Règlement


Règlements des maçons

Règlement du chef d’œuvre de 1690, transcription et traduction
Règlement de 1753 (salaire journalier, nombre de compagnons, chef d’œuvre)
Règlement de 1771 relatif aux années d’épreuve et au chef d’œuvre, transcription et traduction

Ordnung Und Articul Buch der Maurer Zunfft Zu Straßburg, angefangen vnder Herr Jacob Meÿer, dem Dreÿzehener gemelter Zunfft Oberherrn, In dem Jare des Herrn da man Zalt Thausent Fünff Hundert vnd Sechtzig

Règlement et répertoire des articles de la Tribu des Maçons de Strasbourg, commencé en l’an de grâce 1660, le Treize Jacques Meyer étant prévôt de la tribu. (AMS, cote XI 226)

(f° 86) Articul Der Maurer Meisterstück betreffend
Unsere gnädige Herren die Fünffzehen haben auff E. E. Meisterschafft der Maurer überreichten ohnvergreifflichen bericht, welchergestalt denen Jenigen, so lediglichen auf dem Maurer Handwerck Meister zuwerden Verlangen, gewiße stück Zu verfertigen, aufzugeben weren, facta relatione deren zu den handwercks geschäfften Deputirten Herren, nachfolgende puncten und Articul beliebt, ratificirt und bestätigt.

Und Zwar Erstlichen soll der Jenige, so Maurer Meister Zu werden Verlangt, einen Zimlichen Haußbaw mit Vier gründen und aller noth durfft ahne gemachen undt bequemlichkeiten, wie auch fenstern, thüeren, hoff, bronnen und übrigen Zugehördten, so viel eine Burgerliche wohnung erfordert, Verzeichnen, und Ihme Zu der (f° 87-v) länge, breite und Stock höhe von den Vier geschwornen Meistern ein verjungter Maaß stab, sich darnach habend zu richten gegeben werden.

In solchem burgerlichen gebäw soll vor das andere ein guter gewölbter Keller, beneben einem steigenden Kellerhalß, wie auch einem überlängtem Creutz gewölb, wo es sich am füglichsten schicken wird, gemacht und daran ein anfang und schlußstein verstochen werden.

Zum dritten aber, obwohln ein Steinhawer und Steinmetz einen schnecken aufzureisen und mit einem auffzug, beneben etlichen tritten und Handhaben in gibß Zuverstechen hat, So soll doch der Jenige, so das Maurer Meisterstück allein Zu verfertigen, begehrt, deßen Verschont, dahingegen aber Er in solchem baw oder probstück eine gebrochene steeg an einem bequemen ort auff zu reißen und anzumercken gehalten werden.

Weiln auch, Viertens, solcher Maurer der Steinwerck ohnerfahren, soll Er alles was an den Bögen, Fenstern, thüren, läden, stafflen und anderm, so das gehawen Stein: (f° 88) werck berührt, Von Maurwerckh Zumachen und Zuverzeichnen, Zumahln über diese Vorgegebene Meister oder Probstücke, Vier grundriß, beneben einem auffzug, Creutz gewölb und gebrochener Steeg, aufs papÿr, dem verjungten Maaßstab nach, wie bereits oben gemeldet worden, Zuverfertigen, darzulegen, vnd von iedem red und antwort Zugeben schuldig sein.

Nicht weniger und Zum Fünfften soll über dieses Meisterstück ein Verzeichnus, was vor materialien ane Kalck, Stein, Sand und Zieglen darzu nötig, ingeichem, wie noch der Verdienst und arbeits Kosten sich dabeÿ erstrecken, gemacht.

So dann Sechstens, ein Fenderich bogen, sambt einem Wendberger bogen, einem Spitzbogen, einem Vertrucktem bogen, und auch einem runden bogen in gleicher Weite aufs papÿr gerißen und auff hiesiger Maurerstub in einem sondern gemach, dazu niemand als die Vier geschworne Meisterstück schawer, Zulaßen in stand gebracht, vnd auch ieder abrÿß oder papÿr, allen argwohn zu vermeiden, ordentlicher weiße aufgepitschirt und Verwahret werden.

Zu Verfertigung deßen allen, Siebendens, einem (f° 88-v) ieden, so Maurer meister zu werden verlangt, die Zeit eines Völligen Monats gegeben, jedoch aber

Achtens auch von Unsern Gnd. Herren den Fünff Zehen dieses wohlbedächtlich beÿgefügt wird, daß Zwar ein jeder, so in obigen stücken wohlbestanden, und vor einen Meister Maurer handwercks in gegenwart des jeweiligen herrn Obmanns und deren dazu Verordneten handwercks genoßen Erkand worden ist, auf solcher Maurer handwerck Maurer Gesellen und Lehrjungen Halten und annehmen dörffe, des Steinhawers und Steinwercks aber, die sonst deßhalben Zugewarten habende abstraffung zuentfliehen, gäntzlichen müßig gehen solle.

Behalten aber, Neundtens, mehr wohlgmelte Unsere Gnädige Herren, diese jetzt vorgeschriebene puncten und articul je nach beschaffenheit der Zeiten, Zu Vermehren, Zu Verbeßern, Zu mindern, Zum theil oder auch gar wieder abzuthun und Zu Cassiren sich hiemit außtrucklich bevor.

