André Schulmeister, tisserand, et (1699) Anne Catherine Kaiser – luthériens


Fils du cordonnier Conrad Schulmeister de Lichtenau en Bade, le tisserand André Schulmeister acquiert le droit de bourgeoisie à titre gratuit le 27 novembre 1698. Il épouse en 1699 Anne Catherine Kaiser, fille du tisserand Philippe Kaiser.
Les Quinze le relèvent en 1708 de l’amende qui lui a été infligée pour avoir prétendument vendu du fil en-dehors du marché. Les Quinze confirment en 1722 la décision des Drapiers qui reprochent à André Schulmeister et à son fils Jean Georges d’avoir sept métiers alors qu’un seul et même tributaire a droit à quatre métiers au plus. Il lui est interdit de faire commerce de futaine en 1725 mais il obtient ensuite ce droit l’année suivante après s’être inscrit à la tribu du Miroir.
Le marchand de futaine André Schulmeister meurt le 23 novembre 1729 à l’âge de 58 ans. Sa veuve Anne Catherine Kayser annule en 1740 les dispositions antérieures et règle les droits de ses héritiers.

Maison en propriété
Grand rue, 1721-1728 (IV 7, ensuite n° 13)

Enfants

  • Jean Georges († célibataire)
  • Marie Madeleine épouse (1719) du tisserand Jean Georges Hoffmann
  • Marie Salomé femme (1730) du marchand de futaine Jean Daniel Schwing


Signature au bas du testament passé en 1722 (AMS cote, 4 Not 26, n° 21)


Fils du cordonnier Conrad Schulmeister de Lichtenau en Bade, le tisserand André Schulmeister acquiert le droit de bourgeoisie à titre gratuit le 27 novembre 1698 en s’inscrivant à la tribu des Drapiers

1698, 4° Livre de bourgeoisie p. 705
Andreas Schulmeister der leinenweber Von Liechtenaw Weÿl. Conrad schulmeisters gew: schumachers daselbst Ehl. sohn empfangt das burgerrecht gratis Vnd wird beÿ E. E. Zunfft der Tucher dienen. Jur. d. 27. Dito [9.bris] 1698.

André Schulmeister épouse en 1699 Anne Catherine Kaiser, fille du tisserand Philippe Kaiser

Mariage, Saint-Guillaume (luth. f° 76-v)
1699. Mittwoch den 21. Januarÿ seind nach Zweimaliger ordentlich proclamation copulirt worden Andreas Schulmeister der ledige leÿnenweber Weÿland Conrad Schulmeisters deß Schuhmachers und burgers Zu Liechtenu Über Rhein, Und seiner Ehefrau Magdalena Ritterin, nachgelaßener Ehl. Sohn, Und Jungfr. Anna Catharina Weiland Philips Keisers deß Leinen Webers und burgers allhier, und Rosinæ Küntzin seiner Ehefrauen Ehl. tochter [unterzeichnet] Andreas schulmeister als hochzeiter, catrraa kahÿßrein als hoch Zeit. (i 81)

Les contrôleurs rapportent qu’André Schulmeister aurait vendu à plusieurs reprises du fil en-dehors du marché, ce que le règlement interdit. André Schulmeister déclare avoir vendu 32 livres de fil sans pouvoir s’accorder sur le prix à un étranger qu’il a ensuite rencontré près des Grandes Boucheries. Le Corps des tisserands déclare que la grande quantité de fil entreposée chez le sieur Herff sans qu’elle soit mise sur le marché lui porte préjudice. La commission estime qu’André Schulmeister doit être relevé de l’amende qui lui a été infligée puisqu’il en est resté au prix initialement convenu sur le marché.

