Jean Léonard Vidua, maître maçon, et (1743) Anne Eve Nické – catholiques


Né en 1712 à Meyen dans l’archevêché de Trèves où il a été apprenti de 1729 à 1732, Jean Léonard Vidua (à prononcer fidoua) obtient en juillet 1743 un certificat pour pouvoir devenir bourgeois. Les Quinze lui accordent une dispense pour n’avoir pas fait ses années d’épreuves eu égard qu’il va épouser une veuve de maître. Il est admis en août 1743 à faire son chef d’œuvre qu’il présente en octobre. Il épouse en novembre Anne Eve Nické, veuve du maçon Jean Martin Pfundstein, devient bourgeois quelques jours plus tard et s’inscrit à la tribu en décembre.
Il passe un marché de construction avec la tribu des Pêcheurs en 1744, avec le notaire Jean Jacques Hess en 1750, il travaille en 1749 pour le compte du couvent Sainte-Madeleine.
Les Quinze accordent à Jean Léonard Vidua, maître maçon et entrepreneur en bâtiments, un abonnement à la Taille sur le pied d’un revenu de 12 000 florins. Il meurt dans l’aisance en 1751 en délaissant deux enfants.

Maison en propriété
Rue des Aveugles, propre à Anne Eve Nické (IV 84, ultérieurement n° 3)

Enfants

  • Marie Sybille, épouse en 1767 François Xavier Rebanier, secrétaire à l’Intendance d’Alsace
  • Louis, jurisconsulte (1771)


Signature au bas du contrat de mariage (1743)


Originaire de Meyen dans l’archevêché de Trèves, Jean Léonard Vidua demande en juillet 1743 un certificat pour pouvoir devenir bourgeois. Il présente un extrait de baptême, une lettre d’apprentissage d’après laquelle il a été apprenti à Meyen de 1729 à 1732. On lui remet le certificat à condition qu’il épouse la veuve Pfundstein comme il déclare en avoir l’intention.

1743, Protocole de la tribu des Maçons (XI 237)
(f° 161) den 23.t Julÿ 1743, war ein Kauffgericht. Burgerschein – Johann Leonhard Vidua der Steinhauer Und maurergesell von meÿen Niederen Ertz stifft Trier, weilland dominici vidua allda ehelicher Sohn, haltet an umb einen schein burger werden zu Können, producirte deßwegen schein von H. Molitor ex Commissione domini Decani Davius Majoriæ den 11.ten Junÿ 1743. geschrieben, unterschrieben Und mit desen Pittschafft Verwahrt, daß Er Johann Leonhard Vidua den 14. Julÿ 1712. Von Ehrlichen Eltern nemblichen Dominico vidua und Eva Catharina Burgerin Zu maÿen gebohren, Und den 19.t Ejusdem Zur H. tauff gebracht worden, ingleichem deßen Lehrbrieff von denen Regirenenden Und alten zunfftmeistern wie auch sambtlicher meisterschafft der Steinhauer, maurer, Und Schreiner Zunfft Zu meÿen Unter dero eigenhändigen Unerschrifften Und anhangenden handwercks Insigel den 13.en Junÿ 1743. außgestellt, Krafft deßen Er Vidua den 3.t Aprilis 1729. beÿ Ihren Zünfftigen Mitmeister Martin Nurberg auff dreÿ Jahr auffgedungen, Und den 12.ten aprilis 1732. wieder looß und ledig gesprochen worden, mithin seine Lehrjahr völlig außgestanden, auch sich sonsten wohl Verhalten haben meldet anbeÿ, daß Er H. Johann Martin Pfundsteins dißorths gewesten H. Schöffen hinderlaßener wittib dereins Zu heurathen gesinnet seÿe.
Erkannt, mit dießer Condition, wen sein Vorgebende heurath mit der frau Pfundsteinin wahr, Willfahrth.

Le Corps des maçons refuse d’inscrire Jean Léonard Vidua au chef d’œuvre parce qu’il n’a pas fait ses années d’épreuve

Protocole du corps des maçons (XI 242) 1731-1749
(f° 148.b) Freÿtags den 2. Augusti 1743. – Johann Leonard Vidua von maÿen auß dem Churtrierischen Land, balier beÿ weÿl. H. Johann Martin Pfundstein geweßenen maurers und Steinhauers auch Schöff beÿ dießeitiger Ehrsamen Zunfft seel. hinterlassener wittib stehet vor und bittet Ihne Zu dem meisterstück Zu admittiren, producirt deßhalben seinen Lehrbrieff von dem Regirenden und allen Zunfftmeistern E. E. Zunfft der maurer Steinhauer und Schreiner in Maÿen Nieder Churtrierischer herrschafft de dato 13. Junÿ 1743. unterschriebenen von Martin Nurberg dem Lehrmeister, Niclaus Pfingsten, Antoni Lang regirenden, So dann Johann Specht und Lorentz Luxen alten zunfft meister Und aus den handwerck Insiegel allda Corroborort, Krafft deßen Er das handwerck dreÿ Jahr lang ehrlich vnd redlich erlernet, wie auch Ein von herrn Rathschreiber Kienen alhier außgestellten Schein de dato 29.ten Julÿ 1743. vermög deßen Er Comparent des hiesige burgerrechts Vertröstet worden.
Nach gehaltener Umbfrag Wurdte unanimiter Erkandt, daß Er Johann Leonardt Vidua, weilen Er ein frembden, Vnd Vermög der articul die muthjahr aushalten solle, Von seinem begehren abzuweisen seÿe.

Jean Léonard Vidua sollicite auprès des Quinze une dispense pour faire son chef d’œuvre bien qu’il ne se soit pas inscrit aux années d’épreuve, en considération qu’il épousera la veuve d’un maître. Il argue qu’il a travaillé douze années durant pour le compte de Jean Martin Pfundstein. Député des maçons, Jean Christophe Schneider rappelle qu’il a bénéficié d’une dispense comparable, assortie de la condition qu’il lui fallait effectivement épouser la veuve. La commission estime qu’il y a lieu d’accorder la dispense aux mêmes conditions, moyennant paiement de six florins, à régler pour moitié à la Ville et pour moitié au corps de métier.

