Philippe Gaspard Leitersperger, ammestre, et (1693) Marguerite Reisseissen


L’avocat Philippe Gaspard Leitersperger, fils d’un préposé de l’accise, épouse en 1693 Marguerite Reisseissen, fille d’ammestre. Il est lui-même ammestre en 1735 et en 1731. Il meurt en 1735 en délaissant cinq enfants.
Sa veuve hérite de la maison au Couperet (zum Haumesser) de leur fille Marie Salomé Leitersperger, veuve de Jean Philippe Leitersperger.
(Notice à compléter)


L’avocat Philippe Gaspard Leitersperger, fils d’un préposé de l’accise, épouse en 1693 Marguerite Reisseissen, fille d’ammestre : contrat de mariagen célébration

Copia der Eheberedung – zwischen dem Edeln: Vest und hochachtbahren Herrn Philipp Caspar Leiterspergern Herrn Johann Georg Leitersperges geweßenen Wohlverdienten dreÿers deß allhiesigen umbgelds und vornehme burgers Zu Straßburg nunmehr seeligen, mit auch weÿland der Edlen Viel Ehren: und Tugendreichen Frauen Ursula Leiterspergerin gebohrner Ansorgin auch seeligen ehelich erzeugtem und nachgelaßenem Sohn als dem Herrn brätigamb ane Einem, So dann der Wohl Edlen Hoch Ehren und Tugendreichen Jungfrauen Margarethæ deß Hoch Edlen Gestrengen Fürsichtig hochweiß und hochgelehrten Herrn Francisci Reißeißens beÿ hiesiger Löblicher Statt Straßburg hochmeritirten Alten ammeisters und deß geheimen regiments der Herren dreÿ Zehen hochansehnlichen beÿsitzers auch beÿ löbl. Straßburgischen universitæt Scholarchæ und der auch hoch Edlen hoch Ehren und tugendbegabten Frauen Salome Reißeißin gebohrner Wenckerin ehelich erzeugter Jungfrau tochter alß hochzeiterin – beschehen Montags den andern Monaths tag Novembris in dem Jahr des Herren als man Zahlte 1693. Stephan Cornelius Saltzmann Notarius publicus et academicus

Mariage, Saint-Thomas (luth. f° 39, n° 203)

Heut den 25. Novembris 1693 ist nach ordentlicher p.clamation, (…) Eingesegnet word. H Philipp Caspar Leitersperger weÿl. H Joh: Geörg Leiterspergers gewesenen vornehm. burgers undt Assessorem der Müntz nachgelaßener ehelich. Sohn, mit Jfr. Margaretha, deß Hochedel Vest fürsichtig hochweiß. und hochgelehrten H Francisci Reisseissens der Statt Straßb. ältisten ammeisters Dreÿ Zeheners, der universität Scholarcha und dieser gemeindt S. Thomæ Oberkirch. pflegers allerseits höchstmeritirt. Eheliche Tochter [unterzeichnet] Philipp Caspar Leitersperger alß Hochzeiter, Margaretha Reißeißin Alß hochzeiterin (i 41)

Philippe Gaspard Leitersperger, ancien ammestre, meurt en 1735 en délaissant cinq enfants. L’inventaire est dressé dans sa maison Grand rue. La masse propre à la veuve est de 9 012 livres, celle des héritiers de14 740 livres. L’actif de la communauté est de 3 989 livres, le passif de 14 459 livres.

1735 (24.8.), Me Koch (Matthias, 6 E 41, 466) n° 54
Inventarium über Weÿl. deß Hoch Edelgebohrnen, Gestreng, Fromm, Fürsichtig, Hoch Weiß und hochgelehrten herrn Philipp Caspar Leiterspergers, geweßenen höchstverdienten Alten Ammeisters dreÿzehners, beÿ Löblicher Universitæt Scholarchæ und Ober Kirchischen Pflegers der Evangelischen Gemeinde zu St Thomä & allhier zu Straßburg nunmehr hochseeligen Verlassenschafft – nach seinem Dienstags den 12.ten Aprilis dieses lauffenden 1735.sten Jahrs beschehenen tödlichen ableiben hie Zeitlichen verlaßen. Welche Verlassenschafft auf freundliches Ansuchen Erfordern und Begehren der am hernach folgendem fol° in specie benahmßter Erben, inventirt und ersucht, theils durch die hoch Edle, hoch Edle und tugendgezierte Frau Margaretham gebohrne Reißeißin die hoch betrübte Frau Wittibn beÿständlich des hoch edel Vest hochgelehrt und hochachtbahren herrn Francisci Ösingers J.U. Lti beÿ löblicher statt bestmeritirten Contractuum Actuarii und vornehmen burgers allhier (geeigt und gezeigt) – So beschehen in der Königlichen Statt Straßburg auff Mittwoch den 24.ten Augusti Anno 1735.
Der Verstorbene Herr ammeister seel: hat ab intestato Zu Erben Verlaßen als folgt. 1. S.T. Herrn Johann Leitersperger, J.U. Ltum und E: E: Großen Raths wohlmeritirten beÿsitzer, 2. S.T. Frau Margaretham Flachin gebohrne Leiterspergerin, Weÿl. S.T. Herrn Andreä Flachen geweßenen hocherfahrenen Med: Doctoris und berühmten practici auch vornehmen burgers allhier seel. nachgelaßene Frau Wittib, 3. S.T. Frau Mariam Salome Leiterspergerin, gebohrne Leiterspergerin, Weÿl. S.T. Herrn Johann Philipp Leiterspergers, gewesenen J.U. Lti. und deß beständigen Regiments der Herren Fünffzehen hochansehnlichen beÿsitzers allhier seel. hinterlaßene Frau Wittib, 4. S.T. Jungfer Catharinam Elisabetham Leiterspergerin, Welcher dreÿ Letztern, Weilen sie ohnbevögtiget und majorennes, beliebt und erbettener beÿstand ist ob Ehrengedachter Herr Rathherr Johannes Leitersperger dero herrn bruder, 5. S.T. Herrn Johann Friderich Leitersperger, J.U. Candidatum, so beÿ nahe majorennis deßwegen ohnbevögtigt. Alle Fünff deß Verstorbenen Herrn ammeisters seel: mit eingangs gedachter seiner nunmehro hinterlaßenen Frau Wittib ehelich erzeugte Kinder v. Erben, welche auch alle Zugegen waren zu gleichen portionen und antheilen.

In einer allhier zu Straßburg ane der Langen Straas gelegenen, hiehero gehörigen behaußung befunden worden als folgt
Eigenthum ane gärten (W.) (…)
Eigenthum ane Häußern. (W.) Eine behaußung bestehend in Vorder: v. hinterhauß v. höffen, bronnen Stallung v. hoffstätten, mit allen übrigen dero Gebäuden v. Gerechtigkeiten allhier ane der Langen Straas 1.s. neben weÿl. H Joh: Kornmann, gewes. Banq. v. E : E : Kleinen Raths beÿsitzers Erben Zubehörden, tiels neben der Adel. Hüffel. modo Wetzelischen behaußung (…)
(T.) It: Eine behaußung, höfflein, v. Hoffstatt mit allen deren Gebäuen, begriffen, Weithen rechten zugehörden v. gerechtigkeiten allhier im finckweÿler hinter der Mucken, 1.s. neben weÿl. H. Mathias Häuß, gewes. Diac. beÿ der Pred. Kirch allhier seel. Kindern 2.s. neben hernach beschriebener auch hieher gehöriger behaußung, vornen v. hinten auff d. Allmend stosend gelegen, so freÿ, leedig v. eigen, und durch obgedachte Hh. Werckmeister Crafft allegirter Abschatzung hiehero angeschlagen für 800. R. oder 400.
It: Eine behaußung höfflein v. hoffstatt sambt übriger Zugehörd allhier im Finckweÿler hinter dem Würthshauß Zur Mucken 1.s. neben nächst hie Vorbeschriebener behaußung, 2.s. gegen des Stiffts Carthaus allhier Speicher, dar zwischen ein Allmend Gaß, vornen v. hinten auff d. Allmend stoßend gelegen, so über 7 ß 6 d boden zinß so man dem Pfth. allhier Jährl. Zu bezahlen schuldig freÿ, leedig v. eigen, und über solche beschwerde durch mehrgedachte Hh. Werckmeister hiehero angeschlagen pro 550. R. oder 275. Über nächst Vorstehende beede häußer meldet i. perg. am 16. febr. 1718. auffgerichteter besiegelter Ganth Kaufbr.
(T.) It: die helffte vor ohnvertheilt v. v. ane der Gast behaußung Zum Ehrenfelß, nebens hauß, hoff, Garten, Gartenhäußl. v. hoffstatt samt übrigen derselben Zugehörden v. Gerechtigkeiten allhier in der Vorstatt Crautenau, gegen den Capucinern ohnfern der Esplanade 1.s. neben dem Cap. Closter, 2.s neben Joh: Daniel Ehrenmann dem geschw. Courtier, hinten auff H. Joh: Quirin Berga, den Maurer stoßend gelegen, so freÿ leedig v. eigen v. durch vorgedachte Hh. Werckmeister angeschlagen pro 1600. R. oder 800. lb, th. hiehero zur helffte 400.. Die übrige helffte ist S.T. Herrn Joh: Friderich Ösinger, der statt straßb. höchstmeritirtem Alten ammeisters Eigenthümlich gehörig. Hierüber besagt ein in allhiesiger Ganth am – gefertigter perg. Kbr. so in hoch Edelgedachten Herrn Ammeister Ösingers händen befindlich seÿn solle.
– Abschatzung de: 19. Augst. 1735. Auff begehren Euer Gnaden Herrn Pflip Casper Leitersperger deß geweßenen Herrn XIII:ëner und alten Amiester seel. hinderlaßener Fraw wittib und Erben ist eine behausung allhier in der statt Straßburg in der Langen Straßen (…)
Der 2.t: begrieff ist auch alhier in der Statt Straßburg beÿ dem Capuciener gelegen daß wierthauß Zum Ehren fëltz genant, ein seits an die herren Capuciener anderseits Neben H Johannes Ehremann dem Mackler hinden auff Meister Johann Quirinus Bergau dem Maurer Stoßend, welche behausung, stuben Cammer hauß Ehren warinnen der herdt und waßerstein nebens Cammer und alter gang, unden auff dem botten die Gast stuben, Kuchen Cammer und hauß Ehren, halb gewölbter und getrëmbter Keller, ein alt garten haüsell, so geringß herumb mit diellen Zu geschlagen, Nebenß hauslein worinnen ein stuben und grëmben Lettell ober dar über ein Cammer sambt aller gerechtig Keidt wie solches turch der Statt Straßburg geschwornen wërckleuthe sich in der besichtigung befundten und Jetzigen Preÿß nach angeschlagen wierdt Vor und Umb Ein dausent und Sechs hundert Gulten
Der 3.t begrieff ist auch alhier in der Statt Straßburg, hinder der Mucken gelegen einseits Neben der H. Pfarrer heißen Kindter anderseits Neben die Erben selbsten hinden und Vornen auff H: allmendt Stoßend welche behausung Stuben Cammern Kuchen Hauß Ehren, oben auff der bienen 3: Cammeren eine dar von die soltaten Cammer unden auff dem botten ein stuben Cammer Kuchen hauß Ehren und höfflein getrembter Keller sambt aller gerechtig Keidt wie solches turch der Statt Straßburg geschwornen werckleuthe sich in der besichtigung befundten und Jetzigen Preÿß nach angeschlagen wierdt Vor und Umb Acht hundert Gulten.
Der 4.te begrieff ist auch alhier in der Statt Straßburg gelegen ein Seits an die Erben selbsten, ander seits gegen dem spiger so Zur Cartauß gehorich hinden und Vornen auf H Allment stoßendt welche behaußung Zweÿ stubell Zweÿ haus Ehren mit herdt und waßerstein, unden auff dem botten, daß hauß Ehren getrëmbt Kellerlein und höffell sambt aller gerechttig Kedt wie solches turch der Statt Straßburg geschwornen werckleut sich in der besichtigung befundten und Jetzigen Preÿß nach angeschlagen wierdt Vor und Umb Fünff hundert und Vünffzig Gulten. Bezeignuß der Statt Straßburg geschwornenn werckleuthe [unterzeichnet] Michael Ehrlacher Werck Meister deß Meinsters, Johann Jacob Biermeÿer Werck Meister deß Zimmerhoffs, Johann Peter Pflug Werck Meister deß Mauerhoffs

(f° 31) Ergäntzung der Frau Wittib wehrender Ehe abgangenden unveränderten Guths. Vermög Inventarii über beeder nunmehrp durch den Zeitlichen Tod getrennter Eheleuth einander in den Ehestand Zugebrachtes Vermögen besagend, durch Weÿl. Hn Stephan Cornelium Saltzmann geweßenen Notm. publ. et pract: seel. A° 1694. gefertiget hat nun der hinterbliebenen Frau Wittib als manglend zu verguthen als folgt
(f° 44-v) Series rubricarum hujus Inventarÿ, Copia Heÿraths Verschreibung, Extractus Testamenti Clausi so der Herr Ammeister seel. den 11.ten Maji a° 1696 auffgerichtet, Copia Codicilli in Anno 1696 auffgerichtet
Bericht über gegenwärtige Verlassenschafft (…)
(f° 45) der Fr. Wittib unverändertes Guthn Sa. lähren Faß 44, Sa. Silber geschirr und Geschmeids 208, Sa. Goldener Ring 155, Sa. Pfenningzinß hauptgüter 559, Sa. Eigenthums ane einer behaußung 2250, Sa. Eigenthums ane einem garten 540, Sa. gülthen von liegende güthern 157, Sa. der Schuld 150,, Sa. Ergäntzung (9057, abzuziehen 4111, Compensando) 4945, Summa summarum 9012 lb
Der Erben Nahrung, Sa. Silber geschirr und Geschmeids 196, Sa. Goldener Ring 105, Sa. Pfenningzinß hauptgüter 4543, Sa. Gülthen von liegenden güthern 530, Sa. Ergäntzung (9521, abzuziehen 7, Compensando) 6514, Summa summarum 14 890 – Sa. Schulden 150, Compensando verbleibt 14 740 lb
Das Theilbahre Guth, Sa. theilbarer Frucht 511, Sa. Wein und läher Faß 454, Sa. Silber geschirr und Geschmeids 528, Sa. goldener ring und geschmeid 198, Sa. baarschafft 1109, Sa. Pfenningzinß hauptgüter 3514, Sa. Eigenthum ane Häußern 1075, Sa. Eigenthums ane einem Garten 175, Sa. Gülthen von liegenden güthern 2, Sa. Schulden 200, Summa summarum 7770 lb – Sa. Schulden 14 459 lb, compensando übertreffen die theilbare passiva die theilbare Activ Nahrung dem Stall tax nach um 6689 lb
Beschluß und Verstallungs summa 17 062 lb
(f° 49) Copia der Eheberedung (…) Montags den andern Monaths tag Novembris in dem Jahr des Herren als man Zahlte 1693. Stephan Cornelius Saltzmann Notarius publicus et academicus
Copia Testamenti solemne – Copia Codicilli



17, rue de l’Ecrevisse


Rue de l’Ecrevisse n° 17 – III 294 (Blondel), N 466 puis section 68 parcelle 50 (cadastre)

Démolie en 1971 lors de la « rénovation urbaine de l’Ilot Broglie »


La maison au premier plan avant démolition en 1971 (photographie dans le dossier de la Police du Bâtiment)
Vue du sud (bâtiment du fond à droite, AMS cote 1 Fi 148, 88)

Le maçon Jean Jacques Frey est propriétaire de deux maisons contiguës (la deuxième au nord qui portera ensuite le numéro 15) à la fin du XVI° siècle. Il vend en 1622 celle du nord au remueur de grains Jean Hag en établissant des servitudes et cède l’autre à son fils, aussi nommé Jean Jacques Frey, qui la vend à son créancier Christophe Goldbach en 1643. La maison appartient de 1662 à 1692 au manant Léonard Heckel, imprimeur dans l’atelier Stædel, puis à l’apprêteur de tabac Michel Widemann (1691-1713). Le cordonnier Louis Mohr recueille la maison et une autre à l’arrière qui s’ouvre sur la rue de Schiltigheim dans la succession de son père aux termes de litiges. L’inventaire dressé après sa mort en 1787 mentionne quatre poêles et plusieurs chambres.


Elévations préparatoires au plan-relief de 1830, îlot 58 (Musée des Plans-relief) 1

L’Atlas des alignements (années 1820) mentionne une maison à rez-de-chaussée et deux étages en maçonnerie. Sur les élévations préparatoires au plan-relief de 1830, la façade sur rue est la quatrième à gauche du repère (u) : fenêtre et porte au rez-de-chaussée, trois étages à fenêtres jumelles, toiture dont la lucarne du bas doit servir à un treuil et deux lucarnes par-dessus. La façade (2-3) dans la cour K est celle d’un bâtiment accolé au bâtiment sur rue, plus haute que la façade sur rue. Il faut supposer que le troisième étage de la façade sur rue date des années 1830 puisque l’Atlas des alignements n’en fait pas mention.
La maison porte d’abord le n° 22 (1784-1857) puis le n° 17.


Cour K

La maison appartient (1831) au tailleur Chrétien Linden puis (1843) au casernier Georges Wild qui n’y habitent pas. Le cordonnier Jacques Ziegel (1865) puis Georges Schweisberger (1903) occupent par contre leur maison. La Ville l’acquiert et demande en 1971 l’autorisation de démolir la maison à rez-de-chaussée et trois étages en maçonnerie pour réaliser la « rénovation urbaine de l’Ilot Broglie ».

novembre 2022

Sommaire
CadastrePolice du BâtimentRelevé d’actes

Récapitulatif des propriétaires

La liste ci-dessous donne tous les propriétaires de 1597 à 1952. La propriété change par vente (v), par héritage ou cession de parts (h) ou encore par adjudication (adj). L’étoile (*) signale une date approximative de mutation.

Jean Jacques Frey, maître maçon, et (1587) Elisabeth Kohler, (1597) Catherine Rummel, (1605) Appolonie Diebold puis (1623) Marthe Bischoff, d’abord (1601) femme du taillandier Jean Scheller et (1612) du maçon Wendelin Beutler – luthériens
1622 h Jean Jacques Frey, maître maçon, et (1621) Madeleine Bott – luthériens
1643 v Christophe Goldbach, tailleur, et (1621) Marie Cléophée Wittert puis (1639) Anne Marguerite Leonhard, d’abord (1637) femme du notaire François Jacques Eisenhuth – luthériens
1660* h Samuel Goldbach, boucher, et (1664) Marie Behr – luthériens
1662 v Léonard Heckel, imprimeur et manant, et (v. 1640) Marguerite Willenburger – luthériens
1691 v Michel Widemann, apprêteur de tabac, et (1679) Anne Barbe Endres – luthériens
1713 v Jean Lutz, tonnelier, et (1714) Anne Eve Bœgner – luthériens
1717 v Jean Frédéric Berion, orfèvre puis précepteur, et (1725) Anne Catherine Schott, remariée (1838) avec le chapelier Simon Hollænder – luthériens
1726 v Conrad Mohr, cordonnier, et (1726) Marie Elisabeth Vogler – luthériens
1782* h Jean Louis Mohr, cordonnier, et (1769) Anne Marie Fegers – luthériens
1794 v Georges Michel Hering, marchand, et (1757) Marguerite Elisabeth Stædel puis (1788) Marie Madeleine Plarr – luthériens
1794 v Jean Bleydorn, menuisier, et (1780) Madeleine Gœrger – catholiques
1794 v André Simon, menuisier, et (1785) Catherine Erhard d’abord (1776) femme du maçon Joseph Buchmüller – catholiques
1822 h François Antoine Simon, tanneur, et (1822) Catherine Ehret
1830 v Michel Gintz, farinier, et (1817) Anne Marie Jost
1831 v Chrétien Linden, tailleur, et (1815) Marie Thérèse Hahn
1843 v Georges Wilt, pensionnaire de l’état, et (1818) Susanne Mechain, d’abord (1807) femme de Jean Baptiste Diélaine
1865 v Jacques Ziegel, cordonnier, et (1862) Frédérique Catherine Horsch
1904* v Georges Schweisberger, tailleur, et (1884) Elisabeth Groth

Valeur de la maison selon les billets d’estimation : 650 livres en 1787

(1765, Liste Blondel) III 294, Conrad Moor
(Etat du développement des façades des maisons, AMS cote V 61) Mohr, 2 toises, 1 pied et 1 pouce
(1843, Tableau indicatif du cadastre) N 466, Linden, Sébastien, tailleur – maison, sol – 0,55 are / Wild

Livres des communaux

1587, Livre des communaux (VII 1450) f° 258
La maison est sans doute celle inscrite au nom du maçon Jean Jacques Frey qui règle un sol pour un gradin en pierre (3 pieds de long, saillie d’un pied)

Krebsgaßen Einseitten
Hans Jacob Freÿ der Maurer hatt vor seinem Hauß, ein steinen Bencklin iij schu lang j schu breÿt, Bessert für das Niessen, j ß d

Description de la maison

  • 1787 (billet d’estimation traduit) La maison qui comprend quatre poêles, quatre cuisines, plusieurs chambres, un comble couvert de tuiles plates est estimée avec ses appartenances et dépendances à la somme de 1 300 florins

Atlas des alignements (cote 1197 W 37)

2° arrondissement ou Canton nord – Rue de l’Ecrevisse f° 15-v

nouveau N° / ancien N° : 12 / 22
Simon
Rez de chaussée et 2 étages médiocres en maçonnerie
(Légende)

Cadastre

Cadastre napoléonien, registre 21 f° 132 case 1

Wild à Strasbourg
Wilt, Georges, Casernier à la Marguerite (1845) rue St Aurélie

N 466, maison, sol, R. de l’écrevise 22
Contenance : 0,55
Revenu total : 66,29 (66 et 0,29)
Ouvertures, portes cochères, charretières :
portes et fenêtres ordinaires : 10
fenêtres du 3° et au-dessus : 3

Cadastre napoléonien, registre 22 f° 645 case 1

Wilt, Georges, Casernier
1867 Ziegel Jacques, fabricant de pains d’épice
1904 Ziegel Sophie Christine und Miterben / Schweissberger Georg Schneider vnd Ehefr. Elisabeth geb. Groth in Gg
(ancien folio 393)

N 466, maison, sol, Rue de l’écrevise 17
Contenance : 0,55
Revenu total : 66,29 (66 et 0,29)
Folio de provenance : (132)
Folio de destination : Gb
Ouvertures, portes cochères, charretières :
portes et fenêtres ordinaires : 10 / 8
fenêtres du 3° et au-dessus : 3 / 2

Cadastre allemand, registre 32 page 544 case 3

Parcelle, section 68 n° 50 – autrefois N 466
Canton : Krebsgasse Hs N° 17
Désignation : Hf, Whs u. NG / Hf, Whs
Contenance : 0,45
Revenu : 500 – 700
Remarques

(Propriétaire), compte 3445
Schweissberger Georg u. Ehefrau
(3819)

1789, Enquête préparatoire à l’Etat des habitants (cote VII 1295)

Canton Canton 3, Rue 78 de L’Ecrevice

22
Loc. Marckwalter Jean Michel – manant
Loc. Rossenbach, André, Voiturier – manant
Loc. Bilingu Thérèse, raccomode les dentelles – vitriers

1789, Etat des habitants (cote 5 R 26)

Canton III, Rue 78 de L’Ecrevice p. 107

22
lo: Marckvalter Jean Michel – Manant
lo: Rosenbach, André, Voiturier – Manant
lo: Bilugen / Billmann Thérèse, raccomodeuse – Vitriers
[ajouts] loc: Barousselle, Marie Thérèse, Couturière – Bourgeoise
loc: Meyer, Catherine Salomé, Charpentiere – Manante
loc: Barousselle, Jean Claude, Domestique – Bourgeois

Annuaire de 1905

Verzeichnis sämtlicher Häuser von Strassburg und ihrer Bewohner, in alphabetischer Reihenfolge der Strassennamen (Répertoire de toutes les maisons de Strasbourg et de leurs habitants, par ordre alphabétique des rues)
Abréviations : 0, 1,2, etc. : rez de chaussée, 1, 2° étage – E, Eigentümer (propriétaire) – H. Hinterhaus (bâtiment arrière)

Krebsgasse (Seite 84)

(Haus Nr.) 17
Jung, Tagner. 0
Huck, Näherin. 1
Groth, Tagner. 2
Kopf, Tagnerin. 2
Schweisberger, Schneid. E 3

Dossier de la Police du Bâtiment (cote 233 MW 645)

Rue de l’Ecrevisse n° 17 (1974-1971)

Le propriétaire Georges Schweisberger fait faire rapidement les travaux imposés par la Commission contre les logements insalubres, de sorte qu’elle n’a plus de remarques à faire à partir de 1904. Emile Schmitt exploite en 1944 des logements garnis. La Ville demande en 1971 l’autorisation de démolir la maison à rez-de-chaussée et trois étages en maçonnerie pour réaliser la « rénovation urbaine de l’Ilot Broglie ».

Sommaire
  • 1874 – Le maître maçon Joseph Starck demande au nom du propriétaire Jacques Siegel l’autorisation de badigeonner la façade. L’agent voyer note que la maison suit l’alignement et qu’elle n’a pas d’avance.
  • 1887 – Le maire notifie Jacques Ziegel, demeurant sur place, de faire ravaler la façade. Le propriétaire déclare que la façade est en bon état, ce que les employés municipaux peuvent constater – Le maire répond qu’il suffira d’un lavage – Travaux terminés, novembre 1887.
  • 1895 – Le maire notifie Jacques Ziegel, demeurant sur place, de faire ravaler la façade. Travaux terminés, décembre 1895
  • 1895 – Le maire notifie le propriétaire Ziegel de se conformer au règlement du 30 novembre 1891 en supprimant les volets qui s’ouvrent à moins de 2,20 mètres de la voie publique. Rappel, 1898. Il reste un volet de soupirail à modifier. Travaux terminés, mai 1899.
  • 1912 – Le propriétaire voisin (Decker, n° 15) déclare que le crépi du n° 17 est abîmé. La Police du Bâtiment constate que le crépi se détache – Le maire notifie la veuve Elisabeth Schweisberger, demeurant sur place, de faire ravaler la façade. – L’entrepreneur Alphonse Ludæscher (2, rue du Coq) demande l’autorisation de réparer le crépi.- Autorisation – Le même demande l’autorisation de poser un échafaudage sur la voie publique, Autorisation (documents annulés parce qu’il font en partie double emploi avec les précédents) – Nouvelle autorisation – La veuve demande l’autorisation de repeindre la façade à l’huile en couleur jaune – Autorisation – Travaux terminés, la couleur est jaune clair, août 1912
  • 1901 – Geoffroi Adolphe Hahn (demeurant 10, boulevard Saint-Nicolas, ensuite boulevard de la Victoire) fait des remarques sur l’état de la maison dont il a été locataire pendant un an et demi (latrines, escalier, logement du rez-de-chaussée) – La Commission contre les logements insalubres demande au propriétaire Ziegel de faire divers travaux (remarques en cinq points). – Le maire demande au propriétaire de transférer les latrines au bout du vestibule – Le transfert des latrines est reporté jusqu’à ce que la maison soit raccordée aux canalisations, 1902.
    1902. Commission contre les logements insalubres. Propriétaire, Ziegel, demeurant sur place. Les latrines sombres sont en très mauvais état – Le maire demande de faire des travaux provisoires
    1903 – L’aumône (Armenverwaltung, rue Saint-Marc) informe le service municipal du logement que le rez-de-chaussée occupé par la famille Kraft est malsain (sombre et humide) – Le propriétaire Schweisberger déclare que le logement doit être vide pour pouvoir y faire des travaux. – Le locataire Krafft quitte la maison
    1903 – Le propriétaire fait faire des réparations
    1904 – La commission n’a plus de remarques à faire
    1906 – Les logements sont bien tenus, les latrines sont raccordées aux canalisations
    1913 – Idem
    1915 – Le locataire Walter se plaint de l’humidité. La plainte n’est pas fondée
    1914 – Commission des logements militaires. Rien à signaler
  • 1924 – Le voisin se plaint que les clapiers dans la cave attirent les rats et les souris – La plainte est fondée
    1929 – La dame Klotzner (n° 15) se plaint de la pluie qui pénètre dans la maison – La plainte n’est pas fondée, il s’agit d’un litige entre propriétaires
    La même se plaint des clapiers qui se trouvent dans la cave de ses voisins et dégagent de mauvaises odeurs – La Police du Bâtiment constate les faits et demande de supprimer les clapiers – Il n’y a plus de lapins dans la cave, janvier 1930.
    1930 – La Police du Bâtiment constate que le chenal défectueux laisse tomber de l’eau dans la rue – Travaux terminés, avril 1930
  • 1941 (juin) – Le voisin Auguste Klotzner (n° 15) se plaint que le chenal du n° 17 est défectueux – La Police du Bâtiment demande au propriétaire (Weber, demeurant 11, rue de Ludwigshafen) de faire les travaux nécessaires – Il promet de les faire, janvier 1942
    1943 (juillet) – Nouvelle plainte
  • 1944 – Le commissaire de police demande un rapport sur les logements garnis concédés à Emile Schmitt (né le 8 novembre 1885 à Ars-sur-Moselle et demeurant 10, rue Jules Loegel) – Rapport sur les logements garnis. La Police du Bâtiment n’a pas d’objection à faire contre leur habitation
  • 1971 – Le président de la Communauté Urbaine de Strasbourg (7, avenue de la Marseillaise) demande au préfet l’autorisation de démolir la maison sise 17, rue de l’Ecrevisse, comprenant cinq logements d’une surface totale de 210 mètres carrés, pour cause de « rénovation urbaine  ».
    Observations. L’immeuble 17, rue de l’Ecrevisse est une construction à rez-de-chaussée et trois étages en maçonnerie enduite et couverte en tuiles plates. L’ensemble est dans un état de vétusté totale. L’immeuble est encore occupé. L’avis favorable est donc lié au relogement des locataires. Il n’y a pas lieu de veiller à la récupération de matériaux.
    Liste des locataires, Mme Vonarka-Varnhack (1° étage), M. Mohamed Saighi (2° étage), M. Abdelkader (3° étage)

Relevé d’actes

La maison appartient à la fin du XVI° siècle au maître maçon Jean Jacques Frey. Originaire de Brugg en Suisse (Argovie), il épouse en 1587 Elisabeth, fille de Jean Kohler de Kempten en Allgäu.

Mariage, Saint-Pierre-le-Jeune (luth. p. 375, n° 55)
1587. Dominica XII. Hans Jacob Freÿ von Bruck im schweizerland ein maurer, vnd Elizabeth Hans Kolers von Kempten in Algew tochter, Eingesegnet den 11 Sept.bris. Außgang beÿ der (*) (i 195)

Le maçon Jean Jacques Frey, de Brugg en Suisse, achète le droit de bourgeoisie au début de l’année suivante.
1588, 3° Livre de bourgeoisie (4 R 105) p. 479
Hans Jacob Freÿ von Bruch im Schweitzerlandt, der Maurer der Maurer, Hat das Burgerrecht Kaufft vnd will Zu den Maurern dienen, Ernant Zum Beÿstandt Stoffel Feürtag den Maurer, Act. den 20.t Januarÿ 88.

Jean Jacques Frey se remarie en 1597 avec Catherine, fille du boucher Nicolas Rummel
Mariage, Saint-Pierre-le-Jeune (luth. p. 112 n° 62)
1597. Dominica prima Aduentus. Hans Jacob freÿ der maurer vnd Katharina, Claus Rumels des metzgers hinderlaßene tochter. Eingesegnet Zu S Claus (i 60)

Jean Jacques Frey hypothèque deux maisons contiguës au profit de Christophe Feirtag, chef du chantier des Maçons

1597 (vts [xix tag Februarÿ]), Chancellerie, vol. 309 (Registranda Meyger) f° 70-v
(P. fol. 61.) Erschienen Hanns Jacob Freÿ der Murer burger Zu St. Hatt such für sich && verschrib.
gegen dem Erbaren Stoffell Feÿrtag, disser Zeit Werckmeister, vff dem Murhoff, so Zugeg. demselbig und seinen Erben Zu Zinsen j lb v ß gelts, ablosig mit xxv lb d St.
von, vff vnd abe Zweÿen Heüsern, nebenteinander, mit Iren hoffstett. vnd Höfflin, auch allen andern Iren gebeuwen, geleg. Inn der Statt St: Inn der Krebß gaß. Einsit nebent einer Behausung, dem grossen gemeÿnen Allmusen Zugegen, Andersit neben Jörg Böbell dem Lebküchler Hinden vff Georg Jeden den Karchern stoßend, Davon gehnd iij ß vj d Boden Zins, den guttenleüth Zur Roth. Kirch, Mehr zwen guld. glts ablosig mit L gulden dem Mehren Spiital alhie, Item fünff guldin gelts Losig mit C guldin Stoffell (-) den Schneÿer burgern alhie, Jarl. Zubezalen f* Alle Jahr verkäuffer Sebastiani vnd Fabiani vnd Anno & 98 den erst. Zinß

Jean Jacques Frey hypothèque les deux maisons contiguës au profit des pauvres lépreux de l’Eglise Rouge

1597 (xxiiij Decemb.), Chancellerie, vol. 308 (Registranda Kügler) f° 329
Erschienen Hanns Jacob Freÿ Murer hatt sich v.schriben
gegen den Armen sondersiech. Zur Roth. Kirch beÿ Straßburg j lbd gelts loßig m xx lb d
dafür Vnderpfand sein soll Zweÿ heüßer nebeind. m. Ir hoffestatt vnd hofflin auch all and. Iren gebeu geleg. In der SS In Krebßgaß. einseyt ein behausung d. groß. Almuß Zustendig and.seyt Jorg Bobel dem lebkuchmer stoßt hind. vff (-) davon gen iij ß vj d bod. Zins bemdl Armen, Mehr ij guld glts loßig m L g SW den mehr. Spittal, Item ij lb x ß glt loßig m L lb d Stoffell (-) dem Schnÿder, Item j lb v ß gelts losig m xxv ld Christoffell feyrtag der SS Werckmeister, It. x ß d gelts loßig m x lb d Jorg anth* Kirchenschaffner Zu Brumpt, It. x ß d gelt lößig x lb d Michell Steÿman den schlosser sunst eÿg.

Jean Jacques Frey hypothèque les deux maisons contiguës au profit du jardinier Béat Weber

1603 (11. tag Februarÿ), Chancellerie, vol. 346 (Registranda Meyger) f° 48
(Inchoat. in proth. fol: 50.) Erschienen H. Jacob Freÿ der Murer burger Zu St.
hatt bekhandt vnd Inn gegenwertigkheit des Erbaren Beat Webers Gartenmanns burgers Zu Straßburg – schuldig sige 25 Pfund Pfenning
Vnd deß Zu mehrer sicherheit & Zweÿ heüser nebent einander, mit Iren hoffstetten vnd höfflin, Auch allen Andern Irn gebeuwen & geleg. Inn der Statt Straßburg Am Roßmarck Inn der Krebß gassen, einsit nebent Jörg Böble dem Lepkücher, Andersit nebent einer Behausung Sant Marx Zugehörig hinden vff Abraham Strubell den Henffer stoßend, Dauon gond ij lb x ß d gld ablosig mit L lb d Christoffell Ridd den Schneÿder, It. Zween guldin gelts Losig mit L guldin dem grossen Spittall alhie, Item j lb c ß h gelts Widerlheuffig mit xxv lb d Christoff Feÿertag dem Werckmeister, Item j lb g gelts Ablosig mit xx lb d den Gutteleüth Zur rothen Kirch. Vnd dann iij ß vj d Bodenn Zinß auch den Guttenleüthen obgedacht Sunst eÿg.

Accord entre Christoph Feirtag et le brasseur Sébastien Keil, tuteur de Jean Jacques et de Sébastien Frey, issus du mariage de Jean Jacques Frey et de sa première femme Elisabeth Kohler
1604 (xviij tag Januarÿ), Chancellerie, vol. 351 (Registranda Meyger) f° 24
(Inchoat. in Proth. fol: 29.) Erschienen der Ehrenhaffte Christoffell Feurtag Werckmeister vff dem Murhoff Ane Eim
So dann Bastian Keÿl der Biersieder, Als ein geschworner Vogt vnnd Curator hannß Jacob vnnd Bastians gebrüdern, hanns Jacob Freÿ des Murers Sünen, vonn weÿland Elizabeth Kolerin seiner ersten haußfr. (Als sie lepte Jehrlich.) erzielet, mit beÿstandt d. dessellbig. Ihres Vatters, Am Andern theil
Haben bede Parth. gegen einander bekhandt vnnd offentlich verÿehen Jetzgenanten Vogtsünen vonn wÿland Fr. Anna Kholerin Ihrer Baasen selig Verlaßenschafft dem Anschlagk nach gebürth hette, Luth Inventariums fol: 54. Lxxxx lb. j ß vj d die Aber obgedachter Werckmeister der Zeit seines lebens Inn Wÿdems weÿß Zunÿessen, Das heruff beÿde Parth. durch vnderhandlung herrn Johann Scheÿrings Diaconj Im Münster, herrn Augustin Trenß beÿsitzers des grossen Raths vnnd hern hannß Melchior Silberrads lohnherrns sich mit einander freündtlich verglich. hetten, Inn maß hienach geschriben stoth
Nemlich das bemelter Werckmeister obgedachten Vogtsunen, für Alle Ihr Erb gerechtigkeit, forderung vnd Ansprach sampt daruff geschlagener Besserung geb. wölle 390 guldin p. xv. batz. thutt 196 pfund pfenning Straßburger (…)
(Vide dt In Reg. 601. fol : 264)

Jean Jacques Frey se remarie en 1605 avec Appolonie, fille de Bernard Diebold, de Waltenheim
Mariage, Saint-Pierre-le-Vieux (luth. f° 95-v n° 14) 1605. Hans Jacob Freÿ Maurer, J. Apolonia Bernhart Dieboldt von Walthenheim Verlasene Tochter. 8. Aprilis (i 98)
Proclamation, Saint-Pierre-le-Jeune (luth. p. 180 n° 12) 1605. Do. Pasch. 31. Martÿ. Hans Jacob Freÿ d. Maurer, Appolonia Bernhard Thieboldts von wilten Hind.lassene Tochter. eingesegnet 3. d April. Zum alt. S Peter (i 95)

Sébastien Keil dépose au nom de ses pupilles Jean Jacques et Sébastien, enfants du maçon Jean Jacques Frey, un capital à la Tour aux deniers
1605, Préposés au bâtiment et Trois de la Tour aux deniers (VII 1320)
(f° 28) Sambstag 23.ten febr. 1605. Vogteÿ geldt angelegt – Bastian Keÿl als vogt hans Jacobs vnd Bastians Hans Jacob Freÿen des Maurers söhne hat Ins vogteÿ gelt angelegt 40 h d haben denselben sein bed. vogtsöhne verkaufft 1 h 15 ß f vff Mathis tag gefallend. Zugeschrieben folio 4.

Sébastien Keyl retire le capital d’un de ses pupilles mort pour le remettre à son père
1614, Préposés au bâtiment et Trois de la Tour aux deniers (VII 1329)
(f° 8) Mittwoch 26.ten Jenner, – Vogteÿ geldt abgelöst
Bastian Keÿl vnd hans Jacob Freÿ Khünden vff 40 h Capital so vff Mathis tag hanns Jacob freÿen sohn, so gestorben Zugehörig geweß.der ist gestorben, bitt Ihme vatteren solches alsbald Zugeben, Ist ihm als bald geben word. capital 40 h, für j Jar marzal 18 ß. Hatt vrkundt geliffert damit erlöß.

Sébastien Keil dépose au nom de son pupille Jean Jacques Frey un capital à la Tour aux deniers
1620, Préposés au bâtiment et Trois de la Tour aux deniers (VII 1335)
(f° 292-v) Mittwoch den 15. Novembris 1620. – Vogteÿ geldt angelegt
Herr Sebastian Keül altten Rathsbewanther als Vogt Hanns Jacob Freÿen des Maurers, mit weÿland Elisabeth Kohlerin seines gewesenen Haußfrawen erzeugten sohns, hatt Inns Vogteÿgelt angelegt 75 lb
Haben Ime darumb Zukauffen geben 3 lb 15 ß, Zinß vff Catharinæ fallend. Ingeschriben folio 43.

Le maçon Jean Jacques Frey retire une partie du capital
1621, Préposés au bâtiment et Trois de la Tour aux deniers (VII 1336)
(f° 280-v) Mittwoch den 20. Novembris 1621. Vogteÿ geltt abgelößt
Hanns Jacob Freÿ der Maurer Hatt vff abschlag 75. lb d Hauptgutt sobiß dahero Jhärlichen vff Catharinæ verzinßt word. erhopt 25 lb. Inn dahero für ein Jhar marzal 1 h 6 ß – vff die vrkund geschriben.

Jean Jacques Frey et sa femme Appolonie hypothèquent les deux maisons au profit d’André Diefffenbecher

1614 (xiij. Maÿ), Chancellerie, vol. 411 (Registranda Meyger) f° 259
(Inchoat. in Proth. fol. 236.) Erschienen hannß Jacob Freÿ der Maurer burger Zu Straßburg vnd Appolonia sein eheliche haußfr.
haben bekhandt vndt In gegenwertigkheit h. Andreß Dieffenbechers burgers Zu Straßburg – schuldig sige 55 pfund pfenning Str.
Zum vnd.pfd einges. vnd v.legt, Zweÿ heüser neben einand. mit höfflin, Auch Allen Ihren geb. & geleg. Inn d. St. St. vff dem Roßmarck In d. Krebß gaß. einsit neb. Niclauß Bertram dem Maurer, and.seit neb. hannß Jacob Caspar dem lebküch. hind. vff hanß Jörg Strobell den hänffer stoßend, dauon gend. iij ß vij d bod. Zinß d. Sond. siech. Zur Roth. Kirch. Mehr ij lb s sch d geld Loß. mit L lb d Christoff Riedlen des schneÿders selig. erb. Mehr iij gl gelts Loßig mit L lb dem lehren Spittal, It. j lb d gelts Loßig mit xx lb den Sonder siech. Zur Roth. Kirch

Jean Jacques Frey hypothèque sa maison au profit de son fils Jean Jacques, représenté par son tuteur Sébastien Keil, en garantie de ses biens maternels

1614 (24. Septembris), Chancellerie, vol. 409 (Imbreviaturæ Contractuum) f° 65-v
Schuldbekandtnus Hans Jacob Freÿen des Jüngern vber 25. lib. auff seinem vattern
Erschienen Hanß Jacob Frey Murer vnd Burg. alhie vnd hatt in gegenwertigkeyt Herrn Sebastian Krebsen als *gelassenen Vogts Hanß Jacob Freyen seines Sohns welch. gleichergestalt Zugeg. mit beÿstand Hn Sebastian Goldbachs beysitz. des Grossen Rhat bekant
nachdem er Jetzgenannten Hanß Jacoben seinen Sohn vermög hievor desselben mütterlichen guts halb. auffgerichten Vertrags, vermög ererbts deßelb vogt (Rechnung) Zusammen 25 pfund pfenning Zubezalen schuldig worden
verhafftet seine Behausung alhie In Krebsgaß einseyt neben Georg (-) dem Lebkech. vnd and.seyt neben Niclaus Bertram dem Maurer, geleg. davon gehnd Jährlichs 5 guld. gelts Christoff Ried. selig. erben In hauptgut mit 50 lb, Item 1 lb 5 dem Spittal In hauptgut mit 25 lb, Item 1 lb 5 ß Andres Tieffebech. In hauptgut mit 25. lb Item 9 lb den Gutleut in hauptgut mit 20. lb h* den 15 ß gelts Magdalenæ (-) deren vogt Balthasar Ostermeÿer mit 15. lb abzulösen seind sonst vber 3 ß 6 d Bodenzinß den Guten leutt. ledig v eyg.

Jean Jacques Frey l’aîné se remarie en 1623 avec Marthe, successivement veuve du rémouleur Jean Schüller et du maçon Wendelin Beutler
Mariage, Saint-Pierre-le-Jeune (luth. p. 4, n° 14)
1623. Hans Jacob Freÿ der Alter Maurer Martha Wendling Beütlers des Maurers hinderlaßene Wittwe. Eingesegnet Montag den 17. Febr. (i 4)

Mariage, Saint-Pierre-le-Jeune (luth. p. 245 n° 28)
1612. Dom. Misericord. 6. Aprilis. Wendling Beütler von Balmetzweiler* ein Maurer, Martha Hanns schöllers d. schleiffers hind.laßene Wittwe. Eingesegnet in d. Ruprechtsauw (i 127)

Wendelin Beutler devient bourgeois par sa femme deux mois après son mariage
1612, 2° Livre de bourgeoisie (4 R 104) f° 951
Wendtling Beuttler d. Maurer, Empfahet d. Burgerrecht von Martha weÿlandt hanß Schüeller deß Schleüffers witib, wüll zu den maurern dienen, Actum den 22. Junÿ a° 1612.

Originaire de Schwäbisch Gmünd, le taillandier Jean Scheller épouse en 1599 Marthe, fille d’Urbain Bischoff, et acquiert le droit de bourgeoisie le 29 octobre 1601
Mariage, cathédrale (luth. p. 62) 1599. Doîca 16 Trinitatis den 23. sept. Hans Scheller der waffenschmidt von Schwebüschen gemün, Marthan urban Bischoffs Zu Stocke(-) n: g: dochter (i 34)

1601, 3° Livre de bourgeoisie (4 R 105), p. 649
Hans Scheller der waffenschmid vonn Gemünd Inn schwaben Kaufft mit beÿstand Ruprecht Stamler deß Waffenschmids das B: will Zun schmid. dienen vnd sein Nahrung für 100 fl. angeben Actum 29. ditto [Octob:1601]

Contrat passé par Jean Jacques Frey avec le tuteur des deux enfants (Eve et Jean Thiébaut) issus de son mariage avec Appolonie Diebold
1623, Chancellerie, vol. 447 (Gemein Contract Buch) f° 19
Vertrag zwischen Hans Jacob Freÿen dem steinmetzen vnd seinen zweÿen Jüngsten letzter Ehe Kindern
(Lect. et confim. 3. Febr. 1624.) erschienen seind vnser Burger Bechtold Haag der Maurer als von vns geordneter vogt Evæ vnd Hans Thiebaldten, mit weÿland Apollonia Theobaldin seiner ehelichen haußfrauwen selig erzeugten minderjährigen Kinder an einem
vnd dann Jetzernanter Hans Jacob Freÿ, der beder Kinder eheleÿblicher Vatter am andern theÿl

Jean Jacques Frey vend une des deux maisons contiguës (celle eu nord) au remueur de grains Jean Hag. Les acheteurs devront laisser s’écouler dans leur courette les eaux provenant des chambres du vendeur qui s’engage à construire un mur de séparation dans la cour et dans la cave ainsi qu’à grillager l’ouverture vers la cour vendue.

1622 (ut spâ [viij. Aprilis]), Chancellerie, vol. 446 (Registranda Meyger) f° 126-v
(P. fol. 94.) Erschienen Hanß Jacob Freÿ der Maurer burger Zu Straßburg (verkaufft)
Hannß Hagen Kornwerffern burgern Zu Straßburg, Vndt Agathen Kogerin siner Ehelichen haußfrauwen
Hauß, hoffstatt, Höfflein, Vnd hinderheüßlin mit Allen Ihren gebäwen, beg. & gelegen Inn der St: St: Inn der Krebs gassen Vff dem Roßmarckh, einseit nebent dem Verkäuffern Anderseit nebent Niclaus Bertrams s. wittib Undt Erben, Hinden vff Abraham strobel den hänffer stoßend, dauon geht Jahrs 2 ß 6 d bodenzinß Zur Rohten Kirchen Alhien Vff Johannis Baptistæ. Mehr ij. lb x ß gelts Lößig mit L. lb Jahrs vff Laurentÿ, Weÿland Christoff Raiden des Schneÿders seligen wittib vnd erben Vnd Also & Vndt Alles Ist dißer Khauff vber obgehördte beschwerden so der Kheüffer vff sich genommen Zugangen Vndt beschehen für Vndt Vmb 230 pfund
Vnd Ist herinn sonderlich bedingt vnd Abgeredt das die Kheüffere schuldig sein sollen den dachtrauff Von des Verkheüffers hauß Vnd dan das wasser vß den Cammern durch ein plechen noch oder Rohr inn der Kheüffere höfflin lauffen lassen, Hingegen soll der Verkeuffer die scheidwandt im höfflein beÿ Oben auff An ein tagloch mit eim Ißern gremsen Zu Zumachen, Auch die scheidt wandt Im Keller Vffzuführen, Alles Inn sein der Verkäuffers Kosten vnd schaden.

Jean Jacques Frey vend la maison (au sud) qu’il s’est réservée à son fils Jean Jacques Frey. En marge, quittance remise en 1636 à Marie Madeleine Bott, femme de l’acquéreur.

1622 (ut spâ. [xxxj. Augusti]), Chancellerie, vol. 446 (Registranda Meyger) f° 317
(Inchoat. in Prot. fol. 237.) Erschienen Hannß Jacob Freÿ d. Maurer burg. Zu Straßburg d. elter (verkaufft)
hannß Jacob Freÿ dem Jüng. maurer burgern Zu Straßburg seinem Sohn
hauß vnd hoffstatt, mit Allen Ihren geb. & gelg. Inn d. St. St. vff dem Rossmarck Inn d. Krebß gassen, einseit n. Balthasar N. dem schwartzbeck and.seit n. hanß hag den kornmesser hind. vff Abraham Strobell den hänffer stoßend, dauon gnd. ij gl gld loßig mit L gl Werung vff Johannis Baptstæ dem mehren Spittal, Sunst ledig vnd eÿg. & Vnd Alles Recht & Also das & Vnd Ist disser Khauff vber obgehörtte beschwerd. Zugang. v. besch. für vnd vmb ij C L lb
Vnd Ist hierinn Abgered. das er d. verkeuffer vnd Vatter Ime den Nechst. Sechs Jahren vergebens vnd ohne Zinß Inn solchem verkhaufften hauß soll bewohnen ein stub ein Kammer dargeg. vber vnd ein Küchell sampt dem Kammerlin oben auff vnd das holtz bünell
[in margine :] Erschienen Philipp Wÿdman der Maurer und Catharina Freÿin sein ehefraw, haben in gegensein deß Kaüffers haußfrau Mariæ Magdalenæ Bottin (Nachtrag) Act. den 30. Augusti 1636

Jean Jacques Frey épouse en 1621 Madeleine, fille du coutelier François Bott
Mariage, cathédrale (luth. p. 120)
1621. Hanß Jacob Freÿ der Maurer vnd J. Magdalena Frantz Bothen des messerkrämers n. Tochter. eingesegnet Montag den 6. Augusti) (i 65).
Proclamation, Saint-Pierre-le-Jeune (luth. p. 333) 1621. Hanß Jacob Freÿ der Maurer v. Jüng. Maria Magdalena Frantz Botten des [-]ßerkrämers hinderlaßene Tochter. Eingesegnet im Münster 6. Aug.

Jean Jacques Frey fils hypothèque la maison au profit de Sébastien Goldbach, assesseur au Grand Sénat

1622 (ut spâ. [xxxj. Augusti]), Chancellerie, vol. 446 (Registranda Meyger) f° 317-v
(Inchoat. in Prot. fol. 237.) Erschienen Hannß Jacob Freÿ d. Jüng. maurer burger Zu Straßburg seinem Sohn
hat bekhandt vndt In gegenwärtigkheit h. Bastian Goldtbach groß. Raths Verwandtens – schuldig seÿe j. C. L lb
vnderpfand hauß vnd hoffstatt, mit Allen Ihren geb. & gelg. Inn d. St. St. vff dem Rossmarck Inn d. Krebß gassen, einseit n. Balthasar N. dem schwartzbeck and.seit n. hanß hag den kornmesser hind. vff Abraham Strobell den hänffer stoßend, dauon gnd. ij gl gld loßig mit L gl dem mehren Spittal, vnd denn sind sie v.hafftet vmb L lb hanß Jacob Freÿen den eltern sein des Bekhenners vatt.
(vide Vergleichung vom 4. martÿ a° 1643. in selbig. Jahrs registrand. befindlich)

Jean Jacques Frey hypothèque la maison au profit du tailleur Christophe Goldbach

1630 (ut spâ. [28. Junÿ]), Chambre des Contrats, vol. 468 f° 476
Erschienen hanß Jacob Freÿ der Maurer
hatt in gegensein Christoff Goldbachen deß schneiders auch burgers alhie – schuldig seÿen XXV. lb
dafür Vnderpfand sein soll hauß vnd hoffstat alhie in der Krebßgaß vffm Roßmarckht neben Balthasar Dürwanger dem Schwartzbecken neben hanß hagen dem Kornmesser hinden vff (-) stoßend gelegen, so Zuuor v.hafftet vmb 50. fl. w. dem Spitahl, So dann vmb 100. lb seinen beeden geschwisterd. vnd dann vmb 90. fl. so zwar noch nicht gar wie er Debitor angezeigt richtig, weil solche von schlechtem gelt hiermit / Bastian Goldbachs s. Erben

Nouvelle hypothèque entre les mêmes

1631 (ut spâ. [10. Martÿ]), Chambre des Contrats, vol. 470 f° 159-v
Erschienen hanß Jacob Freÿ der Maurer
hatt in gegensein Christoff Goldbachen deß schneiders auch burgers alhie – schuldig seÿe X. lb
dafür Vnderpfand sein soll hauß vnd hoffstat mit allen and. ihren gebäwen & alhie in der Krebßgassen neben Balthasar Dürwanger den schwartzbecken & hanß hagen dem Kornmesser, hind. vff (-) stoßend gelegen, so zuuor verhafftet vmb 50. fl. St. w. dem Spitahl alhie, Item vmb 90. lb sein Debitoris zweÿen geschwisterd. Item vmb 90. fl. so zwar noch nicht durchauß richtig, Bastian Goldbachs s: Erben vnd dann vmb 25. lb. ihme Creditori selbsten
(Cassirt wegen der den 17. Jan. 637. vffgericht. verschrb.)
[in margine :] Erschienen Philips Wÿdtmann der Maurer ehevögtlicher weiß undt alß Vogt Jacob Freÿen des Maurers Kind. hatt in gegensein Hanß Jacob Freÿen des Debitoris hierin gemelt (…) q.tirt, Actum den 17. Aprilis 1634*

Jean Jacques Frey hypothèque la maison au profit du marchand Balthasar Louis Künast

1633 (25. Novembris), Chambre des Contrats, vol. 471 f° 522
Erschienen hanß Jacob Freÿ, Steinmetz burger Zu St.
hatt in gegensein herrn Balthasar Ludwig Küenasten des handelßmanns auch burgers alhie – schuldig sein soll und will xvj. lb
dafür Vnderpfand sein soll hauß vnd hoffstat mit allen ihren gebäwen & gelegen in d. Krebßgassen alhie einseit neben hanß hagen dem Kornwerffer and.seit Balthasar N. dem schwartzbecken hinden auff Abraham Strobels deß hänffers s. Erben tochter, so Zuuor noch verhafftet vmb 50. fl. d. dem mehren spital alhie, Item vmb 50. lb Philipp Wÿdtman dem Maurer, Mehr vmb 35. lb d. Christoph Goldbachen dem Schneider, So dann vmb 191. fl. Bastian Goldbachen see. Erben

Le maçon Jean Jacques Frey et sa femme Marie Madeleine hypothèquent la maison au profit du commissaire priseur Christophe Goldbach

1634 (ut spâ [17. Aprilis]), Chambre des Contrats, vol. 473 f° 285
Erschienen hanß Jacob Freÿ der Maurer burger Zu Str. und Maria Magdalena sein eheliche haußfr. mit beÿstand Adam Botten, deß Krämers vnd Rupert Schielen, Nestlers, auch beeder Burg. alhie, alß ihrer hierzu insond.heit erbetener nechsten verwanthen
haben in gegensein Christoff Goldbachen deß Käufflers – schuldig seÿen XX. lb
für Vnd.pfand sein soll hauß vnd hoffstat mit Allen and. ihre, gebäwen & alhie in der Krebßgassen, neben Balthasar Dürrwanger dem Schwartzbecken ein vnd and.seit neben hanß Hagen dem Kornmesser hind. vff Wolff Grüenwaldten den handelßmann stoßend gelegen, so Zuuor v.hafftet vmb 50. gld. St. w. dem Mehrern spital alhie, Item vmb 30. lb. d Philipps Wÿdmann dem Maurer It. vmb 45. lb d Sebastian Goldbachs s: erb. So dann vmb 35. lb. d ihme Glaubiger selbsten
(cassirt weg. der den 17.t Januarÿ 1637. vffgerichteten verschreibung)

Nouvelle hypothèque entre les mêmes. La débitrice est assistée de son frère Adam Bott et de son beau-frère Robert Schielen

1637 (ut supra [17. Januarÿ]), Chambre des Contrats, vol. 477 f° 45
Erschienen Hannß Jacob Freÿ der Maurer alhie und Maria Magdalena sein eheliche haußfr. mit beÿstand Adam Botten deß Krämers ihres bruders vnd Rupert Schielin Nestlers ihres Schwagers, alß ihres hierzu Insonderheit erpetener nechsten Verwanthen
haben in gegensein Christoff Goldbachen deß Käufflers alhie – schuldig seÿen LXXV lb.
dafür in specie Vnderpfand sein soll hauß vnd Hoffstat & alhie in der Krebßgassen neben Lorentz N. dem Schwartzbecken & neben Hanß Hagen dem Kornmesser, hinden vff Wolff Grüenwalden dem handelßmann stoßend, so zuuor verhafftet umb 50. fl. w. dem Mehren Spithal alhie

Marie Madeleine Bott, femme du maçon Jean Jacques Frey qui séjourne à Cologne, vend la maison au commissaire priseur Christophe Goldbach

1643 (2. Xbr.), Chambre des Contrats, vol. 491 (expéditions) f° 383
Kauffbrieff Christoph Goltbachß deß Käufflers
Wir Frantz Bastian Röder & verordnet. Notario persönlich erschienen, vnßer Burgerin Maria Magdalena Bottin auch vnsers Burgers hannß Jacob Freÿen deß Maurers sich anietzo Zu Cölln enthaltend, eheliche haußfraw mit beÿstand ingleich. vnsers Burgers Adam Botten deß Krämers ihres Bruders und Vogts
hatt in gegensein nicht wenig. vnsers Burgers Christoph Goltbachß deß Käufflers
hauß und hoffstatt, mit allen dern Gebäwen & in vnserer Statt am Roß Marckh in der Krebßgaß. neb. Lorentz Schmiden dem Schwartzbeckh. Zu beed. seit. hind vff Josiam Mittmann dem Schindelspaltern stoßend gelegen, davon gehnd iahrs vff Liechtmaß 2. fl. rlts lößig mit 50. beÿdes vnserer Straßburg. Wehr. deß Weg. ein Zinnß Zusampt dem Marzahl hinderständig ist dem mehren Hospital, So ist solch. hauß auch noch Verhafftet umb 75. lib. hauptgut Zinnß und Marzahl von Joh. Bapt: a° 1642. exclusive gerechnet, Ihme dem Käuffern selbst. so dann umb 37. lib 10. ß Nachtrag Sebastian Goltbachß Erb. Zwar ohne zinnß aber mit sampt denen vffgangenen statt Gerichts vncost. Zu bezahlen (vff sich genohmen) – umb 10. Pfund

La maison revient à son fils boucher Samuel Goldtach qui épouse en 1664 Marie Behr, fille du marchand Mathias Behr : contrat de mariage, célébration.

1664 (20.3.), Not. Oesinger (David, 37 Not 25) n° 752
Eheberedung – zwischen dem Erbahren vndt bescheidenen H. Samuel Goldtbach dem Ledigen Metzgern Vnd burgern alhier zu Straßburg alß breuttigam an einem,
So dann der Ehren: Vndt Tugendsamen Jgfr. Mariæ Behrin weÿl. d. Ehren vnd vorgeachten H. Mathis Beeren Geweßenen burgers vndt handelßmanns alhier seeligen nachgelaßenen dochter alß hochzeiterin andern Theils
So beschehen in Straßburg Sonntag d. 20. Martÿ Anno 1664.

Mariage, Saint-Nicolas (luth. f° 270, n° 6)
1664. Dom. Jubilate et Cantate d. 1. et 8 Maÿ. seind von beede mahl außgeruffen worden Samuel Goldbach der Metzger, weÿl. Hn. Christoph Goldbachs deß gewesenen Burgers vnd Käufflers allhie hinderlaßener Ehelicher Sohn, Vnd Jungfr. Maria weÿl. Johann Mattißen Bären, gewesenen Burgers Vnd und. händlers allhie hinderlaßene Eheliche Tochter. Copulirt 9 Maÿ im frühgebett Zi S. Ca: (i 288)
Proclamation, Saint-Pierre-le-Jeune (luth. f° 141-v, n° 24) 1664. Dom. Jubilate 1. Maÿ. Samuel Goldbach der Metzger V. Burger allhie, Weÿl. Hn. Christoph Goldbach deß geschwornen Käufflers Vnd Burgers allhie nachgel. Sohn, Vnd Jfr. Maria Weÿl. h, Johann Matthis Beeren deß Burgers Vndt Badenhändlers allhie nachgelaßene Eheliche Tochter. Eingesegnet ad D. Nicolai in Matutinis (i 154)

Samuel Goltbach vend la maison à l’imprimeur Léonard Heckel et à sa femme Marguerite

1662 (3. 8.br), Chambre des Contrats, vol. 527 f° 529-v
(Prot. fol. 47.) Erschienen Samuel Goltbach Metzg.
in gegensein Leonhard Häckhels des Buchtruckhers und Margarethæ seines Eheweibs
hauß und hoffstatt mit allen deren Gebäwen, Begriffen, Zugehördt. und Gerechtigkeit. alhie am Roßmarckh in der Krebsgaß. einseit neben Lorentz Schmid. dem haußfewrer, anderseit neben Michael Finckh dem Kornwerffer hind. vff Josiam Mittmann den Schindelspalter stoßend gelegen, davon gehend iahrs vff Liechtmeß j. lib. j. ß dem Mehrern hospital – umb 150. Pfund

Manant de la ville, Léonard Heckel meurt le 28 août 1668 à l’âge de 59 ans. L’acte ci-dessous mentionne qu’il travaillait à l’imprimerie Stædel
Sépulture, cathédrale (luth. f° 41) 1668. August, d. 28.t Leonhard Heükel, buchdrucker, 59 jahr alt (i 43)

Mariage de sa fille Anne Catherine avec le garçon batelier Jean Ottmann
Proclamation, cathédrale (luth. f° 164-v, n° VIII) 1673. Zum 2. mahl Johann Ottmann, der Schiffknecht undt Burger alhier, Jfr. Anna Catharina, Weiland Lienhard Heckel gewesenen Buchdruckers v. Schirms Verwanthen alhier nachgelaßene ehl. T., Dienstags den 15.ten Maji St. Wilhelm (i 167)
Mariage, Saint-Guillaume (luth. p. 95, n° 8) 1673. Dnicis Rogaônem & Exaudi d. 4 & 11 Maÿ. Hans Ottmann der Schiffknecht v. Jgfr. Anna Catharina, Lienhard Heyckels gewesenen druckers in Hrn. Städels druckerey rel. filia – W. (i 66)

Assistée de son fils tonnelier Léonard Heckel, Marguerite, veuve de l’imprimeur Léonard Heckel, hypothèque sa part de maison au profit de Marthe Zorn, veuve de l’assesseur des Quinze Jean Israël Faust

1672 (26. Apr.), Chambre des Contrats, vol. 539 f° 247
Margaretha, weÿl. Leonhard Häckhels deß buchtruckers nunmehr seel. nachgelaßene Wittib, mit beÿstand hannß Leonhard Häckhels deß Küblers ihres eheleiblichen Sohns und Adolph Haußen deß Kornwerffers
in gegensein deß Edel- From und wohlweÿsen herren Johann Philipp Zeißolffen deß beständigen Regiments der Herren Fünffzehen alß Curatoris Fr. Marthæ Faustin gebohrner Zornin weÿl. herren Johann Israel Fausten XV. geweßenen Fünffzehners nunmehr seel. nachgelaßener Wittibin – schuldig seÿe 15. Pfund pfenning
Unterpfand, Ihr der Debitricis Antheil ahn einer alhier am Roßmarckh in der Krebß Gaßen Zwischen Lorentz Schmidten deß haußfewrers seel. Wittiben und Michael Finckhen dem Kornwerffern gelegener behaußung, davon gehend iahrs uff Liechtmeß 1 lb 1 ß dem Hospital alhier

Marguerite, veuve de l’imprimeur Léonard Heckel, hypothèque sa part de maison au profit du commissaire priseur Jean Jacques Œhrlein. En marge, quittance accordée en 1692 à Michel Widemann, propriétaire de la maison.

1680 (11. 8.br), Chambre des Contrats, vol. 549 f° 609-v
Margaretha, Leonhard Heckhels deß buchtruckhers nunmehr seel. nachgelaßene Wittib mit beÿstand Johann Leonhard Heckhels des Küblers Ihres Sohns, und Gabriel Burckhardts des Schneiders Ihres Vettern
in gegensein Johann Jacob Öhrleins deß Kaüfflers – schuldig seÿe 25. lb
unterpfand, hauß undt hoffstatt mit allen deren gebäwen undt Zugehördten allhier uff dem Roßmarckh in der Krebsgaß, einseit neben Lorentz Schmidten dem haußfewrer, anderseit neben Michael Finckhen dem Kornwerffer, hinden uff Josiam Mittmann den Schindelspalter stoßend gelegen, davon gehendt Jahrs uff Liechtmeß 1. lb 1 ß d dem Mehrern Hospital
[in margine :] (…) in gegensein Michael Widemanns, alß possessoris des obged. underpfands (quittung) Act. dem 22. April. 1692.

Marguerite Willenburger, veuve de l’imprimeur Léonard Heckel, son fils tonnelier Léonard Heckel et sa fille Catherine, veuve du garçon batelier Jean Ottmann, vendent la maison à l’apprêteur de tabac Michel Widemann et à sa femme Anne Barbe Endres

1691 (15.6.), Chambre des Contrats, vol. 563 f° 492-v
Margaretha, gebohrne Willenburgerin weÿl. Leonhard Häckels, gewesenen, Buchtruckers und Schirms Verwanthen nachgelaßene Wittib, so ohnbevögtigt, mit beÿstand Philipp Färbers, deß Krempen, Ferner hans Leonhard Häckel der Kübler und burger allhier und Catharina gebohrne Häckelin deß. leibliche Schwester, weil. Johann Ottmanns gewesenen Schiffknechts nachgelaßene wittib so im Schirm, mit beÿstand Gabriel Burckards deß Schneiders ihres Kinds Vogts
Michael Widemanns, deß Tabacbereiters und Annæ Barbaræ gebohrner Endreßen
hauß, und hoffstatt, mit allen deren Gebäuen, begriffen, Zugehördt und Gerechtigkeiten allhier am Roßmarckt, in d. Krebsgaß, einseit neben Friderich Dürren, dem haußfeurer, anderseit neben hans Jacob Nid.meÿer den Kornwerffern hind. auff Josian Mittmann, den Schindelspalter stoßend gelegen, darvon gehend jährlich auff liechtmeß Ein pfund ein schilling d dem mehren Hospital ablösig mit 21 lb d Capital, So seÿe deselbe auch noch umb 25 lb Capital d. Carthaus allhier verhafftet – geschehen umb 90 pfund

Originaire de Goldkronach en Franconie, Michel Widemann épouse en 1679 Anne Barbe Endres, fille du tailleur André Endres
Mariage, cathédrale (luth. f° 63-v n° 7)
1679. Dom 5.ma. Zum 2. mahl Michael Widenmann der [-]beck und Burgers alhier Weiland [-] Widenmans gewesenen Statt [-] Zu Goldgranach Fas(*) Mgfr * Baders nachgelaß: ehel. Sohn Anna Barbara, H. Andreß Enders gewesenen [schneiders] vnd Burgers alhier nachgelaßene ehelich T. Donnerstags den 13. Martÿ (i 65)

L’apprêteur de tabac Michel Widemann, originaire de Goldkronachen juridiction de Bayreuth, devient bourgeois par sa femme quinze jours après son mariage en s’inscrivant à la tribu de la Mauresse.
1679, 4° Livre de bourgeoisie p. 456
Michel Widemann der tabacmacher von gold Kronach baräitischer herrschafft, empfangt das burger Recht von seiner haußfr. Anna Barbara Endreßin pro 8 golt fl. welche Er beÿ der Cantzleÿ erlegt hatt, ist ledig. standts gewesen, und witrd Zur Mörin dienen. Jur. 26. martÿ 1679.

Michel Widemann hypothèque la maison au profit de l’apprêteur de tabac Jean Philippe Kohler

1693 (27.7.), Chambre des Contrats, vol. 565 f° 533-v
Michael Widemann der Tabackbereiter
Johann Philipp Kohler auch Tabackbereiter, schuldig seÿe 75 pfund
unterpfand, Eine behaußung, sambt deren gebäuen, begriffen und zugehördten allhier in d. Krebsgaß auff dem Roßmarck, einseit neben Friderich dürr dem Haußfeurer, anderseit neben Hanß Jacob Nidermeÿer dem Kornwerffer hinten auff (-) den schindelspalter stoßend geleg.

Anne Marguerite Widemann femme de l’apprêteur de tabac Jacques Meyerhoffer, le tuteur de Jean Michel Widemann et Marie Salomé Widemann femme du passementier Sébastien Kern, vendent la maison au tonnelier Jean Lutz moyennant 396 livres

1713 (11.9. ut ante), Chambre des Contrats, vol. 586 f° 517
(396) Erschienen Anna Marg: geb. Widemännin beÿständlich Jacob Meÿerhoffers tabacb: ihres mariti, Item Joh: Friedrich Besserer tabacb: alß vogt Johann Michel Widemanns, Item Maria Salome geb. Widemännin beÿständlich Sebastian Kern paßm: ihres mariti, Item Georg Friedrich Widemann tabacb:
in gegensein Joh: Lutz Kübers beÿständlich Hanß Michel Hering tabacb;
hauß und hoffstatt mit allen deren Gebäuden, begriffen, Zugehörden und Gerechtigkeiten ahm Rossmarckt in der Krebsgass, einseit neben (-( harr haußfrau anderseit neben Joh: Jacob Nidermeÿer Kornwerffern hinten auf Josiam Wittmann – davon gibt man auff Liechtmes 1 lb 1 ß dem mehrern Hospithal ablößig mit 21 lb und 375 pfund

Fils du remueur de grains Daniel Lutz, Jean Lutz épouse en 1714 Anne Eve Bœgner, fille du tonnelier Georges Bœgner : contrat de mariage par lequel il lègue à sa future épouse la jouissance viagère de sa maison, célébration
1714 (16. 9.bris), Not. Oesinger (Jean Adam, 39 Not 40) f° 404
N° 404 Eheberedung Mstr. Johann Lutzen deß Ledigen Küblers Vndt
Jgfr. Annæ Evæ Bögnerin Mstr. Georg Bögners Küblers und Burgers allhier ehelichen Tochter beeder Eheverlobten
zwischen dem Ehrsam und bescheidenen Meister Johann Lutzen, Ledigen Küblers von hier gebürthig, weÿl. deß Ehrsam und bescheidenen Daniel Lutzen gewesenen Kornwerffers und burgers allhier Zu Straßburg mit auch weÿl. der Tugendsamen Frawen Anna Maria gebohrner Bernhardtin ehelich erzeugtem und nachgelaßenem Sohne, alß hochzeiter, ane Einem
So dann der Ehren und tugendsammen Jungfr. Annæ Evæ Bögnerin, deß Ehrensamen und achtbaren Mstr. Georg Bögners Küblers und burgers allhier mit weÿl. Frawen Margarethæ Bögners Küblers und burgers allhier mit weÿl. Frawen Margarethæ gebohrner Heckin ehelich erzeugten tochtern als der hochzeiterin am andern theil
6. Verordnet der Hochzeiter seiner Brauth Wann Sie Ihne überlebet Zu einem Lebtägigen Wÿdumb seine allhier ahne der Krebsgaßen beÿm Roßmarckh gelegene eigenthümliche Behaußung mit dem anhang deß Sie verbunden seÿn solle, so lang Sie solche wÿdumbs weiß genießen Wird in guthem baw und ehren nach Wÿdumbs recht zu halten
Beschehen und verhandelt seÿnd dieße ding in der Königl. Statt Straßburg in beÿseÿn und Persönlicher gegenwarth Mstr Johann Martin Weisen deß Schneiders burgers dahier auff seithen deß hochzeitters, So dann vorgedachten Mstr Georg Bögners Küblers und burgers alhier der hochzeiterin Leibl. Vatter auff seithen ihme erbettenen beÿstands, Welche sich neben beeden Ehe Verlobten und mir Notario hiernechst eigenhändig unterschriebenen haben, Freÿtags den 16.ten 9.bris Anno 1714 [unterzeichnet] Johannes Lutz Als Hoch Zeitter, Anna Eva Bögnerin Als Hoch Zeiterin

Mariage, Saint-Nicolas (luth. f° 143 n° 14)
Mitwoch den 5. Dec. 1714. sind alhier in Straßburg in der Pfarrkirch Zu St. Nicol: nach vorhergegangenen Zweÿmahligen Außruffung Ehelich copulirt vnd eingesegnet worden Johannes Lutz, der ledige Kübler, weÿl. Daniel Lutzen gewesenen Kornwerffer vnd burgers alhier hinterlaßener Ehelicher Sohn, vnd Jungfr. Anna Eva Bögnerin Georg Bögners deß Küblers vnd burgers alhier Eheliche tochter welches bezeugen [unterzeichnet] Johannes Lutz als Hoh Zeder, Anna Eva Bögnerin Als hoch Zeÿerin (i 147, proclamation Saint-Pierre-le-Jeune f° 16, i 20)

Jean Lutz et Eve Bœgner hypothèquent la maison au profit de Jean Frédéric Heupel, enseignant au Gymnase

1714 (29.Xbr), Chambre des Contrats, vol. 587 f° 937 bb
Johann Lutz Kübler und Eva geb. Bögnerin beÿständlich Joh: Ulrich Bach Eberle und hannß Michael Gering tabacb:
in gegensein H. M. Joh: Friedrich Heupel præceptoris sup: Gÿmnasÿ – schuldig seÿen 75 pfund
unterpfand, ihr hauß c. appert. auf dem Rossmarckt in der Krebsgass, einseit neben harr anderseit neben Joh: Jacob Nidermeÿer Kornwerffer hinten auff Josiam Wittmann

Jean Lutz a dépassé de quatre semaines le temps imparti pour faire son chef d’œuvre
1715, Protocole de la tribu des Tonneliers (XI 393)
(f° 258-v) Dienstags den 9.ten Aprilis Anno 1715 – Johann Lutz erscheint auff vorgebott, demeselb. wurde vorgehalt daß Er 8 tag über die 4 wochen am Mstr: st. gearneitet. Ille replicirt seÿe nur 2. tag gewesen. Erk. ist ihme erlaßen.

Nouvelle hypothèque au profit de Jean Frédéric Heupel

1715 (23.5.), Chambre des Contrats, vol. 588 f° 426-v
Johann Lutz kübler und Anna Eva geb. Bögnerin beÿständlich Georg Bögner küblers und Joh: Georg Bögner jun. küblers
in gegensein H. M. Georg Friedrich Heupel praecept: sup: Gymn: – schuldig seÿen 25 pfund
unterpfand, ihr hauß c. appert:alhier auf dem Rossmarckt in der Krebsgass, einseit neben Harr anderseit neben Joh: Jacob Nidermeÿer hinten auff Josiam Mittmann

Jean Lutz et Eve Bœgner vendent la maison à Jean Frédéric Berion moyennant 381 livres

1717 (10.9.), Chambre des Contrats, vol. 590 f° 505
Johann Lutz Kübler und Anna Eva geb. Bögnerin
in gegensein Johann Friedrich Berion
hauß und hoffstatt mit allen deren gebäuen, begriffen, zugehörden und Gerechtigkeiten allhier ahm Rossmarckt in der Krebsgass, einseit neben Harr hausfrauen anderseit neben Joh: Jacob Nidermeÿer hinten auff Josiam Wittmann – davon gehen jährlich auf Liechtmess 1 lb 1 ß dem mehrern spithal ablößig mit 21 lb – um 350 lb

Le précepteur Jean Frédéric Berion hypothèque la maison au profit du marchand de drap Jean Daniel Walther

1722 (6.8.), Chambre des Contrats, vol. 596 f° 466-v
Johann Friedrich Berion Informator privatus so über 25. jahr alt und ohnbevögtigt
H. Johann Daniel Walther weißleinwandhändlers – schuldig seÿen 7 pfund 10 s
hypothecirt, Eine Behausung cum appertinentÿs am Roßmarckt in der Krebsgaß, einseit neben NN dem haußfeurer anderseit neben Niedermeÿer hinten auff Josiam Wittmann

Le précepteur Jean Frédéric Berion hypothèque la maison au profit du docteur en médecine Jean Haan

1725 (12.1.), Chambre des Contrats, vol. 599 f° 14-v
Johann Friedrich Berion Informator privatus und deßen ältere schwester Jfr. Dorothea Berionin so beede majorennes und ohnbevögtigt
in gegensein H. Johannes Haan Med: D. und Practici – schuldig seÿen 50 pfund
unterpfand, Eine Behausung und hoffstatt mit allen derselben gebäuden, begriffen, weithen, zugehörden und gerechtigkeiten ahm Roßmarckt in der Krebsgaß, einseit neben Harr dem haußfeurer anderseit neben einer der von gemeiner Statt: Speichers Kornwerffer jeweilen bewohnenden behausung hinten auff N. N. den Schuemacher – davon gehen jährlich auff Liechtmeß 1 lb 1 ß dem Mehrern hospitahl ablößig mit 21 lb

Fils du tourneur Jean Frédéric Berion, l’orfèvre Jean Frédéric Berion épouse en 1725 Anne Catherine Schott, fille du pêcheur Jean Schott : contrat de mariage non conservé, célébration
1725, Not. Hoffmann (Christophe Michel, rép. 65 not 12) n° 487
Eheberedung – H Johann Friderich Berion, ledigen Goldarbeiters
und Jungfrauen Annä Catharinä Schottin

Mariage, Saint-Guillaume (luth. f° 253-v)
Mittwochs d. 16. Maji 1725. seind in d. Kirch Zu S Wilhelm nach 2.maliger außruffung ehelich eingesegnet worden Joh: Fridrich Perion den goldarbeiter n. Joh: Frid. Perions deß holträhers v. b. v. Susannæ durgin ehelicher Sohn v. Jfr. Anna Catharina Hans Schotten deß fischers v. burgers v. Susannæ Kirchnerin eheliche dochter [unterzeichnet] Johann Friderich Berion als Hochzeiter, AD Ist d. handzeichen Annæ Catharinæ Schottin (i 261)

Jean Frédéric Berion devient tributaire à l’Echasse en déclarant exercer le métier de précepteur et non celui d’orfèvre qu’il a appris
1725, Protocole de la tribu de l’Echasse (XI 103)
(p. 308) Donnerstag den 28. Junÿ Anno 1725 – Johann Friderich Perion, weÿland Johann Friderich Perion gewesten hohlträgers und burgers alhier ehel. Sohn, erscheint und præsentirt Stallschein vom 20.ten Novembris Anno 1724. bittet umb das Stuben recht, mit dem erbieten daß Er nicht auff der goldarbeiter Profession, worauff er zwar gelernet will fort fahren, sondern als Præceptor Domesticus sein Stücklein brod suchen wolte, Erkant wird als ein Zu diener, gegen Erlag der gebühr admittirt.

Les nouveaux mariés font dresser l’inventaire de leurs apports. Ceux de la femme s’élèvent à 61 livres. L’actif du mari, non comprises deux maisons dont il est propriétaire, s’élève à 31 livres, le passif à 502 livres.
1728 (31.1.), Not. Hoffmann (Christophe Michel, 19 Not 27) n° 862
Inventarium über des Ehrengeachten H. Johann Friderich Berion des Informatoris und der Ehren und tugendsahmen frauen Annæ Catharinæ gebohrener Schottin, beeder Eheleuthe und burgere allhier Zu Straßburg einander für ohnverändert die Ehe zusammen gebrachte Nahrung auffgerichtet Anno 1728. – und krafft deren mit einander auffgerichteten Ehevertrag ihnen und ihren Erben als ein ohnverändert und vorbehalten guth mithin die Ergäntzung des Künfftigen Abgangs derselben expresse conditionirt reservirt und bedungen – So beschehen in fernern beÿseÿn H Johann Jacob Heßen Juris Candidati von hier gebürtig der Ehefrauen erbettenen beÿsitand, Strassburg den 31. Januarÿ Anno 1728.

In einer allhier Zu Straßburg ane der Leimengaß gelegenen dem Ehemann gehörigen behaußung folgender maßen befunden
Des Eheherren eingebrachtes Vermögen, Sa. haußraths 55 (M 11, F 43), baarschafft 21 (F),
Summa summarum der Ehefrauen sambtlich eingebrachte Nahrung 65 lb
Schulden in des Ehemanns nahrung Zugeltend 20 lb, Summa summarum des Ehemanns sambtlich eingebrachtes Vermögen 31 lb, ohne die in natura reservirte beede behaußungen
Eÿgenthumb ane Häusern so dem Ehemann ohnverändert gehörig. Eine behaußung und hoffstatt mit allen derselben Zugehörden begriffen und Rechten allhier ane der Vorstatt Krautenau im Preuschgäßel (…)
Item ein fordere behaußung antheil im leÿmengäßel (…)
Schulden aus des Ehemanns Nahrung zugeltend 502 lb – Haussteur 10 lb

Jean Frédéric Berion et Anna Catherine Schott fonf dresser un inventaire de leurs biens pour que la femme puisse demander le bénéfice de cession. L’inventaire est dressé dans la maison propre au mari rue de l’Argile. La masse propre à la femme est de 127 livres. L’actif du mari et de la communauté s’élève à 50 livres, le passif à 290 livres
1729 (18.5.), Not. Marbach (Ph. Jacques, 33 Not 3) n° 44
Inventarium über Joh: Friederich Berion, deß Informatoris und Fr. Annæ Catharinæ gebohrener Schottin, beeder Eheleuthe und burger allhier dermahlen besitzendt Vermögen auffgerichtet Anno 1729. (…) welche nahrung darauff geschehenes dienstfreundliches ansuchen Ihr der Ehefrauen erstbenandt, beÿständlich deß Ehrs: und bescheidenen Mr Joh: Heinrich Schlögelmilchs, deß schuemachers und burgers allhier Zu Straßburg auß dero geordnet und geschworenen Procuratoris ad lites in beÿsein dero Ehemanns obgemelt umb willen dießelbe beÿ E. E. Kleinen Rath Cessione Zu suchen gesonnen – So Beschehen Straßburg Mittwoch den 18. deß Monats Maÿ Anno 1721.
Copia der Eheberedung

In einer allhie Zu Straßburg ahne dem Leimengäßlein gelegenen dem Ehemann vor ohnverändert Zuständigen dahero infra fol° (-) beschriebener behaußung, alß volgt befunden
Ahne Holtz: und Schreinwerckh. In d. soldaten Cammer, Im hauß Ehren, In d. Wohnstub
Eigenthum ane Häußern. Erstl. eine behaußung v. hoffstatt mit allen deren Zugehörden
ane der Vorstatt Crautenau im Preuschgäßel (…)
It : ein Vorderbehaußung antheil hoffs allhier im Leÿmengäßel (…)
Ergäntzung der Ehefrauen abgegangenen unveränderten Guths. Laut Inventarii über beeder Eheleuth in den Ehestand einander Zugebrachte Nahrung besagend, durch H wohnhaft Michael Hoffmann Not. publ. et practic. A° 1728 auffgerichtet
Series rubricarum hujus Inventarÿ. Der Ehefrauen Nahrung, Sa. haußraths 22, Sa. Pfenningzinß hauptgüter 20, Sa. Schulden in die Nahrung 53, Sa. der Ergäntzung (32, Abzug 12 ß, Rest) 31, Summa summarum 127 lb
des Ehemanns unverändert v. theilbare Nahrung, Sa. haußraths 14, Sa. Silbers 1, Sa. Eigenthumb ane häußern 35 , Summa summarum 50 lb – Schulden 290 lb, Conferendo übertreffen solche passiva des Ehemanns v. theilbare Nahrung dem billigen Werth nach umb 240 lb

La veuve et les héritières de Jean Frédéric Berion sont dispensés de faire dresser un inventaire à cause de leur pauvreté.
1735 (10.8.), Livres de la Taille (VII 1178) f° 85-v
Johann Friderich Perion des Informatoris wittib bittet umb erlaßung der Inventur.
Jungfer Elisabetha Perionin alß Erbin ab intestato mit beÿstand Johann Jacob Claußen des hosenstrickers declarirt deß Sie darmit, samt ihrer Schwester so dermahlen kranck, zu frieden seÿe in deme Sie nicht zu erben Verlangten, Erkannt wegen armuht willfahrt.

Anne Catherine Schott se remarie avec le chapelier Simon Hollænder : contrat de mariage, célébration
1738 (29. 7.br), Not. Brackenhoffer (Jean, 4 Not 29) n° 517
Eheberedung – Zwischen dem ehrsamen vnd bescheidenen Meister Simon Holänder dem hutmacher burg. vndt wittibern alhie als hochzeithern ane einem
so dann Fr. Anna Catharina gebohrne Schottin, weÿl. Friderich Berion geweßenen Informatoris vndt ebenfalls burgers alhier hinterbliebenen wittib alß hochzeitherin andern theilß
Actum Straßb: d. 29. 7.bris 1738. [unterzeichnet] Simon Holländer Als Hochzeiter,+ d. hochztr: handz.

Mariage, Saint-Pierre-le-Vieux (luth. ß 171 n° 24)
1738. Mitwoch den 8. 8.br sind nach ordentlichen zweÿ mahliger proclamation und Außruffung ehelich copulirt und eingesegnet worden Simon Holländer der Huthmacher burger und wittwer allhie und Fr: Anna Catharina, weÿl. Joh: Friderich Berions gewesenen Informatoris und burgers allhier nachgelaßene wittib [unterzeichnet] Simon Holänder als Hochzeiter + der Fr. Hochzeiterin handzeichen (i 173)

Jean Frédéric Berion et Anne Catherine Schott vendent la maison au cordonnier Conrad Mohr et à Marie Elisabeth Vogler

1726 (14.11.), Chambre des Contrats, vol. 600 f° 576
Johann Friedrich Berion Informator privatus und Anna Catharina geb. Schottin
in gegensein Conrad Mohr des Schuemachers und Mariæ Elisabethæ geb. Voglerin
Eine Behausung und hoffstatt mit allen derselben gebäuden, begriffen, weithen, Zugehörden, Rechten und gerechtigkeiten ahm Roßmarckt in der Krebsgaß, einseit neben Johann Jacob Niedermeÿer dem Statt Kornwerffer anderseit neben Michael Wöhrle haußfeurer hinten auff Valentin Jäger dem haubenmacher – davon gibt man auff Liechtmeß 1 lb 1 ß ahne zinß ablößig mit 21 lb dem mehrern hospithal – um 171 pfund ausmachende capitalien verhafftet, geschehen um 104 pfund

Originaire de Sarrebruck, Conrad Mohr sollicite auprès des Quinze une dispense pour faire son chef d’œuvre en arguant qu’il n’ouvre pas de nouvel atelier mais qu’il reprend celui de son beau-père. Les représentants de la tribu objectent que la fiancée est une fille adoptive et que le beau-père Fischer n’est pas maître mais un simple savetier. Les Quinze éconduisent le pétitionnaire.
1725, Protocole des Quinze (2 R 130)
(p. 352) Sambstag den 15. Decembris 1725 – Conrad Mohr lediger Schuhmacher Ca E. E. Zunfft der Schuhmacher pt° admissionis Zum Meisterstück
Moss: nôe Conrad Mohren des ledigen Schuhmachers von Sarbrücken gebürtig contra E. E. Zunfft der Schuhmacher H. Zunfftmeister Ppal ist pt° admissionis Zum Meisterstück laut mitkommenden bescheids von MGhh verwißen, bitt Deput. et Facta relatione umb gn. Dispensation, Zumahlen Principal keine newe werckstatt anfangen, sondern eine alte continuiren will. Fuchs weilen Citati begehren Wider ordnung alß bitt Deput. et Facta relatione den gegner mit seinem begehren an die Ordnung Zu weißen, ref. Expensis. Erkandt, Oberhandwerck herren.

(p. 370) Sambstag d. 2. Decembris 1725) – Conrad Mohr Ca E. E. Zunfft der Schuhmacher
Obere handwerck herren lassen durch Hn Secretar. Kleinclaus referiren daß Conrad Mohr der ledige Schumacher von Sarbrücken gebürtig, contra E. E. Zunfft der Schuhmacher den 15. hujus einen Zunfft gerichts bescheid de dato 27. 9.bris jüngst producirt, und berichtet habe, daß er laut deßen puncto admissionis Zum Meisterstück an MGhh verwißen worden, seÿe anbeÿ umb Deputation et Facta relatione umb gn. Dispensation gebetten, Zumahlen er keine newe Werckstatt anfangen, sondern eine alte continuiren wolle, worauff ged. Zunfft geantwortet, daß Gegners petitum Wider ordnung seÿen anbeÿ umb Deput. et Facta relatione den gegner mit seinem begehren ab: und an die Ordnung Zu weißen, ref. Expensis.
Auf geschehene remission habe der Implorant sein petitum widerhohlet, nôe E. E. Zunfft seÿen erschienen H Johann Georg Holdermann und H. Not. Pantrion, welche geantowrtet, daß gegner sich nicht habe beÿm handtwerck Zum meisterstück einschreiben laßen sondern vermeint, daß wann er dieses Fischers, so Kein ordenlticher Meister der das Meisterstück verfertiget, sondern ein altbüßer seÿe tochter heurathe, er ohne das einschreiben Zum Meisterstück gelangen Könne, welches aber nicht angehe, Zumahlen dieser Mensch keine gebohrene Meisters Tochter sondern eine Von ged. Fischer adoptiret seÿe. Auff seithen der Hh. Depp. habe man gefunden, daß wann ged. Fischer ein ordentlicher Meister wäre, eine große quæstion movirt werden Könte, ob nicht dieße adoptirte tochter das nemliche recht zu genießen hätte, als eine gebohrene Meisters tochter, weilen aber von seithen E. E. Zunfft versichert worden daß der Adoptans Kein ordenltcher Meister, sondern ein Altbießer seÿe, habe man nicht nöthig diese Frag zu erörtern, dahero davor gehalten orden, daß der Implorant mit seinem begehren ab: und an die ordnung Zu verweißen seÿe.
Erk. Bedacht gefolgt.

Fils du cordonnier Pierre Mohr de Sarrebruck, Conrad Mohr épouse en 1726 Marie Elisabeth, fille de Jean Adam Vogel, cultivateur à Wintzenbach : contrat de mariage non conservé, célébration
1726, Not. Pantrion (Jacques Christophe, répert. 65 Not 45, Eheberedungs Concepta, welche noch Zu expediren, f° 259 sqq)
Eheberedung – Conrad Mohrer Schumach: undt Jgf. Mariæ Elisab: Vogelin (Exp.)

