François Henri Dautel, notaire, et (1723) Marie Madeleine Lang puis (1759) Marthe Hansmetzger veuve du tanneur Jean Chrétien Storr – luthériens


Fils du juriste Jean Michel Dautel, le secrétaire François Henri Dautel épouse en 1723 Marie Madeleine Lang, fille du notaire Jean Henri Lang, qui apporte en mariage sa part de différents immeubles. Les préposés généraux de la Chancellerie nomment en avril 1722 une commission qui devra faire passer son examen à François Henri Dautel. Suite à l’examen qui a lieu en 1724, les préposés recommandent le candidat aux Conseillers et aux Vingt-et-Un.
François Henri Dautel et Marie Madeleine Lang font dresser en 1727 un inventaire de leurs biens pour cause de dettes dans leur maison au Tonnelet vert (zum grünen Fässlein), sise Grand rue, qu’ils ont achetée en 1724. Les Conseillers et les Vingt-et-Un nomment François Henri Dautel notaire le 17 novembre 1727 en remplacement de Philippe Conrad Rauch. Il devient secrétaire de la tribu des Pelletiers en avril 1728 en remplacement de Jean Philippe Lichtenberger qui va prendre les mêmes fonctions chez les Tanneurs. Il est habilité à dresser des inventaires le 9 février 1732.
François Henri Dautel se remarie en 1759 avec Marthe Hansmetzger, veuve du vitrier et courtier Jean Chrétien Storr. Elle apporte en mariage les biens de son mari qu’elle a acceptés après un arrangement passé avec les créanciers de son premier mari, en particulier la maison à l’angle de la Grand rue et de la rue des Fribourgeois où son mari établit son étude. Marthe Hansmetzger qui lui donne deux fils meurt en 1767. Il prend pour adjoint Jean Lederlin qui le remplace entièrement en 1776 (voir les Conseillers et les Vingt-et-Un). Malade, François Henri Dautel désigne en mars 1780 Philippe Louis Übersaal pour le remplacer dans ses fonctions de secrétaire à la tribu des Pelletiers tout en conservant lui-même le poste. Doyen des notaires de la Ville, François Henri Dautel meurt d’apoplexie en 1781 à 83 ans après avoir légué son étude à son fils François Henri à condition qu’il soit nommé notaire.

Maisons en propriété
1724-vers 1728, Grand rue (IV 6, au Tonnelet vert)
1759, Grand rue à l’angle de la rue des Fribourgeois (maison propre à sa femme, IV 300, ensuite 125, Grand rue)

Enfants du deuxième mariage

Dautel-Lang (1723, SPV f° 10-v)
Signatures au bas de l’acte de mariage (1723)


Les préposés généraux de la Chancellerie nomment en avril 1722 une commission qui devra faire passer son examen à François Henri Dautel

Obere Cancelley Herren, 1692-1725 (4 R 33)
zu H Frantz Heinrich Dautels Examination pro Notariatu Wird eine Deputation Erkandt. 260.
(p. 260) Montag d. 20. Aprilis 1722. Ego der XIII. Secretairius proponirte, daß demnach Von Gnädigen Herren Räth und Ein und Zwantzig H Frantz Heinrich Dautel burger und Scribent alhier ad Examen pro Notariatu admittirt, und desselben Vornehmung Vorgestrigen tags an die Obere Cantzleÿ: Herren gewohnlicher maßen Verwießen Worden, Herr Ammeister Reiß als Vorsitzender Herr in abweßenheit des mit dem Podagram behafften Herrn Stättmeisters Von Bock, Meinen Herren auff heut hätte anschreiben lassen, umb Zur Deputation, Wie bräuchlich, Zu Verordnen, stünde, also Zu deroselben belieben sie anietzo Zu Erkennen. Hierauff Wurde die angesprochene Deputation Placidirt, und Zu Vornehmung dieses Examinis H. XV. Gangolff beneben H Rth. Reineri benambßet.

Fils du juriste Jean Michel Dautel, le secrétaire François Henri Dautel épouse en 1723 Marie Madeleine Lang, fille du défunt notaire Jean Henri Lang. Le contrat de mariage dressé par Jean Henri Lang le jeune le 7 août 1723 n’est pas conservé. Le mariage est célébré en septembre

Mariage, Saint-Pierre-le-Vieux (luth. f° 10-v, n° 19) 1723. Domin. XV. et XVI. Trinit. seindt außgeruffen vnd Mittwochs darauff als den 16. septemb. Ehelich eingesegnet worden Hr. Frantz Heinrich Dautel, der Ledige Scribent Undt Burger allhier H Johann Michael Dautels, Juris Utriusque Doctorandi Vnd geweßenen Burgers allhie Nachgel. Ehel. Sohn, Vndt Jungfrau Maria Magdalena Langin, H. Johann Heinrich Langen, gewesenen Notarÿ publici vnd Practici, wie auch E. E. Kleinen Raths Beÿsitzers allier Nachgel. Ehel. Tochter [unterzeichnet] Frantz Heinrich Dautel als hochzeiter, Maria Magdalena Langin als hochzeiterin (i 104)

Les nouveaux mariés font dresser l’inventaire de leurs apports. L’épouse apporte sa part des différents immeubles qui appartenaient à son père

1723 (19. 8.bris), Me Lang (Jean Henri, 28 Not 10) n° 260
Inventarium über Dasjenige Vermögen, so Herr Frantz Heinrich Dautel, der Scribent und die Viel Ehren und tugendreiche Fraw Maria Magdalena Dautelin geborne Langin, beede Eheleuth und burgere alhier Zu Straßburg einander für unverändert in den Ehestand zugebracht, auffgerichtet in Anno 1723. – in ihrem jüngst angetrettenen Ehestand Zugebracht, Welche Nahrungen der Ursach halben damit mann sich Künfftiger Zeit der in ihrer mit einander auffgerichteten Eheberedung verglichenen Ergäntzung wegen, darnach zu reguliren haben möchte – Actum Straßburg in fernerer præsenz /:S/ T:/ H. Joh: Daniel Bochen, vornehme handelsmanns und burgers alhier, der Ehefrauen noch Zur Zeit ohnentledigten Vogts, wie auch Fr. Mariæ Magdalenæ Langin gebohrne Blanckin derselben Eheleiblichen Mutter, dienstags d. 19.ten 8.bris A° 1723.
Nota. Die Zwischen Eingangs ged. beÿd. Ehegatten Zur Zeit ihrer Verheürathung mit einander auffgerichtet Ehebered. ist d. 7.t. Aug. Vor mir Eingangs und.schrieb. Noto. Verschrieben in duplo ausgefertigt

In einer alhier Zu Straßburg ane der langen Straß gegen d. blindengaß herüber gelegenen und in der Ehefrauen Nahrung zum theil gehöriger behaußung befunden worden, wie Volgt
Eÿgenthumb ane Häußern und Gärthen. (F.) Erstl. 1/9.ten theil Vor ohnvertheilt Von und ane I.r behausung sampt Mittel und hinderhauß, 2.n höffen I. kleinen Gärthlein u. brunnen mit allen andern dero gebäwen, begriffen, eithen, Rechten, Zugehörden u. Gerechtigkeiten gelegen in der St: Straßb. an der langen oder obern Straß, gegen der blinden Gaß hienüber Von alters her Zum Fux genand, so ein außfart in d. Magneten Gäßlein hat, einseit neben H Peter Herrmann Kleinen Es En Kleinen Raths wohlmeritirten beÿsitzern und Adel. Schaffnern 2.s neben Weÿl. Joh: Georg Schneiders deß Meelmanns auch burgers alhier nun seel. nachgelaßenen Erben, hinden auff Christoph Geÿer den Metzger stoßend, Von der gantzen behaußung ist man dem Stifft Jungen St. Peter alhie jährl. auff Nativitatis Christi 2. lb 5 ß d in gold u. 2. Cappen in federn Zureichen schuldig, sonsten ist diese freÿ ledig eigen. Über die gantze behausung sagt 1. teutscher perg: Kbrieff m. d. St: St: anh. C. C. Ins. Verw. ferner i. perg. Kbr. datirt d. 18.en Maÿ A° 1621. sub N.is 5 et 7. Wobeÿ weiter 3. perg. u. i. pap. abgelößten Zinßbrieff u. andere quitt. und schrifftl. nericht m. alten N° 7 und N° 1 sig.
[in margine:] Vor dießen Neünten theil ist Zg so d. Ehemann d. 15.t Jan: 1724. empf. mit 207 lb
It. 1/9.ter theil Vor ohngetheilt Von und ane einer behaußung in der St: St: vorstatt hind. dem Cronenburger Zoll hauß (…)
It. 1/9.ter theil Vor ohngetheilt Von und ane I. alten gartenhäußlein allda (…)
It. 1/9.ter theil Vor ohngetheilt Von und ane einem garten hinder dem Cronenburger Zoll hauß (…)
It. 2/27.ter theil Vor ohngetheilt oder 1/9. theil an 2/3.en Von und ane einer Scheur und hoffstatt, beÿm halben dach in dem Creützgäßlein (…)
It. 1/9.ter theil für ungetheilt Von und ane 2/3.zen oder 2/27.ten theil Von und ane i.m garten in der Cronenburger Straß nahe beÿ dem wahl (…)
Wÿdemb Welchen Fraw Maria Magdalena Langin gebohrne Blanckin, die fr. wittib als dißorths Eheleibliche Mutter wegen dießer ihrer fr. dochter Zugenießen hat. Es hat Weÿl. H. Not. Johann Heinrich Lang Sen. nun seel. ihri fr. Mariæ Magdalenæ Langin, gebohrner Blanckin seiner hinderplibene Wittib Crafft selbsthändig geschriebeber dispositn. Vom 8.ten Jan. A° 1722. §° 4.to die hindere Wohnung seiner Sterb behausung ane der langen Straß gelegen doch ohne die untere Schreibstub so zu denen Notariat actis dem Sohn Vorbehalten /:welches mann aber Crafft Vergleichs auch Verglichen:/ so lang dieselbe in ohnverrucktem Wittibstant Verharret, Vermacht, es habe aber die Erben sich mit ihro fr. Wittib d. 15. Apr. A° 1722. Verglichen, daß Sie ihro wann obgedachte Sterb behaußung Verkaufft Wird, ein halb jahr danach dann biß dahin sie solche freÿ und ohne Zinß bewohnen solle, Jährlich 25. lb. d Zinß, so lang Sie im Wittibstand Verbleiben wird, reichen wollen, th. in Cap. à 5. pro Cto gerechnet 500. lb
Summarischer Calculus. Der Ehefrawen Vermögen betrf. Sa. haußrath in vero pretio 283, Sa. Laärer Vaß 6, ß Silbers 105, Sa. gold. o. 33, Sa. baarschafft 122, Pfzßhg. 85,Sa. gült 293, Sa.Eÿgthb. an häußer und gärt. 304. Sa. gült zu Innenh. 1, die ihro gehörige helffte ane denen haussteuren 21. Summa summarum 1266 lb

