Partie B de la parcelle VIII 172


Partie B de la parcelle VIII 172

La partie B forme la moitié arrière de la parcelle VIII 172 du plan Blondel. Comme les deux parties appartiennent quelques années (1688-1690) au même propriétaire, il n’est pas certain que la partie achetée en 1688 soit la partie arrière. La description des bâtiments ne permet pas de savoir de quelle partie il s’agit puisque l’entrée se fait par la ruelle de la Question qui sépare les parcelles 172 et 173. La grange appartient à des artisans du quartier (1688-1740). Elle perd de sa valeur à mesure qu’elle se délabre (162 livres en 1723, 60 en 1746). La veuve remariée qui en a la jouissance en vend une moitié à son beau frère. Le propriétaire de la partie A à l’avant achète successivement les deux moitiés en 1759 et en 1772. À partir de cette date, il n’y a plus qu’une parcelle comme le représente déjà le plan Blondel de 1765.

Récapitulatif des propriétaires

La liste ci-dessous donne tous les propriétaires de 1656 à 1952. La propriété change par vente (v), par héritage ou cession de parts (h) ou encore par adjudication (adj). L’étoile (*) signale une date donnée par les registres du cadastre.

Paul Ansorg, avocat, et (1661) Dorothée Schaumann femme (1656) de l’avocat Georges Samuel Hassenloff – luthériens
1688 h Simon Hain, boucher (propriétaire de la partie A)
1690 h Gaspard Dürr, tonnelier, et (1660) Agnès Hünerer puis (1673) Susanne Füssinger – luthériens
1710 h Jean Michel Gœll, tonnelier, et (1720) Anne Marie Meyer – luthériens
1723 h Anne Marie Meyer ci-dessus et (1724) Jean Georges Strohl, tonnelier – luthériens
1740 v moitié à la précédente
moitié à Jean Jacques Ruff, tonnelier et marchand de vins, et (1709) Dorothée Strohl – luthériens

Relevé d’actes

La maison appartient à l’avocat Paul Ansorg qui épouse en 1661 Dorothée Schaumann, veuve de l’avocat Georges Samuel Hassenloff (mariage en 1656)

Mariage, Saint-Thomas (luth. f° 43)
1661. Dncâ Cantate d. 12. Maji. H. Paulus Ansorg Ju. Candidatus weiland H. Pauli Ansorg geweßenen Dreÿer in d. Müntz alhie hinderl. Ehelicher Sohn, Fr. Dorothea, Weiland H. Geörg Samuel Hassenloff JUD. EE. Kleinen Rath Procuratoris v. Advocati alhie hinderlaßene Wittib. Copulirt Mont. d. 20. Maji provatim in ihrem hauß. (i 47)

Mariage, Saint-Thomas (luth. f° 26)
1656. Dncâ. Septuagesimæ d. 3. Febr. H. Geörg Samuel Haßenloff J.U. Cand. eines Ersam. Großen v. Kleinen Rhats Juratus Vice-Procurator und Advocatus allhie Undt J. Dorothea, Weiland H. Christoph Schawmanns des Müntzbotten v. burgers alhie hinderlaßene Eheliche Tochter. Copulirt Dienst. d. 12. Febr. Zu St. Thoman (i 29)

Les héritiers de Paul Ansorg vendent 75 livres une grange et écurie au boucher Simon Hain, assisté de son gendre Samuel Kesselmeyer

1688 (2.7.), Chambre des Contrats, vol. 559 f° 400-v
H. Johann Jacob Schaumann, E.E. großen Raths alten Beÿsitzers, und Schaffner Zu St Wilhelm alhier für sich selbsten, So dann Hn Johann Paul Schübler J.U.Ddus und alter dreÿer der Statt Stalls, alß Vogt Bernhard Schaumanns deß Jüngern Goldarbeiters fünff Kinder, alle alß weÿl. H. Paul Ansorgs gewes. Ddi und E.E. Kl. Raths beÿsitzers sel. Erbens Erben
in gegensein Simon Heinen, deß Metzgers mit beÿstand H. Samuel Keßelmeÿers deß Sattlers, seines tochtermanns
diejenige Scheur und Stallung mit allen deren gebäuen und zugehördt, so allhier am daümelgäßlein, einseit neben einem Allmendgäßlein, anderseit neben Martin Heimen dem Fuhrmann hind. auff den Kaüffer selbsten, stoßend gelegen – umb 75 pfund

Les héritiers de Simon Hain le vieux vendent 275 livres la grange et écurie au tonnelier Gaspard Dürr. Une clause stipule que l’acheteur devra murer la porte qui donne dans une autre grange à l’arrière de celle des bâtiments vendus (partie A, qui appartient aussi aux vendeurs)

1690 (11. 7.br), Chambre des Contrats, vol. 562 f° 487-v
H. Abraham Kreuchel, d. ältere Metzger E.E. großen Raths alter beÿsitzer alß Vogt Annæ Margarethæ gebohrner Heÿnin, weÿl. Samuel Keßelmeÿers, gewesenen Sattlers nachgelaßene Wittib, Ferner Simon und Christoph die Heinen beede Metzger für sich selbst, So dann Anna Maria Heÿnen der würth Zur alten Post auch für sich selbst, Vorgemelter Simon Hein aber auch alß Vogt weÿl. hans Heÿnen auch geweßenen Metzgers hind.laßenen töchterleins, und Sie alle im Nahmen Magdalenæ Heinin Johann Philipß Müßels deß Krämers Zu Weißenburg ehelichen haußfrauen
in gegensein hans Caspar Dürren deß Kieffers, mit beÿstand Johann Peter Pfeiffers deß Metzgers
Eine Scheur und Stallung, mit allen deren gebäuen und Zugehördt. allhier im Finckweiler am daümelgäßlein, einseit neben einem andern allmend gäßlein, anderseit neben Martin Heinen dem Fuhrmann, hinden auff ein Höfflein zu einer andern Scheur denen Verkäuffern auch gehörig stoßend gelegen /:welche Scheur und Stallung beÿ der hind. daran gelegen Scheur obgem. beed. mitverkauffend. Schwestern umb* 150 lb versetzt:/ darbeÿ angedingt word. d. d. Kaüffer diejenige thür, so auß der verkaufft. Scheur in vorged. Höfflein gehet auff seinen Kosten Zu mauren sollen Und ist dießer Verkauff und Kauff zugegang. und geschehen umb 125 pfund

Les bâtiments reviennent à Jean Michel Gœll, petit-fils de Susanne Füssinger veuve de Gaspard Dürr. La grange est estimée 100 livres par les experts à son inventaire après décès en 1710.

