Philippe Jacques Greis, notaire, et (1758) Catherine Salomé Osterried – luthériens


Fils du secrétaire à l’audience de l’ammeistre Jean David Greis, Philippe Jacques Greis demande à devenir notaire en 1752. Après lui avoir fait passer l’examen du notariat, les préposés en chef de la Chancellerie le recommandent au Conseil et aux Vingt-et-Un qui le nomment le 9 juin 1753 à la charge vacante de notaire suite à la mort d’Elie Goll, sans appliquer strictement la règle de l’alternative. Ils renvoient le candidat aux préposés pour ce qui est de lui attribuer l’agrément de dresser des inventaires après décès.
Notaire et greffier à l’audience du consul régent depuis le 27 septembre 1755, Philippe Jacques Greis épouse en 1758 Catherine Salomé Osterried, fille d’un docteur en droit et chanoine à Saint-Thomas. Il meurt sans descendance en 1783 d’une occlusion du foie et d’une inflammation abdominale après avoir institué pour son héritière universelle sa nièce et fille adoptive Catherine Salomé Stuber. Sa veuve se remarie en 1784 avec Jean Henri Fried, lieutenant colonel au service de Russie.
Philippe Jacques Greis était dépositaire des actes dressés par les notaires Pierre François René et Jean Frédéric Goll. Philippe Louis Übersaal acquiert en 1783 les actes de l’étude Greiss ainsi que ceux de René et de Goll.

Maison en propriété
1776, Grand rue (actuel n° 58)

Greis-Osterried (1758, S. Thomas)
Signatures au bas de l’acte de mariage (1758)


À la demande des Conseillers et des Vingt-et-Un, les préposés en chef de la Chancellerie font passer l’examen du notariat à Jean Richard Hæring et à Philippe Jacques Greis. Ils recommandent les deux candidats aux Vingt-et-Un, plus particulièrement le premier auquel on pourra attribuer la charge vacante de notaire. Ils estiment que la prochaine charge vacante pourra être confiée à Philippe Jacques Greis qui n’a pas à ce moment atteint l’âge de majorité

1753, Obere Cancelley Herren, 1749-1758 (4 R 36)
(f° 177) Dienstags d. 23. Januarÿ 1753. H Joh: Richard Häring und H Philipp Jacob Greiß, werden pro Notariatu examinirt.
H. Johann Richard Häring und H. Philipp Jacob Greiß, die von Ghh. Räth und XXI. d. 23. Xbris jüngst ad Examen et Consursum an Mghh. verwiesene Candidati Notariatus, beÿde der Augspurg. confession Zugethan, werden von Hn Advocat Hold über alle einem Notario Zu wißen nöthige Materias, Contractuum Ultimarum Voluntatum, &c befragt, und weilen Sie beÿden insonderheit aber H. Häring, in dem Examina sehr wohl und ruhmwürdig bestanden, so wurde Erkandt, daß beÿde Candidati Ghh. Räth und XXI. ad officum Notariatus obtinendum bestens, jedoch mit den Unterscheid, zu recommendiren seÿen, daß nemlich, weilen d. 23. Xbris jüngst H. Revoire nur als Notarius Supernumerarius angenommen worden, und H Nots. Brackenhoffer sein Officium nicht mehr versehen Könne, auch H. Sommervogel und H Fernig neulich ex Catalogo Notariorum außgestrichen worden, mithin auff diese Art nur 29. Notarii seÿen, H. Häring, alß der sich zu erst gemeldet und in der Wißenschafft H. Greißen übertreffe als der 30.te Notarium würcklich angenommen, dem Hn Greiß aber zumahlen Er das erforderte 25.te Jahr noch nicht völlig erfüllet, die gesicherte Vertröstung Zu dem nächsten vacirenden Notariat Amt gegeben werden Könte.

