Voglerin weÿl. Bartholme Hansmann des schuhmachers wittib beÿständlich Johannes Burger des schuhmachers ihres tochtermanns
in gegensein H. Lt. Johann Daniel Busch chef du bureau des travaux publics in deßen nahmen Johann Georg Bleßig des klein uhrenmachers – schuldig seÿen 600 gulden
unterpfand, eine behausung samt Zugehörden ane der heiligen Lichtergaß, einseit neben Mr Kraußert dem schneider, anderseit neben Mr Pastorius dem kübler

Les héritières Marie Madeleine et Dorothée Salomé Hansmann vendent la maison à la blanchisseuse Thérèse Bollen, demeurant à Hermolsheim

1810 (28.4.), Strasbourg 2 (32), Not. Knobloch n° 4563
1. Marie Madeleine Hansmann épouse de Frédéric Bein passementier, 2. Dorothée Salomé Hansmann épouse de Jean Burger cordonnier
à Thérèse Bollen blanchisseuse de toiles demeurant à Hermolsheim
une maison avec appartenances et dépendances sise à Strasbourg rue des Chandelles n° 1 formant d’un côté le coin d’une rue traversière, d’autre la veuve Schutz, derrière le Sr Mees graissier – avenu de la succession de Bartholomé Hansmann cordonnier qui l’avait acquis par adjudication le 17 septembre 1767 – moyennant 4905 francs
Enregistrement, acp 114 F° 130-v du 28.4.

Thérèse Bolling, née à Hermolsheim (Mutzig) le 10 août 1777 du blanchisseur Jean Michel Böhling et d’Anne Marie Carl

Thérèse Bollen revend la maison trois ans plus tard au marchand de fruits Xavier Zimmermann

1813 (21.5.), Strasbourg 2 (37), Not. Knobloch n° 6211
Thérèse Bollen célibataire majeure
à Xavier Zimmermann marchand de fruits
une maison avec appartenances et dépendances rue des Chandelles marquée du n° 1, d’un côté le coin d’une rue traversière, d’autre la veuve Schultz, derrière Sr Muss graissier – acquise suivant acte reçu M° Knobloch le 28 avril 1810 – pour 4400 francs
Enregistrement, acp 122 F° 105-v du 22.5.

Fils du tailleur Jacques Zimmermann, le tailleur Xavier Zimmermann épouse en 1804 Marie Catherine Schock, fille du marchand de fruits Georges Schock
1801 (25 germ. 9), Strasbourg 9 (26 n.c.), Not. Bossenius n° 101 (567)
Eheberedung – erschienen der Burger Xaverius Zimmermann, lediger Schneider und großjährigen Alters, bürgers Jakob Zimmermann, hiesigen Schneiders mit B. Magdalena gebohrner Bernhard ehelich erzeugter Sohn, als hochzeiter, an einem
Und Jungfer Maria Katharina Schock, bürgers Georg Schock, Fastenspeishändlers allhier mit b. Katharina gebohrner Walter ehelich erzielte tochter, beiständlich gedachter ihres Vaters als Braut, am andern theil
Straßburg em 25. Germinal neunten Jahrs der fränckischen Republique [unterzeichnet] Xaverÿ Zimmerman, carin Schock
Enregistrement, acp 78 F° 9 du 2 floréal 9

Xavier Zimmermann et Catherine Schock vendent la maison à l’aubergiste Jean Louis Specht et à sa femme Marie Hélène Gerlach

1813 (14.6.), Strasbourg 9 (anc. cote 36), Not. Bossenius n° 3697
Sr Xavier Zimmermann, fruitier, et Catherine Schock
au Sr Louis Specht, aubergiste, et Helene Gerlach
Une maison avec appartenances et dépendances sise à Strasbourg rue des Chandelles N° 1 d’un côté faisant le coin d’une rue traversiere d’autre veuve Schultz par derrière sur le Sr Mus graissier – le vendeur est devenu propriétaire par acte passé devant M° Knobloch le 21 mai 1813 – remis 1. la grosse du Contrat d’acquisition du 21 mai 1813, 2. la grosse du Contrat de vente par De Marie Madeleine Hausmann femme de Frédéric Bein passementier et De Hansmann femme de Jean Burger cordonnier à Thérèse Bollen, fille majeure, devant M° Knoboch le 28 avril 1810, 3. expédition sur parchemin du procès verbal d’adjudication définitive par le ci devant petit Sénat du 17 septembre 1765 – 4000 francs
Enregistrement, acp 122 F° 141 du 15.6.

La maison figure à l’inventaire dressé en 1850 après la mort d’Hélène Gerlach puis à la vente par adjudication des différentes maisons en 1856. L’acquéreur du n°1 (futur n° 26) est le marchand de charbons Joseph Sutter.
Suite à une surenchère, la maison est criée au tribunal. L’acquéreur est à nouveau Joseph Sutter.

1856 (8.8.), Hypothèque de Strasbourg, Transcription reg. 654 (2796) n° 21, Tribunal civil
(Transcription de l’acte de M° Becker)
(f° 52) Par acte dressé au greffe de ce siège le 14 juillet 1856, le sieur Benjamin Levy commerçant domicilié à Strasbourg a fait une surenchère du sixième sur le premier lot
Par acte dressé au greffe de ce siège le 12 juillet 1856, le sieur Joseph Rohfritsch journalier domicilié à Strasbourg a fait une surenchère du sixième sur le deuxième lot
Par acte dressé au greffe de ce siège le 15 juillet 1856, dame Caroline Specht veuve de feu le sieur Jean Michel Doerffer tonnelier à Strasbourg où elle est domiciliééa fait une surenchère du sixième sur le cinquième lot (…)
L’adjudication sur surenchère a eu lieu à l’audience des criées de ce siège vendredi 8 août 1856 (…) 1) Le premier lot [rue des Chandelles n° 1] crié à 2695 francs, enchéri pendant plusieurs bougies et enfin par M° Picard avoué à 3000 francs
(f° 54) Déclaration d’adjudicataire. L’an 1856 le 8 août au greffe du tribunal civil de première instance séant à Strasbourg ont comparu 1. M. Joseph Achille Picard, avoué près ledit tribunal, domicilié à Strasbourg, 2. le sieur Joseph Sutter, marchand de charrbons domicilié à Strasbourg, M° Picard avoué déclare que c’est pour le sieur Joseph Sutter susdit comme en ayant eu commission qu’il a enchéri et s’est rendu adjudicataire pour le prix de 3000 francs de l’immeuble vendu aujourd’hui ensuite de surenchère

Le menuisier Jules Joseph Sutter épouse en 1845 Marie Louise Hahn
1845 (9.8.), Strasbourg 8 (68), Me Zeyssolff n° 2812
Contrat de mariage – Ont comparu Le sieur Jules Joseph Sutter, menuisier demeurant & domicilié à Strasbourg, fils majeur & légitime du sieur Antoine Sutter, tisserand & de De Madeleine Weber son épouse décédée, agissant en son nom personnel et comme futur époux d’une part
Et Dlle Marie Louise Hahn, fille majeure & légitime du sieur Alexandre Hahn, marchand de charbons & de D° Caroline Armbruster son épouse, tous demeurant et domiciliés en ladite ville
acp 339 (3 Q 30 054) f° 17-v du 16 août – sous le régime de la communauté d’acquets
Les apports de la future épouse se composent d’un mobilier évalué à 500 francs
Donation par le futur époux à la future épouse qui accepte d’une somme de 500 francs pour le cas où elle lui survivrait, laquelle somme sera prélevée sur les biens qui composeront la succession de l’époux prédécédé. Les futurs époux se font en outre donation mutuelle, le prémourant en faveur du survivant, ce qu’ils acceptent, réciproquement de l’usufruit et jouissance viagère et gratuite de tous les biens du prédécédé

Consentement par les parents de la mariée.
1845 (30.7.), Strasbourg 8 (68), Me Zeyssolff n° 2799
Consentement à mariage – Le Sr Alexandre Hahn, marchand de charbons & de De Caroline Armbruster demeurant et domiciliés à Strasbourg, Lesquels déclarent consentir formellement au mariage que Dlle Marie Louise Hahn leur fille majeure demeurant en cette ville se propose de contracter avec le sieur Jules Joseph Sutter menuisier demeurant en la même ville fils du sieur Antoine Sutter tisserand et de Dle Madeleine Wever son épouse demeurant à Strasbourg
acp 338 (3 Q 30 053) f° 77

Joseph Sutter meurt en 1858 en délaissant trois enfants

1858 (26.6.), M° Stromeyer
Inventaire de la communauté de biens qui a existé entre Joseph Jules Sutter, en son vivant marchand de charbons, et Louise Elisabeth Hahn ; sa femme à Strasbourg et de la succession du dit Sr Sutter décédé le 10 février 1858, dressé à la requête de la veuve, agissant comme commune en biens à défaut de contrat de mariage et comme mère et tutrice naturelle de Adolphe, Louise et Emilie Sutter ses enfants
acp 470 (3 Q 30 185) f° 50 du 2.7. (succession déclarée le 2 juillet 1858)
Communauté, mobilier 664, créances 7
Une maison à Strasbourg rue des Chandelles N° 1
Succession, garde robe 44

Dissolution de société entre la veuve et Auguste Hahn
1869 (9.11.), M° Keller
Notoriété constatant que la société qui a existé entre Auguste Hahn et Madeleine Louise Hahn veuve Joseph Sutter, marchand de bois à Strasbourg, a été dissoute par jugement du 1° août 1868, qu’il en dépend une somme de 500 francs, montant du cautionnement pour fourniture de charbons à l’école de médecine pour 1868
Intervention de la veuve Hahn, la quelle consent* que ladite somme soit délivrée audit Sr Hahn seul
acp 584 (3 Q 30 299) f° 126 du 11.11.

L’agent d’assurances Adolphe Sutter épouse en 1873 Emilie Rhein, fille du lampiste Auguste Rhein
1873 (25.4.), Strasbourg 4 (137), Not. Charles Lauterbach n° 481
Contrat de mariage. Ont comparu 1. M. Adolphe Sutter, commis d’assurance demeurant et domicilié à Strasbourg, fils majeur et légitime de feu Mr Joseph Jules Sutter et de Dame Marie Louise Hahn, sa veuve, marchande de charbons, demeurant à Strasbourg, futur époux procédant seul et en son nom personnel d’une part
2. Et Mde.lle Emilie Rhein, sans état, demeurant et domiciliée à Strasbourg, fille encore mineure de M. Auguste Rhein, lampiste et de Dame Sophie Simonin son épouse demeurant et domiciliés à Strasbourg grand rue N° 107, Future épouse, procédant du consentement et avec l’assistance de ses père et mère ci présents, d’autre part
acp 615 (3 Q 30 330) f° 96 du 26.4. n° 1915 – Annahme der Gütergemeinschaft nach dem C.C. Rücknahme des mitgebrachten und ererbten
Schenkung durch die Eheleuthe Rhein der Braut ihrer tochter annehmend von einem Mobilien abgeschätzt zu 2473 rankcen
Der Bräutigam bringt in die Ehen Geld 1200, Mobilien 500
Gegenseitige Schenkung dem überlebenden von der Nutzniesung des gantzen Nachlasses

Mariage, Strasbourg (n° 290)
Stadt Strassburg, den 6. Mai 1873. Heiraths-Urkunde öffentlich abgeschlossen im Stadthause von Strassburg von Adolph Sutter, geboren zu Strassburg an 16. Februar 1856, Assekurantsbeamter wohnhaft zu Strassburg, ehelicher Sohn von weiland Joseph Julius Sutter, Schreiner zu Straßburg, gestorben den 10. Februar 1858 und von Marie Louise Elisabeth Hahn, ohne Gewerb zu Strassburg wohnhaft hier gegenwärtig und einwilligend, und von Caroline Emilie Rhein, gebürtig Zu Strassburg den 11. April 1856 zu Straßburg, ohne Gewerb wohnhaft zu Strassburg, minderjährige Tochter von August Rhein, Plombier zu Straßburg wohnhaft und von Margaretha Sophie Simonin seiner Ehefrau daselbst wohnhaft hier gegenwärtig und einwilligend (…) die künftige Gattin legt ein gehörig registrirtes von den Herrn Lauterbach, Notar Zu Straßburg wohnhaft den 25. Aprilis dieses Jahrss errichtetes heirathsconsens ihres Vaters vor (i 14)

Veuve du directeur de compagnie d’assurances Adolphe Sutter, Caroline Emilie Rhein se remarie en 1886 avec le libraire Joseph François Beguin
Mariage, Strasbourg (n° 543) Straßburg am 2. Septembre 1886. Vor dem Standesbeamten erschienen heute zum Zwecke der Eheschließung 1. der Buchhändler Joseph Franz Beguin, katholischer Religion geboren den 18. Juni des Jahres 1861 zu Straßburg, wohnhaft zu Straßburg ehelicher Sohn des verstorbenen Buchhändlers Joseph Antoni Franz Beguin, wohnhaft zuletzt zu Straßburg und der Magdalena Hisler, ohne Beruf, wohnhaft zu Straßburg 2. die Caroline Emilie Rhein, ohne Beruf, evangelischer Religion, geboren den 11. April des Jahres 1856 zu Straßburg, wohnhaft zu Straßburg, Wittwe des Assekuranz-Direktor Adolph Sutter, gestorben zu Straßburg den 10. Januar 1883 eheliche Tochter des Rentners August Rhein, wohnhaft zu Straßburg und der verstorbenen Margaretha Sophie Simonin, zuletzt wohnhaft zu Straßburg (i 1)



4, rue des Ecrivains


Rue des Ecrivains n° 4 – VI 384 (Blondel), O 540 puis section 21 parcelle 44 (cadastre)

Teinturerie aux Trois Lis bleus (zu denen drei blauen Lilien) 1769 et suiv.
Portail, maître d’ouvrage Jean Frédéric Charles Rœderer, teinturier (1772)
Partie sud, détachée en 1826, voir le n° 2


Façade rue des Veaux (septembre 2013)
Façade rue des Ecrivains (Florent Fritsch, 2010, © Région Grand Est – Inventaire général)
Portail rue des Ecrivains (mars 2019)

La maison inscrite au Livre des loyers communaux au nom de Frédéric Sturm doit huit loyers communaux, notamment pour le terrain entre sa maison et la rivière. Une descente de cave empiète sur la rue des Veaux. La maison revient par héritage à Jean Philippe Joham de Mundolsheim qui demande en 1604 l’autorisation d’ajouter un oriel mais l’affaire n’a pas de suite. Comme pour les maisons suivantes (actuels n° 2 à 6), le propriétaire est autorisé en 1617 à conserver moyennant loyer l’ancienne ruelle communale transformée en jardin entre la maison et la rivière. La maison revient à Jérôme Christophe Bapst de Bolsenheim, gendre du précédent propriétaire, qui refuse en 1665 de régler le loyer en se fondant sur d’anciens titres dont le plus récent date de 1467. Un autre litige s’élève quand les préposés lui demandent de réparer le mur écroulé derrière son jardin.
L’assesseur des Quinze Jean Georges Gissing auquel Jean Christophe Bapst de Bolsenheim a fait donation de la moitié de la maison acquiert l’autre moitié des héritiers testamentaires de Marie Marguerite Bapst de Bolsenheim, veuve de Henri Thierry Voltz d’Altenau. Devenu consul, Jean Georges Gissing demande en 1724 que la Ville transforme à ses frais une écurie en salle d’audience mais les préposés font observer que la demande est contraire au règlement. Il est autorisé en 1727 à construire une galerie sur la rivière pour éviter que les bateaux n’endommagent la risberme. Le teinturier Jean Léonard Rœderer qui acquiert la maison en 1737 est autorisé à refaire une risberme en pierre selon l’alignement et à établir un lavoir. Il construit l’année suivante un nouveau bâtiment sur son jardin.
La teinturerie est dite aux Trois Lis bleus (zu denen drei blauen Lilien) à partir de 1769. Le teinturier Jean Frédéric Charles Rœderer qui en devient propriétaire à cette date passe régulièrement des baux avec des notables. Il installe en 1769 une buanderie, fait aménager en 1784 le premier étage par le tapissier Etienne Laurent Lefebvre moyennant partage par moitié des revenus pendant six ans. Il fait convertir en porte une fenêtre de sa teinturerie vers la place au Sable en 1772, transformer deux arcades en croisées rue des Veaux en 1775. La teinturerie vers la rivière est démolie et reconstruite sur le côté vers la maison voisine en 1784. Il refait en 1789 sa risberme en remplaçant la partie en briques par des pierres de taille. Le lavoir emporté par les glaces ne sera pas reconstruit. On peut en conclure que le portail rue des Ecrivains date de 1772 et que l’entrée rue des Veaux est supprimée en 1775.



Plan-relief de 1727. La maison est au milieu de l’image, bâtiment vers la rivière et bâtiment vers la rue des Veaux, reliés par des bâtiments transversaux (Musée historique, cliché Claude Menninger, © Inventaire général, ADAGP 2006)
Plan Blondel (1765) – Plan de l’îlot (1830)
Elévations préparatoires au plan-relief de 1830, îlot 202 – Cour F (Musée des Plans-relief) 1

L’Atlas des alignements (années 1820) signale un bâtiment à rez-de-chaussée et deux étages en maçonnerie. Sur les élévations préparatoires au plan-relief de 1830, la façade sur rue se trouve de part et d’autre du repère (g). Sur la gauche, façade rue des Veaux à trois niveaux dont chacun comprend six fenêtres et toiture à un niveau de combles mansardés. Sur la droite, façade rue des Ecrivains : rez-de-chaussée à cinq fenêtres suivies du porche d’entrée, deux étages et combles à six fenêtres par niveau, symétriques à la façade rue des Veaux. La cour F représente l’arrière (1-2) de la façade rue des Ecrivains où débouche le porche, le bâtiment (2-3-4) à l’angle intérieur nord-ouest, l’arrière (4-5) de l’aile rue des Veaux, le bâtiment (5-6) contigu à la propriété voisine vers l’est et le mur (6-1) qui délimite la partie sud (détachée en 1826).
La maison porte d’abord le n° 29 de la rue des Veaux (1784-1857) puis le n° 4 de la rue des Ecrivains.


Vue de la cour, vers l’est – Cour vers le portail, façade sud
((Florent Fritsch, 2010, © Région Grand Est )

Le rapport d’experts dressé en 1824 décrit la maison avant que la partie vers la rivière n’en soit détachée en 1826. Chrétien Stoll transforme en 1864 la mansarde en troisième étage, ce qui porte le revenu de la maison de 414 à 532 francs. Une locataire fait aménager en 1907 au premier étage sur cour un atelier de vêtements pour dames. La Société civile immobilière Les Ecrivains fait aménager en 1959 un logement dans les combles. Elle charge en 1988 le cabinet d’architectes Levy Peaucelle et associés de Paris de réhabiliter le bâtiment.


Escaliers intérieurs – Escalier extérieur – Angle
(Florent Fritsch, 2010, © Région Grand Est )

juin 2021

Sommaire
CadastrePolice du BâtimentRelevé d’actes

Récapitulatif des propriétaires

La liste ci-dessous donne tous les propriétaires de 1602 à 1952. La propriété change par vente (v), par héritage ou cession de parts (h) ou encore par adjudication (adj). L’étoile (*) signale une date approximative de mutation.

h Jean Philippe Joham de Mundolsheim, et (1595) Marguerite Wormser de Vendenheim – luthériens
1640* h Jérôme Christophe Bapst de Bolsenheim, et (1630) Ursule Véronique Joham de Mundolsheim – luthériens
1689 h (co-propriétaires) Jean Christophe Bapst de Bolsenheim († 1714) – luthérien
Henri Thierry Voltz d’Altenau et (1685) Marie Marguerite Babst de Bolsenheim – luthériens
1715 v Jean Georges Gissing, licencié en droit, consul, et (1690) Anne Marguerite Vœgtlein puis (1719) Anne Salomé Loyson, remariée (1737) avec le licencié en droit François Joseph Krueg – catholiques
1737 v Jean Léonard Rœderer, teinturier, et (1738) Marie Marguerite Karcher – luthériens
1770 h Jean Frédéric Charles Rœderer, teinturier, et (1769) Marie Madeleine Rœderer – luthériens
1825 h Frédéric Charles Rœderer, teinturier, et (1803) Rosine Madeleine Frœlich
1826 h Philippe Louis Flaxland, marchand, et (1804) Frédérique Caroline Rœderer
1858 v Frédéric Hoffet, négociant à Paris, et (1850) Charlotte Constance Hoffet
1864 v Chrétien Stoll, boulanger, et (1837) Salomé Amélie Rumpp
1885* h Guillaume Alfred Schnell, officier, et (1871) Elise Emilie Stoll
1932- h Jean Emile Schnell, professeur

Valeur de la maison selon les billets d’estimation : 1700 livres en 1689 reprise en 1711, 1750 livres en 1736, 5000 livres en 1769

(1765, Liste Blondel) VI 384, Léonard Röderer
(Etat du développement des façades des maisons, AMS cote V 61) Reterer, 34 toises, 1 pied et 6 pouces
(1843, Tableau indicatif du cadastre) O 540, Flaxland, Philippe Louis, rue des Veaux 29 – maison, sol – 3,9

Locations

1705 (cave), Baruch Weil (juif de Westhoffen)
1738 (appartement), François Alexandre Margalé de Chanterenne, ancien contrôleur général de la maison de la Dauphine
1746, François Jacques Chrétien Bœcklin de Bœcklinsau, assesseur des Vingt-et-Un
1748, Pierre Bachelier, chef du bureau des comptes des vivres en Alsace
1755, Jean Frédéric Bœcklin de Bœcklinsau, capitaine
1769, (appartement), Jean Thomas Streittinger, maître de langues
1772 (appartement), Laurent Philippe Arrois, avocat
1772 (appartement), François Joseph Rey, marchand
1776 (appartement), Jean Daniel Cappaun, procureur fiscal
1780, 1789 (écurie) Laurent Moris, négociant
1781 (logement) François Benoît baron de Reinach, colonel
1783 (logement), François Bernardin Noblat et Marie François Pierre Noblat, commissaires des guerres
1784 (logement), baron Breiten Laidenberg, directeur au corps de la noblesse de Basse-Alsace
1785 (écurie), Auguste Frédéric Charles Louis comte de Lewenhaupt, maître de camp
1785 (logement), Jean Louis Nicolas Tinchant, major de l’hôpital militaire
1787 (écurie), Georges Adolphe Ostertag, chirurgien accoucheur
1787 (logement), Jean Chrétien Rœderer, négociant
1788 (logement), Louis Champy, entrepreneur des forges de Framont
1790 (logement), Jacques Wencker, jurisconsulte
1793 (appartement), Etienne de Scheben, chanoine
1795, Gaspard Adolay, vérificateur général des assignats
1795, Joseph Julien Lajonquiere, préposé des fourrages
1797, Louis Joseph Eleonore Cretté
1805, Marie Richarde Nessel femme du rentier Jean Georges Wittmer
1808, Joseph Maximilien Sommervogel, procureur au lycée impérial
1824, Marie Madeleine et Jean Frédéric Charles Rœderer (copropriétaires)
1825, Hélène Louise Kien veuve du juge François Dagobert Behr

Livres des communaux

1587, Livre des communaux (VII 1450) f° 77

Hinter dem Müelstein uff Dem Platz
[in margine :] Wer wol durch abhin ane disem Ortt vff alle dise Inzeunungen, hinfürter ein bestendigen Zinnß zu leg.
Juncker Friderich Sturm hatt hinden vor seinem Hoff ein Ingezeünt Profeÿ 8 schu 3 zoll breÿt, und 3 schu 10 zoll herauß, Item mehr vf dem Blatz ein Gärtlein gegen dem Müelstein 75 schu lang, Oben 19 schu und Unden beÿ dem Mülstein 27 schu gegen dem waßer, Soll Allmend sein und bleiben, Bessert für das Nießen, vii lb. viii ß d
Item mehr hinden Ane dem Müelstein ein Blatz mit Creuz Leÿsten 22 schu lang, Vnd 63 schu breÿt, die Allmendt Verschlagen, darfür bessert Er, ii ß d
Item mehr ein hauffen dielen vff dem Allmendt 21 schu Lang, Vnd 12 schu herauß ane dem Müelstein die Allmend verschlagen, Bessert für das Nießen, iii ß vi d
Item mehr daselbsten ein hauffen dielen liegen beÿ dem Müelstein 21 schu Lang, Vnd 12 schu breÿt Vff der Allmendt, Bessert darfür, iii ß vi d
Item nachmalen ein hauffen dielen beÿ d. Müelsteiner thüren 16 schu Lang, Vnd 5 schu herausser Vff der Allmendt verschlagen, Bessert 1 ß 6 d
Item abermals ein hauffen dielen, ane friderich Sturmen hoff, vf der Allmendt 23. schu lang und 6 schu herauß die Allmendt verschlagen, Bessert ii ß vi d
Item mehr ein hauffen dielen und Nußbaumen Blatter, ane friderich Sturmen houe 13. schu lang und 3 ½ schu breit, die Allmendt verschlagen, Bessert i ß vi d
Item mehr etlich Creüz leisten 22 schu lang und 3 schu herauß die Allmendt verschlagen, Bessert ii ß d
Ist der Brunnen beÿ dem Müelstein Ingeworffen soll angezeigt werden

Sur la place derrière la Meule
[in margine :] Il faudrait établir à l’avenir une rente perpétuelle sur tous les terrains clôturés à cet endroit
A l’arrière, le noble Frédéric Sturm a devant sa cour des latrines clôturées larges de 8 pieds 3 pouces en saillie de 10 pouces, de même sur la place un jardinet vers la Meule long de 75 pieds, long en haut de 19 pieds et en bas vers la Meule de 27 pieds vers la rivière. Est communal et doit le rester. doit pour la jouissance 2 sols
De même derrière la Meule un terrain occupé par du bois de refend, long de 22 pieds et large de 63 pieds, doit 2 sols pour le communal enclos,
De même aussi un tas de planches sur le communal long de 21 pieds et en saillie de 12 pieds sur la Meule, doit pour la jouissance du communal enclos 3 sols 6 sols
De même aussi des planches posées près de la Meule, 21 pieds de longueur et 12 pieds de largeur sur le communal, doit 3 sols 6 sols
De même en outre près des portes de la Meule un tas de planches long de 16 pieds et en saillie de 5 pieds sur le communal enclos, doit 1 sol 6 sols
De même encore un tas de planches près de la cour de Frédéric Sturm sur le communal, long de 23 pieds et en saillie de 6 pieds sur le communal enclos, doit 2 sols 6 sols
De même aussi un tas de planches et de carreaux en noyer sur le sol de Frédéric Sturm, long de 13 pieds et large de 3 pieds ½ sur le communal enclos, doit 1 sol 6 sols
De même aussi du bois de refend long de 22 pieds et en saillie de 3 pieds sur le communal enclos, doit 2 sols
Noter si le puits près de la Meule est comblé.

1587, Livre des communaux (VII 1450) f° 78

Kalbs Gaß Ein seit nach dem Closter Sanct Stephan hinab
Juncker Friderich Sturm, hatt in der Kalbsgaßen ein hohen Keller halß 7 ½ schu lang, Vnd 3 schu herauß, Soll p Bessert für das Nießen, iiii lb. ß d

Rue des veaux, d’un côté en descendant vers le monastère Saint-Etienne
Le noble Frédéric Sturm a dans la rue des Veaux une haute descente de cave longue de 7 pieds ½ en saillie de 3 pieds. Est communal etc., doit pour la jouissance 4 livres

1617, Registre D (VII 1446) f° 195
Inscription de la décision prise par les préposés au bâtiment, reportée au folio du registre suivant. Les héritiers de Frédéric Sturm doivent 10 sols pour un jardin enclos (c’est-à-dire établi sur le communal)

Item x ß d Sollen geben Jr Friderich Sturmen seligen Erben, von einem selbst Ingezeünten gärtle hinder Ihrem hoff, gegen der breüschen beim Müelstein, gelegen, wie Im Allmendb: 1587 fo: 76 & 77 Zusehen habens vil Jar genossen, vnd soll dieselb. selbst Zugemachte gass, das Profeÿ, den Allmend herren künfftig vorbehalten sein, gefallt vff Georgÿ Ao. 1617 Zum erst. & Act. 9. Apr. 1617.
(rub.) Neü 486

1652, Livre des loyers communaux, VII 1461 (1652-1672) f° 486
L’article au nom de Frédéric Sturm dans le précédent registre est porté à celui du gentilhomme Jérôme Chrétien Bapst

[in margine :] Jr Bapst
Idem, Vom gärtlein hinden gegen der breüsch ahm Mühlstein Jahrs vf Georgÿ 10 ß d
Alt. d. f. 195
New fol. 168

[Feuille intercalée] – Hinter dem Müelstein Vff dem blatz
Item Jr: Friderich Sturm hat hinden vor seinem hoff eingezeunt Profeÿ 8 Schuh 3 Zoll breit, und 3 Schuh 10. Zoll herauß, Item mehr auff dem blatz ein Gärtlin gegen dem Mühlstein 75 Schuh lang, oben 19 Schuh und Unden beÿ dem Mühlstein 27 Schuh gegen dem Waßer, Soll Allmend sein und bleiben, bessert für das nießen, 7 lb. 8 ß d

1673, Livre des loyers communaux, VII 1465 (1673-1741) f° 368-v
Les contribuables sont ensuite Henri Thierry Voltz d’Altenau, Jean Christophe Bapst de Bolsenheim, Jean Georges Gissing, Jean Chrétien Rœderer puis Jean Léonard Rœderer. Deux nouveaux loyers s’y ajoutent en 1738

Jr. Hieronimus Christoph Pabst(en Erben), soll Vom Gärtlein hinden gegen der Preüsch seines Haußes am Mühlstein, vff Georgÿ 70 ½ schu lang, 19 sch. breit, 10 ß
St. zinßb. p. 486 – Prot. 1617 fol. 64-b
Jetzt Herrn xiii. Johann Reinhard ([corrigé en] Heinrich dietrich) Voltzen von Altenheim adel. fr. Wittib
Jetzt Jr. Johann Christoph Pabst von Bolsenheim
Jetzt Johann Georg Guising
Jetzt Johann Christmann Röderer, vid. 467-b
Jetzt Johann Leonhard Röderer färber

den 22. Julÿ 1689. zahlten die Erben einen Pfenningthurns: Capitals: rest vom 23. lb. 12. ß 2. d
Eodem erlegten dieselbe bahr 7 lb 10 ß
der erst biß 1689. inclus. ist denenselben nachgelaßen, auß Erk. der Oberbauherren und dreÿ de eodem dato
(Quittungen, 1692-1736)
Röderer solle ferner Von einer 12 sch. breit, 17 sch. 6 Zoll Von d. Landvest in das Waßer gehenden Pritsch hind. Obigem Hauß jahrs auf Mich: und A° 1738 I.mo L. Prot. fol: 155 et 159, 1 lb
derselbe solle ferner wegen einer zu seinem gebäu auf dem Allmendt auff geführter Maur jahrs auf Michaelis und A° 1739 I.mo L. Prot. De A° 1738 fol: 20. 23. et 25, 5 ß
1741
Neuzb. fol 345-b

1673, Livre des loyers communaux, VII 1466 (1673-1741) f° 467-v
Autre loyer établi en 1735 (voir les Préposés au bâtiment)

Johann Christmann Röderer der rohtgerber, Soll von einer 8. Schuh breite aber nur 15 schuh von dem steinern pfeiler, des hinten an seiner in der Kalbsgaß liegenden wohnung habenden Garten häußlein hinaus langen pritsch, wie auch dieses Gartenhäußlein umb 10 schuh zu verlängern, so Er vor Seinem Sohn Johann Leonhard Röderern dem Schönfärber Verlangt, des Jahrs auf Joh: Baptistæ und l. Prot. de 1734. i.mo von der Pritsch 15 ß d und dem Gartenhäußl. 5 ß d. also zusammen p. 1735. I.mo 1 lb
[in margine :] vid. 368-b
(Quittungen 1735-1741)
Nzb. 350

Le tanneur Jean Christmann Rœderer doit pour une plate-forme (8 pieds de large mais seulement 15 pieds de long à compter du pilier en pierre et qui dépasse du petit pavillon derrière son domicile rue des Veaux), en outre pour agrandir de 10 pieds ce petit pavillon, au nom de son fils le teinturier d’art Jean Léonard Rœderer, chaque année à la saint Jean Baptiste, et la première fois en 1735, 15 sols pour la plate-forme et 5 sols pour le petit pavillon d’après le registre [des Préposés au bâtiment] de 1734, soit au total 1 livre
voir le folio 368 verso [quittances 1735 à 1741, voir ensuite le nouveau registre folio 350]

1741, Livre des loyers communaux (VII 1471) f°345-b
Report du folio 368 verso. Le contribuable suivant est Jean Frédéric Charles Rœderer. Le deuxième poste est supprimé en 1789

alzb. 368-b
Joh: Leonhard Röderer solle vom Gärtlein hinden gegen der Preüsch seines Haußes am Mühlstein, so 70 ½ schuh lang und 19 schuh breit ist, Jahrs auf Georgÿ, id est 23. April, 10 ß
Ferner von einer 12 schuh breit, 17 schuh 6 Zoll von der Landvest in das Waßer gehenden Pritsch hinder obigem Hauß Jahrs auf Michaelis, id est 29. Sept., 1 lb
[in margine :] vermög Prot. und Erk. vom 28. April. 1789. fol. 248-b zu streichen
Ferner wegen einer zu seinem gebäu auf dem Allmendt aufgeführter maur Jahrs auf Michaelis, id est 29. Sept (8. vendemiaire), 5 ß
Joh: Friderich Carl Röderer
(Quittungen 1741-an 10)
C. 191
[in margine :] Rue des Veaux 29 ancien

1741, Livre des loyers communaux, VII 1471 (1741-1802) f° 350
Report du folio 467 et ajouts ultérieurs (1765)

alzb. 467-b
Johann Christmann ([corrigé en] Johann Jacob) Röderer der Rothgerber solle von einer 8. schuh breite und 15 schuh Von dem steinern Pfeiler des hinten an seiner in der Kalbsgaß Liegenden Wohnung habenden gartenhäußleins hinauß langen Pritsch, wie auch dieses Gartenhäußlein um 10 schuhen Zu verlängern, Von der Pritsch 15 ß und dem Gartenhäußlein 5 ß d. also zusammen jahrs auf Joh: Bapt. (id est 24. Junii (6. Messidor) 1 lb ([corrigé en] 15 ß

(Quittungen 1741-1757)
Johann Jacob Röderer solle ferner Von einer aufgeführten steinern Landfest Hinder Obigem Hauß Laut Prot. 1757. fol: 71-b, jahrs auf Joh: Baptæ, und A° 1758. I.mo, 5 ß
(Quittungen 1758-1761)
derselbe soll ferner für die erlaubnus eine steinere landvest hinter dem hauß so er Von Jr Sigfrid von Bernholdt erkaufft neben obigem seinem hauß auff zu führen, L. Pr: 1762. fol. 2-b Jahrs auff Joh: Bapt. und Anno 1763. I.mo, id est 24. Junii, 5 ß
[in margine :] H. Friderich Saum der Lederhändler dieße 5 ß d – C. 197
(Quittungen 1762-1763)
den 7. Julÿ 1764. hat H. Röderer die 5 ß Von obgemeldten gartenhßl. und 5 ß d von der Steinern Landfest mit 20 lb. d als doppeltem Capital abgekaufft
(Quittungen 1764-1766)
1767-an 10, Röderer 15 ß, Saum 5 ß

Philipp Knoderer
[in margine :] Rue des Veaux 21 ancien

Préposés au bâtiment (Bauherren), Protocole des Quinze, Conseillers et Vingt-et-Un

1604, Conseillers et XXI (1 R 83)
Jean Philippe Joham qui a hérité de la maison souhaite ajouter un oriel. Il demande la permission aux Conseillers et aux Vingt-et-Un qui le renvoient aux Préposés au bâtiment. L’affaire n’a pas de suite, la visite des lieux n’est pas portée dans les registres des Préposés au bâtiment.

(f° 263-v) XVII. Septemb. – Hans Philips Joham vmb Ercker
Hans Philips Joham berichtet durch Bittel. wie er sein in Kalbsgaß gegen dem Muhelstein über gelegener und erblich anerstorbene behausung Zu bawen willens vnd gern ein Ercker 10 schu im wuhtt machen lassen. Bitt dazu den augenschein ein nehmen Zulaßen und Ime Zuwillfahren, Erkant Bawh. und dreÿ sollen den augenschein einnehmen vnd Gnd. referiren. H. Botzheim, H. Sygfrid

1617, Préposés au bâtiment (VII 1332)
(f° 61) Zinstag den ersten Aprilis
Allmend Platz hinderm müehlstein – Weil auch vffm Augenschein befund. word. das dieselbe gaß Zwischen denselben heusern und Zwischen den selbst gemachten gärtelin Ein Almend gaß Ist, Wie In dem Allmendbuch 1466. fol: 63: So dan In dem Allmendbuch 1587. fol. 66 & 67 ([corrigé en] 76 & 77) Zubefünden und billich. ein Zinß vff solche gärtelin geschlag. werden sein solte. Als Ist dißmals dauon geredt,
Jr. Jacob Von Vtenheim s: Erben – Vnd erstlich von Jr. Jacoben von Vttenheim seligen erben hoff geredt, Die haben vff der Almend hinden gegen der Preüsch ein gärtlin Ingezeunt 19 schuh lang, vnd 15 sch brait, dauon Im Almendb: 1587 fo 76 bericht Zufünd. Dauon soll hinfüro all Jar vff Georgentag Zwen schilling Zinß geben werden, vnd soll Almend sein und bleiben. Soll auch der Vsstoß, das Profeÿ: vnd der Mÿstcasten, den Almend Hrn. vorbehalten sein, Künfftig Zuersuchen

Jr. Friderich Sturmen Jetzo Philips Johamen hoff, Zu Kalbßgassen, haben die Inwohnner hinden gegen der Breüsch vffm selben Almend platz ein gärtlin Ingezeüntt 75 schuh lang dem wasser nach und 19 schuh oben, vnd unden 27 schu. brait gegen dem wasser, wie Im Allmendbuch. 1587. fol 77. Zu befünden Dauon soll er Alle Jar vnd nechst Georgÿ Zum erstenmal x ß d Zinssen, Soll Almend sein und bleiben. Vnd das Profeÿ, wie auch die Zugemachte gaß den Almendherren vorbehalten sein /:andres Schellen solches angezeigt all Jar 10 ß Zu Zinß. wills seim Junckern anzeigen. den 9 Aprilis. 1617.

Communal derrière la Meule – La visite des lieux a montré que cette rue entre les maisons et entre les jardinets qui y ont été établis est une rue communale comme l’indiquent le Livre des communaux de 1466 au folio 63 puis le Livre des communaux de 1587 aux folios 66 et 67 ([corrigé en] 76 et 77). La délibération a conclu et qu’il faudrait établir un modeste loyer sur ces jardinets.
Maison du noble Frédéric Sturm, maintenant Philippe Joham, sise rue des Veaux. Les habitants ont clôturé, à l’arrière vers la Bruche, une partie dudit communal un jardinet (75 pieds de long vers la rivière, 19 pieds de large en haut, 27 pieds en bas le long de la rivière) comme le mentionne le Livre des communaux de 1587 au folio 77. Devra désormais à ce titre chaque année à la Saint-Georges et pour la première fois cette année un loyer de dix sols, est communal et doit le rester. Les préposés aux communaux se réservent aussi les droits sur et les latrines et la rue fermée. – André Schell auquel est notifié de verser chaque année 10 sols derva en notifier ledit noble, le 9 avril 1617.

1665, Préposés au bâtiment (VII 1359)
Les préposés constatent le 18 avril 1665 que le loyer dû pour le communal annexé de fait par le gentilhomme Jérôme Christophe Bapst et consorts depuis 1617 n’a jamais été versé. Jérôme Christophe Bapst devra verser les sommes dues sous peine de ne plus recevoir les intérêts de son capital placé à la Tour aux deniers. Il répond le 9 mai et le 3 octobre que les contrats datés de 1399. 1341. 1342 et 1467 stipulent que le terrain est sa propriété et qu’il ne doit donc aucun loyer. L’affaire est renvoyée le 25 octobre aux Conseillers et aux Vingt-et-Un.

(f° 40-v) Dienstags den 18. Aprilis 1665. Allmend beÿ dem Mühlstein. Jr Bapst, Jr Böckell, Jr. Vttenh. – Augenschein eingenommen beÿ dem Mühlstein in Kalbsgassen, wegen daselbst befindlicher Allmendgaßen, so Von Jr. Hieronimo Christoph Bapsten et consorten de facto eingezaunet word.
(f° 50) Sambstags den 6. Maÿ. Mühlstein Allmend. Jr. Bapst – P° Allmendts beÿ dem Mühlsteeg hinder den Häußern Jr Bapsten, Kageneckh Böckell vnd Vttenheim Zustendig berichte Ich vß dem Allmendbuch d. A° 1466. fol. 6. wie auch auß dem Allmendbuch d. A° 1587. fol. 76 vnd Pfths. pt°coll d. A° 1617. fol. 61. daß die gärtlein, Gasse vnd eingezaunte Profeÿen Jeweilen für allmend gehalten, auch dem Zinnß Corpori einverleibt, vnd die Zinnß ab A° 1617. von Jeweiligen Zinnßmeistern zwar gefordert aber nie nichts bezahlt werden seÿen. Erk. soll Jr. Bapsten parte davon gegeben, vnd da er die schuldigkeit noch ferners diffidiren wolte, durch hemmung seiner Jährlich fallenden Pfenningthurns Zinnß darzu angehalten werd.

(f° 50-v) Dinstag den 9. Maÿ. Allmend beÿ dem Mühlstein. Jr Bapst – Jr Hieronimus Christoph Bapst vorgefordert vnd Ihme angezeigt word. d. vermög oballegirter Allmend protocollen d. A° 1466. und 1587. der Platz vnd gärtlein beÿ dem Mühlstein, hinden an deßen hauß in Kalbsgaßen, allmend seÿe, vnd dahero die Jahrliche 10. ß allmend Zinnß ab A° 1617. biß dato Zubezahlen schuldig. Ille beziehet sich vff sein Kauffbrieff, welche sagen d. es eigenthumb vnd kein Allmend seÿe, da hero auch nichts nicht Zubezahlen schuldig, maßen auch weder von Ihme noch seinen antecessoren nichts nicht bezahlt worden, doch wolle er sich darauf bedencken, so Ihme Zugelaßen word.

(f° 96-v) Dienstags den 3. 8.bris. Jr Bapst, Allmend beÿ dem Mühlstein – Jr.Hieronimus Christoff Bapst, producirt dienstliche Erklerung und Bitten p° gefordert. Zinnßes von dem Allmend hinder deßen hauß beim Mühlstein, welches er doch für sein Eigenthumb, theils vermög habenden alter Briefflichen Documenten de annis 1399. 1341. 1342 und 1467. theis jure p.script. halten thutt. Erk. wurd. d. geschefft für die Verordnete Herren Verwießen.

(f° 103-v) Mittwochs den 25. dito [Octobr.] Jr Bapst, Mühlstein Allmend – Ego Verließe Concept berichts p° deß Allmends beÿ dem Mühlstein an der Kalbsgassen, so von Jr.Hieronimo Christoff Bapsten für sein eigenthum gehalten haben will. Erk. solle beÿ den verordneten Herren Von der sachen geredet und durch dero bedacht bei H. Rhät und 21. erörtet werd.

1665 Conseillers et XXI (1 R 148)
L’affaire est portée devant les Conseillers et les Vingt-et-Un. Le préteur Bernhold constate que les revenus fonciers de la ville rapportent peu, certains sont perdus ou litigieux. Le gentilhomme Jérôme Christophe Bapst refuse de verse le loyer pour le terrain derrière sa maison rue des Veaux. Le préteur argue que si l’on exemptait de ce paiement, ses voisins suspendraient leurs paiements au même titre. L’assemblée demande à l’avocat un rapport sur les documents

(f° 178) Montag den 20. Novembr. 1665. – Allmendgefäll – Jr Hieronymus Christoph Papst
Herr Stättmeister Bernhold proponirt demnach eine Zeit hero in denen Allmend gefällen eine große Unordnung Verspürt, nicht Viel eingenommen, Vnd dannenhero die auß alten durch die obere Bauherren dahie gemacht worden, daß waß, durchauß Verlohren, außgethan, waß aber Zweiffelhafftig absonderlich auffgezeichnet worden. Nun genieße Jr. Hieronymus Christoph Papst hinten an seiner inn der Kalbsgaß stehenden behaußung, einen platz, so Zu einem garten gemacht worden, Von welchem Er nun Viel jahr lang nichts geben wollen, Vorgebendt, daß es sein eigenthumb, vndt sich auff etliche hundert jährige possession beruffendt, dahingegen & man auff seithen der Obern Bawherren, daß es allmend seÿe, genugsam erweißen Könne. Dieweilen es nun ein punctum Juris, alß stünde Zu Mherrn waß Sie beÿ dem werck vornehmen laßen wolten. Seÿe gleichwohlen an dem, daß wann daß allmend geld von dießem platz Jr Papsten nachgelaßen werden solle, Seine nachbaren biß an die Schwartze Kuh hinauff, welche auch dergleichen plätze hinter ihren häußern genießen, gleiches recht mit Ihme haben würden, wann Er aber Zur Zahlung angehalten würd, die übrigen Ihme folgen müsten. Erk. Sollen die Documents denen Herren Advocaten Zugestelt, Vnd beÿ den Verordenten herren ferner davon geredt werden.

(f° 185-v) Montag den 4.ten Decembris – Obere Bawherren ca. Jr Hieronymum Christoff Papsten, Allmendgelt
Die Verordneten Herren laßen referiren (1)

1666, Préposés au bâtiment (VII 1359)
Les préposés ordonnent une nouvelle visite des lieux

(f° 216) Donnerstags den 12. Eiusd. [Sept.] Augenschein eingenommen – Jr. Bapst, Allmend bei dem Mühlstein
Jr Hieronimo Christoff Bapsten Gegenbericht pt° Allmends an dessen hauß beim Mühlstein abgeleßen Vnd Erkant solle widerlegt, vnd redlich sach vf ein augenschein gesetzt werden.

1670, Protocole des Quinze (2 R 87)
Le gentilhomme Bapst rechigne à réparer le mur écroulé derrière son jardin près de la Meule. Les Préposés au bâtiment rapportent que d’après la coutume l’entretien revient à la Ville si elle jouit davantage du communal que le bourgeois, comme sur les quais où le bois est déchargé moyennant une taxe, et au propriétaire s’il est le seul à jouir du communal, comme les lavoirs des tanneurs au fossé des Tanneurs ; l’hôpital et le colonel en jouissent gratuitement, les teinturiers sont traités à part. L’affaire est renvoyée aux Conseillers et aux Vingt-et-Un.

(f° 48-v) Freÿtags den 15. Aprilis – Gebäw vff dem Waßer vnd ahm Staden wehr die zuhalten
Herr Baldtner der Oberschreiber ward eingelaßen, der bericht, demnach Juncker Bapst, wegen seines Hauß vnd Gartens beÿm Mühlsteg, sich schon lang geweigert, die eingefallene wand ahn dem waßer Zu repariren, wie dan auch sonsten dergleichen orth mehr vorkommen, wehre Obere Bawherren Verandacht worden, In den Protocollis sich weitläuffig Zuersehen, vnd wie es mit den gebäwen ahm Staden vnd den wahren alhier, beÿdes vor alters gehalten worden, vnd künfftig Zuehalten seÿen, waß nemlichen der burger oder die Statt dabeÿ zueleiden, ein bedacht deßwegen verfaßen Zuelaßen, welcher abgeleßen worden, dahien schließend, waß ahn orth vnd enden ist, da der Burger das Allmend nit sowohl alß ein Statt geneüßt, gleich wie ahn dem Staden, alwo das Brennholtz vnd die Wollen außgeladen, vff gesetzt vnd der Zoll davon vffgeheben würd, daß die Statt den Staaden Vnd das gemäur zuerhalten ahn anderen orthen aber, alß ahn Gerbergraben vnd dergleichen, da der gerber od burger des waßers Zu den häuten vnd anderen bedient, der proprietarius des Hauses, wie es dan der bedacht weitläuffig mitbringt, dabeÿ auch wegen der Pritschen anregung geschehen, das selbige Zuerhalten, die Statt viel Costeten, deßwegen Zu einer kleinen beÿhülff, wohl etwas vff die weschstüel, etwan des gantzen tags 2. od. 4. d. Zueschlagen wehren, die Spithal vnd des Herrn Oberisten Britsch solten freÿ sein, so wehren die Ferber vnd andere so der britschen auch wohl gebrauchen, à parte zu behandlen. Erkandt Vor herrn Räth und XXI gewißen.
Sambst. den 16. darauff die Groß Stub gebracht, allda placidirte weiter ahn die obere Bawherren remittirt worden

1670, Préposés au bâtiment (VII 1361) f° 156
Les Conseillers et les Vingt-et-Un ont reconnu que le terrain litigieux derrière la maison du gentilhomme Jérôme Christophe Bapst rue des Veaux est communal. Le gentilhomme qui doit en outre réparer la risberme souhaite la remplacer par un mur et demande des pierres taillées au chantier des Maçons. Les préposés lui demandent de choisir soit de continuer à jouir du jardin en réglant le loyer soit de faire paver le terrain en l’abandonnant à la Ville jusqu’aux latrines. Il demande un délai de réflexion puisque la propriété est autant sienne que celle de ses enfants. Le gentilhomme propose quinze jours plus tard de régler le loyer si la Ville répare la risberme. Il propose ensuite de régler 50 florins sur les 90 florins nécessaires pour réparer la risberme. Le chef de chantier Joseph Lautenschlager estime la réparation à 350 florins ; il propose de fournir des pierres au gentilhomme qui réglera les frais.

(f° 156) Dinstags den 17 Maÿ 1670. Jr Bapst, Allmend bei dem Mühlsteeg
Ego verließe bescheid in sachen Pfenningthurns ga. Jr Hieronimum Christoff Bapsten p° deß p.tendirten Allmendt hinder deßen hauß in Kalbsgaßen beÿ dem Mühlstein beÿ herren Rhat und 21. Jüngst den 30. Aprilis publicirt crafft dessen der platz q.stionis für allmend Erkand, und Ihme Jr. Bapsten zugleich vferlegt würd die Landfeste zu repariren wegen der Profeÿen v. bißhero genoßenen Gärtleins, dadurch ahne statt der land veste eine Maur aufführen laßen wolte, d. Ihme d.zu 2. zeilen quaterstein ab den Mauerhoff vergebens gefolgt werden sollen Zum fall er auch d. de facto eingezeunte gärtlein noch fürters Zugenießen gemeint, Er die Jahrliche Zinnß der 10. ß vf Georgÿ d 1617 abzustatten schuldig, da er aber sich deßen begeben und den platz pflästern laßen würde, Er nit allein solchen Almend Zinßes und erhaltung der Landfeste biß an die Propheÿ dargegen erlaßen sein solle &, Warauff Jr Bapst eingelaßen und resolution begeret worden, Weilen er nun sich entschuldiget, d. d. hauß mehrer theils Seinen Kindern Zustendig und zur resolution Zeit 8. tag begehret, Ist Ihme ermelte Zeit zugelaßen und angesagt word.

(f° 163) Dinstags den 31 Maÿ 1670. Jr Bapst, Allmendt beÿ dem Mühlsteeg
Jr Hieronimus Christoff Bapst p° Allmendt beÿ dem Mühlstein producirt schrifftliche Erclerung, darinn er sich resolvirt, Wann gemeine Statt Jetzmahlen die zerfallene Land Veste auff bawen werde, wolle er von Georgÿ 1670. an die Jehrliche 10. ß Zinß entrichten widrigen falls den Almend platz pflösteren laßen, und desselben mußig stehn, Erkand solle den bescheid bei H. Rhät und 21. ergangen in Zeit 8. tag ein genügen thun.

(f° 203-v) Dinstags den 11 Eiusdem (8.bris) 1670. Jr Bapst, Allmendt bei dem Mühlsteeg
Jr Hieronimus Christoff Bapst p° Allmendts hinder deßen hauß beim Mühlsteeg, wurd Ihme Zeit 14. tagen angesetzt sein Cathegorische erklerung bei H. Rhat und 21. ainzubringen.

(f° 213-v) Dinstags den 22 Eiusdem (9.bris) 1670. Jr Bapst, Allmend bei dem Mühlsteeg, Landveste
Jr Hieronimus Christoff Bapst p° deß Allmendts vor deßen hauß beim Mühlsteeg Vnd reparation der Landveste producirt vnvergreiffliche Specification der Bawcosten so sich solcher anzeig nach 90. fl. belauffen möchten, Erkleret sich deßwegen, wann gemeine Statt die Landveste vßm fundament auffmauren laßen würde, Gemeiner Statt 50. fl. abzutragen, vnd Kunfftig fallende Zinß der Jährlichen 10. ß dem Zinnßmeister abzustatten, widrigen falls wolte er crafft bescheids den almend platz pflöstern v. darauf q. ferten*. Erk. bedacht.

(f° 216) Donnerstags den 24. 9.bris 1670. Jr Bapst, Allmend bei dem Mühlsteeg, Landveste
P° der Landveste oder Maur an dem Allmend bei dem Mühlstein, ist Joseph Lautenschlager der Werckmeister gehört werden, waß die uncosten sein möchten, so vf fertigung der Mauren müßten angewendet werden, der producirte eine designation crafft deren solche bei 350. fl. costen werde, dero wegen Erkand, mann solte zu allen überfluß sich gegen Jr Bapsten erbietig machen, ahne statt der v.mög ordnung bewilligter 3. schue quater, 5. schue quaterstein zum fundament gratis folgen zulaßen, hiengegen solte Jr Bapst schuldig sein, crafft deß bescheids von H. Rhät und 21. ergangen die Maur Zufertigen. Jr Bapst erkleret sich nicht zubawen, d. hauß gehöre Seinen Kinderen, wann die bawen wollen, mag es wohl Leiden

1676, Préposés au bâtiment (VII 1364) f° 194-v
Jérôme Christophe Bapst propose de verser les 80 florins d’après la décision de 1670 (folio 216) si la Ville reconstruit la risberme dont les pierres ont depuis longtemps été livrées. Les préposés maintiennent la décision de 1670.

(f° 194 v°) Dienstags den 1. aug. 1676. Jr. Hieronimus Christoph Bapst, Landvest
Ego Verleße project und bericht, Jr. Hieronimi Christoph Bapst, Warinnen Er sich ercläret für die jenige Landvest hinden an seinem Garten an der Behaußung in der Kalbsgaßen, so Er in A° 1670. lauth Protocoll de dicto anno pag: 216. zu erbawen schuldig, gemeiner Statt 80. fl. in bahrem gelt Zuerlegen, Wann mann solche begehrter maßen auff führen wolte, mit vorwenden daß Er Vor dißen ein gleiche Summ Zu lebzeiten H. Johann Baldners geweßenen Oberschreibers zubezahlen offerirt, Und bißhero Verhofft mann werde solche Sum von Ihme annehmen, weilen gemeine Statt alle quater Stein hiebeÿ Zuschaffen Verwilligt, und solche bereits vor längstem zu der Land Vest geführt word. Erkannt, bleibt beÿ voriger Erkanntnus de 24. Novembr. A°. 1670. Vide Protoc. pag. 216.

1686, Préposés au bâtiment (VII 1372)
L’assesseur des Quinze Voltz, gendre de Jérôme Christophe Bapst, se plaint que la Ville aménage un abreuvoir qui lui porte préjudice

(f° 3-v) Donnerstags den 31. Januarÿ – Jr Hieromÿmi Christoff Bapsts behaußung
Jr. XV. Voltz berichtet d. mann auff dem Allmendplatz hinder Jr. Hieromÿmi Christoff Bapsts, seines Jr Schwehrvatters behaußung, so er ietzmahlen bewohnet, eine tränck oder schwemm mache, welches aber seinem hauß sehr schädlich seÿe, bittet deßwegen eine lanter dahin machen zulaßen, umb solches zuverwehren, erbothe sich darneben, wann der liebe Gott einmahl über Gedachten seinen Jr. Schwehrvatter Gebiethen sollte, dem vor Hh Räth und XXI. p° dieses Allmendts Vor Vielen Jahren ergangenen bescheidt (welchem Jr Bapst niemahlen parieren wollen) nachzugeleben. Erk. Willfahrt.

1689, Préposés au bâtiment (VII 1373)
Les héritiers de Jérôme Christophe Bapst demandent que la somme de 36 livres 10 sols pour arriéré de loyer communal soient prélevée sur un capital de 23 livres 12 sols placé à la Tour aux deniers. Le notaire Bœhler règle dix jours plus tard sept livres

(f° 43) Montags den 11. Julÿ – Jr Hieronÿmi Christoff Bapsts Erben
Jr Hieronÿmi Christoff Bapsts Erben, überlüffern ein Memoriale, darinnen Sie bitten daß mann für diejenige 36. lb. 10. ß. d bodenzinß Welche Sie von ihrem Hauß in der Kalbsgaßen schuldig, einen Capitals: rest auff dem alhiesigen Pfenningthurn, 23. lb. 12. ß 2. s besagendt annehmen wolle, weilen er nichts hinderlaßen, und Sie die Erbschafft anderst nicht als cum beneficio Inventarÿ angetretten hetten. Erkandt, weilen es ein bescheidt Von Herren Räthen und XXI solle mann Zwahr daß Pfenningthurns Capital für voll annehmen, vorwohl gedachte Adeliche Erben aber 152. lb 17 ß 10 d bahr geltt nachzutragen schuldig sein.

(f° 45) Freÿtags den 22. ejusdem [Julÿ] Jr Bapsts Erben
H. Notarius Böhler, nomine der Adellichen Erben Jr Hieronÿmi Christoff Bapsts, erlegt 7. lb 10. ß d bittet Sie darbeÿ Zulaßen. Erkh. Willfahrt.

1694, Préposés au bâtiment (VII 1376) f° 24
Les préposés ordonnent, à la demande du préteur Jean Philippe Joham de Mundolsheim, de refaire une porte à l’entrée de la ruelle communale qui mène de la Meule à la Vache Noire

Allmendt gäßlein Gegen dem Wollhauß – Auff anhaltten Jr. Stättmst. Johann Philipp Johamen Von Mundolsheim, ist Erkandt worden, daß an daßjenige Allmendt gäßlein, so gegen dem Wollhauß an der Preüsch anfahrt, und sich beÿ dem gäßlein Zu der Schwartzen Kuh endet, wiederumb eine thür solle Gemacht werden, gleich wie hiebevor auch eine allda geweßen sein solle.

Ruelle communale face au Magasin de laine – A la demande du préteur Jean Philippe Joham de Mundolsheim, il a été décidé qu’il fallait remette une porte à la ruelle communale qui longe la Bruche depuis le Magasin de laine jusqu’à la maison à la Vache noire comme il y en avait déjà une auparavant.

1715, Préposés au bâtiment (VII 1386)
L’assesseur au Grand Sénat Jean Georges Gissing obtient que les ouvriers de la Ville enfoncent sept pieux en chêne dans la rivière devant son mur et qu’ils abattent le noyer qui pousse quai au Sable à côté de son jardin.

(f° 235) Mittwoch den 20. 9.brus 1715. – Herr Joh: Georg Guising
Augenschein eingenommen in Herrn Johann Georg Guising, E. E. Großen Raths Beÿsitzers, an dem Mühlsteeg gelegenen behaußung und Zwar in den gegen dem Waßer Zu befindlichen Allmend: Gärtlein, alwo Er MGhh. dienstlich ersucht, Ihne sieben eichene pfähl Vor die Maur ins Waßer durch der Statt Arbeitsleüth umb die bezahlung schlagen Zu laßen, ingleichem Simon Wintern den Sandtführer dahin Zu obligiren, daß Er den auff seinem Sandt Platz an seinem Gärtlin stehenden Nußbaum, welcher demselben keinen nutzen bräuchte in dem die daran Wachsende nußen herab geprügelt würden, Ihme hingegen sowohl ab dem prospect alß durch deßen schatten in seinem gärtlein schaden thäte. Erk. Beedes willfahrt.

1724, Préposés au bâtiment (VII 1391)
Le consul Jean Georges Gissing demande aux préposés de transformer son écurie en salle d’audience (27 pieds de long sur 17 de large). Les préposés estiment que la demande est contraire aux règlements mais proposent que la Ville fournisse les matériaux et la main d’œuvre aux frais du propriétaire. Jean Georges Gissing refuse, même après que les préposés aient fait observer que les frais seraient moindres que s’il s’adressait à un entrepreneur. Le chef des travaux Mollinger fournit quelques jours plus tard des dessins. L’affaire n’a pas de suite.

(f° 5) Dienstags den 25. Jan : 1724. In Herrn Ammeister Johann Georg Guisings Wohnung solle gebawen werden
Herr L. Johann Georg Denner, als dreÿer des Pfenningthurns und Herr Secr: Joseph Heinrich Pettmeßer referiren welchergestalten Sie beneben herrn Frantz Rudolph Mollingern, den Statt Lohner, gestern nachmittag, Zufolg erhaltenen Befehls, in Herrn Johann Georg Guisings des Jetztmahligen regirenden Herrn Ammeisters, oberhalb der Kalbs gaßen liegenden wohnung gewesen, willens von demselben Zu Vernehmen worinnen die jenige gebew so Er von Gemeiner Statt erlangt gemacht Zu werden eigentlichen bestünden, Er seÿe aber nicht Zuhauß gewesen, sondern deßen fraw Liebste hätte Ihnen allein gewiesen, daß Sie auß einem in dem Hindern Stock befindlichen Pferd Stall einen Audientz Saal sampt einem Vorgemach, welches alles 26. schuh lang vnd 17. schuh breit, mit vier Creüz Stöcken, Versehen und gegipßt werden solle, Verlangten, und verhoffen in dem übrigen, daß weilen Er Keine geegenheit hätte, die Parteÿen anzuhören, daß solches werde von seithen der Statt gemacht werden, es wurde aber Erkand, weilen es schnurstracks wird. ordnung ist, daß von seithen Gemeiner Statt in dergleichen Häußern gebawen wird, als hätte man billicher dingen nach solches begehren abzuwenden, allein umb den regierenden Herrn Ammeister Zu willfahren, so solle durch der Statt Werckleuth diese vorhabende arbeit Zwar gemacht, die Materialien auch von der Statt Werckhöffen angeschafft jedoch mit der expressen Condition, daß solche angewante baw Costen durch herrn Am. Johann Georg Guising völlig refundirt und ersetzt werden sollen, welchen bescheid herr L. Denner vnd Herr Secr. Pettmeßer noch denselben tag angezeigt, Von herrn Amr. Guising aber Keine andere antwort erhalten, als wann Er doch die Baw Costen bezahlen solle, so wollte Er lieber selber bawen, auch ohnerachtet Ihme remonstrirt worden, daß mann dannoch wohlfeiler davon Kame, wann ers durch der Statt Werckleuth gemacht wird, Keine rechte antwort erhalten, alß daß Er endlichen mit der erhaltenen und Ihme angezeigten Erkandnus wollte vergnügen laßen,

(f° 10) Dienstag den 1. Febr.In Herrn Ammeister Johann Georg Guisings Wohnung solle gebawen werden
[Herr Mollinger der Statt Lohner] So dann producirte Er einen aufriß, wie das vorgemach und der Saal in Herrn Am. Johann Georg Guisings Hauß solle gemacht werden, berufft sich im übrigen auff die von Herrn L. Dennern vnd herrn Pettmeßers abgestatete relation, wann der Herr Am. Guising es ehe Verlangt, so Kan die arbeit verricht werden, jedoch verbleibt es nochmahlen der bezahlung halben beÿ der den 25. Januarÿ jüngst deßwegen ergangener Erkandnus.

1727, Préposés au bâtiment (VII 1392)
Jean Georges Gissing demande que la Ville répare la risberme dont il paie un loyer communal. Les préposés répondent que le loyer ne correspond pas à l’entretien mais à la jouissance du jardin. Il demande ensuite que la Ville enfonce des pieux dans la rivière et construise une galerie pour éviter que les bateaux ou leurs rames n’endommagent la risberme. Les préposés notent que la galerie ne nuira à personne et que le lavoir le plus proche est à une certaine distance. Les préposés autorisent Jean Georges Gissing à faire à ses frais une galerie de cinq pieds et demie sur l’eau à condition que l’espace entre les pieux reste libre. Ils refusent quelques jours plus tard que la galerie dépassse de douze pieds.

(f° 146) Dienstags den 4. Martÿ – Herr Amr. Johann Georg Guisin wegen Landvest
Beede Werckmeister referiren, daß Sie auf den Von Mghh. erhaltenen befehl, Zu Herrn Ammeister Johann Georg Guisin sich begeben, und was sein eigentliches begehren wegen reparirung der Land Vest hinder seiner in der Kalbs Gaß Gelegenen behaußung wäre, befragt, welcher jhnen Gesagt, daß er in meinung gestandten, als wäre die Statt Obligiret diesen, Gleich wie andere Städten mehr Zuerhalten, Zumahlen er 10 ß. Zinß auf den Pfenningthurn jährlichen bezahlet, weilen Aber jhme solches schwehr Gemacht und Von mir bereits bedütten worden, daß er die 10 ß. nicht wegen Unterhaltung der Land Vest, sondern wegen seines allda habenden Gärtleins, so allmendt, bezahle, als wäre er Zwar erbietig diese Land Vest machen Zulaßen, doch wäre seine Bitt an Mghh. jhme solchen falls Zuerlauben, etliche pfähl ein paar Schritt Vor die Land Vest hinauß zusetzen und eine Kleine Gallerie darauff machen Zulaßen, damit die Vorbeÿgehende Schiff der Land Vest sich nicht näheren und mit Ansetzung der Ruderen selbige gleich wiederumb beschädigen und ruiniren mögen, Worauff Sie an den Stadten selbsten gegangen, die Sach examiniret und befunden, daß wann gleich dem Herrn Ammeister mit schlagung der pfählen, und der Gallerie Willfahrt würde, weder dem publico einiger schaden, noch sonsten jemand einige Hindernuß dardurch Zuwachßen würde, Indeme der fluß an sich selbsten breiten Raum genug hat, und die nächst dabeÿ befindliche Waschpritsch umb ein merckliches weiter hinauß in den fluß Reichet, als diese Verlangende pfähl und Gallerie thun werden, Zu Mghh. stellend, was Sie Zuerkennen belieben werden. Erkannt bedacht.

(f° 165) Dienstag den 29. Aprilis 1727. – Herr Amr. Johann Georg Giesing wegen einer Gallerie an Seinem Garthen
Herr Ammeister Johann Georg Guising ersucht Mghh. abermahlen daß nach angehörter relation der herrn Werckmeister Ihme mit dem verlangten balcon Hinten an Seiner in der Kalbs Gaß liegenden behaußung möchte willfahrt werden. Erkand wird Herrn Amr. Guising erlaubt eine Gallerie so Fünff und ein halben schuh in den Fluß hienauß, und Zwar nicht weiter alß Garthen häußlein stehet, und solang der garthen ist, vf Seinen Kosten machen Zulaßen jedoch dergestalten, daß die pfähl freÿ verbleiben und nicht außgefüllt werden, p. p. wurde ferner Erkandt, daß das begehren nachmahlen solle wohl examinirt werden.

(f° 167-v) Dienstag den 6. May 1727. – Herr Amr. Johann Georg Gising wegen Landvest
Peter Schein der Einspänniger Ersucht Mghh. im Nahmen Herrn Ammeisters Johann Georg Guisin jhme zu erlauben mit seiner Land Vest 12. schuhe weit in das waßer hinauß Zufahren und unten mit diehlen Zuzuschlagen, auch Von seithen der Statt die Handwercks Leüth darzu Zugeben, offerirt Hingegen die nöthige Materialia Zu fournieren.
Erkannt Verbleibt beÿ der am 29. Aprilis jüngsthin ergangenen Erkantnus, Krafft welcher Herrn Ammeister Erlaubt worden, eine Gallerie 5 ½ schuhe in den fluß hinauß, soweit nehmlich das Allda befindliche garten häußel hinauß gehet, auf seinen Kosten machen Zulaßen, doch also, daß die pfähl freÿ und Offen bleiben, und nicht außgefüllt noch mit diehlen zugeschlagen werden.

Plan VII 27 N° b 40
(v°) Herrn Amr. Guißings verlangten Platz wegen eines balcons hinten dem Gartten Seiner oben in der Kalbsgaß liegenden behaußung betr.


Légende : H. ameister Güsinings Garten, Sand blatz, Waschbrütsch (Jardin du consul Giessing, place au Sable, lavoir)

1737, Préposés au bâtiment (VII 1397)
Jean Chrétien Rœderer qui vient d’acheter la maison des héritiers de Jean Georges Gissing demande au nom de son fils teinturier Jean Léonard l’autorisation de remplacer la galerie pourrie en planches (74 pieds de long, 7 pieds 10 pouces de large) par une nouvelle en pierre et de construire un lavoir. Les préposés constatent que les piliers sur lesquels repose la galerie que Jean Georges Gissing a construite ne sont pas libres comme le porte l’autorisation mais sont reliés par des planches. Le pétitionnaire est autorisé à construire un lavoir, la galerie devra obéir aux termes de l’autorisation accordée en 1727. Jean Chrétien Rœderer est autorisé le 24 septembre 1737 à faire une risberme en pierre selon l’alignement qui lui sera indiqué et un lavoir de 12 pieds de large et 17 pieds 6 pouces de long moyennant un loyer de 3 livres pour la risberme et d’une livre pour le lavoir que les préposés se réservent le droit de faire supprimer s’il devenait gênant. Il rachète le loyer de la risberme par un capital mais devra régler le loyer pour le lavoir tant qu’il subsistera.

(f° 107-v) Sambstags den 23. Februarÿ 1737. seÿnd folgende Augenschein eingenommen worden – H. Joh: Christmann Röderer
An Herrn Johann Christmann Röderers des Rothgerbers Von Herrn Amr. Johann Georg Gisings fraw Wittib und Erben erkaufften Oben am Eck der Kalbsgaß beÿ dem Wollhauß Gelegenen Hauß, welcher umb erlaubnus gebetten seine 74. schuhe Lange, und sambt einem 1 ½ schuhigen Überschuß Von diehlen, 7. schuhe 10. Zoll breite Landvest in form einer Gallerie, weilen Sie faul, hinwegzuthun, und an deren Platz eine steinere auffzuführen, wie auch eine 20. schuhe darvor hinauß gehende Pritsch Vor seinen Sohn Johann Leonhard Röderer den schönfärber machen Zulaßen, seine tücher und andere sachen darauff Zuschwencken.
Ego berichte, daß Vermög Protocoll de Anno 1727. fol: 165 et 167-b Herrn Amr. Gising erlaubt worden, eine 5 ½ schuhe in den Fluß Gehende Gallerie machen Zulaßen, mit der restriction jedoch, daß die pfähl darunter Offen bleiben, und nicht außgefüllt, noch mit diehlen Zugeschlagen werden solten, nun Aber findet sich, daß nicht nur die pfähl mit diehlen Verschlagen, sondern auch an statt erlaubte 5 ½ schuhe, 6. schuhe 4. Zoll Von dem gärtel hinweg in dem Waßer stehen, über welche die darauff Liegende diehlen noch umb 1 ½ schuhe Vorschießen, so Zusammen 7. schuhe 10. Zoll außmachet.
Erkannt solle die Maur anderst nicht als wo die Pfähl Von der alten Land Vest stehen, außgeführt werden, und der Herrn Amr. Gising in A° 1727. Verwilligte Balcon oder Gallerie wider Völlig Condemnirt seÿn, auf welchen fall hin Herr Röderer der Pritsch Halben der Willfahrung Vertröstet wird.

(f° 152) Dienstags den 3. Septembris 1737. seÿnd folgende Augenschein eingenommen worden – H. Joh: Christmann Röderer
Beÿ Hn. Johann Christmann Röderers des Rothgerbers Hauß in der Kalbsgaß, welcher nochmahls gebetten, jhme die aberkannte Landvest hinden auf die breüsch wieder Zuerlauben, wie solche Weÿl. Herr Ammeister Gising deme das hauß gehöret gehabt hat, und eine 12. schuhe breite Pritsch 17 ½ schuhe weit in das Waßer Zumachen, Vid. Erkantnus Supra fol: 107-b.

(f° 155) Dienstags den 24.Ejusdem [Septembris 1737]. – H. Johann Christmann Röderer
Auf H. Johann Christmann Röderers des Rothgerbers jüngst eingenommenen Augenschein ist erkannt, wird dem Imploranten erlaubt die Landvest in der jhme Anzuzeigenden Lini nach der Werckmeistern producirtem Riß Von Stein auffzuführen, auch eine 12. schuhe breite, 17 schuhe 6. Zoll Von der Landvest hinauß gehende Pritsch Zumachen, mit dem Beding, daß er Von der Land Vest 3. lb d und Von der Pritsch 1 lb d jährlichen Zinß geben, und Mhh. jederzeit freÿstehen solle, die Pritsch, so Sie hinderlich wäre, wieder hinweg Zuerkennen.

(f° 159) Dienstags den 29.Ejusdem [Octobris 1737]. H. Johann Christmann Röderer
H. Johann Christmann Röderer der Rothgerber ersucht Mghh. Unterthänig jhme anstatt Laut Erkantnus Vom 24. 7.bris Letzthin angesetzten 3. lb. jährlichen Zinßes, wegen d. Landvest, ein Leÿdentliche Summ Vor ein und alle mahl Zubezahlen, anzusetzen.
Erkannt, wann Implorant 100. lb d Zahlen wird, solle er Von besagtem Zinß der 3 lb Von d Land Vest befreÿt seÿn, wegen angesetzten 1 lb d Zinßes aber wegen der Pritsch, solang selbige Subsistiren wird, beÿ Voriger Erkantnus sein Verbleibens haben. Obige 100 lb. seÿnd auf 75. lb. moderirt.

1738, Préposés au bâtiment (VII 1398)

(f° 20) Sambstags den 12. ejusdem [Aprilis] seind folgende Augenschein eingenommen worden – H. Johann Christmann Röderer
An Herrn Johann Christmann Röderers des Rothgerbers Hauß an der Kalbsgaß beÿm Mühlstein, wieder welchen Herr Baron Von Reinach sich beschwehret, daß er durch sein neü aufführendes Gebäu am Waßer, die bißhero Von der gaß am Mühlstein biß Vor sein Herrn Baron Von Reinach Hinder Hauß Vorbeÿ, der Nachbarschafft zu gut Unterhaltene durchfahrt Zwischen den Häußeren und den Gärtlein hemmet, also daß nicht nur die Nachbaren diesen weeg nicht mehr brauchen, sondern im fall der Noth Man auch mit Keiner feürspritz mehr durchfahren Kan, und deßwegen gebetten, jhne Röderer Zu Obligieren, diesen weeg in dem standt, wie er allezeit geweßen, Zulaßen.
H. Röderer Hingegen sagt es bliebe an dem S:V: Secret wo es am schmalesten wird, noch 5. schuhe freÿ, der weeg würde niemahls gebraucht, und Könte Herr Von Reinach im geringsten Keine Servitut probiren, daß Röderer diesen weeg Offen Zulaßen schuldig. Hätte übrigens wegen Vorhabenden gebaues zu nöthiger treibung seines Sohns Handtierung schon ein Vieles angewendet, Auch letztens erst 75. lb d wegen der Landvest bezahlt, Verhoffet dahero Mhh. werden jhme das bauen ferner nicht wollen schwehr machen.
Ego berichte auß dem Statt Zinßbuch fol: 368.b, Storckischen Zinßbuch fol: 486, Alten Zinßbuch D fol: 195. Prot: 1617 fol: 61.b, Allmendtbuch de A° 1587. fol 79. et 80. und Allmendtbuch de A° 1466. fol: 63. daß auß Allem gnugsam erhellet, daß Vor diesem Von dasigen Häußeren biß an den Stadten alles ein offenes Allmendt geweßen, die besitzer der Häußer aber nach und nach Vor sich selbsten und ohngefragt Gärtlein Angelegt, und dannoch zwischen den Häußern und den Gärtlein, so viel Offen gelaßen, daß Man dardurch fahren Können, welches auch sie noch würcklich allda befindliche gatterthüren Clärlich Anzeigen, Ob aber diese durchfahrt auf Obrigkeitlicher Erkantnus oder befehl, oder durch eine Convention der Nachbaren gelaßen und Unterhalten worden, findet sich nirgend. Doch ist glaublich, daß als die Nachbaren jhre Gärtlein angelegt, Sie diesen passage darumb Offen gelaßen, damit Niemand wieder Sie Zuklagen Ursach haben, und folglich die sach dato beßer Verborgen bleiben möge, welches auch geschehen, biß es sich A° 1587 beÿ General Untersuchung des Allmendts her Vorgethan, und A° 1617 Zinße auf die gärtlein geschlagen worden, welche die possessores Vermög angezogenen Zinßbücher biß Dato bezahlt haben. Erkannt solle Röderer sein Gebäu so führen, daß wenigstens durchgehends ein 8 schuhe breiter weeg Offen bleibe.

(f° 23) Dienstags den 22. Aprilis 1738 – H. Johann Christmann Röderer
H. Johann Christmann Röderer der Rothgerber bittet nochmahls gantz Unterthänig, jhme Zuerlauben, die angefangene Maur zu seinem Neüen gebäu am Mühlstein, so wie Sie angefangen, auff zuführen, Indeme beÿ dem S:V: Secret, wo es am engsten, gleich wohl 5. schuhe Offen bleiben, Herr Baron Von Reinach auch durch Herr Rathh. Merckel ansagen laßen, daß er darmit Zufrieden und sich weiter nicht opponiere.
Erkannt Willfahrt, gegen 10 ß jährlichen Zinß und anderst nicht, so er aber sich zu diesem Zinß nicht Verstehen will, wird jhm freÿ gestellt, das Secret entweder hinweg und jnwendig in das Hauß Zumachen, oder mit dem Neüen gebäu soweit das Secret gehet, und so tieff dasselbe ist, Zurück Zubleiben, so jhme zu bedencken gegeben wird.