Mariage, Temple-Neuf (luth. f° 43-v, n° 170)
1726. Mittw. d. 18. 7.bris sind nach 2. maliger Proclamation ehelich Copulirt v. eingesegnet worden, Conrad Mohr, der ledige schuhmacher von Saarbrücken v. burger alhier, weÿl. Joh: Peter Mohrs gewes. b. v. schuhmachers daselbst ehl. nachgelaßener sohn, v. Jgfr. Maria Elisabeth, Joh: Adam Vogels b. v. Ackersmanns Zu Wintzenbach ehl. tochter [unterzeichnet] Conrad Mohr als hohzeiter, Maria Elisabeth Voglerin als hchzeidrin, Johann Philipp Fischer als beÿstand auff der honzeitter seÿt (i 47)

Conrad Mohr, originaire du comté de Nassau, et sa femme Marie Elisabeth, fille adoptive du cordonnier Jean Frédéric Fischer, acquièrent le droit de bourgeoisie, la femme à titre gratuit, le mari au tiers de l’ancien tarif
1726, 3° Livre de bourgeoisie p. 1360
Conrad Mohr d. schuem. auß d. graffschafft Naßau geb. undt sein ehefr. Maria Elisabeth Johann frid: fischers b. undt schuemach. allher der. adoptirte dochter erhalten d. b. die fr. gratis d. ehemann umb die tertz d : alt. b. wollen beÿ E E Zunfft d. schuemach. dienen Jur. et prom. d. 2. Xb. 1726.

Conrad Mohr hypothèque deux tiers de la maison au profit du cordonnier Jean Frédéric Fischer (son beau-père)

1727 (29.4.), Chambre des Contrats, vol. 601 f° 296-v
Conrad Mohr Schuemacher
in gegensein Johann Friedrich Fischer des Schuemachers – schuldig seÿen 50 pfund
unterpfand, zween dritte theil für ohnvertheilt ahne einer behausung und hoffstatt mit derselben gebäuden, zugehörden und gerechtigkeiten ahm Roßmarckt in der Krebs: gaß, einseit neben Niedermeÿer dem statt Kornwerffer anderseit neben Michael Wöhle dem haußfeurer hinten auff Valentin Jäger dem haubenmacher

Conrad Mohr rachète de l’hôpital bourgeois une rente annuelle établie par un titre de 1482

1728 (5.2.), Chambre des Contrats, vol. 602 f° 41-v
S.T. H. Philipp Caspar Leitersperger alter Ammeister dreÿzehner und Scholarcha als Pfleger des Mehrern Hospitals H. Johann Martin Schlitzweg Schaffners allda im nahmen des Mehrern hospitals
in gegensein Conrad Mohr schuemachers als eigenthums besitzers
einer allhier ahm Roßmarckt in der Krebs gaß, einseit neben Jacob Niedermeÿer dem Statt Kornwerffer anderseit neben Michael Wöhrle dem haußfeurer hinten auff Valentin Jäger den haubenmacher gelegenen behausung, demnach erwehnter Mehrern Hospital auff erstbeschriebener behausung einen auff Trium Regum bißher jährlich giebig gewesten mit 40 gulden wiederloßigen zinnß von 1 lb 1 ß stehen gehabt und von weÿl. Jgfr. Elisabetha Prechterin krafft Directorii Censuum et Gultarum ged. hospitals de Anno 1482 fol. 81b donations weiß überkommen hat

Conrad Mohr et Marie Elisabeth Vogel font dresser l’inventaire de leurs apports dans leur maison.
1734 (28.7.), Not. Pantrion (Jacques Christophe, 40 Not 65) n° 153
Inventarium über Meister Conrad Mohren, Schumachers und burgers und frauen Maria Elisabetha gebohrener Vogelin, beeder Eheleuthe vnd burgere alhier einander in den Ehestand Zugebrachter Nahrungen auffgerichtet in Anno 1734. – Crafft derer mit einander Georgloßene Ehepacten alß ein ohnverändert guth sich reservirt vnd vorbehalten haben (…) Actum Straßburg den 28. Julÿ Anno 1734.
In einer alhie Zu Straßburg in der Krebsgaßen gelegenen, beeden Eheleuthen Zuständiger behausung nefunden worden wie volgt
Volgt nun die beschreibung eingangs berührter von beeden Eheleuthen einander in den Ehestand Zugebrachtr Nahrungen, Und Zwar erstlichen des Ehemanns Zugebrachten Vermögens, baarschafft 100 lb

1769 (16.10.), Not. Lichtenberger (Jean Frédéric, 6 E 41, 351) n° 528
Eheberedung – Persönlich erschienen Johann Ludwig Mohr, der ledige Schuhmacher und burger allhier Zu Straßburg, H. Conrad Mohr des Schuhmachers und burgers dahier und Frauen Elisabethæ gebohrner Vogelin ehelicher Sohn, beÿständlichen erstgedachten seines leiblichen Vaters als Hochzeiter ane einem,
So dann Jungfrau Anna Maria Fegersin, H Jacob Fegers des Schuhmachers und burgers hieselbst und Weiland Fraun Annæ Mariæ gebohrner Baumhauerin eheliche tochter – So beschehen Zu Straßburg auf Montag den 16. Octobris 1769 [unterzeichnet] Johann Ludwig Mohr als hochzeiter, Anna Maria Fegersin als hochzeiterin

Mariage, Temple-Neuf (luth. f° 154, n° 41)
Im Jahr 1769. Mittwochs den 15. Novembris nach vorhergenagenen gewohnlichen Proclamationen Dominica XXIV et XXV post Trinitatis offentich copuliret worden Johann Ludwig Mohr leediger Schuhmacher Johann Conrad Mohr Schuhmachers und burgers allhier und Frau Maria Elisabeth Vogelin ehelich erzeugter Sohn, und Jgfr. Anna Maria Fegersin, Jacob Fegers Schuhmachers und burgers allhie und weil. Frau Anna Maria gebohrner Baumhauerin ehelich erzeugte Tochter – [unterzeichnet] Johann Ludwig Mohr als Hochzeiter, Anna Maria Fegersin Als hochzein (i 162)

La maison est estimée à la somme de 400 livres lors de l’inventaire dressé en 1787 après la mort de Jean Louis Mohr. La veuve explique qu’aucun titre ne relate la cession de la maison au défunt par ses parents.

Anne Marie Fegers, veuve de Jean Louis Mohr, vend la maison ainsi que plusieurs autres au marchand Georges Michel Hering

1794 (3 pluviose 2), Strasbourg 10 (8), Not. Heus n° 60
Frau Anna Maria Mohr geb. Fegers weiland Johann Ludwig Mohr geweßten Silberbotten und bürgers allhier hinterbliebene Wittib
in gegensein bürger Georg Michael Hering Handelsmanns
die ihro eigenthümlich zuständig behausung Höflein Hoffstatt und Schöpflein samt allen übrigen deroselben zugehörden, Rechten und Gerechtigkeiten allhier ane dem Leimen Gäßlein einseit neben weiland bürgers Nöthel des Hafners Erben und hinten auf die Gastbehausung zum Goldenen Pferd stosend gelegen, so mit N° 27 bezeichnet,
Ferner die ihro auch eigenthümlich gehörige behausung Höflein und hoffstatt mit allen deren begriffen, zugehörden, Rechten und gerechtigkeiten ane dem alten Weinmarckt gegen dem vormaligen Speÿerthor über einseit neben Fraun Sarger der Gimpelkäuflers wittib anderseit neben bürger Gerold dem Caminfeger und hinten auf besagten Sarger wittib stosend gelegen so mit N° 57 bezeichnet,
Item die ihro auch eigenthümlich gehörige behausung hoffstatt samt zugehörden alhier ane dem Roßmarckt in der Krebsgaß einseit neben bürger Braun dem Peruckenmacher anderseit neben bürger heÿdel dem beck und hinten auf nachbeschriebene behausung stosend gelegen so mit N° 22 bezeichnet,
So dann die ihro auch eigenthümlich zuständige behausung höflein und hoffstatt samt allen zugehörden und gerechtigkeiten alhier ane dem Roßmarckt in der Kleinen Schildsgaß einseit neben weiland bürger fäßler des Maurers wittib anderseit neben Nicolas Martin dem Employé und hinten auf vorbeschriebene behaußung stosend gelegen – 8900 livres capitalien
Wobei aber annoch folgende puncte stipulirt und bedungen worden, 1. daß der Käufer und seine Erben und nachkommen Ihro der Verkäuferin die Vorbesagte behausung im Leimengäßlein gelegen frei und ohne einige Entgeld annoch Lebenslänglich zu besitzen und ruhig bewohnen zu lassen, (…) 5. daß falls bürger Häring der Käufer annoch vor siner jezigen Ehefrauen Maria Magdalena geb. Plarr dieses zeitliche geseegnen würde (…) um 14.400 Livres worunter die capitalien begriffen
acp 20 f° du 3 pluv. 2

Georges Michel Hering revend deux mois plus tard la maison au menuisier Jean Bleydorn et à Madeleine Gœrger

1794 (4 germinal 2), Strasbourg 10 (8), Not. Heus n° 65
bürger Georg Michael Hering Handelsmann
in gegensein des bürgers Johann Bleÿdorn Schreiners und Magdalena geb. Görger
die ihme eigenthümlich zuständige behaußung und hoffstatt samt allen mit allen übrigen deroselben zugehörden, rechten und gerechtigkeiten ane dem Roßmarckt in der Krebsgaß einseit neben bürger braun dem përruquenmacher, anderseit neben bürger Heidel dem beck und hinten auf nachbeschriebene behaußung stosend gelegen so mit N° 22 bezichnet
wie auch die ihme eigenthümlich gehörige behausung höflein und hoffstatt samt allen zugehörden und gerechtigkeiten acuh allhier ane dem Roßmarckt in de kleinen Schildsgaß einseit neben weiland bürger Fäßler des Maurers wittib anderseit neben Nicolas Martin dem Employé und hinten auf vorbeschriebene behaußung stoßend gelegen so mit N° 6 bezeichnet – um 8000 Livres
acp 21 f° 189 du 5 germ. 2

Originaire d’Aschaffenburg dans le diocèse de Mayence, Jean Bleidorn épouse en 1780 Marie Madeleine Gœrger, originaire de Bœrsch
Mariage, Saint-Marc (cath. p. 55.)
Hodie 21. Aprilis anni 1780 (…) sacro matrimonÿ vinculo in facie Ecclesiæ Conjuncti Joannes Bleidorn ex aschaffenburg diœcesis Moguntinæ oriundus, Jacobi Bleidorn molitoris in Schweinheim et Franciscæ N. filius Legitimus, Legionis pedestris alsace dicta miles dimissus, ratione præsidÿ ultimi militaris parochianus noster ætatis 31 anni, solutus, et Maria Magdalena Georger ex Börsch hujus diœcesis oriunda, defunctorum ibidem conjugum Ignatÿ Georger et Mariæ Franciscæ Schrapf filia legitima, jam à quatuor decim annis in hac Civitate et à Septem mensibus ultimis in nostra commorans, soluta, ætatis 37 circiter annorum (signé) bleÿdorn, + signum sponsæ (i 31)

Jean Bleidorn meurt à l’hôpital de Landau en fructidor XII sous le nom de Jean Bleydorff
Décès, Strasbourg (n° 1560)
Du 28° jour du mois de Fructidor l’an XII de la République, à trois heures de relevée. Acte de décès de Jean Bleydorff, décédé le 6 du courant à une heure de relevée à l’hospice Civil de la ville de Landau, âgé de 47 ans, menuisier, demeurant à Strasbourg Epoux de Madeleine Joerger, domiciliée en cette ville (i 170)

Madeleine Gœrger meurt en 1809 en délaissant une petite-fille et des héritiers collatéraux
1809 (19.6.), Strasbourg 2 (31), Not. Knobloch n° 4217
Inventaire de la succession de Madeleine Georger, veuve de Jean Bleidorn, menuisier, décédée le 2 avril 1809 – à la requête de 1. Catherine Odile née Heling veuve de François Henri Knopffer, musicien, tutrice naturelle de Catherine Madeleine âgée de 12 ans, issue de François Henri Knopffer, enfant naturel de la défunte, en présence de M. (-) Hecor tailleur d’habits subrogé tuteur
2. Françoise Georger femme de Jean Georges Lind, vigneron à Obernai, 3. Catherine Georger, femme de Frédéric Huber thulier à Bernardsweiler, héritières pour moitié, représentées par M Jean Bleuler, fabricant d’étoffes à Strasbourg – Dénomination des héritiers, 1. Catherine Madeleine Knopffer, 2. Françoise Georger, 3. Catherine Georger
en la maison mortuaire sise en cette ville rue du Sanglier n° 5 au troisième étage dans une chambre ayant vue sur ladite rue
mobilier 204 fr, dettes actives 129 fr, total 333 fr, passif (non additionné, 445 fr)
Enregistrement, acp 112 F° 51-v du 22.6.

Décès, Strasbourg (n° 537)
L’An 1809 ce troisième jour du mois d’Aout (…) sont comparus (…) lesquels nous ont déclaré que Madeleine Goerger, agée de 58 ans, native de Boersch, Département du Bas Rhin, fille légitime de feu N. Goerger et de feu N.N. veuve de Jean Bleidorn, Menuisier, est décédée hier 2 avril à onze heures du matin en la Maison située Rue du Sanglier N° 5 [in margine :] hydropisie (i 142)

Jean Bleydorn et Madeleine Gœrger vendent la maison au menuisier André Simon et à sa femme Catherine Erhard

1794 (29 frimaire 3), Strasbourg 10 (8), Not. Heus n° 87
bürger Johannes Bleÿdorn Schreiner und Magdalena geb. Görger
in gegensein bürgers Andreas Simon des Zimmermanns und Catharina Erhard
Eine behausung und Hoffstatt samt allen mit allen übrigen deroselben zugehörden, Rechten und gerechtigkeiten allhier ane dem Gleichheits platz in der Krebsgasse mit N° 22 bezeichnet, einseit neben bürger Braun dem Perruckenmacher, anderseit neben bürger Heÿdel dem beck und hinten auf die Verkäufer selbsten – als ein den 4. Germinal vorigen Jahrs von bürger Georg Michael Hering Handelsmann erkauftes Guth eigenthümlich gehörig – um 3500 Livres
Enregistrement, acp 30 F° 28-v du 1 nivôse 3

Originaire de Kirchzarten en Bade, André Simon épouse en 1785 Catherine Erhard veuve du maçon manant Joseph Buchmüller
Mariage, Saint-Pierre-le-Jeune (cath. p. 516)
Hodie 5. Aprilis anni 1785 tribus proclamationibus, tam in Ecclesia nostra Parochiali quam in Parochia Kirchzarten Dioecesis Constantiensis (…) s. matrimonii vinculo in facie Ecclesiæ conjuncti fuerunt Andreas Simon faber lignarius, filius minorennis Christiani Simon er defunctæ agnetis Bussetin* quondam cinnjugum ex Kirchzarten, ratione domicilii Parochianus nostri Et Catharina Erhard vidua Superstitis defuncti tutelaris et Cæmentarii dum vieret hujatis (signé) andreas simon, Catharina Ehrhart (i 264)

Originaire de Soufflenheim, Joseph Buchmüller épouse en 1776 Catherine Erhard, native de Bœrsch : contrat de mariage sous seing privé joint à l’inventaire, célébration
Eheberedung. Erstlich Frantz Joseph Buchmüller Maurer und Steinhauer Gesell des Ehrsamen H michel* Buchmüller von Suflumheim ehelicher Sohn und deßen Mutter Margarätha Wilhelm, als Hochzeiter, an Einem, so dann die Ehr und tugendsame Jungfrau Catharina Erhardin, des Ehrsamen Frantz Ehrhard und Magdalene Löhn deri beeden abgelebten Eltern, als hochzeiteren (…) So geschehen Börsch den 27.ten Junii 1776

Mariage, Saint-Etienne (cath. f° 135)
Anno domini 1776 die vero 1. julii (…) sacro matrimonii vinculo in facie ecclesiæ conjuncti sunt Josephus Buchmüller oriundus ex Sufflenheim cæmentarius et lapicidæ filius legitimus et majorennis joannis michaelis Buchmüller civis ibidem et margartithæ Wilhelm conjugum in parochia ad sanctum petrum seniorem commorans et Catharina Ehrhard oriunda ex Bersch filia minorennis defunctorum Laurentii Ehrhard civis olim ibidem et Magdalenæ Lehn conjugum in parochia hac commorans (signé) Frantz Joseph buchmüller, Catharina Ehrard (i 144)

1780, Protocole des Quinze (2 R 190)
Kostgänger Joseph Buchmüller schirmer und Maurergesell 209, R-36

Joseph Buchmüller meurt en 1785 en délaissant un fils. L’inventaire est dressé dans une maison rue du Fort. La masse propre à la veuve est de 193 livres, celle de l’héritier de 22 livres. L’actif de la communauté s’élève à 376 livres et le passif à 212 livres.
1785 (23.3.), Not. Schaeff (Jean Frédéric, 6 E 41, 869) n° 343
Inventarium über Weil. des Ehrsamen Joseph Buchmüller, gewesenen Maurers-Gesellen und Schirmers alhier seel. Verlaßenschaft, aufgerichtet in Anno 1775. – nach seinem Montag den 29.ten Martii des Verfloßenen 1784.sten Jahrs aus dießer Zeit und Welt welt genommenen tödlichen Hintritt nach sich verlaßen, Welche Vermögens-Nachlaßenschaft heutigem Zu End gesetztem dato auf freundliches ansuchen erfordern und begehren obgemelten des defuncti seel. ab intestato Zu Erben verlaßenen einigen Söhnleins Namens Joseph Friderich, so 8 Jahr alt, wie auch der Tugendsamen Fraun Catharinæ gebohrner Erhardin der hinterbliebenen Wittib selbsten, beiständ. des Ehr. Andreas Simon, des Zimmergesellen und Schürmers alhier (…) So beschehen alhier Zu Straßburg in einer ane der Burggaß gelegenen dießorts Zum theil Lehnungsweiß bewohnender Behaußung auf Mittwoch den 23.ten Martii Anno 1785.

Bericht Zu gegenwärtigem Inventario. Es haben Zwar beede nun Zertrennte Ehepersohnen den vorher copialiyer einverleibten Ehe Contract sub signatura provata unter sich errichtet, auch darinnen tacite ein unverändertes Gut und Ergäntzung stipulirt, aber nach beschehener Copulation der hinterbliebenen Wittib Declaration nach über die beeder seitige Illata kein Inventarium errichten laßen. Diesem Zufolge (…)
Ergäntzung der hinterbliebenen Wittib. Anfänglich Zufolg des von H. Simminger dem Stadtschreiber zu Börsch gefertigten Extractus aus der von Niclaus Korner dem Schuhmacher und burger Zu Börsch, als deroselben gewesenen Vogt am 9.ten Cbris 1777. abgelegt und Richterlich abgehörten Rechnung
(f° 7-v) Series rubricarum hujus Inventarii. Der Hinterbliebenen Wittib unverändert Vermögen, Sa. Haußraths 2, Sa. der Ergäntzung 191, Summa summarum 193 lb
Dießemnach so wird auch des Kinds und Erben unverändert Vermögenschaft beschrieben, Sa. Kleÿdung 22 lb
Endlich so wird auch die gemein und theilbare Verlaßenschafft beschrieben, Sa. Haußraths 101, Sa. baarschafft 25, Sa. Schuld 250, Summa summarum 376 lb – Schulden 212 lb, Nach deren Abzug 163 lb – Beschluß Summa 379 lb
Eheberedung. (…) So geschehen Börsch den 27.ten Junii 1776
Codicilli nuncupativi. An heute den 13. Decembris Anno 1783. (…) erschienen persönlich Joseph Buchmüller der Maurers Gesell alhier wohnhaft – Lacombe Königlichener Notarius

Sépulture, Saint-Pierre-le-Jeune (cath. p. 359)
Anno Domini 1784 die 29 Martii Mortuus est Josephus Buchmüller tutelarius et cæmentarius hujas maritus superstitis Catharinæ Erhard annos 33 natus sacramentis pœnitentiæ Eucharistiæ et extremæ unctionis rité munitus et die subsequente a me infra Scripto sepulrus est in cœmeterio ad Stum Helenam hujus Parochiæ extra portem civitatis (i 184)

Marie Catherine Erhard meurt en 1818 en délaissant un fils de son premier mariage et un autre du deuxième.
1818 (27.2.), Strasbourg 7 (59), Not. Stoeber jeune n° 3598
Déclaration d’hérédité, inventaire de la succession de Marie Catherine née Ehrhard, veuve en premières noces de Joseph Buchmüller, maçon, femme en secondes noces d’André Simon, charpentier, décédée le 6 septembre dernier – dressé à la requête 1. du veuf, 2. de François Antoine Simon tanneur
la défunte laisse pour uniques héritiers 1. Joseph Frédéric Buchmüller cordonnier demeurant Soultz sous Forets, 2. ledit François Antoine Simon en secondes noces – mariés sans contrat de mariage longtemps avant la publication du Code Civil

immeubles, une maison, cour, appartenances et dépendances sise à Strasbourg rue de l’Ecrevisse n° 22, d’un côté Jacques Zehr cabaretier, d’autre le Sr Maehn boulanger, aboutissant à la maison ci après, acquise par les conjoints de Jean Bleydorn, menuisier et de Madeleine Goerger par acte reçu par M° Heus le 28 frimaire 3. Cette maison est occupée, savoir le rez de chaussée par Catherine Michel pour un loyer de 50 fr, le premier étage occupé par les déclarants 74 fr, le second étage par la veuve Kentzinger 38 fr, le troisième par Georges Huber 38 fr, au total 200 francs faisant en capital 4000 francs
une autre maison sise à Strasbourg rue de Schiltigheim n° 6, d’un côté Henri Martin, de l’autre le Sr Renaud, devant la rue, derrière la maison précédente – acquise d’Antoine Linck et Elisabeth Linck les deux majeurs par acte sous seing privé le 18 mars 1812 enreg. le 18 juin 1812 f° 74 transcrit au bureau des hypothèques volume 67 n° 79 – occupée le rez de chaussée par la veuve Rodé pour 120 fr, le premier étage par la veuve Mechin 65 fr, le second par Dlle Ganter 65 fr, total 250 francs faisant en capital 5000 francs
mobilier 174 fr, garde robe 36 fr, ensemble 9000 fr, pas de passif
Enregistrement, acp 138 F° 31 du 6.3.

Joseph Frédéric Buchmüller cède le 2 octobre 1817 sa part d’héritage à son frère François Antoine Simon et à son beau-père André Simon (voir les actes ci-dessous) qui cèdent la cour commune entre la maison sise rue de l’Ecrevisse et celle rue de Schiltigheim lors de la vente de cette dernière.

1821 (22.9.), Strasbourg 8 (33), M° Roessel n° 8043
André Simon, charpentier, et François Antoine Simon son fils, tanneur
à Victor Mueth, sans état
une maison avec cour, aisances et dépendances situéé à Strasbourg rue de Schiltigheim n° 6, entre Georges Leiblick sans état et Julien Renon cocher, derrière une maison appartenant aux vendeurs située rue de l’Ecrevisse n° 22 et Pierre Stephan boulanger – acquis par André Simon pendant la communauté avec Catherine Ehrhard d’Antoine et Elisabeth Linck par acte sous seing privé daté du 18 mars 1812 enregistré le 18 juin suivant j° 74 et déposé au rang des actes de M° Lex ledit jour 18 juin, transcrit au bureau des hypothèques volume 67 n° 79 – après le décès de Catherine Ehrhard le tiers qu’elle possédait est passé dans le patrimoine de ses deux fils François Antoine Simon et Joseph Frédéric Buchmüller, cordonnier à Soultz sous Forêts, ce dernier issu premier mariage avec Joseph Buchmüller, maçon à Strasbourg, suivant inventaire reçu Stoeber jeune notaire à Strasbourg le 27 février 1818, et transport reçu M° Knobloch le 2 octobre 1817 le Sr Buchmüller a cédé aux vendeurs tous ses droits pour 2000 francs
sous les conditions suivantes, 1. comme il existe entre la maison vendue et celle de la rue de l’Ecrevisse dont les vendeurs restent propriétaires une cour qui a été jusqu’ici commune aux deux maisons et comme cette cour se trouve comprise en la présente vente les Sr Simon s’obligent de faire murer à leurs frais la porte de derrière de leur maison qui sert à communiquer dans ladite cour afin que l’acquéreur puisse en jouir à son gré comme d’une propriété exclusive. 2. De son côté le Sr Mueth s’interdit de faire dans ladite cour aucune construction qui par sa trop grande proximité de la maison des Sr Simon puisse lui oter ou seulement diminuer le jour qu’elle reçoit de cette cour au moyen des fenêtres et ouvertures qui y sont pratiquées – moyennant 4000 francs
enreg. vol. 154 F° 51 du 24.9.

Le tanneur François Antoine Simon épouse en 1822 Catherine Ehret. Son père lui cède la moitié indivise des deux maisons lors du contrat de mariage. François Antoine Simon devient seul propriétaire de la maison rue de l’Ecrevisse à la mort de son père le 25 octobre 1826.

1822 (15.5.), Strasbourg 13 (38), M° Bremsinger n° 2373
Contrat de mariage – François Antoine Simon, tanneur, fils d’André Simon, charpentier, et de feu Catherine Ehrhard
Catherine Ehret, fille majeure de feu François Ehret et de Catherine Geyer
régime de communauté d’acquets partageable par moitié
art. 7, en considération du futur mariage, André Simon père constitue en dot à son fils François Antoine Simon, ce acceptant, et lui fait donation irrévocable par préciput et hors part de la moitié par indivise d’une maison, cour, appartenances et dépendances sise à Strasbourg rue de l’Ecrevisse n° 22 d’un côté le Sr Jacques Zehr cabaretier, d’autre le Sr Maehn boulanger, derrière maison rue de Schiltigheim n° 6. Le donateur se réserve l’usufruit et la jouissance viagère de cette moitié de maison. Le futur époux a recueilli le 6° indivis dans la succession de Marie Catherine née Ehrhard sa mère suivant inventaire reçu M° Stoeber le 27 février 1818, acquis un 12° de Joseph Frédéric Buchmüller, cordonnier à Soultz sous Forêts, par acte reçu M° Knobloch le 2 octobre 1817, en sorte que le futur époux est actuellement propriétaire des trois quarts de ladite maison, l’autre quart appartenant à son père, la totalité estimée à un revenu de 200 francs, faisant en capital 4000 fr – acquise suivant acte passé devant M° Heus le 29 frimaire 3
Enregistrement, acp 157 F° 158-v du 25.5.

François Antoine Simon et Catherine Ehret vendent par adjudication la maison au farinier Michel Gintz

1830 (29.7.), Strasbourg 7 (81), M° Stoeber n° 12.874
Cahier des Charges du 5 juillet n° 12.802 – Adjudication définitive sauf surmise n° 12.849 du 19 juillet – Adjudication définitive – François Antoine Simon, tanneur, et Catherine Ehret
à Michel Gintz, farinier pour 4300 francs
Désignation de l’immeuble à vendre. Une maison, cour, appartenances et dépendances sise à Strasbourg rue de l’Ecrevisse n° 22, d’un côté Louis Jacques Zehr cabaretier, d’autre le Sr Maehn boulanger, derrière la propriété du Sr Oberhey
Titres de propriété, acquis de ses père et mère André Simon, charpentier, et Catherine Ehrhard veuve en premières noces de Joseph Buchmüller, maçon, dont la communauté était régie par les statuts locaux, sur Jean Bleydorn, menuisier, et Madeleine Joerger, par acte reçu M° Heus le 29 frimaire 3. Le Sr Bleydorn l’avait acquis le 4 germinal 2 sur Georges Michel Hering, négociant. La D° Simon délaissa (1) Joseph Frédéric Buchmüller, (2) François Antoine Simon, suivant inventaire dressé par M° Knobloch le 2 octobre 1817. M Buchmüller vendit un 6° audit Simon son frère qui devint par la propriétaire de 3/12 de cette maison et son beau père André Simon 19/12. Par contrat de mariage des conjoints comparants reçu M° Bremsinger le 15 mai 1822 le père Simon donna à son fils la moitié de ladite maison à titre de donation par préciput et hors part, enfin par son décès arrivé le 25 octobre 1826 il a recueilli le quart restant, ledit contrat de mariage transcrit au bureau des hypothèques volume 157 n° 13. – Mise à prix 3000 fr
Enregistrement acp 200 (3 Q 29 915) f° 54-v (cahier des charges) – acp 200 (3 Q 29 915) f° 96

L’acquéreur doit être Michel Gintz, originaire de Mittelschæffolsheim, qui épouse en 1817 Anne Marie Jost, native de Flexbourg
Mariage, Strasbourg (n° 264)
Acte de mariage célébré à l’hôtel de ville de Strasbourg à dix heures du matin le 22 septembre 1817. Michel Gintz, majeur d’ans, né en légitime mariage de 15 août 1786 à Mittelschaeffolsheim (Bas-Rhin) domicilié à Strasbourg, Boulanger, fils de feu Joseph Gintz, cultivateur décédé à Mittelschaeffolsheim le 7 mars 1812, et de feu Marie Catherine Wendling, décédée ausit lieu le 4 novembre 1806, Anne Marie Jost, majeure d’ans, née en légitime mariage le 9 juin 1778 à Flexbourg (Bas-Rhin) domiciliée à Strasbourg, fille d’Hipolite Jost, vigneron à Flexbourg, ci présent et consentant, et de feu Anne Marie Stephan décédée dudit lieu le 12 frimaire an VI. (…) Premier témoin, Jacques Gintz, âgé de 48 ans, boulanger, oncle de l’époux, deuxième témoin François Antoine Jost, agé de 69 ans, farinier, oncle de l’épouse (signé) miahael Ginß, Anna Maria Jost (i 11)

Michel Gintz vend la maison au tailleur Chrétien Linden

1831 (8.5.), Strasbourg 3 (83), M° Schreider n° 4926
Christophe Frédéric Baer, passementier, mandataire de Michel Gintz, farinier
à Chrétien Linden, mre tailleur
une maison avec tous ses droits, appartenances & dépendances située à Strasbourg rue de l’Ecrevisse n° 22, d’un côté le Sr Zehr cabaretier, d’autre le Sr Maehn boulanger, derrière le Sr Oberhey -Etablissement de la propriété, acquis de François Antoine Simon, tanneur, et Catherine Ehret, suivant adjudication définitive reçue M° Stoeber le 29 juillet 1830 – moyennant 4300 francs
acp 204 (3 Q 29 919) f° 26-v du 18.5.

Originaire de Freistroff en Moselle, Chrétien Linden épouse en 1815 Marie Thérèse Hahn, native de Ribeauvillé
Mariage, Strasbourg (n° 448)
Acte de mariage célébré à l’Hôtel de ville à dix heures du matin le 4 décembre 1815. Chrétien Linden, mineur d’ans, né en légitime mariage le 31 mars 1791 à Freistroff, (Moselle) domicilié de droit audit lieu, tailleur, fils de Jacques Linden, tailleur à Freistroff et de feu Marguerite Carlheim décédée audit lieu le 12 octobre 1793, Marie Thérèse Hahn, majeure d’ans, née le 23 juin 1793 à Ribeauvillé (haut-Rhin= domiciliée à Strasbourg, fille de Xavier Hahn, charpentier à Ribeauvillé, et de Marie Monique Hammann (…) premier témoin, Antoine Linden, âgé de 38 ans, propriétaire, frère de l’époux (signé) christian Linden, Marie Louise hahn (i 29)

Marie Thérèse Hahn meurt le 28 février 1871 après avoir institué son neveu Victor Morro légataire universel et son mari usufruitier de ses biens
1871, M° Victor Holtzapffel
31 Oktober 1870. Testament von Maria Theresia Hahn Ehefrau von Christian Linden, Schneider in Straßburg wohnhaft durch welches sie ihrem Neffen Victor Morro, Schneider in Straßburg ihren gantzen Nachlass vor Eigenthum vermacht und ihrem Gatten die lebenlängliche Nutzniesung ihres samtliches Vermögens – gestorben den 28 februar 1871
acp 597 (3 Q 30 312) f° 79 du 24.3. (Sterbefall erklärt den 28. Juli 1871)

Décès, Strasbourg (n° 338)
Acte de décès. Le 28 janvier 1871 ont comparu Victor Morro âgé de 36 ans, tailleur, neveu de la défunte, domicilié à Strasbourg et Bernard Linden, restaurateur, neveu de la défunte, domicilié à Strasbourg, lesquels nous ont déclaré que Marie Thérèse Hahn, âgée de 78 ans, née à Ribeauvillé (Hau-Rhin) épouse de Chrétien Linden, rentier domicilié à Strasbourg fille de feu Xavier Hahn, Charpentiern et de feu Marie Monique Hamann est décédée le 28 janvier 1871 à deux heures du soir en la maison rue du Dôme 17 (i 86)

Chrétien Linden meurt le 29 juillet 1871 à Bischheim après avoir institué son neveu Victor Morro légataire universel de ses biens
1871 (14.8.), M° Victor Holtzapffel
acp 596 (3 Q 30 311) f° 134-v n° 1435 du 17.8.
Hinterlegung des eigenhändigen Testaments von Christian Lindner, Schneider in Straßburg, heute registrirt

acp 596 (3 Q 30 311) f° 159 n° 1704 du 24.9. – Den 16 September, Hinterlegung des eigenhändigen Testaments vom 1. Mai 1870, heute registrirt
acp 596 (3 Q 30 311) f° 172 du 6.10. – den 6. Oktober. Notorietäts Aktt bestätigennn daß Christian Linder in Straßburg den 29. Juli 1871 verstorben ist

Enregistrement de Strasbourg, ssp 155 (3 Q 31 654) 87 du 20.9. (Erkl. am 17/1 72 Bd. 111 f° 15)
1 mai 1870, Testament – Ich vermache meiner Ehefrau die Nutzniesung meines Nachlasses und setze meinen Neffen Hyppolit Moro als Erben ein. Christian Linden unterschrieben

15. Januar 1872 – Hinterlegung von einer Ordonnantz vom Praesidenten des Civil gerichts von Straßburg, durch welche Victor Morro, Schneider in Straßburg als Erbe von Christian Linden in Straßburg gestorben eingesetzt wurde.
acp 601 (3 Q 30 316) f° 54-v du 17.1.

Décès, Bischheim (n° 127)
Le 29 juillet 1871. Acte de décès de Linden Chrétien âgé de 80 ans décédé à Bischheim le 29 juillet 1871 à mars heures du matin, tailleur né à Freistroff, département du Bas-Rhin, domicilié à Strasbourg veuf de Hahn Marie Thérèse, fils légitime de feu Linden Jacques en son vivant propriétaire audit freistroff et de feu Carlheim Marguerite en son vivant domiciliée à Freistroff. Sur la déclaration à nous faite par Morro Victor âgé de 37 ans, maître tailleur domicilié à Strasbourg, neveu du défunt et de Morro Eugène, âgé de 44 ans tailleur domicilié à Strasbourg, neveu du défunt (i 41)

Inventaire dressé après la mort de Chrétien Linden
1871 (7.10.), M° Holtzapffel
Inventar des Nachlaßes von Christian Linden, Schneider in Straßburg den 29. Juli 1871 in Bischheim gestorben, errichten von Victor Morro, Schneider in Straßburg, universal Erbe nach eigenhändigen Testament vom 28. April 1871 den 17. August registrirt
acp 600 (3 Q 30 315) f° 94-v du 14.10. (Sterbefall erklärt den 17. Januar 72) Mobilien 1545
acp 602 (3 Q 30 317) f° 61 du 17.1. Fortsetzung vom 15 Januar – Schuldschein 20.000, verfallene Pension 20

Chrétien Linden et Marie Thérèse Hahn vendent la maison à Georges Wilt, pensionnaire de l’état et concierge à la caserne de Sainte-Marguerite

1843 (10.2.), Strasbourg 3 (88), M° Burtz n° 228
Vente – Ont comparu le S. Chrétien Linden maître tailleur et D° Marie Thérèse Hahn son épouse qu’il autorise aux effets ci après, demeurant ensemble à Strasbourg, lesquels ont vendu par les présentes
au S. Georges Wilt, pensionnaire de l’état, concierge à la caserne de Ste Marguerithe au faubourg national demeurant en cette conciergerie en la ville de Strasbourg
Une maison avec droits et dépendances située à Strasbourg rue de l’écrevisse N° 22 tenant d’un côté au S. Füllhardt autrefois le Sr Maehn, de l’autre à la veuve Raff précédemment le Sr Zehr, devant à la rue et derrière à M. Goupon, capitaine en retraite en place du Sr Oberhey.
Etablissement de la propriété. Les vendeurs déclarent que cette maison est devenue leur parfaire propriété au moyen de l’acquisition qu’ils en ont faite du Sr Michel Gintz, farinier demeurant à Strasbourg au termes d’un contrat de vente passé devant M° Schreider notaire à Strasbourg le 8 mai 1831 & transcrit au bureau des hypothèques de Strasbourg volumele 19 du même mois vol. 245 N° 43. Cette acquisition a eu lieu moyennant le prix de 4300 francs que l’acquéreur a par le même contrat payé en entier (…). Le Sr Gintz était propriétaire de l’immeuble pour l’adjudication que lui en ont consentie le S François Antoine Simon, tanneur, et D° Catherine Ehret sa femme de Strasbourg pour le même prix de 4300 francs (…) La même maison appartenait aux conjoints Simon de la manière qu’on le dira plus bas et avant eux le S. André Simon, charpentier et D° Catherine Ehrhard, sa femme et veuve en premières noces du Sr Joseph Buchmüller de Strasbourg père et mère du mari, l’avaient acquis du Sr Jean Bleydorn menuisier et D° Madeleine Georger conjoints de Strasbourg en vertu d’un contrat de vente passé devant M° Heus, notaire à Strasbourg le 29 frimaire an III. Cette acquisition eut lieu durant la communauté de biens des acquéreurs régie les les statuts d’Alsace d’après lesquels deux tiers en reviennent au mari et un tiers la femme. Cette dame décédée le 6 septembre 1817 laissant d’après une déclaration d’hérédité reçue par le notaire Stoeber le 27 février 1818 pour ses seuls héritiers le Sr Frédéric Buchmüller, son enfant du premier lit et le S’ François Antoine Simon, nommé ci-dessus et né de son second mariage. Son tiers de maison se divisa par égales portions entre ces deux héritiers qui eutent de la sorte chacun un 6° ou deux 12° de la totalité. Le Sr Buchmüller vendit sa part à son frère et à son beau-père par moitié entre eux, en vertu d’un contrat passé devant M° Knobloch notaire à Strasbourg le 2 octobre 1817 et à ce moyen le frère se trouva posséder trois 12° et le Sr Simon père les neuf autres 12° (…) Enfin par le contrat de mariage du Sr Simon fils passé devant M° Bremsinger notaire à Strasbourg le 15 mai 1822 et transcrit le 14 juin suivant vol. 151 N° 13, son père lui fit donation de six des neuf 12° qu’il possédait de la maison ou de la moitié de cet immeuble et après le décès du même arrivé le 25 octobre 1826 le fils, en sa qualité de seul et unique héritiern recueillit dans sa succession les trois derniers 12° qui étaent restés au défunt. – Prix, 4000 francs
acp 307 (3 Q 30 022) f° 3-v

Originaire de Lauterbourg, Georges Wild épouse en 1818 Susanne Mechain, veuve de Jean Baptiste Diélaine
Mariage, Strasbourg (n° 338)
Acte de mariage célébré à l’hôtel de ville de Strasbourg à dix heures du matin le 8 octobre 1818, Georges Wild, majeur d’ans, né en légitime mariage le 16 septembre 1787 à Lauterbourg (Bas-Rhin) domicilié de droit audit lieu, Gendarme roïal à cheval, proposé pour la retraite, fils de feu Martin Wild, menuisier décédé à Lauterbourg le 13 février 1810 et d’Elisabeth Schoenagel, Susanne Mechain, majeure d’ans, née en légitime mariage le 20 septembre 1784 à Strasbourg, domiciliée à Strasbourg, veuve de Jean Baptiste Diélaine, brigadier commandant la Gendarmerie roïale de Lauterbourg, décédé à Scheibenhard (Bas-Rhin) le 2 novembre 1815, fille de feu Antoine Mechain, scieur de long à Strasbourg et de Thérèse Matzenmüller (signé) Georg Wild, Susanne Mechain (i 24)

Originaire de Fréland dans le Haut-Rhin, le gendarme Jean Baptiste Dielaine épouse en 1807 Susanne Mechain
Mariage, Strasbourg (n° 119 f° 61)
L’an 1807 le 18° jour du mois d’avril (…) Jean Baptiste Dielaine, âgé de 30 ans, gendarme de la gendarmerie impériale du Département du haut-Rhin détaché pour le service près le dépôt des conscrits réfractaires établi en la Citadelle de cette ville depuis 3 ans, né à Fréland Département susdit le 22 avril 1776, y domicilié de droit, majeur, fils de Joseph Dielaine, propriétaire audit lieu, consentant (…) et de feu Marie Petit Demangé décédée à Fréland le 6 Floréal en VI (…) et Susanne Mechain, âgée de 22 ans, née en cette ville le 20 septembre 1784, y domiciliée, majeure, fille de feu Antoine mechain, scieur e long décédé en cette ville le 4 Fructidor en V et de Thérèse matzenmüller, ci présente et consentante (signé) Jean Baptiste Dielaine, Susanne Mechain (i 26)

Décès, Scheibenhard (n° 19)
Déclaration de décès faite le 2 du mois de novembre 1815, Jean Baptiste Dielain, âge de 39 ans, né à frelin département du haut rhin, Brigadier commandant la gendarmerie Royale de Lauterbourg, mort en cette mairie le deux présent du mois de novembre à sept hueres du matin dans la maison de Jean fischer Cabaretier (i 7)

1840 (2.11.) Strasbourg, M° Frédéric Grimmer (minutes en déficit)
Consentement par Suzanne Mechaine femme de Georges Wild, au mariage de Louis Alexandre Dielaine, fourrier au troisième de cuirassiers à Provins son fils issu d’un premier mariage
Enregistrement, acp 282 F° 65-v du 3.11.

Georges Wilt et Suzanne Mechain hypothèquent la maison au profit de Marguerite Salomé Schnell veuve du tourneur Daniel Kayser

1846 (8.7.), Strasbourg 3 (91), Not. Burtz n° 755
Obligation – Ont comparu le S. Georges Wilt, pensionnaire de l’état, concierge à la caserne de Ste Marguerithe au faubourg national à Strasbourg, et D° Suzanne Mechin, sa femme qu’il autorise aux effets ci après, demeurant ensemble à Strasbourg, lesquels reconnaissent par les présentes devoir légitimement
à D° Marguerite Salomé Schnell veuve du Sr Daniel Kayser, tourneur demeurant à Strasbourg rue du maroqusin N° 32, la somme de 1000 francs pour prêt de pareille somme (…)
hypothèquent, Une maison avec droits et dépendances située à Strasbourg rue de l’écrevisse N° 22 tenant d’un côté au Sr Füllhardt, de l’autre à la veuve Raff, devant à la rue et derrière à M. Goupon, capitaine en retraite.
Etablissement de la propriété. Les emprunteurs déclarent que cette maison est devenue leur pleine et entière propriété au moyen de l’acquisition qu’ils en ont faite du Sr Chrétien Linden, maître tailleur et D° Marie Thérèse Hahn, conjoints de Strasbourg pour le prix de 4000 francs suivant contrat reçu par M° Burtz notaire soussigné le 10 février 1843 qui porte quittance pleine et entière du prix et dont une expédition a été transcrite au bureau des hypothèques de Strasbourg le 17 du même mois vol. 397 N° 67. (…) Le Sr Linden avait acquis l’immeuble du S. Michel Gintz, farinier demeurant à Strasbourg au termes d’un contrat de vente passé devant M° Schreider notaire à Strasbourg le 8 mai 1831 et transcrit le 19 du même mois vol. 245 N° 43. Cette acquisition a eu lieu moyennant le prix de 4300 francs que l’acquéreur a par le même contrat payé en entier (…). Le Sr Gintz était propriétaire de l’immeuble pour l’adjudication que lui en avaient consentie le S François Antoine Simon, tanneur, et D° Catherine Ehret sa femme de Strasbourg pour le même prix de 4300 francs (…) L’immeuble appartenait aux conjoints Simon ainsi qu’on le dira plus bas et avant eux le S André Simon, charpentier et D° Catherine Ehrhard, sa femme veuve en premières noces du Sr Joseph Buchmüller de Strasbourg père et mère du mari, l’avaient acquis du Sr Jean Bleydorn menuisier et D° Madeleine Georger conjoints de Strasbourg en vertu d’un contrat de vente passé devant M° Heus, notaire à Strasbourg le 29 frimaire an III. Cette acquisition eut lieu durant la communauté de biens des acquéreurs régie les les statuts d’Alsace d’après lesquels deux tiers en reviennent au mari et un tiers la femme. Cette dame décédée le 6 septembre 1817 laissant d’après une déclaration d’hérédité reçue par le notaire Stoeber le 27 février 1818 pour ses seuls héritiers le Sr Frédéric Buchmüller, son enfant du premier lit et le S’ François Antoine Simon, nommé ci-dessus et né de son second mariage. Son tiers de maison se divisa par égales portions entre ces deux héritiers qui eutent de la sorte chacun un 6° ou deux 12° de la totalité. Le Sr Buchmüller vendit sa part à son frère et à son beau-père par moitié entre eux, en vertu d’un contrat passé devant M° Knobloch notaire à Strasbourg le 2 octobre 1717 et à ce moyen le frère se trouva posséder trois 12° et le Sr Simon père les neuf autres 12° (…) Enfin par le contrat de mariage du Sr Simon fils passé devant M° Bremsinger notaire à Strasbourg le 15 mai 1822 et transcrit le 14 juin suivant vol. 151 N° 13, son père lui fit donation de six des neuf 12° qu’il possédait de la maison ou de la moitié de cet immeuble et après le décès du même arrivé le 25 octobre 1826 le fils, en sa qualité de seul et unique héritiern recueillit dans sa succession les trois derniers 12° qui étaent restés au défunt.
Les comparans déclarent que l’immeuble de la propriété duquel il vient d’être rendu compte sert présentement de gage avec d’autres biens à une obligation de 3000 francs souscrite par les Sr et D° Hintermeyer de Lauterbourg au profit de Mad° Weigel de Strasbourg (…)

1848 (30.12.), M° Frédéric Grimmer (minutes en déficit)
Consentement par Georges Wild pensionnaire de l’Etat et Susanne Mechain conjoints à Strasbourg au mariage de leur fils Georges Eugène Michel Wild tapissier à Metz avec telle personne qu’il choisira
acp 378 (3 Q 30 093) f° 27-v du 2.1.1849

Georges Wilt et Suzanne Mechain hypothèquent la maison au profit du maraîcher Daniel Friedolsheim

1849 (16.2.), Strasbourg 13 (63), Not. Flach f° 79
Obligation – Ont comparu M. Georges Wilt, pensionnaire de l’Etat, concierge à la caserne de Ste Marguerithe au faubourg national, et D° Suéanne Maechen, sa femme de lui duement autorisée à l’effet des présentes, demeurant et domiciliés à Strasbourg, lesquels ont par les présentes déclaré et reconnu devoir
à M. Daniel Friedolsheim, jardinier cultivateur demeurant et domicilié à Strasbourg, la somme de 1000 francs pour prêt de pareille somme (…)
hypothèquent, Une maison avec droits et dépendances située à Strasbourg rue de l’écrevisse N° 22 tenant d’un côté au Sr Füllhardt, autrefois le Sr Martin de l’autre à la veuve Raff, précédemment le Sr Zehr devant à la rue et derrière à M. Poupon, capitaine en place du Sr. Oberley. (Les débiteurs) déclarent sous les peines de droit qu’ils sont propriétaires du dit immeuble pour avoir été acquis du Sr Chrétien Linden, maître tailleur et Marie Thérèse Hahn, conjoints en cette ville en conformité d’un contrat de vente reçu par M° Burtz Notaire en cette ville le 10 février 1843 enregistré transcrit au bureau des hypothèques de Strasbourg le 17 du même mois volume 397 N° 67, ils déclarent en outre que ladite maison avec dépendances est franche et quitte de toutes dettes, hypothèques, privilèges, à l’exception, d’une somme de 3000 francs dont elle est hypothécairement grevée au profit de Mad. veuve Weigel de cette ville en vertu d’un acte passé devant ledit notaire Burtz le 7 novembre 1843

Georges Wilt meurt en 1858 en délaissant une fille et une petite-fille

1858 (29. Xbr), Strasbourg 3 (101), Not. Burtz n° 4786
Inventaire après le décès du Sr Georges Wilt, concierge à la Caserne Ste Marguerite
Cejourd’hui mercredi 29 décembre 1858, à onze heures du matin, à la requête et en présence 1° de D° Susanne Mechin veuve du Sr Georges Wilt, pensionnaire de l’Etat, Concierge à la caserne de Ste Marguerite au faubourg national de Strasbourg Chevalier de la Légion d’Honneur demeurant à Strasbourg, agissant en son nom personnel à cause de la communauté légale qui, à défaut de contrat de mariage, a existé entr’elle et son mari défunt, que comme usufruitière de la moitié de la succession du même défunt en vertu d’un acte de donation entre époux reçu par M° Burtz le 8 juin 1846
2° & de Madlle Antoinette Pauline Wilt, majeure demeurant à Strasbourg avec ladite Dame sa mère, 3° et de M Alphonse Joseph Hoummel, typographe, demeurant en la même ville, ce dernier agissant au nom et comme mandataire de spécial du Sr René Adolphe Renard, chef armurier au 88° régiment de ligne en garnison à Dellys province d’Alger, domicilié à Strasbourg (…) au nom et comme et tuteur de ses trois enfants encore mineurs nés de son mariage avec D° Joséphine Wilt décédée à Strasbourg le 10 avril de la présente année, savoir 1° Adolphine Maria Adrienne Renard, née le 21 juillet 1847, 2. Marie Louise Renard née le 2 décembre 1852, 3° et Charles Adolphe né le 14 août 1855, Mlle Antoinette Pauline Wilt et ces trois mineurs par représentation de leur mère, habiles à se dire et porter seuls héritiers, la première pour moitié et les mineurs pour l’autre moitié de la succession du Sr Georges Wilt, cidessus nommé, leur père et grand père décédé à Strasbourg le 15 septembre dernier
Et encore en présence de M. Victor Nicolas Hummel, typographe demeurant aussi à Strasbourg ce dernier agissant comme subrogé tuteur des trois mineurs (…)
le tout trouvé en leur demeure dans la Caserne de Ste Marguerite

Donation entre époux – Pension militaire du défunt de 251 francs – Traitement de légion d’honneur
Maison. Une expédition d’un contrat passé devant M° Burtz notaire soussigné le 10 février 1843, transcrit au bureau des hypothèques de Strasbourg le 17 du même mois Vol. 397 N° 67 et contenant vente au profit du défunt par le Sr Chrétien Linden, maître tailleur et D° Marie Thérèse Hahn conjoints demeurant à Strasbourg, d’une maison avec dépendances située en la même ville rue de l’Ecrevisse N° 22 pour le prix de 4000 francs payé comptant
acp 475 (3 Q 30 190) f° 3-v du 30. Xbr (succession déclarée le 20 janvier 1859) Communauté, un mobilier estimé 246, arrérages de pension et de légion, mémoire
Succession, une maison rue de l’Ecrevisse N° 22, garde robe 200

Registre de population 600 MW 27 (1815 sqq) Rue Ste aurélie suite du N° 9, hôpital de la Marguerite, f° 17.b (i 24)
Wild, Georges, 1786, Gendarme retraité, M. Lauterbourg, (auparavant) rue du Fort 17, (entré) sept. 34
id. née Mechain, Susanne, 1785, Ep. Strasbourg
id. Pauline Antoinette, 1819, Enf. Strasbourg
id. Josephine 1821, Enf. Strasbourg
id. Georges Eugène Michel 1823, Enf. Strasbourg

Susanne Mechain meurt en 1865 en délaissant une fille de son premier mariage, une fille et une petite-fille du deuxième

1865 (31.10.), M° Victor Nœtinger
Inventaire de la succession délaissée par Susanne Mechain, veuve en premières noces de Jean Baptiste Dielaine et en secondes noces de Georges Wild, pensionnaires de l’Etat, décédée à Strasbourg le 20 octobre 1865, à la requête de 1° Thérèse Mélanie Dielaine épouse de François Joseph Charles Wolff, compositeur d’imprimerie à Strasbourg,
2° Antoinette Pauline Wilt, débitante de tabac à Strasbourg, 3° René Adolphe Renard, chef armurier en retraite à Charleville, comme père et tuteur de Marie Adolphine Adrienne Renard, Marie Louise Joséphine Renard et Adolphe Charles Renard [ses enfants issus de son mariage avec Joséphine Wilt sa femme]
acp 547 (3 Q 30 262) f° 58 du 6.11. (succession déclarée le 1° mars 1866)
Il dépend de ladite succession un mobilier estimé 71, argent comptant 110, arrérages de pension 9, garde robe 87
la moitié d’une maison sise à Strasbourg rue de l’écrevisse n° 22, masse pour 4373

Liquidation des successions ci-dessus
1866 (14.2.), M° Victor Noetinger
Liquidation et partage de la communauté de biens qui a existé entre entre Georges Wild, vivant pensionnaires de l’Etat, et Susanne Méchain sa femme à Strasbourg, 2) de la succession du Sr Wilt décédé le 15 7.bre 1858, 3) de la succession de la De Wilt décédée le 20 octobre 1865, 4) Marie Adolphine Adrienne Renard décédée le 30 décembre 1865
Entre 1° Thérèse Mélanie Dielaine épouse de François Joseph Charles Wolff, compositeur d’imprimerie à Strasbourg, 2° Antoinette Pauline Wilt, débitante de tabac à Strasbourg, 3° René Adolphe Renard, chef armurier en retraite à Charleville, comme père et tuteur de, Marie Louise Joséphine Renard et Adolphe Auguste Charles Renard issus du mariage avec Joséphine Wilt
acp 552 (3 Q 30 267) f° 13-v du 21.2. (succession déclarée le le 20 janvier 1859, 1 mars 1866) Communauté, mobilier vendu 378, loyer 114, prix de la maison vendue 5122 (total) 5608 – Masse passive 1413 (reste) 4195
Succession du Sr Wild, Masse active, moitié de la communauté 2097, à déduire frais d’actes 28 (reste) 2069
Succession de la D° Wilt, moitié de la communauté 2097, argent 110, arrérages de pension 7 (total) 2216 – Masse passive 320 (reste) 1896, le ? 632
Attributions (…)

Les héritiers vendent la maison à Jacques Ziegel

1866 (9.1.), M° Victor Noetinger
13 décembre 1865 – Cahier des charges pour parvenir à la vente d’une maison sise à Strasbourg rue de l’Ecrevisse n° 17 – Dépôt dudit cahier des charges
acp 548 (3 Q 30 263) f° 97-v du 18.12.
9 janvier 1866 – Adjudication définitive d’une maison sise à Strasbourg rue de l’Ecrevisse n° 17, à la requête de 1) Thérèse Mélanie Dielaine épouse de François Joseph Charles Wolff, compositeur d’imprimerie à Strasbourg, enfant du premier lit,
2) Antoinette Pauline Wilt, débitante de tabac à Strasbourg, 3) Pierre Adolphe Renard, chef armurier en retraite à Charleville, en qualité de tuteur de Marie Adolphine Adrienne mais décédée le 30 décembre dernier, Marie Louise Joséphine et Adolphe Charles Renard ses enfants issus de son mariage avec Joséphine Wilt sa femme
au profit de Jacques Ziegel, fabricant de pain d’Epice à Strasbourg
moyennant 5400 francs
acp 549 (3 Q 30 264) f° 99-v du 16.1. (succession déclarée le 1° mars 1866 de la V° Wilt)

Le cordonnier Jacques Ziegel épouse en 1862 Frédérique Catherine Horsch
Mariage, Strasbourg (n° 120)
Du 22° jour du mois de mars l’an 1862 à dix heures du matin. Acte de mariage de Jacques Ziegel, majeur d’ans, né en légitime mariage le 21 avril 1835 à Strasbourg, domicilié à Strasbourg, cordonnier et militaire de la réserve, fils de feu Jean Jacques Ziegel, cordonnier décédé à Strasbourg le 16 novembre 1858, et de Christine Kurtz, sans profession, domiciliée à Strasbourg, ci présente et consentante, Frédérique Catherine Horsch, majeure d’ans, née en légitime mariage le premier juillet 1837 à Strasbourg, domiciliée à Strasbourg, couturière, fille de Daniel Henri Horsch, ouvrier charpentier domicilié à Strasbourg ci présent et consentant, et de feu Marie Catherine Roth, décédée à Strasbourg le 27 décembre 1841 (…) il n’a pas été faitt de contrat de mariage. Et aussitôt lesdits époux ont déclaré reconnaître et légitimer Marie Frédérique Horsch née d’eux à Strasbourg le 11 juin 1860 et inscrite le 12 du même mois dans les registres de l’état civil de cette ville (i 25)

Jacques Ziegel est fils et unique héritier de ses parents Jacques Ziegel et Christine Kurtz
1866 (28.2.), Strasbourg 4 (123), Not. Lauth n° 11.709
Notoriété – (…) avoir parfaitement connu M. Jacques Ziegel, cordonnier, et Dame Christine Kurtz, conjoints domiciliés à Strasbourg er savoir qu’ils sont décédés à leur domicile, savoir le mari le 11 novembre 1858 et la femme le 10 janvier 1862, qu’après leur décès il n’a point été fait d’inventaire et qu’ils ont laissé pour leur seul et unique héritier M. Jacques Ziegel, cordonnier, demeurant et domicilié à Strasbourg leur fils
acp 552 (3 Q 30 267) f° 48-v du 5.3.

1875 (14.11.), M° Metz
14. November 1875. Schenkung – wodurch Catherine Horsch Ehefrau von Jacob Ziegel, Schuster, beide in Straßburg wohnhaft, ihrem genannten Ehemann ihr sämtliches Vermögen geschenckt hat (tod, 18 Januar 1878)
acp 676 (3 Q 30 391) f° 79-v du 3.4.1878

Frédérique Catherine Horsch meurt en 1878 en délaissant cinq enfants
1878 (4.4.), M° Constant Schmitz

Erbverzeichnis über dem Nachlaß von Friederike Catharina Horsch, lebend Ehefrau von Jacob Ziegel, Schuhmacher verstorben am 18. Januar 1878 auf Ansuchen von Jakob Ziegel, obgenannt, handelnd a) eigenen Namens, der Gütergemeinschaft wegen und als Schenknehmer der Nutznießung der Hälfte des Nachlasses seiner verstorbenen Ehefrau laut Schenkung vor Notar Metz vom 14. November 1875, b) als gesetzlicher Vormund seiner minderjährigen Kinder, nämlich 1) Sophie Christine, 2) Jacob Carl, 3) August Alfred, 4) Mathilde, 5) August Karl Ziegel, Erbe je zu 1/5
Mobilien geschätzt zu M. 181, 2) Ausstandt (Sparkassenbuch) 2
3) Liegenschaften Ein kleines Wohnhaus in der Krebsgasse N° 17
alles der Gütergemeinschaft gehörig
der Wittwer bespricht an Ersatz forderungen welche gehörig justificirt sind 800
Nachlass, Kleider geschätzt zuM. 18
acp 676 (3 Q 30 391) f° 84 n° 1214 du 5.4. (Tab. Bd. 64 Bl. 60 N° 13 – Stb. Erk. Bd. 126 N° 179)

Registre de population 600 MW 117, Rue de l’écrevisse 17 (62 sqq) i 65
Ziegel, Jacques, Strasbourg, 1835, (culte) P, français, (à Strasbourg) de rechef depuis 2 8.bre 1859, mariés le 22 mars 1862
id. née Horsch, Frédérique Catherine, id. 1837, luthérienne, française, (à Strasbourg) dsn
id. Marie Frédérique, id, 11 juin 1860 leur fille, français, légitimée le 22 mars 1862
Rue Graumann 6, délogé 25 8.bre 64
r. du faub. de pierres 30, dél. 10 avril 1866
r. de l’écrevisse 17

Jacques Ziegel meurt à l’hôpital civil le 11 décembre 1902
Décès, Strasbourg (n° 2954)
Strassburg am 12. Dezember 1902. Vor dem Standesbeamten erschienen heute Joseph Epithalbre, Beamter im Civilhospital, wohnhaft in Straßburg Spitalplatz 1, und zeigte an, daß der gewerblose Jakob Ziegel, 67 Jahre 7 Monate alt, evangelischer Religion, geboren zu Strassburg, Wittwer von Friederika geborner Horsch, Sohn der verstorbenen Eheleute Johann Jakob Ziegel, Schuhmacher und Christine geborner Kurtz, zuletzt wohnhaft gewesen zu Strassburg im Civilspital am 11. Dezember des Jahres 1902 Nachmittags um 10 Uhr verstorben sei (i 179)

Propriétaire inscrit au cadastre à partir de 1904, le tailleur Georges Schweisberger, originaire de Wimmenau, épouse en 1884 Elisabeth Groth, originaire de Kork près de Kehl

Mariage, Strasbourg (n° 553)
Strassburg am 13. September 1884 Vor dem Standesbeamten erschienen heute zum Zwecke der Eheschließung 1. der Schneider Georg Schweisberger, evangelischer Religion, geboren den 17. Dezember des Jahres 1860 zu Wimmenau (Unter Elsass) wohnhaft zu Straßburg, ehelicher Sohn des tagners Christian Schweisberger wohnhaft zu Wimmenau und der verstorbenen Elisabeth Weissmüller wohnhaft zuletzt zu Wimmenau, 2. die Elisabeth Groth, ohne Beruf, evangelischer Religion, geboren den 7. März des Jahres 1857 zu Kork (Baden) wohnhaft zu Kork, Tochter des Maurers Jakob Groth und dessen Ehefrau Elisabeth Hirth, beide wohnhaft zu Kork (i 31)



119, Grand rue


Grand rue n° 119 – IV 298 (Blondel), N 950 puis section parcelle (cadastre)

Nouvelle façade (1776) par le marchand de tabac Philippe Jacques Lefevre – Balcon (1792, supprimé en 1895) par le marchand de tabac Jacques Louis Lefevre – Troisième étage (années 1830) par le marchand épicier Jean Jacques Müller


Façade (mai 2022), vue de l’est (juillet 2014) – Etages XVIII° siècle (mai 2022)

La maison inscrite au nom du tailleur Melchior Dossinger dans le Livre des communaux (1587) comprend une avance de vingt-et-un pieds de long. Le bâtiment arrière est cité pour la première fois en 1637. La maison appartient ensuite aux notaires Martin Scherbaum et à son fils Joseph Scherbaum puis aux tonneliers Michel Klein, Daniel Klein et Georges Guillaume Butz (1650-1722). Le marchand épicier originaire de Montbéliard Jean Frédéric Feschott l’achète en 1722, modifie la même année l’arcade en pierre et rehausse de deux pieds l’encorbellement au deuxième étage pour agrandir les fenêtres. Il fait percer en 1723 une fenêtre à barreaux vers l’est mais est condamné à remettre les lieux dans leur état initial suite à l’opposition de son voisin. A la mort du marchand Chrétien Mentzel en 1748, le billet d’estimation indique que la boutique se trouve à gauche du rez-de-chaussée. Le marchand de tabac Christophe Koblentz est propriétaire à partir de 1748.


Plan-relief de 1725.La maison est la deuxième après la rue sur la gauche, à deux arcades au rez-de-chaussée et deux étages à trois fenêtres (Musée historique, cliché Thierry Hatt)
Sainte-Barbe-Fribourgeois (VI 586)150 Plan (c)
L’îlot sur le plan Blondel (1765, cahier de planches coté VI 586)
Même îlot, dessins préparatoires au plan-relief de 1830

Aussi marchand de tabac, Philippe Jacques Lefevre achète la maison en 1770. Il est autorisé la même année à la reconstruire sur les anciennes fondations mais demande en 1772 au maître maçon Louis Müller de réparer l’encorbellement. Les préposés refusent et ordonnent de supprimer l’encorbellement. Le maçon André Müller est autorisé en 1776 à refaire une façade verticale et à tailler les pierres place Saint-Thomas pour construire la maison. Les travaux doivent se limiter à remplacer la façade puisque le maître maçon ne communique pas de travaux intérieurs aux Préposés aux feux. La nouvelle façade à parement de grès a des chaînages latéraux, un cordon entre les étages et des appuis galbés au premier étage. Le fabricant de tabac Jacques Louis Lefevre demande en 1792 l’autorisation de faire un balcon comme à la maison voisine.

150 Elévations a-b
Elévations pour le plan-relief de 1830 et cour A, îlot 150 (Musée des Plans-relief)

L’Atlas des alignements (années 1820) mentionne un bâtiment à rez-de-chaussée et deux étages en pierres et un balcon. Sur les élévations préparatoires au plan-relief de 1830, la façade sur rue est la deuxième à droite du repère (a) : trois ouvertures jusqu’au sol au rez-de-chaussée, deux étages à trois fenêtres chacun, toiture à deux niveaux de lucarnes. La cour A représente l’arrière (3-4) de la façade sur rue, le bâtiment (1-2) au fond de la cour, le bâtiment (1-4) à l’ouest et le mur (2-3) qui sépare la cour de celle du voisin).
La maison porte d’abord le n° 145 (1784-1857) puis le n° 119. Le cadastre qui cite des ouvertures au troisième étage ne mentionne aucun changement entre 1843 et 1895. On en conclut que le troisième étage a été ajouté entre le moment où les élévations ont été dessinées et l’ouverture du cadastre, soit dans les années 1830 quand la maison appartenait au marchand épicier Jean Jacques Müller.


Ancienne et nouvelle devanture (1895, dossier de la Police du Bâtiment)

Le libraire Vomhoff supprime un balcon en pierre à garde-corps en fer et fait poser une devanture en 1895. On constate en janvier 1920 lors de la démolition du n° 121 que la poutre horizontale du n° 119 est dépourvue d’appui au deuxième étage. Le négociant William Lipson (vêtements Royal) fait aménager en 1949 un magasin de confection sous la direction de l’architecte Henri Saval. Le bâtiment dépasse de l’alignement légal (de 0,50 à 1,20 mètre). William Lipson est autorisé à percer le mur mitoyen au rez-de-chaussée et au premier étage entre les n° 119 et 121, propriété de la Ville. L’architecte en chef des Bâtiments de France exige que le premier étage soit entièrement conservé. Le commerçant Jules Bær fait transformer en 1954 les devantures sous la direction de l’ingénieur René Westermann.


Aménagement non réalisé qui cache le premier étage (1949) – Alignements légaux (1954) – Vue en 1954 (dossier de laPolice du Bâtiment)

juillet 2022

Sommaire
CadastrePolice du BâtimentRelevé d’actes

Récapitulatif des propriétaires

La liste ci-dessous donne tous les propriétaires de 1600 à 1952. La propriété change par vente (v), par héritage ou cession de parts (h) ou encore par adjudication (adj). L’étoile (*) signale une date approximative de mutation.

Melchior Dossinger, tailleur, et (1562) Elisabeth Ruhlmann, (1567) Susanne von Luterburg puis Susanne Koch – luthériens
v Martin Scherbaum, notaire, et (1593) Sabine Kayser – luthériens
1637* h Joseph Scherbaum, notaire, et (1620) Madeleine Ursule Lehr puis (1627) Sara Stock, d’abord (1611) femme de Martin Metzger – luthériens
1637 v Antoine Spach, tailleur, et (1619) Madeleine Klopffer – luthériens
1647* adj Jean Richshoffer, marchand, consul, et (1623) Agnès Guichard puis (1634) Susanne Ringler – luthériens
1650 v Michel Klein, tonnelier, et (1640) Anne Marie Wittich – luthériens
1678 h Daniel Klein, tonnelier, et (1675) Apollonie Meyer – luthériens
1680 h Georges Guillaume Butz, tonnelier, et (1680) Apollonie Meyer veuve de Daniel Klein, puis (1710) Marie Cléophée Brand – luthériens
(héritier pour 1/6) Jean Georges Butz, tonnelier, et (1704) Anne Catherine Zengler, d’abord (1675) femme de Loup Philippe Fimpel puis (1702) de Jean Vernier Schmitz, remariée (1714) avec l’aubergiste Jean Wittmann – luthériens
1722 v Jean Frédéric Feschott, marchand épicier, et (1710) Marie Salomé Saltzmann – luthériens
1737 h Chrétien Mentzel, marchand, et (1724) Marie Salomé Lochmann puis (1737) Marie Salomé Saltzmann veuve de Jean Frédéric Feschott – luthériens
1748 v Christophe Koblentz, marchand de tabac, et (1740) Marie Marthe Ott – luthériens
1770 v Philippe Jacques Lefevre, marchand de tabac, et (1748) Marie Marguerite Müller – catholiques
1784 h Jacques Louis Lefevre, marchand de tabac, et (1784) Elisabeth Wilhelm – catholiques
1816 v Jean Jacques Müller, peignier puis marchand épicier, et (1804) Marie Madeleine Kœbelé
1844 v Charles (Louis) Vomhoff, marchand de laine, et (1819) Sophie Kolb
1857 h Caroline Vomhoff et Julie Vomhoff
1871 h Charles Auguste Vomhoff, libraire, et (1857) Barbe Caroline Frühinsholtz
1907* h Paul Georges (Nathanael) Vomhoff, libraire, et (1891) Pauline Berthe Wendel
1950* v Wilhelm dit William Lipson, commerçant, et Rose Dymont

Valeur de la maison selon les billets d’estimation : 1100 livres en 1733, 1500 livres en 1748, 1000 livres en 1784

(1765, Liste Blondel) IV 298, Christophe Koblentz
(Etat du développement des façades des maisons, AMS cote V 61) Lefevre, 3 toises, 0 pied et 0 pouce
(1843, Tableau indicatif du cadastre) N 950, Müller, Jean Jacques, épicier – maison, sol – 0,52 / 0,94

Locations

1781, Barbe Herel femme du sergent-major Ignace Lody
1802, conjoints Wilhelm
1805, Nicolas Aimé, entrepreneur du spectacle français, et Marie Heloyse Bernardy
1810, Thiébaut Mæchling. marchand épicier, et Marguerite Salomé Kolb

Livres des communaux

1587, Livre des communaux (VII 1450) f° 183
Le tailleur Melchior Dossinger règle 11 sols 6 deniers pour sa maison, à savoir une avance (21 pieds de long, saillie de 3 pieds 3 pouces), une porte de cave non couverte pourvue d’un mur (7 pieds 3 pouces de long, saillie de 3 pieds ½), une plate-forme (12 pieds ½ de long, saillie de 3 pieds 9 sols), une plate-forme dallée (5 pieds ½ de long, saillie de 15 pouces)

Oberstraßen
Melchior Dossinger der Schneider hatt vor seinem hauß, Oben ein Vsstoß xxj schu lang, Vndt iij schu iij Zoll h.auß, Ein offene Kellerthüer mit ij Meürlin vij schu iij Zoll lang vnd iii+ schu herauß, Ein besetzter Tritt xii+ schu lang und iij schu ix Zoll herauß, Mehr besetzter Tritt v= schu lang, Vnd xv Zoll breÿt, Bessert für das Niessen, xj ß vj d

Préposés au bâtiment (Bauherren)

1722, Préposés au bâtiment (VII 1390)
Propriétaire d’une maison Grand rue proche de la rue Sainte-Barbe, le marchand épicier Jean Frédéric Feschott demande le 6 juin l’autorisation de modifier l’arcade en pierre, de rehausser de deux pieds l’encorbellement au deuxième étage pour y agrandir les fenêtres. Les préposés l’autorisent à modifier l’arcade quelques jours plus tard. Ils autorisent les travaux sur l’encorbellement à ses risques et périls mais en conservant les anciennes poutres.

(f° 49-v) Sambstags den 6. Ejusd. [Junÿ] 1722. – H. Joh: Friderich Feschot pt° bauens
Augenschein eingenommen beÿ Herrn Johann Friderich Feschot des Specerierers, in der langen Straßen, ohnfern St. Barbaræ gaßen liegenden Behaußung, welcher unten den Steinen bogen Ändern, den überhang im Zweÿten Stockwerck umb Zween Schuh erhöhen, und also die Fenster in der Außladung durch auß höher machen Zu laßen gesinnet ist. Erk. Bedacht.

(f° 51-v) Dienstags den 9.ten Junÿ 1722. – H. Joh: Friderich Feschot pt° bauens
Herr Johann Friderich Feschot, der Specereÿhändler erholt jüngst gethanes ersuchen wegen änderung des Bogens und erhöhung des überhangs an Seiner ohnfern St. Barbaræ gaßen liegenden Behaußung. Erk. wird demselben mit änderung des Steinern Schwibbogens willfahrt, was aber den überhang anbelangt, solle Er damit noch Zur Zeit einhalten, indeßen die Ordnungen wegen der überhäng, dafern einige vorhanden, aufgesucht und als dann auch darin der bescheid ertheilt werden.

(f° 59) Dienstags den 30.ten Ejusd. [Junÿ] – Herr Joh: Friderich Feschot pt° bauens
Herrn Johann Friderich Feschot, dem Handelßmann, ist nach eingenommenem Augenschein angezeigt worden daß auß purer Consideration und auf Seine gefahr Ihme erlaubt seÿe, den obern überhang Zuerhöhen, jedoch daß Er Keine newe Balcken einlege, sondern sich allein der alten bediene, welches Er Zu thun verprochen, Mr Kiel Sein Maurer auch solchemnach Zukommen ernstlich ermahnt worden.

1723, Préposés au bâtiment (VII 1390)
Le maître maçon Berga demande le premier septembre au nom de Jean Frédéric Feschott l’autorisation de percer une fenêtre (5 pieds de haut, deux pieds ½ de large) vers la maison Würtz (à l’est). Les préposés ordonnent au chef de chantier de se rendre sur place et de s’assurer que le voisin n’y voit pas d’inconvénient. Jean Frédéric Feschott souhaite le 26 octobre conserver la fenêtre pourvue de barreaux en fer. Les préposés ordonnent une nouvelle visite des lieux comme le voisin manifeste son désaccord en alléguant qu’on pourrait voir et entendre ce qui se passe chez lui. Les préposés ordonnent au propriétaire de supprimer la fenêtre et de remettre les lieux dans leur ancien état

(f° 196) Mittwoch den 1. Sept. 1723 – Herr Joh: Friderich Feschot pt° bawens
Herr Johann Friderich Feschot, der Handelsmann, laßt durch Herrn Berga, den Maurer, Mghh. ersuchen, ob ihme nicht könte vergönt werden, in den Steinern Gäbel an seiner beÿ St. Barbaræ gaß liegenden Behaußung, auf Seithen der Würtzischen wohnung ein fünff schuh hoch und dritthalben schuh breiten fenster brechen laßen. Erk. Solle Zuvorderist der Herr Werckmeister das begehren examiniren, weilen solche Maur auf dem überhang stehet, vnd Zugleich sehen ob es dem Nachbarn nicht beschwerlich ist, vnd als dann referiren.

(f° 208-v) Dienstags den 26. Octob. – H. Joh: Friderich Feschot pt° fenster
Herr Johann Friderich Feschot, der Handelsmann, ersucht Mghh. unterth. vmb die erlaubnus, daß das in Seinem überhang vff der seithen gemachte und mit eisern stangen versehene fenster verbleiben möge, angesehen Er solches, wie Er vermeinte mit verwilligung Mghh. machen laßen. Erk. weilen Herr Daniel Würtz der Nachbar sich höchstens darüber beklagt, alß soll nochmahlen solches in Augenschein genommen werden.

(f° 210) Mittwochs den 27. 8.br 1723 – H. Joh: Friderich Feschot pt° bauens
Augenschein eingenommen vor Herr Johann Friderich Feschot des Handelsmanns beÿ St. Barbare gaß in der langen Straßen liegenden Behaußung, welcher auf der seithen derselben, gegen Herrn Daniel Würtzen Wohnung, Ein fünff Schuh hoch vnd dritthalben Schuh breites, mit eisen stangen Versehenes fenster brechen laßen, dar wieder aber ged. Herr Würtz sich opponirt, vorgebens, daß mann Ihme in Sein wohnung sehen, vnd alles was mann darinnen redete, hören Könne. Erk. Bedacht.

(f° 215) Dienstags den 9.ten Nov. 1723 – H. Johann Friderich Feschot pt° fensters
Herrn Johann Friderich Feschot, dem Handelsmann, ist nochmahlen angezeigt worden, daß Er, alles protestirens ohnerachtet, das unerlaubte fenster an Seiner ohnfern St. Barbare gaß liegenden Wohnung wieder Zu mauren und alles in den vorigen stand setzten solle, und Zwar innerhalb Acht tagen, wiedrigen falls gewärtig sein solle, daß es durch der Statt Werckleuth, auf Seinen Cösten, geschehen werde.

(f° 222-v) Donnerstags den 25. Ejusd. [9.bris] – H. Johann Friderich Feschot pt° fensters
Auf erhaltenen bericht, daß Herr Johann Friderich Feschot, der Handelsman, vermög der den 9.ten dießen ergangenen Erkandnus das unerlaubte Fenster an Seiner beÿ St. Barbaræ Gaß liegenden Wohnung nicht Zu mauren laßen, wurde Erk. daß Ihme nochmahlen durch Herrn Johann Jacob Biermeÿer, den Werckmeister des Zimmerhoffes angezeigt werden solle, beÿ 3. lb d Straff innerhalb Acht tagen dieses vf seiten der würtzischen behaußung befindliche fenster Zumauren und alles in dn vorigen stand setzen Zulaßen, wiedrig. falls, auf Seinen Costen solches durch der Statt arbeits Leuth ohnfehlbar geschehen werde.

1770, Préposés au bâtiment (VII 1414)
Le fabricant de tabac Philippe Jacques Lefevre est autorisé à reconstruire sa maison sur les anciennes fondations

(f° 41) Dienstags den 18. 7.bris 1770. – Philipp Jacob Lefevre
H. Philipp Jacob Lefevre dem tabacfabricant wird erlaubt sein hauß in der langen Straß auff dem alten fundament auffzuführen.

1772, Préposés au bâtiment (VII 1415)
Le maître maçon Louis Müller demande au nom du fabricant de tabac Lefevre l’autorisation de réparer l’encorbellement puisque sa suppression ouvrirait la maison voisine. Les préposés refusent et ordonnent de supprimer non seulement le chenal mais aussi l’encorbellement.

(f° 77) Dienstags den 7. Julii 1772. – Hr. Lefevre Tabackhändler
Mr Ludwig Müller, der Maurer nôe. Hrn. Lefevre des Tabackhändlers, bittet ihme zu erlauben an deßen behausung in der Langenstraas gegen der Schu Macher Gaß über gelegen den Überhang zu repariren, weilen beÿ deßen Wegmachung deß Nachbarn Haus geöffnet würde. Erkannt, Abgewiesen solle nicht nur der Vornaach sondern auch der Überhang weggemacht werden.

1776, Préposés au bâtiment (VII 1417)
Le maçon André Müller demande au nom du fabricant de tabac Lefevre l’autorisation de refaire une façade verticale. Les préposés l’y autorisent après avoir fait dresser un plan des alignements. Il est en outre autorisé à tailler des pierres place Saint-Thomas pour construire la maison.

(f° 18-v) Dienstags den 5. Martii 1776. – Sr Lefevre Taback: händler
Mr Andreas Müller, der Maurer nôe. Sr Lefevre, des Tabackhändlers bittet zu erlauben deßen behausung ane der Langen Straß gelegen auf dem alten Fundament grad aufzuführen. Erkannt, Bedacht, Seÿe anvorderist über dasiges Alignement ein neuer Plan zu entwerfen.

(f° 27) Dienstags den 12. Martii 1776. – Sr Lefevre Tabackhändler
Mr Müller, der Maurer nôe. Sr Lefevre des Tabackhändlers bittet nochmalen Zu erlauben deßen ane der Langen straas gelegene Behausung auf dem alten Fundament grad auf zu bauen. Erkannt, Willfahrt.
Idem bittet Zu erlauben die Stein zu solcher behausung auf dem Thomans Plan zu hauen. Erkannt, Seÿe dem Implorant durch Herrn Striedbeck ein Platz alda anzuweisen.

1792, Préposés au bâtiment (VII 1424)
Le maçon Burger demande au nom du fabricant de tabac Lefevre l’autorisation de faire un balcon comme à la maison voisine. Les préposés le renvoient au conseil municipal qui devra statuer sur les conditions d’une éventuelle autorisation.

(f° 111) Montags den 19. Martii 1792. – Sr Lefevre Tabackhändler
Herr Burger, der Maurer, nomine Sr Lefevre, des Tabackhändlers, bittet zu erlauben an deßen in der langen Straß gelegenen behausung N° 145 Einen Altan des Nachbarn Hauses Überhang Zugleich nach beigelegtem Plan machen Zu laßen. Da aber hierbei die Fragen entstanden, 1° Ob man heutiges Tages an den Häusern Altane Zu machen erlauben solle oder nicht ? 2° Wann erlaubt werden solten, Ob man nicht eine gewiße Höhe von dem Boden und eine gewiße breite annehmen solte ? 3° Ob nicht vor deßen Vergünstigung wie bei der vorigen Administration geschehen, ein jährlich abzustattender Zins angesetzt werden solte ? Als wurde nach Anhörung des Prokurators de Gemeind Verordnet, Seÿe die Sach dem Corps municipal geziemend vorzutragen um deßfalls die nötige Ausweisung zu erhalten.

Description de la maison

  • 1733 (billet d’estimation traduit) La maison comprend un bâtiment arrière, plusieurs poêles et chambres, cendrier, boutique, bureau, cave voûtée, puits à pompe, abreuvoir, estimée avec ses appartenances et dépendances à la somme de 2200 florins
  • 1748 (billet d’estimation traduit) La maison comprend à gauche du rez-de-chaussée une boutique, un petit poêle à l’arrière, un étroit vestibule, le premier étage un poêle, vestibule et petite chambre, le deuxième étage deux chambres et un étroit vestibule, le troisième étage sous les combles consiste en chambres dallées à cloisons en planches, le grenier supérieur est aussi dallé, la toiture est couverte partie de tuiles plates partie de tuiles creuses, le bâtiment arrière à demi-toit comprend un petit poêle, petite chambre, cuisine, la cave est voûtée, le tout estimé avec le puits la cour, appartenances et dépendances à la somme de 3000 florins
  • 1784 (billet d’estimation traduit) La maison comprend un bâtiment avant et un bâtiment arrière où se trouvent une boutique, arrière boutique, trois poêles, deux cuisines et plusieurs chambres, le comble est couvert de tuiles plates, la cave est voûtée, le tout estimé avec le puits la cour, appartenances et dépendances à la somme de 2000 florins

Atlas des alignements (cote 1197 W 37)

2° arrondissement ou Canton nord – Grand’Rue (en partie)

nouveau N° / ancien N° : 34 / 145
Lefèvre
Rez de chaussée et 2 étages en pierre de taille et balcon
(Légende)

Cadastre

Cadastre napoléonien, registre 21 f° 276 case 3

Müller Jean Jacques épicier à Strasbourg
Vomhoff, Charles md. de laine à Strasbourg (1846)

N 950, maison, sol, grand’rue 145
Contenance : 0,94
Revenu total : 162,49 (162 et 0,49)
Ouvertures, portes cochères, charretières :
portes et fenêtres ordinaires : 23 / 18
fenêtres du 3° et au-dessus : 7 / 6

Cadastre napoléonien, registre 23 f° 893 case 1

Womhoff Charles, Marchand de laine
1859 Womhoff Charles Louis les héritiers
1868 Vomhoff Caroline, Julie & Charles Auguste Libraire
1872 Vomhoff Charles Auguste Libraire à Strasbourg
1907 Vomhoff Paul Georg, Buchhändler

N 950, maison, sol, Grande rue 119
Contenance : 0,94
Revenu total : 162,49 (162 et 0,49)
Folio de provenance : (276)
Folio de destination : Gb
Ouvertures, portes cochères, charretières :
portes et fenêtres ordinaires : 23 / 18
fenêtres du 3° et au-dessus : 7 / 6

Cadastre allemand, registre 32 p. 408 case 3

Parcelle, section 60, n° 104 – autrefois N 950
Canton : Langstraße Hs Nr 119
Désignation : Hf, Whs / sol, maison
Contenance : 1,11
Revenu : 1900 – 2800
Remarques

(Propriétaire), compte 3635
Vomhof Paul Georg Nathanael / sa veuve
1950 Lipson Wilhelm dit William, commerçant et son épouse
(2693)

1789, Etat des habitants (cote 5 R 26)

Canton IV, Rue 221 Grande Rue, Depuis le fossé des tanneurs jusqu’aux Petites Arcades p. 203

145
pr. Lefebure, Louis – Miroir
loc. Knapp, George, Musicien – privilégié

Annuaire de 1905

Verzeichnis sämtlicher Häuser von Strassburg und ihrer Bewohner, in alphabetischer Reihenfolge der Strassennamen (Répertoire de toutes les maisons de Strasbourg et de leurs habitants, par ordre alphabétique des rues)
Abréviations : 0, 1,2, etc. : rez de chaussée, 1, 2° étage – E, Eigentümer (propriétaire) – H. Hinterhaus (bâtiment arrière)

Langstrasse (Seite 99)

(Haus Nr.) 119
Vomhoff, Buchhandlg. 01
Hinners, Kaufmann. 2
Egli, Zuschneider. 3
Bierlein, Händlerin. 4

Dossier de la Police du Bâtiment (cote 798 W 220)

119, Grand rue (1864-1982)

Le libraire Vomhoff fait poser un miroir sur la façade en 1891. Il charge en 1895 les entrepreneurs Greiner et Peter de poser une devanture. L’agent voyer note que la maison n’a pas d’encorbellement mais un balcon en pierre à garde-corps en fer, supprimé le jour même (12 mars 1895).
On constate en janvier 1920 lors de la démolition du n° 121 que la poutre horizontale du n° 119 est dépourvue de poutre d’appui au deuxième étage. Le libraire Vomhoff (vente, édition, salle d’exposition) déclare en 1923 que des crevasses se forment dans le mur pignon mis à nu. La Police du Bâtiment demande en 1928 au propriétaire Vomhoff de s’entendre avec les architectes Riegel et Wolff, chargés de construire le nouveau bâtiment (n° 121).
Le négociant William Lipson (vêtements Royal) fait aménager en 1949 un magasin de confection sous la direction de l’architecte Henri Saval. Le bâtiment dépasse de l’alignement légal (de 0,50 à 1,20 mètre). William Lipson est autorisé à percer le mur mitoyen au rez-de-chaussée et au premier étage entre les n° 119 et 121, propriété de la Ville. Le bâtiment étant inscrit à l’inventaire des sites, le maire transmet la demande à l’architecte en chef des Bâtiments de France qui exige que le premier étage devra être entièrement conservé. Le commerçant Jules Bær, propriétaire de l’immeuble, fait transformer en 1954 les devantures sous la direction de l’ingénieur René Westermann.
(Autres commerces) Le facteur d’instruments de musique C. Schütze pose en 1920 une enseigne en forme de violon.

