Philippe Jacques Mader, notaire, et (1699) Susanne Reichard – luthériens


Fils du secrétaire aux affaires criminelles Jean Régnard Mader, Philippe Jacques Mader, né en 1670 devient greffier au bailliage de Nassau-Sarrewerden. Il épouse en 1699 Susanne Reichard, fille du marchand Jean Christophe Reichard. Notaire à Strasbourg depuis 1703, il devient secrétaire de la tribu des Jardiniers au faubourg des Charrons.
Les préposés généraux de la Chancellerie autorisent en 1714 la veuve du notaire Jean Frédéric Marbach à lui confier l’expédition des actes du défunt. Philippe Jacques Mader est en outre notaire de l’université (notarius academicus), dépositaire des actes de l’étude d’Etienne Corneille Saltzmann et tient les comptes de la fondation ottonienne ainsi que de la fondation Schiffmann. Les préposés généraux de la Chancellerie lui infligent en 1738 une amende de 25 livres pour avoir dressé une obligation en contravention au décret de 1685. Il est aussi greffier au bailliage de Wasselonne (1735 et suiv.)
Susanne Reichard meurt en 1726 et Philippe Jacques Mader de l’épidémie de dysenterie en 1739. Leurs héritiers vendent les actes de l’étude au notaire Jean Daniel Stœber.

Maison en propriété
1725, rue du Sanglier (actuel n° 10)

Enfants

  • Jean Christophe, archiviste à la chancellerie de Nassau Usingen
  • Marie Susanne épouse (1734) le juriste Jean Georges Reisseissen puis (1736) le marchand Jean Jacques Walther
  • Marie Salomé épouse le juriste Jean Georges Riedle

Mader (acte 957, 1739)
Signature au bas de l’acte n° 957 (1739)


Fils du secrétaire aux affaires criminelles Jean Régnard Mader, Philippe Jacques Mader, né en 1670 d’après son acte de sépulture, est secrétaire en 1698. Il donne en 1703 pouvoir à son frère Jean Régnard Mader, lui aussi secrétaire aux affaires criminelles, alors qu’il est greffier au bailliage de Nassau-Sarrewerden. Philippe Jacques Mader déclare lors de l’inventaire dressé après la mort de sa femme que son contrat de mariage expédié par Etienne Corneille Saltzmann est perdu. Le même inventaire cite son inventaire des apports dressé en 1699.

H. Philipp Jacob Mader, der ledige Scribent, so majorennis und ohnbevögtigt, 8. Aug. 1698 (Chambre des Contrats, vol. 570 f° 497)
Hr Joh: Reinhard Mader, Vergichtschreiber noe. H. Philipp Jacob Maders Gräflichen Nassau Sarrwörthischen amptschreibers u. Kirchenschaffners alß Ehevogts hierinn genant. Curandin seines bruders, 8. jan. 1703 – en marge de l’acte f° 728, 1695 Chambre des Contrats, vol. 567 f° 728

Les préposés généraux de la Chancellerie autorisent la veuve du notaire Jean Frédéric Marbach à confier l’expédition des actes à Philippe Jacques Mader.

Obere Cancelley Herren, 1692-1725 (4 R 33)
1714. Anna Barbara Marbächin will die in der Schreibstub noch ohnexpedirt befindliche Notariats sachen herrn Philipp Jacob Madern vberlaßen und würdt derselben in ihrem begehren willfahrt. 149
Anna Barbara Marbächin will die in der Schreibstub noch ohnexpedirt befindliche Notariats sachen herrn Philipp Jacob Madern vberlaßen und würdt derselben in ihrem begehren willfahrt. 149
(p. 149) Montags den 6. Augusti 1714. Herr Act. Wencker proponirt, daß Anna Barbara Marbächin gebohrne Rappin verschienenen Sambstag beÿ Hh. Räth und XXI. mit einem underth. Memorial eingekommen, und darinn gesucht habe, daß ihr erlaubt werden möchte, die noch ohnaußgefertigte Notariats geschäfft ihres Verstorbenen Ehemanns seel. welche sich in dießem schreibstub befinden, Herrn Notario Philipp Jacob Madern ad expediendum Zu vberlaßen, dieße Sach anhero ad examinandum gewießen worden seÿe, wann nun Mghh. bekandt sein werde, daß ged. H. Notarius genugsame capacität habe, solche ohnerörtete geschäfft außzufertigen, so werde es seines ermeßen ursach damit keinen ein*stand haben, daß dieselbe ihme anvertraut und also der Implorantin in ihrem begehren willfahrt werden könte.
Erk. Herrn Act. Wencker gefolgt, vndt werden die Marbächische hinterlaßene Scripturen H Notario Maderer auß Zu fertigen überlaßen.