Jean Michel Gœll apprend le métier de tonnelier chez Jean Knobloch de 1714 à 1717. Il fait son chef d’œuvre et devient maître en 1720
1720, Tonneliers (XI 393)

(f° 245-v) Montags den 19. Novembris 1714. Hr. Joh: Knobloch der Kieffer nimbt Zum Lehrjungen an vermög Scheins von den Obern handwercks Hh. sub dato 6.ten 9.bris 1714. Joh: Michael Göllen, Joh: Michael Göllen, Kieffers und burgers alhier ehelichen sohn, Willens denselben Von jüngst Verfloßenen Michaelis 1714. in 3. Jahren d. Kieffer Handwerck Zuerlernen, biß auff gedachte Zeith 1717 geg. erlegung 100. R. Lergeld und 2. Louis d’or der Fr. Zur discertion davon die erste helffte Gleich, die2.te aber Zu end bezahlt werden solle, deß Jung. bürg. Vor d. Lehrgeld waren Hr. Anthoni Demuth Vnd Hr. Joh: Niclaus Zäpffel, beede Kieffere die Versprachen wie Gebräuchlig dt. p. inscriptione 15. ß v. dem Zunfft schreiber und büttel 2. ß 6 d.
(f° 351-v) Dienstags den 23. 9.bris Anno 1717. Hr. Johannes Knobloch der Kieffer stellet vor Joh: Michael Göllen geweßenen Kieffers und burgers allhier seel. Hinderlaßenen ehelichen Sohn bathe weilen deß Jungen dreÿ Jährige Lehrzeit Völlig Verstrichen und sie beede mit einander wohlzufrieden umb gerichtliche looß Zählung. Erkannt willfahrt, dt. Vor das looßsprechen 15. ß d Und Vor den Zunfftschreiber und büttel 2. ß 6 d.
(f° 437) Montags den 29. Jan: A° 1720. Joh: Michael Göll der leedige Kieffer stehet vor, und suchte ahn Ihn Zu verfertigung des Meisterstücks einzuschreiben, Erkannt Willfahrt, dt. Werckstatten Zinnß 1 lb. 10. ß et pro inscriptione 2 ß 6 d.
(f° 442) Mittwoch den 24. Apr: A° 1720. Joh: Michael Göll der leedige Kieffer alß Eines Zünfftigen Sohn, producirt Schein Von der Stadt Stall Sub dato 17.ten hujus suchet an Ihne in die Zunfft auff und anzunehmen, Erkannt Willfahrt Zahlt Vor das Zunfftrecht 10. ß 6 d Vor die Zu denen feür Eÿmern geordnete 10. ß und pro zunfftschreiber und büttel 2 ß 6 d.

Jean Michel Gœll épouse en 1720 Anne Marie Meyer, fille d’un charretier. L’original du contrat de mariage est joint à l’inventaire de 1723.
N° 561. Eheberedung – Zwischen dem Ehrenhafften und bescheidenen H Johann Michael Göllen Ledigen Kieffern Von hier gebürtig, weÿl. deß Ehrsammen Mstr. Johann Michael Göllen auch geweßenen Kieffers und burgers allhier mit auch weÿl. der Ehren und tugendsammen frawen Susannæ gebohrner Dürrin ehelich erzeugten und nachgelaßenem Sohne, alß hochzeitter ahne einem, S dann der Ehren und tugendsammen Jgfr. Annä Mariä gebohrner Meÿerin deß Ehrsam und bescheidenen Johann Meÿers Karchers und burgers allhier mit der Ehren und tugendsammen fr. Margaretha gebohrner Wildin ehelich erzeugten tochter alß der hochzeitterin ane andern theil – Geschehen und Verhandelt seÿndt dieße ding in der Königlichen Statt Straßburg in beÿseÿn auff seithen deß Hochzeitters H Johann Knoblochs Kieffers seines geschworen, Vogts und Mstr. Johann Friderich Meÿers Glaßers und auff der Hochzeitterin Seithen Vorgesadten Ihres leiblichen Vatters und Johann Martin Herman Gartenmanns alter burgern allhier alß alleseits beÿständen, Donnerstags den 27.sten Junÿ A° 1720. [unterzeichnet] Johann michael göll als Hochzeiter, Anna Maria Meÿerin alß hochzeiterin, Johann Adam Ößinger Nots.

Mariage, Saint-Thomas (luth. f° 172 n° 988)
Anno 1720 den 13. Novembris seind nach geschehener ordentlicher außruffung in der Kirch Zu St Thomas ehelich eingesegnet worden Johann Michael Göll, der ledige Kieffer, weiland Johann Michael Gall des gew. burgers und Kieffers alhier hinderlaßene ehel. Sohn, und Jungfr. Anna Maria, Johannes Meÿer deß burgers und faßziehers alhie ehel. tochter, [unterzeichnet] Johann Michael Göll als Hochzeiter, Anna Maria Meÿerin las hoh ziterin (i 176)

Inventaire des apports de Jean Michel Gœll et d’Anne Marie Meyer, dressé dans les deux maisons contiguës qui lui proviennent de sa grand-mère. La grange y est estimée à la valeur qu’ont établie les experts en 1710

1721 (13.3.), Me Oelinger (J. Jacques, 35 Not 52), acte Jean Adam Oesinger n° 747
Inventarium und Beschreibung aller derjenigen Haab, Nahrung und Güthere, Liegender und fahrender, Keinerleÿ davon außgenommen, so der Ehrsame und bescheidene H: Johann Michael Göll, Kieffer und die Ehren und tugendsamme fraw Anna Maria gebohrne Meÿerin beede Eheleuthe und burgere allhier einander in Ihrem ohnlängst angetrettenen Ehestand zugebracht, und sich deren jeedes nach Innhalt Ihrer mit einander auffgerichteten Eheberedung für unverändert eigenthümlich Vorbehalten hat – Actum in der Königlichen Stadt Straßburg in fernerem beÿseÿn deß Ehrsam und bescheidenen Mstr Joh: Martin Herrmann Gartenmanns und burgers allhier alß der diß Orths Ehefrauen ane Vatter stadt beÿstandts, Donnerstags den 13.ten Martÿ Anno 1721.