Sommaire
  • 1864 – Le directeur de l’usine à gaz demande que le plombier Rhein soit autorisé à faire une prise pour deux becs au nom de M. Vonhof au 119, Grand rue
  • 1891 – Les services municipaux constatent que le sieur Vomhoff fait des travaux sans autorisation – Le libraire Vomhoff demande l’autorisation de poser un miroir sur la façade – Autorisation – Le miroir est fixé à 2,50 mètres de haut alors que l’arrêté du maire en date du 2 août 1855 stipule que les saillies doivent se trouver à au moins trois mètres du sol. Le maire renonce à sa demande de rehausser le miroir si le propriétaire s’engage à le retirer à première réquisition. – C. Vomhoff s’y engage par écrit, mars 1892. – Paul Nathanael Vomhoff supprime le miroir, novembre 1894.
  • 1895 (mars) – Les entrepreneurs L. Greiner et F. Peter demandent au nom du libraire Vomhoff l’autorisation de poser une devanture. En marge, le trottoir a 1,60 mètres de large, la rue 8,35 mètres. La maison n’a pas d’encorbellement mais un balcon en pierre à garde-corps en fer, supprimé le jour même (12 mars 1895) – La veuve Greiner (8, boulevard de la Porte blanche, aujourd’hui boulevard de Nancy) est autorisée à transformer le rez-de-chaussée de la façade pour poser une devanture – Dessins (ancien et nouvel état) – Travaux terminés, mai 1895.
    1895 (avril) – La Police du Bâtiment constate que la veuve Greiner a posé sans autorisation des étais sur la voie publique – Demande – Accord
  • 1904 – La Police du Bâtiment constate que le libraire Vomhoff a posé une enseigne plate sans autorisation – Demande (C.A. Vomhoff, Buch- und Kunsthandlung, Langestrasse 119) – Autorisation
    1905 – La Police du Bâtiment constate que le libraire Paul Vomhoff a posé une enseigne sur l’encorbellement. Paul Vomhoff répond que l’autorisation lui a été accordée et qu’il règle des droits. L’enquête montre que l’enseigne plate est posée sur le bâtiment voisin (n° 117). Paul Vomhoff retire l’enseigne mais doit régler les droits pour l’année courante.
  • Commission contre les logements insalubres. 1899. Propriétaire C.A. Vomhoff, demeurant au deuxième étage. Le bâtiment est occupé par trois ménages, au total huit personnes. Un cabinet d’aisance se trouve dans le bâtiment arrière. La fosse devra avoir une aération
    1905 – Rapport. Les logements sont bien tenus. Le cabinet d’aisance dans la cage d’escalier n’a pas d’aération directe
    1905 – Paul Vomhoff déclare qu’il raccordera sa maison aux canalisations dès que son voisin l’aura fait. Il se plaint que sa fosse se remplit régulièrement des eaux usées et des matières fécales provenant de son voisin. La Police du Bâtiment estime que l’affaire ne peut être réglée que lorsque le procès du voisin avec la ville sera terminé. Le procès est toujours en cours, 1907. – Demande de délai d’un an, 1908
    1914 – La maison touche au n° 121 à démolir pour la Grande percée
    1917 – A. Pfohl se plaint de son logement. La Police du Bâtiment constate que la plainte est fondée mais que le propriétaire fait réparer la toiture, 1920.
    1916. Rapport de la Commission des Logements militaires,travaux à faire en cinq points – 1917. Le propriétaire Vomhoff demande un délai pour faire les travaux – Papier à lettres, C.A. Vomhoff, Buch- & Kunsthandlung. Verlag, Koettgé, Bastian (…). Kunst, Permanente Ausstellung im ersten StocK (…). Sortiment – Travaux terminés, juillet 1917.
  • 1912 – Le maire notifie Paul Vomhoff (demeurant 77, Grand rue) de ravaler la façade du 119, Grand rue
    1913 – L’entrepreneur de construction R. Gfrœrer exploitée par Mæchling et Franck (11, route de la Wantzenau à la Robertsau) demande l’autorisation de poser un échafaudage sur la voie publique pour ravaler la façade de la librairie Vomhoff – Accord – Travaux terminés, mars 1914
  • 1920 – Le facteur d’instruments de musique C. Schütze demande l’autorisation de poser une enseigne perpendiculaire – Autorisation de poser une enseigne en forme de violon
  • 1920 (janvier) – On constate lors de la démolition du n° 121 qu’au n° 119 la poutre horizontale est dépourvue de poutre d’appui au deuxième étage. La Police du Bâtiment déclare que la partie supérieure du pignon doit être refaite. La poutre horizontale est étayée sans que d’autres travaux soient faits (mars).
    Le pignon étayé est resté stable. La partie restante du pignon faisant partie de la maison démolie a été recouvert de béton pour éviter l’humidité entre les deux pignons. L’affaire est classée, octobre 1922.
  • 1923 – Le propriétaire Vomhoff déclare que des crevasses se forment dans le mur pignon mis à nu. La Police du Bâtiment se rend sur place et constate que du plâtre se détache du plafond au rez-de-chaussée et au deuxième étage où les fentes sont assez importantes. Elle estime qu’il n’y a pas lieu de prendre de mesures particulières.
  • 1927 – Rapport sur un incendie qui s’est déclaré à cause d’une cheminée défectueuse. La cheminée est réparée
  • 1928 (août) – Rapport sur le pignon endommagé du 119, Grand rue après viste du terrain bordant la rue des Francs-Bourgeois entre la Grand rue et la rue de la Demi-lune. « La partie supérieure du pignon de ce dernier immeuble (n° 119) dépassant de la silhouette de la maison démolie semble reposer sur une sous-poutre, en tout cas il n’est pas en aplomb avec la partie inférieure. Des fentes plus ou moins grandes sont visibles à plusieurs endroits. Une grande fente se montre surtout dans la façade sur cour du bâtiment sur rue de l’immeuble Vomhof. Le pignon s’est complètement détaché à cet endroit de la façade et menace de s’écrouler. »
    La Police du Bâtiment demande à Vomhoff de s’entendre avec les architectes Riegel et Wolff, chargés de construire le nouveau bâtiment.
    1928 (octobre) – La société Urban a commencé à creuser les fondations du nouveau bâtiment et a étayé le pignon.
    1928 (décembre) – Le pignon démoli de la maison Vomhoff est remplacé par un coffrage en planches – Les fondations du nouveau bâtiment sont terminées à côté du n° 19, avril 1929. – Le pignon du nouveau bâtiment en est au premier étage, août 1929, aux combles, décembre 1929. – Les travaux de plâtrage sont terminés dans la maison Vomhoff, décembre 1929.
  • 1930 – Les architectes Riegert et Wolff demandent au nom d’Isidore Cahn l’autorisation de fixer une vitrine contre le mur pignon du n° 19 en avant du nouveau bâtiment n° 121. – Autorisation – Dessin
  • 1931 – L’entrepreneur Hembach (11, boulevard de Nancy) est autorisé à poser un échafaudage sur la voie publique.
  • 1941 – Catherine Winckel se plaint de son logement. La suie provient du ramonage.
  • 1949 (avril) – William Lipson est autorisé à poser des panneaux provisoires pour cacher la façade qui sera transformée. – La société Liptex (Vêtements Royal) est autorisée à poser un drapeau provisoire (texte, Ouverture)
    1949 (février) – Le négociant William Lipson (demeurant 9, rue Boussingault) dépose une demande de permis de construire pour aménager un magasin de confection dans le bâtiment dont il est propriétaire sous la direction de l’architecte Henri Saval (21, rue de la Nuée bleue) – La Division VI note que l’immeuble (bâtiment) dépasse de l’alignement légal (de 0,50 à 1,20 mètre)
    1949 (15 mars) – Le commerçant William Lipson et son épouse Rose Dymont renoncent à toute indemnisation due à la plus-value des travaux si la Ville acquérait l’immeuble pour réaliser l’alignement.
    1949 (avril) – William Lipson est autorisé à percer le mur mitoyen au rez-de-chaussée et au premier étage entre les n° 119 et 121, propriété de la Ville. La Ville renonce à acquérir le terrain qui dépasse de l’alignement puisqu’il est entièrement surbâti.
    1949 (mai) – Le maire transmet la demande à l’architecte en chef des Bâtiments de France puisque le bâtiment est inscrit à l’inventaire des sites. L’architecte émet un avis défavorable, le premier étage devra être entièrement conservé.
    1949 (juillet) – William Lipson transmet un nouveau plan pour transformer la devanture avec l’accord de l’architecte des Bâtiments de France – Autorisation, 13 juillet 1949 – Travaux terminés, septembre 1949.
    William Lipson est autorisé à poser un drapeau publicitaire pendant six jours.
    1949 (août) – L’entreprise Heiss-Hesch (44, chemin du Heyritz) est autorisée à occuper la voie publique
    1949 (septembre) – William Lipson (Vêtements Royal) est autorisé à poser un volet roulant sous la marquise puis une enseigne au néon en lettres détachées sur la façade principale.
  • 1949 (novembre) – Emile Ertlé (Maison du textile, 121, Grand rue) déclare avoir retiré la vitrine fixée au mur du n° 119
  • 1949 (novembre) – William Lipson (Vêtements Royal) est autorisé à poser un drapeau publicitaire pendant quinze jours.
    1949 (décembre) – Le même est autorisé à poser une enseigne au néon au-dessus de la marquise sur la façade latérale
    1950 (mars) – Le même est autorisé à peindre une enseigne sur la façade latérale
    1950 (décembre) – Le même est autorisé à poser un arbre de Noël sur la marquise
    1951 (décembre) – Le même est autorisé à poser un drapeau publicitaire pendant quinze jours
    1952 (février) – Le même est autorisé à poser une enseigne lumineuse (dessin), autorisée par l’architecte des Bâtiments de France
  • 1954 – Le commerçant Jules Bær, propriétaire de l’immeuble, demande l’autorisation de transformer les devantures sous la direction de l’ingénieur René Westermann (20, rue des Pontonniers) – Plan de situation (avec les alignements légaux) – Photographie – L’architecte des Bâtiments de France émet un avis favorable – Autorisation (10 août 1954) – Travaux terminés, liste des entreprises qui sont intervenues, septembre
  • 1954 – Plusieurs locataires sont incommodés par des fumées. Îl n’est pas possible de retirer la suie parce qu’il n’y a pas de porte de ramonage. La Police du Bâtiment avertit le gérant de l’immeuble (A. Bintz, 9, rue de la Haute-Montée) – Travaux terminés, octobre
  • 1959 – L’entreprise Mæchling et Franck (11, route de la Wantzenau) est autorisée à occuper la voie publique devant le 119, Grand rue
  • 1963 – L’entreprise Fluorest (enseignes lumineuses) informe la Police du Bâtiment que l’enseigne Vêtements Royal sera remplacée – L’architecte des Bâtiments de France émet un avis favorable pour la nouvelle enseigne – Autorisation – Dessin (lettres métalliques, néon)
  • 1966 – La Police du Bâtiment constate que les Vêtements Royal ont posé sans autorisation une enseigne sur lambrequin – Demande – Accord
  • 1974 – Le Service des incendies informe la Police du Bâtiment que la chaufferie au sous-sol ne satisfait pas aux prescriptions en vigueur. Propriétaire de l’immeuble, Roger Bær, magasin de confection – La chaufferie a été transformée, novembre 1975.
    1978 – Le Service des incendies informe la Police du Bâtiment que les mauvaises odeurs constatées au n° 121 sont dues à une chaudière qui a un mauvais tirage au n° 119. – Nouveau constat de même nature, novembre 1979.
  • 1979 – Le maire notifie le propriétaire Bær de faire ravaler les façades 23, rue Sainte-Barbe et 119, Grand rue. Le propriétaire refuse de faire des travaux rue Sainte-Barbe tant que les camions de livraison emprunteront la rue Sainte-Barbe en endommageant la façade – La mairie interdit aux poids lourds de quitter la rue Sainte-Barbe par la Grand rue
    1982 – L’agence Andrée Wieser demande au nom de Roger Bær l’autorisation de poser un échafaudage sur la voie publique pour ravaler la façade et sollicite une subvention. – L’architecte des Bâtiments de France émet un avis favorable pour ravaler la façade du 117, Grand rue – Autorisation – Factures des travaux (117 et 119 Grand rue), menuiserie Roser, entreprise de construction Brentel et fils, peinture et vitrerie Bonset, installations sanitaires G. Laruelle et Compagnie – Les travaux sont terminés, décembre 1982, la subvention versée.

Autres dossiers
939 W 336 – Grand rue 117-119 : transformation de devanture DT 067 482 98 V 00583 refusée (photographies). – 1998
1687 W 767 – Grand rue 119 : ADS-PC-482 10 V 0340. Peinture de l’encadrement de la devanture, refus. – 2010-2011
1687 W 1013 – Grand rue 119 : ADS-PC-482 11 V 0094. Peinture des menuiseries de trois fenêtres. – 2011


Relevé d’actes

La maison est inscrite au nom du tailleur Melchior Dossinger dans le Livre des communaux (1587)

Melchior Dossinger épouse en 1562 Elisabeth, fille du vitrier Georges Ruhlmann, puis en 1567 Susanne, fille de Guillaume von Luterburg. Susanne Koch est sa veuve (1606, Susanna Köchin, derselbig. schwester, wÿland Melchior Dossingers Alt Rathswandt seelig. wittwe, Chancellerie, vol. 366 f° 78-v)
Mariage, cathédrale (luth. p. 100)
1562. Suntag den 4. Octobris Melchior Dossinger der Schneider Elizabeth Jorg Rulman deß Glasers selige docht. Eingesegnet den 13. Octobris (i 53)

Mariage, Saint-Thomas (luth. p. 567 n° 1003)
1567. Dnic Misericordia Melchior Dossinger, Susanna Wilhelms von Luterburg tochter Zum ersten *l sind zu Kirchen gangen Zinstag nach jubilate (i 286)

La veuve et les enfants de Melchior Dossinger demandent au Magistrat d’intercéder pour entrer en possession de la succession délaissée par leur sœur Susanne Dossinger, femme de l’administrateur palatin des bois Jean Metz.
1600, Conseillers et XXI (1 R 79)
Melchior Dossingers wittib und Kinder vögt Ambrosius Spigler und Niclaus Spengler vmb fürschrifft. 128.
Ambrosius Spiegel Niclaus Spengler alß vogt Melchior Dossingers wittib und Kinder vbergeben supplôn dorin sie meld. d. A° 96. Johann Metz Chur Pfaltz holtzverwalter mit Susanna sein Dossingers dochter verheurathet ein eheberedung laut copey auffgerichtet vnd deß baldt hernach gestorben ein vergleichung mit Ime Metzen aufgericht lautt* der andern copey des antrags. Der er Metz auch* nach* gesetzt liß auff 300 fl. die ir Susannæ Erbin eigenthümlich gehert, er aber die tag seines lebens Zuniesen gehabt. demnach er nun an auch gestorben hetten sie bei seiner Metzen Mutter alß eintzig. Erbin vmb verfolg der 300 fl. angesucht aber anders nichts in antwort empfang. den d Ires Sohns Verlaßenschafft arrestirt. D. dan deren Verzug beschwerlich sie auch Irer vogtspersonen wegen andere auf solchen aufstandt* vertröstet. Bitten sie vmb fürschrifft an Chur Pfaltzgrau Friderichen domit sein desto eher mochten geluffert werden. Erkant, Ir Jensen* willfahrt.

La maison appartient ensuite au notaire Martin Scherbaum

Originaire d’Ochsenfurt en Franconie, Martin Scherbaum achète le droit de bourgeoisie en août 1590 en s’inscrivant à la tribu des Pêcheurs
1590, 3° Livre de bourgeoisie (4 R 105) p. 530
Martinus Scherbaum der Notarius von Ochsenfurtt Kauff das Burckrecht vnd will Zu den vischern dienen Act. 11 Augusti A 90.

Le notaire Martin Scherbaum épouse en 1593 Sabine, fille du brasseur Sébastien Kayser
Mariage, Saint-Thomas (luth. f° 183 n° 552)
1593. 9. Trinit. Martin Scherbaum von Ochsenfurt, der Notarius vnd Sabina, Bastian Kaÿser des biersieders nachgelaßene dochter (i 197)

Références de Martin Scherbaum chez les Conseillers et les Vingt-et-Un
1608 Conseillers et XXI (1 R 87)
Martin Scherbaum contra Eberhard Beeren Sibnergerichts schreiber. 287. 296.
1609 Conseillers et XXI (1 R 88)
Sibner Gericht contra Martin Scherbaum. 93.
1618 Conseillers et XXI (1 R 100)
Martin Scherbaum contra Daniel Kaysser. 97. 144. 178.
Daniel Kaysser contra Martin Scherbaum. 138. Inhibitio erkandt. 139.
1625 Conseillers et XXI (1 R 107)
Martin Scherbaum Ca Hanß Icharten. 77.

Assistée de son fils et unique héritier Joseph Scherbaum, Sabine femme de Martin Scherbaum hypothèque la maison au profit de Marie Kœbel, veuve de Bernard Schmidt

1626 (1. Junÿ), Chambre des Contrats, vol. 459 f° 399
Erschienen Fr. Sabina Keÿserin H Martin Scherbaums deß Notÿ. eheliche haußfr. mit beÿstand H. M. Joseph Scherbaums auch Notÿ. ihres eheleiblich. Sohns vnd künfftig. eintzigen Erbens,
hatt in gegensein H Georg Schwartz deß Notÿ. alß vogts Fr Maria Köbelin weÿ: H. Bernhard Schmidts s: witib – schuldig seÿ. Lxxv lb
Vnderpfand hauß vnd hoffstat an der obernstraß alhie einseit neben H Jacob Schilling XV.er 2. seit Ludwig Schlehenacker dem Grempen hind. vff hanß Ichardten den Schreiner stoßend gelegen vnd ist solch hauß zuuor hafft vmn 400. fl. h hannß Adolff Grüenwaldt 3.er an der Müntz.
[in margine :] Erschienen Barthel Hock der Hoßenstricker der hierinn vorgemelden Schuldgläubigerin Eintziger Erbin Mariæ Dorinin Ehevogt, hatt in gegensein H. M. Josephi Scherbaums Notarÿ (…) q.tirt den 6. febr. Anno 1636

Le notaire Joseph Scherbaum et sa femme Sara Stœrck hypothèquent leur part de maison au profit du docteur en droit Sébastien Leitersperger

1628 (28. Aprilis), Chambre des Contrats, vol. 462 f° 235-v
Erschienen H M. Josephus Scherbaum Nots. vnd Sara Störckin sein eheliche haußfr burgere alhie
haben in gegensein deß Edlen Ehrenv. hochgelehrten H Sebastian Leiterspergers beeder Rechten Doctoris vnd d. St. St. Rhats vnd Advocaten – schuldig seÿen 100. pfund
dafür Vnderpfand verlegt seinen deß Debitoris ererbten Antheil ane einem Meÿerhoff vnd güteren in Rupertsaw vnd dem Beltzwörth geleg.
Item seinen ererbten Antheil Ane einer behausung in der Obern straß alhie einseit neb. Ludwig Schlehenacker hind. vf Hanß Ichard. so zuuor noch verhafftet vmb 250. lb etlich. Personen vnd dann vmb 100 lb ihne Creditor selbst vnd dann sollen auch hafft sein 787 fl. An 3150 fl. Capital so die St. St. Jarß vf Margretæ mit 5 p. c. v.zinßen soll, crafft brieffs vnder d. St. St. Kleinen Insigeln datirt den 13. Julÿ1622. deßen original H Sebastian Brand Alter grossen rhats verwanter hinder sich hat

Sabine Kayser, veuve de Martin Scherbaum, et son fils Joseph Scherbaum hypothèquent la maison au profit des enfants du marchand Claude Guichard

1636 (5. Februarÿ), Chambre des Contrats, vol. 474 f° 105
Erschienen Fr. Sabina Keÿserin weÿ: Martin Scherbaums deß Notÿ see: wittib mit beÿstand H M. Joseph Scherbaums auch Notÿ. ihres eheleiblichen sohns und künfftigen eintzigen Erben, wie auch Er H Joseph für sich selbst
haben in gegensein weÿ: Claudi Guischardten gewesenen handelßmanns see: nachgelaßener Kindern Vogts H Johann Reichshofers deß handelßmanns auch burgers alhie – schuldig seÿen 100. pfund
dafür Vnderpfand verlegt und eingesetzt hauß und hoffstat mit allen Andern ihren gebäwen & alhie An der Obern straßen neben H hanß Gollen dem handelßmann & Ludwig Schlehenacker dem Gremppen hind. vf hanß Ichardts deß Schreiners s: Erben stoßend gelegen, so zuuor verhafftet umb 400. fl. H Hanß Adolff Grüenwalden XV.

Joseph Scherbaum devient seul propriétaire de la maison après la mort de sa mère

Le notaire Joseph Scherbaum épouse en 1620 Madeleine Ursule, fille du receveur Jean Lehr. Le pasteur porte en marge que l’épouse a accouché sept semaines après le mariage
Mariage, Saint-Thomas (luth. f° 431, n° 1375)
1620. Dominica 18. Trinitatis. M. Joseph Scherbaum der Notarius, vndt Jungfrau Maria Magdalena Ursula Weÿland Johannis Lehr d. Schaffner Zur Ketten nachgelaßene Tochter. NB. peperit post 7 septimanas (i 449)

Joseph Scherbaum se remarie en 1627 avec Sara, fille du jardinier Jean Stock, qui a épousé en premières noces Martin Metzger en 1611
Mariage, Saint-Thomas (luth. f° 309, n° 178)
1611. Sontag den 20. Januarÿ. Martin Metzger vnd Sara, hannß Stocken deß gartners alhie nachgelaßene tochter, Eingeseg. Montag den 28. Januarÿ Im frühgebett (i 318)

Mariage, Saint-Thomas (luth. f° 42-v)
1627. H. M. Josephus Scherbaum der Notarius und burger alhie und Fr. Sara Martin Metzigers des burgers alhie nachgelaßene wittib. Ruprechtsau [Februarÿ] (i 49)

Les Conseillers et les Vingt-et-Un autorisent que le mariage ait lieu à la Robertsau
1627 Conseillers et XXI (1 R 109)
(f° 29-v) M. Joseph Scherbaum vmb erlaubnus auserhalb hochzeit Zuhalten
M. Joseph Scherbaum bericht supplicando Er wäre Vorhabens sich mit Sara Störtzin Martin Metzgers Wittiben Zu verheurathen, Seÿe Ihme vnlengst sein lengst, seiner hochzeÿtern ein nah verwanter gestorb. Wolte also ein eingezogene hochzeÿt halten in Ruprechtsaw auff seinem gutt pitt Erlaubnus. Erk. Wilfahrt.

Les Conseillers et les Vingt-et-Un autorisent le notaire Joseph Joseph Scherbaum à se présenter à l’examen pour devenir rédacteur d’inventaires
1621, Conseillers et XXI (1 R 103)
(f° 329) Beneficium Inventandi. Mittwoch den XIXI Decemb. – M. Joseph Scherbaum d. Notarius vbergibt selbs ein supplôn darin er seine studia anzeicht v. d. er offt Zu Inventation erfordert aber andern Zuweysen muß d. er d. beneficium inventandi nit hatt. Bitt derwegen ad examen. Erk. Ist bewilligt.

Joseph Scherbaum est secrétaire à la tribu du Miroir
1625, Préposés au bâtiment (VII 1340)
(f° 244) Zunfftgelt von frembden Eingenommen
Spiegell, die Zunfft lüffert hanß Jacob Brand Zunfft. vnd Joseph Scherbaum Zunfftschreiber so sie vor frembden newen Zünfftig eingenommen N. 139, 18 lb 3 ß 6 d

Joseph Scherbaum sollicite les archives de feu le notaire Georges Stillkraut
1625, Conseillers et XXI (1 R 107)
(f° 100-v) Sambstag den VII. Maÿ – M. Joseph Scherbaum vmb Protocolla Georg Stillkrauten
Josephus Scherbaum vbergibt supplôn dorin er vermeldet wie Georg Stillkraut d. Notarius verstorben und begraben vnd bey seine lebzeitten befohlen d. man Ime seine Proti. geben soll wie dann Jo: Paul Mattenmeyer der wittib bruder solches genugsam restificiren kan. erbeitt sich dabey alles fleisses u. redlichkeit und bitt die Proti. Ime Scherbau. folg. Zulaßen In der umbfrag beschiht meldung d. er Stillkraut ein eintzige Erbin, so auch ein dochterman dessen ankunfft man billich zuerwarten. Erk. *ist itz verwalter Ursach soll mans gegen Scheerbaum Zu bedacht Ziehen vnd das dochtermans erwart. J Gruenwaldt, J Schweber.

1628 Conseillers et XXI (1 R 110)
Hans Friderich Seÿpel contra Joseph Scherbaum [die Stillkrautische Notariat geschäfft betreffend]. 84. 95.

Joseph Scherbaum vend la maison au tailleur Antoine Spach

1637 (21. Septembris), Chambre des Contrats, vol. 478 f° 732-v
(Prot. fol. 100) Erschienen H M. Josephus Scheerbaum Nots. Immatriculatis burg. Zu St.
hatt in gegensein Anthoni Spachen deß Schneiders Auch burgers alhie (verkaufft)
Ein Vord: und hinder hauß vnd hoffstatt mit allen and. ihren gebäwen & alhie An d. Obernstraß. neben hanß Gollen dem handelßmann hanß Georg Hering dem Gremppen hind. vff hanß Ichards deß Schreiners see: Erben, dauon gehen Jährlich vff Johs. Bptsæ 10. lb gelts H Hanß Adolff Grünwald XV.er in hauptgut mit 400. fl. a 15. bz abzulösen, So ist diß hauß auch noch v.hafftet vmb 100. lb. d weÿl. Claudi Guischard. see. Kind. So dann 50. lb. H Adam Schiffmann – per 150. lb

Antoine Spach hypothèque la maison au profit de David Ittelheusser et de sa femme Marie, de la Robertsau

1639 (ut supra [8. Aprilis]), Chambre des Contrats, vol. 482 f° 317-v
Erschienen Anthoni Spach Schneider und burg. Zu St.
hatt in gegensein Dauidt Itelheüßers und Mariæ deß. haußfr. vß Rupertsaw – schuldig seÿ 50. lb
dafür Vnderpfand sein soll hauß und hoffstatt alhie an der Obern Straß neb. hanß Gollen dem handelsmann & hanß Georg Hering dem Grempen hind. vff besgten Gollen stoßend so Zuuor verhafftet umb 200. lb herrn hanß Adolff Grüenwaldt XV.r Mehr vmb 100. lb d Claudi Guischardt see. Kindern, Item vmb 50. lb H Adam Schiffmann

Antoine Spach hypothèque ses deux maisons au profit du barbier Frédéric Steeg

1640 (ut supra [9. Martÿ]), Chambre des Contrats, vol. 485 f° 196-v
(vide sub dato 14. martÿ Ex promissionem residui) Erschienen Anthoni Spach d. Schneid.
hatt in gegensein Friderich Steeg deß Barbierers – schuldig seÿen L. lb par gelühenen gelts
dafür Vnderpfand sein soll hauß und hoffstatt alhie An der Obern Straß, neben H Hannß Gollen & hannß Georg Hering. hind. vf ern.ten Gollen stoßend, so Zuuor verhafftet vmb 400. fl. weÿ. H. hannß Adolff Grünwalds & see: Erben, & vmb 200 fl. Frantz Guischards see. Kind. So dann 100. fl. H. Adam Schiffman, sonst eigen,
Item auch hauß undt hoffstatt in S. Johanns gaßen, neben Anthoni N. gewesenen Pfisters see. Zu S. Margreten Erben & ein hauß dem Closter S. Johann Zuständig hiend. vff d. St. St. Inneren Graben so zuuor verhafft vmb 100. fl. hannß Bitzen, So dann vmb 100. fl. weÿ. Magdalenæ Sÿboldtin d. hebamen see: Erben,

La maison revient (par une adjudication judiciaire non conservée) au marchand Jean Richshoffer qui la vend en 1650 au tonnelier Michel Klein le jeune, assisté de son père Michel Klein l’aîné

1650 (11. Novembr.), Chambre des Contrats, vol. 508 f° 1002-v
(Protocoll. fol. 208.) Erschienen Johann Reichßhoffer der Handelßmann Und alter Treÿer deß Pfenningthurns
hatt in gegensein Michael Kleinen deß Jüngern Küeffers mit beÿstand deß jüngern Küeffers mit beÿstand Michael Kleinen deß ältern auch Küeffers alhie seines Vatters wie auch H Hannß Caspar Wolffen E.E. großen rhats beÿsitzers
hauß, hoffstatt, höfflin sampt dem Hinderhauß mit allen deren Gebäwen & alhie in der Obern straßen an St. Barbeln gaßen neben weÿl. H hannß Gollen groß. Rhats Verwanthens seel. Erben neben hannß Georg Häring dem Grempen zue Waßlenheim wohnhaft, hind. vff Ludwig Schlehenackhern dem Grempen zum theil und theils vff weÿl. d Johann Georg Leiterspergers seel. Kind. vnd Erben stoßend geleg. so Zuvor Verhafftet seind vmb 200. lb H Hannß Carl Stören Schaffnern der Fabric deß Münsters – zugangen Vmb 125. lb

Michel Klein épouse en 1640 Anne Marie, fille du boucher Martin Wittich : contrat de mariage, célébration
1640 (25. Aug.), Not. Oesinger (David, 37 Not 25) n° 242
Eheberedung Zwischen Michael Kleinen dem Ledig. Küeffer alß Bräutigam ahn einem Vndt Jungfr. Annæ Mariæ weÿl. Martin Wittichs, gewesenen Metzgers alhie selig. nachgelaßene Tochter, alß hochzeiterin Andern theils
Zwischen dem Erbaren vnd bescheidenen Michael Kleinen dem Jüngern Küeffer alß Bräutigam ane einem
So dann der Ehren und tugendsamen Jungfr. Annæ Mariæ weÿl. Martin Wittichs, gewesenen Metzgers alhie Zue Straßb. selig. nachgelaßene Tochter, alß hochzeiterin Andern theils
in Persönlich gegenwertigkeit der Ehrnuesten wolgeachten vnd weÿßen auch Ersamen Achtbaren vnd bescheidenen H. Michel Kleinen des Eltern Küeffers des Hochzeiters Vatters vnd hanß Caspar Wolffen E. E. Raths beÿsitzers seines lieb. vettern Vff sein des Breütigambs, So dann vff der Jungfr. hochzeiterin seith. Samuel Ruoppen des Schuhmachers und burgers alhie der hochzeiterin geschwornen vogts, und Hanß Oßwaldt Brantzÿ des Musterschreibers auch burgers alda
So beschehen Zinstags den 25. Augusti A° 1640 [unterzeichnet] Ich Michel Klein der Jenger Als hoch Zeiter bekenn wie Obsteth, Michell Kleÿn alss vatter

Mariage, Saint-Pierre-le-Jeune (luth. f° 110)
1640. Domin. XIII. Trinitatis 30. Augusti. Michael Klein der Küffer, Michel Kleinen des Kieffers Vnndt Burgers ehelicher sohn vndt Jungfr. Anna Maria Martin Wittich, deß Metzgers Vnndt burgers z. tochter. Eingesegnet 7. Septembris JS Peter (i 14)
Proclamation, Saint-Thomas (luth. f° 252) 1640. Domin. XIII. 30. Aug. Michel Klein der Küeffer Michel Kleinen Burgers alhie v. Küeffers Ehelicher Sohn, J. Anna Maria Martin Wittichs deß Metzgers nachgel. tochter, Eingesegnet Montag d. 7. Sept: Jung. St. Peter (i 258)

Jean Klein meurt en 1672 en délaissant sept enfants. La masse propre à la veuve est de 185 livres. L’actif des héritiers et de la communauté s’élève à 285 livres, le passif à 316 livres

1672 (5.6.), Not. Oesinger (David, 37 Not 23) n° 10
Inventarium undt Beschreibung aller v. Jeder Haab vnd Nahrung So weÿland der Ehrengeachte Meist. Michael Klein d. Elter burger und Küeffer alhie Zu Straßburg nach seinem d. 1. Aprilis Jüngsthien aus dießer welt genommenen Abschied verlaß. (…) durch die tugendsame Fr. Annam Mariam Wittichin die hinderlaßene Wittib mit beÿstandt des Ehrenvest vnd vorgeachten H. Johann Caspar Wolff. deß Lauttenmachers vnd burgers alhie Ihres geordneten Vogts (…) So bescheh. Mittwoch d. 5.ten Junÿ Anno 1672.
Der Verstorbene sel. hat nach seinem tödtlich abschied Zu Erb. hinterlaß. seiner Söhn v. töcht. Benantlich 1. Fr. Ursulam hans Conrad Werners deß huffschmidts vnd burgers alhie Eheliche haußfr. 2. Michael Klein burger, v. Kieffern alhie, H. M. Martin Kleinen, Jgf. Susannam, Daniel, Mariam, Georgen die Kleinen, deren geschworner vogt Melchior Wehrle burger vnd Kürßner alhie.

In Einer In der St: Str: ane der Straß. gelegenen behaußung so hernach beschrieb. würdt, vnd in dieße Verlaßenschafft gehörig ist befunden worden wie volgt.
Auff d. vndern Bienen, In der Cammer A, In der Cammer B, In dem hindern Stübl. In der Cammer C, In der Cammer E, In der Wohnstub, Im Konthörlin, Im hauß Ehren, In dem hindern vndern stübl., Unden im hauß, Im Keller
Eigenthumb Ane Einer behausung (T.) j. Behausung hoffstatt, vnd höffl. sampt dem hinderhauß mit all. andern deren gebäuen begriffen. weith. recht. Zugehördt v. Gerechtigkeitn ane d. obern straß ane St. Barbare gaß, mit j seith neb. Hannß Adam Zieglern dem Küblern vnd burgern alhie, Anders. neb. H. Matthiæ Strohmen hind. auff hanß Ludwig Schleen Ackhers Wittib stoßend, davon gegen Jährlich 10. lb d auff Johannis Baptistæ H Balthasar Fischers des Raths bott. alhie Ehelich haußfr. alhie, Ablößig mit 200 lb. Vnd dann ist die behausung noch verhafftet vmb 75. lb d restirenden Kauffschillings weÿl. deß wohl Edel vest fürsichtig v. hochweiß. H. Johann Reichshoffers alt. Ammeisters sel. Fr. wittib vnd Erb. falt d. Zünß davon Jährlich auff weÿhenacht. So dann ist diße behaußung Über Jetzgehörte beschwerdt Angeschlagen für vnd vmb 75. Darüber sagt j. Teutsch Pergament. Khauffbrieff mit d. Statt Straßburg anhangend. Contract Insiegel verwahrt deß datum d. 11.t Novembris anno 1650. signirt mit N° 1.
Ergäntzung der Wittiben unverändert Guths. Vermög Samuel Rupp gewesenen Schuhmachers vnd d. wittiben geweßenen Vogts sel. Vogteÿ Rechnung von Anno 1635. (…) Inhalt eines über weÿl. Martin Wittichs des geweß. Metzg. Knechts alhie Ihres bruders sel. Verlaßensch. in Anno 1649. d, 30. Junÿ
Der Wittib ohnveränderte Nahrung 185 lb
Demnach solte nun der Erben ohnverändert guth beschrieben werden Weilen aber nach geendten Inventation in überschlagung der Verlaßenschafft befunden daß die Theilbare Zu bezahlung der Passiv schuld. nicht sufficient als hat man selbige Zu verhütung weitläuffigkeit zusammen geschrieben, Sa. haußraths 89, Sa. lehren faß 1, Sa. Werckzeugs Zum Kieffer handwerckh gehörig 76, Sa. Silber Geschirr und Geschmeids 22, Sa. Gulden Ringk 4, Sa. de Behaußung 75, Sa. Schulden 16, Summa summarum 285 lb – Schulden 316 lb, In Compensatione 31 lb
Conclusio finalis Inventarÿ 154 lb
Testamentum nuncupativum – Persönlich erschienen ist der Ehrbare und bescheidene Michel Klein der Jünger Küffer und burger alhie, gesunden gehendt und stehenden leibs, auch guten richtigen Verstandts, anzeigenden, demnach Anna Maria Wittichin seine liebe haußfrau in Ihrem heut Zu endtgesetztenm Dato, auffgerichtem Testamento nuncupativo, alle Ihre hinderlaßene haab und Nahrung Zeit lebens wittembs weiß, Zugenießen verschafft (…) Inn einer behaußung, Inn dem Finckhweiler, nahe beÿ dem Blater hauß gelegen, von seiner haußfr. Zum theil eigenthümlich zuständig ist, derselben vndern wohnstuben, wornen auff die gaß außsehendt, Zinstag den 3. 9.br. A° 1640. Abendts zwischen 6. v. 7. Uhren, David Ösinger Senior, S. Imp.iali authoritate Notarius juratus

La veuve vend la maison à son fils Daniel Klein. En marge, quittance remise à Georges Guillaume Butz

1678 (1.2.), Chambre des Contrats, vol. 547 f° 79
Anna Maria Weÿl. Michael Kleinen deß Kieffers nunmehr seel. nachgelaßene wittib, mit beÿstandt Hannß Caspar Wolffen, deß Lautenmachers Ihres Vogts undt hannß Conradt Wörners deß Schmidts Ihres dochtermanns
in gegensein Daniel Kleinen des Kieffers Ihres Eheleiblichen Sohns
Ein Vorder: undt hinder: hauß, höfflein hoffstatt mit allen deren gebäwen, begriffen, Weithen, Zugehördten, rechten und gerechtigkeiten alhier ahne der Obern straßen ahn St: Barbaræ gaß, einseit neben H Mathæo Strohmen, anderseit neben Hannß Adam Ziegler dem Kübler, hinden uff Weÿl. Ludwig Schlehenackhers des Grempen nunmehr seel. nachgelaßene wittib undt Erben stoßend gelegen, davon gehendt Jahrs 8 lb lößig mit 200. lb Weÿl. hannß Carl Stören Schaffners der Fabric des Münster nunmehr seel. nachgelaßenen Erben, so seÿe solche behausung auch noch umb 150. fl. obged. hannß Conrad Wörnern Verhafftet – umb 375 lb
darbeÿ insonderheit bedingt worden ist, daß der Sohn seine Eheleibliche Mutter der Zeit übigen Ihres lebens, beÿ sich in oberwehnter behausung zu behalten, und in dem hindern Stockh die Stub, die Kammer darüber, das Stübel darneben, und Platz Zum Brenholtz legen, ohne einigen gelt undt hauß Zinnß einraumen
[in margine :] (…) in gegensein Georg Wilhelm Butzen, deß Kieffers alß Ehe Nachkommen hierinn bemelten Daniel Kleinen deß Küffers und also Ehevögtl. weiß besitzers hierin Verkaufften ahne d. obern straßen gelegenen haußes (quittung) act. d. 28.ten Junÿ 1706.
[in margine :] Erschienen H. Georg Sigmund Brauns Mäntel, der Zinngießer und E.E. Kleinen Raths alter beÿsitzer alß Vogt Ursulæ gebohrner Kleinen, H Johann Conrad Wörners deß Stattschmidts sel. nachgelaßener wittib, Johann Werner Renther der Kieffer alß vogt weil. H. M. Martin Kleinen, gewesenen Pfarrers Zu Westhoven sel. nachgelaßener Kinder, Ferner obgem. H Braunsmäntel auch alß Deputatus weg. Susannæ Kleinin mit H. Tobiæ Gäcklern d. haubtmann ehelich erzeugter Kind., Mehr Daniel Schnitzler der Hueffschmid, alß Ehevogt Annæ Mariæ Klein, so dann hans Georg Klein der Küffer für sich selbst., alle alß der hierinn gemeldten verkäufferin Annæ Mariæ Kleinin nun sel. nachgelaßener Kind. und Erben (quittung) Act. d. 10. May 1694

Daniel Klein épouse en 1675 Apollonie, fille du chapelier Jean Meyer
Mariage, Saint-Thomas (luth. p. 49, n° 314)
1675. Dom. Quinquag. et Invoc. den 14. u. 21. febr. Daniel Klein der ledige Kieffer weÿl. Michael Kleinen burgers vnd Kieffers allhier hinderlaßen. Ehelich. Sohn, Jfr. Apollonia Johann Meÿers deß burgers und huttmachers Allhier eheliche tochter. Cop. St. Thomæ den 25. febr. (i 26)

Veuve, Apollonie Meyer se remarie en 1680 avec le tonnelier Georges Guillaume Butz, originaire de Neustadt an der Haardt en Palatinat (Neustadt an der Weinstrasse) : contrat de mariage tel qu’il est copié à l’inventaire, célébration
Eheberedung (…) Zwischen dem Ehrsam: und bescheidenen Meister Georg Wilhelm Butzen, dem noch ledigen Küefer, der Zeit Spital Küeffern allhier, Weÿland des Ehrenhafften Hannß Jacob Butzen Burgers in der Newstatt ane der Haard, eheleiblichem Sohn, als Hochzeitern, anbe Einem, Sodann der Ehrn: und tugendreichen Frawen Apolloniæ Kleinin gebohrner Meÿerin, Weÿland des Ehrenhafften meister Daniel Kleinen Küeffers und burgers allhier seel. hinterlaßener Wittwen, als hochzeiterin, am andern theil (…) So beschehen und verhandelt in des Heiligen Reichs freÿen Statt Straßburg auf Donnerstag den 29. Aprilis alten Calenders in dem Jahr des Herrn als man Zalte 1680. Johann Christoph Stöffel, Notarius publicus

(N.B. L’acte suivant porte par erreur qu’Apollonie est fille et non veuve de Daniel Klein)
Mariage, Saint-Thomas (luth. p. 92 n° 544)
1680. Fest. pentecost. Et Trin. 30. maÿ et 6. Junÿ Geörg Willhelm Butz der ledige Kieff. weÿl. Johann Jacob Butz. von Neüstatt an d. hart ehelicher Sohn, fr: Appollonia weÿl. Daniel Kleinen burg.s v. Kieffers eheliche tochter. Cop. S. Thomæ d. 10. Junÿ (i 48)

Georges Guillaume Butz devient bourgeois par sa femme neuf jours après son mariage
1680, 4° Livre de bourgeoisie p. 473
Georg Wilhelm Butz der Küffer von der Newstatt an der hart, empfangt das burgerrecht von seiner haußfr. Appolonia, weÿl. Daniel Kleinen gewesten Küeffers seel. wittib p. 8. golt fl. welche Er beÿ der Cantzleÿ erlegt hatt, ist Zuvor ledigen standts geweßen, vnd wird Zu den Küffern dienen. Jur. 19. Julÿ 1680.

Georges Guillaume Butz fait établir un état de fortune pour accéder à la bourgeoisie. L’acte est dressé dans le logement du tonnelier attaché à l’hôpital
1680 (25.5.), Not. Stoeffel (Jean Christophe, 57 Not 3) n° 18
Designatio und Verzeichnus der Jenigen Haab Nahrung vnd güethere, so dem Ehrenhafften Georg Wilhelm Butzen, Spital Küeffern alhie eigenthümlich gehörig (…) Actum dienstags den 25. Maÿ 1680.
In deß Mehrern Spithals Zue Straßburg bewohnend. und Inhabend. Spithal Küeffers wohnung ist befund. word. wie volgt
haußrath 22, Silber 3, Baarschafft 46, Summa summarum 72 lb

Georges Guillaume Butz demande aux Quinze l’autorisation de prendre un nouvel apprenti avant la fin des deux ans de vacance. La décision doit avoir été rendue en 1687, année dont le registre manque.
1686, Protocole des Quinze (2 R 91)
(f° 33) Sambstag den 7. Xbris – Georg Wilhelm Butz Ca. E. E. Zunfft der Kieffer
Georg Wilhelm Butz, des Kieffer, Vnd Diebold Rinck, der Gartner, noîe seines Bruders David Rincken, per Marbach, Weilen jener deßen jnn denen, jm stillstand geordneten 2. jahren Noch ruckständigen 9. Monathen Zum jungen Annehmen will, daßelbe aber ohn Mghh. dispensation Nicht thun darff, so bitten pl.en gantz Unterth. zu proponiren ihrer Motiven, einige Deputation gn. Zu erlauben, Geiger E. E. Zunfft der Kieffer Herr Zunfftmeister hierzugegen acceptirts utiliter, daß jmplorirend Meister selbst bekennet, daß er Noch 9. Monath zu warthen haben Und weilen erst jüngsthin jnn sach. E. E. Meisterschafft Ca. Isaac Wagemann erkandt word. daß die zugelaßene exempel jnn Kein præjuditz gezog. werden solle, als bitt die Meisterschafft Und.th. zu stabilirung der Ordnung, so sonsten gantz überein haufen Fiehle, dermahlen eins ein exempel Zu stauiren, Und das Unordentliche begehren abzuschlagen. Marbach Weilen die Von gegenth. allegirte rationes die ordnung Und Nicht die dispensation betreffen, Und pl.en beÿ Mghh. als beÿ welchen solches stehet, Underth. beruffen* als bitten sie Zu examinirung dißeits bezogener Motiven, wie gebetten, ein genaden Zu erkennen. Geiger gnlia, Und priora. Erk. Deputation willfahrt. Herr XV.er Schmidt, Herr XV. Metzger.
(1687 manque)

Apollonie Meyer meurt en 1707 en délaissant six enfants (l’inventaire lui donne le nom de son premier mari, Klein). La masse propre au veuf est de 210 livres, celle propre aux héritiers de 400 livres. L’actif de la communauté s’élève à 392 livres, le passif à 303 livres.

1708 (25.1.), Not. Pantrion (Jacques Christophe, 40 Not 20)
Inventarium und Beschreibung aller Haab vnd Nahrung, so weÿland die Ehren: vnd tugendsame Fraw Appollonia Butzin gebohrne Kleinin, des Ehren: vnd Vorachtbahren H. Georg Wilhelm Butzen, Küeffers vnd burgers alhier geweßene eheliche haußfraw nun mehr seel. nach ihrem Mitwochs den 23. 9.bris des nechstabgelegten 1707.ten Jahrs aus dießem Kummervollen leben genommenen tödlichen Ableiben Zeitlichen verlaßen (…) Actum Straßburg, Mitwochs den 25.ten Januarÿ 1708.
Die Abgeleibte Fraw seel: Hat ab intestato Zu Erben verlaßen 1. Herrn Johann Georg Butzen, Küeffer, vnd burger, alhier, vor sich selbsten, 2. Fraw Mariam Margaretham Wagnerin gebohrne Butzin, des Ehrenhafften Mr Philipp Wagners Küeffers vnd Burgers alhier Ehewürtin mit assistentz deßelben, 3. 4. 5. et 6. Friderich, Johann Daniel, Susannam, Salome vnd Georg Wilhelm die Butzen, so alle noch ledig. stands, dero geschworner Vogt der Ehrenhafft vnd vorachtbare H Daniel Schnitzler Huffschmid vnd burger alhier, welcher im Nahmen erstgemelter Seiner Curanden, davon die 2. ältere abwesend, vnd auff der Wanderschafft begriffen, dießer Inventation Persönlich beÿgewohnt. Alle Sechs der Abgeleibten Frauen seel. mit Hievorernandtem dero hinterbliebenen Wittwer ehelich erzeugte Kinder vnd ab intestato zu 6. gleich. Theilen verlaßene Erben.

In einer alhie zu Straßburg in der Straßen gelegenen vnd in dieße Verlaßenschafft gehöriger behaußung ist befunden worden wie volgt.
Hültzenwerck. In der Cammer A, In der Cammer B, In der Wohnstuben, Im haußöhren , Im vndern Stübel, In der Soldaten Cammer
Ergäntzung der Erben Unveränderte, Guths, Lauth eingangs gemelter beeder Eheleuthe in den Ehestand Zugebrachten Nahrungs Inventarii vom 7. Januarÿ 1681. durch H Johann Christoph Stöffeln seel. geweßenen Notarium gefertiget
Eigenthumb ane einer Behaußung (E.) Ein vorder: vnd Hinderhauß, höfflin v: hoffstatt, mit allen andern deren gebäwen, begriffen, weiten, Zugehörd. vnd Gerechtigkeiten, gelegen alhie inn der Statt Straßburg, Ane der obern Straßen, ane St. Barbaræ Gaßen, einseit neben Hn Anthoni Füeßel dem Kupfferschmid, anderseit neben weÿl. Herrn Mathei Stromen seel. Erben vnd resp° Erbens Erben, hinten auff Gregorium Böris den Schloßer stoßend. Davon geben Jahrs 3. lb 15 ß gelts Herrn Julio Reichelten Prof: Mathem: et Canonico Thomano, alß usufructuario weÿl. frawen Catharinæ Reicheltin gebohrner Kohlöffelin seiner Zweiten haußfrawen seel: Verlaßenschafft, welche dießes Capital Zu außweißung weÿl. herrn Johann Conrad Werners des Huffschmidts seel. auff dießer behaußung Insonderheit Zu erfordern gehabter 100. rthlr. hergeschoßen vnd damit in deß. Recht gestanden, volgendts Mr Georg Wilhelm Butzen dem Wittwer Crafft dero auffgerichteten Testamenti legirt, doch dergestalten, daß er solches obgemeltem Hn Professori Reichelten ihrem Eheherrn so lang er im leben sein würd, à 5. pro Cento in deßen Wÿdemb verzinßen, nach sein des Wÿdumbsnießers tod aber ihme solches als ein unverändertes legat eigenthümlich gebühren, vndt auff dießer Behaußung assignirt werden solle, thut 75. lb.
Item 10. lb d gelts auff Michaelis obgemelts H Johann Conrad Werners des huffschmidts seel. hinderlaßener Wittib vnd Erben weiters, weilen die übrige Kleinische Interessenten, welche an dießem Capital auch zu prætendiren gehabt, laut einer in allhießiger Contractstuben den 10.° Maÿ 1694. auffgerichteter Verschreibung von ihme Werner alle außgewießen Worden, ein restirenden Capital ablößig mit 250. lb. Sonsten freÿ ledig vnd eigen, durch der Statt Straßburg Geschworne Werckmeistere über vorgeschriebene beschwerd. Crafft eines beÿ mein des Notarÿ Concept befindlich. Schatz Zeduls annoch æstimirt p. 575. lb. Vnd besagt über hievorgeschriebene Behaußung ein t: Perg: Kauffbrieff mit der Statt Straßburg Cancelleÿ Contractstuben anhang: Insigel verwahrt datirt den 1. Febr: Anno: 1678. Inhaltend welchergestalten weÿl. M. Daniel Klein, der verstorbenen Frawen erster haußwürth seel. dieselbe von auch weÿl. Frawen Anna Maria Kleinin seiner Mutter seel: ane sich erhandelt.
Series rubricarum hujus Inventarÿ. Des Wittwers Unverändert guth, Sa. Zinnengeschirrs 1, Sa. Silbers 10 ß, Sa. Pfenningthurn Capital 30, Sa. Ergäntzung 147, Schulden 50, Summa summarum 230 lb – Schulden 20, Nach deren Abzug 210 lb
Dießem Nach würdt auch der Erben unverändert Guth beschrieben, Sa. haußraths 30, Sa. Werckzeugs, Schiff und geschirr Zum Küeffer handwerck gehörig 12, Sa. Guldener Ring 5, Sa. Eigenthumb ane einer behaußung 575, Sa. Schulden 20, Summa summarum 642 lb – Schulden 242, Nach deren Abzug 400 lb
Endlichen würd auch das gemein, Verändert vnd theilbar guth beschrieben, Sa. haußraths 50, Sa. Frucht 4, Sa. Wein vnd Vaß 104, Sa. Holtzes, Schiff und geschirrs wie auch werckzeug Zum Schuhmacher handwerck gehörig 29, Sa. Silbers 8, Sa. guldenen Ring 3, Sa. Schulden 192, Summa summarum 392 lb – Schulden 303, Nach deren Abzug 89 lb
Beschluß summa 699 lb
Eheberedung (…) auf Donnerstag den 29. Aprilis alten Calenders in dem Jahr des Herrn als man Zalte 1680. Johann Christoph Stöffel, Notarius publicus

Acte de sépulture d’Apollonie Meyer. Le pasteur donne le nom de ses parents mais ne cite pas son premier mari.
Sépulture, Saint-Thomas (luth. reg. 1687-1711 f° 124 n° 141)
Anno 1707. den 28. Novembris Morgens frühe gegen 3 vhren ist gestorben fr. Apolonia butzin gebohrne Meÿerin Georg Wilhelm Butzen deß Burgers und Kieffers alhie gewes. Ehefrau weÿl. Johann Meÿers des gewesenen burgers und huthmachers alhier und fr. Agnes geb. Bodemerin tochter ihres alters 56 Jahr 5 Monath 20 tag ist darauf den 25. ejusdem in dem gottes Acker St Galli begraben und von mir M Philipp Strohl ein leich Sermon gehalten word. [unterzeichnet] GWB der hinterlaßener Wittwer konte nicht schreiben, hanß Georg Butz als Sohn (i 130)

Les préposés de la Taille font figurer la succession dans leur registre parce que les impôts acquittés étaient calculés d’après une fortune sous-évaluée de 300 florins (150 livres) sur un total de 1400 florins
1708, Livres de la Taille (VII 1174) f° 26
(Kieffer, F., N 1910) Weÿl: Fr. Apolloniæ Geörg Wilhelm Butzen des Kieffers und Burgers alhier geweßener Haußfrauen Verlaßenschafft inventirt H. Not. Pantrion.
Concl. fin. Inv. ist fol: 80.b, 699. lb 16 ß 11 d, die machen 1400. fl. Verstallte nur 1100 fl, also Zu wenig 300 fl.
Warvon der Nachtrag gerechnet wird auff Sechs jahr in duplo macht à 18 ß, 5 lb 8 ß
und auff vier jahr in simplo macht à 9 ß, 1 lb 16 ß
Extat das Stallgeltt pro 1708, 3 lb
Gebott, 1 ß 4 d
So dann ist vor die Abhandlung, 16 ß 6 d – Summa Sa. 11. lb 1 ß 10 d
Auff suppliciren gehet ab eines in duplo und eins in simplo macht zusammen 1 lb. 7. ß, Restiert 9. lb. 14. ß. 10. d
dt. 27. Junÿ 1708

Georges Guillaume Butz se remarie avec Marie Cléophée, fille du préposé à la douane Jean Philippe Brand : contrat de mariage tel qu’il est copié à l’inventaire, célébration
Eheberedungs Copeÿ – Zwischen dem Ehrenhafften und Vorachtbahren Herrn Georg Wilhelm Butzen küeffern und burgern zu Straßburg alß dem bräutigamb, ane einem, So dann der viel Ehren und tugendgezierten Jungfrauen Mariæ Cleophe gebohrner Brandin, weÿland des Wohl Ehrenvesten und Vorachtbaren Herrn Johann Philipp Branden, geweßenen wohlbestellten verwalters des allhiesigen Zollkellers, und burgers zu mehrermeltem Straßburg, nun längst seel: nachgelaßener eheleiblichen dochter, alß der Jungfraw hochzeiterin andern Theils – So beschehen den 27. Junÿ Im Jahr des Herrn alß mann Zahlte 1710. [unterzeichnet] Geörg Wilhelm Butz als hochzeider, Maria Cleophe Brändin als hochzeiterin, Jacob Christoph Pantrion, Notarius

Mariage, Saint-Thomas (luth. f° 124, n° 708)
Anno 1710. den 16 julÿ seind in der Kirch Zu St Thomas nach geschehener ordenlticher ausruffung eingesegnet worden Georg Wilhelm Butz der burger und Kieffer alhie und Jungfr. Maria Cleophe weÿl. H. Johann Philipp Brand, gewesenen Zoll Keller verwalters und burgers alhie hinderlaßene Eheliche tochter [unterzeichnet] G W B der hochzeiter Georg Wilhelm Butz Konte nicht schreiben machte vorstehenes Zeichen, Maria Cleophe Brandin als hochzeiterin (i 126)

Les nouveaux mariés font dresser l’inventaire de leurs apports dans la maison qui appartient au marié. Ceux du mari s’élèvent à 756 livres, ceux de la femme à 881 livres.

1710 (15. 7.bris), Not. Pantrion (Jacques Christophe, 40 Not 22)
Inventarium und Beschreibung aller Haab Vnd Nahrung, so der Ehrenhaffte und Achtbahre Herr Georg Wilhelm Butz Küeffer und Weinhändler, Und die Viel Ehren und tugendreiche Fraw Maria Cleophe Gebohrne Brandin, beede Eheleuthe Und burgere alhier Zu Straßburg Crafft Ihrer mit einander auffgerichteten Eheberedung als ein Unverändert Guth in den Ehestand Zusammengebracht (…) Actum jn der königlichen Statt Straßburg den 15.ten 7.bris 1716.

In einer alhie Zu Straßburg in der Straßen gelegener, des Ehemanns Kinder erster Ehe Zuständiger behaußung ist befund. word. wie volgt
Hültzen und Schreinerwerckh. Auf der bühn, In der Knecht Kammer, In der Hindern Kammer, Im Hindern Stübel, In der Obern Stub, Im Haußöhren, In der Soldaten Kammer, Im undern Stübel, In der Werckstatt, Im Keller In der obern Kammer
Bericht wegen der behaußung in der Straßen, so des Ehemanns Kinder, erster Ehe gehörig. Die von dem Ehemann bewohnende, vnd seinen Kindern erster Ehe Zuständige Behaußung alhier Zu Straßburg inn der obern Straßen, ane St. Barbaræ Gaßen, eins. neben Hn Anthoni Füeßel, dem Kupfferschmid, anders. neben Herrn Johann Daniel Wurtzen dem handelßmann gelegen, hinten auff Gregorium Böris den Schloßer stoßend. ist durch die Geschworne Werckmeistere in Anno 1708 æstimirt worden pro 900 lb. Davon geben Jahrs 3. lb 15 ß gelts H. Julio Reichelt Professori Mathem: et Canonico Zu St. Thomæ alß usufructuario weÿl. frawen Catharinæ Reicheltin gebohrner Kohlöffelin seiner Zweiten haußfr. seel: Verlaßenschafft, welche dießes Capital Zu außweißung weÿl. H. Johann Conrad Werners des Huffschmidts seel. auff dießer behaußung Insond.heit Zuerfordern gehabter 100. Reichßthaler hergeschoßen, vnd damit in deßen Recht gestanden, volgendts H. Georg Wilhelm Butzen dem Ehemann Crafft dero auffgerichteten Testamenti legirt, doch dergestalten daß er solches obgemeltem Herrn Professori Reichelt. ihrem Eheherrn so lang Er leben würd, à 5. pro Cento in deßen Wÿdemb verzinßen, nach sein des Wÿdumbsnießers tod aber ihme Butzen solches als ein unverändertes legat eigenthümlich. gebühren, vndt auff dießer Behaußung assignirt werden solle, thut 75. lb.
Item 10. lb d gelts auff Michaelis obgemelts Herrn Johann Conradt Werners des huffschmidts seel. hinderlaßener Wittib vnd Erben, Weiters weilen die übrige Kleinische Interessenten so ane dießem Capital auch zu prætendiren gehabt, laut einer in der Contractstuben den 10. Maÿ. 1694. auffgerichteter Verschreibung von ihme Wernern alle außgewießen Worden, in restirendem Capital ablößig mit 250. lb.Item 3. lb 18 ß 4 d H Georg Wilhelm Butzen dem Ehemann selbsten so deßen Kinder erster Ehe ihm laut des beÿ E. Vogteÿgericht den 17.ten Julÿ 1708 auffgerichteten Vertrags herauß schuldig worden, vnd ihnen vff dieße ihre unveränderte behaußung versichert, in Capital ablösig mit 95 lb 2 ß 3 d. Item 6. lb 8 ß den vier Butzischen Jüngsten resp° Söhnen vnd dochter soll man restirende Mütterliche Ehesteür, so wohl in Geld alß haußraths Posten, laut des den 12° Martÿ 1709 : mit dero vogten getroffenen Vergleichs, so gleichfalls vff dieße behausung verwießen à 40 lb d Zusammen 160. lb. Item Johann Georg Butz fordert noch wegen Mütterlicher Ehesteür, die hausraths Posten Welche er nicht empfangen gleich seiner Verheürathet. Schwester 15. lb. Thun vorstehende Posten Zusammen 595. lb 2 ß 3 d. Restirte also noch an obigem Anschlag allein, so des Manns Kindern erster Ehe vor Mütterlich Guth s: außer Was Sie vorher weg. dr Ehesteür noch zuerfordern gebührt 304. lb 17 ß 9 d. Seind deroselben Sechs macht Jdem prorato 50. lb 16 ß 3 ½. d. Derentwegen sich der Vatten mit denenselben verglichen, Ihnen biß auff weitere verordnung Jedem sein vorher außgeworffenes ratum weilen er die behaußung bewohnt, à 4 pro Cento Zuverinteressiren vnd dearneben wie bilich die Jährliche widerzinß von denen vorher specificirten Capitalien ohne der Kind. entgeld abzurichten.
Wÿdembs Verfangenschaft. Es hat H. Julius Reichelt Professor Mathematices et Canonicus Thomani alhier von weÿland Frauen Catharina Kohllöffelin seiner zweiten haußfrauen seel. noch ein Gewißes auff hernach fol: – beschriebener stehendes Capital lebtägig zu genießen
Series Rubricarum. Des Ehemanns unveränderte Nahrung, Sa. haußraths 183, Sa. Holtzes, Reiff undt band 260, Sa. des Silbers 15, Sa. der Guldenen Ring 8, Sa der Pfenningthurns hauptgüther 80, Sa. der Schulden 233, Summa summarum 781 lb – Sa. der Schulden 25 lb, Nach solchem abzug 756 lb
er Ehe Frawen unveränderte Nahrung, Sa. des Haußraths 192, Sa. des Silbers 22, Sa. der Guldenen Ring 44,, Sa. der Baarschafft 16, Sa. Pfenningz. haubt Güther 531, Sa. der Schulden 75, Summa summarum 881 lb

La maison appartient pour partie au fils aîné Jean Georges Butz qui épouse en 1704 Anne Catherine Zengler, mariée en premières noces (1675) avec Loup Philippe Fimpel et en secondes noces (1702) avec Jean Vernier Schmitz

Mariage, Temple-Neuf (luth. f° 146-v n° 687)
1704. Mittw. d. 30. Jul. wurd. nach Ord.tl. außruff. copulirt Johann Georg Butz d. ledige Kieffer v. B. allhier Georg Wilhelm Butz. des Kieff: v. B. ehl. Sohn v. Fr. Anna Catharina weil. Werner Schmitz. des geweß. Kauffhauß Kieffers v. B. allhier nachgel. W. [unterzeichnet] Johan Georg Butz als hochsteitter Anna Catharina All hoch Zeuterin (i 146)

Jean Georges Butz et Anne Catherine Zengler font dresser un inventaire de séparation
1712, Not. Pantrion (Jacques Christophe, répert. 65 Not 45)
Inv: über Joh: Georg Butzen des Kiefers und Fr: Anna Catharina geb. Zenglerin beed. Separirter Ehel. habende Nahrung samt darüber getroffenen Vergleich

Jean Georges Butz porte plainte devant le conseil des Tonneliers contre sa femme Anne Catherine Zengler dont il est séparé de corps et de biens parce qu’elle refuse de lui donner des douves pour qu’il puisse terminer une commande passée par les marchands associés Saltzmann et Bemberg.
Saltzmann et Bemberg demandent en mars 1713 d’expertiser les tonneaux terminés après la mort de Jean Georges Butz par son beau-frère Christophe Wagner. Les experts concluent que les tonneaux sont mal faits. Les clients paieront quatre florins la mesure au lieu de cinq.

1712, Protocole de la tribu des Tonneliers (XI 393)
(f° 168-v) Montags den 5. Septembris Anno 1712
Meister Johann Georg Butz der Kieffer Klagt wieder Annam Catharinam gebohrne Zängelin seine Von Ihm Zu tisch und bett geschiedene haußfraw, meldet daß Er Saltzmann und herr Bemberg beede handelßgemeinere gedachter seiner geschiedenen haußfrawen Zu einem faß groß daugenholtz abgekaufft und Ihm solch faß Zu Verfertigen Committirt hätten, nun habe Er solch Faß Würcklichen in der Arbeith und mangelten Ihme noch 2. daugen und am bodenstück darzu, welche Er Ihro habe fordern laßen, Sie aber Wägerte sich solche herauß Zugeben in deßen aber werde Er in solcher Arbeith gehindert, bittet Sie darzu an Zuhalten Ihme solche ohnverzüglich Zu geben, Meister Johann Peter Gerlach so beÿ der beklagtin in Arbeith stehet antwortet hierüber im nahmen seiner Meisterin, dieselbe habe Vorgedachten beeden herren* nur Zu einem faß holtz Versprochen so sie Ihnen auch gelüffert, nemlichen 47. daugen nun habe Er nur 41. daugen im faß und fehlten Ihme noch Zwo daugen vnd habe Er also ja noch daugen übrig, Kläger meldet es seÿe Ihro alles holtz zu solchem faß gehörig seind überhaupt abgekaufft worden, welches er Klägerin Knecht negirte.
Erkandt, daß geklagte Klägerin noch so viel daugen geben solle daß Er das faß vollendt außmachen Könne, hiengegen aber solle Kläger Ihro die Zwo ohntaugliche daugen wieder Zurück geben, die Gerichts Kosten betreffendt solle daran jede parth die helffte leiden, Zahlt 10 ß d Vors Kauffgericht und pro Zunfftschreiber und nüttem 3 ß 6 s.

(f° 187) Dienstags den 14. Martÿ Anno 1713
Herr Johann Saltzmann der handelßmann stunde Vor und berichtet, daß Er und Herr Bemberg als Handels Consorten mit dem verstorbenen Joh: Georg Butzen dem Kieffer in seinem Leben einen Accord hätten getroffen 600. Ohmen Faß dreÿen stucken zu machen, es seÿe aber gedachter Butz, ehe und bevor solche faß gantz außgemacht waren gestorben, derowegen solche Joh: Philippß Wagner sein schwager Vollendts außgemacht habe, Sie bitten etliche unpartheÿische Meister abzuordnen und solche in augenschein zunehmen auch daß hernachmahlen solche nach befindung der sachen taxirt werd. möchten. Erkandt Willfahrt seind abgeordnet herr Rathh. Erhard und Hr Löchner.

(f° 188-v) Dienstags den 25. Aprilis Anno 1713 – Johann Jacob Häußler der bediente beÿ herren Bemberg und Saltzmann beeden handelß consorten alhier bittet im Nahmen Principalen daß wegen derwegen derjenigen Faß so weÿl. Mstr. Joh: Georg Butz ihnen gemacht die beeden herren abgeordnete relation abstatten mögen, darauff dieselbe nemlichen herr Rathh. Erhard und herr Löchner referirten, daß Sie quæstionirte Faß in augenschein genommen und gefunden daß Sie sehr ohnfleißig gemacht wären auch unterschiedliche einfugen hätten also daß Sie auff solche Weiß nicht kecklich zu brauchen Wären doch aber Könnten solche mit vielen mühe wieder in guthen stand gesetzt Werden. Actor bittet die Arbeith Zu taxiren Meister Georg Willhem Butz und Joh: Philipp Wagner als des verstorbenen Butzen Vatter und schwager submittiren sich E. E. Gericht Erkandtnuß. Warauff per Majora Erkandt, weilen die faß in so schlechten stand seÿnd, daß Sie Hh Handels Consorten ahne statt der Veraccordirte 5 ß für den ohmen 4 ß Zahlen sollen.

Jean Georges Butz meurt en janvier 1713 chez sa belle-mère. Le sixième de maison qui lui appartient est porté à l’inventaire. L’actif de la succession s’élève à 172 livres, le passif à 188 livres.

1713 (3.2.), Not. Pantrion (Jacques Christophe, 40 Not 29)
Inventarium und Beschreibung aller Haab, Nahrung und Güthere, so weÿland Mr Johann Georg Butz Küeffer vnd burger alhier seel. nach seinem Mitwochs den 11 Januarÿ jüngsthin aus dießem mühesamen leben genommenen tödlichen Ableiben Zeitlichen verlaßen, welche auf freundliches ansuchen erfordern vnd begehren des Ehren und vorgeachten herrn Georg Wilhelm Butzen, Kieffers vnd burgers alhier alß des Verstorbenen seel. Vatters vnd ab intestato verlaßenen einig. Erbens, inventirt (…) durch Ihne den Vatter vnd Erben, wie auch Seine haußfraw die Ehren vnd tugendsahme Fr. Mariam Cleophe Butzin, gebohrne Brandin die Stieff Mutter, beÿ welchen der abgeleibte seel. biß in sein Absterben sich vffgehalten (…) Actum Straßburg, Freÿtags den 3. Februarÿ. 1713.

Eigenthumb ane einer Behaußung. 1/6. theil vor vngetheilt von vndt ane einer Behaußung, hoff, hoffstatt vnd Zugehörd. mit allen übrigen ihren gebäwen, begriffen, weiten, rechten vnd Gerechtigkeiten alhier Zu Straßburg, In der Straßen gelegen, beÿ St. Barbaræ Gaßen, eins. neben H. Hanß Jacob Trehern dem Specerirer, and. s. neben H. Daniel Wurtzen dem handelßmann, hinden auff Gregorium Wurtzen den Schloßer stoßend. Daran die übrige 5/6.te theile Herrn Georg Wilhelm Butzen des Erben vnd vattern übrig. Kindern erster Ehe, als des verstorbenen seel. Geschwüsterden vor unvertheilt gehörig. Und ist die gantze Behaußung beÿ weÿl. Frauen Appolloniæ Butzin gebohrne Kleinin des abgeleibten Mutter seel. Verlaßenschafft Inventation de Anno 1708. durch die geschworne Werckmeistere alhier æstimirt worden p. 900. lb.
Hingegen stehen auch vff solcher behausung volgende onera. Erstlich 3. lb 15 ß gelts Herrn Julio Reichelt. Mathem: Prof: et Can: Thomano alß usufructuario weÿl. frawen Catharinæ Reicheltin gebohrner Kohlöffelin seiner Zweiten haußfrawen seel: Verlaßenschafft, welche dießes Capital Zu außweißung weÿl. herrn Johann Conrad Werners des Huffschmidts seel. auff dießer behaußung Insonderheit Zu erfordern gehabter 100. Reichßthaler hergeschoßen, vnd damit in deßen Recht gestand. volgendts obgemeltem H. Georg Wilhelm Butzen dem Wittwer Crafft dero auffgerichteten Testamenti legirt, doch dergestalten, doch dergestald. daß er solches obgemeltem Hn Professori Reichelten ihrem Eheherrn so lang er im leben sein würd, à 5. pro Ct° verzinßen, nach deßen tod aber ihme eigenthümlich. gebühren, vndt vff dießer Behaußung assignirt werden solle, thut 75. lb.
Item 10. lb d gelts auff Michaelis H Johann Adam Nageln dem Küeffer vögtlicher weiße, so hiebevor denen Wernerischen Erben verzinßt word. in Capital ablößig mit 250. lb.
Item hat obernandter Herr Georg Wilhelm Butz der Vatter noch vff dießer behaußung in Capital zuerfordern So ihme Gedachte seine Kinder, laut des den 19.ten Julÿ 1708 beÿ E. Löbl. Vogteÿgericht vffgerichteten Vertrags schuldig worden, wie daselbsten vmbständlichen Zubefinden 95 lb 2 ß 3 d. Thun vorstehende beschwerden Zusammen 420. lb 2 ß 3 d. Solchem nach restirte noch ane obigem Anschlag 179. lb 17 ß 9 d. Daran ist hiehero von 1/6. theil aus Zu werffen 79. lb 19 ß 7 d. Vnd besagt über hievorgeschriebene gantze Behaußung ein t: Perg: Kbr. mit d. Statt Straßb. anhang: Cancelleÿ Contractstuben Insigel de dato 1. Febr: 1678.
Series rubricarum hujus Inventarÿ. Sa. haußraths 33, Sa. Vaß 4, Sa. Werckzeugs 2, Sa. Silbers 4, Sa. guldenen Rings 1, Sa. Eigenthums ane i. behausung 79, Sa. Schulden 46, Summa summarum 172 lb – Schulden 188, Übertreffen also die Vorhandene Passiva die gantze Verlaßenschafft vmb 15 lb
Auß EE Kleinen Raths der Statt Straßburg Memorial de A° 1714. Donnerstag d. 1. febr. Weÿl. Johann Georg Butzen des gewesenen Kieffers und Burgers allhier Credit geschäfft betreffend, In sachen deßen nachgelaßener Wittib Curatoris in actis benant, Kläger, Contra die übrige Butzische Creditores beklagte, Ist auff eingelegte Eheberedung und übrige forderung pt° Liquidationis erfolgten beschluß (…)

Jean Georges Butz meurt le 11 janvier 1713 à l’âge de trente ans.
Sépulture, Temple-Neuf (luth. reg. 1687-1728 f° 167 n° 1044)
Anno 1713. Mitwoch den 11. Januarÿ ist gestorben und Freÿtags darauf nach st. Galli begraben worden, nach gehaltener leichpred. in der Pred. Kirche M. Joh: Georg butz b. vnd Küffer allhier ætat. 30. jahr [unterzeichnet] Johann Philibs wagner als schwager, Johann friedirich butz alß bruder (i 168)

Sa veuve sollicite auprès des Quinze une réduction des droits (taille) à payer dans la faillite de son défunt mari. Les préposés rapportent que le bureau de la Taille refuse de délivrer quittance à la veuve qui souhaite se remarier. Les Quinze réduisent de moitié la somme à régler.
1714, Protocole des Quinze (2 R 118)
(f° 170-v) Sambstags den 23. Junÿ 1714
Saltzm. noîe Johann Georg Butzen deß geweßenen Kauffhauß Kieffers wittib Anna Catharina principalin hat von ihres Manns außständigen Stallgelt beÿm falliment 20 fl. Zu bezahlen vbernohmen, wann aber lauth Stallscheins 22 lb. 15 ß 2 d ihr abgefordert werden, vnd ihr Mann vor 2 jahren gestorben, vnd Sie in vorigen Wittwenstand die Sie noch nicht mittel gehabt nur 1 lb bezahlt, alß bittet vmb moderation Erk. ahne die Obere Stall herren gewießen.

(f° 195) Sambstags den 22. Julÿ 1714. – Johann Georg Butzen Wittib und Erben pt° Stallgebühr
Iidem [Obere Stall herren] laßen durch Herrn Secretarium Friden referire, daß Johann Georg Butzen deß geweßenen Kauffhauß Kieffers Verlaßenschafft der Statt Stall annoch 23 lb 15 ß 2 d schuldig weren deren bezahlung man ahne die hinderbliebene Wittib namen Anna Catharina geborne Sengerin gefordert und derselben, alß die anderwerths Zu heürathen willens kleinen schein geben wollen ehe vnd bevor Sie die Extantzen bezahlt, worauff hien dieselbe suupplicando eingekommen vnd gebetten diese forderung vmb ein erklocklichen Zu moderiren vnd alß man Sie ferner gehört habe Sie beditten, daß Sie beÿ der Inventation 20 fl. Zu bezahlen über nohmen hette, weilen der Mann wenig hinderlaßen Sie nicht wißen könte, worinn ihr vermögen eigentlich stünde, es konte nicht groß sein, weilen Sie nach absterben ihres ersten Manns Wolffgang Philipp Fimbels mehr nicht alß 1 lb 10 ß Stallgelt geben hette, vnd seithero habe das gelth* noch abgenohmen, auff seith der Hh. Deputirten stelle man dahin ob man gethane forderung auff die helffte moderinen wolle. Erk. beliebt.

Anne Catherine (Zengler) se remarie en 1714 avec l’aubergiste Jean Wittmann.
Mariage, Temple-Neuf (luth. f° 262-v, n° 1132) Catharina
1714. Mittwoch den 15. Aug. Seind nach 2. mähl. Proclamation ehl. copulirt worden Herr Johann Wittmann, der Gastgeber vnd burger allhier v. wittwer und Fr. Anna Catharina weÿl. Johann Georg Butzen gewesenen burgers vnd kaufhauß Kieffers hinderlaßene wittib [unterzeichnet] Johannes Wittman als hochzeiter, Anna Chatharina butz all hochzeiterin (i 262)

Les créanciers de Jean Georges Butz vendent le sixième de la maison à Georges Guillaume Butz.

1714 (25.9.), Chambre des Contrats, vol. 587 f° 691
(130) Erschienen hr Philipp von Zabern und hr Niclaus Mannberger bede E.E. Kleinen Raths beÿsitzer auß deßen mittel zu weÿl. Joh: Georg Butz Kiefers credit geschäfft deputiret
in gegensein Georg Willhelm Butz Kiefers
denjenigen 6.t theil ahn einer behaußung höfflein hoffstatt hinterhäußlein mit allen begriffen, weithen, zugehörden, rechten und Gerechtigkeiten in der Straß, einseit neben H. Daniel Würtz anderseit neben Rubi hinten auff Böres den schlosser stoßend, so ihme Butz seel. zuständig geweßen – 130 lb

Georges Guillaume Butz meurt en 1716 en délaissant cinq enfants. La masse propre à la veuve est de 807 livres, celle des héritiers de 585 livres. L’actif de la communauté s’élève à 258 livres et le passif à 735 livres.

1716 (22. 8.bris), Not. Pantrion (Jacques Christophe, 40 Not 37)
Inventarium undt beschreibung aller Haab und Nahrung, so weÿl. der Wohl Ehrengeachte Und Vorachtbahre H. Georg Wilhelm Butz, gewesener Küeffer Und burger alhier nunmehr seel. nach seinem Donnerstags den 3.ten 7.bris Jüngsthin aus dießem mühesamen leben genommenen tödlichen ableiben Zeitlichen verlaßen, welche auf freundliches Ansuchen Erfordern und Begehren, des abgeleibten seel. hinderlaßener Kinder, und ab intestato Verlaßener Erben, wie auch dero Ehe und Vögte, inventirt, durch die Ehren und Tugendreiche Fraw Mariam Cleophe Butzin gebohrne Brandin die hinderlaßene Wittib, mit beÿstandt des Ehren Vorgeacht: und Wohlachtbahren herrn Ambrosÿ Kornen Küeffers und burgers alhier, Ihres geschwornen Vogts – Actum Straßburg, Donnerstags den 22.ten 8.bris 1716.
Der abgeleibte seelige hat ab intestato Zu Erben verlaßen, 1. Meister Johann Friderich Butzen Schneidern und burgern alhier, vor ein Fünfften Stammteil, welcher auch dießer Inventur Persönlich beÿgewohnt, 2. Fraw Annam Margaretham Wagnerin gebohrne Butzin, Mr Johann Philipp Wagners Küeffers und burgers Zu Flohnheim In der Pfaltz haußfraw, inn deren Nahmen Weilen Sie abweßend, auch ohnverburgertn der Ehrenvest, fürsichtig und weiße Herr Caspar Schmidt, E.E. Kleinen Raths Jetzmahliger beÿsitzer, alß auß wohlermelts Kleinen raths mittel hierzu dießem Geschäfft Insonderheit verordneter Herr Deputatus der Inventur assistirt, vor den Zweiten fünfften Stammtheil, 3. 4. et 5. Johann Daniel, Jungfr. Susanna Salome und Georg Wilhelm Butzen so noch ledigen Stands, Und davon die beed. Söhne Küeffer handwercks, und auff der reÿße und wanderschafft begriffen, dießer dreÿer Geschworner Vogt der Ehren Geacht v: wohlachtbare H. Daniel Schnitzler, hueffschmid und burger alhier, welcher auch benebens vorernandter deßen Curandæ dem Geschäfft Persönlichen abgewartet, vor die 3. übrige fünffte theil. Und also alle fünff des abgeleibten seel. mit weÿland frawen Apolonia gebohrner Meÿerin in erster Ehe ehelich erzeügte Kinder und ab intestato Zu fünff gleiche theilen Verlaßene Erben.

In einer alhie Zu Straßburg In der obern Straßen gelegener behaußung, Ist befunden worden, wie volgt.
Hützenwerckh. Auff der obern bühn, In der Cammer A, Vor dießer Cammer, In der Cammer B, Im Hindern Stübel, In dem Hindern Stub Cäm:, In der Cammer C, In der Cammer D, Im vndersten Stübel, In der Soldaten Cammer
Ergäntzung der Wittib unveränderten Guths, Auß dem über deroselben in den Ehestand Zugebrachte Nahrung durch mich Notarium den 15° 7.bris 1710. gefertigten Inventario hat man zu ergäntzen
Eigenthumb ane einer behaußung. Ein Sechster theil vor ungetheilt von und ane einer Behaußung, hoff, hoffstatt vnd Zugehörd. mit allen übrigen ihren gebäwen, begriffen, weiten, rechten Zugehörden vnd Gerechtigkeiten gelegen alhier Zu Straßburg, in der Straßen, beÿ St. Barbaræ Gaßen, eins. neben H. Johann Daniel Wurtzen dem handelßmann anders. Mons. Vannum dem würth Zum Artischock, hinden auff Gregorium Böris den Schloßer stoßend. Daran die übrige fünff Sechste theil eingangs gemelten Butzischen Kindern vnd Erben, alß Mütterlich Guth gehörig. Von der gantzen behaußung gehen Jahrs 3. lb 15 ß gelts Herrn Julio Reichelt Mathem: Prof: alhier alß usufructuario weÿl. frawen Catharinæ Reicheltin gebohrner Kohlöffelin Seiner Zweiten haußfr. seel: Verlaßenschafft, welche dießes Capital Zu außweißung weÿl. H. Johann Conrad Werners des Huffschmidts seel. auff dießer behaußung Insonderheit Zuerfordern gehabter 100. Reichßthaler hergeschoßen, vnd damit in deßen Recht gestand. volgends dem Verstorbenen seel. Crafft dero auffgerichteten Testamenti legirt, doch dergestalten, doch dergestald. daß er solches obgemeltem Herrn Professori Reichelten Ihrem Eheherrn Zeit lebens à 5. pro Ct° verzinßen, nach deßen tod aber Ihme Herrn Butzen seel. oder deßen Erben eigenthümlich. gebühren und auff dießer Behaußung assignirt werden solle, thut 75. lb. d.
Item 10. lb d gelts auff Michaelis Herrn Johann Adam Nageln dem Küeffer vögtlicher weiße, so hiebevor denen Wernerischen Erben verzinßt word. in Capital ablößig mit 250. lb.
Item hat der verstorbenen seel. noch vff dießer behaußung ein Capital zuerfordern, so Ihme gedachte sein Kind., laut des, den 19.ten Julÿ 1708 beÿ E: E: Löbl. Vogteÿgericht auffgerichteten Vertrags schuldig worden, wie daselbsten vmbständlichen Zubefinden 95 lb 2 ß 3 d. Thun vorstehende beschwerden Zusammen 420. lb 2 ß 3 d. Daran dißseitiger Sechstetheil beÿzutrag. 70. lb 4 ½ d. Solchemnach ist vorstehender Antheil von obgeschriebener Behaußung über Abzug nechst pecificirter beschwerden, angeschlagen wie solche den 25° 7.bris 1714 erkaufft worden pro 130. lb. Vnd besagt über dießen erkaufften Sechstentheil ein teutsch Perg : Kauffbrieff, in allhießig. Cancelleÿ Contractstuben gefertigt, datirt den 25° 7.bris 1714. inhaltend welcher gestalten dießer Sechstetheil von weÿl. Johann Georg Butzen des geweßenen Kauffhauß Küffers Creditoren erhandelt word.
Series rubricarum Erstlich der Wittib unverändertes Vermögen, Sa. haußraths 61, Sa. des silbers 17, Sa. der Guldenen Ring 36, Sa. der Pfenningzinß hauptgüther 231, Sa. der Schuld 50, Sa. der Ergäntzung 410, Summa summarum 807 lb
Der Erben unveränderte Nahrung, Sa. haußraths 110, Sa. Holtzes, Reiff undt bandt etc. Zum Küeffer Handwerck gehörig 36, Sa. des Silbers 12, Sa. der Guldenen Ring 8, Sa. des Pfenningzinß hauptguths 30, Sa. der Schulden 156, Sa. d. Ergäntzung 280, Summa summarum 635 lb – Sa. der Schulden 50 lb, Nach solchem abzug 585 lb
Das Theilbahr Guth, Sa. des Haußraths 33, Sa. der leeren Vaß 13, Sa. des holtzes, Reiff und Bandt etc. 64, Sa. des Silbers 1, Sa. des Eigenthumbs ane einer behaußung 130, Sa. d. Schuld. 15, Summa summarum 258 lb – Sa. der Schulden 735 lb
Conclusio finalis Inventarÿ dem Stall tax nach 1194. lb
Bericht, Wegen der behaußung In der Straßen so des Verstorbenen seel: Kindern und Erben maß Mütterlich Guth gehörig, Sie aber dem Vatter seel. Zeit lebene Zu bewohnen In besitz gelß. und nunmehr denenselben eigenthümlich heimgefallen (…)
Wÿdembs Verfangenschaft. Es hat Herr Julius Reichelt Professor Mathem: alhier von weÿland Frauen Catharina Kohlöffelin seiner zweiten haußfrauen seel. noch ad dies vitæ Zugenießen so vff vorernandten behaußung In der Stras versichert stehet, vnd demselben Jährlich à. 5. pro Cento verzinßt würd.
Eheberedungs Copeÿ (…) So beschehen den 27. Junÿ Im Jahr des Herrn alß mann Zahlte 1710

Les préposés de la Taille font figurer la succession dans leur registre parce que les impôts acquittés étaient calculés d’après une fortune sous-évaluée de 300 florins (150 livres) sur un total de 2 400 florins. Sa fille Anne Madeleine, femme de Jean Philippe Wagner tonnelier à Flonheim, doit en outre régler le droit de détraction.
1716, Livres de la Taille (VII 1175) f° 208
(Kieffer, F. N° 1792) Weÿl. Geörg Wilhelm Butzen geweßenen Kieffer und burgers alhier Verlassenschafft inventirt H. Not. Pantrion.
Concl. fin. Inv. ist fol. 95, 1194. lb, die machen 2400. fl, Verstallte 2100. fl., Zu wenig 300. fl.
Warvon der Nachtrag gerechnet wird auff Sechß Jahr in duplo a 18 ß th. 5 lb 8 ß
Und auff Vier Jahr in simplo à 9 ß th. 1 lb 16 ß
Extat kein Stallg.
Gebott, 1 ß 4 d
Abhandlung 1 lb 7 ß 6 s
Summa 8 lb 12 ß 10 d
Abzug. Anna Magdalena geb. Butzin Johann Philipp Wagners Kieffers Zu Flohnheim in der Pfaltz Ehel. Haußfrau soll von angefallenem Vätter: und Mütterl. Erbe der 39. lb. 14. ß 2. d. den Abzug erlegen mit 2. lb
dt. omnia d. 11° Jan. 1718.

Marie Cléophée Braun meurt en 1726 dans une maison rue des Frères en délaissant pour héritières testamentaires ses deux sœurs.

Les enfants de Georges Guillaume Butz vendent la maison au marchand épicier Jean Frédéric Feschott et à sa femme Marie Salomé Saltzmann moyennant 975 livres

1722 (15.1.), Chambre des Contrats, vol. 596 f° 17-v
H. Daniel Schnitzler huffschmidt als Vogt weÿl. Georg Wilhelm Butzen gewesten Kieffers dreÿ Kinder nahmens Daniel, Georges Wilhelm und Susanna Salome der Butzen, ferner Johann Friedrich Butz Schneider, So dann erstgem. Schnitzler und Butz im nahmen Margaretha Butzin Peter Wagners des kieffers zu Mannweiler wohnhaft ehefrauen
in gegensein H. Johann Friedrich Feschot Specierers und Fr. Mariæ Salome geb. Saltzmännin
Eine behausung bestehend in Vorder: und hinderhauß höfflein und hoffstatt mit allen derselben gebäuden, begriffen, weithen, zugehörden, Rechten und gerechtigkeiten /:auch der servitute eines aus dem würtzischen hauß geleiteten Nachs:/ allhier ahne der Straß, einseit neben Daniel würtzen dem handelsmann anderseit neben Johann Friedrich Dürrbach dem Kupfferschmdt, hinten auff Hieronymi Berus des Schloßers seel. Wittib und Erben – um 975 pfund

Jean Frédéric Feschott, originaire de Montbéliard, fait dresser un état de fortune pour devenir bourgeois
1709 (27.4.), Not. Goldtbach (6 E 41, 229) n° 46
Summarische designation der Jenigen Nahrung, so herrn Johann Fridrich Feschotte, dem ledigen Handelßmann Von Mümpelgart gebürdig, Eigenthümlichen Zuständig
Sa. haußraths 50
Item bekandte derselbe handtreulichen, Welches auch herr Daniel Bernhardt, wohlbestellter dreÿer deß alhießigen vhmgeltes bezeiget, daß ihne sein herr Vatter ein weitmehrers als er hierzu nötig, theils in wahren, theils in baarem geltt überschicken wird, damit er die hadlung anfangen kan.
Actum Straßburg den 27. Apr. 1709.

Jean Frédéric Feschott achète le droit de bourgeoisie le 13 mai 1709.
1709, 3° Livre de bourgeoisie p. 1273
Joh: Friderich Feschotte derspecirer V. Mümpelgard, erkaufft das burgerrecht p. 6. gold fl. 6 ß wird Zum Spiegel dienen, Jur. d. 13. May 1709.

Tributaire au Miroir, Jean Frédéric Feschott cotise à la tribu des Tonneliers pour vendre du vinaigre
1710, Protocole de la tribu des Tonneliers (XI 393)
(f° 91) Dienstags den 11.ten february Anno 1710 – H Johann Friderich Feschott der Handelsmann Empfieng das Zunfftrecht als Zudiener mit gelt wegen deß Eßigschancks gegen 2 lb 10 ß d gebühr vnd pro Zunfftschreiber und bittel 2 ß 6 d.

Fils du marchand Georges Pierre Feschotte, Jean Frédéric Feschotte épouse en 1710 Marie Salomé Saltzmann, fille de l’avocat Jean Raoul Saltzmann : contrat de mariage, célébration
1710 (10.6.), Not. Pantrion (Jacques Christophe, 40 Not 70)
Eheberedung – der Wohl Ehrenveste vnd vorachtbahre Herr Johann Friderich Feschotte, der ledige Handelsmann, des Wohl Ehrenvesten, Hochachtbahre, und Wohlweiße Georg Peter Feschotte, Handelsmanns und burgers Zu Mumpelgart, auch beÿ löblicher Evangelischer Gemeinde alda wohlverdienten Eltister, Ehelicher Sohn, einen besonderen Ehelichen willen, lieb und affection
Zu der hoch Ehren und Viel Tugendreichen Jungfrawen Mariæ Salome Saltzmännin, des Wohl Edel vesten und Hochgelehrte, Herrn Johann Rudolph Saltzmanns, J. U. Ddi und E. E. großen Raths wohlverdienten Procuratoris et Advocati ordinarii Ehelich erzeugter Jungfrauen dochter gewonnen
Beschehen und verhandelt in der Königlichen Statt Straßburg Dienstags den 10. Junii 1710.

Mariage, Temple-Neuf (luth. f° 214-v n° 946)
1710. Mittwoch den 25. Junÿ Seind nach 2.mähl. Proclamation ehl. copulirt worden H. Joh: Friedrich Feschott der ledige Handelsmann H Peter Feschott burgers und Handelsmanns auch Kirchenpfl. Zu Mumpelgart ehl. Sohn, und J. Maria Salome, H. Joh: Rudolph Saltzmann U. J. Ddt und E. E. großen raths Procurat. und Advocati ehl. dochter [unterzeichnet] Johann Friderich Feschott als hochzeiter, Maria Salome Saltzmännin als hochzeiterin (i 214)

Les nouveaux mariés font dresser l’inventaire de leurs apports dans une maison Grand rue près de la rue de la Lanterne. Ceux du mari s’élèvent à 413 livres, ceux de la femme à 576 livres. L’acte porte une date antérieure au contrat de mariage.
1710 (28.5.), Not. Pantrion (Jacques Christophe, 40 Not 22)
Inventarium über Johann Friderich Feschotte Handelßmanns und Frauen Mariæ Salome gebohrner Saltzmännin, beeder Eheleuthe vnd burgere zu Straßburg einander in den Ehestand Zugebrachte Nahrung auffgerichtet in Anno 1710. (…) Crafft ihrer mit einander auffgerichteter Eheberedung alß ein unverändert guth in den Ehestand Zugebracht – So beschehen in Straßburg, den 28. Maÿ 1710.
In einer alhie Zu Straßburg ane der obern Straßen Am Lucernen gäßel gelegener Behaußung so beede Eheleüthe lehnungs weiße bewohnen, ist befunden worden wie volgt
(f° 12) Series Rubricarum . Des Ehemanns unveränderte Nahr. Sa. haußraths 106, Sa. wahren zun Specereÿhandel gehörig 250, Sa. Silbers 23, Sa. guldener Ring 34, Summa summarum 413 lb
Der Frawen unveränderte Nahrung, Sa. haußraths 144, Sa. Silbers 56, Sa. Guldenen Ring 115, Sa. der baarschafft 260, Summa summarum 576 lb

Jean Frédéric Feschott meurt en 1733 en délaissant ses frères et sœurs pour uniques héritiers. Les experts estiment la maison à 1 100 livres. La masse propre à la veuve est de 2 263 livres, celle propre aux héritiers de 502 livres. L’actif de la communauté s’élève à 4 873 livres, le passif à 4 453 livres.

1733 (16. 9.br), Not. Lang l’aîné (Jean Daniel, 25 Not 47) n° 416
Inventarium über Weÿl. des Wohl Ehrenvest und Großachtbahren Herrn Johann Friderich Feschotts, geweßenen vornehmen Burgers und Handelsmanns allher nun mehr seel. Verlaßenschafft Auffgerichtet Anno 1733. – Nach deme derselbe den 30. Augusti dießes jetztlaufenden 1733.ten Jahrs Von dem lieben Gott aus dießer welt seelig abgefordert worden, Zeitlichen hinder sich Verlaßen (…) durch die Viel Ehren und tugendgezierte Frau Mariam Salome Feschottin gebohrne Saltzmännin, deß defuncti geweßene frau Eheliebste und nun malige Wittib wie auch Mariam Salome Schnitzlzein die dienstmagd im hauß (…) geäugt und gezeigt – So beschehen allhier Zu Straßburg auff Montag den 16. 9.br. et seq. anno 1733.
Der seelig Verstorbene herr Feschott hat ab intestato Zu Erben verlaßen, wie folgt 1. H. David Feschott, den webern und Burgern Zu Mumpelgard, deßelben eheleiblichen brudern, welcher seine stelle hiebeÿ selbten vertretten, 2. Frau Mariam Magdalenam Rosselln gebohrne Feschottin, H Peter Rossell, Metzgers v. Burgers Zu gedachtem Mumpelgard ehegattin, deßen eheleibl. Schwester, in deren Nahmen Jgf. Anna Catharina Roßell deroselben leedig. bereits majorenne tochter Zugegen ware, 3. Frau Catharinam Elisabetham Reyau geb. Feschottin H. Leopold Friderich Reyau, Ferbers und burgers Zu ermeltem Mumpelgard ehewürthin, in deren Nahmen erstgedachter ihr Ehevogt dem geschäft in Persohn beÿgewoht. Zu Welcher dreÿen Frembden allhier ohnverburgerten Erben Nahmen hiebeÿ Ferner Persönlich erschienen den wohl Ehrenvest und Großachtbahre Herr Ernst Friderich Mollinger Vornehmer Banquier und E: E: großen Raths alten auch E. E. Kleinen raths jetzmahliger wohlverordneter Assessor als aus wohl Ermelten Kleinen raths Mittel Krafft Extractus Memorialis Vom 10. Novembris 1733. hierzu inspecie abgeordneter Herr.