1708, Protocole des Quinze (2 R 112)
E. E. Meisterschafft der Leinenweber Ca. Andreas Schulmeister
(f° 58) Sambstags den 3.Martÿ 1708. – Kun. noîe E. E. Meisterschafft der Leinenweber gtra Andreas Schulmeister auch Leinenweber, weilen Citatus wider Ewer Gnaden verbott einen Kauffgarns außer dem gewohnlichen marck gethan, vnd sich durch der rüger nicht warnen laßen, sondern gesagt, daß wann er es schon im Würths hauß gethan, Er nichts darnach fragen wolte, alß s. vnd bittet Deputation. S. bott referirt Es habe dem Mägdel Gebott angezeigt, Erk. beÿ Gelt Zu verkünden.

(f° 61) Sambstags den 10.t Martÿ 1708. Kun. noîe E. E. Meisterschafft der Leinenweber hat beÿ 10. ß citiren laß. Andreas Schulmeister auch Leinenweber erholt recess vnd petitum vom 3. hujus. G. Citatus auch bittet Deputation. Kun. s Erk. ahne die Obere Handwercks herren geießen

(f° 68) Freÿtags den 16.t Martÿ 1708. – E. E. Meisterschafft der Leinenweber Ca. Andreas Schulmeister
Iidem [Obere Handwercks herren] laßen durch Herrn Friden referiren, daß E. E. Meisterschafft der Leinenweber geklagt, daß Andreas Schulmeister auch Leinenweber sich vnderstanden hette wider verbott einen Kauff garn außerhalb dem Marck Zuthun anbeÿ vmb Deputation gebett. welche willfahrt word. vnd daß man die klagende Meisterschafft in dero namen Joh: Georg Krieger vndt vnd Sommerhalt erschienen, darüber gehört, so hetten Sie beditten daß hannß Peter Avennarius der Rüger dießen Kauff alß beÿ der Groß. Metzig gescheh. angegeben hette, dabeneben in gegen seiner Erkandnuß der herren XV. vom 2.ten Decembris 1695. producirt, darauß Zuersehen, daß dergleich Käuff ausserhalb dem Marckt beÿ 3 lb d verbotten weren, Worauff beklagter geantwortet, daß vor ohngefähr 3 wochen am donnerstags abend Er beÿ Einem frembden Mann auff dem marck 32 lb garn gemarckt hette, wie Sie aber nicht eins werden Können, selbiger Mann deß abends solches garn wider weggetragen habe, den andern tag aber als Er auff dem Kauffhauß auff dem Marck gehen wollen, ihne wider beÿ der Großen Metzig angetroffen hette, welcher ihme angeredet vnd gefragt ob Er ihme noch Ein Creützer mehr geben wolte, deme er Zu antwortt gegeben daß es ihme leÿd were, so viel gebotten Zu haben wann Er es aber umb den ersten preiß geben wolte, Er es annehmen wolte, darauff Sie mit einander Zu der wag gegangen, vnd das garn daselbsten abwiegen laßen nach dem es schon in dem Kauffhauß vnd ahne der wag verzollet geweßt were, auff welches die Meisterschafft beditten, daß Sie nichts anders wüßte alß was der Rüeger angegeben hette vnd Sie es Mhh. vberlaßen haben wolte, anbeÿ geklagt, daß in deß herren herpffen hauß so viel garn gebracht vnd auff den marck nicht getragen werde, dadurch der Meisterschafft groß. schaden zu wachßsete.
Auff seithen der herren Deputirten habe mann darvor gehalten, daß wann beklagter werde Können genug thun, daß er eben das jenige garn were, warumb Er Zuvor gemarckt vnd daß Er beÿ dem ersten preiß geblieben, Er von der 3 lb straff absolvirt, anbeÿ aber ihne angezeigt werden könte, daß Künfftighin Er die allegirte ordnung stricté nachkommen solte, wegen verkauffung deß garns in Herrn Herffen hauß vermeine man, daß der Meisterschafft deßweg. beÿ Mghh. einzukommen,eher die hand gegeben werden könte, die genehmhaltung Zu Mghh. stellend. Erk. beliebt.