Les préposés généraux de la Chancellerie font passer leur examen à Jean Elie Goll et Jean Jacques Schübler que les Conseillers et les Vingt-et-Un viennent d’admettre ainsi qu’à François Henri Dautel. Ils ne recommandent que Jean Elie Goll et François Henri Dautel sans les départager

Obere Cancelley Herren, 1692-1725 (4 R 33)
H. Johannes Elias Goll, Johann Jacob Schübler und Frantz Heinrich Dautel Werden Notariatu examinirt.
(p. 306.) Sambstags d. 23. Septembris 1724. Beÿ dieser Zusammenkunfft ist H. Johannes Elias Goll und H. Lt. Johann Jacob Schübler, Welche gnädige Herren Räth und XXI. in iüngst Verwichenen monath augusto auff die Von ihnen übergebene bittschrifften ad Examen et Concursum pro obtinendo notariatu admittirt haben, über die einem Notario Zu Wißen nöthige materien Währender solcher Zeit einer nach dem andern Separatim examinirt, und alß eodem die nachmittag von Zweÿ biß Vier uhren eingleichs in gegenwart H. Stättmeisters von Bock, H. Ameisters Reißen und H. Fünffzehners Richshoffer mit H. Frantz Heinrich Dautel Vorgenommen Worden, haben die Hochansehnliche Obere Cantzleÿ Herren Collectis votis unanimiter dafür gehalten, daß Johannes Elias Goll und Frantz Heinrich Dautel, Was die Capacität anlangt, einander gleich und Johann JacobSchübler, obschon selbiger ein Licentiatus Juris ist, Vorzuziehen Wären, derowegen auch Erkandt, daß solches also solte referirt und gnädiger Herren Räth und XXI. Obrigkitlicher Willkuhr die Wahl davon beeden Erstern lediglich anheim gestellt worden.

François Henri Dautel et Marie Madeleine Lang font dresser un inventaire de leurs biens pour cause de dettes dans la maison au Tonnelet vert (zum grünen Fässlein), sise Grand rue, qu’ils ont achetée en 1724. L’inventaire ne comprend pas de sommes ni de résumé.

1727 (6.5.), Me Lang (Jean Henri 28 Not 14) n° 349
Inventarium über dasjenige Vermögen so Hr Frantz Heinrich Dautel der scribent und Fr: Maria Magdalena, gebohrne Langin, beede Ehegemächt u. b. alh. zu Straßb. eÿgenthümlich besitzen, hergegen was dieselben ane Passivis zu bezahlen schuldig, auffgerichtet Anno 1727. – welches alles auf erfordern ansuchen und begehren der Ehefr selbsten, welche mit beÿstand des Ehrengeachten Mr Christian Schuren, Schreiners u. alh. burgers, ihres geschwornen Curatoris ad lites Zugegen – So geschehen in Straßb. Dienstags d. 6.ten Maÿ A° 1727.
Copia der, Zwischen Eingangs ged. beÿde Ehegatten auffgerichteten Ehebered. pge. in meo Prot A. fol. 315.a et seqq.

In einer alh: Zu Straßb. ane der lang. straß ohnfern der Kirch zum alt. S. Peter ligend: Zum Grünen Väßel Genant hernach beschrieb. behaußg. befunden worden, wie Volgt
Ane Höltzen und Schreinwerck, Auff d. ohneins oberst. bühn, In d. ober Kuch., In der hindern Cammer, Im nebens Cämmerl.
Eÿgenthb. an jr. Behaußung. Hauß u. höfflein Zum grünen fäßl. genand. geleg. alh. zu Straßburg ane der obern straß (…) brieff de dato 23.t. Martÿ A° 1724.
Ergäntz. der Ehefrau manglenden unv: Gutts. Nach besag deß durch mich Notm. über beÿd. Eheleuth einander. für unv. in die ehe zugebracht. Nahrungen d. 10.t 8.bris A° 1723. auffgerichteten Invent.
Wÿdemb Welchen Fr: Maria Magdalena Langin geb. Blanckin, dier Ehefr. Leibl. Mutter Zeit lebens certa cum conditione Zugenießen berechtiget. Nach besag den Von Weÿl. Hn. Johann Heinrich Langen Sen. Not. seel d 8.ten Jan. A° 1722. selbstgeschrieb. u. und.schrieb. disposit. §° 4.to hat er seiner hinterblieb. fr. wittib vorgemeld seine hindere Wohnung, der Sterb behaußg ane d. lang. Straß jedoch ohne die Schreibstub, so lang Sie in ohnverrucktem Wittibstand Verharren wird, Vermacht (…)

Suite à une demande que leur ont adressée les Conseillers et les Vingt-et-Un, les préposés généraux de la Chancellerie, sur la proposition du stettmestre de Bock, dispensent François Henri Dautel de passer un nouvel examen puisque les épreuves ont déjà eu lieu en 1724. Le candidat pourra ainsi occuper le poste vacant par la mort du notaire Rauch, d’autant que l’alternative lui est favorable, le défunt et le dernier notaire nommé étant catholiques

Obere Cancelley Herren, 1725-1739 (4 R 34)
1727. Frantz Heinrich Dautel wird ferneren Examinis erlaßen und Hh. Räth und XXI. bestens recommendirt.
(p. 111) Sambstag d. 15. 9.bris 1727. Frantz Heinrich Dautel wird ferneren Examinis erlaßen und Hh. Räth und XXI. bestens recommendirt.
Herr Stättmeister Von Bock meldete ferners, Es wäre, Wie Meine Herren ohne Zweiffel annoch in frischen andencken ruhen Werden, Frantz Heinrich Dautel der Scribent d. 13.ten 7.bris iüngst beÿ Hh. Räth und XXI. pro Notariatu durch ein unterthäniges Memoriale eingekommen, und Von Selbigen ad Concursum et Examen Verwießen Worden, Weilen er aber bereits in anno 1724. dieses letztere rühmlich außgestanden, auch damahlen Johannes Elias Goll, Welcher in pari gradu, Was die Wissenschafft anlangt, mit ihme gewest, nun allein in ansehung der Von seinen Vor: und Eltere alß gewesten Regiments Personen gemeiner Statt geleisteten treuen diensten, den Vorzug erhalten, alß hielte Er seines orts dafür, daß beÿ diesem Candidaten der ohne dem seithero sich in Notariat: Geschäffte exercirt, und noch eine mehrer experientz darinnen erlangt, keines fernern Examinis nöthig, Sondern Vielmehr deßen Person Zu gnädiger Willfahr seines Petiti beÿ Hh. Räth und Ein und Zwantzig bestens zu recommendiren, und er Zu dem end umb Meiner Herren Relation per Memoriale daselbst einzukommen anzuweißen Wäre, indeme selbiger die Zu diesem durch Absterben H. Notarÿ Rauchen vacirenden officio erforderliche Capacität, quoad Concursum sich niemand ferners angemeldet, und die Alternative ihme günstig ist, maßen er der Ausgburgischen Confession Zugethan, H Adam Clauß hingegen alß der letzt erwöhlte Notarius der Catholischen Religion beÿpflichtet.
Conclusum, Wird Herrn Stättmeisters Anspruch und meinung durchaus gefolgt.

