Jean Geoffroi Blüttner, maître maçon, et (1736) Marie Madeleine Arnold puis (1745) Marie Sophie Conrad – luthériens


Originaire de Weissenfels en Franconie, le maçon Jean Geoffroi Blüttner est employé chez Samuel Zanger et travaille à l’hôtel de Hanau. Comme il a négligé de s’inscrire aux années d’épreuve, il obtient en avril 1736 une dispense des Quinze pour pouvoir présenter son chef d’œuvre. Il devient bourgeois en juin et présente son chef d’œuvre en août 1736. Il est reçu à part entière au nombre des maîtres puisque les examinateurs ne relèvent que des défauts secondaires.
Jean Geoffroi Blüttner épouse en novembre 1736 Marie Madeleine Arnold, fille de boulanger, qui meurt en 1740 ainsi que les deux enfants qui lui ont survécu. Le veuf achète en 1743 au Vieux-Marché-aux-Vins une maison qu’il démolit et fait reconstruire à neuf. Jean Geoffroi Blüttner est tenu la même année de présenter ses excuses au Conseil des maçons après qu’il s’est estimé offensé d’avoir été remplacé dans sa fonction d’examinateur des chefs d’œuvre.
Jean Geoffroi Blüttner se remarie en 1745 avec Marie Sophie Conrad, fille d’un cordonnier de Bouxwiller. Il meurt en 1749 en délaissant deux filles. Sa veuve se remarie en 1750 avec le maître maçon Jean Laurent Gœtz.

Maison
1743, rue du Vieux-Marché-aux-Vins (III 62, actuel n° 22)

Blüttner (Jean Geoffroi, 1736) Cm
Signature au bas du contrat de mariage (1736)

Originaire de Weissenfels (Ferspach) en Franconie, le maçon Jean Geoffroi Blüttner souhaite présenter son chef d’œuvre et se marier. Comme il n’a pas fait ses années d’épreuve (Muthjahr), il sollicite une dispense auprès des Quinze. Le conseil des Maçons objecte qu’il travaille depuis assez longtemps à Strasbourg pour savoir qu’il faut s’inscrire en temps voulu à la Tribu et qu’il a bien présenté un certificat de naissance mais pas d’extrait de baptême. Le pétitionnaire argue qu’il a travaillé chez feu le maître maçon Samuel Zanger et qu’il a montré ses compétences pendant la construction de l’hôtel de Hanau. Les Quinze prennent la mesure habituelle, le pétitionnaire s’inscrira aux années d’épreuve et en sera aussitôt libéré, en payant les droits ordinaires auxquels s’ajoutent un droit de dispense.

1736, Protocole des Quinze (2 R 145)
(p. 125) Sambstag d. 14. Aprilis 1736. [Röm]er nôe Joh: Gottfried Blitten ledigen Maurers Steinhawers Gesell Von Ferspach in Francken Cit. E. E. Zunfft der Maurer Ober M. prod. Underth. Appellations und respective Imploration schrifft mit beÿlagen sub. N. 1 et 1. pro dispens. des rests der Muthjahr und admission zum Meisterstück.
Gug bitt Deput. et Facta relatione Conf. des ergangenen bescheidts ref. Exp.
Fuchß bitt auch Deput. und wie in producto.
Erk. Deput. willfahrt.

(Notes) Mittw. den 18. Aprilis. Iid. lect. Appel. kl. mit beÿl. A. in s. Johann godfrid Plittner Ca. E. E. Mstrsch. der Maurer. Appellant beruff sich auf sein mem.
noê. deß Hwks Zugeg. Pfundstein und Göbel, antworteten gegner habe der art. Wohl gewußt, hette sich sollen einschreiben laßen, 2.do gegner habe Zwar von seiner obrigkeit Einen geburts brieff aber kein tauff schein Vom pfarrer.
H. Dep. Zu erkennen, daß sich der Appellant Vordersambst in die Muthjahr einschreiben laßen sollen nachgehendts selbiger gleich wider auß zu thun alles geg. Erlag der gebühr, hernach selbiger dispensando Zu dem Meisterstück geg. bezahlung der unkosten und 3. lb d. por dispensationen Wann er des burgerrechts Vertröstet sein wird, Zu admittiren seÿe.
Erk. in plenum.

(Notes) Bedacht Sextern – Sambstag d. 21. Aprilis 1736
Iid: [Ober Handwercks herren] ref. Johann Gottfried Plittner der ledige Maurer und Steinhauer gesell von Weißenfelß hochfrstl. Weisenfelßischer Jurisdiction habe Ca. E. E. Handwerck der Maurer und Steinhawer allhier eine unth. Appell. kl. mit beÿl. A. prod. und umb dep. gebetten.
die Appellaten bitteten auch umb dep. et f. rel. den ergangenen hwks: bescheidt zu confirmiren, und den gegner mit seinem begehren an die ordnung zu Verweißen ref. exp.
R. habe der Implorant such auff den inhalth seiner Appel. kl. bezog.
noê der Imploraten seÿen Vorgestanden Johann Martin Pfundtstein und Johann Niclauß Göbel, welche geantwortet, gegner habe den art. wohl gewußt, und hette sicg einschreiben laßen solle, neben dem so selbiger Zwar einen geburts brieff von seiner obrigkeith, deß Pfarrers schein aber seÿe nicht dabeÿ.
H. Dep. Zuerkennen, daß der Appellant sich Vordersambst in die muthjahr einschreiben laßen sollen selbiger aber hernach gleich wider auß zu thun, alles gegen erlag der gewohnlichen gebühr, und Wann er folgendts des allhießigen burger rechts Vertröstet sein wird, so soll er gegen bezahlung der unkosten und 3. lb d. pro dispensatione Zu dem msterstück dispensando admittirt und gelaßen werd.