Geben Straßburg den 20. Januarÿ als mann nach Jesu Christi Unsers einigen Erlösers und Seeligmachers geburt Zalte Ein Tausend Sechs hundert und Neuntzig.
Philipp Albrecht Weßener, Fünff Zehen Meister

Règlement relatif au chef d’œuvre des maçons
Considérant la déférente proposition de l’honorable Corps des maçons concernant les conditions d’après lesquelles les candidats au seul métier de maçon doivent réaliser leur chef d’œuvre, considérant le rapport fait par la commission chargée des affaires des métiers, les Quinze de notre ville ont ratifié et confirmé le règlement qui suit.

Premièrement, le candidat qui souhaite devenir maître maçon devra dessiner un bâtiment d’une certaine importance à quatre niveaux, pourvu de toutes les pièces et les commodités nécessaires, y compris les fenêtres, les portes, la cour, le puits et les autres dépendances comme l’exige une demeure de bourgeois. Il en fera le modèle réduit d’après la longueur, la largeur et la hauteur que lui indiqueront les quatre examinateurs jurés et qui lui serviront de référence.

Le candidat devra aménager dans ce bâtiment une bonne cave voûtée comportant une descente de cave et une voûte allongée à l’endroit qui sera le plus approprié, il devra y indiquer la première pierre et la clé de voûte.

Troisièmement, alors que le tailleur de pierres et l’équarrisseur doit dessiner un escalier à vis à une volée et réaliser en plâtre plusieurs marches et des rampes, le candidat qui souhaite seulement faire le chef d’œuvre des maçons en sera dispensé, il devra cependant dessiner une portion d’escalier et le disposer à un endroit commode dudit bâtiment ou chef d’œuvre.

Quatrièmement, comme le maçon n’est pas spécialiste de la taille des pierres, il devra dessiner et faire en maçonnerie les arcades, fenêtres, portes, marches, et cætera qui sont habituellement faits en pierre taillée. Il devra en outre représenter sur papier quatre plans ainsi qu’une élévation, une voûte et une portion d’escalier en modèle réduit comme il est dit plus haut. Il sera tenu de répondre à toute objection qui lui serait faite.

Cinquièmement, ledit chef d’œuvre devra en outre être accompagné d’une liste des matériaux nécessaires à la construction, à savoir la chaux, les pierres, le sable et les tuiles, ainsi que de leur prix et du coût de main d’œuvre.

Sixièmement, il devra représenter sur papier plusieurs sortes d’arcs comme un arc en ogive, un arc surbaissé, un arc arrondi de même largeur puis apporter les dessins au poêle des Maçons dans une pièce prévue à cet effet afin que personne ne les voie sauf les quatre examinateurs jurés des chefs d’œuvre. Pour éviter tout malentendu, les dessins seront scellés et conservés dans les règles.

Septièmement, le candidat qui souhaite devenir maître maçon disposera d’un mois entier pour réaliser son travail.

Huitièmement, les Quinze de notre ville ont ajouté après mûre réflexion que le candidat qui aura réussi son examen et obtenu la qualité de maître maçon en présence du prévôt et des représentants du corps des maçons aura le droit d’employer des compagnons et des apprentis maçons mais qu’il lui sera absolument interdit sous peine d’amende d’employer des tailleurs de pierres et des équarrisseurs.

Neuvièmement, les Quinze de notre ville se réservent expressément le droit d’ajouter, de modifier ou de supprimer des articles du présent règlement en fonction des circonstances ou même de l’abroger.

Fait à Strasbourg le vingtième jour du mois de janvier de l’année 1690 après la naissance de notre unique sauveur et rédempteur Jésus-Christ.
Philippe Alber Wessener, maître des Quinze


Artickel Buch E: E: Meisterschafft derer Steinmetzen Steinhauer und Maurer in Straßburg de Anno 1753.

Règlement du Corps des maçons, des tailleurs de pierres et des équarrisseurs de Strasbourg fait en l’année 1753 (AMS, cote XI 229)

6. Taglohn der Gesellen und Handlanger [f° 10.v]
Den Taglohn betreffend, solle der Bauherr dem Meister sowohl Zu Sommer- als Winthers Zeith, vor einen Maurer Gesellen und handlanger, wann denenselben von Ihme dem Bauherrn, das Morgen und Abend Zehren nicht in Natura ge- [f° 11] reichet wird, des Tags Zwölff Schilling, daferne aber denen Gesellen und Handlangern das Morgen und Abend Zehren gegeben wird, des tags Zehen Schilling, so dann Vor einen Steinhauer- Gesellen, Wann derselbe Stein hauet und Versetzet, in ansehung das Geschirr dadurch abgenutzet wird, das tags Einen Schilling weiters bezahlen, das Morgen und Abend Zehren aber, Wann es denen Gesellen und [f° 11 v°] Handlangern in Natura gereichet wird, solle jedes mahl und vor jede Persohn besonders in einem Pfund brodt und einem Schoppen Wein also des Tags, Morgens und Abends Zusammen gerechnet, in zweÿ Pfund brodt und einer halb Maas Wein bestehen, und Zu dessen Verzehrung, im Sommer, das ist von Peter Stuhlfeÿer biß Gallus Tag, Ihnen denen Gesellen undt handlangern länger nicht als Vormittag [f° 12] eine halbe Stundt und nachmittag Wieder eine halbe Stund Zu Winters Zeit aber, das ist von Gallus Tag bis Peter Stuhlfeÿer, wegen Kürtze des Tages, solche halbe Stund Weder vor: noch Nachmittags gegönnet, sondern dieselbe so lang es Tag ist, /:einig und allein die Mittags Stunde von Eilff biß Zwölff Uhr ausgenommen:/ fort Zu arbeithen schuldig seÿn, Ihnen aber das Morgen und Abend Zehren ein als andern Weeg, [f° 12 v°] entweder in Geldt oder in Natura gereichet Werden, welches letztere Sie so dann zu winthers Zeith nach dem Feÿr Abendt Verzehren Können, wolte aber ein Gesell und handlanger auch Zu Sommers Zeith den Völligen Vormittag, Von Fünff biß Eilff Uhr und den gantzen Nachmittag von Zwölff biß Abends Sechs Uhr forth arbeithen, mithin der Zwoen Zehrhalben Stunden Sich nicht bedienen und sowohl der Bauherr als der Meister [f° 13] auch damit Zufrieden seÿn solle, Er der Bauherr Vor solche fortarbeitende Zwo halbe oder eine gantze Stund, dem Gesellen acht Pfenning, und denn Handlanger Sechs Pfenning nebst dem Morgen und Abend Zehren geben und entrichten.

