Jean Martin Pfundstein, maître maçon, et (1712) Marie Madeleine Mentzinger puis (1728) Anne Eve Nické


Catholique originaire de Marktheidenfeld au diocèse de Wurtzbourg, Martin Pfundstein est reçu maître maçon en mars 1712. Il épouse le mois suivant Marie Madeleine Mentzinger, successivement veuve des maçons Jean Charles Logel et Simon Bachel. Jean Martin Pfundstein se remarie en 1728 avec Anne Eve Nické et meurt en 1743. Son corps est inhumé dans le cimetière du couvent Sainte-Marguerite. Il délaisse deux filles, une de son premier mariage qui est entrée au couvent et une du deuxième. La somme finale de l’inventaire s’élève à 4 710 livres, ce qui est signe d’une aisance certaine.


Signatures au bas de l’acte de mariage (1712)


Martin Pfundstein est admis à faire son chef d’œuvre en février 1712. L’examen a lieu en mars. Les examinateurs lui demandent de corriger les dessins inexacts. Il est ensuite reçu maître à part entière.

(f° 13-v) Donnerstags den 18.ten Februarÿ A° 1712. seind die Vier Vor dieses Jahr geordnet: und geschwornen Meisterstück schawer Zusammen kommen.
Martin Pfundstein, der Ledige Maurer: und Steinhawer, gebürtig von Heÿdenfelden am Maÿn, erscheind und bitt dieselbe weilen Er entschloßen das Meisterstück Zumachen, Ihme das gewohnliche Maas darzu zugeben.
Erk. daß demselben in seinem begehren willfahrt und das maaß gegeben werden solle.

Donnerstags den 17.ten Martÿ A° 1712 ist in præsentia offt hoch Edelgedachten Herrn Obmanns & Von Hn Jacob Staudachern, Mr Clemens Schrepffen, Mr Frantz Remj und Mr Michael Erlachern, alß denen Vier beaidigten und pro dieses Jahr geordneten Meisterstück schawern obgemelten Martin Pfundsteins, des Ledig.Maurer: und Steinhawer Gesellen Prob: und Meisterstück, Zum Erstenmahl besichtiget: und folgender maßen befunden worden.
Der Erste Stock Riß
In disem Stock befinden sich in dem Schnecken zween tritt zu Wenig, so ein fehler.
Im übrigen hat sich gefunden daß in allen Vier Rißen, alß im Ersten, andern, dritten und Vierten Stock, der baw theils in der Länge: und theils in der breite, umb Zweÿ Zoll Zu Kurtz gewesen.
Nach Solcher Prob: und Meisterstück besichtigung, ist weg. dieser fehler Erk: daß derselbe den Riß deß Ersten Stockwercks, anderster machen und die Zuwenig gemachte Zween tritt im Schnecken, einbring. solle. Mit dem gefälligen anhang, Wann Er alßo diesen Riß, wie recht ist, anderster gemacht und Verbeßert haben wird, daß Er darauf Vor ein Meister solle passirt werden, und das Völlige Meister recht haben und deßen berechtiget sein.

Montags den 21.t Martÿ A° 1712. hatt hierüber benahmbster Martin Pfundstein der Stück Meister, denen hiernächst gemelten geschworenen Meisterstückschaweren, den Riß so Ihme anderster zu machen Zuerkand worden, Vorgelegt, mit bitt solchen Zugehen und darauf zusprechen, was recht ist.
Weilen nun gemelter Riß nach der examination Vor Paßierlich: und guth gehalten, alß ist es dann auch beÿ der vorhergeschriebenen Erkandnus gelaßen worden.

(traduction) Le jeudi 18 février 1712 se sont réunis les quatre examinateurs de chef d’œuvre pour l’année courante.
Est comparu Martin Pfundstein, maçon et tailleur de pierres célibataire, natif de Heydenfelden sur le Main, lequel a déclaré avoir l’intention de faire son chef d’œuvre et demandé qu’on lui indique ses mesures comme il est d’usage.
Décision, sa demande est accueillie favorablement, on lui donnera les mesures.

