Fribourgeois


Secrétaires de la tribu

1771, Protocole de la tribu des Fribourgeois (XI 168)
Après la mort de leur secrétaire Philippe Jacques Marbach le 14 mai 1771, le prévôt de la tribu des Fribourgeois convoque les échevins le 29 août 1771 pour élire un nouveau secrétaire. Il explique que l’élection a pris du retard pour diverses raisons que connaissent en partie les échevins mais qu’il n’est plus possible de la remettre. Les Conseillers et les Vingt-et-Un n’ont pas encore décidé si les secrétaires de tribu seraient nommés in abstracto (en prenant en compte tous les secrétaires) ou in concreto (en prenant en compte le secrétaire d’une tribu donnée). Dans les deux cas, le choix des Fribourgeois devra se porter sur un catholique. Trois notaires catholiques ne sont pas pourvus d’un poste de secrétaire, Cappes nommé notaire en 1756, Birckel en 1764 et Fettich en 1767. Comme un secrétaire doit non seulement avoir les connaissances requises mais aussi faire preuve de loyauté et de probité, le prévôt qui a sollicité l’avis de nombreuses personnes a trouvé toutes ces qualité chez Jean Bernard Cappès, d’autant plus expérimenté qu’il a été nommé de plus longue date. Le prévôt rapporte que son choix a été approuvé par le préteur royal. Avant de passer à l’élection, il tient à féliciter Jean Daniel Ensfelder qui est secrétaire adjoint depuis sept ans et a montré un indéfectible dévouement bien qu’il n’ait pas touché de rétribution. Le prévôt propose de reconduire Jean Daniel Ensfelder dans sa fonction de secrétaire adjoint pour parer à toute éventualité. Les échevins ratifient à huit voix contre trois les propositions de leur prévôt en nommant le catholique Jean Bernard Cappès notaire et en reconduisant le luthérien Jean Daniel Ensfelder dans sa fonction de secrétaire adjoint. Le notaire Jean Charles Hüttel rédige le compte rendu et fait prêter serment au nouveau secrétaire le 2 septembre.