6. Quant au salaire journalier, le maître d’ouvrage devra remettre hiver comme été au maître maçon douze sous par compagnon maçon et par manœuvre si le maître d’ouvrage ne fournit pas en nature le repas du matin et du soir, mais seulement dix sous s’il fournit le repas du matin et du soir aux compagnons maçons et aux manœuvres. Il donnera un sou supplémentaire par jour pour chaque compagnon tailleur de pierres qui taille et transporte la pierre afin de compenser l’usure des outils. Le repas du matin et du soir fourni en nature aux compagnons et aux manœuvres devra comprendre une livre de pain et une chope de vin par personne et par repas, soit deux livres de pain et une demi mesure de vin par jour en comptant le matin et le soir.
L’été, c’est-à-dire de la Saint-Pierre d’hiver (22 février) à la Saint-Gall (16 octobre), les compagnons et les manœuvres n’auront pas plus d’une demi-heure de pause le matin et une demi-heure l’après-midi, l’hiver, c’est-à-dire de la Saint-Gall à la Saint-Pierre d’hiver, cette pause d’une demi-heure sera supprimée à la fois le matin et l’après-midi du fait que le jour est plus court, ils devront donc travailler toute la journée (hormis la pause de mi-journée entre onze heures et midi), le repas du matin et du soir leur sera fourni en sus, soit en argent soit en nature, dans ce dernier cas l’hiver ils pourront le prendre après la journée de travail.
Si un compagnon ou un manœuvre souhaite aussi travailler sans interruption l’été, le matin de cinq à onze heures et l’après-midi de midi à six heures, sans prendre ses deux pauses d’une demi-heure pour manger et que le maître d’ouvrage ainsi que le maître maçon n’y voient pas d’inconvénient, le maître d’ouvrage, outre le repas du matin et du soir, donnera en compensation de ces deux demi-heures faisant une heure entière huit deniers au compagnon et six deniers au manœuvre.

9. Anzahl der Gesellen, so einem Meister Zu halten erlaubt [f° 15]
Demnach denen Vollkommenen Meisteren biß anhero mehrers nicht als Sechs Gesellen Zuhalten, folglich nur mit Sechs Kellen, Ihne den Meister und seinen Lehrjungen nicht mitgerechnet, Zu arbeiten erlaubt ware, der Zunahm und Vermehrung hiesiger Stadt Innwohner [f° 15 v°] aber mehreres Arbeit nach sich Ziehet, und dahero auch mehr Gesind erfordert, als solle in das Künfftige und biß auf anderwärtige Verordnung, denenjenigen Meistern, Welche das Vollkommene Meister Recht haben, erlaubt und Zugelassen seÿn, mit Acht Gesellen Zu arbeithen, Falls aber ein oder der andere Vollkommene Meister wenig oder Viel Gesellen über dieße verordnete Anzahl benöthiget Wäre, [f° 16 r°] solle Er dieselbe Vordersambst Von derer Verstorbenen Meistere hinterlaßenen Wittibern, so viel nemblichen Ihren entschlaffenen Ehemann Zuhalten, gegönnet ware, und so dann Von denen Mit Meisteren Zu welchem ein jeder incliniren wird, Zuentlehnen, und die Gebühr davon, nemblichen Einen Groschen oder Sechs pfenning des tags Von jedem Gesellen, denenselben Zu kommen Zulaßen schuldig undt [f° 16 v°] Verbunden, falls aber einem Vollkommenen Meister, welcher zu einer übernommenen arbeith mehrerer Gesellen brauchet, dieselbe Von denen Meisters Wittiben oder Mit Meisteren refusiret würden, demselben die Haltung mehrerer Gesellen beÿ gnädigen Herren den Fünffzehen Zubegehren ohnbenommen seÿn, die unvollkommene Meister hingegen sollen sich dießes Vortheils nicht bedienen Können noch dörffen, son- [f° 17 r°] dern beÿ derjenigen Anzahl Gesellen, die Ihnen beÿ Examinir und besichtigung Ihres Meisterstücks Von denen Vier geschwornen Meisterstück Schauern mit Zuziehung des hochverordneten Herrn Obmanns angesetzt und Zuerkandt worden, deme Sie auch nachzugeleben, dem Herrn Obmann angelobet haben, Verbleiben und sich damit begnügen laßen, Welcher Meister nun, Er seÿe Vollkommener [f° 17 v°] oder unvollkommener, über die Ihme gegönnte Anzahl mehrere Gesell halthen, undt so es ein Vollkommener, dieselbe Von derer Verstorbenen Meistere Wittiben oder seinen Mit Meisteren nicht entlehnet, noch beÿ Gnädigen Herren den Fünffzehen deßhalben Dispensation erlanget haben wird, derselbe solle, so offt und Vielmahl Er hierinn betretten wird, von jedem mehrern Gesellen, jedesmahl [f° 18 r°] in zweÿ Pfundt Pfenning straff ohnnachläßig Verfallen seÿn.