Le jeudi 17 mars 1712, en présence de l’éminent prévôt, maître Jacques Staudacher, maître Clément Schrepff, maître François Remi et maître Michel Erlacher, tous quatre examinateurs jurés élus pour l’année courante, ont examiné pour la première fois le chef d’œuvre qu’a réalisé le susdit Martin Pfundstein, maçon et tailleur de pierres célibataire et ont constaté ce qui suit.

Dessin du premier étage
Il manque deux marches à l’escalier à vis de cet étage, ce qui est un défaut.
On a par ailleurs constaté qu’il manque deux pouces en largeur sur les quatre dessins, c’est-à-dire au premier, au deuxième, au troisième et au quatrième étage.
Après avoir examiné le chef d’œuvre, on a décidé ce qui suit à cause de ces défauts. Il devra refaire le dessin du premier étage et y faire figurer les deux marches qui manquent. On précise par ailleurs que lorsqu’il aura refait et corrigé le dessin comme il convient, il sera reçu maître et jouira intégralement du droit de maîtrise et de ses prérogatives.

Le lundi 21 mars 1712, le susdit candidat Martin Pfundstein a présenté aux examinateurs ci-dessus mentionnés le dessin qu’on lui a demandé de refaire en les priant de le regarder et de décider ce que de droit.
Comme l’examen révèle que ledit dessin est maintenant correct et qu’on peut le considérer comme bon, on renvoie à la décision ci-dessus.

Jean Martin Pfundstein épouse en avril 1712 Marie Madeleine Mentzinger, successivement veuve des maçons Jean Charles Logel et Simon Bachel.

Mariage, Saint-Pierre-le-Vieux (cath. p. 234)
Die 5. mensis Aprilis A. 1712, copulati sunt Martinus Pfundstein oriundus ex oppido Marckheidenfeld diœcesis Herbipolensis, Ciuis et lapidica huiatis, et Maria Magdalena Mensingerin argentinensis vidua defuncti Simonis Bach etiam Lapicidæ ac Ciuis huiatis (signé) Johann Martin Pfundtstein, Maria Magdalena Mentzinerin

Marie Madeleine Mentzinger femme du maçon Jean Martin Pfundstein meurt en 1728. Elle délaisse quatre filles, deux de son premier mariage avec Jean Charles Logel, une de son deuxième avec Simon Bæchel et une du troisième avec le veuf. La maison est estimée à 900 livres par les experts de la Ville

1728 (2.7.br) Me Oesinger (Jean Adam, 39 Not 38) n° 984
Inventarium und beschreibung aller derjenigen Haab, Nahrung v. Güthere, Liegender und Fahrender, Verändert v. Unveränderter, keinerleÿ davon außgenommen, so Weÿl. die Ehren: v. Tugendhaffte Frau Maria Magdalena Pfundsteinin geb. Mentzingerin des Ehrenhafften v. achtbahren Herrn Martin Pfundsteins Steinhauers v. Maurers, burgers allhier geweßene Haußfrau, nach ihrem den 17. augusti dieses lauffenden 1728.sten Jahrs aus dießer mühsamen kummer vollen v. vergänglichen Welt genommenen tödlichen hientritt hie zeitlichen verlaßen
in fernerer beÿseÿn deß Ehrenvesten v. rechtsgelehren H. Frantz Heinrich Dautels Not. publ. des dießorths Wittibers erbettenen Assistenten, Donnerstags d. 2.ten 7.br: A° 1728
Bericht über gegenwärtige Verlassenschafft
Die abgelebte Frau hat sowohl per Testamentum nuncupativum als auch ab intestato zu ihren rechtsmäßigen Erben verlaßen wie folgt, 1. die Ehren v. tugendsahme Frau Mariam Salome Schröderin gebohrne Logelin, des Ehrsam v. bescheidenen Meister Johann Georg Schröders Steinhauers v. Maurers burgers allhier haußfrau, 2. die Ehren v. tugendsahme Fr. Mariam Magdalenam Nickein gebohrne Logelin des Ehrsam v. bescheidenen Meister Johannes Nicke, Wollenwebers v. burgers allhier Ehegattin, diese beede Töchtere hat die abgeleibte Frau mit Weÿl. H. Johann Carl Logel, dem gewesenen Steinmetzen Maurers v. burgers allhier in erster Ehe erziehlt,
3.tio die Ehren v. tugendsahme Jungfrau Annam Mariam Bachelin, so die Frau seel. mit weÿl. Meister Simon Bachel, dem gewes. Steinmetzen v. Maurer burgern allhier in 2.ter Ehe erzeugte dero geschwornener Vogt ist der Ehrenvest weiß v. großachtbahre herr Johann Quirin Berga Steinhauer v. Maurer auch E:E: Kl. Raths allhier alter beÿsitzer, 4.to die Ehren v. tugendsahme Jungfrau Mariam Catharinam Pfundtsteinin, des Eingangs berührten Wittibers mit der abgelebten frauen ihrerseits in dritter Ehe erzeugte Tochter, bevögtigt ist mit dem Ehrenvest weiß v. wohl vorachtbahren H. Johann Mußler, Schloßer v. burgern auch E:E: Kl. Raths allhier alten beÿsitzern