Fille du marchand Jean Christophe Reichard, Susanne Reichard femme de Philippe Jacques Mader meurt en 1726 en délaissant un fils et deux filles. Les experts estiment la maison 1 400 livres. La masse propre au veuf s’élève à 831 livres. L’actif de la communauté s’élève à 506 livres, le passif à 1 139 livres.

1728 (8.7.), Me Oesinger (Jean Adam, 39 Not 38) n° 972
Inventarium und beschreibung aller der Jenigen Haab Nahrung und Güthere, Liegender und fahrender, Keinerleÿ davon außgenommen, so Weÿland die Edle, Viel Ehren und tugendreiche Frau Susanna Maderin gebohrne Reichardtin, deß Edlen Wohl Ehren Vesten Rechtsgelehrten und Großachtbahren Hn. Philipp Jacob Maders Notarÿ jurati publici et Academici auch vornehmen Practici, burgers allhier Zu Straßburg geweßene Eheliebste seelig nach Ihrem den 14. 9.bris des Zurückgelegten 1726. Jahrs aus dießer mühensmmen Kummer Vollen und Zergänglichen Welth genommenen seel. Hientritt, hie Zeitlichen verlaßen – Actum in der Königl. Statt Straßburg in fernerer gegenwärtigkeit der hoch Edlen, Hoch Ehren und hoch tugendreichen Fr. Mariä Cleopheä Reichardin gebohrner Mivillin, deß hoch Edel Vesten Hoch Weiß: und Hochachtbahren H Johann Christoph Reichardts deß beständigen geheimen Regiments der Hh. XIII.en hochansehnlichen Assessoris Frau Eheliebstin, alß nahen anverwanthen Donnerstag den 8. Junÿ A° 1728.
Die Verstorbene Frau Maderin seelig hat ab intestato Zu Erben Verlaßen wie Volgt. 1.mo den Ehrenvesten und Hochgelehrten H. Johann Christoph Mader, Schreibereÿ erfahrenen, so noch Ledigen Standts aber Majorennis und dahero ohnbevögtigt. 2. u. 3. die Viel Ehren und tugendbegabte Jungfrau Mariam Susannam und Jgfr. Mariam Salome die Maderin, deren geschworner Vogt ist der Ehrenveste und Vorachtbahre Herr Johann Willhelm Reichard, Schwartz und Schönfärber, burger allhier Zu Straßburg, Welcher neben der ältesten Jungfrau Curandin dem geschäfft beÿwohnte. Alle dreÿ Zu gleichen portionen.
Bericht Daß die auffgerichtete Eheberedung nicht Zufinden ist, der Herr Wittiber aber doch deroselben Innhalt passiren Laßen wolle. Zuwißen demnach ich der Zu dießem Inventation Geschäfft requirirte Inventir: Notarius gleich beÿ dem anfang nach der Eheberedung gefragt, so hatt darauff Tit: Herr Nots: Mader den bericht gegeben, daß zwar Zur Zeit seiner Verheürathung zwischen Ihme und seiner verstorbenen Frau Eheliebstin seel. ein heüraths contract auffgerichtet (…) auß auch unter Weÿl. T. Herrn Notarÿ Stephan Cornelÿ Saltzmanns seel. Hinterlassenen Notariats Geschäfften, alß Welcher solche expedirt im geringste nicht befund. (…)