(f° 25) Dienstags den 29. ejusdem [Aprilis] 1738 – H. Johann Christmann Röderer
H. Johann Christmann Röderer der Rothgerber ersucht Mghh. abermahls Unterthänig umb erlaubnus mit seiner angefangenen Maur, wie er hiefornen fol: 23. gebetten, fortführen zu dörffen, und jhme der angesetzten 10 ß. Zinß Zuentlaßen. Erkannt werden die 10 ß. Zinß a 5 ß. moderirt.
Idem bittet umb erlaubnus sein bauholtz an der Tränck beÿ seinem garten am Mühlstein oder Wollhauß außzuschleiffen. Erkannt, mit dem beding Willfahrt, daß er allen schaden den er Hier durch Verursachen wird, ersetzen solle.

Nous nous sommes rendus rue des Veaux près de la Meule dans la maison appartenant à Jean Christmann Rœderer dont se plaint le baron de Reinach, lequel rapporte que le nouveau bâtiment qu’il construit vers la rivière entrave le passage entre les maisons et les jardinets tel qu’il était entretenu jusqu’à présent par les riverains depuis la Meule jusqu’à la maison arrière du baron de Reinach, de sorte que non seulement les riverains ne peuvent plus emprunter ce chemin mais qu’on ne peut plus y faire passer de pompe à incendie en cas d’urgence. Il demande donc qu’on oblige ledit Rœderer à remettre ce chemin dans l’état où il a toujours été.
Le Sieur Rœderer répond qu’il reste encore 5 pieds à l’endroit le plus étroit devant ses latrines, que personne n’emprunte jamais le chemin et que le sieur de Reinach ne peut justifer d’aucune servitude qui obligerait Rœderer à laisser le passage libre. Il a en outre déjà beaucoup dépensé pour le bâtiment projeté qui est nécessaire à la profession de son fils, il a dernièrement payé 75 livres pour la risberme, il compte que le Magistrat ne va pas l’empêcher de construire.
Je rapporte que le folio 368.b du registre des loyers communaux, le folio 486 du registre des loyers de Storck, le folio 195 de l’ancien registre D des loyers, le folio 61.b des compte rendus de 1617, les folios 79 et 80 du registre des communaux de 1587, le folio 63 du registre des communaux de 1466 montrent suffisamment qu’il y avait autrefois un communal ouvert entre les maisons et le quai, que les détenteurs de ces maisons ont petit à petit établi des jardinets sans permission et qu’ils ont laissé une place suffisante pour le passage entre les maisons et les jardinets comme le montrent clairement les portes à claire-voie qui s’y trouvent encore. On ne trouve cependant pas trace que ce passage doive être maintenu et entretenu par décision ou ordre de la Ville ou par une convention entre riverains. Il est cependant probable que les riverains ont établi leur jardinet et laissé ce passage libre pour que personne n’ait sujet à se plaindre d’eux et que l’affaire reste ainsi cachée, ce qui a effectivement été le cas jusqu’à ce qu’on l’ait constaté lors de l’Enquête générale sur le communal en 1587 et qu’on ait assis en 1617 sur les jardinets une rente foncière que les possesseurs ont payée jusqu’à présent comme le montrent les registres des loyers. Décision, le sieur Rœderer devra construire son bâtiment de sorte que le chemin libre devra avoir partout au moins 8 pieds de large.

Le 22 avril – Le sieur Jean Christmann Rœderer demande une nouvelle fois humblement qu’on l’autorise à construire le mur commencé à son nouveau bâtiment près de la Meule comme il a été commencé puisqu’à l’endroit le plus étroit l’espace libre devant ses latrines a 5 pieds et que le baron de Reinach a chargé le Conseiller Merckel de dire qu’il s’en satisfaisait et qu’il ne fera plus d’objection. Décision, accord à la seule condition de régler une rente annuelle de 10 sols, mais comme il ne veut pas payer cette rente on lui propose soit d’enlever les latrines et les établir à l’intérieur de la maison soit de construire le nouveau bâtiment sans outrepasser la longueur et la largeur des latrines.

1769, Préposés au bâtiment (VII 1413)
Le teinturier Rœderer est autorisé à peindre sa maison en gris perle

(f° 66-v) Dienstags den 14. Martÿ 1769. – H. Röderer, H. Lt. Müeg und H. Wurth
H. N.N. Röderer dem färber in der Kalbsgaß, H. Lt. Müeg in der Judengaß und H. Wurth dem goldarbeiter in der Goldtschmidtgaß werden erlaubt Ihre häußer perlfarb anzustreichen.

1772, Préposés au bâtiment (VII 1415)
Le teinturier Rœderer est autorisé à convertir en porte une fenêtre de sa teiturerie vers la place au Sable. Les préposés refusent de le dédommager après que le pavé a été rehaussé en arguant que l’eau de la voie publique ne pourra pas s’écouler dans sa propriété. Il fait percer une croisée à la fin de la même année.

(f° 14) Dienstags den 11. Februarii 1772. – Hr. Röderer der färber
Mr Haas, der Zimmermann nôe. Hrn Röderer, des Färbers, bittet zu erlauben an deßen Farbhaus gegen dem Wollhaus an dem Sand Platz gelegen statt eines allda befindlichen Fensters eine Thür aus zu brechen.
Erkannt, Willfahrt, doch solle er bevor von Hrn. Bau Inspector die Höhe, wie das dasige Pflaster gerichtet werden wird, sich weisen laßen damit die Schwöll darnach gelegt werden könne.

(f° 73) Dienstags den 23. Junii 1772. – Hr. Röderer, der Färber
Mr Meÿer, der Maurer nôe. Hrn. Röderer des Färbers an der Kalbsgaß zu den dreÿ Lilien, bittet, weilen das Pflaster an dem neuen Saltzhaus verändert worden, ihme Zu erlauben seine Thorpfosten und ein neu Thor darnach einrichten Zu laßen. Erkannt, Willfahrt.

(f° 79) Dienstags den 21. Julii 1772. – Hr. Röderer, der Ferber
Hr Rathh. Christmann Röderer nôe. Hrn. Röderer des Färbers zu den 3. Lilien in der Kalbs Gaß bittet Schadloshaltung wegen ihme verursachten Kösten in Ansehung der Erhöhung des dasigen Pflasters. Erkannt, Weilen dadurch das Wasser von seinem haus abgeleitet worden, abgewiesen.

(f° 142) Dienstags den 15. Decembris 1772. – H. Röderer, Ferber
Mr Meÿer, der Maurer nôe. Hrn. Röderer des Ferbers bittet ihme zu erlauben an deßen behausung in der Kalbsgaß gegen dem Saltz Magasin einen Creutzstock auszubrechen. Erkannt, Willfahrt.

1774, Préposés au bâtiment (VII 1416)
Jean Frédéric Charles Rœderer charge le maître maçon Jean Michel Meyer de percer une nouvelle croisée en face du magasin à sel.

(f° 84) Dienstags den 23. Augusti 1774 – Joh. Friedrich Carl Röderer Ferber
Mr Johann Michael meÿer nôe. Johann Friedrich Carl Röderer des Ferbers bittet zu erlauben an deßen ane der Kalbs gaß gelegenen behausung gegen dem neuen Saltzmagasin au Rez de chaussée einen Kreutzstock ein zu setzen. Erkannt, Willfahrt.

1775, Préposés au bâtiment (VII 1416)
Jean Frédéric Charles Rœderer charge le maître maçon Jean Michel Meyer de transformer deux arcades en croisées rue des Veaux et de percer deux soupiraux.

(f° 176) Dienstags den 28. Martii 1775 – hr Joh: Friedrich Carl Röderer Färber
Idem [Mr Johann Michael Meÿer der Maurer] nôe. herrn Johann Friedrich Carl Röderer, des Färbers, bittet ihme zu erlauben an deßen behausung ane der Kalbs Gaß gelegen aus zwen Schwib: bögen zweÿ Creutz Stöck und zweÿ Keller: Löcher zu machen. Erkannt, Mit dem Anhang willfahrt, daß die Läden sowol an den Fenstern als Keller löcher nicht auserhalb aufgehen.

1776, Préposés au bâtiment (VII 1417)
Jean Frédéric Charles Rœderer est autorisé à rehausser deux croisées

(f° 130-v) Montags den 16. Septembris 1776 – Joh: Friedrich Röderer Ferber
Mr Meÿer der Maurer nôe. Joh: Friedrich Röderer, des Ferbers, bittet zu erlauben an deßen behaußung an der Kalbs Gaß gelegen zween Creutzstöck höher zu setzen. Erkannt, Willfahrt.

1778, Préposés au bâtiment (VII 1418)
Les préposés refusent que le maître maçon Hertelmeyer rehausse la cheminée qui dépasse de la façade. Le propriétaire Jean Frédéric Charles Rœderer devra la placer dans sa propriété

(f° 22-v) Dienstags den 17. Februarii 1778 – Johann Friedrich Carl Röderer, Ferber
Idem [Mr Härtelmeÿer der Maurer] nôe. Johann Friedrich Carl Röderer des Ferbers bittet zu erlauben an deßen Behausung an der Kalbsgaß gelegen eine Kamin so auserhalb der façade gegen dem Saltz Magasin über hinaufgehet höher aufzuführen. Erkannt, Seÿe der implorant nomine quo mit seinem begeren abzuweisen, es seÿe dann daß das Kamin innerhalb des hauses aufgeführt wird.

1780, Préposés au bâtiment (VII 1419)
Jean Frédéric Charles Rœderer, teinturier, est autorisé à ouvrir des portes et des croisées vers le magasin à sel

(f° 149-v) Montags den 16. Octobris 1780. – Johann Karl Friedrich Röderer, Ferber
Mr Härtelmeÿer, der Maurer, nôe. Johann Karl Friedrich Röderer, des Ferbers, bittet zu erlauben an deßen Behausung ane der Kalbsgaß gelegen, von dem Eck am Waßer bis an das Gatterthor gegen dem Saltzmagazin etwelche thüren und Kreutzstöck einsetzen und die Maur um etws erhöhen zu laßen. Erkannt, Willfahrt.

Jean Frédéric Charles Rœderer, n’est pas autorisé à placer des portes à l’extérieur de sa remise mais peut installer une gouttière pour son évier

(f° 167-v) Dienstags den 12. Decembris 1780. – Johann Friedrich Karl Röderer, Färber
Mr Johannes Zirckelbach, der Zimmermann, nôe. Johann Friedrich Karl Röderer, des Färbers, bittet zu erlauben an deßen Behausung am Eck der Kalbsgaß gelegen, und zwar an der Remise und Stallung an dem Gestad des waßers, die thüren ausenher anschlagen zu laßen, Wie auch einen neuen wasserstein Naach an den Platz wo der alte stehet, stellen zu laßen. Erkannt, in betreff der Thüren Abweisung, den Waßerstein Naach belangend, seÿe dem Imploranten erlaubt nach Ordnung einen blechenen Naach in die Maur eingelaßen machen zu laßen.

1781, Préposés au bâtiment (VII 1419)
Jean Frédéric Charles Rœderer demande l’autorisation d’installer une gouttière en bois pour son évier. Les préposés l’autorisent à mettre une gouttière en tôle à l’extérieur de la maison

(f° 253) Dienstags den 26. Junii 1781 – H. Friedrich Carl Röderer, Färber
Mr Härtelmeÿer, der Maurer, nôe. H. Friedrich Carl Röderer, des Färbers, bittet zu erlauben, an deßen Behausung am Eck der Kalbsgaß gelegen, auswendig gegen dem Saltzmagasin einen höltzernen Waßerstein Naach herunter zu führen. Erkannt, Seÿe der Naach von blech zu machen, und Sechs Schuh hoch und die Maur ein zu schroten.

Les préposés assignent Jean Charles Frédéric Rœderer à comparaître. Comme la gouttière en bois de son évier laisse échapper l’eau, il devra la remplacer par une gouttière en tôle dans un délai de deux mois.

(f° 278) Dienstags den 4. Septembris 1781 – Johann Karl Friedrich Röderer, Ferber
Johann Karl Friedrich Röderer, der Ferber, wurde vorbeschieden und wider denselben klagend angebracht, daß an deßen Behausung, ane der Kalbs Gaß gelegen, sich ein höltzerner Waßerstein Naach befinde, welcher so schadhaft, daß das Wasser allerseits heraus laufet, weilen nun dadurch den vorbeigehenden Personen Schaden zugefügt werden könte, als wurde gebetten denselben an zu halten, wie ihme schon beditten worden, statt des hölzern: einem blechenen in die Maur eingeschrodeten Naach machen zu laßen. Citatus durch H. Exsenatorem Christmann Röderer erscheinend sagt, da die blechene Nääch beständigen Ausbeßerungen unterworfen, so wäre er gesonnen einen gegoßenen eisernen Waßerstein Naach machen zu laßen, wozu er würcklich Commission gegeben, bittet ihme zu erlauben bis solcher verfertiget seÿn wird einen neuen hölzern Naach an den Platz zustellen. Erkannt, Seÿe Citatus mit dem begehren einen höltzenen Naach zu stellen abzuweisen, demselben aber zu stellung eines gegoßenen eisernen Naachs pro omni termino zweÿ monat Zeit an zu setzen.

Les préposés font grief à Jean Charles Frédéric Rœderer d’avoir transformé l’escalier qui mène à la rivière pour que les chevaux puissent mieux entrer dans son écurie. Il est condamné à remettre à ses frais l’escalier en état

(f° 278-v) Wider erstgedachten Johann Karl Friedrich Röderer wurde ferner klagend angebracht, daß derselbe um bequemer in seinem Stall zu kommen an der aldasigen auf das waßer gehenden Steeg einige Staflen in der Höhe der obern Fläche ohnerlaubter weis aufmauren laßen, woraus groses Unglück entstehen könte. Citatus H. Anwald obgedacht sagt, da die quæstionirte Steeg Acht Schuh breit, als habe sein Principalis geglaubt es würde nichts zu sagen haben wann einige Staflen abgekürtzt würden, zumalen er mit keinem Pferd ohn solche Abkürzung in seinen Stall kommen könte. Erkannt, Seÿe Citatus anzuhalten sogleich auf seine Kösten die auf das Wasser gehende Steeg nach Herrn Bauinspector Boudhors Anweisung verfertigen zu laßen.

Les préposés font grief à Jean Charles Frédéric Rœderer d’avoir placé une fosse à fumier le long de la rue. Il est condamné à la fermer pour éviter que les odeurs et les salelés ne se répandent dans le voisinage.

(f° 279) Ferner wurde wider vorgedachtem Johann Karl Friedrich Röderer, den Ferber klagend angebracht, daß er in den bezirck seines Haus Platzes einen s.v. Mistkasten gegen der Straas angebracht, welchen er offen läßet, wodurch nicht nur in dasiger Gegend ein Gestanck ist, sondern allerhand Unfug getrieben werden kan, Mit bitt denselben anzuhalten denselben vermittelst einer beschlüssigen thür gegen allem entstehen könnendem Ungemach sichern zu laßen. Erkannt, Seÿe Citatus anzuhalten solchen Platz zu machen zu laßen.

Jean Frédéric Charles Rœderer présente une supplique dans laquelle il demande que les voitures qui se rendent au magasin à sel n’obstruent le passage ni pour les voitures ni pour les piétons et que le trafic sur la rivière soit réglementé. Les préposés le renvoient au tribunal de police pour les trois premières demandes et opposent un refus à la quatrième (où il demande que la ville déplace le lavoir communal)

(f° 283-v Dienstags den 11. Septembris 178 – Johann Karl Friedrich Röderer, Ferber
Lectum Ein von Johann Karl Friedrich Röderer, dem Ferber und Burger allhier Ihro Excellenz Herrn Prætori Regio übergebener Memoriale mit Bitten, Zu verordnen. 1° daß die Herren Directores des Saltz Magasins vor en Verkauf in die Frembde solche Maas Reglen nehmen möchten, daß beÿ Ab: und Auf: Ladung des Saltzes in: und aus besagtem Magasin in der Gegend des Supplicanten und deßen Nachbaren Häuser nicht mehr führen als nur die Jenige, so man würcklich auf oder abladet, als sich aufzuhalten, und daß beÿm Ab: und Aufladen die Fuhren so nah als möglich an das Magasin Zustehen kommen, damit der übrige Platz des Wegs sowol vor die Fußgänger, als Kutschen und übrige Fuhren, welche in dieser Gegend häufig sind, freÿ bleibe, und könten sich die Saltz Fuhren bis Zu ihrer Ab: oder aufladung entweder auf dem Sand Plätzel oder Münster Platz aufhalten.
2° Daß denen in erwehntem Magasin employirten Personen und denen Fuhrleuthen verbotten seÿn solle, an des Supplicanten Behausung weder Faß, Stroh, Beßerung noch sonsten etwas Zu legen.
3° Daß denen Schiffleuthen verbotten seÿn sollen, mit ihren Schiffen, warein sie Saltz laden wollen, vor des Supplicanten behausung oder Waschbritsch sich aufzuhalten, sondern entweder an dem Staden gegen über oder in einer gewißen Entfernung interhalb des Supplicanten Waschbritsch Zu warten, damit der Supplicant in Auswaschung der Tücher auf keine Art gehindert werde.
Und dann 4° Zu verordnen, daß die Gemeine Waschbritsch, so von seiten Löbl. Stadt vor ohngefehr Zehen Jahren neben des Supplicanten Waschbritsch gemacht worden, weiter hinauf und weiter von des Supplicanten seiner gesetzt werden solle, damit die Seif und Asch von den Waschen, welche den Tüchern sehr schädlich das Wasser beÿ seiner Waschbritsch, wo er seine Tücher ausschwencket nicht verderben könne.
Lectione factâ wurde Erkannt, Seÿe der Supplicant in Ansehung der dreÿ erstern Articulen seines begehrens an Löbliches Policeÿ Gericht Zu verweisen. In Ansehung des Vierten Articuls aber mit seinem begehren abzuweisen.

1784, Préposés au bâtiment (VII 1421)

(f° 42-v) Dienstags den 16. Martii 1784 – Hr. Joh: Friderich Karl Röderer, Ferber
Mr Schrötter, der Maurer, nôe. Joh: Friderich Karl Röderer, des Ferbers, bittet zu erlauben an deßen Behausung an der Kalbsgaß gelegen hinten auf dem Waßer das Farbhaus abbrechen und an die Seit gegen Mad° Hauser behausung setzen, so dann auf die Maur am Waßer eine Brusthöhe aufführen zu laßen. Erkannt, Seie durch Herrn Bau Inspector Boudhors wegen dem zu versetzenden haus das Alignement an zu weisen.

(f° 60) Dienstags den 30. Martii 1784 – Hr. Friderich Karl Röderer, Ferber
Herr Friderich Karl Röderer, der Ferber, bittet um Abänderung des Alignements seines Farbhauses gegen dem Wasser bei der Kalbsgas, in Ansehung das alda projectirten Stadens. Erkannt, Seie der Implorant ab: und an das alda adoptirte Alignement zu verweisen.

Sr Jean Frédéric Charles Rœderer, teinturier – Le maçon Schrœtter demande au nom du teinturier Jean Frédéric Charles Rœderer l’autorisation de démolir la teinturerie rue des Veaux vers la rivière et de l’établir sur le côté vers la maison de Madame Hauser, en outre de faire construire un parapet sur le mur le long de la rivière. Décision, l’inspecteur Boudhors devra indiquer l’alignement de la maison à déplacer.
(folio 60) le 30 mars 1784 – Le teinturier Jean Frédéric Charles Rœderer demande de modifier l’alignement de sa teinturerie vers la rivière rue des Veaux à cause du quai qui y est projeté. Décision, refus, le requérant est renvoyé à l’alignement arrêté pour cet endroit.

1785, Préposés au bâtiment (VII 1421)

(f° 299-v) Dienstags den 14. Junii 1785 – Hr. Joh: Friderich Karl Röderer, Ferber
Mr Schrötter, der Maurer, nôe. Herrn Johann Friderich Karl Röderer, des Ferbers, bittet zu erlauben an deßen Behaußung an der Kalbgaß gelegen auf der Seite gegen dem Salz Magasin aus einem Kreutzstock eine Thür zu machen. Erkannt, Seie dieses Petitum durch Herrn Inspector Striedbeck und Herrn Werckmeister Kaltner Zu examiniren, und so es dem dasig projectirten Alignement nicht entgegen zu Willfahren.

(f° 307) Dienstags den 28. Juni 1785 – Hr. Joh: Friderich Karl Röderer, Ferber
Mr Fäßler, der Maurer, nôe. Johann Friderich Karl Röderer, des Ferbers, bittet zu erlauben an deßen Behaußung am Eck der Kalbgaß gelegen, gegen dem Salz Magasin über im Ersten Stock einen Kreutzstock ein ziehen und einen anderen weiter rucken zu laßen. Erkannt, Willfahrt.

Le maçon Schrœtter demande au nom du teinturier Jean Frédéric Charles Rœderer de l’autoriser à transformer en porte une croisée à sa maison rue des Veaux du côté du Magasin à sel – Décision, l’inspecteur Striedbeck et le chef de chantier Kaltner sont chargés d’examiner la requête à laquelle on accédera pourvu qu’elle ne s’oppose pas à l’alignement projeté à cet endroit.
(f° 307) mardi 28 juin 1785 – Le maçon Faessler demande au nom du teinturier Jean Frédéric Charles Rœderer de l’autoriser à faire une croisée et à en déplacer une autre du côté à sa maison au coin de la rue des Veaux, face au Magasin à sel – Décision, accord.

1789, Préposés au bâtiment (VII 1423)
Jean Frédéric Charles Rœderer est autorisé à reconstruire sa risberme en remplaçant la partie en briques provenant de la teinturerie par des pierres de taille. Les préposés suppriment la rente foncière due pour le lavoir emporté par les glaces mais refusent que le propriétaire rachète le capital de la rente foncière due pour sa maison. Ils font observer que la demande concernant le nouveau lavoir que la Ville projette de construire vers le quai au Sable est prématurée ; ils refusent d’interdire aux bateliers de décharger leurs bateaux sous la risberme du propriétaire

(f° 241-v) Dienstags den 21. Aprilis 1789 – H. Johannes Röderer pt° Landvest
Idem [Mstr. Meÿer der Maurer] noê. Herrn Johannes Röderer des Färbers bittet gehorsamst um erlaubnus in deßen in der Kalbsgaß gelegenen mit N° 26. bezeichneten hauß die Landvest gegen dem waßer, welche schon sieben schuh hoch mit Quadern aufgerichtet ist, vollends mit Quadern auf führen zu dörffen. Erkannt : Augenschein

(f° 246-v) dienstags den 28. Aprilis 1789 – H. Johann Friederich Carl Röderers, des Färbers, pt° erhöhung seiner Waßermaur
An H. Johann Friderich Carl Röderer, des schönfärbers Behaußung in der Kalbsgaß, allwo derselbe um erlaubnus gebetten, an seiner Waßermaur die mit bachsteinen von einem alten Färbe haus auf Quader gesetzte Maur abzu brechen und in nemlicher flucht ebenfalls mit Quader zu erhöhen. Erkannt Willfahrt

(f° 248-v) dienstag den 28. Aprilis 1789 – H. Johann Friederich Carl Röderer pt° streichung des bodenzinßes wegen seiner Waschpritsch
H. Johann Friederich Carl Röderer der burger und schönfärbers bittet unterthänig da ihn verfloßenen Januarii laufenden jahrs durch den eißgang seine waschpritsch fortgerißen worden, was wegen er jährlichen eine zinß von ein pfund pfenning Löblicher Statt reichen müßen, er auch nicht willens, eine anderwärtige pritsch an deren stelle zu setzen um streichung des bodenzinßes. Erkannt, Seÿe dießer Zinß zu streichen [in margine :] Stzßb. fol. 345-b

(f° 249) Idem wird mit abzulösendem dem bodenzins abgewießen
Idem, da er annoch von seinem an der Kalbsgaß stehenden Hauß Löbl. Statt einen boden zins von 15. schilling zu entrichten habe, als bäte er gehorsamst dißen zinß mit abzahlung des Capitals ablößen zu dörffen. Erkannt, Abweißung

(f° 249) Idem pt° Stellung der auf dem Sand platz befindlichen Waschpritsch
Idem sagt er habe in erfahrung gebracht, daß die neue waschpritsch so löbliche Statt machen läßt vor seine Landvest gestellet werden solle, welches Verursachen würde, daß man ihm bequem in sein haus ein steigen könnte, bittet alßo dieße waschpritsch weiter hinauf stellen zu laßen. Erkannt, da die beÿ dem so genannten Sandplatz vor dem Königlichen Saltz magasin befindliche waschpritsch so bald noch nicht verändert werden wird, als seÿe dießes begehren auf sich zu laßen

(f° 249) Idem pt° Verbott keine schiff an seine Landvest zu stellen
Idem declarirt daß die Schiff welche öfters neben seine Landvest gebunden werden verursachen, daß man ihm schon mehrmalen dadurch in sein haus gekommen, so wie ihm erst kürtzlich zweÿ dreÿlings diehlen auf dieße art gestohlen worden, als bäte er gehorsamst, da jedoch an seinem haus kein Schiffstaden ist denen Schiffleuten ein solches zu verbieten, da nun bemerckt worden, daß keine andere schiffe in dieße gegend kommen, als derjenigen ihre so allda wellen verkauffen und man dießen leuten dießen platz, so Sie zu ihrem gewerb nöthig nicht wohl sperren könne. Erkannt, Abweißung

(f° 241-v) Le maçon Meyer demande humblement au nom du sieur Jean Rœderer le droit de refaire entièrement en pierre de taille la risberme qui se trouve vers la rivière dans sa propriété n° 26 rue des Veaux et qui est déjà en pierres de taille sur sept pieds. Décision : visite des lieux
(f° 246-v) Jean Frédéric Charles Rœderer, teinturier, rehausser le mur du quai – Maison rue des Veaux appartenant au teinturier d’art, Jean Frédéric Charles Rœderer qui a demandé l’autorisation de démolir le mur du quai, posé sur les pierres de taille et construit en briques provenant d’une ancienne teinturerie, et de le rehausser en pierres de taille selon le même alignement. Décision, accord.
(f° 248-v) Jean Frédéric Charles Rœderer, teinturier, suppression du cens dû pour son lavoir – Le teinturier Jean Frédéric Charles Rœderer demande humblement de supprimer le cens annuel d’une livre à payer à la Ville au titre de son lavoir parce qu’il a été emporté par les glaces en janvier dernier et qu’il n’a pas l’intention de le remplacer par un nouveau. Décision, supprimer le cens (Livre des communaux, folio 345 verso)
(f° 249) Au même, refus de racheter la rente foncière – Le même doit encore une rente foncière de 15 sols à la Ville pour sa maison rue des Veaux, il demande humblement de racheter la rente en réglant le capital. Décision, refus.
(f° 249) Le même, concernant l’emplacement du lavoir sis quai au Sable – Le même rapporte qu’il a appris que le nouveau lavoir que va faire faire la Ville sera placé devant sa risberme, et qu’on pourra ainsi monter facilement dans sa maison, il demande donc qu’on place le lavoir plus en amont. Décision, la requête tombe d’elle même puisque le lavoir devant le magasin royal à sel ne sera pas modifié dans l’immédiat.
(f° 249) Le même, interdire de laisser les bateaux contre sa risberme – Le même déclare que, comme il y a souvent des bateaux amarrés à côté de sa risberme, il est possible d’entrer dans sa maison comme cela s’est déjà produit plusieurs fois, on lui a d’ailleurs volé récemment pour neuf deniers de planches. Il prie donc humblement de l’interdire aux bateliers puisqu’il n’y a pas de quai devant sa maison. Il est notoire que les seuls bateaux qui viennent à cet endroit sont chargés de fagots à vendre et qu’il serait difficile d’empêcher ces bateliers d’accéder à cet endroit nécessaire à leur métier. Décision, refus.

Protocole de tribus

1777, Protocole de la tribu des Maçons (XI 240) f° 368

Kaufgericht. Freÿtags den 31. ejusdem [Octobris] – Klag
Meister Johann Michael Meÿer, der Steinhauer und Maurer alhier, welcher dieses Gericht erkaufet und mit 2 lb 2 ß bezahlt hat, ließ citiren Herrn Johann Friderich Carl Röderer, den Kunst und Schönfärber auch Burger alhier, Klagt wider denselben, daß er ihme seinen Conto, welcher sich auf 31. fl. 3 ß 10 s belaufet und sowohl seine Maurer Arbeit, als auch ausgelegte Geld an dem Schreiner für brettungen und bezahlte Schloßer Arbeit in sich haltet, nicht bezahlen will, bittet des wegen solchen Conto zu taxiren und den beklagten in die Ersetzung der Unkösten Zu condemniren.
Nomine Citati erscheint Meister Jacob Ferdinand Härtelmeÿer, der Steinhauer und Maurer alhier legt des Herrn Beklagten schriftliche Verantwortung vor, dahin gehend, daß er ihme seine im Conto begriffene Maurer Arbeit 21. fl 10. d anlangend Zu bezahlen niemalen refusirt habe, allein kläger begehre auch 10 fl. 3 ß für verschieden Handwercks geschirr, so er vor ohngefehr vier Jahren Zu sein das Beklagten Haußthor gebraucht und machen laßen, wegen welchem er ihme Klägern damals schon gesagt, daß er demselben nichts dafür bezahle, sondern er es auf sich zu nehmen, und allein Zu leiden habe, welches dann Kläger auch gethan,maßen er solchen Werckzeug nicht nur würcklich bezahlt, sondern auch mit sich nach Hauße genommen, und ohngeachtet Er dem Beklagten seithero schon eilf Conto die sich auf 662. fl. 6 ß belaufen, richtig gemacht, in keinem derselben nicht das mindeste von solchem Posten begehrt hat. erst anjetzo, da Beklagter demselben wegen einer ihme krumen gesetzt Steeg, weilen er sie nicht abändern will, quittirt und seinen Conto gegehrt, so komme Er mit diesen articklen nach, die Er doch hievor Vier Jahren mit sich nach Haus genommen und sich in deren Zahlung schuldig ergeben hatte. Comparent nomine quo agit bittet demnach, unter dem Anerbieten die schuldige 21. fl 10 d. Zu bezahlen, um Absolutionem von der Klag, anbeÿ ihme Meister Härtelmeÿer Zu erlauben, beÿ beklagtem Zu arbeiten.
Erkannt, Seÿen Herr Rathherr Georg Michael Müller und Herr Rathherr Johann Lorentz Götz in dieser Sach als Experten Zu ernennen, um den eingeklagten Conto Zu examiniren und taxiren, anbeÿ auch sich über die aufgegangene Unkosten Zu erklären, auf deren Relation als dan beÿ nächstem ordinari Gericht oder Zu begehrendem Kaufgericht als Wozu Herrn Röderer beÿ Straf vorzugebieten, ferner ergehen werde was Rechtens, reservatis expensis, Und wird Meister Härtelmeÿer erlaubt, beÿ ihme dem Beklagten Zu arbeiten.
(Kfgericht 1. lb 10 ß, Büttel 6 ß, Feuer. 6 ß)

Préposés aux feux (Feuerherren, 4 R 91)

Le teinturier Frédéric Charles Rœderer charge en 1769 le maître maçon Ketterer d’aménager une buanderie comprenant un chaudron et une hotte sur la gauche de la cour arrière

Friderich Carl Röderer, 197, 264
(p. 197) Donnerstags den 7. Septembris 1769. – Hr Friderich Carl Roederer der Kunst und schönfärber, der will in seiner in der Kalbsgaß gelegenen behaußung im hindern hoff lincker hand ein Bauchhauß mit einem Bauchkeßel und Camischoß setzen das rohr Zum dach hinaus Von allem holtz entfernt. Erkanndt, Willfahrt. Mr Ketterer.

Le teinturier Frédéric Charles Rœderer charge en 1772 le maçon Meyer de faire une cheminée à la française à côté de sa teinturerie.

(p. 264) Freÿtags d. 19. Junii 1772 – H. Johann Friderich Carl Röderer der Kunstfärber und burger alhier will in seiner in der Kalbsgaß gelegenen behaußung hinder neben dem farbhauß ein frantzösisch Camin auf den grund setzen, das rohr Zum dach hinaus, Von allem holtz entfernt. Erkanndt, Willfahrt. Mr Meÿer.

Description de la maison

  • 1769 (billet d’estimation traduit) 1769 La maison comprend un bâtiment avant, un bâtiment latéral et un bâtiment arrière se trouvent plusieurs poêles, chambres et cuisines, la teinturerie et les chaudrons à teindre, le comble est couvert de tuiles plates, la cave est solivée, le tout estimé avec le puits, appartenances et dépendances à la somme de 10 000 florins
  • 1824 Rapport d’experts

Atlas des alignements (cote 1197 W 37)

4° arrondissement ou Canton est – Rue des Veaux

nouveau N° / ancien N° : 2 / 29
Flachsland
Rez de chaussée et 2 étages bons en maçonnerie
(Légende)

Cadastre

Cadastre napoléonien, registre 25 f° 189 case 1

Flaxland Philippe Louis, rue des veaux N° 29

O 540, maison, sol, R. des veaux n° 29
Contenance : 3.90
Revenu total : 416.03 (414 et 2.03)
Ouvertures, portes cochères, charretières : 1 / 1
portes et fenêtres ordinaires : 59 / 47
fenêtres du 3° et au-dessus :

Cadastre napoléonien, registre 26 f° 63 case 1

Flaxland Philippe Louis
1859 Hoffet Frédéric négociant à Paris
1866 Stoll Chrétien
1885 Schnell Wilhelm August Major dessen Frau Cecilia Stoll

O 540, maison, sol, Rue des écrivains 4
Contenance : 3.90
Revenu total : 416.03 (414 et 2.03)
Folio de provenance : (189)
Folio de destination : 65 aug.on de C.on
Année d’entrée :
Année de sortie : 1868
Ouvertures, portes cochères, charretières : 1 / 1
portes et fenêtres ordinaires : 59 / 54
fenêtres du 3° et au-dessus :

O 540, maison, sol, Rue des écrivains 4
Revenu total : 534.03 (532 et 2.03)
Folio de provenance : 65 aug.on de C.on 1865
Folio de destination : Gb
Année d’entrée : 1868
Année de sortie :
Ouvertures, portes cochères, charretières : 1 / 1
portes et fenêtres ordinaires : 68 / 54
fenêtres du 3° et au-dessus : 24 / 21
Année 1868, Augmentations – Stoll Chrétien f° 63 O 540, Maison, revenu 532, Augmentation de Const.on, achevée en 1865, imposable en 1868, imposée en 1868
Diminutions – Stoll Chrétien f° 63 O 540, Maison, revenu 414, Aug.on de Const.on de 1865, supp. en 1868

Cadastre allemand, registre 30 p. 267 case 1

Parcelle, section 21, n° 44 – autrefois O 540
Canton : Schreiberstubgasse Hs. N° 4 – Rue des Ecrivains
Désignation : Hf, Whs
Contenance : 3.95
Revenu : 1051 – 1112
Remarques :

(Propriétaire à partir de l’exercice 1935), compte 1112
Schnell Wilhelm Alfred
1932 Schnell Jean Emile professeur
(3715)

1789, Enquête préparatoire à l’Etat des habitants (cote VII 1295)

Canton VI, Rue 189 des Veaux

Canton VI, (189) Rue des Veaux

29
Prop. – Roederer, Jean Frédéric Charles – Drapiers
loc. – Roederer, Jean Chrétien – Idem
loc. Champy, fondeur dans la forge de framont – manant
loc. M. de Landenberg, Jean Louis Nicolas – Noblesse
loc. Tinchamp, Chirurgien à l’hop. militaire – Privilégié

1789, Etat des habitants (cote 5 R 26)

Canton VI, Rue 189 des Veaux p. 337

29
Pr. – Roederer, Jean Frédéric Charles – Drapiers
lo. – Roederer, Jean Chrétien – Drapiers
lo. Chamby, fondeur dans la forge de framont – Manant
lo. de Landenberg, Jean Louis Nicolas – Noblesse
lo. Tinchant, Chirurgien à l’hôpital militaire – Privilégié

Registres de population

(1795) 7° section, Rue des Veaux N° 29 (registre 600 MW 7) – légende

J. Fred. Charles Roëderer, 47, Teinturier, Strasb.
M. Madeleine Roëderer, 46, Epouse, id
M. Madeleine Roëderer, 24, fille, id
Charlotte Frederique Roëderer, 21, fille, id
J. Fred. Charles Roëderer, 23, fils, id
Barbe Zimmer, 20, fils [sic], id
Henriette Candel, 40, Veuve, id
M. Therese Guth, 48, Servante, Andlau, 1776
J. Jacques Heppler, 63, Emploié aux Transports M.es, Versailles, 1780
M. Dorothée Friess, 53, Epouse, Strasb.
F: Claude Gaudée, 48, Paieur des hopitaux, Strasb.
Simonette Gaudée, 22, fille, id
Françoise Gaudée, 20, fille, id
Charlotte Gaudée, 12, fille, id
Catherine Schott, 23, Servante, Vesthoffen, 1789
Joseph Julien Lajonquiere, 44, Emploié aux fourrages, Milhaud, 1790
M. Françoise Chapuis, 33, Epouse, Strasb.
Louis Zegowitz, 30, Secretaire au district de Niderbronne, Strasb.
Madeleine Arnaud, 22, Epouse, id
Catherine Nebel, 44, cuisiniere, Vasselonne, 1788
J. Leonard Roëderer, 19, Tanneur, Strasb.
M. Elisabeth Roëderer, 22, Epouse, Strasb.
Marguerite Walter, 20, Servante, Hatten, 1789

Registres de population

(1798) 4° Arrondissement, VII° Section, rue des Veaux n° 29
600 MW 19 (Registres de population) p. 179

Roederer, f.ois Carle, Cultivateur, 49, Strasbourg
Roederer, M.rie Madeleine, sa femme, 48, id
Roederer, M.rie Madeleine fille, 26, id
Roederer, f.is Caroline, fille, 23, id
Siesin Catherine, Servante, 20, id
(*) Heckmann, Madel. Servante, 27, Moutzig – E. le3. G.al de la rue des freres 19

Laroche, Charles, Inspecteur des Vivres, 32, Rembervillé, 7 ans
Melise, Elisabeth, Sa femme, 24, Luneville, 5 ans
Laroche, Charles, fils, 3, Strasbourg
Laroche, Elisabeth Desiré, fille, 2, id
Schmitt, Catherine, Servante, 22, id
Farionnet, Anne, Servante, 22, Luneville, 2 ½ ans

Breck, Philibert, Commissaire des guerres, 30, Neuf brisack, 2 ans
Schnegans, Petronelle, son Epouse, 23, Kreutzenach 2 ans
Brek, Philibert, fils, 2, Haguenau
Brek, Petronelle, fille, 1, Strasbourg
Schnegans, Joséphine, Belle soeur, 12, Kreutzenach
Ernst Catherine, Servante, 43, Battenheim, 12 ans
– Louise, Servante, 20, Haguenau, 4 ans
(18)
Rudhard, Georges, Ecrivain, 20, Porrentruy – E. le 15. niv. 7
[verso]
Gaudet, François, Payeur, 54, Strasbourg
Gaudet, Simonette, fille, 22, id
Gaudet, Charlote, fille, 15, id
Rhiel, Madeleine, Servante, 18, Molsheim, 9 mois

Koepfer, Jn. Jacques, Instituteur, 60, Paris, 30 ans
Treiss, Dorothé, son epouse, 55, Strasbourg

Palutiny, Mre. Anne, Epouse du C.en Brulex*, 25, Neufchateaux, 1 ans
Colnon*, Françoise Gouvernante, 50, dud. Lieu, id – [les deux précédents] delogée le 1. niv.

Ebenstreid, Mathias, homme de loi, 62, Strasbourg
Lorentz, Louise, son epouse, 50, Rabsweiser, 6 mois
Ebenstreid, Clement, fils, 14, de Strasbourg
Ebenstreid, Victoire, fille, 12, id
Ebenstreid, Louise, fille, 10, id
Ebenstreid, Justine, fille. 8, id
Hess, Barbe, Servante, 20, Ribauvillé, 6 ans – [les 6 précédents] delogés à la r. du Reteau 3 – de retour

Gaudron, Martin, Musicien, 52, Metz, 20 ans
Fagard, Elisabeth, son epouse, 24, d’huningue, 8 ans
Gaudron, Elisabeth, fille, 6, Strasbourg
Gaudron, Joseph, fils, 17 mois, id
Bilger, Me. Salomé, Servante, 24, id

Annuaire de 1905

Verzeichnis sämtlicher Häuser von Strassburg und ihrer Bewohner, in alphabetischer Reihenfolge der Strassennamen (Répertoire de toutes les maisons de Strasbourg et de leurs habitants, par ordre alphabétique des rues)
Abréviations : 0, 1,2, etc. : rez de chaussée, 1, 2° étage – E, Eigentümer (propriétaire) – H. Hinterhaus (bâtiment arrière)

Schreiberstubgasse (Seite 154)

(Haus Nr.) 4
Kirstetter, Schuhmm. 0
Müller, Buchhalter. 0
Müller, Putzmacherin. 0
Schulz, Pförtnerin. 0
Faller, Rentner. 1
Hitz, Bankbeamter. 1
Lauck, Buchhalter. 1
Lauck, Kleidermacherin. 1
Diener, Konservator. 2
Diener, Wwe. 2
v. Jan, Dr. phil. Oberlehr. 2
Pfertzl, Wwe. 2
Drosihn, Maler. 3
Mondoré, Maler, 3
Schiess, Gymnasiallehr. 3
Schies, Postgehülfe. 3

Dossier de la Police du Bâtiment (cote 776 W 56)

Rue des Ecrivains n° 4 ()
Autres dossiers, 776 W 57 (1989), 776 W 58 (1990), 925 W 17 (1990-1995), 1331 W 42 (extension), 1249 W 1924 (ravalement)

Le propriétaire Chrétien Stoll transforme en 1864 la mansarde en troisième étage. Le maçon Schaub raccorde en 1865 le bâtiment à l’égout principal de la ville. Mme Lauck, locataire du premier étage sur cour, fait aménager en 1907 un atelier de vêtements pour dames. La maison dont le propriétaire est français est sous séquestre en 1915. La Société civile immobilière Les Ecrivains fait aménager en 1959 un logement dans les combles et installer en 1967 une salle de bains au deuxième étage par Robert Werler. La Société civile immobilière Les Ecrivains adhère le 5 décembre 1988 à l’Association Foncière Urbaine Libre (A.F.U.L.) Médard Saint-Etienne. La S.C.I. Les Ecrivains charge en 1988 le cabinet d’architectes Levy Peaucelle et associés de Paris de réhabiliter le bâtiment (réfection des toitures, aménagement intérieur, établissement d’un ascenseur). Le cabinet transmet une description des travaux en juillet 1992.

Sommaire
  • 1864 – Le propriétaire Chrétien Stoll demande l’autorisation de convertir la mansarde en troisième étage selon le croquis en marge de la demande – Accord
  • 1865 – Le maçon Schaub demande l’autorisation de construire un égout qui se déversera dans l’égout principal de la ville – Accord
  • 1869 – Le plombier Rhein demande au nom du locataire Holtzapfel l’autorisation de faire une prise de gaz pour trois becs
  • 1885 – Le maire demande au sieur Schnell de Nancy, mandataire du propriétaire Stoll de Strasbourg, de faire ravaler les façades – Le propriétaire demande de reporter les travaux à l’année suivante, d’autant que le dernier ravalement date de 1876 – Objections de la Police du Bâtiment
  • 1894 – La Police du Bâtiment demande au sieur Schnell de Nancy, mandataire du propriétaire Fischbach de Strasbourg, de faire ravaler les façades – Le propriétaire demande de reporter les travaux à l’année suivante – Travaux terminés, juin 1895 – Le maçon E. Widmann demande l’autorisation d’occuper la voie publique – Autorisation
  • 1894 – La Police du Bâtiment demande que les volets de douze fenêtres au rez-de-chaussée ne s’ouvrent plus vers la voie publique – Le propriétaire observe, en français, qu’il a fait faire de nombreux travaux dans ses maisons et demande le délai maximal. – Accord pour un délai d’un an – Travaux terminés, septembre 1896
  • 1906 – L’entrepreneur Metzger demande l’autorisation de ravaler les façades – Autorisation – L’entrepreneur en peinture Meyer et Reyhle demande l’autorisation de poser un échafaudage sur la voie publique – Autorisation
    La Police du Bâtiment demande au sieur Stiegelmann, mandataire de Mme Schnell de Nancy, de faire ravaler les façades – Il demande un délai d’un an – Nouvelle demande après que le délai est échu – Nouveau délai jusqu’au 1 avril 1907 – Travaux terminés, juillet 1907
  • 1907 – Mme Lauck, locataire du premier étage sur cour, demande l’autorisation d’aménager un atelier de vêtements pour dames – Plans ; hauteur des pièces, 2,85 m. – Autorisation – Rapport de l’inspecteur du travail
  • 1910 – Le ferblantier Auguste Huber demande l’autorisation de déposer des matériaux sur la voie publique – Autorisation – Nouvelle demande quelques jours plus tard.
  • 1915 – Rapport de la Commission des logements militaires. Rien à signaler (la maison est sous séquestre parce que son propriétaire est français)
  • 1924 – L’entrepreneur en peinture Meyer et Reyhle demande l’autorisation de poser un échafaudage sur la voie publique – Autorisation
  • 1949 – Un locataire de l’immeuble voisin signale qu’une cheminée menace de s’écrouler – Visite par le Police du Bâtiment qui demande que la cheminées soit réparée – Travaux terminés, avril 1950
  • 1956 – La Société civile immobilière Les Ecrivains, propriétaire, est autorisée à poser un échafaudage sur la voie publique
  • 1959 – Demande d’un permis de construire pour aménager un logement dans les combles – Plan de situation, dessins (plan, façade) – Permis de construire – Travaux terminés conformément au projet, avril 1960 – Certificat de conformité
  • 1961 – La Société Civile Immobilière demande un constat après qu’un locataire a abîmé un conduit de cheminée – Rapport de la Police du Bâtiment – Travaux terminés, décembre 1961
  • 1967 – Le propriétaire demande l’autorisation d’installer une salle de bains au deuxième étage – Devis estimatif – Permis de construire – Plan dressé par le Bureau d’études du bâtiment, Robert Werler – Travaux terminés, mars 1968
  • 1969 – La Police du Bâtiment demande de faire ravaler les façades – Le propriétaire demande d’attendre que la construction d’un immeuble voisin soit terminée – Nouvelles demandes de la part de la Police du Bâtiment – Une demande de subvention a été déposée, avril 1970 – Travaux terminés en septembre 1971
  • 1982 – L’entreprise Schwab demande l’autorisation de poser un échafaudage sur la voie publique pour réparer la toiture – Les gouttières sont réparées, avril 1985
  • 1987 – Le notaire Collet de la Petite Pierre demande un certificat d’urbanisme – Réponse
  • 1991 – Le géomètre Meyer de Schiltigheim demande des renseignements d’urbanisme – Plan de situation, plan cadastral – Réponse
  • 1993 – L’entreprise Nonnenmacher est autorisée à poser un échafaudage sur la voie publique
  • Copie de l’acte qui constitue le 9 novembre 1987 l’Association Foncière Urbaine Libre (A.F.U.L.) Médard Saint-Etienne, siège à Strasbourg 48 boulevard d’Anvers ; quatre immeubles (5 rue Saint-Etienne, 12 place Saint-Etienne, 4 rue de Zurich, 5-6 place Saint-Etienne) – Procès verbaux d’assemblée, celle du 5 décembre 1988 approuve l’adhésion d’un nouveau membre, la SCI Les Ecrivains
  • 1988-1992 – La société civile immobilière des Ecrivains demande l’autorisation de réhabiliter le bâtiment (réfection des toitures, aménagement intérieur, établissement d’un ascenseur) – Le cabinet d’architectes LPA (Levy Peaucelle et associés, architectes, 17 avenue Victor Hugo 75116 Paris) décrit les travaux projetés – Plan cadastral – Liste des locataires – Demande de permis de construire, août 1992, pour transformer un grenier en appartement – Tableau des surfaces (état actuel, état projeté) – Demande d’autorisation spéciale pour refaire la toiture, restaurer les façades et les menuiseries, améliorer le confort – Description des travaux, juillet 1992.

Relevé d’actes

Inscrite au nom du gentilhomme Frédéric Sturm au Livre des communaux de 1857, la maison appartient ensuite à Jean Philippe Joham de Mundolsheim. Fils de Conrad Joham de Mundolsheim, il épouse en 1595 Marguerite, fille du gentilhomme Jacques Wormser de Vendenheim.

Mariage, Saint-Guillaume (luth. f° 148-v n° 27)
1595. Dominica 18. Trinitatis. Der Edel Vnd Vest hans Philips Joham Junckh. Conradt Jham selig von Mundoltzheim Son Vnd die Edel Vnd Tugendreiche Jungfrauw Margaretha Wormbserin weilandt des Edlen vnd gestreng. Jacob wormbser von Vendenheim, des Ritters selig. tochter – Confirmatio p. facta in dütteleim, 28. octob. die Simonis ac Judæ (i 158)

Jean Philippe Joham de Mundolsheim achète le droit de bourgeoisie le 21 décembre 1597.
1597, 3° Livre de bourgeoisie (4 R 105) p. 512
Der Edell vnd Vest Hanß Philips Joham von Mundoltzheim, kauff d. Burgrecht mit beÿstand deß Edlen vnd vesten Adam Zornen vnd Will Zum Müehlstein diehnen, Act. den 21. Xbris 97.

Jean Philippe Joham de Mundolsheim hypothèque sa maison en haut de la rue des Veaux près du poêle de la Meule au profit de Paul Heydel, receveur de l’auberge des Pauvres passants.

1616 (vi. Martÿ), Chancellerie, vol. 421 (Registranda Meyger) f° 139-v
(P. fol. 135.) Erschienen der Edell vnd vest hannß Philipß Joham vonn Munoltzheim
hatt bekhandt vndt In gegenwertigkheit herrn Paulo Heÿdell, Als schaffners der Ellenden herrberg – schuldig sige 500 pfund pfenning Straßburger
Zum rechten wüssenthafften Vnderpfand eingesetzt vnd verlegt hoff, hauß und hoffestatt mit Allen Ihren gebeüwen & gelegen Inn der St. St. Zu Aller oberst Inn der Kalbßgaßen, Vnd Ist das ortshauß gegen dem tringkstuben vber Zum Mülstein vff einer vnd Andersit nebent Jungfrauw Sÿmburg Böcklerin hinden vff die Preüsch vnd vornen vff die Allmendt stoßend, so freÿ, ledig vnd eÿgen, Darüber besagen vier vnderschiedliche Alte hauptbrieff mit deß hoffs Zu Straßburg Insigelln verwahret, Vnnd dem herrn schaffner vnderpfants weÿß behändiget
(vide Nachtrag in Regist. 1637. fol. 470.)

Jean Philippe Joham de Mundolsheim prête 100 livres à Elisabeth Frœlich, veuve de Conrad Mohr. Sa veuve Marguerite donne quittance en 1628.
1622 (ut spâ. [xxj. octobris]), Chancellerie, vol. 446 f° 420
(Inchoat. in Prot. fol. 307.) Erschienen der Edell vnd Vest hannß Philipß Joham von Munoltzh.
hatt bekhandt vndt In gegenwärtigkheit h. Jacob Eberhardt burgers Zu Straßburg, Als vogt Elisabeth Frölichin, weÿl. Cunradt Mohren selig. Witwen – schuldig seÿe 100 pfund
[in margine :] Erschienen Weiland Elisabethæ Frölichin seeligen erben hannß Jacob Frölich Meßerschmidt, Absolon Simon alß Ehevogt Cleophe Frölichin, Matthis Obrecht Alß Vogt Mariæ Frölichin Hr. Heiligenmeÿers wittiben, Jacob Haubenstricker alß Vogt Mariæ Frölich Michael Fuchsen Wittiben, Hannß Kugler alß vogt Elisabet Frölichin dreÿer eltister Kinder, So dann Christoff Wagner alß Vogt Elisabeth Frölichin dreÿer Jüngster Kinder, haben in gegensein hr. Stettmeister Georg Jacob Wormbsers alß Vogts fr. Margrethæ weil. Jr. hanß Philipps Joham von Munoltzheim seeligen Wittiben – den 23. Octobris 1628.

La maison revient à son gendre Jérôme Christophe Bapst de Bolsenheim qui l’hypothèque au profit du gentilhomme Blaise de Müllenheim

1648 (29. Martÿ), Chambre des Contrats, vol. 501 f° 204
Erschienen der wohl Edel Gestrenge Jr. Hieronÿmus Christoph Bapst von und zu Bolsenheim und die Wohl Edel- Viel Tugendsame Fr. Ursula Veronica Babstin von und Zu Bolsenheim gebohrne Johamin von Munolßheim sein Ehegemahlin, und Sie Fr. Ursula Veronica insonderheit mit beÿstand der wohl Edel- Gestreng Jr. Philippß Erhard Wormsers von Vendenheim und Jrn Hannß Wilhelms von Kippenheim Fünffzeheners beÿs. alß deroselben hierzu erbettener nechster Verwanth.
dem auch wohl Edel Gestreng. Jr. Blasio von Müllenheim dißer Statt bestelt. Maior, schuldig seÿen 300 Pfund pfenning
dafür in specie Vnderpfand sein soll hauß, hoff, hoffstatt mit allen deren Gebäwen & alhie oben an der Kalbßgaß. geg. dem Mühlstein hienüber, ist einseit ein Eckh, anderseit neben dem Wohl Edel- Gestreng H Bernhard. von Kageneckh dißer Statt ietz Regirend. stättmaÿstern, hind. vff die Preüsch stoßend geleg.

Marie Marguerite Babst de Bolsenheim, femme du gentilhomme Henri Thierry Voltz d’Altenau, vend la moitié d’une maison en donnant pour garantie la moitié qui lui revient de la maison en haut de la rue des Veaux près du quai au Sable.

1694 (21.2.), Chambre des Contrats, vol. 566 f° 156
die Hochedelgebohrne Frau Maria Margaretha geb. Pabstin von Bolsenheim, weil. /:salv. titl:/ herrn Heinrich Dietrich Voltzen Von Altenau geweßenen deß beständigen Regiments d. H. dreÿ Zehn. beÿsitzers nachgelaßene Adel. Fr. Wittib mit beÿstand /:salv. titl:/ Herrn Johann Philipp Joham von Mundolßheim, dießer Statt alten Stättmeisters, dreÿ Zehens und Cancellarÿ Universitatis & Ihres Vettern herrn Curatoris [unterzeichnet] mariata volzin geborne Bapstin bolsenheim
in gegensein Herrn Caspar Mustingers des barbierers und Wundartzts mit beÿstand herrn Georg Albrechts Steinheilß J. U. Lti.
die helffte für ohnvertheilt an dero eÿgenthümblichen behaußung und hoff, der Schwartzacher hoff genandt, bestehend in einem Vorder, Nebens und hinderhauß, auch dar zwischen gelegenen hoff, Und dero hoffstätten, gärtten und allen deren übrigen gebaüen, begriff. rechten und Zugehördt. allhier unden an der Kalbsgaßen einseit zum theil neben den H. Kaüffer selbsten, zum theil neben Samuel Roth den weißbecken zum theil auch einen außgang gegen St. Stephans Closter über, habend, zum theil auch ferner neben einer behausung gemeiner Statt gehörig darinn ein ieweiliger Haagknecht wohnt, as. neben /:titl:/ herrn Jacob Friderich Wormßer Von Vendenheim, hinden auff die Breusch stoßend gelegen, Welche Behaußung und hoff, sambt zugehördt., in specie die ietzverkauffter helffte gegen iedermänniglich freÿ ledig und eÿgen, davon die übrige helffte ist Jr. Christoph Pabsten von Bolsenheim, Ihrem Bruder, alß auß vätterlichen Erbschafft Ihnen beeden angefallen – umb 750 pfund – beÿ verhafftung aller deren haab und güther ins gemein, In specie aber der Helffte an Ihrer oben an d. Kalbsgaß neben dem Sandplatz gelegen wohnbehaußung, deren sowol alß der verkaufften behaußung Ihrem Hn. Bruder obged. (Jr Johann Christoph Pabsten von und zu Bolsenheim) die helffte auch gehörig

Jean Christophe Bapst de Bolsenheim vend l’autre moitié de la maison en donnant la même garantie

1694 (11. 7.br), Chambre des Contrats, vol. 566 f° 567-v
Herr Johannes Spieß, Schaffner des Stiffts St. Stephan, alß vermög eines von hernach bemeldten Seinem principalen eÿgenhändig underschriebenen am 10. huj. in Bolßenheim datirten Gewalds constituirter mandatarius /:tit:/ Herrn Johann Christoph Pabsten von Bolsenheim
in gegensein Herrn Caspar Mustingers des barbierers und Wundartzts
die helffte für ohnvertheilt, an dero eÿgenthümblichen behaußung und hoff, der Schwartzacher hoff genandt, bestehend in einem Vorder, Nebens und hinderhauß, auch dar zwischen gelegenen hoff, Und dero hoffstätten, Gärtten, und allen deren übrigen gebaüen, begriff. recht. und Zugehördt. allhier unden an der Kalbsgaßen einseit zum theil neben den H. Kaüffer selber, Zum theil neben Samuel Roth, den weißbecken Zum theil auch einen außgang geg. St. Stephans Closter über habend, Zum theil auch ferner, neben einer behausung, gemeiner Statt gehörig, darinn ein ieweiliger haagknecht wohnet, anderseit neben /:titl:/ herrn Jacob Friderich Wormßer Von Vendenheim, hinden auff die Breusch stoßend, gelegen, Welche Behaußung und hoff, sambt zugehördt., in specie die ietzverkauffter helffte gegen iedermänniglich freÿ ledig und eÿgen, Zu mahlen die übrige helffte dem Kaüffer bereits zu vorhin gehörig seÿe – geschehen umb 750 pfund
ist abgeredt, daß der verkauffende H. principalis solche geg. ied. männiglich und insonderheit dem Closter Schwartzach, sicher und beständig zu leisten schuldig sein solle, beÿ verhafftung aller deß H. Verkaüffers haab und Güthen, ins gemein nichts darvon außgenom. in specie deßen helffte an der oben an d. Kalbsgaß, neben dem Sandplatz gelegenen behaußung, deren deß Hn. Verkäufers Frau Schwester Fr. Mariæ Magdalenæ Voltzin V. Altenaw gebohrne Pabstin V. Bolsenheim wittib die übrige helffte gehörig

Marie Marguerite Babst de Bolsenheim loue la moitié d’une cave au juif Baruch Weil

1705 (6. 9.br), Chambre des Contrats, vol. 578 f° 877
S.T. Jr. Leopold Oßwald von Glaubitz XV.ner nahmens S.T. Frn. Maria Marg: Voltzin wittib mit bewilligung Dero hochadelichen Hn Curatoris wie Er berichtete
hatt in gegensein Baruch weil juden, daß Sie Fr. XIII.ner Voltzin ihme Weilen (signé) BRWG WWYYL
entlehnt, in ihrem Hauß in der Kalbsgass den vorderen halben keller wie selbiger unterschlagen auf dreÿ jahr lang anfangend auf Mich: 1705 – um einen jährlichen Zinß nemlich 6 pfund

L’inventaire dressé en 1711 après la mort de Marie Marguerite Babst de Bolsenheim veuve de Henri Thierry Voltz d’Altenau décrit la maison qu’elle a héritée de son père en 1689 pour un prix d’estimation de 1 700 livres.

Les consorts Joham de Mundolsheim vendent la moitié qui leur revient de la maison à Jean Georges Gissing, assesseur des Quinze

1715 (15.4.), Chambre des Contrats, vol. 588 f° 308
(1800) S.T. Jr: Philipp Conrad Joham von Mundolsheim Stättmeister u. XV.ers für sich und nahmens S.T. Frauen Susannæ Veronicæ Forstnerin wittib geb. Joham von Mundolsheim, Item nahmens S.T. frauen Evæ Salome von Hottigen geb. Johamin von Mundolsheim, Item S.T. Jr Leopold Oßwaldt von Glaubitz XV.er alß ehegemahl S.T. frauen Annæ Marg: geb. Joham von Mundolsheim
in gegensein H Joh: Georg Guising E.E. großen Raths beÿsitzers
die helfte für unvertheilt ahn hauß hoff hinter hauß gärtlein daran mit allen begriffen, weithen, zugehörden und Gerechtigkeiten allhier in der Kalbsgass, einseit neben der allmendt anderseit neben H. Stättmeister von Kageneck hinten mit dem Garten aufs wasser und gibt mann vom Gärtlein 10 ß ane allmend geldt den Pfthrn. – um 1800 pfund

Jean Georges Gissing est propriétaire de l’autre moitié de la maison par une donation que lui a faite Jean Christophe Bapst de Bolsenheim le premier août 1714 devant le notaire royal Albert (voir plus loin l’inventaire dressé en 1736). Il hypothèque la maison entière au profit d’Antoine Evrard Bock de Blæsheim assesseur des Treize

1715 (15.4.), Chambre des Contrats, vol. 588 f° 309-v
immediate supra stehender H. Rathherr Guising
in gegensein S.T. Jr Anthoni Eberhard Bock von Bläßheim Stättm: und XIII.ers wie auch H Joh: Breu E.E. großen Raths beÿsitzers 1000 und 1000 pfund, zur erkaufung der helfte ahn immediate infra versetzte behausung
unterpfand, das gantze hauß hoff hinter hauß gärtlein daran mit allen begriffen, weithen, zugehörden und Gerechtigkeiten allhier in der Kalbsgass, einseit neben d. allmendt anderseit neben H. Stättm: von Kageneck hinten mit dem Garten aufs wasser und gibt mann vom Gärtlein 10 ß ane allmend geldt

Fils de Jean Gissing, Jean Georges Gissing alors bailli de Heiteren épouse en 1690 Anne Marguerite Vœgtlein, fille du bailli Mathias Guillaume Vœgtlein
Mariage, Ribeauvillé (cath. p. 31 n° 25)
Edle vest vnd Rechtsgelehrte herr Johan Georg Gising Ambtman Zu heidtern des Ehrenvesten wolweisen H Johan Gising Stabhaltder alhie Ehelicher sohn ist midt d. Edlen vnd dugendtreiche Jungfr. Anna Margaretha Vögtlein des Edl vnd Gestreng H Mathiæ Wilhelmi Vögtleins Oberambtman alhier solemniter copulirt worden sine impedimento cum dispensôe de super bini denuntatione facta 20. 9.bris 1690.

Le licencié en droit Jean Georges Gissing de Ribeauvillé et sa femme Anne Marguerite « Stœsslin » deviennent bourgeois de Strasbourg le 20 novembre 1697 en s’inscrivant à la tribu des Tonneliers.
1697, 3° Livre de bourgeoisie p. 1196
H. Joh: Georg Gießing J.V. Lt. Weÿl. H. Johann Gießings gew. Statthalters zu Rappolßweÿer hint. Ehl: Sohn, und Fr: Anna Margareth Stößlin deßen Ehl. haußfraw, erkauffen das Burgerrecht p. 6. Gold fl. und 16. ß. so bereits auf dem Pfenningth. erlegt worden, Vnd werden beÿ E.E. Zunfft der Kieffer dienen. Jur. d. 20. Dito [9.bris] 1697.

Inscription à la tribu le 3 décembre suivant
1697, Protocole de la tribu des Tonneliers (XI 392)
(f° 84) Dienstag den 3. Decembris Anno 1697 – Dato erschienen Herr Johann Georg Giesing burger alhier, producirt schein Von alhiesiger Cantzleÿ, der Statt Stall und dem Pfenningth. sub dat. 25. e 26.t 9.bris 1697. bittet Ihme gebeüen Zuelaßen, deme auch in seinem petito Willfahrt worden, Zahlt Zur gebühr mit dem feüer aÿmer 2. lb. 11. ß. 8. d.

Marguerite Vœgtlin meurt à environ 50 ans, son corps est inhumé le 2 août 1713
Sépulture, Saint-Etienne (cath. f° 152)
1712. Die 2. Augusti anni 1712. (…) sepulta fuit in Cemeterio Margarita Vögtlin quinquaginta circiter annorum uxor Dni Joannis Georgii Guising advocati Curiæ superioris in alsatiâ omnibus necessariis ecclesiæ sacramentis prius munita (i 158)

Jean Georges Gissing devient assesseur des Quinze en 1716, prévôt de la tribu des Tonneliers en 1718, administrateur de la Robertsau en 1726 et assesseur des Treize en 1727.
1716 XV (2 R 120) Herr XV Johann Georg Giesing wirt introducirt. 95
1718 Conseillers et XXI (1 R 201) H. XV. Joh: Georg Gießing Wird Zu einem Oberherren E E. Zunfft der Kieffer erwöhlt. 51.
1726 Conseillers et XXI (1 R 209) H. Joh: Georg Gießing Ammeister Wird Zu einem Land: Pfleger in der Ruprechtsau erwöhlt. 120.
1727 Conseillers et XXI (1 R 210) H. Amstr. Joh: Georg Gießing Wird Zu einem dreÿzehner erwöhlt. 248. schwört auff die Ordnung. 261.

Assesseur des Quinze, Jean Georges Gissing se remarie en 1719 avec Anne Salomé Loyson, fille du prévôt de Wingersheim Jean Loyson et d’Anne Schott
1719 (23. Junÿ), Not. Oesinger (Jean Adam, 39 Not 40) n° 527
Eheberedung – zwischen dem hoch Edel Vesten, fromm, fürsichtig hochweiß v. hochgelehrte Herrn Joh: Georg Gießing J. U. Ddo v. beÿ dem beständigen geheimen Regiment des hochlöbl. Collegii der Gnädiger Herrn der Fünffzehen allhier in der Königl. Statt Straßburg hochansehlichen Beÿsitzer alß dem Herrn Breüttigamb ahne Einem
So dann der Wohl Edlen, Hochehren und Tugendgezierten Jungfrawen Annæ Salomeæ gebohrene Loysonin Weÿl. des Wohl Edlen und großachtbaren Herrn Johann Loyson geweßenen Wohlmeritirten Schultheißen zu Wingersheim, mit der Viel Ehren und tugendbegabten Frawen Anna gebohrener Schottin ehelich erzeugten und nachgelaßenen Jungfer Tochter, alß der Jgfr. hochzeitero, am andern theil
So beschehen und Verhandelt seÿen dieße ding in der königlichen Statt Straßburg in beÿseyn und persönlicher gegenwart S:T: Vorgedacht der Jgfr. hochzeiterin werthgeehrten Eltern und S:T: herrn Lorentz Loyson Wohlverordneten Schaffners im Newweiler hoff allhier Ihr der Jgfr. Hochzeiterin H Bruders und Vogts (…) Freÿtags den 23.ten Junÿ Anno 1719
[unterzeichnet] H. Görg Guissing als hochzeiter, Anna Salome Loysonin als hochzeiterin

Consul en 1724, 1730 et 1736, Jean Georges Gissing meurt en 1736 en délaissant quatre enfants issus de la veuve. Les experts estiment la maison à 1 750 livres. La masse propre à la veuve est de 6 436 livres. L’actif des héritiers et de la communauté s’élève à 4 019 livres, le passif à 8 613 livres. Le fils Georges Antoine est novice à l’ordre de Saint-Jean de Jérusalem en 1744.

1736 (16.7.), Not. Dautel (Fr. Henri, 6 E 41, 234) n° 58
Inventarium und Beschreibung aller derjenigen Haab, Nahrung und Güthere, Keinerleÿ davon außgenommen, so weÿl. der hoch Edel Gestreng, Fromb, Vest, Fürsichtig und hochgelehrte herr Johann Georg Gießing, geweßener der St. Str. jetzig Regierender hochv.dienter Ammeister, und des beständigen geheimen Collegii derer Herren XIII. hochansehnlicher Assessor, nunmehr seel., nach seinem den 18. Maÿ dießes lauffenden 1736.ten Jahrs aus dießer Welt genommenen tödl. Ableiben Zeitlichen verlaßen, Welche Verlaßenschafft auf freundl. Ansuchen, Erfordern und Begehren des Wohl Ehren Vesten, Großachtbaren, Fürsichtig. und weißen Herrn Antonii Ruffier, Vornehmen handelsmanns und E:E: Kl. Raths jetzig wohlverdienten beÿsitzers, als geordnet und geschworenen Vogts Jungfr. Mariæ Salome, Herrn Georgii Antonii, Jungfr. Magdalenæ Elisabethæ und dann Jungfr. Rosinæ Fridericæ derer Gießing, welche letztere nach dem todfall erst als ein posthumus auff die welt gekommen, alle annoch minorennes, und vorhoch Edelgedachten H. Ammeisters seel. mit der Wb. in 2.ter Ehe erzeugter Vier Kinder und ab intestato nachgelaßener Erben fleißig inventirt und ersucht durch die hoch Edle hoch Ehren und hoch tugendbegabte Fraw Maria Salome gebohrne Loyson, die hinterbliebene Fr. Wb. mit assistentz des Wohl Ehren Vesten hochachtbar und Rechtsgelehrten Herrn Joh: Adam Claußen, Notarii Publ. und berühmten Practici auch derzeit wohlverordneten Hagschreibers, und b. allh. dero geordneten Herrn Vogten ordentlich vorgewießen (…) So geschehen allh. in der Königl. fr. St. Str. auff Montag den 16. Julii A° 1736.