1743, Protocole des Quinze (2 R 153)
(f° 391) Sambstag d. 17. Aug. 1743. Ober Handwerckh herren laßen per Eundem [Hrn Secret.Kleinclaus] referiren, daß Johann Leonhard Vidua der ledige Maurer und Steinmetz aus dem Chur Trierischen gebürtig contra E. E. Handwerckh der Maurer Ober Meister den 10. huj. ein Underth. Memoriale mit beÿlag sub N° 1 producirt, in welchem derselbe gehorsambst Vorträgt, daß er den 2. huj. beÿ ged E. Handwerckh der Mauer umb admission Zum Meisterstückh gebührend eingekommen, Weil er aber die durch die handwerckhs articul vorgeschriebene Muthjahr nicht Verarbeitet, seÿe er, wie ged. beÿlag N° 1 Zeige, mit diesem seinem begehren abgewiesen worden, mit diesem seinem begehren abgewiesen worden. Da aber Er, Underth. Implorant, Zwölff gantze Jahr an einander beÿ weÿl. H Johann Martin Pfundstein, dem geweßenen burger und Maurer Meister allhier gearbeitet, sich auch seither mit deßen hinterbliebener wittib in Eheverlöbnuß eingelaßen, und bereiths des allhießigen burger Rechts vertröstet worden seÿe, alß wolle er demüthig gebetten haben, Ihne von denen Muthjahren, jn ansehung er sich ane eines Meisters Wittib Verheurathet, gn. Zu befreÿen, solche, nach gnädig Zu erkennen, daß Er dispensando Zu Verfertigung des Meisterstückhs Zu admittiren seÿe.
Auff welches ged. E. Zunfft umb Deputation et facta relatione umb gn. manutenenz des dißfalls habenden Articuls, Ref. Exp. gebetten habe, Welche Deput. auch willfahrt und beseßen worden, da der Implorant sich auff den jnhalt seines Memorials bezogen. Nahmens des Handwercks seyen Vorgestanden Jacob Seemann und Johann Christoph Schneider, welche geantworttet, Sie bezieheten sich auff den Articul Krafft deßen der Gegner dreÿ Muthjahr verarbeiten solle, und Verpflichete sich darzu einscheiben zu laßen. Er. Schneidern habe auch eines Meisters Wittib geheurathet, und seÿe deßwegen Zu dem Meisterstück admittirt worden, Er hätte sich aber unterschreiben müßen, daß Er die Wittib heurathen werde, wiedrigen falls deßen Meisterstück für nichts gehalten weden solte.
Auff seithen der Deputirten, Vermeine man daß der Implorant, alß welcher schon 12. Jahr, und Zwahr beÿ einem Meister, allhier gearbeitet dispensando Zu dem Meisterstück Zu admittiren, in Consideration ermelter wittib, welcher er aber heurathen, widrigen falls Ihme seines Meisterstückhs ohnerachtet, das Meisterrecht nicht angedeÿen solle, Mit dem Anhang daß Er, neben denen unkosten, annoch pro dispensatione 6. lb halb der Statt und halb dem Handwerck, Zu erlegen schuldig sein solle. Die genehmhaltung Zu Mghh stellend. Erk. bedacht gefolgt.

(f° 439) Sambstag d. 7. Sept. 1743. Ober Handwerckh herren laßen per Eundem [Hrn Secret.Kleinclaus] referiren, daß communication hernach gesetzter bescheid seÿe begehrt, willfahrt undt derselben sofort wie folgt Zu papier gebracht worden
Bescheid. Sambstag den 17. Augusti 1743. In Sachen Johann Leonhard Vidua des ledigen Maurer und Steinhawers, Imploranten, ane einem, entgegen und Wieder E. E. Handwerckh der Maurer und Steinhawer Imploraten, am andern theil. Auff producirtes unterthäniges Memoriale mit beÿlag sub N° 1 und angehencktem bitten, dem Imploranten, in ansehung er sich eines Meisters Wittib heurathe, von denen Muthjahren gnädig Zu befreÿen, solchem nach gnädig zu erkennen, daß er dispensando Zu Verfertigung des Meisterstückhs Zu admittiren seÿe. Der Imploraten darüber gethane Verantwortung juncto petito Deputation Zu erkennen, et facta relatione die Imploraten beÿ dem dißfalls habenden Articuls zu manuteniren, Ref. Expensis. Bewilligte und beseßene Deputation, und all übriges angehörte Vor: und Anbringen, Ist der Herren Deputirten abgelegten Relation nach Erkandt, Wird der Implorant, in consideration der Meisters wittib, die er Zu heurathen gesinnet, der Muthjahr erlaßen, und Zu Verfertigung des Meisterstücks dispensando admittirt, mit dem Anhang daß Er, neben denen unkosten, annoch pro dispensatione Sechs Pfund halb der Statt, und halb dem Handwerckh, Zu erlegen schuldig sein solle.

Jean Léonard Vidua est admis en août 1743 à faire son chef d’œuvre qu’il présente en octobre. Les examinateurs font deux objections mineures. Il sera maître à part entière dès qu’il se sera inscrit à la tribu.

1743, Maçons (XI 247, chefs d’œuvre)
(f° 96-v) Donnerstags den 22.t Augusti 1743. Convenerunt Hr Johann Peter Pflug Statt Lohner, Hr Johann Michael Erlacher, Werckmstr., mstr. Johann Gottfried Bluttner, Steinmetz, und mstr Andreas Schröter, Steinhauer
Johann Leonhardt Vidua der ledige burger Steinhauer, Und Maurergesell von meÿen Ertz Curtrierer Herrschafft stehet Vor und bittet Ihme das Meisterstück auffzugeben.
Erkandt, Willfahrt und Ihme selbiges gleichbalten, wie es in einem besonderen Protocollo enthalten auffgegeben.