(p 144, partie inférieure droite manque, p. 114 manque) Sambstag d. 21. Aprilis 1736
Iidem [Ober Handwercks herren] laßen ferner per Eundem [Secret. Kleinclaus] referiren daß Joh: Gottfried Plittner der ledige Maurer und Steinhauer von Weißenfelß hochfrstl. Weißenfelßischer Jurisdiction vom 10. hujus beÿ E. E. Meisterschafft der Maurer und Steinhawer allhier sich angemelt, und gebetten Ihme zu erlauben, daß er das Meisterstück Verfertigen, de[-] erkandt, daß weil nach besag articuls jeder Fre[md -] so allhier Meister werden begehrt sich Zuvor au[-] lang beÿ einem oder 2. Meister zu arbeiten in [-] einschreiben laßen solle, er, Plittner, sich aber [-] einschreibung nie angemeldt, man Ihme m[it seinem] begehren nicht willfahren konne, Von welchem [bescheid er] Plittner an Mghh. appellirt, und den 14. hujus [-] Klag mit beÿlag N° 1 contra ged. E. Handwerck [-] vorgelegt, darinnen er gehorsambst vorträge [-] Jahr allhier beÿ weÿl. Mr Zanger und her[nach -] gearbeitet, den gantzen hanawischen baw [-] capacitæt gewießen, aber niemahl e[-] müße zu denen Muthjahren einsch[-] demuthiger bitt Ihme ex Specialissimi [gratia -] Zum Meisterstück Zu laßen.
D[-] umb Deputation gebetten et [f. rel. den er]gangenen handwercks bescheid [zu confirmiren]

([p. 176 manque] p. 177) Sambstag d. 5. Maÿ 1736.
et facta relatione den ergangenen handwercks bescheid zu confirmiren ref. Expensis, bewilligt und beschehene Deputation [-]ch [-] übriges [-] beederseithige Ver[-]d anbringen, Ist der Hh. Depp. abgelegten relation nach erkandt, da [-] Appela[-] fer[-] allhiesigen burgerrechts Vertröstet sein wird, des rests des Muthjahrs Zu entlaßen und gegen erlag der unkosten [-]d 2. lb. pro dispensatione zu Verfertigung des Meisterstücks zu admittiren seÿen AlsXwer und sollen [-] dispensando des rest der Muthjahr entlaßen und zum meisterstück besagter maßen admittiren (hat).
Bescheid. Sambstag den 21. Aprilis 1736.
In Sachen Joh: Gottfried Blittners des ledigen Maurers und Steinhauers Gesellen Appellanten ane einem entgegen und wieder E. E. Meisterschafft der allhießigen Maurer und Steinhauer Appellaten am andern theil, auff producirte Underthänige Alleppatio Klag mit beÿlag Sub N° 1 und angehencken bitten (ihne) den Appellanten, ex specilissimi gratia dispensatione zu dem Meisterstück zu admittiren, der Appellaten darüber gethaner Verantwortung juncto petito deputationem zu erkennen et factâ relatione (deßen) ergangenen handwercks bescheid zu confirmiren und den gegner mit seinem begehren an die Ordnung zu Verweißen ref. expensis, bewilligt und beseßenen Deputation, auch all übriges angehörte beederseithige Vor: und anbringen Ist der Hh. Deputirten abgelegten relation nach Erkandt, daß der Appellant Vordersambst sich in die Muthjahr einschreiben laßen solle, selbige aber hernach gleich wieder auszuthun, alles gegen erlag der gewohnlichen gebühr, [und Wann] er follgendts des allhiesigen burgerrechts Vertröstet sein werd. so solle er gegen bezahlung der Unkosten undt 3. lb. d. pro dispensatione zu dem meisterstück admittiren undt [gelaßen] sein alß wie ein solches hiemit dispensando

Jean Geoffroi Blüttner devient bourgeois en juin 1736

1736, 4° Livre de bourgeoisie p. 1034
Johann Gottfried Blittner d. maurer Steinhauer von Weißenfels in sachßen geb. erhalt d: b. ex gratiâ umb d. alt. b. will bey E E zunfft d. Maurer dienen Jur. d. 4. Junÿ 1736.

Le conseil des Maçons est saisi d’une plainte du serrurier Jean Jacques Steinmetz. Geoffroi Blüttner, employé chez la veuve de Samuel Zanger, a réparé son puits mais les seaux heurtent la paroi parce que son diamètre est trop grand. Les experts constatent le défaut mais remarquent que le puits ancien est déformé. Le conseil ne tranche pas parce que les parties ne peuvent produire d’accord écrit.