9. Du nombre de compagnons qu’un maître est autorisé à employer
Jusqu’à présent les maîtres à part entière étaient autorisés à employer au plus six compagnons, donc à avoir six truelles non comptées celles du maître et de son apprenti, mais comme les habitants devenus plus nombreux demandent davantage de travail et donc aussi davantage de compagnons, les maîtres à part entière seront désormais et jusqu’à nouvel ordre autorisés à employer huit compagnons.
Si l’un ou l’autre maître à part entière avait besoin de compagnons supplémentaires qui dépassent de peu ou de beaucoup ce nombre réglementaire, il devra d’abord les emprunter aux veuves des maîtres d’après le nombre que leur défunt mari était habilité à avoir et ensuite aux autres maîtres maîtres de son choix, moyennant un dédommagement journalier de six sous par compagnon.
Si un maître à part entière a besoin de compagnons supplémentaires pour exécuter une commande et qu’il ne peut se les procurer auprès des veuves ou des autres maîtres, il devra présenter une requête auprès des Quinze pour obtenir le droit d’avoir davantage de compagnons. Les maîtres qui ne jouissent pas des pleins droits ne pourront pas recourir à cet avantage qui leur est interdit, ils devront s’en tenir au nombre de compagnons qui leur a été attribué avec l’aval du prévôt par les examinateurs après avoir inspecté leur chef d’œuvre, d’après la promesse qu’ils ont faite au prévôt.
Si un maître, qu’il jouisse ou non des pleins droits, emploie des compagnons en surnombre, dans le cas d’un maître jouissant de ses pleins droits sans les avoir loués d’une veuve ou d’un autre maître ou sans avoir obtenu dispense auprès des Quinze, il sera passible d’une amende ferme de deux livres par compagnon en surnombre pour chaque infraction qu’il aura pu commettre.

Was beÿ Admittir: Auffgeb: Verfertig, Examinir: und besichtigung des Steinmetzen, Steinhauer und Maurer Meisterstücks zu observiren

1. Lehr: und Wanderzeit (f° 31)
Solle Keiner dießen Handwercks, Er seÿe Steinmetz und Maurer oder Steinhauer und Maurer Zum Prob: oder Meisterstück zugelaßen, auch nicht zu einem burger und Zünfftigen angenommen werden, Er habe dann vermög [f° 31 v°] Herkommens allhier Fünff Jahr lang auf dem handwerck gelernet, undt nachgehendts dreÿ Jahr lang in der Frembde auf der Wanderschafft umb daßelbe recht und wohl Zuergreiffen, zugebracht, oder Er habe, wie sonsten bräuchlich, anderer orthen dreÿ Jahr gelernet, deßwegen seinen Lehrbrieff in beglaubter Fomb auffzuweißen, undt noch darzu entweder allhier beÿ einem oder mehr Meistern, oder aber außerhalb Fünff Jahr [f° 32 r°] das macht in allem Acht Jahr, auf dem Handwerck gelernet, gewandert und gearbeitet.

2. Wanderzeit eines Meisters-Sohns betreffend (f° 32)
Solle eines hießigen Meisters Sohn dießen Vorzug genießen daß, wann Er seine Lehrzeith der Fünff Jahr völlig außgestanden und auf Absterben seines Vatters sich in der Frembde befände, wann schon die in obigem Artickel Zur Wanderszeith angesetzte Dreÿ Jahr noch nicht Verflos- [f° 32 v°] sen seind, dannoch des verstorbenen Meisters hinterlaßene Wittib, als seine leibliche Mutter denselben zurück Zuberuffen, Er als dann das Meisterstück Zumachen, und Wann Er damit Wohl bestanden und von denen Vier geschwornen Meisterstück Schauern vor einen Vollkommenen Meister erkandt, auch sich darauffhin dißorts Zünfftig gemacht haben wird, auf dem handwerck gleich andern Meistern Zu arbeiten berechtiget seÿn.

3. Muthjahre (f° 33)
Ein Jeder fremder Gesell, der hier Meister Zuwerden willens, solle, wann er außerhalb dreÿ Jahr gelernet und Zweÿ Jahr gewandert, mithin wenigstens bereits Fünff Jahr auf dem Handwerck, hier oder anderswo gerabeitet und zugebracht hat, dafern und ehe Er Zu dem Meisterstück gelangen will, Zuvor annoch dreÿ Jahr lang beÿ einem oder Zween hießigen Meistern [f° 33 v°] ohnunterbrochen und ohnausgesetzt, Zuarbeithen und seine Muthjahr Völlig auß zuhalten, mithin Wie vorhergemeldt, in allem Acht gantzer Jahr auf dem Handwerck gerabeitet zu haben, hiernechst beÿ der Meisterschafft sich darzu ordentlich einschreiben Zulaßen, und deroselben sowohl beÿ der Einschreib: als außthuung jedes mahl Ein Pfund und Zehen Schilling Zuerlegen schuldig seÿn.