(f° 97) Donnerstags den 24.t Octobris 1743. Wurdt in præsentia S.T. Herrn XV.er Josephi Grobers hochverordneten Herrn Obmanns und dere Vier geordneten herrn meisterstück Schauere, nahmentlich mstr. Johann Gottfried Bluttner, Steinhauers, mstr Andreæ Schröter, auch Steinhauers, Hn Michael Erlacher, Steinmetzen, vndt Werckmeister, Vnd Hn Johann Peter Pflugen auch Steinmetzen und Stattlohners, Johann Leonhardt Vidua des ledigen Steinhauer, Und Maurergesellen gefertigtes Prob und Meisterstück besichtiget und folgendes dabeÿ Zu anden befunden
1. daß das Creutzgewölb so wohl in Kleinen alß großen aufftrag umb Vier Zoll Zu lang. Hats Verantwortet, Indeme es nach der Schräge gemeßen recht eintrifft.
2. daß das handhabenstück auch um etwas Zu Lang. ist auch verantwortet.
Deßhalben dann einmuthig Erkandt, daß weilen sich alles in der ordnung befunden Vnd die fehler nur gering, derselbe vor einen Vollkommenen meister eingenommen, und sobald derselbe sich wird Zünfftig gemacht haben er das Vollkommene Meisterrecht genießen solle.

(traduction) Le jeudi 21 août 1743 se sont réunis le maître de travaux Jean Pierre Pflug, le chef de chantier Jean Michel Erlacher, le maître tailleur de pierres Jean Geoffroi Bluttner et le maître équarrisseur André Schrœder.
Le compagnon équarrisseur célibataire Jean Léonard Vidua, bourgeois originaire de Meyen dans l’archevêché de Trèves, se lève et prie qu’on lui indique le chef d’œuvre. Décision, la requête du pétitionnaire est reçue favorablement, on le lui indique aussitôt dans un document particulier.

Jeudi 24 octobre 1743, en présence du prévôt le Quinze Joseph Grober, les quatre examinateurs, à savoir maître Jean Geoffroi Bluttner équarrisseur, maître André Schrœder aussi équarrisseur, Jean Michel Erlacher, chef de chantier et tailleur de pierres ainsi que Jean Pierre Pflug, tailleur de pierres et maître de chantier, ont examiné le chef d’œuvre qu’a réalisé Jean Léonard Vidua et ont fait les objections suivantes.
1. La voûte d’ogives a quatre pouces en trop à la fois sur le petit et sur le grand projet. Il a répondu que la mesure est exacte si on mesure la courbe.
2. La pièce auxiliaire est elle aussi légèrement trop longue. Il a aussi donné des explications.
On a ensuite décidé à l’unanimité, étant donné que tout est bien exécuté et que les défauts sont mineurs, qu’il sera reçu comme maître à part entière et qu’il jouira de toutes les prérogatives de la maîtrise dès qu’il se sera inscrit à la tribu.

Jean Léonard Vidua épouse Anne Eve Nické veuve du maçon Jean Martin Pfundstein en novembre 1743 : contrat de mariage tel qu’il est transcrit à l’inventaire de 1751, célébration

1743 (7. 9.br), Me Lang l’aîné (Jean Daniel, 25 Not 105), n° 211
Eheberedung, zwischen dem Ehren und vorgeachten Herrn Johann Leonhard Vidua, dem leedigen Steinhauer und Maurer Meister Von Meÿen, Ertz Curtririschen Herrschafft gebürtig, weÿl. des Ehren und vorgeachten, Herrn Dominici Vidua, geweßten Maurer Meisters und burgers allda seel. mit Frauen Eva Catharina gebohrner Weilerin deßen hinterbliebener Wittib erzeugtem Sohn, so des allhießigen burger rechtens von einem hochedlen Magistrat allhier würcklichen vertröstet ist, So dann der Wohl Ehren und Tugendgezierten Frauen Anna Eva Pfundsteinin gebohrner Nickein, weÿland des Wohl Ehrenvest Wohlvorgeachten Herrn Johann Martin Pfundsteins, geweßten Steinhauers, Maurers und burgers allhier seel. hinterbliebener Wittib – den 7. nov. 1743

Mariage, Saint-Pierre-le-Vieux (cath. p. 162)
Hodie die 11 mensis novembris anni 1743 (…) sacro matrimonii vinculo in facie Ecclesiæ conjuncti fueunt honestus adolescens Joannes leonardus vidua Civis cæmentarius oriundus ex mayen diœcesis trevirensis filius legitimus defuncti dominici vidua et evæ Catharinæ veillern* et honesta anna eva nické vidua defuncti Martini pfundstein (signé) Johan leonhard vitua, anna Eua nické

Il devient bourgeois quelques jours plus tard

Livre de bourgeoisie 1740-1754 (VII 284) f° 144
Johann Leonhard Vidua der Maurer Von Meÿen auß den Trierischen gebürtig erhalt des burger Recht von seiner Ehefrauen Eva Catharina weÿl. Johann Martin Pfundstein dess geweßen. burgers und Maurers allhier um den Alten burgerschilling und Will beÿ E.E. Zunfft der Maurer dienen, jur. eod. [27.ten 9.bris 1743]

Jean Léonard Vidua s’inscrit à la tribu en décembre en présentant son certificat de bourgeoisie

1743, Maçons (XI 237),
(f° 177-v) Freÿtags den 13. Decembris 1743. C. Neu Zünfftiger – Mr Johann Leonhard Vidua Von meÿen Ertz Chur trierischer Herrschafft gebürtig, producirte Cantzleÿschein, daß er Von weÿlland H. Johann Martin Pfundsteins dießorts gewesten Schöffen wittib, frauen Eva Catharina Pfundsteinin umb die trotz des alten burger schillings, das burgerrecht erhalten Vom 27.t 9.bris 1743. auch Pfenningthurnschein ab eodem, daß er den feuereÿmer bezahlt, Und Stallschein vom 2.ten X.bris 1743. mit bitte Ihn vor einen Zünfftigen anzunehmen.
Erkannt, Willfahrt. dt. Vor den Pfenningthurn 1. lb, Und Vor das Zunfftrecht in ansehung der wittib mehr nicht als 5 ß, einschreibgeld 4 ß