In einer allhier Zu Str: ane der Kalbsgaßen gelegenen in dieße Verl. eigenth. hernach beschriebenen beh. folgender maßen befunden
Ane Höltzen und Schreinerwk., Auff d. bühn, In des Knechts Cammer, In der Speck Cammer, In der Vördern Meel Cammer, Auff dem Obern Gang, Im vordern haußöhren, In des Sohns Studier stuben, In der Kuchen, Auff dem untern Gang, In der Obern hind. frantzös. Camin Cammer, In der 2.ten Cammer darneben, In der Nebens Cammer, In der obern Eckstub, In der obern Hintern Cammern, In der untern mittlern frantzös. Camin Cammer, In dem Cabinet, In der Wohnstub
Eigenthum ane Häußern. (E) I. Vorder: und Hinder Hauß, sambt nebens Gebäuen, Hoff, Hoffstatt, Stallung und einem hinden daran gelegenen Gärtlein, auch allen übrigen Rechten, Zugehörden und Gerechtigkeiten gelegen allh. ane der Kalbsgaß, einseit ist ein Eck ane d. Allmend gegen dem Wollhauß über, 2.s neben H. Joh: Georg Haußern, dem ältern tabackhändlern, hinden der garten auff die Preusch stoßend, wavon undt zwar allein von dem Garten mann jährl. der St. Str. Pfgth. auff Georgii 10 ß d zu bodenzß zu reichen, sonsten freÿ ledig und eigen, und ist die beh. durch die allhiesig geschwohrene Werckmeistere in crafft der von denenselben Zum Concept eingeschickten den 5. Julii 1736. datirten schrifftl. Abschatzung æstimirt worden pro 1750 lb. Darüber und zwar über Eine Helffte, welche von Jr. H. Phil. Conrad Joham von Mundolßh. v. Fr. Sus. Veronica Forstnerin geb. Joh. von Mundolßh. an sich erhandelt worden, bes. j. teut. perg. Kffbr. in allh. C.C. st. gef. v. m. deren anh. Ins. verw. datirt den 15. apr. 1715, notirt m. N° 1. Und dann über die andere helffte, welche dem Verstorbenen H. Ammeister seel. von Jr. Joh: Christoph Bapst Von Bolßenh. geschenckt worden, bes. j. frantzös. papÿr. Donatio, Von Sr. Albert, Notaire Royall errichtet, datirt 1. aug. 1714. Ferner Eine Erkandnus E. E. Gr. Raths dedato 15. 7.br 1714. crafft deßen obige Donatio Obrigkeitlichen verzeichnet worden
(W) It. j. neuerbaute beh. Hoff, Scheur, Stallung v. Trott, Zugehörden, Rechten v. gerechtigkeit gelegen in dem dorff Wingersheim ane der Kirch gaßen (…)
(W), It. j. klein Häußlein sambt dem daran gelegenen Gärtl. gelegen in besagtem dorff Wingersheim (…)
(f° 27) Ergäntzung der Fr. W: ermangelnden ohnveränderten Guths, Vermög theil Reg. über Weÿl. Tit: H. Joh: Loyson, geweßten Raths v. Procuratoris Königl. Landvogteÿ Hagenau v. Schultheiß zu wingersh. der Fr. Ammeisterin geliebten H. Vatters Verl. Abtheil. dh. H. Joh: Bernauern Königl. Not. gedachter Landvogteÿ in A° 1706 auffgerichtet
Series rubricarum hujus Inventarÿ. Der Fr. wittib unverändert guth betreffend, Sa. hausraths 91, Sa. früchten 100, Sa. Pferd 19, Sa. Schiff und geschirr zum Ackerbau gehörig 8, Sa. leeren faß 14, Sa. Goldener Ring 55, Sa. der Pfzß. hptgüther 157, Sa. Gültten 441, Sa. Eigenthumbs ane häußern 631, Sa. derer activorum 273, Sa. ermangelnden unveränderten guths 4565, Summa summarum 6436 lb
Der Erben unverändert und theilbar gelangend. Sa. hausraths 576, Sa. der Früchten 56, Sa. der Pferd 27, Sa. Schiff und geschirrs 12 ß, Sa. der Kutsch 35, Sa. des Hau und Strohes 10, Sa. der Wein und Leeren faß 671, Sa. Silbers 420, Sa. baarschafft 19, Sa. Mattenzinß 333, Sa. der Gültten 50, Sa. Eigenthums ane häußern, 1750, Sa. Eigenth. ane liegenden güthern 32, Sa. der activorum 37, Summa summarum 4019 lb – Schulden 8613 lb, In Compensatione Theilbar Passiv onus 4594 lb – Stall summa 3504 lb
Zweiffelhaffte Pfgsßhptg. der Fr: unverändert 341 lb, Ungewiße Schulden in die Verl. zugeltend 1274 lb, Verlohren Schulden in die Nahr. zugeltend 331 lb
(f° 32) Copia der Eheberedung, zwischen dem hoch Edel Vesten, fromb fürsichtig hochweiß v. hochgelehrte H. Joh: Georg Gießing J. U. Ddo v. beÿ dem beständigen geheimen Regiment des hochlöbl. Collegii der Gn. Hn. der XV. allh. hochansehl. beÿsitzer, So dann d. wohledle, Hochehren v. Tugendgezierten Jgfr. Annæ Salomeæ geb. Loysonin weÿl. des wohledl. v. großachtbahren H. Joh: Loyson gewes. wohlmeritirten Schultheißen zu wingersh. mit Fr. Anna geb. Schottin nachgelaßenen Jgfr.Tochter, den 23. junÿ A° 1719, Not. Joh: Adam Ösing.
(f° 43) persönlich erschienen seÿe S. T. Frau Anna Salome geb. Loyson S. T. Herrn Frantz Joseph Krugen J. U. Lti. und E.E. großen Raths alten wohlverdienten beÿsitzers und jetztmahligen wohlverordneten dreÿers des allhießigen Pfenningthurns frau Eheliebstin beÿständlich Herrn Joh: Adam Claußen, Notarii publici v. berühmten Practici auch derzeit wohlverordneten Hagschreibers ihres dennoch ohnentledigten Herrn Vogten ane einem, So dann S. T. Herrn Georg Anthonius Giesing der Zeit Novitius der allhießigen hochlöblichen Ritterschafftlichen Ordens zu St Johann mit assistentz S. T. Herrn Anthonii Ruffier, Vornehmen handelsmanns und E:E: Großen Raths alten wohlverdienten beÿsitzers seines dato annoch ohnentledigten Herrn Curatoris ane andern theil, was maßen wohlgedachter Herr Abbé Georg Anthonius Giesing der hier Sohn in hochlöbl. angeregten Ritter Orden St Johann zur Profess auff und angenommen seÿe, auch dahero des festen Vorhabens darinnen Lebenslänglichen zu Verbleiben (seiner Mutter) was Anforderung ane de Vätterlichen Verlaßenschafft (…), den 10. dec. 1744

La veuve Anne Salomé Loyson se remarie en 1737 avec le licencié en droit François Joseph Krueg, originaire de Ribeauvillé : contrat de mariage célébration
1737 (21. 7.br), Not. Claus (Adam, 7 not 12, protocole) p. 191
Eheberedung – zwischen dem Edelvesten Hoch vnd wohlgelehrten Herrn Herrn Frantz Joseph Krueg beÿder rechten Licentiaten und burger, allhier Zu Straßburg, weÿland Herrn Johann Kruegen geweßenen Hoff Zimmermann und burgers Zu rappoltzweiler hinterlaßenen Ehelich erzeugtem Sohn, als hochzeiter ane Einem
So dann der wohlgebohrnen Hochachtbaren Ehr: undt Tugendsamen frauen frauen Anna Salome Gießingin gebohrner Loyson, weÿland des Hoch Edelgestrengen hoch : und wohlweißen Hoch und wohlgelehrten Herrn Johann Georg Gießings Allhießiger Statt geweßenen Ammeisters und dreÿzehners hinterlaßener fraw wittib undt auch burgern allhier als Hochzeiterin ane dem Andern theil sich begeben und Zugetragen
so beschehen Zu Straßburg den 21. tag des monaths Septembris 1737. [unterzeichnet] FJKrueg als hochzeiter, Anna salomee Guising gebohren loyson als hochzeittterin

Mariage, Saint-Etienne (cath. f° 117-v)
Hodie 22 die Septembris anni 1767 (…) sacro matrimonii vinculo in facie Ecclesiæ conjuncti fuerunt honestus Dominus Franciscus Josephus Krueg juris utriusque Licentiatus et civis huius urbis oriundus Ex Rappiswilâ filius legitimus joannis Krueg et Elisabethæ braubeckerin et honesta Domina anna Salomea vidua relicta Defuncti Domini joannis Georgÿ Gising Consulis Regentis tempore suo, in hac parochia commorans (signé) FJ Krueg, Anna Salomée Guissing née Lotson (u 123)

François Joseph Krueg devint tributaire à la Lanterne le 29 novembre 1737 (le livre de bourgeoise manque à la fin de 1737)
1737, Protocole de la tribu de la Lanterne (XI 211)
(f° 112-v) Dienstag den 26. 9.bris 1737 – Hr Frantz Joseph Krug J. V. Licentiatus gebürthig Zue Rappolsweÿher producirt Statt Straßb. stall vnd Pfenningthurn schein Crafft dessen derselbige Zum burger dahier ahngenohmen bittet Ihnen dießes orths vndter denen Zu dienen alß Einen mit Zünfftig. zu recipiren.
Erkandt, gegen Erlag j lb. vor den Pfenningthurn willfahrt

Anne Salomé Loyson meurt en décembre 1744 en délaissant trois enfants de son premier mariage, dont un fils religieux inapte à lui succéder, et trois enfants du deuxième mariage. L’inventaire est dressé dans sa maison rue des Poules. La masse propre au veuf est de 413 livres, celle des héritiers de 4475 livres. L’actif de la communauté s’élève à 497 livres, le passif à 867 livres.
1745 (11.3.), Not. Dautel (Fr. Henri, 6 E 41, 242) n° 237
Inventarium und beschreibung aller derjenigen Haab, Nahrung vnd Güthere, Keinerleÿ davon außgenommen, so Weÿland die hoch Edle, hoch Ehren und hoch tugendbegabte Frau Anna Salome gebohrene Loyson, des Edelvesten Großachtbaren fürsichtig und hochgelehrten herrn Frantz Joseph Krugen, J.U. Lti und E. E. großen Raths alhier alten wohlverdienten beÿsitzers und derzeit wolverordneten dreÿers des allhießigen Pfgthurns auch Vornehmen burgers allhier zu Straßburg gewesene Frau Eheliebstin, nunmehr seelige, nach ihrem den 27.ten Decembris des letztabgewichenen 1744.ten Jahrs aus dießer welt genommenen tödlichen Ableiben Zeitlichen verlaßen (…) ersucht durch voredelbesagten Herrn Wittiber und hernach auch wolbesagte Jungfrau Mariam Salome Gießingin die Jungfer Tochter Erster Ehe wie nicht weniger Franciscam Steinbachin, von Moltzheim gebürtig die dienstmagd (…) So beschehen allhier Zu Straßburg auff Donnerstag den 11.ten Martÿ Anno 1745.
Die Verstorbene Frau Seelige Hat ab intestato Zu Erben verlaßen, wie folgt. 1. S. T. Jungfrau Mariam Salome Gießingin in die 22. Jahr alt, und dahero Majorennis, mithin mit assistentz S. T. Herrn Johann Georg Wildt,.E. E Großen Raths alten und E. E. Kleinen Raths jetzig Wohlverordneten beÿsitzers, und vornehmen burgers allhier, welche mit und neben demselbigen dießer Inventur in Persohn abgewartet, betreffend S. T. Herrn Georgium Anthonium Gießing, den Herrn Sohn, so ist dießes seines Antheils wegen mention Zu thun, daß derselbige in Löbl. Ritter Orden St. Johann bereits auffgenommen, und Profess gethan habe, mithien weilen derselbige Vätter: und Mütterlicher succession halben, bereits Vergnünglichen außgewiesen, dieser seiner Persohn halben hier in sowit nicht mehr zu gedencken.
2. Jungfrau Rosinam Fridericam Gießingin, in die 9. Jahr alt, alßo Minorennis, dahero bevögtiget mit S. T. Herrn Anthonio Ruffier, Vornehme Handelsmann und E. E. Großen Raths alten wohlverdienten Assessore und hochgeachteten burgern allhier, so beÿ dießer gegenwärtigen Inventur auch persönlich gegenwärtig gewesen, diese Zwo Jungfrauen Töchtere der Verstorbenen Frauen seligen mit Weÿland S. T. Herrn Johann Georg Gießing, der Stadt Straßburg geweßenen hochverdientem und Zur Zeit seines absterbens regirenden herrn Ammeister, und des beständigen geheimen Regiments derer herren XIII. hochansehnlichem Assessore, längst seeligen, ihrem hertzgeliebten Eheherrn in Erster Ehe erzeugt
3. Jungfrau Mariam Genovevam Salomeam in die 5. Jahr alt, 4. Herrn Franciscum Josephum Ignatium in die 4 Jahr alt, Sodann 5. Annam Barbaram Josepham in die 2 Jahr alt dieße dreÿ Krugin, und mit S.T. Herrn Frantz Joseph Kruegen, J. U. Lt° und E. E. Großen Raths alten wohlverdienten beÿsitzern und derzeit wohlverordneten dreÿern des allhießigen Pfenningthurns und vornehmen burgern allhier, von der Verstorbenen Frauen seel. in Zweÿter Ehe ehelich erzeugt, dero geordnet und geschworener Vogt S.T. Herrn Adam Claus, Notarius publicus juratus und berühmter Practicus, auch beÿ dießer Stadt wohlverordneter haagschreiber und burger allhier, welcher beÿ dießer Inventur præsens geweßen. Alle fünff aber der Verstorbenen Frauen Rathherrin seel. in Erst: und anderer Ehe ehelich erzeugte Kinder und nach tod ab intestato Zu gleichlingen Portionen und Antheilen hinterlaßene Erben

Copia der Eheberedung
Bericht. Obzwar vorhergehende Ehevogt §° 2° anregung thut, daß beede nun Zertrennte Ehepersonen unter sich Verabredet, daß deoselben Zugebrachte und wehrender Ehe ererbte Nahrung und Güther beÿ der einst eräugnenden fall unverändert Verbleiben und Zu Verhüthung Künfftigen Streits als bald nach Vollzogener hochzeit behörig inventirt werden sollen, so hat als mann solcher gestalten zu ersuchung solcher Güther denen darüber etwa besagenden Documenten schreitten wollen, der hinterbliebene hr wittiber auff mein des Notarÿ Nachfrag Zu einer Antwort ertheilt, daß ihr obige abrede hierinn nicht ins werck gesetzt, mithin ihre Zugebrachte Nahrungen nicht in ihre Ehe inventirt werden wären (…)
In einer allhier Zu Straßburg ane der Hennengaß gelegenen, in dieße Verlaßenschafft eigenthümlich gehörigen behaußung folgendermaßen sich befunden
Ane Höltzen und Schreiner. Auff der Bühn, In der Cammer Lit: A, In der Cammer Lit: B, Im hauß Ehren vor der obern Wohnstub, In der Cammer Lit: C, In der Camin Cammer, In der obern Wohnstub Cammer, In der obern Wohnstub, In der untern Stub in den Garten außsehend, In der Kindstub, In der undern Stub Cammer, In der undern Wohnstub, In der Kuechen, Im Hauß Ehren vor der Wohnstub, In der Bauch Küchen
(f° 25) Eigenthumb ane häußern. (E.) Nemlichen eine behaußung ane der Vorstatt Krautenau ane der hennengaß (…)
(f° 28) Ergäntzung der Erben abgegangenen unveränderten Guths. Vermög hievor im Bericht angeregten Inventarii v. Theilreg. über der Verstorbenen fr. rathherrin Ersten herrn ehegemehts Verlaßenschafft in A° 1736. durch mich den Notarium gefertiget
(f° 34) Series rubricarum hujus Inv. Des Herrn Wittibers unverändertes Vermögen betreffend. Sa. haußraths 5, Sa. faß 2, Sa. Silber geschirr und Geschmeids 16,, Sa. Gold. rings 5, Sa. Guths Erg. 384. Summa summarum 413 lb
Solchemnach vid: beÿm Introitu der Erben unverändert Guth, Sa. haußraths 107, Sa. Leerer faß 27, Sa. Kutsch v. Wagnens 5, Sa. Schiff und geschirr zu Wingersheim befindlich 4, Sa. Pferds 4, Sa. Silber geschirr und Geschmeid 367, Sa. Guld. Ring Ketten Perlen v. dgl. Geschmeid 53., Sa. baarschafft 1, Sa. Pfgzß hptg. 251. Sa. Gülth von liegenden güthern 462, Sa. Geld zinnßes von liegenden güthern 377, Sa. Eigenthums ane Häußern 3372, Sa. Schulden 286, Sa. Ergäntzung (2327, abzug 2008, verbleibt) 318, Summa summarum 5728 lb – Schulden 1263, Nach deren Abzug 4475 lb
Endl. vid. beÿm Introitu das theilbare Vermögen, Sa. haußraths 109, Sa. Weins 28, Sa. früchten 6, Sa. Gartengewächßen 36, Sa. Schwein 1, Sa. Karchs 15 ß, Sa. Pferd 27, Sa. Silbers 41, Sa. Pfenningzinß hauptgüter 159, Sa. Eigenthum ane liegenden güthern 12, Sa. Schulden 73, Summa summarum 497 lb – Schulden 867 lb, In Compensatione 370 lb
Stall Summ 5222 lb

Les préposés de la Taille font figurer la succession dans leur registre parce que les impôts acquittés étaient calculés d’après une fortune sous-évaluée de 1 100 florins (550 livres) sur un total de 10 400 florins
1745, Livres de la Taille (VII 1179) p. 343
Blum F. N. 9453 – Weÿl. Fr. Annæ Salome gebohrner Loyson H. Frantz Joseph Krug J.V. Lti Exsenatoris und dreÿer des Pfenningthurns Ehel. Haußfrauen Verlaßenschafft inventirt H. Not. Dautel.
Concl Fin. Inv. ist fol. 260, 5222. 4. 7, die machen 10.400 fl. Verstallte nur 9300 fl. Zu wenig 1100 fl.
Nachtrag Sechs Jahr in duplo à 3 lb 6 ß – 19 lb 16 ß
Und Vier Jahr in simplo à 1 lb 13 ß – 6 lb 12 ß
Ext. Stallgeltt 1745 – 15 lb 6 ß
Gebott – 2 ß 6 d
Abhandlung 5 lb 7 ß 6 s, Summa 47 lb 4 ß
auf eingebrachte motiven habn die Herren dreÿ nachgelaßen 9 lb 18 ß, Rest 37 lb 6 ß
dt. 20. Junÿ 1745.

Assesseur au Grand Sénat et administrateur de la Tour aux deniers, François Joseph Krug fait dresser un acte de partage après la mort de sa fille Marie Geneviève et l’entrée dans les ordres de son fils François Joseph Ignace, entre Marie Salomé et Marie Frédérique Gissing et Anne Barbe Josèphe Krueg
1765 (10. 7.br), Not. Claus (Jean Adam, 7 Not 8) sn
General Looß: und Theil Register über Alles dasjenige was dem wohl Edelvesten, Großachtbaren undt hochgelehrten Herrn H. Frantz Joseph Krug J.U. Ltus und E. E. Großen Raths allhier Zu Straßb. alten wohlmeritirten beÿsitzern und derzeit wohlverordneten dreÿer des allhießigen Pfenningthurns, auch vornehmen burgern allhier, Sowohl Vor sich als auch wegen weÿl. Jgfr. Maria Genoveva Salome seinem verstorbenen töchterlein und H. Frantz Joseph Ignatio seinem würcklich beÿ denen hoch: und wohl Ehrwürdigen regulirten Chorherren Sti Anthonÿ professen Herrn Sohn, beede gebohrnen Kruegen, und seinen mit weÿland der hoch Edlen Hoch Ehren und tugendbegabten nunmehr seel. Fr. Anna Salome gebohrner Loyson Ehelich erzeugten ererbten Kindern, Sodann Jgfr. Mariæ Salome und Jgfr. Mariæ Fridericæ deren Gießingen der Verstorbenen seel. mit auch weÿl. S. T. H. Joh: Georg Gießing geweßenen alten Amstr. und XIII. in Erster Ehe Ehelich erzeugten noch lebenden töchtern, Wie auch Jgfr. Annæ Barbaræ Josephæ Kruegin ebenfalls der seel. verstorbenen Fr. rthrin mit vorher benanntem H. Rthn Krug in Zweÿter Ehe erzeugter hinterlaßener Töcher, von gedachter respectibvé Ehefr. und Mutter seel. Verlaßenschafft Erblich und auch in andere Weiß Zugekommene ersucht in Anno 1765.

1774 Conseillers et XXI (1 R 257)
H. Lt. Frantz Joseph Krug der an H. Rathh. Horrers stelle Von E. E. Zunft Zur Bluhm erwehlte assessor E. E. Großen Raths schwört auf die ordnung. 209.

Les enfants et héritiers de Jean Georges Gissing vendent la maison à Jean Léonard Rœderer, teinturier célibataire assisté de son père Jean Chrétien Rœderer pour la somme de 4 505 livres

1737 (31.1.), Chambre des Contrats, vol. 611 f° 65
weÿl. S.T. H. Johann Georg Gießing gewesten Ammeisters und dreÿzehners vier kinder Mariæ Salome, Georgÿ Antonÿ, Magdalenæ Elisabethæ und Rosinæ Fridericæ der Gießing geschworner Vogt H. Antoni Ruffier der handelsmann und E.E. kleinen Raths alter beÿsitzer mit zuziehung der Curanden Fr. Mutter S.T. Fr. Mariæ Salome geb. Loyson und deren Curandis Johann Adam Clauß, Notarÿ Publicÿ und Practici auch haagschreibers
in gegensein Johann Leonhard Röderer des ledigen Kunst und Schönfärbers mit assistentz seines vatters Johann Christmann Röderer des Rothgerbers Lederbereiters – am 28. hujus vorgenommenen und am 30 ejusdem obrigkeitlich confirmirten versteigerung
Eine Behausung bestehend in Vorder, hinderhauß, nebens gebäuden, hoff, stallung gärttlein und hoffstatt auch übrigen derselben gebäuden, begriffen, weithen, zugehörden, rechten und gerechtigkeiten ahne der Kalbsgaß, einseith ist eck ahne dem Allmend gegen dem wollhauß über anderseit neben weÿl. Johann Georg Haußer des ältern handelsmanns erben hinten mit dem garttlein auff die Preusch – von vorgedachtem gärttlein gibt man hiesiger Stadt Pfenning Thurn auff Georgÿ 10 ß ane bodenzinß – nach deme die Fr. Ammeisterin Gießing auf die ihr in denen am 23. junÿ 1719 errichteten Ehepacten §° 2 hafftete quart des eigenthums bedüttenen haußes hierbeÿ verzug gethan – als ein von ihrem H. vatter /:der selbige zu einer helffte per Donationem inter vivos vom 1. aug. 1714 und zum andernen halben theil krafft am 15. Aprilis 1715 getroffenen kauffs erlangt hat:/ ererbtes guth – umb 4505 pfund

L’acquéreur hypothèque aussitôt la maison au profit de Jean Frédéric Œsinger, ancien consul, assesseur des Treize et administrateur de l’Université

1737 (1.2.), Chambre des Contrats, vol. 611 f° 71-v
Johann Leonhard Röderer ledige mehrjährige Kunst und wäth färber beiständlich seines vatters H. Johann Christmann Röderer Lederbereiters
in gegensein S.T. H. Johann Friedrich Oesinger J.cti Alten Ammeisters dreÿzehner und Scholarchæ – schuldig seÿen 3500 pfund
unterpfand, Eine am 31. Januarÿ jüngst vor weÿl. S.T. H. Ammeisters Giesing seel. Kindern erkaufft und aus jetzigem vorschuß vollkommen bezalten behausung bestehend in vorder und hinderhaus und nebens gebäuden, hoff, stallung, gärttlein und hoffstatt mit allen übrigen zugehörden, begriffen und rechten ane der Kalbsgaß, einseith ist eck ane dem Allmend gegen dem wollhauß über anderseit neben weÿl. Johann Georg Haußer des handelsmanns Erben hinten auff die Preusch, von besagtem gärttlein gibt man hiesiger Stadt Pfenning Thurn 10 ß ane allmend zinß

Jean Léonard Rœderer loue un appartement à François Alexandre Margalé de Chanterenne, ancien contrôleur général de la maison de la Dauphine

1738 (26.8.), Not. Humbourg (6 E 41, 60)
fut present Le Sieur Jean Leonard Roedderer Teinturier Bourgeois De cette ville y demeurant rue des Veaux, lequel volontairement a reconnu et confessé avoir baillé et delaissé à titre de Bail et prix de loyer pour le temps terme et Espace de trois années consécutives qui prendront leur commencent du jour et fete de St Michel 29. juillet prochain (signé) Jean Leonhard Roederer Teindurier
au Sieur François Alexandre Margalé de Chanterenne ci devant controleur général de la maison de feuë Madame la Dauphine mere de Sa majesté demeurant aussy en cette ville
C’est a sçavoir L’appartement sur la riviere occupé présentement par ledit Sieur Chanterenne et celuy qui prend jour sur Ladite rue des veaux au premier Etage dans La maison nouvellement batie dudit Sr Roederer Bailleur avec les deux Caves l’une sur le devant et l’autre sur le derrière, ensemble toute La Gallerie allant d’un appartement a l’autre dont et de tout quoy ledit sieur preneur a dit avoir bonne et parfaite connaissance et n’en exiger plus ample detail bien entendu qu’il jouira et occupera dans ledit appartement derrière et sur la riviere du second étage des greniers et de La moitié de La Gallerie et que dans le cas où on envoyoit Logement des gens de guerre ledit Sieur preneur delaissera et abandonnera audit second étage Les chambres et appartements qui y sont destinés et marqués, Le présent Bail est fait (…) moyennant le prix et somme de 800 liures de loyer annuel

Jean Léonard Rœderer épouse en 1738 Marie Marguerite Karcher, fille du marchand Jean Nicolas Karcher, de Westhoffen
Mariage, Saint-Pierre-le-Vieux (luth. f° 175 n° 16)
1738. Mittwoch den 8. Julÿ sind nach vorhergegangener Zweÿmahliger proclamation und Außruffung ehelich copulirt und eingesegnet worden, H Joh: Leonhard Röderer der Ledige Kunst, Weÿd und Schönferber wie auch burger allhier H Joh: Christmann Röderers burgers und Rothgerbers allhier ehel. Sohn, und Jfr. Maria Margaretha H Joh: Nicolai Karchers, burgers und Handelsmanns in Westhoffen ehel. Tochter [unterzeichnet] Johann Leonhard Röderer Als Hoch Zeitter, Maria Margaretha Karcherin als Hoh Zeitterin (i 177)

Marie Marguerite Karcher devient bourgeoise par son mari le 28 mars 1740
1740, Livre de bourgeoisie 1740-1754 (VII 284) p. 3
Frau Maria Margaretha Karcherin Von Westhoffen gebürtig erhalt das burgerrecht von Ihrem Ehemann Johann Leonhardt Röderer burger Kunst Weÿd: und Schönfärber um den alten burger schilling, will beÿ E. E. Zunfft der Tucher dienen, promisit den 28.ten Martÿ 1740.

Les nouveaux mariés font dresser l’inventaire de leurs apports dans la maison propre au mari. L’actif du mari s’élève à 10 037 livres, le passif à 9399 livres, les apports de la femme à 947 livres. L’épouse a la jouissance des biens de son premier mari Jean Georges Leitersperger, docteur en médecine.

1739 (13.8.), Not. Lichtenberger (Jean Philippe, 30 Not 28) n° 569
Inventarium über Herrn Johann Leonhard Röderer, Kunst weÿd und Schönfärbers, und frauen Mariä Margarethæ Gebohrner Karcherin, beeder Eheleuthe und burgere allhier Zu Straßburg einander Vor unverändert in die Ehe Zugebrachte Nahrungen auffgerichtet Anno 1739. – vermög auffgerichteter Eheberedung sich Vor unverändert Vorbehalten haben, (…) So beschehen in Straßburg in fernerem gegenseÿn Herrn Johann Christmann Röderers des ältern Rothgerbers und Lederhändlers auch burgers alhier und Hrn Joh: Niclaus Karchers, Metzgers und Viehhändlers auch burgers Zu Westhoffen, beeder Eheleuthe geliebter Wätter

Eigenthum ane Einer behaußung (M.) Nemlichen eine behaußung, bestehend in Vorder und hinderhauß, Nebens Gebäuen, Farbhauß, hoff und hoffstatt, auch übrigen derselben Gebäuen, begriffen, Weithen, Zugehörden, Rechten und Gerechtigkeiten gelegen in allhiesiger Statt ane der Kalbsgaß, einseit neben dem Allmend, gegen dem wollhauß über, ander Seith neben weÿl. herrn Johann Geörg Haußer des ältern geweßenen handelßmanns Erben, hinden mit dem farbhaiß auff die Preusch stosend und gibt man von dem Farbhauß so vorhien ein gärtlein gewesen 10. ß d jährlichen auff Georgÿ allhiesigem Pfenningthurn, mehr 5 ß d von dem zwischen dem Farb und hinderhauß befindlich Gang gedachtem Pfenningthurn und 1 lb von der Pritsch im waßer Jährlichen auff (-) gedachtem Pfenningthurn, Sonsten aber ist diese behaußung über die passive eingetragenen Capitalia freÿ, ledig und eigen und wird solche hier ohnpræjudicirlich mit vorbehalt des Wahren Prêtÿ æstimirt vor 8000 lb. Darüber besagt ein teutscher perg. Kbr. mit der St. Str. anhang. C. C. Innsiegel Verw. datirt den 21. Januarÿ A° 1737.. Dabeÿ ein Schein befindlich, so Hr. Eißentraut der Zinßmeister den 14. Martÿ 1738. über die Ihme vor die gnäd. Erlaubnus die Landvest mit Stein auffzuführen bezahlte 150 fl. außgestellt.
Series rubricarum hujus Inventarÿ. Des Ehemanns Vermögen betreffend, Sa. haußraths 140, Sa. Kleÿdung & Weißgezeug 122, Sa. Farbzeug 337, Sa. gefärbte Wahr 34, Sa. Farbkeßel 648, Sa. leerer Faß 23, Sa. Silbers 15, Sa. baarschafft 81, Sa. Eigenthums an einer behaußung 8000, Sa. der Schulden 634, Summa summarum 10.037 lb – Schulden 9399 lb, Nach deren Abzug 637 lb
Der Frauen Nahrung betreffend, Sa. haußraths 145, Sa. Kleÿdung und weißen Gezeugs 128, Sa. Frucht 22, Sa. Wein 14, Sa. Silbers 2, Sa. goldener Ring und Geschmeids 90, Sa. baarschafft 543, Summa summarum 947 lb
(f° 5) Wÿdumb So die fraw von weÿland herrn Johann Georg Leÿterspergers Med. Dris v. burgers allhier ihres ersten herrn seel. Verlaßenschafft zugenießen hatt.

Jean Léonard Rœderer loue une partie da la maison à François Jacques Chrétien Bœcklin de Bœcklinsau, assesseur des Vingt-et-Un

1746 (7.7.), Chambre des Contrats, vol. 620 f° 508
H. Johann Leonhard Röderer der kunst: schön: und Weÿdfärber
in gegensein des wohlgebornen H. Frantz Jacob Christian Böcklin von Böcklinsau hiesiger löbl. stadt Ein und zwanzigers
verlühen, In einer dem verlehner eigenthümlich gehörig. ane der Kalbsgaß, einseit ist ein Eck, anderseit neben Johann Georg Haußer dem tabachändler hinten auf die Preusch stoßend gelegenen behausung, im vorder und hinderhauß den völligen ersten stock in dem vordern hauß zwo kammeren in der mansarde eine bühn, im hinderhauß so dann einen unterschlagenen keller, auff 9 nacheinander folgenden jahren, anfangend auff nächst künfftigen Michaelis um einen jährlichen zinß nemlich 200 gulden

Inventaire dressé après la mort d’un locataire, Pierre Bachelier, chef du bureau des comptes des vivres en Alsace

1748 (20.12.), Matthieu Beguin, greffier du Petit Sénat (6 E 41, 1454) n° 2
Inventaire De la Succession de feu le Sr Pierre Bachelier en son Vivant Chef du Bureau des Comptes des Vivres du département d’Alsace, après son decès arrivé le 20. oct. 1748, a la requisition de Me Jean Kleinclaus Avocat au Conseil souverain d’Alsace Secretaire à la Chancellerie de cette ville de Strasbourg tuteur nommé d’office des Enfants mineurs et a celle de Dlle Marguerite née Drapier Epouse du défunt Sr Bachelier assistée du Sr Jean Christmann Röderer Maître Tanneur et Ancien assesseur au Petit Senat aussi bien qu’a la requisition dudit Me Jean Kleinclaus comme fondé de procuration de Dlle Marie Anne Bachelier – serment preté par Catherine Kern de Sarbourg servante de la maison
Le défunt a laissé pour héritiers Testamentaires Sçavoir 1.mo Demoiselle Marie Anne Bachelier majeure d’ans demeurant présentement à Metz au nom de laquelle Me Jean Kleinclaus, 2. du Sr Pierre Jean Baptiste Bachelier aussy majeur absent depuis environ trois ans au nom duquel le Sr Jean François Antoine Bourst ancien assesseur au grand Senat et actuel au Petit Senat, 3. Dlle Marguerite Genevieve Bachelier agée d’environ 23 ans et 4. Demoiselle Barbe Louise Bachelier agée d’environ 14 ans aux noms desquelles a été présent led. Me Kleinclaus, lesdits 4 enfants engendrés avec Demoiselle Marguerite née Drappier – (Procuration jointe, Jean Baptiste Pierre Bachelier cy devant employé dans les Vivres demeurant de présent a Paris Rue St Antoine paroisse St Paul)
Déclaration
Testament, demeurant en cette ville rüe des veaux Paroisse St Etienne, près de la cheminée de L’appartement par lui occupé au second Etage dans la maison du Sr Riederer maître Tanneur prenant jour sur la cour, dépot du testament not. royal Humbourg le 25. sept. 1748, institue pour mon héritier d’ailleurs nature légitime et nécessaire Pierre Jean Baptiste Bachelier notre fils absent depuis environ 3 ans sans qu’il nous ait donné de ses nouvelles
Dans la Maison scize rüe des Veaux appartenante au Sr Röderer Tanneur
Dettes passives, Prem. il est düe au Sr Röederer Maître Tanneur pour un quartier de Loyer de la maison 25
Suite des Rubrics du présent inventaire, meubles 837 li, argenterie 599 li, numéraire 4896 li, dettes actives 1300 li, total général 7633 li, Dettes passives 135 li, reste 7498 li,
le 24. avril 1749 accord passé par la veuve

Inventaire dressé après la mort du locataire Jean Frédéric Bœcklin de Bœcklinsau, capitaine au service de France. L’actif de la succession s’élève à 4577 florins, le passif à 505 florins.

1755 (25.4.), Not. Koch (Matthias, 6 E 41, 491) n° 549
Inventarium über Weÿland des Freÿhochwolhgebohrnen Herrn Johann Friderich Böcklin von Böcklinsau geweßenen Königlich frantzösischen Capitaine nun hochseeligen Verlaßenschafft auffgerichtet Anno 1755 – nach seinem den 7.ten Aprilis 1755 aus dießer Welt genommenen tödl. Hintritt an Eigenthum hie Zeitlichen verlaßen, Welche Verlaßenschafft auf geziemendes Ansuchen des durch des hochseeligen Herrn ins einem testament eingesetzten noch lebenden Freÿhochwolhgebohrnen Erbinin (…) nach dem von ihnen v. Zugleich Von George Validon Von Hericourt und Albertina Amalia Baldstättin von Hanau des hochseeligen herrn Hauß Gesind, die gewohnliche Handtreu abgenommen (…) So beschehen v. angefangen in der Statt Straßburg d. 25. Apr. A. 1755.
Den Hochseeligen Herrn Zu erben sind Vermög eines den 9.ten Aprilis 1736. Vor nun Weiland Herrn Johann Breu geweßenen Notario publico und damahls anweßenden Gezeugen aufgerichteten Testamenti Solennis in Scriptis fähig,
Erstlich die Freÿhochwolhgebohrne Fräulein Eleonora Elisabetha Böcklin von Böcklinsau so abweßend, in dero Nahmen aber hernachgemelter herr Commandant von Reich hierbeÿ agiret, Zweÿtens die Freÿhochwolhgebohrne Frau Friderica Charlotta gebohrne Böcklin von Böcklinsau des Freÿhochwolhgebohrnen Hern Ludwig Reich Von Platz Ihro Königl. Majestäth Commandant des fort de Pierre hießiger Statt Frau Ehegemahlin, unter dem Ansehen ihres Hn Ehegemahls Zugegen Drittens die Freÿhochwolhgebohrne Fräulein Francisca Salome Böcklin von Böcklinsau und Viertens die Freÿhochwolhgebohrne Fräulein Louisa Magdalena Böcklin von Böcklinsau, Welche beede gnädige Fräulein persönlich Zugegen und mit nachbesagtem H. Commandanten Verbeistandet sind, Alle Vier Zu gleichen Antheilern, Zumahlen Ihro Gnaden Fräulein Sophia Magdalena Böcklin von Böcklinsau vor dem Herrn Erblaßer verstorben mithin ihro Portion den übrigen instituirten anerwachßen ist
In einer alhier Zu Straßburg an der Kalbsgaß gelegenen H. Johann Leonhard Röderer dem Kunst: Weÿd und Schönfärber Zuständigen Behaußung darinn der hochseelige Herr Lehnungs weiße gewohnet, befunden worden wie folgt
(f° 18) Copia Testamenti solemnis. Demnach Ich Johann Friderich Böcklin von Böcklinsau Capitaine (…), den 9. Aprilis Anno 1736, Johann Breu Notarius publicus juratus
Series rubricarum hujus Inventarÿ, Sa. Hausraths 505, Sa. Silber geschirrs 665, Sa. baarschafft 83, Sa. Eigenthums ane liegenden güthern 1016, Sa. Schulden 2693, Summa summarum 4963 fl. – Schulden 505 fl, Nach deren Abzug 4457 fl,
Nachgebracht 120 fl, Solchemnach belauffet sich die völlige restirende Verlaßenschafft dem billigen Werth nach auf 4577 fl, Sa. Legaten 929 fl, Bleibt annoch übrig 3648 fl.

Jean Léonard Rœderer est cité à comparaître au conseil du Miroir parce qu’il aurait vendu du drap. Le défendeur déclare qu’il ne fait que teindre le drap mais qu’un client de Sedan lui a renvoyé des marchandises défectueuses qu’il a vendues au marchand Hummel. Le conseil l’exempte d’amende.
1763, Protocole de la tribu du Miroir (XI 278)
(f° 166) Dienstags den 13. Decembris 1763 – Klag wieder H Rathh. Röderer Verschoben
H. Rathh. Johann Leonhard Röderer, der Färber ex officio vorbeschieden, weil vermög producirten Conto erhellet, daß er in die Handlung Eingriff thue. Citatus hat sich Kranckheit halben excusiren lassen.
Erkannt, ist diese Sach biß nächsthaltendes Gericht verschoben worden

(f° 176) Dienstags den 3. Aprilis 1764)- Eingriff in die Handlungs: Recht
H Rathh. Röderer, der Färber, ex officio vorbeschieden, weil vermög producirten Conto erhellet, daß er in die Handlung Eingriff thue, dahero, als wider Ordnung strafbar.
H. Citatus Zur Verantwortung sagt, er Verkaufe nicht, sondern färbe allein ihm Zugeschickte Waaren. Und da ihm aus Sedan weis Tuch Zu färben überschickt worden, so aber in der Farb nicht wohl ausgefallen, als seÿe ihm besagtes Tuch zurückgeschickt und heimgeschlagen worden laut Briefs, so producirt worden, so er verkaufen müssen, und an H. Hummel, den Handelsmann, Verkaufft habe, vermeint also nicht wieder Ordnung gehandelt Zu haben.
Erkannt, ist er dißmal erlaßen ihm aber inhibirt worden, Keine weise Tücher, die er gefärbt, Zu verkauffen.

Jean Léonard Rœderer est élu échevin chez les Drapiers en 1754.
1754 Conseillers et XXI (1 R 237) Schöffen wahl. Tucher. H. Johann Leonhard Röderer. 261.

Marie Marguerite Karcher meurt en 1766 puis Jean Léonard Rœderer en 1769 en délaissant cinq enfants. Les experts estiment la maison dite aux Trois Lis bleus à la somme de 10 000 livres. L’actif de la succession s’élève à 32 961 livres, le passif à 9 485 livres.

1769 (6.2.), Not. Saltzmann (Jean Daniel, 6 E 41, 593) n° 116
Inventarium über Weiland Herrn Johann Leonhard Roederer, des geweßenen Kunst : Weid : und Schönfärbers, auch Es. En. grosen Rahts allhier zu Straßburg wohlverdienten alten, dermalen aber Es. En. Kleinen Rahts würcklichen beisitzers und auch Weiland Fraun Mariä Margarethä geborene Karcherin, beder selig verstorbenen Ehepersonen, Verlaßenschafft, auffgerichtet in dem Jahr 1769. – nach ihrem, und zwar des Herrn Rahtherrn den 28. Jänner dieses Jahrs, der Frau Rahtherrin hingegen bereits den 29. Septembris Anno 1766, aus dießer Welt genommenen tödlichen Hintritt zurückgelassen haben. (…) Welche Inventur angefangen worden in Straßburg in hernach inventirter in der Kalbsgaß gelegener Sterb behaußung auf Montag den 6. Februarii Anno 1769.
Benennung der Erben. Die in Gott ruhende Roedererische Eltern haben ohntestirt Zu Erben hinterlassen wie folgt. 1. Herrn Johann Christmann Roederer, den ledigen Handelsmann, so großjährigen Alters und dermal zu Saarbrücken sich befindet, daher in seiner abwesenheit, laut der (…) Vollmacht, Herr Johann Christmann Röderer, der Rothgerber, Lederbereiter und E.E. grosen Rahts alhier wohlverdienter jetziger Beisitzer, diesem Geschäfft beiwohnte, 2. Frau Margareta Salome Baderin geborene Rödererin, welche beiständlich ihres Eheliebsten Herrn Wolfgang August Bader, des hiesigen burgers und Handelsmanns, hiebei zugegen war, 3. Frau Maria Salome Stromeÿerin geborene Rödererin, welche mit beihülf ihres Eheliebsten Herrn Ludwig Friderich Stromeÿer, des ebenmäßigen Handelsmanns und burgers allhier anwesend war, 4. Jungfrau Maria Carolina Roedererin, 5. Herrn Johann Friderich Carl Roederer, den ledigen Kunst: Weid: und Schönfärber, Welche bede nach hiesigen Stattrechten majorenne jüngste Kinder unter ihres vorgenannten H. Oncle H. Rathh. Johann Christmann Röderers Assistentz gegenwärtig waren, Alle fünf, derer Eingangs erwähnten selig verstorbenen Rödererischen Eltern erzeugte, und nach Tod hinterlassene Kinder zu gleichen Theilen Erben.
Vorbericht. In Ansehung biß an des seligen Herrn Rathherrn Röderers Tod keine Untersuchung über das mütterliche Gut gemacht worden, so ist dieselbe jezo vorzunehmen sowol unmöglich als auch unnötig.

Ane Höltzen und Schreinerwerck. Auf der obern bühn, im hint. untern Kämmerlein, In der Magdkammer, In der Küche, In dem Hofstüblein, In dem Nebenzimmer, In der Wohnstub N° 2, In der Wohnstub N° 3, In der Wohnstub N° 4, In der Stub N° 5, In dem Gewölb, In dem Farbhaus
Eigentum an Häusern. Näml. eine zu den 3. blauen Lilien genannte behausung, bestehend in Vorder: und Hinterhaus, Seitengebäuden, Stallung, Farbhaus, Hof und Hoffstatt, mit allen übrigen derselben Gebäuden, begriffen, Weithen, Zugehörden, Rechten und Gerechtigkeiten gelegen in allhiesiger Stadt an der Kalbsgaß, ein Seit ist ein Eck an dem Allmend gegen dem sogenannten Wollhaus über, anderseit neben Weil. H. Joh: Georg Klentsch, des gewesenen hieigen Burgers und Handelsmanns, Frau Wittib, vornen auf besagte Gaß, hinten mit dem Farbhaus auf die Preusche stosend, welche, auser 1 lb 15 ß Jährlich respe. auf Georgii u. Michaelis von dem Farbhaus und der Pritsche dem allhiesigen Pfenningthurn abzurichten habenden Bodenzinß, frei, ledig und eigen ([in margine :] Georgii vom Gärtl. 10 ß, Michaelis von Pritsch 1 lb, d° von Wassermaur 5 ß), sofort dh. (die Werckmeister) inhalt deren den 8. feb. 1769 ausgestellten, und bei dißortiger Minute in Originali liegender Abschatzung Zeduls, mit Inbegriff derer Farbkössel angeschlagen worden vor 5000 lb, Obigen bodenzinß zu doppeltem Kapital gerechnet, davon abgezogen mit 70 lb, Wornach auszuwerffen übrig bleiben 4930 lb. Darüber sind vorhanden 2. in allh. C.C. St. verf. u. m. deren anh. Ins. verwahrte teutsche perg. Kaufbr. de datis 15. Apr. 1715 u. 21. Januarii 1737, Dabei befinden sich ein bei allh. hochpreiß. Kammergericht d. 22. Junii 1752, ein bei E. E. kl. Rath allh. d. 4. dec. bes. Jahrs u. ein d. 13. Martii 1754. bei dieser letztern Gerichtstelle ergangener bescheid.
It. I. behßg. Höfl. u. Hfst. m. allen deren begriffen, Zugeh. u. Recht. in allh. Vorstatt Krautenau an dem Fischerstaden, in der überzwerchen neuen Gaß gegen denen Casernen über (…)
It. I. behßg. des Meÿers Häusl. Scheur, Stallung, Schopf, daubhaus u. 2. Remises, nebst allen übrigen deren Gebäuden, auf hienachbeschriebenen Ruprechtsauer Landgut stehend, sind vermög oftgedachten Abschatzungszeduls gewürdiget worden vor 2500, Die darüber besagende Briefschaften sind hernach fol. bei denen Güteren eingetragen (…)
It. anderthalben Viertzel Matten auff der Klöpfelmatt in den Ehrlen Westhoffener banns
Sa. Hausrahts, 489, Sa. Farbwaaren 249, Sa. Tuchwaaren, 285, Sa. vorerzählter Waaren von der Halberger Eisenschmelz betragen dem Ansaz nach 300, Sa. Chaise 10, Sa. Weins und lärer Faß 188, Sa. Silbergeschirrs 105, Sa. Goldener Ring 86, Sa. baarschafft 12, Sa. Eigentums an liegenden güthern 3578, Sa. Häußeren 7930, Sa. Pfenningzinß hauptgüter 250, Sa. Schulden 19.474, Summa summarum 32.961 lb (F° 21), Schulden 9485 lb, Nach deren Abzug 23.475 lb – Schluß-Summ 23. 475 lb
Sa. Zweiffelhafften Capitals 315 lb, Zweiffelhaffte und verlohren Activ-Schulden 1059
Nachricht, Wegen in Pacht gehabter Halberger Eisenschmelz, In Ansehnung der dißortige ältere Sohn bißher noch immer zu Saarbrücken sich befindet (…)
(f° 13) Abschrift der von der selig Verstorbenen Frau Rathherrin gestifteten verschlossenen Verordnung unter Kindern, samt denen deßfalls niedergeschriebenen actus depositionis, Anno 1786, Sonntags den 10 Augusti (…) Ich Maria Margaretha Rödererin gebohrne Karcherin (…), den 10. aug. 1766
– Abschatzung Vom 8. febÿ 1769. Auff begehren Weil. H. Joh Lienhart Redterer Eines Ehrsamen grosen rath alter beÿsitzer ist eine behausung alhir in der Statt Strasburg in der Kalbs gas gelegen einseit Neben Fr. Huserin witib ander seits auff den allment und hienden auff die breisch stosent gelegen, solche behausung besteht in Ferder Neben und hiender gebeÿ Warinnen Ettliche Stuben Kamern und Kichen wie auch das Farbhauß und Farb Kësell Dar jber ist der Dach stuhl mit breitziglein belegt, hat auch ein getrembten Käller hoff und brunen, Zehen Thausent gulden (…) [unterzeichnet] Werner, Huber

Jean Frédéric Charles Rœderer devient seul propriétaire de la maison en rachetant les parts de ses frères et sœurs.

1770 (20.2.), Not. Saltzmann (Jean Daniel, 6 E 41, 593) Joint au n° 116 du 6 février 1762
(f° 16-v) Cessio über das Haus in der Kalbsgaß. Erschienen vor dem unterschriebenen der Stadt Strasburg geschwornen Notario, als zu weiland Herrn Rathh. Johann Leonhard Röderer, des geweßenen Kunst: Weid: und Schönfärbers alhier, und auch Weiland Fraun Mariä Margarethä geborener Karcherin, beder selig Verstorbener Ehepersonen, Verlaßenschaft: Erörterung berufenem Inventirschreiber Herr, Joh. Daniel Hammerer Juris candidatus und Burger allhier als (…) geordneter Anwald Herrn Johann Christmann Röderer, des ledigen Handelsmanns, ferner Frau Margareta Salome Baderin gebohrner Rödererin beiständlich ihres Eheliebsten Herr Wolfgang August Bader, des hiesigen burgers und Handelsmanns, mehr Frau Maria Salome Stromeÿerin geborene Rödererin beiständlich ihres Eheherrn Herrn Ludwig Friderich Stromeÿer, des Handelsmanns und burgers dahier, so dann Jungfrau Maria Carolina Rödererin mit beihülf oben genannten Herrn Hammerers ihres geschwornen Theilvogts
dieselbe haben in gegenwart Herrn Johann Friderich Carl Roederer, des Kunst: Weid: und Schönfärbers auch burgers allhier, unter assistentz Herrn Johann Christmann Röderer des Rothgerbers lederbereiters und E.E. großen Raths würcklichen beisitzers deßen beeidigten Theilvogts
Vier fünffte Theil an ihrer zu denen drei blauen Lilien genannten väterlicher behausung bestehend in Vorder: und Hinterhaus, Seitengebäuden, Stallung, Farbhaus, Hof und Hoffstatt, wie auch in allem zu der Färberei gehörigen Schiff und Geschirr, Kesseln und allen zur Zeit des elterlichen Verlaßenschaft: Inventur in dem Laden sich befundende gefärbten Waaren, mit allen übrigen Gebäuden, begriffen, Weithen, Zugehörden, Rechten und Gerechtigkeiten, solche behaußung gelegen in allhiesiger Stadt an der Kalbsgaß ein Seit ist ein Eck an dem Allmend gegen dem sogenannten Wollhaus über, ander Seit neben Weiland Herrn Johann Georg Klentsch, des gewesenen Handelsmanns Wittib, vornen auf besagte Gaß, hinten mit dem Farbhaus auf die Preusch stosend, auser ein pfund 15 Schilling jährlich auf Michaelis dem allhiesigen Pfenningthurn von der Pritsch, Wassermauer, und einem an dem Platz des jetzigen Farbhauses vor Zeiten gewesenen Gärtlein abzurichten habenden Bodenzinses, sonsten frein ledig und eigen, der restirende eine fünfte theil ist dem Herrn Cessionario selbst Erbsweis zuständig (…) die ganzte behausung zu 11.000 Pfund Pfenning gerechnet – Straßburg den 20. Februarii Anni 1770

Jean Frédéric Charles Rœderer épouse en 1769 Marie Madeleine Rœderer, fille du tanneur Jean Chrétien Rœderer et de Dorothée Karcher : contrat de mariage par lequel le marié assure la jouissance viagère de la maison à sa fiancée, célébration

1769 (6.3.), Not. Saltzmann (Jean Daniel, 6 E 41, 613) n° 68
Eheberedung – Zwischen dem ehren: und wohlvorgeachten Herrn Johann Friderich Carl Roederer, dem ledigen Kunst: Weid: und Schönferber, des weiland Herrn Johann Leonhard Röderern gewesenen Kunst: Weid: und Schönferbers auch E. E. grosen Raths allhier wohlverdienten alten, aber Zur Zeit seines Todes E. E. Kleinen Raths würcklichen beisitzers und auch weiland Fraun Mariä Margarethä gebohrner Karcherin hinterlaßene ehelichem jüngern Sohn, als Hochzeiter, an einem Theil,
so dann der Viel: Ehren: und Tugendbegabten Jungfrau Maria Magdalena Roedererin, des Herrn Johann Christmann Roederer, Rothgerbers, Lederbereiters und E. E. grosen Raths dahier wohlverdienten würcklichen Beisitzers, in Zweiter Ehe mit Frau Dorothea gebohrner Karcherin erzeugten ältern Tochter, als der Jungfer Hochzeiterin, an dem andern Theil
Endlich und siebedens, vermacht der Herr Hochzeiter die von seinen Geschwistern in unvertheiltem elterlichem Erb ohnlängs Käuflich angenommene, in allhiesiger Statt an dem Eck der Kalbsgaß gelegene, Zu den drei blauen Lilien genannte Behausung, sammt allen deren Zugehörden und Gerechtigkeiten q der Jgfr. Hochzeiterin Zu einem lebtägigen Wittum, auf gleiche Weis verspricht die Jgfr. Hochzeiterin mit Genehmhaltung ihres Herrn Vaters die ihr vorersichtlicher massen versprochene sammtliche Ehesteur dem H. Hochzeiter zu einem lebenslänglichen Gegenwittum (…)
So geschehen in Straßburg in der Jgfr. Hochzeiterin H. Vaters Haus an der Spizengaß auf Montag den 6. Märzmonats im Jahr 1769 [unterzeichnet] Johann Fridrich Carl Röderer als Hochzeiter, Maria Magdalena Rödererin als hochzeiterin

Mariage, Saint-Thomas (luth. f° 197, n° 7)
Im Jahr 1769, Montag den dritten Aprilis (sind) auf obrigkeitliche Erlaubnus ehelich copulirt und eingesegnet worden, Herr Johann Friderich Carl Röderer der ledige Kunst: Weid: und Schön: Ferber wie auch burger allhier, weiland Herrn Johann Leonhard Röderer, gewesenen Kunst: Weid: und Schön: Ferbers wie auch E.E. Grosen Raths alten beÿsitzers und burgers allhier hinterlassener ehelicher Sohn und Jungfrau Maria Magdalena Rödererin, Herrn Johann Christmann Röderer, Rothgerbers und Lederhändlers, wie auch eines E.E. grosen Raths jetzmaligen Beÿsitzers und burgers allhier eheliche Tochter [unterzeichnet] Johann Fridrich Carl Röderer als Hochzeiter, Maria Magdalena Rödererin als hochzeiterin, Johann Gottfried Schäffer als Schwager (i 199)
Proclamation, Temple-Neuf (luth. f° 130) diese Personen sind Geschwister Kinder, und wurden nach erhaltener obrigkeitl: Dispensation den 5. April Zu St. Thomæ ehelich copulirt. (i 137)

Jean Frédéric Charles Rœderer sollicite auprès des Conseillers et des Vingt-et-Un la permission d’épouser sa cousine Marie Madeleine Rœderer. Ils l’accordent après avoir soumis l’affaire au Convent ecclésiastique.

1769, Conseillers et XXI (1 R 252)

H. Joh: Friderich Carl Röderer der Kunst und schönfärber wird p° dispensat. in gradu prohibito heurathen Zu dörffen an Ein Ehrwürd. Kirchen Convent gewießen. 27. nach eingezogener causæ cognit. erhält derselbe die gebettene dispensat. pure et simpliciter. 31.
(p. 27) Sambstag den 11. Martÿ. Froereis nê Johann Friderich Carl Röderer des Kunst, Weid und Schönfärbers auch burgers allhier Imploranten prod. unterth. Memoriale und bitten samt beÿl. sub Nis 1. 2. 3. et 4. puncto dispensationis in gradu prohibito sich heurathen Zu Können.
Nach angehörtem voto des H. Syndici Regii Wurde auf gleichmäßigen anspruch des auf dem obern banck Vorsitzenden H. Stättmeisters von Oberkirch Erkandt, wird Implorant puncto gebettener dispensation anvorderist an Ein Ehrwürdiges Kirchen Convent ad causæ cognitionem gewießen, damit auf deßen hiehero Zu liefferendes schrifftliches guthachten das fernere sofort ergehen möge. Deppi. H. Rathh. Reichard, H. Rathh. Nadal.

(p. 31) Sambstag den 18.ten Martÿ 1769. Lect. sofort ein von Einem Ehrwürdigen Kirchen Convent Zu dißeitigen protocoll zufolg Erkantnuß vom 11.ten hujus überschicktes schrifftliches guthachten einen casum matrimonialem betreffend, dahin gehend daß H. Johann Friderich Carl Röderer Kunst, Weid und Schönfärber auch burger allhier sich mit Jungfr. Maria Magdalena Rödererin, die mit ihme in secundo gradu consanguinitatis lineæ æqualis verwandt ist, Zuverheurathen vorhabens, und da sothanes gutachten dahin gehet, daß dießer grad Zwar nicht wider das göttliche gesetz, ja doch aber in der hießigen Kirchen Ordnung verbotten, sogabe er Obrigkeitlicher erlaubnus und dispensation hierzu allerdings nöthig, die sie Mghhn hohen belieben völlig anheim gestellt haben wolten.
Nach angehörtem voto des H. Syndici Regii in welchen hochderselbe auf die gebettene willfahrung pure et simpliciter, umb somehr angetragen, als des Sponsi H Vatter den Ehrsamen Großen und Kleinen Rath beseßen, der Sponsæ H. Vatter würcklich EE großen Rath besitzt, Wurde auf anspruch des auf dem obern banck vorsitzenden H. Stättmeisters von Oberkirch vermittelst gehaltener Umbfrag unanimiter Erkandt, wird nach eingezogener plena causæ cognitione dem Imploranten mit gebettener dispensatione Jgfrau Mariam Magdalenam Rödererin heurathen zu können, jedoch mit dem anhang wilfahrt pure et simplicter wilfahrt, daß er seinem guthduncken nach des allmosens ein gedenck seÿn möge. Deppi. H. Rathh. Schweitzer, H Rathh. Fleck.

Jean Frédéric Charles Rœderer loue un appartement au maître de langues Jean Thomas Streittinger

1769 (6.7.), Not. Laquiante (6 E 41, 1032)
Bail de 6 années consécutives qui commencent a courir de la St Michel prochaine – Sr Jean Frédéric Charles Roederer bourgeois marchand teinturier de cette ville
au Sr Jean Thomas Streittinger Mr de langues bourgeois de cette ville
un appartement du Rez de chaussée dans la maison appartenante audit Sr Bailleur en cette ville rue des veaux portant pour enseigne Les trois fleures de Liles Lequel appartement contient les pièces cy après détaillées Sçavoir et 1. deux poiles L’un a côté de l’autre les fenêtres de l’un desquelles donne sur la rue et celle de l’autre sur la cour,
Item une chambre et un poel dans la maison de derrière dont les fenêtres donnent sur la teinturerie,
Item un poel et une cuisine formant le Bas de la maison collatéralle du côté de la grande porte,
Item deux buchers L’un a côté de la grande porte et l’autre sous l’escalier de la maison du derrière,
Item une cave moyenne fermée en lattes sous la maison en dedans et une autre petite cave pres de l’escalier,
Item et plus des Latrines particulières dont il donnera la clef au preneur,
Plus il luy donne pareillement a Baille trois chambres au premier Et des Greniers dont deux sur la maison de devant et un sur la maison de derrière,
Plus l’usage commun de la Bouanderie et des Greniers pour la lescive, pour 192 livres tournois – [in fine :] 18 janvier 1770 annulé

Les nouveaux mariés font dresser l’inventaire de leurs apports. Ceux du mari s’élèvent à 9 539 livres, ceux de la femme à 2 290 livres.
1771 (25.2.), Not. Saltzmann (Jean Daniel, 6 E 41, 594) n° 146
Inventarium über Herrn Johann Friderich Carl Röderer, des Kunst: Weid: und Schönfärbers, und Fraun Mari Magdalena geborener Rödererin, beder Eheleuthe und Burger allhier Zu Straßburg, einander vor ohnverändert Zugebrachtes Vermögen, auffgerichtet in dem Jahr 1771 – in ihrer bereits den 3. Aprillmonats des 1769 mit einander angetrennenen Ehestand gebracht, und vermög des dritten Punckts ihrer den 6. Martii besagten Jahrs vor dem unterschriebenen Notario auffgerichteter Eheberedung sich vor unverändert vorbehalten haben. (…) So geschehen in hiesiger Stadt Straßburg in hernacher inventirter an der Kalbsgaß gelegener Farb behaußung, in fernerem Beiseÿn der Ehefrauen geehreter Eltern, auf Montag den 25. Februarii Anno 1771.

Bericht und Vergleich über des Manns in die Ehe gebrachtes Guth. In Betrachtung der Mann theils kurtz vor dem Antritt dieser Ehe, theils und zwar am meisten in derselben sein elterliches Erbe empfangen hat, als worin eigentlich dessen eingebrachtes Vermögen bestanden, darum hat man solches hier stückweis einzutragen um somehr vor überflüssig geachtet, als man solches aus dem durch mich Notarium hierüber verfertigten Theilregister nur hätte abschreiben müssen (…) Straßburg den 25. Februaruu Anno 1771.
Abschatzung der farb Keselen
des Manns in die Ehe gebrachtes Gut, Goldene Ring und Geschmeid 17 (…) Summa 9539 lb
Nach diesem wird der Ehefrau Beibringen Verzeichnet, Sa. haußraths 190, Sa. silnernen Geschmeids 40, Sa. goldenen Ring und Geschmucks 487, Sa. baarschafft 1519 lb, Summa summarum 2237 lb – Mit Beirechnung der ihr zukommenden Haussteuren hälfte derer 52, der Ehefrau Vermoegen 2290 lb
Haussteuren 105 lb

Jean Frédéric Charles Rœderer loue un appartement à l’avocat Laurent Philippe Arrois

1772 (25.5.), Not. Lacombe (6 E 41, 146)
Bail – Sr Jean Frédéric Charles Roederer teinturier, bail à commencer à la St Michel prochaine pour 9 années consécutives
à M. Laurent Philippe Arrois avocat aud. Conseil
un appartement dans la maison qui lui appartient sise rue des Veaux et qui en fait le coin vis à vis le magasin à sel, consistant ledit appartement en un poel, deux chambres, une chambre à cheminée, une cuisine, une chambre pour la servante, un collidor au second étage de la maison de derrière dud. Sr bailleur, Plus d’une partie de cave séparée par des lattes à côté de celle due M Arroy, Plus d’un bucher fermé avec des lattes aussi a côté de celui de M. Arroy, Plus d’une chambre a la mansarde et d’un emplacement pour mettre les cendres sur les greniers de lad. maison de derrière et l’usage commun des greniers et de la buanderie pour la lessive, moyennant un loyer annuel de 300 livres tournois

Jean Frédéric Charles Rœderer loue un appartement au marchand François Joseph Rey

1772 (9.12.), Not. Lacombe (6 E 41, 148)
Le sieur Jean Frédéric Charles Roederer teinturier – bail pour 3 années consécutives qui commencent à couririr aux fetes de Noel prochaines
au Sr François Joseph Rey marchand
un appartement dans la maison qui lui appartient sise rue des Veaux et qui en fait le coin vis à vis le magasin à sel, consistant ledit appartement en un poel, deux chambres, une chambre à cheminée, une cuisine, une chambre pour la servante, un collidor au second étage de la maison de derrière dud. Sr bailleur, Plus d une partie de cave séparée par des lattes à côté de celle du M Arroy, Plus d’un bucher fermé avec des lattes aussi a côté de celui de M. Arroy, Plus d’une chambre a la mansarde et d’un emplacement pour mettre les cendres sur les greniers de lad. maison de derrière et l’usage commun des greniers et de la buanderie pour la lesive, moyennant un loyer annuel de 300 livres tournois

Jean Frédéric Charles Rœderer loue un appartement au procureur fiscal Jean Daniel Cappaun

1776 (19.1.), Not. Laquiante (6 E 41, 1058) n° 26
Bail de 6 années qui commencent a courir au 1 mars prochain – Sr Jean Frédéric Charles Roederer teinturier
à M Jean Daniel Cappaun fiscal de la ville de Strasbourg
un appartement dans la maison du derrière de celle qu’il possede en cette ville Rue des Veaux, Lequel appartement est composé des pièces qui forment tout le second étage de la maison du derrière qui donne sur la Rivière tel que M Rey en a joui a titre de bail comme aussy une chambre au dessus de la cuisine pour decharge, comme aussi une cave non voutée pour 100 mesures de vin sous la maison du devant dont le Sr Rey ne jouissoit point, moyennant un loyer annuel de 300 livres tournois

Jean Frédéric Charles Rœderer loue une écurie au négociant Laurent Moris

1780 (23.8.), Not. Lacombe (6 E 41, 179) n° 46
Bail de 4 années consécutives qui commencent à courir à la St Martin prochaine – Sr Jean Frédéric Charles Roederer
au Sr Laurent Moris négociant
savoir une écurie pour deux chevaux fermant à clef dans la maison qu’il possede en cette ville rue des Veaux avec un grenier qui est le second au dessous la maison de derrière et que le bailleur fera pareilement fermer a clef, plus deux remises fermées à clef pour y placer deux voitures le tout platré par le haut, moyenant un loyer annuel de 68 livres

Jean Frédéric Charles Rœderer loue un logement à François Benoît baron de Reinach, commandeur de l’ordre de Malte et colonel au régiment d’Alsace

1781 (26.1.), Not. Lacombe (6 E 41, 181) n° 93
Bail de 9 années commençant à courir à la St Jean prochaine – Jean Frédéric Charles Roederer maître teinturier
à Mre François Benoist baron de Reinach commandeur de l’ordre de Malthe et Colonel Commandant du Regt. d’Alsace
un logement dans la maison appartenant au Sr Roederer faisant le coin de la rue des veaux consisant 1. en tout le premier étage de ladite maison de devant sans exception consistant led. premier étage en douze pièces de plain pied, 2. en une chambre aux mansardes et un bucher sur la gallerie dudit étage et enfin en une partie de cave séparée de lattes qu’occupe maintenant Mde de Xousses. Et enfin une écurie de la longueur de 20 pieds sur 11 pieds de large d’une place a côté pour le foin de deux remises pour deux voitures et enfin l’usage de la buanderie pour la lessive, pour un loyer annuel de 800 livres tournois

Jean Frédéric Charles Rœderer loue un logement à François Bernardin Noblat et à Marie François Pierre Noblat, tous deux commissaires des guerres

1783 (21.1.), Not. Lacombe (6 E 41, 189) n° 51
Bail de 6 années consécutives qui courront à la Notre Dame de mars prochaine – Sr Jean Frederick Charles Roederer teinturier
à M. François Bernardin Noblat commissaire des guerres et des (limittes d’etat) pour luy et Marie François Pierre Noblat commissaire des guerres son fils
Un logement dans la maison qui appartient audit Roderer en cette ville rue des Veaux qui consiste en les douze pièces de plein pied au second étage y compris le vestibule en entrant qu’a occupé et qu’occupera encore jusqu’à la Notre Dame de mars le Sr Arroy, Plus un bucher sur la Gallerie audit étage, plus une chambre mansarde plus et enfin la partie de cave séparée de lattes telles que ledit Sr Arroy la occupé jusqu’icy, moyennant un loyer annuel de 600 livres
(charges, clauses et conditions) 1. les preneurs auront l’usage commun de la buanderie et des greniers pour la lissive (…), 5. une écurie pour trois chevaux sur le derrière de ladite maison avec un grenier et emplacement assez vaste pour les fourages, Plus une remise fermée dans la cour de ladite maison à l’usage exclusif desdits preneurs, ces deux derniers objets ensemble une place pour les fumiers, moyennant un loyer annuel de 16 livres

Jean Frédéric Charles Rœderer fait aménager le premier étage de sa maison par le tapissier Etienne Laurent Lefebvre moyennant partage par moitié des revenus pendant six ans

1784 (10. 7.bre), Not. Lacombe (6 E 41, 195) n° 27
Traité – Sont comparus Sr Jean Frédéric Charles Roederer bourgeois Tteinturier de cette ville y demeurant d’une part
Et le Sieur Etienne Laurent Lefebvre bourgeois tapissier demeurant à Strasbourg d’autre part
lesquels ont fait, conclu et arretté le traité suivant Sçavoir 1° Le Sr Roederer consent par les présentes que le Sieur Lefebvre Meuble decemment et convenablement tout le premier Etage de sa Maison, faisant le Coin de la Ruë des Veaux à l’enseigne des trois fleurs de lys, pour pouvoir etre loué tout meublé, le Sieur Roederer s’obligeant de fournir pour ledit logement une Ecurie pour cinq Chevaux, Remise pour deux Voitures, place pour le fouën, fosse à fumier, bucher et cave.
2° le Sieur Rœderer mettra le local en bon état de propreté et l’entrertiendra pour son Compte personnel, Comme le Sr Lefebvre fournira des meubles propres, décents et Convenables et les entretiendra aussi pour son compte personnel
3° l’appartement et dépendances ainsy en état et Meublé sera loué et le loyer qu’on en retirera sera partagé par moitié entre le Sieur Rœderer et le Sieur Lefevre sans qu’aucun d’eux puisse, sous quel prétexte que ce soit, y prétendre plus forte part et portion
(…) 7° le présent traité aura lieu et exécution pour 6 années qui ont commencé le premier septembre courant

Jean Frédéric Charles Rœderer loue un logement au baron Breiten Laidenberg, directeur au corps de la noblesse de Basse-Alsace et grand maître de la princesse Christine de Saxe

1784 (12. Xbre), Not. Lacombe (6 E 41, 196) n° 24
Bail de 6 années consécutives qui commencent aux fetes de Noel prochaine – Sr Jean Frédéric Charles Roederer
à Mr le baron Breiten Laidenberg l’un des directeurs du corps de la noblesse de la basse Alsace et Grand Maître de S.A. Royale Mde la Princesse Christine de Saxe
un logement dans la maison appartenant au Sr Roederer faisant le coin de la rue des Veaux, consistant 1. en tout le premier étage de ladite maison de devant sans exception, lequel consiste en douze pièces de plain pied, 2. en une chambre aux mansardes, en un bucher sur la gallerie dudit étage et enfin en une partie de cave séparée de lattes qu’occupait ci devant Mde Reinach et enfin une écurie de la longueur de 20 pieds sur 11 pieds de large, d’une place pour le foin, une place pour le fumier, deux remises pour deux voitures et enfin l’usage de la buanderie pour la lescive, moyennant un loyer annuel de 850 livres

Jean Frédéric Charles Rœderer loue une écurie au maître de camp Auguste Frédéric Charles Louis comte de Lewenhaupt

1785 (19.4.), Not. Laquiante (6 E 41, 1097) n° 40
Bail de 2 années consécutives qui ont commencé du 23. nov. dernier – Sr Jean Frédéric Charles Roederer teinturier
à Mire. Auguste Frédéric Charles Louis Comte de Lewenhaupt Mestre de Camp en second du Régiment d’Alsace de présent en garnison en cette ville
l’écurie a quatre chevaux ayant son entrée dans la rue et donnant sur la riviere derrière la maison dudit Sr bailleur qui fait le coin de la Rue des Veaux, ensemble tout le Grenier c’est a dire tant celuy qui se trouve au dessus de ladite écurie louée que celuy qui est au dessus de la petite écurie y attenante, moyennant un loyer annuel de 120 livres

Jean Frédéric Charles Rœderer loue un logement au major de l’hôpital militaire Jean Louis Nicolas Tinchant

1785 (23.7.), Not. Lacombe (6 E 41, 199) n° 55
Bail de 9 années qui commencent à courir à la St Michel prochaine – Sr Jean Frédéric Charles Roederer marchand teinturier
à M Jean Louis Nicolas Tinchant Chirurgien Major de l’hopital militaire
Scavoir un logement dans la maison appartenant au Sr bailleur en cette ville fesant Le coin de la Rue des Veaux consistant au rez de chaussée en neuf pièces comprise la cuisine et le Vestibule donnant ledit logement sur la rue des Veaux plus une cave une place pour y loger son bois, deux chambres aux mansardes fermantes à Clefs, Plus une Latrine en particulier et enfin l’usage commun des Greniers de la Buanderie Puits et autres aisances de ladite maison – moyennant un loyer annuel de 350 livres tournois

Jean Frédéric Charles Rœderer loue une écurie au chirurgien accoucheur Georges Adolphe Ostertag

1787 (7.3.), Not. Lacombe (6 E 41, 205) n° 25
Sr Jean Frédéric Charles Roederer teinturier, bail 6 de années à commencer à Notre Dame de mars prochaine
à M Georges Adolph Ostertag Docteur en Medecine et accoucheur
Scavoir une écurie pour trois Chevaux dans la maison appartenante au Sr Bailleur en cette ville faisant le coin de la rue des Veaux donnant lad. écurie sur le Magasinà sel avec place pour le cocher pour y coucher, deux remises Chacune pour une voiture et dont l’une est attenante à lad. écurie et l’autre donnant dans la cour, deux greniers pour foin et paille dont un est au dessus de la même écurie, l’autre au dessus de la maison /:de derrière du bailleur, laquelle écurie donne sur l’eau, remise dans la cour et grenier sur le derrière sont les mêmes qu’occupoit ci devant:/ M Laurent Philippe Arroy Avocat aud. Conseil, moyennant un loyer annuel de 216 livres

Jean Frédéric Charles Rœderer loue un logement au négociant Jean Chrétien Rœderer

1787 (31.12.), Not. Lacombe (6 E 41, 208) n° 84
M Jean Frédéric Charles Roederer maître teinturier, bail de 6 années qui ont commencé a courir des fetes de Noel dernières
à M Jean Christmann Roederer négociant
un logement dans la maison de derrière du Sr bailleur à lui appartenant en cette ville rue des Veaux donnant sur la rivière qui comprend toutes les pièces du second étage qui est clos par une porte, les buchers y attenant /:et un autre petit bucher au grenier au dessus de son logement:/ au même étage partie de la cave sous la maison de devant qui est la seconde en entrant à gauche, l’usage du puit et de la buanderie, Plus deux chambres aux mansardes de la maison de devant dont l’une donne sur la cour et l’autre sur la rue, Plus et enfin l’usage des greniers pour la lescive, moyennant un loyer annuel de 300 livres tournois

Jean Frédéric Charles Rœderer loue un logement à Louis Champy, entrepreneur des forges de Framont

1788 (30.7.), Not. Lacombe (6 E 41, 211) n° 80
Sr Jean Frédéric Charles Roederer, Bail de 4 années qui courreront a dater de la St Michel prochaine
au Sr Louis Champy l’un des entrepreneurs des forges de Framont
Scavoir un logement dans la maison du Sr Roederer en cette ville rue des Veaux qui consiste en douze pièces de plein pied qu’a occupées jusqu’à présent le Sr Noblat, plus un bucher sur la gallerie dudit étage, plus deux chambres mansardes, plus la partie de cave séparée de lattes telle que le Sr Noblat l’a occupée jusqu’icy plus une remise dans ladite cour fermée a l’usage exclusif du Sr Champy, plus l’usage commun de la buanderie et des greniers pour la lesive, moyennant un loyer annuel de 650 livres
[in fine :] 28 août 1789 a compter du 14 courant il sera compris aud. bail une Ecurie /:sous la maison de devant:/ dans la cour sous la maison de derrière, augmentation de loyer de 6 louis par an

Jean Frédéric Charles Rœderer loue une écurie au négociant Laurent Moris

1789 (31.12.), Not. Lacombe (6 E 41, 216) n° 70
Sr Jean Frédéric Charles Roederer teinturier, bail de 3 années
à M Laurent Moritz négociant
une écurie dans la maison du Sr bailleur en cette ville rue des Veaux au fond de la cour avec un Grenier a foin dans la maison sur le devant plus le haut fermant a cadenat et un troux de fumier que le bailleur fera faire a ses frais a côté des remises que le Sr Moris occupe présentement et dont l’entrée se fera par ladite Remise et la sortie par la buanderie dudit Sr bailleur, moyennant un loyer annuel de 72 livres

Jean Frédéric Charles Rœderer loue un logement au jurisconsulte et ancien avocat général de la ville Jacques Wencker

1790 (13.1.), Not. Lacombe (6 E 41, 217) n° 33
Sr Jean Frédéric Charles Roederer, Bail de 6 ans et 3 mois à commencer à Noel 1790
Mr Jacques Wencker Jurisconsulte et ancien avocat général de la ville de Strasbourg
un logement dans la maison qui luy appartient en cette ville rue des veaux n° 29 vis à vis le magasin a sel consistant en tout le premier étage ou l’on monte par le premier escalier a gauche en entrant dans la cour de ladite maison ainsi que ledit étage est maintenant occupé a titre de bail par le Sr de Landenberg, en une partie de la cave qu’avoit le Sr de Landenberg et une Ecurie pour trois chevaux, un grenier à foin vis à vis la porte d’entrée, une remise pour une voiture un bucher dans la cour à côté du puits, une chambre aux mansardes donnant sur la rue des veaux pour le linge sale, une cave a-* des comodités allant du premier étage et tombant dans la fosse à fumier, Enfin l’usage commun du puit, de la buanderie et du premier grenier declarant pour la lessive, moyennant un loyer annuel de 850 livres
(acte Joint) Cn. Joseph Julien Lajonquerie Preposé des fourages et Jean Frédéric Charles Roederer, lequel dit Cn Lajonquerie a déclaré de demettre en faveur du Sr Roederer du bénéfice du bail de la maison rue des veaux originairement loué au Cn Wencker cédé par ce dernier par acte led. not. le 23 nivose 3 – le 29. germinal 4 enregistré le 8 floréal

Jean Frédéric Charles Rœderer loue un appartement au chanoine Etienne de Scheben

1793 (8.2.), Strasbourg 1 (5), Not. Lacombe – enregistré le 14 n° 11
Cit. Jean Frédéric Charles Roederer marchand Teinturier Bail
à M Etienne de Schoeven Chanoine en allemagne demeurant présentement a Strasbourg (signé) Etiene de Scheben Chanoine
Sçavoir un appartement au second Etage de la maison appartenante au Bailleur en cette ville rue du Veau N° 29 donnant sur l’Eau, Plus l’usage des autres objets en commun avec tous les locataires
(charges, clauses et conditions) 2. le présent bail n’aura lieu que tant que les parties ne se denonceront pas l’une l’autre
600 livres en assignats

Jacques Wencker cède son bail au vérificateur général des assignats Gaspard Adolay

1795 (23 nivose 3), Strasbourg, Not. Lacombe
Rétrocession de bail par Jacques Wencker
à Gaspard Adolay verificateur gl. des assignats
appartements dans une maison rue du Veau n° 29, louée par bail du 13 jan. 1790
Enregistrement, acp 30 F° 128-v du 24 nivose 3

Gaspard Adolay cède partie de son bail à Joseph Julien Lajonquiere, préposé des fourrages

1795 (22 vend. 4), Strasbourg, Not. Lacombe
Sous bail – C. Adolai
à Joseph Julien Lajonquiere
une portion de maison depuis Noel prochain jusqu’au 25. mars 1797 [maison rue des veaux n° 29], moyennant un loyer annuel de 900 livres
Enregistrement, acp 37 F° 114-v du 22 vend 4

Joseph Julien Lajonquiere résilie son bail

1796 (29 germinal 4), Strasbourg, Not. Lacombe
Résiliation du bail par Joseph Julien Lajonquiere
Jean Frédéric Charles Röderer
une maison louée le 13.1.1790 [maison rue des veaux n° 29] moyennant 850 livres
Enregistrement, acp 40 F° 51-v du 8 flo 4

Louis Joseph Eleonore Cretté (sous-) loue un logement au citoyen Foullier

1797 (23 vendém. 6), ssp, Enregistrement, acp 56 f° 31-v du 11 frimaire 6
Bail de 3 mois – Louis Joseph Eleonore Cretté
Cit. Foullier
un Logement rue des Veaux n° 29, moyennant 90 livres

Inventaire dressé après la mort de Marie Richarde Nessel femme séparée de corps et de biens du rentier Jean Georges Wittmer

1805 (15 fruct. 13), Strasbourg 6 (33), Not. Laquiante n° 3793
Inventaire des biens de Marie Richarde Nessel femme séparée de corps et de biens du Sr Jean Georges Wittmer, Rentier, en sa demeure rue des veaux n° 29, Sentence de séparation du 17 avril 1790
(joint : femme de Jean Georges Wittmer demeurant vieux marché aux vins N° à l’hotel de Neuweiller, signifié à Jean Georges Wittmer demeurant à Strasbourg en son domicile maison Röderer rue des veaux au rez de chaussée)
meubles 157 fr, numéraire 1200 fr, dettes actives 41.904 fr, passif 42.836 fr
Enregistrement, acp 97 F° 104 du 16 fruct.

Joseph Maximilien Sommervogel, procureur au lycée impérial, meurt dans la maison Rœderer en 1808

Le propriétaire Rœderer loue un magasin

1809 (12.4.), Enregistrement de Strasbourg, ssp 26 n° 1726 ssp du 12 Ct.
Bail pour 6 ans par le Sr Roederer de Strasbourg
à Steinheil* et Metzger*
un Magasin rue des Veaux N° 29 pour 240 francs

Le teinturier Jean Frédéric Charles Rœderer meurt en 1818 en délaissant quatre enfants

1818 (12.10.), Strasbourg 13 (34), Not. Bremsinger n° 1209
Inventaire de la succession de Jean Frédéric Charles Roederer, teinturier royal du haut grand et bon teint, décédé le 9 juillet dernier, à la requête de Marie Madeleine Roederer la veuve, plus à la requête de 1. Marie Madeleine Roederer majeure, 2. Frédéric Charles Roederer, propriétaire, 3. Frédérique Caroline Roederer sous l’autorisation de son époux Philippe Louis Flaxland, 4. Charles Frédéric Flaxland, avocat, tuteur de Philippe Louis, Frédéric Henri, Gustave Adolphe Flaxland enfants mineurs des susdits époux Flaxland en l’absence de Jean Léonard Roederer fabricant de tiges de bottes demeurant à Wasselonne, en présence de Jacques Frédéric Burger ménuisier subrogé tuteur.
Dénomination des héritiers Marie Madeleine Roederer pour 27/144 (…) Le défunt a disposé du quart de sa succession au profit de ses six petits enfants Flaxland, chacun pour 8/144

Titres et papiers, Contrat de mariage devant M° Saltzmann le 6 mars 1769, Inventaire des apports 25 fev. 1771, le mari 7039 fr, la femme 6674 fr – inventaire de la succession paternelle et maternelle Jean Léonard Roederer et Marie Marguerite Karcher par Me Saltzmann le 11 fev. 1769, 30.721 fr, Immeubles de la succession paternelle : une maison sise en cette ville rue des Veaux n° 29 formant d’un côté le coin de la ruelle communale vis à vis la maison dite Wollhaus donnant d’autre sur feu Jean Georges Klentsch, derrière la rivière, abandonnée au défunt par ses cohéritiers pour 11.000 livres ou 44.000 francs devant Me Saltzmann le 20 fev. 1770
de la veuve Jean Christmann Roederer décédé le 16 juil. 1795 devant Me Haess le 5 mess. 5, 6910 francs, succession maternelle Dorothée Karcher veuve de Christmann Roederer 2871 fr – ensemble 40.473 francs
IX. Chambre des Contrats 11 prairial an II, vente par Jean Christmann Roederer au défunt et Jean Baur d’un petit bien de campagne entre la porte blanche et celle de l’hôpital au canton dit Heyritz – jugement arbitral du 6 pluviose 3 déclaré exécutoire par le président du tribunal de Strasbourg relativement au partage desdits biens acquis en commun
Procès verbal de Partage par le Sr Schmitt ingénieur géographe de la ville de Strasbourg 8 floreal 9 portant qu’il a été partagé 1. une prairie formant une isle dans la rivière d’Ill divisé en deux parties égales (…), 2. une autre petite prairie située entre la rivière d’Ill et la digue d’inondation du Riedbergergraben divisée du même travers limité par deux pierres bornes à distance l’une de l’autre de 76 pieds (22 m 9 cm), 3. un petit jardin entouré d’une fondation de mur divisé en travers et limité par deux pierres bornes distantes l’une de l’autre de 30 pieds (8 m 6 dm), 4. un grand jardin divisé en longueur et limité par 2 pierres bornes à distance l’une de l’autre de 330 pieds (92 m 6 dm), 5. le verger divisé en longueur et limité par deux pierres bornes à distance l’une de l’autre de 288 pieds (83 m 2 dm). Que le jardin et le verger sont séparés par une treille de vigne et limité par deux pierres bornes à distance l’une de l’autre de 310 pieds (89 m 6 dm) et que la lettre R marque la part du Sr Roederer et la lettre B celle du Sr Bauer
en une maison rue des Veaux n° 29 – communauté, meubles dans la première chambre en entrant dans le corridor, dans la 4° chambre au fond du corridor, dans la 3° pièce faisant la chambre à coucher de la veuve, dans le corridor, dans la chambre de la servante, dans la cuisine, sur le grenier, bibliothèque 4092 fr, bibliothèque 145 fr, argenterie 856 fr, bijoux 242 fr, numéraire 645 fr, ensemble 5982 fr – terres à Strasbourg 1200 fr, ensemble 7182 fr
propres, garde robe 473 fr
Enregistrement, acp 140 F° 134-v du 21.10. – vacation du 21 décembre (acp 141 F° 93 du 2.1.)

La veuve Marie Madeleine Rœderer loue en 1822 la maison dont elle est usufruitière à ses deux enfants Marie Madeleine et Jean Frédéric Charles Rœderer

1824 (20.8.), Enregistrement de Strasbourg, ssp 51 acte ssp du 9 juin 1822
Marie Madeleine Roederer veuve propriétaire demeurant à Strasbourg
loue une maison en ladite ville rue des Veaux N° 29 à mes deux enfants Marie Madeleine et Jean Frédéric Charles Roederer la maison dont j’ai l’usufruit pour neuf années consécutives qui commenceront le 26 juin 1822, en leur louant ladite maison je leur accorde la faculté comme à des principaux locataires de pouvoir faire des sous locations, pour un loyer annuel de 1800 francs

Marie Madeleine Rœderer meurt en 1823

1823 (15.12.), Strasbourg 13 (39), Me Bremsinger n° 2968
Inventaire de la succession de Marie Madeleine Roederer veuve de Jean Frédéric Charles Roederer, teinturier royal de haut grand et bon teint décédée le 3 octobre dernier – à la requête de 1. Marie Madeleine Roederer, fille majeure, 2. Frédéric Charles Roederer, propriétaire, 3. Frédérique Caroline Roederer épouse de Philippe Louis Flaxland, négociant, 4. Jean Léonard Roederer, fabricant de tiges de bottes à Wasselonne, héritiers pour un quart de leur mère
au domicile rue des Veaux n° 29
garde robe 638 fr, mobilier 2239 fr, argent 910 fr, bijoux 1797 fr, numéraire 346 fr, créances 1076 fr, ensemble 7007 fr, passif 509 fr
vacation du 27.1. (acp 166 F° 127 du 5.2.)