4. Muthjahre (f° 33.v)
Falls auch ein frembder [f° 34 r°] Gesell, der umb das Meisterstück anhaltet, bereits Acht oder meherer Jahr, theils außerhalb, theils hier auff dem Handwerck gearbeitet, und sich inner dießer Zeith beÿ der Meisterschafft umb die Einschreibung in die Muthjahr nicht angemeldet hätte, solle Ihme solche Zeith Zu denen Muthjahren nicht dienen, sondern besagte Muthjahr erst Von dem Tag der Einschreibung angesehen, folglich derselbe über [f° 33 v°] die auf dem Handwerck bereits Zugebrachte Zeith, annoch Zweÿ Jahr beÿ einem oder zween Meistern allhier Völlig Vermuthen.

5. Muthjahre (f° 34.v)
Daferne aber ein frembder Gesell einer hießig Verstorbenen Meisters Wittib Zuheurathen gesinne wäre, solle derselbe, wann er anders mit Einrechnung der Lehrzeith hier oder außerhalb bereits Acht Jahr Vollkommen auff dem Handwerck ge: [f° 35 r°] arbeitet, von denen Muthjahren befreÿet seÿn und gegen Erlag Sechs Pfund Pfenning, so dem Handwerck alleine gebührig, Zu dem Meisterstück admittirt werden.

6. Meisterstück soll in den ledigen Jahren gemacht werden (f° 35)
Ein Jeder Gesell, er seÿe Steinmetz und Maurer, oder Steinmetz und Maurer, einheimisch oder fremde, auch sogar eines hiesigen Meisters und burgers Sohn, der in dießer Stadt Mei: [f° 35 v°] ster zu werden begehrt, solle das meisterstück in seinem ledigen Jahren und vor seiner Verheürathung auffnehmen und Verfertigen, auch zuvor beÿ der Meisterschafft sich darumb behörig anmelden und Wann Er Keines hießigen Meisters noch burgers Sohn ist, Ihme der benöthigte Zunfftschein zu Erhaltung des burgerrechts nicht ehender von E.m E.n Zunfft Gericht mitgetheilt werden, er habe dann [f° 36 r°] durch ein Von der Meisterschafft erhaltenes Attestat erwießen, daß Er præstanda præstirt habe.

7. Meisterstück Aufgebung. (36)
Welcher nun zu dem Meisterstück admittirt und zugelaßen wird, solle einen ziemblichen Haußbau mit Vier gründen und aller Noth durfft ane Gemachen und bequemlichkeiten, wie auch Fenstern, Thüren, Hoff, Bronnen und übrigen Zugehördten, soviel eine burger: (f° 36-v) liche Wohnung erfordert, verzeichnen, und Ihme zu der länge, breithe und Stockhöhe von den Vier geschworenen Meisterstück Schauern, ein verjungter Maaß Stab, sich darnach habend zurichten gegeben werden, Ihnen denen Meisterstück Schauern auch freÿ stehen, die Figur von dem Platz, wo das Gebäu darauff solle Zustehe, Kommen, nach Ihrem Guthachten Vorzuschreiben.

8. Idem (36.v)
Solle das Gebäu in Zween Seithen Flügel eingetheilet und zwischen denenselben, mitten in der länge, ein Portal mit verzierten Säulen von gehauenen Steinen, nach der thorischen ordnung wie Vignol, die Anleitung darzu gibt, hinden mit einer arriére voussur de Marseille oder Saint Antoine, an einem hohlen oder runden Thurn sauber gesetzt, auch die Zimmer und Gemach, nach der jetzigen Baukunst wohl eingerichtet werden.

9. Idem (37.v)
Solle in solchem Gebäu ein guter gewölbter Keller, mit einem steigenden Kellerhalß, wie auch eine Keller Schählung, mit langen Stücken, welche die Steinhauer sowohl als die Steinmetze, zumachen schuldig, beneben einem überlängten Creutzgewölb, wo es sich am füglichsten schicken, zumahlen denen Vier geordneten Meisterstück Schauern freÿ stehen, den Kellerhalß auf arth und weiß, wie Sie es vor Guth befinden, ingleichem Vor das Creutz Gewölb, ein anderes Gewölb, nach Ihrem Guthdencken auffzugeben.

10. Idem (38)
Sollen in dem ersten Grund Riß zwo Steegen, und zwar auf der rechten Seithen eine gebrochene Frantzösische Steeg biß ane das erstere Stockwerck auffgeführet, nicht aber mit bögen, wie bißher üblich geweßen, sondern mit einem Gewölb oder Ercker von gehauenen Steinen, warauff die Pritsche ruhet, auß dem Eck herauß gezogen, gemacht und auf der Lincken Seithen ein Schnecken, auch von gehauenen Steinen also gesetzt werden, daß man beede beÿm Eintritt des Haußes gleichbalden sehen möge, der Schnecken aber solle vom Keller herauff biß ane dem Fruchtboden gehen, undt im Keller grad unter dem obern Schnecken stehen, auch in dem Keller mit einem steigenden Gewölb auf dem Spindel versehen werden.