In einer allhier in der königlichen Stadt Straßburg ane dem Finckweiler gelegenen dem diß orths Ehemann eigenthümlich zuständigen bewohnenden und hernach beschriebenen behausung befunden worden wie Vogt
Eigenthumb ane Häußern (M.) hauß, hoffstatt v. höffl. m. allen andern deßen zu gehördten ane dem Finckweiler ohnfern der Mucken, 1.s. neben hernach beschriebener behausung (…)
(M.) Item Hauß und Hoff Stadt ùit allen dero gebäuen ahne dem Finckweiler gelegen (…)
(M.) Item ein Scheur mit allen dero gebäuen begriffen, weiten, rechten zugehördten und Gerechtigkeiten, auch allhier Zu Straßburg am Finckweiler am deumelgäßlein gelegen, I.s. neben einem allmendt Gäßlein, 2.s. neben Martin Heÿmen dem Holtzkarcher hinten auff ein höffl. Zu einer andern Scheur gehörig stoßend so freÿ Leedig und eigen und hiero ohn Vergreifflich æstimirt pro 100. lb. Darüber sagt ein teutscher Pergamentener Kauffbrieff mit der Stadt Straßburg anhangenden C.C. Innsiegel Verwahrt, deßen datum den 11.ten 7.bris A° 1690. Dabeÿ ferner ein teutscher Pergamentener Kauffbrieff auß wohlgemelter Contractstub, datirt den 2.ten Julÿ Anno 1688.
Series rubricarum hujus Inventarÿ. Des Ehemanns in den Ehestandt gebrachtes eigenthümliches Vermögen. Sa. Haußraths 183, Sa. Wein brandenwein Eßig und lähren Vaßen 74, Sa. Vaß daugen 35, Sa. Silber geschirr und Geschmeids 9, Sa. der baarschafft 20, Sa. Pfenningzinß hauptgüter 426, Sa. Eigenthumbs ane Haüßern 800, Sa. der Schulden 44, Summa summarum 1593 lb – Schulden 11, Nach deren Abzug 1581, Hierzu ist zulegen die Helffte von denen haussteuren 13. lb, Des Ehemanns samptlich Eigenthümlich Vermögen 1594. lb
Der Ehefrawen in den Ehestand gebrachtes Eigenthümliches Guth, Sa. haußraths 91, Sa. Silber geschirr und Geschmeids 4, Sa. Goldener Ring 8, Sa. der baarschafft 5, Summa summarum 109 lb, Wann aber auch darzu gelegt würd dier Crafft der Eheberedung §° 6.to Von denen haussteuren gehörige helffte 13. lb, So trifft der Ehefrawen gantze Eigenthumb Vermögen sammenthafft 122. lb
Beschluß summa Inventarÿ 1717 lb
N° 561. Eheberedung (…) Donnerstags den 27.sten Junÿ A° 1720. [unterzeichnet] Johann michael göll als Hochzeiter, Anna Maria Meÿerin alß hochzeiterin, Johann Adam Ößinger Nots.

Jean Michel Gœll meurt en 1723 après avoir institué pour héritiers ceux que délaissera sa veuve qui a ainsi la jouissance de tous ses biens. Les experts estiment la grange à 162 livres. L’actif de la succession s’élève à 1 108 livres, le passif à 389 livres

1723 (22.3.), Me Oelinger (J. Jacques, 35 Not 52), acte Jean Adam Oesinger n° 836
Inventarium und Beschreibung aller derjenigen Haab, Nahrung und Güthere, Liegender und fahrender, Verändert und unveränderter, Keinerleÿ davon außgenommen, so Weÿl. der Ehrsame und bescheidene Herr Johann Michael Göll, geweßener Kieffer und Weinhändler, burger allhier Zu Straßburg nach seinem den 5.to Martÿ dießes gegenwärthigen 1723.sten Jahrs aus dießer mühesamen und zugänglichen Welt genommenen tödlichen hientritt hier Zeitlichen verlaßen, Welche Verlassenschafft auf freundliches Ansuchen Erfordern und Begehren der Ehren und Tugenhafften Frawen Annä Mariä gebohrner Meÿerin, der dißorts Wittib, mit beÿstandt deß Ehrsam und bescheidenen Hannß Martin Knechts Weinhändlers ihres geschworenen Curatoris und Zwar weilen der Verstorbene seel. keine noth Erben Verlaßen und demnach vermög seines auffgerichteten Testamentum nuncupativum die jenige Persohnen zu seinen Erben ernennet hat, welche seine hinterlaßene wittib auch zu Ihren Erben durch oder ohne Testament Verlaßen Wird, Inventirt – Actum in der Königlichen Stadt Straßburg in fernerem gegenwärtigkeit deß Ehrsammen Joh: Meÿers, Faß Ziehers und Fr. Margarethæ gebohrner Wildin beeder Eheleuthe und burgere allhier, der dißorths Wittib leibl. Eltern Montags den 22.tn Martÿ Anno 1723. Johann Adam Ösinger, Nots. juratus publ.

In einer allhier in der Königlichen Stadt Straßburg ane dem Finckweiler gelegenen, in dise Verlassensch. gehörigen und hernach beschriebenen behausung ist befunden worden wie folget
Ane Höltzen und Schreinerwerck, In der Soldaten Kammer, In der Kammer A, In der Kammer B, In der Stub, in der Küchen
Eigenthumb ane Häußern. hauß, hoffstatt v. höffl. m. allen andern deßen zu gehördten ane dem Finckweiler ohnfern der Mucken, 1.s. neben hernach beschriebener behausung (…)
Item Hauß und Hoff Stadt m. allen dero gebäuen ahne dem Finckweiler gelegen
Item i. Scheur m. allen dero geb: begriffen, Weith., rechten Zugehördten und gerechtig Keith, auch allh. Zu Straßb. am Finckweiler am däumel gäßlein gelegen, I.s. neben einem allmendt Gäßl., 2.s. neben Martin Heÿmen dem holtz Karcher, hinten auff ein höfflein Zu einer andern Scheur gehörig stoßendt so freÿ, Leedig und eigen und lauth mehrgedachter der Werckmeister Abschatzung taxirt vor 162. lb 10. Darüber sagt ein teutsch. Perg. Kauffbr. m. d. St. Straßb. anhang. C.C. Inns: Verw: deßen datum den 11.ten 7.bris A° 1690. Dabeÿ ferner i. teutscher Perg: Kbr. auß Wohlgemelter Contr: Stub, datirt den 2.ten Julÿ A° 1688.
Series rubricarum hujus Inventarÿ. Sa. Haußraths 79, Sa. Werckzeug Zum Kieffer handwerck gehörig 20, Sa. Wein und lähren Vaßen 80, Sa. Silber geschirr und Geschmeids 12, Sa. Goldener Ringen 2, Sa. Eigenthumbs ane Haüßern 912, Summa summarum 1108 lb – Schulden 389, Nach solchem Abgang 718 lb
Conclusio finalis Inventarÿ 708 lb
– Abschatzung 20.ten Martzÿ ano: 1723. Weÿlandt deß Ehren hafften Undt bescheytenen Meister hannß Michäll Göll, Kieffer: sel: hinder Laßene Fraw witib ist eine behaußung alhier in der statt Straßburg in dem finckhwüller, beÿ der Muckhen Iber Gelegen, Ein seith Ein Eckh Andder seüt Neben Philippus jährlich Hauth schneider hinden Auff Joh: Meÿer faß Zeÿer stossent welche behaußung besteth Under Einem alden Stachstull Mit breÿ Zügell gedeckh, Mit hoff statt, stuben, kammerlin Küchell hauß Ehren, Gebälckhder Keller Neben Gebeÿel Mit breÿth Ziegell Gedeckht darunder Stübel Und Källerlein, Küchell: hauß Ehren, hinden Ein Grbälckhder Keller, höffel und holtzschopff, daruber Ein Kammerlin sampt Aller ihrer gerechtigkeit wie solches durch der statt geschwornen werckh Leüthen ün der besichtigung befunden und dem Jetzigen preÿß nah an geschlagen wirdt Vor Undt umb: Ein tausendt Fünff Hundert Gulten.
Der Ander begriff ist Auch Alhier, in der statt Straßburg in dem fünckh wiell, in dem teümell geßell, Ein Eckh an dem Kleinen teimell geßell, Ander seÿth Neben dem Statt Karcher, bestehet in Einer Küffer scheÿren So mith breÿt Zügel gedeckht, sampt aller Ihrer gerechtig Keÿth wie soclhes durch der Statt Straßburg geschworen Werckh Leüthen in der besichtigung befunden Undem Jetzigen preiß Nach an Geschlagen Wirt Vor, und, umb dreÿ Hundert Zwantzig Und Fünff Gullden
Bezeichnüß durch der Statt Straßburg Geschwornen Werckleüthen [unterzeichnet] Michael Ehrlacher Werck Meister deß Meinsters, Johann Jacob Biermeÿer Werck Meister deß Zimmerhoffs