Le 10 avril 1744, Jean Léonard Vidua règle son droit de premier conseil et est élu contrôleur des Maçons. Le Corps des maçons inflige une amende à Jean Léonard Vidua et à Jean Georges Walther pour tenue non réglementaire

Jean Léonard Vidua a conclu un accord de construction avec la tribu des Pêcheurs d’un montant de 478 florins auxquels s’ajoutent 160 florins de main d’œuvre, soit au total 638 florins. Le chef des travaux estime la main d’œuvre à 44 florins de moins, ce qui ramènerait le total à 594 florins, somme qui est effectivement réglée. Jean Léonard Vidua se plaint auprès des Maçons que Jean Christophe Schneider a continué les travaux en se servant en outre des outils qu’il a laissés sur place bien qu’il lui ait dit que la tribu n’avait pas entièrement réglé la facture. Jean Christophe Schneider déclare que huit jours auparavant le maître de la tribu lui a déclaré qu’il changeait de maçon et lui a demandé de couvrir le toit. Le maître de tribu confirme les dires du maître maçon en ajoutant que les travaux commandés se limitent à la couverture du toit en attendant que l’affaire de la facture soit réglée. Le conseil de la tribu estime qu’il n’y a pas lieu d’infliger d’amende à Jean Christophe Schneider puisqu’il a agi sur ordre du maître de la tribu.

1744, Protocole de la tribu des Maçons (XI 237)
(f° 209-v) Freÿtags den 21. Augusti 1744
Mr Johann Leonhard Vidua Steinhauer Vnd Maurer wurdte deren herren allen bekand seÿn, daß er die Ehre gehabt beÿ E. E. Zunfft der fischer Zunfft stuben Zue arbeiten, da er dann 478. R. vor accord Vnd 160. R. in taglohn also Zusammen 638. R. Vor verdienst Zu forderen, welche arbeit der herr Lohner auff 594. R taxirt, Vnd also ane dem taglohn Ihne 44. R. abgebrochen, welche 594. R. Sie Ihme durch H. Rathherrn Brackenhoffer bezahlen laßen, Vnd er dann auff den Zedul so Viel empfangen Zu haben gesetzt, vnd beschienen, warauff Sie einen anderen maurer, nemlichen Christoph Schneidter genommen, dieser auch auff seine arbeit gegangen, vnd von sein des Klägers materialien, die er noch würcklich auff solcher Zunfft ligen habe, Verarbeitet, da er Ihme doch expresse gemeldet, daß er vor der Zunfft nicht Vollig bezahlt seÿe, sondern Ihne noch uber 40. R. außstehen, bittet dahero denselben die arbeit Zu Verbieten, vnd in die Straff des articuls Zu Condemniren
Beklagter, der Herr zunfft meister beÿ gedachter fischer Zunfft habe Ihn heut vor acht tagen beschickt, vnd beditten, daß Hn Lohner des Mr Vidua Zedul auß 594. R taxirt, welche Sie Ihme auch bezahlt, Und er den Zedul Zu danck bezahlt hätte Unterschreiben sollen, dar aber sothane Summ nur auff rechnung empfangen, Zu haben Unterschreiben, mit fernerem Vermelden daß Sie die Zunfft Ihne Vidua, weilen er Sie hindergangen vnd surprenirt, nicht mehr Vor Ihren maurermeister nehmen, noch brauchen, Vnd Ihne den beklagten umb arbeit angesprochen, weilen Sie das tach nicht offen stehen Lasen Können, über dießes wäre Hr XIII Secretarius Carol, vnd noch einige herren Schöffen beÿ dem Herrn Oberherrn gewesen, der dann erlaubt daß er Mr Schneider arbeiten dörffe Kalck vnd sand, waß er Vidua noch auf der Zunfft Zurückgelaßen, da offere nur ein Zedul machen, werde manns Ihme gleichbalden bezahlt.
H. Zunfftmeister meldete, daß herr oberherr dem Mr Schneider nur das dach Vollends Zu Zu decken, aber Keine weitere arbeit biß Zu der Sachen außtraag Zu machen erlaubt habe.
Erkandt, Weilen M Schreiner die arbeit mit Consens Vnd approbation des herrn Oberhern gethan, Alß ist derselbe Von der angestellten Klag absolvirt, vnd Was des Klägers restirende forderung betrifft derselbe damit an seinen behörigen richter Verwießen.

Jean Léonard Vidua et Jean Georges Walther sont élus représentants auprès des compagnons le 5 décembre 1746

Une affaire d’achat de pierres à un nommé Bauer au Faubourg Blanc oppose en juillet 1749 Jean Léonard Vidua et André Stahl. André Stahl aurait acheté les pierres et insulté Jean Léonard Vidua qui en aurait offert davantage. Jean Léonard Vidua affirme que le vendeur lui a déclaré que les pierres étaient à vendre, André Stahl maintient les avoir achetées

Le receveur de Sainte-Madeleine obtient que Jean Léonard Vidua soit autorisé à employer 16 compagnons pour réaliser la clôture du couvent

1749, Protocole des Quinze (2 R 159)
(p. 244) Sambstags d. 7. Junÿ – Idem [Faust] noê E. Löbl. Stiffts Zu St Margrethen Hn Schaffners der bittet unterth. daß des Stiffts Maurermeister Leonhard Vidua wegen nöthigen reparation an der clausur 16. gesell Zu solcher arbeith ennehnmen dörffe. Erk. willfahrt

Jean Léonard Vidua sollicite auprès des Quinze un abonnement à la Taille. Il expose qu’il est amené, en sa qualité de maître maçon et d’entrepreneur en bâtiments, à investir d’importants capitaux qui rendent difficile d’estimer son revenu, sujet à augmenter ou à diminuer, et estime que la meilleure solution est de souscrire à l’instar des marchands un abonnement, sur le pied de 12 000 florins. La commission, considérant que la qualité d’entrepreneur en bâtiments est liée à des risques et que le dernier revenu déclaré du requérant est de 9 100 florins, estime qu’il y a lieu d’accéder à la demande selon des conditions qu’ils ont rédigées. Le préteur royal reprend les arguments de la commission, ajoute que le métier du requérant est d’utilité publique puisqu’il contribue à l’embellissement de la Ville et que le trésor en profitera. Les Quinze adoptent la proposition.
Joh: Leonhard Vidua pt° Abonnement auff der Statt Stall

1749, Protocole des Quinze (2 R 159)
(p. 441) Sambstags d. 8. Novembris – Faust noê Joh: Leonhard Vidua, des burgers Maurermeisters und Entrepreneur des Batiments prod. Memor. und bitten, umb ein beständiges Abonnement wegen dem Stallgeldt. Erk. Ober Stall Hh.