11. Idem (39)
Solle das Fuß und Haubtgesimbs, wie auch die Eck und die Bänck, beÿ jedem Stock in der Fassat, mit Quadrat Steinen Verzeichnet, auch die Fenster und Pfeiler in guter Ordnung eingetheilet werden.

12. Idem (39-v)
Solle der Anfänger und Schluß Stein, samt dem Schenckel am Creutz oder andern Gewölb, so Ihme auffgegeben wird, mehr die dreÿ verschobene tritt und zweÿ Handhaben Stücker ane dem Schnecken, ferner die Sargen, Handhaben und Pallustraden, biß über die erste Wendung, samt dem Gewölb oder Ercker worauff die Pritsche ruhet, an der Frantzösischen Steeg, sodann die Helffte ane dem großen Portal, wie auch der Kellerhalß samt dem Verbürsten Bogen und das Gewölb auf dem Spindel am Keller Schnecken in Gibß oder Kreÿden verstochen und ins Modell gebracht werden.

13. Idem (40)
Solle der Grundriß zu der gebrochenen Steeg, samt dem großen Aufftrag, wie auch das Portal, Jedes auf einen Riß à parte dem großen Maaß Stab nach, verzeichnet werden.

14. Meisterstücks Modele (40-v)
E. E. Meisterschafft derer Steinmetzen, Steinhauer und Maurer solle, Zufolg Ihres gethanen oblati, vorhergemeldte Stuck, in einer von dreÿ Monathen, von zu End gesetztem dato angerechnet, sowohl auf das Papier zuverzeichnen, als in Gibß oder Kreÿd Zu verstechen schuldig seÿn, welche Riß und Verstechung so dann auf Er En Zunfft der Maurer Zunfft Stube, /:wann dieselbe vorhero beÿ gnädigen Herren dem Fünffzehen producirt, approbirt und paraphirt seÿn werden:/ in einem besondern Kästel Verwahrlich auffbehalten, und dem jeweiligen Stück Meister gleich anfänglich durch die vier geschwornene Meisterstück Schauer ein Vor alle Mahl, und Zwar das Modell oder Verstechungen einer Massæ vorgewießen werden solle, damit er eine Idée davon haben, und sich in Verfertigung seines Probier: Stucks darnach Zurichten wissen möge.

Règles à observer pour le chef d’œuvre des maçons, tailleurs de pierres et équarrisseurs : admission, sujet, confection, examen et inspection

1. Durée de l’apprentissage et du tour de compagnonnage (f° 31)
Nul ne pourra être admis à faire son chef d’œuvre, qu’il soit maçon, tailleur de pierres ou équarrisseur, ni devenir bourgeois ou tributaire si, natif de cette ville, il n’a pas appris le métier cinq années durant puis fait un tour de trois ans pour étendre ses connaissances ou, natif d’ailleurs, il n’a pas appris selon la coutume le métier pendant trois ans en le prouvant par un certificat en bonne et due forme puis été cinq années durant au service d’un ou plusieurs maîtres, en cette ville ou hors de cette ville, ce qui fait huit ans d’apprentissage, de tour et de travail.

2. Durée du tour pour un fils de maître
S’il a terminé ses cinq ans d’apprentissage et que son père meurt quand il fait son tour sans que les trois années stipulées au précédent article ne soient terminées, le fils d’un maître de cette ville pourra être rappelé par la veuve du maître sa mère pour faire son chef d’œuvre. Il sera autorisé à exercer le métier à l’égal des autres maîtres une fois que les examinateurs l’auront admis comme maître à part entière après avoir examiné son travail et qu’il sera devenu tributaire.

3. Années d’épreuve (f° 33)
Un compagnon étranger qui souhaite devenir maître en cette ville doit avoir appris le métier trois ans puis fait un tour de deux ans, c’est-à-dire qu’il devra avoir exercé le métier ici ou ailleurs pendant cinq ans. Avant d’être admis à faire son chef d’œuvre, il devra encore avoir travaillé sans interruption pendant trois ans auprès d’un ou de deux maîtres de cette ville et entièrement terminé ses années d’épreuve, c’est-à-dire qu’il devra avoir pratiqué le métier huit années durant. Il devra demander au corps des maçons d’enregistrer le début et la fin de ses années d’épreuve, en réglant à chaque fois un droit d’une livre et dix sols.

4. Années d’épreuve (f° 33.v)
Si un compagnon étranger qui demande à faire son chef d’œuvre a déjà pratiqué le métier pendant huit années ou davantage, dont une partie en cette ville sans avoir fait enregistrer le début de ses années d’épreuve, ces années de travail ne seront pas comptées, les années d’épreuve commenceront seulement à la date de son inscription. Outre l’expérience qu’il a déjà, il devra donc encore travailler deux années entières auprès d’un ou de deux maîtres de cette ville.

5. Années d’épreuve (f° 34.v)
Mais si un compagnon étranger est intentionné d’épouser la veuve d’un maître de cette ville et qu’il a déjà pratiqué le metier huit années entières, en comptant son apprentissage fait ici ou ailleurs, il sera dispensé des années d’épreuve et admis à faire son chef d’œuvre en versant six livres qui reviendront entièrement au corps de métier.