François Henri Dautel sollicite auprès des Conseillers et les Vingt-et-Un un poste de notaire. Le 17 novembre, le préteur (stettmestre) lit le rapport des préposés généraux de la Chancellerie, l’avocat Scheffmacher émet un avis favorable, de même que le préteur royal. Après délibération, l’assemblée nomme François Henri Dautel notaire de la ville. Il prête serment le 24 novembre.

1727, Conseillers et XXI (1 R 210)
Frantz Heinrich Dautel kombt ein pro Notariatu. 315. Wird Zu einem Notario angenommen. 373. schwört auff die Ordnung. 380.

(p. 315) Sambstag d. 13. 7.bris. Lt Mosseder Nomine Frantz Heinrich Dautels des hiesigen burgers und Scribenten producirt unterthäniges Memoriale und Bitten, pro gratiosé conferendo Notariatu, handelt innhalts ist bekanndt, Widt Implorant ad Concursum und das Von denen Oberen Cantzleÿ: Herren vornehmende Examen verwießen.
Daputati H Rht. Gerber und H Städel

(p.373) Mittwoch d. 17.ten 9.bris. Lt Mosseder Nomine Frantz Heinrich Dautels des hiesigen burgers und Scribenten producirt unterthäniges Memoriale und Bitten, puncto gnädiger Deferirung Des Notariats, handelt innhalts.
H. Stättmeister Von Bock sagte hierauff, Es Wäre dieser Implorant d. 13. 7.bris iüngst beÿ dieser gerichts Stelle pro Notariatu supplicando eingekommen, und hätte Meinen Herren damahlen beliebt selbigen ad Concursum et Examen zu Verweißen, Weilen die Verordnete Obere Cantzleÿ: Herren sich aber errinnert, daß er bereits in anno 1724. examinirt Worden und sehr Wohl bestanden, auch damahlen Johann Elias Goll, Welcher in pari gradu, Was die Wissenschafft anlangt mit ihme gewest, nur allein in ansehung der Von seinen Vor: und Eltern alß gewesten Regiments Personen Gemeiner Statt geleisteten treuen diensten den Vorzug erhalten, hätten Selbige ihres orts dafür gehalten daß beÿ diesem Candidaten, der ohne dem seithero sich in Notariat: geschäfften exercirt und noch eine mehrere experiens darinnen erlangt, keines ferneren Examinis nöthig, Sondern Vielmehr deßen Perßon Zu gnädiger Willfahr seines Petiti bestens Zu recomendiren Wäre, indeme Er die Zu diesem durch Absterben H Notarÿ Rauchen vacirenden officio erforderliche Capacität hat, quoad Concursum sich niemand ferners angemeldet, und die alternative ihme günstig ist, maßen er der Augsburgischen Confession Zugethan, H. Adam Clauß hingegen alß der letzt erwöhlte Notarium der Catholischen Religion beÿpflichtet.
Die übruge Obere Cantzleÿ: Herren berufen sich durchaus auff des H Stättmeisters gethanen Vortrag.
Nachdeme hierauff das Decret Von der Verschwiegenheit abgeleßen und die gewohnliche umbfrag, Ob Jemand gebetten ? Von dem Regirenden H. Stättmeiter gehalten Worden, Votirte H Aduocat Scheffmacher, Er seines orts halte dafür, daß dem Imploranten, in betrachtung selbigen Wie ex relatione erhellet, die erforderliche tüchtigkeit hat, die alternatiue ihme günstig ist, und sich bißhero niemad umb dieses vacirende officium angemeldet, in seinem petito Wohl könne Willfahrt Werden.
Herr Prætor Regius War gleicher meinung, indeme alle umbständ diesem Imploranten fauorabes angescheinen und habe ihm demnach seine Stimm, Welcher unanimiter gefolgt, mithin Frantz Heinrich Dautel Zu einem Notario Hießiger Statt Vermittelst gehaltener umbfrag erwöhlet Worden.

(p. 380. Montag d. 24.t Novembris
So dann hat Frantz Heinrich Dautel der d. 17. h. angenommene Notarius den eÿd auff die ordnung abgeschworen.

Le secrétaire de la tribu des Pelletiers Jean Philippe Lichtenberger qui va prendre les mêmes fonctions chez les Tanneurs renonce à son poste en faveur de François Henri Dautel

1728, Protocole de la tribu des Pelletiers (XI 331)
(f° 22) Dienstag den 6. Aprilis 1728.
Nach deme Ich Notarius Johann Philipp Lichtenberg auff die Von E. E. Zunfft der Gerbere erhaltene vocation um dimission, der beÿ dieser Ehrs. Zunfft bißhero Versehene Zunfft schreibereÿ gebetten, alß bin Ich erlaßen, hien gegen Hr. Not. Frantz Heinrich Dautel auff deßen geziemendes Ansuchen auß de, Vor Ihro hochadel. Excell. herrn Prætori regio gegen dem hochverordneten herrn Oberherrn hochgeneigt ertheilten consens die Zunfftschreibereÿ um die Emolumenta davon, wie Von Altershero bräuchlich war zugeniesen anvertraut und von Ihme selbige treulich Zu versehen Versprochen worden

Le secrétaire de la tribu des Pelletiers François Henri Dautel demande l’agrément de dresser des inventaires aux Conseillers et aux Vingt-et-Un en janvier 1732 le même jour que Mathias Koch. Après que les préposés généraux de la Chancellerie ont rendu leur rapport d’examen, tous deux sont habilités à dresser des inventaires le 9 février 1732. Ils prêtent serment le 11 février.

1732, Protocole des Conseillers et des XXI (1 R 215)
Mathiß Koch kombt ein pro officio eines Inventierschreibers. 54. Erhalt solches. 64. schwört auff die ordnung. 71.
Frantz Heinrich Dautel kombt pro Beneficium Inventandi. 54. Erhalt solches. 65. Schwört auff die Ordnung. 71.
(p. 54) Sambstag d. 26. Januarÿ 1732
Lt. Mosseder Nomine gegenwärtigen H. Frantz Heinrich Dautels Notarÿ Publici Jurati und beÿ E. E. Zunfft der Kürschner ietzmahligen Zunfftschreibers, producirt unterthäniges Memoriale und bitten, pro Beneficio Inventandi gratiose Conferendo, handelt innhalts. Ist Erkandt, Wird der Implorant an die Obere Cantzeÿ: Herren ad examinandum Verwießen.
Deputati H Rth. Hammel und H. Rth. Schmidt
Lt. Fuchß Nôe gegenwärtigen H: Mathiß Kochen Notarÿ Publici Jurati, producirt ebenfalls unterthäniges Memoriale und bitten pro gratiose decernenda admissione ad Examen pro Beneficio Inventandi, handelt innhalts. Ist Erkandt, Wird Implorant auch an die Obere Cantzeÿ: Herren ad examen Verwießen.
Deputati H Rth. Dietrich und H. Rth. Klock

(p. 65) Sambstag d. 9. Februarÿ.
Lt. Fuchß Nôe H: Notarÿ Mathiæ Kochen puncto Examinis pro Beneficio Inventandi, Von 26.ten Januarÿ iüngst bitt der Hochansehnlichen Ober Cantzleÿ: Herren Relation eâque factâ dem Imploranten gedachtes Beneficium gnädig gedeÿen Zu laßen.
L. Mosseder, Nôe H: Frantz Heinrich Dautels recessirt und bitt ut modo.
Ego der XIII. Secretarius referirte hierauff, daß diese beede Imploranten, nach deme Euer Gnaden auff die ihrer seits den 26. Januarÿ iüngst beÿ dieser gerichts Stelle pro Beneficio Inventandi rite obtinendi übergebene unterthänige Memorialia selbige Vor die Obere Cantzeÿ: Herren ad examinandum Zu Verweißen beliebt hat, den 7.en huius Von Zweÿ uhren nachmittag biß gegen fünff uhren über die Inuentir Schreiber Ordnung die Verfaßung der Inventarien, Eheberedungen und Testamenten, Wie auch übrige einem Inventir: Schreiber Zu wißen nöthige Sachen separatim examinirt Worden, und dermaßen Wohl bestanden, daß auff Anspruch des Vorsitzenden H. Stättmeistes Böckel Von Böcklinsau die Sambtliche übrige Hh. assessoren dafür gehalten, Sie Wären beede, als tüchtige Subjecta das officium eines Inventir: schreibers Zu nutzen des Publici Wohl Zu Verrichten Meinen gnädigen Herren dahin bestend Zu recommendiren, daß Ihnen in ihrem begehren gratificirt Werden möge.
Die Sambtliche Ober Cantzleÿ: Herrn bezohen sich durchaus auff den innhalt der abgelegten Relation.
H Aduovcat Hold War der meinung, daß denen Imploranten aus der in dem Vortrag enthaltenen ursach in ihrem petito zu Willfahren seÿ.
H. Prætor Regius sagte, Aus der abgelegten Relation erhellen daß diese Zweÿ Imploranten ihr Examen rühmlich außgestanden haben und Zu Verrichtung des Inventir: schreiber: Ambt Von denen Obern Cantzleÿ: Herrn tüchtig befunden Worden, Wolte ihnen derentwegen seine stimm dazu gegeben haben.
Erkandt, Werden Mathias Koch und Frantz Heinrich Dautel Zu hiesiger Statt ordentichen Inventir: Schreiber Obrigkeitlich angenommen
Deputati H Rth. Hammel und H. Rth. Schmidt

(p. 71) Montag d. 11. Februarÿ
So dann haben H. Mathias Koch und H. Frantz Heinrich Dautel die d. 9.ten huius angenommene Inventirschreiber den eÿd auff die Inventirschreiber: Ordnung abgeschworen.