(f° 425-v) Donnerstag den 29.ten Augusti 1771 versamlete sich das hochlöbliche Schöffen Collegium dieser ehrsamen Zunft der Freÿburger um die Wahl eines anderwärtigen Zunfftschreibers an die Stelle weÿland Herrn Notarii Philipp Jacob Marbach seel. vorzunehmen, wobeÿ S. T. Herr XV. Johannes Lemp, der disorts hochgebietende Herr Oberherr folgenden vortrag gethan, so von mir unterschriebenem hierzu committirtem Notario verzeichnet worden.
Besonders großgünstig und Hochgeehrte Herren, durch das den 14. Maji lezthin beschehene Absterben Herrn Notarii Philipp Jacob Marbachs ist die Stelle eines Zunfftschreibers beÿ unserer Ehrs. Zunfft ledig worden. Verschiedene bis anhero sich ereignete meine Herren Zum theil bekannte Umstände, haben nicht erlaubt ehender Zu der Wahl eines anderwärtigen Zunfftschreibers zu schreiten. Da aber die Ersetzung dieses Officii heutigen Tags keinen längeren aufschub mehr leiden kan, so habe meine Herren zusammen beruffen laßen, um nebst mir die Wahl eines anderwärtigen Zunfftschreibers ohnberzüglich vorzunehmen.
Die von Ihro königliche Majestät verordnete alternative scheinet in gegenwärtigem Fall einem Herrn von catholischer religion günstig Zu seÿn. Dann ob es schon eine unter samtlichen Herrn Oberherren nach ohnerörtete Frage ist, ob die Zünfte in Ansehung der neu Zu erwehlenden Zunfftschreibern in concreto oder aber in abstracto geschehen werden müßen, welche Frage durch ein Decret gnädiger Herren Räth und XXI entschieden werden solle, so muß demnach einem und dem andern Fall beÿ unserer ehrsamen Zunft ein Notarius von catholischer religion ernennet werden, maßen der letzterwehlte Zunfftschreiber vicarius beÿ einer ehrsamen Zunft der Maurer gleich wie unser letzt verstorbene Herr Marbach beÿde der evangelischer religion Zugethan.
Unter denen Herren Notariis catholischer religion befinden sich dreÿ so mit keinen Zünften versehen sind als Herr Notarius Cappes, so schon in Anno 1756. Zu einem Notarius publicus aufgenommen worden, Herr Notarius Birckel, so in Anno 1764. und dann Herr Fettich der erst in Anno 1767. Zu dießem Amt gelanget, Alle dreÿ scheinen mir geschickte und in denen Geschäften erfahrene rechtschafene und ehrliche H. Zu seÿn. Da aber beÿ einem Zunfftschreiber beneben der Geschicklichkeit, annoch die Verschwiegenheit, Treue, Fleiß und Redlichkeit in seinem tragendem Amt, und besonders ein wohlgesitteter stiller und erbarer Wandel erfordet werden, als wodurch die Liebe und das Zu beförderung derer Geschäften so höchst nöthige Zutrauen, so haben Wir auf diese letztere Eigenschaften unser hoher augenmerck beÿ vorhabender Wahl zu richten, da nun Herr Notarius Cappes kraft des Zu seinen Gunsten von allen Personen hohen: und niedern geitlich und weltlichen Standes die Ihne kennen, beÿ mir eingelegten Zeugnißen diese vorgemelte Eigenschaften in einem solchen Grad besitzet, daß beede übrige Herren in dieser Absicht keinen Vorzug Vor ihme fordern können, da er beneben diesem auch lange vor obbesagten beeden Herren als Notarius publicus recipirt worden, und folglich auch länger auf eine Zunfftschreibereÿ wartet, so scheinet die natürliche billigkeit und Gerechtigkeit die Wahl Zu Gunsten Herrn Not: Cappes Zuentscheiden, als welchem ich hiemit meine Stimme gebe.
Anbeÿ meinen Herren berichte, daß als ich Gestern von ohngefehr von dieser Sache dem Herrn Praætori regio Nachricht und meine Gesinnung zu erkennen gegeben, hochderselbe solche mit seiner hohen approbation zu behehren gütigst belieben wollen.
Ehe und bevor ich aber in der Umfrage Zu dieser Wahl weiters gehe, statte ich herrn Not. Ensfelder hiemit offentlich schuldig verpflichtesten danck ab, für die viele ja unzählige seit sieben Jahren unserer ehrsamen Zunft ohne einiges Entgeld geleistete treue dienste, durch welche er nicht nur unserem verstorbenen Herrn Zunfftschreiber in seinem Alter und blödigkeit unermüdet beÿgesprungen, sondern auch die Geschäften E. E. Zunft auf das schlenigste und stattlichste befördern helfen. Erlauben es die aus fürgeschriebene Ordnungen und Umbstände nicht, daß unsere gesamte Zunft die so wohl verdiente und gewünschte Belohnung ihme anheute anbiete, so wird die göttliche Fürsehung ihn dafür reichlich schadlos halten, ja ich hoffe gew(-) und Zuversichtlich, daß meine insondere Großgünstig und Hochgeehtre Herren nebst unserer übrigen werthesten Mit Zünftigen beÿ allen ihnen fürfallenden Geschäfften dero zutragen ihme fernerhin mit Freuden gönnen werde wie ich dann ihn dero Wohlgewogenheit und Freudschafft hiemit offentlich und bestens empfehle und mich schließlich auf sein gethanes Versprechen beziehe, falls der neu Zuerwehlende Herr Zunfftschreiber durch Umpäßlichkeit oder sonsten verhindert werden solte, die Geschäften der Zunft Zu besorgen, so denenselben Zu unterzeihen, zu welchem Ende ich die schon ehedeßen Zu seinen Gunsten geschehene Nomination als Substitutus und Vicarius des Zunfftschreibers anheute continuirt und falls es nöthig erneuere.
Nachdeme hierauf von dem hochgebietenden Herrn XV. Oberherrn die Umfrage nach Ordnung gehalten, ist vorstehender sein Fürtrag per majora, das ist mit acht gegen dreÿ Stimmen in allen Stücken genehmiget und befolget, sofort Herr Notarius Johann Bernhard Cappes Zu einem Zunfftschreiber ordinario beÿ gegenwärtiger ehrsamen Zunft erwehlet und constituirt zu gleicher Zeit aber auch die schon ehedeßen Zu Gunsten Herrn Notariio Johann Daniel Ensfelder geschehene nomination als substitutus und Vicarius des Zunfftschreibers continuirt und in sofern es nötig erneuert worden.
T. Johann Carl Hüttel, Notarius als hierzu committirt
Montags den zweÿten Septembris A° 1771. wurde durch S T. H. XV. Johannes Lemp, den diesorts Hochgebietenden Hn Oberherrn beÿ versamleten übrigen hochlöbl. Schöfen Collegio und E. E. Gerichts Herr Notarius Johann Bernhard Cappes der neu rwehlte Zunfftschreiber præsentirt und demselben von mir unterschriebenenem hierzu committirtem Notario die Zunfftschreiber Ordnung vorgeleßen, worauf er solche beschwohren – T. Johann Carl Hüttel, Notarius als hierzu committirt


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