6. Le compagnon doit être célibataire quand il fait son chef d’œuvre (f° 35)
Tout compagnon qui souhaite devenir maître en cette ville, qu’il soit maçon, tailleur de pierres ou équarrisseur, qu’il soit natif de cette ville ou d’ailleurs, et même s’il est fils d’un maître de cette ville, doit faire son chef d’œuvre avant de se marier alors qu’il est encore célibataire. Il doit en faire préalablement la demande en bonne forme au corps des maçons. S’il n’est pas fils d’un maître ou d’un bourgeois de cette ville, le Conseil de la tribu ne lui remettra pas le certificat qui lui est nécessaire pour accéder à la bourgeoisie avant qu’il n’ait produit une attestation remise par le Corps des maçons d’après laquelle il a prêté les serments habituels.

7. Chef d’œuvre à réaliser
Une fois que le candidat a été admis à faire son chef d’œuvre, il doit dessiner un bâtiment d’une certaine importance à quatre niveaux, pourvu de toutes les pièces et les commodités nécessaires, y compris les fenêtres, les portes, la cour, le puits et les autres dépendances comme l’exige une demeure de bourgeois. Il en fera le modèle réduit d’après la longueur, la largeur et la hauteur que lui indiqueront les quatre examinateurs jurés et qui lui serviront de référence. Les examinateurs pourront, s’ils le jugent bon, faire le plan du terrain sur lequel sera construit le bâtiment.

8. Le bâtiment doit comporter deux ailes latérales entre lesquelles se trouve, à mi-longueur, un portail à colonnes ornées en pierre taillée selon l’ordre dorique élaboré par Vignole, à arrière-voussure de Marseille ou de Saint-Antoine, une tour creuse ou ronde bien disposée, les pièces et les cabinets devont être soigneusement aménagés d’après l’art actuel de construire.

9. Suite
Qu’il soit tailleur de pierres ou équarrisseur, le candidat devra aménager dans ce bâtiment une bonne cave voûtée comportant une descente de cave et un coffrage à longs éléments, en outre une voûte allongée à l’endroit qui sera le plus approprié. Il est laissé à la discrétion des quatre examinateurs de donner des précisions sur la descente de cave, de même que pour la voûte dont ils pourront choisir le modèle.

10. Suite
Le premier plan devra représenter deux escaliers, sur la droite une portion d’escalier à la française qui s’arrête au premier étage, cet escalier ne comportera pas d’arcades comme il était de coutume jusqu’à présent mais une voûte ou un oriel en pierre taillée qui fait saillie à l’angle et sur laquelle repose le palier, sur la gauche un escalier à vis, lui aussi en pierre taillée, les deux disposés de telle manière à pouvoir les voir aussitôt qu’on entre dans la maison, l’escalier à vis doit cependant aller du sous-sol au grenier, au sous-sol il doit se trouver juste au-dessous de la partie supérieure, dans la cave la voûte ascendante doit se trouver sur le noyau.

11. Suite
Le piédestal (stylobate) et l’entablement (hypotrachelium), de même que l’angle et les gradins doivent être dessinés à chacun des étages en façade, les fenêtres et les colonnes doivent être régulièrement répartis.

12. Suite
La première pierre et la clé de voûte ainsi que le côté de la voûte du modèle que les examinateurs auront demandé, les cinq marches décalées et les deux rampes d’escalier, les encadrements, les rampes et les balustrades jusqu’à la première courbure, la voûte ou l’oriel sur lequel repose le palier de l’escalier à la française, la moitié du grand portail, la descente de cave y compris l’arcade encastrée et la voûte sur le noyau à l’escalier de cave doivent être réalisés en plâtre ou en craie et correspondre au modèle.

13. Suite
Le plan de la portion d’escalier ainsi que le grand projet doivent figurer sur une esquisse particulière en suivant la grande échelle.

14. Modèles de chef d’œuvre
Le corps des tailleurs de pierres, des maçons, des équarrisseurs est tenu de représenter sur papier et de réaliser en plâtre ou en craie les objets ci-dessus d’après ses indications, dans un délai de trois mois à compter de la date portée en fin de document. Une fois qu’ils auront été approuvés et paraphés par les honorables Quinze, le dessin et la maquette seront conservés dans une armoire spéciale au poêle de la Tribu des maçons où les quatre examinateurs jurés présenteront une fois pour toutes le modèle ou les maquettes au candidat afin qu’il puisse s’en faire une idée et s’en inspirer pour réaliser son chef d’œuvre.


Règlement de 1771 relatif aux années d’épreuve et au chef d’œuvre (AMS, cote XI 229)

[f° 91] Unßere Gnädige Herren die Fünffzehen haben auf unterthäniges Ansuchen E. E. Meisterschafft der Maurer und Steinhauer allhier, nach angehörtem Gutachten der Obern Handwercks Herren Erkandt, Setzen demnach, ordnen und wollen

Art. 1.mo. Muthjahre
Es solle ein hießiger burgers Sohn, der hier Fünff Jahr gelernet und dreÿ Jahr oder darüber gewandert, annoch Ein Jahr allhier muthen, ehe er Zu dem Examen des Meisterstücks gelaßen wird, Ein Burgers Sohn aber der das handwerck außerhalb gelernet, soll, wann Er mit Innbegriff der Lehrzeith und Wanderschafft auf dem handwerck Acht Jahr oder darüber Zugebracht hat ehe er Zu dem Examen des Meisterstücks gelaßen wird, annoch Zweÿ Jahr allhier muthen.