Sépulture, Saint-Thomas (luth. f° 86 n° 546)
Anno 1723, den 5. Mertz Abends Zwischen 8 und 9 Uhr ist gestorben Johann Michael Göll der burger und Kieffer alhie, seines alters 24 Jahr 9 Monath, deß. Eltern waren Johann Michael Göll der burger und Kieffer alhie und seine Ehefraw Susanna gebohrne dürrin hinderließe eine witib Annam Mariam gebohrne Meÿerin, ist darauf den 7 ejusd auf dem Gotts Acker St Galli begraben, und von Mir M. Philipp Strohl eine leuch sermon gehalten worden (i90)

La veuve se remarie l’année suivante avec le tonnelier Jean Georges Strohl
Mariage, Saint-Thomas (luth. f° 188 n° 1069)

Anno 1724 den 19. Januarÿ seind nach geschehener ordentlicher außruffung in der Kirch Zu St Thomas ehelich eingesegnet worden Johann Georg Strohl der ledige Kieffer weil. Johann Martin Strohl deß gewesenen burgers und Kieffers alhie hinderlaßene ehel. Sohn, und fr. Anna Maria, weÿl. Johann Michael Göll deß gewesenen burgers und Kieffers alhie hinderlaßene Wittib [unterzeichnet] Johann Georg Strohl als hochzeiter, x dießes Zeichen hat gemacht fr. Anna Maria Göllin die hochzeiterin (i 191)

Jean Georges Strohl fait en 1723 son chef d’œuvre que les inspecteurs jugent acceptable et devient maître
1723, Tonneliers (XI 394)
(f° 12) Dienstags den 11.ten Maÿ Anno 1723. Johann Georg Strohl der Leedige Kieffer, Von hier gebürtig, Weÿland Meister Johann Georg Strohlen auch geweßenen Kieffers und burgers allhier seeligen hinterlaßener Ehelicher Sohn, sein Verfertigtes Kieffer Meisterstück faß, Zum dritten mahl besichtigen und referirten die dreÿ herren Schauere, daß in der ersten schau etliche fuegen offen gestanden, auch hab er etliche täschlen und bückel gehabt, so Er aber Verbeßert, in der Zweÿten Schau befanden sich die böden umb einen halben Zoll nicht in einem Zircul, auch seÿe das thürlein etwas ohnfleißig eingebeßert geweßen, ferner habe es oben Zwo Strähmichte daugen, so Sie auch haben wollen herauß erkennen, Wann sie nicht Just iben Wären in der seithen aber mußte eine strähmigte daug heraußer thun, und ein anders hinein flicken, in der dritten Schau befande sich im Vorderen boden oben eine daug, so eines schuhs lang nicht gar Zugeweßen, auch hatt es Vornen ein Wölffel, am hindern end hatt es oben am boden ein Spitzfügel, Weilen dann die fehler nicht gar wichtig, haben Sie das faß für ein passirliches Meisterstück Erkandt, auff Welche Weiß es Von dem Herrn XV.er alß Obmann Confirmirt, mithin Ihme Jungen Meistern Zu seinem ferneren guethen Vorhaben gratulirt worden.
(f° 21) Mittwoch den 30.ten Junÿ Anno 1723. Meister Johann Georg Strohl, der Kieffer Weißt schein Von der Statt Stall sub dato 23.ten Junÿ Jüngsthien bathe alß eines Zünfftigen Sohn, Ihme angedeuen Zu laßen. Erkand Willfahrt Zahlt für seines Vatter und Stubenrecht 10. ß 6 d. für die zu dem feur Eÿmern geordnete 10. ß und pro Zunfft schreiber und büttel 2 ß 6 d.

Jean Georges Strohl et Anne Marie Meyer hypothèquent leurs immeubles au profit du batelier André Eckert

1726 (19.6.), Chambre des Contrats, vol. 600 f° 287-v
Johann Georg Strohl der Kieffer und Anna Maria geb. Meÿerin mit beÿstand ihres vatters Johannes Meÿer des Kärchelziehers und ihres bruders Johann Georg Meÿer des garttenmanns
in gegensein H. Andreas Eckert Schiffers und EE. kleinen Raths alten beÿsitzers als geschwornen vogts weÿl. Christoph Erhardt Büchßenmachers zweÿ Kinder Margarethæ und Catharinæ der Erhardtin – schuldig seÿen 100 pfund
unterpfand, zweÿ nebeneinander stehende häußer im Finckweÿler einseit neben Johann Philipp Huth dem Schneider anderseit neben Johannes meÿer der correæ Vatter hinten auff eben denselben
Ferner eine Scheuer cum appertinentÿs in gedachten Finckweÿler ahm däumel: gäßel einseit neben einem allmend gäßlein anderseit neben Daniel Raüber dem hoßenstricker hinten auff Jacob Müller den Messerschmidt

Jean Georges Strohl et Anne Marie Meyer font dresser l’inventaire de leurs apports en 1739

1739 (27. 9.br), Me Koch (Matthias, 6 E 41, 470) n° 147
Inventarium über deß Ehren: v. vorgeachten H. Johann Georg Strohl deß Kieffers und der Ehren: v. Tugendsahmen Frauen Annä Mariä gebohrner Meÿerin beeder Eheleuthe v. burgere allhier zu Straßburg einander in den Ehestand zugebrachte Nahrungen – v. sich vermög ihrer mit einander auffgerichteten Eheberedung Vor unverändert Vorbehalten haben. – So geschehen in der königl. Statt Straßburg in fernerem Gegenseÿn Hn Johann Martin Herrmann des gartenmanns der Ehefrauen erbettenen beÿstandts – den 27. Novembris A° 1739.