In einer allhier Zu Straßburg ane der Langen Straß gegen der Schuhmacher gaß hinüber Gelegenen, in diese Verlaßenschafft gehörigen und hernach beschriebenen behausung befunden worden, wie volgt
Ane Höltzen und Schreinwerck (…) In der untern Stub, In dem Keller, In dem Gewölb
(f° 11) Antheil ane einer Bibliothec (W.) Die von der Frau Wittib Hern Vatters längst seel. hinderlaßenen Bibliothec, auff absterben deroselben frauen Mutter, nun auch seel. annoch vorhanden geweßene Bücher (…) darzu Kommet der Vierdte theil welchen die Fr. Wittib Von weÿl. Jgfr. Annæ Margarethæ Saltzmännin Ihrer ledigen standts verstorbenen Schwester seel. fünfften theil ererbt hat
(f° 17-v) Eigenthumb ane einer Behaußung (T.) Ein Vorder und hinderhauß, höfflin und hoffstatt gelegen allhier Zu Straßburg ane der langen Straßn, ohnfern St. Barbaræ Gaßen, einseith neben Friderich Dürbach, dem Kupfferschmid Zum theil undtheils neben Joh: Philipp Börißen, dem Schloßer, anderseith neben weÿl. H. Joh: Philipp Leiterspergers gewesenen einigen Söhnlein und Erben, Vornen auff die straß gegen der Schumachergaß hinüber auß sehend und hinden theils auff obgemelten Mstr Börißen v. Zum theil auff das Leiterspergische hauß stoßend, so eigen und durch (die Werckmeistere) vermög deroselben ad Conceptum geliefferter schrifftl. Abschatzung vom 17. 9.bris 1733 angeschlagen pro 2200. fl. oder 1100 lb.
Davon gefallen Jährlichen auff den 1.t Januarÿ 8. lb d Zu 4 pro Cento gerechneten Geldzinßes Joh: Friderich Butzen dem Schneider und burgern allhhier et Consorten, wiederlößig im restirenden Kauffschillings Capital mit 200 lb. Ferner reicht man davon Jährl. auff Annunciationis Mariæ et Michaelis und also von halb Jahr Zu halb Jahr 12. lb. macht vor d. gantze Jahr 24. lb s Zu 4. pro Ct° gerechneten Gedzinßes H. Joh: Niclaus Würtzen, dem reformirten Handelsmann allhier, redimibel in hauptgut mit 600 lb. Welche beede auff dem hauß hafftende Capitalia Zusammen antreffen 800 lb Nach deren Abgang Verbleibt ane obigem Abschlag annoch per rest übrig v dißorts außzuwerffen 300. lb.
Dieße Behaußung ist wehrender Ehe Von denen Butzischen Interessenten erkaufft und A° 1722. in allhießiger Cancelleÿ Contractstuben behörig verschriben worden, davon sich aber der Kauffbrieff dißorts nicht befunden. Hiengegen ist Vorhanden ein alter teutscher pergament. Kauffbrieff in allh. C Contractstuben gefert. und mit dero Anhang. Ins. Verw. dat. den 25. Sept. A° 1714. weisend wie Georg Wilhelm Butz der Küeffer allhier einen sechsten theil dißer behaußung ehedeßen Kaufflichen ane sich gebracht, dat. den 25. Sept: A° 1714. Dabeÿ noch 2 alte teutsche pergam: Kauffbrieff in ermelter Contractstuben gefert. v. mit dero anhang. Ins. corrob: davon der eine datirt den 1. febr. A° 1678 und der andere den 11.ten Nov. A° 1650. beede über die völlige Behaußung besagend, mit altem N° 1 notirt v. dabeÿ gelaßen.
Pro Nota. Die Zinnß Von denen beeden auf dem hauß hafftenden Capit. seind und Zwar von denen Butzischen biß den 7. Januarÿ 1733. und Von deren Würtzischen bis Mich. 1733. einschließlichen gerechnet, bezahlet.
(f° 33) Ergäntzung der Frau wittib abgegangenen Unveränderten guth. Vermög Inventarÿ über Ihro der Frauen Wittib und dero Verstorbenenn Eheherrn seeligen einander in die Ehe Zugebrachte Nahrungen durch Herrn Notarium Jacob Christoph Pantrion in A° 1710. gefertiget
(f° 36) Series rubricarum hujus Inventarÿ. Der hinderbliebene, Frau Wittib unverändert Vermögen, Sa. haußraths 154, Sa. Antheil ane einer Bibiothec 7, Sa. lährer Vaß 7, Sa. Silberg. v. geschm. 203, Sa. gold. Ketten, Ring, Peerl. v. dergl. geschm. 207, Sa. baarschafft 17, Sa. Pfenningzinß hauptguths 76, Sa. Schuld 150, Sa. Ergäntzung (1997, Abgang 558, verbleibt) 1438, Summa summarum 2263 lb
Dießemnach Wird auch der Erben ohnveränderte Nahrung beschrieben, Sa. haußraths 106, Sa. lähren Vaßes 14 ß, Sa. Silbergesch. 40, Sa. Gold. geschmeid 29, Sa. Ergäntzung (494, Abgang 18, Verbleibt) 475, Summa summarum 652 lb – Schulden 150, Nach deren Abgang 502 lb
Endl. wird auch das gemein verändert und theilbar Guth beschrieben, Sa. haußraths 308, Sa. Schiff und geschirr Zur Specereÿ handlung gehörig 45, Sa. Gewerbs wahren 2021, Sa. Wein, Brandwein v. Vaß 235, Sa. Silbergsch. 45, Sa. gold. Ring 21, Sa. baarschafft 1459, Sa. Eÿgenthbs. ane einer behaußung 300, Sa. Schulden 434, Summa summarum 4873 lb – Schulden 4453, In Compensatione 420 lb
Stall Summa 1941 lb
(f° 42) Copia der Eheberedung (…) Beschehen und verhandelt in der Königlichen Statt Straßburg Dienstags den 10. Junii 1710.
Copia Codicilli reciproci. 1731. (…) auff Donnerstag den 8. Martÿ Abends zwischen Sechs, Sieben und Acht Uhren, beÿ zweÿe, hellbrenenden liechtern (…) persönlich erschienen der wohl Ehren Veste und Großachtbahr herr Johann Friderich Feschott, vornehmer burger und handelsmann allhier, auch mit und beneben Ihme, die Viel Ehren und tugendreiche Frau Maria Salome Feschottin gebohrne Saltzmännin, deßelben Frau Eheliebstin (…) Johann Daniel Lang Notarius publicus
Abschatzung d. 17. 9.bris Aô 1733. Auf begehren Weÿ: des Ehren Vesten und vorachtbahren Herrn Johann Friderich Fechotte gewesenen handelsmann seel. hinter laßene fraw Wittib und Erben, ist eine behausung allhie in der Statt Straßburg in der langen Straß gegen dem bierhauß Zur Ketten über gelegen; eiseits neben H. XIII. Leÿdersperger seel. hinderlaßenen Fr. Wittib anderseits neben Friedrich dirrbach Kupfferschmidt hinden auf Mstr Philipps Beris schloßers stosend, welche behausung, hinder gebäw, Stuben, Kammern, Küchen Esch: Kasten, laden, Contor, gewölbter Keller, höffel, gumpff bronne, und tränckstein sambt aller gerechtigkeit wie solches durch der Statt Straßburg geschwornen Werck leüthe sich in der besichtigung befunden und jetzigem preiß Nach angeschlagen wird Vor und umb Zweÿ Tausend und Zweÿ Hundert gulden. Bezeichnüß durch der Statt Straßburg geschworene Werckleuthe [unterzeichnet] Michael Ehrlacher Werck Meister deß Meinsters, Johann Jacob Biermeÿer Werck Meister deß Zimmerhoffs, Johann Peter Pflug Werckmeister deß Mauer hofs

Les préposés de la Taille font figurer la succession dans leur registre parce que les impôts acquittés étaient calculés d’après une fortune sous-évaluée de 1 700 florins (850 livres) sur un total de 4 300 florins. Les héritiers non bourgeois doivent en outre régler le droit de détraction.
1734, Livres de la Taille (VII 1177) f° 338-v
(Spiegel F. N° 6332) Weÿl. H. Johann Friderich Feschotte gewesenen Handelßmann und Burgers alhier Verlaßenschafft inventirt H . Not. Lang.
Concl. Fin. Inv. ist Fol. 256. – 1941. 11. 6. Darzu gelegt die auf den Wahren abgezogene Besserung mit 673. 15. 5., Summa 2615. 6. 11.
Hiengegen werden umb ersuchung des Nachtrags willen abgezogen die außständige nicht genoßene activa thun 434, rest 2181. 6. 4. die machen 4300 fl. Verstallte 2600 fl. Zu wenig 1700. fl.
Nachtrag Sechs Jahr in duplo à 5 lb 2 ß – 30. 12
Und Vier Jahr in simplo à 2 lb 11 ß – 10. 4.
Extat kein Stallgeltt
Gebott – 3 ß
Abhandlung – 2 lb 15 ß 6 d – Summa 43. lb 14 ß 5
Weilen die Wahren dem vero pretio und nicht dem Einkauff nach angeschlagen worden, alß haben die Herren dreÿ erkannt daß deßhalben 700 fl. passirt werden sollen, geht also ab 16 lb 16 ß – Rest 26 lb 18 ß 6 d
dt. 9. Aug 1734.
Abzug. Samtliche Erben Von Montbeliard haben Von Finito usufructu anfallenden 410. lb 2 ß 1 s den Abzug zu erlegen mit 41 lb 2 ß
dt 31. Augusti 1737.

Les héritiers Feschott cèdent leurs droits à la veuve, notamment ceux sur la maison

1737 (19.11.), Chambre des Contrats, vol. 611 f° 791-v
weÿl. H. Johann Friedrich Feschott gewesten handelsmann hinterlassenen geschwisterden und hæredes ab intestato David Feschott des leinenwebers und burgers zu Mömpelgard, Maria Magdalena geb. Feschott Peter Rossel gewesten Metzgers allda ohnbevögtigt wittib und dann Catharina Elisabetha geb. Fechott Leopold Friedrich Rayot des färbers daselbst ehefrau und deren ehevogt mandatarius Heinrich Eberlin der Seÿler in ged. Mömpelgard
anfangs benannten H. Fechott hinterlassener Wittib Fr. Mariæ Salome geb. Saltzmännin anjetzo H. Christian Mentzel des handelsmanns eheliebstin als usufructuariæ universalis ad dies vitæ ihres verstorbenen erstern Ehemanns seel. Verlaßenschafft, vor H. Not. Johann Daniel Lang am 8. Martÿ 1731 errichteten Codicillo reciproco §° 3. den lebtägigen wÿdum seiner samtlichen Verlaßenschafft, mit ausnahm des den haußarmen geordeten legats
die proprietatem nudam des sambtlichen von benannten H. Fechott (…) in dem A° 1733 durch H. Not. Lang darüber errichteten Inventario beschriebenen vermögens
und besonders zween dritte theile einer in der langen straß, einseit neben Friedrich Dürrbach dem kupfferschmidts zum theil und theils Johann Philipp Böres dem schloßer, anderseit neben weÿl. S.T. H. Johann Philipp Leitersperger gewesten Fünffzehners Fr. wittib Fr. Maria Salome geb. Leiterspergerin, hinten auff theils ebendieselbe theils ged. Böres, gegen der Schuhmachergaß hinüber gelegen in Vorder und hinder hauß, höffelin und hoffstatt cum appertinentis bestehend, währender Ehe erkaufften behausung – um 750 pfund

La veuve Marie Salomé Saltzmann se remarie en 1737 avec le marchand Chrétien Mentzel : contrat de mariage, célébration. L’épouse stipule que la maison qu’elle compte acquérir des héritiers de son premier mari restera son bien propre quoiqu’il aura été acquis pendant la communauté
Copia der Eheberedung – zwischen dem Wohl Ehrenvesten und Großachtbaren Herrn Christian Mentzel Wittibern, Vornehmen Burgern und Handelsmann allhier, alß dem Herrn Bräutigamb, ane Einem, So dann der Viel Ehren und hoch tugendgezierten Frauen Mariæ Salome Feschottin, gebohrner Saltzmännin, Weÿland des Wohl Ehren Vest und Großachtbaren Herrn Johann Friderich Feschotts, geweßenen Vornehmen burgers und handelsmanns allhier, nun seeligen hinterlaßener Frau Wittib als der frauen Hochzeiterin, ane dem andern theil
Und demnach Siebendens, die Frau Hochzeiterin Eingangs Wohl Ehren gedachten Herrn Johann Friderich Feschotts Ihres ersten Eherherrn seeligen Verlaßenschafft vermög deroselben mit einander auffgerichteten Codicilli reciproci, lebtägig wÿdumsweise zu genießen berechtiget, wegen solcher Erbschaft aber mit sein Herrn Feschotts seeligen Erben von Mömpelgard sich abzufinden und selbige eigenthümlichen an sich Zu erhandlen gesinnet ist, wie sie dann würcklichen deßhalben mit einander die Tractaten stehen, alß hat Sie die Frau Hochzeiterin, mit Consens und Genehmhaltung des Herrn Bräutigambs, sich hierbeÿ ausdrucklichen vorbehalten, daß was dieselbe durch sothanen mit Ihres erstern Eheherrn seeligen Erben vorhabenden Vergleich ane Nahrung warunter dann auch in Specie die zween drittetheil ane der in die Feschottische theilbare Mass gehörigen Vorder und hinder behaußung, Höfflein und Hoffstatt, mit allen übrigen deroselben begriffen und Zugehörden, gelegen allhier Zu Straßburg ane der langen Straß, ohnfern St. Barbaræ Gaßen, einseith neben Friderich Dürrbach dem Kupfferschmid Zum theil, und theils neben Joh: Philipp Berußen, dem Schloßer anderseit neben Frauen Fünffzehnerin Leiterpergerin, hinden Zum theil wider auf dieselbe und theils auff gemelten Berußen stoßend, mitbegriffen und Zuverstehen seÿn solle, in Eigenthumbs weiße erlangen wird, Keines Wegs als ein in wärender Mentzerlischen Ehe erkaufftes Guth angesehen, noch Künfftig Vor theilbar geachtet, weniger der Herr Bräutigamb oder die seinige, zween dritte theil daran zu prætendiren berechtiget, sondern viel mehr alles das jenige, waß von gemelter Feschottischer Succession herrühret, mithien auch insonderheit die Zween dritte theil Haußes, alß ein von der frauen Hochzeiterin in die Ehe bringendes oder wehrenden Ehestands von Ihrer Seithen her erlangtes Guth angesehen, einfolglich auff begebenden fall Ihro oder Ihren Erben vor ohnverändert und eigen Zugeschrieben werden, auch gebührig seÿn und verbleiben, hingegen aber auch was sie die Frau Hochzeiterin denen Feschottischen Erben deßhalben heraußgeben und bezahlen wird, auß dem Ihrigen alleine Zuleÿen und von deroselben ohnveränderten Guth sich behörig abziehen Zu laßen, schuldig und verbunden seÿn sollen – Beschehen und verhandelt seind dieße Ding in der königlichen Statt Straßb. auff Donnerstag den 12. Septembris Anno 1737. Johann Daniel Lang, Notarius publicus

Mariage, Temple-Neuf (luth. f° 165, n° 622)
1737. Eodem [25. Sept.] sind nach ordentlicher ausruffung ehelich eingesegnet worden H. Christian Mentzel der Ledige handelsmann burger und Wittwer alhier und Frau Maria Salome weÿl. H. Joh: Friderich Feschott deß burgers und Handelsmanns hinterlaßene Wittib [unterzeichnet] Christian Mentzel als Hochzeiter, Maria Salome Feschottin als hoch Zeiterin (i 169)

Fils du teinturier Raoul Mentzel de Sorau en Lusace, Chrétien Mentzel épouse en 1724 Marie Salomé Lochmann, fille du marchand Jean Frédéric Lochmann : contrat de mariage dont la minute n’est pas conservée, célébration
1724, Not. Hoffmann (Christophe Michel, rép. 65 not 12) n° 465
H Christian Mentzel, ledigen Kauffmanns
und Jungfrauen Mariä Salome Lochmännin

Mariage, Temple-Neuf (luth. f° 26 n° 102)
1724. Eod. [Mittw. d. 6. Xbr] Sind nach 2. maliger Proclamation ehelich Copulirt v. eingesegnet word. H. Christian Mentzel der ledige Handelsmann von Sorau in Sachsen, weÿl. H. Rudolph Mentzel gewesenen Burgers Kunst v. schönfärbers daselbst nachgel. ehl. Sohn, v. Jgfr. Maria Salome weÿl. H Johann Friderich Lochmanns gewesenen b. v. handelsm nachgel. ehl Tochter [unterzeichnet] Christian Mentzel als Hochzeiter, Maria Salome lochmannin als hochzeiterin (i 29)

Chrétien Mentzel devient bourgeois deux mois après son mariage
1725, 4° Livre de bourgeoisie p. 915
H. Christian Mentzell d. Handelsmann Von Sorau in Nidersachsen Geb. erhalt das burgerrecht Von sein ehefr. Maria Salome Lochmänin weÿl. Geörg Friderich Lochlans gewes: b. undt handelßmann allhier Hinterl. tochter umb die tertz d. alten burgersch. will beÿ E E. Zunfft Zum Spiegel dienen. Jur d. 10.t feb 1725.

Marie Salomé Lochmann meurt en octobre 1725. Les biens du mari s’élèvent à 275 livres, ceux de son héritière à 366 livres.
1725 (28. Xbris), Not. Hoffmann (Christophe Michel, 19 Not 22) n° 724
Inventarium über Weÿland der Viel Ehren und Tugendtreichen Frawen Mariæ Salome Mentzelin gebohrner Lochmännin, des Ehren und vorgeachten herrn Christian Mentzel Kauffmanns und burgers allhier gewester Ehelichen Haußfrawen nunmehro seel. Verlaßenschafft, auffgerichtet Anno 1725. – nach ihrem am 28. 8.bris Jüngsthien ohne Kinder und leibes Erben genommenen tödlichen hientritt, hie Zeitlichen verlaßen, wie solche verlaßenschafft auf freundliches ansuchen erfordern und begehren der viel Ehren und tugendsahmen Frauen Mariæ Salomeæ Justin gebohrner Kürschnerin Herrn Gregorÿ Justen des Handelsmanns und burgers allhier geleibten Ehegattin alß doßorts leiblichen Mutter und Einiger Erbin (…) So beschehen Straßburg den 28. Xbris 1725.
Copia der Eheberedung
Summa summarum des Wittibers ohnverändert Vermögen 275 lb
Summa summarum der Erbin sambtlich ohnveränderter Nahrung 366 lb
Conclusio finalis Inventarÿ 641. lb
Wÿdums Verfangenschaft. Es hatt H. Sebastian Gerlach der Kauffmann und burger alhier weÿland Frauen Evæ Barbaræ Gerlachin gebohrne Lochmännin seiner verstorbenen Frawen seel. sambtliche Verlaßenschafft Zu einem lebtägigen Genuß, an welcher verlaßenschafft die abgeleibte Frau Mentzelin seel. als instituirte mit Erbin ein vierten Stammtheÿl participirt (…)

Chrétien Mentzel passe un accord avec sa belle-mère Marie Salomé Kürschner et son beau-père Grégoire Just avec lequel il est associé.
1726 (27.7.), Not. Oelinger (J. Jacques, 35 Not 12) n° 412 (378)
Zuwißen seÿe hiemit, demnach auf tödliches ableiben weÿlandt frauen Mariæ Salome Mentzelin gebohrene Lochmännin H. Christian Mentzel handelßmanns Undt Burgers allhier geweßener Ehefrauen seel. so in absteigender linie ohne Kinder und Notherben verstorben, sich Zwischen Ihme H. Mentzeln alß Wittibern Vnd Frauen Mariæ Salomeæ Justin gebohrner Kürschnerin, H. Gregori Justen auch Handelsmanns und burgers allhier Eheliebstin Vnd der Verstorbenen Fr. Mentzelin Eheleiblichen Mutter vnd iin linea ascendenti eintzig ab intestato hinterlaßener Erbin pt° Ihr Fr. Mentzelin Verlaßenschafft vnd den Zwischen Ihme H Justen vnd H Mentzeln der handlung halber gehabten Societæt, einiger Zwietracht, streit und differentien erhoben, so Ist zu abstellung derselben wie auch Zu Erhaltung Christliebender friedt und Einigkeit, wie auch Zu Erhaltung fernerer freundschafft, vnd Zwahr vf seithero der Fr. Justin bloß vnd allein auß sonderbahrer gegen Ihme H Mentzeln tragend: vnd habender incination halben (…)

Chrétien Mentzel obtient le droit de revendeur à la tribu de la Mauresse
1737 (23. 8.br), Protocole de la tribu de la Mauresse (XI 258)
(f° 332-v) Mittwochs den 23. Octobris 1737 – Neuer Großer Gremp
H. Christian Mäntzel, der handelsmann, welcher weÿland H. Johann Friderich Fechotte geweßenen handelsmanns Wittib geheÿrathet, bittet um das Große Grempen Recht. Erkand, gegen Erlag der Gebühr willfahrt. Zahlte Vor den Pfenningthurn 2 lb, Vor der Zunfft gebühr 2 lb 10 ß, Und Einschreib geld 2 ß

Il cotise à la tribu des Tonneliers pour pouvoir vendre du vinaigre
1737, Protocole de la tribu des Tonneliers (XI 394)
(f° 380) Dienstags den 3. 10.bris 1737 – Hr Christian Mentzer der Specierer erhalt den Eßig schanck und Zahlt 2 lb 6 s prot. 2 ß 6 d.

Chrétien Mentzel meurt en 1747 en délaissant des héritiers collatéraux en Lusace et en Silésie. Les experts estiment la maison Grand rue à 1 500 livres. La masse propre à la veuve est de 3 515 livres, celle des héritiers de 2 457 livres. L’actif de la communauté s’élève à 5 580 livres et le passif à 4 914 livres.

1748 (16.2.), Not. Koch (Matthias, 6 E 41, 480) n° 386
Inventarium über Weÿl. des Wohl Edlen Wohl Ehren Vest v. groß Achtbahren Herrn Christian Mentzels gewes. vornehm. handelsmanns v. b. allh. Zu Straßburg nunmehr seel. Verlt. auffgerichtet Anno 1748. – nach seinem d. 11.t Decembris des nächst hingelegten 1747. Jahrs geschehenem tödl. Ableiben hie Zeitl. Verlaßen, Welche Verlt. auf freundliches Ansuchen v begehr d. ane hernach folgendem fol° benandter Erben, inventirt vnd ersucht dh. die Wohl Edle Viel Ehren und tugendbegabte Frau Mariam Salome Mentzelin geb. Saltzmännn die hinterbliebene frau Wittib beÿstandl. des Wohl Edel vnd Wohlgelehrt vnd Hochachtbahren Herrn M. Joh: Jac. Dieterlin berühmten Organisten v. vornehmen burg: alhier dero herren Schwagers – So geschehen v. angefangen in d. Königl. St. Strb: auff Montag d. 26.ten des Monaths febr: Anno 1748.
Der Verstorbene Herr seel. Hat ab intestato Zu Erben Verlas. als Volgt 1° T. Fr. Annam Elisabetham Stahnin, geb. Mentzelin, weÿl. T. H. N. Stahn geweßenen Handelsmanns Zu Goldberg in Schlesien nachgelas. fr Wittib, 2° Jgfr. Mariam Eleonoram Mentzel Wohnhaft Zu Sorau in der Oberlaußnitz, 3° T. H. Siegmund Mentzeln den Schwartz und Schönfärber v. b. zu ged. Sorau, Alle dreÿ des Verstorbenen H. seel. Geschwister v. Erben, Zu dreÿ gleichen Antheilern, in dero Nahmen Von Seithen E. E. Kl. Raths allh. S. T. H. Joh: Carl Spielmann J. U. Ltus v. E. E. großen Raths Alter v. jetzmahliger Wohlverdienter beÿsitzer E. E. Kl. Raths zu diesem Geschäfft abgeordnet wor. Wie dann auch vorgedachte Jgf. Maria Eleonora Mentzelin, in ihrem beÿ dem Concept befindlichen Schreiben de dato d. 22.ten Januarÿ jüngstin declariret, daß obwohlen sie und ihre Geschwistrige dem Geschäfft nicht in Persohn abwarten können, sie jedannoch mit allem dem was in dem geschäfft vorgenommen wird, vollkommen zufrieden seÿen

In einer allhier Zu Straßburg ane der lang. Straß ohnfern St. Barbarä Gaß geleg. hiehero eigenthümlich gehörigen behaus. ist befund. worden, als folgt
Ane Höltzen und Schreinwerck. Auff der Bühn, In dem gang vor der Magd Cammer, In der Cammer Lit. A., In der Magd Cemmer, Im Cammerlein Lit. B., In dem Meel Cämmerl., In der Waaren Cammer, In der obern Cammer mit den fenst. auff die gaß sehend,, In dem Hintern Stüblein, Vor vorgemeltem Stübel, In der obern vordern Stub, In dem Nebens Cämmerlein, In der untern Stub, In der Kuchen
(f° 22) Eigenthum ane Häußern (W.) Ein Vorder: v. hinterhauß, höffl. v. hoffstatt mit allen übrigen deroselben Begriffen, weiten, Rechten, Zugehörden v. gerechtigkeiten Zugleich auch mit der servitute eines aus dem Leiterspergischen Hauß geleiteten Nachs geleg. allh. Zu Straßb. ane d. Langen Straas geleg d. Schuhmacher Gaß hinüber, einseit neben Mr. Friderich Dürbech dem Kupfferschmidt zum theil v. theils neben Joh: Philipp Boris dem Schloßer, andersit neben Hn Dumesnil, dem Königl. Commissario, vornen auff die Straas, v. hinten theils auff vorgemelten Mr Boris v. Zum theil auff gedachten Hn Dumesnil stoßend, so leedig v. eigen, v. dh. (die Werckmeistere) nach Inhalt des beÿ dem Concept befindl. Abschatzungs Zeduls d.d. d. 14.en febr. jüngst hiehero angeschlagen word. pro 3000 fl. oder 1500. Diese Behaußung hat Weÿl. H. Joh: Friedr. Feschotte, gewesener Handelsmann v. b. allhier d. Fr: Wittib Erster Eheliebster seel. beneben ihro in dero Ehe Von denen Butzischen Interessenten an sich erkaufft v. A° 1722 in alllhies. C C stb. behörig verschrieben laßen, wie d. darüber errichtete, mit gemeiner Statt anhangendem Cantzleÿ Contr. Ins. Verwahrte perg. Kbr. d d. d. 15. Jan: A° 1722 mit mehrerem außweißet. Wie aber sein Hn Feschotte seel. Erben ihre an dieser Behauß. Von ihrem H. Brud. v. resp° oncle ererbte Zwo Tertzen zusamt deßen übrigen Verlaßensch. dh. alle v. jede Rubr: mit vorbehalt seiner Kleidung (…) d. nunmahligen Fr. Wittib als nutznießerin der gantzen Mass eigenthüml. cedirt b. überlaßen mithin d. Eigenthum mit dem Wÿdum vereiniget haben, Weißet 1. teut. perg. Kbr. in allhies. C. C. stb. gef. m. d°selb. anh. C. C. Ins. Verw. dat: d. 19. 9.br. A° 1737. worin unter anderen auch versehen, daß (…) Darbeÿ noch 3. a. teut. perg. Kbr. in ermelter C. C. stb. gef. v. mit d°sell. anh. Ins. verwahret dat. d. 25. 7.br. A° 1714. d. 1.t febr: A° 1678 v 11. 9.br. A° 1650. alle Zum theil mit altem v: theils mit neuerem N° 1 bemerckt
(T.) Eine Behaus.ane d. Westhaußer od. Schuhmacher Gaßen (…)
Copia der Eheberedung (…) Beschehen und verhandelt seind dieße Ding in der königlichen Statt Straßb. auff Donnerstag den 12. Septembris Anno 1737. Johann Daniel Lang, Notarius publicus
Ergäntzung der Frau Wittib währender Ehe abgegangenen ohnveränderten guths, Vermög Inv. über beeder nunmehr dh. d. Zeitl. Tod getrenner Ehepers. Einander vor ohnverändert in den Ehestand Zugebrachte Nahrunge, besagend durch Herr Joh: Daniel Lang Not. publ. & pract A° 1738 gefertiget
Series rubricarum hujus Inv. Der Frau Wittib unverändert Vermögen, Sa. haußraths 313, Sa. Schiff und geschirrs zum Specereÿ handel 25, Sa. Silbergeß. 131, Sa. Gold. Ketten, Ring, Perl. v. d. gl. Geschmeids 222, Sa. Pfenningzinß hauptguths 76, Sa. Eigenthums ane einer behaus. 1500, Sa. Schuld 75, Sa. Ergäntzung (2341, Abgang 571, Nach deren Abzug) 1770, Summa summarum 4115 lb – Schulden 600, Nach solchem abzug 3515 lb
Dießemnach wird auch der Erben Eigenthümliche Nahrung beschrieben, Sa. Haußraths 145, Sa. Schiff und geschirr Zum Specereÿ handel gehörig 6, Sa. Silber geschirrs 23, Sa. Gold. Ketten, ring v. dergl. geschmeid 33, Sa. der Ergäntzung (2324, Abgang 2, verbleibt) 2322, Summa summarum 2534 lb – Schulden 75, Compensando 2457 lb
Endlichen Wird auch das gemein verändert v. Theilb. Guth beschrieben, Sa. haußraths 105, Sa. Wein vnd lähre faß 119, Sa. Schiff und geschirr Zum Specereÿ handel 8, Sa. Gewerbs Wahren 2396, Sa. Silbergeschirrs 4, Sa. Baarschafft 2086, Sa. Eigenthums ane einer behaußung 700, Sa. Schulden 161, Summa summarum 5580 lb – Schulden 4914, In Vergleichung 666 lb
Beschluß und Verstallungs summa 6193 lb
Abschatzung Von 14.ten Februarÿ 1748. Auff begehren Weÿland deß Ehrengeachten Herrn Christian Mentzels deß geweßenen Specierers und burgers allhier hinterlaßenen fraw Wittib und Erben ist eine behaußung allhier in der Statt Straßburg in der langen Straß gelegen Einseith neben herrn Dumini dem Commissaire anderseit neben N. Dirrbach dem Kupfferschmid, Hinden auff N. Böris den Schloßer stosend, unten im Eingang befindet sich ein laden rechter hand, und hinden ein Klein Stüblein und Schmahl Haußöhren Auff dem Ersten stock befindet sich ein Stub haußöhren und Kämmerlein, auff dem Andern stock Zwo Kammeren und ein Schmahl haußöhren, auff dem dritten stock Zwo dach Kammeren mit dielen unterschlagen so besetzt, der obere boden auff dem gebälck ist auch besetzt, darauff ein alter dachstuhl mit hohl und breit Ziegeln gedeckt, das hinter gebäuwlein hat nur ein halbes dach darunter ein Stüblein ein Kämmerlein, Küchen, höfflein und bronnen sambt einem gewölbten Keller, sambt aller gerechtigkeit, Solches ist durch der Statt Straßburg geschworne Werckleuthe in der besichtigung befunden und dem Jetzigen Preiß nach angeschlagen worden Vor und umb Dreÿ Tausend Gulden
Der Andere begriff ist auch allhier in der Statt Straßburg in der Schuemacher gaßen (…)
[unterzeichnet] Johann Jacob Biermeÿer stathuhner, Michael Ehrlacher Werck Meister deß Münsters

Marie Salomé Saltzmann meurt en 1766 en délaissant des héritiers testamentaires. L’actif de la succession s’élève à 4 109 livres, le passif à 323 livres.
1766 (24.4.), Not. Greis (Phil. Jacques, 6 E 41, 580) n° 85 (signé Nenter)
Inventarium über Weiland der Viel Ehren und tugendbegabten Frauen Mariä Salome gebohrner Saltzmännin, längst weiland H. Christian Mentzel, des gewesenen Handelsmanns und Burgers allhier Zu Straßburg seel. hinterbliebene Wittib, nun auch seel. Verlaßenschafft, auffgerichtet Anno 1766. – nach ihrem den 8.ten Mertz dieses lauffenden 1766.ten Jahrs aus dießer welt genommenen tödlichen Hintritt, Zurückgelaßen (…) sowohl durch sie die Vier Erben als auch an des ersten Ehegattin Frau Catharinam Barbaram gebohrne Bühlerin und Christinam Albrechtin von Saarbrücken, die dienstmagd (…) geäugt und gezeigt
So geschehen alhier in der Königl. Stadt Straßburg und einer daselbst an dem Roßmarckt gelegenen S. T. H. Professore Johann Michael Lorentz uxorio nomine zuständigen und von der Verstorbenen seel. lehnungs weiß Zum theÿl ingehabten behausung auf Donnerstag den 24. Aprilis im Jahr 1786.
Die Verstorbene seelige hat zu ihren Erben hinterlassen wie folgt 1. H Johann Jacob Dieterlin, den Handelsmann, Taback Fabricant und burger alhier, 2. Jgfr. Susannam Magdalenam Dieterlinin, 3. Jgfr. Dorotheaù Dieterlinin Sodann 4. Jgfr. Sabinam Mariam Dieterlinin, alle vier weiland H Mag: Johann Jacob Dieterlin, des gewesenen hiesigen burgers und Organisten, mit auch weiland Fr. Anna Maria gebohrner Saltzmännin, seiner Ehegattin seel. ehelich erzeugt und nach tod verlaßene, dermalen großjährige Kinder, als der Verstorbenen Fr. Mentzelin seel. per Testamentum, davon gleich hernach Copia eingetragen, zu gleichlingen portionen und Antheilen eingesetz und hinderlaßene Erben, welche allesamt und die 3 Jungfrauen unter assistentz H Andreas Huth, des Handelsmanns und burgers alhier, dieser Inventation persönlich beÿgewohnt.
Copia der Verstorbenen seel. auffgerichteter Letzten Willens verordnungen. Copia Præsentationis Testamenti solennis in Scriptis – Zuwissen seÿe hiermit, daß die wohl Edle, Viel Ehren und tugendbegabte Frau Maria Salome Mentzelin geborne Saltzmännin, weiland des wohl Ehrenvest und Großachtbahren Hn Christian Mentzel, gewesenen Specereÿhändlers und Burgers allhier Zu Straßburg seeligen hinterbliebene Frau Wittib (…) Zu sichin dren Wohnbehaußung an den Roßmarckt gelegen, beruffen laßen, welche wie auf unser Erscheinen in deren Wohnstube auf dem ersten Stock mit denen Fenstern auf gedachten Markt außsehend, aufrechten gesunden, gehend: und stehenden Leibs (…) Sambstags den 19. Februarii Anno 1763, Johann Richard Häring Notarius. – Copia Testamenti clausi
Series rubricarum hujus Inventarii, Sa. haußraths 145, Sa. Silbergeschirrs 43, Sa. goldenen Ketten, Ring und dergleichen Geschmeids 67, Sa. Pfenningzinß hauptgüter 1906, Sa. Schulden 1946, Summa summarum 4109 lb – Schulden 323, Nach deren Abzug 3786 lb – Stall Summ 3786 lb
Pfenningzinß hauptgüter so zweiffelhafft 289, Zweiffelhaffte Schulden 100

1766, Not. Nenter (Georges Fréd. 6 E 41, 941-1, répertoire)
1766, Mentzelin, Fr. Maria Salome geb. Saltzmännin weÿl. Christian Mentzel des gew. handelsmanns und burgers alhier verlassenschafft, (de dato 24. apr. 1766), Pro Nota befindet sich in H. Not. Philipp Jacob Greis Schreibstub

Vente de meubles dépendant de la succession
1766 (2.6.), Not. Greis (Phil. Jacques, 6 E 41, 580) n° 87
Verkauff: und Erlöß: wie auch Erb: und Abtheil: Erörter: und Außlüfferungs Register über Weiland der Viel Ehren: und tugendbegabten Frauen Mariä Salome Mentzelin geborner Saltzmännin, längst weiland Herrn Christian Mentzel, des gewesenn Handelsmanns und Burgers alhier Zu Straßburg seel. hinterbliebener Wittib nun auch seel. Verlaßenschafft, auffgerichtet Anno 1766

Marie Salomé Saltzmann veuve de Chrétien Mentzel vend la maison au marchand de tabac Christophe Koblentz moyennant 3 000 livres

1748 (21.5.), Chambre des Contrats, vol. 622 f° 426
Fr. Maria Salome geb. Saltzmännin weÿl. H. Christian Mentzel des handelsmanns wittib mit beÿstand ihres schwagers H. M. Johann Jacob Dieterlin des organisten
in gegensein Johann Christoph Koblentz des tabachändlers
eine behausung bestehend in vorder und hinderhauß, höfflein und hoffstatt mit allen deroselben übrigen begriffen, weithen, zugehörden und rechten ane der obern straß, einseit neben H. Dumesnil directeur des vivres, anderseit neben Johann Friedrich Dürrbach dem kupfferschmidt, hinten auff Johann Philipp Böriß den schloßer – als ein theils am 15. Januarÿ 1722 erkaufftes guth, theils von ihrem ersten Ehemann weÿl. H. Johann Friedrich Fechot des handelsmanns erben durch einen vergleich erhaltenes guth – 3000 pfund

Le revendeur Christophe Koblentz devient tributaire à la Mauresse (le livre de bourgeoisie manque pour cette année)
1738, Protocole de la tribu de la Mauresse (XI 258)
(f° 379) Donnerstags den 24.t Julÿ Anno 1738 – Neuer Leibzünfftiger Gremp
Christoph Coblentz der ledige bediente Von Eßlingen gebürtig, producirt Cantzleÿ Pfenningthurn und Stallschein dedato 21. Julÿ 1738. bittet um das Zunfft und Grempen Recht. Erkand gegen Erlag der Gebühr willfahrt. Erlegte Vor den Pfenningthurn 1 lb, Vor das Zunfftrecht 5 ß, Vor das Grempen recht1 lb 10 ß, Vor die Feur Eÿmerer 3 ß 12 d Und Einschrieb Gebühr 2 ß (zusammen) 2 lb 4 d.

Christophe Koblentz résigne son droit de revendeur
(f° 417) Mittwochs den 25.t Februarÿ Anno 1739 – Resignans
Christoph Coblentz, der dißorts Leibzünfftige Burger und Gremp bittet um erlaßung seines gehabten Zunfft: und Grempen rechts daher schuldig mit gebettener Dimission willfahrt.

Christophe Koblentz s’adresse aux Quinze après que la tribu du Miroir l’a condamné pour exercer le métier de marchand qu’il n’a pas appris. Christophe Koblentz fournit la liste des marchandises qu’il vend (tabac à fumer et à priser, pommades, poudre à cheveux, résilles, savonnettes, eau de Hongrie, cire à cacheter, plumes d’écriture, encre et papier, liqueurs, cartes à jouer et articles de quincaillerie). La commission estime que le pétitionnaire pourra être autorisé à poursuivre son commerce s’il renonce à son droit de revendeur et s’inscrit à la tribu du Miroir. Les Quinze adoptent la proposition et délivrent une expédition de leur sentence.
1739, Protocole des Quinze (2 R 148)
Christoph Koblentz Ca. E. E. Zunfft zum Spiegel
(p. 38) Sambstag d. 17. Januarÿ 1739. – Moss. Nôe Christoph Koblentz burgers allhier Ca. E. E. Zunfft zum Spiegel H. Zunfftmeister prod. E. E. Zunfft Gerichts bescheidt wovon Impl. an Mghh: appellirt, Bitt Deput. et facta relatione gn. Zu erlauben daß der Implorant einen kleinen Krahm führen dorfe. Christ: bitt auch Deput. Erk. Ober Kauffhauß Herren.

(p. 44) Sambstag d. 24. Jan. 1739. – Christoph Koblentz Ca. E. E. Zunfft zum Spiegel
Obere Kauffhauß Herren laße, per me proponiren daß Christoph Koblentz der allhiesige burger den 15. hujus beÿ E. E. Zunfft Gericht zum Spiegel vorgestellt undt angeklagt Worden, daß er, alß Welcher beÿ E E. Zunfft Zur Mörin Leibzünfftig, ohne Erlaubnus poudre pomade, vngarisch Waßer und dergleichen waaren verkauffe, mithin Krämereÿ treibe da er doch die Handlung nicht erlernt habe, da auff deßen Verantwortung daß er der Anklag geständig, er hätte aber nicht gewußt daß Ihme nicht erlaubt dergleichen waahren Zu verkauffen und Krämereÿ Zu treiben, und wolle er deßwegen beÿ Hn Hh den XV. Supplicando einkommen, die Erkantnuß dahien außgefallen, wird dem Beklagten obige waahren Zu Verkauffen und Krämereÿ Zu treiben, in ansehung er die Handlung nicht erlernet, gäntzlichen Verbotten, mithien derselbe an die Ordnung Verwiesen Welcher bescheid Koblentz den 17. Ejusd. contra E. E. Zunfft Zum Spiegel Herrn Zunfftmeister beÿ Mghh. Vorgelegt, davon an dieselbe appellirt, vmb deputation gebetten, et Facta relatione gn. Zu erlauben, daß er einen Kleinen Krahm führen dörfe, worauff ged. E. Zunfft auch Deputation begehrt, welche dann Willfahrt und beseßen werden, da der Appellant petitum Wiederhohlet und eine Specification desjenigen was er in seinem Krämlein halten und Verkauffen wolle Vorgelegt, nemlichen Allerhand Sorten Rauch tabac; Wie auch garottes undt Holländischen Schnupff Tabac, Jasmin und pomaden, Poudre, Seiffen kuglen, Ungarisch Waßer, Siegel wachs, Federn, papier und dinten, Haarbeuthel, Liqueurs, Karten sambt ein und andern quincaillerie waahren. Nahmens E. E. Zunfft Zum Spiegel seÿe vorgestanden H Georg Friderich Engelhard der jetzmahlige Zunfftmeister, welcher gebetten E. E. Zunfft beÿ Ordnung und Articul Zu manuteniren Zumahlen die Eingriff in die Handtlung und die Stimpeleÿen allzu Viel über hand nehmeten. Wann aber je Mghh dem Appellanten favorabel sein wolten, so were seine demüthige bitt denselben anzuhalten beÿ E. E. Zunfft Zum Spiegel Leibzünfftig Zu machen, Ihme etwas pro dispensatione anzusetzen, anbeÿ aber beÿ der von dem Appellanten Vorgelegten Specification reflexion darauff Zu machen daß der Frembde Rauch Tabac denen Specirern Zu Verkauffen allein, die Liqueurs denen Caffetiers, und die Haarbeüthel denen Hutstaffirern Zu Verkauffen Zukommen, auch die quincaillerie waahren alß welche eine à parte Handlung, dem Appellanten nicht könten willfahret werden.
Auff seithen der Hh. Deputirten Vermeinet man, daß Wann der Appellant auff das Krempen: weesen renunciren und beÿ E. E. Zunfft Zum Spiegel Leibzünfftig werden würde, Ihme ein Kleines Krahmlein Von allerhand Sorten Hiesigem Rauch Tabac wie auch Garottes und Holländischem Schnupff Tabac, Jasmin und pomaden, Haarpoudre, Seiffen kuglen, Ungarisch Waßer, Siegel wachs, Federn, Papier und dinten, Wie auch Karten zu halten, dispensando Zu erlauben, jedoch daß er 1. lb pro dispensatione erlege, und E. E. Zunfft Zum Spiegel die unkosten wieder erstatte. Die genehmhaltung Zu Mghh. stellend. Erkant, Bedacht gefolgt.

(p. 47) Sambstag d. 31. Januarÿ 1739. – Moss. nôe Christoph Koblentz Ca. E. E. Zunfft zum Spiegel bitt comm. des erhaltenen G. Bescheidts, Ego berichte daß selbiger bereiths wie folgt Zu papier gebracht worden
Bescheid – Sambstag d. 24. Jan. 1739. – In Sachen Christoph Koblentz des allhiesigen burgers Appellanten, ane einem, entgegen und Wieder E. E. Zunfft zum Spiegel H. Zunfftmeister, Appellaten, am andern theil, Auff eingeführte Appellations Klag mit angehenckter bitt Deputation Zu Willfahren, et Facta relatione gnädig Zu erlauben, daß er, Appellant, einen Kleinen Krahm führen dörffe, des Appellanten hinüber gethane Verantwortung, bewilligt, und beseßene Deputation, und dabeÿ angehörtes beederseithige fernern Vor: und Anbringen, Ist der Herren Deputirten abgelegten Relation nach, Erkandt, daß wann der Appellant auff das Krempen: weesen renunciren, und beÿ E. E. Zunfft Zum Spiegel Leibzünfftig werden würde, Ihme eine, Kleinen Krahm, Von allerhand Sorten Hiesigem Rauch Tabac wie auch Garotten und Holländischen Schnupff Tabac, Jasmin und Pomaden, Haar: poudre, Seiffen kuglen, Ungarisch Waßer, Siegelwachs, Schreibfedern, papier, und dinten, Wie auch Karten, Zu halten, dispensando Willfahrt sein solle, jedoch daß er pro dispensatione Ein Pfund d. halb der Statt und halb E. E. Zunfft erlege, und dem Appellaten die unkosten wieder erstatte.

Fils du tailleur Christophe Koblentz d’Esslingen en Wurtemberg, Christophe Koblentz épouse en 1740 Marie Marthe Ott, fille de l’orfèvre Jean Daniel Ott : contrat de mariage, célébration
1740 (10.2.), Not. Hoffmann (Christophe Michel, 19 Not 5) n° 79
Eheberedung – zwischen dem Ehren und Wohl Vorgeachten Herrn Christoph Koblentz Ledigen Handelsmann und burgern alhier zu Straßburg, weÿland des Ehrengeachten Herrn Christoph Koblentz geweßenen Schneiders und Burgers in der Kaÿßerlichen freÿen Reichstatt Eßlingen nunmehro seel. nachgelaßenen ehelichen Sohn, alß Hochzeittern ane einem,
So dabb der Ehren und tugendsahmen Jungfer Mariæ Marthæ Ottin, des Ehrenvesten und Kunstreichen Herrn Johann Daniel Otten, Silberarbeiter geschwornen Gewichtfechers und burgers alhier eheleiblichen Jungfer Tochter als Hochzeitterin am andern Theÿl
Beschehen und abgehandelt seind dieße dinge in der Königlichen Statt Straßburg Mittwochs den 10. Februarÿ Anno 1740
(Répertoire 65 not 12, f° 93-v sqq) Eheberedungen, So nicht unterschriebenen worden

Mariage, Temple-Neuf (luth. f° 187-v n° 709)
1740. Mittw. den 9.ten Mart. seind nach ordentl. außruffung Ehl. copulirt u. eingesegnet worden H. Christoph Coblentz led. Handelsm. u. b. allhier weÿl. Christoph Coblentz geweßenen schneiders u. b. zu Eßlingen hinterl. Ehl. Sohn und J. Maria Martha H Johann Daniel Otten silberarbeiters u. b. allhier Ehl. tochter [unterzeichnet] Christoph Koblentz als hochzeiter, Mara Martha Ottin als hochzeiterin (i 192)

Le marchand de tabac Christophe Koblentz et Marie Marthe Ott hypothèquent la maison au profit de Marie Catherine Eckel, veuve du tanneur Georges Frédéric Ott

1759 (28.12.), Chambre des Contrats, vol. 633 n° 380
H. Johann Christoph Koblentz der tabachändler und Maria Martha geb. Ottin mit beÿstand ihres vatters H. Johann Daniel Ott des stadt gewichtfegers und ihres oncle H. Johann jadn& Ott des rothgerbers
in gegensein Fr. Mariæ Catharinæ geb. Eckelin weÿl. H. Georg Friedrich Ott des rothgerbers wittib – schuldig seÿe 500 pfund
unterpfand, eine behausung mit allen deren begriffen und rechten ane der Langenstraß, einseit neben Johann Friedrich Dürrbach dem kupfferschmidt, anderseit neben N Fabi dit S. Paul dem aubergisten, hinten auff die Börißischen erben

Christophe Koblentz et Marie Marthe Ott hypothèquent la maison au profit du pasteur Jean Daniel Büttner

1764 (26.7.), Chambre des Contrats, vol. 638 n° 511
H. Christoph Coblentz der tabackhändler und Maria Martha geb. Ottin mit beÿstand Johann Leonhard Haaß des zimmermeisters und Johann Philipp Beuttelstetter des schreiners
in gegensein H. M. Johann Daniel Büttner des pfarrers zu Bläßheim – schuldig seÿen 250 pfund
unterpfand, eine behausung cum appertinentis ane der Langenstraß, einseit neben H. Longho dem handelsmann, anderseit neben N. Dürrbach dem kupferschmidt, hinten auff N. Groß dem kübler

Ancien marchand de tabac devenu suisse au service du général de Waldner, Christophe Koblentz expose en octobre 1768 la maison aux enchères puis l’en retire parce qu’il estime qu’elle n’a pas été portée à sa juste valeur

1768 (11.10.), Not. Nenter (Georges Fréd. 6 E 41, 971) n° 55 (2° série)
Anno 1768 den Eilfften Octobris wurde auf Ansuchen H. Johann Christoph Koblentz, des geweßenen Tabackhändlers und nunmahigen Schweitzers beÿ Ihro Gnaden H. General Von Waldner und burgers allhier,
seine eigenthümliche Behaußung gelegen ane der langenstraß einseitn neben Johann Friedrich Dürrbach dem Kupferschmidt anderseith neben H. N. longho dem handelsmann allhier hinten auff Mstr N. Groß den Kübler und burger allhier stoßend, mit allen deren Weithen, begriffen, Zugehörden, Rechten und Gerechtigkeiten, nach deme diselbe Zuvor Zum verkauff ordentlich affigirt und außgeruffen worden (…) ausgeruffen Vor und um die Summam der 6200 Gulden an den letst und Meistbietenden außgebotten Zwar unter folgenden Conditionen (…)
als ist solches obgedachtem H. Käuffer als H. Johann Lorentz Götz, dem Werckmeister des Münsters darum entschlagen worden und Zwar um 6210 Gulden, dieweilen aber der H. Verkäuffer ein solches hauß nicht um solchen Preiß zu entschlagen Vermögens, als hat auch gedachter H. Götz sich seine gethane Steigerung wieder entzogen

Christophe Koblentz fait vendre des effets mobiliers
1771 (14.8.), Not. Langheinrich (J. Daniel, 6 E 41, 730) n° 818
Verkauf und Erlös Register über H. Joh: Christoph Koblentz geweßten Portners beÿ Ihro Excellenz H. Graffen von Waldner und burgern allhier Zu Straßburg gehörige dermalen verkauffte hausräthliche Mobilien (…) auf Mittwoch den 14. Aug: 1771.

Marie Marthe Ott meurt en 1772 en délaissant son mari pour héritier testamentaire. L’inventaire est dressé dans une maison proche du Marché Neuf. L’actif de la succession s’élève à 46 livres, le passif à 370 livres.
1772 (14. 7.bris), Not. Langheinrich (J. Daniel, 6 E 41, 731) n° 858
Inventarium über Weÿland Fraun Mariä Marthä Koblentzin geb. Ottin Hn Joh: Christoph Koblentz Tabackhändlers und burgers allhier geweßener Ehefraun nun seel. Verlaßenschafft aufgerichtet Anno 1772. – nach ihrem den 7. 7.bris jüngst beschehenen seel. Absterben hie Zeitlichen verlaßen (…) So beschehen in Straßburg auf Montag den 14. 7.bris A° 1772.
Die Verstorbene seel. hat per testamentum Zu Ihrem einig. und universal Erben verlaßen, Hr. Joh: Christoph Koblentz den hinterbliebenen Wittiber so Zufolg deroselben errichteten durch weÿl. Hn Notm Lang seel. den 23. febr. 1740. vergriffenen testament der einigen und universal Erb Ihrer gesampten Verlaßenschafft
In einer allhier Zu Straßburg ane dem Pfaffen Gäßlein ohnfern dem Neuen Markt gelegenen und in dieße Verlaßenschafft nicht gehörigen Behaußung befunden Worden Wie folgt.
Summarischer Calculus, Sa. der gesamten Activ Nahrung 46 lb, Schulden 370 lb, Mehr Schulden als nahrung 323 lb
Eheberedung (…) Beschehen und abgehandelt seind dieße dinge in der Königlichen Statt Straßburg Mittwochs den 10. Februarÿ Anno 1740 [unterzeichnet] Christoph Koblentz als Hochzeitter, Maria Marth Ottin als Hochzeitterin

Suisse chez le comte de Waldner, Christophe Koblentz et sa femme Marie Marthe Ott vendent la maison au marchand de tabac Philippe Jacques Lefevre et à sa femme Marie Marguerite Müller moyennant 2 450 livres

1770 (10.9.), Chambre des Contrats, vol. 644 f° 447
H. Christoph Koblentz der schweitzer beÿm H. Graff von Waldner und Maria Martha geb. Ottin
in gegensein H. Philipp Jacob Lefebre des tabachändlers und Mariæ Margarethæ geb. Müllerin
eine behausung bestehend in vorder und hinter haus, höfflein und hoffstatt mit allen derenselben übrige begriffen, rechten und gerechtigkeiten ane der Langesstraß, einseit neben H. Stättmeister von Neuenstein, anderseit neben Johann Daniel Dürrbach dem kupfferschmidt, hinten auff (-) Groß den kübler – als ein d. 21. maÿ 1748 erkaufftes guth – um 2450 pfund

Fils de Christophe Lefevre, le marchand Philippe Jacques Lefevre épouse en 1748 Marie Marguerite Müller, fille du jardinier François Müller : contrat de mariage, célébration
1748 (11. Octobris), Not. René (6 E 41, 547) n° 1
Eheberedung – persönlich zugegen geweßen, Herr Philipp Jacob Lefebvre der leedige handelsmann und burger allhier vor sich und in seinem nahmen ane Einem
und die Ehr und Tugendbegabte Jungfrau Margaretha Müllerin, Weÿl. H Frantz Müllers geweßten arbeithers in dem Königl. Zeughauß und Schirmbs Verwandten alhier und auch weÿl. Frawen annæ gebohrner Meÿerin hinterlaßene Ehel. Tochter auch vor sich und in jhrem Nahmen am andern theÿl
So beschehen Straßburg den 11. Octobris 1748 mit Zuziehung auff sein des H, hochzeiters seithen H Christoph Philipp Lebevre Burgers und Bildhawers allhie und Frawen Johanna Francisca gebohrne sch(eiblin) des Hochzeiters respective H. Vatters und Fraw mutter und H. Johann Christoph Leÿß burgers und wächters beÿ Ihro Gaden regierenden herrn ammeisters audience, als respectivé oncle, auff Jhr d. jungfr. hochzeiterin seithen aber H. Georg Michael müller burgers und Steinmetzen allhier als dero oncle (…) [unterzeichnet] Philipp Jacob Lefebever, Christoph Le Febure, + margarethæ müllerin Zeichen

Mariage, Saint-Louis (cath. p. 368)
Hodie 14. mensis octobris anni 1748. (…) sacro matrimonii vinculo in facie ecclesiæ conjuncti fuerunt Jacobus Philippus le febvre filius Christophori Le febvre civis hujatis et Mariæ Franciscæ Scheiblin Conjugum parochianus noster et Margaretha Müller filia defunctorum Francisci Müller hortulani et Annæ Meyerin, Parochiana ad prædictum S Stephanum (signé) Jacob Philipp Lefebever, + nota sponsæ (i 188 – Proclamation, Saint-Etienne (cath. p. 105) i 107)

Cafetier au Vieux Saumon, Philippe Jacques Lefevre devient tributaire chez les Fribourgeois pour pouvoir vendre des liqueurs au détail
1748, Protocole de la tribu des Fribourgeois (XI 166, XI 168)
(f° 389) Dienstags den 30.ten Apr: A° 1748. – Philipp Jacob Lefebvre der hiesige burger vnd dermahliger Caffetier in dem Alten Salmen, Erscheine dato und bittet Ihne wegen verkauffung Liqueurs en détail einen Caffetier geldt Zünfftig Zu recipiren, mit dem beÿsatz, daß Er von Gn. Herren denen XV. auch Liqueurs mit sich führender weine en détail zu verkauffe, die Erlaubnus Erhalten habe
Hierauff ist Erkandt worden daß derselbe gegen Erlang der 2. lb 4 ß d vnd 6 ß Stubengeldt pro hoc Anno alß Zudiener Zu recipiren Ihme aber auch nicht wieder Ordnung Zu handeln beÿ Straffe zu injungiren. dedit et prom. eodem.

Le marchand de tabac Philippe Jacques Lefevre résigne ce droit en 1765
1765, Protocole de la tribu des Fribourgeois (XI 168)
(f° 271) Donnerstag den 26. deß Monaths Septembris in Anno 1765 – Hr Philipp Jacob Lefebvre, der Thabackhändtler und burger allhier sowegen verkauffung Liqueurs und Liqueurs wein en détail in A° 1748: dießorts alß Geldt Zünfftig recipirt worden, Erscheint vndt berichtet daß er Künfftighin Keine Liqueurs noch Liqueurs mit sich führendt weinen mehr halten, noch en détail verkauffen wolle, wäre alßo gesonnen, Sein erhaltenes Zunfftrecht dießorts Zu resigniren vndt omni meliori modo darauff verzug zu thun.
Erkandt, wirdt deßen geschehene Resignation allhier schrifftlichen Verzeichnet undt demeselben auff begehren davon acte zu Ertheilen willfahrt dahero solle derselbe gehöriger Orthen außgethan werden.

Marguerite Müller devient bourgeoise par son mari en 1767.
1767, Livre de bourgeoisie 1762-1769 (VI 285) f° 131
Margaretha Müllerin eines hiesig. schreiners tochter, erhalt das burgerrecht von ihrem Ehemann Jacob Philipp Lefebure, burger und tabackhändler allhier, umb den alten burger schilling, will dienen beÿ EE. Zunfft Zum Spiegel. Prom. eod. [7. 7.br 1767]

Inventaire dressé après la mort d’une locataire, Barbe Herel femme du sergent-major Ignace Lody

1781 (22.2.), Not. Roederer (6 E 41, 914) n° 13
Inventarium über Weiland der Ehren : und tugendsamen Fraun Barbarä Lodÿ geb. Herlin, H. Ignatius Lodÿ des gew. abwes. sergent Major unter dem Königl. Frantzös. Fußgänger Regiment Anhalt geschiedener Ehefrau der hew. Bürgerin alhier Zu Straßburg Verlaßenschafft, aufgerichtet Anno 1781- nach ihrem Montags den 15.ten Januarii dieses 1781.ten Jahrs aus dieser Welt genommenen tödlichen Hintritt hie Zeitlichen verlaßen (…) So geschehen alhier in der Königl. Statt Straßburg und einer daselbst ane der langen Straß gegen der bierbehausung Zur Kett über gelegenen H. Philipp Jacob Lefebure, dem burger und Handelsmann hieselbst eigenthümlich zuständigen und disorts Zum theil lehnungsweiße bewohnenden Sterbbehausung, Donnerstags den 22.sten Februarii 1781.
Die verstorbene hat ab intestato sowol per testamentum clausum Zu Erben verlaßen wie folgt, 1° Fr. Annam Margaretham Knappin geb. Lodÿ, Herrn Georg Knapp, des hiesigen burgers und harpfenmeisters Ehefrau, welche auch unter assistentz dero Mariti deisem Geschäfft beigewohnet, in den ersten halben Stammtheil, jedoch mit dieser §° 7.mo hernach eingetragenen Testamenti clausi verordneten bedingung, daß Falls diese ohne Kinder oder leibserben vor ihrem Ehemann mit tod abginge, all dasjenige, was ihro krafft der Willens verordnung als mütterliches Guth zukommen und als dann noch vorhanden seÿn wird, denen samtlichen Johann Jacob Lodi des bruders hinterlaßenden Kindern substitutions weiße anheim fallen, wovon jedoch deren Vatter der Genuß allemal vorbehalten und ohnbenommen, derselbe auch eben sowenig als der Zusetzende Substitutions Vogt einige Bürgschafft diesfalls an Sie Fr. Knappin Zu fordern berechtiget seÿn solle, Und seind von den substituirten erben dermalen am leben 1° Catharina, 2° Anna Maria und 3° Johann Jacob die Lodÿ, alle H. Joh. Jacob Lodÿ hernachgemeldt mit Fr. Anna Maria geb. Sitt bereits ehelich erzeugte und die noch ferner etwa ehelich erzeugende und hinterlassende kinder, denen ane heutigem Tag Zu einem subtitutions vogt gegeben und eodem bei E. E. Groß. Rath alhier confirmirt u& beeidigt wurde H. Philipp Jacob Lefebure der hiesige burger und Handelsmann, der auch in solcher sualitär dieser Inventur persönlich abgewartet
2.do H. Johann Jacob Lodÿ den burger und Zinngieser in Ruffach, welcher in Ehe lebet mit vorbesagter Fr. Anna Maria geb. Sitt und diesem Geschäfft auch gegenwärtig war, in den Zweiten und letzten halben S, Beede der verstorbenen mit Eingangs gedachten dero hinterlaßenem aber separirtem und abwesendem Wr. ehevogt erzeugte Kinder und ab intestato sowol per Testamentum clausum vorgedachter masen instituirte Erben
Series rubricarum hujus Inventarii. Abschrift des von der Entseelten am 8.ten Martii1780 verschloßen errichteten und eodem bei dem königl. Not° H. Frantz Antoni Lacombe deponirten, sofort em 16. Januarii 1781 eröfnet und publicirten Testaments (…)
Sa. Hausrath 43, Sa. Silbers 14, Sa. Schuld 225, Summa summarum 285 lb – Schulden 78, Nach welchem abzug 207 lb
Prælegata 379 – Satll Summa 207 lb – Zweiffelhafft velornes pfenningzinß 637

Philippe Jacques Lefevre renonce à sa fonction de vice-huissier au Miroir
1783, Protocole de la tribu du Miroir (XI 280)
Montags, den 14. Octobris 1783
Unterbittel resignirt – Philipp Jacob Lefebvre

Philippe Jacques Lefevre meurt en 1784 en délaissant un fils. Les experts estiment la maison à la somme de 1 000 livres. L’actif de la succession s’élève à 2 210 livres, le passif à 6 559 livres.

1784 (18.5.), Not. Saltzmann (Jean Daniel, 6 E 41, 606) n° 487
Inventarium über Weiland H. Philipp Jacob Lefebvre, des gewesenen Handelsmanns und Burgers alhier Zu Straßburg Verlaßenschaft, aufgerichtet A° 1784 – nach seinem den letztverfloßenen 6. Februarii aus dieser Welt genommenen seligen Abschied zurückgelaßen hat. Welche Verlaßenschafft auf freundliches Ansuchen sowol der hinterbliebenen tugendsamen Wittwe Fraun Maria Margaretha geb. Müllerin, beiständlich ihres bruders H. Andreas Müller, des hiesigen Burgers, Maurers und Steinhauers, als auch des abgelebten mit derselben ehelich erzeuhten Sohns und ohntestirt hinterlaßenen einigen Erben Herrn Jacob Ludwig Lefebvre, des seit dem 7. laufenden Monats das 24. Jahr seines Alters zurückgelegten ledigen Handelsmanns (…) So geschehen in Straßburg in hienach inventirter an der langen Strasse gelegener Sterbbehausung auf Dienstag den 18. Maj in dem Jahr 1784.

Vorbericht. Es haben zwar bede gewesene Eheleut in dem vierten Satz ihrer hievornen einverbeibten Eheberedung unverändert Gut und Ergäntzung des mangelnden bedungen, gleichwol die Zu deßen Untersuchung erforderliche Ehe-Inventur unterlaßen (…)
Eigentum an einer Behausung (C N°, 20° 43 lb 19 s 9, logt 19. 4.) Nämlich eine in Vorder- u. Hinter-haus bestehende Behausung, Hofstatt, Höflein und Gumpbronn mit allen übrigen deren Begriffen, Weiten, Zugehörden u. Rechten, gelegen in hiesiger Stadt ane der untern langen Strasse, 1. S. neb. Ihro Gnad. H. Stättmeister u. XIII. Juncker Philipp Leopold Andreas von Neuenstein, 2. S. weil. Johann Daniel Dürrbach, des Kupferschmids Erben, hinten auf Johann Gottfried Gros, den Kübler, stosend, so frei u. eigen, sofort durch (de Werckmeistere) laut deren zu diesem Concept geliefert Abschatzung-Zedels d. 19. März 1784. angeschlagen word. um 2000 fl. oder 1000 lb. Darüb. sind 2. perg. in hies. C.C.St. verf. u. m. der anh. Ins. verw. perg. teutsche Kbr. v. 15. Januarii 1722. u. 21. maji 1748. vorh. Wie aber hierortige gewesene Ehel. dieses Haus von weil. H. Christoph Koblentz. dem Tabackkrämer, u. Frau Maria Marta geb. Ottin, bed. verst. Ehegatten u. b. dahier erkauft haben, solches beweiset i. ähnl. Kb. v. 10. 7.br 1770.
Sa. Hausraths 93 lb, Sa. Fäßer u. Weins 4 lb, Sa. Schiffs u. Geschirrs 3 lb, Sa. Tabacks u. Puders 80 lb, Sa.Silbergeschirr u. dgl. 18 lb, Sa. goldener Ringe 12 ß, Sa. Baarschafft 210 lb, Sa. Eigentums an i. behausung 1000 lb, Sa. Pfenningzinß hauptgüter 8000 lb, Summa summarum 2210 lb – Schulden 6559 lb, In Vergleichung, Schulden last 4349 lb. – Zweiffelhaffte und verlohrne schulden 156 lb
Abschrifft der d. 11. 8.br. 1748 vor H. Not. Peter Frantz René errichteten Eheberedung (…)
Codicill. Sambstag den 31. Januarii anno 1784 vor mir Notario auffgerichtet (…) in deren auf dem ersten Stockwerck des Vorderhauses sich befindlichen mit den Fenstern in berührte Strasse aussehende Stube – Saltzmann Notarius
– Abschatzung vom 19.t. Mertz 1784. Auf begeren Weÿland Herr philipp jacob Lefebre dem Handelsmann, ist Eine behausung alhie in der statt straßburg in der langen stras gelegen, Ein seÿts neben Herrn Stettmeyster Von Neustein, anderer seÿts neben Herr streußguth und hinten auf Meister Groß dem Kübler stoßend gelegen, solche behausung bestehet in forder und Hinter gebäu, worinnen Ein ladten und Ladtenstube ferner in dreÿ stuben Zweÿ Küchen und Etliche Kammeren darüber seÿn die dachstühl mit breidzigel belegt hat auch Ein gewölbter Keller Hoff und brunen, Von uns unterschriebenen der sttt strasburg geschwornen Baujnspector und Werckmeister und Vorhero geschehener besichtigung mit aller jhrer gerechtigkeit del jetzigen wahren werth nach Estimirt und angeschlagen worden Vor und um Zweÿ tausend gulden [unterzeichnet] Boudhors archi. Kaltner Wmster, Götz Wmster /:thut nichts auf löbl. statt Pfenningthurn, Ferber

Philippe Jacques Lefevre meurt à l’âge allégué de 58 ans. Son corps est inhumé au cimetière Saint-Gall
Sépulture, Saint-Pierre-le-Vieux (cath. p. 148)
Anno Domini 1784 die 7. Februarii mortuus est Philippus Jacobus Lefevre Civis et Mercator hujas annum ætatis 58 agens, ss sacramentis pœnitentiæ Eucharistiæ et Extremæ unctionis rité munitus, Maritus dum viveret Superstitis Mariæ Margarithæ Müller qui Hodie 8. ejusdem mensis et anni a me infra scripto sepultus est in Cœmeterio S. Galli (i 78)

Jacques Louis Lefevre demande à être exempté de produire un inventaire des biens de sa mère morte quelques mois après son père.
1784 (23.12.), Not. Schaeff (Jean Frédéric, 6 E 41, 869) n° 337
Bericht und respe. Declaratio loco Inventarii betreffend Weil. der Ehr: und tugendsamen Fraun Mariæ Margarethæ Lefebvre gebohrener Müllerin ohnlängst Weil. Hn Philipp Jacob Lefebvre, des gewesenen Handelsmanns und Burgers alhier Zu Straßburg seel. hinterlaßener Wittib nunmehro auch seel. Verlaßenschaft auffgerichtet in Anno 1784.
Heutigem Zu End gesetztem Dato ware vor dem unterschriebenen geschwornen Notario und Inventir schreiber gegenwärtig H Jacob Ludwig Lefebvre, der Handelsmann und burger alhier, welcher declarirt und angezeigt, daß von Seiten der Wohlverordneten Herren dreÿ Löbl. Stadt Stalls ihme der befehl Zugekommen seÿe, über obgedachter des Hn Comparenten Fraun Mutter seel. Verlaßenschaft nach Ordnung ein Inventarium zu liefern Weilen aber erst den 18.den Maji gegenwärtigen 1784.sten Jahrs durch H Notarium Joh: Daniel Saltzmann über auch obgemelten des H. Comparenten Vaters seel. Verlaßenschaft ein ordentlich Inventarium errichtet worden, so glaube Er, daß es heutigen tags ohnnöthig seÿn würde über ebendiese objecta ein abermaliges Inventarium zu errichten, als welches Zu nichts weiters als Zur Vermehrung der Unkösten dienlich seÿn würde (…)
So beschehen alhier Zu Straßburg auf Donnerstag den 23.ten Decembris Anno 1784.

Jacques Louis Lefevre épouse en 1784 Elisabeth Wilhelm, fille du marchand de vins Joseph Wilhelm et de Marie Thérèse Gillioth. La mère du marié, assistée de son frère le maître maçon André Müller, fait donation de ses biens à son fils en se réservant un logement au deuxième étage de la maison arrière. Le mariage est célébré à Wingersheim.

1784 (6.7.), Not. Schaeff (Jean Frédéric, 6 E 41, 873) n° 172
Eheberedung – persönlich erschienen H. Jacques Louis Lefebure, leediger tabackhändler und burger alhier, Weil. H. Philipp Jacob Lefebure, des gewesenen ebenmäßigen Tabckhändlers und burgers alhier ehel. Sohn, so majorennis und seiner Rechten selbsten genieset, als Bräutigam ane einem,
So dann die Viel Ehr und Tugendbegabte Jungfrau Elisabeth Willhelmin H. Joseph Willhelm, des Weinhändlers und burgers alhier mit Weil. Fraun Maria Theresia gebohrner Guilottin ehelich erzeugte Tochter, beiständlich erstgedachten ihres Hn Vaters als die Jungfrau Hochzeiterin ane dem andern theil
Achtens will Frau Maria Margaretha Lefebure gebohrne Müllerin, des H. Hochzeiters Frau Mutter unter beistand Hn Andreas Müller des Maurer Meisters und Steinhauers auch burgers alhie, ihres eibl. bruders, H. Jacob Ludwig Lefebure, dem Sohn und Bräutigam ihr gesamtes sowohl unverändert als auch etwa vor dero antheil ane dem ausfälligen theilbaren sowohl in liegendem guth ams fahrender Haabschaft bestehender Vermögen, wie solches in dem über Weil. Hn Philipp Jacob Lefebure Eingangs gedachten ihres geweßenen Eheherrn seel. Verlaßenschaft durch H. Notarium Saltzmann am 19.den Maji jüngst aufgerichteten Inventarii umbständlich beschrieben und specifice enthalten ist, nichs das geringste davon ausgenommen, sampt allem deme so in gedachten ihres Eheherrn seel. Verlaßenschafft gehörig, aber etwa Zu inventiren vergeßen worden, hiemit und in Kraft dieses freÿwillig wißend und wohlbedächtlichen eigenthümlichen cedirt, abgetretten und überlaßen haben (…) Soweiters behaltet sich die Frau Cedentin Zu ihrer freÿen und lebenslänglichen benutzung bevor Ein Stübel auf dem Zweÿten Stock des Hinterhauses samt den Zu ihrem unterhalt vor ihro Persohn allein benöthigten höltzenwerck, Bettwerck und getüch, wie auch den jährlichen Zinß von dem auf M: Kreß dem Zundelmacher haftenden Capital der 1600 fl. samt dem Zinß von der Wohnung auf dem Zweÿten Stock des Vorderhaußes, welche dato H Knapp der harpfenist bewohnet, welches alles der H Cessionarius und Sohn ihro der Fr. Cedentin und Muter also lebensänglich auch zu benutzen und Zu genießen überlaßen
auf Dienstag den 6.ten Julii Anno 1784. [unterzeichnet] Jacob Louis Lefebure als Hochzeiter, Elisabeth Wilhelmin als hochzeterin

Mariage, Wingersheim (cath. p. 3)
Anno Domini 1784 die 26 mensis Julii una tantem proclamatione accedente dispensatione legitima super duabus in in Ecclesiis parochialibus ad S Stephanum et ad S Petrum Seniorem intra Argentinam publice facta (…) sacro matrimonii Vinculo in facie Ecclesiæ Conjuncti fuerunt Jacobus Ludovicus Lefebure solutus argentinensis defuncti Philippi Jacobi Lefebure Civis olim et mercatoris argentinensis et superstitis Conjugis Mariæ Margarethæ Müller filius legitimus et Elisabethæ Wilhelm Soluta argentinensis Josephi Wilhelm Civis argentinensis et defunctæ Conjugis Mariæ Theresiæ Gillot filia legitima parochiana ad præfatum S Stephanum intra Argentinam (signé) Jaque Louis Lefebure, Maria Elisabett Wilhelm, Forst parochus (i 3, proclamation Saint-Pierre-le-Vieux i 220, Saint-Etienne i 64)

Elisabeth Wilhelm fait dresser un inventaire de ses apports (898 livres)
1784 (13.11.), Not. Schaeff (Jean Frédéric, 6 E 41, 869) n° 333
Inventarium über der Ehr: und tugendsamen Fraun Elisabethæ Lefebvre, gebohrner Wilhelmin, H. Ludwig Lefebure, des Tabackhändlers und burgers alhier Ehefraun, in den Ehestand zugebrachte Vermögenschaft aufgerichtet in Anno 1784. – in den mit gedachtem ihrem Ehemann vor etlichen Monaten angetrettenen Ehestand vor unverändert Zu und eingebracht hat (…) So beschehen alhier Zu Straßburg in fernerem beisein obgemelten der Ehefraun Ehemanns wie auch Hn Joseph Wilhelm des Kiefers, Weinhändlers und burgers alhier deroselben leiblichen Vatern und hierzu erbettenen beistands, in einer ane der langen Straß gelegenen von beeden Ehepersohnen bewohnender und des Ehemanns Eltern herrühriger Behausung auf Sambstag den 13. Novembris Anno 1784.
Series rubricarum hujus Inventarii. Sa. haußraths 225, Sa. Silbers und dergleichen Geschmeids 44, Sa. goldener Ring 7, Sa. baarschafft 600, Summa summarum 876 lb – Wird auch darzu gelegt die ihro gebührige helfte ane denen haussteuren antreffend 22 lb, So kommet der Ehefraun völlige in die Ehe gebrachte Vermögenschaft in allem Zustehen auf 898 lb

Jacques Louis Lefevre qui a fait son apprentissage chez le marchand épicier Dangelo devient tributaire au Miroir en décembre 1784 en déclarant faire commerce de tabac
1784, Protocole de la tribu du Miroir (XI 279)
(f° 325) Mittwochs, den 15. Decembris 1784 – Leibzünfftiger
Hr Jacob Ludwig Lefebvre, welcher die Hdl. bei H. d’Angelo alhier erlernte als Hdlsm: u. als eines diesorts leibzünfftigen Sohn gegen Erlag 1. lb d auf vorgedachten Stallschein von vorgestern. Handelt mit taback. Prom.
den 14. Jul: 1788. wurde demselben ein Schein erlernten Specereihandels gelüfert um denselben bei E. E. Zunfftgericht der Kiefer wegen dem Eßig halten vorzulegen.

Jacques Louis Lefevre cotise à la tribu des Tonneliers pour pouvoir vendre du vinaigre (voir ci-dessus)
1788, Protocole de la tribu des Tonneliers (XI 397)
(f° 81) Dienstag den 15. Juli 1788 – N. geld Zünfftig
H Jacob Ludwig Lefebre, der handelsmann alhier prod: Schein von E. E. Zunfft Zum Spiegel Kraft desen ihme der Specereÿ handel Zugestanden worden, bittet ihn als geld Zünfftiger aufzunehmen.
Erkannt Willfahrt, dt. pro recept. 3 lb 15 ß, prot. 3 ß, Findl.6 ß

Jacques Louis Lefevre hypothèque la maison au profit de Susanne Caroline Dimmler

1788 (1.12.), Chambre des Contrats, vol. 662 f° 496-v
Jacob Ludwig Lefebure der handelsmann
in gegensein Jfr. Susannæ Carolina Dimmler in dero nahmen H. Johann Georg Schertz des handelsmanns – schuldig seÿe 1500 gulden
unterpfand, eine behausung samt zugehörden ane der Langen straß, einseit neben S.T. H. Stättmeister von Neuenstein, anderseit neben Mr Streisguth dem kupfferschmidt

Jacques Louis Lefevre et sa femme louent une boutique aux conjoints Wilhelm

1802 (26 nivose 10), Enregistrement de Strasbourg, ssp 9 f° 122 du 26 niv. 10
Bail de 9 ans par les conjoints Lefevre de Strasbourg
aux conjoints Wilhelm
une Boutique et ustensiles sise en cette ville g.de Rue N° 145, pour 500 francs par an

Inventaire dressé après la mort d’un locataire, l’entrepreneur de théâtre Nicolas Aimé

1805 (19 nivose 13), Strasbourg 2 (22), Not. Knobloch n° 2395
Inventaire de la succession de Nicolas Aimé, entrepreneur associé du spectacle français, décédé le 29 messidor 12 – à la requête de Marie Heloyse Bernardy, la veuve assistée de Joseph Momy, avoué près le Tribunal Civil de Strasbourg, en présence de Leopold Marco, avoué près le tribunal civil, mandataire de Charles Aimé père rentier, Charles Nicolas Aimé fils négociant, Barbe Aimé épouse de Benjamin Lacombe négociant demeurant à Metz, plus Pierre Aimé médecin demeurant à Carignan, François Nicolas Aimé capitaine au 94° régiment d’Infanterie de ligne (Procuration, à l’armée à Hannover le 6 vendémiaire 13), héritiers présomptifs savoir Charles Aimé père pour un quart, les frères et sœurs pour trois quarts
Avis, il n’a pas été passé de contrat de mariage, mariés à Dunkirch sans contrat de mariage (Joint : Dunkerque le premier messidor 13, exposant la coutume de Bruges)
Testament. Nicolas Aimé demeurant grand rue n° 145 Maison du Sr Lefebure, le 27 messidor 12
habits 212 fr, argenterie, numéraire, différents objets, linge 133 fr, total des meubles 345 fr, numéraire 8402 fr, dettes actives 704 fr
Observation réclame sur le prix de vente de son habitation a L’Isle de Demerey, attendu que les anglais occupent depuis quelque tems ladite Isle, pour mémoire, total 9451 fr, passif 7684 fr, reste 1766 fr
Enregistrement, acp 95 F° 114-v du 29 niv. 13

Marie Elisabeth Wilhelm meurt en 1809 en délaissant deux fils

1809 (23.9.), Strasbourg 5 (29), Not. F. Grimmer n° 5825
Inventaire de la succession de Marie Elisabeth née Wilhelm épouse de Jacques Louis Lefebvre, ci devant négociant – à la requête de Charles Alexandre Lefebvre, négociant fils de la défunte, M° Felix Caspar Lex notaire, tuteur établi par la justice de Joseph Louis André Lefebvre, sergeant major au service de france présentement prisonnier de guerre en Angleterre aussi fils de la défunte

dans une chambre au premier étage donnant sur la cour de la rue de l’arc en ciel n° (-)- appartenant dans ladite succession, occupée par les ci devant conjoints mais ladite épouse et mère étant décédée dans son voyage a Lion le 27 août dernier (…) dans une chambre au premier étage donnant sur la rue, dans la première chambre en entrant, dans la chambre a alcove, dans la chambre a alcove donnant sur la rue, au second étage, cusine au Mansard, au corridor, chambre a linge sale, au rez de chaussée, dans la cave
dans la maison appartenant à la succession grand rue n° (-)
Titres et papiers. Inventaire de la succession de Philippe Jacques Lefebvre, négociant père du veuf, dressé par M° Saltzmann en l’année 1784 – Contrat de mariage reçu Schaef notaire à Strasbourg le 10 juillet 1784 – Inventaire des apports dressé le 13 novembre 1784 – Contrat d’acquisition de la maison dans la grande rue ) la Chambre des contrats le 10 septembre 1770 – Contrat d’acquisition de la maison rue de l’Arc en ciel n° 9 devant M° Dinckel le 9 messidor 3
Immeubles, Une maison avec deux cours, tous ses bâtiments, appartenances, droits, aisances et dépendances située en cette ville rue de l’arc en Ciel n° 9, d’un côté le Sr Malabert, d’autre le Sr Godier derrière contre la maison du Sr Schaeffer – occupée par le Sr Dumont coiffeur pour un loyer de 200 fr, le restant occupé par les conjoints 200 fr, total 400 fr de revenu faisant en capital 8000 fr, acquis par contrat susallégué
Plus une maison, cour, appartenances, droits, aisances et dépendances en cette ville grand rue N° (-), d’un côté le Sr Besson d’autre le Sr Streisguth, derrière le Sr Gros louée en entier au Sr Maechling épicier pour 600 fr de revenu, faisant en capital 12.000 fr, Titres de propriété, acte passé à la Chambre des contrats le 10 septembre 1770 et d’autres le 21 mai 1748 et 15 janvier 1782 et inventaire de la succession du père du veuf ci dessus allégué
le 24 février 1810 n° 6131 ; mobilier propre 801 fr
communauté, meubles 2698 fr, argenterie 719 fr, créances 1320 fr, ensemble 4738 fr
propres du veuf, mobilier (non estimé), maison grand rue 12.000 fr, passif 12.300 fr, compensation faite 300 fr
prpores de la défunte, garde robe 511 fr, remploi 13.595 fr, créances 300 fr, total 14.406 fr, et meubles prélevés
communauté, mobilier 1881 fr, créances 72, 706, 100, 1549 fr, maison 8000 fr, total 12.229 fr, passif 14.034 fr, compensation faite 1804 fr
Enregistrement, acp 113 F° 73 du 30.9.

Jacques Louis Lefevre meurt deux ans plus tard

1811 (13.9.), Strasbourg 5 (33), Not. F. Grimmer n° 7174
Déclaration tenant lieu d’inventaire de Jacques Louis Lefevre, habitant de cette ville, décédé le 10 mai dernier – dressé à la requête de Joseph Wilhelm, marchand de vins mandataire de son petit fils Joseph Louis André Lefevre, sergent major au service de France présentement prisonnier de guerre en Angleterre, et mandataire de Charles Alexandre Lefevre, commis négociant à Lyon fils et héritiers de leur père
mobilier 358 fr
immeuble, une maison, cour, appartenances, droits, aisances et dépendances située à Strasbourg dans la grande rue n° (-), d’un coté le Sr Besson d’autre le Sr Streisguth derrière les héritiers Gros, louée au Sr Maechling épicier 600 fr de revenu faisant en capital 12.000 fr
Plus la moitié par indivis dont l’autre moitié appartient aux cohéritiers comme bien maternel d’une maison avec deux cours, appartenances, droits, aisances et dépendances située à Strasbourg rue de l’arc en ciel n° 9, entre le Sr Malapert et me Sr Gauthier derrière le Sr Schaefer, estimée à 400 fr, de revenu faisant en capital 8000 fr, la moitié 4000 fr
total des immeubles 16.000 fr, fait en la maison susdite rue de l’arc en ciel

Inventaire dressé après la mort du locataire Thiébaut Mæchling. Le bail est joint à l’inventaire

1813 (26.4.)n Strasbourg 3 (36), Not. Übersaal n° 1297, 6382
Inventaire de la succession de Tibaut Maechling marchand épicier décédé le 19 avril dernier – à la requête de Marguerite Salomé Kolb la veuve, mère et tutrice légale de 1. Salomé Sophie âgée de 2 ans 9 mois, 2. Frédéric Théodor âgé de 1 an, 3. un posthume – en présence de Jacques Maechling cultivateur à Hoerth, subrogé tuteur
Contrat de mariage dressé par le soussigné notaire le 16 février 1809 (joint)
(Joint) mariages de la ville de Strasbourg 20 février 1809. Thiebaud Maechling âgé de 22 ans, épicier, né à Hoerdt le 3 septembre 1788 y domicilié fils de Jacques Maechling cabaretier et de Marie née Maechling, Marguerite Salomé Kolb âgée de 21 ans née en cette ville le 12 mai 1787 fille de Jean Frédéric Kolb, boulanger et de Marie Salomé Kuntz
dans une maison près de l’homme de fer n° 69 appartenant au Sr Faudel marchand de fer dans le logement du défunt
propres de la veuve, apports meubles 1083 fr
propres du défunt, meubles 599 fr, marchandises 7521 fr, dettes actives 1140 fr, total 9261 fr, passif 19 568 fr
(Joint) ssp. 19 janvier 1810 : Sr Jacques Louis Lefebre veuf et Sr Joseph Wilhelm marchand de vin le dernier en qualité de grand père et mandataire se portant fort pour les Srs Charles Alexandre et Joseph Louis André Lefebre ses deux petits fils, bailleurs,
le Sr Maechling négociant preneur d’autre part
Le bail de 6 ans, 1. la maison et dépendances située en cette ville dans la grande rue N° (-) côté Sr Besson d’autre Sr Streusguth, ensemble le mobilier suivant savoir : un comptoir (..), Lesdites maison et mobilier appartiennent en propre auxdits père et fils, pour 6 années à commencer le 25.3. prochain, 987 fr
(Joint) Mieth Contract zwischen Jos: Krick miether und Maechling vermiether haus N° 145 in de langen Straß, art 1) H. Maechling vermeithet an herrn J: Krick den ertsen stock des oben bemelden hauses bestehend in einem zimmer auf der Straße samt Cabinet, einem Zimmer in den hof mit Alkoven auf ebener Erde die Kuche zu alleinigem Gebrauch im dritten Stock eine Kammer für die mägde, auf der Bühne eine andere für schwartze wasche und im keller zweÿ verschlluge unter Schloß nebst allen sonst häuslichen bequemlichkeiten als den Gebrauch des bronnens, des Abtrits und der bühne &la &la wofür H. Krick 12 louis d’or oder 288 livres (bezalt), 6 Februar.1810
(Joint) Bail, Tibaut Maechling marchand épicier à Jean Geoffroi Hartschmidt marchand confiseur preneur à titre de sous bail pour 4 années consécuties qui commencent le 25.3.1812, la maison avec appartenances et dépendances situés en cette ville grand rue n° 145
Sr Besson d’autre Sr Streisgut y compris le mobilier ci après, 1. un comptoir en bois de chêne avec plusieurs tiroirs (..), le Sr Maechling est en droit de jouir en vertu du bail ssp entre lui et Srs Lefebre père et fils propriétaires de ladite maison le 19.1.1810 pour 1200 fr
Enregistrement, acp 122 F° 67-v du 29.4. – vacation du 4.6. (acp 122 F° 127 du 5.6.)

Les deux fils Lefevre vendent la maison au peignier Jean Jacques Müller moyennant 18 400 francs

1816 (4.12.), Strasbourg 10 (62), Not. Zimmer n° 4558, 7492 du 27.11.
Joseph Aimé Louis Lefevre, adjudant sous officier dans la légion du Bas rhin tant pour lui qu’au nom de Charles Alexandre Lefevre son frère commis négociant domicilié à Lyon, adjudication publique
à Jean Jacques Müller, peignier demeurant rue de l’Argile n° 15
désignation de l’immeuble à vendre, une maison avec cour droits appartenances et dépendances sise à Strasbourg grand’rûe n° 145, entre la maison du Sr Besson et celle du Sr Streisguth chaudronnier, derrière celle des héritiers Gross baquetier, échu de la succession de Jacques Louis Lefevre négociant et Marie Elisabeth Wilhelm, leurs père et mère dint ils sont seuls enfants uniques héritiers, suivant inventaire dressé par M° Grimmer de la succession paternelle, clos le 13 septembre 1811, de la succession maternelle le 21 mai 1810 – mise à prix 18.000 fr, personne ne s’est présenté – n° 7499 du 4 décembre
n° 7520, à Jean Jacques Müller et Marie Madeleine Koebelé le 23 décembre pour 18.400 francs
Enregistrement, acp 132 f° 69-v du 5.12. – acp 132 f° 107-v du 24.12.

Originaire de Michelstadt en Hesse, Jean Jacques Müller épouse Marie Madeleine Kœbelé en 1804
1804 (5 nivose 13), Strasbourg 3 (40), Not. Übersaal n° 466, 2663
Contrat de mariage – Cit. Jean Jacques Müller, peignier, fils de feu Jean Jacques Müller, brasseur a Michelstadt au Comté d’Erbach en Allemagne, avec Sophie Benigne Lehr
Dlle Marie Madeleine Koebelé, fille majeure du Cit. Isaac Koebelé, peignier avec C. Marie Madeleine Bernhard
Enregistrement, acp 95 F° 74 du 6 niv. 13

Marie Madeleine Kœbelé meurt en 1834 en délaissant pour héritiers son père, ses frères et sa sœur

1834 (15.3.), Strasbourg 7 (86), Me Stoeber n° 15.156
Inventaire de la succession de Marie Madeleine née Koebele épouse de Jean Jacques Muller, marchand épicier et propriétaire, décédée le 16 octobre 1833 – à la requête 1. du veuf comme usufruitier de la succession suivant contrat de mariage reçu Ubersaal notaire à Strasbourg le 5 nivose 13, 2. Isaac Koebele, propriétaire, père de la défunte procréé avec Marie Madeleine Bernhard pour trois 12°, 3. Isaac Koebele, peignier, frère germain pour trois 12°, 4. Louis Koebele, tourneur, frère germain, 5. Salomé Koebele veuve de Louis Rathgeber, instituteur, sœur germaine

dans une maison Grand rue n° 145
maison, une maison avec cour, petite maison de derrière, pompe, appartenances et dépendances le tout situé à Strasbourg d’un côté la maison du Sr Besson, d’autre celle du Sr Streisguth chaudronnier, derrière la propriété des héritiers Gross – acquis de Joseph André Louis Lefevre, adjudant sous officier dans la légion du Bas Rhin et son frère Charles Alexandre Lefevre, commis négociant à Lyon, suivant adjudication reçue Zimmer notaire à Strasbourg les 27 novembre et 4 décembre 1816 et contrat de vente du 23 décembre de ladite année transcrit au bureau des hypothèques volume 88 n° 110 – échue de la succession de Jacques Louis Lefevre, négociant, et Marie Elisabeth Wilhelm, suivant inventaire dressé par Grimmer, notaire, de la succession paternelle le 13 septembre 1811 et maternelle le 29 mai 1810, plus trois contrats Chambre des contrats les 10 septembre 1770, 20 mai 1748 et 15 janvier 1722 – occupée par le veuf, estimée 10.000 fr
garde robe 53 fr, apports de la défunte suivant inventaire dressé par Ubersaal notaire 345 fr, remplois, apports 726 fr, héritage recueilli pendant le mariage 1120 fr, fonds de commerce d’épicerie 798 fr, passif 1257 fr
Enregistrement, acp 224 f° 8 du 24.3.