Les Conseillers et les Vingt-et-Un prennent acte le 27 janvier 1753 que Philippe Jacques Greis a réussi son examen mais ne lui promettent de lui confier la prochaine place vacante de notaire.
Ils accordent le 9 juin à Philippe Jacques Greis qui a désormais atteint sa majorité la charge vacante de notaire depuis la mort d’Elie Goll, même si l’alternative ne lui est pas favorable puisque le défunt et le candidat sont tous deux luthériens. Le conseil et le préteur royal décident de ne pas appliquer strictement la règle de l’alternative étant donné que les catholiques préfèrent les charges de bailli à celles de notaires de la Ville. Ils renvoient le candidat aux préposés en chef de la Chancellerie pour ce qui est de lui attribuer l’agrément de dresser des inventaires après décès. Philippe Jacques Greis prête le serment de notaire le 13 juin.

1753, Protocole des Conseillers et des Vingt-et-Un (1 R 236)
H. Philipp Jacob Greiß wird in die Zahl derer Notariorum auff und angenommen, pt° beneficii inventandi aber Vor die obere Cantzleÿ hh. ad concursum Verwießen. 106. schwört auff die ordtnung der Notariorum. 111

(p. 106) Sambstag den 9. ten Juny 1753. H. Philipp Jacob Greiß wird in die Zahl derer Notariorum auff und angenommen, pt° beneficii inventandi aber Vor die obere Cantzleÿherren ad concursum Verwießen.
Christmann u. H. Philipp Jacob Greiß des Notarius Candidati producirt unterthäniges Memoriale und bitten mit beÿl. sub Lit. A. pt° Notariatus et Beneficii inventandi.
Facte Lectione vorstehend gemelten Memorialis sagte H Advocat Hold, da durch absterben H Eliæ Goll des gewesten Notarÿ eine Notariats stelle vacirend worden, so meldet sich der Heutihge H Implorant deßwegen beÿ E G. in unterth. an nebst angehenckter bitte, E. G. geruheten ihme auch das beneficium inventandi Zu ertheilen.
In ansehung des esteren petiti, so Kan sich der H. Implorant umb so ehender hoffnung machen ein geneigtes gehör beÿ E. G. anzutreffen, als Hochdenselben bekandt Ja schon den 27.ten Januarÿ Jüngst referirt worden, daß derselbe das examen notariatus Vor denen wohlverordneten obern Cantzleÿ herren außgestandten und allerdings für ein tüchtiges subjectum erkandt worden, die ursach aber warumb E.G. ihme damahls das Notariat nicht accordiret ware 1° weilen Zuselbiger Zeith nur eine stelle leer geweßen, Welche dem H. Häring, so Zugleicher Zeith darumn angehalten, wegen seinen besonderen außnehmenden qualitaten und wißenschafften die Er in dem Notariatweßen besitzet und worinnen er excelliret, par preference conferirt worden, 2.do Weilen der H. Implorant dazumahlen die Majorennitæt, welcher dermahlen Vermög abgeleßenen tauffscheins sub Lit. A. Zurückgelegt, noch nicht völlig erlangt Hatte, da nun beede obangeregte dem H. Imploranten ehedeßen im weeg geweßene ursachen gehoben, anderer seiths auch ihme dazumahlen Von denen Oberen Cantzleÿherren die Hoffnung gemacht worden, daß er beÿ ersterer sich ereignender gelegenheith E. G. anrecomendirt werden Könte, so werden dieße dem Herrn Imploranten so favorable umbständte E. G. Zweiffels ohne bewegen dem selben, ohngeachtet ihme die Königl. alternative nicht allerdings günstig, als welche in annsehung der Notariats stellen, umb welche sich sehr wenig Catholische Subjecta anmelden, weilen sie sich meistens auff die ambtschreibereÿen und was dergleichen dienste mehr seind legen, nicht stricté observirt werden Kan, in seinem begehren pt° Notariatus Zu willfahren, eine andere beschaffenheith aber habe es mit dem beneficio inventandi, ratione welches der H Implorant ane die ordtnung, welche da haben will, daß er sich fordersambst beÿ einem anderwärtigen examine sistire, Zu Verweißen, gehe demnach seine meinung dahin, daß der Implorirende Hr Greiß in die Zahl derer Notariorum würcklich Könte auff und angenommen werden, ratione beneficii inventandi aber Vor die Obere Cantzleÿ Herren an concursum Zu Verweißen seÿe.
Dießemnach wurde nach gehaltener und Vollführter umbfrage, auff Kürtzlich gethanenen anspruch des H Prætoris regii de Regemorte, welchem der auff dem oberen banck vorsitzende H. Stattm. Von Gail beÿgepflichtet, unanimiter Erkand, wie H. Advocat Hold angetragen, in befolgung deßen wird H. Philipp Jacob Greiß in die Zahl derer Notariorum würcklich auff und angenommen pt° beneficium inventandi aber vor die Obere Cantzleÿ Hh, umb daselbsten sich ad examen Zustellen, ad Concursum.