1736 (14.6.), Protocole des Maçons (XI 236)
(f° 200) Donnerstags den 14. Junÿ 1736. (Klag) Mr Johann Jacob Steinmetz, Schloßer Und burger alhier stehet Vor Vndt Klagt Contra Gottfried Bluttner den balier beÿ H. Samuel Zangers seel. frau Wittib, wie daß er Steinmetz mit Ihme Blüttner einen accord wegen reparirung seines bronnens, und auffsetzung einer alten bronnbütt getroffen Und Zwar umb die Summa der 14. R. weilen aber er beklagte solchen quæstionirten bronnen nicht nach seinem Verspruch Verfertiget, vnd die brunnbütt Viel Zu groß, mithin die Eymer ane denen schahlen anstoßen müßen Vnd dadurch Viel müß von allzu Vielen angeworffenen Kalck herrührend mit in den bronnen werffen, als bittet Er Kläger an beklagten dahin anzuhalten, solchen in guten stand zu stellen.
Beklagter zugegen sagt, Er Mstr Steinmetz habe die jenige bronnbütt, welche er Ihm zu setzen Versprochen, gesehen, mithin Zu selbiger Zeit gleich sagen Können, ob Ihme selbe anständig oder nicht, habe Ihne Kläger anbeÿ offerirt, daß wan es Ihne nicht recht eingerichtet wolle er solche gegen erlag der Unkosten repariren, haben Ihm anbeÿ nicht mehr als die bronnbütt schahlen hineinzu setzen Versprochen.
Mr Pfundstein, und Mr Gruber beÿde von Ihro herrlichkeit herrn XV. Von Stökken abgeordnete Expers referiten, daß die quæstionirte bronnbütt umb sechs Zoll Zu weit, und dadurch die Eÿmer anstoßen müßen, maßen die schahlen umb dreÿ Zoll hienienwerts stehen, dahingegen seÿe der bronnen durch abschleiffen sehr ungleich.
Warauff Erkandt, daß weilen der Kläger nichts schrifftliches außweißen Kan, daß der Von Ihnen prætendirte bronn Krantz mit in den accord geahnet worden, über daß der beklagter von Keinen Krantz wißen will alß solle Er Kläger mit zugegen beweißen, daß solcher mit eingerechnet worden seÿe, als dann soll weiters ergehen was recht ist.

Jean Georges Blüttner présente son chef d’œuvre en août 1736. Comme les défauts que relèvent les examinateurs sont secondaires, le candidat est à part entière reçu au nombre des maîtres

1736, Protocole des Maçons (XI 246, chefs d’œuvre)
Joh: Gottfrid Blüttner 68.b
(f° 68-v) Dienstags den 14.ten Augusti 1736. wurde sein Johann Gottfrid Blittners, des ledigen Maurer und Steinhauer Gesellen gefertigtes Prob: und Meisterstück, in præsentia S. T. H. XV. Johann Gerhard von Stökken, Vor und im nahmen S. T. H. XV. Johann Martin Schlitzwecks, des H. Obmanns, so ohnpäßlichkeit halben nicht abkommen können, Von H Michael Erlacher, Werckmeister des Münsters, Meister Johann Niclaus Göbel, Maurer und Steinhauer, H Joh: Peter Pflugen, Werckmeister des Maurhoffs und meister Johann Philipp Wörlen, Steinhauern allhier denen Vor dießes Jahr geordneten Vier Meisterstückschauern besichtigt und folgendes dabeÿ Zuanden, befunden.
1. Befindet sich, daß ane denen fundamenten, die Mauren nicht breitgebung also daß wann man das gebäu ansetzt, die Mauren nicht hervorgehen.
2. Seind in allen dreÿen Grundrißen die Schneckentritt in dem Umblauff nicht gezeichnet.
3. Seind die Glieder in dem großen Schnecken in dem Kopf nicht angezeigt.
4. Befindet sich die höhe in dem Kleinen Portal im Liecht umb 9 Zoll höher als in dem großen Aufftrag von portal.
5. Befinden sich zu dem Schnecken keine hacken und Schöllung bretter.
Warauff in gehaltener Umbfrag Erkandt, daß in Ansehung dieße obbeschriebene Stück, Keine Haubtfehler seind, er der Stuckmeister auch derselbe noch wohl verantwortet und im übrigen sein Stück fleißig und sauber gemacht hat, derselbe vor einen Vollkommenen Meister auff und angenommen werden und ihme das Völlige Meisterrecht angedeÿhen solle.

(traduction) Le mardi 14 août 1736, en présence du Quinze Jean Gérard von Stœcken remplaçant le Quinze Jean Martin Schlitzweck, prévôt qui n’a pas pu se déplacer pour cause d’indisposition, Michel Erlacher, chef du chantier de la cathédrale, Jean Nicolas Gœbel, maçon et équarrisseur, Jean Pierre Pflug, chef du chantier des maçons et Jean Philippe Wœrlé, maître équarrisseur, tous quatre examinateurs pour l’année courante, ont inspecté le chef d’œuvre que présente Jean Geoffroi Blüttner, maçon et équarrisseur célibataire, et ont émis les objections suivantes.
1. Les murs à élever sur les fondations ne comportent aucune indication de largeur, ce qui empêche de réaliser le bâtiment.
2. Les marches des escaliers ne sont dessinées sur aucun des trois plans.
3. Les éléments du grand escalier ne sont pas dessinés au sommet.
4. Le portail a neuf pouces de plus sur le petit projet que sur le grand.
5. L’escalier ne comporte ni planches de maintien ni coffrage.
Après que chacun a donné son avis, étant donné que les défauts qu’on a relevés ne sont pas des défauts majeurs, que le candidat a fourni des explications convainquantes et que le travail est bien fait et soigné, il a été décidé de recevoir le candidat maître à part entière et de lui attribuer le droit de maîtrise.