(p. 456) Sambstags d. 15. Novembris – Ober Stall Hh. laßen per me referiren, Es habe Joh: Leonhard Vidua, der burger, Maurermeister und Entrepreneur des Batiments beÿ Mghh. d. 8.te, hujus ein unterth. Memoriale übergeben und darinn vorgetragen, daß weilen er als Maurermeister und Entrepreneur verschiedene entreprisen in gebäuden Zu übernehmen pflege, er damit in gleicher gefahr stehe, daß sein in solchen gebäuden steckendes Capital eben so leicht abnehmen und Zu grund gehen als Vermehret werden Könne, nicht minder und annoch mehr als die Kauffleuthe, da nun der Implorant sich in beständige ungewißheit befinde, wie Viel er eigentlich zu verstallen habe, und aber sein absehen allein dahin gehe, mit seiner gnädigen Obrigkeit bona fide zu handeln, als habe er geglaubt nicht sicherer gehen Zu Können, als beÿ Mghh. umb ein billiches und beständiges abonnement auff der Statt Stall unterth. anzuhalten, gelange demnach des Imploranten unterth. bitten an Mggh. sie gnädig geruhen wollten, Ihme /:und seiner Ehefrauen (vorstehende apostille ist auf hohen befehl Ihro Excellentz des Hh, Prætoris Regÿ annoch beÿgesetzt worden):/ der seithero von 10 000 R. Vermögens 32. R 4 ß der Statt Stall beÿgetragen, die Gnade eines beständigen abonnement vermittelst deßen er sein Vermögen zu 12 000 R. zu Verstallen habe, gratiosé Zu accordiren. Auf geschehene weißung habe der Implorant, præsens, nicht nur contenta memorialis et petiti wiederhohlt sondern auch, nachdeme die Hh. deputirte Ihme Zugeredet und Ihme befragt, ob er dießer offerirten Stall Summ ferner nichts beÿsetzen Könne noch wolle, ferner beÿgesetzt, daß er einig und allein deßwegen solch abonnement suchen damit auff etwa sich ereignenden todtesfall alles in gehöriger ruh, form und ordnung Vor sich gehen könne, wie er dann im stand seÿe, mit gutem gewißen Zu Versichern, daß er nicht glaube die offerirte 12 000 R würcklich in bonis Zu haben.
Auff seithen derer Hhn deputirten habe man aus dem, was der Implorant theils schrifft theils mündlich vorgetragen ersehen, daß 1° die qualitæt deßelben als Entrepreneur des Batiments so beschaffen seÿe, daß er auch dem Wexel des Glückes, mithin allerhand ohnverhofften Veränderungen seiner nahrung und Vermögens unterwoffen, so daß er in solchem stück denen handelsleüthen füglichen Zu Vergleichen 2.do habe der Implorant, wie Hr Actuarius Stößer Versichert, bißhero 9100 R. Verstallt, offerire aber ins Künfftige sein Stallgeld auff den fuß der 12 000 R. Zu bezahlen, mithin offerire er 2900. R. mehr als Zuvor, beÿ solchen umbständen hätten die Hh, deputirte dafür gehalten, daß dem Imploranten mit begehrtem abonnement auff der Statt stall auff folgende arth und weiß zu Willfahren seÿe.
Unßere Gnädige Herren die Fünff Zehen haben auff das von Joh: Leonhard Vidua, dem burger, Maurermeister und Entrepreneur des Batiments allhier, d. 8.ten hujus producirte unterth. Memoriale aus bewegenden ursachen obrigkeitlich bewilliget, daß er, Implorant und seine Ehefrau Ihr samtliches Vermögen auff den fuß von 12 000 R. biß auff Ihrer todtesgall überhaubt und ohne einige auff solchem fall von seiten gemeiner Statt zu besorgen habende recherche oder abforderung nachtrags Jährlichen verstallen mögen, jedoch mit dem anhang daß er Implorant nicht nur das Stallgeldt Vor ein Jahr auff den fuß dießes erhaltenen abonnement nachtrage, sondern auch, wann in zwischen Ihme oder seiner Ehefrau es seÿe nun Erbs, Legats, donations oder Wÿdembs weiß etwas Zufallen Würde, der belauff deßen auff Löbl. Stat Stall fürderlich angegeben, und das Stallgeldt sothaner fixirten Summ beÿgesetzt, auch auff erfolgenden todtes fall die Verlaßenschafft ordnungs mäßig inventirt, und as darüber auffgerichtete Inventarium denen hh. dreÿ der Statt Stall eingelieffert Werden solle.
Zu Mghh stellend, ob sie Vorstehenden bedacht sowohl als die annectirte Erkandtnuß zu Confirmiren belieben wollen.
H. Prætor Regius votirte, des Imploranten profession seÿe so beschaffen, daß er obligirt, starcke Summen geldts in die entreprenirte gebäuder Zustecken, worbeÿ nicht allezeith möglich, alle sicherheit Zunehmen, mithin auch öffters gefahr dabeÿ befinde, solche entrepreneurs seÿen anbeÿ dem publico nutzlich und verhelffen Viel Zur Zierde der Statt, über dießes seÿe auch des Imploranten oblatum so beschaffen, daß dadurch die einnahm des gemeinen seckels vergrößert werden, gehe demnach seine meinung dahin, daß der abgefaßte bedacht denen Hhn deputirten sowohl als die projectirte Erkandtnuß Obrigkeitlich Zu confirmiren seÿe. Erkandt, Hn Prætoris Regÿ voto gefolgt.