Inventaire dressé après la mort d’une locataire, Hélène Louise Kien veuve du juge François Dagobert Behr

1825 (2.7.), Strasbourg 15 (38), Me Lacombe n° 7135
Inventaire de la succession d’Hélène Louise Kien veuve de François Dagobert Behr, ancien juge à Saverne, décédée à Strasbourg le 26 mai dernier – à la requête de 1. François Théodore Behr, homme de lettres à Saverne tant pour lui que comme porteur de pouvoir de Marie Louise Adélaïde Xavière Behr, majeure à Saverne, 2. Antoine Dagobert Behr, huissier à Benfeld, 3. Anne Marie Reine Victoire Behr femme de Valentin Humbert, employé des contributions indirectes, enfants et héritiers de la défunte
dans la demeure du Sr Humbert rue des Veaux n° 29
terres à Ergersheim, 195 fr, maison dépendances à Saverne 6000 fr, créances 5286 fr, hardes 95 fr, total 11.351 fr – passif 10.729 fr
Enregistrement, acp 174 F° 23 du 11.7.

La maison est vendue par adjudication aux cohéritiers Marie Madeleine Rœderer et Frédéric Charles Rœderer

1825 (30.4.), Strasbourg 13 (40), Me Bremsinger n° 3521
Adjudication définitive – n° 3275, Dépôt du cahier des charges le 4 octobre n° 1824 suite 3275 – Charles Frédéric Roederer, propriétaire, poursuivant la licitation de la maison pour 47.850 francs
la maison en cette ville rue des Veaux n° 29 consistant en divers bâtiments, cours, jardins, aisances et dépendances, d’un côté faisant le coin de la rue des Veaux d’autre la maison de Jean Georges Klentsch modo Sr Bucherer marchand de vin, derrière la rivière d’Ill – jugement du 1° juillet de la présente année entérinant rapport d’experts, lequel comparant assisté de Me Louis Klauhold son avoué près le Tribunal Civil (…) Cahier des charges du 20 août dernier
Cahier des charges, par jugement du tribunal civil du 1 juillet 1824 entérinant rapport d’experts. Désignation de l’immeuble à vendre. Une maison sise à Strasbourg rue des Veaux n° 29 consistant en un bâtiment principal donnant sur le rue des Veaux, deux ailes conduisant à la maison du fond avec un autre bâtiment contenant les écuries & remises donnant sur le quai du magasin à sel. Cette maison ayant une cour & un jardin forme d’un côté le coin de ladite rue des Veaux et tient de l’autre à la maison de Jean Georges Klentsch – acquis par le défunt Jean Frédéric Charles Roederer et ses cohéritiers suivant acte reçu Saltzmann notaire le 20 février 1770. Elle appartient par indivis aux héritiers du défunt 1. pour trois quarts à ses enfants majeurs a) Marie Madeleine Roederer, fille majeure, b) Frédéric Charles Roederer, propriétaire, c) Frédérique Caroline Roederer épouse de Louis Philippe Flaxland, négt. d) Jacques Léonard Roederer, fabricant de tiges de bottes à Wasselonne, 2. pour un quart à ses petits enfants procréés par Frédérique Caroline Roederer avec le Sr Flaxland par testament olographe du défunt le 3 juin 1818 déposé en l’étude de Me Bremsinger le 14 juillet de la même année a) Amélie Caroline, b) Louise Henriette, c) Philippine Eugénie Antoinette, d) Charles Philippe Louis, e) Frédéric Henri, f) Gustave Adolphe – Charges, clauses et conditions, l’adjudicataire entretiendra le bail de 9 années à partir du 26 juin 1822 pour 800 fr au profit de Marie Madeleine Roederer et Frédéric Charles Roederer
Adjudication préparatoire n° 3332 du 7 dec. 1824 sans enchère
Rapport d’experts du 2 juin 1824, Jean Daniel Vogt, Jacques Bommer et Jean Chrétien Arnold les trois architectes – avons pris de suite le détail de chacun des bâtiments lequel nous avons commencé au rez de chaussée du bâtiment principal en entrant par la porte cochère, à gauche du passage cuisine et trois chambres dont une a alcove, idem à la cour, cage d’escalier, vestibule, cuisine, 4 chambres et décharge dessous ces pièces cave sous solives. Premier étage, cage d’escalier à gauche vestibule, cuisine sept chambres dont une a alcove à droite vestibule cuisine et quatre chambres. Second étage comme le premier. Dessus comble à la mansarde renfermant 8 chambres et deux greniers.
Aile droite : rez de chaussée, bucher et cage d’escalier conduisant au bâtiment du fond. Premier étage cage d’escalier, une chambre. Second étage, cage d’escalier, deux chambres et cuisine. Troisième étage, grenier à foin, une chambre, dessus comble.
Aile gauche, rez de chaussée, passage à droite écuries et lieux, Premier étage une chambre et lieux. Second étage pareil au premier dessus comble.
Bâtiment du fond, rez de chaussée, passage sur la terrasse, buchers, écuries, buanderie et lieux. Premier étage corridor, cuisine 4 chambres et lieux. Second étage, même distribution. Dessus comble renfermant grenier et une chambre. Les combles sont généralement couverts en tuiles doubles, estimée 28.500 francs
Enregistrement, acp 173 F° 56-v du 9.5.

Frédéric Charles Rœderer obtient de ses parents l’autorisation de se marier avec Rosine Madeleine Frœlich native de Landau
1803 (8 vend. 12), Strasbourg 6 (29), Not. Laquiante n° 2985, 2986
Sommation respectueuse et Consentement – n° 2986, Anne Marie Froelich 38 ans en la demeure de De Rosine Madeleine Froelich veuve du Cit Jean Frédéric Froelich vivant Négociant à Landau demeurant hors la porte des Juifs au Moulin appellé hetzelsmühl de se marier avec le Cit. Jean Frédéric Charles Roederer
n° 2985, Jean Frédéric Charles Roederer majeur 31 ans natif et demeurant a Strasbourg en la demeure du Cit. Jean Frédéric Charles Roederer teinturier Rue des veaux n° 29 son pere se marier avec Dlle Anne Marie Froelich Dlle majeure de 38 ans native de Landau
Enregistrement, acp 89 F° 24 du 11 vd 12

Mariage correspondant
Mariage, Strasbourg (n° 30) Du 4° jour du mois de Brumaire l’an douze de la République française à neuf heures du matin. Acte de mariage de Jean Frédéric Charles Roederer, âgé de 31 ans, Négociant né en cette ville le 20 septembre 1772, y domicilié, fils légitime de Jean Frédéric Charles Roederer, Teinturier & de Marie Madeleine Roederer, et ‘Anne Marie Froelich, âgée de 38 ans, née à Landau, Département du Bas-Rhin le 16 avril 1765, domiciliée hors la porte des Juifs de cette ville deouis huit ans, fille légitime de feu Jean Frédéric Froelich, Négociant audit lieu & de Rosine Madeleine née Froelich (signé) Jean Frédéric Charles Roederer, Anne Marie Froelich (i 18)

Frédéric Charles Rœderer expose infructueusement la maison aux enchères

1826 (18.5.), Strasbourg 13 (42), Me Bremsinger n° 3836
Cahier des charges du 3 mai, puis retrait 18 mai – Frédéric Charles Roederer, propriétaire
Désignation de l’immeuble, une maison sise à Strasbourg rue des Veaux n° 29 consistant en un bâtiment principal donnant sur ladite rue, deux autres conduisant à la maison du fond contenant au rez de chaussée buanderie et remise avec un autre bâtiment donnant sur le quai appelé la place du Sable, une cour et un jardin le tout formant de la rue vis à vis le magasin au sel d’autre le Sr Bucherer marchand de vin derrière la rivière d’Ill – Etablissement de la propriété, au vendeur par adjudication sur licitation devant Me Bremsinger le 4 octobre 1824 de la succession de Jean Frédéric Charles Roederer père teinturier, suivant liquidation et partage reçus Me Bremsinger le 17 décembre dernier, le Sr Roederer père l’a acquis par liquidation partage le 11 février 1769 devant Me Saltzmann
Charges, clauses et conditions, le mobiler que le vendeur se réserve formellement d’enlever savoir 1. un gradin avec ses bases en pierres et montant en fer, les oignons de fleurs, les rosiers, 8 pièces de jeunes vignes et autant d’arbres, un bassin de puits qui se trouve dans le jardin, toutes les pierres, briques, dalles, tuiles, planches et bois de construction qui n’ont point été employées et peuvent se trouver dans la cour, le jardin, la buanderie, le grenier, les échoppes ainsi que le bois qui se trouve dans la maison du jardin, 4. cet immeuble dont feu Marie Madeleine Roederer veuve du défunt avait l’usufruit a été loué par elle pour 9 ans à partir du 26 juin 1822 à Marie Madeleine Roederer sa fille majeure et au vendeur Frédéric Charles pour un loyer annuel de 1800 francs par acte ssp du 9 juin 1822 enreg. 20 août 1824 f° 122 – mise à prix 36.000 fr
à Georges Bircklé, négociant pour 37.000 francs – retrait le 15 juin n° 3910
Enregistrement, acp 178 F° 146-v du 19.5.

Frédéric Charles Roederer vend la partie sud de la maison (vers la rivière) à Jean Michel Keller puis la partie nord (vers la rue des Veaux) à Philippe Louis Flaxland et Françoise Caroline Rœderer (sa sœur)

1826 (9.10.), Strasbourg 6 (49), Me Triponé n° 1258
Frédéric Charles Roederer, propriétaire
à Philippe Louis Flaxland, négociant, et Françoise Caroline Roederer
Désignation, une maison sise à Strasbourg rue des Veaux n° 29. Cette maison est la partie restante d’une maison plus grande dont il a vendu le surplus au Sr Jean Michel Keller, marchand vinaigrier et distillateur, et Marie Madeleine Hügel par devant Me Triponé le 25 août 1826, d’un côté le Sr Bucherer marchand de vin, d’autre la rue qui descend au quai du Sable, devant la rue des Veaux, derrière M Keller marchand vinaigrier distillateur. Les lignes de démarcation entre la maison vendue à M et Mde Keller et celle vendue par les présentes se trouvent désignées dans le contrat de vente mentionné ci dessus. Propriété, la maison et celle acquise par le Sr Keller appartiennent au Sr Roederer pour un quart pourl’avoir hérité de Jean Frédéric Charles Roederer son père, et pour trois quarts acquis des autres ayants-droit à la succession de son père par procès verbal de licitation devant Me Bremsinger le 30 avril 1825, appartient au Sr Roederer père par acte reçi Saltzmann notaire le le 30 février 1770 – Charges, clauses et conditions, notamment quant aux murs de séparation à élever à frais communs entre le Sr Keller, à l’écoulement des eaux à l’usage du puits et des caves – pour 28 500 fr
Enregistrement, acp 180 F° 179 du 19.10

Marchand originaire de Heilbronn, Philippe Louis Flaxland épouse en 1804 Frédérique Caroline Rœderer : contrat de mariage
1801 (9 pluviose 9), Strasbourg 10 (31), Not. Zimmer
Eheberedung – persönlich erschienen, der burger Philipp Ludwig Flaxland, lediger Handelsmann alhier Zu Straßburg H. Burghard Flaxland, des Kirchenschafers Zu Heilbronn mit Frauen Anna Maria gebohrner Knoll ehelich erzeugter Sohn, unter assistentz des burgers Christoph Lantz Rothgerbers alhier als Hochzeitern ane einemn
So dann Jungfrau Friderica Carolina Röderer, des burgers Johann Friderich Carl Röderern Vormaligen Kunst Ferbers dahier und Frauen Maria Magdalena gebohrner Röderer Ehelich erzeugte Tochter, unter assistentz erstbesagte ihres Vaters als der Jungfer Braut andern theil
Enregistrement de Strasbourg, acp 77 F° 10 du 13 pluv. 9

Modification du contrat de mariage
1801 (29 fruct. 9), Strasbourg 3 (39), Not. Übersaal n° 1038 (380)
Eheberedungs nachtrag – sind erschienen die Bürger Philipp Ludwig Flaxand, hiesiger Handelsmann an einem,
so dann rau Friderika Karolina geborene Roederer am andern theil (…)
das sie in der zwischen ihnen den 9. Pluvios laufenden Jahrs vor Notarius Zimmer hieselbst errichtet und den 13. daraufhin gehörig registrirten Eheberedung enthaltenen begünstigungen nachstehendermassen Zu vermehren wolbedächtlich entschlossen seÿen
Enregistrement, acp 80 F° 100 du 1 cp 9

Les nouveaux mariés font dresser l’inventaire de leurs apports. Ceux du mari s’élèvent à 3 516 francs, ceux de la femme à 4 650 francs.
1801 (7 fruct. 9), Strasbourg 10 (15), Not. Zimmer n° 213, 890
Inventarium über bürgers Philipp Ludwig Flaxland handelsmanns und Fraun Friderica Carolina geb. Röderer in die Ehe gebrachtes Vermögen – vermôg vor mir Notario unterm 9. Pluvios letzthien aufgerichteten Eheberedung
in einer ane der Kalbsgaß gelegen mit N° 29 bezeichneten behausung
des Ehemanns in die Ehe gebrachtes Guth, gold und Silber Geschmeids 276 fr, baarschafft 2400 fr, liegende güther bannß Buchsweiler 840 fr, summa summarum 3516 fr
der Ehefrauen in die Ehe gebrachtes Vermögen, hausrath 1345 fr, golden geschmeids 233 fr, baarschafft 3000 fr, Göttel: Lädlein 72 fr, summa summarum 4650 und 58 – haussteur 319 fr
Enregistrement, acp 80 f° 46 du 13 fruct. 9

Louis Flaxland, garde magasin adjoint à la halle commerciale, et Frédérique Caroline Rœderer hypothèquent la maison au profit du commis négociant Guillaume Weisé

1840 (16. 7.br), Strasbourg 12 (153), Not. Noetinger n° 12.278
Obligation – Ont comparu M. Louis Flaxland, garde magasin adjoint à la halle commerciale de Strasbourg & sous son autorisation & assistance D° Frédérique Caroline Roederer son épouse demeurant ensemble à Strasbourg, lesquels ont reconnu devoir bien et légitimement
à M. Guillaume Weisé, commis négociant demeurant à Strasbourg, la somme principale de 3500 francs pour prêt de pareille somme
hypothèque, Une maison consistant en différens corps de bâtimens, avec cour, appartenances & dépendances, le tout situé à Strasbourg rue des Veaux n° 29 entre M.M. Molter & Bucherer, donnant par derrière sur la propriété des mêmes. Les débiteurs déclarent sous les peines du stellionat que ledit immeuble leur appartient en toute propriété & qu’il est franc & libre de tous privilèges & hypothèques à l’exception 1° d’un principal de 19.000 francs dû à M. Weisé libraire suivant acte passé devant M° Triponé lors notaire à Strasbourg les 5 et 6 juin 1828, 2° & d’un principal de 1000 francs montant du cautionnement constitué par M. Henri Flaxland fils du débiteur en faveur de la chambre de commerce de cette ville aux termes d’un acte passé devant ledit notaire Noetinger le 5 septembre 1839

Frédérique Caroline Rœderer meurt en 1841 en délaissant cinq enfants. L’inventaire est dressé dans la maison rue des Veaux

1841 (21.6.), Strasbourg 12 (154), Me Noetinger n° 13.503
Inventaire dressé après le décès de dame Frédérique Caroline Roederer, vivante épouse de M. Philippe Louis Flaxland, négociant à Strasbourg où elle est décédée le 30 décembre 1840.
L’an 1841 le 21 juin à neuf heures du matin, à la requête et en présence 1° de M. Philippe Louis Flaxland, garde magasin à la halle commerciale de Strasbourg, y demeurant, agissant en son propre nom à cause de la communauté de biens qui a existé entre lui et feu dame Frédérique Caroline Roederer son épouse aux termes de leur contrat de mariage ci après relaté, Et en outre comme mandataire de M. Charles Flaxland, commis négociant demeurant à Londres (…),
2° M. Guillaume Roederer, commis négociant demeurant à Strasbourg, agissant en qualité de père et tuteur légal de Emma Roederer, Ida Roederer, Edouard Roederer, et Bertha Roederer, ses quatre enfants mineurs nés de son mariage avec feu dame Amélie Caroline Flaxland son épouse, lesdits quatre mineurs venant par représentation de leur mère dont ils sont les seuls héritiers chacun pour un quart, 3° de Dlle Louise Henriette Flaxland, majeure demeurant à Strasbourg, 4° de Dlle Philippine Eugénie Antoinette Flaxland, majeure demeurant en la même ville, 5° de M. Frédéric Henri Flaxland, garde magasin adjoint à la halle commerciale de Strasbourg y demeurant, agissant tant en son propre nom qu’en qualité de subrogé tuteur des quatre mineurs Roederer ci dessus nommés,
Lesdits Charles Flaxland, mineurs Roederer, dlle Louise Henriette Flaxland, dlle Philippine Eugénie Antoinette Flaxland, M. Frédéric Henri Flaxland seuls habiles à se dire et porter héritiers de ladite défunte (…)

1° expédition du contrat de mariage passé devant M° Zimmer notaire à Strasbourg le 9 pluviose an IX (…) 2° expédition d’un autre acte passé devant ledit M° Zimmer le 7 fructidor an IX et constatant les apports respectifs des époux Flaxland (…) 3° L’expédition d’un acte passé devant M° Uebersaal notaire à Strasbourg le 29 fructidor an IX par lequel les époux Flaxland ont modifié leur contrat de mariage
Maison à Strasbourg. Une maison avec appartenances et dépendances sise à Strasbourg rue des veaux n° 29 tenant par devant à la rue des veaux, parderrière à M. Hurel d’un côté au sieur Bucherer marchand de vins de l’autre à la rue qui descend au quai du sable. Cette maison est évaluée à un revenu annuel de 1400 francs représentant au denier vingt un capital de 28.000 francs. Elle a été acquise par M. et Mad. Flaxland sur Frédéric Charles Roederer, propriétaire à Strasbourg suivant contrat passé devant M° Triponé Notaire à Strasbourg le 9 octobre 1826. Ledit immeuble a été acquis en remploi et remplacement des propre aliénés de feu Mad. Flaxland ainsi que cela résulte di contrat et appartient par conséquent exclusivement à la succession de la défunte
acp 288 (3 Q 30 003) f° 67-v – Le mobilier de la communauté est évalué 2154, la garde robe de la défunte 332
Le passif de la communauté est de 12.500, celui de la succession de 8159 francs
Il dépend de la communauté une maison à Strasbourg rue des Veaux N° 29
Renonciation par le Sr Flaxland père à l’usufruit qui lui appartient aux termes de son contrat de mariage

Cahier des charges pour parvenir à la vente de la maison

1854 (5.9.), M° Noetinger
Cahier des charges pour parvenir à la vente d’une maison sise à Strasbourg rue des Veaux N° 29, dressé à la requête de Philippe Louis Flaxland et consorts à Strasbourg
acp 432 (3 Q 30 147) f° 93-v du 4.9.

Liquidation et partage des successions de Frédérique Caroline Rœderer, de son fils Frédéric Henri Flaxland, dressé après la mort (le 9 juillet 1855) de Philippe Louis Flaxland
1858 (21.8.), M° Noetinger
Liquidation et partage de la succession délaissée par Frédérique Caroline Roederer vivante femme de Philippe Louis Flaxland, négociant à Strasbourg, décédée le 30 décembre 1840 et de celle de Frédéric Henri Flaxland, garde magasin à la halle commerciale de Strasbourg décédé le 11 mai 1844. Entre I. les représentants d’Amélie Caroline Flaxland femme de Théodore Guillaume Roederer, négociant à Strasbourg qui sont 1) Emma Roederer, décédée depuis, 2) Mathilde Eléonore Ida Roederer, 3) Alphonse Otto Edouard Roederer, 4) Adélaïde Bertha Sidonie Roederer tous à Strasbourg
II. Louise Henriette Flaxland, épouse Roederer, III. Charles Philippe Louis Flaxland, propriétaire, IV. Philippine Eugénie Antoinette Flaxland, célibataire, V. la succession de Frédéric Henri Flaxland, vivant garde magasin à la halle commerciale de Strasbourg, époux de Caroline Hoffet sa veuve
La succession de la De Flaxland consiste uniquement dans le prix d’une maison sise à Strasbourg rue des Veaux N° 29, adjugée à Frédéric Hoffet, négociant à Paris par acte reçu Noetinger notaire le 23 mars 1848
I. Succession de De Flaxland. Masse active, prix de la maison 39.000, masse passive 19.386, reste 19.613
II. succession de Frédéric Henri Flaxland, 1/5 de la masse 3922, il lui est dû par la succession par acte reçu Triponé le 9. 8.bre 1826, 1144, total 5027, masse passive , néant
III. Succession de Mde Roederer née Flaxland (…)
Succession de Mr Flaxland père décédé le 9 juillet 1855. Elle consiste dans la part recueillie dans la succession de son fils soumise à l’usufruit de son épouse 1266
Droits des parties (…)
acp 471 (3 Q 30 186) f° 85 du 25.8.

Les cohéritiers Flaxland vendent la maison moyennant 39 000 francs à Frédéric Hoffet, négociant demeurant à Paris, pour lequel accepte Henri Hoffet

1858 (23 mars), M° M° Noetinger
Hypothèque de Strasbourg, Transcription reg. 727 (2879) n° 9, le 30 avril 1853
Cahier des charges pour parvenir à la vente par licitation d’une maison sise à Strasbourg rue des veaux numéro 4 ancien numéro 29, Dépendant de la succession de Madame Frédérique Caroline Roederer, vivante épouse de Monsieur Philippe Louis Flaxland, négociant à Strasbourg où elle est décédée le 30 décembre 1840, dessé par M° Charles Noetinger notaire à la résidence de Strasbourg soussigné, spécialement commis à l’effet des présentes suivant jugement rendu par le tribunal séant à Strasbourg le 18 janvier 1858, Entre 1° Monsieur Charles Philippe Louis Flaxland, propriétaire demeurant à Hangenbieten, 2° Madame Louise Henriette Flaxland, épouse de Monsieur Théodore Guillaume Roederer, négociant avec lequel elle demeure à Strasbourg et ce dernier, 3° a) Mademoiselle Mathilde Eléonore Ida Roederer, majeure sans profession demeurant en la même ville, b) Monsieur Alphonse Edouard Otto Roederer, c) Mademoiselle Adélaïde Bertha Sidonie Roederer, ces deux derniers mineurs émancipés, sans profession demeurant en la même ville,, Mademoiselle Roederer et Monsieur Otto Roederer par représentation de leur mère dame Amélie Caroline Flaxland épouse en premières noces de Monsieur Théodore Guillaume Roederer susnommé, 4° Mademoiselle Philippine Eugénie Antoinette Flaxland, majeure, sans profession demeurant à Strasbourg, 5° Madame Caroline Hoffet, rentière veuve de Monsieur Frédéric Henri Flaxland en son vivant garde magasin à la halle commerciale de Strasbourg où elle demeure, madame veuve Flaxland agissant comme usufruitière viagère de la succession de son mari aux termes de leur contrat de mariage dressé par M° Zimmer et son collègue notaires à Strasbourg le 25 mars 1843
Enonciation du jugement qui a autorisé la vente. Sur l’action en partage et en liquidation intentée par M° Philippine Eugénie Antoinette Flaxland ayant pour avoué M° Hervé (…) ordonne que sans expertise préalable et sur la mise à prix de 25.000 francs il sera procédé à la vente par licitation d’une maison avec appartenances et dépendances sise à Strasbourg rue des veaux n° 4 ancien n° 29 tenant par devant à la dite rue, par derrière à Monsieur Hurel d’un côté à Monsieur Bucherer marchand de vins de l’autre à la rue qui descend au quai au sable. Dit que dans le cahier des charges à dresser par le notaire, il sera stipulé 1° que l’usufruit apparteant à la défenderesse veuve Flaxland sur le cinquième des revenus de l’immeuble sera converti en usufruit sur la part correspondante du prix d’adjudication (…)
Désignation de l’immeuble. Une maison à rez de chaussée deux étages et mansardes avec cour, puits, caves, appartenances et dépendances située à Strasbourg rue des veaux ancien n° 29, tenant par devant à la dite rue, par derrière à Monsieur Hurel d’un côté à Monsieur Bucherer marchand de vins de l’autre à la rue qui descend au quai au sable. Ladite maison est actuellement sise rue des écrivains numéro 4 d’après la nouvelle dénomination des rues. De cette maison font partie, Avec leurs tuyaus et pierres, trois poêles de faience et un poêle en fonte sis au logement de Monsieur Roederer, trois poêles en faience sis au logement de Monsieur Zantes, trois poêles en faience sis au logement de Monsieur Koch, trois poêles en faience sis au logement de Monsieur Christ, deux idem en faience sis au logement de Monsieur Ehrsam formant un total de huit poêles. (…) De cette vente sont expressément réservés les objets suivants appartenants à Monsieur Roederer père, savoir un poêle en fonte avec ses tuyaux et pierre au logement de Monsieur Roederer, un poêle en fonte avec ses tuyaux et pierre dans la salle à manger du logement d’Eyssautier, un trumeau dans la chambre à coucher au logement d’Eyssautier, trois trumeaux dans le logement Roederer deuxième marmites avec leurs lunettes au même logement, Un chaudon avec accessoires, une plaque en fer recouvrant l’âtre, un petit four avec ses accessoires et les étagères de la cuisine au même logement, Sur la mise à prix de 25.000 francs
Etablissement de la propriété. La maison ci-dessus décrite dépendait de la succession de Madame Frédérique Caroline Roederer en son vivant épouse de Monsieur Philippe Louis Flaxland, garde magasin à la halle commerciale de Strasbourg où elle est décédée le 30 décembre 1840. Par suite de la renonciation faite par Monsieur Philippe Louis Flaxland veuf, à l’usufruit de la moitié lui compétant sur les biens délaissés par sa défunte épouse aux termes de son contrat de mariage reçu par M° Zimmer notaire à Strasbourg le 9 pluviose an neuf, d’un acte contenant constatation d’appots reçu par ledit notaire le 7 fructidor an IX et d’un acte reçu par M° Uebersaal notaire à Strasbourg le 29 fructidor an neuf. Cette succession est advenue en toute propriété aux enfants et petits enfants dans les proportions suivantes, savoir 1° à Monsieur Charles Flaxland alors commis négociant demeurant à Londres, 2° aux enfants mineurs Amélie Wilhelmine Emma Roederer, Mathilde Eléonore Ida Roederer, Alphonse Edouard Otto Roederer, Adélaïde Bertha Sidonie Roederer, issus du mariage de feue dame Amélie Caroline Flaxland épouse en premières noces de Monsieur Théodore Guillaume Roederer susnommé et qualifié, demeurant à Strasbourg, les quatre enfants mineurs Roederer par représentation de leur mère décédée à Strasbourg le 19 juillet 1840 sont ils étaient seuls et uniques héritiers chacun de pour un quart, 3° Mademoiselle Louise Henriette Flaxland, 4° Madame Philippine Eugénie Antoinette Flaxland, les deux majeures, demeurant à Strasbourg, 5° Monsieur Frédéric Henri Flaxland, garde magasin adjoint à la halle commerciale demeurant en la même ville, chacun des quatre enfants pour un 5° ou 4/20, les quatre petits enfants Roederer ensemble pour 1/5 ou chacun d’eux pour 1/20, le tour ainsi qu’il résulte d’un inventaire dressé par M° Noetinger notaire soussigné le 21 juin 1841.
Monsieur Frédéric Henri Flaxland, l’un des enfants en son vivant garde magasin adjoint garde magasin adjoint à la halle commerciale, est décédé à Strasbourg le 11 mai 1844 délaissant sa veuve Madame Caroline Hoffet, comme donataire en usufruit viager de la totalité de la succession aux termes de son contrat de mariage reçu par M° Zimmer notaire à Strasbourg le 25 mars 1843. Le 5° lui appartenant dans ladite mineur est échu pour un quart à Monsieur Philippe Louis Flaxland son père, soit pour un 25° ou 4/80 et pour les trois autres quart ou les 3/20 de la totalité à ses trois frères et sœurs et aux représentationnt de sa quatrième sœur Madame Roederer chaque branche pour trois 80°. De sorte que par suite du décès de Monsieur Frédéric Henri Flaxland l’immeuble appartenait (…). Monsieur Flaxland père est décédé lui-même le 7 juillet 1855, les quatre 80° lui revenant en nue propriété dans ladite maison sont advenus à ses trois enfants survivants (…) et à ses petits-enfants Roederer (…)
Madame Frédérique Caroline Roederer vivante épouse de Monsieur Philippe Louis Flaxland en son vivant grand-mère et mère des propriétaires actuels avait acquis cette maison en remploi de ses propres aliénés de son mariage, de Monsieur Frédéric Charles Roederer, propriétaire demeurant à Strasbourg, suivant contrat de vente passé devant M° Triponé notaire à Strasbourg le 9 octobre 1826 transcrit au bureau des hypothèques de cette ville le 30 du même mois volume 416 numéro 3 avec inscription d’office du même jous volume 180 numéro 675. Cette acquisition a eu lieu moyennant le prix de 28.400 francs (…) le 19 février 1858
(f° 25) Dépôt du cahier des charges (…) le 19 février 1858
(f° 27) Adjudication. Et cejourd’hui 23 mars 1858 (…) mise à prix de 25.000 francs. Diverses bougies chacune de de la durée d’environ une minute ayant été successivement allumées et s’étant éteintes diverses mises ont été faites et la dernière par Monsieur Henri Hoffet, marchand de bois demeurant à Strasbourg à ce présent pour et au nom de Monsieur Frédéric Hoffet, négociant demeurant à Paris quai de Béthune numéro 14 son frère (…) Deux nouvelles bougies chacune ade la même durée ayant été successivement allumées et s’étant éteintes sans qu’il ait été fait de mise supérieure, Monsieur Frédéric Hoffet a été déclaré par M° Noetinger (…) dernier enchérisseur et propriétaire de la maison en question, Ce qui a été accepté pour lui par Monsieur Henri Hoffet sus qualifié moyennant le prix principal de 39.000 francs
acp 467 (3 Q 30 182) f° 27 du 25.2., Cahier des charges du 19 février
acp 468 (3 Q 30 182) f° 22 du 1.4. Adjudication définitive du 23 mars

Fils du marchand de bois Jean Frédéric Hoffet et de Marie Barbe Betz, Frédéric (Ernest Frédéric) Hoffet épouse en 1850 à la Croix Rousse (Lyon) Charlotte Constance Hoffet, fille du chef d’institution Jean Georges Hoffet
1849 (7.11.), Strasbourg 10 (115), Not. Zimmer n° 8098
Consentement à mariage par M. Jean Frédéric Hoffet & D° Marie Barbe Betz sa f°. domiciliés à Strasbourg à son fils Ernest Frédéric Hoffet domicilié à Paris
acp 388 (3 Q 30 103) f° 71-v – Consentement par Jean Frédéric Hoffet Md. de bois et Marie Barbe Betz sa femme à Strasbourg au mariage de leur fils Ernest Frédéric Hoffet, commissionnaire à Paris, avec Constance Hoffet de Lyon

Mariage, La Croix Rousse (Lyon, n° 19)
L’an 1850 le 19 janvier à midi (…) sont comparus Ernest Frédéric Hoffet, commissionnaire changeur demeurant à Paris Boulevard contre escarpe, majeur de Jean Frédéric Hoffet, marchand de bois et Marie Barbe Betz, son épouse, domiciliés à Strasbourg (Bas Rhin) place des Moulins 8, consentant ainsi qu’il résulte de l’acte passé par devant Louis Frédéric Grimmer notaire en cette dernière ville le 7 novembre dernier, ledit Ernest Frédéric Hoffet né à Strasbourg le 4 mars 1821 d’une part
Et Charlotte Constance Hoffet, demeurant chez ses père et mère, née à la Croix Rousse le 7 mars 1831, mineure, fille de Jean Georges Hoffet, chef d’institution et de Marie Amélie Morin son épouse domiciliée en cette ville rue des gloriettes 9 présents et consentants d’autre part (signé) F Hoffet, Constance Hoffet

Ernest Frédéric Hoffet, négociant à Paris, et sa femme Charlotte Constance Hoffet vendent la maison moyennant 40 000 francs au boulanger Chrétien Stoll et à sa femme Salomé Amélie Rumpp

1864 (29.9.), M° Noetinger
Vente par le mandataire de 1) Ernest Frédéric Hoffet, négociant à Paris, 2) Charlotte Constance Hoffet épouse d’Ernest Frédéric Hoffet susdénommée
à Chrétien Stoll, boulanger, et Salomé Amélie Rumpp, sa femme
d’une maison sise rue des Veaux et rue des Ecrivains N° 4, moyennant 40.000 francs dont 16.157 des deniers des acquéreurs (…) payables aux héritiers de feu Frédéric Henri Flaxland, créancier suivant adjudication reçue Noetinger notaire le 23 mars 1858, titre originaire
acp 536 (3 Q 30 251) f° 64-v du 6.10.

Fils d’un cultivateur de Hœrdt, Chrétien Stoll épouse en 1837 Salomé Amélie Rumpp, fille de négociant
1837 (12.7.), Strasbourg 12 (144), Me Noetinger n° 9398
Contrat de mariage, communauté réduite aux acquets – Chrétien Stoll, boulanger à Strasbourg, fils de feu Martin Stoll, cultivateur à Hoerth, et feu Catherine Werins
Salomé Amélie Rumpp, fille majeure demeurant même ville, fille de Jean Geoffroi Rumpp, négociant, et de Catherine Salomé Hoh
Enregistrement, acp 251 f° 57-v du 14.7.

Chrétien Stoll et Amélie Salomé Rumpp consentent au mariage de leur fils Albert Chrétien avec Emilie Bœrsch
1871 (22.9.), Emile Weiss
Einwilligung von Christian Stoll Eigenthümer und Amalia Salome Rumpp seine Ehefrau in Straßburg zur vermählung ihres Sohns Albert Christian Stoll, Kauffmann in Straßburg mit Emilie Boersch in Straßburg
acp 596 (3 Q 30 311) f° 160-v du 22.9.

Salomé Amélie Rumpp meurt en 1872 en délaissant trois enfants.

1872 ‘24.10.), Strasbourg 4 (136), Not. Charles Lauterbach n° 115
Inventaire de la succession de dame Salomé Amélie Rumpp, en son vivant épouse de M. Chrétien Stoll, propriétaire demeurant à Strasbourg où elle est décédée le 18 septembre 1872.
L’an 1872, le Jeudi 24 octobre à neuf heures du matin à Strasbourg au domicile mortuaire à la requête et en présence I. de M. Chrétien Stoll, propriétaire demeurant et domicilié à Strasbourg rue des écrivains N° 4, agissant dans les qualités suivants, savoir a) en son nom personnel 1° à cause de la communauté de biens réduite aux acquêts qui a existé entre lui et sa défunte épouse dame Salomé Amélie Rumpp, 2° comme donataire de la jouissance gratuite aussi longtemps qu’il restera en état de viduité de la moitié de la succession de sa défunte épouse, ainsi que le tout résulte de leur contrat de mariage passé devant M° Charles Noetinger, alors notaire à Strasbourg le 12 juillet 1837
b) au nom et comme mandataire de Guillaume Alfred Schnell, Chevalier de la Légion d’Honneur, chef d’escadron d’Etat major, ayant demeuré dans le temps à Strasbourg, demeurant présentement à Lille (…) ledit M. Guillaume Alfred Schnell comme poursuivant les droits et actions mobiliers de sa femme dame Emilie Elisa Stoll avec lequel il est marié sous le régime de la communauté de biens réduite aux acquêts sans clause d’emploi ni de remploi aux termes de leur contrat de mariage passé devant M° Noetinger notaire à Strasbourg le 19 avril 1872,
II. De M. Albert Chrétien Stoll, négociant demeurant et domicilié à Strasbourg, agissant tant en son nom personne que comme mandataire de Dame Julie Amélie Stoll épouse autorisée de M. Auguste Wilhelm, capitaine d’artillerie avec lesquel elle demeure à Bourges, rue du Petit Charlet 12 (…) M et Mad. Wilhelm mariés sous le régimé de la communauté de biens réduite aux acquêts sans clause d’emploi ni de remploi aux termes de leur contrat de mariage passé devant M° Noetinger notaire à Strasbourg le 9 juin 1863,
Lesdits 1. Mde Schnell, 2. Mad. Wilhelm, 3. M. Albert Chrétien Schnell habiles à se dire et porter héritiers chacun pour un tiers de leur mère feu dame Salomé Amélie Rumpp de son vivant épouse dudit M. Chrétien Stoll décédé à Strasbourg le 18 septembre dernier

Teneur du contrat de mariage (…)
Immeubles de la communauté. I. Maison rue des veaux et des Ecrivains. Une maison à rez de chaussée surmonté de deux étages et de mansardes avec cour, puits, caves, appartenances et dépendances située à Strasbourg rue des Veaux ancien n° 29 et rue des écrivains n° 4, tenant pardevant à la rue des veaux par derrière à M Eissen, d’un côté à M. Bucherer, marchand de vins, de l’autre la rue des Ecrivains. Origine propriété. M. et Mde Stoll ont acquis cette maison durant leur mariage de M. Ernest Frédéric Hoffet, négociant, et de dame Charlotte Constance Hoffet, son épouse demeurant & domiciliés ensemble à Paris suivant contrat passé devant M° Victor Noetinger alors notaire à Strasbourg le 29 septembre 1864, lequel contrat contient l’établissement de propriété antériieure pour laquelle les parties s’y réfèrent. Cette acquisition a eu lieu moyennant le prix de 40.000 francs
II. Maison rue des Serruriers. Une maison consistant en divers corps de bâtiments ayant porte cochère, deux cours, appartenances et dépendances, le tout situé à Strasbourg, rue des Serruriers N° 27 et 28, tenant d’un côté aux héritiers Lefebre, de l’autre à M. Noetinger notaire, par devant à la rue der serruriers et par derrière aux héritiers Mathis. Origine de propriété. M. Stoll a acquis cette maison durant leur mariage des héritiers de M. Valentin Schnéegans, avoué, & de Mad. Elisabeth Cuntz, son épouse, tous deux décédés à Strasbourg aux termes d’un contrat passé devant ledit M° Charles Noetinger le 6 juillet 1843, transcrit au bureau des hypothèques de Strasbourg le 22 du même mois de juillet volume 570 n° 24 et inscrit d’office volume 590 n° 148.. Cette acquisition a eu lieu moyennant le prix de 56.000 francs (…) Origine de propriété antérieure. La maison sise rue des serruriers dépendait des successions de feu M. Valentin Schneegans avoué et de la dame son épouse au moyen de l’adjudication qui en a été faite à M° Schneegans par Mad. Marie Françoise Bresson veuve de M. Georges Dominique Ulrich, père vérificateur des douanes en retraite et maire de la ville de Guebwiller,d e M. Dominique Ulrich, fils, juriste demeurant à Guebwiller, de Mad. Françoise Vitoire Ulrich épouse de M. Maximilien Bernardin Ritter receveur de l’enregistrement qui l’a autorisée, demeurant avec lui à Rouffach, de Mad.lle Adèle Ulrich fille majeure demeurant à Guebwiller et de Mad. Françoise Joséphine Ulrich épouse autorisée de M. Jean Baptiste Gregoire Leclaire contrôleur des mines demeurant à Bouxwiller aux termes d’un procès verbal d’adjudication dressé par M° Zimmer, père, alors notaire à Strasbourg le 20 mars 1823 transcrit au bureau des hypothèques de Strasbourg le premier avril suivant volume155 n° 65 inscrit d’office volume 157 n° 326
(n° 118, 26 octobre 1872) Prisée des objets mobiliers. A. Meubles de communauté. Dans la chambre d’habitation, première chambre à coucher, deuxième chambre à coucher,, troisième chambre à coucher, chambre de la servante, cuisine, au grenier, Dans la cave
acp 609 (3 Q 30 323) f° 91-v n° 4275 du 4.11. – Inventar der Gütergemeinschaft zwischen Christian Stoll und Salome Amelie Rumpp. Gütergemeinschaft ein Hais Schreibengasse N° 4, Ein Haus Schlossergasse N° 27, Schuldscheine 4500, Geld 1000, Mobilien 1811
Nachlass Kleidung 215

Liquidation de la succession
1877 (21.2.), M° Lauterbach
Liquidation des Nachlasses der am 18. September 1872 dahier verlebten Salome Amalie Rumpp und des am 29. December 1876 dahier verlebten Christian Stoll, Eheleute, durch deren Kinder 1. Albert Christian Stoll, Kaufmann dahier, 2. Elise Emelie Stoll, Ehefrau von Wilhelm Alfred Schnell in Lille, 3. Julie Emilie Stoll, Ehefrau von August Wilhelm in Bourges
Activa. Ein Wohnhaus in der Schlossergasse N° 27, angeschlagen zu M. 112.800
Ein Wohnhaus in des Kalbs N° 29 & Schreiberstubgasse 4, 80.800
Baares Geld in Händen des Notars 1036
Forderungen 592. Vorempfängt (Frau Wilhelm 5758, Frau Schnell 2400, Albert Christian Stoll 21.600) 29.758, Total 225.053 – Passiva (…) die auf das Haus Kalbs & Schreiberstubgasse noch bestehenden Hÿpothekar forderungen 12.012, summa 16.825 – Bleibt 208.227
Abrechnung. Frau Schnell, Hausanschlagpreis 80.800
Albert Christian Stoll, Hausanschlagpreis, 112.800.
acp 661 (3 Q 30 376) f° 72-v n° 944 du 24.2.

La maison revient ensuite à Guillaume Alfred Schnell, officier d’état-major à Lunéville, et à Elise Emilie Stoll : contrat de mariage

1871 (19.4.), M° Noetinger
Ehe Vertrag zwischen 1) Wilhelm Alfred Schnell, Commendant des Etat Major in Luneville
2) Elisa Emilie Stoll, minderjährig in Straßburg, tochter von Christian Stoll, Eigenthümer, und Salome Amelie Rumpp seiner Ehefrau in Straßburg
acp 598 (3 Q 30 313) f° 18-v du 21.4. n° 595 – Annahm der Gütergemeinschaft nach dem C.C. Rücknahma des mitgebrachten und Ererbten
Der Bräutigam bringt in die Ehe 1) zweÿ Pferde 1500. Ein Haus Hechten straße N° 2
Ein Haus Kolbenstraße N° 1
Ein Haus Kessel Straße N° 7
Ein Haus Krautenau N° 4
2 Obligationen vom Grund Credit Frankreichs, 1 Obligation der Stadt Marseille
Schenkung von den Eheleuten Stoll, Ihrer Tochter annehmend 1) Mobilien abgeschätzt 3000, 2) Eine lebtägige Rente von 1200 Franken, Rente welche erlöscht nach dem Tode der Eltern
Nach Art. 5 des Ehevertrags behält das überlebende die Hälfte der Gemeinschafft als Eigenthum und die Hälfte als Nutzniesung.
Eventuelle Schenkung dem überlebenden von der Nutzniesung des Nachlasses von dem vorsterbenden

Chrétien Stoll et Amélie Salomé Rumpp consentent au mariage de leur fille Elise Emilie avec Guillaume Alfred Schnell
1871 (17.4.), Noetinger (Loew subst. Noetinger)
Einwilligung von Christian Stoll, Eigenthümer und Salome Amalia Rump seine Ehefrau in Straßburg zur vermählung ihrer tochter Elisa Emilie Stoll mit Wilhelm Alfred Schnell beide in Straßburg
acp 596 (3 Q 30 311) f° 50-v du 18.4.



7, rue d’Or


Rue d’Or n° 7 – IX 9 (Blondel), P 1386 puis section 15 parcelle 44 (cadastre)

Maître d’ouvrage, Jean Brey (1607) – Façade déplacée rue du Maroquin (1939)


Le n° 7 surmonté du clocheton (vers 1930, Lucien Blumer, AMS cote 8 Z 1161)
Vue vers 1910 (carte postale, collection
Strasbourg disparu)
Façade en pan de bois remontée au musée de l’Œuvre Notre Dame (décembre 2010)

La maison qui appartient en 1587 à Loup von Molsheim a un encorbellement de 21 pieds ½ de long en saillie de 6 pieds 9 pouces. Le charron Pierre Groshenn alors locataire achète la maison. Sa veuve se remarie avec le charron Jean Brey qui a l’intention de reconstruire entièrement sa maison en 1607 en aménageant deux arcades. Les préposés l’autorisent à refaire un encorbellement pourvu que la saillie ne soit pas supérieure à quatre pieds. L’enquête menée en 1907 dans les maisons sur le tracé de la Grande Percée relève sur un linteau de porte au premier étage la date 16xx dont les deux derniers chiffres seraient 01. Jean Brey cède un bâtiment arrière en 1607 à son gendre Nicolas Anslinger, un autre bâtiment en 1608 à Michel Walter et une écurie en 1610 à son voisin l’aubergiste à la Pomme d’Or. Jean Brey rachète en 1609 la maison cédée à son gendre. Michel Walter se rend propriétaire des trois bâtiments initiaux en 1619 et revend la même année le bâtiment avant au vigneron Jean Siffermann de Mittelbergheim. Les propriétaires suivants sont des cordiers (Michel Gering, Chrétien Kamm, Jean Jacques Kamm) puis des éperonniers (1693-1728, Jean Heisch, Martin Encke) et des tailleurs (Jean Martin Straub en 1728, Jean Michel Wittmann en 1752). D’après les billets d’estimation, le rez-de-chaussée comprend l’atelier de l’artisan, chaque étage un poêle, une chambre, une cuisine et le vestibule où se trouvent un fourneau et un évier, la cave est solivée. Le comble très ancien couvert de tuiles creuses renferme en 1739 la chambre des logements militaires ; le comble qui a une simple couverture de tuiles plates renferme trois chambres cloisonnées en 1750. Il semble donc que le clocheton soit dû au coutelier Jean Daniel Froschhammer.


Elévations préparatoires au plan-relief de 1830, îlot 250 (© Musée des Plans-relief) 1

L’Atlas des alignements (années 1820) mentionne un bâtiment à rez-de-chaussée en maçonnerie, deux étages en bois et un encorbellement. Sur les élévations préparatoires au plan-relief de 1830, la façade sur rue se trouve entre les repères g’’ et h’’ : porte et une arcade, deux étages à quatre fenêtres chacun, toiture à deux niveaux de lucarnes. L’arrière (1-2) de la maison donne dans la cour Q.
La maison porte d’abord le n° 4 (1784-1857) puis le n° 7.


Cour Q

La maison appartient de 1809 à 1818 au faiseur de treuils Jean Henri Edler. Il la vend à deux architectes qui en font une maison de rapport. La ville achète la maison (exercice 1909) qui se trouve sur le tracé de la Grande Percée. La Commission des monuments historiques fait observer en 1932 que le bâtiment inscrit à l’inventaire supplémentaire doit être conservé. Comme le tracé de la percée a déjà été modifié pour éviter de démolir des bâtiments quai Saint-Nicolas, la Société pour la conservation des monuments historiques d’Alsace propose qu’à défaut de conserver sur place les n° 7 et 9 rue d’Or ils soient intégrés aux bâtiments du musée de l’Œuvre Notre Dame lors de son extension. La Police du Bâtiment ratifie en 1938 le projet de remonter dans la cour de l’hôtel du Cerf la façade anciennement au 7, rue d’Or et vers la rue du Maroquin différents éléments qui proviennent de maisons démolies dans la première partie de la Grande Percée.


Etages (vers 1930, Lucien Blumer, AMS cote 8 Z 1160)
Dessin de la façade à remonter rue du Maroquin (1938, dossier de la Police du Bâtiment)


Relevés du Service des monuments historiques en août 1907 (dessins d’Othon Reick, Fonds Denkmalarchiv, DRAC Grand Est, cote DAR 482 B 146)

juin 2021

Sommaire
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Récapitulatif des propriétaires

La liste ci-dessous donne tous les propriétaires de 1603 à 1952. La propriété change par vente (v), par héritage ou cession de parts (h) ou encore par adjudication (adj). L’étoile (*) signale une date approximative de mutation.

Loup von Molsheim, drapier, et (1572) Catherine Reiff – luthériens
Pierre Groshenn, charron, et (1576) Véronique Schuekür – luthériens
h Jean Brey, charron, et (1594) Véronique Schuekür veuve de Pierre Groshenn – luthériens
1607 h (partie arrière, 1607-1609) Nicolas Anslinger, cocher, et (1597) Madeleine Groshenn, remariée (1609) avec le cocher Georges Barchert – luthériens
1608 v (partie arrière, 1608) Michel Walter, ci-dessous
1619 v Michel Walter, gourmet, et Barbe Gamp, bourgeois depuis 1609 – luthériens
1619 v Jean Siffermann l’aîné, de Mittelbergheim – luthérien
1624 h Michel Gering, cordier, et (1624) Eve Sifermann puis (1638) Apollonie Burckhard – luthériens
1668 v Chrétien Kamm, cordier, et (1648) Anne Thomas – luthériens
1680 h Jean Jacques Kamm, cordier, et (1687) Anne Marie Schuhmacher, remariée (1695) avec le boulanger Jean Thiébaut Ammel – luthériens
1691 v Jean Heisch, éperonnier, et (1687) Marguerite Freytag, remariée (1696) avec l’éperonnier Martin Encke – luthériens
1728 v Jean Martin Straub, tailleur, et (1719) Marie Salomé Appelli puis (1733) Marie Salomé Weber, d’abord (1730) femme du maréchal ferrant Jean Michel Ott de la Robertsau – luthériens
1739 v Jean Daniel Froschhammer, coutelier, et (1717) Catherine Dorothée Schneider – luthériens
1752 v Jean Michel Wittmann, tailleur, et (1750) Catherine Elisabeth Rœmer, remariée (1784) avec le batelier Jean Thiébaut Rimbach – luthériens
1807 v Jean Geoffroi Schæffer, marchand, et (1770) Marie Elisabeth Strohmeyer – luthériens
1809 v Jean Henri Edler, faiseur de treuils, et (1808) Marguerite Salomé Reichard
1818 v Jean Chrétien Arnold, architecte, et (1796) Catherine Dorothée Heitz (indivis avec le suivant)
1838 v Jean Daniel Fritz, charpentier, et (1784) Marie Salomé Heiligenstein
1881 v Gustave Adolphe Kieffer, tailleur puis receveur de l’octroi, et (1857) Barbe Klinger
1909* v Ville de Strasbourg

Valeur de la maison selon les billets d’estimation : 600 livres en 1722, 350 livres en 1733, 250 livres en 1739, 250 livres en 1750, 450 livres en 1782

(1765, Liste Blondel) IX 9, Michel Wittmann
(Etat du développement des façades des maisons, AMS cote V 61) Wittmann, 3 toises, 1 pied et 0 pouce
(1843, Tableau indicatif du cadastre) P 1386, Arnold, Jean Chrétien, architecte rue du Jeu des Enfants 27 – maison, sol – 0,4 are / Fritz Jean Daniel hér. / 0,25

Locations

1605, Nicolas Anslinger et Madeleine Groshenn (ensuite propriétaires)
1608, Georges Brey, voiturier (frère du propriétaire)

Livres des communaux

1587, Livre des loyers communaux (VII 1450) f° 365
Loup von Molsheim est propriétaire de la maison qu’il loue au charron Pierre Grosshenn. Il doit 8 sols pour jouir d’un encorbellement (21 pieds ½ de long, 6 pieds 9 pouces de saillie)
Pierre Grosshenn doit en particulier 2 sols pour poser du fumier sur le communal.

Im Goldtgießen die Ander seitten vonn dem Spitthalthor widerumb hieneinwerths nach der Statt dem Wasser Zu.

Wolff von Moltzheim der Tuchmann hatt an seinem Hauß, da Peter Großhenn der Wagner Innen sizt, ein Vsstoß xxi+ schu lang, vj schu ix Zoll herauß, Bessert für den Ausstoß, viij ß d.

Peter Großhenn der Wagner hatt auch daß Allmend mit Mist verschlagen, Bessert für das Nießen, ij ß d.

Préposés au bâtiment (Bauherren)

1607, Préposés au bâtiment (VII 1322
Le charron Jean Brey qui habite à côté de la Pomme d’or a un grand encorbellement (6 pieds ½ de saillie, 20 pieds ½ de long) qu’il a l’intention de démolir. Il a l’intention de reconstruire entièrement sa maison et d’aménager deux arcades. Comme les voisins qui ont eux aussi de grands encorbellements devront aussi faire des travaux, les préposés renvoient le pétitionnaire aux Conseillers et aux Vingt-et-Un

(f° 101-v) Freÿtag 17. Julÿ – Hans Breÿ d. wagner im Goldgießen neben dem guldenen Apffel wohnend, hat ein grossen alten Uberhang 6 ½ schuh herauß, vnd 20 ½ sch lang war er willens abzubrechen 2 Newe bögen Zubrech. vnd d. hauß von newem Zubawen. Weil dan bede seine Nachburen Zu beden seiten eben solche vberhang auch haben vnd In Kurtzenn auch bawen müssen, Ist dauon gered, ob man Ihm willfahren, oder etwas abbrech. will, weil man aber sein beg.en ohn d. nit recht verstehen können Ist er für die xxi gewieß. mags daselbst schrifflich für bring.

1607 Conseillers et XXI (1 R 86)
Les Conseillers et les Vingt-et-Un donnent pouvoir aux préposés au bâtiment de prendre la décision qui leur paraîtra la plus esthétique et la plus appropriée.

(f° 190) Mittwoch den XXII Julÿ – Hans Prey vmb Newen vberhang – Hans Prey der wagner vbergibt supp.tôn dorin er meldt, wie er sein hauß im goldtgiessen bawen muß do er ein vberhang hatt deßwegen die bawhh. den augenschein eingenohmen vnd Zu referiren lassen werden, Wan Ime aber angelegen d er den vberhang behalten mag Bitt Zubewillig. den vberhang also. zuvergohnnen* wie er itzund hatt dan er sonst mehr auß flicken muße. Erk. Hn Bawhh. sollen befelch vnd gewaldt haben Ime wie es gemeiner Statt an Zierlichsten u. nutzesten Zuwillfahren.

1607, Préposés au bâtiment (VII 1322)
Les préposés décident que le nouvel encorbellement ne devra pas avoir une saillie supérieure à quatre pieds et qu’il ne sera pas imposé. Jean Brey déclare qu’il ne peut pas perdre trois pieds sans quoi sa maison sera trop petite. Les préposés maintiennent leur décision.

(f° 123) Zinstag 25. Augusti – Hans Breÿ d. wagner im Goldgießen neben dem guldenen Apffel hat hieuor einen alten vberhang vi+ vnd vij schuh herauß, vffs Almend herauß gebetten, Ihme wider Zuerlauben wie er hieuor gewesen, deßhalber für die xxi gewissen vnd daselbsten B und 3 beuelch und gewalt geben worden Ihme Zu willfahren oder nit Seind B und 3 widerumb vffm augenschein erschinen, der nachnahm sein hieuorig bedencken vnd begeren repetirt. Ist derhalb dauor geredt, das bede seine nachburen Zu beden seiten, eben auch solche grosse vberhengh haben nemlich 7 und 7 sch herauß und das dieselben auch werden bawen müß. es seÿe gleich vber kurtz oder lang, solte man derhalben solche große wüeste, breite vberhang abschaffen, vnd anstatt der siben schuh so er bißher gehabt, nur 4 schuh gestatten und zulaßen, vff die vberige 3 schuh soll er Verzigt thun, vnd solchen 4 schühige vberstoß vergebens haben. Das Ist Ihme angezeigt, der erclärt sich habe sonst wenig platz vnd könne nichts verlüeren od. Verzugk thun, sonder will d. bawen Ehe vnd laß. vnd das hauß verkauff. & bleibt dabeÿ.

Description de la maison

  • 1722 (billet d’estimation traduit) La maison comprend plusieurs poêles, chambres, vestibules où se trouvent un fourneau et un évier, estimée avec toutes ses appartenances et dépendances à la somme de 600 florins
  • 1733 (billet d’estimation traduit) La maison comprend un petit poêle, plusieurs chambres, chambre à soldats, vestibules où se trouvent un fourneau et un évier, une petite cave sous solives, estimée avec toutes ses appartenances et dépendances à la somme de 700 florins
  • 1739 (billet d’estimation traduit) La maison comprend au rez-de-chaussée le vestibule, une cave sous solives, au-dessus deux poêles, deux chambres, deux vestibules où se trouvent un fourneau et un évier, chambre à soldats sous le comble très ancien, toiture couverte de tuiles creuses, le tout estimé avec toutes appartenances et dépendances à la somme de 500 florins
  • 1750 (billet d’estimation traduit) La maison comprend au rez-de-chaussée un atelier de coutelier, au premier étage un poêle, une chambre, une cuisine et le vestibule, le deuxième étage est entièrement pareil au premier, le comble qui a une simple couverture de tuiles plates renferme trois chambres cloisonnées, la cave est solivée, le tout estimé avec toutes appartenances et dépendances à la somme de 700 florins
  • 1782 (billet d’estimation traduit) La maison comprend une boutique de tailleur, deux poêles, deux cuisines et plusieurs chambres, le comble est couvert de tuiles plates, la cave est solivée, le tout estimé avec toutes appartenances et dépendances à la somme de 900 florins

Atlas des alignements (cote 1197 W 37)

3° arrondissement ou Canton Sud – Rue d’Or

nouveau N° / ancien N° : 7 / 4
Edler
Rez de chaussée en maçonnerie et 2 étages mauvais en bois et avance
(Légende)

Cadastre

Cadastre napoléonien, registre 28 f° 438 case 4

Fritz, Jean Daniel hér.

P 1286, maison, sol, rue d’Or 4
Contenance : 0,25
Revenu total : 50,13 (50 et 0,13)
Ouvertures, portes cochères, charretières :
portes et fenêtres ordinaires : 10 / 8
fenêtres du 3° et au-dessus :

Cadastre napoléonien, registre 27 f° 805 case 2

Fritz, Jean Daniel héritiers
1881/82 Kieffer Adolph Wwe Barbara Klinger

P 1286, maison, sol, Rue d’Or 7
Contenance : 0,25
Revenu total : 50,13 (50 et 0,13)
Folio de provenance : (438)
Folio de destination : Gb
Ouvertures, portes cochères, charretières :
portes et fenêtres ordinaires : 10
fenêtres du 3° et au-dessus :

Cadastre allemand, registre 29 p. 174 case 3

Parcelle, section 15, n° 45 – autrefois P 1386.p
Canton : Goldgießen, Hs N° 7
Désignation : Hf, Whs e. a T. (Skizze 13)
Contenance : 0,25
Revenu : 400 – 500
Remarques : 1937, démolit. – 1950 à p. 173/6

(Propriétaire jusqu’à l’exercice 1908), compte 642
Kieffer Gustav Adolph Wwe
(gelöscht 1908)

(Propriétaire à partir de l’exercice 1908), compte 34
Strassburg die Gemeinde
1909 Gemeinde Strassburg / Ville de Strasbourg
(33)

Cadastre allemand, registre 29 p. 174 case 2

Parcelle, section 15, n° 44 – autrefois P 1386.p
Canton : Goldgießen, zu Hs N° 7
Désignation : Hf, Whs Stockwerk e. a T. (Skizze 13)
Contenance :
Revenu : zu 110
Remarques :

(Propriétaire jusqu’à l’exercice 1908), compte 642
(supra)

1789, Etat des habitants (cote 5 R 26)

Canton IX, Rue 294 Dite Goldgiessen, Quart. des Charrons

4
Loc. Trapp, Jean Henri – Moresse
Loc. Bohnert, Michel – Tailleur

Annuaire de 1905

Verzeichnis sämtlicher Häuser von Strassburg und ihrer Bewohner, in alphabetischer Reihenfolge der Strassennamen (Répertoire de toutes les maisons de Strasbourg et de leurs habitants, par ordre alphabétique des rues)
Abréviations : 0, 1,2, etc. : rez de chaussée, 1, 2° étage – E, Eigentümer (propriétaire) – H. Hinterhaus (bâtiment arrière)

Goldgiessen (Seite 50)

(Haus Nr.) 7
Hummel, Schuhmacher. 0
Kieffer, Rentnerin. E 12
Jacquemin, Schreiner. 3

Grille d’enquête

L’enquêteur suppose que la date 16xx qui se trouve sur le linteau sculpté d’une fenêtre du premier étage correspond à 1601 qui donnerait la date à laquelle la maison a été construite. La façade est en pans de bois. Les combles sont particulièrement remarquuables. L’escalier en colimaçon est en bois. Certaines portes sont sculptées – Remarque. Le compte rendu est particulièrement difficile à déchiffrer.

(118)

Fragebogen
zur Feststellung der Altertümer in den für den Straßendurchbruch zum Abbruch bestimmten Häusern in Straßburg i. E. 1907
[Questionnaire destiné à répertorier les antiquités dans les maisons vouées à la démolition pour réaliser la percée, Strasbourg, 1907]

Anmerkung. Den aufzuführenden Gegenständen ist ein Vermerk der Erhaltung hinzuzufügen und zwar bedeutet
+ sofort zu entfernen, * dringend zu erhalten, o an Ort und Stelle zu erhalten.
Diejenige Gegenstände die sofort zu entfernen sind, sind umgehend dem Kaiserlichen Denkmal-Archiv mitzuteilen.
[Remarque. On joindra aux éléments à répertorier une mention relative à la conservation, à savoir : (+) à démonter immédiatement, (*) à conserver absolument, (o) à conserver sur place. Il faudra signaler au Service impérial des monuments historiques les éléments à démonter immédiatement]

Haus : Goldgiessen N° 7 [Maison :] 7, rue d’Or

a) Geschichtliches : [Historique] : Wolff von Molsheim, Tuchmann, wo Peter Grosheim [sic] der wagner wohnt 1587
Kraus : Sehr altes Haus mit Holzskulptirter Fenstereinfassung [Kraus, Très ancienne maison dont les encadrements de fenêtre sont sculptés]

b) Zeitbestimmung : c. 1600. Datum auf Türfries I. Ob. * erhalten *) [Epoque] environ 1600, date sur la frise d’une porte au premier étage

c) Zeicheriche Aufnahmen : Im Denkmal* – von Tür* im I. Ob. erforderlich [Relevés sous forme de dessin]

d) Photographische Aufnahmen : der Front erforderlich [Relevé photographique] façade

I. Das Äussere [Extérieur]

  • 1. Ausführung der Fassade, Fachwerk, Sandstein etc. – Holz massiv, Rg Fackwerk [Nature de la façade, pan de bois, pierre de taille, etc.] en bois massif, pans de bois
  • 2. Anzahl der Geschosse – 2 [Nombre d’étages]
  • 4. Kelleranlage– nicht vorhanden (Goldgiessen !) [Sous-sol] aucun (Rue d’or !)
  • 5. Dachstuhl – eigenartig – Pfetten liegen auf Giebelwänden – aufzi*decke ! [Comble] remarquable. Les pannes reposent sur les murs du pignon
  • 11. Türeinfassungen – *boss Stein mit Kohlprofil *) [Encadrement de porte]
  • 12. Fenstereinfassungen- *ergl. ein od. II. *) [Encadrements de fenêtre]
  • 15. Gliederungen – ornamentiste F*er im I. Obz *) [Moulures]

II. Im Inneren [Intérieur]

  • 1. Grundrissanlage- * * mit * Holzwendeltreppe, 2. kl. Zimmer vorn, weiten Stube u. Treppe [Disposition générale] escalier en colimaçon en bois, 2 petites chambres, un poêle et un escalier li>
  • 7. Treppenhaus – Holzwendeltreppe [Cage d’escalier] escalier en colimaçon en bois
  • 12. Plafonds – I. Obz. Ge*töbt, Tafelbretter mit Deckprofilen [Plafonds] lambrissé
  • 23. Türbilder (supraporten) – 3 Tür* mit Pilaster und ornamentirten Friesen im I. u II. Obz. *) [Dessus-de-porte] trois portes (…) à frises ornées aux 1° et 2° étages
  • 25. Türbeschläge – i Speicher * und Türfries *) [Ferrures de porte]

Dossier de la Police du Bâtiment (cote 886 W 73)

7, rue d’Or (1895-1939)

Le propriétaire fait les travaux ordinaires en réaménageant notamment en 1901 la fenêtre qui n’ouvre plus vers la voie publique. La Commission contre les logements insalubres constate que la maison est bien tenue.
La Commission des monuments historiques fait observer en 1932 que le bâtiment inscrit à l’inventaire supplémentaire doit être conservé. Comme le tracé de la percée a déjà été modifié pour éviter de démolir des bâtiments quai Saint-Nicolas, on propose de démonter certains éléments comme la toiture. La Société pour la conservation des monuments historiques d’Alsace propose qu’à défaut de conserver sur place les n° 7 et 9 rue d’Or ils soient intégrés aux bâtiments du musée de l’Œuvre Notre Dame lors de son extension. La Police du Bâtiment ratifie en 1938 le projet de remonter dans la cour de l’hôtel du Cerf la façade anciennement au 7, rue d’Or et vers la rue du Maroquin différents éléments qui proviennent de maisons démolies dans la première partie de la Grande Percée.

Sommaire
  • 1884 – La Police du Bâtiment notifie la veuve Kieffer, propriétaire, d’installer un tuyau d’aération à ses latrines – Le tuyau est installé, novembre 1884
  • 1895 – La Police du Bâtiment notifie la veuve Kieffer, propriétaire, de modifier les volets d’une fenêtre au rez de chaussée pour qu’il ne s’ouvre plus vers la voie publique – Rappel, juillet 1898 – La propriétaire répond que l’agencement de la maison ne le permet pas – Nouveau rappel, mars 1900 – Les volets ont été modifiés mais pas encore la porte à guillotine – Rappel au sujet de la porte, avril 1901 – Travaux terminés, mai 1901
  • 1904 – La Police du Bâtiment constate que la sage-femme Hügel a fait poser sans autorisation une enseigne perpendiculaire – L’enseigne a été enlevée, avril 1904
  • Commission contre les logements insalubres – 1905 Les logements sont en bon état, les latrines sont accessibles de la cuisine, la cage d’escalier est propre
    1912 – Le logement Schellenberg est occupé par trop de personnes
    1915 – Commission des logements militaires. travaux à faire, raccorder les latrines aux canalisations, enlever les cheminées, éclairer la cage d’escalier
  • 1932 – Pièces jointes. Compte rendu de la Commission artistique municipale, Avis de l’Office d’habitations à bon marché, constructeur du bâtiment futur.
    Compte rendu sur le tracé à retenir – La Commission des monuments historiques fait observer que le bâtiment inscrit à l’inventaire supplémentaire doit être conservé.
    Le bâtiment 9 rue d’Or aussi inscrit à l’inventaire supplémentaire sera détruit.
    Annexe au compte rendu de la Commission artistique. La maison ne peut être conservée dans le tracé de la percée, déjà modifié pour éviter que d’autres bâtiments du quai Saint-Nicolas soient détruits. On a proposé de réutiliser certains éléments dont les toitures à un autre endroit.
    1933 – La Société pour la conservation des monuments historiques d’Alsace propose qu’à défaut de conserver sur place les n° 7 et 9 rue d’Or ils soient intégrés à ceux du musée de l’Œuvre Notre Dame lors de son extension.
  • 1938 – Dossier de dix dessins concernant le projet de nouveaux musées municipaux. La façade sur la cour de l’hôtel du Cerf accueillera les éléments de la façade anciennement au 7, rue d’Or, la façade rue du Maroquin différents éléments qui proviennent de maisons démolies dans la première partie de la Grande Percée.
    La Police du Bâtiment ratifie le projet. Pas de travaux, octobre 1938 – Travaux commencés, février 1939

Relevé d’actes

Pierre Grosshenn est locataire de la maison en 1587 (voir le Livre des communaux).
Originaire d’Altkirch, Pierre Groshenn épouse en 1576 Véronique Schuekür, originaire de Reichshoffen

Mariage, Saint-Nicolas (luth. f° 116-v, n° 15)
1576. Den Ersten Octobris sind Ehelich eingesegnet worden Peter Großhenn von Alkirch in Sundgaw vnd frawele Schuekuerin selig. hind.lassene tochter von Richshofen (i 132)

Le charron Pierre Groshenn originaire d’Altkirch achète quelques jours plus tard le droit de bourgeoisie
1576, 3° Livre de bourgeoisie (4 R 105) p. 266
Petter großhanne von Alttkirch der Wagner hatt d. burgkrecht kaufft vnd dient Zu den Zimmerleuth den 13.ten 8.bris 76

Véronique veuve de Pierre Groshenn se remarie en 1594 avec Jean Brey, charron originaire de Benningen en Allgäu (voir l’acte de 1608 qui cite son frère originaire de Dettingen près de Memmingen)
Mariage, Saint-Nicolas (luth. f° 31-v, n° 33)
1594. Den 9. Decemb. sind Ehelich eingesegnet worden Hans Breÿ von Behning. d. Wagner und frawen Peter Großhenn deß wagners seligen nachgelaßene Widtwe (i 37)

Le charron Jean Brey natif de Benningen devient bourgeois par sa femme Véronique veuve de Pierre Groshenn quelques jours après son mariage
1595, 2° Livre de bourgeoisie (4 R 104) p. 721
Hannß Breÿ von Beningen ein Wagner, hat daß burgerrecht empf. vonn Veronica w. Peter Großhänn deß Wagners wittibenn s. haußf: vnndt will Zun den Zimmer Leüttenn dienen. Actum den 17. decemb. 94.

Jean Brey et sa femme Véronique veuve de Pierre Groshenn hypothèquent au profit du cocher Nicolas Anslinger au nom de sa femme Madeleine Groshenn, fille en premières noces de la débitrice, la maison comprenant trois bâtiments, deux écuries, un puits et autres dépendances, entre l’auberge à la Pomme d’or et le maréchal ferrant Laurent Baumwoll

1605 (xxix Januarÿ), Chancellerie, vol. 360 (Registranda Meyger) f° 53
(Inchoatum in Prothocoll. fol: 66.) Erschienen Hannß Breÿ der Wagner burger Zu Straßburg, vnd frauwell sein eheliche haußfrauw, Wÿland Peter Großhenn des Wagners seligen witwe
Haben bekhandt vndt In gegenwertigkheit Niclaus Anßlingers des Gutschers, Burgers Zu Straßburg, Als Ehevogts Magdalenen Großhennin seiner hußfraw. obgemelter Ehegemechd frauwell vnd Peter Großhennen dochter – schuldig sigent 400 gulden, Jeden gulden Zu xv batzen gerechnet
Zum vnderpfand ÿngesetzt vnd verlegt dreÿ heüser An einander mit Iren Hoffestatten, Zweÿen Stallung Vnd Brunnen, auch allen Andern Iren gebeuwen, begriffen, Weithen, Rechten Vnd Zugehörden, gelegen Inn der Statt Straßburg, Im Goldtgiessen, einsit nebent der Herrberg Zum Guldin Apffell, Niclaus Geude Zuständig, Vnd anderseit neben Lorentz Baumwoll den Huffschmÿtt, hinden auch vff die Herrberg Zum Guldin Apffell stoßend, Davon geth j lb d Boden Zinß den Herren Vicarien Im Gürtler hoff, Item xxx gudin gelts Ablosig mit vj C guldin Wolff Vonn Molßheim, Item Zehen guldin gelts Lösig mit ij C guldin Friderich Scholl dem Metziger, daran aber x guldin gelts Widerkheüffig mit ij C guldin Cunradt Mohr dem Haußbecken, Jährl. wie man sagt

Jean Brey et Véronique louent à leur gendre et fille Nicolas Anslinger et Madeleine Groshenn la maison sauf l’atelier de charron. Les parties résilient le bail le 19 mars 1607.

1605 (vt spâ [xxix tag Januarÿ]), Chancellerie, vol. 360 (Registranda Meyger) f° 54
(Inchoatum in Prothocoll. fol: 66.) Erschienen Niclaus Anßlinger der Gutscher burger Zu St: Vnd Magdalen Großhennin seine eheliche Haußfraw
Haben bekhandt vndt In gegensein Hannß Breÿ des Wagners, burgers Zu St: vnd Frauwell desselbig. Ehegemahell, Ihres Schwähers vnd. Mutter Offentlich verÿehen
Das sie Inen vonn Jetzgemeltem Ihrem Schwäher vnd Mutter, Sechs Jahr lang nach einander Volgend, so albereit vff Johannis Baptistæ nechstkünfftig Anegehen sollen, Entlehnt hetten Bemelter Ehegemechd Hannß Breÿen und Frauwell Ein Behausung, sampt Stallung Vnd Heuwbünen, Mit allen begriff Vnd Zugehörd. Allein die Wagner Werckstatt Vndenher vßgeschlosen, so nit Inn disser Lyhenung begriffenn sein sollen Gelegen alhier Im Goldtgiessen nebent Herrbergen Zum Guldin Apffell ein, Vnd anderseit Lorentz Baumwoll den Huffschmÿtt, Vnd Ist disse Lyhenung beschehen Vnd Zugang. Für Vnd Vmb einen Jährlichen Zinß 20 guldin Zu xv batzen
Hiebeÿ vnd mitt ist gewesen Melchior Kesselmeÿer der Sattler burger Zu St.
[in margine :] Vff 19. tag Martÿ 1607. Ist erschien hannß Breÿ hierin gemelt hatt in gegensein Niclauß Anßlingers befohlen disser Verschreibung Zu cassiren vnd Abzuthun.

Jean Brey et Véronique veuve du charron Pierre Groshenn hypothèquent la maison au profit de Nicolas Anslinger et de Madeleine, leur gendre et fille respectifs. L’acte est annulé par le suivant.

1607 (vt spâ [xix tag Martÿ]), Chancellerie, vol. 370 (Registranda Meyger) f° 126-v
Erschienen hannß Breÿ der Wagner burger Zu Straßburg vnd frauwell sein eheliche haußfrauw, wÿland Peter Großhenn des wagners selig. witwe
haben bekhandt vndt In gegenwertigkheit Niclauß Anßlingers des Landtgutschers burgers Zu Straßburg Magdalena seiner haußfr. Ihres dochtermanns vnd dochter offentlich verÿehen – schuldig sigent 300 pfund pfenning Straßburger gelühens gelts
Zum vnderpfand eingesetzt vnd verlegt dreÿ heüser Aneinand. geleg. mit Ihren hoffstett. Zweÿ höff. Stallung vnd Brunnen, Auch Allen Ihren gebeüwen & Inn d. St. Straßburg Im goldtgiessen, einseit neben d. herrberg Zu guldin Apffell vnd and.sit neben Lorentz Boumwoll dem huffschmidt hind. vff die herrberg Zum guldin Apffell stoßend, Dauon gond j lb d Boden Zinß den herrn Vicarien Inn Gürtlerin hoff, Item xxx gl geldt Ablösig mit vj C gl Wolff vonn Molßheim, Mehr w gl gelts Lösig mit ij C gl Cunradt Mohren dem haußbeck Alle Jahr Sunst eÿg.
(Vide Cassaturam in Reg. 1605. fol. 53.)
(Disser gegenwärtiger Contract Ist vß geheÿß bed. parth. vnd abgethan weg. eines newen Contract prout infra fol: 300. Act. 6. Julÿ Anno 1607)

Jean Brey et Véronique veuve du charron Pierre Groshenn vendent une maison au profit de Nicolas Anslinger et de Madeleine, leur gendre et fille respectifs. Les vendeurs se réservent le bâtiment avant et prennent à leur charge les capitaux garantis sur la maison, notamment 400 florins dus à Loup von Molsheim (précédent propriétaire). Les parties conviennent de construire un mur dans la première cour et de divers aménagements (escalier, jours)

1607 (vj tag Julÿ), Chancellerie, vol. 370 (Registranda Meyger) f° 300-v
(P. fol. 181.) Erschienen Hannß Breÿ der wagner burger Zu Straßburg vnd frauwell seiner eheliche haußwürthin wÿland Peter Großhenn des wagners selig. witwe haben (verkaufft)
Niclauß Anßlinger dem Landtgutscher burger Zu Straßburg vnd Magdalenen Großhennin seiner ehelich. haußfrauwen Ihrem dochtermann und dochter, bede Zugeg.
hauß, hoffestatt vnd hinder Stallung sampt dem Stall vnder der behausung deßgleichen ein Vord. vnd hind. höfflin benebent dem vßgang vornen Inn das goldtgiessen Auch mit der gerechtigkeit des halben Brunnens so mit hannß Khammen dem Metziger gemein gelegen Inn der Statt Straßburg Im goldtgiessen, hind. Ihr der verkhöuffern noch vorbehalttenen Behausung einseit nebent demselbig hannß Khammen zum theÿl und Zum theil Mathÿß Schäffer dem Landtgutscher, anderseit nebent der herrberg Zum guldin Apffel vnd stoßt vornen vff der Verkhöuffern vorbehaltene vordere Behausung, da dan der vßgang vnder derselben vorderer Behaußung Inn das goldtgiessen gehet vnnd das vorder höfflin nebent der verkhöüffere nebens beüwlin so sie Inen Auch Vorbehaltten gelegen, Vnnd ob wol Ihr der Verkhoüffere vordere behausung mit sampt dissen erkhaufftenn hauß hoffestatt höfflin vnd Ställen noch verhafftet Ist für ein pfund pfenning gelts Bodenzinses vff Johannis Baptæ fallend Inn gürtlerhoff, Mehr v lb d gelts Ablösig mit j C lb d vff Galli Cunradt Mohren dem Becken, So haben doch die Khöuffere solche bede beschwerd. vff Ihre Behausung Angenommen, dieselbe Jahrs ohne der Verkhöuffere Zuthun, costen vnnd schad. Zu Verzinsen vnd Abzurichten
Weÿther dieweil bede Behausung. das vord. vnd hind. noch verhafftet sind geg. herrn wolff von Molßheim vmb 400 guldin Straßburger wehrung So haben die Verköüffere solche beschwerdt vff ihre noch vorbehalttene vorder Behausung geschlag. dieselbig. Summ Jährlich ermelten herrn Wolff von Molßh. ohne der Khöuffere costen vnd schad. Zu verzinsenn, Dafür dann bede Behausung gegen einander vff den fahl da man einig. Verlust Ane einem oder andern nemmen solte, obligirt vnd verpfandt sein sollen, vnnd Alles Rht, Also das & Vnd Ist dißer Khauff Zugangen vnd beschehen 550 pfund pfenning Straßburger
Vnd Ist hirin Insonderheit Abgeredt, Weil Inn dem Vordern höfflin vonn nebents bouwlin ein scheÿdtwandt bits Ane den vßgang der vordern thüren würdt gemacht werdenn zu vnderscheÿden des wagners werckstatt, So Ist vff Acht Jahr lang gegönnet worden ein thier Inn die scheÿdtwandt Zu machen, damit der wagner die thier Zu seinem handtwerck desto besser gebrauchen möge, Nach vßgang er Acht Jahren solle disse gönnung vffhören vnd die thier wider Zugemacht werden, ferner die steg nebent der erkhaufften Behausung Inn dem nebents buwlin soll den khoüffern Auch gehören vnd vonn den Verkhoüffern vnderschlag werd. dann sie die Verkhöuffere Ihren vßgang Zu dissem nebents buwlin vonn der vordern Behausung suchen vnd disse steg nimmer mehr gebrauch. sollen, Item es sollen Auch Alle der Verkhöuffere taglichter vnnd fenster Vonn Ihrer vorbehalttenen Vndern Behausung vnd dem nebents heüßlin Vergettert sein vnd pleiben, damit nichts unsaubers Inn den Vorder höfflin geschüttet werde, wie nicht weniger khein theil dem Andern Zu ewig. zeiten tagliechter od. fenster Zu Verbauwen macht haben. Souil endlich die tachtrauff belangt, sollen dieselben wie die Jetzundt fallen Auch also verpleiben Getreüwlich vnd Vngeuorlich Verzigt
Hiebeÿ gewesen Wolff von Molßheim, Ruprecht Stollenmeÿer d. Beck, Andreß Schuch Alle burgere Zu Straßburg vnd Friderich Großhenn von Lucern

Originaire de Melzting (sans doute Metzing près de Forbach) en pays welsche, Nicolas Anslinger épouse Madeleine Groshenn en 1597
Mariage, Saint-Nicolas (luth. f° 38 n° 10)
1597. den 18. Apr. sind Ehelich eingesegnet word. Niclaus Antzling. von Meltzing. in Westrich vnnd Magdalena Groshennin Peter Großhenn deß Wagners seligen nachgelaßene dochter (i 45)

Le cocher Nicolas Anslinger originaire de Miltzingen acquiert le droit de bourgeoisie en juin 1602.
1602, 3° Livre de bourgeoisie (4 R 105) p. 655
Niclaus Anßlinger Vonn Miltzingen der Landgutscher Kaufft mit beÿstandt Hanns Brewen deß wagners das B. will Zur Morin dienen, Vnnd sein Nahrung für 200 fl
angeben. Actum vt Supra [j. Junÿ 1602.]