In einer allhier ane der blindengaß gelegenen in diese Verlassenschafft gehörigen behausung ist befunden worden als folgt
Höltzen: v. Schreinwerck, auff der bühn, In des Wittibers Schlaff Cammer, In d. Stub Cammer, In d. Wohnstub, Im Hauß Ehren
Eigenthum an einer behaußung (4/9.te theil Töchter I.ter Ehe, 5/9 denen E. is gemein) haus, hoff, hoffstatt v. bronnen auch ein Mittel v. hindergebäu sambt übrigen deßen begriffen, weiten, Rechten zugehörden v. gerechtigkeiten gelegen allhier in der Statt Straßburg ane der blindengaß 1.s neben Joh: Frantz Thuchfärber dem Schuhmacher 2.s neben Melchior Erißmann dem Fuhrmann, beed. burgern allhier, hinten auff N. Bohlender den hosenstricker stoßend, so über 11 ß 8 d bodenzinß Jahrs auff Weÿhenachten dem Stifft Zur Carthaußen allhier fällig v. in Cap. außwirfft 11- 13- 4, freÿ ledig v. eigen v. durch der Statt Straßburg Werckmeister L. dero schrifft. Abschatzung vom 28. Aug: 1728 æstimirt pro 900. Solchem nach restirt noch außzuwerffen. Darüber ist vorhanden ein teut. perg. Kbr. mit der St. Strb. CC Stuben anh. Ins. verw. d. 31. Maji A° 1698. Ferner ein älterer perg. Kbr. i auch mit d. St. Straßb. Contr. Ins. Verw. sub dato 5. Jul: 1675.
– Abschatzung d. 28.t aug. ao. 1728. Auf begehren des Ehrenhafften und bescheid. Meister Johann Martin Pfundtstein der Stein hauer und Maurer ist eine behausung allhier in der Statt Straßburg in der Blinden Gaßen gelegen einseit Neben Johann Francisco duchfärber Schumacher, anderseits Neben Melcher Erismann fuhrmann, hinden auff den Bohländer Hoßenstricker stosend welche behausung, Nebens gebäu, zweÿ hinder gebäulein, Stuben, Cammern, Küchen, hauß Ehren, gebälcker Keller, höffel und Gibs: Offen sambt aller Gerechtigkeit Wie solches durch der Statt Straßburg geschworene Werckleuthe sich in der besichtigung befunden und Jetzigem preiß nach angeschlagen wird Vor und Umb 1800 Gulden, Bezeichnuß durch der Statt Straßburg Geschworene Werckleuthe [unterzeichnet] Michael Ehrlacher Werck Meister deß Meinsters, Johann Jacob Biermeÿer Werck Meister deß Zimmerhoffs, Johann Peter Pflug Werck Meister deß Mauerhoffs
Ergäntzung der Erben unveränderten Guths, vermög Inventarii über Weÿl. des Ehrenhafften V. bescheidenen Meister Simon Bechels, geweßenen Steinmetzen, Maurers v. burger allhier seel. Verlassenschafft durch weÿl. H. Johann Adam Ösinger Not. publ. gefertigt
Wÿdum, Welchen die Verstorbene Frau seel. Von Weÿl. H. Johann Carl Logel, Steinmetzen v. Maurers auch E:E: kleinen Raths geweßen alten beÿsitzers als ihrem Erstern Ehemann seel. Vermög auffgerichteten Codicili mit gewißen Condition zu genießen gehabt, davon das Eigenthum ihren beeden noch lebenden mit ihme ehel. erzeugten Töchtern, benantl. Frauen Mariä Salome V. Fr. Maria Magdalenä gehörig v. dermahlen anheim fallen
Series rubricarum hujus Inventarÿ, deß Wittibers unverändert guth, Sa. Silbers 17 ß, Sa. der Activ Schuld 50 lb, Summa summarum 50 lb
der Erben unverändert Vermögen, Sa. hausraths 48, Sa. Faß 11 ß, Sa. Schiff und geschirr 2 lb, Sa. Silbers 2 lb, Sa. Goldener Rings 1 lb, Sa. Eigenthums ane einer behausung 493 lb, Sa. d. Ergäntzung (63, Abzug 265, rest passive 201), Summa summarum 546 lb, S. der Schulden 324, Compensando verbliebt 222 lb
das theilbar guth, Sa. hausraths 74 lb, Sa. der Frucht 6 lb, Sa. der Faß 13 ß, Sa. Schiff und geschirrs 40 lb, Sa. Silbers 6 lb, Sa. d. baarschafft 520 lb, Sa. der Activ Schulden 807 lb, Summa summarum 1457 lb, Sa. der Schuld. 92 lb – Conclusio finalis Inventarÿ Beschluß summa 2097 lb