André Schulmeister et Anne Catherine Kayser se lèguent la jouissance réciproque de leurs biens. Ils règlent les parts qui reviennent à leur fils célibataire Jean Georges, à leur fille aînée Marie Madeleine épouse du tisserand Jean Georges Hoffmann et à leur fille cadette.

1722 (6.3.), Not. Brackenhoffer (Jean, 4 Not 26) n° 21
Codicill – persönlich kommen und erschienen der Ehrsame und bescheidene Mr Andres Schuhlmeister der leinenweber und beneben ihme die Ehr: und tugendsame Fr. Anna Catharina gebohrne Keÿßerin beede eheleuthe burger alhier
(…) alß wolte Je eines dem andern den völlig. usum fructum deß zuerst versterbend. unter ihnen Verlaßende Haab vnd Nahrung (…)
Drittens die codicillirende Eltern Zeitliches todes verfahren, solte ehe vnd bevor ihr annoch lediger Sohn Hanß Georg wie auch dero Jungst noch lediges döchterlein Maria Salome Schuhlmeisterin (…) Vnd in betracht deßen was die ältest verheurathete dochter Maria Magdalena hanß Georg hoffmanns deß leinen webers v. b. alhier haußfr. von ihnen den Eltern beÿ ihrer verheürath. genoß. v. empfangen hat (…)
Freÿtag d. 6. Martÿ Anno 1722 [unterzeichnet] Andreas Schuhlmeister, annæ + Catharinæ Schuhlmeisterin handz.

André Schulmeister et son fils Jean Georges ont sept métiers. Comme seul le père est tributaire, il aurait droit à quatre métiers au plus dont le quatrième serait taxé annuellement à une livre dix sols, selon l’article du règlement datant de 1713. Le corps de métier conclut que soit le fils doit devenir tributaire soit le père doit supprimer les trois métiers excédentaires. Les Quinze suivent l’avis de la commission et confirment la décision des Drapiers. Ils délivrent une expédition de leur décision en octobre de la même année.

1722, Protocole des Quinze (2 R 126)
Andres Schulmeister Ca. E. E. Meisterschafft der Leinenweber
(p. 280) Sambstag d. 8. Aug. 1722.
Moss. nôe Andres Schulmeister burgers und Leinenwebers Ca. der Leinenweber Ober Meister Jacob Matt, producirt wiedrigen bescheid Wavon Ppal. an Mgg. appellirt, bitt vnderthg. diese Appellation gn. zu recipiren, und Verpricht ad 1.am post ferias den Gegentheil darzu Verkünden zu laßen. Erk. soll ad 1.am post Verkündet werden.

(p. 302) Sambstag d. 22. Augusti.1722. Moss. nôe Andres Schulmeister C. E. E. Meisterschafft der Leinenweber Vom Ober Meister Jacob Matt, producirt unthg. applications Klag mit beÿlagen Sub N. 2 et 3. bitt nach dem jnnhalt. Gug bitt Copeÿ undt Deput. Moss; Laßt beedes Zu. Erk. wird Copeÿ und Deputation willfahrt.