In einer allhier zu Straßburg ane dem alten Weinmarckt gelegenen hiehero nicht gehörigen behaußung ist befunden worden als folgt.
Eigenthum ane einer behaußung und Scheur. (F.) Hiebeÿ berichteten beede Eheleuth, daß die Ehefrau ein hauß im Finckweiler allhier gehabt, so aber schon vor dieser Inventur an Heinrich Merckel den Kieffer v. burger allhier verkaufft worden um 1600. R.
Ferner ein Nebens häußl. daßelbst, so auch Verkaufft v daraus erlößt worden 600. R., Thun beedes zusammen 2200. R. Es seÿen aber auff dem hauß ane passiv Schulden gestand. 600 R. Restiret also noch 1600 R oder 800 lb
(F.) It. Eine Scheur gelegen allhier in dem däumelgäßl. 1.s.ein Allmendgäßl. anders. neben Jacob Huck dem holtzkarcher hinten auff H Gaineau den Sattler stoßend so freÿ leedig v. eigen aber hiehero nicht angeschlagen worden. darüber ist nichts schrifftliches vorgewießen worden.
Series rubricarum hujus Inventarÿ. Des Ehemanns Vor unverändert in die Ehe gebrachte Nahrung, Sa. hausraths 21 Sa. brandenweins v. Faß so dem Ehemann zuständig 30, Sa. Silbers 3, Sa. goldenen Rings 3, Sa. baarschafft 300 Summa summarum 358 lb
Diesemnach wird auch d. Ehefrauen in den Ehestand gebrachtes Vermögen beschrieben, Sa. haußraths 138, Sa. Weins v. der Lähren Faß 81, Sa. Werckzeugs und Wahr zum Kieffer handwerck gehörig 211, Sa. silbers 13, Sa. goldenen Ring 8, Sa. baarschafft 37, Sa. Pfenningzinß hauptguths 150, Sa. Eigenthums ane einer Behaußung v. Scheur 800, Summa summarum 1253 ln
Conclusio finalis Inventarÿ 1611 lb

Anne Marie Meyer meurt en 1746 en délaissant deux fils qui sont propriétaires de la grange. L’inventaire est dressé dans la maison qui fait partie de la succession rue du Maroquin. Anne Marie Meyer a vendu la moitié de la grange à son beau frère Jean Jacques Ruff par un acte sous seing privé. Les experts estiment la grange délabrée à 60 livres. La masse propre au veuf s’élève à 412 livres, celle des héritiers à 399 livres. L’actif de la communauté est de 2 313 livres, le passif de 3 082 livres.

1746 (13.10.), Me Dautel (Fr. Henri, 6 E 41, 245) n° 288
Inventarium und beschreibung aller derjenigen Haab, Nahrung und Güthere, Keinerleÿ davon außgenommen, so Weÿl. die Viel Ehren und tugendbegabte Frau Anna Maria Strohlin, gebohrner Meÿerin, des Ehrenachtbaren und wolvorgeachten Herrn Joh: Georg Strohlen, des Kieffers und Weinhändlers auch burgers allhier Zu Straßburg geweßene Ehegattin nunmehr seel. nach ihrem den 9. Septembris dießes lauffenden 1746. Jahrs aus dießer welt genommenen tödlichen Ableiben Zeitlichen verlaßen Welche Verlassenschafft auf freundliches Ansuchen Erfordern und Begehren H: Johann Christian, des ledigen Kieffermeisters und Georg Friderich, des ledigen Kieffers beeder Strohlen, der Abgeleibten seel. mit auch Vorgemeltem ihrem hinterbliebenen Wittibern ehel. erzeugter 2. Söhn, und ab intestato Zu gleichlingen theilen nach tod Verlaßener Erben, beÿständlich S.T. Herrn Joh: Daniel Stammen, Vornehmen Weinhändlers und E.en Kl. Raths alten wohlverdienten beÿsitzers auch burgers allhier, hierzu geziemend erbetten, fleißig inventirt und ersucht durch ihne den hinterbliebenen Wittibern, beede Söhn, deßgl. Fr. Marg: geb. Wildin Weÿl. H. Johann Martin Herrmanns, des geweßenen Gartenmanns und burgers allhier seel. hinderbliebene wittib, der Verstorbenenn seel. leibliche Mutter und Mariam Salome Kochin, die dienstmagd, Von hier gebürtig – so geschehen allhier in der königl. Stadt Straßburg auff Donnerstag den 13.ten Octobris Anno 1746.

In einer allhier Zu Straßburg ane der St. Urbans gaß gelegenen in diße Verlassenschafft eigenthümlich gehörigen behaußung folgender maßen sich befunden.
Ane Höltzen und Schreinerwerck, auff der Bühn, In dem Hindern mittlern Hauß Ehren, Im hindern mittlern Stüblein, In der wohnstub, Im Keller, In der Küchen
Ergäntzung der Kinder und Erben ermanglenden unveränderten Guthß, außweißlich hievorgemelteten Invii.
Eigenthum ane einer behaußung v. Scheur (T.) eine behaußung, bestehend in Vorder und hinderhauß, hoff v. hoffstatt ane der St. Urbans gaß (…)
(Wÿdumb. E.) It: j. ohnvertheilte helffte ane einer Scheur V. Stallung so aber anjetzo abgethan, mit allen deren Gebäuden und Zugehörden, gelegen allhier in dem Finckweiler am Deumelgäßel, einseit neben einem almend Gäßl. anderseit neben Jacob Hucken dem Sandführer, hinden auff H. Vincent Gaÿneau, den Sattler allhier stoßend, so freÿ, ledig und eigen und ist dießelbige laut wolgedachter herren Werckmeistere gethanen Abschatzung vom 2. 9.br Anno 1746. gewürdiget worden vor, und Zwar die gantze scheur gerechnet 60. lb. daran hiehero die helffte außw. 30.
Über dieße Scheur, waran die andere helffte H. Johann Jacob Ruffen, dem Weinhändler V. b. allh. dießorts Schwagern seithero Verkaufft worden ([biffé] rühret Von weÿl. H Joh: Mich. Göllen, des geweßenen Kieffers V Weinhändlers auch b. allh. d. v.storbenen seel. erstern Ehemanns seel. Verl. welcher sie von Weÿl. H Caspar Dürren auch geweßenen Kieffern v. b. alllh. deßelben leibl. Vattern ererbt, und) sagt j. teutsch: perg. Kffbr. in allh. C.C. Stub gef. V. m. dem anh. Ins. V.wahrt, dat: d. 11. 7.br 1690. Ferner j. a. perg. Kffbr. in allh. C.C. stub gef. V. unden anh. Ins. V.wahrt dat. den 2. Julÿ 1688.
– Abschatzung dem 13. oct: 1746. Auff begehren deß wohll achtbahren und bescheitenen Meister Johann Jackob Stroll deß Küffers ist eine behaußung allhier in dero Statt Straßburg, in dero Kurben gaß (…)
Abschatzung dem 2. Nov: 1746. Auff begëren deß wohll achtbahren und bescheitenen Meister Johann Jorg Strollen dem Küffer ist eine alte scheur allhier in der Statt Straßburg ihm finckwiller gelegen ein seitß an ein allment gëslin anderseitß Neben Meister Jackob huck dem Sandführer hindten auf H. Bino dem Sattler Stoßent so in einer alten baufelligen scheuer bestëhet, ringß herumb Mit diellen Zu geschlagen wor auff ein alteß tach mit breidziglen bëlegt, samt aller gerechtig Keidt wie solches turch der Statt Straßburg geschwornen wërck Meystern sich in der besichtigung befunden und Jetzigen Preÿß nach an geschlageb wirdt Vor und Umb Ein hundert und Zwantzig Gulten. bezeichnuß der Statt Straßburg geschwornen wërckmeistere, [unterzeichnet] Pflug Statt Lohner, Michael Ehrlacher Werck Meister deß Meinsters, Johann Jacob Biermeÿer Werck Meister deß Zimmerhoffs