Jean Martin Pfundstein se remarie en 1728 avec Anne Eve Nické (la sœur de Jean Nické) : contrat de mariage, célébration

1728 (6. Xbr), Me Dautel (6 E 41, 284) n° 3
(Eheberedung) zwischen Herrn Johann Martin Pfundstein dem Maurern und burgern allhier beÿständlich Tit. Herrn Johann Mußlern Schloßers und E:E: kleinen Raths wohlmeritirten beÿsitzers ane einem
So dann Jungfrauen Annæ Evæ Nickein herrn Johann Nicke Wollen webers und E.E. Kleinen Raths wohlverdienten beÿsitzers und Frauen Annæ Evæ Nickein gebohrner Wahlein ehelicher Tochter mit assistentz ihres Herrn Vatters und herrn Niclaus Dugland, Wollenwebers ihres herrn Schwagers ane dem andern theil – So geschehen Straßburg Montags den 6.ten Decembris 1728 [unterzeichnet] Johann Martin Pfundt stein als hochzeitern, eua anna Nickin als hochzieterin, Nicolas Dulcand comme temoin

Mariage, Saint-Marc (cath. p. 3)

Hodie 17 mensis Januarii anni 1729 (…) sacro matrimonii vinculo in facie Ecclesiæ conjuncti fuerunt Joannes Martinus Pfundstein civis et Lapicida p.m. defunctæ Mariæ Magdalenæ Mentzingerin viduus in Parochia ad S. Petrum Seniorem commorans et Anna Eva Nicquet Joannis Niquet civis et Lanæ textoris et Annæ Evæ Wahlin coniugum Parochianorum nostrorum filia in hac Parochia commorans (signé) Johann Martin Pfundtstein, Anna Eua Nickin (i 4)

Jean Martin Pfundtstein meurt en 1743. Il délaisse une fille de son deuxième mariage et, de son premier mariage avec Marie Madeleine Mentzinger, une autre fille qui est entrée au couvent Sainte-Marguerite et Sainte-Agnès de Strasbourg. Lors de l’inventaire, un des témoins qui prête serment est Jean Léonard Vidua, ouvrier du défunt, qu’épousera la veuve. La succession comprend outre la maison rue des Aveugles une autre léguée par Anne Marie Wolff. La somme finale de l’inventaire est de 4 710 livres, ce qui fait du défunt un bourgeois aisé.