Jean Geoffroi Blüttner épouse Marie Madeleine Arnold, fille de boulanger : contrat de mariage, célébration

1736 (27. 8.br), Me Hoffmann (Christophe Michel, 19 Not 76) n° 877
Eheberedung Zwischen dem Ehrengeachten Hn Johann Gottfridt Plüttner Ledigen Steinhauer: Maurermeister von weißenfelß in Sachßen, weÿland Hn Johann Plüttners geweßenen biersieders und burgers Zu gedachten weißenfels mit auch weÿl. frauen Anna gebohrnen Schmidin, beede seel. ehelich erziehlten Sohn alß hochzeiter an einem
So dann der Ehren und tugendsame, Jungfer Mariæ Magdalenæ weÿl. Meister Johann Jacob Arnold geweßenen haußfeürers und burgers alhie mit frauen Maria Magdalena gebohrnee Steinmetzin ehelich erziehlten tochter, alß hochzeiterin am andern theÿl – So beschehen Straßburg den 27.ten Octobris Anno 1736. [unterzeichnet] Johan Gott fritt Pletner als hochzeiter, Maria Magdalena Arnoldin als hochzeiterin

Mariage, Temple-Neuf (luth. f° 156, n° 590)

1736. d. 21.ten Nov. sind nach ordentl. Proclamation ehelich copulirt und eingesegnet worden Johann Gottfried Blittner der Ledige Maurer, Steinhauer und burger alhie, Weÿl. Johannes Blittner deß burgers und bierbrauers zu Sachsen Weißenfelß nachgel. ehelicher Sohn, Und Jgf. Maria Magdalena Weÿl. Johann Jacob Arnold deß burgern und Haußfeurers nachgelaßene ehel. Tochter [unterzeichnet] Johann Gottfried Plitner amß Hochzeiter, Maria Magdalena Arnoldin als hochzeiterin (i 160)

Les nouveaux mariés font dresser l’inventaire de leurs apports dont la minute n’est pas conservée

1736, Me Hoffmann (Christophe Michel, rép. 65 not 11) n° 1520
Invent: über H Joh: Gottfried Plattners des maurer und Steinhauers undt fr. Mariæ Magdalenæ Plattnerin gebohrner Arnoldin beeder Eheleuthe Illata

Le Jour du Serment, l’examinateur des chefs d’œuvre Jean Geoffroi Blüttner refuse de prêter serment en arguant qu’il n’est plus en fonction. Le Conseil établit que l’affaire remonte à l’examen du compagnon Samuel Werner. Jean Geoffroi Blüttner y a été remplacé par Jean Martin Pfundstein parce qu’il manifestait de l’hostilité envers le candidat qui logeait chez lui. Le Conseil est d’avis que l’intéressé aurait dû régler son différend avec les parties prenantes au lieu de leur manquer publiquement de respect.

1743, Protocole des Maçons (XI 237) f° 144
(f° 145) Wegen Mr Johann Gottfried Bluttner, daß als mann Letst Verwichenen herrn Ammeister Umbfahrtstag die Meisterstück schawer Vor Zutretten beruffen, umb ihnen die Articul Vorzuleßen, die übrige Meisterstück schawer hervorgetretten, Und Ihren Platz eingenommen, auff die ordtnungen angehört, Er Blüttner Zwar auch hervorgetretten, aber nicht sitzen noch die ordnung anhören, und denenselben nachzugeleben Versprechen wollen, sondern offentlich gemeldet, daß Er nicht mehr Meisterstück schawer seÿe, wie dann Er Blüttner auch nicht beÿ Hh. Räth und XXI. am Mittwoch Vor der rathß predigt geschwohren haben, sondern Zu hauß geblieben seÿen mithin so wohl den, dem herren Oberherren schuldigen respect, alß auch dem Collegio derer herren Schöffen und übriger gantzen Versamblung gebührende Ehr erbiethung hindersetzt, Und sich offentlich prostituirt.
Wurde Erkandt, daß die Sach an Gnädig Herren die XV. man gelangen laßen, daselbst das factum exponiren, undt umb deßen abstraffung auch Reparation d’honneur Vor der gantzen Mengen, allwo er sich Vergeßen hat, anhalten, und Einkommen solle, maßen die gantze Sach Von Samuel Werners meisterstück herrühre, der wie er anhero gekommen, beÿ Ihme Blüttner gearbeitet, auch in seinem hauß Logiret und Weilen Er Blüttner noch darzu durch allerhand passionirt außgestoßene reden, sich suspect gemacht, man an deßen statt mit Vorwisen vnd consens hochgebietenden Herren Oberherren Einen von deren alten vorigen meister stück schawern nemblichen herrn Pfundstein darzugenommen, welches Er Blüttner so über auffgenommen, daß Er auch beÿ der Meisterschafft ein handwerck gekaufft, Vnd von Ihro Ein attestat, ob jemand wieder Ihn etwas wißen begehrt hat, der dann wann er sich jedoch dadurch gravirt befunden hette sich deßwegen beÿ hochgebiethenden herren oberherren oder samlichen herren Schöffen Vnd gericht die Ihne zum meisterstück schauer ernennet, Zuvor hätte anmelden Und nicht, vor der gantzen Menge den Respect hindansetzen, Vnd gleichsam das ein rebell sich darstellen vnd den befehl opponiren sollen.

Même affaire portée devant les Quinze. Jean Geoffroi Blüttner expose dans un mémoire qu’il faisait partie du colllège annuel des examinateurs qui devait donner son avis sur le chef d’œuvre de Samuel Werner mais qu’à la demande du candidat il a été remplacé pour avoir manifesté de l’hostilité envers lui. Comme le Conseil n’a pas tenu compte de sa protestation, il s’est estimé offensé. Le représentant des maçons déclare que Jean Geoffroi Blüttner n’a pas été démis de ses fonctions mais remplacé pour un examen donné. Il a ensuite refusé de prêter serment le Jour du serment parce que le Conseil a refusé de tenir une séance pour l’entendre. Les Quinze estiment que Jean Geoffroi Blüttner s’est montré irrespectueux et lui demandent de présenter ses excuses au Conseil.