(p. 371) Sambstag d. 10. Octob.1722. Andres Schulmeister Ca. E. E. Meisterschafft der Leinenweber
Obere Handwerck herrn laßen per Eundem [secretarium] referiren, Es habe Andres Schulmeister der burger und Leinenweber Contra E. E. Meisterschafft der Leinenweber ein bescheid Welcher den 27. Julÿ jüngst beÿ ged. Meisterschafft ertheilet worden /:Krafft deßer auff Klag des genanter Andres Schulmeister, vnd deßen Sohn Johann Georg Sieben Stühl in einem Hauß und werckstatt führen da doch sie nur ein gewerb haben, und der Vatter so wohl den Sohn alß auch deßen Knappen in costen erhalten thue & Welches Ihme Verschiedene mahl untersagt word. deren er sich aber nicht Kehre, und Von seithen des Schulmeisters gethane anzeig daß er solches dato nicht zu andere willens, sondern deßen, in ansehung sein Sohn Meister und Zünfftig, berechtiget Zu sein Vorname, erkandt daß solche Collusion Zwischen Vatter und Sohn nicht Zu dulden, auch dem Articul, Vermög deßen Keiner mehr als 4. Stuhl fordern darff, und Zwahr alßo daß Er von dem 4.ten stuhl E. E. Zunfft jährlich 1. lb 10. ß abtragen solle, schnur strack Zu wieder, mithin, er, Schulmeister, seinen Sohn entweder Von sich aus seinem muß und brod schaffen, und ein aigenes gewerb führen laßen oder aber wann er ihne ja beÿ sich behalten will, mehr nicht alß Vier stühl Vorbehaltlich der 1. lb 10. ß die E. E. Zunfft Von dem jeweiligen 4.ten stuhl Zu prætendiren hat, fürdern und alßo die überige dreÿ stühl abschaffen solle) den 8. Augusti auch jünst beÿ Mgh. eingelegt wavon Er appellirt und darauffhin den 22. ged. Monaths Augusti seine Appellations Klag mit beÿlagen sub N° 2 et 3. /:so ein bescheid von der Tucher Gericht Vom 21. Julÿ 1722. undt ein Attestat vom Stattschreiber Zu Rhinaw:/ producirt, Ille ließt dieses prod. sambt beÿlagen ab, und berichtet darauff daß auff geschehene Remission der Appellant sich auff den jnnhalt seiner productorum bezogen.
auff Seithen der Appellatin aber seÿen neben dem Ober meister Joh: Jacob Matt Vorgestanden Andres Tschiederich, Philipp Gerhardt, Jacob Horri und Johann Michael Schneider alle 4. Leinenweber, Welche dero verantwortung schrifftlich übergeben. Ille ließt solche ab, und referirt darauff Mghh. ferner daß die Appellaten beÿgesetzt, daß laut 3. Articuls de A° 1713. Kein Meister in einem hauß mehr als Vier stühl halten solle, Welches sich beÿ dem Auffschlagen auch alß befund.
Auff seithen der Herrn Deputirten hielte man beÿ dieser der sachen bewandtnuß davor, daß der unter dem 27. Julÿ jüngst ergangene Handwercks bescheid Zu confirmiren mithin der Appellant mit seinem Wiederrechtlichen gesuch abzuweißen seÿe, die genehmhaltung Zu Mghh. stellend. Erkant Bedacht gefolgt.

(p. 371) Sambstag d. 24. Octob.1722.
Bescheid. Sambstag d. 10. Octobris1722. In sachen Andres Schulmeister des burgers und Leinenwebers Appellanten ane einem entgegen und wieder E. E. Meisterschafft der Leinenweber Appellatin, am andern theil, puncto daß Appellant über die geordnete Anzahl stühl halte, auff producirten handwercks bescheid Sub N° 1 vom 21. Julÿ jüngst Krafft deßen der Appellant seinen Sohn Johann Georg auch Leinenweber Meister und burger allhier, entweder Von sich aus seinem mueß und brod schaffen, und ein eigenes Gewerb führen laßen, oder aber wann er ihne ja beÿ sich behalten will, mehr nicht alß Vier stüehl Vorbehaltlich der Ein Pfund Zehen schilling, die E. E. Zunfft Von dem jeweiligen Vierten stuhl Zu prætendiren hat, fürdern und alßo die überige dreÿ stühl abschaffen solle. producirte Appellations Klag mit beÿlagen sub N° 2 et 3, der Appellaten beÿ gebotten und gehaltener Conferenz Vorgelegte schrifftliche Verantwortung, und der Herrn Deputirten abgelegte relation Ist Zu recht Erkandt Wird es beÿ obgedachtem und Sub N° 1 producirten Handwercks bescheid allerdings gelaßen, mithin der Appellant mit seinem wiederrechtlichen gesuch abzuweißen.