François Henri Dautel se remarie avec Marthe Hansmetzger veuve du tanneur et courtier Jean Chrétien Storr : contrat de mariage sous seing privé déposé quelques mois plus tard, célébration

1759 (31.3.), Me Stoeber l’aîné (6 E 41, 1225) n° 633
Eheberedung – zwischen Herrn Frantz Heinrich Dautel, Notario publico jurato, Wittwern und burgers allhier Zu Straßburg ane Einem
So dann Frauen Martha Storrin gebohrner Hannßmetzgerin, weÿ: herrn Johann Christian Storren, geweßenen Gerbers und geschwornenn Courtier auch burgers allhier seeligen nachgelaßeneer Wittib am andern theil – So geschehen Straßburg auff Donnerstags den 24. Augusti Anno 1758
Und daß gegenwärtig Eheberedung (…) mir unterschriebenem ist anvertraut worden, bescheine Straßburg Sambstags den 31. Martÿ A° 1759.

Mariage, Temple-Neuf (luth. n° 1375 f° 370)
1759. Sontag d. 1. Apr. wurden nach geschehenen proclamation ehl. copulirt und eingesegnet H. Frantz Heinrich Dautel Not. publ. juratus W. und b. allhier und frau Martha weÿl. hn Joh: Christian Storr Courtiers und b. allh. hinderlaßene wittib [unterzeichnet] Frantz Heinrich Dautel Notarius als Hochzeiter, Martha Storren als hochzeiterin (i 375)
Proclamation, Saint-Thomas (luth. n° 627 f° 99-v) Anno 1759. Dienstag den 22. April seind nach zweÿmaliger proclamation zum ersten und andernmal zugleich Zu hauß copulirt worden herr Frantz Heinrich Dautel wittiber Not. publ. und fr. Martha weÿl. hn Joh: Christian Storr gewesenen Courtier und burgers allhier hinderlaßene wittib,die Außruffung ist geschehen in der Neuen Kirch vnd Zu St. Thomæ (i 102)

Les nouveaux mariés font dresser l’inventaire de leurs apports. La femme apporte tous les biens de son mari qu’elle a acceptés après un arrangement passé avec les créanciers de son premier mari

1759 (27. 9.br), Me Stoeber l’aîné (6 E 41, 1178) n° 1154-a
Inventarium über des Wohl Edlen großachtbaren und Rechtsgelehrten Herrn Frantz Heinrich D’autel, Notarÿ publici und berühmten practici, wie auch der Wohl Edlen Wol Ehren und tugendreichen Fr. Marthæ D’autelin geb. Hannßmetzgerin, beeder Ehegatten und angesehenen burgere alhier Zu Straßburg einander in den Ehestand zugebrachte Nahrungen auffgerichtet Anno 1759. – in ihren den 1. Aprilis A° 1759 angetrettenen Ehestand zugebracht, Welche der ursachen, aldieweilen in ihrer mit einander den 31. Martÿ A° 1759. anvertrauten und deponirten Eheberedung §° 3.tio Verglichen daß einem jeeden und seinen Erben das in die Ehe bringende Vermögen Vor ohnverändert und reservirt Verbleiben solle – So beschehen in fernerem beÿseÿn H Friderich hannßmetzger des Metzgers der Fr. Notariusin eheleibl. H. bruders und H Caspar Daniel Edelmann, Schreiner meisters dero Schwagers und ihrer KKr. Voriger Ehe geschwornen Vogts, beeder burgeren dahier Straßburg Dienstags den 27. 9.bris et seqq. A. 1759.

In einer allhier zu Straßburg ane der Untern Langen Straß gelegenen der Ehefraun zugehördn behaußung folgender maßen sich befunden
(f° 15-v) Eigenthum ane einer Behaußung so die Fr. Notariusin in die Ehe gebracht. (F.) Neml. Eine Behaußung, höfflein, und hoffstatt, mit allen deren gebäuden, begriffen, weiten, Zugehörden und Gerechtigkeiten, allhier Zu Straßburg ane der langen Straße ohnfern der Schmidt Zunfftstub hinüber. 1. s. ist ein eck ane der Freÿburger gaß, 2. s. neben der auberge au Luxembourg Sr Jr Fabierde St Paul dem aubergisten Zu gehörig, hinten auf j. höfflein E. E. Zunfft der Freÿburger Zuständig, davon gibt man jährl. Löbl. Stadt Pfenningthurn auf Jacobi Apostoli 6 ß d ane allmend geld wegen dem vor dem hauß befindlichen steinern Gangs, sonsten aber über hernach folgenden passiv Capitalien ledig eigen, Es wird aber dieselbe ohnpræjudicirlich und mit Vorbehalt Eÿgenthumb hier berechnet vor 3000. lb. Darüber besagt j. alter teutscher perg. Kffbr. in alhies. C. C. Stb gef. und mit dero anh. Ins verwahrt datirt den 27. Julÿ A° 1724. mit altem Lit. A. bezeichnet, dabeÿ noch zween ältere Kauffbrief respê. datirt den 7. Martÿ 1678 und 16. Junÿ A° 1666. auch sonsten so alter als seithero nachgefundener schrifftl bericht. Wie aber der Fr. Notriusin erstere Ehemann seel. solche behaußung und dero Zugehörden Zum fünfften theil ererbt und Zu den übrigen Vier fünfften theilen Von seinen geschwüsterden und mit Erben an der elterl. Verlaßenschafft per Cessionem empfangen und angenommen hat,das gibt die beÿ der elterlichen erörterung durch den dißorthigen Eheherren passirte Erb Cession de dato 10. Januarÿ 1745. zu vernehmen.
Auf jenes des erstern Ehemanns seel. Absterben aber wurde Ihro der damahligen Fr. Wb. deselben Völlige Verlaßenschafft mithin auch Vorstehende behaußung und dero Zugehörden deßen Hh. Creditoribus eigenthümlich überlaßen auch Von ihro angenommen, wie das zwischen Ihnen erichtete und Von E. E. Großen Rath confirmirte accomodement de dato 26. Junÿ A° 1757. Zu vernehmen gibt.
Series rubricarum hujus Inventarÿ. Der Ehemann in die Ehe gebrachte guth betr. Sa. haußraths 311, Sa. Silber geschirrs und Geschmeids 313, Sa. goldener Ring und geschmeids 62, Sa. baarschafft 998, Sa. Pfenningzinß hauptgüter 3485, Sa. Activorum 3234, Summa summarum 8405 lb Dazu gelegt ane deren haussteuren demselben gehörig helffte 43 lb, Welchem nach des Ehemann gesambt in die Ehe gebrachte unveränderte Nahrung dem billigen werth nach sich belaufet auf 8449 lb
Dießemnach wird auch der Ehefr. in die Ehe gebracht Vermögen. Sa. haußraths 307, Sa. Silbergeschirrs und geschmeids 38, Sa. goldener Ring und Geschmeids 111, Sa. baarschafft 152, Sa. Eigenthumbs ane i. behausung 3000, Sa. Schuld 136, Summa summarum 3746 lb, Und wann dazu gerechnet wird die anderer helffer ane denen haussteuren so thut 43 lb, So begreiffe deroselbe ohnverfangen activ mass dem regr. anschlag nach in sich 3790 lb – Schulden 2608 lb, Nach deren Abzug 1182 lb
Wÿdemb Verfangenschaft Welche H Nicolaus Bolcau der Zinngießer und burger alhier lebtägig zu genießen berechtiget ist. Nemblichen hat weÿl. Fr. Maria Salome Bolcauin geb. Gäcklerin erstg.regten Hr Bolcau geweßte Ehef seel. in dero vor gleichfalls Weÿl. H Notarii Joh: Lobstein und Gezeigen den 3. Aprilis A° 1745. errichteten Testamento nuncupativo §° 8.vo unter anderen Legaten der dißortigen Fr. Notriusin Legats weiß zugedacht 50 lb
Copia der Eheberedung (…)

Marthe Hansmetzger meurt en 1767 en délaissant cinq enfants de son premier mariage et deux de son second. L’inventaire est dressé dans la maison que la défunte a apportée en mariage. La valeur de la maison est reprise de l’inventaire dressé dix ans auraparavant en 1757. La masse propre au veuf s’élève à 6580 livres, celle des héritiers présente un déficit passif de 393 livres. L’actif de la communauté s’élève à 4 116 livres, le passif à 4 548 livres.