1743, Protocole des Quinze (2 R 153)
E.E. Zunfft der Maurer Ca; Joh: Gottfried Blittner
(p. 220) Sambstag d. 4. May 1743. – Moss. noê E. E. Zunfft der Maurer H Zunfft M. Cit. H. Joh: Gottfried Blittner burger und Steinhauer, prod. Underth. Mem. mit beÿlag Lit. A. Römer bitt Cop. und T. ord. Obt.
(p. 247) Sambstag d. 18. May 1743 – Moss. noê E. E. Zunfft der Maurer Cit. H. Joh: Gottfried Blittner erhohlt prod. vom 4. huj. Römer prod. Underth. verwantwortung Moss. bitt Cop. und ad. proc. Obtinuit.
(p. 256) Sambstag d. 1. Junÿ 1743. – Romer nôe. Joh: Gottfried Blüttner Ct=it. E. E. Zunft der Maurer H Zunfft M. erhohlt prod. vom 19. Maÿ jüngst. Moss. weil das prod. dem E. Zunfftgericht communicirt werden woll alß bitt ad prox. Römer bitt Deput. Moss. ut mod. Erkand, Wirt Zeit ad prox. Zugelaßen.
(p. 273) Sambstag d. 15. Junÿ 1743. – Moss. noê E. E. Zunfft der Maurer H Zunfft M. Cit. H. Joh: Gottfried Blittner vom 1. huj. bitt Deput. und Wie in actis. Römer bitt auch Deput. und Wie in prod. Erk. Deput. willfahrt.
(p. 286) Sambstag d. 22. Junÿ 1743. E. E. Zunfft der Maurer Ca. Joh: Gottfried Blittner – Iidem [Ober Handwerck herren] laßen weithers per Eundem [Herrn Secrett. Kleinclaus] referiren daß E. E. Zunfft der Maurer H Zunfft Meister contra Johann Gottfried Blittner dem burger und Steinhauer allhier den 4. May jüngst ein Underth. Memorial mit beÿlag Sub Lit. A. producirt, in welchem derselbe gehorsambst Vortragt, wie daß ohnlängst, alß Samuel Werner der hiesige burger und Steinmetz sein Verfertigtes Meisterstück schawen laßen, aber wie Meister Joh: Gottfried Blüttner in streit gestanden, Er, Werner, beÿ dem H. Ober herrn und beÿden H. Schawmeister, aus gebetten, und erhalten daß ged. Meister Blittner, welcher alß Schawmeister solcher Schaw sonst beÿ gewohnt hätte, davon gelaßen und an seine statt H Pfundstein dar zu genomen worden, daß aber umb dieser ursach willen Meister Blittner einen solchen unwillen gefaßt habe, daß nach inhalt des sub Lit. A. beÿgelegten Extractus aus ged. E. Zunfft protocoll de dato 13. feb. 1743., alß man die Maurer Meisterstück Schawer in deren Zahl Mr Blittner mit seÿe, Zu anhörung derer Sie betreffend. articul hervor Zu tretten, und Ihren gewohnlichen platz einzunehmen beruffen, Er, Blittner, sich [p. 287] darwider in pleno opponirt, und Keine parition geleistet, mithin den respect und die ehrerbiethung so er dem H Oberherrn und dem Collegio derer Hh. Schöffen schuldig, Vor der gantzen Versamlung hinden gesetzt, Worauff derselbe auch an dem Rathspendig tag auff der Pfaltz, allwo die sambtliche Schawer das gewohnliche Jurament abzutragen pflegen, auch nicht erschienen, sondern ungehorsam davon geblieben, Wann nun ein solches Verhalten nicht impuné hiengehen möge, Alß gelange an Mgh. das Und.th. bitten, dieselbe gnädig geruhen wolten den Beklagten gebührend zu bestraffen, und zu einer offentlichen Abbitte Obrigkeitlich anzuhalten, wie auch in der Verursachte Kosten Völlig zu erachten.
Worwieder Blüttner den 18. Ejusd. Seine Underthge. Verantwortung, so nun auch abgeleßen worden, übergeben juncto petito, Weiler er, Blüttner, weder den Herrn Oberherrn noch das Collegium derer Hh. Schöffen despectiret, Viel mehr er auff das empfindlichste und Zwahr Zu Verschiedenen mahlen, an seinen ehren angegriffen, Von Auffgebung des Meisterstücks, und deßen Schaw außgeschloßen werden, Kein Gericht umb sein Geld, oder einiger Satisfaction erhalten Können, alß ein bub Von der Versamlung fortgeschickt, und da man Ihne citirt, nicht einmahl eingelaßen, Viel weniger angehört worden, Mgh. gnädig geruhen wollen, den höchst unbefugt Klagenden H Zunfft Meister mit seiner Recht muthwilligen und wiederrechtlichen vexa in ipso limine judicii ref. Exp. abzuweißen, und Ihne, Underth.gen Imploranten, dero trew gehorsambsten burger, wieder aller trangsalen und gewalthätigkeiten Obrig Keitlich Zu schützen.
Auff geschehener Weisung seÿe nahmens der Klagenden Zunfft Vorgestanden Georg Michael Meÿer, welcher beÿgesetzt [p. 288] der Gegner seÿe nicht abgesetzt, sondern nur von der Schaw des Werners Meisterstücks, mit deme er in streit gewesen, außgeschloßen, und an deßen statt Meister Pfundstein, für damahlen allein gesetzet worden,
Beklagter Zu gegen habe contenta seiner Verantwortungs schrifft Wiederhohlet, und auff befragen, Warumb er auff Vorgebiethen, an dem Raths Predig tag Von Hh. Räth und XXI. nicht erschrienen, umb den Eÿd eines geschwornen abzuschwohren ? geantwortet, Man habe Ihme ja, auff sein begehren, Kein Kauffgericht halten wollen.
Auff seithen der Hh. Deputirten Vermeine man daß der beklagte wegen seines Bezeugten ungehorsams und despects in dreÿ pfund Straff Zu condemniren, und darneben solle er dem H Ober Hh. und Versambleten Gericht eine abbitt Zu thun schuldig sein, ref. Expensis.
Die Genehmhaltung Zu Mghh. stellend. Erkand, bedacht gefolgt.