1743 (5.8.) Me Lang l’aîné (Jean Daniel, 25 Not 80) n° 695
Inventarium über weÿl. des wohl Ehren vesten und Wohl Vorgeachten Herrn Johann Martin Pfundsteins, geweßten Steinhauers, Maurers und burgers allhier nunmehr seeligen Verlassenschafft – Nach deme derselbe den 9. aprilis dießes lauffenden 1743. Jahrs Von dem lieben Gott aus dießer Welt seelig abgefordert worden, zeitlichen hinter sich Verlaßen, Welche Verlassenschafft auf freundliches Ansuchen, Erfordern und Begehren des Ehren und Vorgeachten Herrn Johann Georg Winters, hänffers und burgers allhier, als geschwornen Vogts Annæ Mariæ Catharinæ Anthoninæ Pfundsteinin, des abgeleibten seel. mit der Wohl Ehren und Tugendgezierten Fr. Anna Eva Pfundsteinin gebohrnen Nickein, deßen geweßter Ehegattin und nunmahligen Wittib ehelich erzeugten töchterleins und ab intestato Verlaßener einiger Erbin inventirt, durch sie der erstgedachte Fr. Wittib beÿständlich des hoch Edelvest fürsichtig und hochweißen herrn Frantz Matthiä Zäpffels hochverdienten XXI.rs des beständigen Regiments allhier deroselben hochzuehrenden hierzu erbettenen H. assistenten, wie auch durch Johann Leonhard Vidua, des abgeleibten seeligen geweßten balier, Von Maÿen Nieder Chur Trierischer Herrschafft, und Catharinam Elisabetham Schleÿin die dienstmagd im hauß, von Hagenau gebürtig, auff zu vorhin (abgelegte handtreu)