In einer allhier in der Königl. Statt Straßburg, ahne der dem hauer gaß gelegenen, in dieße Verlaßenschafft gehörigen und hernach beschriebenen behaußung befunden worden wie folgt.
Eigenthumb ahne einer Behaußung. (E.) Nembl. Hauß und hoffstatt, sambt allen übrigen deßen begriffen, Weithen, rechten, Zugehördten und Gerechtigkeiten, gelegen allhier in der Statt Straßburg, so ein Eck a. s. ahne dem hauer, anders. ahne dem Kößel gäßl. neben Stephan Bonvallot dem Schloßer hinden Zum theil auff Hh. Kornmännische, theils aber auff Philipp Christoph Ratzen dem Schneider stoßend, darauff hat Ihr Excelentz Herr Frantz Joseph von Klingling höchst meritirten Prætor Regius in Cap. stehen 400 lb, Ferner hat die fabric St Aureliæ allhier auch in Capital darauf stehen 250, Und dann tit. H. Joh. David Karcher beÿ der hiesiger Prediger Kirchen treufleißiger Diaconus auch in Capital 100. lb. Summa dieser onerum ist 750. lb. Dahingegen ist solche behaußung durch die geschwornen Hh. Werckmeistere nach anzeig ihrer zu dem Concept geliefferten Schrifftl. Abschatzung Sub dato d. 9. Aug. A° 1728. æstimirt pro 1400. lb. Conferendo, so verbleibt ane der æstimation überig und in außwurff zubringen 650. lb.
Hierüber Weißet sich ein teut. perg. Cessions brieff in hießiger C. C. stub gefertiget v. m. dero anh. Ins. Verw. dat. d. 11. Apr: A° 1725. Darbeÿ gebunden noch 8. a. theils Kauff: theils andere Brieff, so in Latinischer Sprach in dem bischoffl. Hoff gefertiget worden, sambt noch anderem schrifftl. bericht Zum theil mit Lit. B. v. N.is 1 et 4 notirt.
– Abschatzung dem 9: Augstÿ: 1728. Auff begehren Weilland Herrn Johann Jackob Martrer Notarius: ist ine behaußung alhier in der Statt Straßburg un dem hauer gëßlein gelëgen ein Eck hauß gegen dem Cößell geßlein, an der seÿtß Neben H Steffan puflo, hinten auff H: Johann Christoff ratzen Welche behaußung Stuben Chammern Hauß Ehren mit steinern blatten belegt ein großer gewolbter Keller d. Chammern under dem tach Puch Kuchen, Sambt aller gerechtig Keidt Wie solches durch der Statt Straßburg geschworne werckleuthe sich in de (a tergo) Hauß Abschatzung Zu Weÿl. Fr. Susannæ Maderin gebohrne Reichardin seel. Verlaßenschaffts Inventation gehörig A° 1728.r besichtigung befunden und Jetzigen Preÿß nach an geschlagen wierdt Vor und Umb Zweÿ Taußent Acht Huntert Gulten. bezeichnuß der Statt Straßburg geschwornen wërck Meistere [unterzeichnet] Michael Ehrlacher Werck Meister deß Meinsters, Johann Jacob Biermeÿer Werck Meister deß Zimmerhoffs, Johann Peter Pflug werck Meister deß Mauerhoff
Ergäntzung der Kinder v. Erben abgegangenen unveränderten Mütterl. Guths. Vermög eines Concepti über Weÿl. Frau, Susannä Maderin gebohrner Reichardin Zu ihrem hinterbliebenen H Wittiber in Ehestand gebrachte Nahrung in A° 1699. d. 21. 9.br: in Weÿl. S. T. H. H. Cornelii Saltzmanns geweßenen Notarii publ. et Acad: seel. Schreibstub auffgerichtet
Series rubricarum hujus Inventarii. Das theilbare Guth, so dem H. wittiber von seinen Kindern als Erben cedirt worden. Sa. Haußraths 85, Sa. Lähren Faß 5, Sa. Silbers 8, Sa. Activorum 407, Summa summarum 506 lb – Schulden 1139 lb, die Theilbare Passiva übertreffen die Theilbare Activ Nahrung 632 lb
der Kinder v. Erben unverändert Mütterl. Verlaßenschafft. Sa. Hausraths 104, Sa. Silber geschirr und goldener Ring und geschmeids 116, Sa. der Pfenningzinß hauptgüter 83, Sa. Eigenthums ane einer behaußung 650, Sa. der Schulden 100, Sa. der Ergäntzung 404, Summa summarum 1458 lb
Verstallung und Beschluß summa Inventarii 825. lb