La tribu du Miroir reproche à André Schulmeister de faire commerce de futaine alors qu’il est tisserand. André Schulmeister déclare qu’il vend depuis douze ans sur son étal les marchandises que les tisserands sont autorisés à vendre et qu’il a ajouté depuis peu la futaine parce que sa santé ne lui permet plus de travailler au métier. Les représentants du Miroir s’appuient sur le règlement de 1653 d’après lequel chacun doit s’en tenir au métier qu’il a appris et déclarent qu’André Schulmeister peut engager des employés pour faire le travail à sa place. Les Quinze confirment le 9 juin la décision du Miroir. André Schulmeister adresse alors une requête au préteur royal auquel le secrétaire des Quinze expose l’affaire. Comme le pétitionnaire n’apporte pas de fait nouveau, la décision précédente est maintenue.

1725, Protocole des Quinze (2 R 130)
Johann Andres Schulmeister Ca. E. E. Zunfft Zum Spiegel pt° barchethandels
(p. 144) Sambstag d. 19. Maÿ 1725. Johann Andres Schulmeister Ca. E. E. Zunfft Zum Spiegel pt° barchethandels
Moss. nôe Johann Andres Schulmeisters des burgers undt bißherigen Leinenwebers allhier Citavit E. E. Zunfft Zum Spiegel H. Zunfft Meister H Johann Daniel Francken den handelsmann producirt vnthg. Appellations Klag mit beÿlag Lit A bitt vnth. umb Deputation. Gug. Weil die Barchet Krämer, dergleichen handthierung der Gegner auch treiben will sich eines mehrern anmeßen alß Ihnen gebühret alß bitt den Gegner mit seinem gebehren abzuweißen ref. Expensis. Moss. erholt Contenta producti bitt vthg.
wie Vor. Gug priora Erhandt Ober Handwerck Hrn.

(p. 172) Sambstag d. 9. Junÿ 1725. Johann Andres Schulmeister Ca. E. E. Zunfft Zum Spiegel pt° barchet Krahms
Obere Handwerck herren laßen durch herrn Secret. Kleinclaus referiren daß Johann Andreas Schuhlmeister der burger undt bißherige Leinenweber contra E. E. Zunfft Zum Spiegel H. Zunfft Meister H Johann Daniel Franck d. 19. Maÿ jüngst eine Unthg. Appellations Klag mit beÿlag Lit A bitt /:so ein Extract aus E. E. Zunfft Zum Spiegel Schöffen und gerichts protocoll de dato 15. May 1725. besag welches auff des Appellanten bitt Ihme Zu erlauben den barchet Krahm Zu führen, undt Ihme deßwegen Leibzünfftig anzunehmen, Erkandt daß Ihme solch gesuch, maßen er ein handwercksmann, alß weder ordnung undt Decret Mgh. der XV. vom 25. feb. 1653. streitend gäntzlichen abzuschlagen:/ Ihme seine Unthg. bitt, umb erlaubnuß den Barchet Krahm führen zu dörffen von ged. Zunfft abschlagen werden, Nun seÿe solches, undt zwahr dergleichen, die handwercksleuth Wie er auch, accordirt worden, gleichwie die übrige Barchet Krähmer bekennen werden daß Sie Keine Handelsleüthe seÿen, Wann* er nun schon Zwölff Jahr seinen stand halte, mit denen waahren Welche die Leinen weber dörffen feÿl haben, anjetzo aber beÿ seinem alter, mit großen Leib blödigkeiten podagra und glieder: schmertzen geplaget werde, wobeÿ er das handtwerck ohnmüglich mehr fort treiben Könne, alß bäthe Mgh. geruhen wolten mit dero hohen Dispensation Krafft welcher beÿ obged. Zunfft Leibzünfftig werden undt dan Barchet Krahm führen dörffe ex gratia Zu Willfahren.
Auff dieses Memoriral habe ged. Zunfft geantwortet, Weil die Barchet Krähmer deren handtierung Gegner auch treiben wolle sich eines mehren anmaßen alß sich gebühre, alß bäthe dieselbe umb abweißung ref. Expensis.
Auff geschehene Remission habe der appellant sein petitum wiederhohlet, maßen er nicht mehr recht fortkommen Könne. Nahmens E. E. Zunfft Zum Spiegel seÿe neben H. Francken auch erschienen H. Not. Marbach alß Zunfft Schreiber beÿ ged. Zunfft, welche ferner geantowrtet daß laut decreto vom 29. 9.bris 1721. ein jeder beÿ seinem Ordnungs-mäßig erlernten Handwerck Verbleiben solle, wobeÿ sie auch oballegirtes Decret vom 25. febr. 1653. auff Welches sie sich bezogen, mit dem beÿsatz daß wann gegner selbsten nicht recht mehr fort kommen Könne, er sein Handtwerck durch Gesind fortführen möge.
Auff seithen der Hh. Depp. finde man daß es beÿ dem ergangenen Zunfft bescheid Zu laßen selbiger Zu confirmirten und der Appellant mit seinem alß wieder Ordnung lauffendem gesuch abzuweißen seÿe. Erkannt, abgewißen.