(p. 111.) Mitwoch den 13. Junÿ 1753. Philipp Jacob Greiß schwört auff die ordtnung der Notariorum
H. Philipp Jacob Greiß so beÿ letsterer Session in Notarium Creirt worden, schwört auff die ordtnung der Notariorum.

Notaire et greffier à l’audience de l’ammestre régent, Philippe Jacques Greis épouse Catherine Salomé Osterried, fille d’un docteur en droit et chanoine à Saint-Thomas : contrat de mariage, célébration

1758 (14. 9.br), Me Dautel (Fr. Henri, 6 E 41, 285) n° 367.a
(Eheberedung) zwischen dem Wol Edlen, Wohl Ehrenvesten und rechtsgelehrten Herrn Philipp Jacob Greiß, Notario publico et Practico, auch wohlverdientem Greffier beÿ Ihr Gnaden, des jeweilig regierenden herrn Ammeisters hauß Audientz, weÿl. herrn Johann David Greißen des geweßenen Prothocollisten beÿ hochgedachter Hauß audientz, und auch Weÿl. frauen Susannæ Magdalenæ gebohrner Baldnerin, beeder Ehegattinn und burgere allhier Zu Straßburg nun seeliger ehelich erzeugten Herrn Sohn, als dem herrn bräutigamb, ane Einem,
So dann der Edlen, hoch Ehren: undt Hoch tugendgezierten Jungfrauen Catharinæ Salome, Weÿl. S. T. Herrn Johann Daniel Osterried, geweßenen Juris Utriusque Hochberühmten Doctoris, Professoris Publici ordinarii und Capituli Thomani Hochverdientenen Canonici, auch vornehmen burgers allhier seeligen mit S. T. Frauen Maria Magdalena gebohrner Linckin seiner hinderbliebenen Frauen Wittib ehelich erzeugter Jungfer Tochter, als der Jungfer Hochzeiterin am andern theil – den 14. Novembris 1758 [unterzeichnet] Philipp Jacob Greis, Sponsus, Catharina Salome Osterriedin als braut

Mariage, Saint-Thomas (luth. f° 99)
Anno 1758 Dienstag den 21. Nov. seind nach zweÿmaliger ordentlicher proclamation und Ausruffung in der Neuen Kirch und Zu St Thoma mit Erlaubnus des Reg. Hrn. Ammeisters Zu Hauß copulirt und eingesegnet worden Herr Philipp Jacob Greiß Notarius Publ. Jur. und Greffier beÿ des ieweiligen Regierenden Hrn Ammeisters Hauß Audienz weil. Hrn Joh: David Greiß gewesten burgers und protocollisten beÿ gedachten hrn Ammeisters Audienz hinterlaßener ehel. Sohn und Jungfr. Catharina Salome Osterried Weil. S. T. Hrn Joh. Daniel Osterried gewesenen J. V. D. Prof. Publ. Ord. u. Cap. Thomani, wie auch burgers allhier hinterlaßene ehel. Tochter [unterzeichnet] Philipp Jacob Greis sponsus, Catharina Salome osterriedin als braud (i101)