Les préposés généraux de la Chancellerie infligent une amende de 25 livres à Philippe Jacques Mader et le suspendent pendant un mois pour avoir dressé une obligation en contravention au décret de 1685. Le défendeur prétend ignorer ce règlement et promet de s’y conformer à l’avenir. Les préposés lèvent la suspension.

Obere Cancelley Herren, 1725-1739 (4 R 34)
1738. H Not. Phil. Jacob Mader wird ein Redsatz gehalten. 522.
(p. 522) Mittwoch d. 5.ten Martÿ 1738. – Demnach E. E. großer Rath den 1.ten dieses monaths Erkandt hat, daß Notarius Philipp Jacob Mader Wegen einer Wider ordnung Verschribenenen Obligation, und darinnen Constituirter hypothec in eine geldbuß Von 25. lb. d. die eine helffte dem hiesigen Allmoßen die andere helffte dem Arbeithauß applicable Condemnirt, dabeneben Vor die Obere Cantzleÿ: Herren beschickt, Von denenselben ihme ein scharffer Redatz gegeben und er auff einen monathlang Von seinem officio suspendirt Werden solle. Haben in execution dieses Bescheids Wohlgedachte Obere Cantzleÿ: Herren besagten Notarium Philipp Jacob Mader Vor sich bescheiden lassen, und alß Selbiger erschienen, demselben nachdrucklich Zu gemüth geführt, Waß maßen er durch Verfertigung gemelter obligation de dato 21. 7.bris 1736. Dem am 27. 9.bris 1687. publicirten Decret schnur strack Zuwider gehandelt, und dadurch den Einem Hoch Löbli. Magistrat als seiner Vorgesetzten Obrigkeit schuldigen respect und gehorsam frefelbahrer Weiß außer acht gesetzt, mit angehenckter ernstlichen ermahnung dergleichen beÿ unausbleiblicher schwerer straff ins künfftige nicht mehr zu begehen, noch dergleichen Verschreibungen auff Zu setzen. Alß nun derselbe sich mit der unwissenheit vor angeregten Decrets entschuldiget und Versichert, daß er Von dessen innhalt nichts gewußt, anbeÿ sich demselben fürterhin gemäß Zu verhalten Versprochen, Wurde ihn diesem seinem Verspruch gewissenhafft und ohnfehlbar nachzukommen ernstlich anbefohlen, puncto der erkandten monatlichen Suspension aber dieser Punct aus bewegenden ursachen in suspenso gelaßen.

Philippe Jacques Mader meurt en 1739 de la dysenterie qui s’est déclarée dans la ville. Les experts estiment 1100 livres la maison dont le défunt avait la jouissance. L’actif de la succession s’élève à 350 livres, le passif à 1838 livres.