Le marchand épicier Jean Jacques Müller meurt en 1844 en délaissant des héritiers collatéraux

1844 (17.6.), Strasbourg 10 (103), Me Zimmer substitué par Roessel n° 5248
Inventaire de la succession de Jean Jacques Müller épicier à Strasbourg veuf de Marie Madeleine Koebelé, décédé en cette ville le 4 juin 1844
L’an 1844 le 17 juin à trois heures de relevée, à la requête de 1. M. Jean Michel Müller ancien drapier demeurant à Michelstadt (grand duché de Hesse-Darmstadt), 2. M. Bartholmé Schmerkert, drapier demeurant au même endroit, agissant en qualité d’administrateur légal des biens de sa femme Susanne Catherine Müller demeurant avec lui ainsi qu’il le déclare, 3. M. Pierre Müller, épicier demeurant également à Michelstadt, agissant au nom et comme se portant fort de sa mère Marie Christine Müller, demeurant au même endroit veuve du Sr Bernard Müller, cordonnier, (…) habiles à se dire et porter héritiers de leur frère Jean Jacques Müller en son vivant épicier à Strasbourg où il est décédé le 4 juin 1844 (…)
M° Roessel substituant M° Louis Frédéric Zimmer présentement absent

en la maison mortuaire sise à Strasbourg grand rue N° 145
Chambre au premier étage donnant sur la cour, Dans une petite chambre aux mansardes, Corridor, Au second étage sur le devant, Chambre à linge sâle et petite chambre à côté, au grenier, (le 20 juin) Dans la cave, Dans le magasin
La moitié indivise dans une la maison avec appartenances et dépendances située à Strasbourg grand rue N° 145 entre M Besson et le Sr Streissguth, donnant par derrière sur la propriété des héritiers Gross. Le défunt avait acquis cette maison de Joseph André Louis Lefèvre, adjudant sous officier dans la légion du Bas Rhin demeurant à Strasbourg et Charles Alexandre Lefevre commis négociant suivant deux procès verbaux d’adjudication 27 novembre et 4 décembre 1816 et contrat de vente passé du 23. décembre suivant, les trois actes dressés par M° Zimmer père alors notaire en cette ville, et ce pendant la communauté de biens qui a existé entre entre le défunt et sa défunte épouse Marie Madeleine Koebelé ainsi qu’il est constaté par un inventaire dressé après le décès de cette dernière par M° Théophile Stoeber le jeune, alors notaire à Strasbourg le 15 mars 1834 et de quatre autres titres inventoriés sous la cote B. Par son testament reçu par le même notaire Stoeber le 19 mars 1832, ladite défunte Dame Müller avait légué à son mari l’usufruit viager de toute sa succession, de manière que de dernier est resté en possession de toute la masse mobilière et immobilière de la succession de son épouse, par suite il y a lieu d’établir ici de décompte de ce qui revient aux héritiers de cette dernière (…)
acp 324 (3 Q 30 039) f° 90 – Ladite succession se compose 1° de meubles, objets mobiliers, marchandises évalués à 1406 francs, 2° des créances 259,3° de la moitié d’une maison grande Rue N° 145. Le passif s’élève à 655
Le défunt a légué par testament reçu Arbogast notaire le 30 mai dernier à Salomé Gerhardt sa ménagère une somme de 500 francs

Les héritiers de Jean Jacques Müller et de Marie Madeleine Kœbelé vendent par adjudication la maison au marchand de laine Charles Vomhoff

1844 (9.8.), Strasbourg 10 (103), Me Zimmer n° 5316
Ont comparu 1. M. Isaac Koebele, peignier, 2. Mme Salomé Koebelé veuve du Sr Louis Rathgeber en son vivant instututeur, les deux demeurant à Strasbourg agissant tant en leur nom personnel que comme se portant fort solidairement de M. Louis Charles Koebelé, ouvrier menuisier demeurant à Strasbourg où il est né le 19 juillet 1825 du légitime mariage de M. Jean Louis Koebelé en son vivant tourneur et de feur Sophie Madeleine Ihmé, conjoints de la même ville, émancipé par son conseil de famille (…), 3. Mr Philippe Charles Wenger, jurisconsulte demeurant à Strasbourg, agissant et qualité de mandataire général de 1) M. Jean Michel Müller ancien drapier, 2) Mme Marie Christine Müller veuve du Sr Bernard Müller en son vivant cordonnier, 3° Mme Susanne Catherine Müller épouse dûment autorisée du Sr Bartholmé Schmerkert drapier, tous demeurant à Michelstadt (grand duché de Hesse-Darmstadt), lesquels comparans désirant vendre par adjudication publique une maison avec ses dépendances sise à Strasbourg grande rue N° 143 plus amplement désignée ci après ont requis ledit M° Zimmer et son collègue de recevoir au présent acte leurs déclarations sur la désignation, la mise à prix, l’établissement de la propriété et l’état hypothécaire (…)
Désignation de la maison à vendre et mise à prix. Une maison avec appartenances et dépendances située à Strasbourg grand rue N° 145 entre M Besson et le Sr Streissguth, donnant par derrière sur la propriété des héritiers Gross. Elle sera mise à l’enchère sur la mise à prix de 15.000 francs
Etablissement de la propriété. Cette maison dépendait de la communauté de biens réduite aux acquêts qui a existé entre entre Jean Jacques Muller marchand épicier et Marie Madeleine Koebelé, conjoints demeurant à Strasbourg ainsi qu’il résulte d’un inventaire dressé par M° Chrétien Théophile Stoeber, alors notaire à Strasbourg le 15 mars 1837. La Dame Müller décédée en cette ville le 16 octobre 1833 laissa pour seuls et uniques héritiers 1. son père Mr Isaac Koebelé propriétaire en cette ville, 2. M Isaac Koebelé comparant son frère 3. M. Louis Koebelé tourneur demeurant à Strasbourg, également son frère, 4. et Mme veuve Rathgeber comparante sa sœur et ce chacun pour un quart. Le Sr Louis Koebelé décédé à Strasbourg le 18 février 1841 laissa pour seul enfant et unique héritier son fils ledit Louis Charles Koebelé, ainsi que les deux premiers comparans le déclarent. M. Isaac Koebelé père est lui-même décédé laissant pour seuls enfant ou descendans et uniques héritiers le Sr Isaac Koebelé et la Dame Rathgerer comparants, et ledit Louis Charles Koebelé ainsi qu’il résulte d’un acte de liquidation dressé par M° Grimmer notaire à Strasbourg le 12 mai dernier. Enfin Mr Jean Jacques Muller est lui-même décédé en cette ville le 4 juin dernier laissant pour seuls et uniques héritiers ses trois frères et sœurs les mandants de Mr Wenger susnommés ainsi qu’il est établi dans un inventaire dressé par M° Zimmer soussigne en date au commecement du 17 juin 1844. De manière que la maison à vendre appartient aujourd’hui à Mr Isaac Koebelé pour un 6°, à Mme Rathgeber pour un 6°, au mineur Louis Charles Koebelé pour pareille fraction, au Sr Jean Michel Muller également pour un 6°, à la Dame Marie Anne Christine Muller pour pareille fraction et à la veuve Schmerkert pour le dernier 6°
Le défunt Sr Jean Jacques Müller avait acquis cette maison avec son épouse de M Joseph Louis Alexandre Lefèvre, adjudant sous officier dans la légion du Bas Rhin demeurant à Strasbourg et de M. Charles Alexandre Lefevre commis négociant domicilié à Lyon, en vertu 1. d’un cahier des charges dressé par M° Georges Frédéric Zimmer alors notaire à Strasbourg le 27 novembre1816, 2. d’un procès verbal d’adjudication dressé par le même notaire le 4 décembre 1816, 3.et d’un contrat de vente passé devant le même notaire le 23. décembre 1816 pour la somme de 18.400 francs. Cette somme a été payée (…)
L’an 1844 le 4 septembre. M. Charles Vomhoff, marchand de laine a enchéri ledit immeuble à la somme principale de 20.000 francs
L’an 1844 le 4 septembre. ratification
acp 326 (3 Q 30 041) f° 68-v du 13.8. (cahier des charges), acp 328 (3 Q 30 043) f° 61 (adjudication définitive)

Le teinturier Charles Louis Vomhoff épouse Sophie Kolb en 1819
1819 (9.9.), Strasbourg 4 (49), Not. Stoeber aîné n° 4788
Contrat de mariage – Charles Louis Vomhoff teinturier à Strasbourg fils de Georges Louis Vomhoff, sellier, et de Marie Madeleine Carl demeurant rue du bain aux Plantes n° 32
Sophie Kolb fille de feu Georges Kolb, aubergiste, et de Marguerite Barbe Saenger demeurant fossé des Tanneurs n° 17
Enregistrement, acp 144 F° 114-v du 18. 7.bre – communauté d’acquets partageable par moitié

Louis Charles Vomhoff meurt en 1845 en délaissant trois enfants

1845 (13.12.), Strasbourg 8 (68), Me Zeyssolff n° 2939
Inventaire de la succession de feu M. Louis Charles Vomhoff, marchand de laines à Strasbourg où il est décédé le 22 août 1845
L’an 1845, samedi 13 décembre à neuf heures du matin en la maison mortuaire, à la requête et en présence de Sophie Kolb, veuve de Mr Louis Charles Vomhoff vivant marchand de laines à Strasbourg où elle demeure et est domiciliée, agissant tant en son nom personnel à cause la communauté universelle de biens qui a existé entre elle et feu son mari en vertu de son contrat de mariage ci après analysé et en raison des droits et avantages de survie qu’il lui a assurés, qu’en qualité de mère et tutrice légale de ses deux enfants mineurs issus de son mariage avec son époux défunt nommés 1° Julie Vomhoff, âgée de 19 ans dix mois, 2° Charles Auguste Vomhoff, commis négociant âgé de 16 as, 2. Dlle Caroline Vomhoff, majeure demeurant et domiciliée à Strasbourgl lesdites Dlles Caroline, Julie et Mr Charles Auguste Vomhoff habiles à se dire et porter seuls et uniques héritiers chacun pour un tiers de M Louis Charles Vomhoff leur père susnommé, 3. En présence de Mr Charles Frédéric Kammerer, Commis principal à la recette de la fondation de St Thomas à Strasbourg où il demeure et est domicilié, agissant en qualité de subrogé tuteur desdits enfants mineurs
(…) décédé en sa demeure à Strasbourg grand’rue N° 145 où se fait le présent inventaire

expédition de son contrat de mariage passé devant M° Stoeber l’aîné lors Notaire à Strasbourg le 9 septembre 1819
Titres et pièces. I. L’expédition du contrat de mariage analysé en l’intitulé du présent inventaires
II. L’expédition d’un procès verbal d’adjudication dressé par M° Zimmer notaire à Strasbourg le 4 septembre 1844 enregistré, transcrit au bureau des hypothèques de Strasbourg le 17 octobre 1844 volume 423 N° 61 et inscrit d’office au Volume 415 N° 223, par lequel les héritiers de Mr Jean Jacques Muller, peignier et de Marie Madeleine Koebelé époux à Strasbourg ont adjugé à Mr Charles Vomhoff marchand de laines en la même ville Une maison sise à Strasbourg grand rue N° 145 moyennant le prix de 20.000 francs (…). A cette pièce se trouvent joints 1° l’expédition d’un procès verbal d’adjudication dressé par M° Zimmer père, lors notaire à Strasbourg le 23 décembre 1816 enregistré, par lequel le sieur Jean Jacques Müller et Marie Madeleine Koebelé susnommés se sont rendus adjudicataires de ladite maison sur Mr Louis Lefèvre de Strasbourg, 2° la grosse d’une obligation (…), 7° l’expédition d’un acte de vente passé à la ci devant chambre des contrats à Strasbourg le 15 janvier 1782, 8° l’expédition d’un acte de vente passé à la susidte chambre le 21 mai 1748, 9° l’expédition d’un contrat de vente passé à cette même chambre des contrat le 10 septembre 1770, 10.° la police d’assurance, adjudant sous officier dans la légion du Bas Rhin demeurant à Strasbourg et Charles Alexandre Lefevre commis négociant suivant deux procès verbaux d’adjudication 27 novembre et 4 décembre 1816 et contrat de vente passé du 23. décembre suivant, les trois actes dressés par M° Zimmer père alors notaire en cette ville, et ce pendant la communauté de biens qui a existé entre entre le défunt et sa défunte épouse Marie Madeleine Koebelé ainsi qu’il est constaté par un inventaire dressé après le décès de cette dernière par M° Théophile Stoeber le jeune, alors notaire à Strasbourg le 15 mars 1834
Communauté. Immeuble. Une maison avec appartenances et dépendances située à Strasbourg grand rue N° 145 entre M Besson et le Sieur Streisguth, donnant par derrière sur la propriété des héritiers Gross. Les titres de propriété sont inventoriés sous la cote deux pièces une à dix
acp 342 (3 Q 30 057) f° 18-v (déclaration du 7 février 1846 N° 20) Marchandises pour une valeur de 4372, meubles 970, garde robe du défunt 170
La communauté comprend un immeuble consistant en une maison sise à Strasbourg grande rue 145, des créances pour 3760 – Le passif est de 18.000 francs

Le négociant Charles Erckmann vend à Jean Conrad Hochapffel la clientèle attachée à son commerce de pipes établi au 145, Grand rue

1851 (9.7.), Becker (minutes en déficit)
Vente par Charles Erckmann, négociant à Strasbourg
à Jean Conrad Hochapffel, négociant audit lieu
de la clientèle attachée à som commerce de pipes établi grand’rue N° 145 moyennant 230 francs
acp 401 (3 Q 30 116) f° 82-v du 10.7.

Charles Auguste Vomhoff vend sa part de maison à ses deux sœurs Caroline Vomhoff et Julie Vomhoff

1857 (12.5.), Strasbourg 10 (134), Not. Zimmer (Louis Frédéric) n° 12.023
Par devant M° Georges Louis Frédéric Grimmer et son collègue, notaires à Strasbourg, soussignés, M° Grimmer substituant pour cause d’absence M° Louis Frédéric Zimmer, a comparu Mr Charles Auguste Vomhoff, commis négociant, non marié, demeurant et domicilié à Strasbourg, lequel (a vendu)
à Mlles Caroline Vomhoff et Julie Vomhoff, sans état, en jouissance de leurs droits, demeurant et domiciliées à Strasbourg acquéreuses
le sixième indivis d’une maison avec appartenances et dépendances, située à Strasbourg, grand rue N° 145, entre M. Besson et M. Streisguth, donnant par derrière sur la propriété des héritiers Gross (…). La maison ci-dessus désignée dépendait de la communauté universelle qui a existé entre entre feu Mr Louis Charles Vomhoff et dame Sophie Kolb, sa veuve survivante, pour avoir été acquise par eux des héritiers de M. Jean Jacques Müller, peignier et d Marie Madeleine Koebele vivant conjoints à Strasbourg, aux termes d’un procès verbal d’adjudication dressé par M° Zimmer, notaire soussigné le 4 septembre 1844, transcrit au bureau des hypothèques de Strasbourg le 17 janvier suivant volume 423 N° 61. Après le décès du dit Sr Louis Charles Vomhoff, la moitié du dit immeuble est échu à sa veuve susnommée comme ayant participé pour pareille quotité à la communauté universelle qui avait existé entre ele et son défunt mari et l’autre moitié est échue à ses trois enfants et seuls et uniques héritiers qui sont les Sr et Dlles Vomhoff comparans, ainsi que le tout est établi dans l’inventaire dressé après le décès de M. Louis Charles Vomhoff par M° Zeyssolff notaire à Strasbourg le 13 décembre 1845. Duquel établissement de la propriété les acquéreuses déclarent se contenter, sans exiger d’autre justification. Le vendeur certifie sous les peines de droit, que ladite part d’immeuble lui appartient encore en toute propriété et qu’elle n’est grevée d’aucune dette, rente, privilège nu hypothèque, à l’exception de l’usufruit viager qui compète à Mme veuve Vomhoff susnommée sur la moitié de la part de maison présentement vendue en vertu de son contrat de mariage passé devant M° Stoeber, alors notaire à Strasbourg le 9 septembre 1819, usufruit auquel Mme veuve Vomhoff renoncera ci-après
(transcrit au bureau des hypothèques le 23 Mai 1857 vol. 688 N° 150)
acp 460 (3 Q 30 175) f° 14 du 13.5.

Sophie Kolb veuve Charles Louis Vomhoff lègue sa part de maison à ses deux filles

1866 (23.3.), M° Zimmer
Dépôt du testament olographe de Sophie Kolb veuve Charles Louis Vomhoff
acp 553 (3 Q 30 268) f° 10-v du 24.3.
Enregistrement de Strasbourg, ssp 143 (3 Q 31 642) f° 87-v du 24.3.1866
Testament, 5 mai 1859 – Je soussigné Sophie Kolb veuve de M. Charles Louis Vomhoff donne par les présentes, par voie de legs, à mes deux filles Caroline et Julie Vomhoff, la moitié indivise à moi appartenante d’une maison située à Strasbourg grand rue N° 9, à condition de payer à leur frère Charles Auguste Voomhoff pour sa part ladite maison la somme de 3000 francs
Pour traduction con forme, le traducteur juré signé Butterlin
dècès du 19 février 1866

Caroline Vomhoff et Julie Vomhoff vendent la maison à leur frère libraire Charles Auguste Vomhoff et à sa femme Barbe Caroline Frühinsholtz

1871 (15.7.), Strasbourg 10 (166), Not. Kœrttgé (Jean Théodore) n° 2099
Vente. 15 juillet 1871. Ont comparu 1) Mlle Caroline Vomhoff 2° Mlle Julie Vomhoff les deux en jouissance de leurs droits, demeurant et domiciliées à Strasbourg lesquellent ont vendu
à Mr Charles Auguste Vomhoff, libraire et à dame Barbe Caroline Frühinsholtz son épouse qu’il autorise à l’effet des présentes, les deux demeurant et domiciliés à Strasbourg, acquéreurs solidaires
Désignation, une maison consistant en bâtiment de devant et de derrière, petite cour, puits, droits, appartenances et dépendances sise à Strasbourg, Grand rue N° 119 autrefois N° 145 entre M. Besson et Meyer, par derrière le sieur Mann boucher
Etablissement de la propriété. Cet immeuble dépendait de la communauté universelle qui avait existé entre feu M Louis Charles Vomhoff négociant et feue dame Sophie Koll vivant conjointss à Strasbourg pour avoir été acquis durant celle-ci de 1) Ignace Koebele, peignier, 2) Marie Salomé Koebelé veuve de mesure Rathgeber vivant instituteir 3) Louis Charles Koebelé menuisier, ces trois demeurant à Strasbourg 4) Jean Michel Müller ancien drapier, 5) Anne Christine Müller veuve de Bernard Müller vivant cordonnier, 6) Susanne Catherine Müller épouse de Bartholomé Schmerckert drapier, ces trois derniers demeurant à Michelstadt (grand duché de Hesse-Darnstadt), ainsi qu’il résulte d’un procès verbal d’adjudication dressé par M. Louis Frédéric Zimmer alors notaire à Strasbourg, prédécesseur immédiat de M° Koerttgé notaire soussigné, le 4 septembre 1844 transcrit au bureau des hypothèques de Strasbourg le 17 octobre de la même année volume 423 n° 61 et inscrit d’office le même jour volume 415 n° 223
acp 599 (3 Q 30 314) f° 57 du 17.7.

Le commis négociant Charles Auguste Vomhoff épouse Barbe Caroline Frühinsholtz en 1857
1857 (9.6.), Strasbourg 10 (134), Not. Zimmer (Louis Frédéric) n° 12.067
Contrat de mariage 3 juin 1857 – Ont comparu 1° Mr Charles Auguste Vomhoff, commis négociant demeurant et domicilié à Strasbourg, né en cette ville le 13 juin 1829 du légitime mariage de feu M Charles Louis Vomhoff et de dame Sophie Kolb sa veuve survivante, futur époux d’une part
2° Mlle Barbe Caroline Fruhinsholtz, sans état, en jouissance de ses droits, demeurant et domiciliée à Strasbourg, née en cette ville le 23 janvier1830 du légitime mariage des époux Fruhinsholtz ci après nommés, future épouse d’autre part
3° Mr Charles Fruhinsholtz, tonnelier, et dame Anne Barbe Baer,son épouse qu’il autorise à l’effet des présentes, les deux demeurant et domiciliés à Strasbourg, agissant ès présentes à cause de la constitution de dot qu’ils vont faire ci après en faveur de la dlle future épouse leur fille
acp 460 (3 Q 30 175) f° 87 du 11.6. Stipulation de communauté de biens réduite aux acquêts partageable par moitié, réserve d’apports et d’héritages
Les apports du futur époux consistent en une valeur de 3847
Ceux de la future épouse consistent en deux cents serviettes estimées à 25
Donation par les conjoints Fruhinsholtz à la future épouse leur fille ce acceptant 1° d’un mobilier estimé à 2032 francs 2) 11 ares 31 terres ban de Schiltigheim section E 80 au canton à Hengelwegn d’un revenu de 45
Donation réciproque par les futurs époux au survivant d’eux de l’usufruit viager de toute la succession du prémourant

La maison revient à leur fils Paul Georges Vomhoff qui épouse en 1891 Pauline Berthe Wendel, fille naturelle de Frédérique Pauline Wendel née à Ludwigsburg

Mariage, Strasbourg (n° 622)
Strassburg am 27 August 1891. Vor dem Standesbeamten erschienen heute zum Zwecke der Eheschließung 1. der Buchhändler Paul Georg Nathanael Vomhoff, evangelischer Religion, geboren den 19 Juli des Jahres 1863 zu Strassburg, Sohn des Buchhändlers Carl August Vomhoff und dessen Ehefrau Barbara Caroline Frühinsholtz, beide wohnhaft zu Strassburg 2. die gewerblose Pauline Bertha Wendel, evangelischer Religion geboren den 1. August des Jahres 1867 zu Ludwigsburg (Württenberg), wohnhaft zu Straßburg, uneheliche Tochter der gewerblosen Friederike Pauline Wendel, wohnhaft zu Göppingen (Württenberg). Als Zeugen waren zugezogen und erschienen 3. der Buchhändler Carl August Vomhoff, 22 Jahr alt, wohnhaft zu Straßburg, 4. der Kaufmann Ernst Wendel, 48 Jahr alt, wohnhaft zu Straßburg (i 147)



6, rue Ernest-Munch


Rue Ernest-Munch n° 6 – X 359 (Blondel), O 556 puis section 23 parcelle 54 (cadastre)

Rue de Zurich n° 1 – section 23 parcelle 55 (cadastre)

Façade refaite par le batelier Jean Jacques von Zabern (1748)
Bâtiment rue de Zurich construit en 1888 par Emilie Petitville
Les deux maisons sont démolies en 1976


Bâtiment rue Ernest Munch, à crépi rouge (octobre 2015)
Bâtiment rue de Zurich, sur la gauche (juillet 2014)

La maison est inscrite au Livre des communaux (1587) au nom du blanchisseur Thiébaut Negelé. Elle comprend notamment un encorbellement (26 pieds ½ de long) vers la rue, deux risbermes pourvues de cloisons en planches vers le canal et un chenal en bois dans la ruelle des Fous (Narrengässlein, ensuite ruelle des Baquets, Nardengässlein). Le tisserand et marchand d’eau-de-vie Zébédée Müller l’achète en 1611 et en transmet la propriété à sa fille qui épouse le sachetier Joseph Meyer. Le tonnelier réformé Gérard Sommer, originaire de Murat dans le canton de Berne, l’achète pour 500 livres en 1696. Le plan-relief représente un bâtiment qui s’ouvre vers la rue et un bâtiment latéral qui longe la ruelle jusqu’au canal. Gérard Sommer doit faire d’importants travaux puisque ses héritiers la revendent 1 600 livres en 1748 au batelier Jean Jacques von Zabern qui est autorisé la même année à refaire sa risberme dans l’alignement de ses voisins en enclosant un terrain communal et à construire à l’aplomb de son encorbellement. La maison qui comprend quatre logements dont la valeur minimale s’élève à 1100 livres en 1759 occupe la partie avant de la parcelle, la partie arrière étant alors libre de construction. Un bâtiment qui s’ouvre vers le canal et longe l’impasse est construit à l’époque où Simon Hæs est propriétaire.


Plan-relief de 1725 (Musée historique) La maison est celle dont le bâtiment arrière longe toute la ruelle jusqu’au canal
Plan Blondel (1765, AMS planche cote VI 587), le bâtiment arrière n’atteint plus le canal
224 (c) Plan
Elévations préparatoires au plan-relief de 1830 et plan, îlot 224 (Musée des Plans-relief) 1

L’Atlas des alignements (années 1820) mentionne un bâtiment à rez-de-chaussée et deux étages en maçonnerie. Sur les élévations préparatoires au plan-relief de 1830, la façade sur rue se trouve à gauche du repère (f) : deux fenêtres et porte d’entrée, deux étages à trois fenêtres chacun, toiture à deux niveaux de lucarnes. Le dernier des bâtiments (f-a) le long de la ruelle du Baquet-à-poissons ne figure pas sur le plan Blondel (1765). La ruelle se termine par un escalier qui monte vers le canal. Le pignon à droite du repère (a) et la porte cochère donnent sur le petit quai le long du canal. La cour (A) représente l’arrière de la façade sur rue (juste à droite de 2), les bâtiments (2-1) qui longent la ruelle, la porte cochère (6-1) surmontée d’un étage vers le canal puis un bâtiment à rez-de-chaussée qui s’appuie sur le mur du voisin (5-6).
La maison porte d’abord le n° 41 (1784-1857) puis le n° 3.


Plan du bâtiment rue de Zurich (1906), dessins préparatoires au travaux de 1907 (dossier de la Police du Bâtiment)

Légataire de Simon Hæs, Jacques Zabern vend la moitié avant de la maison à la veuve de Charles Petitville en 1834 puis la moitié vers le canal aux quatre enfants Petitville en 1839. La propriété entière revient en 1860 à Emilie Petitville, mise sous tutelle. Le maire céde en 1873 une portion de terrain vers la rue de Zurich. Le curateur d’Emilie Petitville fait construire en 1888 un nouveau bâtiment à rez-de-chaussée et trois étages vers la rue de Zurich qui remplace le canal comblé. La bâtiment a la même hauteur vers la ruelle sur les seize premiers mètres. Les travaux sont terminés en juin 1889. La veuve Jean dit Carolis fait percer en 1906 puis en 1907 de nouvelles fenêtres vers la ruelle. L’architecte entrepreneur Charles Nadler est autorisé en 1907 à porter à 20 mètres la hauteur du bâtiment. La maison vers la rue de la Krutenau (rue Ernest Munch) et celle vers la rue de Zurich sont démolies en janvier 1976 en même temps que le 4, rue Ernest-Munch et le 44, quai des Bateliers pour construire un bâtiment neuf.


Photographie du 44, quai des Bateliers, à l’extrême droite, angle du 1, rue de Zurich (Lucien Blumer, AMS cote 8 Z 2011)
Canal comblé, la maison rue de Zurich se trouve à l’arrière du bâtiment représenté à l’image précédente (Lucien Blumer, AMS cote 8 Z 3271) – Même endroit (AMS cote 1 Fi 156)

Vues aériennes de l’îlot actuel après suppression de la ruelle du Baquet-à-Poissons
En avant-plan (1) rue Ernest-Munch, (2) rue de Zurich, (3) place Saint-Guillaume (publiées sur Archi-wiki))

mai 2022

Sommaire
Cadastre – Police du Bâtiment rue Ernest-Munch, rue de ZurichRelevé d’actes

Récapitulatif des propriétaires

La liste ci-dessous donne tous les propriétaires de 1600 à 1952. La propriété change par vente (v), par héritage ou cession de parts (h) ou encore par adjudication (adj). L’étoile (*) signale une date approximative de mutation.

Thiébaut Negelé, blanchisseur, et (v. 1557 et 1567) Marguerite Stock, remariée (1593) avec le blanchisseur Ulric Walther – anabaptistes puis luthériens
1611 v Zébédée Müller, tisserand puis marchand d’eau-de-vie, et (v. 1582) Elisabeth Ittelhauser puis (1617) Marie Ulmann, remariée (1630) avec le pasteur Michel Koch – luthériens
1651 h Joseph Meyer, sachetier, et (1637) Elisabeth Müller – luthériens
1696 v Michel Bindenschuh, charpentier, et (1678) Marie Sara Ziegler – luthériens
1696 v Gérard Sommer, tonnelier, et (1694) Anne Marguerite Reeb puis (1715) Anne Marguerite Erlacher – réformé, luthérienne, réformée
1748 v Jacques von Zabern fils de Jacques, batelier, et (1734) Marie Salomé Jung – luthériens
1767 h Gabriel Meyer, batelier, et (1756) Marie Salomé von Zabern – luthériens
1812 h Simon Hæs, batelier, et (1769) Marie Salomé von Zabern, veuve de Gabriel Meyer, puis (1815) Marguerite Salomé Müller, divorcée du militaire Pierre Waltzinger – luthériens
1829 h Jacques Zabern fils de Jacques, batelier, et (1813) Sophie Madeleine Kieffer
1834
1839
v (Pierre) Charles Petitville, pharmacien, et Anne Lucie Morin puis (1807) Marie Barbe Freyss
Edouard Petitville, Eugène Petitville, Emilie Petitville et Caroline Petitville
1860 h Emilie Petitville
1897* v Jean Gustave Brodbeck, employé au chemin de fer
1900* v (François Frédéric) Jules Jean dit Carolis, marchand de vins, et (1888) Salomé Lehmann

Valeur de la maison selon les billets d’estimation :

(1765, Liste Blondel) X 359, Henry Zabern
(Etat du développement des façades des maisons, AMS cote V 61) Häß, 2 toises, 3 pieds et 5 pouces
(1843, Tableau indicatif du cadastre) O 556, Petitville, Grandes arcades – maison, sol – 2,3 ares (4,20 ares)

Locations

1761, Gabriel Meyer, batelier, et (1756) Marie Salomé von Zabern (futurs propriétaires)
1806, Jacques Joseph Demande, secrétaire à l’intendance d’Alsace, et Marie Elisabeth Dorothée Foissac de la Tour
1813, Gaspard Robinet, ancien officier, et Marie Elisabeth Janss
1849, Jean Geoffroi Müller, vitrier, et Marie Madeleine Moigniot

Livres des communaux

1587, Livre des communaux (VII 1450) f° 501
Le blanchisseur Thiébaut Negelé doit 9 sols 8 demiers pour sa maison louée au brasseur Matthias Bettbur, à savoir un encorbellement (26 pieds ½ de long, saillie de 3 pieds), une porte de cave inclinée (7 pieds de large, saillie de 4 pieds) une marche en pierre (3 pieds 9 pouces de long, saillie de 1 pied ½ )
Vers le canal, la risberme est close par une cloison en planches (36 pieds de long, saillie de 17 pied ½), devant cette risberme il a une autre risberme pourvue de planches en chêne et de pieux (même longueur, saillie de 1 pied ½), il doit pour cette jouissance 9 sols 8 deniers
Dans la ruelle dite ruelle des Fous ,ledit Thiébaut Negelé, blanchisseur à la Gantzau, a un chenal en bois dont il paie 8 sols

Aber gegen Wilhelmern über.
Dieboldt Negele der Bleicher hatt ane seinem Hauß, da Mathis Bettbür der Biersieder Innen sitzt, ein Vsstoß xxvi+ schu lang, iij schu herauß, Ein lehende Kellerthüer vij schu breit, iiij schu herauß, Ein besetztenn Tritt iiij schu, ix Zoll lang, i+ schu herauß, Bessert für das Niessen, ix ß viiij d

Und hatt hinden am Giessen die Landtvestin mit einer dielenen Wandt Ingezogen xxxvj schu lang, xvii+ schuh herauß, Außwendig vor diser hatt Er aber ein Landtvesten mit aichinen dielen und Pfälen versehen In gleicher Lenge v= schu herauß, Bessert für das Niessen, ij lb. j ß. iiij d

In dem Allmend Gäßlin Das Narrengaßlin genandt.
Der bemeldt Diebold Negele Der Bleicher vff der Ganßaw hatt auch In disem Gäßlin ane seinem Hauß ein hültzenen Naach, Bessert für das Niessen, viij ß d

1741, Livre des loyers communaux, VII 1472 (1741-1802) f° 770-b
Le batelier Jean Jacques von Zabern doit 7 sols 6 deniers à la Saint Jean Baptiste pour être autorisé à construire à l’aplomb de son encorbellement (26 pieds 9 pouces de long) d’un côté sur 2 pieds 11 pouces, de l’autre côté sur 2 pieds 8 pouces, face au poêle des Jardiniers.

Johann Jacob von Zabern des schiffmann solle vor die erlaubnus Unter dem 26. schuhe 9. Zoll Langen Überhang an seinem Hauß in der Krautenau, gegen der gartner stub über an einem ende 2. schuhe 11 Zoll, am andern ende 2. schuhe 8. Zoll Vorzubauen, jahrs uf Joh: Baptæ und L. Prot. 1748. fol: 68. A° 1750. I.mo (id est 24. Junii – 6. Messidor), 7 ß 6 d

(Quittungen, 1750-an 10)
C. 386
jetzt Simon Häß

Préposés au bâtiment (Bauherren)

1748, Préposés au bâtiment (VII 1403)
Le batelier Jean Jacques von Zabern demande le 21 septembre l’autorisation 1) de construire une risberme dans l’alignement de ses voisins en enclosant un terrain communal (40 pieds de long, d’un côté 11 pieds ½ de large, de l’autre côté 12 pieds), 2) de construire un mur sous son encorbellement (27 pieds de long, 2 pieds 9 pouces de large) et 3) de refaire sa toiture. Les préposés donnent leur accord pour la risberne moyennant 8 livres, opposent un refus pour le mur et lui demandent de laisser le passage libre dans la ruelle. Jean Jacques Zabern réitère le 4 octobre sa demande de construire sous l’encorbellement (26 pieds 9 pouces) sur une surface de 2 pieds 11 pouces d’un côté et 2 pieds 8 pouces de l’autre. L’autorisation lui est accordée moyennant un loyer de 7 sols 6 deniers à condition de supprimer sa porte de cave. Il est autorisé le 9 octobre à poser du bois sous le Pont-Neuf et à l’y travailler.

(f° 64-v) Sambstags den 21. Ejsdem [Septembris] seÿend folgende augenschein eingenommen worden – Johann Jacob Von Zabern
An Johann Jacob Von Zabern des schiffmanns Hauß in der Krautenau, welcher um erlaubnus gebetten, Hinden auf das Waßer eine Landfest, in der Flucht der Nachbaren ihme Zumachen, und darzu ein 40. schuhe Lang, an einem ende 11 ½ schuhe, am andern ende 12. schuhe breites Allmend plätzel Zunehmen, fornen auf die gaß aber eine Neüe Wand in seinen 27. schuhe Lang, und 2 schhe 9 Zoll tieffen Überhang, und ein Ander dach auf das Haus Zumachen.
Erkannt, wird dem Imploranten das begehrte allmendt Zur Landvest erlaubt, gegen einmahliger bezahlung 8 lb d und 2 lb für den augenschein, welche er sogleich bezahlt hat, wegen des Überhangs aber ist das begehren abgelaint, anbeÿ demselben außtrucklich befohlen worden, das Allmendtgäßell neben seinem Hauß auf das Waßer Völlig offen und freÿzulaßen.

(f° 68) Freÿtags den 4. Octobris 1748. seÿe,d folgende augenschein eingenommen worden – Johann Jacob Von Zabern
An Johann Jacob Von Zabern des schiffmanns Hauß in der Krautenau, welcher nochmahls gebetten jhme zu erlauben unter seinem 26 schuhe 9 Zoll Langen Überhang nach der gezogenen schnur an einem ende 2 schuhe 11 Zoll am andern ende 2 schuhe 8 Zoll Vorzubauen.
Erkannt Willfahrt gegen 7 ß 6 d Zinß des Jahrs, solle aber die Kellerthür hinwegthun.

(f° 76) Montags den 9. Ejusdem [Decembris] – Johann Jacob Von Zabern
Johann Jacob Von Zabern dee schiffmann bittet um erlaubnus, das bauholtz Zu seinem Hauß Unterhalb der Neuen Bruck an die Maur Zulegen, und allda Zimmern Zulaßen. Ist jhme Von den Herren dreÿern erlaubt gegen 4 fl. Zinß

1788, préposés au bâtiment (VII 1423)
Le charpentier Arnold demande au nom du batelier Simon Hæs l’alignement à suivre à l’arrière de la maison qui donne sur l’extrémité inférieure de l’écluse sur le canal du Rhin. Les préposés chargent l’inspecteur Boudhors de l’affaire.

(f° 115-v) Dienstags den 29 Julii 1788 – Simon Häß, Schiffmann
Mr Arnold, der Zimmermann, nôe Simon Häß, des Schiffmanns, bittet um Anzeig des Alignement seines an der Krautenau gelegenen Hinterhauses so auf das untere End der Pfann des Rhein Giesens Zustoßen kommet. Erkandt, Seÿe solche durch Herrn Bau Inspector Boudhors an zu weisen.

Description de la maison

  • 1759 (billet d’estimation traduit) 1759 La maison comprend quatre poêles, quatre cuisines et plusieurs chambres, le comble est couvert de tuiles plates, la cave est en partie solivée et en partie voûtée, le tout estimé avec le puits, la cour et autres dépendances à la somme de 2200 florins

Atlas des alignements (cote 1197 W 37)

4° arrondissement ou Canton est – Rue de la Krutenau

nouveau N° / ancien N° : 8 / 41
Haes
Rez de chaussée et 2 étages bons en maçonnerie
(Légende)

Cadastre

Cadastre napoléonien, registre 29 f° 293 case 1

Petitville veuve, grandes arcades

O 556, maison, sol, Krutenau 41
Contenance : 4,20
Revenu total : 164,18 (162 et 2,18)
Ouvertures, portes cochères, charretières :
portes et fenêtres ordinaires : 62 / 50
fenêtres du 3° et au-dessus : 7 / 6

Cadastre napoléonien, registre 27 f° 1070 case 1

Petitville veuve, Grandes arcades 55
pr. 1862 Petitville Emélie Rue des Orphelins 14
97/98 Brodbeck Johann Gustav Bahnbeamte Paris
1900 Jean Julius gen. Carolis, Wirth

O 556, maison, sol, Rue de la Krutenau 6
Contenance : 4,20
Revenu total : 164,18 (162 et 2,18)
Folio de provenance : (293)
Folio de destination : 1070 Theilw. Abbruch – (sol) Gb
Année d’entrée :
Année de sortie : 1889/90
Ouvertures, portes cochères, charretières :
portes et fenêtres ordinaires : 62 / 50
fenêtres du 3° et au-dessus : 7 / 6
1889, Augmentations – Petitville Emilie f° 1070, O 556, maison, Reinertrag 128, theilw. Abbruch, vollendet 1888
Diminutions – Petitville Emil f° 1070, O 556, maison, Reinertrag 162, theilw. Abbruch, vollendet 1888

O 1190, sol, Züricher Strasse
Contenance : 0,06
Revenu total : 0,03
Folio de provenance : vom Wege
Folio de destination : Gb
Année d’entrée : 1878
Année de sortie :

O 556, maison, Krutenau 6
Revenu total : 164,21 (162 et 2,18 – 0,03)
Folio de provenance : 1070
Folio de destination : Vergrößerung
Année d’entrée : 1889/90
Année de sortie : 92/93
Ouvertures, portes cochères, charretières :
portes et fenêtres ordinaires : 30 / 28
fenêtres du 3° et au-dessus : 4 / 3
1892, Augmentations – Petitville Emilie Frl. f° 1070, O 556, Maison, Reinertrag 554, Vergrößerung, vollendet 1889, steuerbar 1892/93, besteuert 1892/93
Diminutions – Petitville Emilie Frl. f° 1070, O 556, Maison, Reinertrag 128, Vergrößerung, Zeit 1889, siehe Zugang

O 556, maison, Krutenau 6
Revenu total : 556,21 (554 et 2,21)
Folio de provenance : Vergr.
Folio de destination : Gb
Année d’entrée : 92/93
Année de sortie :
Ouvertures, portes cochères, charretières :
portes et fenêtres ordinaires : 62 / 50
fenêtres du 3° et au-dessus : 21 / 17

Cadastre allemand, registre 30 p. 398 case 4

Parcelle, section 23, n° 54 – autrefois O 556.p, 1196.p
Canton : Krutenaustraße N° 6
Désignation : Hf, 2 Whs
Contenance : 2,32
Revenu : 1150 – 1700
Remarques

(Propriétaire), compte 597
Jean gen. Carolis Julius d. Erben und Wwe
1920 Jean Frantz Friedrich Julius Wirt Weinhändler die Erben & Witwe Salome geb. Lehmann
(2166)

Cadastre allemand, registre 30 p. 398 case 5

Parcelle, section 23, n° 55 – autrefois O 556.p, 1196.p
Canton : Züricherstraße 1
Désignation : Hf, Whs
Contenance : 2,03
Revenu : 3100
Remarques

(Propriétaire), compte 597
(supra)

1789, Enquête préparatoire à l’Etat des habitants (cote VII 1295)

Canton X, Rue Crutenau

41
Pr. Haese, Simon patelier marié- patelier
Loc. Adam, Georg, patelier veuve manan trois filles et deux fils – manant
Loc. Laplume, Georg, patelier marie – pateliers
Loc. Hennenberger, fileuse sans qualité

1789, Etat des habitants (cote 5 R 26)

Canton X, Rue 353, Quartier de la Krautenau (p. 542)

41
Pr. Haes, Simon batelier – Bateliers
Loc. Adam, George, batelier – Manant
Loc. Adam, deux fils et trois filles du précédent
Loc. Laplume, George, Batelier – Bateliers
Loc. Hennenberger, fileuse

Annuaire de 1905

Verzeichnis sämtlicher Häuser von Strassburg und ihrer Bewohner, in alphabetischer Reihenfolge der Strassennamen (Répertoire de toutes les maisons de Strasbourg et de leurs habitants, par ordre alphabétique des rues)
Abréviations : 0, 1,2, etc. : rez de chaussée, 1, 2° étage – E, Eigentümer (propriétaire) – H. Hinterhaus (bâtiment arrière)

Züricherstrasse (Seite 202)

(Haus Nr.) 1
Sosna, Oberveterinär. 0
Esser, Gen. -Agent. 1
Stennebruggen, Rentnrn. 2
Stennebruggen, Tonkünstler u. Musiklehr. 2
Suttinger, Reg.-Sekr. 2

Verzeichnis sämtlicher Häuser von Strassburg und ihrer Bewohner, in alphabetischer Reihenfolge der Strassennamen (Répertoire de toutes les maisons de Strasbourg et de leurs habitants, par ordre alphabétique des rues)
Abréviations : 0, 1,2, etc. : rez de chaussée, 1, 2° étage – E, Eigentümer (propriétaire) – H. Hinterhaus (bâtiment arrière)

Krautenau (Seite 90)

(Haus Nr.) 6
Noack, Postschaffner. 0
Fischer, Einkassierer. 1
Fischer, Hebamme. 1
Früh, Bankbeamter. 2
Früh, Schreiner. 2
Früh, Telephonistin. 2
Köchel, Schreiner. 2
Rohrbach, Wwe. 2
Kuch, Gärtner, H 1
Haist, Tagner, H 2

Dossier de la Police du Bâtiment (cote 233 MW 631)

6, rue Ernest Munch (1886-1916 et 1976)

Locataire, le lieutenant Oscar Schubert fait percer en 1886 une porte dans le bâtiment latéral servant d’écurie dans la rue du Baquet-à-poissons près de la rue de Zurich. Le propriétaire fait aménager en 1888 des cabinets d’aisance aux différents étages en perçant des fenêtres vers la ruelle. Les bâtiments sis 4 et 6 rue Ernest-Munch, 1 rue de Zurich et 44 quai des Bateliers sont démolis en janvier 1976.

Sommaire
  • 1886 – Oscar Schubert (lieutenant de l’intendance au 1° régiment d’infanterie du Rhin, demeurant 1, quai des Pêcheurs) demande l’autorisation de percer une porte dans le bâtiment latéral vers la rue du Baquet-à-poissons. Le cadre de la porte sera en bois – Dessin au dos (la porte est proche de la rue de Zurich) – Autorisation. En marge, la porte donne dans une écurie dont les liquides sont menés dans la rue par une rigole. Oscar Schubert s’engage verbalement à collecter les liquides dans une fosse.
  • 1888 – L’entrepreneur F. Haussmann (13, rue Kageneck) demande au nom de la demoiselle Petitville l’autorisation d’aménager des cabinets d’aisance aux différents étages en perçant des fenêtres vers la ruelle – Dessins – Autorisation – Travaux terminés, février 1888
  • 1888 – L’ancien notaire Théodore Kœrttgé, tuteur de la demoiselle Petitville, demande de reporter le ravalement jusqu’à ce que le nouveau bâtiment qu’il fait construire rue de Zurich soit terminé. – Le maire accorde un an de délai – Travaux terminés, juin 1889.
  • 1895 – Le maire notifie Théodore Kœrttgé de se conformer au règlement du 30 novembre 1891 en supprimant deux volets qui s’ouvrent à moins de 2,20 mètres de la voie publique. – Travaux terminés, décembre 1896
  • 1889 (mai) – Le maire notifie Théodore Kœrttgé au nom du propriétaire Gustave Brodbeck de faire ravaler la façade du 6, rue de la Krutenau – Travaux terminés
  • 1900 – L’entreprise Griesbach et Grossmann (peintres en bâtiment) demande l’autorisation de poser un échafaudage sur la voie publique – Autorisation – La voie publique n’est plus occupée, mai 1900.
  • 1905 – La locataire Müller se plaint que l’humidité du sol l’empêche d’ouvrir les fenêtres. – La visite des lieux ne constate pas d’humidité. Le logement est construit sur une grande cave voûtée.
  • 1910 – Le maire notifie la veuve Jean dit Carolis (demeurant 1, rue de Zurich) de faire ravaler la façade du 6, rue de la Krutenau donnant vers la ruelle – Le maire accorde un délai – Rappel, décembre 1912 – Les deux maisons ont été ravalées, octobre 1913.
    1912 (avril) – Nouvelle notification à Albert Fichter (demeurant 63, rue de Zurich)
  • 1909 – La Police du Bâtiment constate que le peintre A. Mathieu (8, rue de la Krutenau) a posé sans autorisation une enseigne perpendiculaire au 6, rue de la Krutenau – Demande – Autorisation
  • Commission contre les logements insalubres. Le propriétaire habite à Paris. La locataire principale est Mme Müller. Locataire de la maison avant, Kuch, de la maison arrière, Huber. Le propriétaire doit faire plâtrer le plafond des cuisines. Il déclare en septembre 1899 avoir l’intention de faire des travaux importants et demande un délai.
    Nouvelle demande à la veuve Jean dit Carolis (demeurant 5, rue de Zurich) – Travaux terminés, décembre 1900
    1906. Les cabinets d’aisance sont raccordés
    1915. Commission des logements militaires. Remarques de deux points – Travaux terminés, décembre 1916
  • 1976 (janvier) – Les bâtiments sis 4 et 6 rue Ernest-Munch, 1 rue de Zurich et 44 quai des Bateliers sont démolis.

Dossier de la Police du Bâtiment (cote 233 MW 2394)

1, rue de Zurich (1888-1970)

Le curateur d’Emilie Petitville fait construire en 1888 un nouveau bâtiment à rez-de-chaussée et trois étages. Le bâtiment a la même hauteur vers la ruelle sur les quinze premiers mètres. Les travaux sont terminés en juin 1889. Le propriétaire fait percer en 1906 de nouvelles fenêtres vers la ruelle. La veuve Jean dit Carolis est autorisée en 1907 à percer deux nouvelles fenêtres vers la ruelle mais pas à y ajouter deux étages. L’architecte entrepreneur Charles Nadler est autorisé en 1907 à porter à 20 mètres la hauteur du bâtiment, sur une profondeur de 15 mètres vers la ruelle.
Le service de voirie a l’intention en 1969 d’élargir le quai entre la rue de Zurich et la place Saint-Guillaume pour supprimer le « goulot Saint-Guillaume ». Quand la société SOPREX demande un certificat d’urbanisme, les délibérations concluent que la parcelle au bord du goulot deviendrait inconstructible.

Sommaire
  • 1888 (mars) – L’entrepreneur F. Haussmann (13, rue Kageneck) demande au nom d’Emilie Petitville l’autorisation de construire au 1, rue de Zurich un nouveau bâtiment à rez-de-chaussée et trois étages – Autorisation. Le bâtiment qui longe la ruelle pourra avoir la même hauteur que la façade rue de Zurich sur les 15 premiers mètres, ensuite au plus 9,75 mètres de haut – Droits réglés pour un bâtiment à trois étages et un bâtiment accessoire à un étage
    1888 (avril) – Le même est autorisé à occuper la voie publique devant le bâtiment à construire (clôture de chantier)
    1888 (avril) – L’entrepreneur fait remarquer que la ruelle du Baquet-à-Poissons est 1,50 mètres plus bas que la rue de Zurich, ce qui fait perdre une pièce puisque la hauteur autorisée se réfère à la rue de Zurich – Le maire accorde dérogation au règlement en portant la longueur de 15 à 16 mètres dans la ruelle.
    Les fondations sont terminées, mai 1888. Les cloisons intérieures sont posées, le gros œuvre est terminé, novembre 1888. Le maire qui constate que certaines menuiseries sont à moins de 12 centimètres d’une cheminée écrit à l’entrepreneur. La fosse d’aisances a une ouverture de vidange vers la ruelle. L’aménagement intérieur est en cours, avril 1889. Travaux terminés, juin 1889.
  • 1889 – Le directeur de l’usine à gaz demande au nom du locataire Ledderhose l’autorisation de faire une prise pour environ trois becs – Autorisation
  • Commission contre les logements insalubres. 1906, les cabinets d’aisance sont raccordés aux canalisations
    Commission des logements militaires, remarques en deux points (l’un d’eux a trait à l’accès aux mansardes)
  • 1906 – L’entrepreneur A Metzger (3, rue du Brochet) demande l’autorisation d’ouvrir de nouvelles fenêtres vers la ruelle. Propriétaire, veuve Jean dit Carolis. – Autorisation – Travaux terminés juillet – Dessin
  • 1907 – La Police du Bâtiment constate qu’Alphonse Koenen a posé sans autorisation deux enseignes sur le balcon – Autorisation de poser deux enseignes émaillées
  • 1907 (octobre) – La veuve Jean dit Carolis a l’intention d’ouvrir une fenêtre vers la ruelle au rez-de-chaussée et au deuxième étage, en outre d’ajouter deux étages dans le prolongement du bâtiment vers la ruelle en arguant que sa longueur sera portée à 14 mètres.
    1907 (novembre) – Le maire écrit à l’architecte A. Molz (46-a avenue des Vosges) que l’autorisation d’ajouter deux étages dans la ruelle qui n’a que 2,70 mètres de large ne peut être accordée. Les nouvelles fenêtres seront autorisées une fois modifiées – Autorisation de percer deux fenêtres – Dessin
    L’architecte informe la Police du Bâtiment que l’entrepreneur C. Nadler (rue des Jardiniers) est chargé des travaux
    1908 (janvier) – L’architecte demande la réception finale
  • 1910 – Guillaume Koch (route de Bischwiller à Schiltigheim) demande l’autorisation de poser un chaudron d’asphalte devant le débit de vin de la veuve Jean dit Carolis [n° 5] – Accord
  • 1910 – Le maire notifie la veuve Jean dit Carolus de faire ravaler la façade – Rappels
    1913 – Les entrepreneurs Rossi et Leja (40, rue Geiler) demandent l’autorisation de poser un échafaudage sur la voie publique rue de Zurich et ruelle du Baquet-à-Poissons – Croquis – Accord
    1913 – Le peintre en bâtiment Paul Beck (Beck et Fils, 1, rue du Parchemin) demande l’autorisation de poser un échafaudage sur la voie publique rue de Zurich et ruelle du Baquet-à-Poissons – Le commissaire de police transmet la demande au maire
  • 1923 – L’architecte entrepreneur Charles Nadler demande l’autorisation de poser un échafaudage sur la voie publique pour réparer le balcon – Le commissaire de police transmet la demande au maire – Accord
  • 1927 – L’architecte entrepreneur Charles Nadler (rue des Orphelins) demande l’autorisation de surélever une partie du deuxième étage – Autorisation de porter à 20 mètres la hauteur du bâtiment, sur une profondeur de 15 mètres vers la ruelle au au-delà à une hauteur maximale de 10 mètres – Dessin – Travaux terminés, octobre 1927
  • 1930 – La Police du Bâtiment constate que Camille Gerner a fait poser une antenne de T.S.F.
    Les entrepreneurs Dentzer et Gramling (5, rue des Frères) posent une antenne de T.S.F. au-dessus de la rue de Zurich pour le compte de Camille Gerner, demeurant 1, rue de Zurich – Croquis – Demande – Autorisation
  • 1953 – L’entrepreneur de construction Santesso (77 route de Strasbourg à Illkirch-Graffenstaden) est autorisé à poser un échafaudage sur la voie publique pour réparer les balcons
  • 1955 – Le maire demande à Jules Jean dit Carolis de réparer une cheminée qui menace de s’écrouler. – Travaux terminés, novembre 1955.
  • 1969 – La société SOPREX (Société d’Exploitation des Procédés de constructions, 9-12, rue du Doubs au Neudorf) demande un certificat d’urbanisme – Plan cadastral de situation
    1969 (25 septembre) – « L’immeuble est situé dans un secteur soumis à rénovation urbaine. Dans le projet actuel de l’élargissement du goulot Saint-Guillaume, cette propriété n’est pas touchée.  » (Bureau d’urbanisme)
    1969 (7 octobre) – « Les immeubles touchés par le projet d’élargissement du goulot Saint-Guillaume doivent être démolis. Il s’agit des n° 44, 44-bis et 45, quai des Bateliers et 1, rue de Zurich »
    1969 (8 octobre) – « L’immeuble n° 1, rue de Zurich pourrait être maintenu dans l’immédiat bien que frappé d’alignement à son angle nord. De toutes façons, étant donné l’accroissement du trafic automobile, il devient de plus en plus urgent de procéder à la suppression de ce goulot » Service de voirie
    1970 (janvier) – « Le certificat d’urbanisme comporte une erreur sur la désignation cadastrale (parcelle n° 40 au lieu de 55) et est muet sur la destination future de l’immeuble (…) La parcelle est pratiquement inconstructible d’après les alignements du goulot Saint-Guillaume (…) »

Relevé d’actes

La maison est inscrite au Livre des communaux (1587) au nom de Thiébaut Negelé, blanchisseur à la Gantzau.
Originaire de Wœrth, l’ancien anabaptiste Thiébaut Negelé épouse en décembre 1567 selon le rite luthérien Marguerite, fille de Jean Schultz de Mulhausen (près d’Ingwiller) après avoir fait baptiser cinq enfants (Jean, Sébastien, Elisabeth, Thiébaut et Jacques). Dans les actes ultérieurs, l’épouse est appelée Marguerite Stock

Mariage, Saint-Pierre-le-Jeune (luth. p. 95)
NB. Am montag nach den dritten Sontag des aduents qui fuit 15 Decembris dises 1567 Jars sindt aus erlaubnus vnd befehl eines Ersamen Raths, dieboldt Negel von Werd vnd Margreth Schultzen hansen tochter von Mulhausen in der Gansaw wonhafft, so ein widertauff. ettliche Jar einander beÿwohnung gethan, aber von solchem Irthumb abgestandt, offentlich in der kirchen vnd gemein* Gottes* in vnser pfarr Zum Jungen S. peter, one vorgehende außruffung *ett vnd eingesegnett worden am morgen nach gehalttenem frugebett Nach dem sie Zuuor Zu einer anzeigung Ihrer bekerung, Ihre kindlein davon funff gewesen vor ettliche wochen Zu S Claus haben lassen tauffen (i 51)

Baptêmes, Saint-Nicolas (luth. f° 247-v)
1567, den 17. Augusti. Hie ist Zumercken das mit dießen Zweÿen Kindern sind getaufft worden fünff andere Kinder deren vatter genant Theobald Negelin ist ein Zeitlang mit dem wiedertauff behaft gewesen da er ist vß dem Bapstumb kommen Hatt sein haußhaltung gahabt auff der Ganßaw vnd ist dazu Bleich. gewesen. dieser nach dem er seinen Irthumb erkant, Hatt er auff anhaltung ettlicher guthertzig. herren sich zu vnserer Kirch gethan vnd seinen Kindern den Tauff begert, der Ihm dann auff angeloben sich vor dem wider.tauff zu halten vnd Zu vnser Kirch Zu thun, guttwillig ist gegont vnd durch mich Johannes Thoman pfarherrn seinen kindern mitgetheilt* worden [p. 248] Welche Kinder nach dem Ich sie Zuuor examinirt vnd befunden das sie die wortt vom Tauff gelernt, vnd die Artickel des christlichen glaubens sampt dem vatter vnser betten können, hab ich sie sampt Ihrem pfettern in der Kirchen erfordertt vnd auff Ihre bekandnis des glaubens vnd des gebetts nach christich. ordnung getaufft. 1. der Elteste heist Johannes sein pfetter ist gewesen herr Hans von Bersch alter ammeister 2. der ander heist Sebastian sein pfetter ist gewesen Daniel Dinckel der Ferber, 3. der dritte ist geweß Elisabeth dessen Göttle F. Margreth Stösserin Jungker Bastian Wurmßern verlassene widwe 4. der vierdte heißt Theobald sein pfetter ist gewesen Hans Jacob Stösser, 5. das fünffte heist Jacob sein pfetter ist gewesen Balthasar Stösser. Gott gebe das sie frome Kinder sein vnd bleiben vnd endlich ewig selig werden (i 262)

Thiébaut Negelé achète le droit de bourgeoisie le 28 août 1567.
1567, 3° Livre de bourgeoisie (4 R 105) p. 117
Dieboltt Negelin von werdt der pleicher In ganßaw hatt das burgkrecht Kaufft vnd dient Zu dem Tuchern Act. Donnerstag den 28 Augusti A° & Lxvij

Mentions de Thiébaut Negelé dans différents registres
1675 XV (2 R 5) Diebolt Negelin bleicher. 57. 76.
1584 VII 1300 Bauherren – Ganßaw Bleiche, Diebold Negelin der bleicher. 14. 126.
1587 Conseillers et XXI (1 R 64) Newhoffer Meyer vmb Schützen. 443. Diebold Negele vmb Schützen. 443.
1588 VII 1304 Bauherren – Ganßaw Bleich. 197. Diebold Negelin. 157. 169.
1589 VII 1305 Bauherren – Gansaw. Diebold Negelin der Bleicher und Erhard Schwing der Meyer. 144. Tromenschlager. 144. Erhard Schwing. 164.
1591 VII 1307 Bauherren – Gantzaw Bleich (Diebold Negelin). 111.

Thiébaut Negelé et Daniel Stock demandent l’intercession du Magistrat pour entrer en possession de la succession de feu Jean Stock, propriétaire anabaptiste à Mulhausen
1684 Conseillers et XXI (1 R 59)
1584 Hans Stocken zu Illwickersheim erbschafft. Thiebold Negele. 48.
1585 Tiebolt Negele vnnd Daniel Stock, behausung zu Mülhausen beÿ Pfaffenhoffen nach absterben Hans Stock. 28
(f° 48) III. Februarÿ – Thiebold Negele. Hans Stocken zu Illwickersheim erbschafft.
Diebolt Negele ehevögtlich. weÿß weÿland Hannß Stockhen zu Illwickersheim erb, Inn nahmen sein vnd seiner mitterb. wie auch d. wittwe vbergibt p. Bittelb. ein gegenbericht vff des Schultheißen Zu Mülhausen an mein H. außgagen schreiben, darinnen er dasselb. schreiben nach notturfft ablaint, vnd außfürlich bericht wie es vmb sein Stockhen selig. verlaßenschafft ein gelegenheit, bitten vmb fürschrifft vnd dieß. bericht mit zuschicken. Erkandt Ihnen willfahren vff Ihren Costen. H. Riedling H. Storckh.

1585 Conseillers et XXI (1 R 61)
(f° 28) XXVII Januarÿ – Tiebolt Negele vnnd Daniel Stock, behausung zu Mülhausen beÿ Pfaffenhoffen nach absterben Hans Stock
Tiebolt Negele vnnd Daniel Stock für sich vnd In nhamen anderer Ihrer miterb. vbergeben p. Bittelb. ein supplôn darinnen sie vermeld. das Ihnen zu Mülhausen beÿ Pfaffenhoffen durch absterben Hannß Stocken s. ein behausung erblich zu unnd angefallen, er zehlen außfürlich wie bemelter Hannß Stock Alß wan er mit dem wid.tauff behafftet des fleckens verwieß vnnd Ihme auch solche seine behausung Zuverkauff. nicht gegunt werd. wöll., solche behausung aber endlich durch den schultheissen vmb 120. fl zu gering. vnnd liederlich. Zielen verkaufft vnnd bemelter Stock solchen Kauff wo er nich* gar vmb das sein* kohmen wöllen Zuhalten getrung. word. deßgleichen seÿ ein andere behausung neb. dieser gelegen Jars vmb 16 ß verlühen word. Da aber nach sein Stockhen selig. absterben Ihnen den erben wed. solche behausung Zuverkauff. gestattet noch die eingenohmene haußzinß vnnd anders so Ihnen von Rechtsweg. gepurt geuolgt werd. wöllen, vnd obwol meine hn. hieuor für sie geschrib. So hab doch ein solches nichts verfangen, sond. können auch kein satten bescheid erlang. ob man Ihnen etwas wölle volg. laßen od. nit, Bitten derwegen durch fernerer Intercession od. andere mittel beÿ Hannß Caspar von Rotenburg die sach dahin Zurichten, das Ihnen das Jenig. waz Ihnen von Rechts vnd billigkeit wegen gebürt ohne lengeren vmbzug geuolgt werde. Erkandt, Noch einmal mit einschließung d. supplôn für sie schreÿt. vnnd antwort begeren. H. Rathh Hanß Reinbolt.

Marguerite Stock se remarie vers 1593 avec le blanchisseur Ulric Walther, originaire d’Auingen (près de Münsingen en Wurtemberg), qui devient bourgeois par sa femme Marguerite Stett, veuve de Thiébaut Negelé.
1593, 2° Livre de bourgeoisie (4 R 104) p. 700
Ulrich Walther vonn Auwingen, der Bleicher, empfangt daß Burgerrecht von Margredt Stettin W. dieboldt Negele geweßenen Bleichers Vf der Gannsauw selig. nachgelaßene Wittwe vndt will Zu den Duchern diennen. Actum den 16.t Julÿ 1593.

Ulric Walther et Marguerite Stock, demeurant à Eschau, la femme assistée de son fils Adolphe Negelin et de son frère Daniel Stock, hypothèquent au profit de Zébédée Müller les deux tiers de la maison qui appartiennent à la femme, le troisième tiers appartenant à son fils Thiébaut.

1602 (vt spâ [xxj. Maÿ]), Chancellerie, vol. 343 (Registranda Kügler) f° 254
(Inchoat. fo: 261.) Erschienen Ulrich Walther wohnhaft Zu Eschaw vnnd Margred Stöckin sein eheliche haußfrauw mit beÿstand v. bewilligung Adolff Negelins Bleÿchers In d. Ganßaw vnd Daniel Stocken Lÿnenwebers Ires Sohns und bruders
Haben Inn gegensein Zebeden Müllers burgers alhie – schuldig sigen 500 guldin Straßburger Werung
Zum vnderpfand ÿngesetzt den Zweÿtentheÿl bemelter Margreden für unvertheilt gepürend von vnd ane Hauß, Hoffestatt höfflin, Stall vnd Gärtlin mit allen andern Iren gebeüwen & gelegen Inn der voorstatt Inn Crautenauw beÿ d. Wilhelmer Kirchen In Narren gaßlin einseit neben Hans Diedelman Khüefer anderseit Hans (-) dem Kachler stoßend hind. S Johans gießen, Daran der vbrig drittheil diebolt Negelin Irem Sohn zuständig, Ist freÿ ledig eÿgen Wie man sagt
(Cassirt von wegen einer and. verschreibung vff den 19. Aprilis A° 611. darüber vffgericht)

Blanchisseur au champ des Arquebusiers (Schiessrein), Thiébaut Negelé vend son tiers de maison à Zébédée Müller

1602 (vt spâ [6. tag Decemb.]), Chancellerie, vol. 343 (Registranda Kügler) f° 473
Erschienen Diebold Negelin der Bleÿcher am Schieß reÿn hatt für sich verkaufft
Zebedeo Müllern burger alhie Ime
in drittheyl Ime für vnnvertheylt gebürend ane Zweÿ heüßer ein Vorders v ein hinders mit Iren hoffestatten höfflin v gartlin auch all and. Iren gebeud. gelegen Inn der vorstatt In Crutenouw gegen der Gartner Zunfftstuben einseyt ein eckhuß ane eim Allmend gaßliin andersyt neben hans Lentzer dem Kachler stoßend sonst* vffs wasser, Daran die vberigen Zweÿtheÿl Margred Stöckin weÿl. Diebold Negelin des eltern des verkäuffers vatters selig witwe Zustendig Ist dan ged sammenthafft xiij ß iiij Sie seÿen ewig Erblehen bod. Zinß fürbiettig Ehrschetzigk in geldt od. Müntz abzulösen wan solche In (…) Sunst für freÿ ledig eÿg. Der Khauff vber solche beschwerden für 250 guld SW

Assistée de ses fils Adolphe et Thiébaut Negelin, Marguerite Stock veuve d’Ulrich Walter d’Eschau vend ses deux tiers au même Zébédée Müller

1611 (19. Aprilis), Chancellerie, vol. 395 (Registranda Kügler) f° 153
Erschienen Fr. Margredt Stöckin wÿland Ulrich Walthers wonhaft Zu Eschaw selig. witwe hatt mit beÿstandt Adolff vnd Daniel Negelins gebrüder Irer lieben Söhn
Hatt in gegensein Zebedei Müllers burgers alhie bekhant, das sie ane statt vnd Zur bezahung v L gld St. werung Schulden luth der V.schreibung 602. fol: 254. übergeben vnd zugestellt
den Zweitentheil Iro gebürende von vnd ane hauß hoffestatt, höfflin Stall vnd gärttlin, mit allen and. Iren gebewen gelegen Inn d. voorstatt In Crutenawe bei der Wilhelmer Kirchen Im Nonnengäßlin, einseit neben Hans dendelman dem Küffer, And.sit neben hans Zwecken dem Kachler stoßend hinden vf St: Johanns gießen, für freÿ ledig eÿgen, Daran d. vbrige 3.teil obemelttem empfaher Zuuor Zustendig

Le tisserand Zébédée Müller originaire d’Ulm achète le droit de bourgeoisie le 27 septembre 1582
1582, 3° Livre de bourgeoisie (4 R 105) p. 394
Zebedeus Müller Vonn Ulm der Wollen Weber Hatt daß burgrechtt Kaufftt vnnd will mitt denen duochern diennen Acttum denn 27. 9.br. 1582

Le marchand d’eau-de-vie Zébédée Müller et sa femme Elisabeth Ittelhauser qui n’ont pas d’enfant ni espoir d’en avoir eu égard à leur âge se lèguent mutuellement leurs biens
1616, Not. Strintz (Daniel, Protocole 58 not 62, A n° 365)
(f° 16-v) Codicill vnd lettster will deß Ehrentthafften Zebedei Müllers vnd Elisabeth Eÿttelheüßerin beeder Eheleuth vnd burgere Zu Straßburg
1616. (…) vff Mittwoch denn 22. Maÿ Zwüschen fünff vnd sechs Uhren nach mittags (…) seindt der Ehrenhaffte vnd bescheÿdene Zebedeus Müller der Eltter Brandtenwein händler vnd die Erbar vnd tugendsame fraw Elisabeth Eÿttellhauserin beede ehegemächte burgere Zu Straßburg, Gesunder geender vnd stander leÿbs Auch gutter Verständig. sinnen Vernunfft gespräch vnd wissens (…) dieweil sie dann inn werend * Zeit Ihreß ehestandts Kheine Kinder mit einander erzielet, Auch Zu dem nuhnmehr Inn Ihrem *ten Altter kheiner künd mehr gewerttig

Zébédée Müller fait le même jour son testament. Il institue pour ses héritiers son frère Henri Müller, marchand de fromage à Strasbourg, les enfants de feu son frère Michel Müller à Laupheim et sa nièce Anne Müller, femme de Jacques Steudlin à Plochingen.
Not. Strintz (Daniel, Protocole 58 not 62, A n° 365)
(f° 35) Testamentum nuncupativum deß Ehrenhafften Zebedei Müller Brandtwein händlers burgers zu Straßburg
1616 (…) vff Mittwoch den 22. Maÿ zwüschen fünff vnd sechs Uhren nach mittags (…)
Zum andern So will er der Testator hiemit auch faß Jenige Codicill vnd lettsten willens so er heüt dato vor mir Notario vnd gezeügen mit und beneben seiner lieben haußfr. Elisabeth Eüttelhauserin vffgericht u. darinnen einand. mit widemnissungen versehen hiemit wider Confirmirt haben (…)
Zum vierten (…) bestimpt er Zu seinen rechten unnd wahren erben Heinrich Müller Käßgremppen burger zu Straßburg sein bruder (…) zu einem dritten theil, Ferner Michell Müller deß wollenwebers Zu Leibheim beÿ Ulm seines bruders seeligen hind.laßene Vier Kinder mit Nahmen Daniel, Zebedæus, Anna und Ursula (…) zu einem dritten theil, So dann Inn dem Übrigen drittentheil Annen Müllerin herrn hanß Jacob Steüdlin Jetzig. Zeit Zu Plochingen geschworen gericht schreibers haußfraun sein testirers bruders Martin Müllers Metzigers Zu Leipheim Ulmer gepiets seeligen dochter
Not. Strintz (Daniel, 58 not 60) Codicill u. Testament (minutes)

Zébédée Müller épouse en 1617 Marie, fille du chapelier Loup (ou Wolffgang) Ulmann, d’Offenbourg : contrat de mariage, célébration. Le futur époux lègue l’usufruit viager de sa maison à la future épouse
1617 (xxv. Aprilis), Chancellerie, vol. 426 (Registranda Meyger) f° 198
(P. fol. 192.) [Eheberedung] Erschienen Zebedeus Müller burger Zu Straßburg Ane eim
So dann Maria, wÿland Wolff Vlmans des huttmachers burgers Zu Offenburg s. dochter mit beÿstand & Peter Schneÿders Zu Offenburg Wullenwebers Ihres bitz anhero geweßenen Vogts Am An. theil
Im beÿsein Heinrich Müller des Kremers seines Brud.s vndh. hannß Cunradt Fischers vff des hochzeiters vnd vff der hochzeiterin seÿth. Gall Jedellheüser secklers vnd Simon Glitz Auch Secklers Alle burg. Zu Straßburg
Fürs dritt, damit mehrgenannte Maria die hochzeiterin khfftig nach Ihres haußwütths todt ein heußlich. wohnung versorget werd. hatt er deroselb. wÿdembs weÿß vermacht das hind. heußlin allher Inn d. St. St. Inn Crutenauw, beÿ Sant Wilhelm, geg. d. Zunfft stub d. garttner über geleg. neben hanß Zwerck dem Kachler vnd And. seit neben dem gässell , der gestalt das sie nach des Mans tödl. sehl solches hind. heußlin ad dies vitæ Zu besitzen Zu bewohnen od. Aber Zu nutzen vnd zugeniß. macht hab.

Mariage, Saint-Guillaume (luth. f° 5, n° 16)
1617. Doîca Misericordias 4. Maÿ i. vice. Zebedeus möller, Brandtewein man Schwenckfeldianus J Maria, Wolff Uhlmans p. m. Huttmachers Zu Offenburg Tochter Confirmatio facta montags 19. maÿ (i 271)
Proclamation, cathédrale (luth. p. 54) 1617. Dominica Misericord. 4. Maÿ. Zebedeus Müller der brandwein man vnd J. Maria, Wolffgang Uhlman des Hutmachers Zu Offenburgk n. Tochter, eingesegnet Zu S Wilhelm Montag den 19. Maÿ (i 32)
B. Saint-Guillaume, 1619 Zébédée (i 19 n° 16), 1619 Anne Marie (i 34 n° 29), 1620 Elisabeth (i. 56 n° 83)

Le maçon Daniel Hegelin et le cordier David Hegelin cèdent à Zébédée Müller les droits qui leurs reviennent dans la succession de leur tante Elisabeth Idelhausser
1618 (2. Octobris), Chancellerie, vol. 432 (Registranda Kügler) f° 191-v
(Inchoat. fol. 174.) Erschienen die Ersamen Daniel Hegelin der Murer vnd Dauid Hegelin der Seÿler gebrüdere burgere Alhie (verkauffen)
dem Erenthafften Zebedeo Müllern dem Eiltern
320 guldin Jedem Zum halben theÿl 160 guldin So sie Von Frauwen Elisabethen Eÿtelhuserin bemelts Zebedei Müllers haußfrauen Irer Mutter schwester seeligen Ererbt Vnd bemelter Zebedeus Müller sein leben lang Zuniessen hat, der Kauff geschehen vmb 328 guldin

Zacharie Hegelin cède au même ses droits.
1621 (ut spâ [xiij. Septembris]), Chancellerie, vol. 443 (Registranda Meyger) f° 516-v
(Inchoat. in Prot. fol. 356.) Erschienen Zacharias Hegelin der einspenniger Zu Straßburg (verkaufft)
Zebedeo Müllern dem eltern burgern Zu Straßburg
die Verfangenschaft Ane Lxxx lb x ß d Ihme für seinen theil gebührend, so er von Elisabethen Eittelsheußerin bemelts Zebedei Müllers haußfrawen schwester seiner Mutter seligen ererbt, Vnd aber ermelter Zebedeus Müller solches sein lebenlang Zu niessen, wie er sagt, für freÿ ledig vnd eÿgen, Vnd Alles Recht & Also das & Vnd Ist dißer Khauff Zugangen vnd beschehen für vnd vmb 50 pfund

Jean Ittelheusser de la Robertsau cède ses droits au même Zébédée Müller
1621 (xj. 10.bris), Chancellerie, vol. 443 (Registranda Meyger) f° 659-v
(Inchoat. in Prot. fol. 482.) Erschienen hannß Jedelheüßer, vß Ruprechtsaw (verkaufft)
Zebedeo Müllern dem eltern burgern Zu Straßburg
die Verfangenschaft Ane 80 pfund x ß pfenning Ihme für seinen theil gebührend, so er von Elisabethen Jettelsheußerin bemelts Zebedei Müllers haußfrawen schwester seiner Mutter seligen ererbt, Vnd aber besagter Zebedeus Müller solches ad dies vitæ vnd sein lebenlang Zuniessen, wie er sagt, für freÿ, ledig vnd eÿgen, Vnd Alles Recht & Vnd Ist dißer Khauff beschehen für vnd vmb 45 pfund pfenning Straßburger

Marie, veuve du marchand d’eau-de-vie Zébédée Müller, se remarie en 1630 avec Michel Koch, pasteur près de Wimpfen
Mariage, Saint-Guillaume (luth. p. 11 n° 34)
1630. Dnica 23 & 24 p.Trinit. M. Michael Koch, pfarrer zu Despach in der Gölerischen* Herrschafft bey Wimpfen ist doch näher bei Heidelberg fr. Maria Zebedei möllers des Brändeweinmans seine s. hinderlaßene wittwe Aderat Valentin Jeger Schiffmann, Copulâo 8. 9.bris (i 248)

Anne Marie Müller, fille du tisserand Zébédée Müller, épouse en 1637 le mégissier Jean Schott
Mariage, Saint-Pierre-le-Vieux (luth. f° 38)
1637. Dominica V pos Trinit. Hanns Schott d. Weißgerber, Geörg Schotten deß Weißgerbers Sohn allhier, J. Anna Maria, Zebedæi Müllers deß Wullenwebers nachgelaßene dochter. 17. Julÿ (i 39)
Proclamation, Saint-Guillaume (luth. p. 105) 1637. Dom: V. et VI. Hanns Schott d. Weißgerber, Geörg Schotten deß Weißgerbers v burgers Alhie ehel: Sohn, v. Jungfr. Anna Maria W. Hanns Zebedi Müllers deß Wullenwebers alhie nachgel ehe. tochter. Cop. Eodem die [17. Junÿ] Zum Alt. St. Peter (i 297)

Anne Marie Müller, femme de Jean Schott, cède sa moitié de maison à son beau-frère sachetier Joseph Meyer

1651 (27. febr.), Chambre des Contrats, vol. 510 f° 164
Erschienen Anna Maria Müllerin, hannß Schotten deß Weißgerbers eheliche haußfrau, mit beÿstand H Jeremiæ Ursini Notarÿ und H. Mathæi Schmidts beeder alß vff E.E. Kleinen Rhats mittel hierzu insonderheit erbetten und Deputirt
hatt in gegensein Joseph Meÿers deß Seckhlers ihres Schwagers
die helffte ihro Annæ Mariæ für ohnvertheilt gebührend ahne Zweÿen häußern einem vordern und hindern mit deren hoffstätten, höfflin und Gärtlin, auch allen andern ihren Gebäwen, alhie in der Krautenaw geg. der Gartnerstuben vff einer seithen ein Eckhauß ahne einem Allmendgäßlin, anderseit neben weÿl. hannß Sibenhorns deß Müllers seel. wittibin und Erb. hind. vffs waßer stoßend gelegen, für ledig und eig. daran die übrige helffte ihme Meÿern vorhien ehevögtlich weiße gebühret – umb 130. lib
[in margine :] Erschienen H Georg Niclaus Brimmer LL Studiosus von Speÿer alß obgemelte Annæ Mariæ Müllerin, vermög eines sub dato Speÿr den 27. Jan. iüngsthien ahne obernannten Joseph Meÿern abgelaßener (…) missiv hierzu constituirter Gewalthaber (quittung) Act. 3. febr. a° 1657.
[in margine :] (…) in gegensein Elisabethæ hieringemelts Joseph Meÿers Eheweibs – Act. 22.ten Aug. a° 1667.

Fils de sachetier, Joseph Meyer épouse en 1637 Elisabeth, fille du tisserand Zébédée Müller : contrat de mariage tel qu’il est copié à l’inventaire, célébration
Côpia der Zwischen dem verstorbenen und der hinterbliebeneen Wittib Zur Zeit Ihrer Verheürathung mit einand. auffgerichteten Eheberedung – zwischen dem Ehrenhafften V. achtbaren Joseph Meÿern dem Jüngern Säcklern, daß Ehrenhafften v. Vorgeachten Joseph Meÿers deß Säcklers v. burgers Zu Straßburg ehelicher Sohn, als dem Bräutigamb an einem, So dann der Ehren Züchtig v. tugendsamen Jungfrawen Elisabetha Müllerin, weÿlandt daß Ehrenhafft. v. achtbarn, Zebed. Müllers burgers Zu Straßb. seel. eheleiblichen tochter, als der hochzeiterin am and.en theil (…) Geschehen v. verhandelt in deß heÿligen Reichs freÿen Statt Straßburg Sambstags den 6. Maÿ in dem jahr deß herrn alß man Zahlte 1637

Mariage, cathédrale (luth. p. 397)
1637. Festo Pentecostes. 28. Maÿ. Joseph Meÿer der seckler Joseph Meÿer des secklers sohn vndt J. Elisabeth Zebedæi Müller des Wullenwebers n. tochter eingesegnet Zinst. 6. Junÿ (i 203)

Joseph Meyer meurt en 1688 en délaissant sept enfants. L’inventaire fait mention de celui, dressé en 1626, du marchand d’eau-de-vie Zébédée Müller, mort en délaissant deux filles. La succession comprend une maison rue de l’Etal et la moitié de maison à la Krutenau, estimée à la somme de 215 livres. La masse propre à la veuve est de 630 livres. L’actif de la communauté est de 307 livres, le passif de 658 livres.

1689 (31.1.), Not. Kitsch (Jean, 1 AH 6117) f° 229
Inventarium undt beschreibung, aller u. jed. liegd. u. Vahrend. v.ändt: und unverändert Haab u. nahrung so weÿl. d. Ehrenhaffte herr Joseph Meÿer d. älter gewes. Säckler burg. alhier zu Straßburg nach seinem d. 8. 9.bris Jüngst abgewich.en 1688.t Jahrs tödlich genommenen hienscheid. hind. Ihme verlaß. welche verlaß.schafft auf freundliches ansuch. erford. u. begehren d. ane nachstehendtem folio benambster des verstorbenen seel. mit d. hind.laß.er wittib ehelich erzeügter Kind. auch Enckel und ab intestato nachgelaßener Wb. vorgenommen u: ersucht durch die Ehren: u. tug.dtsahme fraw Elisabetham Müllerin die witib, mit Assistenz deß Ehrenhafft. Philipps Kohlen tabacmachers, burgers zu gedachtem Straßburg (…) bescheh. inn Straßburg Montags d. 31. Jan: 1689.
Der verstorbene seelig hat ab intestato Zu Erben verlaß. als volgt 1. d. Ehrenhafft. Joseph Meÿ.n d. Säcklern burgern alhier so Zugeg. 2. den Ehrenhafft. Hans Melchior Meÿern, Säcklern burgern Zu Mannheim, so abwesendt, 3. die tug.tsahme Catharinen Meÿerin, deß Ehrenhafft. Hanß Caspar Mock. wachtmeisters Zu Augst beÿ Basel eheliche haußfraw, so beede nicht Zugeg. 4. d. Ehrsamen Hanß Georg Meÿern Säcklern burgern Zu Franckfort so auch nicht geg.wärtig, 5. d. Ehrenhafft Hanß Philipps Meÿern, Küeffern burgern Zu Collmar, so nicht Zugeg., Inn dieße 4. Letsterer als frembd. Erb. nahmen war Zu geg. d. wohl Ehrenvest fürsichtig u. weiße herr Daniel Lienhardt E. E. Groß. Raths alt. u. ietztmahls E. E. Kleinen Raths ane Constofflers statt beÿsitzer als auß wohlermelt. Raths mittel deputirt, 6.die Ehren: und tugendsahme Elisabetham Meÿerin deß Ehrenhafft. Phil. Kohlen tabacmachers burg.s alhier eheliche haußfr. beede geg.wärtig, 7. weÿl. deß Ehren vest. vorgeacht. Herrn Johann Friderich Meÿern gewes. Specerierers burg. alhier seel. nachgelaß. Kind. Margaretham, Barbaram undt Elisabetham d.en geschworner Vogt d. Ehrenvest undt weiße H. Clade Wilhelm handelsmann burg. alhier auch E. E. Kleinen Raths alter beÿsitzern, so ab. unpäßlichkeit halb. anfangs nicht beÿgewohnt, sond. anne statt deß. erbett. word. H. Balthasar Fischer, Rathsbott Zu erwehntem Straßb. nachgehendts ab./ beÿ letzter Zusammenkunfft selbs. erschienen u. alles v.hadelte Guth geheiß. u. damit zufried. geweß., alle Zu 7. Stämmen deß verstorb. seel. ehelich erziehte hind.aßene Kind. und Enckel ab intestato nachgelaßene Erb.

Inn einer inn d. statt Straßburg im Stanggäßel hind. d. Zunfftstub Zur Möhrin gelegen: inn dieße Verlaß.schafft gehörig. hienach beschriebenen behaußung hatt sich befund. wie volgt
uff der Böhnen vor d. Böhnen, In dem obern Haußohren, In d. Stub Cammer, In d. Kuchen
Eigenthumb ahne Haüßern. Ein Behaußung hoffstatt sampt all deß. gebäuw.
hind. EE. Zunfft Zur Möhrin (…)
(½ W: ½ T:) Item ein vord: u. ein hind. hauß sampt all deß. recht. gebäwen u. gerechtigkeit alhier imd. Statt Straßb. inn d. Crautenaw geg. d. Gartner Zunfftstub. ane dem sogenanten Narrengäßl. eins. and. neb. H. Joh: Georg Schneid.s seel: hind.laß.er wittib hind. auf d. St Johanns Gieß. stoßendt geleg., welche behaußung sampt höfflein bronnen u. gärtlein Von denen Hhn Werckmeistern angeschlag.per 215. lb. d. Pro Nota. Es seindt Zwar auf angeregt hauß Von dem Platerhauß alhie inn Zweÿmahlen 150. fl. aufgenommen u. gelüh. word. welche ab. nachgehdts. hernach. beÿ d. theilbahren Passiv Schulden sich eingetrag. find. Darüb. vorhand. ein teutsch. Pergamenbrieff mit d. Statt Straßb. Contract Insigel v.siegelt deß. datum d. 19. Aprilis aô 1611. welch. gestalt d. Zweÿte theil angeregter Haüß für u. umb ane statt 500 fl. straßb. wehrung schuld. von frawen Margaretha Stockhin weÿl. Ulrich Walthers Zu Eschaw seelig. wittib Zebedeo Müllern d. wittib Vattern seelig. ane zahlung geb. p.ge mehrer brieffliche documenta darüber, Ferner ein teutsch. Pergam. brief auch mit d. Statt Straßb. Contract Ins. v.siegelt deß. datum den 6. Xbr aô 1602. wie Dieboldt Negelin Pleich. am Schießrhein einen dritt.theil vorgemelt häuß Zebedeo Müller seel. für 250 fl. Straßb. wehrung Käufflich. üb.laß. außweiß.dt, Item noch i. teutsch. Pergam. brieff mit des bischofflich. hoffs Insigel v.wahrt d. 2. 8.br aô 1581. wie solche häuß. an Dieboldt Negelin d. Pleich. auf d. Ganßaw Käufflich Kommen, sagendt. Mehr dabeÿ ein Lateinisch. Pergam. brieff mit des bischoffl. hoffs Insigel dat. d. 28. Jun: aô 1329. üb. 2. lb nn*. 4. unt. Straßb. Pfenning abgelößt Erbleh. zinßes Von dem Clost. Zu St Stephan inn sich haltendt. Dabeÿ noch ein vidimirte Copeÿ üb. angeregt. brieff v.teütscht, alles signirt mit N° 1.
Norma hujus inventarÿ Copia d. Zwisch. dem Verstorbenenseelig. u. in d. hind.laße.en wittib Zu Zeit Ihrer v.heurathung mit einander auffgerichteter Eheberedung
d. wittib ohnveränd. eÿg.thümblich Vermögen, Sa. Eÿg.thumbs ane einer behaußung zur helffte 107 lb, Ergäntzung Auß einer Stuck. u. Nach Rechnung Daniel Körbaw Hoßenstricker als gewesenen vogts d. hindlaß. wittib üb. d. vätterlich guth besagend, so d. 21. August aô 1637. vor einem löbl. vogteÿgericht confirmirt worden 100. lb. Vermög Abtheÿlung üb. Weÿl. Zebedæi Müllers des brandten weinhändlers undt burgers alhier Zu Straßburg u. d. wittib Vatters seel. Verlaßenschafft, durch H Joh: Georg Kirschner Notm. publ. d. 24. Aug. 1637. auffgerichtet (…) vorberürter Ergäntzung hat alle von vätterlich. guth her inhalt Ihr Vatter Zebedæus Müller deß. verlaß.schafft in aô 1626. durch Hn Notm. Johann Georg Kirschner Inventirt word. nur Zwo döchter gehabt (…) 522 lb, Summa summarum 630 lb
Solchemnach und endlich wirdt nun auch d. gantzen verändt. und theilbar guth geschrieben, Sa. haußraths 81, Werckzeug undt wahren Zum Säckler handwerck gehörig 1, Silb. undt Geschmeidt 18, Guldene Ring 16, Eygthmb ahne Heüßern 189, Summa summarum 307 lb – Schuldt 658, Geg.einand. gehalt. 351 lb
Conclusio finalis Inventarÿ 278 lb
Côpia (…) Geschehen v. verhandelt in deß heÿligen Reichs freÿen Statt Straßburg Sambstags den 6. Maÿ in dem jahr deß herrn alß man Zahlte 1637
Abschatzung Mitwochs d: 9. februari 1689. Weillandt deß Ehrenhafften vnd bescheidenen herrn Joseph Maÿer, geweßenen burger vnd Seckhlers See: hinder fraw Wittib Vnd Erben behaußung alhier in der Statt Straßburg, hinder E. E. Zunfft der Mörin (…)
Die andere behaußung auch in der Statt Straßburg in der Crauttenaw gegen der gartner Stub über Ein Eckh ane dem so genandten Naren geßlein, anderseitzes Neben herrn Johann Georg schneider See: hinderlaßene fraw Wittib, hinden auff dem Sant: Johannes gießen Stoßent, Welche behaußung, sampt Neben Gebeÿ, höfflin Vnd Bronnen Wie auch Gärtlin, Sampt aller dero begriffen recht vnd gerechtigkeit, wie solches durch die geordnete Werckh leuthe befunden vnd dem Jetzigen preiß vnd Wehrt Nach angeschlagen Vor Vnd Vmb Vier hundert Vnd dreißig Gulden. Bezeignis der Statt Straßburg geschworne Werckhleithe, Joseph Lauttenschlager Werckmeister deß frawenwerckhs, Johannes Feÿlotter Werckmeister deß Zimmerhoffs, Johannes Berga Werckh Meister deß Maur hoffs.