Jean Brey et Véronique Groshenn hypothèquent la maison qu’ils ont conservée au profit du maçon Sébastien Goldbach

1608 (3. tag Februarÿ), Chancellerie, vol. 378 (Registranda Meyger) f° 56-v
(Inchoatum in Protho. fol: 61.) Erschienen hannß Breÿ der wagner burger Zu Straßburg vnnd frauwell Großhennin sein eheliche haußwürthin
haben bekhandt vndt In gegenwertigkheit Bastian Goldtbach des Maurers burgers Zu Straßburg – schuldig sige 50 pfund pfenning Straßburger gelühens gelts
Zum vnderpfand eingesetzt vnd verlegt, hauß vnd hoffestatt mit Allen Ihren gebeu. & geleg. In d. Statt Straßburg Im goldtgieß. einsit neb. der herberg Zum guldin Apffell vnd And.sit neben Lorentz Boumwoll dem huffschmÿdt hind. vff Niclauß Aßlinger den Landt gutscher stoßend, Dauon gend. xx guldin gelts Ablösig mit iij C gl h Wolff vonn Molßh. Sunst ledig eÿg.

Jean Brey loue la maison à son frère voiturier Georges Brey

1608 (vt spâ [xxj. Aprilis]), Chancellerie, vol. 377 (Registranda Kügler) f° 144-v
(Inchoat. fo: 146.) Erschienen Georg Breÿ der Furknecht
hatt in gegensein Hanns Breÿen Wagners burgers Zu Straßburg seines lieben bruders
freÿ guttwillig bekhant vnd offentlich verÿehen das er Ime V. seinen erben Zweÿ Jar lang die nechstnach einander volgend Vnd Vff Johannis Baptistæ nechstkhünfftig anestehend vonn gedachtem hanns Breÿen Entlehnet Ein Behaußung hinder sein Georg Breÿen Behausung Inn der S S Im goldt gieß gelegen einseÿt Niclaus Anßinger dem Guttscher gelegen nach der S S bruch V. gewonheÿt für vnd vmb ein Jährlichen Zinß Nemlich 5 guldin SW

Jean Brey hypothèque la maison au profit de son frère Georges Brey, originaire de Dettingen près de Memmingen (en Allgäu)

1608 (xxj Aprilis), Chancellerie, vol. 377 (Registranda Kügler) f° 144-v
(Inchoat. fo: 146.) Erschienen Hanns Breÿ Wagner burger alhie
hatt in gegensein Georg Breÿen des Furknechts von Dettingen bey Memmingen gelegen seines lieben bruders – schuldig sige 100 guldin Zu 15 batzen
dafür Vnderpfand sein huß und hoffestatt mit all Iren gebew gelegen Inn d. St St Im goldtgieß einseÿt Lorentz Brumpt dem huffschmid andersyt Niclaus Anßinger des Guttschers hefflin stoßend hind. vff denselben Anßinger, dauon gend 20 guldin glts SW loßig mit 400 guldin derselb. werung wolff von Molßheim, Mehr ij lb x ß glts loßig m. 50 pfd. pfenning Bastian Goldtbach dem Murer

Jean Brey et Véronique vendent une maison à Michel Walter, de Kork en Bade, et à sa femme Barbe. L’acquéreur promet de devenir bourgeois dans les quatre semaines.

1608 (vt spâ [xxiij. Decembris]), Chancellerie, vol. 377 (Registranda Kügler) f° 376
Erschienen hanns Brey der Wagner v. Frauwel sein eheliche hußfr
haben vnuer. verkaufft Michell Walthern von Korck vnd Barblen seiner huß fr.
Inen huß v hoffstatt mit all Ir gebeu geleg. In der S S Im goldgieß. einseyt Lorentz Boumwol, andersyt Niclaus hanslingers gutschers löffen* stoßend hind. vff denselb. für freÿ ledig eÿgen, alles Rht, der Khauff besch. vmb 462 guld. zu xv batzen
Hiebeÿ gewesen Lorentz Boumwoll huffschmid Andres Schütterlin bed. hierzu erbetten
[in margine :] nota Michel walther erclert sich Inn vier wochen burger zu werden.

Madeleine Groshenn, veuve de Nicolas Anslinger, se remarie en 1609 avec le cocher Georges Barchert, fils du vigneron Marc Barchert de Durlach
Mariage, Saint-Nicolas (luth. f° 79 n° 6)
1609. denn 1. Maÿ seÿndt ehelich eingesegnett wordenn Jörg Barchertt vonn Durlach der Gutscher, Weÿland Marx Barchertt des Rebmanns vnndt Burgers seligenn daselbsten nachgelaßener Sohn, Vnndt Magdalena Großhennin, Weÿland Niclauß Anslingers gewesenen Gutschers vnndt Burgers seeligen alhie nachgelaßene wittwe

Le cocher Georges Barchert de Durlach achète le droit de bourgeoisie quelques mois plus tard en s’inscrivant à la tribu des Maçons
1609, 3° Livre de bourgeoisie (4 R 105) p. 750
Georg Barchet der gautscher Von Durlach Khaufft d. Burgerrecht mit Beÿstandt Sebastian Goltbachs Kleinen Rahts bewandten vnd wüll Zu den Maurers Zünfftig sein, Actum den 10. 8.bris Ao. 1609.

Tuteur de Marc Anslinger, fils de Nicolas Anslinger, Chrétien Walter cède la maison à ses grands-parents. Les cessionnaires garantissent le paiement de 525 livres non seulement par la maison cédée mais par celle qui leur appartient en propre

1609 (xxvij tag Octobris), Chancellerie, vol. 383 (Registranda Meyger) f° 520
(Inchoat. in Protho. fol: 440.) Erschienen Hannß Breÿ der wagner burger Zu Straßburg vnd Frawell sein eheliche Haußfr. mit beÿstandt & Andres Schuoh burgers Alhie Ihres dochtermans Ane eim, So dann Christmann Walther der Elter Metzig. burger Zu Straßburg Alß geschworner Vogt Marx Anßlinger, Weÿland Niclauß Aßlingers des Gutschers Alhie selig. Khinden Am Andern theil
Haben gegen einander bekhandt vnd offentlich verÿehenn, d. sie sich heut dato mit einander hienach geschribener sachen einmütiglich vereinbaret hab. Iren wÿß vnd maß. wie hernach volgt, Benantlich Zum Ersten So hatt Obgedacht Christmann ehgemelten beden ehegemechden obgenandt Vogts Sohns H. Großvattern vnd Großmuttern freÿ eÿgenthümblich cediret Zugestellt vnd Vbergeben die behaußung, Alß hauß, hoffestatt sampt Zweÿen höfflin, Stallung auch Allen Andern & geleg. In d. St: St: Im Goldgieß. einsit nebent Hanß Khammen dem Eltern, Andersit nebent der herberg Zum guldin Apffel, stoßt hinden vff den selbig. Apffell, dauon ein pfund pfenning bodenzinß, Im Gürtler hoff, mehr Zweÿ pfund 10 schilling & gelts lößig mit L lb & Conradt Mehrern den haußbeck. Sonst eÿg. Ferner dreÿ pfert sampt Schiff Vnd geschirr vnd Zween Gutsch., wie dann Auch Allen haußrath (…) für vnd vmb 525 pfund pfenning Straßburg
Dargegen hab. Obgenante Ehegemechd der Groß Vatter vnd Mutter für sich & gelopt v. versproch. Jetzgehörte 525 pfund gedachten Ihren Enckel Zu geben (…) darfür den Obangeregte Vbergebene behaußung, sampt Ihr den Ehegemechd eÿgenen behaußung, In gemelt. Goldgieß. geleg. einsit Auch nebent guldin Apffell, And.sit nebent Lorentz Bauwell dem huffschmidt hinden vff Michell Walther stoßend, davon gondt 20 guldin gelt Lößig mit 400 gultin werung wolff von Moltzheim selig erben, Mehr Zweÿ pfund 10 schilling pfenning gelts Lößig mit L lb Abraham Kellnern den Allmosen Knecht

Le charron Jean Brey hypothèque deux maisons au profit de Michel Meyer

1609 (27. Octobris), Chancellerie, vol. 384 (Registranda Kügler) f° 436-v
(Inchoat. fo: 467.) Erschienen Hans Breÿ der Wagner burger alhie
Hatt Inn gegensein des Ersamen Michael Meÿgers auch burgers alhie bekhant demselben schuldig zusein 200 guldin
dafür Vnderpfand sein soll Zweÿ heüßer sampt Zweÿen höfflin ein vord.s vnd hinds. dar zwischen ein Behausung Michel Waltern Zuständig, sampt deren gebewen geleg. In d. St. St. Im goldtgießen einsit neben d. herberg Zum guldin Apffell, 2.sit neben H. Lorentz Bauel dem huffschmidt Zum theil, vnd zum theil h. Hans Kammen dem Eiltern stoßendt die hind. behaußung auch den gulden Apffell Dauon gend j lb d bodenzinß den Vicarien hohen stifft St. Item 20 gld. gelts Lösig mit iiij C gls St. werung Wolff von Molßheim s. Erben Vnd sindt auch noch v.hafft für 1500 gld zu xv batzen Marx Aßlinger Niclaus Aßlings des Gutschers Sohn zubezahlen, Item v gld ablößig mit j. C gls zu xv batzen Abraham Cölner dem Almusen knecht, Sunst ledig &

Jean Brey et sa femme Véronique hypothèquent la maison au profit du marchand Joseph Abri pour rembourser Georges Brey

1609 (ut spâ [xviij. tag. Novembris]), Chancellerie, vol. 383 (Registranda Meyger) f° 557-v
(Inchoat. in Protho. fol: 463.) Erschienen Hannß Breÿ der wagner burg. Zu Straßburg vnd frauwell sein eheliche haußfrauw
haben bekhandt vndt In gegenwertigkheit herrn Joseph Abri des handelßmanns burgers Zu Straßburg – schuldig sige 50 pfund pfenning Straßburger gelühens gelts vonn Geörg Breÿen dem Fuhrknecht herrührend
Zum vnderpfand eingesetzt vnd verlegt Ein Vorder Vnnd hind.hauß mit d. Stallung höfflin vnd Brunnen, Auch Allen Andern Iren gebeüwen & geleg. Inn d. Statt Straßburg Im goldtgieß. einsit neb. d. herrberg Zum guldin Apffel, vnd and.sit neb. Lorentz Boumwoll, hind. vff h. hannß Khamen scheür vnd Auch vff die herrberg Zum guldin Apffell stoßend, Dauon gond xx gl gelts Lösig mit iiij C gl werung herrn wolff von Molßheim, Mehr x gl gelts Ablösig mit ij C gl Michell Meÿer dem weinsticher, Item j lb d Bod. Zinß Inn gürtler hoff, Item ij lb x ß d wid. khöuffig mit L lb d Conradt Mohren dem haußbeck. Vnd dann sind noch verhafftet für ein schuld v C xxv lb Zu Zÿlen Zuerleg. wÿland Niclauß Anßlingers des gutschers s. Sohn
(vide supra fol: 520)

Jean Brey et sa femme Véronique vendent une écurie à leur voisin Emanuel Golder, aubergiste à la Pomme d’or

1610 (j. Febr.), Chancellerie, vol. 388 (Registranda Kügler) f° 55-v
Erschienen M. Hans Breÿ der Wagner Vnd frauwel sein eheliche gemahell haben (verkaufft)
H Emanuel Golder Gasthalten Zum Guldiin Apffell Alhie
Ein Hindern Stallung hind. des V.kheuffers behaußung Im Goldtgießen, einseit neben H Hans Kammen, 2.sit neben d. Herberg Zum guldin Apfell, stoßend hind. auch vf bemelte herberg sampt deren gebewen &
V Ist harin sonderlich abgeredt, weil diser Stallung 2 thüren In des V.khöüffers höfflin gehndt, So soll der Khöuffer solcher 2 thüren In seinem costen Zumauren, deß gleichen alle läden v.gettern laßen So Inn des v.kheüffers höfflin gehn, Vnd dann wie der Tachtrauff Jetzo felt soll es dabeÿ Jed.zeit v.bleiben, Auch der Khoüffer nicht höher zubawen macht haben, seind dabeÿ v.bleiben laßen für freÿ ledig vnd eÿgen, Vnd wiewol aber Jetzverkauffte Stallung neben des v.kheüffers Behaußung v.hafft Namlich für 1 pfund bodenzinß vff weihenachten den deputaten fallendt, Wÿtter v.hafft für 25. lb wÿland Niclaus Anßlingers s. Sohn Zuerleg. Vnd dann Conradt Mooren dem Brodtbecken für 50 lb hauptsumm, Sollen vnd wöllen doch die V.kheüfferern gedachten Khoüffer diser beschwerd. halbenn Inn alle weg Zuendtheben vnd schadtloß Zuhalten, Vnd Alles Recht & Also das & Vnd Ist dißer verkhauff Zugangen für vnd vmb 150 guldin
Hiebeÿ gewesen H Johann Tewrer Schaffner, H Andres Schurtz Nota.

Le cocher Georges Barchert cède à Jean Brey les droits qui lui reviennent de sa défunte femme Madeleine Groshenn suivant l’inventaire dressé par le notaire Georges Antz.
1610 (ut spâ [7. Februarÿ]), Chancellerie, vol. 388 (Registranda Kügler) f° 63
(Inchoat. fo: 59.) Erschienen Jeörg Barchert Landgutscher burger alhie (hatt verkaufft)
Hans Breÿen dem wagner alhie
Ime die 99 Pfund v ß xj d welche er sein lebenlang wÿdems weiß zunießen hatt, Vnd Ime fraw Magdalena Großhännin seiner ehegemahlen seligen In Irem vffgerichten Codicill vff ettlichen stucken vß Irem Unverändertn gutts Zugeordnet, Auch eines besond. vffgerichten Inventarÿ durch Georg Antzen Notm. v.fertigt deßen datum den 21. Octobris 609. fol. 35. zusehen (…) um 124 guldin

Jean Brey hypothèque la maison au profit de son frère Michel Brey, originaire de Bettingen près de Memmingen.

1611 (4 Julÿ), Chancellerie, vol. 395 (Registranda Kügler) f° 238-v
(Inchoat. fo: 224.) Erschienen hanns Breÿ der Wagner
hatt in gegensein Michel Breÿen gutscher Vonn Bettingen beÿ Memmingen seines lieben bruders – schuldig sein 105 guldin zu xv batzen
dafür Vnderpfand huß hoffestatt hefflin v hinderhußlin mit all and. Iren gebeud geleg. Inn d. S S Im goldgieß einsyt d. Wurtzhuß Zum guldin Apffell ansyt Lorentz Bauwol stosst hind. auch vff d. guldin Apffell, dauon gend 22 guld gls loßig mit 400 guld SW H Wolff von Molßheim selig erben, Mehr xxvj lb v ß abloßig mit 100 gulden SW Marx Anßinger deßen vogt Christmann Welcher der Eltere wÿther 10 guld gls loßig mit vj C SW Michel Meÿer Teutschen schulmeyster So dann ij lb x ß loßig mit L lb d Conrad Lorren Brottbeck sunst eÿg.

Le charron Jean Brey hypothèque sa maison au profit de Catherine Kæmmerling, veuve du conseiller Charles Spielmann

1613 (xvj. Martÿ), Chancellerie, vol. 404 (Registranda Meyger) f° 156-v
(Inchoat. in Proth. fol: 155.) Erschienen Christmann Walther der würth Zur Cronnen vnnd hannß Breÿ der wagner burger Zu Straßburg
haben bekhandt vndt In gegenwertigkheit h hannß Oßwald Falck. burgers Zu Straßburg so zugeg. Inn nammen seiner Fr. schwÿger Catharinen Khämmerlingin wÿland h. Carle Spielmans Alt Raths verwantt selig. witwe offentlich verÿehenn, das sie derselb. Fr. Catharinen Eine Vff. & Vnuer: schuldig sigent 309 guldin
Zum rechten wüssenthafften Vnderpfand eingesetzt vnd v.legt hauß, hoffestatt, höfflin vnd Stall sampt einem hind. hauß mit Allen Ihren & geleg. Inn d. St. St. Im goldtgiessen einseit neb. d. herberg Zum guldin Apffell and. sit neb. Lorentz Baumwoll dem schneÿd. hind. Auch vff die herrberg Zum guldin Apffel v h. hannß Khammen scheur stoßend, dauon gend xx gl geld Abloßig mit iiij C gl wolff von Molßh. Item x gl gelts mit ij C gl Abloßig Michell Meÿers des Weinstichers erb. It. ij lb x ß d gelts wid.kheuffig mit L lb d Joseph Abri dem handelsmann weÿther sind sie verhafftet vmb xxxv lb d Michel Breÿn des Bekhenners brud. Zu Morßmünster, Mehr seind sie hafft vmb Llb d Cunradt Mohren dem Beck.

Marc Anslinger fils de Nicolas Anslinger (héritier de ses grands-parents) vend la maison au gourmet Michel Walter et à sa femme Barbe Gamp (qui réunissent ainsi la propriété des trois bâtiments initiaux)

1619 (1. Februarÿ), Chancellerie, vol. 436 f° 90-v
(P. fol. 67.) Erschienen Marx Anßlinger, Wÿland Niclauß Anßlingers des gutschers burgers Zu Straßburg seligen nachgelaßener Sohn mit beÿstandt herrn Michael Philipß Lungen Notarÿ seines noch unentledigten geschwornen Vogts (verkaufft)
Michell Walther dem Weinsticher burgern Zu Straßburg vnd Barbaræ Grampin seiner ehelichen haußfr.
hauß, hoffestatt, sampt dem order vnd hinder stall deßgleichen ein forder vnd ein hinder höfflin beneben dem vßgang, vornen Im goldt giessen, Auch Allen Andern Ihrenn gebeüwen & gelegen Inn der Statt Straßburg Inn gemeltem Goldtgiessen, einseit neben hanß Kammen dem metziger, Anderseit neben der herrberg Zum gultin Apffell stoßend vornen vff die Keüffere selbst, vnd hinden vff gemelten guldin Apffell, dauon gend. Jährlichen Ein pfund pfenning bodenzinß vff Weÿhenachten Inn dem Gürttlerhoff, Mehr Zweÿ pfund Zehen schilling pfenning gelts Ablößig mit 50 pfund pfenning vff Galli herrn hanß Jacob Kügler zuerlegen wann man es fordern würdt sunst ledig vnd eigen, Vnd Alles Recht & Also das & Vnnd Ist dißer Khauff vber obgehörtte beschwerden so die Kheüffere vff sich genommen Zugangen vnd beschehen für vnd vmb 500 pfund pfenning

Cultivateur à Kork, Michel Walter achète le droit de bourgeoisie le 14 février 1609
1609, 3° Livre de bourgeoisie (4 R 105) p. 744
Michael Walther der Baurßman von Korck Khaufft d. Burgerrecht mit beÿstandt Hanß Breÿßen deß wagners vnd Lorentz Baumwolls deß huffschmidts, will Zu den Weinstüchern dienen, vnd 300 guld. verstallen. Actum Zinstag den 14. Februarÿ 1609.

Michel Walter revend la maison avant à Jean Siffermann l’aîné, de Mittelbergheim en restant propriétaire de la maison du milieu. Le vendeur se charge seul de la rente foncière.

1619 (xv. Maÿ), Chancellerie, vol. 436 f° 282
(Inchoat. in Prot. fol. 177.) Erschienen Michell Walther d. Weinstich. burger Zu Straßburg (verkaufft)
hannß Seÿfferman dem eltern Zu Mittelbergkheim, So auch Zugeg. mit beÿstand & hannß Breÿ des wagners burgers Zu Straßburg seines dochtermanns
hauß vnd hoffestatt mit Allen Ihren gebaüwen & geleg. Inn d. St. St. Im goldt giessen einseit neben der herrberg Zum gultin Apffell, anderseit neben Jacob Geseson dem huffschmÿdt, hind. vff Michell Walther des Verkheüffers höfflin vnd vorbehaltten Mittel hauß stoßend, Vnnd gehörd die Infarth vorn Am Goldtgiessen Zu sein des verkäuffers Mittellhauß Vnd ob wol disse Verkhauffte behaußung mit sampt sein des Verkäuffers behausung verhafftet Ist umb j lb d Bod. zinß Im Gürttlerhoff, So hatt doch der verkäuffer solch. Bod. Zinß vff seine Behausung geschlag. Ouch demselb. ohne des Kheüffers zuthun, cost. vnd schaden, Järlich vß Zurichten versproch. Vnd Alles Recht & Also das & Vnnd Ist dißer Khauff Zugangen vnd beschehen für vnd vmb 350 pfundt pfenning Straßburger
(vide supra fol: 90.)

Michel Walter demande l’autorisation d’exploiter en meublé la maison qui appartenait au charron Jean Brey, Les Quinze refusent
1619, Protocole des Quinze (2 R 47)
(f° 265-v) Zinstag den 21. Decembris – Michael Walter vmb Schlaafhauß
Michael Walter der Weinsticher allhier erscheint, vnnd berichtet, p. Tromern das er ohnlengsten ein behaußung im goldgießen neben Laurentz Baumen gelegen, welche Zuvor hannß Breÿen dem Wagner gehörig gewesen, käufflichen an sich gebracht, dieweÿl dann solche behaußung Zimbliche Stallung darinnen man vor dißem pferd einzustellen gepflegt, Er auch vber rhein Verwandte, so den einkehr beÿ Ime suchen, vnnd er sonsten Kein andere handtierung gelernt, Alß bitt er vnderthänig Ime gnedig Zubewilligen, ein Schalaaffhauß an dißem ort Zuhalten, vnnd erbeüth sich zu aller gebüre. Erkant. Man soll Ime sein begehren abschlagen.

La maison revient au cordier Michel Gering, fils du cordier Jean Gering, qui en 1624 épouse Eve Sifermann, fille du vigneron Jean Siffermann de Mittelbergheim

Mariage, Saint-Nicolas (luth. f° 139 n° 33)
1624. dominica XXI. Trin.II. vice. Michael Gerüng der Seiler, Hanß Gerüng des Seÿlers Vndt burgers alhie eheliche Sohn, Vndt Jungfr. Eva Hanß Schiffermann deß Rebmans zu Mittelberckheim eheliche tochter, Mont. post 22. Trin. Zu S Claus (i 152)

Michel Gering se remarie en 1638 avec Apollonie, fille du tonnelier Adam Burckhard
Mariage, Saint-Pierre-le-Jeune (luth. f° 1-v)

1638. Domin. Pentecostes d. 13. Maÿ. Michael Gering der Burger Vnd seiler alhie Vndt Apollonia Adam Burckhard deß Küffers allhier Eheliche dochter. Copulatio facta Zu St. Clauß (i 3)

Etat des biens qui reviennent à Anne Madeleine Gering, issue du deuxième mariage de son père, dans la succession de Michel Gering et Eve Seiffermann, morts en délaissant trois enfants.
1652 (26. Apr.), Not. Ursinus (Jérémie, 60 Not 20) n° 24
Lüffer Register vber Annæ Magdalenæ Geringin noch restirende vätterliche Nahrung auffgerichtet 1652.
Zuwißen, nach dem weÿl. Michael Gerings geweßenen Seÿlers vndt Burgers alhie zu straßb. see. Verlassenschafft, nach deßelben tödtlichen hinscheÿd. den 30. Januarÿ A° 1639. Inventirt, darauff d. haußrath, werckzeug Zum Seÿler handwerck gehörig wie auch wahren deßgleich. d. ohn p.legirt Silbergeschirr v. Geschmeidt, Craft darüber v.fertigten V.kauff v. Erlößregisters distrahirt, vnd Zugeltt gemacht, aber nicht auffgeschrieben waß Anna Magdalena Geringin von solch haußrath vorbehaltten, Ingleich. von den ohnverkaufft vberig v.pliebenen Zugetheilt, die vberige Nahrung durch H Hannß Jacob Füeßingern Seÿlern v. E. Ehrs. Großen Raths alhie Altten Beÿsitzern als hanß Michels, Salomeen vnd Vrsulæ, aller dreÿ geschwüsterdten vnd eingangs ernants Michael Gerings mit auch weÿl. Euæ Seÿffenmännin in erster Ehe ehelich erzeugter Kind. geschwornen vogt biß vff der Jüngst deßelben tödliches hinscheid., ohn separirt administrirt vnd verwalttet word., dannenhero obbemelter Annæ Magdalenæ Geringin Vogt Mr Tobias Burckhardt, Küeffer v. burger alhie nicht wissen können, waß eÿgentilich ietz bemelte seiner Vogts dochter vätterlich Gutt noch seÿe, vnd worinnen solches bestehe, daß derohalben nach auch ietzig. tödlichem hinscheÿden, weÿl. H. Adam Burckhardts, Küeffers v. E. Ehrs. Großen Raths alhier Altten Beÿsitzers Ihr Annæ Magdalenæ Geringin Müetterlich. lieben Großvatters, als derso wohl Ihren Vätterlich. haußrath als auch alle schrfftliche documenta biß vff sein seeligen absterben hind. sich gehabt, vff ietz ernants Tobiä Burckhardts erfordern v. begehren (…), So beschehen In beÿsein H Martin Ebingers Küeffers und burgers alhier, als Annæ Mariæ Goobin, mehrbemelter Annæ Magdalenæ Geringin stieffschwester geschwornen Vogts, vndt H Hannß Meÿers ebenmäßig Küeffers v. burgers alhie, als nechsten v.wanthens, Montags den 26.7en Ap.lis A° 1652.
Eÿgenthumb ane einer Behaußung hind. d. Herberg Zum Hirtz. vff dem Holtzmarckh (…)
Summarum, haußraths 26, Sa. Pfenningzinß hauptgüter 28, Sa. Eigenthumbs einer behaußung o, Sa. Schulden 17, Summa summarum 72 lb

Ursule Gering, Salomé Gering femme du cordier Nicolas Weiss et Anne Madeleine Gering femme de l’orfèvre Jean Thiébaut Olter vendent la maison au cordier Chrétien Kamm et à sa femme Anne.

1668 (14. 7.br), Chambre des Contrats, vol. 535 f° 492
(Prot. fol. 29. fac. 2) Erschienen hannß Jacob Füeßinger d. Saÿler alß Curator Ursulæ Göringin, Mehr Salome Göringin hannß Niclaus Weißen deß Seÿlers Eheweib, mit assistentz erstermelts ihres Ehevogts, Vnd Fr. Anna Magdalena Göringin H Hannß Diebold Olters deß Silberarbeiters eheliche haußfraw mit beÿstand erstermelts ihres Ehevogts, alle treÿ sorores consanguineæ
in gegensein Christmann Kammen deß Seÿlers und Annæ seines Eheweibs mit assistentz Frantz Thomaßen deß Bürstenbinders und Jacob Brions deß Seidenferbers alß ihr Annæ hierzu erbettener nechster Verwanth.
hauß und hoffstatt mit allen deren Gebäwen, Begriffen, Zugehördten und Gerechtigkeiten alhie im Goltgießen, einseit neben der Herberg Zum guldinen Apffel, anderseit neben H Ulrich Koch alten Kleinen Rhats Verwanthen hinden uff gemelte herberg stoßend geleg. – umb 200 Pfund pfenning

Chrétien Kamm et Anne hypothèquent le même jour la maison au profit de Gérard von Stœcken, professeur à l’Université et chanoine de Saint-Thomas

1668 (14. 7.br), Chambre des Contrats, vol. 535 f° 493
Erschienen Christmann Kamm der Seÿler und Anna seine Eheweib, Und Zwar Sie Anna insonderheit mit assistentz Frantz Thomaßen deß Bürstenbinders und Jacob Brions deß Seidenferbers alß deroselben hierzu erbettener nechster Verwanther
dem Edel hochgelehrten H Gerhardo von Stöckh. U.I.D. V. Profess. auch E.E Collegiat Stiffts Zu St. Thoman Canonico – schuldig seÿen 200. Pfund pfenning
Unterpfand ist hauß und hoffstatt mit allen deren Gebäwen, Begriffen, Zugehördten und Gerechtigkeiten alhie im Goltgießen, einseit neben der Herberg Zum guldinen Apffel, anderseit neben H Ulrich Koch alten Kleinen Rhats Verwanthen, hind. uff gemelte herberg stoßend geleg.

Fils du boucher Jean Kamm, Chrétien Kamm épouse en 1648 Anne, fille du chapelier Jacques Thomas : contrat de mariage, célébration
1648 (23. Maÿ), Chambre des Contrats, vol. 501 f° 305-v
(Eheberedung) Erschienen Christmann Kamm der Saÿler und Burger Zu Straßburg alß hochzeiter mit beÿstand hannß Kammen deß Metzgers seines Bruders und seines Vogts und H Johann Joachim Frantzen Fünffzehen Secretarÿ seines Vettern an einem,
So dann Jungfr. Anna weÿl. Jacob Thomas deß Huetmachers und Burgers Zu Straßburg nunmehr seel. nachgelaßene eheliche dochter alß hochzeiterin mit beÿstand Caspar Mockh deß Schneiders ihres Vogts wie auch Paul Brions deß Schuhmachers ihres Vettern und dann H Johann Kummerellß deß Handelßmanns hierzu insonderheit erbetten am andern theil

Mariage, Saint-Nicolas (luth. f° 235-v, n° 16)
1648.Dominica 3. Trinitatis. Christmann Kamm der Seyler vnd burger allhie, Herr Hanß Kammen gewesenen Metzgers vnd gasthalters Zum hürtzen hinderlaßener Ehelicher Son, Und Jfr. Anna Jacob Thomas des hutmachers vnd burgers allhie hinderlaßene eheliche tochter (i 254)

Chrétien Kamm meurt en octobre 1680 en délaissant un fils, Jean Jacques. La masse propre à la veuve est de 64 livres, celle de l’héritier de 5 livres. L’actif de la communauté est de 115 livres, le passif de 76 livres.

1680 (16. 10.bris), Not. Stoeffel (Jean Christophe, 57 Not 4) n° 41
Inventarium undt Beschreibung aller Haab vndt Nahrung, so weÿlandt der Ehrsam vnd bescheÿdene Mr Christmann Kamm, geweßener Seÿler vndt burger alhie Zue Straßburg nunmehr seelig, nach seinem Montags den 25.ten 8.bris Jüngsthin aus dießem Zergänglichen Leben genommenen tödtlichen hintritt hinder Ihme verlaßen, welche auf freundliches ansuchen erfordern und begehren deß auch Ehrsam vnd bescheÿdenen hannß Jacob Kammen, noch Ledigen Seÿlers, mit assistentz deß Ehrengeacht vndt achtbahren H. Hannß Philipp Kammen, deß ältern Metzgers und burgers alhier seines Geordneten Vogts deß ietz Abgeleibten seel. mit seiner hinderpliebenen wittwen ehelich erzeugten hinderlaßenen Sohns vndt ab intestato nachgelaßenen Einigen Erbens, ersucht durch die Ehren vndt tugendsame fraw Annam Kammin Gebohrne Thomaßin die Wittib beÿständlich deß Ehrsamen vnd bescheÿdenen Mr Hannß Jacob Schwartzen, auch Seÿlers und burgers alhie Ihres geschwornen Curatoris (…) So beschehen in Straßburg auff Donnerstag den 16. 10.bris Anno 1680.

Inn einer alhie inn der Statt Straßburg in dem Goldgießen Gelegener behaußung so auch inn dieße Verlaßenschafft gehörig, vnd hernach beschrieben, ist befunden worden wie volgt.
Inn der Cammer An Inn der obern Stuben,, Inn dießer Stub Cammernn, Vor dießer Stueben, Inn der wohnstueben, Inn der Stub Cammer, Im mittlern haußöhren
Eigenthumb vndt besserung ane einer behausung. Item hauß vnd hoffstatt, mit allen d.en gebäwen, begriffen, weithen, rechten, Zugehörden vndt gerechtigkeiten, gelegen alhie in der Statt Straßburg im Goldgießen, einseit neben der herberg Zum Guldenen apffel, 2.s neben hannß Georg Dimpffelmeÿern, Schuemachern vndt Burgern alhie, hinden auff gemelte Herberg stoßendt, davon gehen Jährlichen auff den 24.ten Junÿ 7. lb Zinß E. E. Zunfft Zur Möhrin alhie seind in hptguth abzulößen mit 175. lb d. Ferner j lb d gelts Jährl. auff d. 20.ten Martÿ H. M. Samuel Rothenbachs Cantoris im Münster burgers alhie, mit weÿl. Fr. Magdalena Kammin seiner ersten hfren seel. ehelich erzeugten Kindern in hguth lößig mit 25. lb. s. thun diese 2 posten Zusammen 200. lb. d. sonsten freÿ ledig vnd eigen angeschlagen 15. lb. Darüber sagt i. t. Perg: Kauffbr. mit d. Statt Straßb. anhang. Cancelleÿ Contract Insigel verwahret, dessen datum den 14. 7.bris A° 1668. Inhaltes welchergestalt der verstorbene seelig vnd sein hinderpliebene wittib dieße behausung von hanß Jacob Füßingern den Seÿlern, alß Ursula Geringin Curatore, ferner hanß Niclaus Weÿßen dem Seÿler alß Salome Geringin Ehevogten, vnd H Hanß Diebold Oltern Silberarbeitern v. burgern alhie alß Fr. Anna Magdalena Geringin Eheh. vmb 200 lb d ane sich erhandelt mit N° 1 signirt, ferner dabeÿ j. Papeÿrin Extract vndt vergleich aß E E. kl. Raths alhie Memorial dedato 8.ten 9.bris A° 1670. mit N° 1 notirt
Der Wittib unveränderte Nahrung, Sa. haußraths 13, Sa. Silbergeschmeids 8, Sa. Guldinen Ring 6, Sa. Ergäntzung 35, Sa. baarschafft 19, Summa summarum 64 lb
Deß Erben unverändert Vermögen, bestehet allein inwenigem haußraths posten, 5 lb
Die Theilbahre verlaßenschafft, Sa. haußraths 25, Sa. werckzeugs und wahren Zum Seÿler handwerckk gehörig 55, Sa. Silbergeschmeids 6, Sa. Guldinen Rings 8 ß, Sa. baahrschafft 10, Sa. Eigenthums vnd besserung ane einer behaußung 15, Sa. Schulden 3, Summa summarum 115 lb – Schulden 76 lb, Nach deren Abzug 39 lb
Conclusio finalis Inventarÿ 109 lb
Copia der Eheberedung (…) Actum d. 23. Maÿ Anno 1648, Canceley Contractstub der Statt Straßburg

Le cordier Jean Jacques Kamm épouse en 1687 Anne Marie Schuhmacher, fille de Gui Schuhmacher, manant et ancien capitaine
Mariage, Saint-Nicolas (luth. f° 39, n° 20)
1687. Domin: 25. & 26. Trinit. Hans Jacob Kamm der Burger und lediger Seiler allhier, weÿland Christmann Kammen deß Burgers und Seilers alhier nachgelaßener ehelicher Sohn, und Jungfr. Anna Maria, Veit Schuhmachers deß Schirmverwanthen vnd gewesenen Musquetirers alhier unter H. Obersten eheliche Tochter. Copul. Zu St Niclaus d. Mittw. 26 / 16. 9.bris (i 40)

Marie Schuhmacher devient bourgeoise par son mari trois semaines après son mariage
1687, 4° Livre de bourgeoisie p. 536
Maria Schuhmacherin von hier empfangt das burgerrecht von ihrem Ehemann hanns Jacob Kammen dem Seiler gratis. Mörin, promis. 8. Xbr. 1687.

La veuve de Jean Jacques Kamm se remarie en 1695 avec le boulanger Jean Thiébaut Ammel
Mariage, Saint-Nicolas (luth. f° 34, n° 3)
Mittwochs den 23 Hornung st. n. 1695. seind nach dreÿmahliger außruffung in der Pfarrkirchen Zu St. Niclauß in Straßb. copulirt und eingesegnet worden Hannß Theobald Ammel, der Schwartzbeck und burger allhie, und Fr. Anna Maria weÿl. Johann Jacob Kammen, gewesenen Seillerß und burgerß alhier nachgelaßene wittwe [unterzeichnet] Johann Theobalt Ammel als Hochzeiter, u ist der Zeichen der Fr. Hochzeiterin (i 37)

Fils du gourmet Jean Thiébaut Ammel, Thiébaut Ammel épouse en 1688 Marie Madeleine Nonnenmann, fille du boulanger Jean Pierre Nonnenmann
Mariage, Saint-Nicolas (luth. f° 41-v n° 18)
1688. Domin. XI et XII. Trinit. Theobaldus Ammel der Burger vnd lediger Weißbeck alhie Theobaldi Ammels deß Burgers vnd Weinstichers alhier ehelicher Sohn vnd Jungfer Maria Magdalena weÿland Hans Peter Nonnenmanns des Burgers vnd weißbecken alhie nachgelaßene Eheliche Tochter. Copul. zu St. Nickeln die Mittw. 1. 7.bris St. N. (i 43)

Marie Madeleine Nonnenmann meurt en 1694 en délaissant une fille. L’inventaire est dressé dans une maison de location rue des Poules. La masse propre au veuf est de 17 livres, celle des héritiers de 230 livres. L’actif de la communauté s’élève à 61 livres, le passif à 239 livres.
1694 (23. Aug.), Not. Theus (Philippe Henri, 59 not 26) n° 848
Inventarium undt beschreibung aller undt Jeder haab Vnd Nahrung, so weÿlandt die Ehren und Tugendsame Fraw Maria Magdalena gebohrne Nonnenmännin deß Ehrsam undt bescheidenen Meister Johann Theobald Ammels, Weißbeckens undt burgers alhier geweßene geliebte Eheliche haußfraw nach ihrem Donnerstags den 13.ten Maÿ dieß Zu End gehend jahrs aus dießer Zergänglichen Welt genommenen seel. hinscheid. hind. Ihro Verlaßen Welche Verlaßenschafft auf freundliches ansuchen erfordern Vndt begehren des Ehrenhafften David Andreß, Schiffmanns burgers alhier, alß geordnet v. geschworenen Vogts Mariæ Magdalenæ Ammelin, ihr der Fr. seel. mit Vorgedacht ihrem gewes. Eheliebst Ehel. erzielten döchterleins und ab intestato hinderlaßene Einigen Erbin (…) Actum in der Königl. Freÿen Statt Straßb. Montags d. 23. Augusti Anno 1694.

In einer d. Stat Straßburg Vorstatt Krautenaw genant ane d. hennengaßen gelegenen und hiehero nicht gehörigen behaußung ist befunden word. wie volget
In der Cammer A, In der Cammer B, In d. Obern Stuben, Im obern haußöhren, In der Cammer C, In d. Undern od. Wohn Stub, In d. Stub Cammer, In d. back Stub, Im Keller, Im Hinderhauß
Ergäntzung der Erben unveränderten, Aus dem über Ihr Mariæ Magdalenæ Ammel für unverändert in die Ehe gebrachte Nahrung Anno 1690. d.8. Augusti durch mich Not. auffgerichtet
Bericht ane statt d. Ergäntzung deß Wittibers unverändert guths (…)
Wittiber, Sa. haußraths 15, Silber 2, Sa. baarschafft 15 ß, Summa summarum 17 lb
Erben, Sa. haußraths 46, Silber 6, Sa. Baarschafft 21, Sa. Ergäntzung (138, abzug 3, verbleibt) 135, Summa summarum 230 lb
Theilbar, Sa. haußraths 34, Sa. Meels v. Kleÿen 6, Silber 5, Sa. gold. Ring 4, Sa. baarschafft 4, Sa. Schulden 4, Summa summarum 61 lb – Schulden 239 lb, Passiv onus 178 lb
Conclusio finalis Inventarÿ 170 lb

Anne Marie Schuhmacher meurt en 1733 en délaissant une fille de son premier mariage avec Jean Jacques Kamm et deux filles de son deuxième mariage. L’inventaire est dressé dans une maison derrière Saint-Nicolas qui appartient en partie au veuf. L’actif de la succession s’élève à 300 livres, le passif à 78 livres.
1733 (7.3.), Not. Kolb (Abraham, 22 Not 1) n° 7
Inventarium undt Beschreibung aller Haab undt Nahrung so weÿl. die Tugendtsahme Fr. Anna Maria Ammelin gebohrne Schuhmacherin H. Theobald Ammels deß Meelhändlers und burgers allhier Zu Straßburg geweste 2.ter Ehefraw, nach ihrem den 11. Januarÿ dieses Lauffenden 1733.ten Jahrs genommenen tödlichen Ableiben Zeitlichen verlaßen,welche Verlaßenschafft auf ansuchen undt begehren dero am Nechst stehendem folio benambster ab intestato verlaßene Erben undt auß zwen Ehen Ehelich erzeigten Kindter inventirt (…) Actum Straßburg auff Sambstag den 7. martÿ A° 1733.
Denominatio Hæredum. Die Eingangs berührte undt abgeleibte Fr. Anna Maria Ammelin gebohrne Schuhmacherin hat ab intestato Zu Erben verlaßen alß volgt. 1. Fr. Annam Mariam Männin gebohrne Kammin, Mstr Johann Christoph Männ deß Wagners undt burgers allhier Ehefrau, welche die Verstorbene seel. mit auch weÿl. Johann Jacob Kammen dem gewesten Saÿller auch burgern allhier in Erster Ehe ehelich erzeugt, dero Nahmen ermelter ihr Ehemann Zugegen war, so aber hernach mahlen in gegensein mein adhibirten Notarÿ beÿständlich gedachten ihres Ehemanns, weillen ihr wohlwißendt, daß ihre Mutter nichts in diese ihre Zweÿte Ehe gebracht Sie auch sonsten Kein vätterliches guth mehr zu suchen noch zu erfordern Vnd das Jenige so annoch von haußraths posten alß anderen vorhanden nebst der helffte einer behaußung dem hinterbliebenen wittiber alß ihrem Stieffvatter unverändert gehörig, und zuständig undt in dießer Jetzt Zertrennten Ehe nichts gewonnen noch errungen wordten, sondern Er der vnd als ihr Stieffvatter ein Zimmliches eingebüßt, auß diesen als andern bewegenden ursachen freÿwillig, wie auch wißend undt wohlbedächtich, auff dieses ihre Mütterliche Erb undt verlaßenschafft gäntzlich renuncirt undt verzug gethan, mithien dieselbe mehrermeltem ihren Stieffvatter alleinig cedirt, abtretten undt überlaßen, also daß darmit durch anderen seinen Eigenthum schalten undt walten können undt mögen ohngehindert ihrer oder der ihrigen noch sonsten Jemandten sich auch aller hierwider die,enter recht. exceptionen privilegien und beneficien verziehen und begeben alles getreulich und ohngefährlich, Straßb. d. 9. martÿ 1733.
2. Mastr. Johannes Ammell den Meelhändler undt burger alhier so præsens was und sann 3. Johann Friderich den ledigen Kübler so bereits über 25. Jahr alt und ohnbevögtigt, der auch zugegen war. Welche beede Söhne Sie die Verstorbene mit Eingangs ermeltem ihrem hinderbliebenen wittiber in 2.ter undt letzter Ehe erzeugt

Bericht in gegenwärtige Inventarii. Es hat glech anfangs dieser Inventation der Wittiber berichtet, daß Er mit seiner nun mehr seelig verstorbenen Ehefraw beÿ ihrer Ehemaligen Verheurathung Keine Ehepacta noch seithero sonsten Einig. letzten willen auffgerichtet, Viel weniger ihre Zugebrachte Nahrung inventiren laßen, maßen sein verstorbene fraw seel. nichts in Vermögen gehabt und das Jenige so annoch vorhanden ihme Einig und allein vor unverändert zuständig (…)
Inn einer allhier Zue Straßburg hinder St. Nicolai Kirch gelegener dem wittiber Zum theil zuständiger und vorbeschribener bewohnenter behausung Sich befunden worden als volgt
Eigenthumb ane Einer behaußung so d. Wittibers unverändert. Nemblichen de halbe theil vor ohnvertheilt ane Einer behaußung hinder St Nicolai Kirchen (…)
Sa. haußraths 61, Sa. Eigenthum ane einer behaußung 210, Sa. Silber und geschmeids 21, Sa. Gudene Ring 7, Sa. baarschafft, nichts, Sa. Schulden 73, Summa summarum 300 lb – Schulden 78, Nach deren Abzug 222 lb

Le tuteur de la fille délaissée par Jean Jacques Kamm vend la maison à l’éperonnier Jean Heisch, assisté de son beau-père Martin Freytag moyennant 412 livres

1691 (28.6.), Chambre des Contrats, vol. 563 f° 536-v
Johann Daniel Steinbach der Metzger alß Vogt Mariæ Weÿl. Hanß Jacob Kammen geweßenen Seÿlers allhier Seel. hinderlaßen döchterleins
in gegensein Johann Heÿschen deß Spohrenlmachers, mit beÿstandt hanß Martin Freÿtag deß büchßenmachers, Seines Schwehers
Eine behaußung und hoffstatt mit allen deren Gebäwen begriffen Zugehördten und Gerechtigkeiten allhier im Goldgießen, einseit neben Weÿl. Lorentz Moßeders deß Würths Zum Guldinen Apffel hinderlaßenen Erben anderseit neben hannß Conrad Werner dem Huffschmid, hinden auff erstgeschriebene Herrberg Zum Guldenen Apfel stoßend gelegen, Welche behaußung umb 175 pfund (verhafftet) – umb 237 pfund

L’acquéreur hypothèque quelques jours plus tard la maison au profit du maréchal ferrant Jean Conrad Werner

1691 (3.7.), Chambre des Contrats, vol. 563 f° 558-v
Johannes Heisch der Sporenmacher mit beÿstand Hannß Martin Freÿtags deß büxenmachers seines Schwehers
in gegensein H: Hannß Conrad Werners deß hueffschmids, schuldig seÿe 125 pfund
unterpfand, Eine behaußung und hoffstatt allhier im Gold Gießen einseit neben Weÿl. Lorentz Moßeder deß Würt Zum Guldinen Apffel hinderlaßener wittib und Erben, anderseit neben Hannß Conrad werner dem Creditore selbst geleg.

Fils de l’arquebusier Jean Georges Heusch d’Ödenburg (aujourd’hui Soporn) en Hongrie, Jean Heisch épouse en 1687 Marguerite, fille de l’arquebusier Martin Freytag : contrat de mariage, célébration
1687 (21. Mart.), Chambre des Contrats, vol. 557 f° 164-v
(Eheberedung) Johann Heusch, der Sporer, von Oedenburg in Ungarn, alß hochzeiter, an einem,
So dann Jfr. Margaretha, hans Martin Freÿtags, deß büchßenmachers eheliche tochter alß hochzeiterin, mit beÿstand ged. Ihres Leiblich. Vatters am andern theÿl
[unterzeichnet] Johannes Heisch, Marga freitagin, hanß Marthin freÿdag

Mariage, Saint-Pierre-le-Jeune (luth. f° 326-v)
1687. In Festo Paschali 30. Martÿ. Johannes Heisch der sporer alhie gebürthig von Öedenburg auß Ungarn weÿl. Joh: Georg Heisch geweßenen buchßen Machers in ermelter statt Öedenburg Nachgel. ehl. Sohn, V. Jfr. Margaretha Johann Martin Freÿtags deß burgers Vndt büchßemachers alhie ehl. tochter, Copul. Mittw. 9. Aprilis (i 341)

Les nouveaux mariés font dresser l’inventaire de leurs apports. Ceux du mari s’élèvent à 16 livres, ceux de la femme à 107 livres.
1687 (14.4.), Not. Kitsch (Jean, 1 AH 6076) n° 156
Inventarium über die Jenige Haab undt nahrung, so d. Ehrenhaffte Mstr. Joh: Heüsch, Sporer undt die tugendtsahme Margaretha Freÿtagin, beede new angehendte Ehepersohnen einand. inn Ihrem vor wenig tag mit einander angetrettenen Ehestandt für unverändert Zugebracht auffgerichtet Anno 1687. (…) Welches beschehen inn dieser Statt Straßb. Montags den 14. Aprilis 1687.
Werckzeug Zum Spohrer Handwerck gehörig dem Mann zuständig 34 lb, Kleÿder 16 lb
d. frawen, haußrath 65, Silber 6, Guldene Ring 5, baarschafft 24, Schuldt 4, Summa summarum 107 lb
Sa. Haussteuren 23 lb, dem Mann 15 lb, der frawen 7 lb

Jean Heisch meurt en septembre 1694 en délaissant trois enfants. La masse propre à la veuve est de 51 livres. L’actif des héritiers et de la communauté s’élève à 76 livres, le passif à 112 livres

1695 (29.6.), Not. Kitsch (Jean, 1 AH 5788) n° 451
Inventarium über weÿl. des Ehrsam undt bescheid.en Meister Johann Heüschen, gewesenen Spoorers, burgers alhier zu Straßburg seeligen verlaßenschafft auffgerichtet Anno 1695.
Inventarium undt beschreibung aller undt Jeder Haab undt Nahrung, so weÿl. d. Ehrsame undt bescheidene Meister Johann Heusch, gewesener Spoorer burger allhier Zu Straßb. nach seinem d. 25. 9.bris des abgewich. 1694.sten Jahrs tödtlich genommenen hienscheid. hind. Ihne v.laß. welche v.laß.schafft auf freundliches ansuch. erford.n undt begehren des Ehrsamen undt bescheid.en Meister Hanß dieboldt Heüsch, büchß.machers burgers allda als geordnet undt geschwornen Vogts Johannis, Hanß Martins undt Mariæ Margarethæ des verstorb.en seelig. mit d. nachgelaß.en wittib ehelich erzeugter Kind. undt ab intestato nachgelaß.er Erben, durch die Tugendsahme Margaretham freÿtagin die hinderlaßene wittib, mit Assistentz undt beÿstandt des Ehrenhafft. Hanß Michel Schwingen, Schloßers burgers allda Ihres geordntet: undt geschwornenn Vogts wie auch deß Ehrengeachten Hanß Martin Freÿtags, buchß.mach.s burgers alhier, Ihres leiblichen vatters (…) welches beschehen inn Straßburg Montags den 29. Junÿ Anno 1695.

Inn einer inn d Statt Straßburg im Goltgieß. ahne del Guld.en Apffel geleg.en in dieße v.laß.sch. gehörig. hernach beschrieb.en behaußung ahtt sich befund., wie volgt
Ane Haußrath, Inn der Cammer A, Inn der Cammer B, Inn der Stub Cammern Im Nebens Cämmerl., Vor dießen gemachen, Inn der undern Stub. Inn der Stub Cammer, Im haußöhrn, Im Keller
Werckzeug Zum Sporer handwerck gehörig
Eÿgenthumb ane einer Behaußung. Eine Behaußung undt hoffstatt, mit allen d.en gebäwen, begriff. Zugehörd. u. gerechtigkeit. geleg. alhie im Goldgieß. eins. neb. weÿl. H. Lor. Moßeders gewes. würths Zum Guld. Apffel sel. hind.laß. wittib u Erb. ands. neben weÿl. H Hanß Conrad Wörners des Stattschmidts seel. nachgelaß.er wittib u. Erb. hind. auff erst gemelte Gastherberg Zum Guld. apffel stoßd. geleg. davon geh. Jahrs auff d. 28.t Junÿ 7. lb d EE Zunfft Zur Möhrin, lösig mit 175. lib. d undt 5 lib. d weÿl. H Joh: Conradt Wörners vorgemelt des Huffschmidts wittib u. Erb. so d. gelt Zum Kauffschilling hergeschoß. ablösig mit 125. lb. undt werden dieße behaußung eug. und kein sond.lich begriff hatt, Zumahlen auch nicht mehrern werth als ist dauor nichts in außwurff gebracht word. Vermög Pergam. Kauffbrieff mit d. Statt Straßb. fürgetruckt. Cancelleÿ Contract Insigel v.wahrt de dato 28. Junÿ 1691. Ferner ein teutsch Pergam. Kauffbrieff auch inn allhieß. Canc. Contractstub v.fertigt de dato d. 14. 7.br 1668.
Copia des Eheberedung (…) in der C. Stub
Volgt nun hierauff die Inventation undt beschreibung d. verlaßenschafft vnd ahne sich selbst. Der Wittib ohnverändt. eÿg.thümblich Vermög. Sa. haußraths 10, Silb. 4, Guldene Ring 3, Ergäntzung Auß dem Inventario des verstorbenen seelig. und d. hinderlaß. wittib einander in die Ehe gebrachte Nahrung d. 14. April 1687. durch mich Notm. auffgerichtet (34 lb, wied. abzuzieh. 16 ß, verbleibt) 33, Summa summarum 51 lb
Solchem nach undt endlich wirdt sowohl d. Erb. ohnverändert als theilbahr nahrung beschrieben, Sa. haußraths 34, Sa. Werckzeugs undt wahren Zum Spoorer handwerck gehörig 41, Silb. 11 ß, Eÿgenthumb ane einer behaußung (-), Summa summarum 76 lb – Schulden 112 lb – Passiv onus 35. lib
Conclusio finalis Inventarÿ 16 lib

Marguerite Freytag se remarie en 1696 avec l’éperonnier Martin Encke, fils du tisserand Michel Encke, de Wernsdorf près de Zwickau en Saxe : contrat de mariage, célébration
1696 (6.6.), Not. Kitsch (Jean, 1 AH 5892)
Eheberedung – Zwischen dem Ehrenhafften Martin Encke, Ledigem Spoorers, von Wernsdorff auß Sachßen Churfürstl. Herrschafft, des Ehrsamen Michel Encke, Leinenwebers burgers allda ehelich erzeugtem Sohn, als hochzeithern an einem,
So dann der Ehren: undt Tugendsahmen Margarethæ Freÿtagin weÿl. des Ehrsam und bescheidenen Johann Heüschen gewesenen Spoorers burgers alhier Zu Straßburg seeligen nachgelaßenen wittib, der Hochzeiterin am andern theil
welches beschehen in Straßburg Mittwoch den 6. Junÿ anno 1696 [unterzeichnet] Martin Enck alß hochzeiter, Margred fretagin, hanß Marthin freÿtag, Theobalt heÿsch Kinder Vogt
Protholollum secundum, 1 AH 6295

Mariage, Saint-Nicolas (luth. f° 42-v, n° 12)
Mittwochs den 20. Juny st. n. 1696. seind nach Zweÿmahliger außruffung in der Pfarrkirchen Zu St. Niclauß in Straßb. copulirt und eingesegnet worden Martin Encken, der ledige Sporer von Wernsdorff auß Sachsen, Michael Encken, deß Ackermanß daselbsten ehelicher Sohn und fr. Margretha Heuschin, weÿl. Johanneß Heuschen geweßenen Sporerß und Burgerß alhie nachgelaßene wittwe [unterzeichnet] Martin Encke spore alß hochzeiter, margreda heusin Als hogzeitrin (i 46)

Martin Enckel devient bourgeois en mai 1696 alors qu’il est fiancé.
1696, 4° Livre de bourgeoisie p. 676
Martin Enckel, der ledige sporer, Von Zwickaw, Michel Enckels des leinenwebers daselbst hintl. Ehl. sohn, empfangt das Burg.recht Von Margaretha Heuschin, weÿl. Johann Heuschen des spoorers hint: Wittib seiner Verlobtin gratis, Vnd wird beÿ E. E. Zunfft der schmid dienen. Jur. d. 28. Dito. [May] 1696

Les nouveaux mariés font dresser l’inventaire de leurs apports dans la maison propre à l’épouse. Ceux du mari s’élèvent à 4 livres, ceux de la femme à 224 livres.

1697 (9. 7.bris), Not. Kitsch (Jean, 1 AH 6355) n° 521
Inventarium undt Beschreibung aller undt Jeder haab undt Nahrung, so d. Ehrsame undt bescheidene Meister Martin Encke, Spoorer undt die Ehren: undt tug.dtsahme Margaretha Feÿtagin, beÿde Eheleüth und burgere alhier Zu Straßburg einand. als ein Eÿgen Guth in den Ehestandt Zu bring., vmb d. ursach beschrieb. wirdt, weilen inn d. Zwisch. beed. gedachten Ehepersohnen mit einand. auffgerichtet. Eheberedung außtrucklich verseh. d. eines Jed, inn die ehe zugebracht v.mög einen Jed. ohnveränd.t seÿn (…) Bescheh. inn beÿsein der Ehrenhafft. hanß diebold Heüsch buchß.mach. undt Michel Schwing. Schloß. beed. burg. alhie, als d. Ehefrauen undt Ihrrer Kind. geordnet: undt geschwornnen Vogts Montags d. 9.ten 7.bris aô 1697.

Eÿgenthumb ane einer Behaußung. Eine Behaußung undt hoffstatt, mit allen d.en gebäwen, begriff. Zugehörd. Recht. u. gerechtigkeit. geleg. alhie inn d. Statt Straßburg im Goldgieß. eins. neb. weÿl. H. Lor. Moßeders gewesenen würths Zum Guld. Apffel seel. hind.laß.en wittib und Erb. ands. neb. weÿl. H Hanß Conrad Wörners, des Stattschmidts seel. nachgelaß.er wittib u. Erb. hind. auff erst gemelte Gastherberg Zum Guld. apffel stoßdt. geleg. davon geh. Jahrs auf d. 28.t Junÿ 7. lb d EE Zunfft Zur Möhrin, lösig mit 175. lb. d undt 5 lb. d weÿl. H Joh: Conradt Wörners vorgemelts des Huffschmidts wittib u. Erb. so d. gelt Zum Kauffschilling hergeschoß. ablösig mit 125. lb. sonst. ledig undt Eig. Zwar diese behaußung dißmahlen hieh. nicht angeschlag. Vermög Pergamenten. Kauffbrieff mit d. Statt Straßb. fürgetruckten anhang.den Ins. verwahrt, de dato 28. Junÿ aô 1691. Darüb. ist ferner ein teutsch Pergam. Kauffbrieff auch inn allhießig. Cancelleÿ Contractstub verfertiget de dato d. 14. 7.bris 1668.
Werckzeug undt Wahren Zum Sporer handwerck gehörig
Haußrath So die Fraw inn die Ehe g.bracht. Auff der bühn
Volgt nun hierauff die Inventation undt beschreibung d. Zugebracht für undt ahne sich selbst. Der jenigen welches dem Ehemann eÿgenthümblich. gehörig undt inn wenigen Kleÿdungs posten und weißen gezeug bestehet 4 lb
Auff solches undt endtlichen wirdt nun auch d. frawen eÿg.thümblich zugebracht v.mög. beschrieben. Sa. haußraths 156, Werckzeug undt Wahren Zum Sporer handwerck gehörig 62, Silber undt geschmeidt 8, Guldene Ring 12, baarschafft 18 ß, Eÿgenthumb ane einer behaußung (-), Summa summarum 241 lb – Schulden 17, Nach deren Abzug 224 lb

Martin Encke meurt en août 1721 en délaissant pour héritiers les trois enfants issus du premier mariage de sa veuve. Les experts estiment la maison à 300 livres. La masse propre à la veuve est de 131 livres, la masse propre aux héritiers de 4 livres. L’actif de la communauté s’élève à 96 livres, le passif à 33 livres.

1722 (11.8.), Not. Lobstein (Jean, 31 Not 9) n° 186*
Inventarium über Weÿland des Ehren: und Wohl vorgeachten Meister Martin Encke, des gewesenen Spoorers und burgers allhier zu Straßburg nunmehr seeligen Verlaßenschafft
Inventarium und Beschreibung aller derjenigen Haab nahrung und Güthere, so Weÿland der Ehren: und Wohl vorgeachte Meister Martin Encke, der Spoorer und burger allhier zu Straßburg nunmehr seelige, nach seinem den 16. August des Zurückgelegten 1721.sten Jahrs aus dießer welt genommenen tödlichen hintritt Zeitlichen verlaßen, Welche Verlaßenschafft auf freundliches ansuchen erfordern vnd begehren des abgeleibten seel. per Testamentum Verlaßener und gleich nach dem Eingang dißes Inventarÿ benahmbste Erben auch der herren Deputati, inventirt, durch die Ehren und tugendsahme Frau Margaretham Enckein geb. Freÿtagin die hinterbliebene Wittib, mit beÿhülff des Ehren vest, Wohl Vorgeachten und Weißen herrn Johann Wennemar Haÿlen, des Stattschmidts, auch E. E. kleinen Raths jetzigen beÿsitzers, Ihres geschwornen herrn Curatoris (…) So beschehen in Straßburg, auf Dienstag den 11.ten Augusti Anni 1722.
Der abgeleibte seeliger hat per Testamentum Zu Erben verlaßen wie volgt. 1.mo Johann Heüschen, den Spoorer und burger, Zu Dreßden wohnhaft, in deßen Nahmen aus E. E. Kleinen Raths der Statt Straßburg Mittel (…) Herr Johannes Hellbeck d. Kürschner und vorgedachten Kleinen Raths ietzig wohlmeritirter Assessor, 2. Johann Martin Heuschen, den Ledigen Schreiner Gesellen, majorennis vor sich beÿ dem geschäfft in selbst eigene Persohn eingefunden, Und dann 3. Jungfer Maria Margaretha Heuschin, so gleichfals Majorennis, Welche sie ebenmäßig in selbst eigener Persohn eingestelt. Alle 3. weÿl. Mr Johann Heuschen des geweßenen Spoorers und burg. allhie mit Fr. Margaretha geb. Freÿtagin als der hind.bliebenen seel. Stieffkinder und per Testamentum zu gleichlingen antheileren Verlaßene Erben

In einer in der Statt Straßburg ane dem Gold gießen gelegener vnd in dieße Verlaßenschafft gehörigen behaußung befunden worden wie volgt
(In der Cammer A) In der soldaten Cammer, In der Cammer B, In der Cammer C, In der Wohnstub, In der Kuchen, Im Und. haußöhren
Eigenthumb ane einer Behaußung. (W.) Eine Behaußung und hoffstatt, mit allen anderen gebäwen, begriffen, weith. recht. Zugehörden und gerechtigkeit. geleg. allhier in der Statt Straßburg, im Goldgießen, einseith neben H. Andreæ Wolffen, dem Gastgebern Zum Guldenen Apffel, and.seit neben Hn Johann wennemar Heÿlen, dem Stattschmidt, hinden auf erstgemelte Gastherberg Zum guldenen Apffel stoßend, davon geh. jahrs auf d. 28.t Junÿ 7. lb d Zinnß E. E. Zunfft Zur Mörin, widerlösig in Capital mit 175. lb. d. Sonsten freÿ ledig, eig. und durch (die Werckmeistere) Laut Abschatzungs Zeduls vom 10. Aug: 1722. angeschlagen pro 125. lb. Darüber sagt ein teutsch pergamentener Kauffbrieff mit d. Statt Straßb. anhangendem Cancelleÿ Contract Ins. verwahret dat. d. 28. Junÿ Anno 1691. Dabeÿ ferner ein teutsch. perg. Kauffbrieff mit d. Statt Straßb. anh. Cancelleÿ Contract Ins. verwahrt, dat. d. 14. 7.bris 1668. beede mit altem N° 1 notirt und dißmahlen wid. nach beschehener besichtigung dabeÿ gelaß.
Ergäntzung, Crafft Inventarÿ über beeder geweßener Eheleuthe einand. Vor ohnverändert in den Ehestand Zugebracht Nahrungen in Anno 1697. dh. nun auch weÿland Hn Notm. Johann Kitschen auffgerichtet
Abzug in gegenwärtig Inventarium gehörig. Der Wittib ohnverändert Guth, Sa. haußraths 52, Sa. Werckzeugs Zum Spoorer handwerck gehörig 12, Sa. Silbers 8, Sa. Guldener Ring 8, Sa. Eigenthums ane einer behaußung 125, Sa. Ergäntzung (67, Abgang 143, mehr bezalt 76) Summa summarum 207 lb – Schulden 76, Detrahendo 131 lb
Der Erben ohnveränderte Nahrung, Ergäntzung (4 lb 16 ß, Abgang 6 ß, Nach solchem abzug) 4 lb 10 ß
Das Theilbahr Guth, Sa. haußraths 10, Sa. Werckzeugs und gemachte arbeit Zum Spoorer handwerck gehörig 9, Sa. Silbers 15 ß, Sa. Schuld 76, Summa summarum 96 lb – Schulden 33, Nach deren Abzug 62 lb
Stall Summ 161. lb
Copia Heüraths Verschreibung (…) Straßburg Mittwoch denn 6. Junÿ Anno 1696, Johann Kitsch Nots. publ: Juratus
Copia Testamenti nuncupativi – 1721 (…) auf Donnerstag den 14. tag des monaths Augusti Abends zwischen Acht und Neun uhren beÿ dreÿ hellbrennenden liechtern in einer in der Statt Straßburg ane dem Goldgiessen gelegenen Hernach gemelten Testirers ehelicher Haußfrau eigenthümlich zuständiger Behaußung, deren Undern Stub Cammer, mit den Fenstern in den Gold gießen außsehend vor mir (…) persönlich kommen und erschienen ist der Ehrengeachte Meister Martin Encke, der Spoohrer und burger allhier Zu Straßburg Zwar Krancken und Schwachen Leibes auff einem bette Liegend (…)
Abschatzung d. 10.t Aug : ano: 1722: Weÿ Landt deß Ehrenhafften Vnd bescheÿdenen Martin Encker: Sporrer: Seel: hinder Laßenen: Frau: witib Vnd Erben ist Eine behaußung, Alhier in der Statt Straßburg, in dem Goltgüßen gelegen, Ein seith neben andreß Wolff, wirdt in dem Guldenen Apffell,Ander seith Neben H Wilhelm heÿll Statt schmit, hinden auff Vorgedachten Guldtenen apffell stoßendt, Welche behaußung, hoffstatt, stuben Kammeren, hauß Ehren, darin Ein härtt, vnd wasserstein, Gebälckhder Keller, Sampt Aller Ihrer gerechtigkeith wie solches durch der Statt Straßburg Geschwohrenen Werckh Lëuthen in der besichtigung befunden Vnd dem Jetzigen preiß Nach an geschlagen wirt Vor undt umb Sechs Hundert Gulden Bezeichnuß durch der Statt Straßburg Geschworene Werckleuthe [unterzeichnet] Michael Ehrlacher Werck Meister deß Meinsters, Johann Jacob Biermeÿer Werck Meister deß Zimmerhoffs

La veuve hypothèque sa part de maison au profit du fondeur d’étain Léonard Wœhrlé

1723 (2.9.), Chambre des Contrats, vol. 597 n° 465-v
Erschienen Frau Margaretha geb. Freÿtagin weÿl. Martin Encke gewesenen Sporrers wittib beÿständlich ihres Vogts H. Wennemar Heÿl des Stattschmidts und E.E. Kleinen Rats beÿsitzers
in gegensein Leonhard Wöhrle des zinngießers – schuldig seÿe 50 pfund
der debitricis antheiler ahne einer Behausung und hoffstatt mit allen derselben gebäuden, begriffen, weithen, zugehörden, Rechten und gerechtigkeiten ahm goldgießen einseit neben der gastherberg zum guldenen Apffel

Marguerite Freytag meurt en 1726 en délaissant trois enfants. L’estimation de la maison est reprise de l’inventaire précédent. L’actif de la succession s’élève à 193 livres, le passif à 68 livres.

1726 (4. 7.br), Not. Lobstein (Jean, 31 Not 16) n° 364
Inventarium und Beschreibung aller derjenigen Haab, Nahrung und Güethere, so weÿl. die Ehren: und tugendsahme Frau Margaretha Eckein, gebohrne Freÿtagin, Weÿland des Ehrengeachten Meister Martin Encke, des geweßenen Spoorers und burgers allhier zu Straßburg nunmehr seel. hinterlaßene Wittib nun ebenmäßig seel. als dieselbe Donnerstags den 29.ten Augusti dieses Lauffenden 1726.sten Jahrs dießes Zeitliche in das Ewige Verwechßelt, nach solch Ihrem aus dießer Welth genommenen tödlichen hintritt zeitlichen verlaßen (…) So beschehen in Straßburg auf Mittwoch den 4.ten Septembris Anno 1726.
Die Verstorbene seelige hat Zu Ihren Erben ab intestato verlaßen wie volgt. 1. Meister Johann Heuschen, den Spoorer und burger, Zu Dreßden wohnhaft, in deßen Nahmen aus E. E. Kleinen Raths der Statt Straßburg Mittel (…) Herr Johann Conrad Simon der Perucquenmacher und Vor Ehrengedachten Kleinen Raths jetziger wohlmeritirter Assessor, 2.do Johann Martin Heuschen, den Ledigen Schreinergesellen, so Majorennis dahero ohnbevögtigt und in selbst eigene Persohn dem geschäfft abgewartete Und dann 3.tio Frauen Mariæ Margarethæ Böhmein geb. Heuschin nun sel. mit Mr Johann Gottlieb Böhme dem Spoorer und burgern allhier Ihre in geweßenen haußwürth ehelich erzeugtes Söhnlein nahmentlichen Johann Gottlieb Böhme, deßen geschworner Vogt Meister Michael Siegel der Schloßer und burger allhier, welcher beneben vorgedachtem seines Curandi Vattern in Persohn beÿ dem geschäfft sich eingefunden. Alßo alle dreÿ der Abgeleibten seel. mit weÿl. Mr Johann Heuschen dem geweßenen Spoorer und burgern allhier Ihrem Ersten haußwürth seel: ehelich erziehlte Söhn und Enckel auch ab intestato Zu gleichlingen portionen und antheilen Verlaßene Erben

In einer allhier zu Straßburg ane del Gold gießen gelegener vnd in dieße Verlaßenschafft gehörigen behaußung befunden worden wie volgt
In der soldaten Cammer, In der Cammer A, In der Kuchen (…)
Eigenthumb ane einer Behaußung. Eine Behaußung und Hoffstatt, mit allen gebäuen, begriffen, weithen, Rechten, Zugehörden und gerechtigkeiten geleg. allhier in der Statt Straßburg im Goldgießen, eins. neben H. Andreæ Wolffen, dem Gastgeber Zum Guldenen Apffel, anders. neben Hn Joh. Wennemar Haÿlen, dem Statt Schmidt, hinden auf erstgemelte Gastherberg Zum guldenen Apffel stoßend, davon gehen Jahrs auf den 28.t Junÿ 7. lb d. Zinnß E. E. Zunfft der Mörin, widerlösig in Capital mit 175. lb. Sonsten freÿ ledig, eigen und über dieße beschwährde, in weÿl. Mr Martin Encke des geweßenen Spoorers der Abgeleibten seel. Zweÿten haußwürth auch seel. dh. mich unterschrib. Notm. in Anno 1722. auffgerichtetem Verlaßenschafft Inventario fol. 40. fac. 2. durch der Statt Straßburg geschworene Werckmeistere angeschlagen, dabeÿ mann es auch dißorths gelaßen pro 125. lb. Darüber sagt ein teutsch pergamentener Kauffbrieff mit d. Statt Straßb. anhangendem Cancelleÿ Contract Ins. verwahret datirt den 28. Junÿ Anno 1691. Dabeÿ ferner j teutscher perg. Kauffbrieff mit der Statt Straßb. anh. C. Contract Ins. corroborirt de dato 14. 7.bris 1668. beede mit a. N° 1 notirt und dißmahlen wid. nach beschehener besichtigung dabeÿ gelaßen.
Wÿdemb, Welchen die abgeleibte seelige Von auch Weÿl. Mr Johann Heuschen dem geweßenen Spoorer und burgern allhier Zu Straßburg Ihrem erstern haußwürth seel. Lebtägig genoßen hat
Wÿdemb, Welchen die Verstorbene seel. von auch weÿl. Mr Martin Encke dem ebenmäßigen geweßenen Spoorer und burger allhier zu Straßburg Ihrem Zweÿten haußwürth seel. ad dies vitæ zu usufruiren gehabt hat.
Abzug in gegenwärtig Inventarium gehörig. Sa. haußraths 51, Sa. Silbergeschmeids 9, Sa. Goldener Ring 8, Sa. Eigenthums ane einer behaußung 125, Summa summarum 193 lb – Schulden 68, Detrahendo 125 lb
Stall Summ 146 lb
Copia Testamenti nuncupativi – 1726 (…) auf Montag den Ersten Julÿ Abends zwischen Fünff und Sechs uhren (…) in einer ane dem Goldgiessen Liegender und hernach gedachter Codicillirerin eigenthümlich zuständiger Behaußung deren undern Stuben mit den fenstern in die Gaß außsehend persönlich kommen und erschienen, die Ehren: und Tugendsahme Frau Margaretha Enckein gebohrne Freÿtagin (…) Johannes Lobstein Notarius juratus

Le fils cadet Jean Martin Heusch rachète les parts de son frère et de sa sœur et devient seul propriétaire de la maison

1726 (15. Oct.), Not. Lobstein (Jean, 31 Not 16) Joint au n° 364 du 4. sept. 1726
Abtheilung auch Respective Verkauff und Erlöß Register über Weÿland der Ehren: und tugendsahmen Frauen Margarethæ Eckein, gebohrner Freÿtagin, auch weÿl. des Ehrengeachten Meister Martin Encke, des geweßenen Spoorers und burgers allhier zu Straßburg nunmehr seel. hinterlaßene Wittib nun ebenmäßig seel. Verlaßenschafft (…) den 5. Septembris et 15. Octobris Anno 1726.
(f° 5) Vergleich und Überlaßung der behausung. Die in dem Inventario fol: (-) fac. (-) et seqq. eingetragene Behaußung und hoffstatt, mit allen deren gebäuen, begriffen, weithen, Rechten, Zugehörden und gerechtigkeiten gelegen allhier in der Statt Straßburg im Goldgießen, eins. neben H. Andreæ Wolffen, dem Gastgeber Zum Guldenen Apffel, anders. neben Hn Johann Wennemar Haÿlen, dem Statt Schmidt, hinden auf erstgemelte Gastherberg Zum guldenen Apffel stoßend, ist vor freÿ ledig und eigen
Johann Martin Heuschen dem Ledigen Schreiner gesellen, So Majorennis und ohnbevögtigt, dem Jüngsten Sohn, von gesambten Interessenten und Zwar von seinem bruder, Meister Johann heuschen, dem Spoorer in dreßden, so absens (…) eigenthümlich Käufflichen überlaßen worden, Vor und umb 900 Gulden, th. 450. lb (…)
Zwischen Mr Gottlieb Böhme, deù Spoorer welcher in dem hauß wohnet und dem Übernehmer des haußes wurde ferner abgeredet, daß Wann ein theil die Lehnung zu ändern gesinnet wäre, es dem andern solches ein Vierteljahr zuvor zuverkündigen schuldig sein solle. Alßo Verglichen und übernommen in Straßburg den 15. Octobris Ano 1726.