1739 (28.9.), Me Dinckel (J. Raoul, 6 E 41, 358-2) n° 59
Inventarium über Weÿland des Wohl Ehrenvest, Großachtbahr und Rechtsgelehrten herrn Philipp Jacob Maders, geweßenen Notarÿ publici et Academici, auch berühmbten Practici und burgers allhier Zu Straßburg nunmehr seel. Verlassenschafft, auffgerichtet Anno 1739. – als derselbe Freÿtags den 11.ten dießes Monats Septembris dießes Zeitliche mit dem Ewigen Verwechßelt, nach solch seinem aus dießer Welth genommenen tödlichen hintritt Zeitlichen verlaßen – So beschehen in Straßburg auf Montag den 28.ten Septembris et seq. Anno 1739.
Der seelige Verstorbene Herr Notarius hat Zu seinen Erben S.is ubique T.is ab intestato Verlaßen wie folgt. 1.mo Herrn Johann Christoph Mader, hochfürstl. Naßau Usingischen Wohlbestellten Cancelleÿ Registratorem, in deßen Nahmen, weilen derselbe hier ohnverburgert, aus E: E: Kleinen Raths Mittel (…) in specie deputirt Worden S. T. Herr Johannes Braun, Vornehmer Bancquier und Ehrengedachten Kleinen Raths jetzig Wohlmeritirter assessor, welcher im Nahmen seines Herrn Principalen mit und beneben Matthia Kochen, Notario publico und berühmtem Practico allhier alß deßelben Krafft (…) den 18.ten Septembris 1739. datirten (…) Vollmacht constituirtem herrn Mandatario in Persohn beÿ dem geschäfft erschienen.
2.do Frau Mariam Susannam Waltherin, gebohrne Maderin, Herrn Johann Jacob Walthers, Vornehmem handelßmann und burgers allhier Frau Eheliebstin, welche mit assistentz S. T. Herrn H. Heinrich Fabers J. U Ddt und E. E. großen Raths hochverdienten Actuarÿ auch vornehmen burgers allhier Ihres hochgeehrten Herrn Schwagers und ihres zu erbettenen Herrn Assitenten in Persohn dem geschäfft abwartete, So dann
3.to Frau Mariam Salome Riedlein gebohrne Maderin, herrn H. Johann Georg Riedle Notariatus Candidati und burgers allhier Frau Eheliebstin, welchem mit beÿhilff deßelben in Persohn beÿ dießem geschäfft sich eingefunden.
Alßo alle dreÿ des Abgeleibten Herrn Notarÿ mit auch Weÿl. fraun Susanna gebohrner Reichardin, seiner geliebten Ehegattin ebenmäßig seel. ehelich erzeugte Herrn Sohn und Frau töchtere und ab intestato Zu dreÿen gleichen portionen und antheilern Verlaßene Erben