Jean Léonard Vidua ne se rend pas au Conseil pour cause de maladie

Protocole du corps des maçons (XI 243) 1749-1770
(f° 3.a) Donnerstags den 2.ten Aprilis 1750.
mstr Johann Leonard Vidua kranck

La chambre des tutelles demande en septembre 1750 au conseil des maçons de proposer des tuteurs aux enfants de feu Léonard Vidua qui n’a pas de parents à Strasbourg. C’est le prévôt lui-même qui les nomme à la place du conseil pour que l’affaire puisse être traitée avant les vacances du Magistrat

(f° 107-v) Zu Bevögtigung Weÿlland Leonhard Vidua des gewesten burgers auch maurers und Steinhauermeisters allhier hinderlaßener Zweÿer Kindern, nahmentlich Maria Sibilla, Und Ludwig, seind in Ermanglung Anverwendten von seithen E.E. Zunfftgerichts der maurer dreÿ tuchtige Subjecten von Catholischer Religion in den außschuß Zu bringen, damit aus den mittel derselben Einer Zue dieser Vogteÿ ernennet werdte. Sig. Straßburg den 17.ten Septembris 1750. Vogteÿ Gericht mit handzug.
Weilen beÿ E.E. Zunfft der maurer erst in Vierzehn tagen ein ordinari gericht gehalten wird, in Zwischen aber die Pfaltz feriæ einfallen alß hat wohl besagter Zunfft hochgebietendter Herr Oberherr Vor Vnd imnahmen sothanen gerichts, Zu obgedachter Viduaischer Kinder bevögtigung in den außschuß Zu bringen ernannt,
Mr Andream Schrödter, Mr. Joseph Kaltner, und Mr Casparum Theodor Rabaliattj. Alle dreÿ Steinhauer, maurer, und burger allhier, der Catholischer Religion Zugethan. Signatum Straßburg den 21.ten Septembris Anno 1750.

Jean Léonard Vidua meurt en 1750 en délaissant deux enfants. La somme finale de l’inventaire est de 16 248 livres, ce qui fait du défunt un artisan riche. Un mémoire (transcrit à la fin du relevé) indique qu’on prononçait le nom fidoua

1751 (5.5.) Me Lang l’aîné (Jean Daniel, 25 Not 98) n° 807
Inventarium über Weÿland des Wohl Ehrengeachten und bau verständigen herrn Johann Leonhard Vidua geweßten Steinhauers, Maurers und burgers allhier nunmehr seeligen Verlassenschafft – nachdeme derselbe den 1. aug. verwichenen 1750. sten Jahrs von dem lieben Gott aus dießer Welt abgefordert worden, zeitlichen hinter sich verlaßen, welche Verlassenschafft auf Ansuchen, begehren des Ehrengeachten und Bauverständigen Hn Joseph Kaltners, Steinhauers, Maurers und burgers allhier, als geschwornen vogts des Defuncti mit hernachgemelter seiner hinterbliebenen Frau Wittib erzeugter zweÿer Kinder und ab intestato Verlaßener Erben, inventirt, durch die Wohl Ehren und Tugendbegabte Frau Annam Evam Vidua gebohrne Nickein, des defuncti geweßte Ehegattin und nunmalige Wittib, wie auch durch frau Annam Mariam gebohrne Müllerin die Saug Amb und Mariam Schwendenmännin Von Menningen auß der Schweitz gebürtig, die Dienstmagd im hauß
Der Verstorbene herr Vidua seel. hat ab intestato zu Erben Verlaßen wie folgt, 1. Mariam Sibyllam Vidua, so nechsverstrichenen 1750.sten Jahrs den 8.t 7.bris das sechste Jahr ihres Alters zurückgelegt hat und 2. Ludovicum Vidua so den 29. Junÿ nechstkünfftig Ein Jahr alt wird, Beede mit Frauen Anna Eva gebohrner Nickein der nunmaligen Fr. Wittib erzeugte Kinder