Jean Martin Heusch revend quelques mois plus tard la maison au tailleur Jean Martin Straub et à sa femme Marie Salomé Appelli moyennant 270 livres

1727 (12.5.), Chambre des Contrats, vol. 601 f° 328-v
Johann Martin Heusch der ledige Schreiner so über 25 jahr und ohnbevögtigt [unterzeichnet] heisch
in gegensein Johann Martin Straub Schneiders und Mariæ Salome geb. Appellÿn [unterzeichnet] strub
Eine Behausung und hoffstatt mit allen derselben gebäuden, begriffen, weithen, zugehörden und gerechtigkeiten ahne dem goldgießen, einseit neben Andreas Wolff dem gastgeber zum guldenen apffel, anderseit neben H. Johann Wennemar Heÿl Stattschmidt und E. E. kleinen Raths alten beÿsitzer, hinten auff gedachte gastherberg zum guldenen apffel – ihme zufolg eines von H. Not. Johann Lobstein unter dem 11. Februarÿ jüngst ausgestellten attestati als ein in weÿland Fr. Margarethæ Enckein geb. Freÿtagin seiner Mutter seel. Verlaßenschaffts abtheillung von seinen Miterben ihme käufflich überlaßenes guth eigenthümlich zuständig – 270 pfund

Fils du charretier Jean Straub, Jean Martin Straub fait son apprentissage auprès du tailleur Michel Rachel de 1709 à 1712
1709, Protocole de la tribu des Tailleurs XI 343 (1701-1710)
(f° 318-v) 26° Februarÿ 1709 – Michel Rachel nimbt Zum Lehrjungen an Hannß Martin, Hanß Struben deß Faßziehers ehelichen Sohn, vff 3. Jahr, anfahend Ann: mar: 1709. und endend vff gleichen Termin 1712. gegen 30. fl. Lehrgelt und 3. fl. der frawen pro discretione und 10. sr. mehl, deshalben und die überige helff der lehrjahr end, war præsens obged. deß Jung. Vatter. (dt. 10. ß)

1712, Protocole de la tribu des Tailleurs XI 344 (1710-1723)
(f° 137-v) Donnerstags als den 30.ten Junÿ – Michel Rachel spricht seinen Lehrjungen Hannß Martin Strauben er Lehrjahr quitt.

Jean Martin Straub s’inscrit pour faire son chef d’œuvre
1718, Protocole de la tribu des Tailleurs XI 344 (1710-1723)
(f° 130) Dienstag den 15. Februarÿ 1718 – Johann Martin Straub laßet sich Zuer Zeit und Meisterstück Einschreiben

Jean Martin Straub devient tributaire le 5 décembre 1719
1719, Protocole de la tribu des Tailleurs XI 344 (1710-1723)
(f° 153) Dienstags den 5.ten Decembris 1719 – Johann Martin Strub Schneider, Hanß Struben deß Vaaß Ziehers und burgers Sohn, haltet umb das Zunfft und Stuben recht an, wird zuerkandt.

Fils du charretier Jean Strub (Straub) et de sa femme Anne Marie Müller, le tailleur Jean Martin Straub épouse en 1719 Marie Salomé Appelli, fille du tailleur Casimir Appelli et de Salomé Stoltz : contrat de mariage, célébration
1719 (2 : Junÿ), Not. Baer (Christophe Evrard, 2 Not 13)
Eheberedung – zwischen dem Ehrenhafften vndt bescheidenen Johann Martin Struben ledigen Schneiders, deß auch bescheidenen Johannes Struben deß Vaßziehers vnd weinschröters auch burgers alhier mit Weÿl. Anna Maria gebohrne Müllerin seiner Zweÿten geweßenen haußfrawen längst seel. erzeugten vnd eheleibl. Sohn, alß dem H. hochzeiter ane Einem,
So dann der Ehr: v. tugendsamen Jungfr. Maria Salomea Appellin deß Ehrs. v. bescheid. Caßimir Appelli deß Schneiders v. burgers alhier, mit Weÿl. Salomea gebohrner Stoltzin seiner geweßenen Ehefr. in längst seel. ehe erzeugter Jungfr. tochter alß der Jungfr. hochzeiterinn andern Theils
Actum Straßburg auff Freÿtags d. 2: Junÿ Anno 1719. [unterzeichnet] h Johann Marthin Straub als hoch zeiter, Maria Salomea Appellin als hochzeiterin

Mariage, Temple-Neuf (luth. f° 319-v, n° 1359)
1719. Mittwoch den 5. Julÿ seind nach Zweÿmahliger Proclamation ehelichen copulirt und eingesegnet worden Johann Martin Straub der ledige Schneider und burger allhie, Johann Strauben, deß burgers und Stattfaßziehers allhier ehelicher Sohn, und Jfr: Maria Salome, Casimir Apelli deß burgers und Schneiders allhier ehl. tochter [unterzeichnet] Johann Marthin Straub als hochzeiter, Maria Salome Appellin als hochzeiterin (i 319)

Le chef de tribu fait grief à Jean Martin Straub d’avoir un employé comme s’il était maître alors qu’il n’a pas encore fait son chef d’œuvre. Le défendeur qui se montre impertinent répond qu’il n’a eu un aide que peu de temps pour honorer une commande. Le conseil lui inflige une amende, confirmée après que Jean Martin Straub ait demandé une réduction, en recommandant davantage de civilité.
1721, Protocole de la tribu des Tailleurs XI 344 (1710-1723)
(f° 182-v) Anno 1721 d. 3.ten Juli – Johann Martin Straub wird durch Herrn Zunfftmeister Kuntzen vorgestellt, wider Ihn Klagendt, Wiedaß er arbeith Vndt gesindt befördert wie ein anderer Meister ohngeachtet Er d Meisterstück noch nicht Verfertiget hat, bitt deßwegen ihn d gebühr Nach abzustraffen Umb so Viel Mehr weil er sich Wan Man solches ihm Verhalt jedzeit mit vngestimm andtwordet Vnd Noch Unhöfflich dabeÿ derentwegen man Ihm die arbeit weg Zunehmen genöthiget geweßen
d. Straub præsens sagte habe Nur einen Kerel auff d. Tag gesprochen, weil er Nöthige arbeith Zu Verfertigen bekommen bitt Ihn Vor d anklag zu absolviren.
Erkandt soll sich Zur anderen Zeit moderater Undt höfflicher aufführen, Vnd weil er Wid. Ordnung gehandelt, 1. lb d Straff zuerlegen schuldig seÿn.
Ille bitt Vmb gnad, erlegt Zugleich 8 ß 9 d auff den tisch. Erkandt soll dabeÿ Verbleiben Zue anderen Zeit aber soll er sich in Zeit wißen höfflicher vnd mannierlicher auffzuführen anbeÿ kan Man ihn auch d. Zeug den die Rüger ihn hinweg genohmen wid..umb abfolgen lassen.

Jean Martin Straub s’adresse aux Quinze pour être autorisé à faire son chef d’œuvre bien qu’il soit marié. Il déclare que son tour de compagnon a duré six ans et qu’il a déjà demandé en 1718 à faire son chef d’œuvre. Les représentants de la tribu ne voeint pas d’objection à ce que le pétitionnaire obtienne une dispense, pourvu que cela ne porte pas préjudice à la tribu. La commission constate que le nombre de candidats au chef d’œuvre a déjà dépassé le nombre maximal pour l’année et demandent à Jean Martin Straub d’attendre l’année suivante pour présenter son travail.
1721, Protocole des Quinze (2 R 125)
Johann Martin Straub c. E. E. Zunfft der Schneider
(p. 339) Sambstag d. 23. Augusti 1721 – Fuchs nôe Johann Martin Straub des burgers und Schneiders prod. Undth. Memoriale handelt jnnhalts. Erk. Soll E. E. Zunfft der Schneider zu diesem begehren Verkündet werd.

(p. 351) Sambstag d. 6. Sept. 1721. – Fuchs nôe Martin Straub des Verheuratheten Schneiders undt burgers allhier Cit. E. E. Zunfft der Schneider H. Zunfft Mstr. Johann Martin Kuntz erholt prod. vom 23. Aug. Gug. weil des gegners petitum wieder ordnung als bitt vmb Deput. eaque facta E. E. Zunfft beÿ Ihren Art. Zu manuteniren. Gug bitt Deput. Erk. Ober Handtwerk Hn.

(p. 367) Sambstag d. 13. Sept. 1721 – Johann Martin Straub c. E. E. Zunfft der Schneider
Iidem [Obere Handwerck Hrn] laßen ferner Eund. [Secretarium Kleinclaus] referiren, Es habe Johann Martin Straub der burger undt Schneider allhier C. E. E. Zunfft der Schneider, ein Mem: producirt, innhalt welches derselbe anregung thut, daß er bereits d.. 15. feb. 1718. er sich ordentlich Zu dem Meisterstück habe laßen einschreiben, Zuvor aber 6 Jahr in der Frembde sich auffgehalten nun aber seye er mit eines Schneider Meisters Tochter Verheurathet, weilen aber Krafft Articuls nicht einem jeden erlaubt, das Meisterstück wehrendem ehestand Zu verfertigen, er aber mit seiner handt allein sich Zu nehren nicht wiße, undt Ihme Kein Gesellen Zu setzen erlaubt, alß bithe Er Ihnen maßen der tour an Ihme seÿe Zu Verfertigung des Meisterstückh gn. Zu admittiren ohngeachtet er Verheurathet, Auff dieses Memoriale habe nomine gn. Zunfft H Gug geantwortet das gegentheilige petitum lauffe wieder ordnung, mit bitt Deputation Zu erkennen, undt facta relatione E. E. Zunft beÿ Ihrem Articul gn. Zu manuteniren.
Beÿ erkandt: undt beseßener Deputation habe der Implorant gebetten, daß er gleich nach dem so jetzundt den Riß Zum Meisterstück habe admittirt werden möchte. Nomine ged Zunfft seÿe erschienen H Andreas Nauert, welcher geantwortet, daß Zwahr nach ordnung ein jeder das Meisterstück Lediger weiß machen solle, Implorant seÿe verheurathet, Weilen er aber eines burgers Sohn, und bereits burger seÿe, wann es ohne præjuditz geschehen Könne, möge er es wohl leÿden. Befragt, Wie Viel dieses Jahr schon das Meisterstück Verfertiget habe. hätte er geantwortet 9 in der Zahl, es seÿe aber beÿ einigen dispensirt worden. Auff seithen der Hh. Depp. halte man davor, daß weilen die Anzahl der Stuckmeister Vor dieses Jahr nicht nur Complet, sondern auch über die ordinari Zahl schon einige dispensando admittirt worden, der Implorant noch Zur Zeit Zur gedult und biß auff das Zunkünfftige Jahr zu Verweißen seÿe. Erk. Bedacht gefolgt.

Jean Martin Straub présente son chef d’œuvre. Les examinateurs en sont satisfaits et le nomment maître.
1722, Protocole de la tribu des Tailleurs XI 344 (1710-1723)
(f° 200) Mittwoch den 4.ten Martz 1722 – Ist erschienen Johann Martin Straub Unter seinem Informatore Herrn Johann gräder mit bitt Zu seinem Vorhabenden Meisterstück beliebige Riß auffzugeben, ist der halben demselben mit folgenden stücken placidiret worden
N° 5 Einen Leviten Rock
N° 1 Ein Manns Kleÿdt mit offenen Ermlen
N° 8 Ein Soudan in Tuch
Nach dem nun Hieborstehende Rieß facta Examinatione in allem jn 5.ten Ziemlich Vnd ohne Fehler Erfunden worden als ist d.selbe Zu einem Mitt Meister auff vnd angenohmen worden.

Marie Salomé Appelli meurt en juillet 1732 en délaissant deux enfants. Les experts estiment la maison 350 livres. La masse propre au veuf est de 334 livres, celle des héritiers de 83 livres. L’actif de la communauté s’élève à 147 livres, le passif à 420 livres.

1733 (9.2.), Not. Lang l’aîné (Jean Daniel, 25 Not 42) n° 389
Inventarium über der Ehr: und tugendsamen Frauen Mariä Salome Straubin, geb. Appellin des Ehren und vorgeachten Mr Johann Martin Strauben, des Schneiders und burgers allhier geweßter Ehel. Haußwürthin seel. Verlaßenschafft auffgerichtet Anno 1733 – nach deme dieselbe den 20.ten Julÿ nechstverwichenen 1732.ten Jahrs von dem lieben Gott aus dießer welt seel. abgefordert worden, Zeitlichen hinder sich verlaßen, Welche Verlaßenschafft dato auf freundliches ansuchen erfordern und begehren des Ehren und vorgeachten Mr Johann Weßels, auch Schneiders und burgers allhier als geordneten Curatoris Mariä Salome und Johannis der Strauben, der abgeleibten seel. mit obgedachtem Ihrem hinderblieben Wittiber ehelich erzeugter und nach Tod verlaßener Kinder und ab intestato Erben fleißig inventirt (…) So beschehen allhier Zu Straßburg auff Montag den 9.ten Februarÿ Anno 1733.

In einer allhier Zu Straßburg im Goldgießen neben der Gastherberg Zum goldenen Apffel gelegenen in dieße verlaßenschafft gehörigen und hernach beschriebenen behaußung befunden worden wie volgt
Series rubricarum hujus Inventarÿ. Des Wittibers ohnveränderte Nahrung, Sa. haußraths 3, Sa. Vaßes 5 ß, Sa. Silbers 7 ß, Sa. Guths Ergäntzung 370, Summa summarum 374 lb – Schulden 40, Nach deren Abgang 334 lb
Dießem nach wird auch der Kinder und Erben ohnverändert Guth beschrieben, Sa. haußraths 12, Sa.Silbers 7 ß, Sa. goldenen Ring 1, Sa. Schuld 40, Sa. Ergäntzung 28, Summa summarum 83 lb
Hierauff wird nun die gemeine theilbahre Verlaßenschafft gesetztet, Sa. haußraths 16, Sa. lähren Vaß und bütten 7 ß, Sa. Werckzeugs Zim Schneider handwerck gehörig 1, Sa. Silbers 7, Sa. behausung 125, Summa summarum 147 lb – Schulden 420, In Vergleichung 273 lb
Conclusio finalis Inventarÿ 144 lb
Copia der Eheberedung (…) Actum Straßburg auff Freÿtag den 2.ten Junÿ Anno 1719, Christoph Eberhardt Bär, Notarius juratus
Abschatzung d. 36. Januarÿ 1733. Auff begehren des Ehrenhafften und bescheidenen Mstr Johann Martin Strub Schneider ist eine behausung allhier in der Statt Straßburg im gold gießen gelegen, einseits neben dem Wirthshauß Zum guldenen Apffel, anderseits Neben Herren Willhelm Heÿl gewesenen Statt Schmidts seel. hin[der]laßnen fraw Wittib, hinten auf schon ermeltes Wirts: hauß stosendt, Welche behausung Stübel, Cammern, Soldaten Kammer, hauß Ehren mit herdt und Waßerstein und gebälcktes Kellerlein sambt aller gerechtigkeit Wie solches durch die Statt Straßburg Geschwornen Werckleuthe sich in der besichtigung befunden und Jetzigem preiß Nach angeschlagen Wirt Vor und Um Sieben Hundert Gulden. Bezeichnüß durch der Statt Straßburg Geschworene Werckleuthe [unterzeichnet] Michael Ehrlacher Werck Meister deß Meinsters, Johann Jacob Biermeÿer Werck Meister deß Zimmerhoffs, Johann Peter Pflug Werckmeister deß Mauer hofs

Jean Martin Straub se remarie en mars 1733 avec Marie Salomé Weber, veuve du maréchal ferrant Jean Michel Ott de la Robertsau : contrat de mariage, célébration. Le futur époux assure à la future épouse la jouissance viagère de sa maison.

1733 (10. febr.), Not. Lang l’aîné (Jean Daniel, 25 Not 104) n° 114
Eheberedung – entzwischendem Ehren und Vorgeachte Meister Johann Martin Strauben Schneider, Wittiber und burgern allhier Zu Straßburg als dem bräutigamb ane einem
So dann der Ehren und tugendsamen Frauen Mariæ Salome Ottin gebohrener Weberin, weÿl. des Ehrengeachten Meister Johann Michael Otten, geweßenen huffschmidts und burgers in Ruprechtsau seel. hinderbliebener Wittib als der Hochzeiterin ane dem andern theil
Fünfftens, hat der Bräutigamb seiner gebliebten Braut auf den fall er Zu erst, es seÿe gleich mit oder ohne hinderlaßung ehelicher Kinder und Leibs Erben, dißes Zeitliche gesegnen würde, die Ihme Vor ohnvertheilt gebührige Zwen dritte theil ane der in sein von weÿl. frawen Mariæ Salome gebohrner Appellin nun seel. gemeine theilbare Verlaßenschafft gehöriger behaußung hoffstatt mit aller übrigen dero begriffenn weithen, Zugehörden, rechten und gerechtigkeiten gelegen allhier Zu Straßburg ane dem Goldgießen einseith neben der Gastherberg Zum guldenen Apffel anderseith neben weÿl. herrn Johann Winnemar Heÿlen geweßenen Stattschmidts und burgers allhier seel. wittib und Erben hinden auff gedachte Gastherberg stoßend, so über 350 gulden welche man E. E. Zunfft der Mörin allhier ane Capital, wie auch über 100 gudlen so man dem Stifft des Weÿßenhaußes allhier in haubtguth schuldig, eigen ist, Zu einem gemeinen lebtägigen und wiederück fälligen Wÿdemb, bestimmet (…)
So beschehen Zu Straßburg in hievorgedachter des hochzeiters behaußung ane dem Goldgießen gelegen auff Dienstag den 10. febr. A° 1733. [unterzeichnet] Johann Martin strub als hochzeiter, Maria Salome Weberin Als hochzeitern

Mariage, Robertsau (luth. p. 65)
Dienst. den 3. Marii 1733 sind auff Obrigkeitl. Erlaubnuß nach contrahirter Proclamation, Ehel. eingesegnet worden H. Joh: Martin Straub d. burger und Wittwer auch Schneider Zu Straßburg und Fr. Maria Salome weÿl. Mstr Joh: Michael Otten gewesenen burgers und Huffschmidts allhier nachgelaßene Wittwe [unterzeichnet] Johann Marthin strub Als hochzeiter, Maria Salome Weberin Als hochzeitrin (i 81)

Fille du cultivateur Jean Erard Weber, Marie Salomé Weber épouse le maréchal ferrant veuf Jean Michel Ott en 1730.
Mariage, Robertsau (luth.p. 18)
Zinst. den 5. 7.br. 1730. seind auff Obrigkeitl. Erlaubnus, nach ordentl. Zweÿmaliger Außruffung, Ehlich eingesegnet worden der Ehrsame und bescheidene Mstr Joh: Michael Ott, burger, Huffschmid und Wittwer allhier, und Jgfr. Maria Salome H. Joh: Erhardt Webers, burgers, Ackermans, wue auch Alten Ober Meisters allhier, Eheliche Tochter [unterzeichnet] Johann Michael ott als Hochzeiter, Maria Salome Weberin Als hochzeiterin (i 58)

Le conseil de tribu fait grief à Jean Martin Straub de n’avoir pas assisté à la visite annuelle du consul. Il prétend avoir été présent. L’affaire est remise au conseil suivant. Le registre n’en fait plus mention.
1737, Protocole de la tribu des Tailleurs XI 346 (1735-1753)
(f° 87) Freÿtags den 5.ten Apr. 1737 – Johann Martin Straub der schneider wird vorgestellt daß er am Nächst Verwichenen ammeister umbfahrtstag beÿ der Versammlung nicht Erschienen seÿe, und auch auch nicht habe Excusiren laßen, Beklagter sagt er seÿe gegenwärthig gewesen, und wolle es Erweißen. Erk. soll sein vorbringen biß auff nächst künfftiges Gericht Erwißlich Machen.

Marie Salomé Weber fait dresser dans la maison de son mari rue d’Or l’inventaire de ses apports qui s’élèvent à 301 livres.
1738 (11. 8.bris), Not. Lang l’aîné (Jean Daniel, 25 Not 66) n° 585
Inventarium über der Ehren und tugendsamen Frauen Mariä Salome Straubin gebohrner Weberin, zu dem Ehren und vorgeachten Meister Johann Martin Strauben Schneidern und burgern allhier Zu Straßburg Ihrem Ehemann in die Ehe gebrachte Nahrung auffgerichtet Anno 1738. – welche der ursachen, dieseilen in Ihr beeder Eheleuthe den 10.ten Februarÿ Anno 1733. Vor mir Notario mit einander auffgerichteter Eheberedung §° 2.do austrucklichen Versehen, daß einem jeede theil seine in die Ehe bringende und währenden Ehestands durch oder ohne testament ererbende, auch Legats: Schanckungs: oder in andere degleichen weiße überkommende Nahrung ein freÿ, eigen, ohnverändert und vorbehalten guth seÿn und bleiben (…) So beschehen Zu Straßburg in gegenwarth obgemeldten Ihres Ehemanns und Hn Joh: Erhard Webers, des ältern alten Obermeisters in Ruprechtsau, Ihres eheleiblichen Vatters, auf Sambstag den 11.te, Octobris Anno 1738.

In einer allhier Zu Straßburg ane dem Goldgießen gelegenen in des Ehemanns erster Ehe theilbahre Nahrung gehörigen behaußung gefunden worden wie folgt
Series rubricarum hujus Inventarÿ, Sa. haußraths 58, Sa. Silbers 3, Sa. guldener Ring 5, Sa. baarschafft 20, Sa. Schulden 57, Sa. Eigenthums ane liegende güthern 247, Summa summarum 393 lb – Schulden. 150 lb, Nach solchem abzug 243 lb, Wann nnun hierzu gerechnet wird deroselben von Ihrem ersten Ehemann seel. lebtägig Zu genißen habender Wÿdumb gleich hernach befindl. maßen anlangend 57 lb, So belaufft sich mehrerwehnter Fr. Straubiin Ihrem nunmahligen Ehemann sowohl Eigenthumb als wÿdembs weißen zugebrachte Nahrung dem vero preio nach sammenthafft auff 301 lb
Wÿdemb, welchen die Ehefrau Von weÿl. Mr Joh: Michael Otten dem gewes. hueffschmidt in Rupr: und burgern allhier zu Straßburg Ihrem erstern Ehemann lebtägig Zugenießen

Jean Martin Straub et Marie Salomé Weber hypothèquent la maison au profit du maréchal ferrant Jean Georges Vix

1738 (4.7.), Chambre des Contrats, vol. 612 f° 378-v
Johann Martin Straub der schneider und Maria Salome geb. Weberin mit beÿstand ihres vatters Johann Erhard Weber des ältern Obermeisters in der Ruprechtsau und ihres bruders Johann Erhard Weber ackersmanns allda
in gegensein Johann Georg Vix des hueffschmidts – schuldig seÿen 50 pfund
unterpfand, zwo terzten Einer behausung und hoffstatt mit allen übrigen deren gebäuden, begriffen, weithen, zugehörden und gerechtigkeiten im goldgießen, einseit neben Johann Friedrich Heÿl dem hueffschmitt, anderseit und hinten auff das würths hausß zum goldenen apffel – ihme Straub zu zweÿ dritten, seinen kindern erster Ehe aber zu einem dritten theil als ein in ged. Ehe erkaufftes guth

Jean Martin Straub meurt en novembre 1738 en délaissant deux enfants de son premier mariage et deux du deuxième. Les experts estiment la maison 250 livres. La masse propre à la veuve est de 176 livres. L’actif des héritiers et de la communauté s’élève à 585 livres, le passif à 1 064 livres. Le tuteur des enfants du premier lit renonce à la succession à cause du passif élevé.

1739 (20.5.), Not. Lang l’aîné (Jean Daniel, 25 Not 67) n° 597
Inventarium über Weÿl. des Ehren: und Vorgeachten H. Joh: Martin Strauben, geweßenen Schneiders und burgers allhier nunmehr seel. Verlaßenschafft auffgerichtet Anno 1739. – nachdeme derselbe den 33. Nov. verwichenen 1738.ten Jahrs von dem lieben Gott aus dießer Welt abgefordert worden, Zeitl. hinter sich verlaßen, Welche Verlaßenschafft auf freundliches ansuchen erfordern und begehren der Ehren v. tugendsamen Frauen Mariä Salome Straubin geb. Weberin, deßelben geweßter Ehewürtin V. nunmahliger Wittib, mit beÿstand des Ehr: vnd Vorgeachten Hn Joh: Christoph Ernsten, auch Schneiders v. burgers allhier, deroselben geschwornenn Vogts, wie auch des Abgeleibten seel. in Zwoen Ehen erzeugter Kinder v. ab intestato Verlaßener Erben (…) So beschehen Zu Straßburg auf Mittwoch den 20. Maji 1739.
Der Verstorbene seelig hat ab intestato Zu Erben Verlaßen wie Volgt. 1. Jungfrau Mariam Salome Straubin so ohngefehr 19 Jahr alt v. dermahlen beÿ H. Elia Krauchel dem Metzger alhier in diensten stehet, auch dießer Inventur persönlich beÿgewohnt, 2. Johann Strauben, Schneider gesellen so ohngefehr 17 Jahr alt v. beÿ seinem Vatter seel. sich auffgehalten auch die Inventur ebenmäßig persönlich abgewartet, dieße beede in erster Ehe mit weÿl. der Ehren v tugendsamen Fr. Maria Salome Straubin geb. Appellin, deßen ersterer den 20. Julÿ Ao 1732. verstorbenen Ehewürthin seel. erzeugte Kinder, deren geschworner Vogt der Ehren v vorgeachte H Johannes Weßel Schneider v. burger allhier welcher persönlich Zugegen geweßen v. seiner Vogts Persohnen Interesse hiebeÿ observirte
3.tio Mariam Elisabetham Straubin, so ohngefehr 6 Jahr alt Und dann 4.tio Johann Martin Strauben, so ohngefehr 2 Jahr alt, Dieße beede in letzter Ehe mit weÿl. der tugendsamen Fr. Maria Salome gebohrner Weberin deßen nunmahliger Wittib erzeugte Kinder, dern geschworner Vogt der Ehren vnd Vorgeachte herr Johann Georg Busch, ebenmäßiger Schneider V burger allhier, welcher Vor v. im Nahmen seiner Pupillen dem geschäfft in Persohn abwartete. Alßo alle vier des abgeleibten seel. in zwoen Ehen erzeugte Kinder v. ab intestato zu gleichen Antheilen Verlaßene Erben

In einer allhier Zu Straßburg ane dem Goldgießen gelegenen in dieße Verlaßenschafft gehörigen v. hernach beschriebener behaußung, befunden worden wie volgt
(f° 14) Eigenthum ane Häußern und Liegenden gütheren (E. et T.) Erstl. eine behaußung und hoffstatt mit allen deroselben Gebäuen, begriffen, weithen, Zugehördten, rechten und Gerechtigkeiten, gelegen allhier Zu Straßburg ane dem goldgießen eins. neben der Gastherberg Zum guldenen Apffell, weÿl. H. Andreæ Wolffen seel. hinterlassener Fr. Wittib und Erben gehörig, anderseith neben H. Friderich heÿlen, dem hueffschmidt, hinden auf besagte Gastherberh stoßend, so über hernach gemelde unter denen Passivis eingetragene Capitalia eigen und durch (die Werckmeistere) vermög deroselben übergebener schrifflicher Abschatzung vom 25.ten Maj 1739. angeschlagen Vor und vmb 500 Gulden oder 250. lb. Wie der Verstorbene und Maria Salome gebohrne Appellin seine erstere Ehefrau beede nun seelig dießes hauß von Johann Martin Heuschen, dem Schreiner, ane sich erkauffet haben, weißet ein teutscher pergamenter Kauffbrieff, in allhießiger Cancelleÿ Contract stuben gefertiget und mit deroselben anhangendem Insiegel Verwahret, datirt den 28. Maji Anno 1727. Dabeÿ noch zween alte teutsche pergamentene Kauffbrieff, auch in allhießiger Cancelleÿ Contract stuben gefertiget und mit deroselben anhangendem Insigell bekräfftigt de datis 28.ten Junÿ Anno 1691. und 14. Sept. Anno 1668. alle dreÿ mit altem N° 1 bemercket und dabeÿ gelaßen.
Worbeÿ Zu berichten, daß weilen die Passiva Von des Verstorbenen und seiner ersterer Ehefr. seel. Verlaßenschafft herrührend, deroselben Theilbare Activ Nahrung in welche dießes hauß gehörig ware und damahlen nembl. den 26. Jan: Anno 1733 umb 350. lb d angeschlagen worden annoch umb 273 lb 1 ß 5 d übertroffen, mithin vor die Kinder erster Ehe Ihres Mütterl. Invent. Stalltax nach, kein theilbar Guth Zuhoffen geweßen deroselben vogt eingangs gedachter Herr Johannes Weßel auf die theilbare Massam verzug gethan und solche dem damahligen wittiber und respectivé Vattern tam active quam passive übrerlaßen, dannoch dergestalten, daß im fall künfftighien beÿ Verkauffung dießer nemblichen behaußung die melioration als die besserung und überbesserung so starck ausfallen sollte, daß annoch theilbar Guth heraus kommen könte als dann in solchem fall seiner Curanden Antheil denenselben in alle Weeg bestens reservirt und Vorbehalten seÿn solle.
(E. et T.) Item eine behaußung, Scheur Stallung, hoff, hoffstatt und haußgarten
in der Rupr: und deren Ober au im hindern Orth (…)
(f° 17) Ergäntzung der Wittib abgegangenen ohnveränderten Guths. Vermög Inventarÿ deroselben Zu dießem Ihrem Zweÿten Ehemann seel. in die ehe gebrachte Nahrung durch mich Notm. Langen den 11. Octobris Anno 1738. auffgerichtet
(f° 20) Series rubricarum hujus Inventarÿ. Copia der Eheberedung
Der Wittib ohnveränderte Nahrung, Sa. haußraths 23, Sa. Silbers 1, Sa. Goldenen Ring 2, Sa. baarschafft 7, Sa. Eigenthums ane liegende güetheren 198, Sa. Schulden 82, Sa. Ergäntzung 13, Summa summarum 329 lb – Schulden 153, Nach deren Abzug 176 lb
Dießemnach weilen beÿ so Vielen Vorhandenen passivis Keine Errungenschaft außfallen kan, werden die übrige rubricen und Effecten, sie seÿen gleich des Defuncti Erben Vor unverändert gehörig oder aber theilbar, beliebter kürtz halbe, unter einer Massa beschrieben, Sa. haußraths 34, Sa. Frucht 2, Sa. silbers 5, Sa. Goldener Ring 1, Sa. baarschafft 3, Sa. Eigenthumb ane Häußern v. liegenden Güethern 500, Sa. Schulden 37, Summa summarum 585 lb – Schulden 1064 lb, In Vergleichung 479 lb
Endlicher Schulden rest 153. lb
(f° 23) Wÿdemb, Welchen die Wittib von weÿl. Mr Joh. Michael Otten, geweßenem huffschmidt in Ruprechtsau burger allhier zu Straßburg ihrem ersten Ehemann seel; lebtägig Zugenießen hat
Wÿdemb Welchen der Verstorbene wegen seiner Zweÿer Kinder erster Ehe biß anhero genoßen hat
Copie der Eheberedung (…) So beschehen zu Straßburg (…) auff Dienstag den 10. Februarÿ im Jahr 1733, Johann Daniel Lang, Notarius publicus
(Copia, Contract Stub 1739 fo. 61.a
(Joint) Rechnung Innhaltend Alles das jenige was weÿland Johann Martin Straub geweßener Schneider und burger allhier nun selig wegen Johann Georg Wilhelms auch weÿland Johann Jacob Wilhelms geweßten tagners und burgers allhier längst seeligen hinterlasenen ehelichen Sohns, so dermahlen in Königlichen Kriegsdiensten stehet, von anno 1720. biß Anno 1739. Vögtlicher weiß eingenommen und hienwiederumb augegeben hat. Erste und lestet Rechnung diesr Vogteÿ (prod. beÿ löbl. Vogteÿ gericht d. 23. Junÿ 1740.)
Abschatzung den 25. Meÿ 1739. Auff begehren weiland dëß wohll achtbahren und Bescheitenen Meister Martin Straub deß gewëßenen schneiters seel. hinderlaßenen frau wittib und Erben in eine behaußung allhier in der Statt Straßburg in dem Gold gießen gelegen, ein seitß Neben dem gasthauß Zum Apffell, ander seitß an Meister frittrich heill dem hoff schmidt, hinden auf gedachten apffell stoßend welche behausung, unden auf dem botten daß hauß Ehren, geträmbten Keller, oben darüber 2: stuben 2: Cammern 2. hauß Ehren worinnen der herdt und waßerstein under dem tach die soldaten Cammer, einen sehr alten tachstull daß tach mit holl Zieglen belëgt sambt aller gerechtig Keidt wie solches durch der Statt Straßburg geschwornen wërck Meister sich in der besichtigung befundten und Jetzigen Preÿß nach an geschlagen Vor und Vmb Vünff Hunderrt Gultin, bezeichnuß der Statt Straßburg geschwornen wërck Meisteren, [unterzeichnet] Johann Peter Pflug Statt Lohner, Michael Ehrlacher Werck Meister deß Meinsters, Johann Jacob Biermeÿer Werck Meister deß Zimmerhoffs

Les héritiers vendent la maison au coutelier Jean Daniel Froschhammer et à sa femme Catherine Dorothée Schneider moyennant 625 livres

1739 (17.12.), Chambre des Contrats, vol. 613 f° 561
Erschienen Weÿl. Johann Martin Straub gewesten Schneiders und burgers allhier, in erster ehe mit auch weÿl. Mariä Salome gebohrner Appellin, ehelich erzeugter beeder Kinder, Maria Catharina Straubin, und Johannes Straub Ledigen Schneiders geschworner Vogt Johannes Weßel, der schneider und burger allhier, Ferner ged. Straub in Letzter ehe mit Salome gebohrene Weberin erzielter beeder Kinder Martin und Elisabetha der Strauben Vogt Johann Georg Busch, der hießige Schneider, die haben
in gegensein Johann Daniel Froschhammer, des Meßerschmiedts und burgers allhier und deßen Eheweibs Catharinæ Dorotheæ, gebohrner Schneiderin, angezeigt und bekandt, daß sie benandter Vier Straubischer kinder beede Vögte, nach Zuvor beÿ E. E. großen Rath allhier gesucht: und erhaltenem Decreto alienandi, darauff erkannt offentlich Vorgenommen, und zufolg besagten Raths am 3. hujus ergangen und hiebeÿ producirter Erkanntnus, obrigkeitlich Confirmirter Versteigerung und adjudication, für Straubische Vier Kinder und deren Erben
Eine Behausung und Hoffstatt, mit allen übrigen deren gebäuden, begriffen, Weithen, Zugehörden und gerechtigkeiten, allhier ahne dem goldgießen, einseit neben weÿl. Andreas Wolff gewesten gastgebers Wittib und Erben gehörigen zum goldenen Apffel genannter gastherberg, anderseit neben Friedrich Heÿl dem Statt Huffschmidt hinten auff erstged. gastbehausung Stoßend gelegen, So annoch E. E. zunnft Zue Möhrin allhier umb 175 lb hießigen Weüßnehauß umb 50 lb und Johann Georg Vix dem Hueffschmidt umb 50 lb alles ahne hauptguth Versetzt (…) als ein am 12.ten Maÿ 1727. von ihme Straub in erster ehe umb 500 lb. erkaufftes guth, deßen erben Zu Zwo tertzen und seinen beeden kindern besagter ehe zur übrigen dritten theil für eigen gehörig seÿe (…) über angezeigte 275 lb.ausmachende Capitalien, so die Kaüffere über sich Nehmen (…) zugangen und beschehen vor und vmb 335 pfund

Les acquéreurs hypothèquent le même jour la maison rue d’Or, la moitié d’une maison Grand rue et cinq arpents de terre à la Plaine des Bouchers au profit de la tribu de la Mauresse et de Jean Froschhammer, frère du débiteur

1739 (17.12.), Chambre des Contrats, vol. 613 f° 562-v
Johann Daniel Froschhammer der Meßerschmied und Catharina Dorothea geb. Schneiderin mit beÿstand ihres vettern Johann Christoph Würtz des Paßmentirers und Johann Gottfried Rauscher des Nestlers
in gegensein Einer Ehrsamen Zunfft zur Möhrin zunfft meister H. Alexandre Le Feuvre EE. kleinen Raths alten beÿsitzers in fernerer gegenwart sein Froschhammers bruders Johannes Froschhammer des schwerdtfegers – schuldig seÿen 175 lb und 100 lb
unterpfand, Eine heutigen tags erkaufft und aus jetzigem vorschuß zum theil bezalte Behausung und hoffstatt mit allen übrigen deren gebäuden, begriffen, weithen, zugehörden und gerechtigkeiten ahne dem goldgießen, einseit neben Friedrich Heÿl dem statt huffschmidt anderseit neben die gastbehausung zum goldenen apffel weÿl. Andreas Wolff des gastgebers wittib und eben gehörig hinten auff dieselbe
ferner die helffte für ohnabgetheilt ahne einer Behausung bestehend in vorder und hinder hauß, hoff und hoffstatt mit allen zugehörden ahne der langen straß gegen der Schildtsgaß über, einseit neben Adolph Dannecker dem lebküchler anderseit neben Johann Jacob Brion dem kübler hinten auff S.T. Fr. Margaretha geb. Reißeißin weÿl. S.T. H. Ammeister Philipp Caspar Leitersperger
weither zweÿ dritte theil für ohnabgetheilt ahne 5 neben einander liegendem einem haag umgebenen ackern vor dem Metzgerthor, einseit ist ein eck ane einer gaß anderseit neben H. Rathh. Diebold von Friedolßheim g.u.w. vornen gegen der Rhein straß und hinden gegen der Citadelle, von diesem gantzen gartten gibt man hiesiger Stadt Pfenning Thurn 9 ß 2 s ane bodenzinß
die in dem goldgiesen heutigen tags umb 610 lb erkaufft, die helffte der in der Straß liegenden behausung Sie Froschhammer von weÿl. Fr. Anna Catharina geb. Eberhardin weÿl. Johann Michael Hiebmeÿer des goldarbeiters wittib vermög deren v. H. Not. Christoph Michael Hoffmann am 4. Aprilis 1727 errichteten Testamenti nuncupativi § 4 ererbt, ahne denen 5 ackern aber Fr. Froschhammerin einen dritten theil von ihrem vatter weÿl. Johann Jacob Schneider dem Doctor: gärtthner ererbt und einen dritten theil von ihrem bruder Johann David Schneider am 14. sept. 1724 umb 100 erkaufft hat dahingegen die übrige tertz ihrem schwager Heinrich Erhard dem garttenmann und die andere helffte des haußes ahne der langen straß weÿl. Friedrich Grießbach des Büttels E.E. Zunfft der Gerber wittib Lucretia geb. Cuntzin zugehöret

Daniel Froschhammer est admis à faire son chef d’œuvre. Il doit cependant régler une amende de deux livres pour avoir écourté de dix mois son tour de compagnon
1717, Protocole des maîtres couteliers (XI 154)
(f° 8) Montags den 8.ten Martÿ – Meisterrecht
Daniel Froschhammer des Meßerschmidts gesell Herrn Daniel Froschhammers des Fastenspeishändlers und burgers allhier ehelicher Sohn, stehet Vor und bittet, wilen er gesinnet seÿe, Meister Zu werden, mann wolle Ihn annehmen, legte auf 6. ß d. gestehen daß Er Zehen Monat Zuwenig verwandert habe. Erkandt solle weilen Er seine Zeit nicht Verwandert zu einer Straff 2. lb d se dann Vor das Meister Recht und wegen der Uncosten so manns seithero gehabt 4. lb d. erlegen

Fils du marchand de fruits et légumes Daniel Froschhammer, Daniel Froschhammer épouse en 1717 Catherine Dorothée Schneider, fille de l’horticulteur Jean Jacques Schneider : contrat de mariage, célébration
1717 (11. 8.br), Not. Lobstein (Jean, 31 Not 75) n° 25
Eheberedung – entzwischen dem Ehren und Vorgeachten Herrn Daniel Froschhammer, dem ledigen Meßerschmidt, des Ehren: und Wohl Vorgeachten herrn Daniel Froschhammers, des fastenspeishändlers und burgers allhier Zu Straßburg ehelichem Sohn als dem bräutigamb ane einem,
So dann der Ehren und Tugendsamen Jungfrauen Catharina Dorothea Schneiderin, des Ehren und Wohlvorgeachten Herrn Johann Jacob Schneiders, Vornehmen Kunst und Blumengärthners auch burgers allher Zu Straßburg ehelich erzeugter Tochter, als der Jungfrauen hochzeiterin, am andern theil
So Beschehen und verhandelt in Löblicher Statt Straßburg auff Montag den 11. tag des Monats Octobris im Jahr des Herrn Als mann Zahlte 1717 – daß gegenwärtige pacta dotalia mit allerseithigem beleiben vorstehender maßen abgehandelt, placidirt und Verglichen, wirdt von mit unterschriebenen in specie hierzu requirirtem Notario hiermit beschinnen

Mariage, Saint-Guillaume (luth. f° 201 n° 27)
Mittwochs den 10. 9.bris 1717. seind nach geschehener 2 maligen außruffung diminica 23. & 24.ta Trin. in der Kirch Zu S. Wilhelm ehelich eingesegnet worden Joh: Daniel Froschhammer der ledige Meßerschmidtt v. burger Johann Daniel Froschhammers deß Krämers v. burgers v. weiland Susannæ Weniggutin ehelicher Sohn v. Jfr. Catharina Dorothea Joh: Jacob Schneiders deß Doctor Gärtners v. b. v. wei& Anna Maria Eberhardtin eheliche dochter [unterzeichnet] Johann Daniel froschhammer als hochzeiter, Catharina dorthea Schneiderin als hochzeiterin (i 208)

Les nouveaux mariés font dresser l’inventaire de leurs apports.
1717 (27. X.br), Not. Lobstein (Jean, 31 Not 2) n° 61
Inventarium und Beschreibung aller der Jenigen haab, Nahrung und Güethere, so der Ehren : und Vorgeachte Meister Johann Daniel Froschhammer, der Meßerschmidt und die Ehren und Tugendsahme fraw Catharina Dorothea Froschhammerin, gebohrene Schneiderin, beede Eheleuthe und Burgere allhier Zu Straßburg einander vor ohnverändert in den Ehestand Zugebracht, welche de ursachen allweilen in der, Zwischen Ihnen beeden Eheleuthen auffgerichteten heuraths Verschreibung expressé Versehen, daß eines jeden in die Ehe bringende Nahrung reservirt und ohnverändert sein und bleiben solle – So beschehen in Straßburg auf Montag den 22. Decembris Anno 1717.
In einer in der Statt Straßburg ane dem [-] Staden Liegenden und in dieße Zugebrachte Nahrung nicht gehörigen behaußung, befunden worden wie volgt
Series rubricarum hujus Inventarÿ. Des Manns in die Ehe gebracht Guth, Sa. haußraths 41, Sa. Werckzeugs und gemachter arbeit Zur Meßerschmid Profession gehörig 97, Sa. Silbers 12 ß, Sa. baarschafft 6, Sa. Schulden 1, Summa summarum 148 lb – Schulden

Daniel Froschhammer et Catherine Dorothée Schneider font un testament réciproque et prévoient l’entretien de leurs deux filles.
1729 (7. Junÿ), Not. Hoffmann (Christophe Michel, 19 Not 63)
Codicillus reciprocus respe. Dispositio inter liberos. Johann Daniel Froschhammers des Meßerschmidts und burgers alhier et uxoris. 1729. (Ist zu concipiren prot : und zu mundiren – Ist nicht expedirt worden)
Zuwißen daß auff Dienstag den 7.ten Junÿ 1729. Nachmittags zwischen 4 und 5 Uhren, in einer ane dem Goldgießen alhier zu Straßburg gelegenen, Meister Lorentz Burgern dem Schuhmacher und burgern alhier eÿgenthümblich Zuständigen behaußung im hintern Stockwerck befindlichen Obern Stuben die fenster in den Hoff aussehend, der Ehren undt vorgeachte H. Johann Daniel Froschhammer Meßerschmidt und die Viel Ehren und tugendsahme frau Catharina Dorothea Froschhammerin gebohrne Schneiderin beede Eheleuthe und burgere alhier, Er der Mann gesund gehend und stehenden Sie die frau aber kranck und unpäßlichen Leibs, dannenhero auff einem Bett liegend, dannoch aber durch die Gnade Gottes richtiger Sinnen guter Vernunfft und Verstands
2. Ist beeder Codicillirenden Ehepersohnen ernstlicher will Meinunug und Befelch, wann ihre beede Töchtere beÿ Lebzeiten d. Eltern sich nicht Verheürathen oder in ein Ehe schreitten solten (…)
[unterzeichnet] Johan Daniel froschhammer, Catharina Dorothe froschhammerin

Le coutelier Jean Henri Schneider se plaint que Daniel Froschhammer ne l’a pas averti qu’il ne se rendrait pas au marché de Haguenau. Il est mis à l’amende bien qu’il prétende qu’un de ses enfants était malade.
1728, Protocole des maîtres couteliers (XI 154)
(f° 53-v) Sambstags den 24. Januarÿ 1728 – Meister Johann Heinrich Schneider der Meßerschmidt clagt contra Mr Johann Daniel Froschhammer, daß Er dem Ihme zugefallenen Martini hagenauer Marck nicht bezogen, auch nicht in das Looß gegeben habe.
Beklagter sagt in Anthworth, Er habe Ein Kranckes Kindt gehabt, Er hätte es je Ihme Mr Schneider gesagt, daß Er vor Ihne soll auf den Marck fahren.
Erkand, weilen es beÿ Verloßung der Märck Verglichen worden, daß wann ein Meister einen Marck nicht beziehen will, derselbe schuldig sein soll, 14. tag Zuvor den Marck wider in das Looß zugeben vnd aber solches Von Ihme nicht werckstellig gemacht worden, dahero soll Er der beklagte Zu Straff 7 ß 6 d erlegen.

Daniel Froschhammer s’adresse aux Quinze parce que le conseil de la tribu lui a infligé une amende pour vendre ses marchandises à deux endroits, son atelier et un étal au Vieux-Marché-aux-Poissons. Il déclare avoir installé une vitrine devant son atelier mais que les ventes se font sur son étal. La commission est d’avis de confirmer le jugement du conseil de tribu. Les Quinze ratifient la proposition. Le défendeur est cependant autorisé à poser une enseigne à son atelier. Les Quinze délivrent une expédition de leur jugement.
1740, Protocole des Quinze (2 R 149)
Joh: Daniel Froschhammer C. die Kurtz Meßerschmid
Joh: Daniel Froschhammer Ca. E. E. Meisterschafft der Kurtz Meßerschmidt
(p. 1) Sambstag den 2. Januarÿ – Römer nôe Joh: Daniel Froschhammer b. und Kurtz Meßerschmid C. E. E. Handwerck der Kurtz Meßerschmid Ober M; prod. Appl. Klag mit beÿlag Lit. A. bitt Verzeichniß, und will ad i.am post Verkünden laßen. Verzeichent

(p. 42) Sambstag d. 23. Januarÿ – Römer nôe Joh: Daniel Froschhammer Cit. E. E. Handwerck der Kurtz Meßerschmid Ober Meister, erhohlt Appl. vom 2. hujus, bitt Deput. Mess. bitt auch Deput. Erk. Deput. willfahrt.

(p. 103) Sambstag d. 13. Februarÿ 1740 – Joh: Daniel Froschhammer C. die Kurtz Meßerschmid
Iidem [Obere Handwercks Herren] laßen Weithers per Eundem [Secretarium Kleinclaus] referiren, daß Johann Daniel Froschhammer der Burger und Kurtz Meßerschmid allhier den 29. Xbris jüngst beÿ E. E. Handtwerck der Kurtz Meßerschmid Vorgestellet und angeklagt worden, daß er dem Articul vom 14. 9.bris 1739. §. 3.tio Kein genügen leiste, sintemahlen er an Zweÿen orthen feÿl habe, da auff deßen Verantwortung, daß er in der Werckstatt allwo er arbeithe, ein Zeichen herauß stehen habe, daß er daselbsten arbeite, und negire er an zweÿen orthen feÿl Zu haben, die Erkantnuß dahien ergangen, bleibt beÿ dem Articul, und wann der beklagte morgenden tages das Krämel wieder heraus stellet, so seÿe er in der Straff, Vor dieses mahl aber Von der Straff absolvirt. Worauff er, Froschhammer den 2. Jan. jüngst eine Underth. Appellations Klag mit beÿlag Sub lit. A. contra ged. E. Handwerckhs der Kurtz Meßerschmidt Ober Meister producirt darinnen er gehorsambst Vorstellet daß er nicht an Zweÿen orthen feÿl hatte sondern habe, wie andere professionen auch vor seiner Werckstatt ein Zeichen was er feÿl habe, nemlich ein Kästlein vornen mit einem Glaß in welchem Verschiedene Gattern Meßern Seeren, Scheer Meßer und andere Instrumenta Von seiner profession, Sein stand aber und Laden worinnen er und die seinige feÿl hätten seÿe auff dem Fischmarck & mit demuthiger bitt Mgh geruhen wolten Zu erkennen und außzusprechen daß in erster Instantz sehr übel und wieder die jntention des habenden Articuls gesprochen, folglichen er Underthge Appellant von E .E. Handwercks bescheid Zu absolviren, mithien Ihme nach wie vor erlaubt seÿe das Kästlein seiner Kurtz Meßerschmid Instrumenten an seiner Werckstätt herauß Zu stellen, und dieses mit ersetzung aller Ihme deßwegen muthwillig causirter unkösten. Worauff E. E. Handwerckh Zur mündtlichen Verantwortung umb Deputation gebetten, welche auch willfahrt und beseßen worden, da der Appellant sich auff die Contenta seiner Appellations Klag Bezogen.
Nahmens der Meisterschafft seÿen Vorgestanden Johann Heinrich Schneider alß Ober Meister, Johann Georg Chariere und Johann Jacob Weber welche geantwortet, Gegner habe Zu Hauß ein Krämel ausgestelt, worin er gemachte arbeit heuche und feÿl habe, und dabeÿ noch einen stand auff den Fischmarck, habe also an Zweÿen orthen feÿl so werden der Klahren buchstaben des Articuls, wolten sie alßo gehorsambst gebetten haben den ergangenen Handwercks bescheid gnädig Zu Confirmiren, und den Appellanten in alle unkösten Zu condemniren, Eine taffel oder Schild außzuhencken seÿe Ihme ohnverwehret.
Auff seithen der Hh. Deputirten Vermeine man daß die Sententia â quâ Zu Confirmiren der Appellant mit seinem begehren abzuweisen und in die unkosten Zu condemniren seÿe. Die Genehmhaltung Zu Mghh. stellend. Erk. Bedacht gefolgt.

(p. 141) Sambstag d. 27. Februarÿ 1740 – Bescheid. Sambstag d. 13. Febr 1740. In Sachen Johann Daniel Froschhammers des Burgers undt Kurtz Meßerschmidts allhier, Appellanten, ane einem, entgegen und Wieder E. E. Handtwerck der Kurtz Meßerschmid, Appellaten, am andern teil, Auff producirte Underthg. Appellats Klag mit beÿlag Sub lit. A. undt angehencktem Bitten Zu erkennen und außzusprechen, daß in erster Intention des habenden Articuls gesprochen, folglichen er, Appellant von E .E. Handwercks bescheid Zu absolviren, mithien Ihme nach wie vor erlaubt seÿe das Kästlein seiner Kurtz Meßerschmid Instrumenten an seiner Werckstätt herauß Zu stellen, und dieses mit ersetzung aller Ihme deßwegen muthwillig causirter unkösten.
Der Appellaten beÿ gebetten, bewilligt und beseßener Deputation darüber gethane Verantwortung, juncto petito den ergangenen Handwercks bescheid gnädig Zu Confirmiren, und den Appellanten in alle unkösten Zu condemniren, und all übriges Vor und Anbringen, Ist der Hh. Depp. abgelegten Relation nach Erkandt, daß der den 14 . Novembris 1739. dißwegen ergangene Handwercks bescheid Zu Confirmiren, der Appellant mit seinem begehren abzuweisen, undt in die unkosten Zu condemniren seÿe. Alß wir hiemit respectivé confirmiren, abweisen und condemniren.

Daniel Froschhammer meurt en janvier 1750 en délaissant deux filles. Les experts estiment la maison à 350 livres. La masse propre à la veuve est de 1 112 livres. L’actif des héritiers et de la communauté s’élève à 412 livres, le passif à 1 316 livres

1750 (21.4.), Not. Lobstein (Jean, 31 Not 69) n° 1531
Inventarium und Beschreibung aller derjenigen Haab, Nahrung undt Güethere, so weÿland der Ehren und wohl Vorgeachte Meister Johann Daniel Froschhammer, der geweßene Kurtzmeßerschmid und burger allhier Zu Straßburg nunmehr seeliger, als derselbe Donnerstags den 22.ten Januarÿ des anfangenden 1750.sten Jahrs dießes zeitliche in das ewige Verwechßelt, nach solch seinem aus dießer welth genommenen tödlichen hintritt Zeitlichen verlaßen, welche Verlaßenschafft auf freundliches ansuchen erfordern und begehren des abgeleibten seeligen mit hernach gemelter seiner hinterbliebenen Wittib ehelich erzielter Kinder auch der Hn Beÿstand und geschwornen Curatoris und ab intestato Verlaßener Beneficial Erben, (…) inventirt, durch die Viel Ehren und tugendsahme Fr. Catharinam Dorotheam Froschhammerin gebohrne Schneiderin die hinterbliebene Wittib beÿständlich Mr Johann Christoph Wurtzen des Paßmentirers und burgers allhier wie auch die Erben selbsten (…) So beschehen in Straßburg, auf Dienstag den 21.ten Aprilis 1750.
Der abgeleibte seelige hat Zu seinen Beneficial Erben ab intestato Verlaßen, wie volgt. 1.mo Jungfer Catharinam Dorotheam Froschhammerin, so Majorennis und ohnbevögtigt, beÿständlich herrn Johann Froschhammers des Lang leßerschmids und burgers allhier, welche mit: und beneben demselben, dem Geschäfft abwartete, in den Ersten dritten Stammtheil. 2.do Frau Mariam Magdalenam Barthelin geb. Froschhammerin, Meister Johann Martin Barthel deß jüngern Schiffmanns und burgers allhier eheliche haußfrau, welcher aber dermahlen zu Franckforth auf der Reÿß begriffen, dahero Vor Ehrengedachter herr Johannes Froschhammer als dero beÿstand mit und beneben deroselben beÿ dem Geschäfft erschinnen, in den Zweÿte dritten Stammtheil, Und dann 3.tio Johann Daniel Froschhammer, der leedige Kurtz Meßerschmidts Jünger, deßen geschworner Vogt offtgemelter herr Johannes Froschhammer, der Lang Meßerschmidt und burger allhier, welcher der Inventation beÿwohnete nomine seines Curanden, in den dritten und Letzten Stammtheil. Also alle des abgeleibten seeligen mit vorgedacht seiner hinterbliebenen Wittib ehelich erziehlter Kinder und ab intestato Verlaßener Erben welche aber dieße Verlaßenschafft anderen gestalt nicht als cum Beneficio Legis et Inventarÿ anzutretten sich Hiebeÿ außtrucklichen erclärten.

In einer allhier Zu Straßburg ane dem Metzgergießen gelegenen Und in dieße Verlaßenschafft gehörigen behaußung befunden worden wie Volgt
Eigenthumb ane Häußern. (E. T.) Erstlichen eine kleine Behaußung und hoffstatt mit allen übrigen deren Gebäuden, begriffen, Weithen, Zugehörden und Gerechtigkeiten allhier ane dem Goldgießen, einseith neben weÿl. herrn Andeä Wolff, geweßenen Gastgeber und burgers allhier nunmehr seel. nachgelaßener Fr. Zum goldenen Apffel genander Gastherberg, 2.s. neben Weÿland Meister Friderich heÿl des hueffschmidts hinterlaßenen einigen Erben, hinten auf erstgedachte Gast behaußung stoßend, so über hernach gemelte beschwerden, freÿ leedig eigen undt durch (die Werckmeistere) laut Abschatzungs Zeduls Vom 18.ten Aprilis 1750. æstimirt und angeschlagen pro 350. Darüber sagt ein teutscher pergamentener Kauffbrieff, mit der Statt Straßburg anhangendem Kleinerem secret Insiegel Verwahret, datirt den 17. Septembris A° 1739.
(W.) Item die helffte Vor ohnvertheilt ane einer behaußung
ane der Langenstraß gegen der Schiltzgaß hinüber (…)
Ergäntzung der wittib abgegangenen ohnveränderten guths. Vermög Inventarÿ über eingang gedachter beeder geweßener Eheleuthe einander vor ohnverändert in den Ehestand zugebrachte Nahrungen in Anno 1717. durch mich unterschriebenen Notarium auffgerichtet
Abzug in gegenwärtig Inventarium gehörig. Der Wittib ohnverändert Vermögen, Sa. haußraths 14, Sa. Silbers 3, Sa. goldene Ring 2, Sa. Schulden 60. Sa. Eigenthumbs ane einer behaußung 500, Erg. Rest 532, Summa summarum 1112 lb
Der Erben ohnverändert und Theilbares Vermögen, Sa. haußraths 44, Sa. Werckzeugs und gemachte arbeit Zum Kurtz Meßerschmidts handwerck gehörig 12, Sa. Silbers 5, Sa. Eigenthums ane einer behaußung 350, Summa summarum 412 lb – Schulden 1316, In Vergleichung 903 lb
Stall Summ 209 lb
Copia der Eheberedung (…) auff Montag den 11. tag des Monats Octobris im Jahr 1717
Abschatzung vom 18.ten Aprilis 1750. auff begehren Weÿland Johann Daniel Froschhammers deß geweßenen Meßerschmidts seel. hinderlaßener Wittib ist eine behaußung allhier in der statt Straßburg in dem Goldgießen einseit neben dem Würthshauß Zum Goldenen Apffel anderseit neben Weÿland Friderich Heÿlen Wittib und hinten Wider auff vorgemelten Goldenen Apfel stosend, gelegen, neben dem Eingang hat solche behaußung ein Meßerschmidts Werckstatt, und auff dem Ersten stock eine Stube, ein Kammer, Küchen und haußöhren, der Zweÿte stock ist dem Erstern gantz gleich darüber ist der Tachstuhl so mit breitziegeln Einfach gedeckt, Worunter dreÿ verrigelte Kammern hat auch einen geträhmten Keller, Von uns den unterschriebenen der Statt Straßburg geschwohrenen Werckmeisteren nach Vorhero beschehener besichtigung mit aller Ihrer gerechtigkeit dem Jetzigen Werth nach æstimirt und angeschlagen Worden Vor und umb Sieben hundert Gulden.
Der Zweÿte begriff (…)
[unterzeichnet] Johan Jacob Biermeÿer stadt Lohner, Ehrlacher Werckmeister deß Münsters, Werner Werckmeister

Les héritiers exposent infructueusement la maison aux enchères (procès verbal d’adjudication joint à l’inventaire précédent)

Haus Versteigerung – Auf Ansuchen Frauen Catharinæ Dorotheæ Froschhammerin gebohrner Schneiderin weÿland Meister Johann Daniel Froschhammers, des geweßenen Kurtz Meßerschmidts und burgers allhier nunmehr seeligen nachgelaßener Wittib und dero beÿstand Mr Johann Christoph Wurtzen des Paßmentirers, Hab ich Notarius Johann Lobstein mich den 7. Augusti Anno 1752. in den Goldgießen in die Gastherberg Zum guldenen apfel Verfügt und der Versteigerung einer Ihro gehörigen Behaußung in dem Goldgießen, einseit neben weÿland herrn Andeä Wolff geweßenen Gastgebers und burgers allhier nunmehr seeligen nachgelaßener Frau wittib und Erben gehöriger Zum goldenen Apffel genander Gastherberg, anderseit neben weÿland Meister Friderich Haÿl des Hueffschmidts hinterlaßenen einigen Erben, hinten auf erstgedachte Gast behaußung stoßend gelegen beÿgewohnt (…) so ist die Versteigerung Vorgenommen und angeschlagen worden per 1150 fl. Hat Niemand nichts darauf gebotten

Devenue seule propriétaire pour avoir accepté l’actif et le passif de la succession de son mari, Catherine Dorothée Schneider vend la maison au tailleur Jean Michel Wittmann et à sa femme Catherine Elisabeth Rœmer moyennant 600 livres

1752 (17.8.), Chambre des Contrats, vol. 626 f° 417-v
Catharina Dorothea geb. Schneiderin weÿl. Johann Daniel Froschhammer des kurtzmeßerschmidts wittib mit beÿstand Johann Christoph Wurtz des Paßmentirers
in gegensein Johann Michael Wittmann des schneiders und Catharinæ Elisabethæ geb. Römerin
eine kleine behausung und hoffstatt mit allen deroselben begriffen, weithen, rechten und gerechtigkeiten ane dem Goldgießen einseit neben der Gastbehausung zum goldenen apffel, anderseit neben weÿl. Friedrich Heÿl des huffschmidts erben, hinten auff vorgedachte gastbehausung – um 350 pfund und 50 pfund verhafftet – als ein aus ihres Ehemanns massa, so sie active et passive übernommen – geschehen um 200 pfund

Originaire de Bretten en Palatinat, Jean Michel Wittmann s’inscrit en 1746 pour faire son chef d’œuvre.
1746, Protocole de la tribu des Tailleurs XI 346 (1735-1753)
(f° 418) Freÿtag d. 9. 7.bris 1746 – Michael Wittmann Von Bretten aus der Pfaltz gebürtig Laßet sich Zur Zeit und Meister Stückh Ein schreiben.

Jean Michel Wittmann s’adresse aux Quinze pour être autorisé à faire son chef d’œuvre en candidat surnuméraire. Il déclare exercer le métier de tailleur depuis quinze ans, être âgé de trente ans, avoir travaillé à Strasbourg chez un maître depuis six ans et s’être inscrit en 1746. Le représentant de la tribu expose qu’il a bonne réputation et qu’il est l’un des candidats les plus âgés. Les Quinze accordent la dispense moyennant paiement d’un droit.
1750, Protocole des Quinze (2 R 161)
Michael Wittmann Contra E. E. Zunfft der Schneider
(p. 354) Sambstags d. 22. Augusti – Roemer nôe Michael Wittmann, des ledigen schneiders gesellen Von Bretten C. Eundem [E. E. Zunfft der Schneider Hn Zunfftmeister] pt° admission Zum Meisterstück prod. Memor. und bitten, mit beÿl. Lit. A. und bitt deppon. Faust setzts zu Mghh. und bitt ausg deppon. Erk. Deppon.

(p. 382) Sambstags d. 5. Septembris – Iidem [Obere Handwercks Hhn] laßen per Eundem [Secretarium] referiren, es habe Michael Wittmann der ledige Schneider gesell Von Bretten, beÿ Mghh. den 22. Augusti jüngst Ca. E. E. Zunfft der Schneider Hn Zunfftmeister ein unterth. Memoriale mit beÿl. Lit. A übergeben, und darinnen Vorgetragen, wie daß [er] seine profession redlich erlernet, 6 Jahr beÿ einem [Mei]ster allhier gearbeithet und sich d. 9. 7.bris 1746. Zur Z[eit] und Meisterstück einschreiben laßen, mithin solche Ze[it -] ein Jahr darüber Verarbeithet habe. da nun der [Implo]rant schon 15. Jahr beÿ der schneider profession sich bef[indet und] schon 30 Jahr alt seÿe, und dermahlen burger und m[eister] werden mögte, So ergetze an Mghh. deßelben un[terth.] [p. 383] bitten, Sie gnädig geruhen wollen, gratiose Zu erkennen und auszusprechen, daß der Implorant ex speciali gratiâ und dispensando als ein supernumerarius für dieses Jahr Zum Meisterstück Zu laßen seÿe. Nôe Imploratische Zunfft habe man umb deppon. gebetten. Auff geschehenen weißung habe der Implorant sich auf contenta Memorialis et petiti bezogen, Imploratischer H. Zunfftmeister Joh: Martin Gangolff, auch præsens, habe des Imploranten petitum um so mehr Zu Mghh. dijudicatur gestellet, als der Implorant bey der gesambten Meisterschafft wegen seines wohlverhaltens einen guten nahmen habe, auch einer der ältister Candidatorum seÿe. auff seithen derer Hh. deputirten habe man das von seithen des Imploranten vorgekehrte petitum so beschaffen gefunden, daß dieselbe aus der declaration des Imploratischen Hn Zunfftmeisters es Zu der willfahr disponirt erachtet, weßwegen Sie der meinung seÿn sollen, daß der Implorant ex speciali gratiâ, gegen erlag 6 ß [pro] dispensatione, 3. lb. Löbl. Statt, 2. lb Imploratischer [Zunfft] und 1. lb. dem Findlinghauß heimfallen [sollen] vor dießes Jahr zu dem [Meisterstück dispensan]do, ref. exp. zu [Mheren Genehmhaltung] laßend. Erk. [Bedacht gefolgt]

Jean Michel Wittmann présente son chef d’œuvre dont les examinateurs sont satisfaits. Il est reçu maître.
1750, Protocole de la tribu des Tailleurs XI 346 (1735-1753)
(f° 594-v) Freÿtags den 25.ten Septembris 1750 – Erscheint unter Hn Johann Martin Gangolff, seinen Informatore, Michael Wittmann, der leedige Schneider Von Bretten gebürtig, welcher Vermög extr. Gn. Hh. der XV.en Memorialis Vom 5.ten 7.bris Jüngst dispensando Zum Meisterstück admittiret worden, bittet Ihme des quantum Zu einem Completen Mannskleÿd, so er Von drap d’Oelbeuff Verfertigen wolle, beneben denen Riß aufzugeben, Ist demselben mit 3 2/3 Stäb drap d’Oelbeuff N° 11, einen glaten Rock N° 19, einen Pantalon N° 3, einen Spannisch Kleÿd N° 18 einen Kurtzen Mantel willfahret worden.
Facta relatione et Examinatione der geschwohrenen Herren Meisterstück schauern, daß der Implorant ein Meisterstück nach ordnung wie recht Verfertiget, als ist derselbe Zu einem Mitmeister auf und angenommen worden.

Jean Michel Wittmann devient tributaire le 9 mars 1751.
1751, Protocole de la tribu des Tailleurs XI 346 (1735-1753)
(f° 608-v) Dienstags den 9.te Martÿ 1751 – Johann Michael Wittmannn der Schneider und burger allhier erhaltet auf prod. Stallschein vom 18. Januarÿ Jüngst das Zunfft und Stubenrecht.

Fils du boucher Jacques Wittmann de Bretten en Palatinat (près de Karlsruhe), Jean Michel Wittmann épouse en 1750 Catherine Elisabeth Rœmern fille du tailleur de limes Jean Christophe Rœmer : contrat de mariage, célébration
1750 (28. Sept.), Not. Griesbach (6 E 41, 1320)
Eheberedung – zwischen dem Ehrengeachten Michael Wittmann, dem leedigen Schneidern Weÿl. Jacob Wittmann, des gewesenen Metzgers Zu Bretten in der Pfaltz ehel. erzeugten Sohn, als hochzeitter ane Einem,
So dann der tugendsamen Jungfrauen Catharinä Elisabethä gebohrner Rehmerin, Hn Johann Christoph Rehmer, des feÿelhauers und burgers allhier mit frauen Anna Maria gebohrner Grauerin ehel. erzeugten tochter als hochzeiterin andern theils
auf Montag den 28. Septembris 1750 [unterzeichnet] Johann Michael Wittmann als hochzeiter, Catharina Elisabetha Römerin als hochzeiterin

Mariage, Saint-Nicolas (luth. f° 103-v, n° 20)
Mittw. 11. Novembr. 1750. seÿnd nach Zweÿmahl vorher geschehener Proclamation in der Evangelischen Pfarr: Kirche Zu St. Nicolai in den Stand der H. Ehe eingesegnet worden Johann Michael Wittmann der ledige Schneider und burger allhie, weÿl. Jacob Wittmann, geweßten Metzgers und burgers Zu Bretten, Chur Pfältzischer Herrschafft hinderlaßener ehel. Sohn, Und Jgfr. Catharina Elisabetha Roemerin Johann Christoph Römer des feilhauers und burgers allhie ehel. Tochter [unterzeichnet] Johann Michael Wittmann alls hochzeiter, Catharina Elisabetha Römerin als hochzeirin (i 106)

Jean Michel Wittmann devient bourgeois par sa femme deux mois apràs son mariage
1750, Livre de bourgeoisie 1740-1754 (VII 284) p. 437
Johann michael Wittmann der schneider Von Bretten in der Pfaltz erhalt das burgerrecht Vin seiner Ehefrauen Catharina Elisabetha christoph röm des burgers und fegelhauers ehel. tochter umb den alten burger schilling und will dienen beÿ EE Zunft der schneider jur. d. 8. Januar. 1751.

Les nouveaux mariés font dresser l’inventaire de leurs apports dans une maison proche du poêle des Jardiniers de la Krutenau. Ceux du mari s’élèvent à 31 livres, ceux de la femme à 224 livres.
1751 (22.3.), Not. Griesbach (6 E 41, 1313) n° 21
Inventarium über des Vorachtbaren Meister Johann Michael Wittmann, des Schneiders, mit Frauen Catharinæ Elisabethæ gebohrner Römerin, beeder Eheleuthe und Bürgere allhier Zu Straßburg einander Vor ohnverändert in den Ehestand Zugebrachter Nahrung, auffgerichtet Anno 1751. – der ursachen wegen, alldieweilen in dero vor mir Notario den 28.ten Septembris Jüngst auffgerichteten Eheberedung §° 4.to austrucklichen Versehen, daß einem Jeedem theil und seinen Erben, das in den Ehestand bringende Nahrungen ein freÿ, eigen, ohnverändert und Vorbehalten Guth seÿn und bleiben solle (…) So beschehen Straßburg in beÿseÿn Hn Johann Christoph Römer des feÿelhauers und Frauen Annä Mariä gebohrner Grauerin beeder Eheleuth und burgere allhier der Ehefrauen geehrten Eltern auf Montag d. 22. Martÿ 1751.

In einer allhier Zu Straßburg in der Crautenau ohnfern der Gartnerstub gelegenen behaußung folgender maßen befunden
Series rubricarum hujus Inventarÿ. Des Ehemanns in die Ehe gebrachtes Verheurathet mit, Sa. Silber und dergleichen Geschmeids 4, Sa. baarschafft 10, Summa summarum 14 lb – Und wann hierzu gerechnet wird die helffte ane denen haussteuren, so Ihme cafft der Eheberedung §° 6.to gebühren, 15. lb, So wird des Ehemanns sammbtlich in die Ehe gebrachtes Vermögen bestehen in 31 lb
Dießemnach Kommet auch der Ehefrauen vor ohnverändert in die Ehe gebrachte Nahrungen, Sa. haußraths 81, Sa. Silbers und dergleichen Geschmeids 13, Sa. goldener Ring 10, Sa. baarschafft 107, Summa summarum 212 lb – Und wann die helffte ane denen haussteuren so Ihre der Ehefrauen Vermög der Eheberedung gehören, darzu gelegt wied 15 lb, So thut Ihre sammbtliche Nahrung in allem ausmachen 224 lb

Jean Michel Wittmann et Catherine Elisabeth Rœmer font leur testament
1755 (1. Maÿ), Not. Griesbach (6 E 41, 1320)
Testament – 1755 (…) auf Donnerstags den Ersten Monatstag Maÿ abends Zwischen Sieben und Acht Uhren in Mein Notarÿ Wohnbehaußung (…) persönlich kommen und erschienen der Ehrengeachte Hr Michael Wittmann, Schneider und burger allhier, aufgrecht, gesund gehend und stehenden leibs (…) [unterzeichnet] Johann Michaël Wittmann
Testament – 1755 (…) auf Donnerstags den Ersten Monatstag Maÿ abends Zwischen 8 und 9 Uhren in Mein Notarÿ Wohnbehaußung (…) persönlich kommen und erschienen die Ehren und tugendsahme frau Catharina Elisabetha gebohrnee Römerin H. Michael Wittmann des Schneiders und burgers allhier eheliche haußfrau aufgrecht, gesund gehend und stehenden leibs (…) [unterzeichnet] Catharina Elisabetha Wittmännin

Jean Michel Wittmann est élu échevin chez les Tailleurs
1768 Conseillers et XXI (1 R 251)
Schöffen, Schneider, H. Joh: Michael Wittmann. 265.

Jean Michel Wittmann meurt en 1782 en délaissant sa veuve pour unique héritiere. Les experts estiment la maison à la somme de 450 livres. L’actif de la succession s’élève à 722 livres, le passif à 58 livres.

1782 (16.2.), Not. Fettich (Geo. Fréd. 6 E 41, 1308) n° 187
Inventarium über Weiland Herrn Johann Michael Wittmann Burger und Schneider meisters auch E.E. großen Raths wohlmeritirten beÿsitzers nunmehr sel. Verlaßenschafft, auffgerichtet Anno 1782. – nach seinem den (-) dieses laufenden 1782.ten Jahrs aus dießer welt genommenen tödlichen hientritt, Zeitlichen verlaßen hat. Welche Verlaßenschafft auf Ansuchen disortiger Wittib Frauen Catharinæ Elisabethæ gebohrner Römerin, als von ihrem nun verstorbenen Ehemann, zufolg hernach inserirten Testamenti clausi eingesetzten universal Erbin (…) So geschehen allhier Zu Straßburg und einer daselbst ane dem Goldgießen gelegenen in diese Verl. gehörigen behaußung in fernerer Gegenwarth Mr Johann Lucas Schaaff brs. und Küblers hieselbst, der Wittib beistand auf Sambstag d. 16. Februarÿ Anno 1782.

Vorbericht. Wie die vorher in Copia einverleibte Eheberedung §° 4.to ausweiset, so haben die diesortige nun durch den Zeitlichen tod Zertrennte Eheleuth ein ohnverändert Guth und Ergäntzung des abgehenden stipulirt auch ihre Illata ordnungsmäßig inventiren laßen. Da aber die hinterbliebene frau wittib die einige Erbin disortiger Verlaßenschaft ist, auch ihres Verstorbenen Ehemanns sel. letzter Willen angenommen (…) daß alles sub una Masa et titulo inventiret und beschrieben werden solle.
Eigenthum ane einer Behaußung. Nemlich eine Behaußung und hoffstatt mit allen deroselben begriffen, Weiten, Zugehörden und rechten alhier Zu Straßb. ane dem Goldgiesen, einseit neben der Gast behaußung Zum goldenen Apffel, anderseit neben H. Johann Lucas Schaaf dem Kübler, hinten au vorgedachte Gast behaußung Zum Apffell stoßend gelegen, so freÿ, ledig eigen und durch diesig. löbl. Stadt geschwornen hn. Werckmeisterer vermög deroselben as Conceptum hujus Inventarÿ gelieferter schrifftlicher Abschatzung d.d. 8. febr. 1782. æstimirt und angeschlagen worden pro 900 fl. oder 450. Hierüber besagt Kfr u. alh. CCstb errichtet d.d. 17. Aug. 1752. Dabeÿ ferner 3. ältere in gedachter C. C. stub über sothaner behaußung besagend Kfbr. vorhanden de datis 17. Decembris 1739, 12 Maÿ 1727 et (-) 1668.
Series rubricarum hujus Inventarÿ. Copia der Eheberedung – Copia Testamenti Clausi
Sa. haußraths 63, Sa. Silbers 8, Sa. gold. Rings 1, Sa. Eigenth. a. I. behßg. 450, Sa. Pzs. Hptg. 200, Summa summarum 722 lb – Schulden 58, Nach deren Abzug, Stall summ 664 lb
Copia der Eheberedung (…) So beschehen, auf Montag den 28. Septembris 1750. Johann Jacob Grießbach Notarius juratus
Copia Testamenti Clausi – Ich unterschriebener Johann Michael Wittmann burger und Schneidermeister auch Es. En. Grosen Raths dahier alter beÿsitzer (…) Straßburg den 27. Aprilis Anno 1781 – Copia Indulti Testandi
Abschatzung Vom 8.ten Hornung 1782. Auf begeren Weÿland Herr johann Michael Wittmann dem geweßenen schneuder Meyster ist Eine behausung alhie in der statt strasburg im Goldgießen gelegen Einseÿts neben Meister scheff dem Kibler anderer seÿts und Hinten auf die gast härberg Zum Goldenen apffell stoßend gelegen solche behausung bestehet in Einer schneuders boutique ferner in Zweÿ stuben Zweÿ Küchen und Etlichen Kammeren darüber ist der dachstuhl mit breÿzigel belegt hat auch Ein getremter Keller. Von uns unterschriebenen der statt strasburg geschworenen Werckmeister und Vorhero geschehener besichtigung mit aller jhrer gerechtigkeit dem jetzigen wahren werth nach Estimirt und angeschlagen werden Vor und um Neun Hundert gulden [unterzeichnet] Hueberl Götz Wmst, Kaltenr WMstr.

Catherine Elisabeth Rœmer se remarie en 1784 avec Jean Thiébaut Rimbach, marié en premières noces (1746) avec Marie Salomé Wurth puis (1754) avec Susanne Catherine Kopp veuve du batelier Jean Thiébaut Ulrich. La maison rue d’Or figure à l’inventaire de ses apports.

Catherine Elisabeth Rœmer meurt en 1807 en délaissant des héritiers collatéraux.