(p. 189) Sambstag d. 23. Junÿ 1725. Johann Andres Schulmeister Ca. E. E. Zunfft Zum Spiegel
Mos. nôe Johann Andres Schulmeister contra E. E. Zunfft Zum Spiegel H. Zunfft Meister prod. Vnthg. Memoriale und bitten pt° Barchet handels. Gug citatus halt sich an Mgh. ertheilten bescheid und bitt Undtg. umb gn. manutenenz. Moss. priora. Herr Secret. Kleinclaus ließt dieses Memorial ab, reassumirt was erst heut acht tag in dieser Sach beÿ Mgh. vorgekommen, undt berichtet daß der Implorant auch Zu erhaltung seines intents* Ihro Excellenz den Hrn Prætori Regio eine Requeste Zugestellet, Er, Herr Secretarius habe aber hochged. Ihro Excellenz von dem verlauff der Sach nachricht gegeben, welche davor gehalten daß es beÿ dem bescheid Zu laßen. Erkandt, Weil der Implorant nichts newes vorbringt, alß wird es beÿ ergangenem bescheid allerdings gelaßen, folglich Impl. abegwießen.

(p. 197) Sambstags d. 30. Junÿ 1725. Iidem [Obere Handwerck herren] laßen durch per Eundem [herrn Secret. Kleinclaus] referiren daß E. E. Zunfft Zum Spiegel comm. des Ca. Schuhlmeister ertheilten bescheidts begehrt, so auch willfahrt, undt so fort wie folgt auffgesetzet worden
Bescheid. Sambstag d. 9. Junÿ 1725. In Sachen Johann Andres Schuhlmeisters des burgers und Leinen webers appellanten ane einem, entgegen und wieder E. E. Zunfft Zum Spiegel H. Zunfft Meister Johann Daniel Francken Appellaten am andern theil, pt° begehrter erlaubnuß den barchet Krahm führen zu dörffen, Auff des Appellanten producirte Unthg. Appellations Klag mit beÿlag sub Lit. A. des Appellaten darüber gethane mündliche Verantwortung gebetten und beseßene conferenz, auch all übriges Vor: und anbringen, Ist, der Hrn Deputirten abgelegten relation nach alles wohl erwogen mit Urtheil Zu recht Erkandt, daß es beÿ dem in erster jnstanz den 15 Maÿ Jüngsthien ergangenen Zunfft gerichts bescheid sein ohngeändertes Verbleiben haben, mithin der Appellant mit seinem wieder ordnung lauffendem gesuch abgewießen sein solle.
Zu Mghh stellend, Ob Sie dießen Auffsatz also genehmhalten, undt daß solcher expedirt und extrahirt werden solle erkennen wollen. Erkannt quod sic.

André Schulmeister expose que deux marchands de futaine ont cessé leur commerce et qu’il est devenu tributaire au Miroir. Il demande à bénéficier des mêmes droits qu’Emmanuel Frédéric Farr en 1698 et Jean Giess en 1700. Les Quinze lui acccordent le droit de vendre de la futaine.