Les nouveaux mariés font dresser l’année suivante l’inventaire de leurs apports

1759 (28.6.) Me Dautel (Fr. Henri, 6 E 41, 263) n° 771
Inventarium über Herrn Philipp Jacob Greis, Notarii publici jurati, auch Greffier beÿ Ihro Gnaden des jeweiligen Regirenden Herrn Ammeisters Haus audientz, und Frauen Catharinä Salome gebohrner Osterriedin, beeder Ehepersonen und burgern allhier zu Straßburg einander in den Ehestand zugebrachte Nahrungen auffgerichtet Anno 1759.
Des Mariti Illata bestehen in folgenden Rubricen. Sa. Haußraths 225, Sa. Silbers 61, Sa. des Golds 19, Sa. der baarschafft 21, Sa. Actuv: Schulden 532, Summa summarum 859 lb – darzugelegt die Hemfte ane denen Haussteuren so anlangt 102 lb, Wamit also des Mariti in die Ehe gebrachtes unverändertes Guth zusammen dem Anschlag nach sich belauffet auf 962. lb
Diesemnach werden auch beschrieben der Ehefrauen Illata, so in folgenden Rubricen bestehen. Sa. haußraths 114, Sa. Silbers und Geschmeids 26, Sa. Goldenen Ringen und Geschmeids 132, Sa. der Baarschafft 500 (darunter Großmütterliche Ehesteur 200, Mütterliche Ehesteur 300), Summa summarum 784 lb – Dazu gelegt die Helfte ane denen Zu end beschriebenen Haußteuren antreffend 102, Demnach erstreket sich der Ehefrauen in die Ehe gebrachtes unverändertes Gut Zusammen auf 886 lb
Straßburg den 28. Junii 1759.

Philippe Jacques Greis meurt sans descendance en 1783 après avoir institué pour son héritière universelle sa nièce et fille adoptive Catherine Salomé Stuber. L’inventaire est dressé dans sa maison Grand rue que les experts estiment 1 750 livres. La masse propre à la veuve est de 585 livres. L’actif de la succession et de la communauté est de 3 072 livres, le passif de 2 432 livres. En pièce jointe, quittance de Philippe Louis Übersaal qui a acquis les actes de l’étude Greis, soit les actes dressés par Greis lui-même, par Pierre François René et Jean Frédéric Goll.
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1783 (19.5.), Me Stoeber (6 E 41, 1247) n° 349
Inventarium über Weiland des Wohlgelehrten und Rechtserfahrnen herrn Philipp Jacob Greis, gewesenen Secretarii beÿ Löblicher Ammeister hauß Audienz, Notarÿ publici und berühmten Practici auch burgers allhier Verl. auffgerichtet Anno 1783 – nach seinem donnerstags den 24. Aprilis jüngst aus dießer Welt genommenen tödlichen Hintritt verlaßen hat. Welche succession ug gebührendes Ansuchen und begehren der hinterbliebenen Wittib, als der viel Edlen und tugendreichen Fraun Catharinä Salome Greißin geborener Osterriethin, beÿständlich Herrn Johann Michael Grauel, wolverordneten Schaffners des Löblichen Stiffts St Thomæ, Notarÿ publici und berühmten Practici allhier – So geschehen in der allhier Zu Straßb. an der langenstraß gegen der Blindengaß über gelegenen und in diese Verl. gehörigen behausung Montags den 19. May Anno 1783.
der Verstorbene Herr Secretarius hat krafft hernach copeÿlich enthaltenen testaments zur universal Erbin hinterlaßen Jungfrau Catharinam Salomeam Stuberin, weiland Mr Philipp Christoph Stuber des gew. brs. u. buchbinders mit Fraun Maria Sophia geborner Greißin seiner Wittib ehelich erzeugtes töchterlein, so den 10.teb Novembris 1773 Zur welt gekommen, dero geschworner Vormund zu diesem Erbgeschäfft ist nach dem sechsten Puncten hiernach folgenden testaments Herr Lt. Philipp Ludwig Rang, E. E. großen Raths u. anderer Gerichtsstellen wolverdienter Advocatus et Procurator, Angesehen nun der abgeleibte verordnet, wann solche Erbin ledigen Stands dieses zeitlichen gesegnen würde (…)
Es sind aber des Erblaßers beeder Geschwisterden jetzlebenden Kinder und zwar, Von Fraun Maria Sophia Stuberin geborner Greisin der Schwester abstammend 1. Christian Philipp Stuber, lediger Buchbindersgesell, so in der Fremde auf der Wanderschafft begriffen und den 15. Augst 1765 geboren worden, 2.do Maria Magdalena Stuberin so den 9.ten 8.bris 1772 zur Welt gekommen,
Von Herrn Notario Johann Friedrich Greis dem bruder aber mit Fraun Catharina Salome geborner Rosenstielin gezeugt 1. Johann Friedrich so 6 Jahr und 4 Monat auf sich hat, 2. Carolina Salome so 3 Monath alt