Elisabeth Müller meurt en 1696. L’actif de la succession s’élève à 370 livres, le passif à 13 livres.
1696 (15.5.), Not. Kitsch (Jean, 1 AH 6088) n° 486
Inventarium undt beschreibung, aller d. Jenig. Haab undt Nahrung, so weÿl. die Ehren: und tugendsahme fraw Elisabetha Müllerin, des auch weÿl. Ehrenhafft. Hn Joseph Meÿers des ältern, gewes. Säcklers burg. alhier Zu Straßburg seelig. nachgelaßene wittib, nunmehr auch seelige nach ihrem d. 1.ten dieses Monats tödlich genommenen hienscheid. hind. Ihro verlaß. welche v.laß.schafft auf freundliches erford. undt begehren d. ane nachstehendtem folio benambßt. d. verstorb. seel. ab intestato nachgelaß.er Erb. vorgenommen, durch d. Ehrenhafft. H. Philipp Kohlen tabacmachern undt fr. Elisabetham Kohlin deß. eheliche haußfr. welche beÿ d. verstorbenen seelig. wohnhaft geweßen (…) bescheh. inn Straßburg inn beÿsein des Ehrenhafft. H. Georg Bögners, Küblers burg.s allhier d. Verstorb. seel. gewes. vogt dienstags d. 15. Maÿ anô: 1696.
Die verstorbene seelig hat ab intestato Zu Erben verlaß. als volgt 1. d. Ehrenhafft. Joseph Meÿern, Säcklern burgern Zu Straßburg, so anwesendt. 2. weÿl. des Ehrenhafft. Hans Melchior Meÿers, gewes. Säcklers burgers allhier Zu Straßb. seel. nachgelaßenee Kind. nahmentlich Hanß Melchior undt Adam, deren geordnet und geschworenen Vogts d. Edel vest fürsichtig undt wohlweiße H Joh: Georg Rauch, E. E. groß. Raths alt. undt ietzmahls E. E. Kleinen Raths ane Constofflers statt beÿsitz. so Zugeg. 3. die tug.tsahme fraw Catharinen Meÿ.in, deß Ehrenhafft. Hanß Caspar Mock. gewes. wachtmeisters Zu Augst beÿ Basel nachgelaßene Wittib, so Zu Basel wohnhaft. 4. d. Ehrsamen Hanß Georg Meÿern, Säcklern burg. Zu Franckfort, so abwesendt, 5. d. Ehrenhafft Hanß Philipps Meÿern, Küeffern burg. Zu Collmar, so anwesendt, weßweg. in dieß. dreÿ Letst. frembd. Erben Nahmen, d. Edel vest fürsichtig u. wohlweiße H Joh: Georg Bemberg,, EE Groß. Raths alt. und ietzmahls EE Kleinen Raths ane Constofflers statt beÿsitz. als auß ermelt. Raths mittel erschienen, 6.die Ehren: und tugendtsahme Fr. Elisabetham Meÿerin deß Ehrenhafft. Philipp Kohlen, tabacbereiters burg.s alhier Zu Straßb. eheliche haußfr mit beÿstandt deßelb. 7. weÿl. deß Ehren vest. vorgeacht. Hn Johann Frid.ich Meÿers, gewes. Specierers burg. alhier Zu Straßb. seel. nachgelaßene beede töchtere als die viel Ehren undt tug.reiche fraw Margaretham Meÿ.in, des Ehrenvest. undt wohlgelehrt. Herrn Johann Gartners, Schuldieners beÿ allhießig. Newen Kirch eheliche haußfr. welch. inn Persohn erschienen undt dann die viel Ehren vndt tugendreiche fraw Elisabetham meÿerin, des Eren vest vorgeachten Hn Joh: Philipp Khuff, Specierers burgd. Zu ged. Straßb. eheliebste, mit beÿstandt deßelb. alle zu 7 Stämmen der verstorbenen fr. seelig ehelich Erzielhlte hilnd.laß. Kind. undt Enckel ab intestato nachgelaßene Erb.
Copia Testamenti nuncupativi

Inn einer inn d. Statt Straßburg beÿ dem fischmarck hind. d. Zunfftstub Zur Möhrin geleg.en inn dieße Verlaß.schafft gehörig. behaußung hatt befund. word. wie volgt
uHültzenwerck. Auff der Obern Bühn, Inn der Cammer C, In der obern Stuben, Inn dem Haußohren, In der Kuch., Inn dem und.erb hauß öhren
Eÿgenthumb ane einer behaußung. Eine behaußung hind. EE. Zunfft Zur Möhrin (…)
Norma hujus inventarÿ. Copia Codicilli, Copia Nach Dispositionis
Sa. haußraths 149, Werckzeug undt wahren Zum Säckler handwerck gehörig 1, Silber undt Geschmeidt 21, Guldene Ring 18, Baarschafft 132, Eygenthumb ane einer behaußung 420, Schulden 27, Summa summarum 370 lb – Schuldt 13, Conclusio finalis Inventarÿ 756 lb – Conclusio finalis dem Sttall anschlag nach 696 lb

Elisabeth Müller veuve de Joseph Meyer vend la maison au charpentier Michel Bindenschuh moyennant 475 livres

1696 (25.4.), Chambre des Contrats, vol. 568 f° 258-v
Georg Bögner, der Kübler alß Vogt Elisabetha geb. Müllerin, weil. Joseph Meÿers gewesenen Säcklers sel. nachgelaßene wittib mit beÿstand Joseph Meÿers auch Säcklers deren leiblich. Sohns und Johann Philipp Kohlern, deß Tabac bereiters ihres tochtermanns, wie auch Hn Johannis Garttners Schulmeisters beÿ den Predigern allhier,
in gegensein Hn Michael Bindenschuh, deß Zimmermanns
Ein Vorder und Hinderhauß, sambt einen Gärttlein und höfflein auch bronnen, allen übrig. deren Gebaüen, begriffen, Recht. und Zugehörd. allhier in d. Vorstatt an Krautenau, gegen der Garttner Zunfft stub an dem so genandt Narren gäßlein, ein: und anderseit neben weil. H. Johann Georg Schneiders gew. Schloßers sel. hind. aßene wittib, hind. auff St. Johannis Gießen stoßend gelegen – umb 475 pfund

Fils de charpentier, Michel Bindenschuh épouse en 1678 Marie Sara Ziegler (d’autres actes à son propos seront cités dans la notice d’une maison qui lui appartient par la suite)
Mariage, Saint-Pierre-le-Jeune (luth. f° 279-v n° 40)
1678. Eâdem [Sonnt. XXV. Trinitatis] Michaël Bindenschue der Zimmermann Weÿl. Sebastian Bindenschue deß Zimmermanns Vndt burgers allhie nachgel. ehl. Sohn, Vndt Jfr. Maria Sara H, Johann Melchior Ziegler, Specereÿhändlers Undt burgers allhie eheleibl. Tochter Copul. Eâdem die [Donnerst. 28. 9.br] (i 294)

Michel Bindenschuh revend quelques mois plus tard la maison au tonnelier Gérard Sommer et à sa femme Anne Marguerite Reeb moyennant 500 livres

1696 (4.Xbris), Chambre des Contrats, vol. 568 f° 614-v
H. Michael Bindenschuh der Zimmermann
in gegensein Gerhard Sommers, des Küeffers und Annæ Margarethæ geb. Reebin mit beÿstand Johann Conrad Kriegers deß Schuhmachers ihres Vettern
Ein Vorder und hinderhauß, sambt einem Gärttlein, und höfflein auch bronnen und allen übrig. deren Gebäuen, begriffen, rechten und zugehördt. allhier in der Vorstatt an Krautenau geg. der Garttner Zunfftstub an dem sogenannten Narrengäßlein, ein und and. seit neben Weil. Joh: Georg Schneiders gewesenen Schloßers sel. hind. laßene wittib, hind. auff St. Johannis Gießen stoßend gelegen – umb 500 pfund

La tribu des Tonneliers refuse de recevoir Gérard Sommer, originaire de Morat dans le canton de Berne, parce qu’il n’a pas terminé ses années d’épreuve. Il déclare avoir travaillé quatre ans chez Jean Wurtz puis chez sa veuve, ensuite un an chez Flach. D’après le rapport du 7 mai, il a travaillé un an chez Tobie Gundelwein, un an et demi chez la veuve de Jean Würtz et six mois chez Flach, mais le travail chez la veuve ne peut être pris en compte. Il déclare avoir appris le métier dans le canton de Berne et continuer à servir chez Flach. Les Quinze accordent la dispense le 7 mai 1694.
1694, Protocole des Quinze (2 R 98)
(f° 77) Sambstags den 1.sten Maÿ – Gerhard Sommer Ca. E. E. Zunfft der Kieffer
Gerhard Sommer, der leedige Kieffer von Morden Berner ebieths, per Saltzman, cit. E. E. Zunfft der Kieffer Zunfftmeister, H. Johann Kelterer, plis, Clagt daß H. Citati ihn Zum Mtr.r Nicht admittiren wollen, Weilen er die erforderte Zeit inn den Werckstätten alhier Nicht Zugebracht, ohnangesehen derßelbe beÿ 4. jahrlang beÿ H. Johann Würtzen und deßen Wittib beÿ dem Weinhandel geweßen, Und beÿ einem Jahr her beÿ Flachen, dem Kieffer gedienet, bitt deßhalben Umb gn. dispensation. Faust per Künast, Weilen gegentheil selbsten, daß er die erforderte Zeit jnn der Werckstätten nicht gearbeitet geständig, auch pl.en erst Kürtzlich ihren Articul beßer Nachzukommen erinnert Worden, als bitt mann, Klägern mit seinem begehren ab: und An die ordnung Zu Verweißen. S. Weilen das petitum beÿ Mghh. stehet, als setzt ers. Erk. vor Obere Handwercks Herren gewießen

(f° 78-v) Freÿtag den 7. Maÿ – Gerhard Sommer Ca. E. E. Zunfft der Kieffer
Wegen Gerhard Sommers, des leedigen Kieffers, so geklagt, daß E. E. Mschafft der Kieffer ihn Zu Verfertigung des Meisterstücks Nicht admittiren wolle, laßen Iidem per Herrn Schragen referiren, daß, da mann H. Rathh. Knören Und Herrn Kelterer darüber gehört, dießer, so d. Word geführt, Vermeldt habe, daß Kläger beÿ Tobias Gundelwein ein jahr beÿ Hn Johann Würtzen Frau wittib ein Und ein Halb jahr, und beÿ Flachen, dem Kieffer ein Halb jahr gearbeitet habe, und der articul wolle daß einer dieße Zeit über beÿ Meistern Und Nicht beÿ Wittfrauen geschafft haben soll, Worauff Kläger geantworthet daß er dreÿ jahr lang jm Berner Gebieth gelernt habe, Und d. Meisterstück ledigen standt machen, Und nicht gleich Zünfftig Noch burger werden, sondern beÿ Flachen, dem Kieffer Noch länger dienen Wolte, Und, Wan die jahr so er beÿ der Wittib gearbeithet, Nichts gelten sollte, er solcher gestalten unglücklich were.
Auff welches hie mann allegirten articul auffgeschlagen, der dahin gehe, daß Keiner Zu einem Meister angenommen werden solle, er habe dann Zuvor dreÿ jahr beÿ einem od. Zweÿ Meister gearbeithet, daraus die Meisterschafft schließen Wollen, daß die Wittiben außgeschloßen seÿn solten, allein habe man auff seithen der Herren Deputirten es nicht so angesehen, sondern Vielmehr dafür gehalten, daß es nicht rühmlich seÿe, Wann einer beÿ einer wittib gedient, und sich wohl Verhalten, Wie dann herr XV.r Brackenhoffer der Kläger deßwegen genußsam Zeugnuß geben Könne, dahero mann Vermeine, daß beÿ ihme dispensirt, jedoch darwied. die Meisterschafft Zu Klagen Ursach haben, ihro dafür Zweÿ Pfundt von ihme gereicht werden Könt allein Zu Mghh. stündte, Ob Sie zu placidiren wolten ? Erk. Beliebt.

Anne Marguerite Reeb, fille du cordonnier Jean Martin Reeb d’Ingwiller, acquiert le 26 juillet 1694 le droit de bourgeoisie à titre gracieux en s’inscrivant à la tribu des Tonneliers.
1694, 3° Livre de bourgeoisie f° 1132
Anna Margaretha Rebin von Ingweiler weÿl. Hans Martin Reben des gewesten Schumachers daselbst hinterl. tochter empfangt das burgrecht gratis ist annoch ledig standts und wird Zu E. E. Zunfft der Kieffer dienen. Promis. d. 26. Julÿ 1694.

Erard (pour Gérard) Sommer et Anne Marguerite Reeb font dresser un état de leur fortune le 12 août 1694.
1694 (12.8.), Not. Rohr (Daniel, 46 Not 1) f° 49
Inventarium vndt beschreibung all des Jenigen so der Ehren vndt vorachtbahre Mstr. Erhardt Sommer ledige Küeffer von Moden in der Schweitz gelegen, und die Ehren und tugendsahme Jgfr. Anna Margaretha Rebin von Ingweiler gebürthig vndt burgerin allhier weÿl. Hannß Martin Reben des geweßenen Schuhmachers daselbsten hinderlaßene Eheliche Tochter beede Verlobte hochzeiterliche persohnen ane Nahrung Vermögen vnd einander künfftig in dero bevorstehende Ehe zusammen bringen werden (…) So beschehen in der Königlichen freÿen Statt Straßburg Donnerstags den 12. Augusti Anno 1694.

Le réformé Gérard Sommer sollicite auprès des Conseillers et des Vingt-et-Un le droit de bourgeoisie. La commission estime que la demande peut être transmise au Grand Sénat bien que la fortune soit légèrement insuffisante, mais chacune des parties fera un héritage de ses parents.
1694, Conseillers et XXI (1 R 177)
(p. 117) Montags den 16.ten Aug. 1694. – Gerhard Sommer pct° civilegÿ
H. Kün. Ersch. Gerhard Sommer der ledige Kieffer von Murthen Berner gebieths prod. underth. Memoriale vnd bitten pro obtinendo Civilegio mit beÿlag N. 1. 2. 3. 4. et 5.
H. Advocat Geiger haltet darvor, daß einige Herren Zu deputiren sein würden, vmb erkündigung von deß Imploranten nahrung ein Zu Ziehen vnd d. Inventarium Zu examiniren. Erk. H. XV. Wesener vnd H Rathherr Freünd deputirt.

(p. 118) Sambstags den 21.ten Aug. 1694. – Relation Gerhard Sommers nahrung betreff.
In Sachen Gerhard Sommers deß ledigen Kieffers von Murthen Berner gebieths referirt H. XV. Wesener daß ged: Sommer reformirter Religion Zugethan were, vnd seine gantze nahrung in 134. lb. bestünde, derselbe aber bereits beÿ 50 lb Zu verfertigung deß Meisterstücks angewendet, vnd im übrig. noch 200 lb von seinen Eltern so beÿde noch im Leben, Zugewart. hette, derselbige hette sich mit Jungfer Anna Margaretha weÿland Hanß Martin Reeben geweßten Schuhmachers Zu Ingweÿler tochter, welche das burgerrecht gratis allhier erhalten vnd von ihrer Mutter auch noch etwas Zu hoffen, verheurathet, vnd Ob Sie schon die erforderte 1600 fl. nicht hetten, so würde doch wenig fehlen, eh Sie dieselbige ins Künfftige nichts bekommen, vnd Zusahmen brächten. H. Geiger haltet darvor daß Zwar d. begehren abzuschlag. sein würde, wann man der Ordnung genau inhæriren wolte, weilen aber die dispensation beÿ MGhh stünde, alß were seine meinung, daß eh darin gar wohl dispensirt vnd dießes geschäfft vor E. E. Großen Rath gewießen werd. könte Erk. gefolgt.

Fils de Jacques Sommer de Morat en Suisse, le réformé Gérard Sommer épouse en septembre 1694 la luthérienenne Anne Marguerite Reeb, fille du cordonnier Jean Martin Reeb d’Ingwiller : contrat de mariage, célébration.
1694 (7. 7.br), Chambre des Contrats, vol. 566 f° 559-v
(Eheberedung) Gerhard Sommer, der ledige Küffer Von Murthen auß der Schweitz burg. allhier, alß hochzeiter mit beÿstand Johannis Flachen, deß Kieffrs an einem
So dann Jgf. Anna Margaretha, weil. hans Martin Reeben gewesenen Schuhmachers Zu Ingweiler sel. nachgelaßene ehelich tochter, als hochzeiterin mit beÿstand Johann Conrad Kriegers, deß Schuhmachers Ihres Vettern, am andern theil [unterzeichnet] Gerhartt Summer

Mariage, Saint-Guillaume (luth. f° 52 n° 14)
1694 Eod. d. [Mittwochs d. 8. Sept.] seindt copulirt worden Gerhard Sommer d. ledige Kieffer, Jacob Sommers, deß Burgers Zu Murten in der Schweitz ehel. Sohn, reformirter Religion, deßen Mutter heißt Salome Nußbaumin, Vnd J Anna Margaretha, Wld. Hanß Martin Reeben, deß Burgers V. Schumachers Zu Ingweÿler, Hochgr. Hanauischer Herrschafft vnd Elisabeth (K)iefferin nachgelaßene eheliche Tochter [unterzeichnet] Gerhart Summer Alls hochzeitter, der hochzeiterin handzeichen (i 52)

Gérard Sommer devient bourgeois par sa femme le 15 septembre 1694.
1694, 4° Livre de bourgeoisie f° 648
Gerhard Sommer der Kieffer Von Mürden auß der Schweitz, Jacob sommer burgers daselbst Ehl. sohn empfangt das burgerrecht Von Anna Margaretha Rebin, seiner jetz. haußfrauen p. 2. gold fl. 16 ß so bereits beÿ der Cantzleÿ erlegt worden, war Zu vor ledig. standts und will Zu E. E. Zunfft der Kieffer dienen. Jur. d. 15. 7.bris 1694.

Gérard Sommer est reçu à la tribu des Tonneliers le 12 octobre
1694, Protocole de la tribu des Tonneliers (XI 392)
(f° 1) 1694. Dienstags den 12. Octobris – Gerhard Sommer d. Küeffer von Murrten aus der Schweitz gebürtig erscheint, prod. Schein von der Canzleÿ de dato 15.ten 7.bris 1694 bittet Ihme das Recht beÿ solcher Ehrs. Zunfft als Einem Küeffer angedeÿhen Zulaßen. Erkannt auf Erlag der Gebühr, so ane statt 6. lb 5 ß d eine terz 2. lb 1 ß 8 d vor E. E. Zunfft v. dann wegen der Zu der Eÿmern verordneten 10 ßd willfahrt versproch Gebott und Verbott Zu gehorsamen.

Différends entre Gérard Sommer et des clients selon les registres de la tribu des Tonneliers
(f° 242-v) Montags den 28. Novembris Anno 1701
Wieder Meister Gerhardt Sommer den Kieffer

(f° 255) Dienstags den 7. Martÿ Anno 1702
Johann Friderich Metzger vorgemelt [der Küeffer] fordert ane Gerhardt Sommer den Kieffer allhier, die Uncösten, so Er wegen zweÿen reÿffen welche beklagter Von Einem Vaß geschlagen, außgelegt, sambt erstattung der reÿffen. Beklagter Sommer anthwortet, will den Kläger mit 4 ß d befridigen maßen Er die uncösten biß auff so viel schon alle bezahlt hatte die reÿff aber Vermeinet, Er nicht schuldig sein Zuerstatten.
Erkandt solle Beklägter dem Kläger Vor die Reÿff undt unkösten Zahlen, 6 ß d warmit Kläger Zuefrieden sein, undt ane beklagten weiters nichts mehr fordern solle.

1719, Protocole de la tribu des Tonneliers (XI 393)
(f° 409) Dienstags den 31. Jan: A: 1719
Mad. Therese La Cour Würthin in der Citadell klagt Contra Mstr Gerhard Sommern Kieffern

1731, Protocole de la tribu des Tonneliers (XI 394)
(f° 278) Dienstags d. 8. Aug. 1731
Mstr. Joh: Michael Stein der Kieffer stehet vor klagt wid. Mstr Gerhard Sommer

Les préposés de la Taille font figurer la succession d’Anne Marguerite Reeb dans leur registre parce que les impôts acquittés étaient calculés d’après une fortune sous-évaluée de 900 florins (450 livres) sur un total de 3 000 florins
1714, Livres de la Taille (VII 1175) f° 105-v
(Kieffer, F. N° 1389) Weÿl. Frauen Annæ Margarethæ gebohrner Reebin, Gerhard Sommers Kieffers und burgers alhier Ehel. Haußfrauen Verla²s²enschafft inventirt H. Not. Rohr.
Concl. fin. Inv. ist fol. 39-v, 1497. lb. 2 ß 10. d, die machen 3000. fl., verstallte 2100. fl. alßo Zuwenig 900 fl.
Warvon der Nachtrag gerechnet wird auff acht Jahr in duplo macht à 2. lb. 14 ß – 21 lb 12 ß
Und auff Sechs Jahr in simplo, trifft à 1. lb 7 ß – 8 lb 2 ß
Extat das Stallgeltt pro 1714 – 4. lb 10 ß
Gebott – 1 ß 4 s
Abhandlung, 2 lb 2 ß 6 d – Summa 36. lb 7 ß 10 d
auf remonstrirer daß obiger ohnverstallte überrest ane Wein erst seit Zweÿ Jahren verdienet word. haben die Herren Dreÿ nachgelaßen Zweÿ Jahr in duplo und Zweÿ Jahr in simplo, th. 8. lb, restirt 28. lb
dt. 12° Novembr. 1714.

Gérard Sommer se remarie avec la réformée Anne Marguerite Erlacher, fille du batelier Jean Michel Erlacher de Bâle. Elle est sœur du chef de chantier Jean Michel Erlacher. Contrat de mariage, célébration par le pasteur réformé
1715 (19. 9.bris), Not. Rohr (Daniel, 46 Not 60) n° 820
Eheberedung Zwischen Herrn Gerhardt Sommer dem Kieffer vndt burgern allhier Zu Straßburg, als dem H Hochzeiter beÿständlich herrn Conradt Krieger Schuhmachers vnd herrn Johann Jacob Steiner Schloßers beeder burgere allhier deßelben respectivé Schwagers vndt vettern, ane Einem
So dann Jungfrawen Annæ Margarethæ Erlacherin, weÿlandt Herrn Michael Erlacher gewesenen Schiffmanns vndt E. Löbl. Raths Zu Baßel wohlverdienten beÿsitzers seel. mit frawen Margaretha gebohrner Glockin ehelich erzeigten tochter, als der Jgfr. hochzeiterin, mit Assistenz Herrn Johann Michael Erlacher Werckmeisters auff den Frawenhauß cit. Steinmetzen Ihres Brudern vnd herrn Johann Lautenschlager Maurer vnd Steinmetzen deroselben wittwen auch beeder burgere allhier andern theils
4..die Wÿdumb betreffend so verschafft der herr brauthigamb seiner geliebten Jungfr. brauth Zu einem gemeinen widerfälligen Zumahlen lebtägigen wÿdumbs genuß, deßen new erbawte hinderbahaußung ane dem Wohnhauß in der Crawtenaw liegend, sambt dem darunder befindlichen Keller vnd Eßig Cammer, gantz freÿ vnd ogne die geringste verzinnßung
Actum Straßburg dienstags den 19.ten 9.bris A° 1715 [unterzeichnet] Gerhartt Summer alls hochzeiter beken Wie vorseht, Anna Margaretha Ehrlacherin beken wie obstehet

Mariage (réformés, f° 130)
1715. Novembris. den 27. seind eingesegnet worden Hrn Gerhard Sommer Kieffer und weinhändler Burger in Straßburg wittwer, Jfr. Anna Margaretha weÿl. herrn Michael Erlachers des Raths Zu Baßel nachgel. ehel. tochter (i 140)

Anne Marguerite Erlacher devient bourgeoise par son mari six mois près son mariage
1716, 4° Livre de bourgeoisie f° 822
Anna Margaretha Erlacherin Von Baßel, weÿl. Michael Erlacher gew: Raths Verwandten daselbst hint. tochter empfangt das burgerrecht Von ihrem Mann Gerhard Sommer p. 2. gold fl. 10 ß. Wird beÿ den Küefferen dienen Prom: d. 26. Maÿ 1716.

Les nouveaux mariés font dresser l’inventaire de leurs apports dans la maison. Ceux du mari s’élèvent à 191 livres, non compris la valeur de la maison, ceux de la femme à 174 livres.

1717 (1. Xbris), Not. Rohr (Daniel, 46 Not 42) n° 1403
Inventarium und Beschreibung aller derjenigen Haab und Nahrung, so der Ehrengeachte Meister Gerhard Sommer Kieffer und und die Ehren und tugendsahme Fraw Anna Margaretha gebohrne Ehrlacherin beede Eheleuthe und burgere allhier zu Straßburg einander in den Ehestand Zugebracht, und Vermög auffgerichter Eheberedung sich Vor unverändert vorbehalten haben (…) So beschehen allhier in der Königl. freÿen St. Str. Mittwochs den 1. Xbris A° 1717.

In einer allhier Zu Straßburg ane der Crautenaw gelegenen und dem Ehemann eÿgenthümblich Zuständigen behaußung sich folgender maßen befunden
Ane Höltzen und Schreinerwerck. In der Soldaten Cammer, In der obern Stub, In der stub Cammer, In der Nebens Cammer, Im Haußöhren, In der Kuchen, Im hindern stock
Eigenthum ane einer Behaußung (M.) Nemlichen die helffte an einem Vorder und hinderhauß, samt einem Gärtlein und höfflein, auch bronnen und allen übrigen deren Gebäuen, begriffen, Rechten und Zugehörden, davon die übrige helffte des Ehemanns Kindern erster Ehe gebührig allhier in der Vorstatt Crautenau gegen der Gartner Zunfft Stub über gelegen, einseit ist ein eck ane dem sogenannten Narrengäßlein, 2. seit neben Niclaus Hügel dem haffner, hinden auff St Johannis Gießen stoßend, so gegen Männiglichen freÿ ledig und eigen, welche behausung man Ohne anschlag Zu laßen beliebet, weilen Künfftig da solche durante matrimonio solte verkaufft werden, nach dem darab erlößten pretio Zu ergäntzen. Darüber besagt ein teutscher pergamentener Kauffbrieff mit der Statt Straßburg anhangendem Cantzleÿ contract Innsiegel verwahret, datirt den 4. Decembris 1696. mit N° 1 bemerckt.
Schulden auß der Nahrung Zubezahlend. der Ehemann soll seinen dreÿen Kindern erster Ehe laut das beÿ Löbl. Vogteÿ gericht auffgerichteten Vertrags sub dato 5. febr. 1715. vor dero anerstorbenen mütterlich guth
Series rubricarum hujus Inventarÿ. Des Ehemanns Nahrung betreffend, Sa. haußraths 204, Sa. Wein und leerer faß, wie auch holtz, Reiff band und Werckzeug Zum Kieffer handwerck gehörig 588, Sa. Silbers 14, Sa. Goldener Ring 11, Sa. baarschafft 7, Sa. Pfenningzinß hauptgüter 50, Sa. Eigenthümlichen antheils ane einer behaußung, Sa. der Activ Schulden 196, Summa summarum 1073 lb – Schulden 900, Nach deren Abzug 173 lb, Wann aber die dem Ehemann ane den hernach beschriebenen haussteuren gebührende helffte so thur 18 lb hierzu gerechnet wird, so wird sich deßelben eigenthümliche Nahrung ohne mehrberührte behaußung belauffen auff 191 lb
Der Ehefrauen unverändert Vermögen, Sa. haußraths 94, Sa. Silbers 8, Sa. goldener Ring 9, Sa. baarschafft 45, Summa summarum 156 lb – Darzu Komt ferner die Ihro an den hernach specificirten haussteuren verglichener maßen gebührende helffte so thut 18 lb,, sofort erstreckt sich der Ehefrauen ganz substanz, so dieselbe Zur Zeit angetrettener Ehe eigenthümlich beseßen, auff 174 lb

Gérard Sommer et Anne Marguerite Erlacher hypothèquent la maison au profit du pharmacien Philippe Jacques Brackenhoffer pour remettre sa part d’héritage à Jean Jacques Sommer, fils du mari

1733 (26.2.), Chambre des Contrats, vol. 607 f° 102-v
Gerhard Sommer der Kieffer und Margaretha geb. Erlacherin mit beÿstand ihres bruders H. Michael Erlacher des werckmeisters des Frauen haußes und EE. kleinen Raths alten beÿsitzers und ihres schwagers Philipp Fiedel Metzgers
in gegensein H. Rathh. Philipp Jacob Brackenhoffer des Apotheckers – schuldig seÿe 150 pfund zu auslüfferung Johann Jacob Sommer sein des debitoris Sohns erster ehe mütterlichen guths
unterpfand, Eine Behausung bestehend in Vorder: und hinder hauß, hoff und hoffstatt mit allen derselben gebäuden, begriffen, weithen, zugehörden, Rechten und gerechtigkeiten in der Vorstatt Krauttenau am Narrengäßel einseit ist ein eck an demselben anderseit neben Nicolaus Hügelin dem haffner hinten auff St Johannes gießen

Gérard Sommer et Anne Marguerite Erlacher hypothèquent les deux tiers de la maison au profit du boulanger de Saint-Marc Nicolas Hoffstætter

1741 (20.7.), Chambre des Contrats, vol. 615 f° 370-v
Gerhard Sommer der kieffer und Margaretha geb. Erlacherin mit beÿstand ihres sohns Gerhard Sommer des kieffers und ihres schwagers und Philipp Fiedel des metzgers [unterzeichnet] filip fidel
in gegensein Nicolaus Hoffstätter des Pfisters zu St Marx – schuldig seÿen 100 pfund
unterpfand, zween dritte theil vor unvertheilt ane einer behausung bestehend in vorder und hinder hauß samt einem gärtlein, höfflein, bronnen und hoffstatt et appertinentis in der Vorstatt Krautenau, gegen der gartner zunfft stub ane dem so genandten Narrengäßlein einseit neben den Hügelinischen erben, anderseit neben N. dem kutscher, hinten auff den St Johannis gießen – als ein in erster Ehe am 4. Decembris 1696 erkaufft guth zu ermelten zweÿ tertzen, seinen kindern zweÿer Ehe aber zur übrigen tertz

Jean Jacques Sommer vend à son demi-frère Gérard Sommer sa part de maison, soit un sixième, moyennant 150 livres

1742 (14.6.), Chambre des Contrats, vol. 616 f° 284
Johann Jacob Sommer der kieffer
in gegensein seines halbbändigen bruders Gerhard Sommer jun. des kieffers mit beÿstand seines vatters Gerhard Sommer sen. des kieffers [unterzeichnet] Summer
ein 6.t theil vor unvertheilt ane einer behausung bestehend in vorder und hinderhauß, gärtlein, höfflein, bronnen und hoffstatt mit allen deroselben begriffen, weithen, zugehörden und rechten in der Vorstatt Krautenau gegen der Gartner Zunfft über ane dem so genanten Narrengäßlein, einseit ist ein eck, anderseit neben weÿl. Nicolaus Hügelins des haffners erben, hinten auff St Johannis gießen – als ein mütterliches erbguth, die übrige antheiler aber theils seinem vatter theils seinem vollbändigen geschwisterden – um 150 pfund

Gérard Sommer et Anne Marguerite Erlacher ainsi que Gérard Sommer le jeune hypothèquent la maison au profit du pharmacien Philippe Jacques Brackenhoffer. Les autres parts appartiennent aux deux filles du premier mariage

1742 (14.6.), Chambre des Contrats, vol. 616 f° 285
Gerhard Sommer der ältere kieffer und Anna Margaretha geb. Erlacherin mit beÿstand David Kiehners des kieffers und Johann Friedrich Göbels des schloßers beede ihrer vettern so dann Gerhard Sommer der jüngere auch kieffer
in gegensein H. Philipp Jacob Brackenhoffer Exsenatori und Apotheckers – 200 pfund
unterpfand, vier 6.te theil vor unvertheilt ane einer behausung bestehend in vorder und hinderhauß, gärtlein, höfflein, bronnen und hoffstatt in der Vorstatt Krautenau gegen der Gartner zunfft über ane dem so genanten Narrengäßlein, einseit ist ein eck, anderseit neben den Hügelinischen erben, hinten auff St Johannis gießen – ihme Sommer dem vatter als ein in erster Ehe am 4. Decembris 1696 erkaufft, mithin theilbares guth zu besagten antheilen der eine 6.t dem sohn als ein heutigem tag erkaufftes guth der rest aber seinen zwo halbbändigen schwestern eigenthümlich zuständig

Gérard Sommer et Anne Marguerite Erlacher hypothèquent la moitié indivise de la maison au profit d’Anne Elisabeth Eisenmann veuve de l’enseignant Jean Ulric Geissler

1744 (7.8.), Chambre des Contrats, vol. 618 f° 434-v
Gerhard Sommer der ältere kieffer und Anna Margaretha geb. Erlacherin mit beÿstand ihres sohns Gerhard Sommer Junioris auch kieffers und ihres vettern Johann Friedrich Göbel des schloßers
in gegensein Fr. Annæ Elisabethæ gebohrner Eisenmännin weÿl. H. M. Johann Ulrich Geißler Præcept. superioris gÿmnasÿ wittib, mit beÿstand ihres bruders H. Georg Heinrich Eisenmann Med. D. et Prof. – schuldig seÿen 200 pfund
unterpfand, die unvertheilte helffte ane einer behausung bestehend in vorder und hinter hauß, gärtlein, höfflein, bronnen und hoffstatt cum appertinentis in der Vorstatt Krautenau gegen der Gartner zunfft stub über ane dem so genannten Narrengäßlein einseit ist eiin Eck, anderseit neben den Hügelinischen erben, hinten auff St. Johannis gießen – ihme Sommer als ein in erster ehe erkaufftes guth, die übrige antheiler aber seinen kindern eigenthümlich

L’inventaire dressé en 1746 après la mort de Gérard Sommer et Anne Marguerite Erlacher n’est pas conservé

1746, Not. Lichtenberger (Jean Philippe, rép. 65 not 21) f° 67 n° 830
Inventarium über weÿl. Gerhard Sommers gewesenen Kieffers allhier Verlaßenschafft sambt Verkauff Register und verschiedenen Lehnungen

Etat des biens qui appartenaient à Anne Marguerite Erlacher, dressé à la requête de son fils et unique héritier Gérard Sommer
1751 (11.9.), Not. Dautel (Fr. Henri, 6 E 41, 255) n° 490
Designatio desjenigen Vermögens, welches weÿl. die Ehren: und tugendsame Frau Anna Margaretha gebohrne Erlacherin, Weÿl. des Ehrenachtbaren Meisters Gerhard Sommers, des Altern geweßenen Kieffers und burgers allhier Zu Straßburg längst seel. hinderbliebene Wittib, nunmehr auch seel. nach ihrem den 1.ten dießes Zu end gemeldeten monats und Jahrs aus dießer welt genommenen tödlichen ableiben Zeitlichen verlaßen, so auf ansuchen und Erfordern des Ehrengeachteten Meisters Johann Gerhard Sommers, des Kieffers und Burgers allhier, der verstorbenen mit obgenandtem ihrem Ehemann seel. ehelich erzeugten Sohns und ab intestato Erben, fleißig inventirt
In einer allhier Zu Straßburg beÿ dem roßen crantz gelegenen herrn H. Michael Erlachern, dem Maurern und Steinhauern auch Löbl. Stadt wohlverordneten Werckmeistern des münsters eigenthümlich gehörigen behaußung
Sa. haußraths 20, Sa. Schuld 44 – Schulden auß der Verlaßenschafft zubezahlend 19 lb, Verl. Rest 1 lb
Geschehen Straßburg auff Sambstag den 11. Septembris A° 1751.

Les héritiers de Gérard Sommer vendent la maison au batelier Jacques von Zabern fils de Jacques moyennant 1 605 livres

1748 (23.8.), Chambre des Contrats, vol. 622 f° 617
Erschienen Johann Jacob Sommer der kieffer vor sich selbst und als vogt weÿl. Fr. Margarethæ Salome geb. Bickelhaubin mit Georg Balthasar Altenberger dem kieffer erzeugte dreÿ kinder Johann Georg, Johann Siegfried und Johann Jacob der Altenberger und annoch als vogt weÿl. Fr. Annæ Elisabethæ geb. Sommerin mit Johann Georg Schäuffelin dem kupfferschmidt erzeugte kinder Margarethæ Elisabethæ, Gerhard, Mariæ Salome und Annæ Margarethæ der Schäuffel, mehr Gerhard Sommer der ledige kieffer, so dann H. Johann Friedrich Heupel der waÿßen schaffner als mandatarius Johann Georg Heim des tabachändlers als vogt weÿl. Johann Sigfried Bickelhaub des kieffers mit auch weÿl. Fr. Annæ Margarethæ geb. Sommerin erzeugte dreÿ kinder Johann Sigmund Friedrich, Octavia Juliana Philippina und Francisca Magdalena der Bickelhaub
in gegensein Jacob von Zabern Jacobs sohns des schiffmanns – versteigerung, als letzt und meistbietenden
eine behausung bestehend in vorder und hinderhauß, höfflein, gärthlein und hoffstatt mit allen deroselben übrigen begriffen, weithen, Zugehörden und rechten in der Vorstatt Krautenau gegen der gartner zunfft stub über einseit neben dem sogenannten Narrengäßlein, anderseit neben Nicolaus Hoffstätter dem pfister zu St Marx, hinten auff St Johannis gießen – als ein respective Uhr groß und elterlich zum theil auch erkaufftes gut – um 1605 pfund

Le Grand Sénat ratifie l’adjudication au profit de Jacques von Zabern qui devra être portée dans les registres de la Chambre des Contrats
(94 Z 3) Auß Erkanndtnuß E E Großen Rhats Vom 12.ten augusti 1748. Ist die weÿl. Gerhard Sommers geweßenen Kieffers hinderlaßener Wittib und Erben Zuständige, allhier in der Vorstatt Krautenau gegen der garthner Zunfft Stub ane dem sogenanndten Narrengäßlein gelegene Behaußung sambt allen Ihren Zugehördten Jacob Von Zabern dem burger und schuemacher als plus offrante umb 3210 fl. mit übergab aller unkosten obrigkeitlich adjudicirt, anbeÿ Verordnet worden, daß der Kauff und & Verkauff in acht Tagen in der C Contract Stub sille Verschrieben werden, publ. d. 19.ten ejusdem mensis et anni [unterzeichnet] Kien, Rathschrbr.

Jacques von Zabern fils de Jacques et sa femme Marie Salomé Jung hypothèquent la maison au profit d’Anne Catherine Leitersperger, veuve du greffier Jean Pierre von Carben

1748 (22.11.), Chambre des Contrats, vol. 622 f° 808
Johann Jacob von Zabern Jacobs sohn der schiffmann und Maria Salome geb. Jungin mit beÿstand ihres vatters Diebold Jung und ihres bruders Andreas Jung beede fischkäuffer
in gegensein S.T. H. XV. Johannes Leitersperger als mandatarius seiner schwester Fr. Annæ Catharinæ geb. Leitersperger weÿl. H. Johann Peter von Carben gewesten J.U.L. und E.E. kleinen raths Actuarÿ wittib – schuldig seÿen 500 lb
unterpfand, eine behausung bestehend in vorder und hinderhauß, hoff und hoffstatt in der Vorstatt Krautenau gegen der garten Zunfft stub über, einseit neben dem sogenannten Narrengäßlein, anderseit neben Nicolaus Hoffstätter dem Pfister zu St Marx, hinten auff den Johannis gießen – als ein am 23. Augusti jüngst erkaufftes guth

Fils du batelier Jacques von Zabern, Jacques von Zabern épouse en 1734 Marie Salomé Jung, fille du marchand de poissons Jean Thiébaut Jung : contrat de mariage, célébration
1734 (23.3.), Not. Rith (6 E 41, 953)
Eheberedung – Erschienen der ehrsambe und bescheidene Junge gesell Johann Jacob von Zabern der schiffmann des Kleinen umbgangs, unter assistentz herren Johann Jacob Von Zabern auch schiffmanns des großen umbgangs hieselbsten seines leiblichen vatters, als hochzeiter ahn einem
sodann die tugentsambe Jungfer Maria Salome Jungin, herrn Johann Diebold Jungen, des fisch Käuffers und auch burgers dahier ehelich erzeigte Jungfer Tochter unter assistentz auch erstgedachten ihres leiblich. vatters alß hochzeiterin ahm andern theil
den 23. Martÿ Im Jaht 1734. [unterzeichnet] Johann Jacob Von Zabern, Maria Salome Jungin

Mariage, Saint-Guillaume (luth. f° 47 n° 13)
aô 1734. den 25. Augusti Seind nach geschehener Zweÿmaliger außruffung nemlich Dom. VIII. et IX. Trinit. in der Kirchen Zu S Wilhelm ehelich copulirt und eingesegnet worden Johann Jacob von Zabern der jünger Schiffmann und burger allhier, H. Johann Jacob von Zabern auch Schiffmanns und burgers allhier und Fr. Maria Salome Buschin ehel. Sohn und Jungfr. Maria Salome H. Theobald Jungen Fischkäuffers und burgers allhier und Anna Rosina Riemin ehl. tochter [unterzeichnet] Johann Jacob von Zabern als hochzeiter, Maria salom Jungin als hoch Zeitrin (i 49)

Les nouveaux mariés font dresser l’inventaire de leurs apports dans une maison au quai des Bateliers. Ceux du mari s’élèvent à 286 livres, ceux de la femme à 287 livres.
1734 (13. 8.bris), Not. Rith (6 E 41, 953)
Invent. und beschreibung aller der Jenigen haab, nahrung und gütter, nichts davon außgenohmen reservirt noch vorbehalten, so der ehrsamb und bescheidene Johann Jacob Von Zaberen schiffmann des Kleinen umbgangs allhier und die tugendsambe fraw Maria Salome gebohren Jungin, beede verburgerte Eheleuth einander für ohnverändert in den Ehestand Zugebracht, welches alles der Ursachen Künfftiger fall ratione der Ergäntzung desto best sich zu reguliren haben möchten (…) Actum Straßburg den 13.ten 8.bris 1734 in fernerer præsentz ihr beder eheleuthen geliebter Eltteren welche auch sothaner geschäfft bis Zu ende abgewarthet.
So in einer allhier zu straßb. ahm schiffleuthstaden gelegener und in lehnungs weiß besitzender behaußung befunden worden.
Norma hujus inventarÿ. des ehemanns zugebrachte nahrung, Sa. haußraths 106, Sa. schiff und geschirrs zur schiffahrt gehörig 160, Sa. silbers 29, Sa. baarschafft 14 Summa summarum 371 lb – passiv schulden 25, Compensando 286 lb
Solchemnach folget auch der ehefr. zugebrachte nahrung, Sa. haußraths 132, Sa. silbers 17, Sa. gold. ring. 18, Sa. baarschafft 94, Sa. activ schuld 25, Summa summarum 287 lb

1747, Protocole des Quinze (2 R 157, registre lacunaire)
(p. 162) Donnerstags d. 21. Martÿ – Joh: Jacob von Zabern Jacobs Sohn Ca. E. E. Zunfft Zum Encker
Fuchs nôe Joh: Jacob von Zabern, Jacobs Sohn, des schiffmanns Ca. E. E. Zunfft Zum Encker, prod. widrigen bescheid, von welchem pplis an MGHh appellirt, bitt deßen Verzeichnuß. Erk. Verzeichnuß

Jacques von Zabern meurt en 1759 en délaissant neuf enfants. La succession comprend deux maisons à la Krutenau, l’une ruelle des Chanvriers l’autre face au poêle des Jardiniers, estimée à 1 100 livres. La masse propre à la veuve est de 292 livres, celle des héritiers de 102 livres. L’actif de la communauté s’élève à 2 366 livres et le passif à 1 897 livres.

1759 (18.7.), Not. Dinckel (J. Raoul, 6 E 41, 395) n° 816
Inventarium über Weÿland des Ehren: und Wohlvorachtbahren herrn Johann Jacob von Zabern, des ältern geweßenen Schiffmanns und burgers allhier zu Straßburg nunmehr seeligen Verlaßenschafft auffgerichtet Anno 1759 – nachdeme derselbe Donnerstags den 31. Maji dießes lauffenden 1759. Jahrs durch einen seeligen tod von dießer Welt abgefordert worden nach solch seinem beschehenen tödlichen Hintritt zeitlichen hinter sich verlaßen, welche Verlaßenschafft auf freundliche ansuchen erfordern und begehren der Viel Ehren und tugendbegabten Frauen Mariä Salome von Zabern gebohrne Jungin die hinterbl. wittib mit assistentz des Ehrevest und Wohlvorgeachtn H.Andreä Gerhard Jung des fischkäuffers und burgers allhier, deroselben erbettenne H beÿstands (…) So beschehen in Straßburg auf Donnerstag den 18. Julÿ 1759.
Der seelig Verstorbene hat zu seinen Erben ab intestato Verlaßen Wie folgt 1° Frau Mariam Salome Meÿerin gebohrne von Zabern, Herrn Gabriel Meÿers des jüngern, Schiffmanns und Burgers allhier Ehefrau, welche mit beÿhülff gedachten Ihres Ehevogts dem geschäfft in persohn abwartete, 2.do Jungfrau Mariam Magdalenam von Zabern, so 21. und ein halb jahr alt, dahero Majorennis und ohnbevögtigt, mithien in selbst eigener Persohn mit Zuziehung herrn Jacob Heinrich von Zabern, des ältern Schiffmanns und Burgers allhier, Ihres erbettenen beÿstands beÿ dem geschäfft sich eingefunden, 3.tio Herrn Johann Jacob von Zabern, den jüngern Ledigen Schiffmann, welcher 20 Jahr und Vier Monath alt, mithin ebenmäßig Majorennis und ohnbevögtiget, dahero in selbst eigener Persohn zugegen geweßen, 4.to Johann Theobald von Zabern, welcher die Kübler Profession erlernet, 5.to Johann Daniel von Zabern, 6.to Jungfer Annam Mariam von Zabernn 7.mo Jungfer Mariam Elisabetham von Zabern, 8.vo Jungfer Annam Margaretham von Zabern, So dann 9.no Jungfer Mariam Barbaram von Zabern dießer Sechs letzteren annoch minorennen Kinder geschworner Vogt ist Herr Johann Heinrich von Zabern, der ältere Schiffmann und burger allhier, welcher im Nahmen seiner Curanden dem geschäfft persönlich beÿgewohnt. Alßo alle Neun des Abgelebten seeligen mit Eingangs gedachter Frauen Maria Salome gebohrner Jungin seiner hinterbliebenen Wittib ehelich erziehlte Kinder und ab intestato Zu Neun gleichen portionen und Stammtheilern Verlaßene Rechtmäßige Erben

In einer allhier Zu Straßburg ane der Vorstatt Krautenau gelegenen in dieße Verlaßenschafft gehörigen und hieunten eingetragenen behaußung befunden worden wie folgt
Eigenthumb ane häußern (E.) Erstl. eine Behaußung, hoffstatt, höfflein und bronnen, mit allen deren Gebäuen begriffen, Weithen, Rechten, Zugehörden und Gerechtigkeiten, gelegen allhier Zu Straßburg ane der Vorstatt Krautenau, jenseit und underhalb dem Katzensteeg ane dem hänffergäßlein (…)
(T.) It. eine Behaußung, bestehend im Vorder und hinderhaus, Schopff, höfflein, hoffstatt und bronnen mit allen deroselben übrigen Gebäuen, begriffen, Weithen, Zugehörden, Rechten und Gerechtigkeiten gelegen allhier Zu Straßburg an der Vorstatt Krautenau gegen der Gartner Zunfft Stub hinüber, enseit ist ein Eck ane dem sogenannten Narrengäßlein, anderseit neben Weÿland Niclaus Hoffstetters, des Pfisters Zu S. Marx Wittib hinden auf S. Johannis gießen stoßend, davon reicht man Jährlichen auf Johannis Baptistæ der Statt Straßburg Pfenningthurn 7 ß 6 d Allmend Zinß, sonsten ist dieselbe vor freÿ ledig und eÿgen durch hieoben benahmbste der Statt Straßburg Herren Werckmeistere laut obenallegirten Abschatzung Zeduls vom 7.t Julÿ 1759. æstimirt pro 1085. lb. Darüber besagt ein teutscher pergamentener Kauffbrieff in allhiesiger Cancelleÿ Contract Stub auffgerichtet und mit dero anhangendem Insiegel corrobortirt de dato 23. Augusti anno 1748. Dabeÿ Zween alte in wohlermelter Cancelleÿ Contract Stub gefertigte Kauffbrieff de datis 28.ten Aprilis et 4. Decembris Anno 1696.
Ergäntzung der Wittib angegangenen ohnveränderten Guths, Inhalt Inventarÿ über beeder geweßener Eheleuthe einander für ohnverändert in den Ehestand zugebrachte Nahrungen in Anno 1734. durch Weÿland herrn Notarium Georg Philipp Rith gefertiget
Series rubricarum hujus Inventarÿ. Copia der Heuraths Verschreibung. Copia Codicilli
der Wittib ohnverändert Vermögen, Sa. haußraths 10, Sa.Silbers 1, Sa. Goldener ring 4, Sa. Schulden 25, Erg. Rest 249, Summa summarum 292 lb
Dießemnach Wird auch der Erben ohnveränderte Nahrung beschrieben, Sa. haußraths 27, Sa. Silbers 10, Sa. Eigenthums aane einer behaußung 450, Summa summarum 488 lb – Schulden 385 lb, Nach deren Abzug 102 lb
Endlichen Wird nun auch das gemein Verantwortung und theilbare Guth beschrieben, Sa. haußraths 87, Sa. Schiff und geschirrs Zur Schiffarth gehörig 241, Sa. Wein und Lährer Faß 106, Sa. Silbers 11, Sa. baarschafft 7, Sa. Eigenthumbs ane einer behaußung 1085, Sa. Schulden 360, Sa. brennholtzes und wellen 465, Summa summarum 2366 lb – Schulden 1897 lb, Detrahendo verbleibt 378 lb
Conclusio finalis Inventarÿ 772 lb – Copia der Eheberedung (…)
Abschatzung Vom 7.ten Jully 1759. Auff begehren Weÿlandt Johann Jacob von Zaberach ist Ein Behaußung allhier In der Statt Straßburg jn der Guthenau gelegen, Ein seÿts, Neben Frau Hoffstätterin Wittib, Anderseÿts ein Eck auff das Narden Gäßlein Machent, und hinden auf das Waßer stoßend, solche Behaußung bestehet jn Vier Stuben, Vier Kuchen und Etliche Kammeren, dar über ist der dachstuhl mit Breit Zieglen belegt, hat auch ein getremten und gewölbten Käller, Hoff und brunnen. Von Uns der Unter Schriebenen der Statt Straßburg Geschwornen Werck Meistern Nach Vorher Geschehener Besichtigung mit Aller Ihrer Gerechtigkeit dem Jetzigen wahren Werth Nach æstimirt und angeschlagen worden Vor Und umb Zweÿ Thausent Zweÿ Hundert Gulden
Der Zweÿte Begriff ist Auch allhier in der Statt Straßburg jn der Guthenau Gelegen auf dem Plätzlein (…)

Marie Salomé Jung meurt en 1761. Le prix d’estimation des maisons est repris de l’inventaire précédent. L’actif de la succession s’élève à 2 870 livres, le passif à 342 livres.

1761 (26.10.), Not. Dinckel (J. Raoul, 6 E 41, 399) n° 915
Inventarium über Weÿland der Viel Ehren und Tugendbegabten Frauen Mariä Salome von Zabern, gebohrener Jungin auch Weÿland des Ehren und Wohlvorachtbaren herrn Johann Jacob von Zabern des ältern, geweßenen Schiffmanns und burgers allhier zu Straßburg seeligen hinterlaßener Frau Wittib nun ebenmäßig seeligen Verlaßenschafft auffgerichtet Anno 1761 – nachdeme dieselbe Mittwochs den 2. Septembris dießes lauffenden 1761. Jahrs durch einen seeligen Todt von dießer Welt abgefordert worden nach solch Ihrem seeligen Absterben zeitlichen hinter sich verlaßen (…) So beschehen in Straßburg, auf Montag den 26. Octobris Anno 1761.
Die Abgelebte Frau seelige hat zu Ihren Erben ab intestato Verlaßen Wie folgt 1° Frau Mariam Salome Meÿerin gebohrne von Zabern, Herrn Gabriel Meÿers, des Jüngern, Schiffmanns und Burgers allhier Ehegattin, welche mit beÿhilff gedachten Ihres Ehevogts in persohn dem geschäfft abwartete, 2.do Frau Mariam Magdalenam Riebelin gebohrne von Zabern, Herrn Johann Riebels, des geschworenen holtzlegers und burgers allhier Ehegattin, Welche ebenmäßig mit assistenz besagten Ihres Ehevogts in Persohn beÿ dem geschäfft sich eingefunden, 3.tio Herrn Johann Jacob von Zabern, den jüngern Ledigen Schiffmann und burger allhier, welcher gleicherweiße in selbst eigener Persohn zugegen geweßen, 4.to Johann Theobald von Zabern, den Ledigen Kübler, welcher in der Frembde sich aufhält, 5.to Johann Daniel von Zabern, welcher die Schiff farth ernernt, 6.to Jungfrau Annam Mariam von Zabern, 7.mo Jungfrau Mariam Elisabetham von Zabern, 8.vo Jungfrau Annam Margaretham von Zabern, So dann 9.no Jungfrau Mariam Barbaram von Zabern dießer Sechs letzteren annoch minorennen Kinder geschworner Vogt ist Herr Johann Heinrich von Zabern, der ältere Schiffmann und burger allhier, welcher im Nahmen seiner Curanden dem geschäfft persönlich beÿgewohnt. Alßo alle Neun der seelig Verstorbenen mit Eingangs gedachtem Herrn Johann Jacob von Zabern dem ältern, Ihrem geweßenen Ehemann ebenmäßig seeligen ehelich erziehlte Kinder und ab intestato Zu Neun gleichen portionen und Stammtheilern Verlaßene Rechtmäßige Erben

In einer allhier Zu Straßburg ane der Vorstatt Krautenau gelegenen in dieße Verlaßenschafft gehörigen und hieunten eingetragenen behaußung befunden worden wie folgt
Eigenthumb ane häußern. Erstl. eine Behaußung, hoffstatt, höfflein und bronnen, mit allen deren Gebäuen begriffen, Weithen, Rechten, Zugehörden und Gerechtigkeiten, gelegen allhier Zu Straßburg ane der Vorstatt Krautenau, jenseit und underhalb dem Katzensteeg ane dem hänffergäßlein (…)
It. eine Behaußung, bestehend im Vorder und hinderhaus, Schopff, höfflein, hoffstatt und bronnen, mit allen deroselben gebäuen, begriffen, Weithen, Zugehörden, Rechten und Gerechtigkeiten, gelegen allhier Zu Straßburg an der Vorstatt Krautenau gegen der Gartner Zunfft Stub hinüber, enseit ist ein Eck ane dem sogenannten Narrengäßlein, anderseit neben Weÿland Niclaus Hoffstetters, des Pfisters Zu St. Marx Wittib, hinden auf St. Johannis gießen stoßend, davon reicht mann Jährlichen auf Johannis Baptistæ der Statt Straßburg Pfenningthurn 7 ß 6 d Allmend Zinß, sonsten ist dieselbe gegen männiglichen freÿ ledig und eigen und die in hieoben allegirtem der Defunctæ geweßenen Ehemanns seeligen Verlaßenschafft Inventario de Anno 1759, durch der Statt Straßburg Herrn Bau Inspectorem und Werckmeistere æstimirt vor 1085. lb. Darüber besagt ein teutscher pergamentener Kauffbrieff, in allhiesiger Cancelleÿ Contract Stub auffgerichtet und mit dero anhangendem Insiegel bekräfftiget de dato 23. Augusti Anno 1748. Dabeÿ Zween alte in wohlermelter Cancelleÿ Contract Stub gefertigte Kauffbrieff, de datis 28.ten Aprilis et 4. Decembris Anno 1696.
Series rubricarum hujus Inventarÿ. Sa. haußraths 133, Sa. Schiff und geschirrs Zur Schiffarth gehörig 85, Sa. Wein und Lährer Faß 61, Sa. Silbers 15, Sa. goldener Ring 5, Sa. baarschafft 49, Sa. Eigenthumbs ane häußern 1535, Sa. Schulden 930, Summa summarum 2870 lb – Schulden 342 lb, Detrahendo verbleibt 2527 lb
Stall Summ 2527 lb

La cohéritière Marie Salomé von Zabern et son mari Gabriel Meyer prennent la maison à bail

1761 (7.11.), Not. Dinckel (J. Raoul, 6 E 41, 399) Joint au n° 915 du 26 oct. 1761
Lehenung von einer Wohnung in der Behaußung ane der Vorstatt Krautenau gegen der Gartner Stub hinüber gelegen
Erschienen Vor mir Notario Frau Maria Magdalena Riebelin gebohrne von Zabern, H. Johann Riebels, des geschworenen holtzlegers und burgers allhier Ehefrau, mit assistentz deßelben, Ferner Hr. Johann Jacob von Zabern, der jüngere Ledige Schiffmann und burger allhier, Sodann Hr Johann Heinrich von Zabern, der ältere Schiffmann und burger allhier, alß geschworner vogt der Sechs jüngeren annoch minorennen Kinder, Zeigten
in gegenseÿn H. Gabriel Meÿers, des jüngern, Schiffmanns und Fr. Mariæ Salome gebohrener von Zabern, beede Eheleuthe und Burgere allhier der älteren Frau Tochter und H. Tochtermanns, an
daß dieselbe Ihnen Meÿerischen beede Eheleuthen verlühen in vorgesagter ane der Vorstatt Krautenau gegen der Gartner Zunfft Stub hinüber gelegenen behaußung, die vordere Wohnung ein Steeg hoch, bestehend in einer Stub, Stub Cammer, Nebens Cammer, Kuchen und einer schwartz Getüch Cammer, Wie auch Zwoen Cammern auf der Bühn, eine Cammer im Hoff und dem hindern Keller, samt denen Schöpffen Zur verwahrung seines Geschirrs und ist dieße Lehenung getroffen worden auff sech nach einander folgende Jahr Von Weÿhenachten dießes 1761.ten Jahrs angehend und auf gleichen Termin Anno 1767 sich wiederumb endigend um einen Jährlichen Zinß von 42 Gulden
So geschehen in Straßburg den 7. Novembris Anno 1761

Sa fille Marie Elisabeth meurt en 1765 après avoir légué sa part de maison à Marie Salomé von Zabern femme de Gabriel Meyer. L’actif de la succession s’élève à 694 livres, le passif à 141 livres.

1765 (14.11.), Not. Dinckel (J. Raoul, 6 E 41, 407) n° 1087
Inventarium über Weÿland Jungfrauen Mariä Elisabethä von Zabern auch Weÿland Herrn Johann Jacob von Zabern des ältern geweßenen Schiffmanns und Burgers allhier zu Straßburg nunmehr seeligen hinterlaßener ehelich erziehlter tochter nun ebenmäßig seeligen Verlaßenschafft auffgerichtet Anno 1765. – nachdem dieselbe Sambstags den 13. Julÿ dießes Lauffenden 1765 durch einen seeligen Tod von dießer Welt abgefordert worden, nach solch ihrem seeligen Absterben Zeitlichen hinter sich verlaßen, welche verlaßenschafft auf freundliches ansuchen, erfordern und begehren der seelig Verstorbenen eheleiblicher geschwüsterden und ab intestato nachgelaßene Rechtmäßiger Erben (…) So beschehen in Straßburg auff Donnerstag den 14. Novembris Anno 1765.
Die seelig Verstorbene hat zu Ihren Erben ab intestato Verlaßen Wie folgt 1° Frau Mariam Salome Meÿerin gebohrne von Zabern, Weÿland Herrn Gabriel Meÿers, des Jüngern, geweßenen Schiff: und Steurmanns auch Burgers allhier seeligen nachgelaßenee Wittib, welche in selbsteigener Persohn dem geschäfft abwartete, 2.do Frau Mariam Magdalenam Riebelin gebohrne von Zabern, Herrn Johann Riebels, des geschworenen holtzlegers und burgers allhier Ehegattin, Welche mit Beÿhilff gedachten Ihres Ehevogts in Persohn beÿ dem geschäfft zugegen war, 3.tio Herrn Johann Jacob von Zabern, den jüngern Schiff: und Steurmann auch burger allhier, welcher abweßend und hiebeÿ nicht erscheinen Wollen, 4.to Herrn Johann Theobald von Zabern, den Kübler und burgern allhier, welcher in Persohn dem geschäfft sich eingefunden, 5.to Herrn Johann Daniel von Zabern, den jüngern Schiffmann und burgern allhier, Welcher ebenmäßig in Persohn præsens ware, 6.to Jungfrau Annam Mariam von Zabern, 7.mo Jungfrau Annam Margaretham von Zabern, So dann 8.vo Jungfrau Mariam Barbaram von Zabern dreÿen geschworner Vogt ist Herr Johann Heinrich von Zabern, der ältere Schiffmann und burger allhier, welcher im Nahmen gemelter seiner dreÿen Vogtsdöchter in Persohn dem geschäfft beÿgewohnt. Alle acht der in Gott seelig entschlaffenen eheleibliche geschwüsterde und ab intestato Zu acht gleichen portionen und Stammtheilern Verlaßene Rechtmäßige Erben.

In einer allhier Zu Straßburg ane der Vorstatt Krautenau unterhalb dem Katzensteeg gelegenen in dieße Verlaßenschafft nicht gehörigen behaußung befunden worden, wie folgt
Antheil ane einer Behaußung. (Frauen Mariæ Salome Meÿerin prælegirt) Nemblichen ein Neuntertheil für ohnvertheilt Von und ane einer Behaußung, bestehend im Vorder und hinderhaus, Schopff, höfflein, hoffstatt und bronnen, mit allen deroselben gebäuen, begriffen, Weithen, Zugehörden, Rechten und Gerechtigkeiten, gelegen allhier Zu Straßburg ane der Vorstatt Krautenau gegen der Gartner Zunfft Stub hinüber, enseit ist ein Eck ane dem sogenannten Narrengäßlein, anderseit neben Weÿland Niclaus Hoffstetters, des Pfisters Zu St. Marx Wittib, hinden auf St. Johannis gießen stoßend, von dieser gantzen Behaußung reicht mann Jährlichen auf Joh. Bapt: der Statt Straßburg Pfenningthurn 7 ß 6 d Allmend Zinß, sonsten gegen männiglichen freÿ Ledig und eigen und die in dem über weÿland Frauen Mariæ Salome Von Zabern gebohrner Jungin auch weÿland herrn Johann Jacob von Zabern des ältern geweßenen Schiffmanns und burgers allhier seeligen hinterlaßener Wittib, der seelig verstorbenen eheleiblicher Mutter ebenmäßig seeligen Verlaßenschafft durch mich Notarium in Anno 1761 aufgerichteten Inventario über gemelten Allmend Zinß angeschlagen vor 1085 lb, Macht daran der hiehero gehörige 9.te theil 120. 11. 1 ?. Und seind die übrige achte neuntetheil der Defunctæ acht geschwüsterden für ohnvertheilt gebührig. Über die völlige Behaußung besagt ein teutscher pergamentener Kauffbrieff, in allhiesiger Cancelleÿ Contract Stub aufgerichtet und mit dero anhangendem Insiegel bekräfftiget de dato 23. Augusti Anno 1748. Dabeÿ Zween alte in wohlermelter Cancelleÿ Contract Stub gefertigte Kauffbrieff, de datis 28.ten Aprilis et 4. Decembris Anno 1696.
Series rubricarum hujus Inventarÿ. Copia Codicilli
Sa. kleydung und weißen gezeugs 26, Sa. Silbers 5, Sa. baarschafft 8, Sa. pfenningzinß hauptgüter 533, Sa. Antheils ane einer Behaußung 120, Summa summarum 694 lb – Schulden 141 lb, Detrahendo verbleibt 553 lb
Conclusio finalis Inventarÿ 136 lb – Stall Summ 416 lb

Marie Salomé von Zabern veuve de Gabriel Meyer rachète les parts de la maison et en devient seule propriétaire

1767 (18.5.), Chambre des Contrats, vol. 641 /1 n° 321-v
Fr. Maria Magdalena geb. von Zabern, Johann Riebel des Holtzlegers Ehefrau, Frau Anna Maria von Zabern, H. Martin von Zabern des Gastgebers Ehefrau, Johann Jacob von Zabern der Schiffmann, Johann Theobald von Zabern der Kübler, Daniel von Zabern der Schiffmann, Heinrich von Zabern der Schiffmann als vogt Johann Jacob von Zabern des Schiffmanns zweÿen töchter Maria Margaretha und Maria Barbara der von Zabern
in gegensein Fr. Mariæ Salome von Zabern weÿl. Gabriel Meÿer gewesten schiffmanns wittib
sieben 9.te theil vor unvertheilt ane der elterlichen behausung, hoff und hoffstatt mit allen gebäu, begriffen, zugehörden, rechten und gerechtigkeiten, ane der Krautenau gegen dem gartner zunfftstub über einseit neben (-) Gabriel dem kachler ux. noe., anderseit ist ein eck ane dem Nardengäßel, hinten auff die Breusch – davon gibt man löbl: Stadt Pfenning Thurn 7 ß 6 d ane bodenzinß – um 2115 pfund

Fils du batelier Gabriel Meyer, Gabriel Meyer épouse en 1756 Marie Salomé von Zabern : contrat de mariage, célébration
1756 (19.3), Not. Dinckel (6 E 41, 426) n° 266
Eheberedung – entzwischen dem Ehren: und vorachtbahren Herrn Gabriel Meÿer, dem jüngeren, Ledigem Schiffmann, des Ehren: und wohlvorachtbaren Herrn Gabriel Meÿers, des ältern, Schiffmanns und Burgers allhier Zu Straßburg, mit Weÿland der Viel: Ehren: und tugendsamem Frauen Maria Salome gebohrner Braunin seeligen ehelich erzeugtem Sohn als dem Bräutigamb ane einem,
So dann der Viel Ehren: und tugendsamen Jungfrauen Maria Salome von Zabern, des Ehren: und wohlachtbahren herrn Johann Jacob von Zabern, des ältern Schiffmann und burgers allhier, mit der Viel Ehren: und tugendreichen Frauen Maria Salome gebohrner Jungin ehelich erziehlter Tochter als der Jungfrau hochzeiterin ane dem andern Theil
So Beschehen in Straßburg auf Freÿtag den 19. Martÿ Anno 1756. [unterzeichnet] Gabriel meÿer Als Hochzeiter, Maria Salome von Zabern Als Hochzeirin

Mariage, Saint-Guillaume (luth. f° 204-v n° 17)
aô 1756. d. 13. Augusti Seind in der Kirchen Zu S Wilhelm, nach Zweÿmaliger außruffung, so am 8. und 9. Sonntag nach Trinitatis geschehen ehelich copulirt und eingesegnet worden Gabriel Meyer, Junior, lediger Schiffer und burger allhier H. Gabriel Meyers Schiffmanns und burgers allhier und Weÿl. Salomé Braunin, ehl. Sohn und Jungfrau Maria Salome, H. Johann Jacob von Zabern sen. Schiffmanns und burgers allhier u. Maria Salome Jungin ehl. Tochter [unterzeichnet] Gabriel meÿer als Hochzeiter, Maria Salome von Zabern alß Hochzeiterin (i 209)

Les nouveaux mariés font dresser l’inventaire de leurs apports dans une maison au quai aux Chevaux. Ceux du mari s’élèvent à 321 livres, ceux de la femme à 436 livres.
1756 (13.10.), Not. Dinckel (J. Raoul, 6 E 41, 387) n° 687
Inventarium über des Ehren: und Wohl Vorachtbahren herrn Gabriel Meÿers, des jüngern, Schiffmanns und der Viel Ehren und Tugendreichen Frauen Mariä Salome Meÿerin gebohrner von Zabern, beeder Eheleuthe und Burgere allhier Zu Straßburg einander für ohnverändert in den Ehestand Zugebrachte Nahrungen auffgerichtet Anno 1736. – welche der Ursachen, alldieweilen in Ihr beeder Eheleuthe miteinander auffgerichteten heuraths Verschreibung expresse enthalten, daß eines Jeden in die Ehe bringend Nahrung reservirt und ohnverändert seÿn und bleiben solle (…)
So beschehen in Straßburg, aug Mittwoch den 13. Octobris Anno 1756.

In einer allhier Zu Straßburg ane der Vorstatt Krautenau am Gaulstaden gelegenen in dieße Zugebrachte Nahrung nicht gehörigen behaußung befunden worden wie folgt
Series rubricarum hujus Inventarÿ. Des Ehemanns in dieEhe gebracht Vermögen, Sa. haußraths 112, Sa. Schiff und geschirrs zur Schiffarth gehörig 70, Sa. Silbergeschmeids 34, Sa. der baarschafft 15, Summa summarum 232 lb – Darzu ist zurechnen der Ihme gebührige halbe theil ane denen Verherten haußsteuren 89 lb, des Ehemanns völlig in die Ehe gebracht Guth un vero pretio 321 lb
Dießemnach wird nun auch der Ehefrauen in die Ehe gebrachte Nahrung beschrieben, Sa.& haußraths 197, Sa. Silbergeschmeids 22, Sa. Goldener Ring H.& Geschmeids 43, Sa. Baarschafft 83, Summa summarum 347 lb – Hierzu Kombt der Ihreo Zuständige halbetheil ane denen verehrten haußsteuren 89 lb, Der Ehefraun Völlig in die Ehe gerbracht Vermögen dem billichen werth nach 436 lb

Gabriel Meyer meurt en juin 1764 en délaissant quatre enfants. L’inventaire est dressé à la Krutenau dans la maison face au poêle des Jardiniers qui appartient en partie à la veuve. La masse propre à la veuve est de 867 livres, celle des héritiers de 250 livres. L’actif de la communauté s’élève à 734 livres et le passif à 972 livres.

1764 (16.8.), Not. Dinckel (J. Raoul, 6 E 41, 405) n° 1036
Inventarium über Weÿland des Ehren und Wohlvorachtbahren herrn Gabriel Meÿers des jüngern geweßenen Schiff: und Steuermanns auch Burgers allhier zu Straßburg nunmehr seeligen Verlaßenschafft aufgerichtet Anno 1764. – nachdeme derselbe Sambstags den 23. Junÿ dießes lauffenden 1764. Jahres durch einen seeligen Tod von dießer Welt abgefordet worden, nach solch seinem seeligen Absterben Zeitlichen verlaßen, welche verlaßenschafft auf freundliches Ansuchen Erfordern und Begehren der Viel Ehren und tugendbegabten Frauen Mariæ Salome Meÿerin gebohrner von Zabern der hinterbliebenen Wittib mit assistentz der hoch Edel weißen Herrn Johann Michael Boehm, Medicinæ hocherfahrnen Doctoris und berühmten Practici E:E: großen Raths wohlansehnlichen beÿsitzers Ihrs erbettenen Herrn beÿstands, wie auch des Ehren und Wohlvorachtbahren herrn Johann Adam Schneidersn des Schuhmachers und Burgers allhiern als geordnet und geschworenen Vogts Mariä Salome, Mariä Elisabethä, Margarethä Sophiä und Gabriels der Meÿer, des seelig Verstorbenen mit vorernannter seiner hinterbliebenen Wittib ehelich erziehlter vier Kinder und ab intestato nachgelaßener rechtmäsiger Erben (…) So beschehen in Straßburg auff Donnerstag den 16. Augusti Anno 1764.

In einer allhier Zu Straßburg ane der Vorstadt Krautenau geegenen der hinterbliebenen Wittib Zum Neunten theil für ohnverändert gehörige und hierunden eingetragenen Behausung befunden worden wie folgt
Antheil ane einer Behaußung (W.) Nemblichen ein Neundtertheil für ohnvertheilt von und ane einer Behaußung, bestehend im Vorder und hinderhaus, Schopff, höfflein, hoffstatt und bronnen, mit allen deroselben gebäuen, begriffen, Weithen, Zugehörden, Rechten und Gerechtigkeiten, gelegen allhier Zu Straßburg an der Vorstatt Krautenau gegen der Gartner Zunfft Stub hinüber, enseit ist ein Eck ane dem sogenannten Narrengäßlein, anderseit neben Weÿland Niclaus Hoffstetters, des Pfisters Zu St: Marx Wittib, hinden auf St: Johannis gießen stoßend, von dießer gantzen Behaußung reicht mann Jährlichen auf Johannis Baptistæ der Statt Straßburg Pfenningthurn 7 ß 6 d Allmend Zinß, Sonsten ist dieselbe gegen männiglichen freÿ Ledig und eigen und die in dem über Weÿland Frauen Mariä Salome von Zabern gebohrner Jungin, auch Weÿland Herrn Johann Jacob von Zabern des ältern, geweßenen Schiffmanns und burgers allhier seeligen hinterlassener Frau Wittib der dißortigen Wittib eheleiblicher Mutter ebenmäßig seeligen Verlaßenschafft durch mich Notarium in Anno 1761. auffgerichteten Inventario durch der Statt Straßburg Herrn Bau Inspectorem und Werckmeistere angeschlagen pro 1085. lb. Macht daran der hiehero gehörige Neundtetheil 120. 11. 1.1/3 Und seind die übrige acht 9.te theil der Wittib eheleiblichen geschwüsterden für ohnvertheilt eigenthümlichen zuständig. Über die gantze Behaußung besagt ein teutscher pergamentener Kauffbrieff, in allhiesiger Cancelleÿ Contract Stub auffgerichtet und mit dero anhangendem Insiegel bekräfftiget de dato 23. Augusti Anno 1748. Dabeÿ Zween alte in wohlermelter Cancelleÿ Contract Stub gefertigte Kauffbrieff, de datis 28.ten Aprilis et 4. Decembris Anno 1696.
Ergäntzung der Wittib abgegangenen ohnveränderten Guths. Inhalt Inventarÿ über beeder geweßener Eheleuthe einander für ohnverändert in den Ehestand zugebrachte Nahrungen durch mich Notarium in Anno 1756. auffgerichtet
Series rubricarum hujus Inventarÿ. Copia der Heuraths Verschreibung
Der Wittib ohnverändert Vermögen, Sa. haußraths 31, Sa. Antheils ane einem Schiff 15 ß, Sa. Silbers 7, Sa. Goldener Ring 11, Sa. baarschafft 8, Sa. Antheils ane einer Behaußung 120, Sa. Schulden 30, Erg. Rest 627, Summa summarum 867 lb
Dießemnach wird auch der Erben ohnveränderte Nahrung beschrieben, Sa. haußraths 23, Sa. Silbers 9, Erg. Rest 261, Summa summarum 300 lb – Schulden 50 lb, Detrahendo verbleibt 250 lb
Endlichen wird nun auch das gemein verändert und Theilbar Guth beschrieben, Sa. haußraths 84, Sa. Schiff und geschirr Zur Schiff farth gehörig 153, Sa. Brennholtzes 134, Sa. Wein und Lährer Faß 42, Sa. Silbers 10, Sa. baarschafft 300, Sa. Schuld nullum, Summa summarum 734 lb – Schulden 972 lb, Theilbrre Passiv onus 248 lb
Stall Summ et Conclusio finalis Inventarÿ 869 lb

Marie Salomé von Zabern se remarie avec le batelier Simon Hæs : contrat de mariage par lequel elle lui lègue sa maison moyennant 2500 livres en cas de survie, célébration

1769 (30.1.), Not. Dinckel (J. Raoul, 6 E 41, 427) n° 470
Eheberedung – entzwischen dem Ehren: und Wohlvorachtbahren Herrn Simon Häß, dem Ledigen Schiff: und Steuermann auch Burgern allhier Zu Straßburg, Weÿland des Ehren: undt Wohlvorachtbahren Herrn Simon Häß, des geweßenen Schiffmanns und Burgers allhier nunmehr seeligen hinterlaßenem mit der Viel Ehren: und tugendbegabten Frauen Maria Elisabetha gebohrener Schwingin seiner hinterbliebeneen Wittib ehelich erzeugtem Sohn, als dem bräutigamb ane einem
So dann der viel Ehren und tugendbegabten Frauen Maria Salome Meÿerin gebohrner von Zabern Weÿland des Ehren: und Wohlvorachtbahren Herrn Gabriel Meÿer, des jüngern Schiff: und Steuermanns auch burgers allhier nunmehr seeligen hinterlaßener Wittib als der Frauen hochzeiterin, ane dem andern Theil

Sechstens, hat Sie die Frau hochzeiterin hiemit wohlmeinend constituirt und geordnet, daß auf den Fall der grundgütige Gott Sie vor demselben Zeitlichen todes sterben laßen würde, als dann ihme dem Herrn Bräutigamb, Ihre eigenthümliche Behaußung, bestehend in Vorder: und hinderhauß, Schopff, höfflein, hoffstatt und bronnen mit allen deroselben Gebäuden, Begriffen, Weithen, Zugehörden, Rechten und Gerechtigkeiten, gelegen allhier Zu Straßburg ane der Vorstatt Krautenau gegen der Garthner Zunfft stub hinüber, so einseit ein Eck an dem sogenannten Nardengäßlein, anderseit neben weÿland Niclaus Hoffstätters, des Pfisters zu St: Marx Wittib, hinten auf St: Johannis gießen stoßend, über 7 schilling und 6 pfenning der Stadt Pfenning Thurn Jährlich abzurichten habenden Allmend Zinses vor freÿ, Ledig und eigen umb 5000 gulden hießig Current eigenthümlichen Zukommen und hiemit würcklichen cedirt und überlaßen seÿn und bleiben solle
So beschehen in Straßburg (…) auf Montag den 30. Januarÿ Anno 1769. [unterzeichnet] Simon Häß als Hoch Zeiter, Maria Salome Meÿerin alß Hochzeirin

Mariage, Saint-Guillaume (luth. f° 94-v, n° 8)
In dem Jahr 1769 den 5. und 12. Februarii auf die Sonntage Quinquagesima und Quadragesima wurden Allhier in der Kirche Zu S Wilhelm nach Ordnung Ausgerufen und Mittwochs den 15. ejusdem in derselben copulirt Simon Haeß der ledige Steurmann und burger allhier weiland Herrn Simon Haeß Geweßenen Schiffmanns und Burgers allhier mit frauen Maria Elisabeth Gebohrner Schwingin ehelich erzeugter Sohn und Frau Maria Salome geborne Von Zabern, weiland Gabriel Meÿer des Jüngen, Gewesenen Steurmanns und Burgers allhier nachgelaßene eheliche Wittib, [unterzeichnet] Simon Häß Als Hoch Zeiter,Maria Salome Meÿerin geboren von Zabern alß hochzeiterin (i 100)

Les nouveaux mariés font dresser l’inventaire de leurs apports. Ceux du mari s’élèvent à 1 145 livres, ceux de la femme à 1 236 livres.

1769 (20.11.), Not. Dinckel (J. Raoul, 6 E 41, 411) n° 1185
Inventarium über des Ehren und Wohlvorachtbahren Herrn Simon Häß, des Schiff und Steurmanns und der Viel Ehren und Tugendbegabten Frauen Mariä Salome Häßin gebohrner von Zabern beede Eheleuthe und burgere allhier Zu Straßburg einander vor ohnverändert in den Ehestand zugebrachte Nahrungen aufgerichtet Anno 1769 – welcher der Ursachen, alldieweilen in Ihr beeder Eheleuthe mit einander auffgerichteten heuraths Verschreibung expressé enthalten, daß eines Jeden in die Ehe bringende Nahrung einem Jeden theil und respectivé deßen Erben für ohnverändert seÿn und bleiben soll (…) So beschehen in Straßburg in fernerem beÿsein des Ehren und vor wohlachtbahren Herrn Johann Daniel Häß des Schiffmanns und burgers allhier als von beeden theilen hierzu erbettenen beÿstands auf Montag den 20. Novembris Anno 1769.

In einer allhier Zu Straßburg ane der Vorstadt Krautenau gegen der Garthner Zunfftstub hinüber gelegenen, der Ehefrauen eigenthümlich zuständigen und hieunden eingetragenen Behaußung befunden worden wie folgt
Eigenthumb ane Häußeren. (F.) Erstl. I. Behaußung, bestehend im Vorder und hinderhaus, Schopff, höfflein, hoffstatt und bronnen, mit allen deroselben Gebäuen, Begriffen, Weithen, Zugehörden, Rechten und Gerechtigkeiten, gelegen allhier Zu Straßb. ane der Vorstadt Krautenau gegen der Gartner Zunfft Stub hinüber, 1.s. ist ein Eck ane dem Nardengäßlein, 2.s. neben Joh: Melchior Gabriel dem Kachler, hinden auf St: Johannis gießen od. die Preusch stoßend, davon gibt mann Jährlichen auf Joh. Bapt: der Statt Straßb. Pfth. 7 ß 6 d ane Allmend Zinß, sonsten wird dieselbe dißorths vor freÿ Ledig und eigen ohnpræjudicirlich angeschlagen pro 5000 gulden oder 2500. Über 7/9.te theil ane solcher Behaußung welche der Ehefrau von Ihren noch lebenden Geschwüsterde käuflich angenommen ist vorhanden 1. teutsch perg. Kauffverschreib. in allh. C. C. Stub auffgerichtet de dato 18. Maji A. 1767, die übrige 2/9.te theil aber hat sie die Ehefrau theils von Ihren geliebten Eltern u. theils von weÿl. Jgfr. Maria Elisabetha von Zabern Ihrer ledigenweis verstorbenen Schwester prælegats weiß ererbet. Anbeÿ meldet über die gantze Behaußung 1. teutscher perg. Kffbf d. St. Str. anh. C. C. Insiegel corroborirt de dato 23. Augusti A. 1748. So dann noch 2. alte auch allda gefertigte Kffb. de datis 28. Aprilis et 4. X.bris 1696.
(F.) It. I. Behaußung ane der Vorstadt Krautenau im Narden gäßlein (…)
Series rubricarum hujus Inventarÿ. Des Ehemanns in die Ehe gebracht Vermögen, Sa. haußraths 43, Sa. Schiff und geschirrs Zur Schiff farth gehörig 25, Sa. Silbers 43, Sa. goldenen Ring 2, Sa. baarschafft 1000, Summa summarum 1114 lb – Dazu ist Zurechnen der Ihme gebührige halbetheil ane denen verehrten haußsteuren betragend 30 lb, des Ehemanns Völlig in die Ehe gebracht Guth in vero pretio 1145 lb
Dießemnach wird nun auch der Ehefrauen in die Ehe gebrachte Nahrung beschrieben, Sa. haußraths 186, Sa. Silbers 41, Sa.goldener Ring und Geschmeids 34, Sa. baarschafft 600, Sa. Eigenthumbs ane häußern 3155, Summa summarum 4016 lb – Schulden 2810 lb, Detrahendo verbleibt 1266 lb – Darzu Komt der Ihro Zuständige halbe theil ane denen verehrten haussteuren ausmachend 30 lb, der Ehefrau völlig in die Ehe gebracht Vermögen dem wahren werth nach 1236 lb

Les Quinze autorisent par dispense Simon Hæs à entreprendre les voyages que sa tante veuve de Jean Daniel Hæs était autorisée à faire, alors que le nouveau règlement de 1769 réserve ce remplacement à un fils ou à un gendre. La tribu de l’Ancre demande que l’article du règlement soit ou abrogé ou moins strict. Les Quinze maintiennent le règlement mais permettent au maître de la tribu de donner dispense dans des cas particuliers. Les Quinze délivrent une expédition de leur jugement.
1775, Protocole des Quinze (2 R 186)
Simon Häß contra E. E. Zunfft der Äncker pt° Reiß
(p. 27) Sambstags den 28.ten Januarii 1775 – Claus nôe Simon Häß, des Burgers und schiffmanns auch Steurmanns alhier producirt unterth. Memoriale und bitten puncto einer Reÿß. Erkandt, an dei Obere Kauffhaußherren Zur untersuchung Verwießen.

(p. 54) Sambstags den 4. Februarii 1775. – Obere Kauffhauß Hn per me referiren, es habe Simon Häß der Schiff: und Steurmann auch burger alhier d 28. Januarÿ letzthin Mghh. per Memoriale gehorsamst gebetten, Hochdieselbe geruheten Zuerkennen, daß ihme dispendando von der ordnung vergönnt seÿn mögte, diejenige reÿse welche seines verstorbenen Oheims, weÿl. Johann Daniel Häß, geweßenen schiffmanns des Umbgangs alhier nachgelaßener Wittib Zukommt, Zu seiner Zeit unternehmen. Beÿ der deßfalls erkannten und beseßenen Deputation allwo der Implorant seine in aô 1773 mit vorwißen der Herren Vorsteher E. E. Zunfft der Ancker namens gedachten seines Oheims gethane nebens Reÿße Zum Beÿspiel und Beweiß seiner erfahrenheit allegirt, haben H. Rathh. Sarburger, H. Rathh Geßler, H. Andreas Meÿer und H David Andreas Eckert nôe. ehrengedachter Zunfft erwiedert, Sie hätten Zwar ihres orts nichts wider die person und erfahrenheit des Imploranten einzuwenden, allein da der artickel von 1769. ihme expresse Zuwider, als könnten sie auch nicht hierin willigen, da sie jedoch anderseits eingestehen mußten, daß dieser letztere artickel /welcher absolute erfordert, daß ein sohn oder tochtermann, welcher eine Reÿs für seinen Vater, mutter oder Schwiegervatter thun wolle, im umbgang seÿn solle/ allzuhart seÿe, Sie auch samtlich Wünscheten, daß solches wider auf den alten fuß gesetzt würde, als wolten Sie des Imploranten begehren MGhh. beliebigen dispensation überlaßen, übrigen gehorsambst gebetten haben, entweder den artickel von 1769 völlig aufzuheben und die sache beÿ der articulo 52 und 53. in aô 1752 ertheilen verordnung zu laßen, oder wofern MGHh nicht alßo zusprechen geruheten, wenigestens den Herrn Oberhh. E. E. Zunfft der Aencker zu authorisiren, nach befindung der umbstände, und der personen tüchtigkeit den artickel 1769. nach maßgab der verordnung von 1752. dispendando mitigiren Zu können. Nachdeme die Hh. Depp. sowohl des Imploranten begehren als auch der hierbeÿ erschienenen Vorsteher E E Zunfft der Ancker angebrachte anerkennungen und Vortrag in erwegung gezogen, haben dieselbe sowohl in rücksicht des Imploranten bekannter guter auff führung und eingestandener sattsamen erfahrung in der schiffahrt, als auch der von den vorstehern selbst beschehenen anmerckungen über die strenge des articuls von 1769. dafür gehalten, daß dem Imploranten mit gebettener dispensation von solchem jedoch ohne præjuditz und consequenz für das fürkünfftige könte willfahrt, mithin erlaubt worden, die seines verstorbenen Oheims Johann Daniel Häßen hinterlaßener wittib Zukommende Reÿße zu seiner Zeit zu verrichten, In ansehung des artickels selbsten aber, daß derselbe Zu Verhütung alles mißbrauchs Zwar beÿzubehalten, jedannoch aber, unter jeweiliger genehmhaltung MGHh. den Herrn Oberherrn E. E. Zunfft der Ancker die Hände eröffnet werden könnten, nach erheischung der umbstände und der person besonderer tüchtigkeit von der strenge des artickels von 1769 nach maßgab der verordnung von 1752. Zu dispensiren. Erkanndt ; bedacht befolgt und confirmirt.

(p. 90) Sambstags den 11. Februarii 1775.$$
In Sachen Simon Häß, des Schiff: und Steurmanns auch burgers alhier Imploranten, entgegen und wider E. E. Zunfft der Äncker H. Zunfftmeister Imploraren, auf übergebenes unterthäniges Memoriale, mit bitte, wir geruheten, Zu erkennen, daß ihme dispendando von der ordnung vergönnt seÿn möchte, diejenige Reÿse, welche seines verstorbenen Oheims, weÿland Johann Daniel Häß, geweßten Schiffmanns des umgangs allhier nachgelaßener Wittib Zukommet, Zu seiner Zeit Zu unternehmen, des Imploratischen H Zunfftmeisters beÿ gebetten bewilligt und besessener deputation gethane erklärung, daß weilen des Imploranten begehren dem artickel von 1769. Zuwider, er nicht hierein einwilligen könne, mit zusatz jedannoch, daß sie soferne wir die Schärfe dieser artickels nicht völlig aufzuheben gedencken, wenigstens den H. Oberhh. E. E. Zunfft Zum Äncker zu authorisiren geruheten, nach befindung der umbstände, und der persohnen tüchtigkeit, gedachten artickel nach maßgab der verordnung von 1752. mitigiren Zu können. Auch alles übrige der Parthen beschehene vor und anbringen, wobeÿ sie die dispensation in gegenwärtigem fall unnßerer entscheidung überlaßen, Ist der Hh. Deputirten abgelegter relation nach, Erkandt, daß dem Imploranten mit gebettener dispensation, jedoch ohne præjuditz und consequenz für das fürkünfftige Zu willfahren, in Befolgung deßen, ihme zu erlauben seÿe die seines verstorbenen Oheims, Johann Daniel Häßen hinterlaßener wittib Zukommende reÿße zu seiner Zeit zu verrichten, übrigens der artickel Zu Verhütung alles mißbrauchs Zwar beÿzubehalten, jedannoch aber E. E. Zunfft der Äncker H. Oberherrn die Hände eröffnet seÿn sollen, unter außerer jeweiligen genehmhaltung, nach erheischung der umbstände und der Persohnen besonderer tüchtigkeit von der Stränge deßelbennach maßgab der verordnung von 1752. Zu dispensiren.

Simon Hæs et Marie Salomé von Zabern hypothèquent la maison au profit du libraire Amand Kœnig

1781 (22.10.), Chambre des Contrats, vol. 655 f° 432-v
H. Simon Häß der schiffmann und Maria Salome geb. von Zabern unter assistentz Jacob von Zabern des schiffmanns und Johann Jacob Riebel des schiffmanns
in gegensein H. Amandus König des buchhändlers – schuldig seÿen 3000 gulden
unterpfand, eine behausung samt zugehörden ane der Krautenau gegen der gartner zunfft stub über, einseit neben Mr Gabriel dem kachler, anderseit ist ein Eck ane dem Nardengäßlein, hinten auff die Preusch – davon gibt man löbl: Stadt Pfenning Thurn 7 ß 6 d

Contrat de mariage entre André Frédéric Gross et Elisabeth Ober, dressé dans la maison de Simon Hæs, grand-père par alliance de la future épouse
1804 (21 vendém. 13), Strasbourg 13 (20), Not. Bremsinger n° 2056
Contrat de mariage – André Frédéric Gross, saucissier demeurant en cette ville faubourg blanc n° 4, veuf de Susanne Barbe née Rapp, fils de Jean Georges Gross, boucher à Kirchheim Jurisdiction de Würtemberg, et de Marguerite née Buck
Elisabeth Ober, âgée de 21 ans, fille de Jean Daniel Ober, Boulanger au faubourg blanc n° 70, et de feu Marie Salomé née Meyer
en la maison appartenante au Sr Simon Haes batelier grand père de la future épouse à la Krautenau n° 41
Enregistrement, acp 94 F° 69-v du 30 vd 13

Inventaire dressé après la mort du locataire Jacques Joseph Demande, ancien secrétaire à l’intendance d’Alsace

1806 (16.12.), Strasbourg 14 (31), Not. Lex n° 992 et 1325
Inventaire de la succession de Jacques Joseph Demande, ancien secrétaire a la Cidevant Intendance d’Alsace, décédé le 19 juin dernier – à la requête de Marie Elisabeth Dorothée née Foissac de la Tour la veuve, tutrice naturelle des enfants, Auguste Benoit Cosme Demande, présentement geometre à Lucé département de la Sarthe majeur procréé du premier mariage avec De Catherine Lemarchand, décédée à Strasbourg, représenté par M Félix Treitt Jurisconsulte avoué près le Tribunal Civil, De Dorothée Joséphine Justine Demande épouse de Joseph Reine Barthelemy Moyaux, Chef de division à la Prefecture du Bas Rhin, Sr Joseph Philippe Arroy fabricant de tabac subrogé tuteur des trois enfants mineurs François Philippe actuellement géometre audit Lucé âge de 20 ans, Louis Désiré Joseph âge de 17 ans, Marie Sophie Alexandrine âgee de 14 ans
dans le logement que lad. veuve a Occupé en cette ville au quartier dit Krautenau n° 41 au deuxième étage maison du Sr Simon Häess
mobilier 2688 fr, immeubles à Romeries département du Nord 2740 fr, vendu une maison à Molsheim, dettes actives 8505 fr, passif 117.137 francs
(vacation du 5 mai 1807) total des dettes actives 3401 fr
Contrat de mariage reçu Streicher notaire à Molsheim le 20 août 1782, Titres et papiers, Inventaire de Catherine Lemarchand drséée par Streicher le 10 mai 1783
Enregistrement, acp 101 F° 105 du 17.12.

Marie Salomé von Zabern meurt en 1812 en délaissant trois filles de son premier mariage avec Gabriel Meyer. La maison revient au veuf Simon Hæs d’après le contrat de mariage.

1812 (9.10.), Strasbourg 3 (35 A), Not. Übersaal n° 1269, 6233
Inventaire de la succession de Marie Salomé Haes née Zabern épouse de Simon Haes, batelier, femme en premières noces de Gabriel Meyer le jeune batelier, décédée le 9 juillet dernier – à la requête du veuf, de plus 1. Marie Salomé Meyer épouse de Jean Daniel Ober, boulanger [in margine :] Sr Ober décédé le 17 février 1816, 2. Marie Elisabeth Meyer épouse de Jean Tibaud Busch, batelier [in margine :] décédée le 24 mars 1814, 3. Marguerite Sophie Meyer veuve de Jean Daniel Oberdoerffer aubergiste [in margine :] décédée le 4 janvier 1813, enfants en premières noces

dans une maison au fauxbourg de la Krautenau n° 41
suivant contrat de mariage reçu par Dinckel notaire le 30 janvier 1769 la défunte a cédée en toute propriété au Sr Simon Haes veuf la maison qu’elle a apportée en mariage, consistante en maison de devant et derrière avec échoppe, petite cour, puits tous bâtiments, droits, appartenances et dépendances au faubourg de la Krautenau n° 41 vis à vis de a ci devant tribu des jardiniers, formant d’un côté un coin de la ruelle appelée Nardengäßlein, de l’autre une maison appartenant ci devant à la veuve de Nicolas Hoffstaetter boulanger actuellement au cit. Diehl potier de terre, derrière la rivière appelée St Johannes Giesen, doit à la ci devant tour aux Pfennings ou a la commune de Strasbourg une rente foncière de 1,50 fr
propres du veuf, remploi suivant inventaire des apports reçu Dinckel notaire le 20 novembre 1769, 4519 fr pass la mon 9876 fr
propres de la défunte, garde robe 226 fr, dettes actives 9879 fr, remploi 7571 fr, passif 11.240 fr payées de la communauté, tenir compte à la communauté 3623 fr, total des propres 6479 fr
communauté, total 64.460 fr, passif 9216 fr, reste 55.243 fr
Contrat de mariage, 30 januarÿ 1769 (…) – Partage
Enregistrement, acp 120 F° 164 du 13.10.

Inventaire dressé après la mort du locataire Gaspard Robinet, ancien officier

1813 (24.7.), Strasbourg 15 (18), Not. Lacombe fils n° 3165
Inventaire de la succession de Gaspard Robinet officier retiré décédé le 14 avril dernier – à la requête de Marie Elisabeth Janss la veuve, tutrice naturelle de Marie Elisabeth âgée de 3 mois – en présence de Louis Brouillard journalier subrogé tuteur
au logement qu’occupait le défunt dans la maison du Sr Haess Krauttenau n° 41
meubles, première chambre, deuxième chambre 503 fr
(nomination de tuteur jointe ; Louis Brouillard cousin germain par sa femme)
Enregistrement, acp 123 F° 27 du 2.8.