In einer allhier Zu Straßburg ane dem hauer gäßlein gelegenen, in dieße Verlaßenschafft gehörigen und hernach eingetragenen behaußung befunden worden wie folgt.
Auff der Bühn, In der obern Cammer, In H. Riedle des Tochtermanns Wohnstub, Vor dießem gemach, In der Mittlern Nebens Cammer, In der Magd Cammer, In der Wohnstub Cammer, In der Wohnstub, Im haußöhren Vor der Wohnstub, In der Kuchen, Im untersten Haußöhren, In der Bauchküchen, In der Schreibstub
Eigenthumb ane einer Behaußung. (Wÿdemb) Eine behaußung und hoffstatt, mit allen übrigen deren gebäuen begriffen, Weithen, Rechten, Zugehörden und Gerechtigkeiten allhier in der Statt Straßburg ane dem hauer gäßlein, so einseit ein Eck ane dem Kößelgäßel, anderseit neben Michael Lattj dem Schloßer, hinden Zum theil auf S. T. herrn Friderich Kornmann des beständigen geheimen Regiments der herrn XV.en hochansehnlichen beÿsitzern und vornehmen Bancquier und zum theil auf Philipp Christoph Ratzen den Schneider stoßend, so Vor freÿ Ledig und eigen durch (die Werckmeistere) Vermög überschickter Schrifftlicher Abschatzung Vom 29.ten 7.bris 1739. angeschlagen pro 1100.
Hierüber besagt ein teutscher pergam. Cessionsbrieff in allhießiger Canceleÿ Contract stub gefertiget und mit dero anhang. Insiegel Verwahret, datirt den 11. Aprilis Anno 1725. Darbeÿ gebunden noch acht alte theils Kauff: theils andere Brieff, so in Latinischer Sprach in dem bischofflichen hoff gefertiget worden, sambt noch anderem Schrifftlichem bericht Zum theil mit Lit. B. auch N.is 1 et 4 notirt.
Series rubricarum hujus Inventarÿ Sa. haußraths 182, Sa. Lähren Vaß 3, Sa.Silbers 27, Sa. Schulden 437. Summa summarum 350 lb – Schulden 1838 lb, Passiv onus in vero pretio 1488 lb
Wÿdemb Welchen der Abgeleibte seeliger von auch weÿl. Frauen Susanna Maderin gebohrner Reichatdin seiner geweßene, Frau Eheliebsten seel. inhanden gehabt und biß an sein tödliches ableiben genoßen hat, 1659 lb
– Abschatzung dem 29. Sept. 1739. Auff begehren weilandt deß Wohll Achtbahren undt bescheidenen H. Philip Jackob Materer deß geweßenen Notarÿ: seel: hinder Laßenen Erben, ist eine behaußung allhier in der Statt Straßburg ihm hauer gäslein gelegen Ein Eck in daß Keßell gäßlein, ander seit Neben Mischell Laßÿ dem schloßer, hinden auf Meister Christoph Ratz dem schreiner Stoßendt, welche behaußung unden auff dem botten daß hauß Ehren, neben dar an die schreibstube hinden die buchen Kuchen sambt einem außgang in daß Keßell gäßlein gewölbten Keller, oben ihm Ersten Stock ein stuben Cammer Kuchen und daß hauß Ehren, ihm 2.ten Stock ein stuben Cammer darinnen daß Vor Cammin, Zweÿ Nebenß cammer und hauß Ehren, oben under dem tach 3: Cammern, eine dar Von die soltat Cammer besetzte bienen daß tach Zum theill mit holl und breit Ziglen belegt alter tachstuhl und gegen den Keßell gäßlein einen heltzern gäbell, sambt aller gerechtig Keit wie solches durch der Statt Straßburg geschwornen werck Meistere sich in der besichtigung befund. und Jetzigem Preÿß nach angeschlagen wierdt Vor und Umb Zweÿ Tausend und Zweÿ Hundert Gulten. bezeichnuß der Statt Straßburg geschwornen wërck Meistere [unterzeichnet] Johann Peter Pflug Statt Lohner, Michael Ehrlacher Werck Meister deß Meinsters, Johann Jacob Biermeÿer Werck Meister deß Zimmerhoffs

Sépulture, Temple-Neuf (luth. reg. 9, 1731 sqq, f° 83, n° 22)
1739. Freit. d. 11. Sept. mittag um halb Zwölf uhren ist an einer standlin dysenterie gestorben T. H. Philipp Jacob Mader Notarius publicus und burger allhier und Sonnt. darauff beÿ gehaltener Leichenpr. auff dem Gottes Acker S. Galli begraben worden. Aet. 69. Jahr, 4 monath und Zweÿ tag (…) wie solches bezeugen, Johann Georg Riedle Cand: Not: als tochtermann (i 86)

Les préposés de la Taille font figurer la succession dans leur registre parce que le fils non bourgeois doit régler un droit spécial de succession.

1739, cote VII 1178 – Livres de la Taille, p. 413
(GUW, F. N° 8019) Weÿl. H. Philipp Jacob Mader Notarÿ publici et Accademici auch burgers alhier Verlaßenschafft inventirt H. Not. Dünckel.
Concl. Fin. Inv. bestehet in der Kinder Mütterl. Guht fol. 66.b, 678 lb 10 ß 10 d, die machen 1300. R. Verstallte hiengegen 1600. R.
Abzug. H Johann Christoph Mader hochfürstlich Naßau Ußingischer Cantzleÿ Registrator hat Von 226. lb 3 ß 7 d Mütterl. Erbe den Abzug Zu erlegen mit 22. lb 12. ß 4 d.
Vermög Erkanntnus der Herren Fünffzehen ist dieser abzug auf die helffte reducirt worden, th. 11. lb 6 ß 2 d.
dt. 18. Januarÿ 1740.