1726, Protocole des Quinze (2 R 131)
Barchethändler contra Johann Andreas Schulmeister (manque le début du registre)
(notes, p. 142) Sambstag den 11. May 1726. Iidem [Ober Handwercks herren] ref: d. die Sambt. Barchethändtler Ce. Joh: Andres schulmstr. dem burger und leinenweber ein unth. mem. prod. dieser aber Except.
R. seÿen nôe der K. erschienen Johannes Gieß und Johannes Barret* welche sich auff den inhalth ihres mem. bezogen. Neben dem Erk. seÿe erschienen Joh: Phil. Liechtenberger Notarius alß deßen beÿstandt antwortete, es seÿen 2.er beÿ barchet Krähmer, einige so die handtlung, andere aber, so hwer. die sie aber quittirt, erlernt haben, beklagter, so Würcklich sein hwkh. auffgegeben und beÿ E. E. Zunfft Zum Spigel Zünfftig Worden, seÿe unter dießen letztern begriffen und habe d. nemmliche recht so anderer seines ernernten hwks auch erlangt haben laut Erl. Mghh. vom 21. Junÿ 1709. Legt auch Vor Zfftgerichts bescheidt vom 19. febr. jüngst und attest. Von H. Not. Marbach.
H. Dep. d. die Von dem bekl. alleg. præjudicia gantz clar und richtig befundten worden, dahero ihme Gleich wie dem genandten Farren, Kleinschrott et cons. geschehen, in seinem begehren Zu Willfahren seÿe.

(p. 192) Sambstag d. 8. May 1726. Gug, nôe der gesambte barchet händler in Actis bitt Comm bescheids Contra Johann Andres Schuhlmeister, Johann Andres Schuhlmeister bitt similiter. Erkandt beeden Parthen willfahrt.

(p. 205) Sambstag d. 25. May 1726.
Bescheid. Sambstag d. 11. May 1726. In sachen der sambtliche barchet händler Klägern ane einem entgegen und wieder Andres Schuhlmeister den burger und bißherigen leinenweber des Barchet handlers, auff producirtes Undtges Memoriale und bitten, Exceptiones, gebettene und beseßene Conferenz, auch all übriges Vor: und anbringen ist der Deputirten abgeletgte relation nach mit Urthel Zu Recht Erkant, daß dem Beklagten alß welcher nunmehro das Leinenweber Handwerck auffgegeben, und sich beÿ E . E. Zunfft Zum Spiegel leibzünfftig gemacht, das nehmliche Recht so Emanuel Friderich Farren Krafft Erkantnus Vom 8. 9.bris 1698. und Johann Gieß et Consorten samtbliche Leinenwebern auß Erkantnus vom 2.ten* Juny 1700. conferirt worden, gedeÿen, mithin Ihme in seinem begehren den Barchet handel Zu treiben, willfahrt sein solle.

Le marchand de futaine André Schulmeister meurt le 23 novembre 1729 à l’âge de 58 ans.

Sépulture, Saint-Pierre-le-Vieux (luth. reg. D, 1710-1758, f° 53, n° 28) 1729. d. 23. Nov. Mittw. nachts umb 8 uhr starb H. Andreas Schulmeister burger und Barchetgrämer allhier seines alters 58. jahr 10. mon. j. Woch u. 5. Tag Sein Leichnam wurde Freÿt. darauf als d. 25. ejusdem auff d. Gottesacker von S. Gallo genandt gebracht u. daselbst ehrl. begraben. Testes Hans Georg Hoffmann als Tochter Mann (i 56)

Anne Catherine Kayser passe en 1731 un codicille par lequel elle égalise sa fille cadette Marie Salomé femme du marchand de futaine Jean Daniel Schwing avec sa sœur aînée Marie Madeleine femme de Jean Georges Hoffmann