(f° 12) Eigenthum an einer behausung. (T.) Nemlichen eine behausung in Vorder und hintergebäude bestehend, hof, hoffstatt und bronnen, mit allen deren begriffen, Weithen, Zugehörden, Rechten und Gerechtigkeiten allhier zu Straßburg an der obern langenstraß einseit neben H. Rathherrn Nagel dem Maurer, anderseit neben Mr. Michael Engel dem Schuemacher zum theil und zum theil neben H. Emanuel Vogt dem Weinhändler hinten auff vorbes. H. Rathh. Nagel ziehend gelegen, davon man jährlich dem löbl. Stifft hohen Schul allhier 2 lb in Geld so mit 50 lb 4 d ablösig sind und 2 ß dahin statt eines Cappen an bodenzinß richtig Zu machen hat, sonsten mit keinem Real onere auser der gewohnlichen beschwerden des Vingt. und der Einquartierung beladen. Es wurde aber solche behß. durch (sie Werckmeistere) ausweislich deren zu mein Notÿ Concept übergebenen Abschatzung Zeduls vom 16. Maÿ 1783 taxirt pro 1750. lb. Da nun vorbesagte 2 lb hernach unter den passivis abgezogen worden, so gehet nur jener bodenzinß zu doppeltem capital gerechnet mit 4, Restiren auszuwerfen 1746. lb, darüber bes. I. deutsch perg. Kfbrf aus allh. C. C. Stb sub dato 1. Martÿ 1776. Wobeÿ ferner verschiedene ältere Kauffbriefe vom 28. 7.br. 1765, 16. Augusti 1691, 21. 9.br 1705, 3. X.br 1707 u. 25. Februarÿ 1694 samtl. in allh. C. C. Stub passirt.
Bericht dießes Inventary. Da in vorheriger Eheberedung § 5.to Verglichen worden daß das jenige so in die Ehe gebracht und während derselben auf eines jeden Seiten und linien her (…) welche vermög des beÿ weil. Herrn Not. Frantz Heinrich Dautel d. 25. Juny 1759. deponirten Inventarium illatorum erwiesen werden können, der Frauen Wittib und denen Beneficial Erben Zugezeichnet auf die manglende Illata aber und besonders enthauf die der Fraun Wittib in baaren Mittel von weil. Johann Ludwig Schropp dem gesesenen Glaßer und burgers alhier Zugefloßene Erbschafft muß dieselbe sowohl als die Beneficial Erben auf alle Ergäntzung Verzicht thun, weil nach hiesigen Statuten die Ergäntzung sofern sie nicht ausdruckentlich in der Eheberedung bedungen wird, keinen Platz hat.
sonsten aber har die Frau Wittib beÿ abgelegter Handtreu versichert daß Sie von dero gebiebren Mutter Frau Maria Magdalena Gräffin gebohrner Linckin die hernach ad marginem bemerckte haußraths posten, Silbern Geschmeid und Geschmuck nach und nach verehrt und geschenckt erhalten habe (…) Straßburg Montags den 26. May 1783.
Norma hujus Inv.ii. Der Wittib unverändertes Vermögen. Sa. hausraths 39 lb, Sa. Silbers 57 lb, Sa. gold. Ring und Geschmucks 41 lb, Sa. Capitalien 372 lb, Sa. activ schulden 75 lb, Summa summarum 585 lb
Diesemnach wird auch der Beneficial Erbin unverändertes Gut verzeichnet, Sa. hausraths 85 lb, Sa. silbers 4 lb, Sa. gold. Rings 5 lb, Summa summarum 95 lb – Schulden 75 lb, Nach deren abzug 20 lb
Endlich wird auch die gemein, verändert und theilbare Massa beschrieben, Sa. hausraths 195 lb, Sa. Wein und Faß 231 lb, Sa. Silbers 53 lb, Sa. Golds 38 lb, Sa. Pfgzinß und deren hauptgüter 695 lb, Sa. Eigenthum ane I. behausung 1746 lb, Sa. activa 113 lb, Summa summarum 3072 lb – Schulden 2432 lb, Nach deren Abzug, T. gut 640 lb