Les notaires André Schmidt et Mathias Koch dressent un inventaire sommaire de l’étude du défunt Philippe Jacques Mader. Les actes concernant l’université sont remis à son recteur Reuchlin, les actes de l’étude Saltzmann au notaire Jean Winter, les actes et les comptes de la fondation ottonienne et de la fondation Schiffmann au notaire Jean Daniel Lang. Les préposés ratifient la vente qu’ont consentie les héritiers Mader des actes du défunt au notaire Jean Daniel Stœber et statuent sur les frais d’inventaire.

Obere Cancelley Herren, 1725-1739 (4 R 34)
1739. Weÿl. H. Notar. Maders Schreibstub derselben Inventation auch Kauff und Verkauf an H. Notar. Stöber betreffd. p. 54. sqq.
der Von H. Not. Joh: Daniel Stöber ad Protocollum angezeigte Kauff und Verkauff der Maderischen Schteibstun Wird unter gewißer bedingnuß genehm gehalten. p. 60
(p. 54) Mittwoch d. 18. Novbr. 1739. Ego /:Nicolay:/ referirte, Was maßen nach tödlichem hintritt Weÿl. H Philipp Jacob Maders gewesenen Notar. Publici et academici auch Inventir und Zunfft schreibers beÿ E. E. Zunfft der Gartner Unterwagner nicht nur sothaner todtes fall von denen Maderischen Erben beÿ dem Protocollo ordnungs mäßig angezeigt, sondern auch anbeÿ die schlüßel Zu der vacirenden schreibstub dahin gelieffert Worden, hinauff nun hatten der vorsitzende H. Stättmeister von Müllenheim und H. Ammeister Wencker in Ermanglung einer vollkommenen Session dieses hochansehnl. Collegii, anestatt der Vorhin Zu Verordnenden Secretation ged. vacirenden schreibstub so durch Zweÿ Notarios und Inventier schrbr. nemlich H Andreas Schmidt und H Mathias Koch nebst mit dem actuario [p. 56] ex officio nominirt und abgeordnet, umb die Inventation ged. schreibstub zufolg der d. 20. ten april jüngst beÿ gn. Räth und XXI. ergangenen Verordnung ehedeßen Vorzunehmen, Welchem befehl gemäß Wie dann d. 30. 7.bris jüngst uns des Geschäffts unterzogen und mit Separation derer in großer Confuson unter einander gelegenen actorum den anfang gemacht Woraufhin nach deme solches geschehen Von beÿden Notariis die vorhanden gewesene Notariats Acta Kürtzlich Specificirt, und die minute davon nebst des verstorbenen Notariat: Insigel ad Protocollum gelieffert Worden, Welches ich Ew. Gnad. hiemit Vorzulegen die Ehre hätte, beÿsetzend, es Wären die in dieser Schreibstub sich befundene [p. 57] Universitæts: Acta auff begehen H Dr Reuchlins als Rector. Magnif. dem Universitæts pedellen, die Zunfft Sachen H. Notar. Andreas Schmidt, Welchem des verstorbenen Zunfftschreiber Stelle conferirt worden, die verschiedene Saltzmännische Concept aber H. Notar. Johann Winter, Welcher die Saltzmännische Schreibstub in händen, sämtl. gegen scheine extradirt Worden, so dann Würde nächster tagen der Registratur Kasten, in Welchem die Ottonianische und Schiffmännische Stifftungs acta und Rechnungen Verwahrlich H. Not. Langen dermahligen Notar. academ. et Protocollista ged. Löbl. Stifftungen nach hauß transportirt Werden.