Marie Madeleine Arnold meurt en 1740 en délaissant une fille qui meurt avant et un fils pendant la confection de l’inventaire. Le veuf devient ainsi seul héritier. L’inventaire est dressé dans une maison de location au Vieux-Marché-aux-Vins. L’actif de la succession s’élève à 537 livres, le passif à 329 livres.

Inventarium über Weÿland der Ehren: und tugendsahmen Frauen Mariæ Magdalenæ Plüttnerin gebohrner Arnoldin des Ehren und wohlgeachten H. Johann Gottfried Plüttner Maurers undt Steinhauers auch burgers alhier zu Straßburg geweßenen Haußfrauen nunmehro seel. Verlassenschafft, auffgerichtet in Anno 1740. – nach ihrem Sonntags den 31.ten Januarÿ dießes Lauffenden 1740.sten Jahrs aus dießer welt genommenen tödlichen hientritt hie zeitlichen verlaßen, auf freundfleißiges ansuchen und begehren erstgedachten H. Johann Gottfried Plüttners, des hinterbliebenen Wittibers, als welcher Mariam Magdalenam, des nach der abgeleibten seel. auch verstorbenen Töchtermeins in dießer seiner Mütterl. succession repræsentiret, und dann Meister Joh: Michael Gruber des Maurers Steinhauers auch burgers alhier als geordnet und geschworenen Vogts Johann Gottfried Plüttners des Söhnleins und Von der Verstorbenen seel. ab intestato verlaßener Erben – so beschehen Straßburg Donnerstags den 19.ten Maÿ Anno 1740.
Copia der Eheberedung
Bericht in gegenwärtig Inventarium gehörig. Demnach mittler Zeith da gegenwärtige Verlaßenschaffts Inventur völlig zu end gebracht war, das im Eingang gemelte Söhnlein auch todtes Verfahren, mithin den hinterbliebenen wittiber zu seinem Erben verlaßen, alß hat man vor ohnnöthig befunden, einige untersuchung weder des wittibers noch der Verstorbenen seel. ohnveränderten guths Vorzunehmen, sondern es wird vielmehr die sambtliche verlaßenschafft alß welche dermahlen dem Wittiber völlig eigenthümlich gebührig, unter einer Maß zu beschreiben seÿn.

In einer allhier Zu Straßburg ane dem alten weinmarckt gelegenen und nicht in diese Verlassenschafft gehörigen behaußung befunden worden wie folgt.
Abzug in gegenwärtig Inventarium. Sa. Hausraths 89, Sa. Werckzeugs auch Steinwerckg und Matelialien Zum Steinhauer und Maurer hannß gehörig 127, Sa. Pferds 10, Sa. Silbers 19, Sa. goldener ring 12, Sa. baarschafft 43, Sa. Schulden 235., Summa summarum 537 lb – Schulden 329 lb, Nach deren Abzug 208 lb
Zweiffelhaffte Schulden in die verlaßenschafft zugeltend 102 lb

Jean Geoffroi Blüttner se remarie cinq ans plus tard avec Marie Sophie Conrad, fille d’un cordonnier de Bouxwiller : contrat de mariage par lequel le futur époux assure à la future épouse la jouissance viagère de sa maison, célébration

Copia der Eheberedung – entzwischen dem Ehren und vorgeachten Herrn Johann Gottfried Blüttner, Steinhauer, Wittiber und burgern allhier zu Straßburg als dem bräutigamb, ane einem, So dann der Ehren und tugendbegabten Jungfrauen Maria Sophia Conradin, des Ehrengeachten Herrn Johann Reinhard Conrads, Schuhmachers und burgers Zu Buchsweiler, mit auch weÿland der Ehren und tugendsamen Frauen Maria Magdalena gebohrner Stengerin seiner geweßenten Ehegattin seeligen ehelich erziehlter tochter, als der Jungfrauen Hochzeiterin ane dem andern theil
Vor das Siebente hat der Herr bräutigamb zu noch fernerer Contestation seiner gegen die Jungfrau Hochzeiterin sagenden auffrichtigen Lieben, falls er vor Ihro es seÿe gleich mit oder ohne hinderlaßung ehelicher Kinder zu sterben Käme deroselben zu einem gemeinen lebtägigen und wieder rückfälligen Wÿdemb hiermit verschrieben, seine behaußung und hoffstatt mit deren Gebäuen, begriffen, Rechten und Gerechtigkeiten gelegen alhie zu Straßburg ane dem alten Weinmarckt, einseit neben Herrn Capitaine von Bulach, anderseit neben dem Zuckmantelischen jetzt Stiffts hauß Zum alten St. Peter, so eigen, also und dergestalten, daß Sie die Jungfer Hochzeiterin sothane Behaußung die Tage Ihres Lebens Wÿdembs weiße Zu nutzen, zu genießen und zu bewohnen berechtiger, dargegen aber auch selbige in gutem wesentlichen Stand und bau zu erhalten, auch da zu selbiger Zeit annoch einige Passiv Capitalia daroben hafften sollten, den davon gefallenden Zinnß alljährlich aus dem Ihrigen abzurichten, schuldig und verbinden seÿn solle. – So beschehen zu Straßburg (…) auff Donnerstag den 21. Januarÿ Anno 1745. – Johann Daniel Lang

Mariage, Temple-Neuf (luth. f° 234, n° 895)

1745. Mittw. d. 3. febr. seind nach ordent. Proclam. Ehl. copul. u. eingesegnet worden H Johann Gottfried blittner der maurer u. Steinhauer, wie auch b. u. wittwer allhier u. J. Maria Sophia Johann Reinhardt Conrad schuhmachers u. b. Zu buchsweÿl. Ehl. Tochter [unterzeichnet] Johan Got frit Blitner als hochzeiter, Jungfer Sophia Conrathin als hochzeiderin (i 239)

Marie Sophie Conrad devient bourgeoise quelques semaines après son mariage

Frau Maria Sophia Conradin von bußweiler Mstr Johann Gottfried Blittners Maurers und Steinhauers Ehefrau erhalt das burger Recht wegen wohlverhaltens gratis und will beÿ E. E. Zunfft derMaurer dienen. promisit d. 27.ten Martÿ 1745.