Stall summ 1133 lb, Verlohrnes Pfenningzinß 500 lb
Copia der Eheberedung (…) den 14. Novembris 1758, Frantz Heinrich Dautel
Copia Testamenti nuncupativi in scriptis – Ich Philipp Jacob Greus Notarius Juratus und Greffier beÿ Löblicher Ammeister Hauß Audientz auch burger alhie Zu Straßburg (…) Erstlich legire ich meines bruders Herrn Notarii Johann Friedrich Greis samtlichen ehelichen Kindern, welche meinen Todfall erleben werden (…), Zweitens vermache ich meiner Schwester Fraun Mariæ Sophiæ geborene Greißin, mit weiland Meister Philipp Christoph Stuber, dem gewesenen burger und buchbinder alhier ehelich erzeugten zweÿen Kindern, Nahmens Philipp Christoph und Mariæ Magdalenæ (…), Drittens ernenne, ordne und setze ich der Testierer Zu meiner einigen, wahren und ohngezweifelten Erbin (…) meine liebe Nièce Catharinam Salome Stuberin, welche ich und meine geliebte Ehefrau am 6. Christmonat des 1776.ten Jahrs zur Verpfleg: und Auf Erziehung in unser hauß aufgenommen haben (…), Viertens, da ich bereits in dem Ehe Contract meiner innigst geliebten Ehegattin Fraun Catharinæ Salome Greißin gebohrner Osterriedin den general Usumfructum meiner samtl. Verlaßenschafft verschrieben habe, so wiederhole hiemit nochmalen solcen Inhalt (…), Straßburg im Jahr 1782 Montags den 4 Wintermonats – Actus depositionis 4. Novembris 1782, Johann Daniel Stöber, Notarius
(f° 16-v) Berechnung deßen, so wegen der dißortigen theilbaren Mass eingenommen und ausgeben worden (…). It. vermög einer bei diesem Konzept befindlichen Verzeichnuß sind bis den 11. Julÿ 1783. von denen Notariat: Activ Schulden eingegangen 476. R, Ferner hat Hr Nots. Übersaal, als Steigerer der Notariat Actes und in einen besondern Etat sich auf 370. R. belaufenden Activ Schulden, nach der bei E. E. Großen Rath fürgeommenen Versteigerung vergütet, 200 R. Weiter hat er noch einige ausgesetzt verbliebene Activ Schulden übernommen, so in jener Verzeichnus specificirt sind 77. R. 9 ß, So daß wegen denen Notariat Actis Schulden eingegangen 753. R.
– Specificatio deßen, was ich unterschriebener als Käufer der von weiland S. T. Herrn Notario und Secretario Philipp Jakob Greis seel. hinterlaßener Notariat: Acten und Scripturen, auser denen selben ferner bezogen und in Verwahrung empfangen habe (…)
Item erhielte die samtliche von Hn Secretario Greis seelig hinterlaßene Notariat: Acten, so wie solche in dem durch die Herren Notarios Anrich und Stoeber in Anno 1783. errichteten Indice enthalten, welcher Index mir ebenfalls Zugestellt worden
Item das Register über Weil. H. Lt Peter Frantz René hinterlaßene Notariat: Acten, samt diesen Acten selbst.
Item eine ohnunterschriebene Designatio über weiland H. Joh: Friderich Goll gewesenen Notarii Notariat Acten à N° 1 bis 69 samt diesen Acten selbst
Sodann Zweÿ Schuldbücher in folio und Pergament gebunden.Vor samtliche hieoben specificirte Scripturen und baare Gelder, welche ich unterschriebener Zu handen empfangen habe, wird hiermit H. Secretarii Greis seel. Verlaßenschafft quittirt und dechargirt, Straßburg den 19. Julii 1783. – Philipp Ludwig Übersaal Notarius juratus