In einer allhier an der blinden gaß gelegenen in dieße Verlassenschafft gehörigen und hernach beschriebenen behausung befunden worden wie folgt
Ane Höltzen: und Schreinwerck, In der Schwartzen getüch Kammer, In der Camin Kammer, Im hindern Stübel, In der Magt Kammer, In der Wohnstub, In der Stub-Kammer, Im Hauß öhren, In der gesellen Kammer, In der Soldaten Kammer, In der Küchen, Im Keller
(f° 21) Eigenthumb ane Häußern, (E) Eine behaußung bestehend in einem vordern, nebens und hinter hauß, hoff, hoffstatt und bronnen, mit allen übrigen derselben gebäuen, begriffen, Weiten, rechten, Zugehörden und gerechtig Keiten gelegen allhier zu Straßburg ane der blindengaß einseit neben Jacob Ludwig dietrich dem Mehlmann, anderseith neben Melchior Ehrißmann dem fuhrmann, vornen auf die blindengaß und hinten auf das leimen gäßel stoßend, davon gefallen jährl. auf Weÿhnachten dem Stifft Zur Carthauß allhier 11 ß 8 d Zinß, welcher Zinnß in des Herrn Pfundsteins ersterer Ehefrauen seel. Verlassenschafft Inventario de ao. 1728, wie auch hernach allegirten dreÿen Kauffbrieffen, vor ein bodenzinß beschrieben, nunmehro aber von dem Stifft Vor einen ehrschätzigen Zinnß angesprochen wird, sonsten aber eigen und ohne dieße beschwerde durch (die Werckmeister) vermög deroselben Abschatzung vom 22.t Junÿ 1743 angeschlagen pro 2000 gulden oder 1000 lb, Davon abzuziehen obiger daroben hafftender Zinnß zu doppeltem Capital à 5. pC° ohnpræjudicirlichen gerechnet antreffend 23 lb, Nach deren abgang verbl. ane obigem hauß portion noch per rest übrig, so dießorts auszuwerffen 976 lb. Wie der verstorbene H. Pfundstein seel. diese behaußung, so theils von weÿl. H. Joh: Carl Logels, geweßten Steinmetzen, Maurers und E:E: Kleinen Raths alten beÿsitzern deßen Ehe Vorfahren und theils von weÿl. frauen Mariä Magdalenä Pfundsteinin gebohrner Mentzingerin deßen ersterer Ehefrauen seel. Verlassenschafft herrühret, Und beÿ dieser letztern Verlassenschafft abtheilung Frauen Mariä Magdalenä gebohrner Logelin Mr Joh: Nicke, des Wollenwebers und burgers allhier Ehegattin, dero einen tochter von samtl. Mit Erben in ohnvertheiltem Erbe cedirt worden, nach gehends Von Ihro Fr. Nickein Käufflichen angenommen hat, weißet ein teutscher pergamentener Kauffbrieff in allhieß. Cantzleÿ Contract Stuben gefertiget dat: den 27. 9.bris A° 1728, Dabeÿ noch zween alte auch allda gefertigte und mit solchem Innsigel verwahrte pergam. Kauffbrief de datis 31. Maji A° 1698 et 5. Jul: 1675.
(f° 22) (E) Item Eine behaußung, höflein, hoffstatt, und gemeinschafft eines bronnens, mit allen deren begriffen, weithen, rechten Zugehörden u. gerechtigkeiten, gelegen allhier Zu Straßburg ane der Renngaß (…)
– Abschatzung dem 22. Junÿ 1743. Auff begehren weillandt deß wohllachtbahren und bescheitenen H: Martin Pfundtstein deß gewëßenen Maurer und Steinhauer seel: hinderlaßenen frau wittib und Erben ist eine behausung allhier in der Statt Straßburg, in der blinten gaßen gelegen Ein seitß an H: Jackob Luttwig Tittrich dëß Mellmannß, anderseitß an Melchior Ehrißon dem furmann hinden auff daß Leimen gäßlein Stosent welche behausung unden deß hauß Ehren Neben die buch Kuchen der hoff und bronen getrëmbter Keller oben ihm Ersten und Zweÿten Stock ein Stuben Cammer Kuchell hauß Ehren wor über daß tach mit einer besetzten bienen und alten tachstull daß Nebens gebau darinen unden ihm hoff die Kalck Cammer der officier Stall, oben dar über ein Stubell Cammin Cammer, daß hinderhaus darinn unden soltaten Cammer oben ein stubell Cammer Kuchen, haus Ehren, war über oben Vier Kleinen Cammren und schmalleß haus Ehren alter tach stull und Klein hinder hoffell samt aller gerechtig Keidt wie solches turch der Statt Straßburg geschwornen werck Meister sich in der besichtigung befundten und Jetzigem Preÿß nach an geschlagen wierd Vor und Umb 2000 Gulten
Der 2.te begrieff ist auch allhier in der Statt Straßburg in der reen gaßen (…) bezeichnuß der Statt Straßburg geschwornen wërck Meister [unterzeichnet] Pflug Statt lohner, Michael Ehrlacher Werck Meister deß Meinsters, Johann Jacob Biermeÿer Werck Meister deß Zimmerhoffs