Jean Geoffroi Blüttner meurt en 1749 en délaissant deux filles. Les experts estiment 900 livres la maison que le défunt a reconstruite à neuf après l’avoir démolie pendant son veuvage. La masse propre à la veuve est de 139 livres. L’actif des héritiers est de 996 livres, le passif de 1 663 livres. L’actif de la succession s’élève à 865 livres, le passif à 168 livres. La veuve se remarie en 1750 avec le maître maçon Jean Laurent Gœtz.

1749 (14.4.), Me Lang l’aîné (Jean Daniel, 25 Not 94) n° 784
Inventarium über Weÿl. des Ehren und vorgeachten auch bauverständigen H. Johann Gottfried Blüttners, geweßten Steinhauers, Maurers und burgers allhier nunmehr seel. Verlassenschafft auffgerichtet Anno 1749. – nach deme derselbe den 11. Martÿ jüngsthien von dem lieben Gott aus dießer welt genommenen tödlichen hintritt seelig abgefordert worden, hier Zeitl. hinder sich Verlaßen, welche Verlassenschafft auf freundliches ansuchen erfordern und begehren des wohl Ehrenvesten und Großachtbaren Hn Christoph Coblentz, handelßmanns und burgers allhier, alß geschwornen Vogts Magdalenæ Sophiæ Blüttnerin, so ohngefehr dritthalben Jahr alt und Mariæ Margarethæ Blüttnerin, so erst Sieben Monat alt, beeder des abgeleibten seel. mit der Ehren und tugendgezierten Frauen Maria Sophia Blütterin gebohrner Conradin, deßelben geweßter zweÿten Ehegattin und nunmahligen Wittib ehelich erzeugter Kinder und ab intestato verlaßener Erben inventirt, durch Sie die nunmahlige Wittib und Mariam Elisabetham Peterin die Magd im hauß von hier gebürtig (geäugt und gezeigt) – So beschehen Zu Straßburg in fernerem beÿseÿn des wohl Edlen, Großachtbahr, recht wohlgelehrten und weißen H Theobald Wildermuths E.E. hoch und wohl Ehrwürdigen Capituli Thomani wohlverdienten Schaffners auch E. E. großen Raths wohlverdienten beÿsitzers der Frau Wittib hierzu erbettenen H Assistenten auff Montag den 14. Aprilis et seq. A° 1749.