Übrigens hätte sich auch d. 4.ten hujus H Joh: Daniel Stöber Notar. publicus und Inventirschreiber beÿ diesem protocollo ordnungs mäßig gemeldet und Zu Vernehmen gegeben, daß er eod. die [p. 58] zwar beÿ Gnhh Räth und XXI. mittelst eines unterth.gen Memorialis umb gnäd. Confirmation eines mit denen Maderischen Erben getroffenen Kauffs und Verkauffs dießer vacirenden Schreibstub angeruffen, Von hochged. dicasterio aber mit seinem begehren an Ew. Gnad. as examinandum Verwießen worden seÿe, Welches alles ich Ew. gnad. in unterthänigkeit hinterbringen und Zu deroselben hohen Verordnung anheim stellen sollen.
H. Adv. Holdt meldete mgnäghh. Könten auß dieser abgestatteten Relation abnehmen, daß alles Was pt° der Maderischen Schreibstub Von dem Actuario und denen Notariis Vorgenommen Worden, in behöriger Richtigkeit geschehen, mithin genehm zu halten seÿe, so Viel auch den Von H Notar. Stöber beÿ dem Protocollo [p. 59] angezeigten Kauff der vacirenden schreibstub beträffe, hätte der Käuffer Welcher Notar. publ. und Inventirschreiber alle in denen Ordnungen erforderliche Requisita zu sothanem Kauff , und Könnte derselb. nächstens beÿ Hh. Räth und XXI ad confirmandum proponirt Werden. Gleichwohlen aber fände er billig, daß die Unkosten, Welche Zur Bezahluing der Inventation erfordert worden, künfftighin, damit man mit denen hinterlaßenen Erben sich in Keine discussion einzulaßen habe, jeweilen Von dem Käuffer einer schreibstub, Welcher sich mit denen Erben beÿ dem Kauf Contract deßwegen abfinden Kan, erlegt Werden sollten, und Vermeine er, daß in gegenwärtigem casu der anfang damit gemacht, und H Stöber alß Käuffer diese condition bedeutet Werden Könnte.
Hierauff [p. 60] Wurde auf anspruch des H. Stättm. Von Müllenh. welcher dem Voto des H. Advocaten beÿ gepflichtet nach gehaltener umbfrag Erkanndt,
Wird der Von H. Notar. Johann Daniel Stöber beÿ dem Protocollo angezeigte Kauff und Verkauff der Maderischen Schreibstub jedoch mit dem anhang und bedingnuß genehm gehalten, daß entweder die zu dem Protocollo geliefferte minute deß Von denen ex officio nominirten Notariis Verfertigten Inventarii über ged. Schreibstub beÿ handen gelaßen, oder aber eine glaubhaffte Abschrifft deßelben Von dem Käuffer Zu erstged. Protocollo gelieffert, so dann auch Von Ihme die Tax: mäßige Gebühren sowohl unsers Zu sothanen Geschäfft Verordneten [p. 61] Actuarÿ als bemelder Notariorum, Worüber er sich mit denen Erben Zu Verglichen hat, entrichtet Werden, Worauf als dann dieses Geschäfft beÿ Gnh. Räth und XXI. ad confirmandum referirt Werden solle.

Jean Christophe Mader

Jean Christophe Mader, fils de Philippe Jacques Mader, demande au Conseil et aux Vingt-et-Un d’être reçu notaire. Il est renvoyé aux préposés généraux de la Chancellerie. L’affaire n’a pas de suite. A la mort de son père en 1739, il est archiviste à la chancellerie de Nassau Usingen.

1728. Conseil et XXI (1 R 211)
Joh: Christoph Mader kombt ein puncto Notariatus
(p. 395) Lt Mosseder Nomine Johann Christoph Maders des hießigen ledigen Scribenten und burgers producirt unterthäniges Memoriale und Bitten, mit beÿlagen Sub Lit.is A et B puncto admissionis ad Notariatum, handelt innhalts. Ist Erkandt, wird Implorant ad Examen et Concursum an die Obere Cantzeÿ: Herren Verwießen


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