Secrétaires des Maçons


1697, Protocole de la tribu des Maçons (XI 233)
Secrétaire de la tribu depuis deux ans, Jean Adam Œsinger se démet de ses fonctions. Le conseil des Maçons élit le 20 mars 1697 Jean Jacques Grünwald pour le remplacer. Tributaire pendant vingt-huit ans à l’Echasse, Jean Jacques Grünwald est rayé du rôle de l’Echasse le 23 décembre 1697 et s’inscrit le 30 décembre à la tribu des Maçons à titre gratuit, en s’engageant à régler tous les droits que pourrait exiger la Tour aux deniers.

(f° 105) Mittwoch den 20. Martÿ 1697. – Wurde ich Johann Adam Ösinger Notarius Alß seith Zweÿ Jahren hero diß orths gewesener Zunfftschreiber, auf die Von mir beschehene Gehorsambste, und Vnder dientsl. ansuchung, meines Ampts dimittirt, Vnd Volglich in uno momento damit Ihro Gnaden der Herr Oberherr, wie auch übrige hoch ge Ehrte Hh Schöffen, die Vielfältigen überlauffens Von einem Vnd dem andern überhaben sein möchten in meiner stell Zu einem anderwärtigen Zunfftschreiber erwählt
Herr Johann Jacob Grünwaldt, Notarius publ. und burger allhier Zu Straßburgn Welchem der Allerhöchste Gott Zu seinem Verrichtungen Gesundheit Gnad: und Seegen Verleÿhen wolle.

(f° 122) Montags den 30.ten Decembris 1697. seindt Herr Oberherrr, die Rathherren und Herren Schöffen und E. E. Gericht beÿsammen Erschienen und verhandelt wie volgt.
Zuvorderist habe ich der Zunfftschreiber, als vormahls beÿ E. E. Zunfft der Steltzen in die 28. Jahr gewesener Zünfftiger, und am 20. Martÿ annoch instehenden 1697.sten Jahrs, wie hievor fol: 105.b Zusehen, durch d. tit. Hochgepietenden Herrn Oberherren, Rathh. vnd Hh. Schöffen unanimiter Zu dießer Ehrsamen Zunfft Zunfftschreiber erkoßen worden, mich so dann vff dießer Ehrs: Zunfft auch Leibzünfftig Zumachen, resolvirt und Zu dem ende meinen Von gedachter Stetzen Zunfft erhaltenen entledigungs Schein de dato 23. Decembris 1697. beÿ dießer Versammlung obhochgedachtem H Ober: Rathh. v. Schöffen auch Gericht producirt, und mich als ein Zünfftigen anzunehmen, Underthänige ansuchungs gethan. darauffhien durch dieselbe Erkandt worden, daß ich gratis das Zunfftrecht haben und würckhlich mich angenommen hetten, Wann aber der Pfenningthurn etwas fordern solten ich davon zustehen schuldig sein mithin auch Zugleich wie alle andere Zünfftige das Hueten: und Stubengeld abzurichten verpflichtet sein solle. Gott gebe sein Gnadt hierzu daß ich beÿ dießer Zunfft meiner diensten schuldigster maßen wohl observiren und abwarten möge.

1704, Protocole de la tribu des Maçons (XI 234)
Le prévôt de la tribu demande le 14 juin 1704 aux conseillers et aux échevins d’élire un nouveau secrétaire en remplacement du défunt Jean Jacques Grünwald et un nouvel huissier en remplacement du défunt Matthieu Blessig pour éviter de traiter des recommandations. Le nouveau secrétaire est Sébastien Goldbach qui a assuré l’intérim, le nouvel huissier le plâtrier catholique Jean Erhard.