Copia des seeligen H. Pfundstein, wegen seiner tochter erster Ehe mit der Frau Priorin und dem Convent des Closters Stæ Margarethæ und Agnesen getroffener Convention – Par devant le Notaire Royal jmmatriculé au Conseil souverain d’Alsace residant à Strasbourg furent présentes les Reverendes Marie Odile Bodemer, Prieure, Marie Jeanne Loÿson, sous prieure, Anne Madeleine Hirn, Marie Thomas, Susanna Lauger, Marie Dominique Haus, Marie Osann Loÿson, Marie Alane Untz maitresse des Novices, Marie Agnes Cappler, Receveuse et Marie Anne Wambster, toutes religieuses professes du monastere de Ste Marguerite et Agnes ordre de St Dominique de cette ville, assemblées à la grille du parloir d’jceluy composant le Conseil et faisant et agissant pour elles et leurdit Couvent d’une part, Et le Sieur Jean Martin Pfundstein Tailleur de pierres et Entrepreneur des bâtiments Bourgeois de cette ville, faisant, stipulant et agissant pour dte. Marie Catherine Pfundstein sa fille agé d’environ Seize ans, présente de son consentement d’autre part. Lesquelles parties ont dit : que ladite demoiselle Marie Catherine Pfundstein etant actuellement postulante et temoignant un desir sincere de se retirer du monde et d’etre reçüe a faire profession audit Couvent (…), den 26. Januarÿ A° 1732, H. Humbourg Not. Reg.
Copia der Eheberedung (…) den 6. dec. 1728, Not. Frantz Heinrich Dautel
Copia Codicilli, Im dem Jahr 1743, den 22. Martÿ, Herr Johann Martin Pfundstein, Steinhauer, Maurer und burger allhier – geschehen in anfangs gedachter Pfundsteinischer behaußung ane der blindengaß gelegen und deren auf dem zweÿten Stockwerck sich befindlichen wohnstube, mit denen Fenstern auff die blinden gaß auß sehend, Johann Daniel Lang, Not.
Ergäntzung der Frau Wittib abgegangenen ohnveränderten Guths – habe sie von dero geliebten Eltern hernach beschriebene hausraths Posten zu einer Ehesteur mit in die Ehe bekommen
(f° 49) Series rubricarum hujus Inventarÿ, der Frau Wittib ohnverändert Nahrung, Sa. Silbers 5, Sa. Goldener Ring 2, Sa. der Baarschafft 3, Sa. der Schuld 75, Sa. Guths Ergäntzung 186, Summa summarum 271 lb
des seel. Herrn Pfundsteins hinterlassene deßen töchterlein letzter Ehe und ab intestato Verlaßener einiger Erbin anerstorbene Rubricen und Posten, Sa. Kleÿdung 30 lb, Sa. Silbers 5 ß, Sa. Eigenthumbs ane häußern 1216 lb, Sa. unverändertem Guth (1722, bezahlt worden 2567, In Vergleichung 845 lb Welche hernach deßen ohnveränderten passivis und hingegen denen theilbaren Activis beÿgesetzt worden), Summa summarum 1249 lb, Passiva 927, Nach deren Abgang 321 lb
dei gemeine theilbare Verlassenschafft, Sa. hausraths 139 lb, Sa. Schiff und geschirr zum Steinhauer und Maurer handwerck gehörig auch Steinwercks und Materialien 93 lb, Sa. lährer faß 5 lb, Sa. Silbergeschirrs und dergl. geschmeids 10, Sa. baarschafft 1210 lb, Sa. Schulden 2991 lb, Summa summarum 4451 lb, Zu decourtiren und abzuziehen, Schulden auß der theilbaren Nahrung 334, Theilbare Errungenschaft 4116 lb – Gantze Verlassenschafft et Conclusio finalis Inventarÿ 4710 lb

Le corps de Martin Pfundstein est transporté à l’église Saint-Pierre-le-Vieux pour les cérémonies ordinaires. Il est ensuite inhumé dans le cimetière qui jouxte l’église du couvent Sainte-Marguerite

Sépulture, Saint-Pierre-le-Vieux (cath. p. 39)
Anno domini 1743 die nona Mensis aprilis mortuus est Joannes Martinus pfundstein Civis Cæmentarius et lapicida ætatis suæ quinquaginta octo annorum sponsus in ultimis nuptiis annæ evæ nické, sacramentis pœnitentiæ eucharistiæ et extremæ unctionis pie præmunitus, Cuius Corpus die sequento eiusdem Mensis et anni solito *um ritu, ad ecclesiam parochialem delatum, persolutis ibi precibus et suffagiis Consuetis, me infra scripto canonico et plebano funus deducente ad ecclesiam sancti monialium ad sanctam margaritam delatum fuit et in earum cæmeterio ecclesiæ contiguo a reverendo patre antonino Schmit prædiclarum sancti Monialium Confessore sepultum est præsentibus testibus Joanne nické Cive et lanarum textore et Jacobo Schandler Cie ac eiusdem professionis qui mecum subscripserunt (i 21)


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