Simon Hæs se remarie avec Marguerite Salomé Müller, originaire d’Oberbronn, divorcée de l’ancien militaire Pierre Waltzinger
Mariage, Strasbourg (n° 228)
Acte de mariage célébré le 3 mai 1815. Simon Haes, majeur d’ans, né en légitime mariage le 15 décembre 1740 à Strasbourg, Batelier, veuf de Marie Salomé Zabern, décédée en cette ville le 9 juillet 1812, fils de feu Simon Haes, batelier en cette ville, et de feu Marie Elisabeth Schwing, Marguerite Salomé Müller, majeure d’ans, née en légitime mariage le 17 avril 1779 à Oberbronn (Bas-Rhin) domiciliée à Strasbourg, divorcée de Pierre Waltzinger, ancien militaire, fille de feu Mathias Müller, vigneron à Oberbronn, et de feu Salomé Fuss. ladite épouse a produit son acte de divorce, dressé par Nous, officier de l’état civil de cette ville le 24 janvier année dernière (signé) Simon Haes, Margarta Salome Müller (i 2)

Divorce, Strasbourg (n° 7)
L’an 1814, le 24° jour du mois de janvier (…) est comparue Marguerite Salomé Müller, âgée de 34 ans, domiciliée en cette ville à la Krutenau N° 41 née à Oberbronn Département du Bas-Rhin, épouse en légitime mariage Pierre Waltzinger, âgé d’environ 36 ans, ci devant soldat au service de France, né et ci devant domicilié à Oberbronn, laquelle nous a déclaré que, voulant faire procéder à la dissolution du mariage qui a eu lieu entre elle et ledit Pierre Waltzinger à Niederbronn, Département susdit, il y a environ quinze ans, elle a obtenu un jugement sur requête dei tribunal civil de première instance de l’arrondissement de Strasbourg le quatre du présent mois qui l’autorise à faire prononcer le divorce d’après un jugement rendu par le Conseil de guerre spécial de Rimini en date du 20 septembre 1806 (i 4)

Simon Hæs lègue la maison à son neveu Jacques Zabern fils de Jacques

1829 (16.6.), Strasbourg 15 (45), Me Lacombe n° 8580
Testament – Simon Haes, batelier
à Jacques Zabern Jacobs sohn mon neveu
la maison qui m’appartient en cette ville en la Krutenau n° 41 avec tout les agrès et les ustenstiles de batelier, à charge de verser 16.000 francs dans la succession
Enregistrement, acp 205 F° 34-v du 25.8.1831

Marguerite Salomé Müller meurt en délaissant des héritiers collatéraux.

1830 (18.3.), Strasbourg 15 (47), Me Lacombe n° 8875
Inventaire, dressé en la demeure du Sr Simon Haes quai des bateliers près du pont aux Chats et rue de la Krutenau n° 41, de la succession de Marguerite Salomé Müller femme de Simon Haess décédée le 21 juin 1829 – à la requête de Simon Haes assisté de Valentin Schneegans avoué auprès du tribunal civil de première instance
Eugène Momy, avoué près ledit tribunal, Daniel Ehrenfried Stoeber avocat près le tribunal, Jean Georges Hatt, notaire, mandataire pour représenter les héritiers savoir I. Mathias Müller, journalier à Oberbronn, II. Madeleine Müller décédée femme de Chrétien Sieg, journalier à Oberbronn représentée par ses enfants A. Chrétien Sieg, sergent à la troisième compagnie du 56° régiment de ligne en garnison à Montauban, B. Jacques Sieg, journalier à Oberbronn, C. Philippe et D. Georges les deux mineurs, III. Catherine Müller femme de François Guillaume Gambs, absent, lesdits héritiers de leur sœur germaine, IV. Conrad soit Conroi Müller, propriétaire à Oberbronn, V. Barbe Müller veuve de Georges Jeneré, baquetier à Niederbronn, VI. Louise Müller veuve de Thiébaut Riedinger, cultivateur à Schiltigheim, héritiers de leur sœur consanguine, les frères et sœurs germains pour 18/24 consanguins pour 6/24
Contrat de mariage dressé le 31 mai 1815

la maison qu’il habite étant sa propriété exclusive, mais sur l’observation à lui faite par les représentants des héritiers de la défunte que les améliorations faites à cette maison notamment la construction en forme de belvédère faite à l’issue de la maison sur le quai des bateliers
dans la chambre d’habitation, dans la chambre à coucher, dans la chambre de la domestique ayant vue sur la rivière, devant cette pièce dans un vestibule, dans la cuisine à côté de cette chambre à coucher, dans une chambre garnie donnanr sur la cour, au premier, dans une pièce donnant sur le pont et quai, dans une petite pièce à côté, dans la cuisine au premier, dans une chambre au premier donnant sur la cour, dans une chambre au rez de chaussée, dans la cave, dans la cour sous une remise, 3111 fr et produit 852 fr ensemble 3952 fr
déclarations actives 15.852 fr, immeuble aucun ; passif 17.263 fr, total de l’actif 17.963 fr, passif 16.351 fr
acp 198 (3 Q 29 913) f° 179-v du 27.3. trois premières vacations
acp 200 (3 Q 29 915) f° 135 du 28.8. – Masse active de la communauté, mobilier 3963n créances 14.000, total 17.963 – Passif 16.651, reste 1612 francs dont moitié appartient à cette succession, fait 836 francs que le veuf s’oblige à payer aux héritiers dans trois mois
NB. Il y a encore dans cette cession de droit successif dont moitié pour le mobilier existant encore et qui est de 3111, moitié 1555, moitié des créances et mobilier vendeu à l’enchère 14.852 moitié 7436

Simon Hæs meurt en 1831

1831 (27.8.), Strasbourg 15 (50), Me Lacombe n° 9333
Inventaire de la succession de Simon Haes, ancien batelier décédé le 21 août dernier en sa maison rue de la Krutenau n° 41, veuf en secondes de Marguerite Salomé Müller – à la requête de 1. Jean Jacques Zabern, batelier, mandataire de Jean Zabern son père, batelier, 2. Jacques Zabern, pilote, pour lui et comme mandataire de 1) Marie Salomé Zabern femme de Jean Jacques Zabern, 2) Sophie Zabern majeure, ledit Jean Zabern héritier pour moitié les autres ensemble pour l’autre moitié par représentation de leur père Jacques Zabern leur frère utérin
en sa maison rue de la Krutenau n° 41 – Dans une chambre d’habitation au premier étage, pavillon donnant sur l’eau, Dans une chambre précédant celle ci dessus, Dans la chambre de la domestique ayant vue sur la rivière, Dans un petit vestibule, Dans la cuisine, Dans une chambre au premier à droite de l’escalier sur la cour, Dans une petit chambre à côté, Dans une chambre donnant sur l’eau* au second étage, Dans la chambre à côté, Dans une petite cuisine, Dans une chambre donnant sur la cour, au second étage à droite de l’escalier, Dans une chambre au rez de chaussée, Dans la cave
acp 205 (3 Q 29 920) f° 58-v du 3.9. – meubles 1660 fr, argenterie linge de ménage 1170 fr, garde robe 194 fr, totalité 3024 fr, créances 26.923 fr, actif 29.947 fr, passif 11.000 fr

Légataire de la maison, le batelier Jacques Zabern épouse Sophie Madeleine Kieffer en 1813

1813 (28.9.), Strasbourg 7 (50), Not. Stoeber jeune n° 220
Contrat de mariage – Jacques Zabern, garçon batelier, fils mineur de feu Jacques Zabern, batelier, et de Catherine Staehling
Sophie Madeleine Kieffer, fille mineure de Jean Daniel Kieffer, marchand de bois, et d’Anne Sibille Stieber
Enregistrement, acp 123 F° 109 du 29.9.

Les nouveaux mariés font dresser l’inventaire de leurs apports
1822 (18.12.), Strasbourg 4 (54), Me Hatt n° 707
Inventaire des apports de Sophie Madeleine Kieffer femme de Jacques Zabern garçon batelier, d’après le contrat de mariage passé le 28 septembre 1813 par devant M° Stoeber
meubles de la femme 1259 fr
Enregistrement, acp 160 F° 162-v du 24.12.

Jacques Zabern et Sophie Madeleine Kieffer vendent la maison avant à Marie Barbe Freysz veuve de Pierre Charles Petitville en se réservant la maison arrière. L’acte indique les limites entre les deux propriétés

1834 (3.2.), Strasbourg 2 (76), Me Weigel n° 8307
Jacques Zabern dit Jacobs sohn, batelier, et Sophie Madeleine Kieffer
à Marie Barbe Freysz veuve de Pierre Charles Petitville, propriétaire
une maison située à Strasbourg rue de la Krutenau n° 41, cette maison se compose du bâtiment de devant donnant sur la rue de la Krutenau et du bâtiment latéral de celle léguée audit Sr Zabern par Simon Haetz son oncle batelier, entre Lallemand et Dienst et la rue des baquets aux poissons dite Nardengaessel
le bâtiment de derrière de ladite maison n’est pas compris dans la vente et demeure réservée par le vendeur, le mur qui sépare les bâtiments latéraux sera mitoyen – La propriété vendue à Mde veuve Petitville se composera donc du bâtiment de devant ayant son entrée sur la rue de la Krutenau, du bâtiment latéral et de la partie de la cour pavée en dalles ou pierres plates & qui finit à l’extrémité dudit bâtiment latéral, sur la ligne de démarcation qui sera tirée entre la propriété vendue et celle résevée par le Sr et D° Zabern, il sera construit à frais communs un mur mitoyen de 13 m 898 mm (12 pieds) d’élévation et de 199 mm (7 pouces) d’épaisseur pour séparer la cour de Mde Petitville de celle des Sr et D° Zabern. Dans ce mur sera pratiqué une porte dont chacune des parties aura la clef qui ne poyrra être interdite d’aucun côté. Les Sr et D° Zabern & les personnes habitant avec eux auront le droit de passer et repasser par cette porte pour venir puiser de l’eau au puits qui se trouve dans la cour de Mde Petitville & qui appartient à cette dame.
Mde Petitville aura le droit ainsi que les locataires de la maison 1. de sortir par la maison des Sr et D° Zabern sur le chemin neuf. 2. de faire leur lessive dans la buanderie des Zabern. L’entretien de cette buanderie & le nettoyage se feront à frais communs. 3. de se servir de la fosse d’aisances qui se trouve à droite en entrant dans la maison de M et Mde Zabern. La vidange de cette fosse se fera par chez les Zabern qui profiteront seuls de la vente de cette vidange mais supporteront les frais d’entretien et de réparation de ladite fosse. Il est expréssément convenu que M et Mde Zabern recevront sur leur terrain et faciliteront l’écoulement par leur maison des eaux pluviales et de celles provenant des éviers de la maison vendue à Mde Petitville, les conduits & les rigoles seront entretenues par chacun de son côté par la partie qui se trouve sur sa propriété – (y compris) trois poeles en fayence et cinq poeles en fer de fonte avec leurs tuyaux. – Etablissement de la propriété, léguée par Simon Haes son oncle, batelier, suivant testament reçu Lacombe notaire le 16 juin 1829, ledit Haes est décédé en août 1831, suivant liquidation et partage dressé par M° Lacombe le 18 octobre 1831 il a versé 16 000 francs. Ledit Haes était propriétaire suivant donation par Marie Salomé Zabern sa femme en premières noces en vertu du contrat de mariage reçu par Dinckel notaire le 30 janvier 1769, et partage de la succession de Marguerite Salomé Müller par M° Ubersaal le 11 septembre 1813 – moyennant 14.600 francs
Enregistrement, acp 222 F° 178 du 4.2.

Anne Lucie Morin, native de Nancy, épouse du pharmacien Charles Petitville, originaire de Lunéville, meurt à Strasbourg après avoir institué son mari pour légataire (le mariage n’a eu lieu ni à Nancy, ni à Lunéville ni à Strasbourg)
1807 (22.5.), Strasbourg 9 (anc. cote 16), Not. Bossenius n° 346, 3260
Inventaire de la succession d’Anne Lucie Morin épouse de Charles Petitville pharmacien – à la requête du veuf, héritier universel de son épouse suivant testament olographe du 26 mars dernier, M° Leopold Marco Juris consulte et Avocat près ledit tribunal mandataire de D° Barbe Frédéric Visse veuve de Nicolas Sébastien Morin Juge de paix résidant à Nancy (Meurthe) mère de la défunte héritière pour un quart
dans la maison mortuaire rue Jean n° 2 faisant partie de la présente succession
garde robe 65 fr – communauté, meubles 176 fr
Ill. Premièrement une maison avec petite cour puits appartenances et dépendances située au fauxbourg blanc rue Jean n° 2 l’auberge au tilleul d’une part de l’autre Antoine Jost donnant sur le fossé du faux rempart estimée 3800 fr, Ledit immeuble rapporte la partie occupée par le Sr Robin blanchisseur 50 fr, celle occupée au premier par le nommé Peter journalier 45 fr, celle occupée par la veuve Kirmann au second Et la partie occupée au premier étage par la succession 50 fr, ensemble 190 fr – acquis par acte reçu J.D. Stoeber notaire le 29 ventôse 8 en outre acte passé à la Chambre des Contrats le 23 mars 1787
Et la moitié dans une maisonnette avec appartenances située à Luneville, total des immeubles 4100 fr
dettes actives 5900 fr, total 10.176 fr – Passif 4260 fr, reste 5915 fr
Enregistrement, acp 102 F° 164-v du 30.5.

Décès, Strasbourg (n° 771)
L’an 1807 le 4° jour du mois de Mai (…) qu’Anne Lucie Morin, âgée de 33 ans, native de Nancy, fille légitime de feu Nicolas Morin, marchand Epicier, avec Barbe Visse, Epouse de Pierre Petitville, pharmacien est décédée Cejourdhui à quatre heures du matin en la maison située Ruë de Jean N° 2 [in margine :] Apoplexie (i 196)

(Pierre) Charles Petitville se remarie en 1807 avec Marie Barbe Freyss : contrat de mariage, célébration
1807 (18.11.), Strasbourg 9 (26 n.c.), Not. Bossenius n° 282
Contrat de mariage – Pierre Charles Petitville, cidevant Pharmacien militaire, veuf de De Anne Lucie Morin demeurant en cette ville d’une part
Et Dle Marie Barbe Freyss, fille majeure & légitime du Sr Martin Freyss, Ebéniste à Strasbourg & de feue De Marie Barbe Reinbold, ladite Dle Freiss assistée du Sr Jean Maurer, Vannier en cette ville d’autre part (signé) Petitville, Marie Babette freiss
Enregistrement, acp 104 F° 33-v du 20.11.

Mariage, Strasbourg (n° 80, f° 41-v)
L’an 1808 le 30° jour du mois de mars, Pierre Charles Petitville agé de 35 ans, propriétaire, domicilié en cette ville depuis onze ans, né à Lunéville, Département de la meurthe le 27 janvier 1773, majeur, fils de feu Jean Baptiste Petitville, gendarme, et de Jeanne Gay, veuf d’Anne Lucie Morin, décédée en cette ville le 4 mai dernier, et Marie Barbe Freysz agée de 30 ans, née en cette ville le 26 octobre 1777, y domiciliée, majeure, fille de Jean Martin Freysz, menuisier, ci présent et consentant, et de feu Marie Barbe Reinbold, décédée en cette ville le 22 messidor an treize (signé) P.C. Petitville, B. freisz (i 14)

Les conjoints Petitville font dresser l’inventaire de leurs apports
1808 (2.9.), Strasbourg 9 (anc. cote 16), Me Bossenius n° 394, 3786
Inventaire des apports de Pierre Charles Petitville, propriétaire, et Marie Barbe Freyss mariés le 30 mars 1808, Contrat de mariage reçu par le soussigné notaire le 18 novembre 1807
Observation, Pierre Charles Petitville était marié en premières noces avec Anne Lucie Morin décédée le 4 mai 1807, dont il est héritier universel par testament du 26 mars 1807, inventaire dressé par le soussigné notaire le 22 mai 1807
mari : meubles 653 fr, argenterie 261 fr, numéraire 1400 fr, dettes actives 8700 fr
immeuble, Premièrement une maison avec petite cour puits appartenances et dépendances située au faubourg blanc rue Jean n° 2, l’auberge au Tilleul d’une part de l’autre Antoine Jost donnant sur le fossé du faux rempart, estimée 3800 francs, acquise par acte reçu M° Stoeber le 29 ventose 8, propriété constatée par acte passé à la Chambre des Contrats le 23 mars 1787
Et la moitié d’une maisonnette avec appartenances à Lunéville, total des immeubles 4100 fr, total général 10.114 fr
la femme : meubles 1120 fr, marchandises de modes 4400 fr, argenterie 108 fr, total 5628 fr
Enregistrement, acp 107 F° 100 du 10.9.

Pierre Charles Petitville meurt en 1833 en délaissant quatre enfants. La succession comprend deux maisons
1833 (26.6.), Strasbourg 7 (86), Me Stoeber n° 14.225
Inventaire de la succession de Pierre Charles Petitville, propriétaire, décédé le 5 janvier 1833 – à la requête de I. Marie Barbe Freyss la veuve mère et tutrice légale de Eugène, Emilie et Caroline, II. Edouard Petitville, étudiant en droit tant en son nom qu’en qualité de subrogé tuteur desdits mineurs – Contrat de mariage, M° Bossenius le 18 novembre 1807

3. Immeubles. Communauté, Contrat de vente devant Me Wengler le 15 novembre 1814, acquis de Jean Chrétien Kopp, marchand boutonnier, et Marie Marguerite Liebich, une maison avec cour, pompe, appartenances, dépendances sise à Strasbourg sous les Grandes Arcades n° 38, devant la rue, derrière le diacre Kob, d’un côté la D° Remp, estimée à un revenu de 34.000 fr dont 1200 fr de loyer servi par M Chevalier orfèvre qui occupe partie de la maison – les conjoints Kopp ont acquis ledit immeuble du Sr Olinet par contrat reçu Stoeber notaire le 7 juin1808
garde robe 87 fr, communauté meubles 1441 fr ; terres 2880, 8660, créances hypothécaires 59 086 fr, créances actives 10.500 fr, passif 5628 fr
propre, une maison, cour, puits, appartenances et dépendances située à Strasbourg au Faubourg National rue St Jean n° 2 donnant sur le fossé du Faux Rempart, acquise de Jean Isac Hansmetzger, boucher, et Suzanne Madeleine née Kroh par acte reçu M° Stoeber le 20 mars 1800 (29 ventose 8) occupée par le Sr Robin, journalier pour un loyer annuel de 190 fr, estimée 3800 francs
Enregistrement acp 218 F° 134 du 2.7.

Jacques Zabern et Sophie Madeleine Kieffer vendent la partie qu’ils s’étaient réservée à Edouard Petitville, Eugène Petitville, Emilie Petitville et Caroline Petitville (enfants de Charles Petitville et de Marie Barbe Freyss)

1839 (25.11.), Strasbourg 2 (83), Me Tinchant n° 1352
Jacques Zabern dit Jacobs Sohn, batelier, et Sophie Madeleine Kieffer
à 1. Edouard Petitville, licencié en droit, 2. Eugène Petitville, artiste peintre, 3. Emilie Petitville, 4. Caroline Petitville
une maison avec cour, appartenances et dépendances sise à Strasbourg quai des Bateliers près du Pont aux Chats d’un côté les Sr Lallemand et Diehl d’autre la rue des Paquets aux Poissons dite Nardegaessel, derrière la veuve Petitville – y compris trois poeles en fayence avec tuyaux et une chaudière dans la buanderie, un petit hangard dans la cour – légué par Simon Haes, batelier suivant testament public reçu Lacombe notaire le 16 juin 1829 enregistré le 25 août 1831 – à charge d’acquitter une rente de 1,50 au profit de la ville en vertu d’un Arrêté du Directeur des bâtiments du 4 octobre 1748 – moyennant 5800 francs
Enregistrement, acp 273 F° 50-v du 4.12.

Inventaire dressé après la mort de la locataire Marie Madeleine Moigniot, femme du vitrier Jean Geoffroi Müller

1849 (4. 7.br), Strasbourg 8 (72), Not. Zeyssolff n° 4444
Inventaire de la succession de feue D° Marie Madeleine Moigniot décédée épouse du sieur Jean Geoffroi Müller vitrier à Strasbourg où elle est décédée le 18 avril 1849
L’an 1849, samedi le 8 septembre à deux heures de relevée en la maison mortuaire sise à Strasbourg rue de la Krutenau N° 41. A la requête et en présence 1° Sieur Jean Géofroi Müller vitrier, demeurant et domicilié à Strasbourg, agissant tant en son nom personnel à cause de la communauté légale qui à défaut de contrat de mariage a existé entre lui & D° Marie Madeleine Moigniot son épouse décédée, qu’en qualité de père & père et tuteur légal de 1° Madeleine Caroline Müller âgée de 16 ans, 2° Jacques Adolphe Müller âgé de 15 ans, 3° Louise Adèle Müller âgé de 12 ans, 4° Claude Edouard Müller âgé de 8 ans, 5° et Julie Mélanie Müller âgée de 7 ans, ses enfants mineurs issus de son légitime mariage avec sa dite épouse, 2° le sieur Georges Géoffroi Müller, vitrier demeurant et domicilié à Strasbourg, En présence de François Moigniot, chargeur demeurant et domicilié en ladite ville, agissant en qualité de subrogé tuteur
Meubles et objets mobiliers 1655, garde robe 122, créances 250 – passif 1300
acp 387 (3 Q 30 102) f° 9 (succession déclarée le 1° octobre 1849)

Lors de la liquidation de la communauté entre Pierre Charles Petitville et Marie Barbe Freyss, les deux parties de maison sont attribuées à l’interdite Emilie Petitville

1860 (21.5.), Strasbourg 9 (119), Not. Becker n° 8654
Liquidation et partage de la communauté de biens qui a existé entre Pierre Charles Petitville et Marie Barbe Freyss
Furent présents 1) Mad° Marie-Barbe Freyss, rentière, veuve de M. Pierre Charles Petitville, en son vivant propriétaire à Strasbourg où elle demeure, agissant tant à cause de la donation à titre de partage anticipé qu’elle se propose de faire au profit de ses enfants ci-après nommés, qu’à cause de la communauté de biens qui a existé entre entre elle et feu son mari aux termes de leur contrat de mariage passé devant M° Bossénius, notaire à Strasbourg le 18 novembre 1807, et comme donataire, en vertu du même contrat de mariage, de l’usufruit viager de la moitié de la succession du dit défunt
2) Mr Edouard Petitville, ancien notaire demeurant à Strasbourg, 3) Mr Eugène Petitville, artiste peintre, demeurant en la même ville, 4) Mr Bernard-Frédéric Henckel propriétaire demeurant aussi à Strasbourg agissant au nom et comme mandataire de Mr Henri Henckel, ancien pelletier, actuellement propriétaire demeurant en ladite ville (…) en qualité de subrogé tuteur de delle Emilie Petitville, fille majeure interdite, sans état, demeurant en cette ville (…) l’interdiction de la Delle Petitville ayant été prononcée suivant jugement par défaut rendu par le tribunal civil de Strasbourg le 27 décembre précédent (…) 5) Et Mlle Caroline Petitville aussi fille majeure, rentière demeurant également à Strasbourg,
Lesdits Sr Edouard Petitville, Sr Eugène Petitville, delle Emilie Petitville et delle Caroline Petitville tant comme habiles à prendre part chacun pour un quart au partage anticipé sus mentionné, que comme héritiers également chacun pour un quart de feu ledit Sr Petitville, leur père, ainsi que cette qualité est constatée par inventaire après le décès dudit défunt, dressé par M° Stoeber jeune notaire à Strasbourg en date au commencement du 26 juin 1833

Observations préliminaires. Première observation. Mariage des époux Petitville. Conditions civiles de leur union
Deuxième observation. Inventaire des apports des époux Petitville. Reprises en entraînement et en deniers (dressé par M° Bossénius le 2 septembre 1808)
Troisième observation. Décès de Mr Petitville. Inventaire des dites communauté et succession
Quatrième observation. Administration des valeurs indivises entre Mad° Petitville et ses enfants. Compte de cette administration
Cinquième observation. Estimation des immeubles par expertise contradictoire
Première partie. Liquidation de la communauté d’entre Mr et Mad° Petitville. Masse active
Article premier. Une maison rue des grandes arcades N° 55 (…)
Article deux. Un corps de biens situé au ban de Schlestadt (…)
Deuxième partie. Liquidation de la succession de Mr Petitville
Troisième partie. Donation à titre de partage anticipé par Mad.. Petitville à ses enfants
Article cinq. D’une maison composée d’un bâtiment de devant et d’un bâtiment latéral, avec cour, puits et autres dépendances, sise à Strasbourg, rue de la Krutenau N° 6, précédemment n° 41, tenant d’un côté au Sr Reich, autrefois aux Sr Lallemand et Dienst, de l’autre côté à la rue des baquets à poissons, par devant la rue de la Krutenau et par derrière à l’immeuble ci-après désigné sous le numéro deux de l’article 5 de la masse générale. Laquelle maison a été estimée par les comparants, conformément à l’expertise sus mentionnée à raison d’un revenu annuel de 650 francs à un capital de 13.000 francs. Au sujet de l’origine de la propriété de cet immeuble, Mad° Petitville a fait les déclarations suivantes. Le Sr Jacques Zabern dit fils de Jacques, batelier et D° Sophie Madeleine Kieffer sa femme demeurant ensemble à Strasbourg possédaient une propriété dont la susdite maison et ses dépendances ont été détachées et dont Mad° Petitville a fait l’acquisition desdits époux Zabern, suivant contrat de vente passé devant M° Weigel notaire à Strasbourg le 3 février 1834, transcrit au bureau des hypothèques de la même ville le 15 du même mois, volume 297, n° 50 avec inscription d’office volume 230 n° 121. Ce contrat contient l’indication de divers droits de mitoyenneté, de passage, d’écoulement d’eau et autres concernant mes localités vendues à Mad° Petitville et le surplus de la propriété des époux Zabern qui forme aujourd’hui l’immeuble qui sera désigné ci-après sous l’article cinq de la masse générale article 2, mais ces deux immeubles devant être réunis en vertu du présent acte, il est superflu d’entrer dans de plus longs détails à ce sujet. L’acquisition de Mad° Petitville a été faite pour le prix de 14.600 francs dont 1500 francs ont été quittancés au contrat (…) Ce contrat de vente du 3 février 1834 relaté ci-desous contient en outre au sujet de la provenance de la totalité de la propriété sus mentionnée des époux Zabernles renseignements qui suivent.
Cette propriété avait été léguée au dit Sieur Zabern par le Sr Simon Haes, son oncle, en son vivant batelier à Strasbourg, suivant testament reçu par M° Lacombe notaire audit Strasbourg en présence de quatre témoins le 16 juin 1829, enregistré le 25 août 1831. Le Sr Haes n’avait point laissé d’héritiers à réserve et il avait fait le dit legs à titre de préciput à charge par le légataire de verser dans la succession du légateur une somme de 16.000 francs. Par l’acte de liquidation et partage de la succession du dit Sr Haes dressé par ledit M° Lacombe le 18 novembre 1831, la somme de 16.000 francs dont il a été question avait été attribuée à différentes personnes (…) Le dit Sr Haes avait été lui-même propriétaire de l’immeuble par lui légué au Sr Zabern au moyen de la donation qui lui en avait été faite par Marie Salomé Zabern sa femme en premières noces aux termes de leur contrat de mariage passé devant M° Dinckel père, notaire à Strasbourg le 30 janvier 1769, donation qui avait été faite à charge par le Sr Haes de payer aux héritiers de sa femme une somme équivalent à 9876 francs qui a été acquittée
Quatrième partie. Masse générale des biens dont les enfants de Mr et Mad. Petitville sont propriétaires par indivis au moyen des dispositions qui précèdent
Article premier. La maison rue des grandes arcades n° 55 (…)
Article cinq. Les deux immeubles ci après désignés qui avaient été séparés précédemment mais qui ont été réunis depuis et ne forment qu’une seule propriété savoir
1) La maison avec appartenances et dépendances sise à Strasbourg rue de la Krutenau n° 6, estimée comme ci-dessus à 13.000 francs
2) Et une maison avec cour, appartenances et dépendances sise à Strasbourg quai des bateliers près du pont aux chats n° 1 tenant d’un côté au Sr Reich autrefois aux Sr Lallemand et Diehl, de l’autre à la rue des baquets aux poissons, par devant au dit quai et par derrière à l’immeuble qui vient d’être désigné, estimé conformément à l’expertise susmentionnée à 7000 francs, total de l’estimation de cette propriété 20.000 francs
La propriété de la première de ces deux maisons est suffisamment établie ci-dessus à la suite de l’article cinq de la troisième partie. Quant à la seconde de ces maisons, MM. Petitville comparants et les dites dlles Petitville en ont fait l’acquisition du Sr Jacques Zabern dit fils de Jacques et de sa femme ci-dessus nommés suivant contrat passé devant M° Tinchant, notaire à Strasbourg le 25 novembre 1839, transcrit au bureau des hypothèques de cette ville le 9 décembre suivant volume 353, n° 46 avec inscription d’office volume 313 n° 201. Cette acquisition a eu lieu à charge de servir à la ville de Strasbourg une rente annuelle et perpétuelle d’un francs 50 centimes, rente qui a été rachetée depuis et dont le prix de rachat a été payé entre les mains du receveur municipal de cette ville le 18 novembre 1840, et en outre moyennant le prix de 5800 francs
Cnquième partie. paragraphe premier. Fixation définitive des droits des parties et abandonnements
II. à Mr Auguste Petitville 1) La maison avec appartenances et dépendances sise à Strasbourg rue des Arcades n° 55, pour la somme de 52.000 francs
III. à Madlle Emilie Petitville, interdite 3) La propriété avec appartenances et dépendances, composée de deux maisons sises à Strasbourg, l’une rue de la Krutenau N° 6 et l’autre quai des bateliers près du pont aux chats N° 1, faisant l’objet de l’article cinq de la même masse, ensemble pour la somme de 20.000 francs
acp 488 (3 Q 30 203) f° 64-v du 23.5. – Communauté, actif 1) Une maison 52.000, 2) 7 ha 09. 17 ban de Schlestadt 77.500, 3) créances 9600, 4) somme dont les enfants sont comptables 70.428 total 139.528 – Masse passive, reprises du défunt 6314, reprises de la veuve 5628, ensemble 11.943, reste 127.585
Succession. Masse active, 1) reprises 6314, 2) moitié de la communauté 63.792, 3) somme dont les enfants sont comptables 14.087, total 84.195, dont moitié en pleine propriété aux enfants du défunt 42.097, sur laquelle somme il revient à Mde Petitville son don matutinal 600, reste 41.497 – dont ¼ à chaque enfant 10.373 francs

Inventaire de la fortune d’Emilie Petitville après la liquidation ci-dessus
1860 (13.10.), Strasbourg 9 (120), Not. Becker n° 8795
Inventaire de la fortune de Dlle Emilie Petitville, fille majeure et interdite, sans état, demeurant à Strasbourg à la date du 21 mai 1860, jour de la donation dont il sera question ci-après, comprenant les biens qui lui appartiennent à la date du 27 décembre 1859.
L’an 1860 le samedi 13 octobre à huit heures du matin. A la requête de Mr Edouard Petitville, ancien notaire à la résidence de Bischwiller, demeurant à Strasbourg, agissant au nom et comme tuteur de la Delle Emilie Petitville, fille majeure interdite, demeurant à Strasbourg (…) de laquelle Demoiselle Petitville l’interdiction a été prononcée suivant jugement par défaut rendu par le tribunal civil de première instance de Strasbourg le 27 décembre précédent (…) et en présence de Mr Henri Henckel, ancien pelletier, actuellement propriétaire demeurant audit Strasbourg (…) agissant en qualité de subrogé tuteur de ladite interdite
dans le logement que l’interdite occupe avec Madame sa mère ci-arès nommée et dont celle-ci est locataire dans une maison sise à Strasbourg rue des Arcades n° 55

Titres et papiers. Cote première. Fortune échue à Dlle Petitville par l’acte du 21 mai 1860
1) Un corps de biens en nature de pré au ban de Schlestadt (…) 7500 francs
2) Un capital de 9600 francs
3) Une propriété avec appartenances et dépendances, composée de deux maisons sises à Strasbourg, l’une rue de la Krutenau N° 6 et l’autre quai des bateliers près du pont aux chats N° 1, pour la somme de 20.000 francs
4) Et la somme de 16.700 francs (…)
Faisant ensemble 53.800
Core quatre er dernière, – Titres de propriété des maisons susdésignées. Quarante-cinq pièces qui sont les titres de propriété des maisons susdésignées et différents papiers y relatifs notamment 1) une expédition d’un contrat de vente passé devant M° Weigel, notaire à Strasbourg, le 3 février 1834 et 2) une expédition d’un contrat de vente passé devant M° Tinchant notaire en la même ville le 25 novembre 1839 et des expéditions d’actes constatant que les prix des acquisitions des deux maisons en question se trouvent entièrement payés.
M. Petitville déclare que les loyers que les dites maisons ont produits depuis le 21 mai dernier appartiennet à ladite interdite, ci Pour mémoire
acp 492 (3 Q 30 207) f° 62 du 19.10.

Marie Barbe Freyss meurt en 1866 en délaissant deux fils et deux filles célibataires
1866 (13.7.), Strasbourg 9 (127), Not. Becker (Geoffroi)
Inventaire après le décès de Mad° Marie Barbe Freyss, en son vivant rentière à Strasbourg, veuve de M. Pierre Charles Petitville, propriétaire en ladite ville où cette dame est décédée le 5 juillet 1866.
L’an 1866 le vendredi 13 juillet à deux heures de relevée. A la requête 1. de Monsieur Edouard Petitville, ancien notaire demeurant à Strasbourg, agissant a) en son nom personnel, b) et au nom et comme tuteur de Madlle Emilie Petitville, sans état, interdite demeurant à Strasbourg (…) l’interdiction de la Dlle Petitville ayant été prononcée suivant jugement par défaut rendu par le tribunal civil de Strasbourg le 27 décembre 1859, 2. de Monsieur Eugène Petitville, artiste peintre demeurant à Strasbourg agissant a) en son nom personnel, b) et en qualité de subrogé tuteur de ladite interdite, 3. et de Madlle Caroline Petitville, fille majeure rentière demeurant à Strasbourg.
Lesdits Sr Edouard Petitville, Sr Eugène Petitville, Dlle Emilie Petitville et Dlle Caroline Petitville habiles à se dire et porter seuls héritiers chacun pour un quart de leur mère Mad° Marie Barbe Freyss (…) sauf les droits compétanrt à Madlle Caroline Petitville en vertu du testament olographede Mad° Petitville en date à Strasbourg du 31 décembre 1861 qui a été présenté à M. le Président du tribunal civil de Strasbourg qui en a ordonné le dépôt en l’Etude de M° Zimmer notaire à Strasbourg (…) enregistré à Strasbourg le 12 juillet 1866 folio 67, par lequel testament la défunte a légué à Mad. Caroline Petitville la portion de la succession de la testatrice dont la loi lui permet de disposer, y compris ce que ses enfants avaient déjà reçu
dans un logement que celle-ci occupait à titre de locataire dans une maison sise à Strasbourg rue Sainte Barbe n° 19 où elle est décédée le 5 juillet courant
acp 555 (3 Q 30 270) f° 63 du 21.7. (succession déclarée le 28 Xbre 1866) mobilier estimé 892, argent 6818
acp 556 (3 Q 30 271) f° 40 du 27.8. (vacation du 24 août) – arrérages de rente 85, quatre obligations du chemin de fer intérêts 30, créances 500 intérêts 38
Masse active 9584, rapport des enfants 130.981, total 140.569, Masse passive 442, reste 140.127
Il est fait délivrance à Caroline Petitville du legs à elle fait par sa mère

1866 (17.7.), M° Zimmer
Dépôt du testament olographe de Marie Barbe Freysz veuve Pierre Charles Petitville
acp 551 (3 Q 30 266) f° 111-v du 19.7.
Enregistrement de Strasbourg, ssp 144 (3 Q 31 643) 67 du 12.7.1866
Testament du 31 décembre 1861, veuve Petitville

Le maire cède un terrain rue de Zurich au propriétaire Petitville de Bischwiller

1873 (24.10.), Maire
Bürgermeister – n° 4796. Verkauf durch die Stadt Straßburg
an H. Petitville, Eigenthümer zu Bischweiler
von 5,66 Q Decimeter Bodenfläche, Zürcherstraße zu 169,80 Franken
acp 621 (3 Q 30 336) f° 31 du 30.10.

(François Frédéric) Jules Jean dit Carolis est inscrit comme propriétaire au cadastre à partir de 1900. Le marchand de vins (François Frédéric) Jules Jean épouse en 1888 Salomé Lehmann, native de Colmar.

Mariage, Strasbourg (n° 139)
Straßburg am 3. April 1888 Vor dem Standesbeamten erschienen heute zum Zwecke der Eheschließung 1. der Weinhändler Frantz Friedrich Julius Jean, evangelischer Religion, geboren den 1. November des Jahres 1862 zu Straßburg wohnhaft zu Straßburg ehelicher Sohn des Weinhändlers Frantz Jean, wohnhaft zu Straßburg und der verstorbenen Margaretha Salome Reich, zuletzt wohnhaft zu Straßburg, 2. die gewerblose Salome Lehmann, evangelischer Religion geboren den 15. October des Jahres 1861 zu Colmar (Ober-Elsaß), wohnhaft zu Colmar, eheliche Tochter des verstorbenen Omnibus-Conducteurs Philipp Lehmann, zuletzt wohnhaft zu Colmar und der Barbara Gocker wohnhaft zu Colmar (i 41)



4, rue des Drapiers


Rue des Drapiers n° 4 – IV 192 (Blondel), N 805 puis section 59 parcelle 14 (cadastre)

Autre adresse, rue du Fossé-des-Tanneurs n° 37 bis
Reconstruite en 1785 par le faiseur de chaises Jean Laurent Riss (maître maçon, Jean Lingenhœl) – Démolie en 1912 lors de la Grande Percée


Elévations des n° 35 à 39 rue du Fossé des Tanneurs
Plan du début de l’îlot – Coupe du 4, rue des Drapiers (Service d’architecture, 1912, AMS, cote 907 W 161)

La maison est inscrite au Livre des communaux (1587) au nom de la veuve du tonnelier Georges Wolff l’aîné. La façade vers le fossé des Tanneurs comprend un auvent et des latrines maçonnées. Elle appartient ensuite au tonnelier Georges Leitersperger, au tailleur Christophe Goldbach (1626-vers 1650) puis aux passementiers Jean Baum et Jean Pierre Nigrinus. Le fripier Simon Jacques l’achète en 1708. Le chirurgien Jean Beauvalet l’achète par enchère judiciaire alors qu’il est manant. Il est autorisé en 1738 à réparer la risberme à l’arrière de sa maison. D’après le procès verbal d’estimation dressé en 1742, la maison très étroite comprend au rez-de-chaussée un poêle et un étroit vestibule où se trouve le fourneau, les greniers ne sont pas dallés. Le faiseur de chaises Jean Georges Riss qui est manant en devient propriétaire par l’entremise de son fils bourgeois Jean Laurent. Il est autorisé en 1775 à faire une nouvelle façade vers le fossé des Tanneurs. Il charge en 1785 le maître maçon Jean Lingenhœl de reconstruire la maison et de poser une nouvelle porte en pierre au rez-de-chaussée de la façade en galandure. La Ville rachète en 1787 le terrain libéré après que Jean Riss a reculé sa façade de deux pieds six pouces. Jean Laurent Riss fait agrandir en 1788 une croisée au rez-de-chaussée.


Le fossé des Tanneurs entre la Grande rue de la Grange et la Grand rue, plan-relief de 1725. La maison se trouve sous la partie gauche de la deuxième toiture à partir de la gauche (Musée historique, cliché Thierry Hatt)


Elévations préparatoires au plan-relief de 1830, îlot 142, façades rue des Tanneurs et rue des Drapiers (Musée des Plans-relief) 1

L’Atlas des alignements (années 1820) mentionne un bâtiment à rez-de-chaussée en maçonnerie et quatre étages en bois. Sur les élévations préparatoires au plan-relief de 1830, la façade vers la rue des Drapiers est la deuxième à gauche du repère (i) : porte et fenêtre au rez-de-chaussée, quatre étages à deux fenêtres chacun, toiture à une lucarne. La façade vers le Fossé des Tanneurs est la deuxième à partir de la gauche (cinq niveaux à deux fenêtres chacun).
La maison porte d’abord le n° 16 (1784-1857) puis le n° 4 de la rue des Drapiers, le n° 50 puis le n° 37 bis de celle du Fossé des Tanneurs.

La maison appartient à partir de 1821 à Christine Fischbach, femme de Jean Windesheim, qui fait rectifier le revenu cadastral en 1845. Les propriétaires suivants n’habitent pas le bâtiment jusqu’à ce que le voisin Eugène Jost, restaurateur, ne l’achète en 1873. La Ville acquiert la maison vers 1906 et la fait démolir en 1912 lors de la Grande Percée. Le sol est réuni à la voie publique. La commission d’enquête qui se rend en 1907 dans les maisons à démolir ne relève pas d’éléments remarquables.


Aspect actuel (juillet 2017). L’ancienne maison se trouvait à gauche du bâtiment d’angle

mars 2022

Sommaire
CadastreRelevé d’actes

Récapitulatif des propriétaires

La liste ci-dessous donne tous les propriétaires de 1601 à 1952. La propriété change par vente (v), par héritage ou cession de parts (h) ou encore par adjudication (adj). L’étoile (*) signale une date approximative de mutation.

Georges Leitersperger, tonnelier, et (1588) Marie Wolff, d’abord (1585) femme du tonnelier Martin Nessel – luthériens
1622 v Jean Ulric Eberlin, plumassier, et (1605) Marguerite Replin puis Catherine – luthériens
1622 v Barthelémy Koch, pelletier, et (1581) Catherine Kleiber, veuve du pelletier Georges Klaffky, puis (1593) Salomé Hirsmann – luthériens
1626 v Christophe Goldbach, tailleur, et (1621) Marie Cléophée Wittert puis (1639) Anne Marguerite Leonhard, d’abord (1637) femme du notaire François Jacques Eisenhuth – luthériens
1650* adj Georges Siler, farinier, et (1638) Salomé Müller, divorcée de Melchior Meyer, puis (1652) Barbe Steigenbock d’abord (1636) femme de Jean Adam Rammel et (1638) de Jean Gaspard Ursch, potiers – luthériens pour ½ et l’Orphelinat pour ½
1650* h Jean Baum, passementier, et (1642) Salomé Meyer – luthériens
1676 v Jean Pierre Nigrinus, passementier, et (1662) Marguerite Treuttel puis (1691) Marie Rosine Steinbach – luthériens
1694 v André Schmidt, maçon, et (1657) Anne Marguerite Hess – luthériens
1705 v Jean Philippe Hessler, pelletier, et (1706) Dorothée Hauff, d’abord (1698) femme du tailleur Thomas Pfeil, puis (1730) Anne Barbe Wagner – luthériens
1708 v Simon Jacques, fripier puis cabaretier, et (v. 1700) Ursule Treimer – catholiques
1719 adj Jean Beauvalet, chirurgien puis cabaretier, et (1731) Catherine Gaudemar, remariée (1744) avec Jean Louis Pillon – catholiques
1767 v Jean Georges Riss, fabricant de chaises, et (1735) Félicité Heyd, manants – catholiques
1783 h Jean Laurent Riss, fabricant de chaises, et (1770) Caroline Françoise Pierret – catholiques
1794 v Jean Henri Fischbach, chaussetier, et (1781) Marie Chrétienne Engelhard, d’abord (1772) femme du tisserand Jean Adam Jœrger – luthériens
1813* h Henri Fischbach, cordonnier, et (1813) Marguerite Becker, remariée (1831) avec le tisserand Maurice Théophile Hagenschmidt
1821 v Jean Henri Windesheim, farinier, et (1809) Anne Marie Müller puis (1819) Marie Christine Fischbach
1862 v Frédéric Meinzer, serrurier, et (1844) Salomé Rosenstiel
1868 v (copropriétaires) (Charles) Frédéric Neunhoeffer, tailleur, et (1847) Louise Dorothée Lœwenstein
Joseph Meyer, tailleur, et (1858) Sophie Lœwenstein
1873 v Eugène Jost, journalier puis restaurateur, et (1862) Caroline Lustig
1906* v Ville de Strasbourg

Valeur de la maison selon les billets d’estimation : 225 livres en 1743

(1765, Liste Blondel) IV 192, les héritiers du nommé Bonvalet
(Etat du développement des façades des maisons, AMS cote V 61) Riß, 2 toises, 0 pied et 9 pouces
(1843, Tableau indicatif du cadastre) N 805, Windesheim, Jean, veuve – maison, sol – 0,72 are

Locations

1712, Louis Meyé, tailleur
1720, Pierre Denoyé, rémouleur (manant)
1722, Mathurin Bichon, revendeur (manant)
1724, Jean Léonard Rœderer, tanneur
1728, Nicolas Febvre, postillon (manant)

Livres des communaux

1587, Livre des communaux (VII 1450) f° 176
La veuve du tonnelier Georges Wolff l’aîné règle 3 sols pour un gradin dallé (5 pieds de long, 2 pieds 3 pouces de saillie) devant sa porte, une porte de cave inclinée (6 pieds de large, 3 pieds 4 pouces de saillie)
Elle règle en outre 7 sols pour sa façade vers le fossé des Tanneurs, à savoir un auvent (12 pieds de long, 1 pied de saillie) et des latrines maçonnées posées sur des corbeaux (3 pieds de large, 1 pied ½ de saillie)

Das gebrandt End vff dem Barfüesser Blatz, gegen dem bronnen ane Jacob Eisenheim des Kandtengiessers Behausung der Rechten Hand nach vntz hienauß an die Oberstrassen gemessen

Georg Wolffen des Altten Statt Küffers Wittwe hatt daselbsten Vor ihrer Thüeren ij besetzter Tritt v schu lang, Vnd ij schu iij Zoll herauß, Ein lehenene Kellerthüer vj schu breit, vnd iij schu iiij Zoll herauß, Bessert für das Niessen, iij ß d

Sie hatt auch Hinden am Hauß vf dem Gerbergraben ein Wettertach xij schu lang, vnd j schu herauß, ein gemaurt Vßgestossen Profeÿ vff Kaepfern iij schu breit i+ schu herauß, Bessert für dieße Nüessung, vij ß d

Préposés au bâtiment (Bauherren)

1738, Préposés au bâtiment (VII 1398)
Jean Beauvalet est autorisé à réparer la risberme à l’arrière de sa maison

(f° 19) Sambstags den 12. Ejusdem [Aprilis] – seÿnd folgende augenschein eingenommen worden
Jean Beauvalet – An Jean Beauvalet dit Antoine 2. schuhe 4 Zoll breit und 10 schuhe Langen Land Vest hinder seinem Hauß am Gerbergraben, welche er repariren Zu laßen umb erlaubnus gebetten. Erkant in Obigem Meß Willfahrt

1775, Préposés au bâtiment (VII 1416)
Le faiseur de chaises Jean Riss est autorisé à faire une nouvelle façade vers le fossé des Tanneurs

(f° 188) Dienstags den 2. Maji 1775. – Johann Riß, Seßelmacher
Mr. Joh. Jacob Krieg, der Zimmermann, nôe. Joh: Riß, des Seßelmachers, bittet Zu erlauben an deßen auf dem Gerbergraben gelegener behausung ein neue façade aufzuführen. Erkannt, Willfahrt.

1785, Préposés au bâtiment (VII 1421)
Le faiseur de chaises Jean Riss est autorisé à faire faire une nouvelle porte en pierre et une croisée au rez-de-chaussée, le reste de la façade rue des Drapiers étant en galandure

(f° 227) Dienstags den 15. Februarÿ 1785. – Johann Riß Sesselmacher
Idem [H. Lingenhölin] nôe Johann Riß, des Sesselmachers, bittet zu erlauben an deßen Behausung in der Tucherstub Gaß gelegen, au Rez de chaussée ein steinern Haußthür Gestell und am Kreuzstock zu einsetzen, den Rest mit einer Riegelwand aufzuführen. Erkannt, dem Alignement nach willfahrt.

1787, Préposés au bâtiment (VII 1422)
La Ville règle 10 livres au faiseur de chaises Jean Riss qui a reculé sa façade de deux pieds 6 pouces

(f° 261) Dienstags den 27. Martii 1787. – Johann Riß Seßelmacher
Herr Bau Inspector Boudhors producirt Procès verbal ausweis deßen Johann Riß, der Seßelmacher, bei Erbauung seiner Behausung in der Tucherstub Gaß zurück gefahren, und Zween Schuh Sechs Zoll quadrat Meß dem Allmend überlaßen, so à 24. lnn das Quadrat Klaffter antrift 10. lb. Erkannt, bezalung.

1788, Préposés au bâtiment (VII 1423)
Le faiseur de chaises Jean Riss est autorisé à agrandir une croisée au rez-de-chaussée

(f° 102) Dienstags den 1. Julii 1788. Johann Riß Seßelmacher
Idem [H. Lingenhölin, der Maurer] nomine Johann Riß, des Sesselmachers, bittet zu erlauben an deßen Behausung in der Tucherstub Gaß gelegen N° 16 au Rez de chaussée Einen Kreuzstock erweitern und vergrößern Zu laßen. Erkannt, Willfahrt.

Préposés aux feux (Feuerherren, 4 R 91)

1785, Préposés aux feux (Feuerherren, 4 R 91)
Le maître maçon Jean Lingenhœl expose les travaux qu’il va faire dans la maison du faiseur de chaises Jean Riss rue des Drapiers, à gauche du rez de chaussée une cuisine pourvue d’un fourneau et d’une hotte, chauffée depuis le poêle. Le premier, le deuxième et le troisième étage sont pareils au rez-de-chaussée. Les préposés de la Ville devront inspecter la hotte du rez-de-chaussée une fois qu’elle sera terminée.

(p. 614) Montags den 21.sten Novembris 1785 – Mstr Riß der Seßelmacher will in seiner ane der tucherstub gaß gelegenen behaußung au rez de chaussée Linckerhand eine Kuche mit heerd und Caminschoß wohl versehen machen das Rohr am steineren gäbel hinauf von allem holtz entfernt nebens eine stube in die der Kuch eingefeurt wird.
Der 1.ste 2.te und 3.te stock sind dem rez de chaussée gleich. Erkandt willfahrt, doch solle der Caminschoß in dem rez de chaussée durch gemeiner Stadt Werckleuth wann er verfertiget noch mal untersucht werden. Mr. Linckenhölin.

Description de la maison

  • 1742 (billet d’estimation traduit). La maison très étroite comprend au rez-de-chaussée un étroit vestibule où se trouve le fourneau, derrière un poêle, une petite cave sous solives, à l’étage aussi un poêle, un vestibule où se trouve le fourneau, sous le toit deux chambres, un vieux comble délabré, des greniers non dallés et un pignon en bois, le tout estimé avec ses appartenances et dépendances à la somme de 420 florins

Atlas des alignements (cote 1197 W 37)

2° arrondissement ou Canton Nord – Rue des Drapiers

nouveau N° / ancien N° : 31 / 16
veuve Fischbach
Rez de chaussée en maçonnerie et 4 étages en bois médiocre état
(Légende)

Cadastre

Cadastre napoléonien, registre 21 f° 229 case 1

Windesheim, Jean veuve à Strasbourg

N 805, maison, sol, Rue des drapiers 16
Contenance : 0,72
Revenu total : 108,38 (108 et 0,38)
Folio de provenance :
Folio de destination : 229 (D.on)
Année d’entrée :
Année de sortie : 1846
Ouvertures, portes cochères, charretières :
portes et fenêtres ordinaires : 13
fenêtres du 3° et au-dessus : 8

N 805, maison
Revenu total : 80,38 (80 et 0,38)
Folio de provenance : 229
Folio de destination :
Année d’entrée : 1846
Année de sortie :
Ouvertures, portes cochères, charretières :
portes et fenêtres ordinaires : 13 / 10
fenêtres du 3° et au-dessus : 8 / 6
1846, Diminutions – Windesheim Jn Ve, f° 249, N 805, Maison, revenu 80, A.on de revenu par D.on du 12 août 1845, imposable en 1846, imposée en 1846< 1857, Diminutions – Windesheim Jn Ve, f° 229, N 805, maison, revenu 108, M.on par D.on du 12 août 1845, suppression en 1846

Cadastre napoléonien, registre 23 f° 935 case 1

Windesheim, Jean veuve
1870 Neunhoeffer, Frédéric et Meyer, Joseph
1874 Jost, Eugen Wirth, Tucherstubgasse N& 4
1878 Jost Eugen ([biffé] und Karl) Gastwirt

N 805, maison, sol, Rue des Drapiers 4
Contenance : 0,72
Revenu total : 80,38 (80 et 0,38)
Folio de provenance : (229)
Folio de destination : Gb
Ouvertures, portes cochères, charretières :
portes et fenêtres ordinaires : 13 (14) / 11
fenêtres du 3° et au-dessus : 8 / 6

Cadastre allemand, registre 32 p. 357 case 4

Parcelle, section 59, n° 14 – autrefois N 805
Canton : Gerbergraben, Hs N° 37-bis, Tücherstubgasse 4
265/13 – 236
Désignation : Hf, Whs
Contenance : 0,48
Revenu : (Reinertrag 2,40) 1000 – 800
Remarques : 1913 ab S 362 F 5 [voie publique]
1912 Abbruch

(Propriétaire), compte 34
Strassburg die Gemeinde
1909 Gemeinde Strassburg / Ville de Strasbourg
(33)

1789, Etat des habitants (cote 5 R 26)

Canton IV, Rue 102 Rue des Drapiers p. 176

16
Pr. Riss, Jean, feseur de chaises – Charpent.
loc. Besenberger, Geoffroi, menuisier – Charpent.
loc. Wildberger, Michel, bucheron – Manant
loc. Stieber, V° de fend. de bois – Manante
loc. Andreas, Anne M. fille maj. – Manante
loc. Dubois, dt. le mari est à l am des pauvres – Manante

Annuaire de 1905

Verzeichnis sämtlicher Häuser von Strassburg und ihrer Bewohner, in alphabetischer Reihenfolge der Strassennamen (Répertoire de toutes les maisons de Strasbourg et de leurs habitants, par ordre alphabétique des rues)
Abréviations : 0, 1,2, etc. : rez de chaussée, 1, 2° étage – E, Eigentümer (propriétaire) – H. Hinterhaus (bâtiment arrière)

Tücherstubgasse (Seite 183)

(Haus Nr.) 4
Jost, Hotel-Restaur. E 01
Jost,Wwe, Rentnerin. 1
Schumann, Schreiner. 2
Kugler, Schlosser. 3

Enquête sur les maisons du tracé de la Grande percée, 1907 (cote 133 MW 999)

(50)

Fragebogen
Les enquêteurs n’ont pas rempli la fiche
zur Feststellung der Altertümer in den für den Straßendurchbruch zum Abbruch bestimmten Häusern in Straßburg i. E. 1907
Questionnaire destiné à répertorier les antiquités dans les maisons vouées à la démolition pour réaliser la percée, Strasbourg, 1907]

Haus : Gergergraben 27 u. 37.bis

a) Geschichtliches : Bis 1838 Hinterhäuser von Tücherstubgasse N° 2 u. 4.


Relevé d’actes

La maison appartient au début du XVII° siècle au tonnelier Ulric Leitersperger.
Fils du tonnelier Georges Leitersperger, il épouse en 1588 Marie, veuve du tonnelier Martin Nessel

Mariage, Saint-Pierre-le-Jeune (luth. p. 395, n° 62)
1588. Dominica XIII. Ulrich Leitersberger Gerg Leitersbergers des Kieffers sohn, vnd Maria Martin Nessels des Kieffers hinterlaßener Wittwe, Eingesegnet Montag den 2 Septembris (i 205)

Le tonnelier Martin Nessel épouse en 1585 Marie Wolff, originaire de Hochfelden
Mariage, Saint-Pierre-le-Jeune (luth. p. 346 n° 60)
1585. Dominica prima adventus, Matthis Nessel der Küffer vnd Maria * Wolffen von Hochfelden hinterlaßene tochter. Eingesegnet Montag 13. Decembr. Ausgang beÿ dlen Statt Kieffer (i 181)

1606 (12 Augusti), Chancellerie, vol. 368-II (Imbreviaturæ Contractuum) f° 38
Gewerbs vergleichung Blasÿ und Ulrich Leitersperger der beeder kieffer vnnd gebrüdere

André Müller de Francfort cède à Ulric Leitersperger le tiers qui lui revient dans la succession de son frère Tobie Müller, les deux autres tiers appartenant à Sébastien Müller et aux enfants de Noé Cullmann
1610 (x tag Junÿ), Chancellerie, vol. 390 (Registranda Meyger) f° 258
(Inchoat. in Proth. fol: 209.) Erschienen Andreas Müller burger Zu franckforth (hatt verkaufft)
Ulrich Leüttersperg. dem küeffer burgern Zu Straßburg
ein drittentheil Inn dem Verkhoüffer für ungetheilt gebürende ane wÿland Thobiä Müllers seines bruders seel. Verlaßenschafft, Inn massen solches hieher vß Michael Beringers gewesenen Vogts Rechnung de Anno 1608. bitz 1609 specificirt vnd beschrieb. (…)
Welche post. Alle zusammen sich belauffen viij C Lj lb xij ß vij d Thott daran der drittetheil ij C Lxxxiij lb xvj ß vj d Vnd daran ein drittetheil obgedachten Sebastian Müller, Ouch der vbrig. drittetheil wÿland Noë Culmans des Bürbrühers selig. Khindern für Vngetheilt Zustendig, Vnd Alles Recht & Vnd Ist disser Khauff Zugang. vnnd bescheh. Für vnd vmb 181 pfund

Les deux enfants de feu Ulric Leitersperger (Madeleine Leitersperger femme de Jean Melchior Silberrad et le mineur Ulric Leitersperger) vendent la maison au préparateur de plumes Jean Ulric Eberlin le 20 mai. L’acquéreur et sa femme Catherine cèdent le 7 juin leurs droits à Madeleine Hirsmann. En marge, quittance accordée en 1647 au propriétaire Christophe Goldbach.

1622 (20 Maÿ), Chancellerie, vol. 444 (Imbreviaturæ Contractuum) f° 42
Kauffverschreybung Hans Ulrich Eberlin des Federschmuckers
(Extendirt wie In dem Contract buch de Anno 1622. folio 82. Zubefind.) Erschienen weÿl. Ulrich Leiterspergers see: Erben benantlich. H. D. Johann Renger groß. Raths procurator, alß vogt ernt. v.storbenen Leitersperger hinderlaßenen ehelich Sohns Ulrich, So dann Hannß Melchior Sÿlberradt d. Jung alß ehevogt Magdalenen Leiterspergerin auch vorents. Ulrich Leiterspergers tochter
bekannten in gegensein Hanns Ulrich Eberlin des Federschmuckers, burgers alhie (verkaufft)
Ein hauß, hoffstatt mit allen Zugehörd. alhier am gebrandten End 1. seit neben Hannß Jacob Rümmelsperger Lederbereiter, 2. seit Paulo Komern Kursnern* hinden vffm gerbergraben stoßend geleg. So allerdings ledig vnd eyg. vnd ist der Kauff beschehen p. 550 fl. a 15 bz.
[in margine :] Erschienen Hanß Ulrich Eberlin vnd Catharina sein eheliche haußfr haben in gegensein Salome Hirsmans bekant das sie derselben diesen Kauff Krafft aller maß ber* den von den Kauffern beschehen, hiemit übergeben haben, mit der bescheydenheit das sie der *n vorig. Kauffverschreibung. erstatt. soll. Geschehen auff Donnerstag den 7.ten Junÿ Anno & 1622. In beysein Herrmann Kornkauff Ihres vogts vnd Caspar Großen Notarÿ
[in margine :] Erschienen der Ehrenvest Fürsichtig weÿse H Philipß Jacob Reichßeißen XXI alß Vogt hierinn gemeldter Magdalena Leiterspergerin und Paulus Ansorg dreÿer der Müntz alß Vogt Ihre Fr Magdalenæ Kind. haben in gegensein H Christoph Goltbachß deß Käufflers alß ietzig. eigenthümlich Innhabers hieob beschriebener Behaußung (…) Act. d. 17. Xbris a° 1647.

Le plumassier Jean Ulric Eberlin épouse en 1605 Marguerite, fille de Jean Replin, originaire de Renningen en Wurtemberg
Mariage, Saint-Pierre-le-Jeune (luth. p. 178)
1605. Hans Ulrich Eberlin d. federmach. Margaretha Jacob Replin von Rennig. im Württenbergerland hind. lassene Tochter. dise sind Zum alten S Peter eingesegnet worden, sind aber *ens Zum Jung. S Peter Zu Kirch gang. Mont. d. 21. Januarÿ 1605. (i 94)
Proclamation, Saint-Pierre-le-Vieux (luth. f° 94-v, n° 3) 1605. Hans Ulrich Eberlin der federmacher, vnnd J. Margaretha Replein Jacob Replein Hinderlaßene tochter 21. Januarÿ Zum Jungen S. Peter eingesegnet (i 97)

Catherine naît en 1618 du plumassier Jean Ulrich Eberlin et de sa femme Catherine
Baptême, Saint-Pierre-le-Jeune (luth. p. 133, n° 13)
1618. Dom. Septuag. 1. Febr. P. Hans Ulrich Eberlin d. fed.mach. M. Catharina, I. Catharina (i 69)

Originaire de Silésie (Sprottau, Szprotawa) Barthelémy Koch épouse en 1581 Catherine, veuve du pelletier Georges Klaffky.
Mariage, Saint-Pierre-le-Jeune (luth. f° 191, n° 40)
1581. Dominica XIIII. Barthel Koch von der Sprottele in der Schlesÿ ein Kürßner vnnd Katharina Gorg Klaffkÿ des kürßners hinderlaßene wittwe. Eingesegnet Zinstag den 5. Septembris (i 153)

Barthelémy Koch devient bourgeois par sa femme Catherine Kleiber, veuve du pelletier Georges Klaffge
1581, 2° Livre de bourgeoisie (4 R 104) p. 494
Barthel Koch vonn der Sprütten Inn d. schlessi der kurschner Hatt das burck Rechtt Empfangenn von Catterinæ Kleiberine Weilandtt Jorg Klaffge des Kurschners seligenn wittwe seiner Hausfrauwenn vnnd will Zuo denn Kurschnern dienenn Act. denn 20.t 7.br 1581.

Barthelémy Koch se remarie en 1593 avec Salomé, fille du revendeur David Hirsmann
Mariage, Saint-Pierre-le-Jeune (luth. f° 48-v, n° 62)
1593. Dominica XIIII post Trinitatis. Barthel Koch der Kürßner, vnnd Salome David Hirsmans des grempen hinterlaßene tochter eingesegnet Zinstag den 2. Octobris (i 27)
Mariage, Saint-Pierre-le-Jeune (luth.

Les héritiers collatéraux de Salomé Hirsmann veuve de Barthelémy Koch vendent la maison au tailleur Christophe Goldbach. En marge, quittance accordée à l’acquéreur devenu commissaire priseur.
1626 (24. Jan:), Chambre des Contrats, vol. 459 f° 65-v
(inchoat. in Prot. fol. 41. – Protocollat. fol. 279) Erschienen weÿ: Salome hirschmännin weÿ: Barthel Kochen geweßenen Kürschners burgers s: witib nachgelaßene Erben benantlichen H. hannß Georg Stein gerichtschreiber Zu Ingenheim alß ehevogt Maria Jacobe hirschmännin, H. Theobaldt Kipß von Hagenaw alß vogt Catharinen weÿ: Paul hirschmans s: tochter von Hagenaw, H. Caspar Lotringer teutscher schulmeister Zu Cron weissenburg für sich selbst, Samuel Freÿmund Maurer vnd Steinhauern burger alhie, alß Ehevogt Jacobe Goldbächin weÿ: H Sebastian Goldbachen geweßenen Großen Rahts V.wanthen mit Jacoben hirschmännin see. erzeugter ehelicher dochter, hannß Schweickhardt der Kachler alhie Alß vogt vorermelts H Sebastian Goldbachs s: mit besagter hirschmännin s. erzielter 2.er Jüngerer Kindern namens Paul vnd hannß Georg Goldbach, Christoph Goldbach der schneider alhie alß vogt Leuini Stigenbocks deß Becken burgers alhie mit weÿl. Barbara hirschmännin s. ehelich erziehler 7. Kinder, So dann hieronimus Kornkauff, Kürschner, welcher der abgestorbener vogt geweßenen anietzo beÿ disem Contract im Nahmen vnd von wegen hannß Georg Handten deß Kürschners gesellen, so für dißmahl in der Wanderschafft, weÿ: Susannæ hirschmännin mit hannß Georg Jandten geweßenen Becken s: ehelich erzeugt Sohns, mit beÿstand herrn hanß Peter Müllers vnd H hannß Weckenmanns beeder Kleinen Rahts Verwanthen Alß vß mittel erst ehrenbesagts Raht An stat der vßländisch. Erben hierzu insonderheit v.ordneten herren, bekanten
in gegensein Christoff Goldbachen deß Schneiders burg. (verkaufft)
Ein hauß sampt hoffstatt und allen Zugehörd. In der großen Stadel gaßen neben hannß Jacob Rummmelsperger lederbereiter, j. vnd 2. seit Paul Kamerer Kürschner, hind. vff den Gerbergraben stoßend gelegen, So gantz eÿg. Vnd ist der Kauff gesch. p. iij. C. L. lb d übergeben
[in margine :] Erschienen obgemelt Barbara mit beÿstandt hannß Caspar Vrschen deß haffners ihres ietzig. Ehevogts hatt in gegensein Christoff Goltbachß jetzig. Käufflers deß Käuffers (…) act. d. 25. martÿ a° 1641.
[in margine :] Erschienen vorgemelt Barbara mit beÿstand hannß Caspar Vrschen ihres ietzig. Ehevogts so dann hannß Georg Schantzen deß buchbinders und hieronÿmi Kornkauffs deß Kürschners beed. ihrer nechsen Verwanth. bekandten in gegensein deß Käuffers, demnach ihren brudern Andreß Stigenboch ahne deßen Kauffschilling auch 24. lb gebührt, Vnd aber derselbe nun in die 20. jahr in d. frembde, also daß Sie bißheo nie nichts von ihme gehört, dannenhero vermuthe daß Er hie zwischen verstorb. sein möchte (…) Act. d. 25. martÿ a° 1641.
[in margine f° 66-v :] Erschienen Bastian Stigenbock, weÿ: Leuini Stigenbocks see: sohn, welcher nun 12. Jar in der frembde geweßen, deßwegen steht er Hieronimum Kornkauffen den Kürschner burger alhier, vnd weil der Käuffer ihne Bastian Stigenbock nicht gekennet (…) q.tir den 9. Decembris Anno 1628.
[in margine f° 67 :] Erschienen Andreß Jundt von Heiligenstein in namen hanß Michel Stigenbock, so in der frembde im Kriegs weßen crafft der in der Cantzleÿ den 12. octob. 1628 abgehördten Kundtschafft verstorben hatt in gegensein deß Käuffers (…) Act. 25. Martÿ 629.

Le tailleur Christophe Goldbach épouse en 1621 Marie Cléophée, fille du menuisier Martin Wittert
Mariage, cathédrale (luth. f° 123)
1621. Christoff Goldbach der schneider vnd Maria Cleophe Martin Wittert des Schreiners n. tochter, eingesegnet Zinstag 2. 8.bris (i 66)

Christophe Goldbach prend en pension le commissaire priseur Martin Repplin qui ne peut plus gagner sa vie et n’a pas les moyens d’acheter une pension dans un hospice.
1627 (10. Aprilis), Chambre des Contrats, vol. 461 f° 192-v
(Leibgeding) Erschienen Christoff Goldtbach der Schneider an einem,
So dann M Martin Repplin der St. St. geschwornen Käuffler andern theils
Zeigten an und bekannten gegen einander, demnach Er Repplin nun ein lange Zeit mit leibs blödigkeit also vnd dergestalt belad. daß leider nicht mehr sich zugetrosten, deren in disem leb. wid. entlad. Zu werd., Sonder solche leibskranckheiten ie mehr und mehr Zunehmen, vnd er Repplin daneben nicht souil im Vermögen, daß er dar für ein Pfrundt im Mehren Spitahl od. Blaterhauß erkauffen köndte, Alß heten sie beede sich mit einander eines Leibgedings dergestalt v.glichen, deß Er Goldbach od. seine Erben ihme Repplin Zu sich in sin behausung Auff und Annemmen (…)
Jedoch soll er goldtbach sein Repplins schwester Margrethen mit hannß Ulrich Eberlin dem federmacher alhier erziehltem sohn X lb nach sein Repplins absterben für sein Erbs gerechtigkeit erstaten
[in margine :] Erschienen hanß Jacob Eberlin alß weÿ: hanß Ulrich Eberlins s. Sohn, alß welcher sich Zu Ambsterdam ehelich ein Zu laß. willens, mit beÿstand Gerhard Frentzen deß Grempen vnd Martin Schnellers deß hosenstrickers (…) Actum den 6. Januarÿ Anno 1638

Sébastien Steigenbock qui s’est établi à Emmerich sur le Rhin donne quittance à son frère boulanger David Steigenbock de capitaux provenant de sa tante Salomé Hirschmann
1628 (ut spâ. [16]), Chambre des Contrats, vol. 462 f° 670-v
Erschienen Sebastian Steigenbock der Beck von Straßburg, an ietzo sich Zu Emmerich inn Niderland vfhaltendt, mit beÿstand Christoff Goldtbachen deß schneid.s burg. Zu St. seines gewesenen vogts
in gegenwärtigkeit Dauid Steigenbockhs auch Becken vnd Burgers alhie seines eheleiblichen Bruds.
Zeigten an und bekannten, demnach er Sebastian vnd Dauid die Steigenbock gebrüedere noch fünff geschwisterden, mit namen hanß Michel, Johannes, Andreß, Philipßs vnd Barbara gehabt vnd theils noch haben, vnder welchen fünff hanß Michel vnd Johannes, wie sie eüßerlichen berichtet, albereit in der frembde v.storben sein sollen, Andreß auch also von hinnen & v.schollen, vnd dem bewussten Manßfeldischen Kriegs wesen nach gezogen, daß man nicht weis, obe er todt od. lebendig
Vnd aber Vorbemelte ihren Fünf geschwisterden noch 250. fl. Capital gebürt, so sie von Salome Hirschmännin ihrer Muter Schwester see. ererbt (…)
(vide in Reg. 1626 fol. 66.)

Christophe Goldbach hypothèque la maison au profit de Sabine, fille du tisserand Pierre Linder

1631 (ut spâ. [9. Junÿ]), Chambre des Contrats, vol. 470 f° 312-v
Erschienen Christoff Goldbach d. schneid. burger Zu St.
hatt in gegensein Sabina Linderin, weÿ: Peter Linders deß Leinenwebers vnd burgers s alhie tochter – schuldig seÿ L. lb
dafür Vnd.pfand hauß vnd hoffstat vnd. an der Stadelgaß neben hanß Jacob Rummelsperger & Paul Kammerer Kürschner, hind. vff den Gerbergraben stoßend

Le commissare priseur Christophe Goldbach se remarie en 1639 avec Anne Marguerite, veuve du notaire François Jacques Eisenhuth
Mariage, Saint-Pierre-le-Jeune (luth. f° 7-v)
1639. Dominica XVII. Trinitatis 6. octob. Christoph Goldbach der Käuffler v. burger allhie v. Anna Margaretha Frantz Jacob Eisenhutt deß Notarÿ n. Wittib. Eingesegnet J S Peter Mont. 14. octob. (i 10)

François Jacques Eisenhuth épouse en 1637 Anne Marguerite, fille d’Abraham Leonhard
Mariage, cathédrale (luth. f° 401)
1637. Dominica XV. Trinit. 17. 7.br. Frantz Jacob Eißenhut d. Notarius Vndt J. Anna Margret h. Abraham Leonhardt n. Tochter eingesegnet Mont. 3. eingesegnet Mont. 28. 7.bris (i 125)

Le commissare priseur Christophe Goldbach hypothèque la maison au profit du relieur Jean Georges Schantz

1640 (ut supra [10. febr.]), Chambre des Contrats, vol. 485 f° 112
Erschienen Christoff Goldbach d. Käuffler alhie
hatt in gegensein hannß Georg Schantzen deß Buchbinders auch burgers Zu Str. – schuldig seÿ. 75. lb
dafür Vndpfand sein soll hauß und hoffstatt alhie beÿ der Tucher Zunfftstuben neben Isaac Rummelsperger dem Lederbereiter && Paul Cammerer den Kürschnern, hind. vf dem Gerbergraben stoßend, so zuuor v.hafftet umb 40. lb. weÿl. Leuinÿ Stigbocks see: zweÿ söhnen

D’après l’acte de 1663 ci-dessous, la maison appartient pour moitié à l’Orphelinat et pour moitié à Georges Siler, pensionnaire à l’hôpital, qui a épousé Barbe Steigenbock.

Georges Siler hypothèque la maison au profit du receveur de Saint-Thomas Jean Jacques Mosseder pour défrayer son beau-frère Sébastien Steigenbock

1663 (27. Augusti), Chambre des Contrats, vol. 528 f° 483-v
Erschienen Georg Siler der Pfründer im Mehrern hospital mit beÿstand H Johann Joel Leoparts E.E. Kleinen Rhats Beÿsitzers, Sebastian Stigenbockhs von Emmerich sein Silers Schwagers und H Nicolai Reben Notarÿ
hatt in gegensein H Johann Jacob Moseders alß Schaffners E.E. Collegiatstiffts Zu St Thoman, bekannt – schuldig seÿe 50 Pfund Ihme Zu Außweißung obernannts Stigenbockhß von weÿl. Barbara Stiegenbockhin seiner Schwester besagts Silers geweßenen Eheweib nunmehr seel: geerbten Verlaßenschafft bahr gelühenen Gelts
Unterpfand sein soll, die helffte ahne hauß hoffstatt und allen deren Gebäwen & alhie in der großen Stadelgaßen, Zwischen weÿl. H Isaac Rummerspergers deß Lederhändlers seel. Erben, hind. vff den Gerber graben stoßend gelegen, Und die übrige helffte dem Weÿsenhauß gehörig seÿe

La part de maison qui appartient à Georges Siler revient au passementier Jean Baum, originaire de Brandoberndorf dans le bailliage de Cleeberg en Hesse, qui épouse en 1642 Salomé Meyer, fille de la première femme de Georges Siler.

Mariage, Saint-Pierre-le-Jeune (luth. f° 17-v)
1642. Dominica XII. Trinit. 28. Augusti. Johannes Baum der paßmentmach. Christophori Baum deß schneiders Von brand obern dorff im Ampt Kleeberg, darmstettischen gebiets nachg. Sohn, Vnndt Jfr. Salome Melchior Meyers des burgers V Mehlmans nachg. eheliche Tochter, Copulirt 5. Septembris J S Peter (i 23)

Jean Baum devient bourgeois par sa femme Salomé Meyer.
1642, 4° Livre de bourgeoisie p. 210
Johann Baum von Oberndorff der Paßmentmacher, empfahet daß Burgerrecht von seiner haußfrawen Salome Melchior Meÿers deß Meelmans alhie Tochter, vmb 8 Gold fl., ist ledigen Stands gewesen, vnd würd Zu dem Spiegel dienen Jur. den 15.ten 7.br. 1642.

Jean Baum et Salomé Meyer font leur testament par lequel ils instituent pour héritiers leurs enfants et font un legs aux deux cadets Matthieu et Elisabeth
1674 (21. Decembris), Not. Werbeck (Jean Christophe, 1 AH 6257)
Testamentum nuncupativum. H. Johannes Baumen, Paßmentirers, Vndt Frawen Salome Meÿerin, beeder Eheleüthen vndt burgern alhier Zue Straßburg 1674
(Extendirt, prothocollirt undt Instrumentirt den 12. Xbris St. nov. 1682 von Joh: Kitschen Noto.
persönlich erschienen der Ehrenhafft vndt achtbare Herr Johannes Baum, Paßmentirer vnd beneben Ihme die Ehren und tugendsahme Fraw Salome Meÿerin, beede Eheleüthe vndt burgere allhier Zu Straßburg Von der Gnaden deß grundgüetigen Gottes annoch vffrechter gehendt: vndt stehender leiber (…)
dießem nach vnd fürs Andere, Vmb erzeigter Vndt bewißener hertzlicher liebe vndt ehelicher pflicht willen, so obgdachter H Johannes Baum vndt Fraw Salome Meÿerin beÿde Testirende Eheleüthe einander nun über 30. Jahr erzeigt vnd bewießen (…)
Vndt weilen Zum dritten die Institutio hæredum vndt einsatzung der Erben eines Jeden formlich vnd Zu Recht bestendigen Testament fundament vnd grundfeste ist (…) alß wollen obenehrgemelte Testirende Eheleuthe H Johann Baum vndt Frau Salome Meÿerin Zu Ihren Rechten wahr vnd ohngezweiffelten Erben hiemit nominirt vnd eingesetzt haben Ihre lieben bereits habende Kinder alß welche ohne daß ihre ab intestato Erben sein wollen denselben auch bester form Rechtens deren eheliche Kinder vnndt leibs Erben substituirt haben, Waß aber weÿl. Ihre dochter Margrethen Meister Michel Wÿdeman den Paßmentirer ehelichen erziehltes Kindt betreffen thut (…)
Zum vierdten wollen beede Testirende Eheleuthe falls Ihr beÿde Jungste Kinder Mattheus vndt Elisabeth nicht Zu völliger erziehung vor der Testirend. Eheleuth todt Kommen sollten einen Jed. Zu einem prælegat 50 guld. verordnet haben
Johann Christoph Werbeck Notarius publicus

Le receveur de l’Orphelinat et Jean Baum vendent la maison au passementier Jean Pierre Nigrinus. En marge, quittance accordée en 1719 à Jean Beauvalet.

1676 (4 Jan:), Chambre des Contrats, vol. 545 f° 12
Herr Johann Hartmann Wörtz alß Schaffner deß Waÿsenhaußes, und Johannes Baum der Posomentirer für sich selbsten
in gegensein hannß Peter Nigrini deß Posomentirers, mit beÿstand herren hannß Georg Otten deß Gerbers und Lederbereÿters
hauß hoffstatt mit allen deren Gebäwen, begriffen, weithen, Zugehördten rechten und Gerechtigkeiten alhier in der Stadelgaßen ein: und anderseit neben Jacob Männel dem Gerber und Lederberaitern, hinden uff den Graben stoßend gelegen, ahne welcher behaußung die eine helffte dem Waÿßenhauß, und die übrige Ihme Baumen gehörig, Zumahlen sein Baumen helffte, dem Stifft St. Thomæ umb 50. lb Verhafftet – umb 200. lb
[in margine :] (…) in gegensein Jean Beauvallet Garçon Chirurgien alß ietzmahligen proprietarÿ hi vorbemel. haußes in d. Stadelgaßen so aber nicht in der Stadelgaßen sondern in d. Tucherstubgaßen lieget und Er Beauwalet im Ganth ahn sich bezogen (quittung), actum den 15. Julÿ 1719.

Jean Pierre Nigrinus et sa femme Marguerite hypothèquent le même jour la maison au profit du boutonnier Isaac Bæhr

1676 (4 Jan:), Chambre des Contrats, vol. 545 f° 14-v
Hannß Peter Nigrinus der Posomentirer und Margaretha sein Eheweib, und Zwar dieselbe insonderheit mit beÿstand Andreß Georg Holtzbergers und Philipp Jacob Bruders beÿder Posomentirer
in gegensein Isaac Bähren deß Knöpffmachers – schuldig seÿen 50. pfund
unterpfand, hauß, hoffstatt mit allen deren Gebäwen, begriffen und Zugehördten alhier in der Stadelgaßen ein: und anderseit neben Jacob Männel dem Gerber und Lederberaitern, hinden uff den Gerbergraben stoßend gelegen, welche behaußung eingangs gemelter Nigrinus Von wem Waÿsenhauß und Johann Baumen dem Posomentirer erkaufft hatt
[in margine :] (…) in gegenwartt Jean Beauvallet des Gastgebers, der obverpfändete behaußung ahne hießer Ganth am 3.ten Maÿi 1719. erkaufft und solches capital zu zahlen übernommen (quittung), actum den 28. Aprilis 1739.

Fils du pasteur de Muntzenheim près de Colmar, Jean Pierre Nigrinus épouse en 1662 Marguerite, fille du notaire Laurent Treuttel
Mariage, Saint-Thomas (luth. f° 46-v)
1662. Dnca. Septuagesima 26. Jan. Johann Peter Nigrinus der Passmentmacher, weiland H. M. Henrici Nigrini Pfarrers zu Muntzenheim hinderlaßener Ehelicher Sohn v. J. Margareta H Laurentii Dreüttel Notarii Publ. vnd E. E. Kleinen Rhats Alten Beÿsitzer allhier Eheliche Tochter. Copulirt Zinst. d. 4. Febr. Zu St. Thomæ (i 51)

Jean Pierre Nigrinus devient bourgeois par sa femme en s’inscrivant à la tribu du Miroir
1662, 4° Livre de bourgeoisie p. 331
Hans Peter Nigrinus der Paßmentmacher von Kochen atzenheim, weÿl. H. Heinrich Nigrini geweßenen Pfarrers daselbst ehelich Sohn, empfangt d. burgerrecht von seiner Haußfr. Margaretha H. Notarÿ Laurentÿ Treutels burgers alhie ehelich. dochter vmb 4 Golt fl. die er beÿ der Cantzleÿ erlegt, Ist hievor ledigen Stands gewesen, will Zu E. E. Zunfft d. Spieglen dienen Jurav: 13. febr. A° 1662.

Les nouveaux mariés font dresser chacun l’inventaire de leurs apports. Ceux du mari s’élèvent à 26 livres, ceux de la femme à 191 livres.
1662 (15.2.), Not. Ursinus (Jérémie, 60 Not 30) n° 6
Inventarium über Des Ehrenhafften vndt Achtbahren H Johann Petri Nigrini Paßmentmachers, Zu der Ehren undt vieltugendsammen frauen Margarethæ Träuttellin, seiner lieben hfren. in die Ehe Zugebrachte Nahrung auffgericht 1662. – als vermög Ihrer mitt einander auffgerichteten Eheberedung ein unverändert Guth un den Ehestandt Zugebracht (…) So beschehen auff Sambstag den 15.ten Februarÿ A° 1662.
Sa. Haußraths 52, Sa. Werckzeugs Zum Paßmentmachen gehörig 11, Summa summarum 63 lb – Schulden 37 lb, Nach deren Abzug 26 lib

1662 (15.2.), Not. Ursinus (Jérémie, 60 Not 30) n° 7
Inventarium vndt Beschreibung aller Haab vndt Nahrung, so die Ehren: und viel tugendtsahme fraw Margaretha Treüttelin, dem Ehrenhafften vndt Achtbahren H. Johann Petro Nigrino Paßmentmachern, Ihrem lieben haußwürth, Crafft Ihrer mitt einander auffgerichteten Eheberedung als ein unverändert Gueth in den Ehestandt Zugebracht, Welche durch Sie Fraw Margaretham selbsten, mit beÿstandt deß Ehrenvesten, wohlgelehrten vndt Weÿßen herrn Laurentÿ Treuttels Notarÿ Publici Cæsarei vnd E. Ers. Kleinen Raths alhier altten Beÿsitzers, Ihres vatters (…) So beschehen auff Sambstag den 15.ten Februarÿ A° 1662.
Sa. Haußraths 93, Sa. Silbers 12, Sa. Guldinen Ring 8, Sa. d. Baarschafft 25, Sa. Pfenningzinß hauptgueths 52, Summa summarum 191 lb

Jean Pierre Nigrinus se remarie en 1691 avec Marie Rosine Steinbach, fille du tisserand André Steinbach : contrat de mariage tel qu’il est copié à l’inventaire, célébration
Copia der Eheberedung – Zwischen dem Ehrengeachten und achtbaren Meister Hannß Peter Nigrino dem Paßmentmacher undt burgern allhier Zue Straßburg als dem Bräutigamb ane einem, So dann der Ehren: und Tugendsamen Jungfrauen Mariæ Rosinæ Steinbachin, Weÿland deß Ehrengeachten und achtbaren Mstr Andreas Steinbachs, gewesenen leinenwebers und burgers allhier Seeligen hinterlaßener eheleiblicher Tochter, als hochzeiterin am andern theil (…) Herrn Christian Bruders deß ämtern Paßmentmachers der Jungfrau hochzeiterin geschwornen vogts (…) So beschehen und verhandelt inn der Königlichen Freÿen Statt Straßburg auff Dienstag den 24. Tag deß Monaths Julÿ 1691, Christoph Stöffler, Nots.

Mariage, Saint-Thomas (luth. f° 26, n° 133)
den 15. Aug. A° 1691. seind nch gewohnlicher proclamation, so geschehen den 8. & 9 Trinit. copulirt v. eingesegnet worden Joh: Peter Nigrinus, der burger v. paßmentmacher allhier, v. Jungfr. Maria Rosina, Weÿland Andreæ Steinbachs, deß burgers v. leinenwebers allhier, nachgelaßene ehel. Tochter [unterzeichnet] hannß Petter Nigrinus alß hochzeiter, Maria rosine steinbhachinn als hochzeiterin (i 28)

Jean Pierre Nigrinus meurt en 1699 en délaissant trois enfants de sa première femme et deux de la veuve. L’inventaire est dressé rue des Cheveux dans la maison du tanneur Michel Kürser. La masse propre à la veuve est de 95 livres. L’actif des héritiers et de la communauté s’élève à 43 livres, le passif à 152 livres.
1699 (31.8.), Not. Kolb (Jean Pierre, 23 Not 2)
Inventarium und Beschreibung aller der Jenigen Haab und Nahrung, so weÿl. der Ehrengeachte und bescheidene Mstr. Hannß Peter Nigrinus geweßener Paßmentierer und burger alhier zu Straßb. nach seinem Sontags den 16.t aug. dieses laufenden 1699.ten jahrs genommenen tödt. ableiben Zeitlichen verlaßen (…) durch Maria Rosinam Nigrinusin gebohrne Steinbachin die hinterbliebene Wittib mit beÿstand Mstr Hanß Jacob Hummels Paßmentirers und burgers alhier deroselben geschwornen vogts (…) Actum in der Königl. freÿe Statt Str. auf Montag den 31.ten Aug. Anno 1699.
Der Verstorbene Seel. hat ab intestato Zu Erben verlaßen wie volgt. 1. den Ehrengeachten und bescheidenen Mstr. Lorentz Nigrinus, Paßmentierer vnd burger alhier so der Inventation in Persohn beÿgewohnt, 2. 3. Hannß Peter vnd Jfr. Annam Catharinan Nigrinusen beeder ledig. stands welche mit beÿstand Mstr. Hanns Paulus Strawern burgers und Paßmentirers aller dreÿer geordnet und geschworenen Vogts, persönlich dem geschäfft Zugegen gewesen, dieße dreÿ mit weÿl. Frn Anna Margaretha gebohrner Treüttlerin in erster Ehe erzeigte Söhn und dochter
4. 5. Hanns Friderich und Catharinam Barbaram Nigrinusin beede mit der hinterbliebenen vorhergedachten wittiben erziehlten Sohn und döchterl., in dero nahmen der Ehrengeachte H Abraham Goldbach, auch Paßmentirer vnd burger Zu Straßb. als geschworner Vogt dem Inventations geschäfft selbsten abgewartet, Also alle 5 deß verstorbenen seel. in 2.ter Ehe ehelich erzeügte und ab intestato hinderlaßene Erben

In einer allhier in der Statt Straßb. in dem so genanten Haargäßlein gelegenen und Hn Hannß Michel Kürßern, gerber und lederbereüter, auch burgern alhier eigenth. zugehörig. behauß. ist befund. worden wie volgt
In der Cammer A, In der Wohnstuben, In der Stub Cammer
Ergäntzung der Fr. wittib unveränderten Gutts. Vermög deß über der wittib in die Ehe gebrachte Nahrung durch weÿl. Hn Notarium Joh: Christoph Stöffel den 4. 8.bris in Anno 1691. auffgerichteten vnd gefertigten Inventarÿ
der Wittib unveränderte Nahrung, Ergäntzung 95
Nun wird auch der Erben unverändert und theilbarer Verlaßenschafft under einer Rubric beschrieben, Sa. haußraths 30, Sa. Silbers 3 ß, Sa. Werckzeugs, Schiff und geschirrs wie auch wahren Zum Paßmentmacher handwerckh gehörig 12, Summa summarum 43 lb – Schulden 152 lb, Passiv onus 109 lb
Copia der Eheberedung (…) So beschehen und verhandelt inn der Königlichen Freÿen Statt Straßburg auff Dienstag den 24. Tag deß Monaths Julÿ, Christoph Stöffler, Nots.
(Joint) Inventarium über er Ehrn: undt Tugendsamen Mariæ Rosinæ Nigrinußin geborner Steinbachin, deß Ehrngeachten Hanß Peter Nigrinußen, Paßmentirers und burgers alhier haußwürthi in die Ehe gebrachte nahrungen, auffgerichtet Anno 1691. (…) Actum Straßburg den 4. Octobris styli novi 1691. Johann Christoph Stöffel Nots. Publ.
Vertrag Zwischen Hannß Peter Nigrino dem Paßmentirer und seiner mit weÿland Frauen Margarethæ gebohrner Träutelin erzeigter dreÿen Kinder Vogte, Hannß Paul Strauern ebenmäßig Paßmentirern allen beeden burgern allhier Zu Straßburg

Les deux enfants cadets de Jean Pierre Nigrinus sont admis à l’orphelinat
1705, Conseillers et XXI (1 R 188)
weÿl. H. Joh: Peter Nigrinus hinderlaßene Zweÿ Kinder vmb auffnahm in das Waÿßenhauß. 89.
(p. 89) Sambstags den ii.ten Aprilis 1705 – H. Ersch. weÿl. Johann Peter Nigrinus des gewesenen burgers vndt Paßmentmachers allhier hinterlaßene Zweÿ Kinder mit beÿstandt Abraham Goldtbachs deren Vogts prod. Inventarium auß welchem in fine Zu ersehen daß die passiva die activa vmb 109. lb d übertreffen bitten Unterthänigst Sie in allhießiges weißenhauß auff zu nemmen. Erk. werden beede Implorirende Kindter mit Ihrem begehren denen Hhn. Pflegern des Weißenhaußes bestens recommendirt. H. Rathh. Wirtz vnd H. Rathh. Billonius.