In einer allhier ane der blinden Gaß gelegenen in dieße Verlassenschafft gehörigen und hernach beschriebenen behausung befunden worden, wie folgt
Ane Höltzen und Schreinwerck, In der Camin Kammer, In der Stuben darneben, In der obern Wohnung, In der vordern Stuben, Im Haußöhren, In der Magd Cammer
Ergäntzung der Frau Wittib abgegangenen ohnveränderten Guths, Vermög Inventarÿ über weÿl. H, Johann Martin Pfundstein gewesten Steinhauers Maurers und burgers allhier Ihro der Frau Wittib erstern Ehemanns seel. Verlassenschafft A° 1743 aufgerichtet, deßen man sich hie Vornberichteter maßen in mangel eines Inventarium illatorum bedienen müßen
(f° 32) Eigenthumb ane einer behaußung so der frau Wittib ohnverändert, Nembl. eine behaußung bestehend in einem Vordern, Nebens und hinderhauß, hoff, hoffstatt und bronnen, mit allen übrigen deroselben gebäuen, begriffen, Weiten, Rechten, Zugehörden und Gerechtig Keiten, gelegen allhier zu Straßburg ane der Blindengaß, einseit neben Jacob Ludwig dietrich dem Mehlmann, anderseith neben Frantz Antoni Schweighäußer dem Schreiner, vornen auf die Blindengaß und hinden auf das leimen gäßel stoßend, davon gefallen Jährl. auf Weÿhnachten, dem Stifft Zur Carthauß allhier 11 ß 8 d Zinß, welcher Zinnß in mehr erwehnten Herrn Pfundsteins ersterer Ehefrauen seel. Verlassenschafft Inventario de Anno 1728, wie auch in hernach allegirten dreÿen Kauffbrieffen, Vor einen bodenzinß beschrieben, nunmehro aber von dem Stifft Vor einen Ehrschätzigen Zinnß angesprochen wird, sonsten aber eigen und den 22.t Junÿ 1743 beÿ sein Hn Pfundsteins Verlassenschafft Inventur durch die allhießige Herrn Werckmeistere ohne diese beschwehrde angeschlagen pro 1000 lb, Da nun die Frau Wittib dieße behaußung Von neuem abschatzen zu laßen nicht erschwehret, mit Vormelden, daß seithero nichts darinn gebauen, noch melioriret worden, die haüßer auch in Ihrem werth nicht zu: sondern Vieler abgenommen, so hat man es, jedoch auff approbation derer Wohlverordneten Herrn dreÿ löbl. Statt Stalls, beÿ obiger æstimation und obigen daroben hafftenden bodenzinß wie in dem Pfundsteinischen Inventario auch geschehen zu doppeltem Capital à fünff pro Cento gerechnet, davon abgezogen mit 23 lb, Mithin dißorts per rest dafür augeworffen 976 lb. Wie der verstorbene H. Pfundstein seel. diese behaußung, so theils von weÿl. H. Joh: Carl Logels, geweßten Steinhauers, Maurers und E:E: Kleinen Raths alten beÿsitzers deßen Ehe Vorfahren v. theils Von Weÿl. frauen Mariæ Magdalenæ Pfundsteinin gebohrner Mentzingerin, einer ersteren Ehefrauen seel. Verlassenschafft herrühret, und beÿ dieser letztern Verlassenschafft abtheilung Fr. Mariæ Magdalenæ gebohr. Logelin Meister Johann Nicke, des Wollenwebers und burgers allhier Ehegattin, dero einen tochter von sambtl. Miterben in ohnvertheiltem Erbe cedirt worden, nachgehends Von Ihro Fr. Nickein Käufflichen angenommen hat, weißet ein teutscher pergamentener Kauffbrieff in allhießig. Canc: Contract stuben gefertiget datirt den 27. Nov. Anno 1728, Dabeÿ noch zween alte auch allda gefertigte und mit solchem Insigel Verwahrte pergament. Kauffbrieff de datis 31. Maji A° 1698 et 5. Junÿ 1675.
(f° 36) Bericht wegen dießer Verlassenschafft, (kein Inventarium illatorum) sothane Inventur zugebrachter Nahrung Von Ihnen beeden Viduaischen Eheleuthen underlaßen, hingegen nur dreÿ Monat zuvor, nemblichen den 5. Augusti et sequentibus diebus besagten 1742.ten Jahrs weÿl. Herrn Johann Martin Pfundsteins, geweßten Steinhauers, Maurers und burgers allhier, der fraun Wittib erstern Ehemanns seel. Verlassenschafft inventirt und durch mich Not. Lang ein Inventarium darüber auffgerichtet, so den 26.ten Aug. auff löbl. Statt Stall abgehandelt und den 2.t sept. ejusdemn Anni beÿ Löbl. Vogteÿ gericht producrit worden, hiernechst Er herr Pfundstein zwar zwo töchter, die eine nahmens Maria Catharina, in erster ehe mit weÿl. Frauen Maria Magdalena gebohrner Mentzingerin und die andere nahmens Anna Maria Catharina Antonina, mit Frauen Anna Eva gebohrner Nickein, der jetzigen Viduaischen Wittib, in seiner Zweÿten Ehe erzeugt, nach tod verlaßen, Wavon die tochter Erster Ehe annoch beÿ deßen Lebzeiten sich in das Closter St. Margarethen und Agnesen allhier begeben und Er Herr Pfundstein beÿ deren Auffnahm als Religieuse mit der frauen Priorin und Convent dieses Closters Krafft besonderer den 26. Januarÿ A° 1732 vor H. Humbourg (errichteten) Convention, Vermittelst einer alldahin bezahlten gewißen Summ Geldts sich behörig abgefunden, alßo daß wohlbesagten Closter auff alle Ihre so wohl Vätter: und Mütterlich als auch Von der Collateral Seithen herrühren möchtende Erbschafften renunciret, und Sich deren ein Vor alle mahl gäntzlichen begeben hat, die Tochter zweÿter ehe aber Ihrem Vatter in dem tod nachgefolgt und von Ihrer leiblichen Mutter geerbt worden, mithin deroselben durch so thaner tochter tödlichen ableiben (die gantze Verlassenschafft zugefallen)
(f° 41) Series rubricarum hujus Inventarÿ, Der Frau Wittib ohnverändert Nahrung, Folgt nun hierauß die beschreibung dießer Verlassenschafft Vor und ane sich selbsten, Sa. Silbergeschmeids 5 lb, Sa. Goldener Ring 1 lb, Sa. Eigenthumbs ane einer behaußung 976 lb, Sa. Guths Ergäntzung (5850, Sa. ohnveränderten Guths Ergäntzung 88, Nach deren Abzug verbleibt) 5762 lb, Summa summarum 6745 lb, Schulden 427, Der Fr. Wittib restirende ohnverändert Nahrung 6318 lb
des Verstorbenen ohnverändertes Guth, Sa. Kleidung 37 lb, Schuld 250 lb, Summa summarum 281 lb
die übrige Verlassenschafft so vor ein gemeinschafftlich theilbar Guth anzusehen beschrieben, Sa. hausraths 209 lb, Sa. Schiff und geschirr auch Materialien zum Steinhauer und Maurer handwerck 46 lb, Sa. der Chaise 41 lb, Sa. Wein und Faß 199 lb, Sa. Silbers und dergleichen Geschmeids 8 lb, Sa. der Pfenningzinß hauptgüter 10 325 lb, Sa. Gülth von liegenden güthern 68 lb, Sa. Schuld 2924 lb, Summa summarum 15 693 lb, Schulden 6043 lb, In Vergleichung Restirende theilbar Errungenschaft 9649 lb – Gantze Verlassenschafft et Conclusio finalis Inventarÿ 16 248 lb
Ungewiß und Zweiffelhafftes Pfenningzinß hauptguth, so theilbar 250 lb
– Copia der Eheberedung (…) den 7. nov. 1743, Johann Daniel Lang, Not.
Copia Codicili, der Ehren und Vorgeachten Johann Leonhard Vidua, Steinhauer und Maurer Meister auch burger allhier – in einer ane der blindengaß allhier gelegenen Von dem Codicillirer und deßen ehefrauen bewohnenden behaußung deren obern auf dem ersten Stockwerck sich befindlichen Wohnstuben, deren Fenster in den Hoff außsehen, den 30. julÿ 1750, Johann Daniel Lang, Not.s
[Joint] Memoire de Louvrage que jay fait a Mr Fidewas du 12 juin 1748