[f° 91.v] Art. 2.do Muthjahre
Es solle ein frembder Gesell oder eines allhießigen Schirmers Sohn, der das Handwerck gelernet allhier, und auch dreÿ Jahr oder darüber gewandert, annoch Zweÿ Jahr allhier muthen, Ein frembder Gesell aber oder eines allhießigen Schirmers Sohn, der außerhalb gelernet, soll, wann Er mit Innbegriff der Lehrzeit und wanderschafft auf dem Handwerck Acht Jahr oder darüber gearbeitet hat, ehe er Zu dem Examen des Meisterstücks gelaßen wird, annoch dreÿ Jahr allhier muthen und Zwar solle nur alle dreÿ Jahr ein frembder oder hießiger Schirmers Sohn, der dann, wie gesagt das handwerck nicht allhier gelernet, Zum Examen des Meisterstücks gelaßen werden, jedoch nach der Ordnung und Zeit, wie Er in die Muth Jahre geschrieben worden.

[f° 92] Art. 3. Examen Zum Meisterstück
Ein Jeder Gesell, er seÿe Steinmetz oder Maurer oder Steinhauer und Maurer, frembd oder burgers auch gar Meisters Sohn, solle, ehe er Zu dem Meisterstück gelaßen wird, von denen vier geschwornen Meisterstück schauern nach Maaßgab der Artickel gratis examiniret werden, und falls Ein Gesell im Examen nicht bestünde, solle er Zum ersten mahl noch für sechs Monath, zum zweÿten mahl noch für ein ferneres gantzes Jahr und Zum dritten mahl gar abgewießen und untauglich Zum Meisterstück gehalten werden. Sobald aber der Gesell in einem von den dreÿ Examinibus ordentlich bestanden, soll er gleich Zu Verfertigung des Meisterstücks gelaßen und je nach deßen Verarbeitung, vermög des Innhalts des 18.ten Artickels das Meisterstück betreffend ins Meisterrecht aufgenommen oder davon abgeweißen werden, Alles mit gewohnlichem Vorbehalt Zu minderen, Zu mehrern, Zum theil oder gar abzuthun, je nach befindung der Zeit und Umbstände.
Decretum Sambstags d. 13. Aprilis 1771. unterschriebenen Zorn von Plobsheim Als XV. Meister.

Vorstehende Articul seind von Ihrem wahren Originali fideliter copirt und demselben facta Collatione gleichlautend befunden worden attestirt Straßburg den 26.ten Julÿ Anno 1771. [unterzeichnet] Johann Friderich Dinckel Zunfftschreiber Vicarius.

Traduction
Nous les Quinze, à la requête du Corps des maçons et des tailleurs de pierres de cette ville et après avoir entendu l’avis des préposés généraux aux métiers, avons décidé, ordonnons en conséquence et voulons ce qui suit.

Article 1. Années d’épreuve
Un fils de bourgeois de cette ville qui a été apprenti cinq ans dans notre ville puis a fait son voyage de compagnon trois ans ou davantage doit ensuite encore faire une année d’épreuve dans notre ville avant de pouvoir être admis au chef d’œuvre. Mais un fils de bourgeois qui a été apprenti ailleurs qu’en notre ville, après avoir pratiqué le métier huit ans ou davantage en comptant l’apprentissage et le compagnonnage, doit ensuite encore faire deux années d’épreuve dans notre ville avant de pouvoir être admis au chef d’œuvre.

Article 2. Années d’épreuve
Un compagnon étranger ou un fils de manant de cette ville qui a été apprenti dans notre ville puis a fait son voyage de compagnon trois ans ou davantage doit ensuite encore faire deux années d’épreuve dans notre ville avant de pouvoir être admis au chef d’œuvre. Un compagnon étranger ou un fils de manant de cette ville qui a été apprenti ailleurs qu’en notre ville, après avoir pratiqué le métier huit ans ou davantage en comptant l’apprentissage et le compagnonnage, doit ensuite encore faire trois années d’épreuve dans notre ville avant de pouvoir être admis au chef d’œuvre. Concernant les compagnons étrangers ou fils de manant de cette ville qui n’ont pas été apprentis en notre ville, un seul sera admis tous les trois ans à faire son chef d’œuvre, en suivant les règles et les délais qui figurent à son inscription aux années d’épreuve.

Article 3. Chef d’œuvre
Tout compagnon, qu’il soit tailleur de pierres, maçon ou équarrisseur et maçon, étranger, bourgeois ou même fils de maître, devra être examiné à titre gracieux conformément au règlement par les quatre examinateurs assermentés avant d’être admis au chef d’œuvre. Si un compagnon ne réussit pas l’examen, il devra attendre six mois pour se représenter après un premier échec, une année pour se représenter après un deuxième et sera déclaré inapte au chef d’œuvre après un troisième. Dès qu’un compagnon a réussi l’examen, que ce soit la première, la deuxième ou la troisième fois, il sera aussitôt admis à faire son chef d’œuvre. Il sera ensuite reçu ou non maître selon le travail présenté conformément au 18° article relatif au chef d’œuvre.
Donné le samedi 13 avril 1771 avec les réserves habituelles de pouvoir ajouter, retrancher abroger en partie ou même entièrement en fonction des besoins et des circonstances, signé Zorn de Plobsheim, maître des Quinze.

Les articles qui précèdent ont été copiés fidèlement de l’original authentique, après vérification il appert que leur teneur est identique, Strasbourg le 26 juillet 1771, signé Jean Frédéric Dinckel, secrétaire adjoint de la tribu.


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