Jean Pierre Nigrinus vend la maison à Anne Marguerite Hess, veuve du chef de chantier André Schmidt

1694 (6. 7.br), Chambre des Contrats, vol. 566 f° 557
Johann Peter Nigrini der Paßmentirer
in gegensein Annæ Margarethæ gebohrner Heßin, weil. Andreæ Schmids gewesenen Werckmeisters auff dem Mauerhoff sel. nachgelaßener Wittib so ohnbevögtigt mit beÿstand H. H. Joh: Jacob Rauchen, deß buch händlers
hauß und hoffstatt, mit allen deren Gebaüen, begriffen, weithen, Zugehördt. rechten und Gerechtigkeit. allhier in der Tucherstubgaßen, ein: und anderseit neben Jacob Mänel den gerbern und lederbereiter hind. auff den Rindshäuter oder Gerbergraben stoßend gelegen, welche behaußung umb 500 lb Capital (und umb 100 lb Capital, So dann umb 50 lb Capital verhafftet) – umb 45 pfund

Remariée au potier Gaspard Steiner dont elle est séparée, Anne Marguerite Hess hypothèque la maison au profit de Jean Joachim Mosseder, receveur de Saint-Thomas

1698 (10.2.), Chambre des Contrats, vol. 570 f° 76
Fr. Anna Margaretha geb. Heßin Caspar Steiners deß Stattkachlers geschiedene haußfrau, so dißmal ohnbevögtigt, mit beÿstand H. Dietrich Schlenackers, des Biersieders zum Störcken Und H. Johann Philipß Brandhoffers, Biersieders zum guldenen Löwen, Ihres respect. Ihres Tochtermanns und Vetteren [unterzeichnet] Anna Margretha schmidin
in gegensein H. Johann Joachim Moseders, Schaffners zu St. Thomæ, schuldig seÿe 250 pfund, damit hernach zuerst beschriebene behaußung hat erkauffen und d. angeld damit bezahl. können
unterpfand, Erstlich hauß, hoff, p perge auß immediate vorstehend Verschreibung (…)
So dann hauß und hoffstatt mit allen deren Gebaüen und Zugehördt. allhier in der Tucherstub gaß, ein und and.seit neb. Jacob Männel dem gerber und Lederbereiter hind. auff d. Rindshäuter oder Gerbergraben stoßend gelegen

Anne Marguerite Hess hypothèque la maison au profit de ses petits-enfants issus de Thierry Schlehenacker

1702 (7. Xbris), Chambre des Contrats, vol. 575 f° 494-v
Anna Marg: geb. Heßin weÿl. Andres Schmids geweßenen Werckmeÿsters auf dem Maurhoff wittib mit beÿstand Hn Georg Bahnen Assessoris beÿ löbl. Policeÿ gerichts ihres Curatoris
Hn Joh: Philipp Brandhoffers bierwürths Zuem guldenen Löwen /:alß vogts Dietrich Schlehenackers bierwürth zuem Störckel alß Tochtermanns:/ 2 KK. erster ehe
demnach Sie, Schmidin alß berührter KK. Großmutter kraft hierbeÿ prod: abrechnung von erwehntem ihrem marito 185 pf. wÿdembs weiß zu genießen woran ihnen denen KK. d. eÿgenthum gehören alß wolle Sie Großmutter die KK. folgender maßen in specie versichern, Erstlichhen auf Hauß u. hoffstatt cum appertinentiis in der Tucherstuebgaßen allhier ein und anderseith neben weÿl. Jacob Männels gerbers EE. hinten auf den graben stoßend gelegen,
ferners auf ihre behaußung cum appertinentiis in der Zimmerleuthgaßen einseit neben S. T. Hn. Philipp Heinrich v. Wickersheim alten Stättmeÿster u. XIII.nern anderseit neben Joh: Georg Bertoleitenmeÿer todenträger hinten auf eundem stoßend gelegen

Anne Marguerite Hess vend la maison à Dorothée Hauff veuve Pfeil

1705 (3. 8.br), Chambre des Contrats, vol. 578 f° 792
(350) Anna Marg: Schmidin Wittib geb. Heßin beÿständlich Hn Georg Bahnen Consigne à La porte de L’Hopital ihre vogts
in gegensein Dorotheæ Pfeilin Wittib geb. Hauffin beÿständlich Hartwig Grieße schreiners dero vogts
Hauß u. Hoffstatt mit allen Gebäuen, begriffen, weithen, Zugehörden, rechten u. Gerechtigkeit allhier in der Tucherstueb gass ein u. anders. neben Jacob Männel Gerber u. Lederbereithern hinten auf den Gerber graben stoßend gelegen – (um 50, 100 und 50 Capitalien verhafftet) geschehen um 150 pfund

Fils du tisserand Jean Jacques Pfeil, le tailleur Thomas Pfeil épouse en 1698 Dorothée, fille du parcheminier Jean Georges Hauff
Mariage, Saint-Thomas (luth. f° 66-v, n° 356)
Heüt den 9. April: 1698 ist nach geschehener außruffung Copulirt word. Thomas Pfeil der ledige Schneider weÿl. Johann Jacob Pfeil. gewesenen Burgers und woll. webers allhier nachgelaßener ehelicher Sohn, und Jfr. Dorothea, weÿl. Johann Georg Hauff. geweßenen burgers undt pergamenters nachgelaßene eheliche tochter [unterzeichnet] Thomas pfeil Als hohzeider, Dorothea Hauffen Als hochzeiterin (i 69)

Fils du manant Jean Hessler, le pelletier Jean Philippe Hessler épouse en 1706 Dorothée, veuve du tailleur Jean Thomas Pfeil
Mariage, Robertsau (luth. f° 146)
den 17. Februarÿ Anno 1706. hab ich Pfarrer in der Ruprechtsaw auf vorgewiesenen schein von regierendem Hn Ammeister, und contrahirter Proclamation ehelich eingesegnet Johann Philipp Heßler den Ledigen Kirschner Gesellen in Straßburg weÿl. Johann Heßlers gewesenen schirms verwanden und Weg Meisters wie auch Aurelia Sigfridin hinterlaßenen Ehelichen Sohne und Fr. Dorothea, weÿl. Johann Thomæ Pfeilen gewesenen burger und Schneiders in Straßburg h hinterbliebene wittib [unterzeichnet] + H. Philipp Heßler der Hochzeiter kan nicht Schreiben sein Zeichen ist dieses +, Dorothea Hauffin als hochzeiterin (i 148)

Jean Philippe Hessler devient bourgeois par sa femme
1706, 4° Livre de bourgeoisie p. 759
Joh: Philipp Heßler d. Kürßner V. hier, weÿl. Joh: Heßlers gew: tagners hint. sohn, empf. d. Burgerrecht v. seiner Fr. Dorothea Pfeilin p. 2. gold. fl. 16 ß wird beÿ den Kürßner, dienen, Jur. d. 12. Dito 1706.

Jean Philippe Hessler s’adresse aux Quinze pour devenir maître bien que sa demande soit contraire au règlement parce qu’il est marié et qu’il ne s’est pas inscrit. Le pétitionnaire déclare avoir appris le métier dans les règles et que les moyens lui manquaint pour faire son tour de compagnon. La commission estime qu’une dispense pourrait lui être accordée à condition qu’il n’engage ni employé ni apprenti pendant un an. Le préteur royal propose de ramener ce délai à six mois, ce qu’aprouve l’assemblée.
1706, Protocole des Quinze (2 R 110)
Joh: Philipp Heßler Ca. EE. Zunfft der Kürßner fol. 121. 132.b
(f° 121-v) Sambstags den 17. Aprilis 1706 – K. nôe Joh: Philipp Keßlers burgers und Kürßners alhie Cit. per sched. E. E. Zunfft der Kürßner alhie, weilen prplis nach dem Er burger, auch meister Zu werden begehrt, als bittet unterth. Ihme das Meister Recht gnd gedeÿen Zu laßen.
S. Citatus præs. weilen Implorant erst Zweÿ Jahr aus der lehr, 2) schon verheürathet, nicht gewandert, noch die geordnete Zeit verarbeitet noch sich einschreiben laßen, alß bittet unterth. Sie beÿ den articulen gnd. Zu manuteniren, vndt den Imploranten mit seinem begehren abzuweißen.
K. bittet zu fererer Verantworttung deputaônem. S Priora. Erk. wie vor [deputaôn willfahrt, Obere handwerckh.]

(f° 132-v) Freÿtags de, 23. Aprilis 1706. – Joh: Fridr. Heßner Ca. E. E. Zunfft der Kürßner
Iidem [Obere handwerckh] per herrn Friden, es habe Joh: Friderich Heßner Ca. E. E. Zunfft der Kürßner geklagt, daß Sie Ihne zu dem Meister Recht nicht admittiren wollen anbeÿ umb dispensation gebetten. Alß man die Parthen angehört, habe Kläger gesagt, daß sein vater ein Schirmer geweßen, vndt auff MGHheren werckh gearbeitet habe, Er aber were vor kurzer Zeit burger worden, habe umb das Meisterrecht angesucht, so Ihme darumb erschwert worden, weilen Er in einen vndt ander stucke wid. articul gehandelt.
Worauff im nahmen der Zunfft Andreas Wittmann et Cons. berichtet, daß Kläger verheürathet, (2) vermög articul 3 Jahr wandern vnd (3) darauff 3 Jahr beÿ einem Mstr. arbeiten sollen, so Er nicht gethan habe. (4) derselbe sich 3 jahr Zuvor Zum Meisterstück hette einschreinen laßen sollen, so auch nicht geschehen, (5) Er sein handtwerkh nicht am besten verstünde, vndt wann mann dergleichen junge Leüth, so nichts erfahren, annehmen wolle, man endlich lauter schlechte handwercks leüth haben würde, anbeÿ sich auff einen articul vom 9. 9.br 1655. bezogen, so dahin gehet daß ein frembder gesell 9. gantzer jahr beÿm handwerckh seÿn solle, ehe er Zum Meister Recht gelangen könne, und beÿ der annahm 30 ß erlegen solte. Gegner habe replicirt, daß Er seine Lehr Zeit außgestanden, undt Zum Reißen die mittel nicht gehabt habe, es seÿe aber auch beÿ andern dispensirt worden. Er haben eines Schneiders Wtb. geheÿrathet vndt verstünde nichts, als ein handwerck dabeÿ Er sich ernehren müße.
Auff seithen der Herren Deputirte habe man davor gehalten, daß weilen der Implorant in vielen stucken wider articul gehandelt, Er noch ein Jahr lang ohne Gesind und Jungen seÿe, nach deßen verfließung aber, ihme solche Zu fordern erlaubt werden Könte, iedoch daß Er pro Dispensatione 3. lb d vnd auch 30 ß vor die einschreibung Zu erlegen schuldig seyn solle.
Herr Prætor Regius hielte davor daß der Bedacht confirmirt die Zeiy aber deß der Implorant ein Jahr lang ohn gesindt vndt Jungen seÿn solte, auff 6. Monat gesetzt weden könte. Erk. dem Herrn Prætori gefolgt.

Jean Philippe Hessler et Dorothée Hauff hypothèquent la maison au profit de Susanne Enderis veuve Rimbach

1707 (18.1.), Chambre des Contrats, vol. 580 f° 52
Joh: Philipp Hessler Kürßner u. Dorothea geb. Hauffin beÿständlich Benjamin frantz barchethändlers u. Joh: G. Hauff secklers
in gegensein Susannæ Rimmbächin wittib geb. Enderis beÿständlich Andres Enderis schneiders – schuldig seÿen 25 lb
unterpfand, ihre behaußung in der Tucherstueb gass einseit neben männel anderseit neben Röderer

Dorothée Hauff meurt en 1729 en délaissant une fille. L’inventaire est dressé dans une maison de location rue de la Soupe-à-l’eau. La masse propre au veuf est de 4 livres. celle propre aux héritiers de 8 livres. L’actif de la communauté s’élève à 11 livres, le passif à 10 livres.
1729 (29.3.), Not. Hoffmann (Christophe Michel, 19 Not 31) n° 958
Inventarium über Weÿland frauen Dorothea Heßlerin gebohrner Hauffin des Ehrsahmen Mstr. Johann Philipp Heßler des Kürschners und Burgers allhier geweßener ehel. haußfrauen nunmehro seel. Verlaßenschafft auffgerichtet Anno 1729. – nach Ihrem am 14.ten Jahrs genommenen Tödlichen hiendritt hie Zeitlichen verlaßen wie solche Verlaßenschafft auf freundliches ansuchen erfordern und begehren Jgfr. Evæ Margarethæ Heßlerin, so die verstorbene seel: mit vor und nachgemeltem Ihrem hinterbliebenen wittiber ehel. erziehlt und ab intestato einiges Erbin verlaßen mit beÿstand Hn Benjamin Frantzen des barchet Krähmers und burgers alhier heut dato ordnungsmäßig Inventirt (…) so beschehen Straßburg den 29. Martÿ Anno 1729.

Bericht in gegenwärtig Inventarium gehörig. Es hatt der Wittiber, gleich anfangs der Inventation beÿ seiner gegebenen handtreu glaubwürdig berichtet, daß als Er sich Vor ohngefehr 22 Jahren mit seiner Verstorbenen hausfr. Verheÿrathet, dazumahlen Zwischen ihnen beeden Keine Eheberedung auffgerichtet weniger etwas schrifftliches Zu Papÿr gebracht worden, wohlerwogen Sie gar wenig ane Zeitlicher Nahrung zusammen gebracht, dannenhero beÿ sogestalt der Sachen sothane verlaßenschafft nach hiesigen Ordnungen (…)
In einer alhier Zu Straßburg ane der Waßersuppgaß gelegenen Lehn behaußung und dero inhabenden gemachen folgender laßen Befunden.
Haußrath W. 4, E. 8, T. 9, Silber T 16 ß, Goldener Ring T 16 ß
(f° 7) Sa. Bett und Federwercks, als worinnen des Wittibers gantz ohnverändert Vermögen bestehet ist 4 lb
Dießemnach wird auch der Tochter und Erbin unverändert Nahrung beschrieben, so auch nur in folgenden haußraths Posten beruhet 8 lb
Endlichen Folgt die beschreibung des gemein Theÿlbahren Guths 11 lb – Schulden 10 lb, Conferendo bleibt 14 ß
Conclusio finalis Inventarÿ 14 lb

Jean Philippe Hessler se remarie avec Anne Barbe Wagner, originaire de Goxwiller : contrat de mariage, célébration
1730 (21. 9.br), Not. Hoffmann (Christophe Michel, 19 Not 75) n° 674
Eheberedung Zwischen dem Ehrsam und bescheidenen Philipp Heßler Kürschner und burgern alhier alß Bräutigam an einem
So dann der Ehr: und tugendsahmen Jungfer Annæ Barbaræ Wagnerin, Hanß Martin Wagner des Rebmanns Zu Goxweiller ehel. Tochter alß hochzeiterin am andern Theÿl
So beschehen Straßburg den 21.ten Novembris Anno 1730 [unterzeichnet] + des bodenzinßs handzeichen, v der Jgfr. hochzeitterin handzeichen

Mariage, Saint-Thomas (luth. f° 218, n° 1238)
Anno 1730, den 29. Novembr. seind nach geschehener ordentl. ausruffung in der Kirche Zu S Thomas ehelich eingesegnet worden Johann Philipp Heßler der burger und Kürßner alhie und Jungfr. Anna Barbara Johann Martin wagner, deß burgers und Rebmans zu gocksweil eheliche tochter [unterzeichnet] + diß Zeichen hat gemacht der hochzeiter der nicht schreiben kan, s das Zeichen hat gemacht die hochzeiterin, benjamin frantz als schwager (i 222)

Anne Barbe Wagner devient bourgeoise par son mari
1731, 4° Livre de bourgeoisie p. 966
Anna Barbara wagnerin von gotsweiler geb. Johann Philipp Heslers ehefr. erhalt d. b. gratis, will beÿ E E Zunfft d. Kürßner dienen. Prom. 10.ten Feb. 1731.

La veuve et la fille de Jean Philippe Hessler sont dispensés de faire dresser un inventaire de la succession à cause de la pauvreté du défunt.
1734 (13. Sept.), Livres de la Taille (VII 1177) f° 351
Hannß Philipp Heßler des Kürßners Wb. mit beÿstand Philipp Jacob Schildknecht des trehers producirt schein Von des Verstorbenen Tochter Johann Caspar Däffner des Mehlmanns Ehefrauen, deß Sie nicht an ihrem Vatter zu erben Verlange. Erkant wegen Armuht der Inventur erlaßen.

La tribu des Pelletiers délivre à Anne Barbe Wagner un certificat pour qu’elle puisse bénéficier de l’aumône Saint-Marc
1734, Protocole de la tribu des Pelletiers (XI 331)
(f° 81-v) Montags den 16.ten Augusti 1734 – Anna Barbara Heßlerin gebohrne Wagnerin weÿl. Meister Johann Philipp Heßlers geweßenen Kürßners und burgers allhier seeligen Wittib bittet ein gleiches [Schein Zu erlangeung allmoßens Zu St Marx angedeÿen werden möchte], Erkandt auch willfahrt.

Dorothée Hauff femme de Jean Philippe Hessler vend la maison au fripier Simon Jacques et à sa femme Ursule Treimer moyennant 500 livres

1708 (14.5.), Chambre des Contrats, vol. 581 f° 352-v
(500) Dorothea geb. Hauffin Joh: Philipp Heßlers Kürßners haußfrau
in gegensein Simon Jacques frippier u. Urßulæ geb. Traümerin
Hauß u. hoffstatt mit allen deren Gebäuen, begriffen, weithen, zugehörden, rechten und Gerechtigkeiten in der Tucherstueb gass ein und anderseit neben Jacob Männel gerber hinten auf den Gerbergraben stoßend – um 50, 100, 50 und 100 capitalien verhafftet, geschehen um 200 pfund

Simon Jacques, originaire de Saint-Girons en Gascogne, fait baptiser un enfant de sa femme Ursule Treimer, originaire de Bâle
Baptême, Saint-Pierre-le-Vieux (cath. p. 209)
Die 10. Maÿ 1705. natus est Joannes Georgius ac filius Legitimus Simonis Jacque de Sainct Giron in Gasconia ac incola huiatis Et Ursula Treiner Basiliensis fuit Baptisatus die 11.mo Eiusdem Mensis (i 112)

Les Quinze rejettent la demande du fripier Simon Jacques de pouvoir exercer son métier de fripier bien qu’il ne soit pas bourgeois.
1704, Protocole des Quinze (2 R 108)
(f° 290-v) Sambstags den 15. Novembris 1704 – H. nôe Simon Jacques deß Schirmverwanthen allhier cit. per Sched. E. E. Zunfft der Mörin H Zunfftmeister, Gegner wollen principalen ursach derselbe nicht verburgert, alß frippier feil zu haben nicht erlauben, bittet deßweg. ihme in seinem petito Zu willfahren, vnd offerirt sich unterthänig in das Burgerrecht Zutretten. Kun. weilen Kläger vmb der vrsach willen, daß nicht burger ist, auch nicht Zünfftig sein kan, alß s. die dispensation halben. Erk. wird das begehren abgeschlagen.

Fils du tricoteur Matthieu Jacques de Saint-Girons en Gascogne, Simon Jacques et sa femme Ursule Treimer originaire de Bâle achètent le droit de bourgeoisie le 24 avril 1706 en apportant deux enfants qui ne deviennent pas bourgeois
1706, 3° Livre de bourgeoisie p. 1259
Simon Jaquet der frippier V. St. Giron en Gassegogne, Weÿl. Mathieu Jaquet gew. Strickers daselbst sohn, V. sein Fr: Ursula Treimerin V. Basel, erkauffen das burgerrecht p. 2. gold. fl. 16. ß mit ihren 2. Kindern ist es beÿ ordnung geblieben, Wird beÿ E. E. Zunfft Zur Möhrin dienen, Jur: d. 24. Aprilis 1706.

Le fripier Simon Jacques hypothèque la maison au profit du tonnelier Jean Jacques Schmitz

1709 (12.11.), Chambre des Contrats, vol. 582 f° 635
Simon Jacques frippier
in gegensein Joh: Jacob Schmitz Kiefers – schuldig seÿe 150 pfund
unterpfand, seine behaußung allhier in der tucherstueb gass gelegen

Simon Jacques hypothèque la maison au profit du farinier Wendelin Lauth

1710 (ut supra [8. Julÿ]), Chambre des Contrats, vol. 583 f° 437
Simon Jacques frippier [unterzeichnet] +
in gegensein Wendlin Lauth meelmanns [unterzeichnet] wendling Laudt
in seinem hauß allhier in der Tucherstueb gass eine stueb u. Cammer auch keller sambt der Kuchen, auf ein halb jahr lang anfangend auf Mich: nächstkünfftig – um einen jährlichen Zinß nemlich 24 fl.

Simon Jacques loue une partie de sa maison au tailleur Louis Meyé

1712 (4.2.), Chambre des Contrats, vol. 585 f° 79-v
Simon Jacques frippier
bail à Louis Meye tailleur
dans sa maison in der Tucherstueb gass d’un côté a fischer de l’autre a Röderer, un poele et une cuisine en bas et une petite chambre en haut et plaçe dans La caue pour 3 mois à commencer a pasque 1712 – moyennant un loyer annuel de 44 livres tournois

Simon Jacques et Ursule Traumer hypothèquent la maison au profit du précepteur Jean Adolphe Rumetsch

1712 (ut ante [25. Aug.]), Chambre des Contrats, vol. 585 f° 521-v
Simon Jacques frippier und Ursula geb. Traunerin beÿständlich H. david Stamm und H. Joh: Strehlin
Joh: adolph Rumetsch Præceptoris privati
unterpfand, ihr hauß c. appert: in der Tucherstueb gass
es. Christmann Röderer as. fischern

Simon Jacques et Ursule Traumer hypothèquent la maison au profit du fripier Simon Roole

1712 (23.6.), Chambre des Contrats, vol. 585 f° 458-v
Simon Jacques der Altgewändter und Ursula geb. Traümerin mit beÿstand hn Johann Strehlin und hrn Johann Georg Gursing beder EE Kleinen raths beÿsitzer
in gegensein Simon Roole des altgewänders – schuldig seÿen 75 pfund
unterpfand, hauß und hoffstatt mit allen deren Gebäuen, begriffen, weithen, rechten und gerechtigkeiten in der Tucherstueb gaß, einseit neben Christmann Röderer gerber anderseit neben (-) Fischern Schumachern hinten auff den Rindshäuter graben

Simon Jacques et Ursule Traumer hypothèquent la maison au profit du pelletier Jean Philippe Fleckhammer

1714 (15.6.), Chambre des Contrats, vol. 587 f° 415-v
Simon Jacques frippier und Ursula geb. Traümerin beÿständlich H. Johann Linder und H. Johann Niclaus Mannberger in Ermanglung verwanther aus Mittel E.E. Kl. Rath deputiret
in gegensein Joh: Philipp Fleckhammer Küßners als vogt Mariæ Dorotheæ Köbelin – schuldig seÿen 100 pfund
unterpfand, ihre behaußung c. appert: in der Tucherstub gass, einseit neben Christian Röderer anderseit neben Philipp Fischer hinten auf den gerbergraben

Simon Jacques, cabaretier à l’enseigne de la Fontaine royale, et sa femme Ursule Traumer hypothèquent la maison au profit du chirurgien Pierre Grateloup

1717 (8.3.), Chambre des Contrats, vol. 590 f° 157
Simon Schack Cabaretier à La fontaine Royale und Ursula geb. Traumerin beÿständlich H. Joh. Frantz Michel Schenck E.E. großen Raths alten beÿsitzers und H Joh: Reinholdt Dulsecker buchführers
in gegensein H. Pierre Grateloup chirurgi – schuldig seÿen 37 pfund
unterpfand, ihr hauß c. appert: in der Tucherstueb gass, einseit neben Cristmann Röderer anderseit neben Joh: Philipp Fischer hinten auf den graben

Le notaire Christophe Michel Hoffmann dresse l’inventaire de la succession d’Ursule Treimer, femme du cabaretier à la Petite fontaine. L’inventaire n’est pas conservé mais les préposés de la Taille font figurer la succession dans leur registre parce que les héritiers non bourgeois doivent régler le droit de détraction.

1735, Not. Hoffmann (Christophe Michel, rép. 65 not 11) n° 1375
Inventarium über weÿland Frauen Ursulæ Cochat gebohrner Träumerin des Brünel wirths geweßener Haußfrauen seel. Verlassenschafft

1735, Livres de la Taille (VII 1178), f° 47
Freÿburger. F. N. 6683 – Weÿl. Fr. Ursulæ gebohrner Träumerin H Simon Jacques Würths Zum brünnel und Burgers alhier Ehel. haußfrauen Verlaßenschafft, inventirt H. Not. Hoffmann.
Concl. Fin. Inv. ist fol. 41 – 70 lb 1 ß, Verstallte hiengegen 400 fl.
Extat kein Stallgeltt
Gebott – 2 ß 8 d
Abhandlung – 5 ß 6 d – Summa 8 ß 2 d
Abzug. H. Carl Jacques der Würth Zu Schlettstatt hat Von Mütterlichem Erbe den Erbgulden Zu erlegen mit 10 ß
H. Georg und Fr. Maria Ursula gebohrne Jacques Von 36. lb 7 ß d den Abzug mit 3. lb 12 ß9 f
dt. 21. Maÿ 1738.

La maison est vendue par adjudication judiciaire au chirurgien Jean Beauvalet le 3 mai 1719. Comme il n’est ni manant ni bourgeois, il demande aux Conseillers et aux Vingt-et-Un l’autorisation de conserver son achat. Il déclare avoir l’intention de continuer à servir le chirurgien Pierre Grateloup quelques années avant de s’établir et qu’il a dû acheter la maison pour ne pas perdre sa créance.

1719, Conseillers et XXI (1 R 202)

Jean Beauvalet halt an umb Erlaubnuß ein in der Ganth angenommenes hauß Zu behalten. 99. erhalt solche mit gewißen Conditionen. 150.
(p. 99) Sambstag d. 6. Maÿ – Lt. Mosseder, Nôe Jean Beauuallet bedienten beÿ H. Pierre Grateloup Chirurgo derselbe hat laut gegenwärtigen Extractus ganth Protocolli Vom 3.ten huius ein hauß, auff Welchem er der letzter Creditor hypothecarius war, im ganth über sich nehmen müßen, und den Pfundzoll mit übrigen unkosten erleiden, Weilen er aber nicht burger, alß bitt unterthänig ihme gnädig Zu erlauben, daß er solch hauß behalten möge.
ist Erkandt, Soll forderist Von dem Imploranten per Deputatos Vernommen Werden, ob er nicht Wolle sich in allhiesigen Burgerrecht oder Wenigstens den Schirm begeben, und auff dessen erfolgende Erklärung ferner ergehen, was recht ist. Deputati umb so wohl den bescheid anzuzeigen, als des Imploranten Erklärung anzuhören, H. XV. Leitersperger und H. Reineri.

(p. 150) Sambstag d. 17. Junÿ – H. XV. Leitersperger und H. Reineri referiren, daß Sie Zufolg des d. 6. Maÿ iüngst ergangenen Interlocuti Jean Beauuallet Vor sich beschieden und befragt, Ob er nicht wolle sich in allhiesiges Burgerrecht oder Wenigstens den Schirm begeben, Welcher sich dahin als garçon Chirurgien beÿ H Grateloup Seruire, auch noch ein paar iahr also Zu Verbleiben, nachgehendts aber sich allhier Zu establiren gesinnet seÿe, übrigens Wäre er genöthiget Worden das hauß quæstionis in der ganth anzunehmen, Wann er seine forderung nicht Völlig habe verlieren Wollen.
ist Erkandt, Wird der geschehene Ganthkauff Sine præjudicio et consequentia mit diesem anhang Obrigkeitlichen Confirmirt und bestättiget, daß der Implorant sich in allhiesigen Schirm Zu begeben und denen gewohnlichen oneribus, das Einstandts Recht ausgenommen, in der Contract: Stub præsentibus Dominis Deputatis Zu submittiren schuldig seÿn solle. Deputati ÿdem.

Le garçon chirurgien Jean Beauvalet loue la maison au rémouleur Pierre Denoyé

1720 (17.10.), Chambre des Contrats, vol. 594 f° 495
Jean Beauvallet Garçon Chirurgien
in gegensein Peter Du Noyer des Scheerschlieffers und schirmers
verlühen, ein hauß mit allen zugehörden in der Tucherstueb gaß neben dem graben, auff 2 Jahr lang anfangend auff Michaelis 1720 – um einen jährlichen Zinß nemlich 25 pfund

Jean Beauvalet loue la maison au revendeur manant Mathurin Bichon

1722 (4.8.), Chambre des Contrats, vol. 596 f° 462-v
Jean Beauvalet
in gegensein Mathurin Bichon des grempen und Schirmers
verlühen, Eine Behausung und hoffstatt cum appertinentÿs in der Tucher: stub gaß, einseit neben Röderer dem Rothgerber hinten auff den gerbergraben – auff 3 nacheinander folgenden jahren anfangend von nächstkünfftigen Michaelis, um einen jährlichen Zinß nemlich 25 pfund

Jean Beauvalet loue la maison au tanneur Jean Léonard Rœderer

1724 (3.2.), Chambre des Contrats, vol. 598 f° 49
Jean Beauvallet garçon Chirurgien und Schirmer
hatt in gegensein Johann Leonhard Röderer des Rothgerbers
entlehnt, Eine gantze behausung nichts davon ausgenommen allhier in der Tucherstubgaß einseit neben Christmann Röderer dem Rothgerber anderseit neben. Johann deürkauff dem Kürßner hinten auff den gerbergraben, mit allen derselben gebäuden, begriffen und gerechtigkeiten – auff 1 jahr lang anfangend auff Annunciationis Mariæ – um einen jährlichen Zinß nemlich 60 gulden

Chirurgien et valet du secrétaire de l’Intendant Peloux Jean Beauvalet loue la maison au postillon manant Nicolas Febvre

1728 (10.5.), Chambre des Contrats, vol. 602 f° 209
Jean Beauvallet Chirurgus und Kammerdiener beÿ H. Peloux Secrétaire de Mgr l’Intendant
hatt in gegensein Nicolas Febvre des Postillons und schirmers [unterzeichnet] feure
verlehnt, Eine Behausung und hoffstatt mit allen derselben gebäuden, begriffen, weithen, zugehörden und gerechtigkeiten in der tucherstuebgaß, einseit neben Christmann Röderer dem Rothgerber Anderseit neben NN dem Kürßner hinten auff den Gerbergraben, nichts davon ausgenommen – auff dreÿ nacheinander folgenden jahren anfangend von Johann Baptistæ fürwährenden jahrs – um einen jährlichen Zinß nemlich 50 gulden

Originaire de Greneville en Beauce, le cabaretier Jean Beauvalet épouse en 1731 Catherine Gaudemar : contrat de mariage, célébration
1731 (11. 7.bre), Not. Lhanneur de Chantelou (6 E 41, 986)
Mariage du 11. 7.bre 1731 – furent presens Sr Jean Beauvallet hôte du cabaret ayant pour enseigne l’écurie neuve rue Ste Elisabeth aud. Strasbourg y demeurant natif de Grenneuille en Orleannois fils majeur de deffunts Sr François Beauvallet et Dlle Françoise Dauid Ses pere et mere stipulant pour lui et en son nom d’une part
Et Sieur Melchior Gaudemar manancier de cette d° ville demeurant rue St Elisabeth stipulant pour Dem.le Catherine Gaudemar sa fille mineure et de deffunte Dem.le Salomé Baptiste Son épouse, ses pere et mere, lad. Dem.lle Catherine Gaudemar a ce presente pour elle et de son consentement d’autre part
Les pere et mere de la future épouse lui constitüe en don la somme de 4800 liures provenantes du don gratuit et des deniers du Sr Pierre Gaudemar chef de cuisine de son Excellence Monseigneur le Comte de Passionné Nonce de la Sateté auprès de l’Empereur
(signé) jean Beauuallet, Catherine Gaudemar, Melchior Gaudemar

Mariage, Saint-Louis (cath. p. 423)
Hodie 17 Septembris Anni 1731 (…) conjuncti sunt Joannes Beauvallet filius Francisci Beauvallet et Franciscæ David conjugum oriundus ex diœcesi Aurellanensi et Catharina Gaudemar filia Melchioris Gaudemar manensis argentinensis et Salomé Baptiste cinjugum ambo in hac parochiâ nostrâ commorantes (signé) jean Beaucaller, caterine Gaudemar (i 228)

Jean Beauvalet et Catherine Gaudemar font dresser un état de leur fortune pour devenir bourgeois (le registre de bourgeoisie manque entre 1737 et 1740)
1738 (12. Nov.), Not. Koch (Matthias, 6 E 41, 504) f° 129
persönlich erschienen H. Jean Beauvallet, der Gastgeber und bißheriger Schirms Verwandter allhier v. beneben ihme Fr: Catharina gebohrne Gaudemar, deßen Eheliche Haußfrau, die zeigten mir dem Notario an, Wie daß sie willens seÿen beÿ allhießigem hochlöbl. Magistrat das burger recht unterthänig zu suchen, mich Notarium requirirend, uch möchte deren Eigenthümliches Vermögen Verzeichnen
Wein und Faßen 280, Capital 350 (…)

Le chapitre Saint-Thomas donne quittance à Jean Beauvalet d’un capital garanti sur la maison

1739 (16.4.), Chambre des Contrats, vol. 613 f° 196-v
des hochwürdigen Stiffts und Capituls zu St Thomas Cistarius senior S.T. H. Johann Andreas Gnilius S.S. Theologiæ D. et Prof. Publ. ord. und Capituli Caninicus wie auch H. Benedict Heinrich Marbach Schaffner allda
hatt in gegensein Jean Beauvallet des traitteur
demnach wohlgesagtes Stifft zu St Thomas auff einer alhier ahne der Tucherstub gaß einseit neben Chrismann Röderer, anderseit neben Johannes Theurkauff dem kürßner, hinten auff den gerbergraben stoßend gelegen, ihme Beauvallet am 3. Maÿ 1719 ahne hiesiger ganth umb 1030 fl. adjudicirte Behausung bißher 50 ahne capital stehend gehabt

Jean Beauvalet meurt en 1743 en délaissant trois enfants. L’inventaire est dressé dans son auberge à la Nouvelle Ecurie, rue Sainte-Elisabeth. Les experts estiment la maison rue des Drapiers à 225 livres. La masse propre à la veuve est de 2 202 livres. L’actif des héritiers et de la communauté s’élève à 1 254 livres, le passif à 3 362 livres.

1743 (25.2.), Not. Hoffmann (Christophe Michel, 19 Not 53) n° 1795
Inventarium über Weÿl. des Ehrengeachten H. Jean Baptiste Beauvalet des geweßenen wirths zum Stall und burgers alhier Zu Straßburg nunmehro seel. Verlaßenschafft, agr&é in Anno 1743. – nach seinem Freÿtags den 11.ten Januarÿ jüngsthien aus dießer welt genommenen tödlichen hientritt hie Zeitlichen Verlaßen, Wie solche Verlaßenschafft auf freundfleißiges ansuchen erfordern und begehren des Ehrengeachten Meister Frantz Nicker, des Zimmermanns und burgers alhier, als geordnet und geschworenen Vogts Catharinæ, Claudinæ und Jean Baptiste aller dreÿ gebohrer Beauvalet, so der verstorbenen seel. mit hernach vermelter seiner hinterbliebenen wittib ehelich erziehlt und ab intestato zu gleichen portionen und antheÿlern Zu Erben Verlaßen, und weillen bemelte Zweÿ ältere Kinder und töchtere beÿ ordnung gelaßen worden, mithien dißorts ohnverburgert als ist in deren Nahlen beÿ E: E: Kleinen Rath unterthänig erbetten und gnädig deputirt worden S. T. H. Johann Gottfried Zeiß wohlermelten E: E: Kleinen Raths hochansehnlichen beÿsitzer, so den geschäfft in persohn abgewarttet, heut dato ordnungs mäßig inventirt und ersucht, durch die tugendsame Frau Catharinam Beauvalet gebohrne Gaudemar die hinterbliebene wittib, mit hülff und beÿstand des Ehrengeachten Meister Jacob Seemann Maurers Steinhauers und burgers alhier ihres geordneten Curatoris (…) So beschehen Straßburg den 25.ten Februarÿ 1743.

In einer allhier zu Straßburg ane St. Elisabethen gaß gelegenen in dieße Verlaßenschafft gehörigen und hieunten eingetragenen behausung, befunden worden, wie folgt
Eigenthumb ane Häußern. Erstl. eine behaußung, die Gastherberg Zum Neuen Stall genand ane St. Elisabethen gaß (…)
It. eine Behaußung und Hoffstatt mit allen deren gebäuen, begriffen, weithen, Rechten, Zugehörden und gerechtigkeiten, gelegen allhier Zu Straßburg ane der Tucherstub gaß, einseit neben H Christman Röderer dem Rothgerber, anderseit neben Johann Deur Kauff dem Kürßner hinden auf den Gerbergraben stoßend, so gegen Männiglichen freÿ Ledig eigen und durch Vorbenahmbste der Statt Straßburg Hn Lohner und geschworne Werckmeistere inhalt angeregten Abschatzungs Zeduls Vom 11. Martÿ 1743. æstimirt vor 225. lb. Darüber besagt ein teutscher pergamentener ganth Kauffbrieff mit E. E. Kleinen Raths der Statt Straßburg anhangendem Insiegel bekräfftigt datirt den 3. Maji Anno 1719.
(f° 11) Abzug in gegenwärtig Inventarium gehörig. Der Wittib ohnverändert Vermögen, Sa. goldener Ring 2, Sa. Schulden 1000, Sa. Ergäntzung 1200, Summa summarum 2202 lb
Der Erben ohnverändert und Theilbare Nahrung, Sa. haußraths 177, Sa. Frucht 7, Sa. Wein und Lehrer Vaß 92, Sa. Silbers 67, Sa. baarschafft 10, Sa. Pfenningzinß hauptgüter 275, Sa. Eigenthumbs ane häußern 625, Summa summarum 1254 lb – Schulden 3362 lb, passiv onus 2202 lb
Mehr Schulden als Nahrung dem Stall Tax nach 27 lb
Copia der Eheberedung (…) a Strasbourg l’an 1731 le 11 septembre, Lhanneur, Notaire royal
Copie du testament. Aujourd’huy Seiz. septembre 1737 (…) fut present le Sr Pierre Gaudemar, ci devant Chef de cuisine de son Ecellence Monseigneur Passionet archeveque de fez nonce apostolique à la Cour imperiale de Vienne, led. Sr gaudemar etant de presant en cette ville logé en sa maison située Rüe Ste Elisabeth paroisse St Louis (lequel a )présenté et exhibé le présent Cahier clos de soye noire (…) donne et legue à Jean Pierre Gaudemar et à Jean Joseph Gaudemar mes deux neveux a chacun la Somme de 2000 liures (…) à Damle Catherine Gaudemar ma niece femme de Jean Beauvalet manancier de Strasbourg la somme de 2000 liures (…) instuitue pour mon héritier seul unique et universel lesd. St Jean Bauvalet mon neveu du chef de sa femme (…) aujourd’hui 16. aoust 1738
Abschatzung dem : 11. Martÿ: 1742. Auff begehren weillandt deß wohll achtbahren und bescheitenen H Johann wowalle deß geweßenen wirthß seel. hinder Laßenen Frau wittib und Erben, ist eine behausung allhier in der Statt Straßburg auff der Elßbetter gaßen gelëgen, ein seitß Neben einen Allmënt gäßlein (…)
Der 2.te Begrieff ist auch allhier in der Statt Straßburg in der Tucher Stub gaßen gelegen, Ein seitß Neben Christmann rötterer dem Rothgerber, ander seitß an Johanneß teurkauff dem Kürschner hinden auff dem gerber graben Stoßend welche behausung sehr schmall So unden ein gangß ein schmaleß haus Ehren darinnen der herdt, hinden daran ein Stuben, Kleiner getrëmbter Keller, oben dar über widerum ein Stuben hauß Ehren darinnen der herdt, under dem tach Zweÿ Camren ein alter schlechter tach stull unbesetzte bienen und holtzerer gebell, sambt aller gerechtig Keit wie solches turch der Statt Straßburg geschwornen wërck Meister sich in der besichtigung befundten und jetzigen Preÿß nach angeschlagen wierdt vor und Umb Vier Hundert Vünffzig Gulten. bezeichnuß der Statt Straßburg geschwornen werck Meister, [unterzeichnet] Pflug Statt Lohner, Michael Ehrlacher Werck Meister deß Meinsters, Johann Jacob Biermeÿer Werck Meister deß Zimmerhof

Catherine Gaudemar se remarie avec Jean Louis Pillon, chef de cuisine originaire de Perry en Champagne : contrat de mariage, célébration

1744 (8.4.), Not. Laquiante (6 E 41, 995)
Mariage du 8 avril 1744 – furent presens en personne le Sieur Jean Louis Pillon chef de Cuisine de Mr le marquis de Wibray brigadier des armées du Roy de present aud. Strasbourg fils majeur de deffunt Antoine Pillon en son vivant m° d’eschole de la Paroisse du Perry en champagne dioceze de Rheims et de Jeanne Guillaume sa femme a present sa Veuve ses pere et mere, stipulant pour luy et du Consentement de cette dernière d’une part
Et Demoiselle Catherine Gaudemar Veuve de deffunt Jean Beauvalet, en son vivant hôte ou pend pour enseigne L’escurie neuve en cette ville, stipulante pour Elle et en son nom D’autre part du Consentement de cette dernière d’une part
Cinquièmement et enfin Lad. future épouse voulant aussi Donner aud. futur espoux des marques de sa tendresse, elle luy a donné (…) La Jouissance de lad. maison ou pend pour enseigne L’escurie qu’elle occupe actuellement et ce pendant qu’il demeurera Veuve seulement
(signé) pillon, Catherine gaudemar dit veuve Beauvallet

L’acte de mariage mentionne que Jean Louis Pillon a séjouné dix ans dans la paroisse Saint-Sulpice de Paris
Mariage, Saint-Louis (cath. p. 298)
Hodie 13 mensis Aprilis anni 1744, unâ duntaxat proclamatione (…) in hac ecclesia parochiali sancti Ludovici et tribus in ecclesia parochiali sancti sulpitii parisiensis, ratione ultimi per decem annos domicilii (…) sacro matrimonii vinculo in facie ecclesiæ conjuncti fuerunt joannes Ludovicus Pillon civis coquus, defuncti Antonii pilllon ludimagistri et joannæ Guillaume conjugum in pago peri diœcesis Rhemensis commorantium filius a novem mensibus in hac parochiâ commorantis et Catharina gaudemar vidua joannis Beauvalet civis cauponis in hac parochia (signé) pillon Catherine Gaudmar (i 123)

Jean Louis Pillon devient bourgeois par sa femme
1744, Livre de bourgeoisie 1740-1754 (VII 284) p. 167
Jean Louis Pillon der Aubergiste Von Pery en champagne gebürtig erhalt das burgerrecht von seiner Ehefrauen Catharina, weÿl. Jean Bauviller deß aubergisten wittib um den alten burger schilling und will dienen beÿ E. E. Zunfft der Freÿburger jur. eod. [9.ten Maÿ 1744]

Les nouveaux mariés font dresser l’inventaire de leurs apports dans l’auberge à la Nouvelle Ecurie, rue Sainte-Elisabeth. Ceux du mari s’élèvent à 589 livres, ceux de la femme à 4 410 livres.

1744 (19. Maÿ), Not. Hoffmann (Christophe Michel, 19 Not 54) n° 1836
Inventarium über des Ehren und Wohlvorgeachten Hn Jean Louis Pillon des wirths und Gastgebers zum Neuen Stall und der Ehren: und tugendsahmen Frauen Catharinæ gebohrener Gaudemar, beeder Eheleuthe und burgere alhier Zu Straßburg einander in den Ehestand Zusammen gebrachte Nahrungen, auffgerichtet in Anno 1744. (…) So beschehen in fernern beÿseÿn auff Seithen der Ehefrauen S. T. Hn Stephan Degeorge Porcellinhändlers und Eines Ehrsahmen Großen Raths alten ietzmahlen aber Eines Ehrsahmen Kleinen Raths wohlansehnlichen beÿsitzers und meister Frantz Nickar des Zimmermanns und burgers alhier, als der Ehefrauen Kinder erster ehe geordneten Vogts, beeder deroselben erbettener beÿständere, Straßburg den 19.ten Maÿ Anno 1744.

In einer allhie Zu Straßburg ane St. Elisabethen gaß gelegenen, zum Neuen Stall genanden, in dieße nahrung gehörigen und hieunten eingetragenen behausung, befunden worden, wie folgt
(f° 13-v) Eigenthumb ane Häußern. (F.) Erstl. eine behaußung, die Gastherberg Zum Neuen Stall genand ane St. Elisabethen gaß (…)
(F.) It. eine Behaußung und Hoffstatt mit allen deren gebäuen, begriffen, weithen, Rechten, Zugehörden und gerechtigkeiten, gelegen allhier Zu Straßburg ane der Tucherstub gaß, einseit neben H Christmann Röderer, dem Rothgerber, anderseit neben Johann Deur Kauff dem Kürßner, hinden auf den Gerbergraben stoßend, so gegen Männiglichen freÿ Ledig eigen und in Vorabgeregtem Summarischen Calculo über der Ehefrauen Kinder Erster Ehe vätterlich guth cum reservatione Proprietatis sine præjudicio außgeworffen vor 500 lb. Darüber besagt ein teutscher pergamentener ganth Kauffbrieff mit E. E. Kleinen Raths der Statt Straßburg anhangendem Insiegel bekräfftiget datirt den 3. Maji Anno 1719.
(f° 15) Wÿdemb, Welchen die Ehefrau von Weÿland Herrn Jean Baptiste Beauvalet dem geweßenen Gastgeber Zum Neuen Stall und burgern allhier Ihren ersten haußwürth nunmehr seel. biß Zu der Kinder Majorennitæt eigenen Etablissement Zugenießen hat
(f° 15-v) Abzug in gegenwärtig Inventarium gehörig. Des Manns in die Ehe gebracht Vermögen, Sa. haußraths 3, Sa. Silbers 42, Sa. goldener Ring 5, Sa. baarschafft 246, Sa. Schuld 286, Summa summarum 583 lb Dazu gelegt die helffte ane denen verherten haussteuren antreffen 6, Des Manns gesambte in die Ehe gebrachte Nahrung 589 lb
Der Frauen in die Ehe gebrachte Nahrung, Sa. haußraths 276, Sa. Frucht 11, Sa. Faß und Weins 233, Sa. Silbers 236, Sa. goldener Ring 17, Sa. baarschafft 536, Sa. Pfenningzinß hauptgüter 2250, Sa. Eigenthumbs ane häußern 1400, Sa. Gülthen von liegenden güthern 776, Sa. Schulden 62, Summa summarum 5798 lb – Schulden 1393, Detrahendo verbleibt 4404 lb, Adde den ihren ane denen verehrten haussteuren ertragend 6, Der Frauen völlig in die Ehe gebracht Vermögen 4410 lb – Wÿdemb 117 lb
Copie du Contrat de mariage (…) le 8° avril 1744, Laquiante

Le conseil de la tribu des Fribourgeois fait grief à Jean Louis Pillon de n’avoir pas été présent le jour du Serment et lors de la tournée du consul. Il déclare avoir été malade
1746, Protocole de la tribu des Fribourgeois (XI 166)
(f° 281) Donnerstags den 17.ten Febr. A° 1746. – Jean Louis Pillon, citiret, daß derselbe weder am Schwör: noch Regirenden Herrn Ammeisters Umbfarth tag auff E. E. Zunfft Erschienen. Ille sagt, habe Kranckheit halben nicht erscheinen Können, warauff ist Erkandt, undt Citatus dermahmen absolvirt word.

Le menuisier Jean François Nicker rend compte de la tutelle des biens qui appartiennent à Catherine Beauvalet, mariée à Charles Vidal, à Claudine Beauvalet et à Jean Baptiste Beauvalet qui est mort.
1750 (1.3.), Not. Oelinger (J. Jacques, 35 Not 57) n° 1458
Bericht ane statt Rechnung Mein Johann Frantz Nicker Zimmermann vnd Burgers allhier Zue Straßburg alß geordnet vnd geschworenen Vogts Catharinæ, so dermahlen verheuratet ane H. Charles Vidal Secretaire beÿ Monseigneur le Baron de Trelans, Claudinæ und Jean Baptiste, welcher aber ohnlängst verstorben, weÿland herrn Jean Baptiste Beauvalet geweßenen Würts zum Stall und burgers allhier Zue Straßburg mit fraun Catharinæ gebohrner Gaudemar der hinterbliebenen Wittib Ehelich erziehlter und nach tod verlaßene dreÿer Kinder, Inhaltend, was ich de anno 1743. biß den 1. Martÿ 1750. Ihrentwegen eingenommen vnd ausgegeben auch sonsten Verhandelt vnd Verrichtet habe. Erste Rechnung dieser vogteÿ.

Catherine Gaudemar meurt en 1769 en délaissant deux filles de son premier mariage et une du second. La masse propre au veuf est de 546 livres, celle propre aux héritiers de 2 073 livres. L’actif de la communauté s’élève à 1 317 livres, le passif à 1 226 livres.
1769 (30.3.), Not. Zimmer (6 E 41, 1412) n° 213
Inventaire Des Biens delaissés par feu Dlle Catherine née Gaudemar en son vivant Epouse du Sieur Jean Pillon, bourgeois cabaretier de cette ville de Strasbourg, dressé en l’année 1769. – décédée le 10 du present mois, Lesquels biens à la requête 1° dudit Sieur Pillon, Veuf, 2.do M° Jean Louis Rahm, avocat au Directoire de la Noblesse de la basse Alsace, en qualité de tuteur des Enfans mineurs de la deffunte D° Vidal fille du premier lit, tous cy après dénommés 3° Sr Jean Conrad Scholl, Marguilier de la paroisse Royale de St Louis en lad. Ville, en sa qualité de Mandataire de de la Dlle Beauvallet Fille dud. premier Lit aussi denommée cy après et 4° Demlle Marie Madeleine Salomé Pillon assistée du Sr Charles Dupont Cafetier et bourgeois de cette ville, Fille du second lit de lad° Deffunte (…) Fait et passé en presence du Sr François Joseph Seraffond, Licenté ex Loix et assesseur au petit Sénat de cette ville, Deputé à cet effet en vertu d’une sentence dud. Senat du 29° de ce mois, à Strasbourg le 20. Mars 1769.
La Deffunte a delaissé pour ses héritiers ab intestat Sçavoir 1.mo Les enfans de feu Dlle Catherine née Beauvallet, à son decès Epouse du Sr Martin Vidal, vivant Secrétaire de Monsieur le Baron de Trelanns, en son vivant Lieutenant du Roy en cette ville, Savoir a) Catherine, b) Elisabeth, c) Madeleine et d) Marie Madeleine les Vidal, auxquels dits 4 Enfans mineurs a été nommé et constitué pour tuteur M° Jean Louis Rahm, avocat au Directoire de la Noblesse de la basse Alsace, qui a été présent à la confection de cet inventaire, 2° Dlle Claudine Pierrette Beauvallet, majeure d’ans présentement à Paris au nom de laquelle est comparu le Sr Jean Conrad Scholl Marguilier de la paroisse Royale de St Louis en cette ville de Strasbourg (…) Cette dernière Fille et la susd° deffunte D° Vidal procréés en premier mariage avec feu le Sr Jean Beauvallet, vivant hote ou pend pour enseigne l’ecurie neuve et Bourgeois en cette dite ville,
3.tio Demlle Marie Madeleine Salomé Pillon, agée de passé 20 annes, Laquelle fut presente sous l’assistance du Sr Charles Dupont Cafetier de lad° ville, fille du second lit de lad° Deffunte procréé avec le susd. Sr Jean Louis Pillon veuf. Tous lesd. Enfans et petits Enfans herittiers ab intestat par portions egales en souche

Remploy des Biens propres du Sr Pillon veuf aliénés pendant le mariage, Suivant l’Inventaire des apports dressé par M° Christophle Michel Hoffmann en son vivant Nre. Jué et piblic de cette ville le 19 May 1744
Propriété d’une maison (L’usufruit de la maison cy contre a été donné au Sr Pillon veuf en vertu du Contrat de mariage art 5° pendant sa viduité). Sçavoir une maison ou pend pour enseigne l’ecurie neuve ruë Ste Elisabethe (…)
Etat sommaire du présent Inventaire. Copie du Contrat de mariage (…). Copie du Codicil mystique en datte du 31° May 1763 déposé au Notaire soussigné le 1° juin de lad° année, ouvert et pubié le 30. mars 1769 (…).
Suit la Description de tous les biens. Et premièrement celle Des Biens propres au Sieur Pillon Veuf, Total des meubles 13, Total de l’argenterie 8, Total de la Bague d’or 9, Remploy (2324, Deduction 9 Reste) 2315, Total général 2346 lib.
S’ensuivent les biens appartenant en propre aux héritiers, Total des meubles 953, Total de l’argenterie 437, Total des bijoux 34, Total de la Propriété d’une maison 1800, Total des rentes en grains 2240, Total des Capitaux 1060, Total général 8292 lib
Enfin suit la description des Biens appartenant à la Communauté, Total de meubles 1189, Total des Vins et tonneaux 122, Total de argenterie 692, Total de l’or 19, Total des Capitaux 3100, total des Dettes actives 144, Total général 5268 lib – Passif 4906, Reste 361 lib
Somme finale et du Stall 7726 lb

Les préposés de la Taille font figurer la succession dans leur registre parce que les impôts acquittés étaient calculés d’après une fortune sous-évaluée de 900 florins (450 livres) sur un total de 3 800 florins
1769, Livres de la Taille (VII 1180), n° 87
Freÿburger N° 2347 – Weÿl. Fr. Catharinæ geb. Gaudemar Jean Louis Pillon des burgers und Gastgebers allhier geweßener ehefrauen Verlaßenschafft inventirt H Not. Zimmer.
Concl. final. jnvent. Ist fol. 157.b – 7726 lb 10 ß 9 ½ d die [machen] 3800 fl. Verstallte 2900 fl. Zuwenig 900 fl
Wovon nachtrag 8 Jahr in duplo a 2 lb 14 ß – 19 lb 12 ß
und 6 Jahr in simplo 8- 2
Extat Stallgeldt 1769 – 5 lb 14
Geb – 2 ß 6 d
Abhandlung 3 lb 9 ß d (Zusammen) 36 lb 19 ß
der nachtrag auff 15 lb reducirt restiret 24 lb 5 ß
dt. 3.t junÿ 1769.

1771 (17.4.), Not. Zimmer (6 E 41, 1416) n° 259
Registre des Meubles et Effets vendus à la requête du Sr Louis Pillon Aubergiste et Bourgeois de cette ville de Strasbourg après les publications ordinaires et accoutumées faites le 17° avril et jour suivant 1771.

Jean Louis Pillon meurt en 1787 dans la maison rue Sainte-Elisabeth dont il a la jouissance. L’actif de la succession s’élève à 119 livres, le passif à 78 livres.
1787 (1.5.), Not. Faller (6 E 41, 975)
Inventarium über Herrn Johannes Ludwig Pillon, des Wittibers, im Leben gewesenen Burgers und ehemaligen Gastgebers dahier Zu Straßburg, nun seel. hinterlasene Vermögenschaft, auffgerichtet Im Jahr 1787 – auf sein den 5. Monaths tag Aprils lauffenden 1787.sten jahrs beschehenes tödliches Vonhinnenscheiden hie Zeitlich hinter sich gelassen (…) durch Sie die Tochter und Erbin selbst sowohl als auch durch Johanna Francisca Laute die Leedige von (-) gebürtig die dienstmagd (gezeigt), So geschehen und fürgenommen worden dahier in der Königlichen Stadt Straßburg in Zu end angeregter behausung auf Dienstag den Ersten Maÿmonaths tag im Jahr 1787.
Benennung der Erbin. Der Verstorbene und Erblaßer seel. hat ab intestato Zur Erbin verlaßen Jungfer Maria Magdalena Salomea Pillon, die großjährige, Sein des Verst. seel. und Erblasers mit längst Weÿl. Frauen Catharina Pillon gebohrner Gaudemar deßen im Leben gewesener Ehefr. seel. ehel. erzeugte und nach todt hinterlaßene eintzige Tochter, unter Verbeiständung S.T. Herrn Johann Nicolaus Wilhelm J.U. Ltus. E. E. Grosen Raths dahier und Mehrerer Höherer Gerichtsstellen procurator und advocatus ordinarius und wohlangesehenen Burgers allhier in Persohn anwesend und der Verlaßenschafts Inventur abwartend

In einer allhier zu Straßburg ane der St. Elisabethæ Gaß gelegenen, durch den Erblaser und Verst. seel. Wÿdums weiß genoßenen und inngehabten und Zu End umständl. angezogener behaußung ist befunden worden, wie folgt
Wÿdum, Welchen der Verstorbene seel. bis an sein Lebens Ende genoßen. Vermög über Weÿl. Fraun Catharina Pillon geb. Gaudemar des dißeithigen Verst. seel. im leben gewesenen Ehefrauen seel. Verlaßenschaft durch Hn. Notarius Zimmer allhier unterm 30.ten Mertz 1769. errichteten Inventariums hat dieselbe Ihme dem Verst. und resp. Ehem. und hinterbl. Wb seel. in Krafft des 5.ten punctens ihrer Zur Zeit ihrer Verehel. mit einander vor dem hiesigen Königl. Not° H. Laquiante errichteter Ehepacta Zu einem Wÿdmn /:jedoch nur so lang derselbe im Wittibenstand verbleibt:/ vermacht
Ihre eigenthümlich ingehabte dahier zu Straßburg an der St. Elisabetha gaß (…)
zwischen H. Schuend dem sandführer und H Weeber dem taback fabricantes gelegen und hinten auf H Carly und Gros die handelsleuthe den schild zum Neuen stall führende gast behausung samt zubehör 450 aest. ; d. 31.5.1763 verschlossen bei H Not. Zimmer 30.3.1769 eröfneten codicills (seinem ehemann) den lebenlänglichen genuss
Series rubricarum hujus Inventarii, Sa. hausraths 38, Sa. Silbers 5, Sa. Pfenning zinsßen haubtguths 50, Sa. Schulden 25, Summa summarum 119 lb – Schulden aus der Verlaßenschafft zu bezahlend 78 lb – des Verst. seel gehabten Wÿdum 747 lb – Beschluß und Stall summa 788 lb

Les préposés de la Taille font figurer la succession dans leur registre parce que les impôts acquittés étaient calculés d’après une fortune sous-évaluée de 500 florins (250 livres) sur un total de 1 500 florins
1787 (12. Nov.), Livres de la Taille (VII 1181) f° 53
Freÿburger N° 1120. – Weÿland Johann Ludwig Pillon, des gewesenen ehemaligen Gastgebers und Burgers alhier Verlaßenschaft inventirt H. Not. Faller
Concl: fin: Invent: ist fol: 15.b, 788 lb 14 ß 5 ? d, die machen 1500 fl. verstalte 1000 fl. also Zuwenig 500 fl.
Wovon Nachtrag Acht Jahr in duplo à 1 lb 10 ß d – 12 lb
und Sechs Jahr in simplo à 15 ß – 4 lb 10 ß
Ext: Stallgeld pro 1787 – 2 lb 17 ß
Gebott – 2 ß 4 d
Abhandlung – 1 lb 6 ß 6 d,Summa 20 lb 15 ß 10 d
Auf Bitten ist der Nachtrag auf 15 Jahr in simplo gesetzt worden mit 11. lb 5 ß d, gehet demnach ab 5 lb 5 ß, Restiert 15 lb 10 ß 10 d
d. 12. Nov: 1787

Catherine Gaudemar femme de l’aubergiste Louis Pillon vend la maison au fabricant de chaises Jean Laurent Riss

1767 (23.4.), Chambre des Contrats, vol. 641 /1 f° 262-v
Catharina geb. Gaudemar Louis Pillon des wirths ehefrau
hatt in gegensein Johann Lorentz Riß des sesselmachers
eine behausung und hoffstatt mit allen gebäuden, begriffen, zugehörden, rechten und gerechtigkeiten, ane der Tuchstubgaß, einseit neben Christian Röderer dem gerber anderseit neben (-), hinten auff den Gerbergraben – umb 375 pfund

Jean Laurent Riss qui a acquis la maison pour le compte de ses parents manants Jean Georges Riss et Félicité Heyd reconnaît avoir réglé le prix d’achat de leurs deniers et leur en cède la jouissance. L’inventaire dressé en 1776 expose que cet arrangement a évité qu’un bourgeois entre en possession de la maison si elle avait été acquise par des manants.

1768 (23.4.), Not. Humbourg (6 E 41, 130)
Jean Georges Riss faiseur de chaises manancier en cette ville et felicité heyde d’une part
et le Sr Jean Laurent Riss leur fils Bourgeois faiseur de chaises demeurant en cette ville d’autre part
Lesquelles parties sont convenues de ce qui suit, le Sr Riss fils reconnoit que ses père et mère ont fourni la somme de 400 livres et les Lods et frais de passation et expedition du contrat d’acquisition de la maison qu’il a achetée de la dam.le pilon née Gaudemar par acte (à la) Chambre des Contrats le 23. avril 1767 et promet de rapporter aux successions futures desd. ses père et mère non seulement ladite somme de 400 livres mais aussi les frais de réparation et amelioration que lesd. ses père et mère ont faits à ladite maison
led. S Riss fils (…) leur donne pour leurs vies durantes l’usufruit et jouissance de ladite maison située rue des drappiers vers la grande Stadel gass avec toutes ses appartenances et dépendances sans exception

Natif de Strasbourg, le tourneur Jean Georges Riss épouse en 1735 Félicité Heyd, fille du mesureur d’avoine Jean Heyd : contrat de mariage tel qu’il est copié à l’inventaire, célébration
Contrat de mariage d’entre Le Sieur Jean George Riss garçon Tourneur et Dlle Felicité Heyde du 31 mars 1735. (…) furent presens le Sieur Jean George Riss Tourneur de profession fils de feu Sr Jean Riss, vivant Marguillier de la Paroisse St Etienne et de Dlle Claude Catherine Paillot, assisté de lad. Dlle sa mere d’une part, Et Dlle Felicité Heyde, fille du Sieur Jean Heyde, Bourgeois et mesure[u]r des avoines pour le service du Roy en cette dite ville, et de feue Dlle Marie Madeleine Hechler, assistée dudt. Sieur Son Pere d’autre part – Fait à Strasbourg ce 31. avril 1735, Jean Christophe Fingado Notaire – Collationé et trouvé conforme à son original deposé au greffe du petit Senat, à l’instant rendu par le soussigné notaire à Strasbourg le 19 aoust 1749. Euth

Mariage, Saint-Louis (cath. p. 48)
Hodie die 18° Mensis Aprilis anni 1735 tribus proclamationibus in parochia nostra totidem in Ecclesia parochiali ad Stum Stephanum intra Argentinam factis (…) matrimonii vinculo conjuncti sunt Joannes Georgius Rÿss filius Joannis Rÿss et Catharinæ Palliot filius argentinæ natus et Felicitas Heidin filia Joannis Heid civis huius urbis et Magdalenæ hechlerin (signé) Jan gorige Rÿs, felitzitas heitin (i 27)

Jean Georges Riss et Félicité Heyd font dresser un état de leurs biens pour que la femme puisse retirer ses apports. L’inventaire est dressé Grand rue dans la maison du sellier Philippe Scholl. La masse propre à la femme s’élève à 48 livres. L’actif du mari et de la communauté est de 149 livres, le passif de 61 livres.
1750 (10.3.), Not. Nenter (Georges Fréd. 6 E 41, 958) n° 10
Inventarium über Herrn Johann Georg Rißen, des Seßelmachers, und Fraun Felicitas gebohrner Heÿdin, beede Eheleuthe und Schirmere allhier, dermalen tam active quam passive besitzende Nahrung auffgerichtet Anno 1750 – ursachen die Ehefrau das ihro Zugehörde Vermögen Zubeziehen und zu salviren gedencket, inventirt durch Sie beede Eheleuthe selbst, und Zwar die Ehefrau mit assistentz herrn Joh: Georg Mandersch J.U.L. wie auch burgers allhier (…) So beschehen allhier Zu Straßburg auf Dienstag den 10. Martÿ 1750.

In einer allhier Zu Straßburg ane der langen Straß gelegenen H: Philipp Schollen dem Sattlern und burgern allhier, eigenthümlich zuständigen von beeden eingangs gedachten Eheleuthen Lehnungs weiß bewohnenden behaußung, befunden worden wie folgt
Series rubricarum hujus Inventarÿ, der Ehefrauen vermögen, hausrath 11 lb, schulden 37 lb, summa summarum 48 lb
Der dreÿen Kinder Pfetter u. Göttel geld
Series rubricarum hujus Inventarÿ. Der Ehefrau Vermögen so in dero umb und ane ihren leib gehörige Kleÿdung und weißem Gezeug bestehet 11, Schulden 37, Summa summarum 48 lb
Dießemnach wird auch des Ehemanns und theilbare Nahrung unter einem Titul beschrieben, Sa. hausraths 75, Sa. Wahr und Werckzeugs 63, Sa. theilbaren Silbers 9, Sa. goldenen geschmeids 13 ß, Summa summarum 149 lb – Schulden 61 lb, In compensatione 87 lb
Contrat de mariage (…) Fait à Strasbourg ce 31. avril 1735, Jean Christophe Fingado Notaire

Jean Georges Riss meurt en 1776 en délaissant trois enfants. La maison est portée à son prix d’achat, soit 375 livres. L’actif de la succession s’élève à 472 livres, le passif à 372 livres.

1776 (30.11.), Matthieu Beguin, greffier du Petit Sénat (6 E 41, 1464) n° 351
Inventarium über Weiland Johann Georg Riß, des gewesenen Sesselmachers und Schirmers allhier Zu Straßburg Verlaßenschaft aufgerichtet Anno 1776 – nach seinem den 17.den dieses Monats und Jahrs, aus dießer Welt genommenen tödlichen Hintritt, Zeitlichen verlaßen hat.Welche Verlaßenschaft sowol auf Ansuchen Fr. Felicitas geborner Heÿdin, der hinterbliebenen Wittib, beÿständlich Hn. Georg Friedrich Nenter, Notarii publici und practici alhier, als auch der gleich nach diesem Eingang benamsten Erben (…) So geschehen allhier Zu Straßburg auf Sambstag den 30. Novembris Anno 1776.
Der Verstorbene hat ab intestato zu seinen einigen Erben hinterlaßen benandlich, 1. Andreas Riß, den Seßelmacher und Burger alhier, hiebeÿ Zugegen, 2.do Mariam Elisabetham Seßlerin geborner Rißin, Antoni Seßler des tagners und Schirmers allhier Ehefrau, dieses ihres Ehemanns der Inventur persönlich beÿgewohnet So dann 3.tio Johann Lorenz Riß, den Seßelmacher und Burger alhier, so auch dieser Inventur in Person abgewartet, Alle dreÿ des Verstorbenen mit Eingangs gedachter seines hinterbliebenen Wittib ehelich erzeugte Kinder und ab intestato zu gleichen Antheiler nachgelaßene Erben.

In einer alhier Zu Straßburg ane der Tucher Stubgaß gelegenen und hiehero gehörigen behaußung befunden worden, wie folgt
(f° 4-v) Eigenthum ane einer Behausung. Neml. eine Behaußung und Hoffstadt, samt allen deroselben Begriffen, Weithen, Zugehörden, Rechten u. Gerechtigkeit gelegen alh. Zu Strasb. ane der Tucher stub gaß eins. neben H. N. Haderer dem Rothgerber anders. neben Mr Bein dem Kiefer und hinten auf den Gerber Graben stosend, so über hernach eingetragenen u. darauf haftendes Capital freÿ ledig und eigen seÿe und wird dieselbe so wie der Verstorbene sohn dieselbe in A° 1767 erkaufet hat, hier ohnpræjudicirlich ausgeworffen pro 375 lb. Über diese behausung besagt ein teutscher perg. Kfbr. in allh. C.C. Stb. gefertiget und mit deroselben aufgedrucktem größern Insiegel verwahret, datirt den 23.ten Aprilis 1767, Ferner eine vor H. Humbourg ehemaligen Notario Regio dahier zwischen dem Verstorbenen, der hinterbliebenen Wittib und Johann Lorentz Riß dem Sohn und Käufer bemelter behausung, desfalls errichteter Vergleich sub dato 23. Aprilis 1768. So dann ein anderwärtiger zwischen dißorts hinterbliebener Wittib und des Verstorbenen Kindern und Erben vor H. Lacombe Notario Regio dahier den 7. Decembris 1776 getroffener Vergleich. Aus erstangeführten Documenten erhellet daß Johann Lorentz Riß der Sohn bemelte behaußung um Verhütung des Zugrechts, in deme seine Eltern unverburgert waren, als ein burger dieser Stadt zwar erkauffet, solcher Kauff aber nur im Nahmen gedachter seiner Eltern geschehen seÿe, maßen letztern, nach dem Vergleich de 1768 nicht nur der abgeführten Kauffschilling von 100 lb sondern auch den Pfundzoll und die Verschreibungs Gebühr aus ihren eigenen Mitteln entrichtet haben, wie Er der Sohn und Käufer bekandt, sich so dann auch durch berührten Vergleich de 1776 unterworffen, der hinterbliebenen Wb. nicht nur den Genuß derselben lebens lang zu laßen, sondern biß auch die behaußung nach ihrem Absterben offentlich und ane den meistbietenden solle verkauft und einem jeeden seiner Geschwüsterden und Miterben ane dem Erlös participirender dritter theil behändiget werden, der Ursachen dann vorerwehnte behausung samt Zugehörden gegenwärtiger Verlassenschafft active und das auf derselben hafftende Capital der 275 lb. d. passive, jedoch jeder männiglich ohne Nachtheil und mit vorbehalt eines jeden Rechten, hier einverleibt worden.
(f° 5) Waar und Werckzeug Zum Seßelmachen gehörig
Series rubricarum hujus Inventarii, Sa. hausraths 32 lb, Sa. Waar und Werckzeu Zum Seßelmachen gehörig g 41 lb, Sa. Silbers 17 lb, Sa. Eigenthums ane einer behausung 375 lb, Sa. Schulden 4 lb, Summa summarum 472 lb – Schulden 372 lb, Nach deren Abzug 99 lb
Copia der Eheberedung (…) le 31. avril 1735, Jean Christophe Fingado, Notaire juré

La veuve et ses enfants exposent infructueusement la maison aux enchères

1777 (21.3.), Not. Zimmer (6 E 41, 1451) n° 335
Anno 1777, Freÿtag den 21. Martii Nachmittags, auf Ansuchen 1. Fraun felicitas Rißin geborner Heÿdin weiland Johann Georg Riß, des gewesenen Seßelmachers und Schirmers dahier zu Straßburg hinterbliebener Wittib, beiständlich Johann Gottfried Meÿer, des Gastgebers und Burgers alhier, 2.do Andreas Riß, des Seßelmachers und Burgers hieselbst, 3° Fr. Maria Elisabetha Seßlerin geborner Rißin, Anton Seßler, des Tagners und Schirmers dahier Ehefrauen, beiständlich dieses ihres Ehemanns, sodann 4. Johann Lorenz Riß, des Seßelmachers und Burgers alhie, alle dreÿ letztere obgemelten Johann Georg Riß, ehelich erzeugte Kinder und von demselben Zu gleichen Antheilen ab intestato hinterlaßene einige Erben, wurde nach vorhergegangener Publication (…)
zur freiwilligen Versteigerung der in besagten Johann Georg Riß Verlassenschafft eigenthümlich gehörigen Behaußung und Hoffstatt samt allen deroselben begriffen, Weithen, Zugehörden, Rechten und Gerechtigkeiten, gelegen alhier Zu Straßburg ane der tucherstub: Gaß, einseit neben Hn (-) Haderer dem Rothgerber, anderseit neben Mr (-) Bein dem Kiefer, beden burgere alhier und hinten auf den Gerber: Graben stoßend (um 275 capital verpfändet)
ausgesetzt pro 1000 gulden. Worauf kein Gebott erfolget

Le fabricant de chaises Antoine Riss cède sa part de maison à son frère Jean Laurent Riss

1783 (27.2.), Not. Lacombe (6 E 41, 189) n° 74 – transcrit Chambre des Contrats, vol. 657 f° 216 du 20 mai 1783
auff ansuchen Johann Lorentz Riß, nachstehende erbscession
Andreas Riß der seßelmacher
hatt in gegensein Johann Lorentz Riß des seßelmachers deßen bruder
sein antheil ahne der behausung so sie mit Anna Maria Riß des Antoni Säßler des schirmers ehefrau dero schwester von ihren eltern seel. ererbt in der Tucherstubgaß, einseit neben H. Bein, anderseit neben H. Hatterer vornen gemelte ducherstubgaß, hinten auff den Gerbergraben – um 48 gulden

Lors d’une nouvelle adjudication, Jean Georges Kraußkopff enchérit la maison

1783 (22.4.), Not. Übersaal (6 E 41, 663) n° 19
auf Ansuchen H. Andreas Riß des Sesselmachers, Fraun Maria Elisabetha geb. Rißin Antoni Seßler des tagners und Schirmers Ehegattin, So dann H. Johann Lorenz Riß Sesselmacher
zur freiwilligen Versteigerung einer behaußung und hoffstatt mit allen derselben Gebäuden, begriffen, Weithen, zugehörden, Rechten und Gerechtigkeiten an der Tucherstubgaß, einseit neben H. Joh: Jakob Hadterer dem Rothgerger anderseit neben H. N. bein dem Kiefermeister und hinten auf den Rindshäuter oder Gerber Graben – als ein von weÿl. Johannes Riß dem gewesenen Sesselmacher und Schirmer dahier und auch weÿl. Fr. Felicitas geb. Heÿdin ihren Eltern seel. ererbtes guth eigenthümlich zuständig
in der Gastbehausung zum Reebstöckel an der langen Straß gelegen offentlich geschritten, ausgeruffen vor 700 gulden
810 fl, Joh. Georg Kraußkopff
den 29. Aprilis, zwote Versteigerung, 900 fl, Maria Elisabetha Seßlerin geb. Rißin
den 6. Maÿ, 940 fl. Joh. Georg Kraußkopff

Le fabricant de chaises Antoine Riss cède sa part à son frère Jean Laurent Riss

1783 (20.5.), Chambre des Contrats, vol. 657 f° 216, Not. royal Lacombe, 27 février 1783
auff ansuchen Johann Lorentz Riß, nachstehende erbscession
Andreas Riß der seßelmacher
hatt in gegensein Johann Lorentz Riß des seßelmachers
sein antheil ane der behausung so sie mit Anna Maria Riß der Antoni Säßler des schirmers Ehefrau dero schwester von ihren eltern seel. ererbt in der Tucherstubgaß, einseit neben H. Bein, anderseit neben H. Hatterer, vornen auf gemelten Tucherstubgaß, hinten auff den Gerbergraben – um 48 gulden

Elisabeth Riss femme du journalier Antoine Sessler vend sa part de maison à son frère Jean Laurent Riss qui en devient ainsi seul propriétaire

1783 (20.5.), Chambre des Contrats, vol. 657 f° 217
Fr. Maria Elisabetha Seßlerin geb. Rißin Antoni Seßler des tagners und schirmers ehefrau
hatt in gegensein Johann Lorentz Riß des seßelmachers
den ihro aus elterlicher Erbschafft erblich angefallenen dritten theil vor unvertheilt von und ane einer behausung und hoffstatt mit allen deren übrigen weithen, zugehörden, rechten und gerechtigkeiten ane der Tucherstubgaß, einseit neben Johann Jacob Hatterer dem rothgerber, anderseit neben Mr Bein dem kieffer, hinten auff den Gerbergraben – die übrige zweÿ tertz deren der einte ihme als ererbt zugefallen der andere aber von seinem bruder Andreas Riß durch acte vom 27. Februarÿ jüngsthin vor H. Not. Lacombe (…) cedirt – um 122 gulden

Le fabricant de chaises Jean Laurent Riss achète le droit de bourgeoisie le 16 novembre 1765
1765, Livre de bourgeoisie 1762-1769 (VI 285) p. 77
Johann Lorentz Riß, der ledige Seselmacher von hier gebürtig, erhalt das burger. ex speciali gratia umb den alten burger schilling will dienen beÿ E E Zunfft der Zimmerleuth. Jur. den 16. Novembris 1765.

Il devient tributaire chez les Charpentiers le 25 février 1766
1766, Protocole de la tribu des Charpentiers (XI 33)
(f° 51) Dienstags den 25. Februarÿ 1766 – Neuzünfftiger
Erschienen Joh: Lorentz Riß der leedige Seßelmacher producirt Cantzleÿ und Stallschein de dato 16. Novembris 1765. und bittet ihne vermög deßelben beÿ dieser Ehrsamen Zunft als einen Zünftigen Zu recipiren, sub oblato præsanda zu præstiren und die Gebühr zu erlegen. Erkannt Willfahrt, Juravit.

Jean Laurent Riss épouse en 1770 Caroline Françoise Pierret, originaire de Gonnesweiler près de Neunkirchen dans le diocèse de Trèves (en Sarre) : contrat de mariage, célébration
1770 (11.8.), Not. Schaeff (Jean Frédéric, 6 E 41, 873) n° 57
Eheberedung – persönlich erschienen der Ehrsame Johann Lorentz Riß, der Stroh seßelmacher und Burger alhier, des Ehrengeachten Georg Riß, des ebenmäßigen Stroh seßelmachers und burgers alhier, mit der tugendsamen Fraun Felicitas gebohrner Heÿdin ehelich erzeugter Sohn, beÿständlich erstgemelten seines Vaters als hochzeiter ane einem
so dann die tugendsame Jungfrau Carolina Francisca Pierret, Mr Joseph Pierret des Peruckenmachers und b. zu Kirn hochgräfl. Salmischer herrschaff, mit der Tugendsamen Feaun Philippina Margaretha gebohrne Bohnin, ehelich erzeugte tochter, so majorennis und ihre Rechten selbsten genieset, mit beÿstand H Joh: Georg Kammerer des Wagners und burgers alhie als die Jgfr. Hochzeiterin ane dem andern Theil
Sambstag den 11. Augusti im Jahr Christi 1770 [unterzeichnet] jean lorant Rÿs com fiancé, Jean georg Rÿs Le pere, carolina francica piret hochzeiterin

Mariage, Saint-Louis (cath. p. 292)
Hodie 14 Mensis Augusti Anni 1770 (…) sacro matrimonii vinculo in facie Ecclesiæ Conjuncti fuerunt Joannes Laurentius Riss, Ciuis et Sellarum factor hujus urbis argentinensis filius Joannis Riss etiam civis et sellarum factoris et Mariæ Felicitatis Heydin Conjugum Commorans in dicta parochia ad Stum Petrum Seniorem ex una, et Carolina Francisca Pieret Neoconversa, oriundz ex Gennesweiler filiali ecclesiæ parochialis in Neunkirchen archi Diœcesis Trevirensis, Filia Josephi pieret et Philippinæ Margartitæ Bonin Conjugum Commornas in hac parochia ad Stum Ludovicum ex altera partibus (signé) jean lorant Rÿs, Carolina francisca Piret (i 149)

Caroline Françoise Pierret devient bourgeoise par son mari : inscription au registre de bourgeoisie, registre de traitement des demandes
1770, Livre de bourgeoisie 1769-1777 (VI 286) f° 24-v
Carolina Francisca Pierret von Neu Kirchen, erhalt das burgerrecht von ihrem Ehemann Joh: Lorentz Riß dem Sesselmacher und burger allhier um den alten Burger schilling, will dienen beÿ E. E. Zunfft der Zimmerleüth, prom. eod. [22. 9.br. 1770]

(VI 286 bis, p. 163) Zimmerleüth N° 22 den 10.ten 7.bris 1770. – Carolina Francisca Pierret Joseph Pierret deß burgers zu gonnesweÿller in Zweÿbruckischen eheliche tochter, Verehelicht mit Johann Lorentz Riß dem Burger und seßelmacher alhier, Erweißet durch scheine ihre eheliche geburt, Cath. religion, und die richtigkeit deß mariti stall gebühr 500 fl. baar hat Implorantin Vorgewießen den aÿd deß eigenthumb abgelegt und 100 fl. nach ordnung deponirt.
bittet der Maritus ihme den fehler im heürathens so Er unwißend begangen, gnädigst Zu Condonnieren, quo facto die ehefr. a marito umb den alte burger schilling in hiesiges burgerrecht Zu recipiren.
der fehler dem Marito Condonnirt. die ehefr. umb den A. B. recipirt.

Jean Laurent Riss hypothèque la maison au profit du pommadier François Armbruster pour en régler le prix de construction

1785 (17.1.), Chambre des Contrats, vol. 659 f° 19
Johann Lorentz Riß der seßelmacher
hatt in gegensein Frantz Armbruster des schirms verwandten und pomaden händlers, 200 gu zum bau hiernach beschriebener behausung
unterpfand, anfangs gedachte behausung samt zugehörden ane der Tucherstubgaß einseit neben Johann Jacob Hatterer dem rothgerber, anderseit neben Mr Bein dem kieffer, hinten auff den Gerbergraben

Jean (Laurent) Riss meurt en 1794 en délaissant pour héritiers ses neveux et nièces

1794 (14 messidor 2), Strasbourg 2 (6), Not. Knobloch, s.n.
Inventaire et Description de tous les Biens generalement quelconques delaissés par feu le Citoyen Jean Riss faiseur de Chaises décédé en cette Commune de Strasbourg le 10 du mois de floreal L’an Second de la République française une et indivisible – à la requête des héritiers et tuteur Cy après nommés
Le Defunt Jean Riss a delaissés pour ses héritiers sçavoir 1° Christine Riss Epouse de Jean Louis Behr perruquier demeurant à Schiltigheim, présente sous l’autorité dudit son mari, Felicité Riss, fille majeure demeurante en cette commune, assistée de par le susd. Jean Louis Behr son Beau-frère, Matthieu Riss agé de 17 ans garçon mineur absent, représenté par François Koëssler perruquier demeurant en Cette Commune son tuteur (…), les trois enfants de feu André Riss, faiseur de chaises frere du défunt,
2° Elisabeth Sessler, fille mineure procréé de feu Mariane Riss, sœur du deffunt Epouse d’Antoine Sessler garde de Malade demeurant en Cette Commune, présente sous l’autorité de François Koessler son tuteur nommé comme dit est ci-dessus et du dt son pere, tous quatre neveu et nièces du deffunt et Chacun héritier pour un quart de la succession dont Ensuit la Description

Maison appartenante a la succession, une maison avec toutes ses aisances et dépendances scituée à Strasbourg Rue des Drapiers N° 16 d’un Côté Jean Michel Braunwald teinturier de l’autre Côté Jean Jacques Hatterer tanneur sur le derrière le fossé des tanneurs sur le devant la ruë des drapiers, Estimée à 4000 livres. Laquelle dite Maison est Charge d’un Capital de 3200 lib porté cy après
Meubles appartenants a la succession 194 livres, total de la masse active 4194 livres – Dettes passives 3221, Deduction faite 973 livres
acp 24 f° 121 du 17 messidor 2

Les héritiers vendent la maison au chaussetier Jean Henri Fischbach et à sa femme Marie Chrétienne Engelhard

1794 (18 fruct. 2), Chambre des Contrats, vol. 672 n° 1808
cit. François Koessler cabaretier en qualité de curateur de cit. Elisabeth Sessler veuve de Jacob Eckardsweiler caporal au 62° régiment d’infanterie de la République et comme tuteur de Jean Baptiste Riss mineur, cit. Louis Behr peruquier à Schltigheim en qualité de mari et légitime administrateur des biens de Chrsitine Riss son épouse, cit. Félicité Riss femme de cit. Nicolas Janneson conducteur en chef d’artillerie, tous neveux et nièces de feu cit. Jean Riss faiseur de chaises en vertu de plusieurs enchères confirmées par jugement d’hier
au cit. Jean Henri Fischbach fabricant de bas et Marie Christine Engelhard assitée de cit. Jean Jacques Wunderer et Ulric Maturée
une maison avec toutes ses appartenances, droits et dépendances existante dans la succession de feu Riss rue des Drapiers anciennement actuellement rue des Volontaires n° 16, d’un côté le cit. Hadterer tanneur, d’autre le cit. Braunwald teinturier, derrière le fossé des Tanneurs ci devant maintenant fossé des Jacobins – moyennant 7400 livres
[joint] jugement du Tribunal du District de Strasbourg du 17 fructidor
enreg. 22 fru. F°

Les Quinze dispensent Jean Henri Fischbach du tour de compagnon
1772, Protocole des Quinze (2 R 183)
(p. 74) Sambstags den 22.ten Februarii – Idem [Osterieth] nôe Johann Heinrich Fischbach des ledigen Hosenstrickers und Meisters sohns Von hier C. E. E. Meisterschafft der Hoßenstricker Obermr. bitt den Implorant gnädig von den Wanderjahren zu befreÿen, bezieht sich deßfalls auf mitgehende Erkanntnus vom 15. hujus, Claus nôe des Obermrs. setzts. Osterrieth bitt ablesung und wie darinnen.
Erkandt, daß der Implorant gegen ersetzung der uncosten von denen Wandersjahren dergestalten Zu dispensiren, daß er besagte Zeit alhier Verarbeite.

Fils de chaussetier, Jean Henri Fischbach épouse en 1781 Marie Chrétienne Engelhard, veuve du tisserand Jean Adam Jœrger, d’Ingwiller : contrat de mariage, célébration
1781 (25.6.), Not. Stoeber (6 E 41, 1260) n° 104
Eheberedung – persönlich erschienen der Ehrsam und bescheidene Mr Johann Heinrich Fischbach, der ledige Strumpfstricker so majorennis weil. Mr. Joh: Conrad Fischbach des gew. Strumpfstrickers u. Bs. alhier mit Fr Barbara geb. Wundererin seiner hinterbl. Wb. erzeugter Sohn als hochzeiter beiständl. Philipp Fischbach, des Wächters und Bs. alhier seines Vetters wie auch Mr Ulrich Maturé des Schneiders u. B. alhier seines Schwagers ane einem
So dann Dr. Maria Christina geb. Engelhardin weil. Joh: Adam Görger des Webers u. B. Zu Ingweiler hinterl. Wittib als Braut beÿständlich Mr Joh: Michael Jakob des Hufschmidts und Bs. alhier ihres Anverwandten am andern Theil
Straßburg Montags den 25. Juny Anno 1781 [unterzeichnet] Johann Heinrich Fischbach als Hannß, x der hochzeiterin handzeichen

Mariage, Saint-Pierre-le-Vieux (luth. f° 150-v, n° 23)
1781 seind den Elfften und Zwölfften Sonntag nach Trinitatis proclamirt und den dritten Septembris copulirt worden Johann Heinrich Fischbach lediger strumpfstricker weil. Mstr. Johann Conrad Fischbachs, gewesenen Strumpffstrickes und burgers allhier und fr. Barbarä gebohrner Wunderin ehelicher Sohn und Fr Maria Christina gebohrne Engelhardtin weil. Johann Adam Görgers gewesenen Webers und burgers Zu Ingweiler hinterlaßene Wittwe [unterzeichnet] Johann Heinrich Fischbach als Hochzeiter, + dieses Zeichnet die hochzeiterin (i 155)

Veuf, Jean Adam Jœrger épouse en 1772 Marie Chrétienne Engelhard, fille de journalier
Mariage, Ingwiller (luth. p. 124)
Anno 1772 Dienstags den 6.ten 8.bris wurde nach dreimahliger proclamation ehelich copulirt und eingesegnet Mstr Johann Adam Joerger der burger und verwittibte Weber dahier und Maria Christina wyland Johann Philipp Jacob Engelhards des gewesenen burgers und tagners dahier ehel.hinderl. tochter [unterzeichnet] hannß Adam Jörger als hoch zeÿter, der hochzeiterin handzeichen (i 67)

Les nouveaux mariés font dresser l’inventaire de leurs apports dans la maison Dillemann au Vieux-Marché-aux-Vins. Ceux du mari s’élèvent à 56 livres, ceux de la femme à 222 livres.
1782 (17.1.), Not. Stoeber (6 E 41, 1244) n° 261
Inventarium über Meister Johann Heinrich Fischbach des Strumpffstrickers und Fraun Mariä Christinä Fischbachin geb. Engelhardin beeder Eheleuthen u. brn. allhier einander in den Ehestand zugebrachte Nahrungen auffgerichtet Anno 1782. – in ihrem den 2.t Herbstmonat des abgewichenen 1781.gsten Jahrs angetrettenen Ehestand Zugebracht haben (…) weilen die Requirenten in ihrer vor mir Notario den 25.ten Juny vorigen Jahrs errichteten Eheberedung §° 1. ein ohnverändert und vorbehalten Gut stipulirt haben (…) So geschehen in der allh. Zu Straßb. am alten Weinmarckt gelegen H. Dillemann dem garde zuständigen und dißorts Zum theil lehnungs weise bewohnenden behausung in gegensein H Johann Jacob Arnold des Schwartzbeck. u. brs allhier der Ehefrauen erbettenen beÿstandts Straßb. Donnerstags d. 17.ten Januarÿ 1782.
Series rubricarum hujus inventarii. des M. Vermögen, Sa. Sergenwercks 7, Sa. Silbers 6, Sa. Activ: schulden 25, Summa summarum 39 lb – Wird nun dazu gerechnet die hälfte an den haussteuren mit 27 lb, des Ehemanns zugebrachtes Vermögen 56 lb
Solchemnach wird auch der Ehefraun zugebrachtes Guth berzeichnet, Sa hausraths 59, Sa. Silbers 6, Sa. Gold, Sa. Baarschafft 46, Sa. Activorum 83, Summa summarum 195 lb – Hierzu kommt zue Zu erfordern habende hälfte an gleich hierauf beschriebenen haussteuren mit 27 lb, der Ehefraun zugebrachtes Guth 222 lb.

Jean Henri Fischbach meurt en 1795 en délaissant deux enfants. La masse propre à la veuve est de 897 livres tournois, celle propre aux héritiers de 503 livres. L’actif de la communauté s’élève à 7 958 livres, le passif à 7 863 livres.

1795 (5 floréal 3), Strasbourg 7 (7), Not. Stoeber n° 1121
Inventarium über Weiland burgers Johann Heinrich Fischbach gewesenen Strumpfstrickers allhier, so 6 Wochen nach Michaelis vorigen Jahrs mit tod abgegangen Verlaßenschafft
der abgeleibte hat zu seinen rechtsmäßigen Erben verlaßen 1. Johann Heinrich Fischbach so den 3. November 1782 und 2. Mariam Catharinam so den 25. Julÿ 1784 zur welt gekommen, beede mit der Wittib Fr. Maria Christine geb. Engelhardin erzeugte Kinder, als vormund ernannt b. Ulrich Mathuré Schneider
vor mir den 25. junÿ 1781 errichtete Eheberedung

in der an der tucherstubgaß N° 16 gelegen und in diese Verlaßenschafft gehörigen behausung
Ergäntzung Not. Stöber den 17. Januarÿ 1782 aufgerichteten Inv.y
Eigenthum an einer behaußung. Nemlichen eine behaußung und hoffstatt mit allen deren Gebäuden, begriffen und zugehörden alhier an der tucherstubgaß N° 16 einseit neben b. Hatterer Rothgerber 2.s neben b. braunwald Färber hinten auf den Gerbergraben ziehend, vermög der in allhies. C. C. Stub den 18. fructidor vorigen Jahrs passirten Kauffverschreibung acquirirt worden vor 7400 livres
Berechnung, der Wittib ohnverändert, hausrath 260 li, haussteur (132) 66 li, silber 35 li, Ergäntzung 610 li, Summa summarum 972 livres – Schulden 75 li, bleibt 897 livres
der Erben vermögen, hausrath 218 li, Silber 46 li, activ schulden 75 li, Ergäntzung 164 li, summa summarum 503 livres
das theilbare Gut, hausrath 482 li, Werckzeug 76 li, behaußung 7400 li, Summa summarum 7958 livres – Schulden 7863 li, Nach deren Abzug 95 li – den 9 pluviose
Enregistrement, acp 39 F° 62 du 19 pluv. 4

La maison revient à son fils cordonnier Henri Fischbach qui épouse en 1813 Marguerite Becker, fille de cordonnier

1813 (27.12.), Strasbourg 4 (44), Not. Stoeber aîné n° 2739
Contrat de mariage – Henri Fischbach, cordonnier, fils majeur de 31 ans de feu Henri Fischbach, tricoteur de bas, et de Christine Engelhard demeurant rue des Drapiers n° 16
Marguerite Becker, fille majeure de Guillaume Becker, cordonnier, et de Salomé Mathiss demeurant rue Ste Barbe avec son père
Enregistrement, acp 124 F° 48-v du 5.1. – communauté d’acquets partageable par moitié

1813 (26.12.), Strasbourg, Not. Stoeber aîné
Consentement pat Christine Engelhard veuve de Henri Fischbach tricoteur de bas au mariage de son fils Henri Fischbach, cordonnier, avec Marguerite Becker
Enregistrement, acp 124 F° 37 du 27.12.

Les nouveaux mariés font dresser l’inventaire de leurs apports
1822 (9.10.), Strasbourg 4 (53), Me Hatt n° 584
Inventaire des apports de Marguerite née Becker veuve de Henri Fischbach, cordonnier, suivant contrat de mariage reçu Stoeber notaire à Strasbourg le 27 décembre 1813
mobilier 930 francs
Enregistrement, acp 159 F° 133-v du 14.10.

Henri Fischbach meurt en 1827 en délaissant quatre enfants.
1827 (18.12.), Strasbourg 4 (66), Me Hatt n° 3776
Inventaire de la succession de Henri Fischbach, cordonnier décédé le 9 novembre dernier – à la requête de Marguerite Becker la veuve, commune en biens suivant contrat de mariage reçu Stoeber notaire à Strasbourg le 27 décembre 1813, mère et tutrice légale de Henri, Gustave, Emile et Caroline ses quatre enfants issus de défunt – en présence de Charles Louis Koenig relieur, subrogé tuteur
dans la maison mortuaire rue Ste Barbe n° 6
mobilier 25 fr, dettes actives 56 fr, total 84 f