In einer allhier Zu Straßburg ane dem alten Weinmarckt gelegenen in dieße Verlassenschafft gehörigen und hernach beschriebenen behausung befunden worden wie folgt.
(f° 13) Eigenthumb ane einer behaußung (E., der Frau Wittib lebtägig Wÿdumb) Nembl. eine behaußung und hoffstatt, höfflein und Gumpbronnen mit allen übrigen deroselben Gebäuen, begriffen, weithen, Rechten, Zugehörden und Gerechtigkeiten gelegen allhier Zu Straßburg ane dem alten Weinmarckt gegen dem Neuweiler hoff hienüber, einseit neben Hn Capitaine Von Bulach, anderseith neben dem hiebevorigen Zuckmantelischen jetzt dem Stifft alten St. Peter Zugehörigen Canonicat hauß hinden auff herrn Diaconi Stephan Geÿlers behaußung stoßend, so eigen und durch (die Statt Werckmeistere) Vermög deroselben ad Conceptum geliefferter schrifftlichen Abschatzung vom 10.ten Aprilis 1749. angeschlagen pro 1800 gulden oder 900. lb. Dieße behaußung hat der Verstorbene seel. in seinem Wittiben Stand von weÿl. Meister Eliæ Klaibers, geweßten Schreiners und burgers allh. seel. hinderlaßener Wittib und Erben ane sich erkauffet, Und besagt darüber i. pergament. Kauffbrieff, in allhiesig. Cancelleÿ Contract Stuben gefertiget und mit deroselben anhangend. Insigel Verwahret, datirt d. 30. Julÿ Anno 1743.
Dabeÿ noch dreÿ alte pergament Kauffbrieff, auch in allhießiger Canc. Contract Stuben gefert. und mit deroselben anhangendem Insigel Versehen, de datis 12.t Aprilis A° 1673 letsten Aprilis A° 1606 et 18. Julÿ A° 1558.
Ferner eine papierene Kauffverschreibung gleichfallls in allhießig. Contractstuben passirt, über den zu solchem hauß zu einem s.v. Propheÿ erkaufften Platz besagend, von H. Jacobo Kugler, Contractuum Notario unterschrieben, dat. d. letzten aug. A° 1606. So dann ein alter pergament. Kauffbrieff, mit des Bischoff. hoffs Zu Straßb. anhang. Insigel bekräfftiget, deßen datum der 21.t aug. A° 1578. alle mit N° 1 bemerckt und dieser letstere annoch mit altem N° 22 notirt. Die auff solcher behaußung hafftende passiv Capitalia seind hernach fol (-) fac. et seq. derer Erben ohnveränderten passivis inserirt zuersehen.
– Abschatzung Vom 10.ten Aprilis 1749. Auff begehren Weÿland Herrn Blittners deß geweßenen steinhawers und Maurer Meisters allhier seel. hinterlaßene Wittib, ist eine behaußung allhie in der statt Straßburg auff dem alten Wein Marckh einseit neben einem Canonicat hauß Zu dem Alten St. Peter gehörig, anderseit neben Ihro gnaden herrn Von Bulach und hinten auff herrn Pfarrer Geÿlers behaußung stosend gelegen, Welche behaußung hat vornen neben der Einfahrth eine stube, und hinten daran ein Küchel auff dem Ersten stock eine stube, ein Kamin Kammer und Zweÿ andere kleine Kämmerlein, der zweÿte stock hat auch eine Stube ein frantzösische Camin Kammer, ein Küchel und ein haußöhren, darüber ein Mansat tach mit breit Ziegeln gedeckt, Worunter Zwo Verriegelte Kammern und zwo besetzte bühnen Im höffel ist ein Gumpbronnen, und ein geträhmtes Kellerlein. Von uns den unterschriebenenen der Statt Straßburg geschwornen Werckmeistern nach Vorhero beschehener besichtigung mit aller Ihrer Gerechtigkeiten dem Jetzigen Werth nach æstimirt und angeschlagen Worden Vor und umb Ein Tausend und Acht Hundert Gulden. [unterzeichnet] Johann Jacob Biermeÿer stadt Lohner, Michael Ehrlacher Werck Meister deß Münsters, Werner Werckmeister des Maurhoffs
(f° 16) Bericht wegen dießer Verlassenschafft. zuwißen seÿe hiermit demnach beede geweßte Blüttnerische Ehepersohnen Ihre einander zugebrachte Nahrung in denen Ehepactis §° 4.to sich vor ohnverändert Vorbehalten, anbeÿ zwar stipuliret haben, daß selbige umb desto beßerer Nachricht willens, bald nach gehaltener Hochzeit, in beÿseÿn darzu gehöriger Persohnen ordnungs mäßig inventirt, æstimirt und beschrieben werden solle, ist solche Inventur, wie die hinterbliebene wittib hierbeÿ berichtete, dannoch nicht geschehen, und obwohlen nach absterben weÿl. Frauen Mariæ Magdalenæ gebohrner Arnoldin sein herrn Blüttners geweßter ersteren Ehefrauen seel. deroselben Verlassenschafft, den 19.t Maji Anno 1740. inventirt und durch herrn Notarium Christoph Michael Hoffmann nun seel. ein Inventarium darüber auffgerichtet worden, so laßt es Sich deßen anerwogen Er Herr Blüttner in die Fünff Jahr lang ein Wittiber gewesen und erst in Anno 1745. Zur Zweÿten ehe geschritten, wegen länge der Zeit und in zwischen Vorgegangener Vielen Veränderungen, Zum beweiß seines in die letzte Ehe gebrachten Guths auch nicht wohl bedienen, bevorab da derselbe in solch. seinem Wittiberstand die jetzt vorhandene behaußung ane dem alten Weinmarckt gelegen, erkauffet, Völlig abbrechen und Von neuem auffbauen laßen machen, was Er hat entbähren und eintreiben können, zu geldt gemacht und an selbige verwendet haben wird, Wie Er dann auch in besagtem Wittiberstand, beÿ nun weÿl. Frauen Maria Magdalena Arnoldin, seiner Schwieger erster Ehe seel. 395 Gulden baar Geldt entlehnet und solche wehrender Zweÿten Ehe vor ohngefähr einem Jahr deroselben wiederumb zurückgegeben hiernechst in besagter letsteren Ehe annoch Verschiedene in solchem hauß verbauen und daßelbe in jetzigen Stand gesetzet habe, ane welchen baukösten und obgedachter 395. Gulden, angesehen solche auß dißortiger Theilbarer Nahrung bezahlt worden die Wittib Ihren Antheil prætendirt (…) Straßburg den 12. Augusti Anno 1749.
(f° 20) Series rubricarum hujus Inventarÿ. Zuvorderist aber der Frau Wittib ohnveränderte Nahrung, Sa. haußraths 29, Sa. Silbers 7, Sa. goldenen Ring 6, Sa. Activ Schulden 75, Sa. Guths Ergäntzung 21, Summa summarum 139 lb
Dießem nach werden auch der Kinder und Erben Vätterlich ohnveränderte Rubricen und Effecten beschrieben, Sa. haußraths 55, Sa. Werckzeugs auch Steinwercks und Materialien 31, Sa. Silbers 8, Sa. Eigenthumbs ane einer behaußung 900, Ergäntzung (21, abgezogen 384, In Vergleichung 362), Summa summarum 996 lb – Passiva 1663 lb, der Erben passiv onus 667 lb
Endlichen wird auch die gemeine theilbare Verlassenschafft anhero gesetzt, Sa. haußraths 18, Sa. Wein und Faß 19, Sa. Silbers 4, Sa. baarschafft 204, Sa. Schulden 619, Summa summarum 865 lb – Schulden 168 lb, Restirend theilbar Guth 697 lb
Sa. der Zweiffelhaffte und Verlohrnen Schulden in der Erben ohnveränderte Nahrung zugeltend 152 lb, Zweiffelhaffte Schulden in die theilbare Nahrung Zugeltend 61
(f° 5-v) Copia der Eheberedung (…) auff Donnerstag den 21. Januarÿ Anno 1745. – Johann Daniel Lang


Les Maisons de Strasbourg sont présentées à l’aide de Word Press. Elles sont hébergées par Free-H.