Ergäntzung des wittibers abgegangen unveränderten Gurhs, Vermög des (…) durch H Matthiam Kichen Not.m publ. jur. et Practicus alhier Zu Straßburg in Anno 1739. auffgerichteten Inventarÿ
Wÿdums welchen die Verstorbene seel. Zeit Lebens genossen. Nehml. es hat weÿl. Herr Johann Michael Göll, der gewesene Kieffer und burger allhiern der Verstorbenen Ersterer Ehemann seel. in Crafft einer vor nun auch weÿl. Herrn Johann Adam Ösingern gewes. Notario jur. und practico allhier seel. und Gezeugen den 10.ten 8.br A° 1722 errichteten testamentl. Disposition und deren §° 2.do seiner hinderbliebenen Wb. also der abgeleibten seel. seine und in ansehung er ohne eheliche erzeugte Kinder verstorben, mithin Keine Vorbehaltene Legitima zu attendiren und abzuziehen geweßen, Völlige Verlassenschafft in lebtägigen Wÿdumbs genuß verordnet
Series rubricarum hujus Invii. Des wittibers Nahrung, Sa. Haußraths 3, Sa. silbers 1, Sa. Schuld 50, Sa. Erg. 372, Summa summarum 427 lb – Schuld 15 lb, Nach deren Abzug 412 lb
der Erben Vermögen, Sa. haußraths 56, Sa. Werckzeugs zum Kieffer handwerck gehörig 2, Sa. Faßes 1, Sa. silbers 11, Sa. goldener ring 1, Sa. Schuild 15, Sa. Erg. 1302, Summa summarum 1399 lb – Schuld 991, Nach deren Abzug 399 lb
das Theilbare Guth, Sa. haußraths 36 Sa. Werckzeugs wie auch schiff und geschirr zum Kieffer Handwerck gehörig 14, Sa. Weins, Eßigs, brandenweins v. leeder faß 516, Sa. Silber geschirr und Geschmeids 7, Sa. goldenen rings 18 ß, Sa. baarschafft 51, Sa. Eigenthumbs ane einer beh. 1426, Sa. Eigenthums ane j.m bandplatz 40, Sa. ane feldgüther und Reeben 200, Sa. Schulden 18, Summa summarum 2313 lb – Schulden 3082 lb, In Compensatione, Theilbares Passiv rest 768 lb
Stall Sa. 1014 lb – Zweiffelhaffte Schulden in die theilbare Nahrung zugeltend 18
Copia der Eheberedung – zwischen dem Ehrenhaffte, achtbahren v. bescheidenen H Johann Georg Strohlen ledigen Kieffern von hier gebürtig, weÿl. H. Johann Martin Strohlen auch geweßenen Kieffers v. b. allh. mit auch weÿl. fr. Anna Cathar. geb. Kraußin ehl. erzeugtem v. nachgelaßenem Sohn als hochzeitern ane j.m, sodann der Ehren V. tugendhafften frn. Anna Maria Göllin geb. Meÿerin, weÿl. H. Joh: Michael Göllen geweß. Kieffers v Weinhändlers auch b. allh. hinderlaßenen ehel. Wittib als der hochzeiterin am and. theil – Straßburg den 18. Junÿ, Johann Adam Ößinger

Jean Georges Strohl se remarie en 1747 avec Catherine Barbe Faust veuve du boutonnier Jean Nicolas Weber : contrat de mariage, célébration
1747 (6.6), Me Dautel (6 E 41, 284) n° 200
Eheberedung zwischen des Wohl Ehrenachtbaren Herrn Johann Georg Strohlen, des weinhändlern, Kieffern Wittwern und burgern allhier als dem hochzeiter, mit beÿstand Herrn Johann Philipp Strohlen dem ebenmäßigen Weinhändlern, Kieffern und burgern allhier, seines leiblichen Bruders, und Herrn Johann Jacob Ruffen auch weinhändlern Kieffers und burgers allhier seines Schwagers, ane Einem,
So dann der Viel Ehren und Tugendbegabten Frauen Catharinæ Barbaræ gebohrener Faustin, weÿl. Herrn Johann Niclaus Webers, des geweßenen Knöpffmachers und burgers allhier, seelige hinterbliebener Wittib als der frauen Hochzeiterin, mit assistentz herrn Johann Dietrich Fahlmers Vornehmen handelsmanns und burgers allhier hierzu in specie erbetten, am andern theil – So beschehen allhier zu Straßburg auff Dienstag den 6.ten Junÿ anno 1747. [unterzeichnet] Johann Georg Strohl als Hochzeiter, Catharina Barbara Weberin als hochzeiterin

Mariage, Saint-Thomas (luth. p.63-v, n° 6)
Anno 1747 Mittwoch den 21. Junÿ seind nach zweÿmaliger ordentlicher proclamation und außruffung Zu St Thomæ und zu St Wilhelm, zu St Thomæ copulirt und eingesegnet worden Herr Johann Georg Strohl, Kieffer, weinhändler und burger allhier, der Wittiber, und frau Catharina Barbara weÿl. Hn Johann Niclaus Weber geweßenen Knöpffmacher Seidenhändlers und burgers allhie handelsmanne Wittib [unterzeichnet] Joh: Georg strohl als Hochzeiter, Catharina Barbara Weberin als hochzeiterin (i 65)

