Charges et fonctions


Voir aussi notaires et secrétaires

Les différentes charges sont régies depuis 1687 par le principe de l’alternative, instauré sur la volonté de Louis XIV, d’après lequel chaque emploi public doit être alternativement détenu par un catholique et un protestant.


1700, Protocole des Quinze (2 R 104)
Philippe Albert Wesener ayant été nommé l’un des Treize, les différentes charges qu’il détenait doivent trouver de nouveaux titulaires : préposé en chef de la Monnaie, préposé en chef du Sel, préposé en chef des Métiers, prévôt de la fondation Schenckbecher, prévôt chez les passementiers et les tonneliers, préposé en chef de l’Imprimerie ou Censeur des livres. Le secrétaire Frid lit le décret du Magistrat à ce propos. Le syndic royal ajoute que les nominations devront suivre le principe de l’alternative et qu’il y a lieu d’en arrêter les modalités d’application. Il relève en effet que les nominations ont eu lieu en considérant globalement (in concreto) les fonctions équivalentes en 1697 mais en considérant l’emploi individuellement en 1698. Il propose de séparer les emplois et de les pourvoir individuellement, ce qui évitera les recherches dans les registres et les éventuelles erreurs. Les Quinze adoptent la proposition et décident de séparer les fonctions.
De nouveaux titulaires sont nommés aux différentes charges de Philippe Albert Wesener ainsi qu’aux charges auxquelles renoncent les nouveaux titulaires. La nomination à la fondation Schenckbecher suivra le principe édicté en 1698 d’après lequel les titulaires sont exclusivement luthériens.

(f° 41) Freÿtags den 12. Februarÿ 1700. Herr Secretarius Fridt Proponirt, es seÿe wie bekant herr Philipp Albrecht Wesener, so eine geraume Zeit beÿ dießem Hochlöbl. Collegio Assessor geweßen, ohnlängst Zu einem Dreÿ Zehner erwöhlt worden, Vnd weilen derselbe in dießer Stub unterschiedliche Ämbter getragen, alß würde Zu Mghherren stehen, Ob Sie anietzo solche wieder ersetzen wollen, undt dafern es beliebig were würde Zuvor das Decret Mghh. Ämbter ersetzung betreffendt abzulesen seÿn, Lißt darauff selbiges ab, wie in dero Ordnung buch fol. 152. Zu sehen. Vndt berichtete ferner, daß gedachter herr XIII. Wesener nach folgende Ämbter Getragen habe, Alß das Ober Müntz Herren, Ober Saltz herren Vnd Ober Handwercks Hn Ambt. So dann seÿe derselbe Obmann geweßen beÿ der Schenckbecherischen Stifftung, Item beÿ den Paßmentirern vndt auch beÿ den Küblern, Wie auch Ober Trucksherr oder Censor Librorum, mithin die wahl Zu Mghherren stellendt.
Herr Syndicus sagt, es werde lediglich Zu Mghherren stehen, die durch des Herrn XIII. Weßeners promotion vacante Ämbter widerumb Zu ersetzen, und nichts anders Zu observiren seÿn, als was Ihre Königl. Maÿ. wegen der alternativ verordnet haben, nemblich daß wann der letst erwöhlte von der Augspurgischen Confession geweßen, nachgehends ein Catholischer et vice versa wann der letzte von der Catholischer Religion geweßenen folglichen Einer von der Augspurgischen Confession erwöhlt werden solte, Es hetten aber Mghherren die alternativ unterschiedlichen gehalten, und Zwar in Ao. 1697. in Concreto alternirt, daß Sie alle Ämbter Zusammen gezogen, und wann der letzte von der Augspurgischen Confession geweßen, sie darauff einen von der Catholischer Religion erwöhlt haben. In ao. 1698 aber were es damit gantz anderst gehalten worden, und weilen man bißhero keine Gewiße regul observirt, so stünde Zu Mghherren ob Sie nicht anietzo erkennen wolten, wie es mit der alternativ künfftighin gehalten werden solte, Vnd vermeine Er, man könnte keine gewißere Regul machen, als wann man alle Corpora separiren würde, in deme man sonsten alle mahl die Protocolla auffschlagen müßte, oder per errorem wider Ihrer Königl. Maÿsr. intention handlen dörffen, Wann Mghherren aber alle Collegia absonderlich nehmen wolten, würde man die alternativ desto richtiger observiren können.
Erkandt, Sollen die Collegia Separirt und künfftighin, wann Vacante Ämbter Zu ersetzen alle Zeit auff dem letzterwöhlten geschehen, vnd nach solchem die Alternativ obertvirt werden.

Nachdem nun auff soclhe weiß die Alternativ ihre richtigkeit erkant, als wurde die wahl Eines Ober Müntz Herren vorgenommen vnd dazu erwöhlt
Herr XV. Johann Jacob Richshoffer
Ille resignirt darauff das Ober Wurtz Herren Ambt.

Solchemnach wurde Zu Einem Ober Saltz herren Eligirt
Herr XV. Wolfgang Friderich Reineri
Ille resignirt darauff das Ober Wurtz Herren Ambt.

Worauff Zu Ober Wurtz Herren erwöhlt worden
Herrt XV. Johann Dietrich, so gleich das Ober Pfundt Zoll herren Ambt resignirt vndt
Herr XV.er Frantz Joseph Scherer,
vnd Zu Einem Ober Pfundt Zoll herren
Herr XV.er Frantz Joseph Scherer.

Herr Secretar. Fridt errinnerte auff solches, daß Ferner das Ober Handwercks Herren Ambt Zu ersetzen sein werde
Electus Herr XV. Andreas Brackenhoffer

Idem proponirte, daß die ersetzung der Obmannschafften, folglichen vorzunehmen sein werden, und stünde Zu Mghherren, Ob sie die Obmannschafft beÿ der Schenckbecherischen Stifftung zu ersetzen wollen, mit angehengtem bericht, daß in ao. 1698. vmbständlich außgemacht worden seÿe, daß beÿ dießer Stifftung keine andere als von der Augspurgischen Confession dazu gezogen werden sollen, Vid. Mghherren der XV. Protocoll vom 5.ten Septemb. dicti anni
Electus herr XV. Johann Dietrich.

Idem folge die Obmannschafft beÿ den Paßmentirern mithin die Wahl Zu Mghherren stellend
Electus herr XV. Frantz Joseph Scherer.

Zu einem Obmann beÿ den Kübler Mundh wurde erwöhlt
Herr XV. Andreas Brackenhoffer.

Vnd dann Zu Einem Ober Trucksherr oder Censor Librorum
Herr XV. Paul Rogerius Sibour.


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