1807 (12.9.), Strasbourg 3 (31,1), Not. Übersaal n° 1031, 3915
Inventaire de la succession de Catherine Elisabeth Rimbach née Roemer veuve de Jean Tibaud Rimbach l’aîné, batelier, décédée le 23 juin 1807 – à la requête des héritiers collatéraux ab intestat ainsi que des représentans des héritiers testamentaires de Jean Michel Wittmann, tailleur d’habits et ancien assesseur au ci devant Grand Sénat de la ville de Strasbourg, premier mari de la défunte
héritiers collatéraux, I. descendans d’Anne Marie Roemer sœur de la défunte procréés avec Jean Vit Karcher menuisier, 1. les trois enfants d’Anne Marie Karcher procréés avec Jean Ehrenfried Hornig menuisier savoir a) Jean Geofroi Hornig menuisier majeur, représenté par Anne Marie Hornig pour 1/30, b) Charles Guillaume Hornig menuisier majeur pour 1/30, c) Anne Marie Hornig majeure pour 1/30, 2. Catherine Elisabeth Karcher femme de Jean Frédéric Bilger menuisier pour 3/30
II. les trois enfants de Jean Georges Roemer, tailleur de limes, frère de la défunte procréés avec feue Marie Dorothée Jung savoir 1) Jean Georges Roemer tailleur de limes pour 2/30, 2) Marie Dorothée Roemer épouse de Jean Georges Dieterich ferblantier pour 2/30, 3) Jean Daniel Roemer facteur de la forge du Bourgraviat de Dohna près de Bantzen dans la haute Lausitz pré Jean Georges Dieterich mandataire de (procuration à Beerwald) pour 2/30,
III. les trois enfants de feue Salomé Marguerite Roemer, sœur de la défunte, procréés avec Georges Frédéric Hüter, Perruquier, 1) Marie Marguerite Hüter fille majeure représentée par Michel Jacques Ungerer, candidat en théologie fondé de pouvoir (procuration à Niederbronn) pour 2/30, 2) Marie Madeleine Hüter femme de Jean François Antoine Oberthür perruquier pour 2/30, 3) Jean Jacques Hüter pasteur de la confession d’Ausgbourg à Niederbronn représenté par Michel Jacques Ungerer son mandataire de pour 2/30
IV. les sept enfants de Susanne Barbe Roemer, sœur de la défunte procréés avec Jean Albrecht Ungerer boucher 1) Jean Albrecht Ungerer fils boucher pour 1/35, 2) Susanne Barbe Ungerer femme de Georges Henri Kappes menuisier pour 1/35, 3) Marie Salomée Ungerer femme de Georges Frédéric Bosé cordier pour 1/35, 4) Marie Madeleine Ungerer femme de Jean Frédéric Schlegel boucher pour 1/35, 5) Jean Chrétien Ungerer boucher, 6) Christine Caroline Ungerer majeure à Neuwied représentée par Jean Albrecht Ungerer son frère pour 1/35, 7) Michel Jacques Ungerer candidat en théologie pour 1/35
V. les trois enfants de feue Marie Madeleine Roemer, sœur de la défunte, procréée avec Joseph Schumm tailleur savoir 1) Joseph Schumm aubergiste à Neuenlengbach dans la basse Autriche pour 2/30, 2) Frédérique Madeleine Schumm fille majeure pour 2/30, 3) Christine Marguerite Schumm majeure pour 2/30 – Observation, feu Jean Michel Wittmann, tailleur d’habits ancien assesseur, premier mari a institué pour son héritière universelle Catherine Elisabeth née Rimbach par son testament mystique déposé M° Fettich, Les héritiers Wittmann étant absens, il a été commis Me Chrétien Goeffroi Bossenius pour leur curateur

meubles 1366 fr, numéraire 63 fr, capitaux portant rente 1777 fr, dettes actives 1975 et 296 fr, total 5479 fr
Propriété d’une maison, Sçavoir une maison avec appartenances et dépendances située à Strasbourg au quartier des charrons ou rue d’or n° 4, d’un côté l’auberge a la pomme d’or, d’autre Jean Frédéric Schaaff bacquetier, derrière ladite auberge, le petit logement au premier étage etoit occupé par la défunte estimé à 50 fr, La boutique au rez de chaussée et le petit logement au second étage loué à Jean Michel Bohnert tailleur pour 100 fr, total 150 fr de revenu faisant en capital 3000 fr – Propriété constatée par actes passés à la Chambre des contrats les 14 septembre 1668, 12 mai 1727, 17 décembre 1739 et 17 août 1762
(Joints ; copie du Testament de Jean Michel Wittmann – Extrait du registre des décès de Strasbourg n° 2246, 19 pluviose 2, Jean Martin Schumm tailleur 25 ans fils de Joseph Schumm et Marie Madeleine Roemes en sa demeure rue de l’Epine n° 7)
Enregistrement, acp 103 F° 135 du 14.9.

Les héritiers vendent la maison au propriétaire Jean Geoffroi Schæffer

1807 (15.12.), Strasbourg 3 (53), Not. Übersaal n° 2005, 4052
Adjudication – Procès verbal d’enchère du 1 décembre à la requête des héritiers collatéraux de Catherine Elisabeth Rimbach née Roemer, veuve de Jean Tibaud Rimbach l’ainé batelier, décédée le 23 juin dernier, inventaire de la succession dressé par M° Übersaal le 12 septembre dernier
(n° 4092 du 29 décembre) sont comparus les héritiers collatéraux ab intestat Catherine Elisabeth Rimbach Roemer, veuve de Jean Tibaud Rimbach l’ainé batelier, décédée le 23 juin dernier, savoir Anne Marie Hornig majeure pour 1/30, Anne Marie Hornig procuratrice de Jean Geofroi Hornig menuisier pour 1/30, Charles Guillaume Hornig menuisier majeur pour 1/30, Catherine Elisabeth Karcher femme de Jean Frédéric Bilger menuisier pour 3/30, Jean Georges Roemer tailleur de limes pour 2/30, Marie Dorothée Roemer épouse de Jean Georges Dieterich ferblantier pour 2/30, Jean Georges Dieterich mandataire de Jean Daniel Roemer facteur de la forge du Bourgraviat de Dohna près de Bantzen dans la haute Lausitz (procuration à Beerwald) pour 2/30, Michel Jacques Ungerer, candidat en théologie, fondé de pouvoir de Marie Marguerite Hüter majeure, propriétaire à Niederbronn pour 2/30, Marie Madeleine Hüter femme de Jean François Antoine Oberthür perruquier pour 2/30, Michel Jacques Ungerer, mandataire de Jean Jacques Hüter ci devant pasteur de la confession d’ausgbourg de la commune de Niederbronn actuellement pasteur de la commune de Gries pour 2/30, Jean Albrecht Ungerer fils boucher pour 1/35, Susanne Barbe Ungerer femme de Georges Henri Kappes menuisier pour 1/35, Marie Salomé Ungerer femme de Georges Frédéric Bosé cordier pour 1/35, Marie Madeleine Ungerer femme de Jean Frédéric Schlegel boucher pour 1/35, Jean Albrecht Ungerer fondé de pouvoir de de Christine Caroline Ungerer majeure à Neuwied pour 1/35, Michel Jacques Ungerer candidat en théologie pour 1/35, Frédérique Madeleine Schumm et Christine Marguerite Schumm filles majeures fondées de pouvoir de leur frère Joseph Schumm aubergiste à Neuenlengbach dans la basse Autriche pour 2/30, Frédérique Madeleine Schumm fille majeure pour 2/30, Christine Marguerite Schumm majeure pour 2/30,
par jugement du Tribunal Civil rendu le 3 novembre dernier, M Chrétien Geoffroi Bossenius, curateur établi aux héritiers absens de Jean Michel Wittmann tailleur d’habits, defendeur, le Tribunal sans s’arreter à l’institution fidéicommissaire faite au profit des curands du défunt par Jean Michel Wittmann en son testament mystique déposé M° Fettich le 30 avril 1781 laquelle institution est déclarée abolie et sans effet dit et ordonne que la propriété des biens délaissés par le testateur s’est consolidée au profit de l’autrice défunte des demandeurs)
à Jean Geofroi Schaeffer propriétaire
une maison avec appartenances et dépendances située audit Strasbourg au quartier des charrons rue d’Or n° 4, d’un côté l’auberge a la pomme d’or, d’autre Jean Frédéric Schaaff baquetier, derrière ladite auberge – propriété constatée par actes passés à la Chambre des contrats les 14 septembre 1668, 12 mai 1727, 17 décembre 1739, 17 août 1752
personne ne s’est présenté
n° 4057 du 8 décembre personne ne s’est présenté
le 15 décembre criée 3000 francs – enchérie 3220 francs
Enregistrement, acp 104 F° 71-v du 16.12.

Jean Geoffroi Schæffer revend deux ans plus tard la maison au faiseur de treuils Jean Henri Edler

1809 (27.11.), Strasbourg 3 (56), Not. Übersaal n° 2484, 5131
Jean Geoffoi Schaeffer propriétaire
à Jean Henri Edler faiseur de crics
une maison avec appartenances et dépendances située en cette ville au quartier des Charrons ou rue d’or n° 4 d’un côté l’auberge à la pomme d’or, d’autre Jean Frédéric Schaaff baquetier, derrière ladite auberge – acquis de la succession de Catherine Elisabeth Roemer veuve de Jean Tibaud Rimbach l’ainé batelier suivant adjudication reçue par le soussigné notaire le 15 décembre 1807 – moyennant 2000 francs
Enregistrement, acp 113 F° 138-v du 27.11.

Jean Henri Edler épouse en 1808 Marguerite Salomé Reichard
1808 (4.10.), Strasbourg 2 (29), Not. Knobloch n° 3865
Contrat de mariage – Jean Henri Edler, faiseur de crics, fils majeur de Jean Daniel Edler, faiseur de crics, et de feu Marie Dorothée Schuler
Marguerite Salomé Reichard, fille majeure de Jean Daniel Reichard et de Marguerite Salomé Murr
Enregistrement, acp 108 F° 45 du 5.10.

Les nouveaux mariés font dresser l’inventaire de leurs apports.
1809 (19.1.), Strasbourg 2 (30), Not. Knobloch n°3997
Inventaire des apports de Jean Henri Edler, faiseur de crics, et Marguerite Salomé Reichard, suivant contrat de mariage reçu par le soussigné notaire le 4 octobre 1808
dans la maison ou demeurent les requérants rue du bétail n° 4
la femme, meubles 952 fr, numéraire 1000 fr, dettes actives, total 1952 fr
le mari, meubles 158 fr, numéraire 1855 fr, total 2018 fr
Enregistrement, acp 110 F° 14-v du 28.1.

Jean Henri Edler et Marguerite Salomé Reichard vendent en octobre 1818 deux maisons sises rue d’Or aux architectes Jean Chrétien Arnold et Daniel Fritz

1831 (13.1.), Enregistrement de Strasbourg, ssp 59 F° 145, ssp du 3 octobre 1818, vente
Jean Henri Edler, faiseur de crics, et Marguerite Salomé Reichard
à Jean Chrétien Arnold et Daniel Fritz les deux architectes
1. une maison ayant communauté de cour et de puits avec la maison Miltenberger ci devant Fries et avec celle appartenant à la fabrique de Nicolas affectée au logement du sacrisatin de ladite paroisse, sise à Strasbourg rue d’Or ou quartier des Charrons n° 25 entre Sr Krieg et Sr Wogelin boulanger, donnant par derrière sur ladite cour,
Plus une maison avec appartenances et dépendances sise en cette ville rue d’Or ou quartier des Charrons n° 4 entre l’auberge de la Pomme d’Or et la maison du Sr Jean Frédéric Schaaff baquelier donnant par derrière sur ladite auberge – avec tous droits (…) à la maison du Sr Krieg charron toutes les démolitions qui font suite à la démolition et reconstruction du pignon qui sépare la maison vendue de celle du Sr Krieg conformément au rapport d’experts du 17 août 1812
pour le paiement au Sr Arnold de 6662 francs et intérets de 838 fr, et 3237 fr au Sr Fritz pour solde principal de 6540 fr et intérets de 406 fr, plus 6000 fr audit Arnold et 754 fr d’intérêts plus audit Fritz 3000 fr et 317 fr d’intérêts, total audit Arnold 14.255 fr et Fritz 7021 fr ensemble 21.276 francs

Fils de l’inspecteur des bâtiments Philippe Jacques Paul Arnold, Jean Chrétien Arnold épouse en 1796 Catherine Dorothée Heitz, fille de l’imprimeur Jean Henri Heitz

1796 (6 germinal 4), Strasbourg 10 (31), Not. Zimmer n° 107
Eheberedung – persönlich erschienen, der Burger Johann Christian Arnold, Architecte allhier wohnhaft, des Burgers Philipp Jacob Paul Arnold, hießiger Gemeinde Bau-Inspector, mit Fraun Margaretha Salome gebohrner Zimmer ehelich erzeugter volljähriger Sohn, als Hochzeiter, ane einem
Sodann Jungfrau Catharina Dorothea Heitz, des Burgers Johann Heinrich Heitz, Buchdruckers allhier, mit Fruan Maria Sara gebohrne Weiß, ehelich erzeugte volljährige Tochter, beiständlich gemelten ihres Vaters, als Braut an dem andern Theil
de, 6. Germinal Abends in Vierten Jahr der Fränckischen Republick [unterzeichnet] Johann Christian Arnold, Catharina Dorothea Heitzin
Enregistrement, acp 39 F° 200-v du 11 germ 4 – revenu industriel 112 livres

Les nouveaux mariés font dresser l’inventaire de leurs apports. Ceux du mari s’élèvent à 3 202 livres tournois, ceux de la femme à 3 942 livres tournois.
1797 (16 vend. 6), Strasbourg 10 (12), Not. Zimmer, n° 113
Inventarium illatorum – bürger Johann Christian Arnold Architecte und Fr. Catharina Dorote geb. Heitz mit den bürger Johann Heinrich Heitz buchdrucker ihrem leiblichen Vater verbeistandet – vor unterschriebenem Notario den 6. germinal 4 errichteter Eheberedung
dem Ehemann in die Ehe gebrachtes Vermögens, so in einer an der Krautenau N° 102 gelegenen nicht hiehero gehörigen behausung
hausrath L 575, silbers 59, Gold 47, Schiff und Geschirr 120, schulden 2400, summa summarum L 3202
der Frauen in die Ehe gebracht guth, hausrath 1497, silbers 87, gold 357, schulden 2000, summa summarum 3942
Enregistrement, acp 54 f° 142 du 21 vend. 6

Jean Chrétien Arnold et son fils cèdent leur moitié de maison aux enfants du copropriétaire Jean Daniel Fritz

1838 (10.4.), Strasbourg 10 (94), Me Zimmer n° 2829
1. Jean Chrétien Arnold père, architecte, 2. Chrétien Auguste Arnold fils, architecte, et Elise Fleischmann
1. Daniel Frédéric Fritz, architecte, 2. Charles Chrétien Fritz, 3. Jean Guillaume Fritz les trois architectes, 4. Marie Salomé Fritz, 5. Sophie Fritz, 6. Christine Louise Fritz toutes trois rentières
les deux tiers appartenant par indivis auxdits Sr Arnold dans une maison avec appartenances & dépendances sise à Strasbourg rue d’Or n° 4 entre la veuve Schaaff & auberge à la Pomme d’Or, derrière la même auberge – acquis avec la maison rue d’Or n° 25 conjointement avec M. Arnold père pendant la communauté avec défunte son épouse et de feu Daniel Fritz, pendant le veuvage, de Jean Henry Edlen, faiseur de crics, et Marguerite Salomé Reichard par acte sous seing privé du 3 octobre 1818 enregistré le 13 janvier 1831 f° 145, ledit Edlen l’avait acquis du Sr Jean Geoffroi Scheffer par devant M° Ubersaal le 27 novembre 1809 – moyennant 2000 fr pour la totalité, soit 1333 francs
Enregistrement, acp 258 f° 86 du 174.

Originaire de Pforzheim, le compagnon charpentier Jean Daniel Fritz s’inscrit pour faire ses années d’épreuve chez Jean Geoffroi Weber et Jacques Paul Arnold.
1774, Protocole de la tribu des Charpentiers (XI 29)
(f° 35-v) Dienstag den 21.den Junii 1774 – Joh: Daniel Fritz der leedige Zimmergesell von Pforzheim gebürtig stehet vor und bittet, weilen Er das Handwerck nach Ordnung gelernet und verschiedene Jahre darauf gewandert, ihne in die gewohnliche Muthjahre einzuschreiben, Nach gehaltener Umbfrag wurde Erkannt, Seÿe dem Comparenten in seinem begehren zu willfahren, hierauf hat derselbe declarirt die verlangte Muthjahr beÿ Mr Joh: Gottfried Weber und M. Jacob Paul Arnold zu Verarbeithen.

Jean Daniel Fritz demande à faire son chef d’œuvre pour pouvoir épouser la fille d’un maître charpentier. Le conseil lui demande d’attester qu’il a passé un contrat de mariage
1779, Protocole de la tribu des Charpentiers (XI 29)
(f° 47-v) Donnerstag den 21.den Januarii 1779 – Erschienen Daniel Fritz der Gesell von Pforzheim gebürtig, stehet vor und bittet, weilen seine Muthjare bereits verfloßen, ihme Zu erlauben nach außgestandenem Examine den Riß Zum Meisterstück aufzunehmen und dieses nun somehr da Er Meister Helgensteins Tochter Zu heÿrathen gesonnen. Nach gehaltener Umbfrag wurde Erkannt, Seÿe dem Comparenten in seinem begehren Zu Willfahren, sobald er einen authentischen Extract aus dem mit gemelten Mr Heilgensteins Tochter getroffenen Ehe Contract denen Herren Schaumeistersn einhändigen werde.

Jean Daniel Fritz souhaite obtenir le sujet de son examen sans fournir le certificat. Le conseil refuse.
(f° 48) Dienstag den 23.ten Februarii 1779 – Joh: Daniel Fritz der leedige Zimmergesell, , von Pforzheim gebürtig, stehet vor und bittet weilen seit del 21.ten Junii 1776 seine Muthjare verfloßen ihm ohne Rücksicht auf eine Verheurathung, davon den 21.ten Januarÿ jüngst Meldung geschehen, Zu Aufnahm des Reißes und Verfertigung des Meisterstücks gelangen Zu laßen, und dieses um so mehr, da dermahlen keiner vorhanden, der das Meisterstück zu verertigen Verlanget. Nach gehaltener Umbfrag wurde Erkannt, Seÿe der Comparent mit seinem Gesuch samt Kösten ab: und an die Articul zu verweisen.

Jean Daniel Fritz porte l’affaire devant les Quinze. Les pages qui rendent compte de l’affaire manquent.
1779, Protocole des Quinze (2 R 189)
Johann Daniel Fritz Ca. E. E. Mstrschfft der Zimmerleuth. 118. 148. 169. 177. 188.
(p. 118) Sambstags den 6.ten Martii 1779. – Osterrieth nomine Johann Daniel Fritz des ledigen Zimmer gesellen von Pfortzheim gebürtig, Contra E. E. Meisterschafft der Zimmerleuth Obermeister producirt unterthäniges Memoriale juncto petito samt beÿlag sub Litt. A [puncto] admission Zum Meisterstück. Wilhelm bitt [Deput;] et Terminum ordiniis, Obtinuit.
(p. 148, p. 169, p. 177, p. 188 manquent)

Jean Daniel Fritz devient tributaire le 8 janvier 1783
1783, Protocole de la tribu des Charpentiers (XI 34)
(f° 27) Mittwochs den 8. Januarÿ 1783 – Neuzünfftiger ER
Erschienen Mr Daniel Fritz der Zimmermann von Pforzheim producirt Cantzleÿ Stall schein dedato 30.ten Decembris 1783. bittend ihne, in Kraft derselben bei dieser Ehrsamen Zunft aks einen Zünfftigen auf und anzunehmen, sub oblato præstanda Zu præstiren und die Gebühr Zu erlegen. Erkant, Gegen Erlang der Gebühr Willfahrt, Juravit.

Fils du charpentier Daniel Fritz de Pforzheim, Jean Daniel Fritz épouse en 1784 Marie Salomé Heiligenstein, fille du charpentier Jean Heiligenstein : contrat de mariage, célébration. Jean Heiligenstein fait donation à sa fille de sa maison rue des Poules à la Krutenau.
1784 (3.2.), Not. Schaeff (Jean Frédéric, 6 E 41, 873) n° 170
Eheberedung – persönlich erschienen, Herr Daniel Fritz, der Zimmer Meister und Burger alhier, H. Daniel Fritz des Zimmer Meisters und burgers Zu Pfortzheim, mit der Ehr: und Tugendsamen Fraun Barbara gebohrner Siegelin ehelich erzeugter Sohn, so majorennis und seiner Rechten selbsten genieset, als hochzeiter, ane einemn
Sodann die Viel Ehr: und tugendbegabte Jungfrau Maria Salome Helgensteinin, Hn Johannes Helgenstein, des Zimmer Meisters und burgers alhier, mit Weil. Frau Maria Elisabetha gebohrner Hetzelin, ehelich erzeugte Tochter beiständlich erstgemelten ihres Hn Vatersn als die Jungfrau braut ane dem andern theil
Achtens, cedirt und überläßt Hr Johannes Helgenstein, der Zimmer Meister und burger amhier, Jungfrauen Marie Salome Helgensteinin, der Jungfrau braut, seiner Tochter, welche auch beiständl. H. Daniel Fritz des Zimmer Meisters und burgers alhier ihres bräutigams, auf gleiche Weise an: und übernommen zu haben bekante, die von ihme bewohnende gantze behaußung, hoff und hoffstatt samt allen übrigen deroselben Gebäuden, begriffen, Weiten, Zugehörden, Rechten und gerechtigkeiten, gelegen alhier Zu Straßburg in der Vorstadt Krautenau ane der Hennen: Gaß, einseit neben Pfählerischen Erben, anderseit neben Hn Lt Ihlen, und hinten Zum theil auf Hn Rathh. Joh: David Zocher den Kunst: gärtner und Zum theil auf H. Lobstein den Handelsmann stoßend, so Herrn N. Fügner dem glaser: Meister u. burger alh. um 600 fl. verhafftet, sonsten aber des H. Cedenten und Vaters Versicherung gemäß gegen Männiglichen freÿ leedig und eigen, Solchemnach ist gegenwärtige Cession und Übernahm ertsbeschriebener behausung über abzug obigen darauf haftenden Capitals der 600 gulden, welche die Jgfr. tochter und braut vermittelts dieses übernimmt, (…) annoch Zugangen und beschehen vor und um die Summam von 1900 Gulden hiesiger Währung
Wohnung (…)
auf Dienstag den 3. Februarÿ anno 1784. [unterzeichnet] Daniel Fritz als hochzeiter, Maria Salome Helgenstein als hochzeiterin

Mariage, Temple-Neuf (luth. f° 138-v, n° 9)
Im Jahr 1784 Dienstags den 9. Martii (sind) ehelich eingesegnet worden Daniel Fritz lediger Zimmermeister und burger allhier, von Pfortzheim gebürtig, Hn Daniel Fritz, Herrschafftlichen Zimmermeisters und burgers daselbst und Frauen Barbara gebohrner Siegelin ehelicher Sohn, und Jgfr. Maria Salome Heiligensteinin Johannes Heiligensteins, Zimmermeisters und burgers allhier, und weiland Frauen Maria Elisabetha gebohrner Hetzelin eheliche tochter [unterzeichnet] Daniel Fritz las hochzeiter, Maria Salome Heiligensteinin als Hochzeiterin (i 140)

Jean Daniel Fritz devient bourgeois
1782, VI 370, 12 (Nouveaux bourgeois, 1781-1783) – Daniel fritz

Marie Salomé Heiligenstein meurt en 1816 en délaissant six enfants.
1816 (2.4.), Strasbourg 8 (14), Not. Roessel n° 3117
Inventaire de la succession de Marie Salomé Fritz née Heiligenstein décédée le 24 octobre dernier – à la requête de 1. Daniel Fritz maître charpentier le veuf, 2. Daniel Frédéric Fritz tailleur de pierres, 3. Marie Salomé Fritz non mariée, 4. Charles Chrétien Fritz charpentier, 5. Sophie Fritz non mariés ces quatre majeurs, 6. Guillaume Fritz et 7. Christine Louise Fritz les deux mineurs mais émancipés issus du mariage avec le veuf, contrat de mariage tel qu’il est copié à l’inventaire suivant contrat de mariage reçu Schaeff le 3 février 1784

dans une maison rue des Bestiaux fauxbourg de la Krautenau n° 40
propres aux héritiers apports 14 fr, garde robe 179 fr, mobilier 5000 fr (apports selon l’inventaire des apports 9688 fr) restent à remplacer 1409 fr, total des propres 6602 fr
communauté, mobilier 969 fr, outils bois 400 fr, créances 6400 fr, immeubles 27.200 fr, total de l’actif de la communauté 34.969 fr – passif 9177 francs
immeubles, Héritiers. La maison que le père de la défunte lui a cédé dans le contrat de mariagesituée en cette ville rue des Bestiaux fauxbourg de la Krautenau n° 40, entre les héritiers Pfaehler et le Sr Karcher tonnelier, elle aboutit en partie sur la propriété du Sr Zocher jardinier en partie sur la place dont il va être tantot parlé, Cette maison dans laquelle le veuf déclare n’avoir pas fait de réparations majeures est occupée par lui et les héritiers, estimée à 250 fr de revenu en capital 5000 francs Communuté. Suivant acte passé à la Chambre des contrats le 18 mars 1786 il a acquis de Jean Daniel Baër négociant et de Jean Frédéric Baër orfèvre au nom de leur mère Marie Salomé née Lobstein veuve Baër un jardin avec puits cour petite maison et dépendances située au susdit Faubourg, d’un côté la maison ci après mentionnée et à la propriété Zocher, d’autre à M Wagner négociant et à la veuve Graff derrière maison ci dessus inventoriée à celle de M Karcher et au jardinier Gohri, Duquel bien dont le sol forme aujourd’hui en grande partie un chantier le veuf et les héritiers jouissent eux mêmes, estimée à 300 fr de revenu en capital 6000 francs
Plus le Sr Fritz déclare avoir acquis de Kayser, emballeur à la douane, une maison sise audit fauxbourg rue dite Spiesengass quai des Chevaux n° 138, tenant d’un côté audit chantier, de l’autre au Sr Asal tisserand, derrière les héritiers Lauth, estimée à 60 fr de revenu, en capital 1200 fr
Et une maison sise à Strasbourg place St Etienne n° 18 à l’entrée de la rue de la Croix, d’un côté celle du Sr Glock brasseur, d’autre celle du Sr Kieffer chandelier, derrière la propriété du Sr Fabian – louée au Sr Jaeglé prêtre moyennant un loyer annuel de 1000 fr, revenu faisant en capital 20.000 fr, Sur ces deux acquisitions il ne s’est pas trouvé de titre
enreg. manquant F°

Daniel Fritz meurt en décembre 1822. La maison rue d’Or figure à l’inventaire de ses biens.

1824 (9.8.), Strasbourg 8 (38), Me G. Grimmer n° 167
Inventaire de la succession de Daniel Fritz, charpentier décédé le 12 décembre 1822 – à la requête de 1. Jean Daniel Fritz, tailleur de pierres, 2. Marie Salomé Fritz majeure, 3. Charles Chrétien Fritz, charpentier, 4. Sophie Fritz, majeure, 5. Jean Guillaume Fritz, charpentier, 6. Christine Louise Fritz majeure

Observations préliminaires, l’inventaire de la succession de Marie Salomé Heiligenstein épouse du défunt a été dressé par M° Roessel le 2 avril 1816
immeubles 1. la moitié d’une petite maison avec cour, puits, jardin & autres dépendances sise en cette ville rue des Bestiaux Faubourg de la Krautenau, entre la maison ci après désignée et propriété Zocher, derrière M. Wager négociant et la veuve Graff, estimée 2500 fr, acquise par acte passé à la Chambre des contrats le 18 mars 1786
2. la moitié d’une maison et dépendances sise en cette ville rie appelée Spiesengasse quai des Chevaux n° 138, d’un côté l’immeuble susdésigné, d’autre la Sr Asal tisserand, derrière les hoirs Lauth, évaluée à 500 fr, acquise du Sr Kayser emballeur à la Douane
3. la moitié d’une maison sise à Strasbourg place St Etienne n° 18 à l’entrée de la rue de la Croix, d’un côté celle du Sr Glock brasseur, d’autre celle du Sr Kieffer chandelier, derrière la propriété du Sr Fabian, estimée 8000 fr – la contre moitié des trois articles ci dessus dépend de la succession de Marie Salomé Heiligenstein épouse du Sr Fritz
4. le tiers par indivis à une maison ayant communauté de cour et de puits avec la maison Miltenberger ci devant Fries et avec celle appartenant à la fabrique St Nicolas affecté au logement du sacristain de ladite paroisse sise en cette ville rue d’Or quartier des Charrons n° 25, d’un côté le Sr Kreig charron, d’autre le Sr Waegeli, boulanger, derrière ladite cour, estimée 800 fr
5. le tiers par indivis d’une maison avec appartenances et dépendances en cette ville rue d’Or ou quartier des Charrons n° 4, entre l’auberge à la Pomme d’Or et la maison du Sr Jean Frédéric Schaaff baquetier, derrière ladite maison, estimée 400 fr – les deux autres tiers appartiennent à Jean Chrétien Arnold maçon. Le titres de propriété ne s’est point retrouvé
6. une maison construite en bois à rez de chaussée surmontée de deux étages avec un petit jardin sur le devant, cour, grange, écurie et puits située à Strasbourg Faubourg de la Krautenau rue de l’Abreuvoir n° 37, d’un côté la fabrique de chicorée appartenant au Sr Baumann, d’autre le Sr Kientz jardinier et Karcher propriétaires, devant la rue, derrière le Sr Fritz défunt, estimée 1920 fr, acquise de Chrétien Wick, charpentier, fondé de pouvoir de Marie Salomé née Schultz veuve de Jacques Margraff, maçon, et Marie Salomé Margraff femme de Vendelin Hähnemann, Catherine Marguerite Margraff femme dudit Wick, Marie Madeleine Margraff femme de Louis Danner, charpentier, Marie Anne Margraff et Elisabeth Margraff les deux majeures suivant acte reçu par M° Hatt le 30 novembre 1822
mobilier 859 fr, créances 130.400 fr, ensemble 144.620 fr et meubles ensemble 145.479 fr
Enregistrement, acp 169 F° 115-v du 16.8.

Les consorts Fritz vendent la maison à la veuve d’Adolphe Kieffer au nom de laquelle elle figure au cadastre en 1881.
Le tailleur Adolphe Kieffer épouse en 1857 Barbe Klinger, fille de cordonnier.

Mariage, Strasbourg (n° 118)
Du 2° jour du mois d’avril 1857 à dix heures du matin, Acte de mariage de Gustave Adolphe Kieffer, majeur d’ans, né en légitime mariage le 4 décembre 1832, fils de Jean Frédéric Kieffer, tailleur domicilié à Strasbourg, ci présent et consentant, et de feu Wilhelmine Dorothée Maucké décédée à Strasbourg le 25 février 1850, et de Barbe Klinger, majeure d’ans, née en légitime mariage le premier décembre 1835 à Strasbourg, domiciliée à Strasbourg, sans état, fille de feu Mathias Klinger, cordonnier décédé à Strasbourg le 5 mai 1852 et de Caroline Bachmann, sage-femme domiciliée à Strasbourg ci présente et consentante (…) il n’a pas été passé de contrat de mariage. Et aussitôt lesdits époux ont déclaré reconnaîre et légitimer Gustave Adolphe Kieffer né d’eux à Illkirch-Graffenstaden (BasRhin) le 17 septembre 1853 inscit le même jour sur les registres de l’état civil de ladite commune (signé) Kieffer, Klinger (i 18)

1871, (5.7.), M° Stromeyer
Inventar der Gütergemeinschaft die zwischen Gustav Adolph Kieffer Octroi Einnehmer und Barbara Klinger seiner Ehefrau in Straßburg existirt hat und vom dem Nachlass des Hn Kieffer den 20 Mai 1871. gestorben
errichtet von der Wittwe und Theilnehmerin der halben Gemeinschafft und als Mutter von Gustav Adolph Kieffer, ihr Sohn
acp 599 (3 Q 30 314) n° 1371 f° 56-v du 15.7. (Sterbeafall erklärt den 2. November 1871)
Gemeinschafft. Mobilien 636, Schuldschein 1477
Nachlas, Kleidung 46

Le receveur de l’octroi Gustave Adolphe Kieffer meurt en 1871 dans une maison quai des Bateliers après avoir fait un testament par lequel il lègue à sa femme la moitié de ses biens
Décès, Strasbourg (n° 1417)
Acte de décès. Le 21 Mai 1871 (…) Ont comparu Frédéric Kieffer âgé de 50 ans, Employé à la mairie frère du défunt domicilié à Strasbourg et Joseph Klingler, typographe, beau frère du défunt domicilié à Strasbourg lesquels nous ont déclaré que Gustave Adolphe Kieffer, âgé de 38 ans, né à Strasbourg, Receveur central de l’octoi époux de Barbe Klinger, domicilié à Strasbourg, fils de feu Jean Frédéric Kieffer, tailleur, et de feu Wilhelmine Dorothée Maucké, est décédé le 20 mai 1871 à six heures du soir en la maison Quai des bateliers 25 (i 44)

1871 (19.5.), M° Stromeyer
Testament von Gustav Adolph Kieffer, Octroi Einnehmer in Straßburg, Barbara Klingler seiner Ehefrau von der Nutzniesung seines halben Vermögens – gestorben 20. mai 1971.
acp 598 (3 Q 30 313) f° 77-v n° 938 du 29.5.



16, Place Kleber


Place Kleber n° 16 – IV 251 (Blondel), N 724 puis section 59 parcelle 35 (cadastre)

Auberge à l’image de Saint Claude (1692-1730) – Boulangerie depuis 1748
Démolie en 1912 lors de la Grande Percée


Elévations du Service d’architecture (1911, AMS cote 907 W 161)

La maison donne sur la place des Cordeliers (aujourd’hui place Kleber) en haut de la Grande rue de la Grange. Elle a un encorbellement de 11 pieds 3 pouces de long d’après le Livre des communaux (1587). Le notaire Georges Schwartz l’achète en 1608 et en transmet la propriété à son fils secrétaire Jean Adam Schwartz. Cabaretier originaire de Lyon, Claude Olier, dit Saint-Claude, acquiert en 1692 une maison à trois corps de logis, deux étages et une écurie pour dix chevaux, où il établit l’enseigne à l’image de Saint Claude ou au Saint-Claude. Le locataire Nicolas Perna y exerce en 1727 son métier de fabricant de pâtés, ce qui servira d’argument à Pierre Baudé pour obtenir en 1748 le droit d’y ouvrir une nouvelle boulangerie. La maison dont la valeur minimale est à peu près constante (1 200 livres) a trois étages selon l’estimation de 1748. Elle a toujours son encorbellement en 1768. Le commissaire des fontes de l’artillerie Jean Baptiste Dartein en devient propriétaire en 1772. Il est anobli en 1778, loue la maison au boulanger Jean Jacques Kreis qui en devient propriétaire en 1789.



Plan-relief de 1725 qui représente le même endroit que ci-dessus et ci-dessous, l’alignement recule au repère (s) (Musée historique, cliché Thierry Hatt)
Dessins préparatoires au plan-relief de 1830, îlot 198 : élévation (Musée des Plans-relief) 1

L’Atlas des alignements (années 1820) mentionne une maison dont le premier étage est en maçonnerie et les deux autres en bois. Sur les élévations préparatoires au plan-relief de 1830, la façade sur rue est la deuxième à droite du repère (r) : porte d’entrée et une fenêtre au rez-de-chaussée, trois étages à deux fenêtres chacun, toiture à deux niveaux de lucarnes. La cour R représente la façade arrière (2-3) du bâtiment sur rue, le bâtiment latéral ouest (1-2), le bâtiment (1-8) au fond de la cour et le bâtiment (4-5-6-7) à l’est de la cour suivi d’une partie de cour (3-4).
La maison porte le n° 16, aussi bien selon l’ancienne numérotation (1784-1857) que selon la nouvelle


Cour R – Plan du Service d’architecture (1911, AMS cote 907 W 161)

Les propriétaires suivants sont tous des boulangers (Martin Stoll, 1829, Jacques Meyer, 1834 puis Benjamin Weil, 1873). Le compte rendu de visite par les enquêteurs en 1907 porte que la maison est reconstruite au XIX° siècle. Comme le cadastre ne signale pas de modification, les travaux doivent avoir eu lieu dans les années 1830, entre la date de levés pour le plan-relief et l’ouverture du cadastre. Ils sont donc dus soit à Martin Stoll soit à Jacques Meyer. Le nouveau bâtiment a toujours trois étages mais chaque étage a désormais trois fenêtres. Un balcon en fer forgé se trouve devant les fenêtres du premier étage. Les étages sont occupés par une auberge au courant du siècle ; Adolphe Seyboth signale en 1847 l’enseigne à la Ville d’Alger. La Ville achète la maison en même temps que ses voisines puis la fait démolir en 1912 lors de la Grande Percée. Le bâtiment avant est aujourd’hui voie publique.


Alignements de la Grande Percée sur fond de plan cadastral. L’avant de l’ancien n° 16 est réuni à la voie publique (en haut à gauche, AMS cote 907 W 161)
Même endroit en septembre 2014.

mai 2021

Sommaire
CadastreRelevé d’actes

Récapitulatif des propriétaires

La liste ci-dessous donne tous les propriétaires de 1603 à 1952. La propriété change par vente (v), par héritage ou cession de parts (h) ou encore par adjudication (adj). L’étoile (*) signale une date approximative de mutation.

André Dieffenbecher, receveur, et (v. 1565) Anne Stedel – luthériens
Jean Œttel
1608 v Georges Schwartz, notaire, et (1604) Catherine Brand – luthériens
1645* h Jean Adam Schwartz, secrétaire, et (1640) Marie Elisabeth Bischoff – luthériens
1692 v Claude Olié, cabaretier, et (v. 1675) Jeanne Nerbec – catholiques
1718 h Claude Prima, perruquier, et (v. 1708) Jeanne Chaudre – catholiques
1730 v Arnaut Lagardelle, maître maçon, et (1718) Jeanne Bouillon puis (1732) Marie Catherine Reine Marchand – catholiques
1732 v Claude Prima (supra)
1748 v Pierre Baudé, boulanger, et (1740) Agathe Dalbin – catholiques
1772 v Jean Baptiste Dartein, commissaire des fontes de l’artillerie, et (1745) Anne Geneviève Colmont
1789 v Jean Jacques Kreis, boulanger, et (1754) Susanne Marguerite Bader – luthériens
1829 v Martin Stoll, boulanger, et (1824) Marie Barbe Martinstein
1834 v Jacques Meyer, boulanger, et (1836) Salomé Weinling puis (1850) Thérèse Schneider
1873 v Benjamin Weil fils de Meyer, boulanger à Muttersholtz, et Pauline Schuhl
1908* v Ville de Strasbourg

Valeur de la maison selon les billets d’estimation : 1 200 livres en 1717, 1 400 livres en 1748, 1 200 livres en 1768

(1765, Liste Blondel) IV 251, Pierre Baudé
(Etat du développement des façades des maisons, AMS cote V 61) Tardin, 3 toises, 0 pied et 0 pouce
(1843, Tableau indicatif du cadastre) N 724, Meyer, Jacques, boulanger – maison , sol – 2,75 ares

Locations

1633, Loup Ultz, marchand
1687, François de la Cour, menuisier, et Guillaume wan Paar ; orfèvre
1689, Etienne de Combe, vivandier, et Marie Didier
1695, André Boyer, parfumeur
1711, 1724, Simon Terrain, cabaretier, et Elisabeth Semillard
1727, Nicolas Perna, fabricant de pâtés
1731, Marie Odile Wiedenlœcher, veuve de l’horloger Jacques Robinot
1764, Georges Ritleng, boulanger
1772, Charles Debiez, perruquier, et Jeanne Beaujean (voisins)
1772, Thiébaut Michel, boulanger
1784, Jean Jacques Kreis, boulanger (futur propriétaire)
1809, Jean Abraham Litsch, employé à la recette générale
1827, Jeanne Catherine Foret, veuve du perruquier François Xavier Appfel
1835, Lippmann Bauer, aubergiste
1841, Sara Metzger veuve de l’aubergiste Lazare Bauer

Livres des communaux

1587, Livre des communaux (VII 1450) f° 163-v
Sise rue de la Grange, la maison appartient au receveur des Cordeliers André Dieffenbecher. Elle comprend un encorbellement (11 pieds 3 pouces de long, 2 pieds 9 pouces de saillie), une porte de cave inclinée (6 pieds 9 pouces de large, 3 pieds de saillie). Le propriétaire doit pour la jouissance 4 sols 8 deniers

[Stadelgasse]
Andreas ([biffé] Rudloff) Dieffenbächer der Schaffner Zu den Barfüesser, hatt daselbsten ahne Stadelgassen vor seinem Hauß oben ein Vsstoß xj schu iij Zoll lang, vnd ij schu ix Zoll herauß, Ein lehenete Kellerthüer vj schu ix Zoll breit, vnd iij schu herauß, Bessert für das Niessen, iiij ß viiij d

Protocole des Quinze

1696, Protocole des Quinze (2 R 100)
Les Quinze confirment Claude Olier qui a bonne réputation dans son droit de tenir cabaret en haut de la grande rue de la Grange

(f° 83) Mittwochs den 11. Aprilis. Visitation der Würthshäußer
(p. 89) Aubergistes und Cabaretiers.
Iidem stellen zu Mghh. Wie Sie sich wegen d. Aubergistes und Cabaretiers verhalten, Und Ob Sie es biß auff die campagne anstehen lassen sollen ? Erk. Quodnon, Soll jnn der Sach fürtergefahren werd.
(p. 125) Mittw. den 25. Maÿ. Aubergistes – Iidem [Obere Umgeldts Herren] per Herrn Schragen, daß, als jüngsthin die relation von den Würths häußern abgestattet worden, mann biß auff die Aubergistes Kommen seÿe, deren biß dato 21 geweßen, und seÿe anjetzo die Frag, ob sie Noch Ferners Zu laßen, und wie mann sich des Umbgeldts halben mit ihnen Zu Verhalten, als Welche Nicht Nur Zu hauß jedermann logiren und setzen, sondern auch wein auff die gaß außschencken, Und seÿe
6. Mons. Claude Olier, so oben an d. großen Stadelgaß wohnet, burger ist, Und ein gutes Zeugnus hatt, dennoch Zu Mghh. stünde; Ob er Zu lassen ? Erk. Quoad sic

Préposés au bâtiment (Bauherren)

1723, Préposés au bâtiment (VII 1390)
Les préposés autorisent Claude Prima à planter un pieu après que la Chambre de police l’a autorisé à déposer des ordures.

(f° 143-v) Dienstags den 23. Ejusd. [febr.] – Claude Primat pt° pfahls
Claude Primat bittet die Herren dreÿ, dem Werckmeister zubefehlen, daß Er Zufolge beÿ E. Löbl. Policeÿgericht ergangenen Erkandtnus einen pfahl oben an der Großen Stadel gaßen, wo S.V. der horb solle hiengeschuttet werden, möchte mit der Statt Schild bezeichnet, schlagen laßen, Erk. fiat.

1733, Préposés au bâtiment (VII 1395)
Les préposés autorisent le charpentier Jean Georges Burger au nom du perruquier Prima qui a acheté la maison (à côté) des Troix Perdreaux à occuper le communal pour réparer l’intérieur du bâtiment arrière à condition de payer 7 sols 6 deniers et de ne pas entraver la circulation.

(f° 143-v) Dienstags den 5. Maÿ 1733. – Mr Primat
Meister Johann Georg Burger, der Zimmermann, bittet um erlaubnus, vor Hern (-) Primat, des peruquenmachers Hauß, au trois perdreaux, welches Er erkaufft hat und. auf dem baarfüeßer platz gelegen ist, etwas weniges bawholtz so Er zu reparirung einiger Gemach im hindern stockh nötig hat, zimmern zu laßen, verhoffe in dreÿen wochen den platz wieder zu raumen, Erk. wird mit gesuchter erlaubnus gegen 7 ß 6 s Zinnß, willfahrt, doch dergestalten, daß weilen dießes hauß Vornen an der Großen Stadelgaß gelegen ist, der weeg nicht versperrt sondern freÿ und ungehindert bleiben solle.

1768, Préposés au bâtiment (VII 1413)
Les préposés autorisent le boulanger Pierre Baudet à réparer la maison mais pas à la repeindre sauf s’il supprime toute avance.

(f° 38-v) Donnerstags den 18. Augusti 1768 – H. Peter Baudet
H. Peter Baudet der Beck bittet umb erlaubnus sein hauß an der großen Stadelgaß außzubeßern und anzustreichen. Erkannt, Soll H: Werner examiniren und bericht darüber abstatten.

(f° 39-v) Dienstags den 30. Aug. 1768 – H. Peter Baudet
H. Peter Baudet dem Beck wird Zwar erlaubt sein hauß an der großen Stadelgaß außzubeßern aber verbotten daßelbe anzustreichen, es seÿe dann, daß er den vorstehenden theil daran abbrechen wolte.

Description de la maison

  • 1717 (billet d’estimation traduit) La maison comprend un bâtiment arrière et un bâtiment latéral, passage, écurie, cave voûtée et cour, le tout estimé avec ses appartenances et dépendances à la somme de 2 400 florins
  • 1748 (billet d’estimation traduit) La maison comprend au rez-de-chaussée à côté de l’entrée une boutique, une chambre à cheminée, au premier étage un poêle, une chambre à cheminée, un vestibule avec une antichambre, au deuxième étage une chambre à cheminée et un fourneau, un cabinet et un vestibule, au troisième étage un poêle, une cuisine et une petite chambre, le comble couvert de tuiles creuses renferme un grenier dallé, le bâtiment arrière couvert d’un demi-toit comprend un petit poêle et petite chambre, une écurie au rez-de-chaussée, le petit bâtiment latéral comprend un petit poêle et une chambre, le tout y compris une cave voûtée, une petite cour et un puits est estimé avec ses appartenances et dépendances à la somme de 2 800 florins
  • 1768 (billet d’estimation traduit) La maison comprend un bâtiment avant et un bâtiment arrière où se trouvent plusieurs chambres et cuisines, le comble est couvert de tuiles plates, la cave est voûtée, il y a aussi un four de boulanger et un fournil, le tout estimé avec le puits, la cour, autres appartenances et dépendances à la somme de 2 400 florins

Atlas des alignements (cote 1197 W 37)

2° arrondissement ou Canton nord – Place d’Armes

nouveau N° / ancien N° : 31 / 16
Greis
Rez de chaussée et 1° étage en maçonnerie et 2 étages médiocres en bois et avance en partie
(Légende)

Cadastre

Cadastre napoléonien, registre 21 f° 205 case 4

Meyer Jacques, boulanger, place d’armes N° 16 à Strasbourg

N 724, maison, sol, place d’armes 16
Contenance : 2,75
Revenu total : 226, 43 (225 et 0,43)
Ouvertures, portes cochères, charretières :
portes et fenêtres ordinaires : 28 / 22
fenêtres du 3° et au-dessus : 4 / 3

Cadastre napoléonien, registre 23 f° 1054 case 2

Meyer Jacques, boulanger
1875 Weil Benjamin, Sohn von Meyer, bäcker zu Müttersholz / und Ehefrau Pauline geb. Schuhl in Gg.
1908 Strassburg die Gemeinde
(ancien f° 802)

N 724, maison, sol, Place Kleber 16
Contenance : 2,75
Revenu total : 226, 43 (225 et 0,43)
Folio de provenance : (205)
Folio de destination : Gb
Ouvertures, portes cochères, charretières :
portes et fenêtres ordinaires : 28
fenêtres du 3° et au-dessus : 4

Cadastre allemand, registre 32 p. 361 case 5

Parcelle, section 59, n° 35 – autrefois N 724
Canton : Kleberplatz Hs N° 16
Désignation : Hf, Whs u NG – 265/13, 236
Contenance : 2,25
Revenu : 11,25 – 2100
Remarques : 1913 ab S 362 F 5 – 1912 Abbruch
[f° 362 case 5, parcelle 40, 3, rue Sainte-Barbe]

(Propriétaire), compte 34
Strassburg die Gemeinde
1909 Gemeinde Strassburg / Ville de Strasbourg
(33)

1789, Etat des habitants (cote 5 R 26)

Canton IV, Rue 98 Place d’Armes (p. 159)

16
Prop. Greiss, Jean Jacques, Boulanger – Boulangers
Loc. Vierschrodt, Joseph, Tailleur – Tailleurs
Loc. Vierschrodt, Anne, Teilleuse – Tailleurs
Loc. Bukhoff, Francisque, veuve de Courier – Fribourg

Annuaire de 1905

Verzeichnis sämtlicher Häuser von Strassburg und ihrer Bewohner, in alphabetischer Reihenfolge der Strassennamen (Répertoire de toutes les maisons de Strasbourg et de leurs habitants, par ordre alphabétique des rues)
Abréviations : 0, 1,2, etc. : rez de chaussée, 1, 2° étage – E, Eigentümer (propriétaire) – H. Hinterhaus (bâtiment arrière)

Kleberplatz (Seite 80)

(Haus Nr.) 16
Weill B., Bäcker, E 01
Barz, Schriftsetzer, 3
Baumann, Schriftsetzer, 3
Denu, Kellner, H 3

Grille d’enquête

(67)

Fragebogen
zur Feststellung der Altertümer in den für den Straßendurchbruch zum Abbruch bestimmten Häusern in Straßburg i. E. 1907
[Questionnaire destiné à répertorier les antiquités dans les maisons vouées à la démolition pour réaliser la percée, Strasbourg, 1907]

Anmerkung. Den aufzuführenden Gegenständen ist ein Vermerk der Erhaltung hinzuzufügen und zwar bedeutet
+ sofort zu entfernen, * dringend zu erhalten, o an Ort und Stelle zu erhalten.
Diejenige Gegenstände die sofort zu entfernen sind, sind umgehend dem Kaiserlichen Denkmal-Archiv mitzuteilen.
[Remarque. On joindra aux éléments à répertorier une mention relative à la conservation, à savoir : (+) à démonter immédiatement, (*) à conserver absolument, (o) à conserver sur place. Il faudra signaler au Service impérial des monuments historiques les éléments à démonter immédiatement]

Haus : Kleberplatz 16 [Maison :] 16, place Kleber

a) Geschichtliches : [Historique]

b) Zeitbestimmung : XIX Jahrh. [Epoque] XIX° siècle

I. Das Äussere [Extérieur]

  • 10. Balkon mit zu* gußeisener Brüstung [Balcon] balcon à balustrade de fer forgé

II. Im Inneren [Intérieur]

  • 10. Eiserne Gitter, 1. Ober licht* gitter mit Bretzel (einfach*) XIX [Grilles en fer] Imposte avec craquelin (simple, XIX° siècle)
  • 22. Kaminspiegel (I. Stuck) I darüber in Holtz geschnitzt in Körbchen [Miroirs de cheminée] (un ex.) surmonté d’une corbeille en bois sculpté

Relevé d’actes

Propriétaire selon le Livre des communaux, le receveur des Cordeliers André Dieffenbecher fait baptiser en 1566 un enfant de sa femme Anne Stedel

Baptême, Saint-Pierre-le-Jeune (luth. p. 185)
1566. Vff Donnerstag en 11. Julÿ. p. Andres dieffenbecher Schaffner Zun Barfüßern, m. Anna Stedlerin, I Margaretha. Compat. Martinus Hemerle schulmeister, Jonas Stören haußfrau, Diebold pettermanns fraw (i 98)

Jean Œttel hypothèque au profit des enfants du cordier Ulric Kammerer la maison comprenant un bâtiment avant et un bâtiment arrière

1605 (xxix Januarÿ), Chancellerie, vol. 357 (Registranda Kügler) f° 37
(Inchoat. fo: 107.) Erschienen Herr Johann Öttell burger alhie
hatt in gegensein M. Georg Wüsten Seÿler alls geschwornenn vogts Ulrichs Dorotheen Catharinen vnd Marien geschwüsterden wÿland Ulrich Kammerer des Seÿlers seligen kinder – schuldig sein 100 pfund pfenning Straßburger gelühens gelts
dafür Vnderpfand sein soll Zweÿ heüßer ein Vorders v hinders mit Iren hoffstatt vnd hefflin darzwüschen auch all and. Iren gebeü geleg. Inn der S S ane dem Barfüsser blatz obwendig der großen Stadelgaß einseyt einer Behausung Zum Wolff genant herrn Magister Johannis Bentzÿ professoris selig. erben zuständig andesyt David Rudolff dem kürßner stoßend hind. vff herrn Johann Ludwig hauwenreüttern der Artzeneÿ doctor, davon gnd 15 pfund pfenning gelts lösig mit iij C herrn D Sebastian leütterspergern der Rechten doctore
[in margine :] Erschienen Geörg Wüst der Saÿler als geschworner Vogt Ulrich Kammerers e. Kinder, Hatt in gegensein des Ehrenvesten herrn Johann Heinrich Öttell Amptmans Zu Marlenheim (…) Quittiret vff den 5. Janu: 1608.

Administrateur de Strasbourg à Marlenheim, Jean Frédéric Œttel vend la maison au notaire Georges Schwartz

1608 (3. Novembris), Chancellerie, vol. 377 (Registranda Kügler) f° 326-v
Erschienen herr hannß Friderich Öttell der S S Vogt Zu Marleÿ hatt für sich verkaufft
herr Georg Schwartzen offenem Notario
Zweÿ heüsser ein vorders v ein hinders mit Iren hoffstätten v hefflin auch all and. Iren gebeu geleg. Inn der S S vff dem Parfüsser blatz oben ane der gross Stadell gaßen einsÿt hans Philips Scher andersyt David Rudolffen kueffern stosst hind. vff herrn Johann Ludwig Hohenrüttern der Medicin doctoren Dauon gnd 50 pfund pfenning gelt vff Michaelis fallen losig mit 300 pfund pfenning hauptgutt herrn Sebastian Leytersperg. d. Recht. doctor v. d. S S Advocaren, Mehr vij lb s ß gelts vff Marie Verkhundung losig mit 150 pfund pfenning d Kheüffer selbst, So dann 5 pfund pfenning gelts vff Johannis Baptistæ losig m 100 pfund pfenning Ulrich Kammerer des Seÿlers seligen erben Sunst für ledig eÿgen, der Khauff vber solche beschwerd für 150 pfund pfenning

Georges Schwartz hypothèque la maison au profit de l’ancien assesseur au Grand Sénat Jean Bernard Ulberger

1631 (ut spâ. [8. Xbris], Chambre des Contrats, vol. 470 f° 613
Erschienen H Georg Schwartz Nots. vnd burg. Zu St.
hatt in gegensein H. Hanß Bernhardt Vlbergers, alten groß. Rhats v.wanthen – schuldig seÿ 200 Pfund
dafür Vnderpfand sein soll Ein Vord. vnd hinder hauß mit ihrem hoff, hoffstatten vnd allen andern deren gebäwen & alhie uffm Parfüßer blatz neben Barthel Kallharden dem goldschlager & neben dauid Rudolffen dem Kürscher hind. vff H. F. Ludwig hawenreüter see. Erben, so zuuor noch v.hafftet vmb 300. fl. H. D. Sebastian Leitersperger

Catherine Brand veuve du notaire Georges Schwartz loue la maison dont elle a l’usufruit au marchand Loup Ultz qui devra libérer certaines localités pendant les foires de la Saint-Jean et de Noël.

1633 (5. Septembris), Chambre des Contrats, vol. 471 f° 413
Erschienen Fr. Catharina Brandin weÿ: H Georg Schwartzen deß Notÿ see: alhie witib, mit beÿstand H Johann Bernhard Ulbergers, Alten grossen Rhats verwanthen ihres geordneten Vogts
hatt in gegensein herrn Wolff Vltzen deß handelßmanns auch burgers alhie, bekannt, demnach ihr Fr. Catharina H vnd hauß würth, obgemtr Nots Schwartzen noch in Zeit seines lebens die von den Brandischen an hanß Philipps Gretzinger verkauffte häuser, erganthet, vnd man deran halben wegen vßhebens vnd v.zugs nach vor einen Ers. Kleinen Rhat streitig, dahero dise häuser also lehr stehen zulaßen, gantz nicht rahtsamb, daß dahero sie Fr. Catharina Alß welche mehr besagte Ihres in Gott ruhenden haußwürths see. Verlaßenschafft ad dies vitæ usufructuaria Zunüessen hat, vff recht ihme H Vltzen von negst Künfftig weÿhenacht. anzurechnen, so lang und vil, biß obangezogener Streit allerdings erörtert und außfindig gemacht sein würdt, verleihen, wie dan Er H Vltz auch also bestanden und entlehnet hat
Ein Vorder: mitel: Nebens vnd hinderhauß, sampt stallung und garten auch allen ad. ihren gebäwen vnd Zugehörd. nichts dauon, Alß im vorderrn vnd Mittlern stock die vndere Stuben vnd im Mittlern stock die zwo Cammern vber der vndern stuben Jede messen außgeschloßen Jedoch der gestalt, daß Zwischen den beeden Messen Er Entlehner auch die nechstgemelte Stuben, sampt der obern stub Cammern zugebrauchen macht haben, die and. oberwehnte Cammer aber ihr verleÿherin auch vßerhalb der Messen zu ihrem gebrauch vorbehalten sein soll, Vnd were dise lehenung geschehen Vnd zugangen per 145 gld. a 15 bz.nechste Järlichen Zinses

La maison revient ensuite à son fils Jean Adam Schwartz dont la veuve Elisabeth garantit un capital de 50 livres sur sa maison place des Cordeliers

1672 (16. Febr:), Chambre des Contrats, vol. 539 f° 104-v
Fr. Elisabetha Schwartzin wittib mit beÿstand H Johann Fischers deß huotstaffirers ihres Curatoris, der Correorum debendi resp. Schwiger und eheleibliche Mutter, H. Johann Henrich Bischoff und H. Abraham Goll beede E.E. großen Rhats Beÿsitzere, die haben sich für oberwehnte Schuld (verbürgt)
daß Sie Schwartzische Wittib für mehr nicht dann 50. lb Capital fidejubirt undt deßhalben in specie mit ihrer alhier am barfüßer Platz Zwischen Mathiæ Kalhardt dem Goltschlager und David Rudolphen dem Kürßner gelegener Behaußung, (…)
für die übrige 50. lb Capital hatt sich obgemeldter H. Bischoff und die ieweilige Verfallende zinnß vom gantzen Hauptgut gerechnet obgedachter H. Goll Verbürgt, von ein Jeder dafür mit seinen Haab und Gütere, in specie aber H Bischoff mit einer alhier in der Vorstatt Steinstraß. beÿm Geistbrückhel zwischen dem Schultzen Zu Kleinfranckhenheim und Oberhaußbergen gelegener Behaußung bester form Rechtens Gutgesprochen

Le musicien Jean Philippe Beck et sa femme Rosine Schwartz hypothèquent au profit de Jérémie Adam Leistersperger la part que la femme a héritée de son père Jean Adam Schwartz et dont sa mère a la jouissance viagère.

1678 (16. 7.br), Chambre des Contrats, vol. 547 f° 606
Johann Philipp Beckh Musicus und Rosina sein Eheweib und Zwar dieselbe insonderheit mit beÿstand herren Johann Henrich Bischoffs E.E. Großen Rhats alten beÿsitzers, und Herrn Johann Welpers deß buchtruckhers alß deroselben hierzu erbettener nechster Verwanther
in gegensein herren Johann Christoph Bähren Notarÿ und Schaffner deß Closters St. Margarethä und Agneßen alhier, alß Curatoris Jeremiæ Adam Leisterspergers – schuldig seÿen 25. lb Straßburger bahr gelühenen Gelts
unterpfand, alles daß Jenige so Sie Rosina von weÿl. herrn Johann Adam Schwartzen geweßenen Schirmgerichts schreibern ihrem Vatter nunmehr seel. geerbt und Frau Elisabetha Schwartzin wittib ihro eheleibliche Mutter ihr lebtag wÿdumbs weiß zu genießen habe [in margine :] (…) in gegensein Hn Johann Welpers deß Buchtruckers, alß der hieinn gemeldten bürgin Elisabethæ Schwartz nunmehr sel. Tochtermann (quittung) Act. d. 28.ten Martÿ 1689.

Jean Jacques Schreiber et Marguerite Schwartz hypothèquent la part de maison que l’épouse a héritée de son père au profit du sénateur Abraham Goll

1678 (5. 8.br), Chambre des Contrats, vol. 547 f° 635-v
Herr hannß Jacob Schreiner, und Margaretha Schreiberin gebohrne Schwartzin, beÿde Eheleuth und Zwar sie Margareth insonderheit mit beÿstand herrn Johann Henrich Bischoffs E.E. Großen Rhats alten beÿsitzers und herrn Johann Welpers deß Buchtruckhers alß deroselben hierzu erbettenen nechster Verwanther
in gegensein herren Josiä Städel deß Jungern Buchführers im nahmen Herrn Abraham Gollen wohlgedachten Rhats alten beÿsitzers seines Schwäher Vatters – schuldig seÿen 50. lb
unterpfand, Ihr Margarethæ antheil ahn der Schwartzischen allhier, uff dem Barfüßer Platz, Zwischen Mathis Kallhard dem Goltschlager, und David Rudolph dem Kürschner gelegener behaußung

La veuve Elisabeth Schwartz loue la maison au menuisier français François de la Cour et à l’orfèvre Guillaume van Paar

1687 (3.7.), Chambre des Contrats, vol. 557 f° 378-v
Fr. Elisabetha Schwartzin, wittib mit beÿstand H. Emanuel Fischers deß jüngern an statt H. Emanuel Fischers deß ältern handelßmanns seines leiblichen Vatters, und ged. Schwartzin wittiben Vogts
in gegensein François de la Cour, Frantzösischen Schreiners mit beÿstand Guillaume van Beer, deß Goldschmids [unterzeichnet] François de La cour, Guliam van paar
entlehnt, Eine behaußung bestehend in einem vorder und hind. gebäu, höfflein, und sambt allen deren Gebäuen und Zugehördt. allhier am baarfüßerplatz, einseit neben weÿl. David Rudolphs deß Kirßners sel. Erben, anderseit neben weÿl. H. Matthiß Kallhard gewes. Goldschlagers sel. Erb. hind. auff die Schneid. knechtherberg stoßend geleg. auff ein jahr lang vom 1. tag Jul. 1687. angerechnet, umb einen jährlich. Zinß nemlich 27 pfund pfenning Straßburger od. 54. gulden zu 15. b.

Le tuteur de Catherine et d’Esther Schwartz ainsi que l’imprimeur Jean Welper au nom de ses enfants louent la maison au vivandier Etienne de Combe et à sa femme Marie Didier

1689 (2.6.), Chambre des Contrats, vol. 560 f° 290
Erschienen H. Anthoni Flach, E.E. Großen Raths alter beÿsitzer alß Vogt Catharinæ und Ester beed. Schwartzin, So dann H. Johannes Welper der Buchtrucker alß usufructuarius seiner Kind. I. Eh mütterlich guths
in gegensein Estienne de Combe deß Markatenders und Maria Didier deßen Ehelicher haußfrauen [unterzeichnet] +, Mari didier
Entlehnt, Eine behaußung mit allen deren gebäuen und Zugehördt. allhier am baar füßer Platz, einseit neb. dem Kallhardischen hauß, and. seit neben (-) den Pastetenbeck, hind. auff die Schneiderknecht herberg stoßend gelegen, auff ein Vierteljahr von künfftig Michaelis anzurechnen umb 25 gulden zinß

Marguerite Schwartz veuve de Jean Jacques Schreiber, receveur à Oberkirch assistée de son beau frère Jean Welper hypothèque un cinquième de la maison au profit du marchand Jean Georges Neubaur

1689 (10.6.), Chambre des Contrats, vol. 560 f° 306
Erschienen Margaretha, gebohrne Schwartzin, weÿl. H. Johann Jacob Schreibers, gewesenen Schaffners im Geißbach beÿ Oberkirch hind.laßene wittib, mit beÿstand Hn Johann Welpers deß buchtruckers ihres Schwagers an statt Vogts
in gegensein H. Johann Georg Neubaurs, deß handelßmanns – schuldig seÿe 58 gulden
unterpfand, Ein fünffter theÿl für ohnvertheilt an einem vorder und hind. hauß, mit ihren hoffstätt. und höfflein, auch allen andern Ihren Gebäuen, Recht. und zugehördt. allhier am baarfüßerplatz, oben an der Stadelgaß, einseit neben den Kallhardisch. hauß, and.seit neb. weil. Johann Rudolph gewes. Kirßners Erb. hind. auff die Schneid. Knecht herberg stoßend geleg.
[in margine :] (…) in gegensein hierin bemeldter Margarethæ Schreiberin gebohrner Schwartzin der Debitricis so ohnbevögtigt mit beÿstand Friderich Jacob Schreibers, des Schneiders Ihres leiblichen Sohns (quittung) und das hierinn verpfändete Hauß welches seithero ane Claude olie, Cabaretier verkauft (…) den 16. oct. 1702

Jean Welper au nom de ses enfants, Catherine et Esther Schwartz, célibataires et Marguerite Schwartz veuve de Jean Jacques Schreiber vendent la maison au cabaretier manant Claude Olié

1692 (19.1.), Chambre des Contrats, vol. 564 f° 37
Fut present Jean Welper, Imprimeur, Catherine Schwartz, fille de Jean Adam Schwartz, Secretaire de la Chambre de la manance, agée de quarante ans, Plus Marguerithe Schwartz, veufve du feu Jean Jacques Schreiber, cydevant Receveur à Geisbach pres d’Oberkirch, Plus Esther Schwartz, aussy fille du susd. Sr Schwartz aagé de 36. ans, Enfin Jean Welper Garçon Escrivain fils de susd. Welper aagé de vint six ans, tous pour eux mêmes, le susd. Welper le pere aussy au nom de Balthasar Welper son fils dont il se porte fort
à Claude Olie, Cabaretier et manant de cette ville, et Jeanne Nerveu
une maison, consistant en trois corps de logis du devant et du derrière avec tous ses bastiments, places, droits et appartenances, scituée en cette ville à la grande Place proche la grande rue d’Escurie /:große Stadelgaß:/ tenant d’un costé au héritiers du feu Sr Kallhard ([corrigé en] Jean George Beÿerbach Receveur du Chapitre de St Pierre le Vieux), d’autre a Jean Kirschleger, Pastissier, au bout par derriere a Jean Pierre Edel fondeur de Cloches et aussy à la maison et auberge des garçons tailleurs, chargée de 400 livres tournois ou 100 livres de Strasbourg deüs a la fondation de l’eglise rouge appelle Rothkirch – moyennant la somme de 3360 livres tournois ou 840 livres de Strasbourg
Il est à Savoir que ce contrat de vente S’est fait avec permission du Conseil des Messieurs les vint un suivant l’Extrait des Registres dudt. Conseil du 12.me de ce mois
Il a esté accordé que le loyer de la maison vendue que la femme de Gombe jusques à la S. Michel de l’année courrante aura à payer demeurera au vendeurs
[in margine :] Erschienen hierin gemelt H Johannes Welper der buchdrucker für sich vnd in Namen seiner 3. Söhn Erster Ehe, hatt in gegensein des hierin gemelt. Kaüffers Claude Olie angezeigt vnd Zuvorderst durch ein von H Johann Ludwig Redwitzen, Notar. Publ. als Schwartzisch Inventir schreiber (…)
[in margine :] Erschienen Fr. Catharina gebohrne Schwartzin H Johann Tscherning deß buchbinders und händlers eheliche haußfrau, So dann Er Tscherning auch alß Curator Esther Schwartzin, welche blödigkeit halben nicht außgeh. kan, mit beÿstand H. Johannis Welper deß scribenten ihres Vetters (quittung), den 2. 8.br. 1700

Les Conseillers et les Vingt-et-Un autorisent les héritiers à vendre au manant Claude Olier la maison à deux étages et une écurie pour dix chevaux

1692 Conseillers et XXI (1 R 175)
(f° 13) den 12. Januarÿ – Relation des haußverkauffts Welpers et consorten ahne Claude Olieu.
Hr XV. Friderici und H. Rathh. Hau referiren die beschaffenheit deß haußes so Hr Johann Wellpert und Consorts an Claudie Olieur verkaufften will und so das schwartzische hauß genannt Wird, Es liege an der großen Stadellgaß, habe 2. étages, ein stallung Vor 10 Pferdt, und genugsam Fruchtschütten, der Verkauff solle geschehen vmb 1900 fl. davon 600 fl. bezhaltet und der Rest biß auff Michaelis verzinßet werden solte, die confirmation stünde beÿ Mghh.
Erk. dergestalt gratificirt, daß die Verschreibung in p.sentia der Herren Deputirten more solito Vorgenommen und die Zue logirung gewidmete gemach der Einquartierung reservirt werd. möchte.

1693 (7.8.), Chambre des Contrats, vol. 565 f° 561-v
Claude Olie, Aubergiste, bourgeois de la ville de Strasbourg
bail à Noël Camet, marchand Tapisier et manant de lad.te ville
Une maison avec tous ses bastiments et appartenances Scituée sur la grande place, faisant d’un coste le coin de la ruë appelée groß Stadelgaß, de l’autre costé tenant a Ursule Rudloff, la sage femme, sans en rien excepter ny reserver. Ce présent bail fait pour trois années levées et consécutives à commencer à la St Michel prochain, moyennant la somme de 230 livres tournois par an

Claude Olier loue la maison au parfumeur André Boyer

1695 (26.3.), Chambre des Contrats, vol. 567 f° 206-v
Claude Olie, Aubergiste
bail à André Boyer, Parfumeur manant de la ville de Strasbourg
Une Maison, avec touttes ses appartenances et dependances, Scize dans la ville de Strasbourg à la grande Place, tenant d’un costé à Ursule Roudolffin la sage femme, d’autre à Jean Caspar Wenigouth tailleur, sans en rien excepter ny reserver, Ce présent bail fait pour trois années levées et consécutives à commencer du huytieme jour de mois de Fevrier de l’année courrante, moyennant la somme de 240 francs par an

Les Quinze renvoient Claude Olier aux préposés à l’accise au sujet d’une amende.
1699, Protocole des Quinze (2 R 103)
(f° 127) Sambstags den 2.tne Maÿ 1699. – Claude Olier der würth Zu St Claude per S. prod. unterth. Memoriale vndt bitten wie inhalts, vndt erlegt Zugleich ane der Ihme im Ungelt angesetzten 10. lb. straff 5 lb. Erkandt, an die Obere Ungelts herren Gewießen

Le cabaretier Claude Olier et sa femme Jeanne Nerbé louent le cabaret à l’enseigne de Saint Claude au cabaretier Simon Terrain et Elisabeth Semillard

1711 (16.4.), Chambre des Contrats, vol. 584 f° 207
Claude olié Cabaretier et Jeanne Nerbe
bail à Simon Terrain Cabaretier et Elisabeth Semillard
leur cabaret ou pend pour enseigne St Claude sçitué icy sur la Place d’armes rue Stadelgass, d’un côté Jean Georges Gerber patissier d’autre Philippe Vanheim parderrière Edel, toute entiere pour 3 ans à commencer à La St Jean 1711 – pour 430 li. t.
[in margine :] continué et prolongé 4 années commencer St Jean Baptiste 1714, le 26. juil. 1714

Claude Olié et Jeanne Nerbec font leur testament dans la maison aux Trois Perdreaux (voisine de la leur Grand rue de la Grange) par lequel le mari lègue ses biens à son neveu Claude Prima et la femme à son frère Antoine Nerbet, demeurant à Sainte-Marie-aux-Mines
1714 (14.2.), Not. Humbourg (6 E 41, 37) Testament mutuel
Testament mutuel – furent pnts. en personnes Claude Olié Bourgeois de Cette ville et Jeanne Nerbet son Espouze, estant tous les deux parfaitement Sains de Corps d’esprit et d’entendement (…)
Et Comme lesdits testateurs n’ont point d’héritiers nécessaires ils ont nommén declaré et institué, nomment, declarent et instituent pour leurs vrays & indubitables et Légitimes Héritiers de tous les biens qu’ijl delaisseront et qui leur appartiendront a chacun d’Eux au jour de Leurs deceds, sçavoir Luy Testateur la Personne de Claude Primat, Bourgeois Maitre perruquier en cette ville son Nepueux, et Et Elle Testatrice La personne d’Antoine Nerbet Marchand à Ste Marie aux Mines son frère, et a deffaut d’eux leurs enfants siiûs de Légitimes mariage (signé) claude olie, +)
dans le poele desdits Testateurs logés ou pend pour enseigne Le Petit Paris en cette ville Rue dite Stadelgasse Paroisse St Pierre le Vieux (…) en presence de Louis Pesant Bourgeois de Selestatt

Autre testament fait dans leur maison place d’Armes
1716 (22 mai), Not. Bidier Dutil (6 E 41, 19)
Testament, 22 May 1716 – au mandement de Claude Olié dit St Claude bourgeois de Strasbourg cy devant hoste de l’hostellerie où pend pour Enseigne l’image de St Claude sur la place d’armes de lad° Ville, et de Jeanne Nerbé son Epouse, Le Notaire Royal en lad° ville soussigné s’est transporté en la Maison où led. Sr Claude Olié et sa femme demeurent Sçituée sur lad° Place d’armes au coin du coté du corps de garde où etant il les a trouué l’un et l’autre dans un Poësle en bas par eux occupés, Lesquels luy ont declarés que quoiqu’ils ne soient point atteints de maladie, cependant leur age et leurs infirmitez ne leur permettans plus d’aller et agir comme cydevant (…)
Donnent et leguent lesdits Testateurs à Marie Dorothée Dupuy leur seruante la somme de cent livres (…)

L’inventaire des biens qui appartiennent au cabaretier Claude Olié et à Jeanne Nerbec (morte à l’âge allégué de 71 ans) comprend l’auberge à l’enseigne de Saint-Claude dans la Grande rue de la Grange. L’actif de la succession s’élève à 1 234 livres, le passif à 120 livres de Strasbourg

1718 (23.6.), Not. Pantrion (Jacques Christophe, 40 Not 41)
Inventaire et description de tous les biens meubles et Immeubles rien exceptés que le feu Sr Claude Olié en son vivant bourgeois et Traitteur de Strasbourg et la feue Dame Jeanne Olié née Nerbec sa femme ont laissés apres leur deceds, faits et Inventoriés à la Requete du Sr Claude Prima Peruquier et bourgeois de ladite Ville en qualité d’héritier universel institué par Testament dudit Sr Claude Olié son oncle, pour Sa d° Succession, et Du Sr Anthoine Nerbec Bourgeois a Ste Marie aux Mines frere Unique et Heritier ab intestat et par Testament de ladite Jeanne Nerbes, assistée du Sr Josephe Jeremie Titot Assesseur au Petit Senat duquel Moyen il a esté Deputé espressement – Fait et passé à Strasbourg le 23° Juin 1718.