1768 (27.6.), Me Dautel (Fr. Henri, 6 E 41, 271) n° 1070
Inventarium und beschreibung aller derjenigen Haab, Nahrung und Güthere, Keinerleÿ davon außgenommen, so weÿl. die Hoch Ehren und tugendreiche Frau Martha gebohrne Hanßmetzgerin, mein Frantz Heinrich Dautel, Notarii Publ. jur: et Practici auch burgers allhier Zu Straßburg geweßene geliebte Ehegattin nunmehr seel., nach ihrem den 11. Julÿ des letztabgewichenen 1767.ten Jahrs aus dießer welt genommenen tödlichen ableiben, Zeitlichen verlaßen – So geschehen allhier Zu Straßburg auff Montag den 27.ten Junii et seqq. Anno 1768.
Die verstorbene Frau Notariußin seel: hat ab intestato zu Erben Verlaßen, wie folgt. 1. Jungfrau Margaretham Salome Storrin, so annoch ledigen Stands aber majorennis, jedannoch, wie hernach gemeld, bevögtiget. 2. Mr Johann Christian Storr, den ledigen Glaßern, so Zwar auch großjährig allein ebenfalls annoch bevögtigt. 3. Johann Ludwig Storr, den ledigen Knöpffmacher Gesellen, auff der Wanderschafft sich befindend, annoch minorennis. 4. Johann Daniel Storr, der Notariat Kunst zugethan, annoch minderjährig. 5. Jungfer Mariam Magdalenam Storrin, ebenfalls minderjährig, Welche Fünffe die seel. fr. Notariußin in Erster Ehe mit Weÿl. H Johann Christian Storren geweßenen Glaßer meister und geschwornen Courtier, auch burger, allhier Zu St. seel. ehelich erzeugt, deren geordnet und geschworenen Vogts der wohl Ehren geachtete Hr Caspar Samuel Edelmann, der Schreiner meister und burger allhier so mit und neben seinen Curanden beÿ dieses Inventur gegenwärtig gewesen.
6. Frantz Heinrich und 7. Jacob Friderich die Dautel, dieße beede in letzter Ehe mit Not. Frantz Heinrich Dautel eingangs gemeld ehelich erzeugt beede minderjährig und bevögtigt mit dem wohl Ehrenachtbaren herrn Friderich Hanßmetzgern, dem metzgern und burgers allhier so ebenmäßig dießer Inventur beÿgewohnet. Alle sieben zu gleichlingen portionen und antheilen.
Copia der Eheberedung – Copia der frauen auffgerichteten Verordnung unter Kindern

In einer allhier zu Straßburg ane der Untern Langen straß gelegenen in dieße Verlaßenschafft gehörigen behaußung, so ein Eck ane der Freÿburger Gaß folgender maßen sich befunden
Ergäntzung derer Kindern und Erben ermanglenden unveränderten Guths. Inhalt vorher allegirten der beeden geweßenen Ehepersonen zugebrachten nahrungs Inventarÿ de A° 1759.
Eigenthum ane einer Behausung. (E.) Neml. eine Behausung, höfflein, Gumpbronnen und hoffstatt, mit allen deren Gebäuden, begriffen, Weithen, Zugehörden, Rechten und Gerechtigkeiten, zum kleinen Freÿburger genannd, gelegen allhier Zu Str. ane der langen obern Straß, ohnfern der Schmid Zunf tstub hinüber. eins. ist ein Eck ane der Freÿburger gaß, 2. seit neben Sr Dominique Longo, dem handelsmann, hinden auf E. E. Zunfft der Freÿburger höfflein stoßend, davon gibt man jährl. auff Jacobi apostoli Löbl. Stadt Pfenningthurn ane allmend zinß, sonsten außer denen drauff hafftenden passiv Capitalien ledig eigen, und zufolg derer herren Werckmeistere gethanen Abschatzung vom 23.ten Aprilis 1757. angeschlagen, dabeÿ man es jedoch mit großgünstiger Erlaubnuß wohlverordneter Hh dreÿ löbl. Statt Stall laßen wolle, über obige 8 ß beschwerde um 1250. lb. Darüber bes. j. a. teut. perg. Kffbr. in allhies. C. C stub gef. datirt den 27. Julÿ A° 1724. m. a. Lit. A. bezeichnet, dabeÿ noch 2. ältere Kffbr. daselbst gef. respective datirt den 7. Martÿ 1678 et 16. Junÿ 1666. weiter j. pap. Extr. auß allhies. C. C. st. gef: und mit deren Vorgedr. Pittschafft verw. dedato 24. Junÿ 1596. inhalt deßen die in dem höfflein befindliche Maur mit H. Dominique Longo beh. durchaus gemeinschaftl. und er nicht berechtigtet seÿe, außer seinem fenster und einem nach darüber der Nachbar das jus dominans fluminis hat, ein ander Licht darein zu machen. dabeneben meldet auch E. E. Kl. Rhats augenschein vom 19. 9.br. 1762. daß derselbe oder der jeweilige Nachbar rechter Hand die servitutem stillicidi auf sich zutragen schuldig, dißortiger behausung dachtrauff auff Zunehmen, und ihr dachloch zu verkremsen. So dann pt° des s.v. Cloacs ist vorhanden j. a. perg. brieff dero copia beÿliegt, de dato 16. Xbr 1527. von seithen E. E. Kl. Rhats ertheilt. davon aber an E. Hoch preißlichen Cammer Gericht dießer Löbl. Stadt appellirt worden, darüber sich weiter hat sich nichts hervorgetan hat.
Series rubricarum hujus Inventarii. Des Wittibers Vermögen, Sa. haußraths 72, Sa. lerer Faß 4, Sa. Silber geschirr und Geschmeid 104, Sa. gold. Ring und dgl. geschmeid 18, Sa. baarschafft 47, Sa. Pfgzßhptg. 2185, Sa. Schulden 100, Sa. Erg. 4548. Summa summarum 7080 lb. – Schulden 500, Nach deren Abzug 6580 lb
Derer KK: und E. unveränderte Nahrung, Sa. haußraths 101, Sa. leeder Faß 4, Sa. Silber geschmeids 9, Sa. gold. Ring und geschmeid 34, Sa. Eigenthumbs ane i. reebstücklein 3, Sa. Eigenthumbs ane j. beh. 1250, Sa. Schuld 500, Erg. ist passive außfällig, Summa summarum 1903 lb – Schulden 2296 lb, In Compensatione 393 lb
das Theilbare Guth betreffend, Sa. haußraths 29, Sa. weins 4, Sa. Silber geschmeids 10, Sa. Pfgthßhptgh. 3232, Sa. baarschafft 49, Sa. Schulden 789, Summa summarum 4116 lb – Schulden 4548 lb, In Compensatione 431 lb
Stall Sa. 4441 lb
Wÿdumbs Verfangenschaft welche fr. Catharina Salome Hanßmetzgerin gebohrne Lauthin auß Erster Ehe Zeit lebens geneußt. Vermög eines über Weÿl. H Abraham Hanßmetzgers, gewesenen metzgers und burgers allhier deroselben Erstern Ehemanns und dißortigen frauen defunctæ Leibl. bruders seel. Wilhelm, durch herrn Notarium Johann Daniel Langheinrich den 12.en 7.br A° 1764 gezogenen und datirten auch allereits unterschriebenen, summarischen Calculi
Copia der frauen auffgerichteten Verordnung unter Kindern – Ich Martha gebohrne Hansmetzgerin dem Frantz Heinrich Dautel Notarii publici jurati und Practici auch burger alhier Eigenthümlich gehörig, krancken und schwachen leibs – so geschehen auff Donnerstag den 2. Julÿ 1747 [unterzeichnet] Marta Dautelin
(Cote 94 Z 17) Summarische Berechnung über Weÿland Frauen Marthä gebohrner Hanßmetzgerin, Frantz Heinrich Dautel Notarii Publici Jurati et Practici auch burgers allhier zu Straßburg geweßener Eheliebstin nun seeliger Verlaßenschafft dem Stalltax nach auffgerichtet – auff der Statt Stall den 31. aug. 1768, N° 2188

François Henri Dautel désigne en mars 1780 Philippe Louis Übersaal pour le remplacer dans ses fonctions de secrétaire à la tribu des Pelletiers tout en conservant lui-même le poste.

Doyen des notaires de la Ville, François Henri Dautel meurt en 1781 en délaissant deux fils de son deuxième mariage. Les experts estiment la maison 1250 livres. L’actif de la succession s’élève à 5 654 livres, le passif à 1 410 livres. Le défunt lègue à son fils François Henri qui se destine au notariat son étude et sa bibliothèque juridique à condition qu’il soit nommé notaire, à son beau-fils Jean Daniel Storr, bailli de Schmieheim, son livre manuscrit de notariat et les règlements imprimés. La douzième disposition est destinée à égaliser ses deux fils ; le défunt a financé les études de son fils aîné en l’envoyant étudier à l’académie militaire de Stuttgart et celle du cadet Frédéric (Jacques Frédéric) en l’envoyant apprendre le français à Sainte-Marie-aux-Mines puis en lui faisant apprendre le métier de tourneur.
La description de la maison ne mentionne pas qu’il s’agit d’un bien propre de l’épouse. Une mise au point de 1787 apporte des précisions à ce sujet.