Cinq comptes de tutelle que rend le culottier Jean Jacques Schreiber, tuteur des deux enfants Vidua. Louis Vidua sert au régiment de Condé en 1768, il est jurisconsulte en 1771

1764-1771, Me Haering (6 E 41, 1382)
n° 81. Rechnung Mein Johann Jacob Schreibers hoßenstrickers und E.E. großen Raths alten beÿsitzers, als geordnet und geschworenen Vogts Jungfrau Mariä Sibillä Vidua weiland Herrn Johann Leonhard Vidua geweßten Steinhauers und Maurermeisters mit auch weiland Fr. Anna Eva geb. Nickein letztmals H. Frantz Hirn hießigen Handelsmanns Ehefrau nach tod Verlaßener tochter, Inhaltend was Ich seit der am 23. Aprilis 1762 mit erstged. Herrn Hirn Vor Not° Häring gehaltenen und den 26. solchen Monath und Jahrs beÿ E. Löbl. Vogteÿ Gericht abgehandelten Abrchnung ihrentwegen biß Joh. Bapt: 1764 ferner eingenommen und außgegeben habe – Zweite Rechnung dieser Vogteÿ
n° 82. Rechnung Mein Johann Jacob Schreibers hoßenstrickers und E.E. großen Raths alten beÿsitzers, als geordnet und geschworenen Vogts Jungfrau Mariä Sibillä Vidua, Inhaltend was Ich ihrentwegen seit Joh. Bapt: 1764 biß dahien 1766 ferner eingenommen und außgegeben habe – Dritte Rechnung dieser Vogteÿ
n° 83. Rechnung Mein Johann Jacob Schreibers hoßenstrickers und E.E. großen Raths alten beÿsitzers, als geordnet und geschworenen Vogts Ludwig Vidua weil. Hn Johann Leonhard Vidua geweßten Steinhauers und Maurermeisters mit auch weiland Frau Anna Eva geb. Nickein letztmals H. Frantz Hirn hießigen Handelsmanns Ehefrau nach tod Verlaßener Sohn, Inhaltend was Ich seit der am 23. Aprilis 1762 mit erstged. Herrn Hirn Vor Not° Häring gehaltenen und den 26. solchen Monath und Jahrs beÿ E. Löbl. Vogteÿ Gericht abgehandelten Abrechnung seinetwegen biß Joh. Bapt: 1764 ferner eingenommen und außgegeben habe – Zweite Rechnung dießer Vogteÿ
n° 84. Rechnung Mein Johann Jacob Schreibers hoßenstrickers und E.E. großen Raths alten beÿsitzers, als geordnet und geschworenen Vogts Ludwig Vidua weil. Hn Johann Leonhard Vidua geweßten Steinhauers und Maurermeisters mit auch weiland Frau Anna Eva geb. Nickein seiner hinterbliebenen Wittib und als Sie Verstarb herrn Frantz Hirn hießigen Handelßmanns und burgers Frau Eheliebstin nach tod Verlaßener Sohn, außweißend was Ich seit meiner am 20. 7.bris 1764 Vor E. Löbl. Vogteÿ Gericht abgehandelten zweÿten Rechnung seinetwegen ferner gehandelt habe – Dritte Rechnung dießer Vogteÿ
n° 85. Rechnung Welche im Nahmen Herrn Johann Jacob Schreibers, Hoßenstrickers und E.E. großen Raths alten beÿsitzers, als geordnet und geschworenen Vogts Ludwig Vidua Juris practici abgelegt, deßelben Stieffvater Frantz Hirn Handelßmanns und burger allhier zu Straßburg, wegen deßelben Persohn und Guths Verwaltung seit Martini 1768. als dem Schluß der am 16.ten Jenner 1769. abgehandelten Vierten Rechnung dießer Vogteÿ biß Johannis Baptistæ 1771 – Fünffte Rechnung dießer Vogteÿ

1768, Me Haering (6 E 41, 1382) n° 75
Rechnung Welche in Nahmen H. Joh: Jacob Schreibers hoßenstrickers und E.E. großen Raths alten beÿsitzers als geordnet und geschworenen Vogts Ludwig Vidua derzeit unter der löbl. Legion Conde unterhalten ablegt, deßelben Stiefvater Frantz Hirn handelsmann und br. allhier wegen deßelben Persohn und Guths Verwaltung seit der am 19. junÿ 1766 vor E: löbl. Vogteÿ Gericht abgehandelten 3.ten Rechnung biß Martini 1768 – Vierte Rechnung dießer Vogteÿ

Marie Sybille Vidua épouse en 1767 François Xavier Rebanier, secrétaire à l’Intendance d’Alsace

1767 (17.8.), Me Humbourg (6 E 41, 127)
Contrat de mariage – Sr François Xavier Rebanier liencié ez loix, Secrétaire a l’Intendance d’alsace, fils majeur du Sr Pierre Interessé dans les affaires du Roy demeurant a Schlestatt et de défunte Damle Marguerite Cointet
Dlle Marie Sybille Vidua, fille mineure agée de 22 ans et demy emancipée d’age par decret du grand senat de cette ville, de feu Sr Leonard Vidua architecte bourgeois de cette ville et d’Anne Eve Nické assistée du Sr Elie Nické son oncle maternel Drappier et du Sr François Hirn marchand veuf de lad. Anna Eve Nické mere de ladite future épouse


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