Inventaire des apports de Jean Georges Strohl et de Catherine Barbe Faust. La grange délabrée y figure pour une valeur de 100 livres

1747 (18.11.), Me Dautel (Fr. Henri, 6 E 41, 247) n° 331
Inventarium und beschreibung aller derjenigen Haab, Nahrung und Güthere, Keinerleÿ davon außgenommen, so der Wohl Ehrenachtbare Herr Johann Georg Strohl der Kieffer und Weinhändler, und die Ehren und tugendbegabte Frau Catharina Barbara gebohrne Faustin, beede Eheleuthe und burgere allhier Zu Straßburg einander in den Ehestand zugebracht, und sich in Crafft auffgerichteter Eheberedung §° 7° Vor unverändert Vorbehalten haben – So geschehen allhier in der Königlichen Stadt Straßburg auff Sambstag den 18.ten Novembris anno 1747.

In einer allhier Zu Straßburg ane der St. Urbans gaß gelegenen, dem Ehemann eigenthümlich zugehörigen hernach beschriebenen behausung folgender maßen sich befunden.
Eigenthum ane einer behaußung (M.) Eine behaußung, bestehend in Vorder und hinderhauß, hoff v. hoffstatt ane der St. Urbans gaß (…)
Eigenthum ane einer Scheur (M.) Nehml. die ohnvertheilte Helffte Von und ane einer Scheur u. Stallung so aber anjetzo abgethan, mit allen deren Gebäuden und Zugehörden, gelegen allhier im Finckweiler ane dem Däumelgäßel, einseit neben einem almend gäßel, anders. neben Jacob Huck dem Sandführer, hinden auf H. Vincent Gayneau, den Sattler allhier stoßend, so freÿ, ledig und eigen und ist solche helffte hier ohnpræjudicirlichen außgeworffen worden mit 100. Über die gantze Scheur, waran die andere helffte H. Joh. Jacob Ruffen dem Weinhändl u. b. allh. dießorts Schwagern verkaufft worden, bes. i. teut: perg. Kfbr. in allh. C.C. Stub gef. u. m. dem anh. Ins. v.wahrt, datirt den 11. 7.bris 1690. Ferner j. a. perg. Kffbr. in allh. C.C. stub gef. u. unden anh. Ins. v.wahrt datirt den 2. Julii 1688.
Wÿdumb Welchen eingangs gemeldeter Ehemann Zeith lebens zu genießen hat. Es hat weÿl. Frau Anna Maria Strohlin gebohrne Meÿerin des Ehemanns erstere Ehefr. seel. in der mit ihme Zur Zeith ihrer verehelichung aufgerichteten Eheberedung §° 7° demselben zu einem lebtägigen Wÿdum verschrieben deroselben eigenthüml beh. u. Scheur ane dem finckweiler zufolg des über derselben Verlassenschafft durch mich Notm. den 1. febr. 1747. mit angerechneten beßerungen gezogenen und allerseits unterschriebenen summarischen Calculi
Series rubricarum hujus Inventarium illat. Des Ehemanns in die Ehe gebrachtes Vermögen, Sa. Haußraths 179, Sa. Werckzeugs zum Kieffer handwerck gehörig 69, Sa. Weins und leerer faß 1363, Sa. Silber geschirr und Geschmeids 22, Sa. Eigenthums ane einem bandplatz 140, Sa. Eigenthums ane Reeben 400, Sa. Eigenthum ane einer behaußung 2000, Sa. Eigenthumb ane einer Scheur 100, Summa summarum 4274 lb – Schulden 2475 lb, In Compensatione 1798 lb, dazugerechnet die haussteuren helffte 20, des Ehemanns in die Ehe gebrachtes Vermögen 1819 lb
der Ehefrauen in die Ehe gebracht Nahrung. Sa. Haußraths 65, Sa. Silber geschirr und Geschmeids 25, Sa. golenen ring 62, Sa. der baarschafft 200, Sa. Pfenningzinß hauptguth 108, Sa. Gülth von liegenden güthern 580, Summa summarum 1040 lb – Schulden 75, Nach deren Abzug 965 lb
Conclusio finalis 2706 lb

Jean Georges Strohl meurt en 1771 en délaissant ses deux fils en premières noces. La masse propre à la veuve s’élève à 695 livres, celle des héritiers à 206 livres. L’actif de la communauté est de 1 583 livres, le passif de 1 597 livres. Les experts estiment 100 livres la grange dont le défunt avait la jouissance

1771 (16.12.), Me Zimmer (6 E 41, 1416) n° 273
Inventarium über Weiland H. Johann Georg Strohl, des gewesenen Kiefer: Meisters und Wein: Händlers auch burgers alhier zu Straßburg nunmehr seel. Verlassenschafft – nach seinem Montags den 9.ten dieses laufenden Monats Decembris aus dießer Welt genommenen tödlichen Hintritt hie zeitl. verlaßen. Wlche Verlassenschafft auf freundliches Ansuchen Frauen Catharinæ Barbaræ gebohrner Faustin, der hinterbliebener Frau Wittib, unter assistentz Herrn Frantz Heinrich Dautel, Notarii publici et practici wie auch des Verstorbenen seel. hinterlassener Erben – So geschehen alhier zu Straßburg auf Montag den 16.ten Decembris et sequenti Anno 1771.
Der Verstorbene seel. hat ab intestato zu Erben hinterlassen wie folgt. 1.mo H Johann Christian Strohl, den Kiefer Meister und Wein Händler auch burger allhier und 2.do Hn Georg Friderich Strohl den ebenmäßigen Kiefer Wein Händer und burger hieselbst, Beede des Verstorbenen seel. in erster Ehe mit längst Weiland Frauen Anna Maria gebohrner Meÿerin erzeugt Söhne und Zu gleichen antheilern ab intestato hinterlassene Erben, welche auch dieser Inventur persönlich beÿgewohnet.