Sépulture, Temple-Neuf (luth. reg. XVII, 1778-1785, f° 124-v, n° 21)
Im Jahr Christi 1783 Donnerstags den 24. Aprill Nachmittags umb halb zweÿ Uhr starb allhier an Verstopfung der Leber und des unteren Leibes und daraus entstandene Entzündung Herr Philipp Jacob Greiß, Notarius publicus, Greffier beÿ der regirenden Ammeisters Hauß-audientz und burger allhier, weÿland Herren Johann David Greiß, geweßenen Greffier beÿ des regierenden Ammeisters hauß-audientz und burgera allhier und weÿland Frauen Susannæ Magdalenæ geborner Baldnerin hinterlaßener ehelicher Sohn. Er war verheurathet mit Frau Catharina Salome geborner Osterriedin, der nunmaligen wittib. Sambst-tags darauf den 26. Aprill Nachmittags wurde Er, nach um dreÿ Uhr gehaltener Leichen-Predigt in der Kirche Zum alten St Peter, auf den Gottes-acker Stæ Helenæ Zur beerdigung gebracht. Seines Alters Vier und Fünfzig Jahre Zehen Monathe und Siebenzehen Tage, welches bezeugen J F Greis, Notarius, als bruder (i 131)

La veuve Catherine Salomé Osterried se remarie en 1784 avec Jean Henri Fried, lieutenant colonel au service de Russie et fils d’un médecin de Strasbourg : contrat de mariage, célébration

1784 (26.4.), Me Greis (Jean Frédéric 6 E 41, 894) n° 97
(Eheberedung) persönlich erschienen Herr Johann Heinrich Fried, Obrist Lieutenant des General Stabs in Rußisch kaÿserlichen Diensten, weiland Herrn Johann Jacob Fried, gewesenen Medicinæ Doctoris und erstern Accoucheur, auch Seiner hochfürstlichen durchlaucht des herrn Landgrafen von Darmstatt geheimden Raths und burgers alhier hinterlassener ehelich erzeugter Sohn, alß bräutigam an einem,
So dann Frau Catharina Salome gebohrene Osterriedin, weiland Herrn Philipp Jacob Greiß, gewesenen Notarii und Greffier bei löblicher Ammeister Hauß Audientz auch burgers alhier hinterbliebene Wittib, welche ad hoc mit Herrn Johann Michael Grauel Notario und des Stiffts St. Thomä Schaffner auch burger amhie Verbeÿstandet
Actum alhie Zu Straßburg Montags den 26. Aprilis Anno 1784. [unterzeichnet] Johann Heinrich Fried als Bräutigam, Catharina Salome Greisin alß braud

Mariage, Temple-Neuf (luth. f° 143, n° 17)
Im Jahr Christi 1784. Montags den 16. Maÿ abends sind nach geschehenen gewohnlichen proclamationen Dominica Jubilate et Cantate in der Kirchen offentlich copulirt und ehelich ingesegnet worden Salv. tit. Herr Johann Heinrich Fried, Obrist-Lieutenant des General-Stabs in Rußisch-Kaÿßerlichen diensten weÿland herrn Johann Jacob Fried geweßenen Medicinæ doctoris und practici, hochfürstlich- Hessen- Darmstättischen Geheimen Raths und burgers allhier und weÿland Fraun Euphrosinæ Rosinæ geborner Steinheilin hinterlassener ehelicher Sohn und Frau Catharina Salome gebohrne Osterriedin, weÿland herren Philipp Jacob Greiß gewesenen Secretarii beÿ des regirenden Herren Ammeisters Hauß-Audientz auch Noptarii publici und burgers allhier hinterlaßene wittib [unterzeichnet] Johann Heinrich Fried als Hochzeiter, Catharina Salome Greisin als braud (i 144)


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