1781 (19.10.), Me Saltzmann (Jean Daniel, 6 E 41, 602) n° 404
Inventarium über Weiland H. Frantz Heinrich Dautel, des gewesenen berühmten Stadt-Notarii und burgers alhier Zu Straßburg, Verlassenschafft, auffgerichtet A° 1781. – Weiland der hochedle und Rechtserfahrene Herr Frantz Heinrich Dautel, gewesener berühmter Doyen des corporis der hiesigen Stadt-Notariorum und angesehener burger alhier, nach seinem den letztverfloßenen 23.sten Julius aus dießer Welt genommenen seligen Abschied zurückgelassen hat – (…) nach dem älten H Söhn, von deßen H Curator und von der von Barr gebürtigen dienstmagd Anna Maria Müller (…) geäugt und gezeigt – So geschehen und angefangen in Straßburg in hernach inventirter ane der untern langen Strasse und Freiburgergaß gelegenen Sterb behausung auf Freitag den 19. Weinmonats Vormittag un dem Jahr Christi Geburt 1781.
Benennung der Erben. Des seligen H. Notarii in seinem hernach einverleibten Testament, nach Wegrechnung einigen Vorauses, zu zween gleichlingen Theilen unter gewissen bedingungen eingesetzte und hinterlaßene Erben sind, seine in zwoter und letzter Ehe mit weiland Frau Marta gebohrner Hanßmetzger erzeugte Söhn mit Namen, 1. Herr Frantz Heinrich Dautel, ebenfalls hiesiger Stadt-Notarius, derselbe hat zwar zu giltiger Verrichtung dieses seines Amts, weil er nicht vollkommen, sondern nur nach hiesigen Stadtrechten großjährig ist, von E. E. grosen Raht alhier ohnlängst veniam ætatis erhalten, zu Besorgung seines Guts aber ist deßen einbändiger Hr. bruder S. T. H. Lt Joh. Daniel Storr, Reichs-Ortenauischer Advokat und Amtmann zu Schmieheim als Curator ernennet und in Pflichten genommen worden, bede Hh. anwesend,
II. Jacob Friedrich Dautel, dermalen zu Marseille in Arbeit stehenden Kunstdreher gesell, In deßen Namen sein geordneter und geschworener Vogt H. Joh. Ulrich Mahns, der hiesige Burger und Silberarbeiter, diesem Geschäft persönlich beiwohnte
So dann war H Joh: Friderich Greis, auch hiesiger Stadt-Notarius, wegen denen in dem Testament enthaltenen Untersetzungs-Fällen, als geschworner Substitutions Vogt, bei dieser Inventur gegenwärtig
Abschrifft des durch den nun seel. H. Notarium den 21. Nov. 1780 gestiftet