1731 (31.3.), Not. Brackenhoffer (Jean, 4 Not 27) n° 218
(Codicill) persönlich erschienen seÿe, die tugendsame Anna Catharina gebohrne Keÿserin, weÿl. H Andres Schuhlmeisters geweßenen barchethändl. vndt burg. alhier hinderlaßene Wittib, gesund, aufrecht gehendt und stehenden leibß, vernunfft
Vor das andere, so declarirt Fr. Schuhlmeisterin, wie daß Sie sich gar wohlerrinnert, daß ihre Jungfer die Fr. Maria Salome Schuhlmeisterin, welche Verheurathet ane H. Joh: Daniel Schwingen den barchethandler Vnd burger alhier, weith ent*es von ihro empfang. hat, alß Sie deroselben Vor die vätterl. legitimam Zulüffern wäre schuldig geweßt, Ist deroweg. ihr ernstlicher will vndt befelch daß auff Künfftig ihren todt vnd absterben ihre ältere dochter Maria Magdalena Hoffmännin gebohrner Schuhlmeisterin, Msr. hannß Georg Hoffmanns leinenwebers vnd burgers allher ehel. Haußfr. od. da Sie d. mutter tod nicht solte Erleben, dero Kinder derenthalben 200 gul. auf ihr fr. Codicillirerin Künfftiger Verlaßenschafft zu einem Eigenthumb vorauß Zu empfehen (…)
Sambstagß d. 31. Martÿ 1731.

Anne Catherine Kayser annule les dispositions antérieures et règle les droits de ses héritiers. Elle réduit sa fille aînée Marie Madeleine à la légitime en instituant ses trois filles héritières de surplus. La deuxième moitié de la succession rvient à son petit-fils Jean Daniel Schwing.

1740 (6.2.), Not. Brackenhoffer (Jean, 4 Not 29) n° 567
(Codicill) persönlich kommen und erschienen ist Anna Catharina gebohrne Keÿserin, weÿl. H Andres Schuhlmeisters geweßenen barchethändlers und burgers allhier hinderlaßene Wittib, durch die gnadte gottes, auffrecht: gesund, aufrecht gehendt und stehenden leibß, vernunfft
dießem nach vnd Vor das andere, so will sie testiererin allen ihre hiebevor auffgerichtete letzte willens Verordnungen (…) revocirt, abgethan, annulirt und wiederruffen haben
(…) alß will die testirerin Zu ihren rechten wahren und ohngezweiffelten Erben ihrer Verlaßenschafft instituiret und eingesetzt haben ihre nach gemelte Ihre noch lebende döchter und Enckelin, alß welche ohne das ab intestato ihre rechtsmäßige Erben wären, jedoch in folgender ordnung und hernach specificirtem unterschied, nemblichen fr. Mariam Magdalenam Hoffmännin gebohrne Schuhlmeisterin, ihre dochter allein in die tertz oder Legitimam, des Ihro sonsten ab intestato gebührenden einen Stammtheilß, in die übrige zwo tertzen besagten Stammtheils aber deroselben mit oben gedachten Johann Georg Hoffmann ihrem Ehemann erzeugte annoch lebende dreÿ döchterlein Mariam Salome, Mariam Magdalenam und Mariam Dorotheam (…)
in dem andern so der Zweÿten stammtheil ihrer Verlaßenschafft aber setzte die Fr. testirerin Zu einem Völligen Erben ein Ihrer Verstorbenen dochter Maria Salome mit nunmehr weÿl. Johann Daniel schwingen geweßenen barchetkhändler und burger allhier ehelich erzeugtes nach tod verlaßenes Söhnlein Johann Daniel genand (…)
freÿtags den 5. Februarÿ 1740 abends Zwischen 5 Vndt 6 Uhren, x .fr. Annæ Cath: Schuhlmeisterin geb. Keÿßein der testirerin handzeich.


Les Maisons de Strasbourg sont présentées à l’aide de Word Press. Elles sont hébergées par Free-H.