Dans une Maison Scituée a la grande Place dans cette ville que les trespassés ont tenus en Louage il s’est trouvé comme ensuit.
Proprieté de la Maison. Une Maison consistante en deux Corps de logis du devant et du derriere auec tous ses battiments place Droit et Appartenances scitué en cette ville a la Grande Place proche de la Grande rue d’escurie tenant d’un Coté a M° Wanheim traitteur d’autre a Jean Kirchleger Bastissier aboutissant par derriere Jean Pierre Edel fondeur de Cloche. Lad° Maison est encor Chargée a la fondation de l’Eglise rouge appelée Rothe Kirch qui recoit presentemt. L’hospital de la Ville de Capital avec la Somme de 100 lb dont on paye 4. p° Cent annuellemt. a la faite de St Mathias la Rente avec 16 lb. Au Reste tout à fait franche libte et dechargé de tout. Estimée par les priseurs Jurés de la Ville de Strasbourg Envertu de leur Certificat du 24. Juin 1718 outre susd. Capital encor a raison de 4400 lb. Sur cette Maison dit un lettre d’Achapt de cette ville d’Attée le 19° Janvier 1692.
Abschatzung d. 24.ten Junÿ: an° 1718. Weÿlandt deß Ehrengafften Vnd bescheÿtenen H: Clautii Olie: Seel: hinder lassenen, Erben, ist Eine behaußung Alhier in der Statt Straßburg Auff dem parfüßer blatz gelegen Ein seÿth, Neben, H: Johann Görg Kirchschlegel: Ander seÿth Neben H. Philipp Wachenheim, hinden Auff H: Edel Glocken Gießer stossendt Ist Eine Wirtz hauß Zum St: Clauß genandt, Welche behaußung, hoffstatt: hinder, Vnd Neben gebeÿ, Nebens gäng, Stall, Ein Gewölbter Keller, Und hoff, Sampt Aller Ihrer gerechtigkeÿth, Wie solches durch der Statt geschwohren werckhleüte in der besichtigung befundten, Vnd dem Jetzigen preiß, angeschlagen Wird, Vor undt umb: 2400 Gulden. bezeichnüß durch der Statt Straßburg geschwohren werckhleüte [unterzeichnet] Jacob Staudacher werckh Meister des Maur hoffs, Michael Ehrlacher Werck Meister deß Meinsters
Dettes passives, Plus on doit a Mr Petit Maitre Sellier pour loyer de la Maison pour 6. Mois, 50-
Total des Meubles au Juste prix 477, Total de l’argenterie 60, Total de la propriété de la Maison 4400, Somme totale générale 4937 livres. Dettes passives 481 livres, En deduction des Dettes passives 4455 livres, De cette somme est aussi a rabattre le Legat des pauvres Orphelins que les deffunts ont ordonné dans leur Testament 100, Restant enfin 4355 livres
Copie du Testament nuncupatif, dans l’an 1717 (…) le 23 Aoust furent presens le Sieur Claude Olié bourgeois de la ville de Strasbourg et auec luy Jeanne Olié née Nerbec sa femme gisants tout Deux fort agés aux lits malades (…) Fait passé dicté leu et releu Strasbourg dans Un appartement d’une maison Scise a la grande place Vis à vis au Paysan bleu que lesdits testateurs tiennent en louage – Jacques Christophe Pantrion

Sépulture, Saint-Pierre-le-Vieux (cath. p. 282)
Die 25 mensis februarÿ anni 1718 pie in dno obiit Joanna Nerbé 71. annorum circiter ac Domini Claudÿ olier olim Cauponis sub signo a Sainct Claude fuit (…) sepulta die 26 in nostra Cœmeterio prope Eccl. præsentibus Claudius Prima Ciue ac Capilleorum Concinatore et Alexander Le febure liquorum Mercatore Ciue hujatis (i 147)

La maison revient au perruquier Claude Prima, neveu et héritier testamentaire de Claude Olié.
Claude Prima loue la maison au traiteur Simon Terrain

1724 (22.2.), Chambre des Contrats, vol. 598 f° 100-v
Claude Primat Marchand Perruquier
an H Simon Terrain Traitteur
entlehnt, Eine gantze Behausung nichts davon ausgenommen so allhier ahm Baarfüßerpltaz in der großen Stadelgaß einseit neben Kirschläger dem ältern Pastettenbeck, anderseit neben vanheimischer Wittib gelegenen au St Claude genannte Behausung cum appertinentis, auff 7 nacheinander folgenden jahren anfangend auff Annunciationis Mariæ nächstkünfftig – um 75 pfund jährlichen Zinßes
[in margine :] auffgehoben auff Michelis fürwährenden jahrs, den 4. aug. 1727

Claude Prima loue la maison au manant fabricant de pâtés Nicolas Perna. Le bailleur s’engage à entretenir à ses frais le four à pain qu’il est prévu de construire

1727 (5.8.), Chambre des Contrats, vol. 601 f° 477
Claude Primat perruquenmacher
in gegensein Nicolas pernaut Pastettebecks und Schirmers [unterzeichnet] perna
entlehnt, Eine gantze behausung mit ihren zugehörden und Rechten nichts davon ausgenommen, allhier ahm Baarfüßer platz in der großen Stadelgaß, einseit neben Kirschläger dem ältern Pastettenbeck anderseit neben vanneimischer wittib gelegen: au St Claude genannt – auff 9 nacheinander folgenden jahren anfangend von Michaelis fürwährenden jahr, um einen jährlichen zinß nemlich 97 pfund – der entlehner ist pflichtig den in entlehnter behausung auffzubauen vorhabenden Bachoffen auff seine cösten erhalten, der entlehner obligiert sich dem verlehnten platz in dem mitverlehntem Stall für ein Pferd zu stellen, wie auch auff der Trückneÿ zum wasch auffhencken zu kommen zu laßen
[in margine :] auffgehoben von Annunciationis 1732 dafern aber der jetzige proprietarius verlehnten haußes arnauld la gardelle oder Mlle Robinot der dermahlige entlehnterin ihn Pernault nicht 2 jahr lang von ann: Mariæ 1732 ahngerechnet in vorbeschriebenem hauß lehnungsweiße wohnen lassen würden, so verspricht er Prima ihme Pernaut solchen falls für den erbauten und in dem hauß verbleibenden Backoffen 37 gulden zu verguthen, den 22. 8.bris 1731

Claude Prima et Jeanne Chaudec vendent la maison au maître maçon Arnaut Lagardelle moyennant 1 350 livres

1730 (16.5.) Chambre des Contrats, vol. 604 f° 234-v
H. Claude Primat Peruquenmacher und Jeanne geb. Chaudec
in gegensein Arnauld La gardelle des Maurers
Eine Behausung bestehend in Vorder: Nebens: und hindergebäu hoff stallung und hoffstatt mit allen derselben gebäuden, begriffen, weithen, Zugehörden, Rechten und gerechtigkeiten am Baarfüßerplatz an der großen Stadel gaß, einseit neben weÿl. Philippe Vanesme gewesten würths aux trois perdreaux hinterbliebenen wittib, anderseit neben Johann Kirschleger dem Pastetenbeck hinten auff H. Peter Edel dem Stückgießer und die alte Schneider Knechts herrberg H. XV. Secretario hennenberg zuständig gelegen, au St Claude genannt – ihme Primat als erben weÿl. Claude Olie gewesten gastgebers seines oncle – um 100 capitalien verhafftet, geschehen um 1350 pfund oder 5800 livres tournois

Arnaut Lagardelle loue la maison à Marie Odile Wiedenlœcher, veuve de l’horloger Jacques Robinot

1731 (10.11.), Chambre des Contrats, vol. 605 f° 469
Arnauld la Gardelle architecte
in gegensein Fr. Mariæ Ottiliæ geb. Wiedenlöcherin weÿl. Jacques Robinot gewesten Uhrenmachers hinterlaßener wittib beÿständlich ihres Curatoris H. Jacques Fajard Essayeur in der Müntz
entlehnt, Eine Behausung hoff Mittel: und hindergebäu mit allen derselben Zugehörden und gerechtigkeiten ahm Baarfüßerplatz, einseit neben der Vannemischer wittib anderseit neben Kirschläger dem pastetenbeck gelegen, auff 3 nacheinander folgenden jahren anfangend von weÿhnachten fürwährenden jahrs – um 87 pfund jährlichen Zinnß

Arnaut Lagardelle revend deux ans plus tard la maison à Claude Prima moyennant 1 750 livres

1732 (14.2.), Chambre des Contrats, vol. 606 f° 67
Arnauld La Gardelle der Maurermeister
in gegensein Claude Primat des Peruquenmachers
Eine Vordere Nebens: und hindere behausung hoff stallung und hoffstatt mit allen derselben gebäuden, begriffen, weithen, Zugehörden, Rechten und gerechtigkeiten ahn dem Baarfüßer platz ahne der großen Stadelgaß, einseit neben weÿl. Philippe Vannesme des Gastgebers aux trois Perdreaux wittib, anderseit neben Johannes Kirschläger dem Pastetenbeck, hinten auff Peter Edel dem Stuckgießer zum theil theils auff die alte Schneider Knecht herreberg so anjetzo Nicolas Neveu dem gastgeber zugehörig, stoßend gelegen, au St Claude genannt – um 1300 pfund Capital verhafftet, geschehen um 450 pfund

Claude Prima et Jeanne Chaudec hypothèquent la maison au profit du secrétaire de la fondation Saint-Nicolas-aux-Ondes Chrétien Hænlé

1739 (14.2.), Chambre des Contrats, vol. 613 f° 77-v
H. Claude Primat der Perruquenmacher und Johanna geb. Chodec mit beÿstand H. Hammerer und H. Dürninger beede EE. kleinen Raths beÿsitzer [unterzeichnet] prima, chodecq
in gegensein des Stiffts Nicolai in undis Schaffneÿ Scribenten H. Christian Hänle – schuldig seÿe 150 pfund
unterpfand, Eine Behausung bestehend in Vorder und hinderhauß, hoff und hoffstatt mit allen deren übrigen gebäuden, begriffen, weithen, zugehörden und gerechtigkeiten am Baarfüßer Platz oben ahne der großen Stadel gaß, einseit neben dem würthshauß aux Trois Perdreaux Jean Beaujean dit Belleville gehörig, anderseit neben (-) Kirschläger dem Pastetenneck, hinten auff H. Mathæus Edel den glockengießer und EE. kleinen Raths alten beÿsitzers – als ein währender ihrem ehestand erkaufftes guth

Claude Primat et Jeanne Chodec meurent tous deux en 1748 en délaissant six enfants. L’actif de la succession s’élève à 1 712 livres strasbourgeoises, le passif à 1 499 livres

1748 (30.4.), Not. Koch (Matthias, 6 E 41, 480) f° 391
Inventaire Des Biens delaissés par feu le Sieur Claude Prima viv.t Marchand Perr.r et feüe Damlle Jeanne Prima née Chodecq son Epouse, dressé l’A 1748 – après leur mort arrivée Celle dud. Sr Prima le 14° fevrier dernier et Celle de lad. Dlle Prima le 22° Mars aussi dernier (…) Fait et passé aud : Strasbourg Mardy le 30° du Mois d’Avril l’An 1748
Les Deffunts ont laissé pour heritiers ab intestat Scavoir 1. Le Sr Pierre Prima, Maître Perruquier et Bourgeois en cette ville qui a été present en Personne, 2° Le Sieur Philibert Prima, Vicaire resident à Mühlbach, aussi present en personne, 2° Damlle Marie Barbe Sauthier, née Prima Epouse du Sr Joseph Sauthier, Maitre Sellier et Bourgeois en Cette ville qui a été présent en Personne, avec son dit Mari, 4° Le Sr Antoine Prima, Maître Perr.r et Bourgeois à Osnabrück, aussi present, 5° Damle Claudine Barbe Götz, née Prima, Epouse du Sr Ferdinand Götz, huissier royal à Haguenau, pour laquelle a été présent led. Sr Götz Son Mari, comme fondé de Procuration, en Date du 29 du present mois (…), 6° Damle Charlotte Prima agée environ de 23. Ans, laquelle a été presente assistée du Sieur Alexandre Lefebure, Ancien Assesseur au petit Senat, March: de Vin et Bourgeois en cette Ville, Tous les Six Enfants et heritiers desdits Sr et Dle Prima, Au Nom des non Bourgeois a été Deputé de la part du pet: Senat de cette ville les Sr Nicolas Schlosser, Assesseur aud. Senat Marchand Perr. et Bourgeois en cette ville

Meubles trouvés dans une Maison size ruë grande Stadel gass faist. Part de la pres.te Succession
Propriété d’une Maison. Sçavoir une Maison avec ses appartenances et Dependances size à la Place d’Armes proche la grande Stadel Gass, d’une Côté le Sieur Antoine Beaujean hôte au trois Perdreaux, de l’autre Coté le sieur l’Anglois Patissier et Bourgeois en cette ville par derriere le Sr pierre Edel fondeur, et en partie le Sieur Contois hôte au Duc de Chartre, laquelle maison est franche et quitte hormis les deux Capitaux mentionnés cy après dans les dettes passives, estimée par les trois Experts jurés de cette ville suivant leur billet d’estimation joint à la minute a somme de 2800. florins ou 5600 Livres. La propriété de lad: Maison se Verifie par une Lettre d’achat passée dans la Chambre des Contrats de cette ville en Date du 14. feb 1732. Plus I. ancienne Lettre d’achat passée dans led. Chambre des Contrats en Date du 3° Novembre 1608
– Abschatzung vom 3.ten Maÿ 1748. Auff begehren Weÿland S.T: Herrn Claude Prima deß geweßenen Peruckenmachers seel. hinterlaßenen Erben, ist Eine behaußung allhier in der Statt Straßburg auff dem baarfüßer Platz, einseit neben denen dreÿ reebhünern, anderseit neben (-) Pastetenbecken, hinten auff Herrn Edel den Glocken Gießer stoßend, gelegen hat unden neben dem eingang einen laden und Kamin Kammer, auff dem Erstenstock eine Stub, Kamin Kammer, haußöhren darinn ein Vorkammer, Auff dem Zweÿtenstock Ein Kamin Kammer, darneben ein offen, Wie auch ein nebens Kammer und haußöhren, Auff dem dritten Stock, befindet sich ein Stube, Küchen und Kämmerlein, Oben darüber hat es einen Alten tachstuhl mit hohlziegeln gedeckt, und darunter einen boden so besetzt, solche behaußung hat auch ein hinter gebäwlein, mit einem stüblein und Kämmerlein darunter ein Stall, oben mit einem halben Tach, Ferner ein neben gebäwlein mit einem Stüblein Kuchen und Kammer, dieße behaußung hat auch einen gewölbten Keller, höfflein und bronnen, und ist von uns dem unterschriebenen der Statt Straßburg geschwornen Werckmeistern nach Vorher beschehener besichtigung mit aller Jhrer gerechtig Keit dem Jetzigem Preiß nach æstimirt und angeschlagen Worden Vor und umb, 2800 Gulden [unterzeichnet] Johann Jacob Biermeÿer stat Lohner, Michael Ehrlacher Werck Meister deß Meinsters, Samuel Werner, Werckmeister des Maurhoff
Etat sommaire du present Inventaire, Total des meubles 752, Total de la vaisselle d’argent 72, Total d’une bague d’or 3, Total de l’estimation de la propriété d’une maison 5600, Total des dettes actives reputées bonnes 458, Total de toute la masse active 6886 livres, Total des dettes passives 5995 Liures, Deduction faire 891 Livres – Somme finale et taillable 4502 livres
Copie du Codicille dud. Sr Prima
Copie du Codicille de lad. Dlle Prima

Le perruquier Pierre Prima rachète les parts de maison. L’acte est annulé par le suivant.

1748 (7.5.), Not. Koch (Matthias, 6 E 41, 480) Joint au n° 391 du 30 avril 1748
[in margine :] Cassirt durch ander Wärtigen Verkauff – Vor mir unterschriebenenen Not° seind persönlich erschienen Hr Philibert Prima, jetzmahliger Pfarrer zu Mühlbach, Fr. Barbara Sauthier geb. Prima, Hn Joseph Sauthier des Sattlers v. burgers allhie Ehefrau, H. Anthoni Prima, d. Peruckenmacher v. burger zu Oßnabrück, frau Cludia Barbara Götzin geb. Prima, Hn Ferdinand Götz des Königl. Huissier zu Hagenau Eheliebste, so dann Jungfrau Charlotta Prima, beÿständl. T. Hn Alexander Lefebure des Weinhändlers v. E.E. Kl. Raths allhier Alten beÿsitzers v. burgers allhier, ihres hierzu erbettenen Assistenten, weilen sie ohnbevögtigt, alle Weÿl. Hn Claude Prima geweßenen Peruckenmachers v. burgers allhier seel. mit frauen Johanna geb. Chodec seiner hinterl. wittib nun auch seel. nachgelaßene ehel. erz. Kinder v. Erben
in gegensein Hn Pierre Prima, des Perruckenmachers v. burgers allhier ihres bruders
Ein Vordere: Nebens v. hintere behaußung, hoff, Stallung v. hoffstatt mit allen derselben gebaüden, begriffen, Weiten, Zugehörden, Recht v. gerechtigkeiten, allhier ane dem baarfüßer platz ane d. großen Stadelgaß, einseit neben H. Anthoni Beaujean traitteur v. burger allhier, 2.s neben H. Frantz Langlois, dem Pastetenbeck v. burger allhier, hinten auff H. Peter Edel den glockengießer zum theil, theils auff die Alte Schneider gesellen Herberg, stoßend gelegen, welche noch dem Mehrern Hospital allhier um 400 lb v. dem Stifft St. Niclausi in undis um 600. lb Capital verhafftet – mit solcher behaußung eigenthümlich cedirte die Mobilien in 3. garnirten Gemachen in dem vordern hauß, wie sich solche dermahlen befinden – über Abzug vorgedachter Zweÿ Capitalien zusammen 1000 lb außmachen als welche d. Cessionarius übernimmt, v. die Cedenten schadlos zu halten versicherte, geschehen v. vorgenommen um 1100 Livres tournois – So geschehen auff dienstag d. 7.ten Maji A° 1748. – M. Koch Nots.

Les héritiers Prima vendent la maison au boulanger Pierre Baudé et à sa femme Agathe Dalbin

1748 (9.7.), Chambre des Contrats, vol. 622 f° 516-v
weÿl. H. Claude Prima gewesten perruckenmachers erben Pierre Prima der Perruckenmacher, mehr H. Philibert Prima Priester und Vicarius zu Mühlbach, mehr vorgedachter Pierre Prima als gewalthaber seines bruders Antoine Prima burger und Perruckenmachers zu Oßnabrück, mehr Fr. Marie Barbe geb. Prima Joseph Philippe Sauthier des sattlers Ehefrau, ferner Fr. Claudine Barbe geb. Prima H. Ferinand Götz königlichen huissier zu Hagenau Ehefrau, so dann H. Alexandre Lefebure der weinhändler EE. kleinen Raths alte beÿsitzer als vogt Jfr. Barbe Charlotte Prima
in gegensein Pierre Beaudé des beckers und Agathæ geb. Dalbin – versteigerung, als letzt und meistbietenden
eine behausung bestehend in vorder, nebens und hinter hauß, hoff, stallung und hoffstatt mit allen deroselben übrigen begriffen, weithen, zugehörden und rechten ane der Baarfüßerplatz, einseit neben François Langlois dem pastetenbeck, anderseit neben Antoine Beaujean genannt Belleville gastgeber zu den dreÿ feldhünern, hinten auff Peter Edel den glockengißer theils H. Toussaint Thiebaud den wirth – als ein elterlicher erbguth – um 3005 pfund

Les acquéreurs hypothèquent le même jour la maison au profit du legs Leitersperger et d’Anne Marguerite Leitersperger veuve de Jean Pierre von Carben

1748 (9.7.), Chambre des Contrats, vol. 622 f° 519-v
Pierre Beaudé der becker und Agatha geb. Dalbin mit beÿstand H. Ströhlin und H. Schloßer beede EE. kleinen Raths beÿsitzer
in gegensein S.T. H. XV Johannes Leitersperger als administratoris des Leiterspergerischen legats, so dann vor sich selbst und innamen seiner schwestern Fr. Annæ Margarethæ geb. Leiterspergerin weÿl. H. Andreas Flach Med. Doc. und Practici wittib und Fr. Annæ Catharinæ geb. Leiterspergerin weÿl. H. Lt. Johann Peter von Carben EE. kleinen Raths actuarÿ wittib – schuldig seÿen 1000 und 1000 pfund zu bezalung des kauffschillings hiernach beschriebener behausung
unterpfand, eine anheute erkauffte behausung bestehend in vorder, nebens und hinter hauß, hoff, stallung und hoffstatt ane der Baarfüßerplatz, einseit neben François Langlois dem pastetenbeck, anderseit neben gast behausung zu den dreÿ feldhünern, hinten auff Peter Edel den glockengießer

Autre hypothèque quelques mois plus tard au profit du peignier Jean Frédéric Reinthaler

1748 (23.11.), Chambre des Contrats, vol. 622 f° 811
Pierre Beaudé der beck und Agatha geb. Dalbin mit beÿstand H. Rathh. Wild und H. Kürßner beede beede EE. kleinen Raths beÿsitzer
in gegensein Johann Friedrich Reinthaler des kammachers als vogts Johannes Meÿer des ledigen kamm machers – schuldig seÿen 115 pfund
unterpfand, eine behausung bestehend in vorder und hinderhauß, hoff, stallung und hoffstatt ane der Baarfüßerplatz, einseit neben François Langlois dem Pastetenbeck anderseit neben gastbehausung zu denen dreÿ Feldhünern, hinten auff Peter Edel den glockengießer – als ein 9. julÿ jüngst erkaufftes guth

Né à Fort-Louis du tailleur Léonard Baudé, Pierre Baudé épouse en 1740 Agathe Dalby, fille du cabaretier Louis Dalby à Obernai : contrat de mariage tel qu’il est copié à l’inventaire, célébration
Copia des Contrat de mariage – le Sieur Pierre Bodé fils Majeur de defunt Leonhard Bodé en son vivant Tailleur Burgeois au fort Louis du Rhin et de Catherine Fedené ses père et mère, Et le Sieur Louis dalby Cabaretier hors la ville de Oberenheim stipulant pour Dlle Agathe D’alby sa fille et de son consentement – fait le 27 juillet 1740, Laquiante notaire royal – Aujourd’hui le 9. septembre 1740, le Sieur Pierre Beaudé maitre Boulanger établi à la citadelle de cette ville et Dlle Agathe Dalby (quittance)

Mariage, Obernai (cath. p. 123)
Hodie 5. Septembris anno 1740 unâ duntaxat proclamatione (…) in nostra Ecclesia parochiali ac quoque unâ in ecclesia parochiali ad Stum Ludovicum intra arcem argentinensem publice facta (…) conjucti sunt honestus adolescens Petrus Beaudé defuncti Leonardi Beaudé et Catharinæ Flödin conjugum filus legitimus ac pudica virgo Agatha Dalbi D. Ludovoci Dalbi et annæ Elisabethæ Chomasin civium acconjugum hujatum filuia legitima. Testes adfuerunt (…) D. Petrus Beaude Sponsi patruus (signé) Pierre Beaudé, aggathe Dalbin

Le boulanger Pierre Baudé et sa femme Agathe Dalby deviennent bourgeois en 1748.
1748, Livre de bourgeoisie 1740-1754 (VII 284) f° 348
Pierre Baudet der beck von fort Louis gebürthig und deßen Ehefrau Agatha gebohrne Dalby erhalten das burgerrecht ex speciali gratia beedes umb den alten burgerschilling und wollen beÿ EE Zunfft der becker dienen jurav. et promis. eodem [d. 17/26 junÿ 1748]

La tribu des Boulangers remet à Pierre Baudé une promesse de réception le 15 juin 1748. Il est reçu tributaire le 23 juillet après être devenu bourgeois
1748, Protocole de la tribu des Boulangers (XI 10)
Pierre Baudet der Beckh Von Fort Louis gebürtig
(f° 166) Sambstags den 15.ten Junÿ 1748 – Pierre Baudet der Beckh Von Fort Louis gebürtig bitt umb Schein undt Urkundt, deß wann er verburgert undt seine præstanda præstirt haben wirdt, mann ihme alß Einen Mit Zünfftigen annehmen wolle. Erkandt seÿe ihme mit gebettenem Schein Zue willfahren

(f° 166-v) Dinstags den 23.ten Julÿ 1748. – Frembder Neuzünfftiger dt 4. lb 6 ß
Pierre Baudet der Beckh Von Fort Louis producirt burger urkundtt undt Stallschein, will dahier zünfftig werden undt Weiß becken, bitt umb Gerichtliche reception. Erkandt soll ihme gegen der gebühr willfahrt seÿn

Pierre Baudé demande au conseil des Boulangers la permission d’ouvrir une nouvelle boulangerie dans la maison qu’il vient d’acheter. Il est éconduit parce que sa demande est contraire au règlement

(f° 167-v) Dinstags den 27. aug. 1748 – Pierre Baudet der Beckh Von fortlouis undt jetziger burger dahier erscheint, bittet Ihme Gerichtlich Zuerlauben, daß er auß dem Hauß Oben ahn der großen stadelgaß allhier gelegen, welches Er von weÿl. Sr Primas Erben ane sich erkaufft Ein Neuer Beckenhauß Zumachen undt auffzurichten. Erkandt, Weillen dießes begehren wider hn. Herren der XV.er bescheidt vom 1.ten Xbris 1742. laufft, alß wirdt der Implorant mit seinem begehren ab: undt dahien verwießen, daß Er sich umb Ein becken hauß alwo bereits ein beckenhauß ist undt die gerechtigkeit hat, bewerben undt umbsuchen solte, wie ab andere becken auch thuen.

Pierre Baudé porte l’affaire devant les Quinze. Il présente ses excuses d’avoir outrepassé l’interdiction prononcée par le conseil de tribu. Le pétitionnaire déclare qu’il a acheté la maison pour y exercer son métier. Les préposés aux feux lui ont donné l’autorisation de refaire un four dans la maison qui en comprenait déjà un, exploité par un fabricant de pâtés. Il n’y a en outre aucun boulanger place d’armes. Les Quinze demandent le 14 septembre à la tribu un état des boulangeries depuis 1742. Ils constatent le 28 septembre après avoir fait le compte des fermetures et des ouvertures qu’il y a une boulangerie libre qu’ils attribuent au pétitionnaire. Les Quinze délivrent une expédition de leur sentence du 14 septembre.

1748, Protocole des Quinze (2 R 158)
Becken Pierre Baudet pt° Beckenhaußes ane dem Baarfüßer
(p. 343) Sambstags d. 17. Augusti – Fuchs nôe Pierre Botté, des burgers und frantzösischen becken prod. memor: und bitten pt° auffrichtung eines Neuen Beckenhaußes und bitt deppôn, worau dem H. Zunfftmeister E. E. Zunfft der becken gebotten werden möge. Erk. deppôn und solle dem Zunfftmeister darzu gebotten werden. Obere Umbgelt Hh.

(p. 350) Sambstags d. 31. Augusti – Fuchs nôe Pierre Baudet des burgers und Frantzös: becken allhier Ca. E. E. Zunfft der Becken H. Zunfftmeister prod. Implorations: und resp. appellations: Schrifft, juncto petito, mit beÿl. sub Nis 1. 2. Christmann prod. schrifft anestatt mündl. recess, bitt ut intus Fuchs widerhohlt obig. prod. und bitt deputation. Erk. deppôn.

(p. 363) Sambstags d. 31. Augusti – Pierre Baudet pt° Beckenhaußes
Iidem [Obere Umbgelts Hh] laßen endlich annoch per eundem referiren, es habe Pierre Baudet, der burger und frantzösische beck allhier d. 17. hujus beÿ MGHhn ein unterth. memoriale übergeben, und darinn gebetten, Ihm zu erlauben, in einer ane dem baarfüßerplatz gelegenen von Ihme erkaufften behaußung eine becken gerechtigkeit auffzurichten, Nun wäre zwar der Implorant, weilen Er E.E. Zunfftgericht derer becker als primam Instantiam übergangen, sogleich mit dießem seinem begehren ab: und an gedachtes Zunfftgericht Zu verweißen, weilen aber derselbe erst heute durch eine so rubricirte unterthänige Implorants: und respect: appellations: schrifft dießen fehler Verbeßert, als wavon dieße sach auff sich selbst Zu laßen. Erkanndt, bedacht gefolgt.

(p. 399) Sambstags d. 14. Septembris – Pierre Baudet Ca. E.E. Zunfft der Becker.
Obere Umbgelts Herren laßen durch H. Secret. Friderici referiren es habe Pierre Baudet, der burger und Frantzösische beck allhier d. 31. Augusti jüngst beÿ Mghh. Ca. E. E. Zunfft der Becken H. Zunfftmeister eine untert. Implorations: und respect. appellations: schrifft mit beÿl. sub Nis 1. 2. producirt, und darinn vorgestellt, was maßen Implorant nach deme er Zuvor burger und beÿ E.E . Zunfft der Becken leibzünfftig worden, die allhier auff dem baarfüßerplatz gelegene Primaische behaußung an sich erkaufft, in dem absehen darinn sein erlerntes becken handwerck anzufangen und Zu treiben, er habe auch von denen hochverordneten Oberen Feürherrn würcklich in ansehung des Feüerrechts die benöthigte erlaubnus erhalten, als aber der Implorant umb aufrichtung eines Beckenhauses sich beÿ E. E. Zunfft der becken gemeldet, seÿe derselbe mit seinem begehren abgewießen worden; Weilen aber gemeltes hauß schon von langer Zeit das Feuerrecht hat, auch ehmals ein Pastetenbeckers hauß geweßen, die, wie viele præjudicia es Zeigen, gar offt zu becken häußern eingerichtet werden, anbeÿ auff dem gantzen baarfüßerplatz Kein einiger weißbeck seÿe, als seÿen an Mghh. des unterth. Imploranten und resp. appellanten gehorsambstes bitten, Sie gnädig geruhen wollten, in rechten Zu erkennen und auszusprechen, daß die sententia à quâ in totum zu reformiren, solchemnach dem Imploranten und resp. appellanten Zuerlauben seÿe, die auff dem baarfüßer platz gelegene an sich erkauffte behaußung Zu einem weißbecken hauß einrichten zu dörffen,
Noê appellatischen H. Zunfftmeisters habe man per recessum gebetten die sententiam à quâ zu confirmiren, mithin den appellanten mit seiem begehren ref: exp: abzuweißen, Auff geschehene weißung habe der appelant sich nochmahlen auff contenta memorialis et petiti beruffen, Imploratischer Zunfftmeister aber ggth. petitum Zu unßerer Erkandtnuß gesetzet. Angesehen nun aus demjenigen, was unter d. 1. Xbris 1742. beÿ Mghh. wegen der anzahl der allhießigen beckenhäußern angebracht und tractirt worden, so viel abzunehmen, daß Mghh. auff solchen punct in dergleichen petitis als das heutige ist, zu reflectiren geruhet, als hätten die Hh. deputati der meinung seÿn wollen, ehe und bevor finaliter in angebrachter sache gesprochen werde, provisionaliter zu erkennen, daß imploratischer Zunfftmeister eine Liste der würcklich bewohnten, und der seith d. 1. Xbris 1742. abgegangenen beckenhaüßer allhier In Zeith von 8 tagen beÿzubringen verbunden seÿn solle, worauff ferner ergehen könne, Was rechtens. Erkandt, bedacht gefolgt.

(p. 435) Sambstags d. 28. Septembris – Pierre Baudet Ca. E.E. Zunfft der Becker.
Obere Umbgelts Hn laßen per Hn. Secret. Friderici referiren, was maßen in conformitæt deß von Mghh in sachen Pierre Baudet, des Frantzösischen becken Ca. E. E. Zunfft der Becken Hn Zunfftmeister d. 14. hujus ertheilten interlocuti besagter H. Zunfftmeister und H. Thiebaut Piccart eine Liste der seith d. 1. Xbris 1742. biß d. 1. Septembris dießes Jahrs abgegangener und hingegen wieder neu auffgerichteter beckenhäußer allhier producirt hätten, worauß MGhhn die Hh deputirte ersehen, daß seith obgemeldten datis ein beckenhauß mehr abgegangen als auffgerichtet worden, einfolglich des appellanten, Baudet, gethanes bitten, in dem geweßten Primaischen hauß ane dem baarfüßerplatz eine frantzösische becken gerechtigkeit auffrichten zu dörffen, um so admissiblere als der bereits eingenommeme und referirte Feuer augenschein demselben favorabel, von seithen der appellatischen Zunfft auch das angebrachte begehren keine opposition gelitten, vielmehr Zu Mghh. Erkandt, auß gesetzt worden, über das Mghh. in dem d. 1. Decembris 1742. ergangenen resoluti sich expresse reservirt über die anzahl derer beckenhäußer nach belieben Zu disponiren, beÿ so bewandten umbständen wollten die Hh Deputirte der meinung seÿn, daß dem heutigen appellanten und respectivé Imploranten mit gebettener becken gerechtigkeit in dem geweßten Primaischen hauß ane dem baarfüßer platz gelegen gegen erlag 25. lb. Löb. Statt allein Zu kommend ref. exp. ex gratiâ Zu Willfahren seÿe, die genehmhaltung dießes bedachts Mghh. überlaßend. Erkannd bedacht gefolgt.

(p. 494) Sambstags d. 16. Novembris – H. Secretarius Friderici referirt, daß nachstehender bescheid, so von Ihle auffgesetzt worden communication begehrt worden
Bedacht – Sambstags d. 14. Septembris, In Sachen Pierre Baudet, des burgers und Frantzösischen becken allhier Imploranten und appellanten, an einem entgegen und wieder E. E. Zunfft der Becken H. Zunfftmeister Imploraten und appellaten, am andern theil, auff producirtes unterth. Memoriale und respect. appellations: schrifft mit beÿl. sub Nis 1. 2. und angehencktem bitten, wir gnädig geruhen wollten, in rechten Zu erkennen und auszusprechen, daß die sententia à quâ, (vermög) welcher der appellant mit seinem begehren in dem Primaischen hauß auff dem baarfüßerplatz eine becken gerechtigkeit auffzurichten abgewießen worden in totum zu reformiren, solchemnach dem Imploranten und resp. appellanten Zuerlauben seÿe, quæstionire an sich erkauffte behaußung Zu einem weißbecken hauß einrichten zu dörffen, des appellatischen Zunfftmeisters per Recessum gethanes bitten, die sententiam à quâ zu confirmiren, mithin den appellanten mit seinem begehren ref: exp: abzuweißen. Erkandte und beschehene deputation auch all übrig derer Parthen angehörtes Vorbringen ist derer Hh deputaten abgelegten relation nach provisionalier Erkanndt, daß Imploratischer Zunfftmeister eine Liste der würcklich bewohnten, und der seith d. 1. Xbris 1742. abgegangenen beckenhaüßer allhier In Zeith von 8 tagen beÿzubringen verbunden seÿn solle, worauff ferner ergehen könne, Was rechtens.

Pierre Baudé est mis à l’amende pour avoir livré davantage de pain sec qu’il n’y est autorisé
1751, Protocole de la tribu des Boulangers (XI 11)
(f° 37) Mittwoch den 31. Martÿ 1751 – Straff 10 ß
Geörg Friderich Lurtzing der Weißbeckh im frawen hauß ist angeklagt, daß Er den 19. hornung wider die geordnete anzahl Nemblich vor 22 ß laden brodt auff den Trockenen Marckh geschickt, ipse præsens ist Es gestädig, sagt er habe vor 7 ß wider Zurück hohlen laßen indeme Vorhien Ein Jeeder so viel dahien getragen alß Er gewolt, auff daß Rüeger hinüber gethan angehört, Erkandt daß beklagter Nebst 5 ß Unkösten auch in 10. ß Straff Condemnirt seÿn solle.
Pierre Baudet der frantzösische Weißbeckh st desgleichen accusirt, sagt er habe die ordnung nicht gewußt. Erkandt, ut supra

Pierre Baudé loue diverses localités dont la boulangerie au boulanger Georges Ritleng.

1764 (26.11.), Chambre des Contrats, vol. 638 f° 750
H. Rathh. Pierre Beaudé der weißbeck
in gegensein Georg Riedling dem weißbecken
entlehnt, in seiner ane der Baarfüßerplatz gelegenen behausung unten auf dem boden die stub und stubkammer darunter der kleine keller, ferner das bachhaus samt der darüber sich befindlich mehl und kleÿen kammer, mehr den säckbanck im stall in der beite /:platz fin:/ einen rangholtz zu legen im hinter hauß auf dem zweÿten stock dreÿ cammer – auff 5 nacheinander folgenden jahren anfangend auf innstehenden weÿhnachten – um 454 livres tournois jährlichen zinß

Pierre Baudé est élu préposé aux feux
1766, Préposés aux feux (Feuerherren, 4 R 91)
(p. 94) Montags d. 21. April 1766. – Ego referire durch des tod. Rathh. Thiebault Picard des frantzösischen becken beÿ E. E. Zunfft der Becken die Stelle eines der 40. beÿ dem Feuer geordneten Mann erlediget, Zu dem ende von gedachter Zunfft, ein anderwärtiger ausschuß folgender dreÿ personen ad protocollum gelüffert worden als, H. Rathh. Pierre Baudé, H. Jacques Decary, H. Jacques Momion alle 3. Catholischer Religion, maßen der Verstorbenen gleicher Religion beÿgepfichtet
Electus H. Rthh. Pierre Baudé, Jur. eodem.

Agathe Dalby meurt en 1768 en délaissant des héritiers collatéraux. La masse propre au veuf est de 750 livres, celle des héritiers de 150 livres. L’actif de la communauté s’élève à 2 047 livres, le passif à 2 202 livres.

1768 (7.4.), Not. Dautel (Fr. Henri, 6 E 41, 272) f° 1105
Inventarium und beschreibung aller derjenigen Haab, Nahrung und Güthere, Keinerleÿ davon ausgenommen, so weÿl. die hoch Ehren und tugendreiche Frau Agatha gebohrne Dalbyn, des Wohl Ehrenvesten Großachtbahr, Fürsichtig und Weisen herrn Peter Baudet des Frantzösischenen becken, E.E. Großen Raths alten wohlverdienten beÿsitzers und Vornehmen burgers allhier geweßene Fr. Eheliebstin nunmehr seel. nach ihrem den 12. febr. dießes lauffenden 1768. Jahrs aus dießem Jammerthal genommenen tödlichen ableiben Zeitl. Verlaßen – So beschehen allh. zu Straßburg auff donnerstag den 7. Aprilis et seqq. Anno 1768.
Die Verstorbene Frau Rathherrin seel. hat per Testamentum mysticum zu Erben Verlaßen wie folgt. 1° die Ehren und tugendreiche Fr. Annam Elisabetham gebohrne Chaumasse weÿl. Hn Louis Dalby im leben geweßenen Gasthalters und burgers in Ober Ehenh. seel. nachgelaßene wittib so hier beÿ der Inventur abweßend, dero in deroselben Nahmen Zugegen geweßen H. Joh: Ignatius Schwartz wohlbestellter Einnehmer zu Löbl. Stadt Marckolsh. und burger allda derselben Tochtermann (…) in crafft hernach in Copia mitgehenden Testamenti Clausi in Legitimam instituirte Erbin, 2.do die tugendsame Fr. Annam Catharinaam gebohrne Dalby Hn Frantz Bähr des Gastgebers zum Hirtzen und burgers in Ober Ehnh. ehel. haußfrau, welche beÿ in gegenseiner Verl. Inventur mit und beneben Hn Joh: Mich. Daigue dem handelsmann und burger allda, ihren in Abweßenheit Vorgemeldten ihrem Ehevogten erbettenen beÿstand præsens war, So dann 3° Fr. Annam Elisabetham geb. Dalby, Vorgemeltdten H. Joh: Ignatius Schwartz Ehegattin, dieße beede letztere der Abgeleibten Fr. Rathherrin seel. leibl. Schwesteren und in die übrige Zween dritte theil deroselben Verlassenschafft zu gleichlingen Portionen eingesetzte Erben, derweilen aber dieße dreÿ Erbinnen allhier ohnverburgert, als ist in derselben Nahmen zugleich gegenwärtig geweßen S.T. Hr Christian Ludwig Böckler J.U. Ddi E.E. großen Raths alter und E:E: Kl: Raths ietzig wohlverdienter beÿsitzer
Declaratio Über vorherig der Verstorbenen Frauen Rathherrin errichtetes Testamentum Mysticum – unterm 1. Jan: A° 1747 errichtet

In einer allhier zu Straßburg ane der Groß Stadel Gaß gelegenen in dieße Verl. gehörigen behaußung folgendermaßen sich befunden
Eigenthumb ane einer behaußung. Nehml. eine behaußung bestehend in forder: nebens und hinderhauß, Hoff, Stallung und Hoffstadt, mit allen deren begriffen, Weithen, Zugehörden, Rechten und Gerechtigkeiten, gelegen allhier ane dem baarfüßer platz oben ane der Großen Stadelgaß einseit neben Sr Lanier, dem Körbmachern 2.s neben Sr Debiez, dem Perucquenmachern hinden auff theils auff herrn Edel den Glockengießern, und theils H. Mainglé dem Caffetier stoßend gelegen, so außer denen darauff hafftenden passsiv Cap. sonst ledig eigen so und der Stadt Straßburg geschwornen Herren Werckmeistere in crafft der mir Notario zum Concept eingeschickten schrifftlichen Abschatzung de dato 15. aprilis A° 1759. æstimirt und angeschlagen pro 1200 lb. Darüber bes. j. teut. perg. Kffbr. in allhies. C.C. St. gef. und mit deren ang. Ins. bekräfftigt datirt den 9.ten Julÿ A° 1748.
– Abschatzung Vom 15.ten april. 1768. Auff begehren H. Ratherr petter bode Eines E: E: Grosen Raths alter beÿ sietzer ist eine behausung alhie in der Statt Strasburg an der grose Stadell gas gelegen Einseits Neben H. Diebich dem barickenmacher anderseit Neben H. Lange und hienden auff H. Ettell dem Gloge gieser Stosent gelegen solche behaußung besteht in Ferder und hiender Gebeÿ warinnen Ettliche Stuben Kamern und Kichen dar jber seindt die dacht stühl mit breit ziglein belegt, hat auch ein gewölbten Keller hoff und brunen Ferner befiendet sich eine bächstub und bach Kichen. Von uns Unterschriebenen der Statt Strasburg Geschwornen Werck Meister Nach vorhero geschehener besichtigung mit aller jhrer Gerechtig Keit dem Jetzigem wahren werth Nach Estimirt und angeschlagen Worden Vor und Umb Zweÿ Thausent Vier Hundert gulden [unterzeichnet] Werner, Huber
Series rubricarum, des Hn wittibers Vermögen, Sa. Silbers 16 ß, Sa. Erg. 750, Summa summarum 750 lb
derer Erben ohnverändert Nahrung, 150 lb
das gemein und theilbar Guth, Sa. Hausraths 502, Sa. Wein und lerer faß 78, Sa. Silbergeschmeids 213, Sa. Goldener Ring 33, Sa. Eigenth. ane jr. beh. 1200, Sa. Schulden 19, Sa. 2047 lb – Schulden 2202 lb, In Compensatione, T. passiv rest 154 lb – Stall Sa. 420 lb
Copia des Contrat de mariage (…) fait le 27 juillet 1741, Laquiante notaire royal
Copia der Verstorbenen Frauen Rathherrin errichteten Testamenti clausi – fut presente agathe dalby femme de Pierre Beaudé bourgeois boulanger de la ville de Strasbourg (…) Colmar, le 18. Janvier 1760, Drouineau, Notaire royal – Je Agathe Dalby femme de Pierre Bodé Bourgeois de Strasbourg (…) Je declare devant dieu que dans un testament que j’ai été indicté à faire le 7 janvier 1747 dans une maladie dangereuse dont J’étois attaqué, il a été par suggestion et par erreur Inseré que pierre Bode mon mari avoit apporté de ses propres fonds dans notre mariage un somme de 3000 livres, je declare en verité et en ma conscience n’avoit vû, ni sêu aucun fonds par lui apporté (…)

Pierre Baudé hypothèque la maison au profit de Jean Blind, aubergiste à Rastatt

1768 (22.9.), Chambre des Contrats, vol. 642 f° 600-v
H. Rathh. Pierre Beaudé
in gegensein H. Franz Heinrich Lauth des achträdermüllers als mandatarii H. Johann Blind des gastgebers zu Rastadt – schuldig seÿe 1100 pfund
unterpfand, eine behausung cum appertinentis ane dem Baarfußerplatz, einseit neben René Lanier dem korbmacher, anderseit neben N. Depié dem perruckenmacher

Pierre Beaudé hypothèque la maison au profit de Charles François Antoine Delaurier, greffier au Grand Sénat

1768 (20.9.), Chambre des Contrats, vol. 642 f° 599-v
H. Rathh. Pierre Beaudé
in gegensein H. Lt. Carl Franz Antoni De Laurier E.E. großen Raths actuarÿ – schuldig seÿe 500 pfund
unterpfand, eine behausung cum appertinentis ane dem Baarfußerplatz, einseit neben René Lanier dem korbmacher, anderseit neben N. Depié dem perruckenmacher

Pierre Beaudé expose la maison aux enchères. Le commissaire des fontes de l’artillerie Jean Baptiste Dartein s’en rend adjudicataire.

1772 (13.2.), Not. Dautel (Fr. Henri, 6 E 41, 272)
Joint au n° 1105 du 7 avril 1768 (aussi 94 Z 73)
Donnerstags den 30. Januarÿ Anno 1772 (…) Donnerstag den 30. Januarii Anno 1772, auf Requisition Herrn Pierre Baudet Exsenatoris und burgers allhier, habe ich mich unterschriebener Notarius auf E.E. Zunft der becker eingefunden, allwo auch wolgedacht derselbe persönlich zugegen geweßen, welcher mir zu vernehmen gegeben, wie daß er gesinnet seÿe,
durch eine freÿwillige Versteigerung seine durch Vergleich vom 4. Julÿ 1768. weÿl. Frauen Agathæ gebohrner Dalby seiner Eheliebstin seel. Verlaßenschafft betreffend mit der hinterlaßenen Erben getroffen, völlig eigenthümliche behaußung bestehend in Vorder: Nebens und hinderhauß, hoff, Stallung und hoffstatt mit allen deren begriffen, Weithen, zugehörden, Rechten und Gerechtigkeiten gelegen allhier oben ane der Groß Stadelgaß gegen dem Place d’armes, einseit neben M° Lanier, dem Körbmachern, anderseit neben Sr Debiez, dem Perrucquenmachern hinten Zum theil auff herrn Matthäus Edeln den Glockengießern, und theils Sr Mainglet dem Caffetier stoßend,, ane dem Meistbietenden Käuflichen zu überlaßen – (…) 3. behalt sich der Herr Verkäufer die hindere Wohnung bis Johannis Baptistæ dieses Jahrs Zinnßfreÿ zu bewohnen bevor, 4. Wird hiermit angedungen, den innwohnenden becken um den bisherigen hauß zinnß bis nächst Kommend. Ostern darinen wohnen zu laßen und ihme die lehenung aus zuhalten – ausgeruffen zu 9000 fl.
herrn Johann Philipp Brandhoffer der Weinhändler und burger allhier 9075 fl.
Donnerstags den 6. februarÿ 1772, Sr Jean Baptiste Dartein Commissaire des fontes de l’Artillerie, 9100 fl., Sr Jean Baptiste Dartein Commissaire des fonds de l’artillerie der letzt und meistbietende
Donnerstag den 13.ten Februarii 1772 Nachmittags um Zweÿ Uhr auf Requisition Herrn Exsenatoris Beaudé habe ich der requirirte Notarius mich abermalen auf E. E. Zunft der becken Schöffenstube eingefunde und in Gegenwart deßen nach vorher gegangener bekandtmachung die dritte und letzte Versteigerung vorgenommen auch denen samtlich anweßenden Persohnen die folgende Conditionen vorhin vorgetragen als
1° daß sein Herrn Rathherrn Beaudé eigenthümliche behaußung bestehend in Vorder: Nebens; und Hinderhauß, Hoff, Stallung und Hoffstatt mit allen deren begriffenn Weithen, Zugehörden, Rechten und Gerechtigkeiten gelegen alhier Zu Straßburg ane der Großen Stadelgaß ohnfern an dem Place d’armes über, einseit neben Sieur Lanier dem korbmacher, anderseit neben Sr Debiez dem perruquenmacher, hinten auff Zum theil auf Herrn Edel den Glockengiesser und theils Sr Mainglet den caffetier stoßend, so außer einigen darauf hafftenden Passiv Capitalien sonst leedig eigen darinnen aber in specie ausgedungen werden, der bauchkössel sampt der eißern blatt, die tapeten der Tra&nckstein, wie auch alle Meel: und andere Kästlein und dergleichen (…) 3° behaltet sich der Herr Verkäuffer die hindere wohnung samt bequemlichkeiten hierzu in der Zu bersteigenden behaußung bis nächsthin stehend Johannis Baptistæ dießes Jahrs freÿ und ohne einigen Heller Haußzinß Zu besitzen bevor (…) Zum erstenmal ausgeruffen pro 9100 fl. Ob zwar beÿ letzt ausgelöschten dritten Lichtlein niemand Zugegen gewesen, der eine einige Mise gebetten hätte, und dahero Sieur D’Artein der Stuckgießer und Burger allhier beÿ der Zweiten angesetzten Versteigerung 9100 Gulden gebotten, mithin die letzte Mise behalten, als hatt er Herr Rathherr Beaudé seine versteigte behaußung demselben (…) eigenthümlich überlaßen

Vente définitive passée à la Chambre des Contrats

1772 (20.2.), Chambre des Contrats, vol. 646 f° 100
H. Exsenator Peter Baudet
H. Johann Baptist Dartein chevalier de l’Ordre militaire de l’Eperon d’or, de Latran, de Jérusalem et comte palatin commissaire des fonds de l’artillerie pour le roy
in gefolg unterem 13. dießes auff E.E. zunfft der becken schöfen stub durch H. Not. Dautel vorgenommene freÿe versteigerung, eine behausung bestehend in vorder, nebens und hinder haus, hoff, stallung und hoffstatt mit allen deren gebäuden, begriffen, weithen, zugehörden, rechten und gerechtigkeiten ane dem großen Stadelgaß ohnfern an dem Place d’armes über, einseit neben Sr Lanier dem korbmacher, anderseit neben Sr Debiez dem perruquenmacher, hinten auff Sr Mainglet den caffetier – expresse bedungen deß der H. verkäuffer den zinß von dem becken so in besagten behausung in lehn sitzet auch darin biß ostern ohngestört zu bleÿben hat, wie nicht weniger behaltet sich derselbe die hintere wohnung bestehend aus einer stub, kuchen und kammer in ersten stock wie auch die bühn sotharen hinder hauses bestens bevor, um solche biß auff Johannis Baptistæ zukünftig ohne entgeld innen zu haben – um 500, 400, 500, 1100 lb. Capitalien bestehend, geschehen um 6300 gulden

Jean Baptiste Dartein loue quelques jours plus tard la maison à son voisin le perruquier Charles Debiez et à Jeanne Beaujean

1772 (5.3.), Not. Lacombe (6 E 41, 145)
Bail – Sr Jean Baptiste Dartin commissaire des fontes d’artillerie
bail pour 9 années consécutives qui commenceront à courir à la Notre Dame prochaine, à Charles Debiez marchand perruquier et De Jeanne née Beaujean
la maison a luy appartenant en cette ville place d’armes à l’entrée de la grosse Stadelgaß, d’un côté le Sr Debiez luy même, d’autre le Sr Lagnié pannetier, devant la rue, derrière en partie le Sieur Edel fondeur de cloches en partie le Sr Mainglet caffetier – acquis par adjudication volontaire à la Chambre des contrats 20 février dernier sur le Sr Baudé – pour 720 livres tournois par an
Le Sr Dartein se réserve pour luy et son usage particulier la grande cave voutée qui regne sous la partie de devant de la maison
le 3. oct. 1772, pour 8 années consécutives qui ont commencé à la St Michel dernier, la grand cave voutée qui regne sous la partie de devant de la maison, que le bailleur s’était reservé, 40 livres

Charles Debiez sous-loue un logement au boulanger Thiébaut Michel

1772 (5.8.), Not. Lacombe (6 E 41, 147)
Bail pour 3 années à commencer à la St Jean dernier – Sr Charles Debiez marchand perruquier
à Thiebaut Michel boulanger (signé) michäl
un logement dans la maison qu’il a loué du Sr Dartein commissaire des fontes d’artillerie de cette ville par bail passe devant ledit notaire le 5. mars dernier, sise en cette ville place d’armes a l’entrée de la grand stadel gaß, consistant ledit logement savoir en une boutique sur le devant et un poelle sur la cour, la boulangerie et une cuisine y attenante, La moitié de l’écurie pour loger son bois plus deux chambres au second dans le corps de logis de derrière l’une desd. chambres éclairée et l’autre sombren un sellier pour le vin que led. Sr Dartin s’est obligé de faire par sond. bail, enfin l’usage des greniers et de la cour – pour 7 livres tournois par semaine, 9 livres de pain bis blanc, ½ boisseeau de braises

Natif de Tayac en Périgord (les Eyzies-de-Tayac), Jean Baptiste Dartein est commissaire général des fontes de l’Artillerie à Toulon puis à Strasbourg. Il épouse le 4 novembre 1745 à Toulon Anne Genevive Colmont (L’Alsace noble, Lehr, p. 137)

Jean Baptiste Dartein demande à être exempté de l’accise eu égard à ses fonctions. La commission constate que ses prédécesseurs ne bénéficiaient pas d’une telle exemption. Ils concluent que le pétitionnaire devra régler l’accise, sauf à prouver le contraire.
1762, Protocole des Quinze (2 R 174)
(p. 580) Sambstags den 27.ten Novembris 1762. – Sr Dartin fondeur de la fonderie à l’arsenal pt° Zollfreÿheit
H. Secretarius Stædel truge vor, es habe Sr Dartin fondeur de la fonderie à l’arsenal de cette ville sich in allhießigem Umbgeld, die Zollfreÿheit für alle Zu seinem, und der fonderie gebrauch eingehende victualien Zu begehren, angemaßet, und darvon seiten derer Hh. officianten allda geschehenen Einwendung entgegen, denen Hochverordneten Oberen Umbgelds Hh. seine provisiones, woraus er sothane freÿheit zu bescheinigen prætendirt, aufgewießen, worauf hochdieselbe mit H. Prætore Regio deswegen conferirt, welcher die entscheidung Mghh. lediglich überlaßen, Zumalen gedachte provisiones die freÿheiten nicht determiniren, sondern sich auf dasjenige, was denen übrigen fondeurs zukommt, beziehen, da nun in durchgehung derer Zollbücher sich ergeben, daß des Sr Dartin vorgängere solche freÿheit nicht genoßen, Sr Marne aber auf den er sich beziehen wolle, solche execution und freÿheit aus besondere umbstand und consideration erhalten, nicht aber als fondeur als in welche qualitæt er vorhero jederzeit seine gebühren abgestattet. Alß wurde Erkanndt, daß Sr Dartein, mit begehrter Zollfreÿheit solange abzuweißen seÿe, biß er erweißlich machen wird, daß ihme solche in dicta qualitate Zukomme, und denen überigen fondeurs in dem Königreich gegönnet werde.

Jean Baptiste Dartein et Anne Geneviève Colmont deviennent bourgeois ainsi que leurs trois fils le 14 juillet 1768.
1768, Livre de bourgeoisie 1762-1769 (VI 285) f° 146-v
Sr Jean Baptiste Dartin, Chevalier de l’ordre Militaire de l’eperon d’or, de St Jean de Latran, de Jerusalem, comte Palatin et Commissaire des fontes de l’artillerie pour le Roi de cette ville und des Eheliebste fr. Anne Genevieve geb. Colmon, erhalten das burgerrecht nebst ihren dreÿen Söhnen nahmens Jean felix, Charles Matthieu Sylvester et Jean Ermin aus hoher recommandation, will dienen beÿ EE Zunfft Zum spiegel. Jur. eod.[14. Julÿ 1768]

Jean Baptiste Dartein devient tributaire au Miroir
1768, Protocole de la tribu du Miroir (XI 279)
(f° 12) Mittwochs, den 21. Septembris 1768 – C. Leibzünfftiger
Hr Johann Baptist Dartin, Chevalier de l’Ordre Royal et militaire de l’Eperon d’Or de St Jean de Latran de Jerusalem, Comte Palatin et Commissaire des fontes de l’artillerie pour le Roi allhier, von Toulon gebürtig, ist auf vorgewiesenen Cantzlei: und Stallschein vom 14. & 16. Julii letzthin gegen Erlag drei Pfund Zehen Schilling leibzünfftig als Zudiener angenommen, zugleich ernstlich errinnert worden, sich deßfalls einigen Handelsrecht nicht anzumaßen, sondern deßen gäntzliichmäßig zu gehen. promisit (dt. 3 lb 10 ß, 3 lb Findl.)

Jean Baptiste Dartein quitte la tribu du Miroir et passe à celle des Boulangers
(f° 125-v) Dienstags, den 13. Decembris 1774 – Resignans
Hr Joh: Baptist d’Artein, der Königl. Stuckgieser Ist auf sein Ansuchen seines diesortigen Zunftrechte erlassen worden.

1774, Protocole de la tribu des Boulangers (XI 13)
(f° 77-v) Sambstags den 17. Decembris – Neuzünfftiger Zudiener
Herr Johann Baptiste d’Artein, Chevalier de l’Ordre militaire de l’Eperon d’Or de St Jean de Latran de Jerusalem, Comte Palatin et Commissaire des fontes de l’artillerie pour le Roi und burger allhier, stehet vor und producirt ein von Hn Saltzman dem Zunft Notario Zum Spiegel unterschriebenes Attestat datirt den 16.ten Xbris 1774. Zufolg deßen Implorant seines daselbstigen Leibzunft Rechts entlassen worden, so daß er sich anderwärtig leibzünfftig aufnehmen laßen dorfe, Bitt dahero auf dißortiger Ehrsamen Zunft als leibzünfftige Zudiener und die Gebühr auf: und angenommen Zu werden. Erkanndt, Willfahrt.
(dt 1 lb 15 ß und vor die armes dieses Zunft dt. 1 lb 10 ß d)

Jean Baptiste Dartein est élu échevin chez les Boulangers
1775 Conseillers et XXI (1 R 258)
Becker, H. Jean Baptiste Dartein, H. Joh: Christoph Pfauth.

Jean Baptiste Dartein qui a été anobli renonce à ses fonctions d’échevin
1778, Conseillers et XXI (1 R 261)
(p. 456) H. Rathh. Jean Bapt. Dartein bißheriger E. E. Großen Raths Assessoris so in den Adelstand erhoben worden geschehener resignation seiner Ehren stellen und schöffen amts wird verzeichnet.
Osterrieth nê H. Ecuyer Johannes von Dartein Imploratis prod. unterth. Memoriale juncto petito samt beÿl. sub lit. A pt° erlaß des Schöffen auch Rathherrn Ambts.
H. Genral advocat Mogg erwehnte da M. Dartein vermög seiner beÿ lit. A. Zu erkennen gibt, daß er lettres de Noblesse von Ihro König. Majestæt erhalten und in solcher qualitæt denen ihme alhier anvertrauten Ehrenstellen weiter nicht abwarten mag, als werde seine schriftlich übergebene resignation derselben Zu verzeichnen und er seines eÿds und pflichten Zuerlaßen seÿe.
Dießemnach wurde vermittelst gehaltener Umbfrag Erkandt, wird Herrn de Dartein, welcher auß dem burgerlichen stand in den adelichen erhoben worden, gethane resignation seines bißher auf E E Zunfft der becker getragenen stelle eines Schöffen und Rathherren verzeuchnet sofort derselbe seines Eÿds und Pflicht. entlassen.
Deppi. H. Rathh. Lauth. Rathh. Mainoni

Jean Félix de Dartein loue au nom de son père une partie de la maison au boulanger Jean Jacques Kreis

1781 (26.2.), Not. Lacombe (6 E 41, 181) f° 95
Messire Jean Felix de Dartein avocat en cour souveraine demeurant à Strasbourg au nom de Mons. de Dartein son père, bail d’une année à commencer le 25. mars prochain
à Jean Jacob Kreis boulanger
la boulangerie boutique cour et bucher aisances et dépendances comme le preneur la possede jusques ici dans la maison appartenant au Sr Dartein père sur la place d’armes, ensemble le logement qui se trouve pratiqué au dessus de l’écurie dont le preneur déclare avoit parfaite connaissance et se contenter comme aussy une petite cave dans la cour que le preneur a aussy occupés jusqu’ici – pour 27 sols par jour pour la boulangerie et dépendances et 72 livres par an pour le logement au dessus de l’écurie

Jean Baptiste de Dartein meurt le 20 avril 1781 après avoir été longtemps privé de sa raison et de ses sens
Sépulture, Saint-Pierre-le-Jeune (cath. p. 264)
Anno 1781 die 20 aprilis mortuus est prænobilis Joannes Dartein Eques Regii ordinis Sti Michaelis commissarius generalis Regiæ fusuræ argentinensis tormentorum Bellicorum, maritus annæ genovefæ Colmont superstitis ejus uxoris legitimæ, annos Sexaginta duos circiter natus, sacramentis pœnitentia Et Extremæ unctionis tantium propter diuturnam ejus rationis et sensuum privationem, prævie munitus et die 22. ejudem mensis et annis sepultus est in cœmeterio nostro contiguo, præsentibus testibus Joanne Baptista Caudrillier et Ignatio Ingweiller Cantoribus (i 136)

Jean Hermine de Dartein loue la maison entière au boulanger Jean Jacques Kreis

1781 (4.8.), Not. Lacombe (6 E 41, 183) n° 12
Bail – M. Roc Reiner professeur d’artillerie en qualité de tuteur de M Jean Hermine de Dartin écuyer fils majeur de feu M. Jean Baptiste de Dartein écuyer Chevalier de l’Ordre Royal et Commissaire des fontes d’artillerie de cette ville, bail 8 années qui commencent à la St Michel prochaine
à Jean Jacob Kreiss boulanger
la maison entière avec droit de boulangerie sans en rien réserver ny excepter qui appartiennent au mineur dud. Sr Reiner sur la place d’armes de cette ville, d’un côté le Sr Debiez, d’autre le Sr Louis Vanié, devant la place, derrière la rue Ste Barbe et au Sr Edel fondeur – pour 600 livres tournois par an

Jean Hermine de Dartein vend la maison au boulanger Jean Jacques Kreis moyennant 3 250 livres

1789 (30.5.), Not. Lacombe (6 E 41, 214) n° 81
Jean Baptiste Berard praticien en qualité de mandataire de Mre Jean Hermine de dartein Ecuyer capitaine au régiment de Chamboran huzard en garnison à Lautebery
au Sr Jean Jacques Kreis maître boulanger
La maison entiere appartenant au Sieur vendeur en cette ville rue dite gros stadelgass vis à vis la place d’armes, d’un côté le Sr Lanier vannier d’autre Sr Debiez maître perruquier derrière Sr Edel fondeur en partie et en partie Sr Mainglet n° 16 – l’acquéreur l’ocupe depuis plusieurs années a titre de bail – pour 13.000 livres

Originaire de Baldenheim près de Sélestat, Jean Jacques Kreis épouse en 1754 Susanne Marguerite Bader, fille de l’huilier Jean Georges Bader
Mariage, Saint-Pierre-le-Jeune (luth. fol 207)
1754. Sonnt. II et III. Trinit. proclam. (Mittwoch) d. 3. Julii copulati Joh: Jacob Kreiß ledig. beck u. b. h. l. Hn Joh: Jacob Kreiß wirths, becken u. b. zu Baldenh. ehl. Sohn u. Jgfr. Susanna Margaretha weÿl. Hn Joh: Georg Bader ges. Ohlmanns h. l. ehel. tochter [unterzeichnet] Johann Jacob Kreis als Hochzeider, Susana Margreta badrin als hochzeiterin

Inventaire dressé dans la maison après la mort de Jean Abraham Litsch, employé a la recette générale du département du Bas Rhin

1809 (12.1.), Strasbourg 3 (32), Not. Übersaal n° 1103, 4685
Inventaire de la succession de Jean Abraham Litsch, employé a la recette générale du département du Bas Rhin, décédé non marié le 19 décembre 1808 – à la requête de Marguerite Salomé Litsch, épouse de Jean Jacques Müller, Médecin demeurant à Candel, nièce du défunt et son héritière universelle ab intestat représentant son père feu Isaac Litsch faiseur de forêts en cette ville procréé en mariage avec Marie Madeleine Kraeutler
dans une maison située grande rue de la grange n° 16 appartenant au Sr Kreis boulanger
mobilier 122 fr
produit de vente des meubles 230 et 287 francs
Enregistrement, acp 109 F° 91 du 13.1.

Jean Jacques Kreis meurt en 1813 en délaissant deux enfants

1813 (15.11.), Strasbourg 12 (53), Not. Wengler n° 7937
Inventaire de la succession de Jean Jacques Kreiss, boulanger décédé le premier jour du mois courant – à la requête de Susanne Henriette Kreiss femme de Jean Geofroi Schneiter docteur en médecine, Jean Jacques Kreiss minstre du culte protestant près l’église St Pierre le jeune, seuls et uniques héritiers de Jean Jacques Kreiss l’ainé leur père
dans la maison mortuaire place d’armes près de la grande rue de la Grange n° 16
meubles 627 fr, numéraire 200 fr
Immeuble. deux tiers par indivis dont le troisième tiers appartient déjà aux héritiers du chef de leur défunte mère d’une maison a trois étages, cour, pompe, petite maison de derrière avec tréfonds et toutes ses autres appartenances, droits et dépendances, sise en cette ville place d’armes ou grande rue de la Grange n° 16, d’un côté le Sr Nagel horloger, de l’autre le Sr Lanier vannier, derrière en partie le Sr Entzlen mécanicien en partie la succession du Sr Edel fondeur – acquis du Sieur Dartein capitaine au régiment de Chamborand hussard par acte passé devant Lacombe notaire le 30 mai 1789, estimée 10.000 fr
total de l’actif 10.827 francs
Enregistrement, acp 123 f° 183 du 18.11.

Inventaire dressé après la mort de Jeanne Catherine Foret, veuve du perruquier François Xavier Appfel

1827 (28.6.), Strasbourg 2 (62), Me Weigel n° 4824
Inventaire de la succession vacante de Jeanne Catherine Foret, veuve de François Xavier Appfel, perruquier, décédée le 29 mai dernier – à la requête de Jean Georges Theis, avoué près le Tribunal Civil
dans une maison sise place d’Armes n° 16 – mobilier 203 fr
Enregistrement, acp 184 F° 120-v du 5.7.

Les héritiers Kreiss vendent la maison au boulanger Martin Stoll et à sa femme Marie Barbe Martinstein

1829 (15.4), Strasbourg 12 (111), Me Noetinger n° 1247
Jean Jacques Kreiss, pasteur au temple de St Pierre le Jeune, Susanne Marguerite Kreiss veuve de Geoffroi Schneider, docteur en médecine
à Martin Stoll, boulanger, et Marie Barbe Martinstein
une maison boulangerie sise à Strasbourg Grande rue de la Grange n° 16, d’un côté les héritiers Nagel, d’autre le Sr Bircklé cordonnier, derrière le Sr Edel fondeur de cloches – héritée de leur père Jean Jacques Kreiss, boulanger, acquise de Jean Hermine de Dartein, écuyer capitaine au régiment de Chamborand, par acte reçu Lacombe notaire à Strasbourg le 30 mai 1789 – pour 12.000 francs
Enregistrement, acp 194 f° 89 du 24.4.

Originaire de Hœrdt, Martin Stoll épouse en 1824 Marie Barbe Martinstein, fille de tanneur
Mariage, Strasbourg (n° 203)
Acte de mariage célébré le 16 juin 1824. Martin Stoll, Majeur d’ans, né en légitime mariage le 4 Frimaire an deux à Hoerdt (Bas Rhin), domicilié à Strasbourg, Boulanger, fils de Thiébaud Stoll, Cultivateur audit lieu, et de Marie Schultz ci présente et consentante, et Marie Barbe Martinsten, majeure d’ans, née en légitime mariage le 8 vendémiaire an Neuf à Strasbourg, domiciliée à Strasbourg, fille de Jean Michel Martinstein, tanneur, et de Barbe Reine Küss, ci présents et consentants (signé) Martin Stoll, Maria Barbara Martinstein (i 32)

Registre de population 600 MW 53, Place d’armes N° 16, p. 872 (i 226)
Stoll, Martin, 1794, boulanger, Hoerdt (à Strasbourg depuis) 1821, (auparavant) derrière le Temple neuf 15, E. juillet 1829
id. née Martinstein, M. Barbe, 1801, Strasbourg
id. Theodor, 1825, id.

Martin Stoll et Marie Barbe Martinstein consentent au mariage de plusieurs de leurs enfants
1855 (24.1.), M° Grimmer
Consentement par Martin Stoll ancien boulanger et Marie Barbe Martenstein sa femme à Strasbourg au mariage de elur fils Charles Auguste Stoll, compagnon brasseur à Chantilly, avec Charlotte Cilone Couturière à Chantilly
acp 436 (3 Q 30 151) f° 97 du 25.1.

1864 (13.9.), M° Flach
Consentement par Martin Stoll ancien boulanger à Strasbourg au mariage de sa fille Sophie Stoll fleuriste à Paris avec Guillaume Reol, bijoutier à Paris
(idem) Consentement par le même, au Mariage de son fils Adolphe Stoll boulanger à Paris avec Madeleine Beau au dit lieu
acp 536 (3 Q 30 251) f° 3-v du 14.9.

1866 (16.8.), Strasbourg 13 (94), Not. Flach (Jean Georges) subst. par Holtzapffel n° 5911
Consentement – Martin Stoll ancien M° boulanger demeurant à Strasbourg lequel par les présentes déclare consentir au mariage que son fils Edouard Stoll, porte liste à Paris, se propose de contracter avec Elisabeth Antoinette Weiss née à Paris le 13 novembre 1848 demeurant à Paris
De plus il autorise par ces présentes D° Barbe Martinstein son épouse à consentir également au mariage en question
acp 551 (3 Q 30 266) f° 134 du 16.8.

Martin Stoll révoque un testament
1869, M° Noetinger
du 21 décembre 1868 – Révocation par Martin Stoll, marchand de vins à Strasbourg, de son testament olographe en date du 29 mars 1866 déposé en l’étude Noetinger le 23 août 1866
acp 581 (3 Q 30 296) f° 72 du 22.3.

Martin Stoll loue en juin 1834 une partie de la maison à l’aubergiste Lippmann Bauer

1835 (2.4.), Enregistrement de Strasbourg, ssp 65 F° 112 ssp du 22.5.
Bail pour 6 années à commencer le 24 juin 1834 – Martin Stoll, boulanger et propriétaire de la maison sise Place d’Armes près la Grand rue de la Grange n° 16
à Lippmann Bauer, aubergiste
différentes localités au premier étage sur le devant et au second étage ainsi qu’au troisième tant sur le devant que derrière la cave à droite, la jouissance commune du grenier et de la buanderie, pour un loyer annuel de 396 francs

Il vend le 17 octobre 1834 par devant le notaire Chaveheid à Bischheim la maison au boulanger Jacques Meyer.
Originaire d’Oberschæffolsheim, Jacques Meyer épouse en 1836 Salomé Weinling, native de Griesheim-sur-Souffel

1836 (19.5.), Strasbourg 13 (51), Me Bremsinger n° 7651
Contrat de mariage – Jacques Mayer, boulanger demeurant place d’Armes n° 16, fils de feu Jacques Meyer, cultivateur, et d’Anne Marie Lienhard à Oberschaeffolsheim
Salomé Weinling, majeure fille de Symphorien Weinling et de Catherine Rann à Griesheim près Dingsheim
communauté réduite aux acquets
Enregistrement, acp 241 F° 8-v du 25.5.

Registre de population 600 MW 194, Place Kleber N° 16, p. 234 (i 89)
Meyer, Jacques 1813 Oberschaeffolsheim, Propr. et cafetier, C (à Str. depuis) 25 Xbre 1834
id. née Schneider, Thérèse 1828 Mutzig, C. Ep. (à Str. depuis) 1846, (entrée) 5 août 1850
id. Marie Eugénie 7 juillet 1851 Strasbourg, fille
id. Marie Thérèse, 8 avril 1853 id. fille, décédée 6 7.br 1854
id. Marie Sophie 13. 9.br 1854 id. fille
id. Marie Jacobine 5 juin 1848 id., fille 6 juin décédé
id. Arthur Jules 9 juillet 1852 id. fils
id. Thérèse Emilie 30 8.b 1855 id. fille
id. née Weinling, Salomé, 1809 Griesheim, (à Str. depuis) juin 1836, décédée 19 juillet 1848

Jacques Meyer loue diverses localités à Sara Metzger veuve de Lazare Bauer pour y tenir auberge

1841 (19.10.), Enregistrement de Strasbourg, ssp 81 (1870) f° 52, ssp du 12.8.1841
du 12 août 1841 – Bail entre les soussignés Jacques Meyer, maître boulanger demeurant a Strasbourg place Kleber N° 16 d’une part
et Sara Metzger veuve de Lazare Bauer en son vivant aubergiste demeurant audit lieu a été conclu et convenu le bail suivant
Le Sr Meyer loue à la veuve Bauer pour l’espace de huit années entieres et consécutives qui prendra son commencement au 29 septembre 1841 (ou St Michel) et finira a pareille époque les huit années révolues, le deuxième étage de la Maison ci dessus désignée consistant en deux appartements et cuisine ainsi que le troisième étage avec trois chambres au second étage par derrière une chambre avec un alcove et deux autres chambres. Le troisième étage par derrière est réservé au Sr Meyer, droit dans la cour, droit dans la buanderie pour faire la lessive, droit aux commodités, la moitié de la cave, le tout pour y tenir auberge. Le présent bail fait pour et moyennant un loyer annuel de 400 francs
Le fourneau quarré en fer de fote qui se trouve au second étage appartient à la veuve Bauer (…)
Lorsque le froid se fera sentir on ne pourra plus vuider l’eau dans la cour. Il est défendu de laver au puits, les pots de chambre seront toujours vidés le matin

Jacques Meyer se remarie en 1850 avec Thérèse Schneider, originaire de Mutzig
1850 (9.7.), Strasbourg 3 (95), Not. Burtz n° 1864
Contrat de mariage – Le Sr Jacques Meyer, cafetier demeurant à Strasbourg, veuf en premières noces sans enfant de feu Salomé Meyer née Weinling stipulant en son nom personnel comme futur époux
Et Dlle Thérèse Schneider majeure demeurant aussi à Strasbourg, file du S Jacques Schneider laboureur et de S° Marie Petronille Wernert conjoints domiciliés de leur vivant à Mutzig om is sont décédés tous deux stipulant en son nom personnel comme future épouse
acp 392 (3 Q 30 107) f° 100 Régime de communauté de biens réduite aux acquêts
Les apports du futur époux consistent en une Maison à Strasbourg grande rue de la grange n° 16
2° divers objets mobiliers décrits en un acte reçu Ritleng sans indication de date, 3° plus des créances et argent montant à 950 francs
Les apports de la future épouse consistent 1° argent comptant 700 francs, 2° meubles 100, 3° 88 ares terres prés vignes et verger bans de Gresswiller et Mutzig
Donation réciproque par les futurs au survivant d’eux de la propriété de toute la succession en cas d’inexistence d’enfant et de l’usufruit de moitié des dits biens en cas d’existence d’enfant du futur mariage

Jacques Meyer et Thérèse Schneider vendent la maison à Benjamin Weil fils de Meyer, commerçant à Muttersholtz

1873 (22.12.), M° Allonas
Verkauf durch Jakob Meyer, Kaffee Sieder und Theresia Schneider, seine Ehefrau zu Straßburg
Benjamin Weil Sohn von Meyer, Bäcker und Handelsmann zu Müttersholtz
1) von einem Hause zu Straßburg, Kleber Platz N° 16
2) das Becker und Kafffeewirt geschäft, für 40.000 Franken, wovon 5000 Franken für die Mobilien, wovon 8887 Franken bezalt – Nutzniesung und Zinse vom 25. December 1873 – Erwerbs Titel, Kauf Chaveheid Not. 17. October 1834.
acp 623 (3 Q 30 338) f° 60 du 23.12. n° 5884



4, rue de la Massue


Rue de la Massue n° 4 – X 261 (Blondel), O 828 puis section 33, parcelle 57 (cadastre)

Maison dite Stœrenhoff (cour Stœr) – Démolie (années 1970)


Façade principale vers l’est (AMS, Lucien Blumer cote 8 Z 1685)
Façade rue du Jeu-de-Paume (deuxième bâtiment, cote 8 Z 1679, vers 1930)
Façade rue de la Massue (AMS cote 1003 W 3, n° 1404, vers 1942)

Le Stœrenhoff (cour Stör) comprend les bâtiments qui donnent sur la placette et le grand jardin à l’arrière (n° 260 sur le plan Blondel) qui en est détaché en 1707. D’après le Livre des loyers communaux de 1587, la maison a notamment un encorbellement de 52 pieds, un auvent de 16 pieds en haut du pignon et un pilier maçonné à l’angle ; d’autres piliers longent le jardin. La propriété appartient au marchand Pierre Frick jusqu’en 1603 puis aux pelletiers Matthieu Hellbeck dit Bœhm père et fils qui n’y habitent pas. On y trouve au milieu du XVII° siècle un bâtiment servant de teinturerie. Le jardin est loué à des maraîchers. La maison revient en 1692 au brasseur aux Trois Rois (rue des Bestiaux, aujourd’hui rue d’Austerlitz) Jean Georges Nagel puis en 1707 au bourreau Jean Georges Franck qui la revend aussitôt en conservant le jardin. Le pelletier Jean Georges Merg doit y avoir ajouté une nouvelle maison composée de deux bâtiments, citée parmi les différents logements que loue en 1720 le tuteur de ses enfants. Le Stœrenhoff appartient ensuite (1729-1744) à l’ancien chapelier François Waltz, devenu aubergiste au Jardin du Prévôt hors la porte des Juifs. Le tisserand Philippe Jacques Kayser auquel elle appartient pendant toute la deuxième moitié du siècle habite rue des Cerceaux (à l’emplacement de l’actuel quai Finckmatt). Le tisserand Chrétien Kayser est autorisé à agrandir une croisée en 1789 à condition de ne pas toucher à l’encorbellement.


Plan-relief de 1725 (Musée historique) – Le Stœrenhoff est formé des bâtiments en U et du bâtiment plus haut sur la droite, à l’arrière de la placette à gauche de l’image

Elévations préparatoires au plan-relief de 1830, îlot 215 (Musée des Plans-relief) 1

L’Atlas des alignements (années 1820) signale un bâtiment à rez-de-chaussée et un étage en maçonnerie. Sur les élévations préparatoires au plan-relief de 1830, la façade est se trouve entre les repères (v-x-y) : deux fenêtres, porte cochère puis deux autres fenêtres dans la troisième partie à pignon, le premier étage comprend autant de fenêtres que d’ouvertures au rez-de-chaussée. La façade vers la rue du Jeu-de-Paume comprend les deux bâtiments à gauche du repère (v) : une porte et deux fenêtres puis une fenêtre dans le bâtiment à pignon, au premier étage trois puis une fenêtre et un deuxième étage dans le pignon. La façade rue de la Massue comprend les deux bâtiments entre (z) et (a’), le premier à trois fenêtres au rez-de-chaussée et à l’étage, le deuxième deux fenêtres au rez-de-chaussée et à chacun des deux étages. La cour P représente entre (3-4) l’arrière de la façade est, entre (4-1) l’arrière de la façade rue du Jeu-de-Paume, entre (2-3) l’arrière de la façade rue de la Massue et entre (1-2) le côté ouest de la cour. Deux édicules en appentis s’adossent aux murs est et ouest.
La maison porte d’abord le n° 60, Quartier des Souabes (1784-1857) puis le n° 4, rue de la Massue.


Plan de l’îlot – Cour P
Sur la droite, façade est. Au premier plan le 12, rue du Jeu-de-Paume (Lucien Blumer, AMS, cote 8 Z 2018, vers 1930)

Frédéric Michel Braun ajoute en 1864 un deuxième étage et fait modifier certaines fenêtres au rez-de-chaussée. Les différences entre les élévations de 1830 et les photographies montrent que l’étage est ajouté au bâtiment à l’angle de la rue de la Massue. Le revenu passe de 127 à 181 francs, le cadastre signale aussi une fenêtre au troisième étage. Le rez-de-chaussée est alors en maçonnerie et l’étage en pans de bois. Lors du ravalement de 1877, l’agent voyer note que le bâtiment dépasse de l’alignement de tous les côtés mais qu’il n’a pas d’encorbellement.


Dessins joints à l’autorisation accordée en 1908 (dossier de la Police du Bâtiment)
Emplacement de la maison après sa démolition. A l’extrême droite, le garage Grisanti installé dans les locaux de la « Cité artisanale » (photographie du Service de l’architecture, cote 1005 W 6)
Vue en novembre 2013

avril 2021

Sommaire
CadastrePolice du BâtimentRelevé d’actes

Récapitulatif des propriétaires

La liste ci-dessous donne tous les propriétaires de 1604 à 1952. La propriété change par vente (v), par héritage ou cession de parts (h) ou encore par adjudication (adj). L’étoile (*) signale une date approximative de mutation.

Pierre Frick, marchand, et (1562) Appolonie Schilling, remariée (1604) avec Paul Graseck – luthériens
1603 v Samson Strintz, fripier, et (1577) Elisabeth Wissensteiger puis (1610) Barbe Gerlach, d’abord (1601) femme du vitrier Séverin Weissenburger – luthériens
1603 h Isaac Bisantzer, chaussetier, et (1607) Catherine Strintz – luthériens
1607 v J