(f° 3) Sambstags den 14.ten Junÿ 1704 – Ihro herrl. herr XV. König dießer Zunfft hochgebietender Herr Oberherr proponirte denen anweßenden herren Rathherrn und herren Schöffen, es werde denenselben nicht unwißend sein, daß Kurtz verrücker Tagen Hr Johann Jacob Grünwaldt Nots. und dießer Ehrs. Zunfft Zunfftschreiber dießes Zeitliche gesegnet, wie nicht weniger wißend, daß auch Mattheus Bläßig E: E: Zunfft büttel annoch vor dem Herrn Zunfftschreiber verstorben, und dahero durch solcher todtfälle dieße beede stellen vacant worden, dahero Er dieselbe hiehero zuberufen gemüßiget worden, in deme derselbe wegen vielen überlauffens vnd der recommendationen gern befreÿet bleÿben möchte bitte demnach gesambte herren Rathh. v. Herren Schöffen Ihme Zue erwählung eines and.wertigen Zunfftschreiber und büttels hülffliche hand zubringen.
Warauff dann die Wahl eines newen Zunfftschreiber vorgenommen und mich Sebastian Goldtbach Nots. Vorgeschlagen, da ich dann gleichbalden unanimiter erwöhlet und erkoßen auch alß fort auf befehl des hochgebietenden herrn Oberherrens mir solches notificirt worden.
Nach dießem ist mann Zur Wahl eines Newen büttels geschritten, in welcher sich Zweÿ subjecta præsentirten, unter welchen beeden aber durch die meisten vota erwöhlet auch Vor den tüchtigtsen erachtet worden
Johannes Erhard, Gibßern Römisch Catholischer Religion
Gott der Allerhöchste gebe aller seits glück gesundheit und langes leben.

1715, Protocole de la tribu des Maçons (XI 234)
La veuve de Sébastien Goldbach demande le 28 novembre 1715 de conserver le poste de secrétaire de tribu. Les échevins donnent leur accord.

(f° 190) Donnerstag den 28.ten Novembris 1715 – Hochgebietender Herr Oberherr hat proponirt, daß weÿl: Herrn Notarÿ Sebastian Goldbachß geweßten Zunfftschreibers hinterlaßener wittib, die vacirende Zunfftschreibereÿ noch einige Zeitlang solte überlaßen werdten, welches dann auch gesambte Herren Ober: Rathherrn und Herren Schöffen acceptirt.

1755, Protocole de la tribu des Maçons (XI 238)
Après la mort de leur secrétaire Jean Daniel Lang, les échevins élisent d’après le principe de l’alternative le seul candidat catholique, Nicolas Joseph Herrenberger qui devra quitter la tribu des Cordonniers et renoncer la fonction d’échevin qu’il y occupe.

(f° 261-v) Freÿtags den 7.ten Novembris 1755.
Ferner jnoponirte Herr Ammeister Faust daß Weilen H. Notarius Lang dießer Ehrsamen Zunfft gewester Zunfftschreiber Vor einiger Zeit Verstorben nunmehro Ein anderer Zuerwehlen seÿe. Wabeÿ dann die Königliche alternatif erfordert daß weilen H. Notarius Schweighäußer beÿ E. E. Zunfft der Fischer jetziger Zunfftschreiber der Letstere Vnd Evangelischer Religion ist, nunmehro an Einem von Catholischer Religion die ordnung seÿe, H. Notarius Niclaus Jacob Herrenberger so Catholisch, wie auch H notarius Thenn, vnd H notarius Fické, beede Evangelischer Religion, haben sich beÿ Ihme angemeldet, vnd Weilen sich sonsten Keiner von Catholischer Religion præsentirt, so wolle Er Ihme H. Notario Herrenberger die Stimme Zu Einem Zunfftschreiber dieser Ehrsamen Zunfft gegeben haben, doch mit dem anhang, weilen Er den Vernehen nach beÿ E. E. Zunfft der Schuhmacher Ein Schöff ist, auch Verschiedene Ambtschreibereÿen Zu Versehen hat, daß derselbe das Schöffenambt beÿ gemelter Schuhmacher Zunfft resigniren, auch die ambtschreibereÿen quittiren solle.
Warauff nach gehaltener Umbfrag erkandt seÿe gemelyer H. Notarius Herrenberger mit obgedachter Conditionen Vor einen Zunfftschreiber dieser Ehrsamen Zunfft anzunehmen.