(f° 10) Eigenthum ane einer Behausung. (4 C. N° 58.) Näml. eine Beh: Hofstatt, Höfl. u. Gumpbronn m. allen deren Gebäud., begriffen, Weiten, Zugehörd. u. Rechten, zum kleinen Freiburger genannt, gelegen in hies. Stadt ane der untern langen Strasse ohnfern der Schmide Zunftstube über. Ein Seit neben Weil. H. Dominicus Longho, des hdlsm: Wittwe, 2. S. ist I Eck an der Freiburger gaß, hinten auf E. E. Zunft der Freiburger Höfl. stosend, So auser 8 Schilling jährl. auf Jacobi Apostoli, das ist d. 25. Julii, dem hies. Pfgth. zu entrichten habend. Allmend zinses, frei, sofort durch (die Werckmeistere) laut deren zu diesem Concept gelüferten Abschatzung zedels d. 9. Nov. 1781 gewürdiget word. über obige beschwerde um 2500 R oder 1250 lb. Darüb. bes. 3. in Vielgemelter C. St. verf perg. teutsche Kbr. v. 6. Junii 1666, 7. Martii 1678 u. 27. Julii 1724. Weiter i. daraus verf. u. m deren vorgedr. Petsch. Verw. extractus v. 24. Junii 1596. Inhalt dessen die in dem Höfl. befindl. Mauer mit dem Longhoschen Haus durchaus gemeinschaft. u. deßen Eigentümer nicht berechtigtet seÿe, auser seinem Fenster u. einem Naach darüb. der Nachbar das jus dominans fluminis hat, ein ander Licht darein zu machen.
Daberneben meldet auch E.E. kleinen Rats Augenschein vom 19. 9.br. 1762. daß solcher jeweilige Nachbar rechter Hand die servitutem Stillicidi auf sich zu tragen schuldig, diesortiger beh. dachtrauf aufzunehmen und ihr dachloch zu verkremsen.
So dann pt° des s.v. Kloacks ist vorh: I perg. brief de dato 16. Xbr 1527. dem copia beiliegt, von Seiten E. E. kleinen Raths erteilt. davon ab. an I. hochpreissl. Kammergericht dieser Stadt appellirt word. Weiter hat sich nichts darüb. hervorgetan.
– Abschatzung Vom 9.ten Novembre 1781. Auf begeren weÿland Herr frantz Heunrich Dautel dem geweßenen Notarius ist Eine behausung alhier in der statt strasburg in der Langen stas gelegen, Ein seÿts neben dem Allmend anderer seÿts neben Madame Longo, und hinten auf E. E. Zunft Zur freÿburger, stoßend gelegen, solche behausung bestehet in Etlichen stuben, dreÿ Kuchen und Etlichen Kammeren, darüber ist der dachstuhl mit breidzigel belegt, hat auch Ein getremter Keller hoff und brunen. Von uns unterschriebenen der statt strasburg geschwornem Werckmeister und Vorhero geschehener besichtigung mit aller jhrer gerechtigkeit dem jetzigen wahren werth nach Estimirt und angeschlagen worden Vor und um Zweÿ Tausend Fünff Hundert gulden [unterzeichnet] Hueber, Kaltner WMstr. [in fine:] soll vom steinern gang auf Jacobi 8 ß, d.d. 20. Aprilis 1782. T. Pfenningthurn
(f° 12) Verschloßenes Testament. Ich Frantz Heinrich Dautel der offenbare geschwornen Notarius und Practicus auch burger allhier Zu Straßburg (…) Andem vierden, verordne Ich der Testierer, daß meinem jüngsten Bruder Carl Christoph Dautel, welcher sich in Luxemburg auffhalten solle, zu einem Angedencken, (…) Neundens so prælegire Ich der Testierer meinem ältern lieben Sohn Frantz Heinrich Dautel, im Fall er sich der Notariat-Kunst wiedmen und Zu einem Notario creiren laßen werde, auch dahero Zu practiciren gesinnet seÿe, meine sambtliche Notariat- acta, und sambtliche dazu gehörige Notariat-bücher, deßgleichen die dazu dienliche juristische Bücher, in was Sprachen sie seÿen (…). dahingegen vor das Eilffte, ist mein Willen, daß alsdann alle meine zurücklaßende Manuscripta, und sonderlich mein mit eigener Hand geschrieben Notariat-buch, wie auch alle meine gedruckte Ordnungen, meinem geehrten Sieffsohn S. T. Herrn Johann Daniel Storren, Juris utriusque Licentiato und der Zeit wohlverdientem Ambtmann in Schmieheim, Zu einem Legat außgehängigt weden sollen (…), Ane dem Zwölfften, Indem ich meine beede Söhne nachgemeld und Zwar den einen und zwar den ältern nacher Studgard in alldasige academie Militaire, um allda denen studien obzuliegen gethan, und den Jüngern ohn anfänglich auff Markirch um die frantzösische Sprach zu erlernen, und nachgehends Zu herrn Hetzel dem Kunstdrehern, dießes Handwerck Zu erlernen, respective verschickt und gethan, und mich beederseits vieles Geld gekostet, und etwa noch ferner kosten werden so will ich der Testirer haben, daß zu Verhütung Streits da dießer dießes, jener aber jenes zu seinem avantage verwenden möchte, keiner gegen dem andern etwas in meine künftige Verlaßenschafft derentwegen einzuschießen schuldig und verbunden, sondern deßen erlaßen seÿe, dieweilen aber jedoch unter ihnen eine Ungleichheit ist, so will ich Jacob Friderich Dautel, dem Jüngern Sohn, welcher ein wenigers als der ander genoßen, auß meiner künfftigen Verlaßenschafft in barem Geld 200 Gulden hiemit prælegirt haben. (…) So geschehen Straßburg den 18. Septembris Anno 1780. – Hinterlegungs-Act, Anno 1780, Mittwoch den 22. Novembris, erschienen Herr Franz Heinrich Dautel (…) in seines unterzeichneten collegæ an der Drusengasse gelegener behausung, in deren auf dem Zweiten Stockwerck des Vorderhauses sich befindlichen, mit den Fenstern in gedachte Gaß und in den Hof aussehenden Schreibstube – Johann Daniel Saltzmann
(f° 2) Folgt nun hierauf die Beschreibung dieser Verlaßenschafft an sich selbst. Sa. hausrats 110, Sa. bibliotheck 10, Sa. leerer Fäßer 16, Sa. Silbergeschirrs u dgl. 96, Sa. goldener Ringe u. dgl. 43, Sa. baarschafft 64, Sa. Eigentums an i. beh. 1250, Sa. Eigentums an i. Rebstück (Melsheimer banns buchsweiler Amts) 6, Sa. Sa. Pfenningzinse Hauptgüter 3661, Sa. guter Activ schulden 394, Summa summarum 5654 lb – Schulden 1410 lb, Nach deren Abzug langt diese Activ maß 4244 lb
Hievon sind die in obigem Testament gestifteten Vermächtnisse wegzurechnen (f° 21.b) 186, wornach die vätterliche erbschafft sich belaufet auf 4058 lb – Schluss summ 4913 lb – Stall summ 3986 lb – Zweifelhafte Capitalien 796 lb
(f° 51) Erläuterung Wegen denen in der ausgefertigten Erörterung über weil. H. Not. Frantz Heinrich Dautel Verl. fol. 61. et seq. gemelten Zwei Häusern. Es ist bereits daselbst nicht nur angemerckt, von wem solche Häuser herrühren, sondern auch daß sie dem H. Erb-laßer nirgends geseztmäsig Zugeschrieben sind. Ratione quanti und Sicherheit des Substitutions- Guths aber ist deswegen nichts abzuändern.
Dann ohngeachtet das an der langen Straß gelegene Sterbhaus eigentlich in der Frau Notariusin Dautel Verl. gehöret, wann deren 5. Storrsche Kinder erster Ehe 5/7. und deren Dautelsche Zween Söhne letzter Eh 2/7. theil hätten, so muß einen Weeg wie den andern der in die Dautelsche summarische Berechnung fol: (-) gebrachte Wert derer 6000. R. durch Erstattung des Empfangs oder durch Abtretung derer Hausanteile herauskommen.
Auf diesen Fus sind vier Storrsche Kinder von ihrem H Stiefvater Dautel ausgewiesen worden, und Herrn Lt Storr als dem fünfften ist eun ratum passive verrechnet.
Die Ueberlassung u.Annahm des an der Kalbsgasse gelegenen Hauses it nur privatim geschehen und ist bisher kein actus publicus darüber errichtet worden. (…)
Demnach langt des Dautelsche Substitutions-Gut dem wahren Wert nac heutigen tages an 8688. R. Straßburg d. 16. Febr. 1787.
– Rechnung vom 28.br. des ältern H Sohns Einnahm. An Hauszinsen, vor die auf dem boden des hauses ane der langen straß selbst inhabende wohnung seit Weihn. 1781 bis dahin 1784 vor 3 J. à 60 R, 180 R
It. von H. Bootz dem huissier wegen der seit Annunciationis Mariæ 1784 bis Weihnachten inhaben. wohnung des ersten Stockwercks vor ¾ jahr à 18 R, 54 R
Vor das gantze Jahr 1782 hat H. Amtm. Storr dieses stockwerck ingehabten halben zu verguten
Während dem völligen jahr 1783 und noch ein vierteljahr darnach konte solches stockwerck wegen bau Aus beßerungen nicht verlehnet werd.
It. von Fr. Fiscal Kappaun wegen der bis Weihn. 1784 Inhabend Wohnung des zweÿten Stockwercks vor 2 Jahren a 84 R, 168 R
Anno 1782 stunde auch solches stockwerck des bauens halben leer
Item von H. Horning dem Silberarbeiter vor das ganze ane der Kalbsgasse gelegenen Haus seit Michaelis 1781 bis Johann Baptistæ 1782 vor ¾ jahr à 25 R, 75 R
(f° 32-v) Summarische berechnung. vor das jenige was der Stieffsohn Johann Ludwig Storr der Seiden knopffmacher und seine ehefrau Barbara geb. Gollin hierher schuldig sind ihre eigenthümliche hälfte eines ane der Kalbsgasse gelegenen Hauses ohnpræjudicirlich hier eingebracht mit 1400 R /:dieses haus ist zwar dem H. Erblasser nirgend eigenthümlich zugeschrieben er hat aber soviel dem Storrschen Stiefkindern vor mütterlichen gut bezalt
(f° 53-v) Vergleich zwischen bed. brüdern d’Autel. Donnerstags den 8. Novembris Anno 1787 sind H. Not° Johann Georg Rössel als Curator des ältern Sohns Frantz d’Autel Creditmaß und der jüngere Sohn Friedrich d’Autel selbst, welcher zur zeit seines H. Vaters Absterbens auf Reisen war, nunmehr mit beihilfe H. Not. Johann Lederlin, wegen nachgemelte Posten, worunter unnötige baukosten begriffen, folgender maßen mit einander übereingekommen, weil Friderich d’Autel die seinigen auf sich allein leidet, daß insofern seines Bruders Schuldglaubige jenicht damit Zufrieden wären, er denenselben gehöriger Orten Rede und Antwort geben, den H. Not. Rössel aber klaglos stelebn schadlos halten und gegen ihm responsabel seÿn wolle. I. Soll vor die auf dem Boden des Hauses ane der langen Strasse sich befindlichen Wohnung an Zins angerechet werd. zu 60 Guld. des Jahrs, dem Frantz, seit Weihnachten 1784 bis Johannis 1785. Als dann dem Friedrich bis Ostern 1786 von dar an stand sie leer bis Martini, da Goucheron eingezog.
II. Soll von dem ersten Stockwerck zu 72 Gulden Hauszins angerechnet werd. dem Frantz, als Sachwalter vor das völlige 1783 Jahr, ohngeachtet Fol. 29.b der expedirten Erörterung stehet, das solches Stockwerck wegen Bau Ausbesserungen 5 Vierteljahr lang nicht habe verlehnt werden können. Ferner demselben seit Weihnachten 1784 bis Fastnacht 1787, als welchen Zins er laut Quittung vom (-) Von dem vormaligen huissier Bootz voraus empfangen, Von dar an bis Michaelis bewohnte ihn der Huissier Doron.
III. Soll von dem zweÿten Stockwerck an Hauszins zu 84 Gulden angerechnet werden, weil derselbe seit Weihnachten 1784 bis Michaelis 1785 leer stand, dem Frantz von dar an bis Martini 1788 zu welcher zeit seine verkaufte Schreibstuben aus geliefert wurd. ohngeachtet er schon im Februario zuvor austrat. Und ohngeachtet fol. 30 der Erörterung enthalten, daß solches Stockwerck auch bauens halben das gantze 1782 Jahr hindurch leer gestand. seÿe, so soll dannoch da Frantz* es, des Hauses guten lage halben wol hätte verlehnen können und sollen, demselben wenigstens vor dreÿ viertel jahr angerechnet werd. (IV-VII)
– Bau Costen büchlein meiner Ehefrauen unverändert Hauß betreffend, Ich währeder Ehe außgelegt – 1761. Außgaab (…)
[Mémoires d’entrepreneurs] Specification und überschlag Vor Herrn Nodarius Daudel über dißen Brunen So Gemacht Soll Werden Mitt Einem gehaltenen Brunen oder ohn geschaldt Sollgemacht werden Mit Maurstein Wir folgett Anno 1761. (…) Johann Michael Starck Steinhauer Meister
Herr Nodariß Daudel beleibt An Johann Michael Starck vor Gemacht Maur arbeit folgett (…)

Sépulture, Temple-Neuf (luth. D 1777-1785 f° 92-b, n° 23)

Im Jahr Christi 1781 den 23. Julius, Vormittag umb Eilff uhr starb hier nach dem Willen des Herren an einem ihn betroffenen Schlag Fluß, H. Frantz Heinrich D’autels, hiesiger Statt Straßb. gewesener geschworner Notarius, und Inventier: Schreiber, auch burger allhier, erzeuget von weÿl. H Johann Michael Dautel, J. U. Doctorando auch Actuario beÿ E. E. großen Rath allhier, und auch weÿl. Fr. Maria Magdalena gb. Harnußpergerin, welcher in der Ersten ehe gelebet hat mit weÿl. Frau Maria Magdalena gb. Langin, in der zweÿten Ehe aber mit weÿl. Frau Martha gb. Hannß Metzgerin Seines Alters 83 Jahr 6 Monath und Einen Tag.
Mittwochs darauf, als den 25. ejusdem wurde deßen entseelter Leichnamb, nach mittag umb vier uhr nach gehaltener Leichen: Rede in der Prediger: Kirch, auf den Gottes: Acker S. Galli gebracht, und daselbst nach geziemender Ordnung in sein Ruhestatt Zur Erden, biß auf den Tag der zukünfftigen Auferstehung alles Fleisches befördert. Solches bezeugen Frantz Heinrich Dautel, als Sohn, Lt Johann Daniel Storr als Stieffsohn (i 95)

Les préposés de la Taille font figurer la succession dans leur registre parce que les impôts acquittés étaient calculés d’après une fortune sous-évaluée de 700 florins (350 livres) sur un total de 7 900 florins. Ils dispensent cependant la succession de verser des arriérés en considérant que le défunt avait déclaré une fortune de 9 200 florins jusqu’en 1779

1785, cote VII 1181 – Livres de la Taille, f° 10
Sambstag den 9.t dito [Aprilis]. (Kürßner N° 5385) Weÿland H. Frantz Heinrich Dautel des gewesenen Notarii publici jurati publici und Decani Notariorum, auch burgers alhier Verlaßenschafft inventirt Hr Notarius Saltzmann.
Concl: fin: Inveant: ist fol. 71., 4913 lb 3 ½ d davon gehet aber in ansehung der bisherigen Verstallung Wieder ab 926 lb 10 ß 1 d, Verbleibt 3986. lb 10 ß 1 ½ d die machen 7900. R, verstallte 7200. R. also Zuwenig 700. R. weilen aber derselbe bis ad annum 1779 incl. 9200. R. verstallet, so wird wohl kein Nachtrag anzusetzen seÿn.
Ext: Stallgeld pro 1781, 12 lb 3 ß
Gebott, 2 ß
Abhandlung, 7 lb 12 ß 6 d, Summa 19 lb 17 ß 6 d
dt. 9. Aprilis 1785.