In einer allhier Zu Straßburg ane der St. Urbans Gaß gelegenen, und theils in diese Verlassenschafft gehörigen und hernach beschriebenen behausung sich befunden worden wie folgt
(f° 4) Eigenthum ane einer behaußung. Neml. eine behaußung bestehend in Vorder: und Hinder Haus, Hof und Hoffstatt mit allen derselben Gebäuden, begriffen, Weiten, Zugehördten, Rechten und Gerechtigkeiten gelegen alhier Zu Straßburg ane der St. Urbans Gaß (…)
Ergäntzung der Frau Wittib währender Ehe alienirt unveränderten Guths, Nach Ausweis des (…) den 18.ten Novembris Anno 1747 durch H. Notarium Frantz Heinrich Dautel aufgerichteten Inventarÿ
Eigenthum ane einem Band Platz und Baumgartnen, Erstlich einen dritten theil vor ohnvertheilt Von und ane einem Acker Grunds so mit Weidenstäcken besetzt und andern blumen angepflantzet, auch einem lebendenigen Haag umgeben, gelegen Vor dem Spital Thor dahier in dem Schluth Feld (…)
(f° 25-v) Widum So der Verstorbene von Weiland Frauen Anna Maria gebohrner Meÿerin seiner gewesten erstern Ehefrau bis an seinen Todt genoßen hat. Nemlich nach Ausweis der zwischen ihme und gemelter seiner gewesten erstern Ehefrau den 18. Junÿ 1723 Vor Weiland H. Notario Johann Adam Ösingers aufgerichteten Eheberedung §° 7° hat ihme dieselbe zu einem lebtägigen Genuß Verordnet, Erstlich eine alhier ane dem Finckweiler gelegene behaußung, so das Eck deßelbe ausmacht, So dann eine Scheur auch in dem finckweiler ane dem däumel Gäßlin gelegen, Welche behaußung und Scheur in Weil. H. Joh: Michael Göll des gewesenen Kiefers und burgers alhie Verlassenschafft gehörig.
Da nun vorhererwehne behaußung und die Helfte ane der Scheur während des Verstorbenen mit ernandter seiner erstern Ehefrau geführten Ehe verkauft worden, als ist der Natural: Genuß derselben gefallen, zumalen deßelben geweßte erstere Ehefrau solches selbsten ane Von gedachtem H. Göll ihres geweßten erstern Ehemann Widums weis genoßen hat, mithin nicht darüber disponiren können, dahero auch von denen Erben die interesse davon gefordert, und hiervon denen theilbaren Passivis, jedoch ohne Præjuditz einverleibet werden.
Von der übrigen Helfte ane Vorberührter Scheur, so annoch in natura vorhanden und einseit ane dem däumel Gäßlein, anderseit neben N.N. dem Sandführer liegt hinten aber auf die Gebrüdere Saum, handelsleüte, stoßet, wollen die Erben in betrachtung des Zu End vorallegirter Eheberedung sich befindlichen Anhangs, Keinen zins fordern, sondern solche als ein von dem Verstorbenen würcklich genoßenen Widem ansehen.
Die völlige Scheur nun wurde durch obenberührten H. Bau Inspectorem und Werckmeister kraft ihrer zu dieses Inventarium Concepto gelieferter schrifftlicher Abschatzung sub dato 2. Januarÿ 1772. angeschlagen pro 200. R. oder 100. lb. Langt hievon die von dem Verstorbenen lebtägigen genoßene Helfte so freÿ ledig und eigen 50. lb
Series rubricarum hujus Inventarÿ Copia der Eheberedung den 6. Junÿ Anno 1747 durch H Notarium Frantz Heinrich Dautel aufgerichtet
Copia dispositionis inter liberos, so der abgeleibte den 22.ten Septembris Anno 1771. vor gemeltem H. Notario Dautel aufgerichtet
Der Frau Wittib eigenthümlichen unveränderten Vermögens, Sa. Hausraths 14, Sa. Silbers 7, Sa. goldener Ring 8, Sa. Gülth von liegenden Gütern 78, Sa. Ergäntzung (341, abzug 3, Remanet) 337, Sa. der Schuld 250, Summa summarum 695 lb
Demnach wird auch der Erben unverändert Gut beschrieben, Sa. hausraths 64, Sa. leerer Faß 47, Sa. Werckzeug zum Kiefer handwerck gehörig 9, Sa. Silbers 6, Eigenthum ane einer behausung 619, Sa. Eigenthums ane einem Band Platz 40, Sa. Ergäntzung -, Sa. Schulden 130, Summa summarum 917 lb – Schulden 710 lb, Nach deren Abzug 206 lb
Endlich folgt auch die beschreibung der gemein verändert und theilbare Nahrung, Sa. Hausraths 59, Sa. Wein, Eßig brandenwein und leere Faß 395, Sa. Werckzeug zum Kiefer Handwerck gehörig 29, Sa. Früchten und Meels 20, Sa. Silbers und dergleichen geschmeids 3, Sa. der baarschafft 121, Sa. Schulden 952, Summa summarum 1583 lb – Schulden 1597 lb, Conferendo ergibt sich daß die vorhandene theilbare Activ-Nahrung zu Abtilgung der theilbaren Passivorum nicht hinreichend seÿe, Theilbares Passiv Onus 14 lb
Conclusio finalis et Stall Summa Inventarii 937 lb
(f° 31) Zweiffelhaffte Schulden in die theilbare Nahrung zugeltend 42 lb

Les héritiers Strohl vendent leur moitié de grange à Jean Daniel Saum, déjà propriétaire de l’autre moitié et des bâtiments qui se trouvent à l’arrière (partie A)

1772 (13.10.), Chambre des Contrats, vol. 646 f° 486-v
H. Georg Friedrich und Johann Christian Strohl beede brüder und weinhändler
in gegensein H. Johann Daniel Saum des handelsmanns
die helffte von einer bereits abgetheilten scheur samt zugehörden mit allen denen übrigen rechten und gerechtigkeiten im Finckweiler ane dem Däumen gäßlein, einseit neben einem Allmend gäßlein anderseit neben N. – dem sandführer vornen auf besagtes Däumen gäßlein hinten auff H. Käuffer vor den magazin – alß ein ererbtes guth – um 150 gulden

Partie C (1740-1759)

L’inventaire de 1746 apprend qu’Anne Marie Meyer a vendu la moitié de la grange à son beau frère Jean Jacques Ruff. Ses héritiers la cèdent 100 livres en 1759 à Jean Jacques Klein qui vient d’acquérir la partie A. La description de l’immeuble montre que l’entrée se fait par la ruelle entre les parcelles 172 et 173 du plan Blondel (l’arrière est la parcelle 171)

1759 (9.7.), Chambre des Contrats, vol. 633 f° 226
Fr. Maria Salome geb. Ruffin Johann Philipp Fügner des glaßers ehefrau, Fr. Maria Magdalena geb. Ruffin H. Johann Jacob Hartmann des employé dans les affaires du roy eheliebstin
in gegensein H. Johann Jacob Klein, sattlers
die unvertheilte helffte ane einer scheur samt übrigen begriffen und rechten im Finckweiler im Däumelgäßel, einseit neben Johann Friedrich Strohl jun. dem kieffer anderseit neben H käuffer selbst hinten auff NN – um 100 pfund


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