1779, Protocoles de la tribu des Maçons (XI 240)

Le prévôt rapporte le 28 août 1779 qu’il a reçu la démission de Jean Frédéric Dinckel à ses fonctions de secrétaire de la tribu.Le conseil ratifie la démission et désigne immédiatement un nouveau secrétaire. D’après l’ordonnance des Conseillers et les Vingt-et-Un en date du 2 septembre 1771, le principe de l’alternative exigerait de nommer un catholique. Aucun candidat catholique ne s’est cependant manifesté bien que le poste soit vacant depuis un certain temps. Ils nomment donc le luthérien Jean Jacques Lung. Le conseil des échevins ratifie la nomination le 23 décembre suivant

Freÿtags den 28. Augusti
(p. 401) Resignatio des Zunfftschreibers
Nämlich SS.TT. Herr Fünffzehener Johann Heinrich Gangolf der hochgebietende Herr Oberherr, Zeigte an, was maßen Ihme von seiten H. Notarii Johann Friderich Dinckel, des bisherigen Zunftschreibers eine Bittschrifft Zugesandt worden seÿe, welche Hochderselbe hiebeÿ producirte und denen Herren Schöffen communicirte, woraus ersichtlich, daß besager Implorant in die Enltlassung vonn seinem bisherigen Zunftschreiber: Amt bitte.
Hierauf wurde nach gehaltener Umfrag Erkannt, daß gedachten H. Notarii Dinckels Resignation Zu recipiren und Zu Verzeichnen, sofort derselbe von dem Amt und Eid als Zunftschreiber dieser Ehrsamen Zunft der Maurer wieder Zu entlaßen und sogleich Zur Wahl eines anderwärtigen Zunftschreibers an deßen Stelle Zu schreiten seÿe.
(p. 402) Neuerwählter Zunfftschreiber
Demnach ließ sich Hoch Edelgedachter Herr Oberherr dahin Vornehmen, daß Zufolg Gnädiger Herren Räth und XXI. unterm 2.ten Septembris 1771. ertheilter neuen Verordnung beÿ Vorhabender Wahl die Alternatif also Zu beobachten seÿ, weilen der abgegangene Zunftschreiber der Augspurgischen Confession Zugethan, daß nunmehro Einer Von Catholischer Religion an deßen Platz Zu ernennen wäre, in deme aber kein dergleichen Subjectum Während der langen Abwesenheit des Vorigen Zunftschreibers sich præsentirt hat, noch anjetzo vorhanden ist, so sehe sich in dem Fall abermahlen einen Schreiber Von der Augspurgischer Confession Zu erwählen, dannenhero Hochderselbe seine Stimme Zu einem Zunftschreiber Notario Johann Jacob Lung ertheilt haben wolle.
Woraufhin über solche Wahl deliberirt und nach gehaltener Umfrag unanimiter Erkannt worden, Seÿe gedachter Notarius Johann Jacob Lung, geschwornen Inventir: Schreiber allhier, als Zunftschreiber dieser Ehrsamen Zunft der Maurer Zu recipiren und beÿ ersterer Versamlung dieses Schöffen: Collegii in Pflichten Zu nehmen.

(f° 415) Mittwochs den 23. Decembris – Zunftschreiber Eid
Weilen seit des vorigen Zunftschreibers Resignation die Herren Schöffen anheute Zum erstenmal sich wiederum versammlet, so habe ich der jetzige Zunftschreiber Vordersamst mich dargestellt, um dieses Ambts halben behörig in Pflichten genommen Zu werden, Zu dem Ende eine neuverfaßte Zunftschreiber Ordnung abgelesen.
Woraufhin abgetretten, und nach deme wieder herein berufen worden, wurde mir durch den Hochgebietenden Herrn Oberherrn berichtet, Es seÿe nach gehaltener Umbfrag Erkannt worden daß ich der nunmalige Zunftschreiber ad Juramentum Zu admittiren, die erstbesagte Zunftschreiber Ordnung in das Geheime buch Zu den übrigen Ordnungen einzutragen, und auch künftighin von einem jeweiligen Zunftschreiber der Eid darüber abzuschwöhren seÿe.
In gefolg deßen ich auch absobalden die Befolgung berühter Ordnung dem hochgebietenden Herrn Oberherrn vermittelst abgelegte Eids angelobet habe.


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