François Henri Dautel, notaire de 1781 à 1786

François Henri Dautel demande à devenir notaire en août 1781, juste après la mort de son père qui lui a légué son étude. Les Conseillers et les Vingt-et-Un le reçoivent notaire le 18 août 1781 puis rédacteur d’inventaires fin septembre 1782.
François Henri Dautel déserte la Ville le 28 février 1786 après avoir vendu ses meubles à son demi-frère le vitrier Jean Chrétien Storr. Le notaire Jean Louis Knobloch acquiert moyennant 790 florins les actes Dinckel que l’étude Dautel avait en dépôt.

Dautel (Fr. Henri, 1781, S. T Neuf f° 92-v)
Signature au bas de l’acte de sépulture de son père (1781)

François Henri Dautel demande à devenir notaire en août 1781. Les Conseillers et les Vingt-et-Un le renvoient aux préposés généraux de la Chancellerie pour passer son examen. Deux semaines plus tard, le 18 août 1781, après que le candidat a réussi son examen, les Conseillers et les Vingt-et-Un le nomment notaire eu égard qu’il a appris le métier chez son père qui vient de mourir en lui léguant son étude.

1781, Protocoles des Conseillers et des Vingt-et-Un (1 R 264)
H. Frantz Heinrich Dautel wird pro examinis Notariatus an Ghh. Ober Cantzleÿ Herren gewießen
(p. 294) Sambstag den 4.ten Augusti 1781
Claus nôe H. Frantz Heinrich Dautel Notariatus Candidati und hiesigen burgers sohns prod. unterth. Memoriale und bitten pro examine Notaratus.
Nach angehörtem voto H G.al Advocat Mogg, welcher gemeldet, es werde in dem protocollo Ghh. Ober Cantzleÿ herren nachzusehen seÿn, ob der numerus Notariorum complet, in zwischen werde Implorant mit seinem begehren an Ghh. Ober Cantzleÿ Herren Zuweißen seÿn.
Nachgehaltener umbgfrag wurde Implorant pt° examinis Notariorum an Ghh. Ober Cantzleÿ Herren gewießen.
Deppi. H Rathh. Kast, H. Rathh. Metzger

H. Frantz Heinrich Dautel wird nach außgestandenen examine in die Zahl der hiesigen Notariorum recipirt [une partie de la page 307 manque]
(p. 306) Sambstag den 18.t Aug. 1781.
H. General Advocat Mogg referirte Nahmens der hoch und wohlverordneten Herrn Ober Cantzleÿ herren, da E. G. auf das den 4.ten hujus von H Frantz Heinrich Dautel dem hiesigen Notariatus Candidato pro examine Notariatus übergebene unterth. Memoriale an Ghh. Ober Cantzleÿ herren Zu weißen Geruhet, sonst auch würcklich Verwichenen Dienstag das examen mit dem Imploranten würcklich vorgenommen worden, in welchem derselbe [-] soviel fertig [-] dadurch Zuerkennen [-] seines Verstorbenen H Vatters [-] Jahr das Notariat Amt ruhmichst al[-] vertretten, ihme gegebenem unterricht profitirt, und da ged. sein H. Vatter ihme auch seine schreib stub vermacht, so vermuth [-]nen es werden Mghh. dem Imploranten willfahren wollen.
Die zugegen geweßte Hochverordnete herren Ober Cantzleÿ herren hatten der angestatteten relation nichts beizusetzen.
Dießemnach wurde vermittelst gehaltener Umbfrag Implorirender Frantz Heinrich Dautel in die Zahl derer hiesigen Notariorum auf und angenommen, Juravit eod. in pleno.

1782, Protocoles des Conseillers et des Vingt-et-Un (1 R 265)
François Henri Dautel demande à être admis à l’examen qui l’habilitera à dresser des inventaires le 16 septembre. Les Conseillers et les Vingt-et-Un le renvoient aux préposés en chef de la Chancellerie. Après avoir réussi l’examen, il est nommé notaire fin septembre

Frantz Heinrich Dautel Notarius juratus Halt pro admissione ad examen pro beneficio inventandi. Wird an die Hh. Obercantzleÿ Hh. verwießen. 227. wird aufgenommen und schwört auf die Ordnung. 247
(p. 227) Montag den 16. Septembris 1782) Claus nomine Frantz Heinrich Dautel, des Notarii jurati allhier producirt unterthäniges Memoriale und bitten, dahin gehend, E. G. geruhen wolten, Ihn ad examen pro beneficio inventandi zuzulaßen, quo facto und auf derer hochverordneten Ober cantzleÿ herren zu erstattenden bericht denselben mit dem angesuchten beneficio inventandi zu begnadigen.
Nach angehörter umbfrad ist Erkannt, Seÿe des Imploranten gesuch an die hochverordnete Hh. Obercantzleÿ Hh. Zu verweisen
La page 247 (23 ou 28 septembre) manque dans le registre abîmé.

François Henri Dautel déserte la Ville le 28 février 1786 après avoir vendu ses meubles à son demi-frère le vitrier Jean Chrétien Storr. L’inventaire des mêmes meubles est dressé fin mars. Le notaire Jean Louis Knobloch acquiert moyennant 790 florins les actes Dinckel que l’étude Dautel avait en dépôt.

1786 (31.3.), Me Saltzmann (Jean Daniel, 6 E 41, 608) n° 535
Verzeichnis über H. Frantz Heinrich Dautel, des Stadt Notarius und burgers alh. Zu Straßburg, nachdem er sich den leztverfloßenen 28. Februarii von hier entfernt hat, zurügelassene Habseligkeiten, auf ansuchen H. Johannes Lederlin, auch hies. b. u. Stadt Notarius, als in Pflichten genommenen Streitvogt jenes seines jüngern vollbändigen bruders Jacob Fried: Dautel, des zu Paris arbeitenden Kunstdreher gesellen, nach deßen einbändigen ältesten bruders Johann Christian Storr, des hies. b. u. Glasermrs, der den Schlüssel zu der vordern Stube des zweÿten Stockwercks in Handen, und nach dieser Verhandlung wieder Zurückgekommen hat, mit Not° gelegter handtreu, getaner Augen und Zeigen durch den unterschriebenen hiesigen Stadt Notarium (…) in der an der untern langen Strase und Freiburger gaß gelegenen Dautelischen Eckbehausung vorgenommen den 31. März 1786.
Hausrath 34 R
Alle erstverzeichnete Posten behauptet vorgenanter Johann Christian Storr von solchem seinem Bruder den Tag vor seinem Abtritt von hier um 36. Gulden gekauft und daran 12 Gulden abschlägig bezalt zu haben
In dieses Vermögen gehört die Vorausweise bekommenen Väterliche, die erkaufte Dinckelische und die selbst angefangene Dautel’sche Schreibstuben. Über jene Zwo wird eine revision über die dritte aber ein Register durch mich Notarium Vorgenommen und Verfertiget. Sie können nicht füglich geschätzt, sondern deren Wert muß in der Versteigerung durch einen Liebhaber bestimmet werden.
– Dienstags den 7. Novembris anno 1786. nachmittags um zwei Uhr sind H. Notario Johann Ludwig Knobloch, als Käufer der in diesortige Dautelsche Creditmaß gehörigen Dinckelischen Schreibstube und mitversteigerte Activ schulden, samtliche darein gebürtige Acten und Schuldbücher gegen dem sogleich baar dargezahlten Steigpreis derer 790 Gulden von Stück zu Stück richtig ausgeliefert worden. Mithin quittirt Hr Knobloch vor solche Auslieferung, Hr Nots. Rößel als curator massæ aber vor die baar zu handen genommenen 790 Gulden bester masen in Straßburg an obigem tag. [unterzeichnet] Saltzmann Not. als Inventirschreiber


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